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Full text of "ZeitschriftdesFerdinandeumsfurTiroldritteFolge19"

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CORNELL  UNIVERSITY  LIBRARY 


3  1924  078  203  019 


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t 


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4" 

ZEITSCHR1FT 

des 


FERDINANDEUMS 

fiir 

Tirol  und  Vorarlberg. 

Herausgegeben 
Ton 

dem.   VeirwaltungB-Au8BOhu8se  desselben. 


Dritte  Folge. 


Neunzehntes  Heft 


*&&* 

INNSBRUCK, 
X>raok  der  WAGNER'schen  UniYersit&ti-Bachdrackerei. 
187  5. 


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<3 


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I. 

Gesekichtliche  Abtleilung. 


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Die 


Antiken  im  Museum 


m 


Innsbruck. 


Von 


Adolf  Pioliler. 


— fCveXs*^- 


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Die  Lage  Tirols  an  den  P&ssen  des  Brenners,  wo  sich 
die  bequemste  Verbindung  zwischen  Norden  and  Suden  er- 
•chliesst,  bedingt  es  wesentlich,  dass  dieses  Alpenland  schon 
in  grauer  Urzeit  zur  grossen  VSlkerstrasse  wurde.  Jede 
Periode  Hess  ihren  culturhistorischen  Niederschlag  zuriick; 
es  giebt  kaum  ein  deutsches  Gebiet,  das  in  dieser  Hinsicht 
interessanter  wfcre.  Die  Seen  Nord-Tirols  sind  aaf  Pfahl- 
banten  noch  nicht  untersucht;  hieher  gehftrt  vielleicht  ein 
behauener  Balken,  der  zu  Seefeld  aaf  dem  Kies  nnterhalb 
der  Torfschichten,  welche  audi  ein  durchbohrtes  Ktlgelchen 
von  Bernstein  lieferten,  geftinden  wurde.  Vom  neolitbischen 
Steinalter  des  Innthales  erhielten  wir  bis  jetzt  nur  einen  flacben 
Keil  aus  dem  grfinlichen  Carditasandstein  von  Ried  in  Ober- 
innthal,  dann  einen  Keil  aus  der  Gegend  von  der  Hungerburg, 
welcher  nicht  aus  Hornstein,  sondern  aus  einem  bei  Mauls  an- 
stehenden,  sebr  zihen  grflnen  Schiefer  fein  und  sorgfoltig  ver- 
fertigt  ist.  Dagegen  fand  man  bei  Roveredo  auf  einem  Acker 
zwei  GrSber  aus  unbehauenen  Steinen.  Unter  dem  Kopf  des 
Skelettes,  das  jedes  barg,  lag  ein  Meissel  aus  einem  lauch- 
gr&nen  nephrit&hnlichen  Gestein. 

Einen  grossen  Reichthum  von  Ueberresten  hinterliess 
una  die  Bronzezeit  und  noch  immer  bringt  fast  jedes  Jahr 
nene  Entdeckungen.  Wir  wollen  den  Streit  fiber  den  Stamm 
der  alten  Einwohner:  ob  Kelten  oder  Etrusker?  —  unbe- 
rfihrt  lassen,  noch  jetzt  tragen  viele  DOrfer  Tirols 
theils  romanische  Namen,  wie  Vill,  Pradl,  Pontikel, 
thetls  solche,  die  mit  denen  toscanischer  Orte  zusammen- 
fallen,  wie  Volders,  Volterra,  wfihrend  Rum  an  Rom,  Taur 
wie    die    Tauero    an    die    sagenhaften    Taurisker    erinnert. 


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_    4    — 

Manche  Namen  spotten  des  scharfsinnigsten  Etymfiogen, 
mag  er  auch  alle  Schltissel  versuchen.  Bekannt  sind  in 
dieser  Beziehung  die  Arbeiten  von  Christian  Schneller  and 
Ludwig  Steub;  so  viel  diirfte  sicher  sein,  dass  lang  vor  den 
Romern  selbst  die  entlegensten  Hochth&ler  von  einem  Volke 
bewohnt  waren,  das  von  den  Getreidearten  wenigstens  die 
Gerste  anbaute  und  verschiedene  Hausthiere,  wie  die  Ziege,  das 
kurzhdrnige  Rind,  das  Pferd  und  Schwein,  zuchtete.  Das 
beweisen  die  Reste  der  Ustrine,  welche  ich  zu  Ampass  unter- 
suchte.  Dieses  Volk  begrub  oder  verbrannte  seine  Todten, 
die  Asche"  legte  es  in  grosse,  nnglasirte  Urnen  von  dem  un- 
reinen  Thone,  den  man  in  Bachrunsen  und  Einrissen  unser^s 
Gebirges  haofig  antrifft.  Solche  FriedhOfe  eutdeckte  man  zu 
Wiltau,  H5tting,  bei  Sonnenburg  und  Matrei.  Neben  den 
Knochen  barg  die  Erde  Bronzegerathe ,  Schraucksachen, 
Messer,  Streitkeile,  Schwerter,  Pfeile,  zugespitzte  Knochen: 
was  das  einfache  Leben  jener  Zeit  forderte  und  wiinschte. 
Manches  Stuck  verloren  jene  Menschen  da  und  dort;  so 
giebt  es  fast  keine  Gegend  Tirols,  wo  man  nicht  eine  oder 
die  andere  Bronze  gefunden  h&tte.  Wir  kdnnen  nur  bedaoern, 
dass  Herrn  Hermann  Genthe  fQr  sein  schfttzbares  Werk: 
„  Der  Tauschhandel  der  Etrusker  nach  dem  Norden*  dieses 
Materiale  nicht  in  vollem  Unfang  bekannt  war. 

Es  scheint  ein  lebhafter  Verkehr  gewesen  zu  sein:  das 
Zinn  der  Bronze  musste  England  senden,  die  fertige  Waare 
trug  dann  der  tyrrhenische  oder  massilische  Kaufmann  von 
Ort  zu  Ort.  In  SMtirol  fand  man  nicht  selten  Mfinzen 
von  Massilia,  bei  Brentonico  einmal  sogar  tausend  Stfick. 
Abgesehen  von  diesem  Umstand  dilrfen  wir  die  Bronze- 
zeit  in  unsereu  Alpen  weit  zurflcksetzen.  Kleine  und  ein- 
fache Gegenst&nde  wurden  wohl  auch  im  Lande  selbst 
gegossen  und  umgegossen.  So  fand  man  in  der  Nfthe  von 
Untervinti  im  Pusterthal  eine  Menge  fertiger  und  zerbroche- 
ner  Bronzeger&the  auf  einem  Haufen.  Unsere  Bauern  ver- 
zetteln  derlei  Dinge  nur  zu  h&ufig ,  Vieles  wurde  aber  in  das 
Museum  zu  Innsbruck  gerettet,  darunter  neben  Dingen,   wie 


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_    5    — 

lie  jede  Sammlung  besitzt,  wahre  Unica,  so  das  herrliche 
Hesser  mit  breiter,  vorae  ausgeschweifter  Klinge  von  Kron- 
bnrg.  Eine  Publication  mit  einfachen  Umrissen  w&re  gewiss 
hochwillkomraen.  Erst  dann  wurde  sich  zeigen,  welche  Schatze 
das  Museum  besitzt! 

Wichtiger  als  diese  Ger&thschaften  sind  die  Bruchstiicke 
yon  gewalzten  dunnen  Bronzeplatten  aus  Morizing  bei  Bozen 
und  Matrei  sudlich  von  Innsbruck.  Ueber  ihren  Zweck  lfisst 
sich  wenig  sagen,  ob  sie  zu  Schalen,  Schildern  oder  Be- 
schl&gen  irgend  einer  Schmucksache  gehSrten.  Diese  Bleche 
tragen  Flachreliefs  von  getriebener  Arbeit:  Thiere  und  Men- 
sehen,  die  Umrisse  scharf  eingeschlagen.  Sie  stimmen  in 
Styl  und  Technik  mit  einem  Prachtstucke  des  Museums  von 
Modena,  einem  Metallspiegel  aus  Castelvetro.  Die  Manner 
tragen  sackartige,  faltenlose  Gew&nder  ohne  Aermel,  sie 
reichen  bis  zur  Wade  und  sind  unten  von  einer  Bordure  oder 
Fransen  eingefasst.  Die  B&nder,  welche  sich  auf  den  Platten 
von  Bozen  wie  bei  einem  Wickelkinde  gekreuzt  urn  diesen 
Paletot  Ziehen,  widerlegen  die  Ansicht  des  Arch&ologen  B. 
Giovanelli,  der  hier  eine  Toga  zu  sehen  w&hnte.  Auf  dem 
Eopf  tragen  sie  napfartige  Hauben  oder  flache  Miitzen  fast 
wie  die  preussischen  Soldaten.  Auf  den  in  der  Sammlung 
des  Gymnasium  zu  Bozen  befindlichen  Blechen  von  Mori- 
ring,  welche  Professor  Flavian  Orgler  im  XXI.  Programm 
des  Gymnasiums  zu  Bozen  veroffentlichte,  sehen  wir  einen 
Reiter  ohne  Sattel  und  Steigbugel,  Wagen  und  einen  Ein- 
sp&nner  mit  vier  Rfidern;  im  boot&hnlichen  Wagen  hocken 
drei  Personen  in  der  oben  geschilderten  Tracht  mit  aufge-* 
zogenen  Knien.  Die  Pferde  sind  uberm&ssig  schlank,  fast 
windhundartig ,  die  MShnen  gestutzt;  am  meisten  Verstand- 
niss  der  Natur  zeigt  die  Platte  mit  dem  Einsp&nner. 

Noch  wichtiger  sind  die  Bruchstiicke  von  Matrei.  .  Gio- 
vanelli glaubt,  sie  seien  vielleicht  die  ftltesten  bildlichen 
Ueberreste,  die  wir  von  den  Etruskern  haben.  Man  darf 
wohl  annehmen ,  dass  sie  ebenso  wie  die  wol  etwas  jungeren 
Platten  von  Morizing  zu  einer  Zeit  verfertigt  warden,    wo 


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—     6    — 

sich  noch  nicht  der  Keil  der  Cenomannen  zwisohfen  die 
Stammesvettera  in  den  rh&tischen  Alpen  and  nordwestlich 
vom  Apennin  gedr&ngt  batte.  An  dem  etroskischen  Ur- 
sprung  all  dieser  Bronzebleche  ist  nicht  zu  zweifeln, 
nach  der  Form  der  Verzierungen  k5nnte  man  sie  der  ari- 
rischen  Gmppe  anreihen,  zn  der  man  wol  auoh  die  Vasen 
mit  scbwarzen  Fignren  auf  rQthlich-gelben  Thon  zablte,  wie 
Conze  deren  in  den  Schriften  der  k.  k.  Akademie  der  Wissen- 
schaften  1870  abbildete. 

Vorzfiglich  interessirt  uns  jenes  Blech  von  Matrei,  welches 
den  Fanstkampf  darstellt.  Am  zng&nglichsten  dtirfte  die  Litho- 
graphie  sein,   welche  Albert  J&ger  in  den  Sitznngsberiohten 
der  k.  k.  Akademie  der  Wissenschaften ,  Jahrgang   1865, 
ohne   weitere   Erlanterung  gab.      Wir  machen  die   Kanst- 
historiker  ausdriicklich  auf  dieses  Blatt  auftnerksam.     Die 
imposition  ist  sehr  einfach   and  vflllig  symmetrisch.     Die 
beiden  Faastk&mpfer  —  Livios  erz&hlt:  Equi  pugilesque  ex 
Etrnria    acciti!    —   stehen   sich    wie    Fechter    mit     ganz 
gleichen  Geberden  gegenuber:  in  jeder  Hand  den  Cestns  mit 
den  Bleikugeln,  bereit  zu  Angriff  and  Abwehr.     Die  derben 
mit  starken  Genitalien  ansgestatteten  Burschen  —  der  Kopf 
des  erhaltenen  linken  ist  haar-  and  bartlos  —  tragen   am 
linken  Oberarm  em  Band,  am  den  Leib  einen  breiten  Gtirtel; 
sonst  sind  sie  nackt.    Es  sind  vertracte  Gestalten ,  aber  die 
Bewegungen  voll  Energie.    In  der  Mitte  zwisohen  ihnen  sehen 
>rir  aaf  einem  Baamstock  einen  Helm  mit  Kamm  and  Feder- 
basch  aufgeh&ngt  und  eine  Lanze  angelehnt.   Links  davon  ragt 
eine  Lanze  mit  dorchbrochener  Spitze  and  einem  Warfriemen 
am  Schaile;  die  Scheibe  rechts  wird  man  wohl  als  ein  Sym- 
bol deuten.    Da  ist  offenbar  der  Kampfpreis  ausgestellt,  wie 
uns    Aehnliches   die  24.  Rhapsodie   der  Hias  erz&hlt.     Yon 
beiden    Seiten   kommen   mit   gemessenen  Schritten    wQrdige, 
glattgeschorne,  bartlose  Manner  in  der  bereits  beschriebenen 
Tracht,    einer  nach  dem    andern:    Eampfrichter    oder  Zu- 
schaaer.      Vielleicht  linden   sich  aaf  Vasen   fthnliche    Dar- 
stellongen.     Ausfllhrlich  and  im  Zasajnmenhang  mit   andern 


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—     7     — 

btUkungen  oamentlioh  you  der  Certosa  behandelt  die  Bronze- 
ftcke  von  Matrei  ,  welebe  uns  alter  scheinen  als  jene  von 
prizing,  Herr  E.  firizio  im  Balletino  dell  istituto  di  cor- 
Vndenza.  axcheologica  per  Fanno  1872.  S.  211.  Er  be- 
Vitet   sie   als  TJeberreste  einer  Situla. 

Die    Brotizezeit    dCLrfte    in    den   Alpen    schwerlich    zu 
jjjode    gewesen    seio,   als    die  Beriihrung  mit    den   RQmern 
erfo^gte.      I>ie    strategische  Wichtigkeit  des  Landes  am  Bren- 
ner veratilausste    sie,   als  Eroberer  einzurucken.    Sie  stiessen 
oof  hettigen    "Widerstand;  der  Hofpoet  Horatius  verherrlichte 
ia  der  XIV.    Ode:  des  IV.  Buches  diesen  Krieg: 

Milite  nam  tuo 

I>ru8us  Genaunos,  implacidnm  genus 
Breunosque  veloces  et  aroes 
Alpibus  impositas  tremendis 
Dejecit  acer  plus  vice  simplici; 
Major  Neronum  mox  grave  prwlium 
Coromisit,  immanesque  Raetos 
Aaspiciis  pepulit  secundis. 
Die  Namen  der  Brennen,  Genaunen,  dann  der  Venosten 
rind  noch  im  Munde  des  Volkes  erhalten :  ein  Seitenthal  des 
Brenners   heisst  Val  Venn  und   zum  Kirchlein   am   Genain 
enter  Sterang  steigt  noch  mancher  Wallfahrer.     Die  Rflmer 
mordeten,    nm   einen   Aosdruck   Fallraerayers   anzuwenden, 
diese  Gebiete  nicbt  aus ,  wohl  aber  romanisirten  sie  die  Be- 
wohner,  welche  sie  nicht  als  Sclaven  anf  ihre  Latifundien 
schleppten.    Im  Thai  und  im  Hochgebirg  finden  wir  lateinische 
Sprachreste;     wenn   wir  den   Senner   fragen:     Wie   heisst 
dieses  Joch  bei   Battenberg?   so  antwortet  er  Rovan!   und 
jene  Aim  bei  Wattens?  er  erwiedert  Val  rupp!  Rovan  gleich 
Jtuine,  Vail  rupp  gleioh  vallis  rupta.     Solche  Beispiele  liessen 
«ch  zu   hunderten  anflihren.     Es  blieb  der  Grundstock  der 
alten  Bewohner  in  den  abgelegen  Thalwinkeln   gewiss  ohne 
jjeimischung  deutsohen  Blutes,  wfihrend  wir  an  den  Haupt- 
fl ftssen  neben  vielen  romanischen  KOpfen  audi  eeht  deutsohen 
oder   im    Pusterth&l    slavischen    Schadeln    begegnen.      Die 


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—    8    — 

Rftmer  oolonisirten;  die  alten  Niederlassungen  waren  ihnen 
als  Stationen  gehr  gelegen,  so  Mauls,  Matrei  and  Wilten; 
den  Strassen,  welche  diese  Orte  verknflpften,  war  die  Bahn 
durch  die  Gestaltung  des  Bodens  vorgeschrieben. 

Manche  Meileosteine  blieben  erhalten;  das  Dorf  See- 
feld,  wo  ein  kleiner  Eros  von  Bronze  gefunden  worde  und. 
jetzt  die  blutige  Hostie  angebetet  wird,  befindet  sich  zwi- 
schen  zweien,  die  noch  aufrecht  stehen.  Mit  den  Rftmern 
zogen  auch  die  m&chtigen  Gfltter  Roms  ein;  in  der  Halle 
des  Museums  steht  der  Altar  der  Diana  von  der  Toll,  ein 
Abgnss  der  Mitbras-Platte  von  Mauls,  ein  Eckstein  aus  Lienz 
mit  Basreliefs:  vorn  einer  der  Dioskuren  mit  dem  Pferde, 
den  Stern  zu  H&upten,  an  der  Schmalseite  eine  naokte 
weibliche  Gestalt,  die  das  Kleid  von  den  Fussen  vorzieht. 
Vielleicht  Helena!  Beide  Figuren  sind  auf  das  roheste  be- 
sch&digt,  keusohe  Hftnde  wollten  die  nackten  Leiber  nicht 
dulden.  Mit  diesem  Basrelief  stimmt  in  alien  wesentlichen 
die  Abbildung  eines  Gem&ldes  aus  Pompeji  im  9.  Band 
des  Museo  Borbonico,  so  dass  uns  hier  wieder  nur  Copien 
eines  wahrscheinlich  beriihmten  Originale  gerettet  warden. 

Das  Museum  besitzt  keine  antike  Statue;  nur  eine  am 
Gelenk  abgebroohene  schdne  Frauenhand  in  naturlicher  GrOsse 
aus  Bronze,  —  die  Finger  ausgestreckt ,  mit  langen  schmalen 
Nageln  —  gelangte  wahrsoheinlich  aus  Sudtirol  in  dieSammlung. 

Dagegen  enth&lt  diese  eine  grOssere  Anzahl  kleiner 
Bronzen,  deren  etliche  eine  ausfuhrliche  Beschreibung  ver- 
dienen  warden. 

A  Jove  principiam! 

Beim  Gaisenhof  auf  dem  Inniohberge  bei'  Innichen  im 
Pusterthale  wurde  1811  eine  kleine  Statuette  des  Zeus  ge- 
funden. Innichen  gait  fruher  allgemein  als  das  alte,  von 
Slaven  zerstdrte  Agunt,  doch  bei  Berechnung  der  Entfer- 
nungen  nach  Antonins  Beisebuoh  worde  schon  Sinnacher 
etwas  stutzig,  w&hrend  jetzt  Mommsen  die  Identit&t  beider 
Orte  geradezu  in  Frage  gestellt. 

Wir  lassen  das  auf  sich  beruhen  and  wenden  uns  am 


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9    — 

j%er  Statuette.    S\e  ist   8.6  Centimeter  hoch  nod  bis  auf 

^  rechten    Schenkel  mit  Patina  tlberzogen.     Der  Gott  ist 

\oackt,     steliend,  er   ruht  auf  dem  rechten  Fosse,   der 

•%seherikel  ist  etwas  zurttakgezogen.     Der  linke  Puss,  ober 

^  Knochel     abgetooohen .   wurde   wieder   angelSthet;   der 

wollte    sich  ttberzeugen ,   ob  die  Goldbronze  vielleicht 

>i  sei.      X>er  Kopf  ist  ein  wenig  nach  rechts  —  also  gegen 

jig  )mke    Seite    des  Beschauers  —   vorgeneigt.     Die  Haare 

•wen  liber    die  Stirae  mftchtig  empor  und  fallen  in  grossen 

^^jBu    ax&f     die   Schultern,    die  Augeoknocben ,    ober  den 

•gfttttR    stark    gewOlbt,   sind   von    dem   hOheren   Stirntheile 

^xc\i  cine  ISinsenkung  geschieden,   der  Mund   ist  leise  ge- 

t)fiuet,  der  Bart  lockig.    Milde  und  Gate  leuchtet  aus  diesen 

Zftgpu,   sis    ob  der  unsichtbare  Gott  sich  des  Segens  freue, 

den  er  der  Welt  gespendet     Es   ist  der  Otricoli-Typus  im 

Kleinen.     Fehlt  auch  die  Binde,   die  Anordnung   der  Haare 

auf  dem  Scheitel  und   am  Nacken    ist  vflllig  gleich.     Diese 

Statuette  best&tigt  die  Ansicht,  dass  wir  hier  keinen  Typus 

?on  Phidias   haben,  mag  man   nun   dabei   mit  Petersen  an 

Lysippus  denken   oder  nicht.     Der  rechte  Arm  streckt  sich 

aus  dem  Ellbogengelenke  vor-  und  etwa  abw&rts,  die  abge- 

brochene  Hand  mag  das  Soeptron  gehalten  haben,  der  linke 

Arm  ist  leicht  gebogen ,  so  dass  er  fiber  den  Trochanter  des 

Oberschenkels  hinausreicht,  vom  Leib  in  einem  spitzen  Winkel 

abgelenkt,  der  verletzte  Daumen  und  die  zwei  ersten  Finger 

sind  ausgestreckt,  die  anderen  eingezogen;  diese  Hand  hielt 

einen   Gegenstand,    der   abgebrochen   ist:'   wohl   den   Blitz. 

Die  Biceps  und   die  Oberseite    des  Vorderarmes  sind  abge- 

rieben    sowie    auch    an    der    linken    Seite    der    m&chtigen 

JBrust  eine    breite  Schramme    sich    herabzieht.    Die   Mus- 

culatur  des  schlanken  m&nnlichen  Kftrpers  ist  gut  ausgewirkt, 

die  Ausfflhrung  durchwegs    sorgf&ftig.     Das  Museum  besitfct 

liier  ein  kleines  Juwel  aus  der  besten  Eaiserzeit. 

Handwerksm&ssig  und  roh  ist  der  Jupiter,  welcher  bei 
dem  Bauernhofe  Viersch  unweit  Klausen  gefunden  wurde. 
Pie  Hfthe  betar&gt  8.3  Centimeter.    Alle  Locken  tiber  der 


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—    10    — 

Stirne  streb&i  atifwarts,  den  Scheitel  umschlingt  die  Binde, 
derea  Bander  laog  auf  die  Schulterbl&tter  niederfallen.  Der 
lange  Bart  ist  wenig  gelockt.  Der  rechte  Arm  ist  gesenkt; 
die  Hand  halt  in  gleicher  Hflhe  mit  den  Hflften  den  Blitz. 
Der  linke  Oberarm  steht  horizontal  vom  Leibe  ab,  der  Vor~ 
derarm  erhebt  sich  aus  dem  Ellbogengelenke  fast  senkrecht, 
das  Handgelenk  gewaltsam  gebogen,  die  geschlossene  Hand 
fasste  wohl  das  Sceptron. 

Von  der  linken  Schnlter  geht  das  Himation  im  leisen 
Bogen  fiber  den  Bauch  zur  rechteo  Hiifte  nnd  von  bier  wie- 
der  fiber  den  R&cken  zur  linken  Schulter.  Es  deckt  den 
Korper  bis  fiber  das  Knie  des  -  linken  nod  zor  Mitte  der 
Wade  des  rechten  Fnsses,  der  gewaltsam  verbogen  ist.  Der 
Gott  8tfitzt  sich  aaf  den  rechten  Fuss.  Der  lioke  ist  vorge- 
streckt,  das  Kniegelenk  etwas  eingeknickt.  Aus  der  spateren 
Kaiserzeit,  wahrscheinlich  nach  einem  Cultusbilde. 

Von  Poseidon  besitzen  wir  zwei  Statuetten;  die  erste 

wurde  bei  Schloss  Presets  unweit  Gastelrntt  gefunden;   die 

H5he  betr&gt  8.5  Centimeter.     Sie  ist  von  Patina  iiberzogen, 

deren   dicke  Schichte   vom   linken   Ellbogengelenk    and   den 

beiden  Schienbeinen  abbrSselte  and  sie  dadarch  verunstaltete. 

Der  Gott   ist  v5llig  nackt,   in  einer  Stellung,   wie  man  sie 

dem  isthmischen  Hauptbild  oder  der  Statue  von   Anticyra 

zuschreibt.     Der  rechte  Fuss  isterhoben,  auf  einen  Felsblock 

gestfitzt;    der  Oberschenkel  fast  horizontal.    Poseidon  lehot 

sich   bequem  mit  dem  Ellbogen  des  rechten  Armes  darauf 

die   iinke    untere  Extremitat  ist  nur  wenig  im   Kniegelenk 

gebogen. 

Das  Gleichgewicht  zu  unterstfitzen,  diente  wohl  der 
Schaft  des  Dreizackes,  an  dem  sich  die  geschlossene  Linke 
hielt  Der  linke  Oberarm  ist  horizontal  erhoben,  der  Vor- 
derarm  aus  dem  Ellbogen  fast  im  rechten  "Winkel  vorge- 
streckt.  Der  sehr  bartige  Kopf  wendet  sich  bei  geneigtem 
Balse  zor  linken  Seite  geradeaus,  die  Zfige  sind  ernst  and 
ruhig,  als  blickte  der  Gott  auf  den  Spiegel  des  Meeres 
dessen  Wogen  er  soeben  gebftndigt.    Deber  der  Stirn  at  * 


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J 

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*—    u  — 

K  Locke,    von  der  tonn   die  langen  Haare  zn  beiden  Seiten 

\Mi    schlicbt   vom  Scheitel   fallen.     Die  Behandlung  ist 

^dwerksm&ssig,  Jedoch  noch  mit  Verst&ndniss  der  Anatomie 

*  kr&ftigen     EL&rpers.     Fast  ganz  —  nur  der  linke  Vor- 

w^na    ist     etwas  mehr  gesenkt  —  stimmt  unser  tirolischer 

Aidon      in      Stellung     mid    Geberde    mit    dem    Bild    des 

*0ttes    ttt>ereiii ,    -wie  ihn    der    Revers    eioer    Mttnze    des 

ftfypetrios      Poliorketes    zeigt,    die  wir  in  Viscontis  Icono- 

^ph\e     grecque  pi.  40  Nr.  1  finden,    fthnlioh  ist  auch  eine 

<tf$0*&  der  "Brettier,  welche  iin  Museo  real  borbonico,  Band  V, 

^{e\  liXI,  Figur  7,  abgebildet  ist.     Auf  dieser  Mfinze  setzt 

&  &eu  Fuss    nicht   auf  einen   Felsblock,    sondern   auf  den 

inauf  einer  jonischen  S&ule. 

A.us  Cavedine  erhielt  das  Museum  einen  8.5  Centimeter 
bohen  stehenden  Neptun  mit  sch5ner  Patina.  Yon  fleissiger, 
handwerksmiasiger  Behandlung  und  reinem  Gusae,  ist  er 
wohl  aus  etwa  sp&terer  Zeit  als  der  Zens  von  Inniehen, 
jedoch  diesem  stylverwandt.  Das  mit  einem  Band  geschmiickte 
Haopt  ist  leise  rechts  gewendet,  die  Haare  sind  fast  schlicht 
ober  der  Stirn  gescheitelt,  ziemlich  kurz,  gegen  das  Band 
zuriikgestrichen ,  oder  sagen  wir  lieber:  vom  Hauch  der 
Seeluft  zurflckgeweht ;  die  Stirne  niedrig,  der  Mund  leicht 
gedffnet,  der  voile  Bart  in  zwei  Reihen  knrzer  Locken  ge- 
legt,  eine  fiber  der  anderen.  Der  Gott  bat  eine  rubige 
Haltnng.  Es  ist  der  Poseidon  friedlicher  Meeresstille,  der 
den  Schiffem  glQcklicbe  Fabrt  gew&hrt.  Der  reohte  Oberarm 
ist  horizontal  ausgestreckt ,  der  Vorderarm  mit  der  ge- 
sohlossenen  Hand,  welche  sich  anf  ein  Sceptron  stlitzen 
mochte,  zur  H5he  des  Scheitels  erboben.  Der  linke  Ober- 
arm senkt  sich  dem  Leib  nahe  gegen  die  Hftfte,  der  Vor- 
derarm ist  nach  vorn  gerichtet.  Von  der  linken  Schulter 
h&ngt  riiekwarts,  den  Oberarm  frei  lassend,  das  kleine 
Himation  herab,  dann  ist  es  zwischen  dem  Leib  und  dem 
EUbogen  vorgezogen,  deckt  den  Vorderarm  und  ist  dann  mit 
der  Hand  abgebrochen. 

Aflf  diesem  Stiisk  des  Mantels  liegt  flach,  cUe  Z*ck*u 


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—    12    — 

mit  Widerhaken  gegen  die  Betige  des  Ellbogens  gerichtet, 
der  furchtbare  Tridens.  Mit  der  Hand  fehlt  anch  der 
Schaft  knapp  unter  der  Dreigabelung.  Der  Gott  ruht  auf 
dem  rechten  Fuss,  der  linke  ist  etwas  zurflckgezogen.  Die 
Musculatur  des  mageren,  schlanken  Leibes  ist  gut,  wenn 
auch  etwas  derb  behandelt.  Ueber  diesen  Poseidon  wol  nor 
die  Copie  eines  Tempelbildes ,  verdffentlichte  1825  Pro- 
fessor Stoffella  eine  Abhandlung  and  nannte  ihn  Jupiter 
Stator. 

Von  Hermes  haben  wir  aus  sp&terer  Kaiserzeit  drei 
Statuetten,  die  sich  trotz  einiger  Verschiedenheiten  auf  das 
n&mliche  Original  zuriickfiihren  lassen.  Zwei  gehOren  un- 
mittelbar  zusammen. 

Die  grOssere,  von  Sigmundskron,  erreicht  die  HOhe  von 
zehn  Centimetern.  Der  Kopf,  weloher  sich  leicht  nach  rechts 
wendet,  tr&gt  den  Flflgelhut,  das  Haar  ist  kurz  und  schlicht 
Beide  Oberarme  senken  sich  gegen  die  H&fte,  die  Vorder- 
arme  sind  vorgestreckt,  die  rechte  Hand  h&lt  das  gefQllte 
.  Marsnpium  mit  den  zwei  Seitenzipfeln,  auf  der  linken  ruhte 
das  Eerykeion.  Die  Chlamys  ist  auf  der  linken  Schulter 
in  einen  Knopf  zusammengefasst,  sie  deckt  die  linke  Seite, 
ihre  Lappen  erreichen  das  Kniegelenk.  Der  Gott  sttLtzt 
sich  auf  den  rechten  Fuss,  den  linken  zieht  er  ein  wenig 
zuriick.  Beide  sind  geflugelt.  Es  ist  eine  mittelm&ssige 
Handwerksarbeit,  die  Musculatur  leidlich,  der  Faltenwurf 
gut.    Die  Patina  ist  stellenweise  abgeschabt. 

Die  sehr  rohe  Statuette  von  Welsberg  im  Pusterthal 
misst  7  Centimeter  und  stimmt  bis  auf  das  Detail  mit  der 
ersten,  nur  sind  die  Flugel  des  Petasus  abgebrochen.  Sie 
ist  an  verschiedenen  Stellen  angefeilt,  man  hielt  sie  fUr 
Gold!  Diese  beiden  Statuetten  entsprechen  genau  Sackens 
Nr.  8  auf  Tafel  17  der  „Antiken  Bronzen".  IhneD  reihen 
wir  den  Merkur  von  Vezzano  an,  welcher  keine  Patina  bat 
und  12  Centimeter  misst.  Auf  dem  lockigen  Haupte  kein 
Flftgelhut,  an  den  FQssen  keine  Flugel,  hier  der  Heroldsstab 
in    der   Linken  erbalten.     Die   Chlamys,  auf  der  rechten 


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—    13    — 

Schulter  geknSpft,  zfeht  sich  als  schmaler  Streifen  quer  fiber 
Brust  and  Rficken  and  fallt  dann  links  fiber  den  Oberarm 
hinnnter.-  Der  Leib  ist  l&ssiger  links  gewendet  als  bei  den 
zwei  anderen,  die  Motive  der  Stellong  sind  die  gleichen.  In 
den  Unterschenkeln  sind  Stficke  eingefothet  Rohe  Arbeit. 
Wir  haben  also  hier  den  Hermes  Kerdoos,  den  Gott  der 
Kanfleote,  in  drei  verschiedenen  Repliken,  gewiss  nach  einem 
trefflichen  Originate. 

Anf  Tafel  XXXIX  theilt  Sacken  in  seinen  antiken 
Bronzen,  Fig.  7,  einen  Hercules  mit.  Dieser  wurde  bei  Lienz 
im  Pnsterthale  gefunden;  bereits  Roschmann  giebt  in  seinem 
ungedruckten  Nachlasse  eine  Zeichnung  desselben  mit  dem 
Beisatz,  dass  er  der  Ambraser-Sammlung  fibergeben  wor- 
den  seL 

Ariadne  erlaube  ich  mir  eine  gut  modellirte  weibliche 
Bfiste  des  bacchischen  Ereises  zu  nennen.  Sie  erreicht  eine 
Hdhe  von  13  Centimetern  und  ist  nur  fur  die  Vorderansicht 
berechnet.  Die  schflne  Patina  ist  nirgends  zerstdrt.  Der 
Eopf  ist  gegen  die  rechte  Sohulter  sanft  nach  aufw&rts  ge- 
wendet) das  reiche  Haar  in  Locken  zurfickgedreht,  von  zwei 
EpheuAstchen  mit  Laub  und  Tr&ubchen  gehalten,  welche  sich 
fiber  dem  Scheitel  in  einander  verschlingen,  zu  beiden  Seiten 
des  Halses  schmiegen  sich  lange  Locken  zum  Saume  des 
feingefalteten  Grewandes,  dessen  Aermel  —  der  Lftnge  nach 
beiderseits  durch  eine  Reihe  von  Kndpfen  festgehalten  — 
die  Entblossung  des  Oberarmes  hindern.  Unter  dem  Haare 
umschlingt  die  Stirn  eine  Taenia.  Die  Augensterne  sind 
funkelnde  Rubine,  die  dem  sanften  Gesicht  einen  fremd- 
artigen  Ausdruck  verleihen.  Der  zarte  Mund  ist  ge5ffhet 
wie  zu  leiser  Klage.  Von  einem  Enoten  fiber  der  rechten 
Schulter  zieht  sich  die  haarige  Nebris  mit  gezacktem,  fiber-* 
geschlagenem  Rande  unter  der  linken  Brust  zur  Achselhdhle. 
Ueber  der  rechten  Schulter  liegt  ein  Stfick  des  Mantels.  Die 
schdne  Bfiste  dfirfte  der  ersen  Kaiserzeit  angeh5ren.  Der 
Guss  ist  gelongen,  die  CSselirung  ziemlich  flfichtig.  Diese 
Bfiste  stammt  aus  der  Gegend  von  Brixen.    Eine  fthnliche 


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—    14    — 

yon  fast  gleicher  Grftsse,  wenn  auch  von  roherer  Arbeit, 
befindet  sich  im  Bronzekabinet  der  Uffiden  zu  Florenz. 
Sie  hat  zu  unserer  Bfiste  die  verwendete  Stellung  im  SpiegeL 

Die  angebliche  Venus  aos  S.  Marco  ist  in  jedem  Sbne 
zu  bedenklich,  nm  hier  elne  Besprechung  fordern  zu  dtbfen. 
Eine  nackte  Fran  anf  einem  Baumstock  sitzend,  die  Ffisse 
fiber  einander  gescblagen.  Bernoulli  erw&hnt  in  seiner 
„ Aphrodite"  keine  fthnliche  Darstellung  der  Venus.  Der 
rohe  Guss  ist  nirgends  gegl&ttet  oder  auch  nur  dfirftig 
ciselirt;  wir  haben  da  wohl  ein  Werk  der  Renaissance. 

Eine  langgezogene,  wie  von  Knabenhand  aus  Lehm  ge- 
knetete  Fratze,  bei  der  man  zweifeln  mtisste:  ob  Mannlein 
oder  Weiblein?  wenn  sie  nicht  die  Linke  vor  den  Schooss 
hielte,  wfchrend  die  Rechte  eine  Kugel  halt,  gehSrt  bereits 
dem  tiefsten  Verfalle  der  Eunst  und  interessirt  weder  durch 
die  Darstellung,  noch  durch  die  Form.  Sie  wurde  bei  Wilten 
gefunden. 

Auch  ein  agyptisches  Idol  von  7  Centimeter  H5he  hat 
sich  hieher  verirrt.  Es  hat  einen  Hundskopf  mit  Spuren 
von  Vergoldung  der  Augen.  Das  Kleid  reicht  bis  unter  die 
Mitte  der  Waden,  die  Ffisse  sind  fast  parallel  hinter  ein- 
ander gestellt  Diese  Bronze  ist  an  vielen  Stellen  tief  ab- 
gefeilt,  wodurch  die  ursprfingliche  Form  noch  unkenntlicher 
wird.     Den  Fundort  wissen  wir  nicht 

Die  folgenden  Gestalten  fallen  ausserhalb  des  Gdtter- 
kreises.  Zuerst  ein  Genius.  Ein  Jfingling  von  15^  Cen- 
timetern  H5he,  auf  dem  Lockenhaar  ein  durchbrochenes 
Diadem,  der  OberkSrper  nackt,  die  unteren  Extremitfiten  bis 
zu  den  Waden  bedeckt  ein  Mantel,  der  rfickw&rts  von  der 
linken  Schulter  hinabfiUlt  Der  rechte  Arm  ober  dem  Ell- 
bogengelenk  abgebrochen,  der  linke,  fiber  den  der  Mantel 
fUlt,  gesenkt  und  etwas  vorgestreckt  Die  Ffisse  beschuht, 
der  rechte  etwas  zurfickgezogen.  Keine  Patina;  rohe  Arbeit. 
Wohl  nur  ein  ziemlich  neuer  Nachguss  einer  Antike,  wie 
auch  manche  andere  SAchelchen:  ein  vergoldeter  Jupiter, 
zwei  Schildh&lter,  der  Akt&on   u.  s.  w.,  die   als  antik  im 


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—    15    — 

gleichen  Schranke  stehen,  ram  mindesten  fir  dieseFirma  sehr 
xweifelhaft  sind.     Angeblich  aus  Innichen. 

Schwer  zu  deuten  ist  eine  kleine  geflflgelte  Figur  von 
11-7  Centimetern  H5he  in  phrygischer  Tracfat.  Der  rechte 
Arm  ist  hoch  fiber  den  Kopf  erhoben  und  stQtzt  ein  schlan- 
kes  Horn,  das  die  vorgestreckte  Linke  halt.  Unter  dem 
Gurtel  dffhet  rich  das  Eleid,  so  dass  es  den  UnterkOrper 
blosslasst  Die  Haltung  der  Fusse  dentet  darauf  hin,  dass 
die  Gestalt  im  Aufschweben  gedacht  ist  Die  Proportionen 
der  Glieder  sind  gut,  Doch  ist  die  Gestalt  an  der  Ober- 
fliche  ganz  zerfressen;  fast  scheint  es,  man  hat  sie  mit  einer 
starken  Saure  bShandelt,  urn  die  Patina  zu  beseitigen,  oder 
nun  vornherein  die  Gusshaut  nicht  geglattet.  Vielleicht 
nnr  ein  Falsificat.     Aus  Matrei. 

Von  Portraits  hat  das  Museum  die  4  Centimeter  hohe 
Bfiste  eines  ROmers  mit  kahlem  Kopf;  die  Toga  ist  tun  die 
Brust  gelegt.  Die  rohe  Arbeit  stellt  wohl  einen  spateren 
Kaiser  vor,  der  schwer  zu  identificiren  sein  dSrfte.  Aus 
Eva. 

Roschmann  bildet  die  Bfiste  eines  Imperators  mit  Lor- 
beerkranz  undHarnisch  ab,  welche  bei  Wiltau  gefunden  wurde. 

Von  Thieren  haben  wir  ein  stehendes  B5cklein,  ftinf 
Centimeter  hoch,  angeblich  aus  Matrei ,  mittelmassige  Arbeit 

Interessanter  ist  ein  Stier  aus  Trient  von  7  Centimetern 
Lange.  Der  dicke  Kopf  ist  etwas  nach  rechts  gewandt,  der 
Schwanz  in  der  Luft  aufgedreht.  Er  schreitet  langsam  vor- 
warts,  doch  sind  drei  Ftisse  abgebrochen  und  nur  der  linke 
Vorderfuss  erhalten,  aber  verbogen.  Unsere  Bronze  und  ein 
kleiner  Stier  von  Pompeji,  den  man  in  GypsabgfLssen  erhalt, 
sind  jedenfalls  Repliken  des  gleichen  Originals. 

Einen  stehenden  Stier  auf  einer  dicken  Bronzeplatte  von 
6  Centimetern  Lange  erhielt  das  Museum  aus  dem  Puster- 
thaL  Dieses  ganz  unbeholfene,  misslungene  Gusswerk  hat 
gar  keinen  Werth,  wurde  jedoch  frflher  geschatzt  und  wir 
theilen  daftr  zur  Erheiterung  das  Begleitschreiben  des  Ein- 
seodera  mit;    „  Dieses  Basrelief  von  Bronze,  so  einen  Stier 


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vorstellt,  wurde  von  Herrn  v.  Vintier  zu  Bruneck  dem  Fer- 
dinandeum  zu  Innsbruck  den  20.  Mai  1825  fiberschickt  mit 
der  Bemerkung,  dass  der  Fundort  ihm  ganz  unbekannt  sei, 
und  der  lezte  Besitzer  gar  nichts  davon  zu  sagen  wusste. 

Da  dieses  durch  seine  Rohheit  ein  hohes  Alterthura 
anzeigt  nnd  ohne  Zweifel  im  Pusterthal  gefunden  worden, 
diirfte  es  als  ein  Idol  der  Tanrisker ,  welche  an  den  Tauern- 
Gebirgen  wohnten,  zu  halten  sein.  Denn  es  ist  bekannt, 
dass  die  alten  V5lker  jene  Dinge ,  welche  ihnen  am  meisten 
frohnten,  vorz&glich  verehrten.*  —  Keine  alte  Arbeit! 

Die  kleinen  flachen  unfSrmlichen  M&nnchen  mit  dem  Priapns 
aus  Bronze;  deren  mehrere  bei  Landeck  gefunden  warden, 
sind  wohl  Votive,  ttbrigens  werthlos,  wie  ein  Priapns  aus 
Trient.  Die  Lampen  nnd  Thongef&sse  rOmischen  Urspronges 
aus  Sftdtirol  fibergehen  wir. 

Eurz  besprechen  wir  nocb  einige  gescbnittene  Steine: 
Intaglio's.  Bei  Ealtern  wurde  ein  goldener  Siegelring  ge- 
funden. Er  tragt  einen  flacben  Onyx ,  leberbraun  mit  bl&n- 
lichweisser  Schicht,  in  welche  ein  stehender  Jupiter  geschnitten 
ist;  der  mit  dem  Kranz  geschmdckte  Kopf  im  Profil  links 
gewendet,  der  KSrper  von  der  Vorderseite.  Der  erhobene, 
rechte  Arm ,  von  dem  das  Himation  niederh&ngt,  stntzt  sich 
anf  das  lange  Sceptron,  der  linke  Oberarm  wendet  sich 
gegen  die  Hufte,  der  Vorderarm  ist  ansgestreckt,  die  Hand 
halt  den  Blitz.  Der  Schnitt  sehr  scharf,  die  Formen 
schablonenhafl  ohne  kiinstlerische  Auffassong.  -  Lftnge  des 
elliptischen  Steines  1.2,  Breite  1  Centimeter. 

Aus  Gardumo  stammt  ein  flacher,  br&unlicher  Achat 
lftnglich-runder  Form.  L&nge  1.5,  Breite  1.2  Centimeter. 
Ein  devot  nach  links  gebogener  jngendllcher  Heros  steht  vor 
einem  Altar  und  nahert  die  linke  Hand  der  Flamme,  um 
zu  spenden ,  mit  der  zur&ckgezogenen  Rechten  h&lt  er  Pfeil 
und  Bogen.  Wohl  aus  dem  trojischen  Sagenkreise?  Die 
weichlichen  Formen  deuten  auf  Paris.     Mittelm&ssige  Arbeit. 

Der  spaten  Kaiserzeit  gehSren  zwei  Carneole  aus  der 
Gegend  von  Roveredo  an.    Beide  sind  oval  und  flach.    Der 


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-  11  - 

erste,  mit  einer  LSnge  von  0.9,  Breite  von  0.7  Centimetem 
zeigt  einen  maonlichen  Kopf ,  auf  dem  kurzgeschorenen  Haar 
die  Zackenkrone.  Das  Profil  wendet  sich  links.  Der  zweite 
ist  1.4  Centimeter  hoch,  1.1  breit.  Links  sitzt,  das  Haupt 
gekranzt,  den  Oberleib  nackt,  den  rechten  Arm  in  die 
Hufte  gestemmt,  die  Linke  auf  den  Scepter  gestlitzt,  eioe 
mannlicbe,  nach  rechts  gewandte  Gestalt,  vielleicht  ein  Kaiser, 
dem  eine  geflugelte  Nike  entgegentritt.  Diese  beiden  Stticke 
sind  roh  and  fliichtig  gearbeitet,  ohne  alle  Prficision  der 
Form. 

Ein  hohes  KSrbcben,  in  einen  rothen  Jaspis  von  8 
Cectimeter  H5he  und  5  Breite  mit  ungeubter  Hand  ge- 
schnitten,  interessirt  nor  durch  das  Materiale.  Es  ist  der 
bekannte  Jaspis  von  der  Naif  bei  Meran.  Das  Steinchen 
wnrde  am  gleichen  Ort  mit  den  zwei  vorigen  Nummern  ge- 
faoden ,  und  so  mag  man  es  auf  Treu  und  Glauben  als  antik 
hiunehmen. 

Wir  wunschen  zum  Schlusse  nur,  dass  man  in  Zukunft 
alterthumlichen  Funden  in  Tirol  mehr  Aufmerksamkeit  zu- 
wenden  m5ge  als  bisher.  Wie  Vieles  wurde  vertrddelt  oder 
io  den  Ofen  des  Gelbgiessers  geworfen,  was  fur  Kunstge- 
schichte  und  Arch&ologie  von  Wertb  gewesen  ware! 

Diese  Aufmerksamkeit  zu  erregen  ist  auch  der  Zweck 
unserer  Skitze,  die  von  vornherein  nicbt  darauf  aogelegt,  den 
Gegenstand  zu  erschOpfen,  zuerst  in  der  Abendpost  vom 
Janner  1874  erschien  und  hier  mit  mancher  Beobachtung, 
welcbe  wir  in  italienischen  Museen  machen  konnten,  er- 
weitert,  dem  Freund  des  Alterthums  zu  nachsichtiger  Auf- 
nahme  vorgelegt  wird. 


Ferdinandeums-ZeitschrilL 


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Zu  den  Ausgrabungen 


auf  der 


alten  Begrabnisstatte 


Innsbruck. 


Von 


Johann    Schuler. 


-*>*Mc- 


2* 

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Ende  Mai  1874  kaufte  der  Handelsmann  und  Haus- 
besitzer  Alois  Malfatti  einen  Theil  des  Scherer'schen  Gar- 
tens, Anfangs  der  Hottingergasse,  um  fur  seine  hinter  dem 
genannten  Garten  befindlichen  Besitzungen  einen  freien  Aus- 
weg  auf  die  HSttingergasse  zu  erhalten.  Der  Umstand,  dass 
bei  der  Herstellung  dieses  Weges  eine  allgemeine  Abgrabung 
des  erhohten  Terrains  und  theilweise  in  der  Richtung  der 
zu  erbaaenden  Grenzmauer  eine  Grundaushebung  bis  zar 
Tiefe  von  2*5  Meter  vorgenommen  werden  sollte ,  rief  mir  die 
Thatsache  in  Erinnerung ,  dass  bereits  im  Herbste  1864  der 
k.  k.  Herr  Statthalterei-Archivar  D.  Sch5nherr  im  anstossen- 
den  Theile  des  Scherer'schen  Gartens  alte  Graber  mit  hochst 
interessanten  ThongefSssen  und  Gegenstanden  aus  Bronce 
geftinden  und  im  I.  Jahrgange  des  Archives  fur  Geschichte 
und  Alterthumskunde  Tirols,  1864,  S.  328  ff.  beschrieben 
nnd  durch  einen  lithographirten  Plan  der  Ausgrabungen  er- 
laatert  hatte. 

Die  Eichtung  der  Grenzmauer,  bei  deren  Grundlegung 
nachstehende  Funde  gemacht  wurden ,  k5nnte  in  jener  Bei- 
lage  durch  eine  am  rechtsseitigen  Ende  des  Thores  auf  die 
Richtung  der  HSttingergasse  errichtete  Senkrechte  bezeichnet 
werden;  bei  einer  Lange  von  15*85  Met.  biegt  sie  recht- 
winklig  nach  links  um  und  lauft  parallel  mit  der  Hottinger- 
gasse in  einer  L&nge  von  4  Met.,  wo  sie  dann  abermals 
rechtwinklig  umbiegt  und  parallel  mit  ihrer  urspriinglichen 
Richtung  weiterlauft. 

Der  Boden  besteht  oberflachlich  aus  einer  0'5  bis  0'7 
Met.  dicken  Lage  von  lehmiger  schwarzer  Gartenerde;  dar- 
unter  liegt  scharf  geschiedeu  eine  0*7  bis  0.85  Meter  dicke 


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—    22    — 

Schichte  schlammigen  gelben  Sandes  von  durchaus  gleich- 
massiger  Feinheit  und  Schichtung.  Ebenso  scharf  geschieden 
schliesst  sich  onter  dera  Sande  eine  1  bis  1*3  Meter  dicke 
Schichte  von  verh&ltnismassig  feinem  rdthlichen  Ealkschotter 
an.  In  gr5sserer  Tiefe  wird  dieser  Schotter  immer  grflber, 
bis  er  in  einer  Tiefe  von  4  Metern  unter  der  Erdoberflache 
in  ein  wiistes  GerQlle  von  faust-  und  noch  grosseren  Kalk- 
steinen  tibergeht 

Herr  Schonherr  hatte  in  dem  erw&hnten  Plane  darge- 
stellt,  wie  die  Grftber  systematisch  so  fcngeordnet  waren, 
dass  ihre  Standorte  ann&herungsweise  in  die  Ecken  an  ein- 
ander  liegender  Quadrate  von  8 — 9  Fuss  Seitenl&nge  fielen. 
Ich  zog  nun  die  durch  die  Lage  der  Graber  gegebenen  Linien 
bis  zur  Greozmauer,  d.  h.  der  oben  angegebenen  Senk- 
rechten ,  aus,  und  veranlasste  die  Arbeiter  an  den  betreffen- 
den  Punkten  ganz  besonders  vorsichtig  vorzugehen. 

Dem  Grabe  VIII.  gegenuber  fand  sich  nichts,  wahr- 
scheinlich  weil  bei  einer  &ltern  Abgrabungdes  gegen  dasThor  hin 
abschflssigen  Weges  das  Grab  verworfen  worden  war.  Hin- 
gegen  fand  sich  dem  Grabe  IV.  gegenuber  eine  Urne.  Sie 
stand  auf  der  Oberfl&che  des  feinen  Kalkschotters  mitten  im 
gelben  Sande.  Leider  war  sie  offenbar  durch  den  nur  wenig 
abgeplatteten  unfbrmlichen  Kalkstein  eingedrQckt  worden,  der 
urspriinglich  als  Deckel  gedient  haben  mochte,  und  nun  oben 
auf  der  Asche  lag.  Ich  kann  daher  ihre  Dimensionen  theil- 
weise  nur  nach  den  Eindrucken  angeben,  die  sich  in  dem 
umgebenden  Sande  erkennen  liessen. 

Im  Allgemeinen  hatte  sie  die  Form  derjenigen,  welche 
Herr  SchOnherr  in  der  schon  5fter  erwfihnten  Beilage  unter 
I  abgebildet  hat,  nur  war  sie  an  der  W5lbung  rund  abge- 
bogen  und  besass  oben  einen  nicht  gerade  sondern  gerundet 
aufsteigenden  Hals  mit  sehr  starkem  nach  aussen  uinge- 
bogenen  Rande.  Ihre  H5he  mochte  0*36  Met,  der  Durch- 
messer  der  Wdlbung  0*4  Met.,  der  der  Mundung  024  Met. 
betragen.  Der  Boden  mass  01 2  Met.  Das  Materiale  be- 
steht   aus     grobem    Lehm  mit   vielen   mitunter    3 — 4  mm 


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—    23    — 

dicken  Kalketeinkomern  gemischt;  die  Dicke  der  Scherben 
betrSgt  5 — 10mm;  anfangs  waren  sie  ganz  weich,  sp&ter 
aber  warden  sie  fest  und  zeigten  eioe  schwarze  Farbe ,  -  nor 
an  der  Aussenseite  Bind  sie  bis  auf  2mm  rfthlich.  Eine 
Spur  von  Verzierung  konnte  ich  ebenso  wenig  entdecken, 
vie  die  einer  Glasur.  Die  Sussere  Wandung  war  ertrfiglich 
wahrscheinlich  mit  Wasser  geglattet,  die  Innenseite  wellig 
und  wie  mit  dem  Finger  ausgestrichen.  Die  Urne  war  mit 
Asche,  Kohlenstacken  und  verbrannten  Gebeinen  gefftllt.  Von 
den  Gebeinen  mass  kein  Sttick  mehr  als  005  Met.  in  der 
L&nge.  Ira  oberen  Theile  der  Urne  befanden  sich  eine 
Schale  nnd  ein  T5pfchen.  Die  Schale  hat  vollst&ndig 
die  Form  der  H&lfte  einer  Hohlkngel  von  0*09  Met.  Durch- 
messer.  Abgesehen  von  einer  nnr  an  der  Anssenseite  be- 
merkbaren  geringen  Abplattung  itt  ibr  Boden  abgerundet. 
Das  TBpfchen  hat  eine  Hflhe  von  65 mm,  der  Boden  misst 
45mm,  die  weder  nach  aussen  noch  innen  gebogene  Miin- 
dung  82  mm,  die  Wanddicke  3—4 mm.  Die  Seitenw&nde 
sind  fast  ganz  gerade.  In  gleicher  Hfthe  mit  dem  obern 
Rande  befindet  sich  ein  knnstloser  Henkel,  der  knapp  einem 
Finger  Raum  bietet.  Das  Materiale  der  Schale  sowohl,  wie 
des  TSpfchens  ist  zwar  etwas  feiner  als  das  der  Urne ,  jedoch 
immer  noch  als  ^rob  jzn.  bezeichnen.  Ebenso  scheint  mir 
Form  and  Glattung  auf  reine  Handarbeit  hinzudeuten.  Beide 
waren  sehr  locker  nnd  nnvollstandig  mit  Asche  gefiillt. 

Ich  hatte  vermuthet,  irgend  welche  Bronzegegenst&nde 
za  finden  and  siebte  deshalb  sowohl  die  Asche  wie  den  in 
der  n&chsten  Umgebang  liegenden  Sand,  konnte  aber  nnr 
ein  16  mm  langes  and  5  mm  weites,  nach  einer  Seite  hin 
etwas  konisch  zalanfendes  Rdhrchen  finden,  welches  ganz  zu 
Grunspan  geworden  za  sein  schien. 

Im  weitern  Verlaufe  der  Aasgrabung  bis  zur  ersten 
rechtwinkligen  Abbiegung  der  Mauer  fand  sich  nichts,  ebenso 
in  dem  mit  der  H5ttingergasse  parallel  verlaufenden  Theile; 
als  aber  nach  der  abermaligen  Abbiegung  der  Mauer  weiter- 
gegraben   worde,   stiessen   die  Arbeiter  in  einer  Entfernung 


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—    24    — 

von  16  Met.  senkrecht  unter  dem  Grabe  VlLL  in  einer  Tiefe 
▼on  1*5  Met.  auf  zwei  ungleichgrosse  Umen,  die  ganz 
nahe  nebeneinander  standen.  Beide  waren  unmittelbar  von 
dem  feinen  rSthlichen  Kalkschotter  eingeschlossen  und  &hn- 
lich  der  frflheren  nur  mit  einem  unfftrmlichen  Kalksteine  be- 
deckt,  der  leider  auch  sie  ganz  zerdrttckt  hatte.  Der  leh- 
mige  gelbe  Sand  fehlte  bier  ganz  nnd  da  der  Kalkschotter 
locker  war  and  leicht  zasammenrieselte ,  konnte  ich  bei  der 
ganzlichen  Zertrtimmerung  der  Urnen  nur  so  viel  feststelleo, 
dass  die  grOssere  derselben  hOchstens  0*25  Met.  hoch  ge- 
wesen  sein  kann ;  der  Durchmesser  der  grOssten  Ausbauchung 
Gbertraf  die  Hflhe  gewiss  um  mehr  als  0*1  Met  Der  Hals 
scheint  sehr  kurz  nnd  die  Ausbiegung  des  oberen  Randes 
eine  geringe  gewesen  zu  sein.  Der  Boden  misst  O'll  Met 
im  Durchmesser.  Die  Seitentheile  verlaufen  fast  geradlinig. 
Henkel  fand  sich  keiner.  Die  Oberflftche  ist  leidlich  glatt 
und  ohne  Verzierung;  die  Dicke  im  Verhaituis  zur  grossen 
Ausdehnuog  geriog.  Das  Materiale  ist  grob,  roh  gearbeitet 
und  unvollstandig  gebrannt,  nicht  viel  besser  als  bei  der 
frQher  besprochenen.  Inoerhalb  dieser  Urne  fanden  sich 
mitten  in  der  mit  Kohlen  und  verbrannten  Gebeinen  ge- 
mischten  Asche  2  Schalen.  Die  gr5ssere  ist  55 mm  hoch 
und  misst  unten  90  oben  150 mm  im  Durchmesser;  ihre 
Seitenw&nde  sind  gerade.  Die  andere  ist  55 mm  hoch  und 
misst  unten  40 mm;  die  Mftndung  ist  nach  einer  Richtung 
97  mm,  nach  der  andern  10 1°*™  weit;  der  Rand  ist  uneben, 
die  Seitenw&nde  convex,  der  Boden  innen  erhaben. 

Die  zweite  Urne  war  ganz  zertrfimmert,  doch  hatte  sich 
in  der  Asche  derselben  ein  N&pfchen  erhalten,  welches 
dem,  welches  Herr  Schonherr  in  der  Beilage  in  Fig.  a  ab- 
bildete,  sehr  fthnlich  ist.  Es  ist  72 mm  hoch,  die  grdsste 
Ausbauchung  misst  95  m™,  die  Halsweite  52 mm,  der  Boden 
30 mm,  der  ziemlich  gerade  aufsteigende  Hals  mit  dem  sanft 
ausgebogenen  Rande  25 mm.  Um  die  W5lbung  zieht  sich 
eine  Verzierung,  die  sich  von  der  in  Fig.  a  abgebildeten  nur 
daduroh  unterscheidet,  dass  die  Spitzen  der  Dreiecke  nach 


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—    25    — 

aufWarts  gerichtet  sind.  Materiale  und  Form  sind  feiner  als 
bei  den  andern  Gef&ssen ,  die  Farbe  aber  ebenfalls  schwarz. 

Unmittelbar  neben  dem  Napfchen  lag  eine  einseitige 
Schale  ohne  Henkel.  Der  Durchmesser  des  Bodens  betragt 
50 mm,  der  Mundung  130 mm,  die  gerade  Seitenwand  misst 
an  einer  Seite  70mm,  an  der  gegeniiberliegenden  60 mm. 

Dieses  Doppelgrab  befaod  sich  an  einer  Seitenwand  des 
aosgehobenen  Grabens;  durch  den  zufalligen  Einsturz  der 
gegeniiberliegenden  Wand  kam  in  einer  Entfernung  von 
0*6  Met.  noch  ein  Grab  zum  Vorschein ,  in  welchem  ich  nur 
die  gewdhnliche  Asche  nnd  eine  grob  gearbeitete  90 mm  hohe 
und  90 mm  breite  Schale  aus  demselben  schwarzen  Thone 
wie  die  fruheren  finden  konnte. 

Im  weiteren  geradlinigen  Verlaufe  des  Grabens  bis  auf 
7  Met.  kam  nichts  mehr  zum  Vorschein. 

Sammtliche  Gefasse ,  die  sich  mit  Ausnahme  der  Urnen 
fast  vollst&ndig  erhalten  haben,  iibergab  ich  dem  Laudes- 
museum.  Nur  die  halbrunde  Schale  tiberliess  ich  einem 
Freunde.  Zum  Schlusse  erlaube  ich  mir  noch  folgende  Be- 
merkungen. 

Weder  in  unmittelbarer  Nahe  der  Graber,  noch  sonst 
irgendwo  zeigte  sich  die  geringste  Spur  davon ,  dass  der  Ver- 
brennungsakt  an  Ort  und  Stelle  vorgenommen  wurde.  Es 
ist  dies  um  so  sicherer,  als  wenigstens  in  der  Richtung  von 
Nordwest  bis  Ostnordost  an  den  verschiedensten  Stellen  bis 
auf  eine  Entfernung  von  25  bis  30  Met.  der  Boden  mit- 
unter  auf  eine  Flache  von  16  bis  20  Quadr.-Meter  und  3 
Meter  Tiefe  aufgedeckt  wurde.  Es  liess  sich  ferner  weder 
bei  dem  ersten  noch  bei  dem  letzteren  Grabe  in  dem  un- 
mittelbar fiber  den  Urnen  gelegenen  Bodendurchschnitt  nick- 
sichtlich  der  Schichtung  und  sonstigen  Beschaffenheit  die 
geringste  Aenderung  im  Vergleiche  zu  der  Umgebung  be- 
merken,  so  dass  mir  unwillkiirlich  der  Gedanke  kam,  dass 
zu  jenerZeit,  in  welcher  die  Gefasse  in  den  Boden  versenkt 
wurden,  die  jetzt  bei  3'  tiefe  Humusschichte  noch  nicht  vor- 
baoden  war,  sonst  hatten  bei  dem  Wiedereinfullen  der  Grabes- 


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—    26    — 

Offnung  doch  wohl  nothwendiger  Weise  auch  Theile  des  oberen 
Erdreiches  mit  hinunterfallen  rmissen,  was  bei  der  auffallen- 
den  Farbung  und  Struktar  des  gelben  Sandes  und  des  r6th- 
lichen  Kalkschotters,  der  noch  bei  06  Meter  tief  ftber  den 
Grabern  liegt,  sich  hatte  bemerkbar  machen  miissen.  An- 
dererseits  steht  aber  auch  fest,  dass  seit  jener  Zeit  eine 
neuerliche  Anschwernmung  von  Sand  oder  Kalkger5lle  an 
dieser  Stelle  nicht  raehr  stattfand. 

In  keinem  der  Graber  fand  sich  irgend  ein  Mauer- 
werk,  es  waren  uberhaupt  mit  Ausnahme  des  einzelnen 
grossen  Steines  von  0*3  Met  im  Durchmesser,  der  alle- 
mal  oben  auf  der  Asche  lag,  keine  gr5sseren  Steine  in  der 
Umgebung. 

Die  den  Inhalt  der  Gr&ber  bildende  Asche  war  durch- 
wegs  weisslich  gran,  ausser  den  Kohlen-  und  Knochen- 
stuckchen  fanden  sich  nur  vereinzelt  kleinere  schwarzbraune 
Knollen,  die  ich  fur  vermodertes  Holz  hielt. 

Auffallig  kam  mir  endlich  noch  vor,  dass  mehrere  von 
den  Schalen  und  besonders  den  Topfchen  nur  theilweise  mit 
Asche  gefullt  waren.  Dieser  Inhalt  war  sehr  locker  und 
auffallend  fein  und  fettig  anzufuhlen.  Soil  ten  diese  kleinen 
Gefasse  vielleicht  urspriinglich  oben  auf  die  Asche  der  Urne 
gestellt  und  mit  Milch,  Blut  von  Opferthieren ,  Fett  oder 
dgl.  gefullt  gewesen  sein? 

Mit  Ausnahme  des  erwahnten  kleinen  Rdhrchens  war 
durchaus  kein  Metal Igegenstand  zu  finden.  Nach  dem  theil- 
weisen  Einsturze  der  Seitenwand  bei  dem  letzteren  Grabe 
fand  ich  wohl  einen  kleinen  Hacken,  wie  es  schien,  aus  zu* 
sammengedrehten  Dr&hten  in  der  Form  eines  ?  ganz  mit  Griin- 
span  bedeckt,  doch  bin  ich  nicht  sicher,  ob  er  nicht  aus 
einer  h6her  gelegenen  Stelle  heruntergefallen  war. 

Endlich  bemerke  ich  noch,  dass  ganz  ahnliche  Bronze- 
nadeln  wie  die ,  welche  Herr  SchSnherr  in  den  andern  Gra- 
bern fand,  h&ufig  in  den  Pfablbauten  der  Schweizerseen  vor- 
kommen;  ebenso  verhalt  es  sich  mit  den  Bronzemessern,  die 
mit  den  aus  dem  Pfahlbau  bei  Estavayer  am  Neuenburger- 


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—    27    — 

tee  fast  ganz  Gbereinstimmen.  *)  Die  Urnen,  Schaleo  und 
Tdpfcben  stimmen  bezflglich  des  Materiales  und  der  Bear- 
beitung  der  Haupteache  each  mit  denen  liberein ,  die  man  in 
den  schweizerischen,  baierischen  und  5sterreichiscben  Pfahl- 
baoten  nnd  zablreichen  prfthistorischen  Tumulis  and  ebenen 
Gr&bern  Oesterreichs  and  Norddeutschlands  gefunden  bat. 
Wirklich  iiberraschend  ist  aber  die  Aehnlichkeit ,  welche  die 
im  hiesigen  Garten  gemachten  Funde  sowohl  mit  Bezug  auf 
Materiale,  Bearbeitung,  Form  nnd  Verzierung,  als  auf  den 
Iobalt,  die  Verh&ltnisse  des  Bodens,  in  welcbem  sie  vor- 
kommen ,  nnd  die  systematiscbe  Anordnnng  mit  denen  haben, 
die  vor  einigen  Jahren  auf  der  alten  Jtegr&bnisst&tte  bei 
Rossitz  in  B5hmen  gemacht  warden.  Vergl.  F.  Freiherr 
y.  Andrian:  Ueber  eine  alte  Begrabnisst&tte  bei  Rossitz  in 
BOhmen,  im  I.  Bde.  der  Mittheilangen  der  anthropolog.  Gesell- 
schaft  in  Wien  1871,  S.  227  ff. 


*)  Keller,  Mittheil.  der  antiq.  Ges.  in  Ziirich.    Bd.  XIII.  Ahth.  2. 
Hft.  3.  T*f.  V.  Fig.  19. 


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Die 


Tiroler  WappenMcher 


im  Adelsarchive 


des 


V.  k.  Ministerium  des  Innern  zu  Wien. 


Mitgetheilt 


Hugo  von  Goldegg. 


I.  TheiL 


-&£$*&- 


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Vorliegende  Arbeit,  urspr&nglich  nur  zu  dem  Behnfe 
zusammengestellt,  einem  im  Entstehen  begriffenen  heraldisch- 
geoealogischen  Werke  uber  Tirols  und  Vorarlbergs  Adels- 
geschlechter  neue  Nahrung  zuzufiihren,  verfolgt  auch  jetzt, 
gekfirzt  und  des  heraldischen  Schmockes  beraubt  der  Oeffent- 
lichkeit  fibergeben,  lediglich  nur  den  Zweck,  sowol  als  Theil 
der  geschichtlichen  Abtheilung  dieses  Jabrbuches  als  auch  als 
Materiale  zur  Durchforschung  tirolischer  Zustftnde  im  sechs- 
zehntenund  siebzehnten  Jahrhuqderte  als  bescheidenerLticken- 
busser  zu  dienen.  Trotzdem  gibt  sich  der  Sammler  nachstehender 
Eegesten,  so  trocken  der  Inhalt  derselben  auf  den  ersten  An- 
blick  hin  manchem  Leser  auch  erscheinen  mag,  der  Hoff- 
nung  hin,  dem  tirolischen  Culturhistoriker  immerhin  An- 
haltspunkte  genug  geliefert  zu  haben ,  urn  uber  das  Hofleben 
der  letzten  in  Innsbruck  residirenden  LandesfUrsten  und 
einige  mit  demselben  eng  verschlungene  PersSnlichkeiten  mehr 
Licht  verbreiten  zu  konneo. 

Leider  ist  keine  Periode  tirolischer  Geschichte  so  stief- 
mutterlich  behandelt  worden,  wie  gerade  die  Zeit  der  letzten 
selbststandigen  tiroler  Landesregierung ,  welche,  von  gering- 
fugigen  Unterbrechungen  abgesehen,  uber  ein  Jahrhundert 
(1564 — 1665)  gedauert  hat.  Mit  Ausnahme  einzelner 
gr5sserntheils  in  frftheren  Banden  dieses  Sammelwerkes,  in 
den  f&nf  Banden  des  seither  leider  eingegangenen  ^Archive 
fur  Geschichte  und  Alterthumskunde  Tirols a  und  in  ver- 
schiedenen  Zeitschriften  zerstreut  abgelagerten  Abhandlungen, 
Beda  Weber's  fiberschwenglichen  Buches  „  Tirol  und  die  Re- 
formation", Adam  Wolfs  verdienstvoller  Monographie^  Lucas 


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—    32    — 

Geizkofler"  uDd  der  diesen  Zeitraam  behandelnden  Ab- 
theiluugen  der  wenigen  completen  tirolef  Geschichtswerke 
Seel*s,  Zoller's,  Thaler's  und  namentlich  Egger's  ist  kaum 
eine  bedeutendere  einschlagige  Pablication  zu  verzeichnen. 

Das  Materiale  zur  Specialgeschichte  dieses  Zeitraumes 
liegt  noch  meistentheils  brach  in  den  Archiven,  und  so  ist 
es  wol  an  der  Zeit,  damit  zu  beginnen,  es  endlich  an's  Tageslicht 
zu  fordern.  Zu  derlei  Archivalien  z&hlen  eben  auch  die  der  vor- 
liegenden  Sammlung  zu  Grunde  liegenden  unter  dem  Namen 
„Tiroler  Wappenbiicher"  (T.  W.  B.)  bekannten,  aus 
funfzehn  dickleibigen  Foliobanden  bestehenden  Saalbucher  im 
Wiener  Adelsarchive ,  welche  die  leider  nicht  in  streng  chro- 
nologischer  Ordnung  zusammengebundenenConcepte  von  Wap- 
penbriefen ,  Pradicatsverleihungen  und  StandeserhOhungen, 
womit  tirolisch-5sterreichische  Landesfursten  verdiente  Manner 
und  Giinstlinge  begnadet,  enthalten. 

Die  ersten  eilf  Bande  umfassen  die  Regierungszeit  Erz- 
herzogs  Ferdinand,  welcher  den  ersten  Wappenbrief  im 
kdniglichen  Schlosse  zu  Prag  am  7.  Februar  1565  fertiget 
(Nr.  1)  und  das  letzte  Diplom  zu  Innsbruck,  den  17.  No- 
vember 1594,  kurz  vor  seinem  am  24.  J&nner  1595  erfolgten 
Hinscheiden,  verleiht  (Nr.993).  Dann  zeigt  sich,  mit  Aus- 
nahrae  eines  vom  Erzherzoge  Mathias,  welcher  ein  halbes 
Jahr  nach  Ferdinands  Tod,  um  im  Namen  des  Kaisers 
Rudolf  II.  und  des  gesammten  Erzhauses  die  Huldigung 
des  Landes  entgegen  zu  nehmen ,  nach  Tirol  gekommen  war, 
am  15.  Nov.  1596  ausgestellten  Wappenbriefes  (Nr.  948)*), 
eine  mehr  als  siebenjahrige  Liicke,  die  dadurch  entstanden 
ist,  dass  die  ober-  und  vorderosterreichischen  Lande  nach 
dem  Hintritte  Erzherzogs  Ferdinand  dem  Kaiser  selbst  als 
oberstem  Landesherrn  huldigen.  mussten,  die  kaiserlichen 
Diplomsconcepte  aber  nicht  den  tirolischen  SaaMchem  son- 


*)  Unter  Nr.  947  a  u.  948  a  and  b  habe  icb  auch  drei  ddo.  Innsbruck, 
1.  und  20.  November  1596  vom  aelben  Erzheriog  dem  nacbmaligen 
Kaiser  Mathias  gefer/igte  Diplome  beigefiigt. 


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^     33    — 

fa  ^eicha-    od^r  Hofkanzlei-Acten    einverleibt  wur- 

#*     J)er     "XT*-     ™d    der    XIII.   Band   begreifen   den   Zeit- 

j^     'D  sicl*„    ^rBhrend  welchem  Erzherzog  Maximilian  der 

**&  *    und      X>eut8chniei8ter    als  Gnbernator   nnd   dann   als 

Jobber    I^auadesftrst  regierte  (Diplome  vom  27.  Juli  1602 

i^^n     23.    I>€ceml)er  1618),   der  erste   Theil   des  XIV. 

\fo  +      QFol-   1- — ^®)  wnft^^  die  Zeit  Erzherzogs  Leopold 

^^ie    vom   -*.  Juni  1619*)  bis  znm   12.  August  1632), 

^\*\SEfce    Theil    desselben  Folianten  (Fol.  221— Ende)  nnd 

**    fcrftoag     des  XV'  Bande8   (Fo1  !— 132)   ftber   *•   der 
* tjwettogiti-^'itwe  Claudia,   welche  w&hrend  der  Minder- 

•"YatoWfc  Uwrer  SCflne  unter  der  Obervormundschaft  der  beiden 
leaser  Feidinand  n.  (+  1637)  und  Ferdinand  III.  die  Ztigel 
derUe^erung  White  (Diplome  „Wir  Ferdinand  H.  (resp.  HI.) 
und  Claudia*   vom  4.  Februar  1634  bis  zum   24.  October 
1643),  die  weitere  Folge  des  XV.  Bandes  (Fol.  133—877) 
die  Zeit  Erzherzogs  Ferdinand  Earl   als  selbstst&ndiger 
Landesregent  (Diplome  vom  23.  Mai  1646  bis  zum  22.  Sep- 
tember 1662)   und  endlich  der  Schluss  dieses  Riesenbandes 
(Fol.  818^-Ende)  die  Zeit  des  Erzherzogs  Sigmund  Franz 
(Diplome  vom  14.  J&nner  1663   bis  zum   11.  Juni  1665), 
welcher,  der  letzte  Mannssprosse  der  toterreichisch-tirolischen 
Nebenlinie,  am  25.  Juni  1665,  vergiftet  duroh  seinen  Leib- 
ant  Agricola,    die   Reihe    der    zu    Innsbruck    residirenden 
LandesfBrsten  beschloss,  worauf  Kaiser  Leopold  L  Tirol  und 
die  Vorlande  wieder  dauernd  mit  den  iibrigen  Erblanden  ver- 
ebigte,    nachdem   duroh    den   Wortlaut    des   westf&lischen 
Friedensschlussinstrumentes  aus  diesem  L&ndercomplexe  be- 
reits  1648  das  Sundgau  (Pfirt),   Oberelsass  und  Theile  von 
Niederelsass  an  Frankreich  verloren  gegangen  waren. 

Fur  jetzt  beschr&nke  ich  mich  auf  die  Bearbeitung  der 
•fiegesten  der  ersten  eilf  B&nde,  d.  h.  der  w&hrend  der  Be- 
gierungszeit  Erzherzogs  Ferdinand  II.   ertheilten   1250  Di- 

•)  Ein  am  15.  Mai  1618  miter  Erah.  Ifaximillana  Regiernng  con* 
^ipirtet,  ent  am  4.  April  1619  rom  Enh.  Leopold  gefertigtes  Adels- 
«mplom  encheiiit  berettt  im  XUL  Bande,  FoL  768. 

Ferdinandeami-Zeitiehrift.  3 


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—    34    — 

plome*).  Sie  bestehen  aus  allerleiStandeserh5hungen  undFrei- 
heitsverleihungen  an  Adelige  und  Nichtadelige,  worunter  die 
Ertheilungen  von  bttrgerlichen  Wappen  mit  oder  ohne  dem 
Rechte  der  Lehensf&higkeit  („Wappenbriefe  mit*  oder  ohne 
ftLehenartikel")  den  Hauptstock  bilden,  weiters  aus  einer 
Wappenbesserung  fur  das  adelige  Hallerstift  (Nr.  1026), 
einer  Wappenverleihung  an  den  Flecken  Sipplingen  (Nr.  569) 
and  einer  an  die  Pfarrei  zu  Villanders  (Nr.  1151),  endlich 
aus  ein  paar  andern  wol  nur  aus  Versehen  hier  eingeffigten 
Urkunden  (Nr.  480,  523  und  1098). 

Viele  Concepte  mSgen  wol  verloren  gegangen  sein.  Bei- 
spiele,  wie  man  in  alteren  Zeiten  mit  derlei  Papieren  ver- 
fahren,  liegen  sub  Nr.  990  bis  incl.  Nr.  992  vor,  bei  wel- 
chen  defecten  Stiicken  das  betreffende  sammt  dem  Schluss- 
blatte  fehlende  Datum  nur  angegeben  werden  konnte;  weil 
es  bei  jedem  Stiicke,  freilich  oft  differirend,  am  ersten  Blatte 
wiederholt  erscheint.  Daraus  allein  erkl&rt  sich,  dass  von 
den  funf  tiroler  Erz&mtern,  welche  der  prachtliebende  Erz- 
herzog  den  bereits  vordem  bestandenen  funf  andern  beizu- 
f&gen  far  gut  fand,  in  den  „Tiroler  Wappenbftchern*  nur  des 
einzigen  1578  neugeschaffenen  Erblandjfigermeisteramtes  Er- 
wahnung  geschieht.  **)  Ebenso  m6gen  manche  Adelsdiplome, 
manche  Wappen-  und  Prftdicatsverleihungen  in  den  Reihen 
der  Regesten  fehlen.  ***)  Immerbin  bleibt  eine  stattliche  An- 
zahl  frir  tirolische  und  vorderdsterreichische  Genealogie  und 
Heraldik  unl&ugbar  wich tiger  Documente  beisammen,  aus 
welchen  ich   derjenigen  in  Ktlrze  noch  zu  gedenken  mir  er- 


*)  Dass  die  Regestennnmmern  nnr  die  2ahl  1248  erreichen,  ent* 
springt  einem  Versehen,  welches  nur  dadaroh  wieder  gatgemacht  wer- 
den konnte,  dass  die  beiden  Nnmmeta  500  nnd  950  je  iwei  Urkunden 
(500,  500  a,  950,  950  a)  umfassen. 

**)  Die  Yerleihnngen  der  ubrigen  dnrchwegs  1568  creirten  Landes- 
erb&mter  sind  andern  Quellen  entnommen  nnd  inr  Yerrollstandigung 
hier  an  passender  SteUe  eingefiigt  worden  snb  Nr.  49  a.  nnd  51a. 

***)  Solcher  Yermissten  habe  ieh  mien  bereits  dnrch  Einfi&gnng  der 
Nummern  30  a,  947  a,  948  a,  948  b,  984  a  and  .990  a  angenommen. 


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-    35    — 

lanbe,  welche  fur  die  Adelsgeschichte  der  Lender  Erz- 
herzogs  Ferdinand  Werth  za  haben  scheinen: 

I.  Die  Verleihung  des  Erblandjagermeisteramtes  in  Tirol 
an  das  Geschlecht  der  Schurff  za  Sch5nwerdt  (Nr.  417). 

II.  Vier  Freiherrn-  und  Herrnstandsverleihungen  an 
Franz  Welser  (Nr.  24),  des  Efzherzogs  Schwiegervater, 
dessen  Nachkommenschaft  erloschen  ist,  an  Johann  Wel- 
linger  von  Ferchingen  mit  dem  Titel  eines  Freiherrn  zu 
Schneeberg  (Nr.  41),  welches  Geschlecht  1771  bei  seinem 
Aussterben  die  namensverwandten  noch  blahenden  Freiherren 
ton  Schneebnrg  zu  Erben  eingesetzt,  an  Jakob  von  Boy- 
mund  znPayrsberg(Nr.62),  dessen  letzterweiblicherSprosse 
im  Grafenstande  erst  unlangst  den  Stamm  beschlossen  hat, 
und  an  die  Brfider  Anton  und  Hanns  Heinrich  v.  Brandis 
za  Leonburg  und  Vorst  (Nr.  464),  deren  letzterer  ein  Ahn 
der  noch  blfthenden  Grafen  gl.  N.  ist. 

in.  Siebzig  Palatinats-,  Prfidicats-  and  Rotwachsfreiheits- 
Verleihungen,  Wappenvermehrungen  and  Wappenbesserungen, 
Adelsbest&tigungen  und  Freisitzerhebungen  fax  die  sich  bereits 
im  Adelstande  befindlichen:  Aichner  vonPaschbach  (nachher 
Aichner  von  Aichberg,  welche  die  „Bestatigunga  darch  die 
irrige  Angabe,  von  den  bereits  1586  erloschenen  Aychnern 
zaRametz  abzustammen,  offenbar  nor  erschlichen  haben),  B if  1 
von  and  za  Mossburg,  Gapriana,  Castelleti  Herren  zu 
Nomi  (spaterhin  Grafen,  nun  todt),  Gazin,  Ellinger  von 
Elling,  Eyrl,  Freundt  (oder  Frundt),  von  Freysing  zu 
Aichach,  Gadolt  von Selosshausen,  Geyrpiihler  von  und  za 
Rainfels,  Giovanelli  von Gersburg (in alterer Schreibart Zua- 
nell,  Joannelli,  die  im  Grafen-  and  Freiherrnstande  bliihende 
tirolische  Linie),  von  and  za  Goldegg,  Graber  von  Gra- 
benstein,  Guareschi  (Quaresci),  Herter  von  Hertler, 
Eeyrling  za  Winckl,  HSrtmair  (Hiertmair)  von  H5r- 
tenberg,  Hildteprandt  von  Edlhausen,  Hipp  von  Re- 
mingshaim,  von  Hirschau  zu  Hirschegg,  J&ckhlin  von 
und  zu  Hohenrealt,  Janard,  Jonas  von  Buch,  Kirch- 
mair  von  Ragen,  von  Kfiepach  zu  Ried,   Lanser  von 

3* 


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—    Sft    — 

Moos  (aus  welchem  Stamme  iibrigens  eine  andere  gleiches 
Stammwappen  fiihrende  Linie  1593  in  unadeligem  Stande 
lebte,  Nr.  1227),  Leopold  von  und  zu  Schwarzenhorn, 
Lioffelholz  von  Kolberg  (jetzt  freiherrlich),  Lustrier  von 
Liebenstein,  Man  ichor  (Manincordi)  von  Casez  (daraus  eine 
freiherrliche  Linie  1790  4Tloschen),  Maschwander  von  und 
zu  Schwanau,  Mirana,  Mitterhofer  zum  Freyenthurn, 
Mohr  von  und  zu  Liechtenegg  (friiher  Mor  zu  Sibenkirchen, 
das  noch  bliihende  Grafengeschlecht),  Mor  (ein  anderes  mir 
unbekanntes  Geschlecht  mit  geviertetem  Schilde,  im  ersten 
und  vierten  goldenen  Felde  je  ein  Mohrenkopf  mit  schwarz- 
goldner  Binde,  im  zweiten  nnd  dritten  schwarzen  Felde  je 
ein  goldener  Greif,  auf  dem  gekr5nten  Helme  der  Mohren- 
kopf, Decken  schwarz  und  golden),  Mor  zn  Sonnegg,  von 
Mornberg  zn  Jaufen  (1746  erloschenes  Grafengeschlecht), 
von  Parmatin  zu  Ratzetz,  Pilati  (ein  von  den  jetzt  im 
Grafen-,  Freiherrn-  und  Adelstande  noch  bliihenden  Pilati 
von  Tassul  ganz  verschiedenes  Geschlecht,  welches  einen  von 
Geld  und  Rot  gevierteten  mit  einem  blauen  Querbalken  be* 
legten  Schild  gefuhrt),  Freisassen  von  und  zu  PI  a  wen,  von 
Prittschwi  tz  (Britschwitz),  Wettin  (die  sich  nachhin  mit 
Weglassung  ihres  Stammnamens  nur  Edle  und  Ritter  von 
Rafenstein  genannt),  von  Rauchenberg,  Recordin 
von  Neun  (spSterhin  Grafen),  Re  utter  von  und  zu  Kalten- 
brun,  eine  adelige  Linie  der  Rottenbuecher  von  Rotten- 
buech,  Ruedl  von  Ruedlsperg,  Ruepp  (wahrscheinlich  die 
Vorfahren  der  1768  erloschenen  Grafen  Ruepp  zu  Flins- 
bach),  Sagmaister  von  Sagburg,  von  Sal  a  (spater  Frei- 
herren?),  von  Saltz,  Sattlberger  von  Schickenburg,  de 
Sbardelatis,  Schmid  von  Grfienegg ,  Schnabl  von 
Sch5nstain,  Schrenck  von  Notzing  (in  freiherrlichem 
Stande  bltihend),  Schiiestl  von  und  zu  Lichtenthurn,  von 
Seebach,  Freiherren  (nachhin  Grafen)  zu  Spaur  und  Va- 
I5r,  von  und  zuStachlburg  (1809  im  Mannsstamme  und 
1860  ganzlich  erloschenes  Grafengeschlecht),  Slaigerwal- 
der  von  und  2U  Sprengeustain,  Undterperger,  vonYelss 


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—    37    — 

(zu  Pirschhehn,  erioschen  als  Freiherren),  Viloss,  Weigele 
(JUterer  Zweig),  Freiherren  (nachher  Grafen)  zu  "Welsperg 
und  Prim5r,  von  "Winckhelhofen  zu  Engl5s  (dann  theil- 
weise   freiberrlich) ,   Zach  nod  Zottl  von  Griesenstein. 

IV.  Hundertundzwei  Adelsdiplome  („Adelsfreiheitsa- 
Yerleihnngen)  fiir  die  Andre  von  Neundorff,  Atzenholtz 
genannt  Wachsler,  Baltern  von  Neubau  (ursprtlnglich 
•Walter  oder  Walther  von  und  zu  Neuenpau),  Barthold, 
Bertolf,  Bollt,  Bonomo,  Burglehner*),  deCavale- 
riis**),  Ceschi  (jetzt  Freiherren),  von.  Crosina  (als 
Freiherren  erioschen),  Diepoldt,  Dietz  von  "Weiden- 
herg***),  Ebner,  Egger  (haben  mit  deu  gegenw&rtig 
in  Tirol  blQhenden  Adelsfamilien  gleichen  oder  Shnlichen 
Namens  nichts  gemein),  Ehrhardt  (aus  Augsburg,  er- 
ioschen), Endorffer,  Endrigi,  von  Enzenberg  (deren 
Nachkommen  die  jetzigen  Grafen) ,  von  Ettenhard, 
Eyring,  Farcher,  Faustner,  Feckhtner  (sp&ter 
FBekhtner  von  und  zu  Windegg),  de  Ferrariis 
(aus  Roveredo  und  Ala),  de  Ferrariis  (aus  Trient),  de 
Ferraris  (aus  Sacco),  Finenz,  Gall  von  Ansiedl  und 
Teisegg,  Ghebel  (oder  G6bel),  Girardi  de  Castellf), 
Godl,  Grebmer  von  Wolfsthurn,  Haid  von  und  zu  Hai- 
denburg,  Hartman,  Holtzapffel,  Hueber,  Hueber  zu 
Maur  (als  Freiherren  erioschen),  Hueter,  von  Hurlach, 
In  der  Maur  von  und  zu  Strelburg  (sp&terhin  theilweise 
freiherrlich),  Jager   von   und  zu  Pirchenberg,  Jenewein, 


*)  Der  Sohn  des  Adelserwerbers  war  der  als  tirolischer  Historiker 
bekannte  oberffsterreichische  Kanzler  Mathias  Burglehner. 

•*)  Der  geadelte  Joannei  de  Caraleriis  war  jener  Priester,  welcher 
1557  insgeheim  die  Training  Erzherzogs  Ferdinand,  seines  Beichtkindes, 
nit  Philippine  Welserin  rollsogen  hatte. 

***)  Der  geadelte  Konrad  Dietz  t.  Weidenberg  war  der  Uebersetzer 
und  Heransgeber  der  Gerard  de  Boo'schen  „Annales". 

t)  Warden  101/,  Jahre  ror  ihrer  Adelang  erst  mit  einem  Wsp. 
pen  begnadet,  nngeachtet  sie  sich  nachher  gleich  so  rielen  neuern  Ge- 
sehtoehtern  eines  gam  fabelbaft  alten  Adels  zu  rohmen  wossten,  —  sind 
spltexhin  baronisirt  warden. 


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—    88    — 

Jurgitsch,  Khembter  (andern  Stammes  als  die  bluhen- 
den  Kempter  von  Riggburg),  Khofler  (aus  Brixen,  der 
Heimat  mehrerer  Adelsfamilien  gleichen  Namens),  Klftsel, 
Kolumbin,  Kribl,  Lang,  Laturner  von  Thurn,  Lein- 
senman,  Leyss  von  Laimburg,  Lingahol,  a  Martinis 
(die  jetzigen  Grafen  Martini  von  Griengarten  und  Neuhof 
in  Calliano),  Meyrl  (nicht  zu  verwechseln  mit  bltihenden 
Geschlechtern  Shnlichen  Namens),  Oberhofer,  Pardeller, 
Passoto,  von  Pendt,  Pentzinger,  Pintzner,  Pockh 
von  und  zu  Arnholtz,  P5gler,  Ptichler,  Puntele,  Pundt- 
schin,  deQuadria  von  Laimegg,  Rainold  von  Baben- 
woll,  Reichart,  Rentz,  Riess,  von  Rorif  zu  Rainau, 
eine  Linie  der  Rottenbuecher,  Ryss  zu  Sterzing  (jetzt 
bekannt  als  Freiherren  von  Risenfels),  Sardegna  von 
Mozatis  (als  Sardagna  von  Hohenstein  im  gr&flichen,  frei- 
herrlichen  and  Adelstande  bluhend),  Schardinger,  Schep- 
pelin,  Schuelpeckh  von  Merenstain,  Seydeman,  So- 
meda  von  und  zu  Claremont,  Spezalanza,  von  Sprin- 
zenberg,  Starckh,  Syrena,  T&ndl,  Thalhamer  von 
Thalegg  (als Freiherren  erloschen),  Tinsel,  Underviseher, 
Unverdorben,  de  Vastis,  Vescovi  (sp&terhin  theilweise 
gefreit  mit  dem  Pr&dicate  von  Ulzbach),  Vintschger  (deren  Nach- 
kommen,  um  nicht  mit  einer  andern  1669  geadelten  Linie  ver- 
mengt  zu  werden,  mit  kaiserlicher  Genehmigung  seit  1674  den 
Namen  Ritter  von  Vintschgau  fQhren),  Wagner  von 
Bintzenheim,  Walser,  Weigele  (jtiogerer  Zweig),  Wey- 
man,  Wild  von  Sterzing  (nachhin  bekannt  als  von  und  zu 
Wildenburg),  Witz,  deZenonis  (aus  Italien),  Zinn  von 
Zinnenburg  (nachherige  Freiherren)  und  Zuppini.*) 

V,  Endlich  Wappenverleihungen ,  Wappenbesserungen 
und  Vermehrungen  an  Stammvater  von  Familien,  welche  erst 
in  der  Folge  den  Adelstand  erlangt  haben,  so  u.  A.  an  die 
Adam,  Albmair,  Althamer,  Bartl  (von  Sommersberg), 

*)  Za  erw&hnen  1st  hier  noch  der  sab  Nr.  947  a  und  948  a  einge- 
schalteten  Adelsdiplome  Enhenogt  Mataiai  fiir  Paul  Alber  yon  Ehren- 
treuts  and  Gteorg  Haeber. 


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—    39    — 

Ebner,  Fencher,  Franzi  n  (auch  Freiherren  von  Zinnenberg), 
Freytag,  F  r  6  h  1  i  c  h  (von Fr5hlichspurg,  j ftngern  Stammes), 
Gaun,  Goldrainer,  Hueber,  Job,  Kerschbaumer, 
Rolb  (so  sehr  man  es  auch  verstanden  hat,  die  bereits 
zu  Beginn  des  15.  Jahrhonderts  ausgestorbenen  nradeligen 
Kolben  als  Ahnen  dieses  Geschlephtes  zu  preisen),  L archer, 
Plankenstein,  Platter,  Prez,  Prig),  Prngger,  Rea- 
per ger,  Rigoss,  Boschmann,  Ratter,  Schgraffer, 
St5ckl,  Triangi  (die  Grafen),  Tschitscher,  VerdToss, 
Wallpach,  Walther,  Wentzl  (auch  Freiherren  von 
Sternbach),  Werndl,  Wiesenegg,  Wohlgemuth, 
Zieglauer,  Zfircher  etc. 

Auffallend  ist  in  den  Adelsdiplomen  Erzherzogs  Ferdi- 
nand, dass  durch  keines  derselben  der  „ritterm&ssige" 
Adelstand  verliehen  worden  *).  Offenbar  betrachtete  man  da- 
mals  die  Vergebung  dieser  Adelswfirde  als  alleiniges  Vorrecht 
des  Hanptes  des  heiligen  r5mischen  Reichs. 

Dass  es  im  sechszehnten  Jahrhunderte  noch  keinem 
Vernfinftigen  einfallen  konnte,  die  heutzutage  so  unsinnig 
missbrauchten  WSrtchen  „vona  und  „zua  als  adelige  Ehren- 
w5rter  zu  betrachten,  ist  zur  Genuge  bekannt;  sie  drtickten 
eben  einfach  Besitz  oder  Heimat  aus  und  wurden  zu  solchem 
Zwecke  von  nichtadeligen  Personen  mit  ebensolcher  Berech- 
tigung  gefuhrt  wie  von  adeligen.  Beweise  dessen  finden  sich  in 
diesen  Regesten  nicht  selten  (ich  verweise  auf  die  Nummern 
319,  369,  483,  589,  673,  848,  1055,  1136)  und  kommen 
noch  heutzutage  in  unsern  heimischen  Thalern,  sonderlich  an 
der  Westgr&nze   unseres   Landes   und  im   Vorarlberg'schen 


*)  Den  modernen  erblichen  „Ritter  ronu-  Stand  mit  den  obli 
gaten  xwei  Helmen  kannte  man  zur  selben  Zeit  noch  nicht.  Er  ist  erst 
Ende  des  17.  Jahrhunderti  in  Oesterreich  er  fan  den  worden.  Bis  zur 
Zeit  des  Verfalls  des  Ritterthums  gait  jeder  Adelige  fur  ritterbtirtig, 
d.  h.  dnrch  Gebnrt  xum  Ritterschlage  beffthigt,  and  anter  Ritterstand 
Terstand  man  den  gesammten  niedern  Adelstand  (Edelknechte,  milites) 
im  Gegensatze  ram  Herrenstand  (nobiles,  domini).  Sieh  daruber  „Der 
Bitterstand"  in  der  Wiener  heraldisch-genealogischen  Zeitsehrift,  III.  Jahr 
gmg  (1873),  S.  185. 


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—    40    — 

biirgerliche  tind  b&aerliche  Geschlechter  vor,  denen  es  nicht 
einmal  der  in  Adelstitulaturangelegenheiten  so  feinf&hlige 
selige  Hofrath  X.  hatte  verwehren  k5nnen,  das  altherge- 
stammte  ,vona  ihren  Familiennamen  vorzusetzen,  so  den 
Vonbank,  Vonbun,  von  Ptttz,  von  Spinn  u.  m.  A.  Noch 
haufiger  flndet  sich  das  „aa,  9dea,  »del*  and  „dala  bei 
Italienern  nnd  Ladinern  (Nr.  47,  128,  249,  271,  289,  329, 
484,  493,  510,  S57,  712,  735,  772,  810,  1066,  1113). 
Nen  mag  aber  manohem  Leser  sein,  dass  Nichtadeligen 
selbst  wirkliche  Predicate  anstandslos  verliehen  warden; 
wir  finden  sub  Nr.  43,  dass  dem  Hanns  Werdaloss  nebst 
einem  nenen  Wappen  der  Titel  „von  Alber*,  nnd  sub 
Nr.  476,  dass  dem  Leonhard  Schiesser  nebst  Vermehrnng 
seines  Wappens  mit  dem  Wappen  eines  erloschenen  Adels- 
geschlechtes  das  Pr&dicat  „von  Andermansperg*  verliehen 
worden  sei,  ohne  dass  in  beiden  Diplomen  die  Verleihnng  von 
Boffenen  Turnierhelmen*  oder  sonstigen  adeligen  ,Freiheitena 
eine  Nobilitation  erkennen  liesse. 

Ein  eigenthQmliches  Licht  auf  jene  alten  gnten  Zeiten 
werfen  die  Merit  en  der  Begnadeten,  wenn  nicht  in  der 
Kegel  so  doch  in  sehr  vielen  Ansnahmen.  Dass  der  Lflwen- 
antheil  der  landesfiirstlichen  Gnadenfulle  die  Hofbeamten, 
Hofcaplane,  Hoflieferanten ,  Hofbedienten  nnd  Hofschranzen 
jeder  Art  mitsammt  der  gaozen  bezuglichen  Sippschaft  traf, 
findet  wol  Jeder  bei  nur  fllichtigem  Durchbl&ttern  dieser 
Sammlnng  herans,  geht  man  aber  anf  die  Einzelnheiten  der 
Diplome,  deren  Wortlaut  naturlich  hier  nicht  wiedergegeben 
werden  konnte,  n&her  ein,  so  uberk5mmt  einen  ein  ganz 
eigenes  GrefUhl,  so  echt  katzenj&mmerlich  zwischen  Wehmuth 
und  Heiterkeit  schwankend.  Mag  man  sich  noch  so  ehr- 
fdrchtsvoll  bengen  vor  der  Gottesgelehrtheit,  heiligm&ssigem 
Wandel  und  selbstloser  Hingebung  an  das  Himmlische, 
welohe  sogar  einen  aus  W&lschland  importirten  Franciscaner- 
mSnch  sammt  seinen  -  Vettern  in  den  Adelstand  gehoben 
(Nr.  1148),  vor  all  den  ruhmwurdigen  Thaten,  welche  mit 
dem  Schwerte  in  der  Faust  vollbracht  worden  sind  in  Hun* 


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-    41    — 

gam  gegen  den  christlicben  Erbfeind,  vor  der  Dieostes- 
beflissenheit  pffichterffillter  Beamten^vor  der  Treue  ehren- 
wertfaer  Diener,  —  Iftcheln  muss  man  doch  beim  Durchlesen 
des  von  Pendt'schen  Adelsdiploms  (Nr.  1095),  worin  der 
Besnch  des  h.  Grabes  zu  Jerusalem  als  einer  der  Haupt- 
verdienste  des  geadelten  Kammerdieners  der  fiberfrommen 
zweiten  Gemalin  des  Erzherzogs,  der  nachmaligeo  Kloster- 
frau  Anna  Juliana  gepriesen,  oder  des  Piichler'schen  Adels- 
diploms (Nr.  463),  wodurch  dem  Simon  Puchler,  welcher 
ausnahmsweise  nicht  einmaJ  mit  dem  ftblichen  „  Vnser  lieber* 
angesprochen  erscheint,  Adel  und  Wappen  einfach  „aus 
sonndern  Vns  darzue  bewegenden  Vrsachen"  taxfrei  „von 
Newemtf  verliehen  wird.  Den  Grand  der  Adelung  notirt 
una  aber  der  Concipist,  dem  die  Verleihnngsart  doch  gar  zu 
unmotivirt  erschienen  sein  mag,  am  Rande  unter  dem  Namen 
des  PQchler  mit  den  vielsagenden  Worten  „Herrn  Georgen 
Fuegers  yetzig  Hausfraw  Vatters  Adelsfreiheit".  Der  reiche 
Herr  Georg  Fiieger  wollte  eben  eine  Hausfrau  aus  edlem 
Geschlechte,  nachdem  die  Mesalliance  bereits  vollzogen  war, 
und  so  wurde  —  was  dem  Einen  recht,  ist  dem  Andern 
billig  —  Ffiegers  Schwiegervater  zum  Edelmann,  just  so  wie 
ein  Duzend  Jahre  vorher  des  Erzherzogs  Schwaher  Franz 
Welser  zum  Freiherrn  geworden.  *)  Einzig  aber  steht  die 
BegrQndung  der  Wappen-  und  Lehensfahigkeitsverleihung  an 
den  erzherzoglichen  Thiergfirtner  zu  Ambras  Hanns  P  e sen- 
dor  ffer  da  (Nr.  938):     Am  1.  Juli  1593   verleiht  Erzh. 


*)  Nach  St.  t.  Mayrhofen  war  obiger  Georg  Fieger  ron  Hirech- 
berg  and  Scheidenstein,  Pfandsinhaber  der  Hemchaft  Imst,  O.  Oe.  Kam- 
merrath  and  Salzmayr  in  Hall,  geb.  1528,  riermal  rerehlicht,  and  swar 
mit  1)  Elisabeth  Weitmoserin,  2)  Catharina  Pichlerin  v.  Weitenegg,  3) 
Anna  Catharina  t.  Liechtenstein,  4)  Agnes  Freiin  v.  Pacheim,  sp.  1584. 
Daas  die  ureite  Hausfrau  Catharina  ursprftuglich  nichtadeligen  Standes 
war  and  nicht  dem  altadeligen  bereits  im  16.  Jahrhanderte  erloschenen 
Stamina  der  Puchler  yon  Weitteneokh,  die  ein  ganz  anderes  Wappen 
gefuhrt,  angehOrt  haben  kann,  erhellt  aus  Obigem.  Yon  ihr  stammen 
tie  noch  lebenden  letsten  3  Grtfinen  Fieger  von  Hirschberg  in  Iinx  ab< 


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—    42    — 

Ferdinand  demselben  wegen  der  Dienste,  die  er  von  Jugend 
auf  erzeugt  und  bewitsen,  „vnd  darummen  zn  genedigister 
erkhantnus  auch  aus  der  Vrsach,  dass  Er  vm  solcher  Zeit 
seines  Dienens  ainen  Hirschen  von  Jugent  an,  solohermassen 
abgerichtet  vnd  gewenet,  dass  Er  sich  Satteln  vnd  Zeimen 
lass  en,  vnd  Er  Pesendorffer  denselben  etlich  raalen  also  ge- 
sattelt  vnd  gezainet  ffir  vnser  Person  vnd  gar  die  fdrstlich 
Tafel  fiber  stiegen  geritten,  Item  dass  Jener  ainsmals  ain 
Hass  In  vSlligen  lanff  begegnet,  dselb  fiber  Ine  ausspringen 
wellen,  Er  aber  den  Im  sprung  fiber  die  Achsel  bey  ainen 
hindern  Fuess  also  lebendig,  seinem  Anzaigen  vnd  betheurn 
nach,  gefangen",  —  sammt  dem  Lehensartikel  „von  Newem" 
folgendes  Wappen:  Schild  getheilt  von  Rot  und  Weiss, 
darin  auf  grfinem  Dreibiihel  ein  gesattelter  und  gezaumter 
Hirsch,  darauf  sitzend  ein  grungekleideter  Jagersmann  mit 
braunem  Haar  und  Barte,  Spornstiefeln,  umgehangter  Seiten- 
wehr  und  Jagerhorn,  bedeckt  mit  griinem  Hute;  auf  dem 
Schilde  ein  Stechhelm  mit  roten  und  weissen  Decken,  be- 
deckt mit  einem  roth-weissen  Bausche,  darauf  der  Vorder- 
theil  einer  Mannsperson  in  Kleidung  und  allermassen  wie  im 
Schilde,  mit  der  rechten  Hand  fiber  die  rechte  Achsel  einen 
springenden  Hasen  bei  einem  hintern  Laufe  haltend  und  tragend. 
Minder  lustig  ist  die  Wahrnehmung,  dass  sich  Heer- 
paucker,  Musiker  und  Trommeter,  Hof-,  Mund-  und  andere 
KOche,  Zergadens-,  Kanzlei-  und  allerlei  Diener,  Barbiere, 
Kammerheizer,  Stiefelbewahrer,  Lakaien,  Portner,  Hatschiere, 
Hofeinspannig,  reitende  Kammerboten,  Rossbereiter ,  Leib- 
trabanten,  Leibschiitzen,  Biichsenspanner,  Thiergartner,  See- 
huter,  Hof-  und  Gemsjager,  Falkner  und  Forstknechte,  dem 
Biirgermeister  der  landesfiirstlichen  Haupt-  und  Residenzstadt 
Innsbruck  gleichgestellt  (Nr.  693),  spielend  taxfreie  Wappen- 
briefe  mit  dem  Lehenartikel  erwirken  konnten,  wfihrend  ein 
Bfirgermeister  der  Stadt  Glurns  (Nr.  199),  Landrichter 
(Nr.  836,  897,  941  etc.)  und  derlei  Leute  gegen  Taxerlegung 
mit  einer  einfachen  Wappenverleihung  ohne  Lehensfahigkeits- 
berechtigang  vorlieb  nehmen  mussten. 


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-    48    — 

Man  wUrde  weit  fehlen,  wollte  man  annehmen,  class 
rile  bier  als  begnadet  Angeflihrten  den  ober-  und  vorder- 
ftsterreichischen  Landen  angehdrt  h&tten:  eio  ganzes  Heer 
von  b5hmischen  Masikanten  und  Bedienten,  w&lschen  Ktlnst- 
lern  and  Mftnchen,  kfirntnerischen,  sohlesischen  und  baieri- 
schen  Schmarotzern  fiodet  sich  darunter.  Die  Namen  klingen 
in  alien  Mundarten,  slavisch  (Jurgitsch,  Pivinitzki),  nieder- 
dentsch  (de  Boo,  von  der  Zoo),  rato-ladinisch  (Cazio,  Iheoet), 
itah'enifch  (de  Duca,  de  Zenonis,  Zuanell  etc.),  die  Mehrzahl 
derselben  immerhin  in  nnserer  Muttersprache,  darunter  die 
durchwegs  demokratischen  Mair,  Mayer,  Mayr  und 
Meyer  (die  Aitl-,  Buch-,  Engel-,  Lungl-,  Schafinayr  etc. 
ungezfihlt)  in  zwanzig  Exemplaren  vertreten. 

Weil  wir  uns  schon  einmal  bei  den  Maiern  befinden,  so 
erlaube  ich  mir  einen  kieinen  Excursus  fiber  das  fast  aus- 
nahmslose  Wappenbild  deiselben,  fiber  den  Mohren,  welcber 
uns  bald  nackt  bald  bekleidet,  mit  oder  ohne  Kopf  binde,  mit 
oder  ohne  Pfeil  und  Federschurz,  in  ganzer  Fignr,  als  Moh- 
renrumpf  oder  Mohrenkopf  in  den  meisten  Maier'schen  Wappen 
begegnet.  Auch  die  vielen  Geschlechter  Mor  und  Mohr 
f&hrten  und  fuhren  das  Mohrenbild  im  redenden  Wappen, 
aber  da  wissen  wir  wenigstens  den  wahrhaftigen  Grand,  zu- 
mal  bei  den  Graf  en  von  Mohr  und  ibren  „Stammesbruderntf 
den  Grafen  von  Morzin,  deren  alte  Chronik  auf  Schloss 
Dornsberg  mich  in  meinen  Jugendjahren  belehrt  hat,  dass 
dieses  Geschlecht  von  keinem  geringem  Sterblichen  abstainme, 
denn  von  Kunig  Maurus  in  Afrika,  Shnlich  dem  ebenso 
antiken  Geschlechte  der  Welser,  so  den  griechischen  Feldherrn 
Belisar  zum  Ahnherrn  angenommen  *).  Schwieriger  scheint 
die  Wappendeatung  der  Maier  mit  den  Mohren,  und  doch 
glaube  ich  den  Schlfissel  zu  diesem  Rathsel  gefunden  zu 
haben;   wir  haben  es  eben  auch    hier    init   Namenwappen 


*)  Wer  fiber  ichwindelhafte  Fabeleien  rieler  Adelsfamilien  ein 
Mehreret  leaen  will,  dem  empfehle  ich  Dr.  Karl  Bitter  yon  Mayer's  aas- 
g&ekhnttea  Werk:  Heraldiaches  A.  B.  C.  Bach,  Munchen,  1857, 
ft  28  jl  s.  t 


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—    44    — 

za  than:  Im  oberdeutschen  and  ganz  besonders  im  5ster- 
reichischen  Dialekte  spricht  sich  Mair  wie  „Maar*,  Mohr 
aber  wie  „Moara  aas,  ersteres  mit  offnerem  a,  letzteres  mit 
dumpferem  o,  beide  Wdrter  aber  immerhin  sehr  &hnlich  klin- 
gend.  Was  Wander,  dass  der  dem  Moar  (Maar=Mair)  laut- 
verwandte  Mohr  den  sich  am  Sprachkande  blatwenig  kftm- 
mernden  Herolden&mtern  der  Vorzeit  ein  willkommenes  Wap- 
penbild  bot,  die  im  Reiche  weitverzweigten  Maier  zu  einer 
Art  von  Wappengenossen  zn  gliedern!  Mit  dem  Zartsinne 
in  Erfindang  redender  Wappen  nahm  man  es  ja  dortzamal 
fiberhaupt  nicht  so  genan:  Nr.  550  ist  nns  ein  abschrecken- 
des  Exempel,  wie  derlei  Namenwappen  zasammengestoppelt 
warden.  Man  hflre  and  staane :  Anno  1572  wird  dem  Con- 
rad Bardt  ein  Wappen  verliehen,  and  ein  rLeoparta  mit 
einer  „Hellebarta  ist  dessen  Wappenbild!  Die  Zeit  der 
Decadenz  der  Heraldik  war  eben  schon  herangenaht,  am  bald 
darauf  (im  17.  Jahrhunderte),  widersinnigstem  Ungeschmacke 
huldigend,  dem  unanfhaltsamen  Verfalle  derselben  Thor  and 
Angel  za  Offnen.*) 

Mich  in  diesen  der  Regestensammlang  vorgesetzten 
Worten  nor  aaf  die  Aafz&hlang  weniger  bemerkenswerthen 
Thatsachen  beschr&nkend,  iiberlasse  ich  getrost  Anderen  eine 
weitere  Ausntitzung  des  Materiales,  and  bleibt  mir  allein 
noch  iibrig,  darauf  aafmerksam  za  machen,  dass  das  &  der 
Manuscripte  jener  Zeit  in  den  seltensten  Fallen  das  m  der 
Jetztzeit,  gew5hnlich  aber  das  offene  a  zum  Unterschiede  von 
dem  zwischen  a  and  o  die  Mitte  haltenden  a  (welches  mit  a 
geschrieben  wurde)  bedeutet,  wesswegen  z.  B.  ^L&nthaler, 
Lftnser,  L&rcher"  als  „Lanthaler,  Lanser,  Larcher*  gelesen 
werden  m6gen,  gleichwie  das  6  als  5.  Ich  bin  absichtlich 
der  Schreibart  des  Urtextes  treu  geblieben,  am  das  Original 
mSglichst  genan  za  spiegeln,  und  hoffe,  mich  dadarch  in  den 


*)  Sieh  tiber  die  nicht  selten  za  Lftcherlichkeiten  fthrende  Sacht, 
redende  Wappen  za  schaffen :  Dr.  Karl  Bitter  Ton  Mayer's  Heraldischei 
A*  B.  C.  Bach,  S.  40  u.  *  f. 


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—    45    — 

Augen  der  Wissenden  keines  Fehlers  schuldig  gemacht  zu 
haben,  so  wenig  wie  dnrch  die  etwa  vorzeitige  Anlegung  eines 
separaten  Namensverzeichnisses  fBr  den  heuer  erscheinenden 
L  TheQ  der  Sammlung. 

Schliesslich  entledige  ich  mich  der  angenehmen  Pflicht, 
Sr.  Excellenz  dem  k.  k.  Herrn  Minister  des  Innern  Josef 
Freiherrn  Lasser  von  Zollheim,  dessen  offene  Liberalitat  mir 
die  ungehinderte  Benntzung  des  Wiener  Adelsarchivs  er- 
mdglicht  hat,  meinen  tiefgefuhlten  Dank  auszusprechen.  Eben- 
sovenig  kann  ich  umhin,  der  liebenswiirdigen  nnd  eingehenden 
Unterstutzung,  welche  mir  von  Seite  der  beiden  Herren 
Archivsbeamten ,  der  k.  k.  Adjunkten  Franz  Altmann  nnd 
Albert  Heilmann,  bei  jeder  einschlagigen  Gelegenheit  zu  Theil 
geworden  ist,  dankbar  Erwahnung  zu  thnn. 

Innsbruck,  im  Jfinner  1875. 

H.  t.  Goldegg. 


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Der  Regesten  I.  Theil. 

(Die  den  Regesten   rorgesetzte  Zahl  bezeiohnet  das  Folium  des  Ori- 
ginals,  die   am  Schltusse  angebrachte  aber  die  fortlanfende   Regesten- 

nommer). 


Erzherzog  Ferdinand  1565—1594  und  Erzherzog  Mathias  1596. 

I.  Band. 

(Fol.  1 — 11  unbeschrieben.) 

12.  Wappenbrief  fur  Ludwig  Gambert.  E5n.  Schloss 
zu  Prag,  7.  Februar  1565.  1 

14.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fUr  Mychel  Taler. 
K.  Schloss  zu  Prag,  3.  Juli  1565.  2 

16.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  Pdckh 
(oder  Beckh)  von  Pfullendorff.  K.  Schloss  zu  Prag, 
27.  September  1565.  3 

(Fol.  21—32  unbeschrieben.) 

33.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  seinen  Voraltern 
von  Kaiser  Carl  V.  ertheilten  Wappens  fttr  Steffan  Godl, 
Verwalter  der  1.  f.  Herrschaft  GreifFenstein.  E.  Schloss  zu 
Prag,  26.  April  1566.  4 

39.  Wappenbrief  fur  die  Gebrfider  Hanns,  Absalon 
und  Martin  die  Mar  der.  K.  Schloss  zu  Prag,  27.  April 
1566.  5 

43.  Wappenbrief  fur  Hanns  Luckess,  Baumeister 
zu  Ambras.     K.  Schloss  zu  Prag,  30.  April  1566.  6 

47.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Niclas  Martin 
und  Hainrich  die  Mailer,  Gebrftder.  K.  Schloss  zu  Prag, 
30.  April  1566.  7 

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—    47    — 

51.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Andre  Pfurner, 
Bergrichter  zu  Kitzbiihl.  K.  Schloss  zu  Prag,  20.  Juni 
1566.  8 

55.  Freiheit,  mit  rotem  Wachs  zu  siegeln ,  fiir  den 
edlen  Georg  Geyrpfthler,  erzh.  Rath  und  0.  0.  Kammer- 
secretSr.     K.  Schloss  zu  Prag,  21.  Juni  1566.  "9 

59.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  HansMaurer. 
Vischermund,  13.  August  1566.  10 

63.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanss,  Zelt- 
meister,  und  Fridrich  die  Haidenrich  (oder  Haidrich), 
Gebrflder.     Feldlager  bei  Rab,  8.  October  1566,  11 

67.  -  Adelsbestatigung  und  Wappenbesserung  fur  die 
Gebrfider  Caspar  und  Osswald  Mitterhofer.  K.  Schloss 
zu  Prag,  30.  December  1566.  12 

83.  Palatinatsertheilung  an  Augustinus  de  Sbarde- 
latis.     Innsbruck,  29.  Januar  1567.  13 

91.  Wappenbrief  ffir  Georg  Merckh.  Innsbruck, 
18.  MUrz  1567.  14 

95.  Wappenbrief  far  Peter,  Hanns  Anthoni  und  Simon 
die  Faschung  genannt  die  Pfitscher.  Innsbruck, 
2.  April  1567.  15 

99.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Kilian  Eelich, 
Burger  und  Stadtmessner  in  Innsbruck.     9.  April  1567.     16 

103.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Gabriel  Vi  e  c h- 
hauser.    Innsbruck,  14.  April  1567.  17 

107.  Wappenbrief  fi&r  die  Schmaltzen,  Gebrfider. 
Innsbruck,  16.  April  1567.  18 

111.  Wappenbrief  fur  Hanns  und  Christof  die  Mut- 
ter, Gebrfider.     Innsbruck,  17.  April  1567.  19 

116.  Wappenbrief  ffir  Georg  Hagn.  Innsbruck, 
20.  April  1567.  20 

120.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar  Rai- 
ner.     Innsbruck,  20.  April  1567.  21 

123.  Wappenvermehrung  fur  die  Gebrfider  Franntz 
Maximilian  und  Vait  von  Dornberg  (soil  richtig  heissen 
ton  Mornberg)  mit  dem  erledigten  Wappen  der  mit  Hie- 


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—    48    - 

ronymu8  ausgestorbenen  von  J  an  fen.  Innsbruck,  26.  April 
1567.  22 

129.  Wappenbrief mitLehenartikel fiir Gregorj Zwinckh. 
Innsbruck,  28.  April  1567.  23 

133.  Freiherrnbrief  and  Wappenvermebrung  fftr  den 
erzh.  Ratb  Frantz  Welser  nebst  seinen  S6hnen  Carl,  erzh. 
Camerer  und  Landvogt  der  Markgrafschafl  Burgau,  und 
Hans  Georg,  erzh.  Rathen,  und  all  seinen  Leibserben,  mit 
dem  Namen  und  Titel  Freyherrn  oder  Freyfrewlein 
von  Zynnburg.     5.  Mai  1567.  24 

141.  Wappenbrief  fur  Cristian  Neuhauser.  Inns- 
bruck, 7.  Mai  1567.  .  25 

145.  Wappenbesserung  mitLehenartikel  fur  Veit  Sag- 
in  a  i  s  t  e  r ,  Steiereinnebmer  an  der  Etsch.  Innsbruck, 
7.  Mai  1567.  26 

162.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Sebastian, 
Rathsburger  zu  Meran,  Veit,  Burger  zu  Brixen,  und  Cristan, 
Burger  zu  Prauneggen,  die  Ziegler.  Innsbruck,  31.  Mai 
1567.  27 

156.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  Schiiechl, 
Mundback.     Innsbruck,  1.  Juni  1567.  28 

160.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Martin  Z  e  1 1  e  r. 
Innsbruck,  14.  Juni  1567.  29 

164.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Martin  Wier- 
sickh  und  seine  Gebrtider.    Innsbruck,  1.  Juli  1567.      30 

(Hieher  gehSrt  das  fehlende  Concept  eines  Diploms, 
dessen  Original  im  Besitze  des  Schreibers  dieser  Zeilen  ist:) 
Best&tigung  der  dem  kais.  Rathe  Hannss  von  Welsperg 
und  dessen  Vettern  Bartholome,  Balthasar,  Melchior,  Paul 
und  Caspar  Carl  Gebriidern  von  Welsperg  von  Kaiser 
Ferdinand  I.  ddo.  Wien,  24.  April  1564  verliehenen  Ver- 
mehrung  ihres  Wappens  mit  dem  erledigten  Wappen  derer 
von  Villanders.     Innsbruck,  1.  August  1567.  30a 

168.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Hild- 
prandt  Spezalanza,  Wundarzt.  Innsbruck,  25.  August 
1567.  31 


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—    49    — 


"U   ^>.     ""S^s^P'P^^rief  mit  Lehenartikel    fur  Martin  Ke- 
Iansbrack,  4.  October  1567.  32 

te%      "Wa»PPeil^ef  tv*  Jatob  Schneeweiss,   Berg- 
r^  gchaxl.      Innsbruck,  7.  October  1567.  33 

X  %  I>«***  ^lrich  Scbueler,  Burgermeister  zu  Echin- 
^\**>  der"  Donao,  wird  gestattet,  sein  Wappen  auf  die 
^\Nwaa<3Lt-er*  Ge(>rg,  Conrad  and  Hanns  die  Mantzen, 
>  V\r  Zifflbw^t  Beringer,  Hanns  und  Jorg  die 
^      ^  J     fiafxrr.  +.~a  Vlrich  die  Lober   zu  vererben. 

& 

t  Lehenartikel  fur  Balthasar, 
atrdt  und  Veith  Mockh.     Inns- 

35 
•  Caspar  Sagmiiller,  Richter 
L567.  36 

Georg  Geyrspuchler,  erzh, 
tner-Secret&r,  und  dessen  Erben, 
1  s  schreiben  zu  diirfen.     14.  De- 

37 

Cristoff  Hurlach,  Zollner  an 
und  Besserung  des  Wappens, 
effan  von  Hurlach  1524  von 
den,  auch  Vermehrung  desselben 
leiner  Mutter  Elis.  Pfeneber- 
7.  38 

jehenartikel  fur  Hanns  Str  ass  er. 
567.  89 

it  Lehenartikel  fiir  Hanns  El- 
essen  S5hne  Hanns  und  Wigileus, 
Cristoff  und  Bernhard  Elsasser, 
December  1567.  40 

fur  Johann  Wellinger  von 
gast,  Geh.  Rath  und  Oberster 
te,  sich  Freiherr  zu  Schne- 
ind  auch  von  andern  Schlossern^ 
eiben  zu  diirfen,  nebst  Wappeu- 
4 


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—    50    — 

vermehrung  mit  dera  Schloss  Schneeberg'schen  Wappen. 
Innsbruck,  1.  Januar  1568.  41 

235.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jakob  L  i  n  g  k  h 
und  dessen  Sonne  Martin,  Mathes,  Jakob  and  Jorg. 
17.  Januar  1568.  42 

241.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hannss  Wer- 
daloss  und  Verleihung  des  Titels  von  Alber  an  denselben. 
21.  Januar  1568.  43 

245.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar,  Mel- 
chior,  Jacob,  Hanns,  Stefan  und  Ulrich  die  Premier,  Ge- 
briider. Innsbruck,  29.  Januar  1568.  44 
*  251.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar,  Philipp 
und  Jeronimus  Bartoldt,  Gebriider.  Innsbruck,  12.  Febr. 
1568.                                                                                  45 

251  %.  Wappenbrief  fur  die  Gebriider  Georg,  Caspar 
und  Melchior  G  a  u  n  zu  Margreidt  im  Gerichte  Curtatsch. 
Innsbruck,  17.  Marz  1568.  x  46 

258.  Wappenbrief  fiir  die  Gebriider  Jacob,  Johann 
Paul  und  Johannes  de  Fab r is.     20.  Marz  1568.  47 

264.  Wappenbrief  fiir  Georg  Khienlieb.  17.  Marz 
1568.  48 

264 1/2-  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Benedict 
S  a  tier,  Stadtschreiber  zu  Sulgen.  Innsbruck,  19.  Marz 
1568.  49 

(Hieher  mag  folgendes  Regest  gehbren:)  Verleihung 
des  Erbland-Stallmeister-  und  des  Erbland-Vorschneider- 
Amtes  in  Tirol  an  beide  Linien  des  freiherrlich  zu  Wolckhen- 
stain'schen  Geschlechtes,  namlich  an  die  Vettern  Christoph 
und  Caspar  Freiherren  zu  Wolckhenstain.  24.  Marz 
1568.  49  a 

268.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar,  Rich- 
ter  zu  Pflauu,  und  Anthony  die  Jo  ben.  25.  Marz  1568.     50 

272.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Rueprecht 
Merckh.     25.  Marz  1568.  51 

(Da  mag  der  richtige  Platz  fiir  folgendes  mangelnde 
Regest  sein:) 


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\ 


—    51    — 


>c. 


X 


h 


^leiYsoxig       des  Erblandkiichenmeister-    und    Erbland- 
'eistersjoat^s     in    Tirol  an  das   freiherrlich  zu   Wels- 
^      Gesclilecht,    als     an    Christoph   Freiherrn   zu 
Brg     x&nd    PrimOr.     26.  M&rz  1568.  51a 

>\  ^6.        ^w  »rppenbrief   far    Sebastian  Dreyer,    Gegen- 
dLes     ZoUamts  zu  Leifers   und  Branzoll.     29.  M&rz 

52 
fo^^O.  ^^^appenbrief  fur  Hanss  Platter,  d.  Z.  Ge- 
^breiber  i*1  Vhen.  Innsbruck,  21.  April  1568.  53 
JL14.  "Wa^ppenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michel  Fueg- 

d     dessen 
1568. 


\\ 


Gebrflder  Sirhon   and   Andrft.     Innsbruck, 

54 


292- 
rich  Sc"ho  ng»r, 


288.         "^Vappenbrief  fur  Caspar  Bftrtl  genannt  Graff 
'BQ&exi.         Innsbruck,  20.  Jani  1568.  65  ' 

"XVappenconfirmation  mit  Lehenartikel   fQr  Hain- 
Burger    in  Meran.     Innsbruck,   7.  Juli 

1568.  66 

298.       A^delsfreiheit    und  Wappenvermehrung  mit  dem 

\e4\crtjen ^Wappen  derer  voin  Thurn  zu  Malss  fiir  Hannss 

^e«4em  a.  n,    Wolfgangs   vom   Thurn   Eidam.     19.  Juli 

1568.  57 

306.      Wappenbrief  far  den  Capellesinger  Georg  und  fur 

Hanu&B     die   Garttner,   Gebriider.      Innsbruck,    20.  Juli 

1568.  58 

312.     Wappenbrief  fur  Mattheus  Ruepp,  Stadtrichter 

und  Rathsburger  von  Hall  im  Innthal.     23*  Juli  1568.     59 

316.     Wappenbrief  fur  Candidus  Paler  zu  Inchingen. 

Innsbruck,  24.  Juli  1568.  60 

322.     Wappenbrief   fiir    Andra    Wild.      Innsbruck, 

24.  Juli  1568.  61 

326.     Freiherrndiplom    fur    Jacob    von   Boymund    zu 

Payrsperg    und    Schwannburg,    Regimentsrath    und   Statt- 

halteramtsverwalter   der   0.    0.   Lande,   und  Martin,  dessen 

Bruder,   als    Freyherren   zu   Boymund,    Payrsperg 

und  Schwannburg.  Ohne  Wappenanderung.     12.  August 

,  1568.  62 

4* 


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—    52    — 

332.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Simon  Mayr. 
Innsbruck,  1.  September  1568.  63 

336.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns,  Valtin 
und  Bartlme  die  Stifler,  womit  denselben  das  erledigte 
Wappen  des  ohne  Erben  verstorbenen  Trabanten  Hanns 
Hey  land,  verliehen  15f>7  von  K.Ferdinand,  ertheilt  wird. 
14.  September  1568.  64 

340.  Wappenbrief  fur  Caspar  Raiflin,  Burger  zu 
Stockach.     Innsbruck,  29.  September  1568.  65 

344.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Conrad  Spat, 
Trabant.     Innsbruck,  30.  September  1568.  66 

348.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andreas  G  a  n  t- 
ner  und  seinen  Sohn  Andre ,  Hof-  und  Stadtlassl  in  Inns- 
bruck.    4.  October  1568.  67 

352.  Wappenbrief  fiir  Matheis,  Hannss  und  Cristoff 
die  Frischen,  GebrQder.     Innsbruck,  14.  Oct.  1568.     68 

360.  Wappenbrief  fiir  Hanns  P  r  u  g  g  e  r ,  Berg- 
gerichtsschreiber  und  Castner  zu  Rattenberg.  17.  October 
1568.  69 

364.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hanns,  Georg 
und  Bartlme  die  Fiirstenfellder,  Gebruder.  Innsbruck, 
20.  October  1568.  70 

368.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Erasm  und 
Sigmund  Zaig,  Gebruder,  20.  'November  1568.  71 

372.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Hanns 
Caspar  Tinsel  von  Rorbach.     22.  November  1568.       72 

380.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Leonhard  und 
Caspar  die  Ratter,  Gebruder.     25.  November  1568.  ,    73 

384.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Edel- 
knaben-Praceptor  Bartholomeus  P  a  n  o  v  i  n.  Innsbruck, 
14.  December  1568.  74 

388.  Wappenbrief  fur  Hanns  B 1  a  s  i  g  genannt  P  i  e  n  d  1 
zu  Ladiss.     Innsbruck,  20.  December  1568.  75 

(Fol.  391—397  unbeschrieben.) 

398.    Wappenbrief    fur     Christoff   Kaltenpacher, 

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I 


—    53    — 

&fc».<3Lt-'richter  zu  Hall   im  Inntal  and  Richter  der 

Tha-Tir.       Innsbruck,  29.  Januar  1569.  76 

Wappenbe8tatignng  mit  Lehenartikel  fur  Christoff, 

Geox-g     and  Engelhart  die  Ettenharder,  Gebruder. 

$\*\   Wappeu    war    dem    verstorbenen     Jobst    Etten- 

/\    ^  von.       ^K. .       Ferdinand  I.   verliehen  worden.     Innsbruck, 

JvVw     1569.  77 

1  w  s  ^8        "W  ctppenl>rief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar  F  e  c  h  t  i  g. 

\   1569.  78 

Ai2-        "Wapp^brief    mit    Lehenartikel    fur    Leonhard 

*     ^    Burger  zu  Botzen.     26.  MSrz  1569.  79 

^e     .g  ^^«3Lelsfreiheit   und    Wappenbesserung  fur   Hanns 

BLieTO*1^111118   Bernhardin   Petter,  jur.  Dr.,  und  Andre 

rsviena,     Gebriider.     Innsbruck,  11.  April  1569.       80 

420       "VV»PPen^rie^  mft  Lehenartikel  fur  Andree  S  c  h  m  i  d- 

grabber     im«*     dessen   Binder   Rueprecht.      14.    April 

1569.  81 

424-      "Wappenbrief  fur   Hanns   Lisch  zu  Untermaiss. 

5.  Mai  1569.  82 

428-      "Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Ulrich  und  Hanns 
die  TLhynicher,   Gebriider.    Innsbruck,   5.  Mai  1569.     83 
428  Vo-     Wappenbrief  fur  Hanns,  Jacob  und  Georg  die 
"Hueber,   Gebriider.    Innsbruck,  21.  Mai  1569.  84 

432.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob,  Stadt- 
schreiber  zu  Menngen,  und  Hans  die  Weysen,  Gebriider. 
Innsbruck,  21.  MaT  1569.  85 

436.  Wappenbrief  fur  Sambson,  Isaac  und  Abrahamb 
dieEgger,  Gebriider.    12.  Mai  1569.  86 

440.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Christoph,  Da- 
vid, Jonas  und  Martin  die  Letitner  (oder  L^euthner), 
Gebriider.     Innsbruck,  19.  Juni  1569.  87 

444.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Onoffrius 
Kupferle.  Desselben  Wappen,  durch  den  Tod  seiner 
Vettern  Hanns  und  Sebastian  Wisser  jetzt  erledigt,  war 
denselben  1549  vom  r5m.  K5nige  Ferdinand  I.  verliehen 
worden.    Innsbruck,  5.  Juli  1569.  88 


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—    54    — 

448.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  (anstatt  der 
angesuchten  Wappenbest&tigung)  fiir  Antonio  P  a  s  s  a  t  o 
(rectius  Pass o to),  Consul  in  Trient.  Innsbruck,  11.  Juli 
1569.  89 

455.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fur  Matern  und 
Jacob  die  Felitsch.     Innsbruck,  28.  Juli  1569.  90 

460.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Melchior 
St5rel,  erzherzogl.  Leibbarbier.  Innsbruck,  23.  Juli 
1569.  -  91 

466.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Andree  E  fa- 
ne r.    Innsbruck,  23.  Juli  1569.  92 

470.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  die  Gebrfider 
Hainrich,  Hofmaler,  und  Gebhard  die  Teuffel.  20.  Sep- 
tember 1569.  93 

474  Wappenbrief  fur  Hanns  Storffner.  20.  Sep- 
tember 1569.  94 

478.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Augustin, 
Wolfgang,  Hanns  und  Peter  die  Sch&bel.  Innsbruck, 
20.  September  1569.  95 

482.  Adelsfreiheit  fiir  Hanns  Finenz,  Borgermaister 
zu  Horb.     Innsbruch,  21.  September  1569.  96 

488.  Wappenbesserung  fiir  Wolfgang  Zollner,  Zoll- 
und  Gegenhandler  des  Zolls  bei  Rovereit.  Innsbruck, 
30.  October  1569.  97 

494.  Wappenbrief  fur  Martin  und  Florian  Krandler, 
Gebruder.     Innsbrack,  21.  November  1569.  98 

498.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Christoph  und 
Hanns  Riedler.     Innsbruck,  1.  December  1569.  99 

502.  Wappenbrief  fiir  Christoph  Ma  der,  Kirchprobst 
zu  Schwaz.     Innsbruck,  30.  November  1569.  100 


H.  Band. 

(Fol.  1 — 14  unbeschrieben.) 
15.    Wappenbrief  fiir  Thoman  Setzenstollen,  Berg- 
richter  zu  Rattenberg.     Prag,  19.  M&rz  1570.  101 

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—    55    — 

19.  Wappenbrief  fur  Steffani  Triangj.  Prag,  1.  April 
1570.  102 

25.  Wappenbrief  fur  Christan  Kuttenrainer,  Stadt- 
und  Landrichter  zu  Rattenberg.     25.  April  1570.  103 

29.  Wappenbrief  fur  Steffan  und  Hannss  Bernhart, 
Gebr&der.     Innsbruck,  29.  April  1570.  104 

33.  Wappenbrief  fur  Marco  Anthonj  und  Guerra 
Kerschbaumer,  Gebriider.    Innsbruck,  1.  Mai  1570.     105 

37.  Wappenbrief  fur  den  andechtigen  Johann  Fuern- 
schildt.     Innsbruck,  17.  Mai  1570.  106 

41.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Vlrich  Zyller, 
Burger  zu  Bozen.    Innsbruck,  17.  Mai  1570.  107 

45.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Balthasar  und 
Christan  die  Engelmaier,  Gebriider.  Innsbruck,  1.  Juni 
1570.  108 

52.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  L  &n  e  r, 
Holzgegenschreiber  an  der  Talfer  zu  Bozen.  14.  Juni  1570.    109 

56.  Wappenbrief  fiir  Hans,  Martin,  Ludwig  und  Thoman 
die  Schdnen,  Gebriider.     Innsbrack,  14.  Juni  1570.     110 

64.  Wappenbrief  fiir  Sigmund  Girschner,  erzh. 
Trabant.     23.  Mai  1570.  -  111 

70.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Ge5rg  Stetter. 
Innsbruck,  26.  Juni  1570.  112 

74.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Erasmen  K  h  n  e  i  t- 
tinger,  Gerichtschreiber  zu  Altenburg.  Innsbruck,  5.  Juli 
1570.  113 

78.  Wappenvermehrung  fiir  den  erzh.  Rath  Cristoph 
Freiherrn  zu  Welsperg  und  Primflr,  Obersten  Erb- 
St&bl-  und  Kuchenmeister  in  der  gef.  Grafschaft  Tyrol.  5.  Juli 
1570.  114 

88.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Vlrich  S  e  n  f  f  1  e, 
al ten  Borgermeister  der  Stadt  Echingen  an  der  Donau. 
Innsbruck,  7.  August  1570.  <  115 

91.  Adelsbestatigung  und  Wappenbesserung  fur  n-A 
tonius  Capri  an  a,  Artium  &  Medicinae  Doctor,  aus 
Mantua.     Innsbruck,  12.  August  1870.     (Latein.)  116 


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—    56    — 

92.  Wappenbrief  fur  Christan  trad  Hanns  die  Wan- 
derer, Gebruder.     23.  August  1570.  117 

96.  Wappenbrief  fur  Wolffgang  Jhenutt,  Gerichts- 
schreiber  zu  Castlbell.    Innsbruck,  13.  Sept.  1570.         118 

99.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Mathefiss  und 
Florian  die  Frantzin,  Gebrader.     19.  Sept.  1570.       119 

100.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Sebastian 
Klayber,  d.  Z.  Stadtamman  zu  Pfullendorf.  Innsbruck, 
26.  September  1570.  .120 

1 04.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Erhardt  V  o  c  k  h. 
Innsbruck,  15.  October  1570.  121 

107.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns,  Joss, 
Michael,  Martin,  Matheass,  Foder,  Ambrosy,  Thoman  und 
Daniel  die  Lecher,   Gebrilder.     Innsbruck,  21.  September 

1570.  122 
(Fol.  108—156  unbeschrieben.) 

157.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Paul,  Land- 
richter  des  Gerichts  Sonnenburg,  und  Martin  die  K linger, 
Gebrader.     Innsbruck,  2.  Januar  1571.  123 

158.  Wappenbrief  far  Petter  Plattner  sammt  seinen 
zwei    Brftdern    Valthin   und    Leopoldt.    Innsbruck,   6.  Jan. 

1571.  154 
162.     Wappenbrief  fiir  Georg  Closner,  Burger  und 

Apotheker  zu  Innsbruck.  Innsbruck,  6.  Jan.  1571.  125 
167.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh.  Hof- 

Capellen-Singer  Hanns  P  a  w  r  n  f  e  i  n  d.     Innsbruck,  6.  Januar 

1571.  126 

173.     Wappenbrief  fur  Jacob  und  Gregor  die  Pfeff  erle 

von  Innsbruck,  Gebrtider.  Innsbruck,  13.  Jan.  1571.  127 
179.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel   far   Hans  Jacob 

de  Qwadria.     Innsbruck,  13.  Januar  1571.  128 

179  !/2.     Wappenbrief  fftr  den  Bergrichter   im   Elsass 

und  Suntgau  Melchior  H  e  h  e  r.  Innsbruck,  22.  Jan*  1571.  129 
183.  Wappenbrief ffirGeorgSatler.10.Fehr.1571.  130 
187.    Wappenbrief  far  Jeremias   und  Hanns  die  Vi- 

scher,  Gebrader.    Innsbruck,  16.  Februar  1571.  131 


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-    57    — 

191.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  den  erzh.  Tra- 
banten  Georg  Grundtstainer.  Innsbruck,  21.  Februar 
1571.  132 

195.  Wappenbrief  fiir  Andre  und  Christan  die  Steger, 
Gebruder.     10.  Februar  1571.  133 

199,  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  filr  den  erzh.  Tra- 
banten  Georg  Grunndtstainer.  Innsbruck,  21.  Februar 
1571.     (Wiederhohlung  von  II,  191.)  ad  132 

203.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fttr  den  erzh.  Tra- 
banten  Erasmus  R a  dinger  (oder  Rading).  Innsbruck, 
19.  M&rz  1571.  134 

207.  Wappenbrief  far  Petter  und  Michael  die  Lant- 
zoner.     Innsbruck,  19.  Marz  157L  135 

211.  Wappenbrief  fur  Balthasar  P 1  a  t  z  e  r.  Innsbruck, 
10.  August  1571.  136 

215.  Wappenbrief  filr  Hanns  Niemands,  Fuss- 
knecht-Hauptmann ,  und  seinen  Bruder  Oswald.  2.  Mai 
1571.  137 

219.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  den  erzh. 
Hoffuttermeister  Franntz  Diepoldt  Innsbruck,  17.  Mai 
1571.  138 

225.  Wappenbrief  fiir  Hanns,  Albrecht  und  Laux  die 
Habissreittinger,  genannt  Costantzer  im  Thai,  Ge- 
brQder.     Innsbruck,  20.  Mai  1571.  139 

229.  Wappenbrief  fiir  Marx  und  Andre  die  Nobis, 
Gebruder.     Innsbruck,  12.  Juni  1571.  140 

233.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Andr&,  Burger 
zu  Brichsen,  und  Georg  die  Gr&tzen,  Gebruder.  Inns- 
bruck, 16.  Juni  1571.  141 

237.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  den  erzh. 
Secretarj  und  Schatz-Registrator  Thomass  Kribl.  Inns- 
bruck, 11.  Juli  1571.  142 

240.  Adelsbest&tigung  und  Wappenbesserung  fiir  Ca- 
mfllus  Pi  1  at  us,  jur.  utriusq.  Dr.  Innsbruck,  10.  August 
1571.    (Latein.)  143 

241.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  den  Tyrolischen 


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—    58    — 

Kammersecretar  Mathiesen  Barckhlehner  und  seine  vier 
Gebruder  Harms,  Leonhard,  Martin  und  Georg.  Innsbruck, 
13.  August  1571.  144 

244.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  Rap- 
poldt.     Innsbruck,  28.  October  1571.  145 

245.  Wappenbrief  fur  Oswald  Prugger,  Burger  zu 
Clausen.     28.  October  1571.  146 

249.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  den  erzh. 
Verwalter  des  Zollamts  im  Sagkh  bei  Rouereit  Paul  S chu el- 
peck  h,  mit  der  Bewilligung,  sich  von  oder  zu  Mer en- 
stain  schreiben  zu  durfen.     Innsbruck,  29.  Oct.  1571.     147 

255.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Ge- 
genschreiber  des  Zollamts  am  Lueg  Cristoph  Wolfgrueber. 
Innsbruck,  20.  November  1571.  148 

259.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Blasy  Polin 
zu  Kaltern.     Innsbruck,  26.  November  1571.  149 

264.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Sencrius  und 
Conrad  die  Weiuhardt,  Gebruder.  Innsbruck,  26.  No- 
vember 1571.  150 

269.  Wappenbrief  fiir  den  Untervogt  zu  Stockach 
Bernhard  Gilman.     11.  December  1571.  151 

(FoL  273—321  unbeschrieben.) 

322.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Bernhard 
Bogner  (oder  Pogner)  und  seines  Bruders  weiland  Hannsen 
nachgelassne  zwei  Sonne  Bernhard  und  Alexander.  Inns- 
bruck, 11.  December  1571.  (Am  Titel  steht:  11.  Januar 
1572.)  152 

328.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Hof- 
Zftrgadner  Hanns  Fritschgo  den  Jungen  und  desselben 
Gebnider  Hanns  den  Aeltern,  Dechant  und  Stadtpfarrer  zu 
Btthmisch  Budweis,  auch  Bartlme  und  Sebastian  die  Fritschgo. 
Innsbruck,  13.  Januar  1572.  153 

332.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  CristofF  Ju  n  ck- 
her,  Burger  zu  Bozen,  und  seine  Gebruder  Anndre  und 
Michael  die  Junckhern.     Innsbruck,  25.  Febr.  1572.       154 

332  %.  Wiederholung  desselben  Wappenbriefes.     ad  154 


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—    59    — 

335.  Wappenbrief  ffir  Mathiass  A  lb  an,  Burger  zu 
Sifflan.     26.  Februar  1572.  155 

339.  Wappenbrief  fiir  Hanns  Tindtl,  Burger  und 
Apotheker  zu  Braunegg.     Innsbruck,   26.  MSrz  1572.     156 

343.  Wappenbrief  far  Mathaus,  erzb.  Zollner  auf  dem 
Gampen,  Jacob,  Marthin,  Thomas,  Bartlrae  und  Joseph  die 
Prunner,  Gebruder.     Innsbruck,  29.  MSrz  1572.  157 

347.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  Amman 
zu  Altdorff  Adam  und  fur  Bernhard  die  Buller,  Gebruder. 
Innsbruck,  23.  April  1572.  158 

351.  Wappenbrief  fur  Friderich  Oberhofer,  Burger 
in  der  Stadt  Meran.     Innsbruck,  13.  Mai  1572.  159 

355.  Wappenbrief  fur  Georg,  Burger  an  Meran,  und 
Hanns  dieAesstendorffer,  Gebruder.  Innsbruck,  3-  Mai 
1572.  160 

361.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzb.  Hof- 
Capellensinger  Johannes Faber.  Innsbruck, 20. Mai  1572.    161 

365.  Wappenbrief  ffir  Hannss,  Georg  und  Wolfganng 
die  Refit ter,  Gebrfider.    Innsbruck,  20.  Mai  1572.     162 

369.  Wappenvermehrung  mit  dem  Wappen  des  er- 
loschenen Geschlechtes  derer  von  Sanct  Lamprechtsburg 
hn  Pusterthal  fur  Georg  und  Cristan,  auch  Joachim,  Philipp 
Jacob,  Lorenz  und  Rueprecht  die  edlen  Eirchmair  von 
Ragen,  Gebruder  und  Gevettern.  Innsbrnck,  26.  Mai 
1572.  163 

375.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Hanns  Mair 
Erdinger,  Richter  der  1.  f.  Herrschaft  Ernberg.  Inns- 
bruck, 26.  Mai  1572.  164 

379.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  den  erzh. 
Diener,  den  Salzfactor  zu  Retiti  Georg  Franckh,  vormaligen 
Richter  und  Gerichtschreiber  der  Herrschaft  Erenberg.  Inns- 
bruck, 1.  Juni  1572.  165 

383.  Wappenbrief  fittr  Hanns  und  Abraham  die  Fie- 
ner,  Gebruder.     Innsbruck,  17.  Juni  1572.  166 

387.  Wappenbrief  f&r  Arabrosy  L&ntaler,  erzh. 
Bergrichter  zu  Windisch  Matrey.     21.  Juni  1571.  167 


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—    60    - 

391.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  den  erzh. 
Mundkoch  Iheronimus  Tendler  und  seinen  Bruder  Georg. 
Innsbruck,  25.  Juni  1572.  168 

395.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  flir  Emanuel, 
Thomas,  Jacob  und  Aron  die  Gal  leu,  Gebriider  und  Ge- 
vettern.     Innsbruck,  26.  Juni  1572.  169 

401.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  Gaiss- 
ebner,  Burger  zu  Sterzing.    Innsbruck,  26.  Juni  1572.     170 

405.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Joseph 
G eb e  1,  Landrichter zu  Persen.  Innsbruck,  26.  Juni  1572.    171 

411.  Wappenbrief  mit  Lehehenartikel  fur  den  erzh, 
Hoftischler  Conrad  auch  Georg  die  Gotfrid,  Gebrfider. 
Innsbruck,  26.  Juni  1572.  172 

416.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  Betz 
aus  PfaffenwOrtt,  erzh.  Diener  und  Heerpaucker.  Innsbruck, 
10.  Juli  1572.  173 

420.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans,  erzh. 
Trabant,  und  Christoph  dieSchalber.  Innsbruck,  22.  Juli 
1572.  174 

424.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  Vi- 
scher.     Innsbruck,  27.  Juli  1572.  175 

428.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Christoph 
Burger,  des  Raths  Burger  der  Stadt  Meran.  Innsbruck, 
28.  Juli  1572.  176 

431.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh. 
Weidhetzer  Matheusen  Mayenschwantz.  8.  August 
1572.  177 

435.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  Or tt- 
wein,  Statutrichter  im  untern  Engedein.  Innsbruck,  15.  Aug. 
1572.  178 

439.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Petter,  Ge- 
richtsschreiber  der  Herrschaft  HeQnfells,  auch  Cristoph  und 
Blasy  die  Purw alder,  Gebrfider.  Innsbruck,  27.  August 
1572.  179 

443  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh. 
Stiflbewarer  Matbias,  dessgleichen   fiir   Andre,   Martin  und 


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—    61    — 

Cristoph   die   Frfieauf,    Gebr&der.     Innsbruck,   5.    Sep- 
tember 1572.  180 

446.  Adelsbestatigung  und  Wappenbesserung  fiir  Hie- 
ronimus  Mi  ran  a,  artiura  &  MedicinsB  Doctor,  and  seines 
verstorbenen  Braders  Girardas  hinterlassene  Sohne  Simon 
trod  Franciscus,  nachdem  bereits  Antonius  Mirana,  leg.  Dr., 
Girardus,  Jacobus,  Adriolus  und  Joannes  Antonius,  Ge- 
bruder, und  Girardus ,  leg.  Dr. ,  ihr  Vetter ,  von  Kaiser 
Friedrich,  ddo.  Wien,  4.  Mai  1467,  geadelt  worden  sind. 
Innsbruck,  10.  September  1572.     (Latein.)  181 

447.  Wappenbrief  fur  Cristan  Finckh,  erzh.  Am- 
man zu  Altenburg.     Innsbruck,  24.  September  1572.     182 

451.  Wappenbrief  fiir  Clement  und  Michael  die  Kol- 
ben,  Gebruder.     29.  November  1572.  183 

455.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Bernhard  Ru- 
melin,  Salzmair  der  Stadt  Cosstanz.  Innsbruck,  7.  De- 
cember 1572.  184 

459.  Wappenbesserung  fiir  den  erzh.  Rath  und  Fiir- 
schneider,  den  edlen  Ernst  von  Rauchenberg.  Innsbruck, 
7,  December  1572.  185 

467.  Wappenbrief  fur  Erasmus,  Burger  zu  Bozen,  und 
Veith  die  Chuntschier,  Gebruder.  Innsbruck,  24.  De- 
cember 1572.  186 

473.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh.  Hof- 
capelldiener  Leonhard  Mayr.     2.  Januar  1573.  187 

477.  Wappenbrief  fiir  Anthonj  und  Jacob  am  Pach, 
Gebruder.     Innsbruck,  24.  Januar  1573.  188 

481.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Fridrich, 
Canzleischreiber  bei  der  0.0.  Reg.,  und  Simon  dieSchme- 
ling.     Innsbruck,  16.  Febr.  1573.  189 

485.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Jacob  Hal  in, 
d.  Z.  Stadt- Amman  zu  Bregenz.  Innsbruck,  1.  M&rz 
1573.  190 

489.  Wappenbrief  fur  Melchior,  Balthasar  und  Leon- 
hardt  die  Lingken,  Gebruder,  zu  Botzen.  Innsbruck, 
23.  M&rz  1573.  191 


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—    62    — 

495.  Wappenbrief  fftr  den  erzh.  Freytafl-Diener 
Michael  Leytgeb.     29.  M&rz  1572.  192 

499.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fur  Wolfgang 
Nidermayr,  zu  Tschars,  Gerichts  Castelbell,  sesshaft. 
30.  Mfirz  1573.  193 

505.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Franciscus 
Pro  vis  in,  erzh.  Hof-CaplaD,  auch  Josephen  und  Christoffen 
seine  Gebriider,  dessgleicjien  Jacob  Josephen  nnd  Bernharden 
seine  Vettern  die  Prouisinen.  Innsbruck,  17.  April  1573.     194 

512.  Wappenbrief  fiir  den  1.  f.  Steuereinbringer  ini 
Stifte  Trient  und  an  den  welschen  Confinen  Anthoni,  dann 
Jacob  und  Donat  dieVnuerdorben,  Gebriider.  Innsbruck, 
9.  Juni  1573.  195 

516.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Augustin 
Musler,  bedienstet  in  der  0.  0.  Regiments-Canzlel  Inns- 
bruck, 4.  Juli  1573.  196 

521.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Petter  Gann- 
ser,  wegen  der  Dienste  seines  Sohnes  Hanns  Gannser 
bei  der  0. 0.  Regiiueuts-Canzlei.  Innsbruck,  2.  Aug.  1573.    197 

526.  Wappenvermehrung  init  Lehenartikel  fur  Hanns 
Putsch,  Zollner  zu  Veldkhirch.  Innsbruck,  10.  August 
1573.  198 

532.  Wappenbrief  fur  Gall  Prugger,  d.  Z.  Burger- 
maister  in  der  Stadt  Glurns.  Innsbruck,  14.  Aug.  1573.     199 

536.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Leonhardt 
Wal linger.     Innsbruck,  19.  August  1573.  200 

1540.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Bartlmehen 
W§gman.     Innsbruck,  19.  August  1573.  201 

544.  Wappenbrief  fur  Hanns  Otten  Waschk&  yon 
Stainssberg.     Innsbruck,  21.  September  1573.  202 

548.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh.  Koch 
Moritz  und  fur  ChristofF  die  Gross,  Gebriider.  Inns- 
bruck, 21.  September  1573.  203 

554.  Wappenbrief  fiir  Virgilius,  Melchior  und  Wolff- 
gang  die  Stainhauser,  Gebriider  und  all  drei  Priester. 
24.  September  1573.  204 


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558.  Wappenbrief  ftir  Walther  G  a  n  t  n  e  r,  Hafoer  and 
Barger  der  Stadt  Innsbruck.  Innsbruck,  21.  Sept  1573.      205 

562.  Wappenbrief  fur  Berchtold  und  Bernhardt  die 
Rosskhopf,  Gebruder  und  Burger  zu  Meran.  27.  Sep- 
tember 1573.  206 

566.  Wappenbrief  far  Georg  Hofer.  27.  September 
1573.  207 

570.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  den  erzh. 
Hof-Secretarj  Zacharias  Eyring.  Innsbruck,  29.  September 
1573.  208 

574.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  und 
Cristoph  die  Frolich,  Gebruder,  nachdem  bereits  K.  Carl  V. 
Baithasarn  Frdlich,  dem  Vorfahrer  von  Vettern  der  Obigen, 
ein  Wappen  verliehen.     Innsbruck,  29.  Sept  1673.        209 

578.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  den  erzh. 
Sattelknecht  Hannsen  Mayr  und  seine  zwei  Gebruder  Petter 
und  Georgen.    Innsbruck,  10.  Nov.  1573.  210 

582.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Hofkeller- 
Pindter  Cristoph  Walther  sammt  seinen  Gebrudern  Georgen 
und  Casparn.     Innsbruck,   10.  November  1573.  211 

586.  Wappenbrief  fiir  Georg,  Hanss,  Leonhardt  und 
Wolfganng  dieMair,  deren  Vater  Wolfganng  Mayr,  Burger 
und  Schifmaister  in  der  Stadt  Hall  im  Innthal  war.  Inns- 
bruck, 22.  October  1573.  212 

592.  Wappenbrief  fur  Balthasar  K  a  p  f  f  e  r  e  r.  22.  Oc- 
tober 1573.  213 

597.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Georg,  Andree, 
Wolfgang  und  Matheus  die  Hollmayr,  Gebruder.  Inns- 
bruck, 10.  November  1573.  214 

601.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Paul  Kiiechl, 
Kirchbrobst  unserer  lieben  Frauen-Kirchen  zu  Schwatz.  2.  De- 
cember 1573.  215 
605.  Bestatigung  des  dem  Thomas  Zottl  von  K. 
Maximilian  I.  1515  verlieheuen  Adels  fiir  dessen  Sohn 
Cristoph  Zdttl  und  Oeffnung  des  geschlossenen  Helms. 
Innsbruck,  30.  December  1573.  216 


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—    64    — 

611.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Michael  K  h  e  r  e  r, 
Amtmann  und  Richter  zu  Nieder-L&na.  Innsbruck,  31.  De- 
cember 1573.  217 

615.  Wappenbrief  ftir  Cristoff  and  Martin  die  Rodt 
(oder  Rott).     Innsbruck,  31.  December  1573.  218 

619.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fir  den  erzh. 
Mundkoch  Iheroniinus  Stosser.  Innsbruck,  31.  December 
1573.  219 

623.  Vermehrung  des  freiherrlich  zu  Spaur  und  Valdr- 
schen  Wappens  mit  dem  Wappen  der  gar  abgestorbenen 
Anich,  fur  den  erzh.  Trabantenhauptmann  Franzisk  Frey- 
herrn  zu  Spaur  und  Valdr  und  seinen  Bruder  Andre 
Joseph,  Gommenthur  zu  Trient,  beide  Erbschenken  dgr  fttrstl. 
Grafschaft  Tyrol.     1.  Marz  1573.  220 

634.  Wappenbrief  fur  den  erzh.  Zollner  an  der 
Rogkheta  und  Visiauner  Clausen  Bonuisin  Aichner  und 
desselben  Gebriider  Niclaus,  Gothardt,  Hanns  und  Anthoni 
die  Aichner.     Innsbruck,  20.  Nov.  1571.  221 

638.  Adelsbestatigung  ftir  den  erzh.  Diener  Ruedolff, 
dann  Anshelm,  Hannss  und  Andree  von  Velss,  Gebriider, 
aus  einera  dritthalbhundert  Jahre  alten  adelichen  Geschlechte 
der  furstl.  Grafschaft  Tyrol.  Ohue  Wappenangabe.  Inns- 
bruck, 6.  Februar  1571.  222 

643.  Adelsbest&tigung  fiir Hanns  undFridrich  Schnabl 
vonSch5nstain,  Gebriider,  welche  bereits  von  K.  Carl  V. 
(Brilssel,  28.  November  1555)  mit  adlichen  Freiheiten  be- 
gabt  worden,  und  dariiber  von  K.  Ferdinand  (Augsburg, 
28i  Juni  1559)  und  K.  Maximilian  11.  (Augsburg,  4.  Mai 
1566)  Confirmationen  erlangt  haben.  Ohne  Wappenbe- 
schreibung.     Innsbruck,  4.  Mai  1571.  223 

647.  Freiheitsverleihung,  mit  rotem  Wachse  zu  siegeln, 
fur  den  erzh.  Diener  Hainrich  Winckhelhofer  zuEnng- 
ldss  und  desselben  zwei  Gebriider  Carl  und  Hans  Joa- 
chim die  Winckhelhofer  zu  Englds.     20.  Nov.     1571.     224 

653.     Benennung  und  Erhebung  der  Behausung  Graben- 


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-    95    — 

$\m  n  -eioem  adeliekeo  Sitse  fllr  Christoff  Graber,  and 
BmUigun&r  aidh  davon  Graber  von  Grabenstain  nennen 
m  dfirfeii*        20.  November  1571.  225 


m.  Band. 

1.  "^Wappenbrief  mit  Lehenartikel  Mr  den  erxh.  Hof- 
candey-Ttwirhftter  Wolff  Schr6ckhseisen  sammt  seinen 
Gebruderct  Hanns  und  Georgen  Schr5ckhseisen.  Innsbruck, 
4.  Fe\>rua.r    1574.  226 

4.      "Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hannss  Pach- 
man.      Innsbruck,  4.  Februar  1574.  227 

lO.      Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftr  Hanns  Gr5t- 
zing,     d.er    Schmelzer  und   Gewerken   des   Yenpacherischen 
Berg-    und   Schmelzwerkhandels  zu  Schwatz  Diener.     Inns- 
bruck,  4.  Februar  1574.  228 
14.     Wappenbrief    mit  Lehenartikel    fiir    Hilteprandt 
ReHperger,  d.  Z.  Lateinischen  Schulmaister  zu  Innsbruck, 
dann  Philipp,  Lfipoldt,  Georg  und  Hanns,  Gebrfider,  Christof, 
Jakob,    Mathes,    auch   Gebrflder,  und    dann    Hanns    und 
Christ,     Gebrfider  die  Reftperger.      Innsbruck,    21.    Mfirz 

229 

ikel    fiir    Balthauser 

l  Niclaus.    21.  Mfirz 

230 

fiir  Balthasar  Rue ff. 

231 

i\  fur  den  erzh.  Die- 

irz  1574.  232 

fQr  Georg  Tappei- 

q   Hans.     Innsbruck, 

233 

fQr  Leonhardt  G  8  s  s- 

Innsbruck,  28.  April 

234 

5 


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—    66    — 

38.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh.  Die- 
ner  GeBrg  Schmidthammer.  Innsbruck,  28.  April 
1674.  235 

42.  Wappenbrief  fur  den  1.  f.  Schichtenmaister  am 
Rorerpichel  Stephan  Kreidenweiss.  Innsbruck,  12.  Mai 
1574.  236 

46.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  0  c  fa- 
sen  fu  ess.     Innsbruck,  4.  Juni  1574.  237 

50.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fUr  den  1.  f.  Berg- 
gerichtschreiber  und  Froner  zu  Assla  (!Elsass?)  und  Soda 
(ISundgau?)  ChristoffHaid  sammt  seinen  Gebrudern  Wolff- 
gang  Jacob  und  Cbristoff  Sigmund  den  Haiden.  11.  Juni 
1574.  *       238 

54.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Die- 
ner,  Hof-Traid-Castner  zu  Hall  im  Innthal  Georg  SchSff- 
pam.    Innsbruck,  20.  Juni  1574.  239 

58.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hanns,  1.  f. 
Berggerichtschreiber  zu  Rattenberg  am  Inn,  und  Peter  die 
Lindner,  Gebruder.    Innsbruck,  4.  Juli  1574.  240 

62.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Die- 
ner  und  Eammerheitzer  Sebastian  und  fiir  Hanns  die 
Giintzinger,   Gebruder.     Innsbruck,   6.   Juli  1574.     241 

66.  Wappenbrief  fiir  Leonhardt  Nachbaur  sammt 
seinem  Sohne  Carl  Vlrich.     Innsbruck,  4.  Juli  1574.     242 

72.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Thoman  Hiiet- 
lin,  Burger  und  des  Raths  der  Stadt  Costanntz.  Innsbruck, 
13.  Juli  1574.  243 

79.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Lienhardt  Hil- 
ler,  Stadtschreiber  der  Stadt  Costantz.  Innsbruck,  18.  Juli 
1574.  244 

85.  Wappenvermehrung  fiir  den  erzh.  Truchsess  Hainrich 
von  Winckhelhofen  zu  Ennglos  und  dessen  zwei 
Gebruder  Carl  und  Hanns  Joachim  mit  des  Cristophen 
Arnoldt,  ihres  mutterlichen  Enis,  erledigtem  Wappen. 
18.  Juli  1574.  245 

92,    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh.  Tra- 


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branten  Christian  Griesser,  Niclauss,  dessgleichen  Balthasar 
nod  Cristian  den  Jfingern,  die  Griesser,  Gebriider  and 
Tettern.     18.  Juli  1574.  246 

96.  Wappenbrief  f&r  Conrad  Leitgeb,  Maler  in 
Innsbruck.    Innsbruck,  18.  Juli  1574.  247 

102.  Wappenbest&tigung  mit  Lehenartikel  fBr  Adam 
Korenman,  Hauptmann  auf  Tyrol.  18.  Juli  1574.  248 
106.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Joannes 
de  Caualerijs,  erzh.  Beichtvater  und  Dompropst  in  Trient 
(Propositus  Dicecesis  Tridentinae),  sowie  seine  Neffen  Anto- 
nius,  Joannes  und  Dominicus  de  Cavalerijs.  Innsbruck, 
20.  Juli  1574.    (Latein.)  249 

112.  Wappenbrief  fur  Thomas  Walter,  Burger  in 
der  Stadt  Rowreidt  und  der  tirol.  Landschaft  Steuereinnehmer 
an  den  welschen  Confinen.  Innsbruck,  30.  September 
1574.  250 

117.  Wappenbrief  f&r  Steffan  und  Hanns  auch  Georg 
die  Rosin,  Gebriider  und  Vettern  im  Gerichte  Altenburg. 
Innsbruck,  26.  November  1574.  251 

121.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  den  erzh.  Hof- 
Trumetter  Martin  Taschner.  Innsbruck,  15.  December 
1573.     (Am  Titel  steht  1574.)  252 

(Fol.  125 — 150  unbeschrieben.) 
151.    Wappenbrief  fur  Peter  Trewer.     21.  Januar 
1575-  253 

155.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Andre,  Ge- 
richtschreiber  der  Herrschaft  Rodnegg,  und  Hanns  die 
Schiller,  Gebrftder.  Innsbruck,  21.  Januar  1575.  254 
159.  Adelsbest&tigung  und  Wappenbesserung  ftbr  Au- 
guatin  und  Hanns  Christoph  die  Ellinger  yon  Elling. 
28.  Januar  1575.  255 

165.     Wappenbrief    mit    Lehenartikel    fur    Anthonij 
Stainhaus  er,  Burger  und  Postverwalter  pi  Botzen.    Inns- 
bruck, 28.  Januar  1575.  256 
171.    Wappenbrief  fur  Georg  Muller  genanntFeur- 
moser.    Innsbruck,  28.  Januar  1575.  257 

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17p.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  dea  Ober- 
Oesterreichischen  Regierungs-Ratsdiener  Thoman  Leiitl  und 
desselben  Gebruder  Benedict,  Martin  und  Hans  die  Leiitl. 
2.  Februar  1576.  258 

179.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob  Lentz 
von  Hall.     2.  Februar  1676.  259 

183.  Wappenbrief  fur  Melchior  Hanns  und  Caspar  die 
Werndl,  Gebruder,  auch  Veit,  ihren  Vetter.  17.  Februar 
1575.  260 

1 87.  Wappenbrief  fur  Hannss  Ardiisser.  Innsbruck, 
17.  Februar  1575.  261 

191.  Wappenbrief  fur  Hanns  Metzger,  Burger  der 
Stadt  Kuefstain.     23.  Februar  1575.  262 

195.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Hans 
Jacob  von  Quad ria,  d.  Z.  fiirstlich  Brixnerischer  Hof- 
castnerund&huchenmaister.  Innsbruck,  23.  Febr.  1575.    263 

201.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Cristan  Grundt- 
ner,  Burger  der  Stadt  Hall  im  Intail.  Innsbruck,  7.  Marz 
1575.  264 

205.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Albrecht,  Philipp 
vnd  Barthlrae  die  Char  is,  Gebruder,  erzh.  Beamte  in  Inns-» 
bruck.     Innsbruck,  7.  M&rz  1575.  265 

209.  Wappenbrief  fur  Cristoph  Clarer,  Burger  des 
Rats  der  Stadt  Innsbruck,  und  Stephan  Clarer,  Gebruder. 
Innsbruck,  12.  April  1575.  266 

213.     Wappenbrief  fur  Christoff  und  Adam  die  P  r  a  n  n  t- 

s tetter,  Gebruder.     29.  April  1575.  267 

217.     Wappenconfirmation  fiir  den  Diener  der  Erzher- 

zogin  Magdalena,  Hanns  Off  linger,  womit  ihm  das  seinera 

Vetter  gl.  N.  von  Kaiser  Maximilian  I.  im  Jahre  1516  ver- 

liehene   Wappen   erneuert   und   best&tigt   wird.      Innsbruck, 

12.  April  1575.  268 

221.    Wappenbrief  fiir  Georg  Simon,  Herrn  Christoff 

von  Welsperg  Diener.     Innsbruck,  4.  Mai  1575.  269 

225.     Wappenbrief  fur   den   1.    f.    Amtsschreiber    des 

Kelleramts  zu  Tyrol  Hanns  E 1  s  a  s  s  e  r.     18.  Juni  15*75.     270 


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229.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Gerardt  de 
Roo,  erzh.  Capellnsinger.     Innsbruck,  10.  Aug.  1575.      271 

233.  Wappenbrief  fur  Jobst  Weibperger,  Burger 
der  Stadt  Meran.     4.  September  1575.  272 

237.  Adelsflreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  den  erzh. 
Chamerforier  Petter  Pundtschin  sammt  seinera  Bruder, 
den  erzh.  Diener  Jacoben  Pundtschin.     8.  Sept.  1575.     273 

243.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  R  u  e  p  p- 
mayr  den  Altera  und  seinen  Sohn,  den  erzh.  Mundp5ckh 
Niclaus  Riieppraayr.     9.  September  1575.  274 

247.  Wappenbrief  fiir  Cristoff  Moser  von  Padua, 
artium  magister,  seine  drei  Briider  Georg,  Michael  und 
Balthasar  und  seines  verstorbenen  Vatersbruders  Sflhne  Geflrg, 
Hanns  und  Andree  die  Moser.   Innsbruck,  12.  Sept  1 575.     275 

253.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg,  1.  f. 
Frey-Arztkhauffer  zu  Schwatz,  auch  Christoff  und  Christan  die 
Kaltenhauser,  GebrQder  und  Vettern.  Innsbruck,  20.  Sep- 
tember 1575.  276 

257.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hanns,  Jacob, 
Michael  und  Christianus  die  Kdberlin,  Gebriider.  Inns- 
bruck, 24.  September  1575.  277 

261.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Augustin  und 
Hanns  dieHueber,  Gebruder.     28.  September  1575.     278 

265.  Adelsflreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Johann 
So  me  da.    Innsbruck,  22.  October  1575.  279 

271.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Christoff 
Grebmer,  Stadt-  und  Landrichter  zu  Sterzingen,  mit  der 
Erlaubniss,  sich  von  oder  zum  Wolffs  Thurn,  welchen 
adeliehen  Sitz  zu  Mareidt  er  an  sich  gehradit,  zu  nennen. 
Innsbruck,  6.  November  1575.  280 

27  5.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Paul  P  r  e  n  n  t- 
ner,  Beamter  in  der  tyrol.  Gamer  Schatzregistratur.  Inns- 
bruck, 21.  November  1575.  281 

279.  Wappenbrief  mit  Lehetaartikel  f&r  Georg  und 
Albrecht  die  Pfister,  Gevetterb,  erstrer  1.  f.  Bergmeister 
zu  Ratteaberg  am  Inn.    Innsbruck,  20.  Nov.  1575.        282 


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283.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Zachariass 
Balthasar  and  Georg  die  Widman,  Gebrtider,  Burger  zu 
Botzen.     Innsbruck,  21.  November  1575.  283 

287.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob  Har- 
lan der  und  seinen  Sohn,  den  Hof-Metzger  Hans  Har- 
lander.     28.  November  1575.  284 

(Fol.  292—308  unbeschrieben.) 

309.  Wappenbrief  ftir  Melchior  Pel  lick  an,  Senior 
des  Gottshauses  Wilthaw,  und  seinen  Bruder  Francisk. 
Innsbruck,  8.  Januar  1576.  '       #        285 

313.  Wappenbrief  fiir  Hanns  Bern  hard,  Burger  zu 
Glurns.     8.  Januar  1576.  286 

319.  Wappenbrief  far  Crifltoff  Rutter.  Innsbruck, 
22.  Mara  1576.  287 

323.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Ambrosy 
Baldauf,  Burger  der  Stadt  Glurns.     27.  M&rz  1576.    288 

329.  Wappenbrief  fflr  Christoff  de  Fabro.  Inns- 
bruck, 27.  Marz  1576.  289 

335.  Wappenbrief  fiir  Christoff  Pitscheider  auf 
Weitenthal,GerichtszumThurn.  Innsbruck,  12.  April  1576.  290 

339.  Wappenbrief  fur  Paul  und  Caspar  die  Trabel, 
Gebrtider.     Innsbruck,  12.  April  1576.  291 

343.  Wappenbrief  fur  Hanns  StSttner  wegen  der 
Dienste  seines  Sohnes  Hanns  des  Jtingern,  erzh.  Hof-Zer- 
gadners.    Innsbruck,  15.  April  1576.  292 

347.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Petter  Wag- 
ner, Burger  zu  Botzen.     15.  April  1576.  293 

351.  Wappenbrief  fiir  Pjul,  Balthasar,  Hannss  und 
Caspar  die  Paumbgartner,  Gebrtider.  Innsbruck,  24.  April 
1576.  y  294 

357.  Wappenbrief  fflr  Christoff,  Hannss,  Lorenz  und 
Lucass  die  Schwartzen,  Gebrtider.  Innsbruck,  29.  April 
1576.  295 

361.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fftr  den  erzh.  Hof- 
Gartner  Jacob  Wolff  und  desselben  Bruder  Adrianus  Wolff. 
14.  Juni  1576.  296 


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365.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  und 
Cristan  die  Treibgassner,  Gebriider,  zu  Lana.  14.  Juni 
1576.  297 

369.  Wappenbrief  mit  Leheuartikel  far  Niclass  und 
Jacob,  Gebriider,  die  Kaiser.  Tnnsbruck,  14.  Jali  1576.      298 

375.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fur  Hanns  Rue- 
dolph,  Vogt  der  beiden  1.  f.  Herrschaften  Blndenz  und 
Sonnenberg.     Innsbruck,  22.  Jali  1576.  299 

381.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Bernhart  Ber- 
tholdi  (oder  Perchtold).     Innsbruck,  22.  Juli  1576.     300 

387.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andree  L  u  g  h  a, 
erzh.  Diener.    Innsbruck,  4.  Februar  1574.  301 

391.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  den  tyrolischen 
Camer-Canzleischreiber Hanns Khr op  ff.  18.  Juni  1575.   302 

395.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fBr  Andre  Hipp. 
Innsbruck,  23.  Jali  1575.  303 

399.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Hof- 
caplan  Bartlme  Mayrhofer  sammt  seinem  Bruder  Georgen 
Mayrhofer.     22.  October  1575.  304 

403.  Wappenbrief  fur  Vicenz  und  Cristoff  die  Tag- 
gell.     4.  December  1575.  305 

407.  Wappenbrief  fiir  Hanns  und  Michael  die  Sal tz- 
geber,  Gebriider.    2.  Februar  1576.  306 

411.  Wappenbrief  fur  Hanns  Hohenwarter  zu 
Sant  Paulss  zu  Eppan.    Innsbruck,  9.  Febr.  1576.        307 

415.  'Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Balthasar 
Kraus,  Burger  zu  Bozen.     Innsbruck,  9.  Febr.  1576.     308 

419*  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob  Rigoss, 
erzh.  Trabant,  auch  seinen  Brader  Thoman  und  Vetter  Chri- 
stoff  die  Rigosen.     Innsbruck,  4.  Juli  1576.  309 

423.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Gabriel  Wol- 
gemueth.     22.  Juli  1576.  310 

427.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Koch 
Caspar  Seytz  und  seine  Briider  Thoman,  Matheuss  und 
Wolfgang  die  Seytzen.    Innsbruck,  1.  August  1576.      311 

430.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Niclaus ,  An- 


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—    72    — 

dre  and  Martin   die  Harder,  Gebriider.     19.  September 
1576.  312 

434.  Wappenbrief  fur  Christoph  Kneferle.  Inns- 
bruck, 4.  October  1576.  313 

439.  Wappenbrief  mitLehenartikel  flir  GeorgStumpff 
Fussknecht-Haubtmann,  dessgleichen  auch  fiir  dessen  Bruder 
Ilanns  Stumpff.    Innsbruck,  24.  October  1576.  314 

443.  Wappenbrief  fiir  Adam,  Anthoni  und  Michael 
die  Wider.     8.  November  1576.  315 

447.  Wappenbrief  fiir  Andre  und  Hanns  die  Egg er. 
8.  November  1576.  316 

451.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Marthin  und 
Augustjn  die  Hegwein,  Gevettern.     12.  Nov.  1576.     317 

455.  Wappenvermehrung  und  Besserung  f&r  die  tyro- 
lischen  Landleuth  Ludwig,  Hauptmann  zu  Kunisperg,  An- 
thony und  Iheronimus  von  Saltz.     11.  Dec.  1576.      318 

461.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  zu 
Mi tter still,  d.  Z.  Richter  auf  deni  Ritten,  auch  Hanns, 
Marthin,  Niclauss  und  Balthaser  zu  Mitterstill,  Gebriider. 
Innsbruck,  11.  December  1576.  319 

465.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hannss,  Tho- 
man  und  Simon  die  E h  e  r  e r,  Gebriider.  12.  Dec  1576.      320 

469.  Wappenbrief  fur  GeOrg  und  Hanns  die  S ch aid- 
nag  1,  Gebriider  zu  Uderns,  Gerichts  Rottenburg.  12.  De- 
cember 1576.  321 

475.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  Eisen- 
fertiger  des  1.  f.  Salzmayramts  zu  Hall  im  Yntal  Hanns 
Newhofer.    Innsbruck,  17.  December  1576.  322 

479.    Wappenbrief   mit    Lehenartikel   fiir  Georg  und 
Leonhard  dieL&schinger,  Gevettern.    Innsbruck,  22.  De- 
cember 1576.  323 
(Fol.  483—486  unbeschrieben). 

487.  Rotwachs-Freiheit  far  Georg  und  Oristan,  auch 
Joachim,  Philip  Jacob,  Lorenntz  und  Rueprecht  die  Kirch- 
mair  von  Ragen,  Gebriider  und  Gevettern.  Innsbruck, 
16.  M&rz  1574.  324 


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-  n  - 

491 .  Rotwacfts-FYeiheit  flir  Hainrich  Rue  d  1,  Gemainer 
SckmSlzer  nod  Gtferlch  des  Tenpacherisch^n  Handelfe, 
Oberster  Berg-  und  Schmeltzwerks-FaCtor  hi  Tyrol.  Inns- 
brock,  22.  M&te  1574.  225 

495.  VerleihuDg  diss  Pr&dicats  von  Edlhausen  an 
dtfn  1.  f.  Salzgadner  beim  Saltzmayrambt  zu  Hall  im  Yntbal, 
Veit  Hildteprandt,  welcher  samrat  seinen  Gebrudern 
Hanns  und  Paul  von  Kaiser  Carl  V.  geadelt  worden,  und 
Benennung  seiner  Bdiattsung  ausserhalb  der  Stadt  Hall  mit 
gleicbem  Namen.    2.  August  1575.  326 

499.  Benennung  des  Stahelburger'schen  adeligen  Frey- 
sitzes,  die  Thorenthueben  genannt,  zu  Partschins  init  dem 
Namen  Stahelburg  und  Verleihnng  des  Namens  von  und 
zu  Stahelburg  und  der  Rot-Wachsfreiheit  an  Ernst, 
tyrolischen  Camer-Raitrath,  Leopoldt,  Dietrich  und  Cristoff 
Carl  die  Stahelburger,  Gebriider.  Innsbruck,  30.  September 
1576.  327 

503.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hannss  Frey, 
Burgermaister  der  Stadt  Radolfzell.     2.  Jan.  1574.       328 

509.  Wappenbrief  fiir  Zftn  Piero  de  Sora  Troy  zu 
Puechenstain.     Innsbruck,  12.  April  1576.  329 


IT.  Band. 

1.  Wappenbrief  fur  Hanns  Rueger.  17.  Januar 
1577.  330 

5.  Wappenbrief  fiir  Petter  Priigl,  Gerichtschreiber 
zu  Sand  Matfenperg.     17.  Januar  1577.  331 

9.  Adelafreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Georg 
Riess,  von  Reuel  Haubtman.  Innsbruck,  20.  Januar 
1W7.  332 

15.  Wappenbrief  tnit  Lehenartikel  fiir  den  1.  f.  Artz- 
kauffer  zu  Schwafe  nnd  Rfttttembttg  Matheus  Schfirer 
sammt  desselben  Gfebrfkdern  Gfcorg,  Hans  und  Balthaser  den 
Schflrern.    26.  Jaraar  1677.  333 


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~    74    — 

18.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  Mr  Matheus  S  u  in  er- 
eisen,  Burger  and  Stadtrichter  der  Stadt  Hall  im  Tntal. 
Innsbruck,  21.  Februar  1577.  334 

22.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  1.  f.  Zollner 
am  Lafraun  Sebastian  Schuelbeckh.  Innsbruck,  24.  Mai 
1577.  335 

27.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Ambrosj  Oettl, 
Burger  zu  Botzen.    Innsbruck,  1.  M&rz  1577.  336 

31.  Wappenbrief  fur  Georg  und  Christoff  die  K  e  1 1  n  e  r, 
Gebriider.     1.  M&rz  1577.  337 

35.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Hanns  Adam. 
Innsbruck,  16.  M&rz  1577.  338 

39.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Stephan,  Matheis, 
Christoph,  Osswald  und  Adam,  Gebriider  die  Wentzl. 
Innsbruck,  24.  Marz  1577.  339 

43.  Wappenbrief  fiir  Valthin  Weylander.  Inns- 
bruck, 27.  Marz  1577.  340 

47.  Wappenbrief  fiir  Cristan  und  Blasy  die  Prugl, 
Gebriider,  im  Gericht  Altenburg  sesshaft.  27.  Marz  1577.     341 

51.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Tra- 
banten  Caspar  Peiichl  und  dessen  Gebriider  Sebastian  und 
Thomas  die  Peiichl.     27.  Marz  1577.  342 

55.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Andreass  und 
Caspar  die  Alt  man  von  Gflrlitz,  Gebriider.  Innsbruck, 
30.  April  1577.  343 

59.  Wappenbrief  fiir  den  1.  f.  Saltzfactor  zu  Nassreiit 
Martin  Sch wen tzen gas t.     Innsbruck,  1.  Mai  1577.     344 

65.  Wappenbrief  fiir  Jacob  Semer,  Burger  zu  Inns- 
bruck, und  desselben  Gebriider  Wolff,  Andre  und  Hans  die 
Semer.     Innsbruck,  27.  Mai  1577.  345 

68.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar  Sartz, 
Amtsverwalter  zu  Tramynn.  Innsbruck,  28.  Mai  1577.      346 

72.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Niclaus,  Blasy 
und  Leonhardt  die  H a  1 1  e  r,  Gebriider.    28.  Mai  157  7.    347 

76.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh.  Orga- 


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-    75    - 

nkten  Wilhallm  Hurlacher  und  desselben  Bruder  Jacob 
Hurlacher.     28.  Mai  1577.  348 

82.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Georg  Schwartz- 
pgckh,  Burger  zu  Botzen.     28.  Mai  1577.  349 

86.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg,  Paulas 
undAberham  dieHueber,  GebrfTder  and  Vettern.  7.  Juni 
1577.  350 

89.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns,  Gericht- 
schreiber  und  Amptman  der  Herrschaft  Newhaus,  und  Cri- 
stoph  S  c  b  g  r  a  f  e  r,  Gevettern.  Innsbruck,  19.  Juli  1577.     351 

93.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  Wald~ 
pach,  Burger  und  Tischler  zu  Hall  im  Inthal.  Innsbruck, 
27.  Juni  1577.  352 

97.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Peter  A  r  n  o  1  d  t. 
27.  Juni  1577.  353 

101.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Anthony  Mel- 
chior  von  Moyena,  Gerichts  Fleimbs.  Innsbruck,  5.  Juli 
1577.  354 

107.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Veith,  Richter 
zu  Mdllten,  und  Gilg  Linger,  Gevettern.  Innsbruck, 
19.  Juli  1577.  355 

111.  Wappenbrief  fiir  Mang  Eberhard.  Innsbruck, 
4.  August  1577.  356 

115.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  W  i  n  c  kh- 
ler,  Burger  zu  SanctLorentzen.  Innsbruck,  17.  Aug.  1577.    357 

119.  Wappenbrief  fur  Michael  Hannburger,  kais* 
Notarius  und  d.  Z.  Procurator  des  bisch.  Hofs  zu  Gostnitz. 
Innsbruck,  18.  August  1577.  358 

125.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Daniel  Zieg- 
ler,  Burger  zu  Meran  und  seinen  Bruder  Joachim.  1.  Sep- 
tember 1577.  359 

131.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Leonhart 
Rieder,  Hofpierproy.     Innsbruck,  12.  Sept.  1577.        360 

137.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hanss  Hoy, 
Lanndtschreiber  der  Herrschaft  Beffort.  Innsbruck,  12.  Sep- 
tember 1577.  361 


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141.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Hof- 
gartner  Adrian,  auch  seine  Gebruder  Gisprecht  und  Georg 
die  Bis  tin  an.  (So  heisseo  sie  iin  Diplomsconcepte,  in  dem 
Bittgesuche  und  auf  dem  Wappenentwurfe  aber  nennt  sich 
der  beziigliche  Hofgftrtner  deutlich  „  Adrian  Verwist.") 
30.  September  1577.  362 

149.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Burger 
zu  Botzen  Sebastian,  dann  Christoff,  Hanns,  Georg  und  Peter 
die  Leuttner,  GebrQder.    Innsbruck,  15.  Oct  1577.    363 

153.  Wappenbrief  fiir  Hannss  Mair.  Innsbruck, 
20.  November  1577.  364 

157.  Wappenbrief  fur  den  erzh.  Hausmaister  zu  Giintz- 
burg  Jacob  Reich.     Guntzburg,  9.  Dec.  1577.  366 

161.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Wolffgang 
Stockher,  Richter zu Nauders.  Innsbruck, 9. Dec.  1577.    366 

164.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar,  Pan- 
gratz,  Matheuss,  Erhardt  und  Marx  die  Pretzen,  Gebriider. 
Innsbruck,  9.  December  1577.  367 

168.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  Mayr, 
Burger  zu  Costantz.     Innsbruck,  30.  Dec.  1577.  368 

174.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh.  Hof- 
caplan  Gissberth  und  seinen  Bruder  Anthony  von  He  11- 
mont.    Innsbruck,  31.  December  1577.  369 

178.  Wappenbrief  fiir  Hannss  Weiseisen,  Berg- 
richter  im  Leberthal  auf  Teutscher  Seiten.  Innsbruck, 
20.  Februar  1578.  ,  370 

182.  Wappenbrief  fiir  Adam  S  i  n  d  1  i  n  g  e  r,  30.  (!)  Febr. 
1578.  371 

1 86.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fOr  Augustin  P  e  r  g- 
lefittner.    Innsbruck,  1.  M&rz  1578.  372 

192.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  1.  f.  Zoll- 
Gegenschreiber  an Neuiss Michael  Mayr.  Innsbruck,  8.  M&rz 
1578.  373 

196.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzb. 
Hofkellerdiener  Getfrg  Ynnerist.  Innsbruck,  8.  Mftrz 
1578.  374 


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—    77    — 

200.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  den  erzh. 
Dieoer  Cainer-Thiirhueter  Franzisk  Alleman.  Innsbruck, 
10.  April  1578.  375 

204.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andree,  Lorenntz, 
Petter,  Jacob  and  Niclauss  die  Schmithofer,  Gebrdder. 
Innsbruck,  13.  M&rz  1578.  376 

208.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Martin  und 
Georg  die  Ettlinger,  Gebrdder,  zu  Ebs  in  der  1.  f.  Herr- 
schaft  Kuefstain.     Innsbruck,  17.  M&rz  1578.  377 

213.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Vlrich  und 
Peter  die  Gam  per,  GebrQder.     17.  Marz  1578.  378 

217.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar  und 
Michael  Gebriider  die  Pilch ler,  Burger  zu  Tramin.  22.  M&rz 
1578.  379 

221.  Wappenbrief  fur  Hannss  Cristan  und  Michael 
die  Holtzer.     Innsbruck,  2.  April  1578.  380 

225.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Wilhelm  Pue  ch- 
in filler,  Verwalter  des  Gottshauses  Hauxhoven.  Innsbruck, 
13.  April  1578.  381 

233.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  1.  f.  Saltz- 
gadner  zu  Hall  irn  Intal  Christoff  Greimnolt.  Innsbruck, 
10.  April  1578.  382 

237.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  1.  f.  Holtz- 
zollner  am  Neuis  Steffan  Grueber.  Innsbruck,  22.  April 
1578.  383 

241.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Erasm  Thur- 
ner,  Fuedertrager  beim  Salzsieden  zu  Hall.  Innsbruck, 
30.  April  1577.  384 

245.  Wappenbrief  fur  Jacob,  Peter  und  Hanns  die 
Weidacher,  Gebrfider,  wo  von  ersterer  Burger  zu  Botzen. 
Innsbruck,  1.  Mai  1578.  385 

249.  Wappenbrief  fiir  den  Hauptmann  Georg  Roller 
von  Meran.     Innsbruck,  10.  Mai  1578.  386 

257.  Wappenbrief  fiir  den  1.  f.  Salzfactor  Hanns 
Spleiss.    Innsbruck,  23.  Mai  1577.  387 

261.     Wappenbrief  fiir   den   1.  f.    Berggerichtschreiber 


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—    78    — 

im    Leberthal    Mathias    St5ffl.       Innsbruck,     27.    Mai  . 
1578.  388 

265.  Wappenvermehrung  far  die  edlen  Machabeus  und 
Hanns  von  Parmatin  zu  Ratzetz,  Gebruder,  mit  dem  er- 
ledigten  Wappen  der  mit  Anna  erloschenen  von  Vilseckh. 
Innsbruck,  29.  Mai  1578.  389 

271.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fur  Joss  Henggi, 
1.  f.  Bergrichter  in  Montafon  vor  dem  Arlsperg.  Innsbruck, 
1.  Juni  1578.  390 

275.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  ftir  Veit  Fechts- 
eisen  und  seinen  Sohn,  den  1.  f.  Zollner  an  der  Zollstangen 
zu  Botzen  Paul  Fechtseisen.    Innsbruck,  5.  Juni  1578.     391 

279.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Frantz  PUh- 
ler.    Innsbruck,  16.  Juni  1578.  392 

283.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Hanns  Kar- 
gesunger.     Innsbruck,  1.  Juli  1578.  393 

287.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Hannss  Kir- 
mayr.    Innsbruck,  1.  Juli  2578.  394 

291.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Iheremias 
Lindner,  kaiserlicher  Notarius,  Burger  zu  Landsperg. 
Innsbruck,  1.  Juli  1578.  395 

297.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Kilian  Kl em- 
perl  in.     Innsbruck,  1.  Juli  1678.  396 

301.  Wappenbrief  fur  Pauluss  Scheblein  von  Bach. 
Innsbruck,  23.  Juli  1578.  397 

305.  Wappenbrief  ftir  Hanns  und  Vlrich  die  Pa tz el- 
ler,  Gebrftder.    Innsbruck,  24.  Juli  1578.  398 

309.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Lucas  Stoltz- 
eisen,  der  Schmelzer  und  Gewerken  zu  Schwatz  Ynslit-  und 
Eyerhandels-Buchhalter.     Innsbruck,  2.  Aug.  1578.        399 

315.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Philip  Jacob, 
auch  Hanns  und  Caspar  die  Stain  ache r,  Gebruder.  Inns- 
bruck, 2.  August  1578.  400 

319.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  des  hochwir- 
digen  hochgebornen  Fiirsten  Andreen  Gardinalen  von  Oester- 
reich,   Marggrafen  d.   h.   r.  R.  zu  Burgau  etc.,    Einkaufer 


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Simon  and  dann  Raeprecht  und  Hanns,  seiue  Gebriider,  die 
Sch5ner  von  Puchlach.    Innsbruck,  9.  Aag.  1578.       401 

323.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  Hut- 
thaler  zu  Htttthal.     Innsbruck,  10.  Nov.  1578.  402 
(Foi.  327—340  unbeschrieben.) 

341.  Wappenbrief  fQr  Leonhard  und  Georg  die  P  e  rck- 
hamer,  Gebrfider.     Innsbruck,  16.  Dec.  1578.  403 

345.  Wappenbrief  fiir  Georg  und  Petter  die  P 1  a  1 1  e  n- 
berger,  Gevettern,  im  Gericht  Altenburg  sesshaft.  Inns- 
bruck, 6.  Februar  1578.  404 

349.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  K  e  r  s  c  h- 
pamer  zu  Salurn.    Innsbruck,  12.  Mfirz  1578.  405 

357.  Wappenbrief  fiir  Mathias  Schafmayr, 
Burger  und  Gredmaister  zu  Buechorn.  Innsbruck,  16.  Juni 
1578.  406  > 

361.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  Landge- 
richUgeschwornen  zu  Schwatz  Leonhart  Sonnhaimer. 
Innsbruck,  25.  August  1578.  407 

367.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Joseph  und 
Jacob  die  Feichtner,  Gebriider,  zu  Margreit  im  Gerichte 
Curtatsch  sesshaft.    Innsbruck,  5.  Sept.  1578.  408 

373.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Leonhardt 
Strobl  zu  Sant  Michel.   Innsbruck,  13.  Sept.  1578.      409 

377.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hannss  Kalt- 
grueber.     Innsbruck,  24.  October  1578.  410 

381.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Hanns  K  ft  n  i  g, 
audi  seines  Binders  weiland  Hansen  Eftnigs  nachgelassnen 
Sohn,  so  auch  Hanns  genannt.  Innsbruck,  17.  November 
1578.  411 

386.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Georg 
Eotzenperger,  d.  Z.  1.  f.  Verwalter  der  Pfleg  und  des 
ZolIamU  an  Mftlbacher  Clausen  und  Richter  der  Herrschaft 
Rodnegg,  mit  der  Bewilligung,  sich  vonEntzenberg  zum 
Freyenthurn,  welches  ein  alter  adelicher  Sitz  zu  Mulbach 
gelegen,  den  er  an  sich  gebracht,  zu  nennen.  Innsbruck, 
16.  December  1578.  412 


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-  eo  — 

391.  Wappenbrief  wit  Leheoartijcel  fur  Vrban,  Georg, 
Jacob  Marx,  Barthlrae  und  Andreas  die  Soyer,  Gebruder. 
2.  October  1577.  418 

395.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiLr  Georg  und 
Peter,  auch  Hannss  and  Peter  die  Pixner,  Gebruder  and 
Gevettern.     Innsbruck,  17.  Marz  1578.  414 

399.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Jacob  and 
Petter  die  Rotten,  Gebruder.     25.  April  1678.  415 

403.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Wolff  Diet- 
rich, Burger  zu  Brauneggen.    Innsbruck,  5.  Jam  1578.    416 

407.  Verleihang  des  Erbland-J&germeisteramtes  in 
Tyrol  an  das  altadelich  rittermfissige  Geschlecht  der  Schurffen, 
n&mlich  an  Christoff,  Thuembherr  des  Ertzstifts  Saltzburg, 
und  Carl,  erzh.  Bath,  Camerer  and  Pfleger  zu  Rottenbarg, 
die  Schurffen  zu  Schonwerdt,  Gebruder,  deren  Gross- 
vater  Wilhallm  Schurff  kais.  Testamentarius,  Rath,  Camerer 
and  Pfleger  auf  Ombras  gewesen.  Innsbruck,  30.  August 
1578.  417 

417.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob  Pr ag- 
ger.    Innsbruck,  5.  September  1578.  418 

421.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  tyrolischen 
Camer-Canzleischreiber  Marthin  Grebner  sammt  seinem 
Bruder  Jfatheusen  Grebner.  Innsbruck,  23.  December 
1578.  419 

425.  Wappenbrief  fur  Haons  Lindner,  Burger  zu 
Innsbruck,  und  seine  Bruder  Benedict  und  Thoman  die  Lind- 
ner.   Ionsbruck,  3.  October  1578.  420 

429.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  1.  f.  War- 
dein  und  Muntzgegenhandler  zu  Hall  im  Inthal  Thomas 
Eggen stain.     Innsbruck,  6.  November  1578.  421 

433.  Wappenbrief  fur  die  erzh.  Thiergartner  Hanns 
und  Marx  die  Chris tl.    Innsbruck,    16.  Dec.  1678.     422 

439.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  1.  f.  be- 
stellten  Haubtman  Hannss  Henckhli  yon  Villingen  auf  dem 
Schwartzwald.    Innsbruck,  2.  Januar  1579.  423 

443.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  Merl, 


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—    81    — 

Burger  za  Botzen,  nod  dann  Benedict,  Zipprian,  Marx  und 
Michael  die  Merl  auf  Velss,  seine  Qevettern.  Innsbruck, 
5.  Jannar  1579.  424 

447.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  tyroli- 
schen  Cammerschreiber  Georg,  auch  Petter  und  Asun  die 
Albmair,.  Gebruder.     Innsbruck,  16.  Jannar  1579.-  425 

451.  Adelsfreiheit  und  Wappenbessetung  fur  den  1.  f. 
Zollner  im  Sagk  bei  Rouereit  Jacob  de  Ferraris.  Botzen, 
10.  Februa*  1679.  426 

458.  Wappenbrief  fiir  Bernhardt  Reichardt,  Burger 
und  d.  Z.  Stadtrichter  zn  Innsbruck,  auch  dessen  Gebruder 
und  aodere  n&chste  Blutsverwandte  Christoff  den  Aeltern, 
audi  Ge5rg,  Veith,  Christoflf  den  Jungern,  dessgleichen  Be- 
nedict, Matheus,  Hainrich  und  Thomas  die  Reichardt.  Inns- 
bruck, 14.  Februar  1579.  427 

462.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  W fir- 
rat,  Burger  zu  Sant  Lorentzen.  Innsbruck,  25.  Febr.  1579.   428 

466.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hanns  R  e  1 1  e  r 
und  seinen  Sohn,  den  tyrolischen  Camer  Canntzley  Gopisten 
Alexannder  Retter.  Innsbruck,  12.  M&rz  1579.  429 

470.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  Hey- 
perger.    Innsbruck,  12.  M&rz  1579.  430 

474.  Wappenbrief  for  Lorentz,  Burger  des  Raths  der 
Stadt  Innsbruck,  auch  Hanns  und  Balthaser  die  Vischler, 
Gebruder.     Innsbruck,  12.  M&rz  1579.  431 

480.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns,  Sixt 
und  Dionisy  die  TaubenwSrder,  Gebrttder.  Innsbruck, 
5.  April  1579.  432 

486.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Ghristan 
Platter.    Innsbruck,  5.  April  1579.  433 

490.  Wappenbrief  fiir  Georg  Fencher,  Landgerichts- 
Procurator  in  Hegew  und  Madach.  Innsbruck,  10.  April 
1579.  434 

494.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Nicolauss 
Herbst,  d.  Z.  Stadtschreiber  zn  Sulgen.  Innsbruck, 
14.  April  1579.  435 

FerJinawleumsZeiUclirift.  6 


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500.  Wappenbrief  mit  Leheoartikel  fiir  Johann,  dess- 
gleichen  seine  Bruder  Barthlme  und  Hanns  Pontara.  Inns- 
bruck, 2.  Mai  1578.  436 

504.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Zollarats- 
Gegenschreiber  za  Gebratzhofen  ErhartMaurer.  Innsbruck, 
2.  Mai  1578.  437 

508.  Rotwachsfreiheit  fur  Pari,  Wilhelbra,  Cail,  An- 
thoni  und  Partlnie  Gebriider  die  edlen  Mor  zu  Sonnegg. 
Innsbruck,  20.  Mai  1579.  438 

514.  Adelsfreiheit  fiir  den  erzh.  Hofprediger  Anthonien 
KlSsel,  sammt  Verleihung  des  seinem  Bruder,  dem  erzh. 
Leib-  und  Hofapotheker  Balthaser  Klflsel,  von  Kaiser  Fer- 
dinand I.  ertheilten  adeligen  Wappens.  Innsbmck,  30.  Mai 
1579.  439 

520.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  far  Leon- 
hardt,  der  Rechten  Doctor  und  Advocat  bei  der  0.  0.  Re- 
giernng,  auch  Sebastian  und  Georg  die  Sprintzenber- 
ger,    Gebruder.    Innsbmck,  19.  Juni  1579.  440 

528.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  Pa- 
te ri  an  er,  wegen  der  von  seinem  Sonne  Georg  dem  Car- 
dinal Andreas  von  Oesterreich  geleisteten  Dienste.  Inns- 
bruck, 29.  Juni  1579.  441 

532.     Bestatigung   des.  den  Gebriidern  Christoff,   tirol. 
Steuereinnehmer   an   der  Etsch,    Bernhard,  Veit  und  Vlrich 
den   Sagmai8tern   von   Sagburg   von   Kaiser   Max  U. 
mit  Diplom  ddo.  Wien,  28.  December  1575  verliehenen  Adelsv- 
Innsbruck,  10.  Juli  1579.  442 

541.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Matheiss  Sach- 

ser,  Fahnrich.  Innsbruck,  22.  August  1579.  443 

.547.     Wappenbrief  fur  Steffan  Spat,  Wirth  zu  Lana. 

Innsbruck,  24.  August  1579.  444 

551.  Erhebung  der  dem  edlen  Hanns  von  Freysing 
zu  Aichach  gehorigen  Behausung,  ausserhalb  der  Stadt 
Innsbruck  zu  Wilthen  gelegen,  zu  einem  adeligen  Sitz  mit 
der   Benennung   Strasfrid,    und    Ertheilung   des    Pradikates 


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—    83    — 

zu  und  von  Sttasfrid  fur  denselben.     Innsbruck,  3.  Sep- 
tember 1579.  445 

555.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fUr  Hans  Moser, 
d.  Z.  Vogt  der  Herrschaft  Kallenperg,  wegen  der  Verdienste 
seines  Sohnes  Joseph  Moser,  Amtmann  zn  Bnechaw  und 
Vogt  des  Gottshauses  Schfissenriedt.  Innsbruck,  3.  Septem- 
ber 1579.  446 

559.  Wappenbesserung  mit  Lehenartikel  fur  den  1.  f. 
Gegenschreiber  des  Obersten  Feld-  und  Haus-Zeugmaister- 
Amts  der  Ober-  und  Vorder-Oesterreichischen  Lande  Hanns 
Vogt  und  dessen  Gebriider  Caspar,  Daniel  und  Hainrich 
die  Vogt.     Innsbruck,  24.  September  1579.  447 

565.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Jacob 
nod  Franzisg  dieSardegna  von  Trient,  mit  dem  Predicate 
von  Mozatiss.  Innsbruck,  1.  October  1579.  (»Das 
Adelsdiplom  wurde  in  lateinischer  Sprache  mit  ganz  an- 
derem  Wappen  am  gleichen  dato  umgefertiget."  Note  auf 
FoL  565.)  448 

574.  Wappenbrief  fur  Vlrich  Schwatz,  Ammann  auf 
Thanhaim.     Innsbruck,   5.   October  1579.  449 

578.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Benedict  Di  1- 
litz.     Innsbruck,  5.  October  1579.  450 

582.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Christan 
Reich  art,  Postbote  zu  Bergatzreitj,  auch  seinen  Sohn  den 
Copisten  bei  der  Hofcanzlei  Hanns  Reichart.  Innsbruck, 
5.  October  1579.  451 

586.  Wappenbrief  fttr  Christan  und  Peter,  Gebriider, 
und  Matheus,  ibren  Vetter  uud  Bruderssohn,  die  Kersch- 
p&mer  zu  Salurn.     Innsbruck,  15.  October  1579.         452 

590.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  "fiir  Vlrich  March- 
egger  aus  Schnalss.     Innsbruck,  10.  Not.  1579.  453 

594.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Peter,  Caspar, 
Hanns,  Jacob  und  Christoff  die  RBggl,  Gevettern.  Inns- 
bruck, 15.  November  1579.  454 

598.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel %  fiir  Christoff 
Zimerman,  Burger  zuBotzen,  auch  Florian,  Hanns,  Christan, 

6* 


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—    84    — 

Oeorg  und  Andre,  Gebrader  und  Gevettern  die  Zimermanen. 
Innsbruck,   15.  November  1579.  455 

602.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Valthiu  Geb- 
hardt,  wegen  der  Verdienste  seines  Sohues,  des  I.  f.  Buch- 
lialters  und  Cassiers  des  Berg-  und  Schmelzwerkshandels  zu 
Schwatz,  Hanns  Gebhardt.    Innsbruck,  22.  Nov.  1579.     456 
608.     Aenderung  und  Besserung  des  von  Kaiser  Fer- 
dinand I.  1536  dem  Wolffgang  Jager  verliehenen  Wappens 
fiir  dessen   Sohn  Iheronimus  J&ger,   Burger  zu  Innsbruck, 
und  Enkel  Abraham  Jager.    Innsbruck,  14.  Dec.  1579.    457 
614.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Paul  Khern, 
Oberschaffer   beim   Pfannhause   und  Salzsieden   zu   Hall  im 
Inthal,  auch  Hanns  und  Caspar  die  Kbern,  Gebrtider.     Inns- 
bruck, 22.  November  1579.  458 
620.     Vermehrung    des    Wappens   des   edlen  Augustin 
Freundt  mit  dem  erledigten  Wappen  weiland  seines  Schwie- 
gervaters    Ciprian   Metirl,    Kaiser   Ferdinand  I.  Rath  und 
tirolischen  Camermaister.     Innsbruck,  17.  Dec.   1579.     459 


V.  Band. 

1.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Lucius  Sudr ell, 
d.  Z.  Baumaister  zn  Bludentz.  Innsbruck,  3.  Jan.  1580.     460 

5.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Thoman 
Rentz,  Landtamman  zu  Burgau.  Innsbruck,  22.  Januar 
1580.  461 

13.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  Hofcantz- 
leyschreiber  Hanns  Pawer.     Innsbruck,  23.  Jan.  1580.     462 

19.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Simon 
Puchler.     Innsbruck,  23.  Januar  1580.  463 

23.     Erhebung    in  den  Herrnstand  auf  den  SchlOssern, 
Herrschaften   und  Giiteru  Brandis,   Leonburg  und  Vorst  fQr 
den  erzh.   Rath    und    Regenten   OberOsterreichischer   Lande 
-^  Anthonj  und  fur  Hanns  Hainrich  von  Brandis  zu  Leon- 

burg undVorst,  Gebriider.  Innsbruck,  2.  Febr.  1580.     464 

29,    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh,  Mu- 


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•   —    85    — 

^  *•  UtA  fxometteY  Sebastian,  anch  Hanns  and  Melcbior, 
>J^#6rfider9  un4  ibres  Vatersbruders  Sohn  Buedolff  die  Forst- 
^   ebner.      Inn&T>racfc,   3."  Februar  1580.  465 

33.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Ambrosj  und 
^Martin,  Gebrilcie:r*  auch  Andre  tind  Rueprecht  ihre  Vettern, 
die  Clarer.       loosbruck,  19.  Februar  1580.  466 

39.       "Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Thoman  Ti  ef- 
fentaller,    3.  Z.  Richter  zu  Salurn.     Innsbrack,  23.  Februar 
IbSO.  *  467 

45^      'W'appenbrief  mit  Lehenartikel  for  den  erzh.  Keller- 
*3\ener  AimdreRamppl.    Innsbruck,  23.  Febr.  1580.     468 
47.       "Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Mu- 
sicus    mid    Trometer  Albrecht  P  i  u  i  n  i  t  z  k  j.     Innsbruck, 
S8.  Februar    1580.  469 

55.       "Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fiir   Michael  Fil- 
oentsshofer.     Innsbruck,  29.  Februar  1580.  470 

59.       "Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Alexander  Jo- 
lmannel,     offher   Notarius   und  d.  Z.  Verwalter  der  Haupt- 
mannscbaft.    *°    Fleimbs,   auch  Johann   Maria  und  Seraphin, 
seine   Grebrttder.     Innsbruck,  8.  M&rz  1580.  471 

g3^  "VVappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Obersten 
Hof_Tappessier  Benedict  Moy,  auch  Franciscen,  seinen 
Bruder.      Innsbruck,  10.  MSrz  1580.  472 

g7.       Wappenbrief    mit   Lehenartikel    fiir   Hanns    und 
Jacob  die  Schwartz, Gebrflder.  Innsbruck, 28. Marz  1580.  473 
*j\        Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh.  Hof- 
maler   Antbonj   Boys,   auch  Petter,   seinen  Bnider.     Inns- 
brack,    lO.  April  1580.  474 
73.       Bewilligung  fur  Hanns  Jacob  deQuadria,  einen 
alJfjUlig    ibm  gehflrigen  nicht  mit  einem  adeligen  Namen  be- 
nannten     Site   in  Tirol   Laimegg   nennen   und   sich  davon 
schreiben,    auch  mit  rotem  Wachse  siegeln  zu  diirfen.     Inns- 
brock,    19.  Mai  1580.     .                                                475 
83.      Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Balthaser  Mes^ 
mer     Burger  zn  Brichsen.     Innsbruck,  27.  Mai  1580.     476 
g7M      Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hannss  Lftchl, 


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—    86    — 

Burger  in  der  Stadt  Hal)  im  Innthal,  auch  Gall  und  Mar  thin, 
seine  Gebriider.    Innsbruck,  28.  Mai  1580.  477 

91.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob,  Haupt- 
mann,  ailch  Hanss  und  Conrad  die  Sprenger,  Gebriider. 
Innsbruck,  9.  Juni  1580.  478 

95.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  den  Bergrichter 
zu  Clausen  Caspar,  auch  Valthin,  Melchior,  Balthauser, 
Michael  und  Leonhart,  Gebriider,  die  Rein  thaler.  Inns- 
bruck, 1.  Juli  1580.  ^  479 

101.  Bestatigung  eines  Entschlag-  und  Uebergabbriefs, 
einen  Gangsteig  zu  St  Johann  (bei  Bozen)  betreffend,  fflr 
den  L  f.  Zollner  am  Eysackh  zu  Botzen  Georg  Hertmair. 
Innsbruck,  13.  Juli  1580.  480 

105.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  1.  f.  Zoll- 
Gegenschreiber  in  der  Vinnstermiinntz  Marx  Eberl.  Inns- 
bruck, 4.  August  1580.  481 

110.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Diener 
des  Eisen-  und  Innsslitt-Handels  beim  1.  f.  Bergwerk  zu 
Schwatz  Wolfgang,  auch  seine  zwei  Briider  Hanns  und 
Vicentz  die  Wi  dm  an  en.     Innsbruck,  13.  Aug.  1580.     482 

113.  Wappenbrief  fiir  Jacob,  Hanns  und  Adam,  Ge-. 
bruder  und  Vettern,  die  Johaniser  zu  Sanct  Johanis,  Ge- 
richts  Villanders.    Innsbruck,  13.  August  1580.  483 

117.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh. 
Gartner  zu  Ombrass  Hanns,  auch  Wilhelm,  Abraham,  Al- 
brecht  und  Isac  de  Weiss,  seine  Gebriider.  Innsbruck, 
28.  August  1580.  484 

121.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  1.  f.  Un- 
terwaldmeister  in  Primflr  Christan  Pr and ts tetter,  woraus 
hervorgeht,  dass  das  gleiche  Wappen  bereits  1547  von  Kaiser 
Carl  V.  dem  Bruder  Leonhard  Prandtstetter,  der  aber  seit- 
her  kinderlos  mit  Tod  abgegangeo,  verliehen  worden  ist. 
Innsbruck,  19.  September  1580.  485 

125.  Wappenbrief  fiir  Signmnd,  Bernhard,  Sebastian, 
Hanns  und  Matheus  die  Strobl,  Gebriider.  Innsbruck, 
19.  September  1580.  486 


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~    87     - 

130.  Wappenbrief  mtt  Lehenartikel  fir  Wolfgang, 
erxh.  Hof-Curier,  auch  Hanns  and  Caspar  die  Seinser. 
Innsbruck,  19.  September  1580.  487 

135.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  filr  Jacob  W ai- 
de ser.     Innsbruck,  20.  September  1580.  488 

139.  Wappenbrief  fur  Balthaser  G&sslhueber. 
Innsbruck,  5.  October  1579.  489 

143.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  G  r  o  s  c  h, 
Fenderich,  und  seinen  Bruder  Friderich.  Innsbruck,  1.. Oc- 
tober 1586.  490 

149.  Adetefreiheit,  Wappenbesserung  und  Verraehrung 
desselben  mit  dem  erledigten  Manuale'schen  adeligen  Wap- 
pen  fur  Francisc,  Johann,  Lorentz  und  Petter  die  Bono mj 
(Bono mo).     Innsbruck,  1.  November  1580.  491 

157.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  filr  Mathias 
Schardinger,  d.  Z.  furstl.  Brichsnerischer  Camerer.  Inns- 
bruck, 1.  November  1580.  492 

163.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Antoni,  Peter 
und  Johann  die  Girardi  de  Castell  in  Fleimbs,  GebrBder. 
Innsbruck,  1.  December  1580.  493 

167.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh. 
Zeltschneider    Conrad    Neher.      Innsbruck,    6.    December 

1580.  494 
172.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Thoman  Sca- 

labrin.     Innsbruck,  31.  Januar  1581.  495 

176.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Conrad,  Veit, 
Anndre,  Vlrich  und  Christan  diePdly,  Gebriider  und  Vet- 
tern.     Innsbruck,  31.  Januar  1581.  496 

180.  Wappenbrief  fiir  Thobiass  Vnnderrainer. 
Innsbruck,  15.  Januar  1581.  497 

185.  Wappenbrief  fiir  Zacbarias  Gschwendt  wegen 
seines  Sohnes  Lorentz  Dienste  als  Hufschmid  im  erzh.  Hof- 
stalle.     Innsbruck,  20.  Januar  1581.  498 

190.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Sebastian  und 
Hanns  die  Verdrossen,  Gevettern.     Innsbruck,  21.  Januar 

1581.  499 


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—    88    — 

196.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihting  fiir  Augu- 
stinus  Zuppinus,  nod  seine  SOhne  Johannes  Maria,  beider 
Rechte  Dr.,  and  Johann  Baptista,  Gebrttder  die  Zuppini* 
Innsbruck,  28.  Januar  1581.  500 

204.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Hanns  M  o  r  i  t  z. 
Innsbruck,  31.  Januar  1581.  500  a 

208.  Wappenbrief  fiir  Veyt,  auch  Bantheleon  und 
Mttnig,  Gebrttder  die  Vid&ln.  Innsbruck,  2.  Februar 
1581.  501 

212.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  [den  ehemals 
erzh.  Laggey  und  derzeit  1.  f.  Zollner  zu  Zirl  Jobst,  auch 
Lorentz,  Hanns,  Abraham  und  Sebastian  die  Artperger, 
Gebrttder.    Innsbruck,  16.  Februar  1581.  502 

218.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Wolfgang, 
Simon,  Zacharias  und  Balthasar  die  Egg],  Gebrttder,  wegen 
ihres  Yaters  Osswald  Eggl  und  dessen  Vorfahren  Dienste 
beim  Mttnzwerke  zu  Hall  im  Inthal.  Innsbruck,  22.  Februar 
1581.  503 

224.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Anthoni, 
1.  f.  Steuereinbringer  im  Stifle  Trient  und  an  den  Wel- 
schen  Confinen,  auch  Jacob  und  Donat  dieVnuerdorben. 
Innsbruck,  24.  Februar  1581.  504 

230.  Wappenbrief  fiir  Martin  Schwenckh,  derzeit 
Richter  zu  Matrei,  und  seinen  Bruder  Thoman.  Innsbruck, 
24.  Februar  1581.  505 

234.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Bartholome, 
Davit  und  Caspar  die  Wallnperger,  Gebrttder.  Innsbruck, 
24.  Februar  1581.  506 

240.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  des  Markgr. 
Carl  zu  Burgaw  Preceptor  Johann  Walser,  auch  seine 
Gebrttder  Caspar  und  Christoff  die  Walser.  Innsbruck, 
13.  Mftrz  1581.  507 

426.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  ffir  Thomas 
Walt  her,  Tirol.  Landschaftl.  Steuereinbringer  an  den  Wel- 
schen  Confinen,  sammt  der  Bewilligung,  sich  von  seiner 
eigenthttmlichen  Bebausung  ausserhalb  und  unfern  der  Stadt 


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—    89    — 

Rouereit  von  und  zue  Newenpaw  schreiben  zu  diirfen. 
Innsbruck,  13.  M&rz  1B81.  508 

252.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  den  Tyrol* 
Camer  Copisten  Hanos  Rotten.  Innsbruck,  22.  Mfirz 
1581.  509 

256.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Thomas,  Joan, 
Michael  nnd  Gotthard,  Gebrtider  und  Vettern  Dal  Ochio 
genannt  die  Gottardelli,  von  Mori.    Innsbruck,  26.  M&rz 

1580.  510 
264.    Wappenbrief  far  Ambrosi  KrBl),  d.  Z.  Richter 

zu  Axambs.     Innsbruck,  30.  Mftrz  1581.  511 

268.  Wappenbrief  f&r  Achacj,  gewesten  reitenden  tirol» 
Cammerbot,  Niclaus,  Jacob,  Bartlome,  Hanns  und  Michel 
die  Zierler,  Gebrfider.     Innsbruck,  7.  April  1581.       512 

274.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  erzh. 
Puxenmaister  und  Pulfermacher  Wolfgang  Fiechtner,  auch 
Christoff,  seinen  Bruder.     Innsbruck,  2.  Mai  1581.        513 

278.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  filr  den  erzh. 
Hof- Organist  en  Servatius  und  seine  Gebrtider  Laurentius, 
Johannes  und  Lampertus  die  Rorif ,  sammt  der  Berechti- 
gung,  sich  von  Rorif  zu  Rainau  schreiben  zu  diirfen. 
Innsbruck,  2.  Mai  1581.  514 

286.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Leonhard  und 
Vlrich  die  Pichler.     Innsbruck,  2.  Mai  1581.  515 

290.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fftr  des  Andreas 
Card,  von  Oesterreich  Diener  Wolfgang  Vogl  und  seines 
Vaters  Bruder  Michael  Vogl.    Innsbruck,  9.  Juni  1581.    516 

294.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Dieterich, 
Diener  des  erzh.  geh.  Raths  und  obersten  Hofmeisters  Wil- 
halm  Graf  und  Herr  zu  Zimbern,  Hanns  und  Gedrg  die 
Erckhenbrechten,   Gebrtider.    Innsbruck,  18.  Juni 

1581.  517 
300.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Adam,  Carl, 

Georg,  Cristoff  und  Hanns   die  Perckhamer,   Gebrfider. 
Innsbruck,  22.  Juni  1581.  518 


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305.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  Air  Adam  F  r  a  y  8  s, 
Burger  zu  Botzen.     3.  Jali  1581.  519 

310.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  Schnatzer. 
Innsbruck,  4.  Juli  1581.  620 

314.  Wappenvermehrung  und  Rotwachsfreiheit  far 
die  edlen  Paul,  Thoman,  Jacob,  Leonhart  und  Caspar,  Ge- 
brtider  und  Gevettern,  die  von  Goldegg.  16.  Juli 
1581.  521 

324.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Hofkanz- 
leyschreiber  Paul  Prenndtner,  dessen  Vater  Valthin  beim 
Schmelz-  und  Bergwerkshandel  zu  Schwatz  bedienstet  war. 
Innsbruck,  19.  Juli  1581.  522 

328.  Bestatigung  eines  Zehenttauschbriefes  fur  Hille- 
brand  von  Wannga  zu  Wanngen  und  den  Fiirsten 
Beatus  Bischof  zu  Chur  als  Pfarrer  zu  Tyrol.  Innsbruck, 
29.  Juli  1581.  523 

334.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Johann  und 
Simon  die  Khundter  zu  Sillian,  GebrQder.  Innsbruck, 
10.  August  1581.  524 

338.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hanns  K  r  9  n  d  1. 
Innsbruck,  21.  September  1581.  525 

344.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Burger 
und  Barbierer  in  der  Stadt  Hall  im  Inthal  Hannss,  auch 
Wolfgang,  Andre,  Caspar,  Melchior  und Balthasar  die  Feich t- 
mair,  Gebruder.     Innsbruck,  22.  September  1581.        526 

350.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  Buch- 
druckher  Hanns  Bawr,  auch  Georg  und  Conrad  die  Bawro, 
Gebruder.     Innsbruck,  22.  September  1581.  527 

354.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Michael,  d.  Z. 
Pfarrher  in  Villnoss,  und  Matheus,  fiirstl.  Brichsnerischer 
Hofcassier  und  Silber-Camerer,  Gebruder  die  Weinperger. 
Innsbruck,  1.  October  1581.  628 

358.  Wappenbrief  fiir  Benedict  Li  p  p ,  Notarius. 
Innsbruck,  25.  October  1681.  529 

362.  Wappenvermehrung  und  Rotwachsfreiheit  fiir  den 
L  f.  Hauptmann  auf  Trasp,   den  edlen  Conrad  Jackhlin, 


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-     91     — 

auch  seine  Gebriider  Petter,  Caspar  und  Conradin  den  Jun- 
gern,  auch  Dietrich,  Nidaus,  Hanns,  Johaim  Polin,  Johann 
Aminadeb  und  Gaudenz  die  Jackhlin,  Gebriider  und  Vettern, 
sammt  dem  Titel  von  und  zu  Hohen-Realt.  27.  Oc- 
tober 1581.  530 

368.  Wappenvermehrung  mit  dem  erledigten  Wappen 
dec  Balthasar  Rehen  und  Rotwachsfreiheit  fur  den  edlen 
Ge5rg  Leopoldt  von  Schwartzenhorn  zu  Hofstatt, 
fftrstl.  Brichsnerischen  Bath,  Hausmaister  und  Pfleger  auf 
Velthurns,  auch  seinenBruder Hanns  Jacob  Leopoldt  von 
Schwartzenhorn  zuRechegg, Balthasars  Rehens  Schwie- 
gersohn,  sowie  fur  ihres  abgestorbenen  Bruders  Hanns  Cri- 
sostomus  Leopoldt  SShne  Hanns  Caspar  und  Hanns  Criso- 
stomus.     Iunsbruck,  27.  October  1581.  531 

378.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Paul  Enugl, 
Burger  zu  Brauneggen.     Innsbruck,  11.  Nov.  1581.         532 

382.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Burger 
und  Schnit-,  Leib-,  Wund-  und  Augenartzt  zu  Khitzpuhel 
Hanns,  auch  Chris  tan  und  Caspar  die  Lanthaler,  Ge- 
briider.    Innsbruck,  20.  November  1581.  533 

386.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar  Awer. 
Innsbruck,  14.  December  1581.  534 

390.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  den  Burger 
der  Stadt  Hall  im  Inthal  Sebastian,  auch  Pangratz,  Caspar, 
Marthin,  Hanns,  Jacobi  und  Andre  die  B&rtl,  Gebriider. 
Innsbruck,  17.  Januar  1582.  535 

394.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Adam  L  a  n  n  g, 
Brobst  des  Gottshauss  Newenstifft,  und  Georg  Lanng,  seinen 
Vetter.     2.  Februar  1582.  536 

400.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  des  Cardinals 
Andreas  von  Osterreich,  Markgrafen  von  Burgau,  Laggei 
Balthasar  Faistenperger,  auch  dessen  Gebriider  Paul, 
Hanns  und  Wolffgang  die  Faistenperger.  Innsbruck,  18.  Febr. 
1582.  537 

404.  Wappenbrief  mit  Lekenartrkel  ftir  den  Hofcanz- 
ley-Diener  Andreas  Castner,  der  Dienste    seines  Vaters 


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Hannss  Castner  beira  1.  f.  Salzsieden  zu  Hall  im  Inthal 
halber.     Innsbruck,  24.  Febraar  1582.  538 

408.  Wappenbrief  fur  Hannss  Planckh.  Innsbruck, 
4.  Marz  1582.  539 

412.  Wappenbrief  fur  Bartlomee,  bedienstet  in  der 
erzh.  Hofapotheke,  und  Lorentz  die  Wagner,  Gebriider. 
Innsbruck,  6.  Marz  1582.  540 

418.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fiir  Kossman, 
Abbt  des  Gottshauss  Sannt  Marienberg,  auch  seine  Gebrii- 
der Iheronimuss  und  Hannss  die  Zinckhen.  Innsbruck, 
7.  Mfirz  1582.  541 

426.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Jacob 
Ehrhardt.     11.  Marz  1582.  542 

432.  Wappenbrief  far  Hannss  Rieger.  11.  Marz 
1582.  543 

436.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Christoff 
Ober Ranch,  Richter  zum  Stain  auf  dera  Ritten,  auch 
Hannss,  Gedrg  und  Ghristan  die  OberRauchen,  Gebriider. 
Innsbruck,  15.  Marz  1582.  544 

440.  Wappenbrief  fiir  Jacob  Frantz,  d.  Z.  Burger- 
maister  der  Stadt  Kuefstain.  Innsbruck,  30.  Marz  1582.     545 

444.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Christan 
Freiseisen,  d.  Z.  Marckhtrichter  zu  Matray,  und  seinen 
Bruder  Abraham  Freiseisen.  Innsbruck,  10.  April  1582.     546 

448.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,  Jacob, 
Christoff  und  Hanss  die  Wat&in,  Gebriider.  Innsbruck, 
6.  Mai  1682.  547 

452.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Vlrich  Frey- 
wiser  genannt  HfUderle,  Burger  der  Stadt  Veltkirch. 
Innsbruck,  9.  Juni  1582.  548 

456.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Johann,  d.  Z. 
Pfarrer  zu  Delmissingen,  und  Georg  die  Leuchten,  Ge- 
briider.    19.  Juni  1582.  549 

460.  Wappenbrief  fflr  Conrad  Bardt.  19.  Juni 
1682.  -  560 


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464  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Gall  G  a  me- 
rer, Burger  zu  Braaoegg.     Innsbruck,  19.  Juni  1582.     551 

468.  Wappenbesserung  for  Christoff,  ehemaligen  Hof- 
caplan  der  Grossherzogin  von  Toscana  Johanna,  des  Erzh. 
Ferdinand  verstorbenen  Schwester,  und  d.  Z.  Stadtpfarrer  zn 
Innsbruck,  und  Thomas  die  Gam  passer,  Gebriider.  Inns- 
bruck, 19.  Juni  1582.  552 

472.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Gaudentz, 
Hainrich  und  Burckhard  dieKnipser,  Gebriider  und  Vet- 
tern.    Innsbruck,  19.  Juni  1582.  553 

476.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Joachim 
Weltzenberg,  Burger  za  Hall,  auch  Leonhard,  Hannss 
und  Christoff,  seine  Gebriider.  Innsbruck,  16.  Juli 
1582.  554 

480.  Adelsfireiheit  und  Wappenbesserung  ftir  Franaisc 
und  Sixt  Gebriider  die  Geschi,  auch  ihres  Bruders  weil. 
Joan  Maria  Ceschi  nachgelassene  SShne  Jacob,  der  Rechten 
Doctor,  und  Christoff  die  Ceschi.  Innsbruck.  16.  Juli 
1582.  555 

486.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Matheuss 
Str5bl,  Burger  zu  Botzen.     Innsbruck,  16.  Juli  1582.    556 

490.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hanns  M  a  r  ck  h, 
auch  Vlrich  und  Jacob  die  Marckhen,  seine  Gebriider.    557 

494.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Adam,  Hannss, 
Matheus,  Wolfgang,  Andre  und  Jacob  die  Lochner,  Ge- 
bruder.    Innsbruck,  7.  August  1581.  558 

498.  Wappeubrief  mit  Lehenartikel  ftir  Martin  M fil- 
ler.   Innsbruck,  14.  September  1582.  559 

502.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Richter 
zu  Salurn  MichaSl L  0 cher er.  Innsbruck,  6.  Sept.  1582.      560 

506.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Hanns  Riss, 
dessen  Sohn  Georg  Riss  Burger  und  Wirth  zu  Innsbruck 
ist.     Innsbruck,  22.  September  1582.  561 

510.  Wappenbrief  ffir  Georg  M&rtz,  erzh.  Hofmttller 
und  Peckh,  auch  seine  Gebriider  Hanns,  Matheis  und  Veit 
die  Mfcrtzen.    Innsbruck,  22.  September  1582.  562 


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.  514.  Wappenbrief  mil  Lehenartikel  fut  Simon  Pro- 
raorer,  Gerichtsgescbworaer  der  Herrschaft  und  Gerichts 
Thauer,  dessen  Sohn  Hannss  Promorer  Burger  in  der  Stadt 
Innsbruck  ist.     Innsbruck,  3.  October  1 582.  563 

518.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  1.  f.  Artz- 
kbaufer  und  Hiitprobierer  beim  Schmelzhtittwerk  zu  Khuudel 
Jacob  Landman,  dessen  Vater  Hannss  Landman  Berg- 
maister  zu  Ratenberg  am  In  war.  Innsbruck,  13.  October 
1582.  564 

522.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  ftir  Wolff- 
gang  Oberhofer.     20.  November  1582.  565 

528.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Hanns 
Hueber  und  seinen  Sohn  Ferdinand.  20.  Nov.  1582.      566 

532.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hanns  und 
Marx  die  Hehl,  Gebriider.  Innsbruck,  20.  November 
1582.  567 

536.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  des  Markgrafen 
Carl  von  Burgau  Cammerhaitzer  Christoff  Mfiller.  Inns- 
bruck, 2.  December  1582.  568 

540.  Wappenbrief  fiir  den  Amman,  Pfleger  und  die 
ganze  Gemeinde  des  Fleckens  Sipplingen.  Innsbruck, 
14.  December  1582.  569 

544.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Joss  Peckh, 
Instruroenten-  und  Orgelraacher.     20.  Dec.  1582.  570 

549.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  1.  f.  Berg- 
richter  zu  Hall  Hannss  Noel.     16.  Januar  1580.  571 

553.  Wappenbesserung  und  Rotwachsfreiheit  fur  die 
edlen  Felix,  Georg  und  Hannss  die  Record  in  von  Neun, 
nachdem  schon  ihrem  Vater  Petter  Recordin  von  Neun  das 
altadelige  Wappen  1568  von  Kaiser  Maximilian  H.  gebessert 
worden.     4.  J«ni  1580.  572 

562.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Florian  Mayr 
von  Weingartten.     Innsbruck,  15.  Januar  1581.  573 

566.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Joseph  Gren- 
ner,  audi  Sigtnund  und  Martin,  seine  Brftder,  Bergwerks- 
Einfarer.    lunsbruck,  15.  Februar  1581.  574 


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570.  Wappenbrief  rait  Lehenartikei  ffir  Georg  and 
Thoman  die  A nngerer.    Innsbruck,  2.  Mai  1581.       575 

574.  Wappenbrief  mit  Lehenartikei  ffir  Mang,  Moritz 
and  Nicolauss  die  Lentz,  Gebriider.  31.  Mai  1581.      576 

580.  Wappenbrief  mit  Lehenartikei  fiir  Erhard, 
Achaci,  Georg,  Blasi  and  Jacob  die  Lener,  Gebriider. 
Innsbruck,  9.  Juni  1581;  577 

584.  Wappenbrief  mit  Lehenartikei  fur  Paul  Gung- 
ger.    Innsbruck,  2.  August  1581.  578 

588.  Confirmation  der  von  Kaiser  Maximilian  U.r  ddo. 
Wien,  22.  November  1575  dem  Bartlme  Schrenckh  von 
Notzing  ertheilten  Adelsbest&tigung  and  Wappenvermehrung 
fur  dessen  Sfthne  Jacob,  erzh.  Secretar  and  Camerling, 
Carl  Alexander,  furstl.  Bayrischer  Prouisioner  and  Pfleger 
zu  Eggmul,  Octauian  Augustus,  der  Rechten  Doctor,  furstl. 
Bayrischer  Rath,  d.  Z.  bischofL  Regenspurgischer  Gantzler 
and  Lehenbrobst,  Friderich,  erzh.  Hofsecretari,  und  Bartlme 
dieSchrenckhenvonNotzing,  Gebriider,  sowieAusdehnung 
dieser  Privilegien  auf  ihre  Vettern  Caspar  Schrenckh  zu 
Ematingen,  fdrstl.  Bayrischer  Rath  etc.,  und  dessen  Sfthne 
Hanns,  auch  furstl.  Bayrischer  Rath  und  Unterstallmeister, 
uad  Christoff,  des  Innern  Raths  zu  Munchen,  auch  weil. 
Hieronymusen  Schrenckhea,  gewest.  fdrstl.  Bayr.  Castners  zu 
Aibling,  nachgelasseoe  Sohne  Ludwig,  der  Rechten  Doctor, 
Yicari  des  hohen  Stifts  zu  Freysing,  WilhaJm,  auch  der 
Rechten  Doctor,  fdrstl.  Leuchtenbergischer  Rath  zu  Pfrembd, 
Vrban,  furstl.  Bayr.  Castner  zu  Pfaffenhofen,  Alhrecht, 
Georg  and  Ferdinand,  wie  auch  Philips ,  Wolf  und  Ezechiel, 
im  Landt  Meissen  wohnend,  die  Schrenckhen  von  Notzing. 
Innsbruck,  24.  August  1581.  579 

604.  Wappenbrief  mit  Lehenartikei  fur  Dionisius  Vi- 
scher,  Burger  zu  Weissenhorn.  Innsbruck,  12.  Febroar 
1582.  t       -  580 

608.  Wappenvermehrung  fiir  den  edlen  Joseph  Mor. 
Innsbruck,  6*  Mai  1582.  581 

612.    Wappenbrief  mit  Lehenartikei  fiir  Christan  und 


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Adam    die    Thumb  en,    Gebriider.      Innsbruck,    1.    Juli 
1582.  582 

616.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Valentin 
Egghart  wegen  der  Dienstwilligkeiten,  deren  er  sioh  son- 
derlich  in  der  Archischen  Empdrung  beflissen,  auch  Christan, 
Bartholomee  und  Georg,  Gebriider  die  Eggharten.  Inns- 
bruck, 1.  September  1582.  583 

620.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Balthasar  und 
Gristan  die  Gfalln,  GebrQder.  (Bei  Balthasar  ist  der 
Titel  „vnser  Hauss-Pfleger  auf  Bernegg,  Im  gericht  Laudegg" 
ausgestrichen.)     Innsbruck,  13.  October  1582.  584 

624.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  1.  f.  Zoll- 
ner  und  Richter  zu  Yschgls  Niclaus,  auch  Thoman,  Clement 
und  Hanns  die  Pfeiffer,  Gebriider.  Innsbruck,  13.  October 
1582.  585 

628.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Hanns  Grd- 
ber  von  Sterzing,  Oberschiner  bei  der  ldblichen  Gottsgab 
des  1.  f.  Saltzberges  zu  Hall.   Innsbruck,  3.  Nov.  1582.     586 

632.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar,  Be- 
nedict, Matheus  und  Abraham,  Gebriider  und  Vettern  die 
Rorer,  wegen  der  Dienste-  des  Caspar,  welche  er  als  Maler 
dem  Erzherzog  erzeugt  hat.     20.  December  1582.  587 

636.  Wappenbrief  fur  Caspar  Pacher  in  Vllteo.. 
Innsbruck,  19.  Juli  1577.  588 

642.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Adam,  Michael, 
Hannss  und  Fridrich  von  Tartsch,  Gebrfider.  Innsbruck, 
9.  December  1577.  589 

646.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  den  1.  f. 
Pflegsverwalter  und  Richter  zu  Rottenburg  am  Inn  Jacob 
Schwaiger.     Innsbruck,  20.  Mai  1579.  590 

652.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  ihrem  Ge- 
schlechte  von  Kaiser  Carl  V.  verliehenen  Wappens  fttr 
Hanns,  Fussknechts-Hauptman,  -und  Erasmen,  derStadt  Wien 
Wachtmaister,  die  Wild  en.  Innsbruck,  29.  Juni  1579.      591 

658.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Abraham  Fr8- 
lich,  Burger  zu  Meran.     Innsbruck,  20.  Mai  1579.        592 


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97 


VI.  Band. 

1.     Wappenbrief  fur  Christoph  und  Hans  die  Platzen, 
Gevettern,  zu  Latsch.     Innsbruck,  3.  Januar  1583.         593 
5.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Martin  Sauter 
ru  Stockhach.     Innsbruck,  1.  Februar  1583.  594 

9.     Wappenbrief  fur  Balthasar  Friekh  zu  Schlanders. 
Innsbruck,  3.  Februar  1583.  595 

13.     Wappenbrief    mit   Lehenartikel   fur   Adam  Han. 
Innsbruck,  3.  Februar  1583.  596 

17.     Wappenbrief    mit    Lehenartikel    fur    Georg    und 
Caspar   Kirchmayr,    Gebruder  (eigentlich  Bestatigung  des 
ihnen   und    ihrem  verstorbenen  Bruder  Bernhard  von  Kaiser 
Ferdinand  I.   angeblich  1559    verliehenen  Wappens).     Inns- 
bruck, 15.  Februar  1583.  597 
22-     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  1.  f.  Pfen- 
werthandels-Gegenschreiber  beim  Berg-  und  Schmelzwerk  in 
Schwatz   Michael  und  fur  Abraham   die  Mayr,  Gebruder. 
Innsbruck,  15.  Februar  1583.  598 
27.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fur   Hanns  Jacob 
und  Heinrich  die  Stolln.    Innsbruck,  1.  Mfe  1583.     599 
32.     Wappenbrief  "mit  Lehenartikel  fur  Michael,  Wolf- 
gang,  Hans,   Matheus    und  Ruprecht  die  Pardeller,   Ge- 
bruder.    Innsbruck,  6.  M&rz  1583.  600 
36.     Wappenbrief    mit   Lehenartikel    fur   Niklas    und 
Hans    die    Mark  hen,     Gebruder.      Innsbruck,    7.    Marz 
1583.  601 
40.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Balthasar,  Ni- 
clas  und  Hans  die  Nflbl,  Gebruder,  zu  Nauders.     Innsbruck 
10.  M&rz  1583.                                                               602 
44.     Wappenbrief  fur  Michael  und  Hans  die  Brand), 
Gebruder.     Innsbruck,  13.  Marz  4583.  603 
47.     Wappenbesserung  fur  Veit  Netlich,  An  wait  der 
1.  f.  Herrschaft  in  Luenz.    Innsbruck,  13.  Marz  1583.     604 
53.     Wappenbrief     mit     Lehenartikel     fur     Johannes 
Tschitscher,  der  freien   Ktinst  Magist  r   und  Pfarrer  zu 
Ferdinandeuiitt-Zeitachrift,                                          f 


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—    98    — 

Clausen,  und  seinen  Bruder  Paul.  Innsbruck,  13.  Marz 
1583.  605 

57.  Wappenbrief  mit  Lehcnartikel  fur  Martin  Kon  n  tz, 
dessen  Sohn  Caspar  Burger  und  Peckh  in  Hall  im  Innthal 
ist.     Innsbruck,  1&  Marz  1583.  606 

61.  Wappenbrief  mirLehenartikel  fur  Karl  Spaurer 
zu  Trostburg.     Innsbruck,  13.  Marz  1583.  607 

65.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f tir  Hanns  P  e  t  z  i  n  e  r 
genannt  Thurner.     Innsbruck,  15.  Marz  1583.  608 

69.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Augustin  Plat- 
zoler.     Innsbruck,  18.  Mftrz  1583  609 

75.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Anthoni, 
Jacob  und  Christoff  die  Weiss  en,  Gebriider.  Innsbruck, 
18.  Marz  1583.  610 

80.  Adelsfreiheit,  Wappenbesserung  und  Rotwachs- 
freiheit  fur  Engelhard,  erzh.  Kanzleiverwandter,  und  Ulrich, 
Zolner  an  der  Talfer  in  Botzen, ,  die  Ettenharder  und 
far  deren  verstorbener  Gebriider  Christoff  und  Georg  hin- 
terlassene  Kinder.     Innsbruck,  18.  Mftrz  1583.  611 

87.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob  Bore II, 
Burger  und  Handlsman  in  Brixen,  und  fur  seines  verstorbe- 
nen  Bruders  Matheus  SOhne  Hans,  Burger  und  Handelsmann 
zu  Brixen,  Anton  und  Jacob  die  Borell.  Innsbruck, 
3.  April  1573.  612 

91.  Wappenbrief  fur  Hans  Andre  Daschera  und  dessen 
Vettern  Niklas,  Wolff  und  Joseph  Daschera.  Innsbruck, 
22.  April  1583.  613 

95.  Bestatigung  der  den  Gebriidern  Conrad,  1.  f.  Haupt- 
inann  zu  Arch,  Simon,  Steuerneinnehmer  am  Eysackh,  Pan- 
thaleon  und  Hans  Jacob,  erzh.  Hofkanzlei-Expeditor,  sowie 
deren  verstorbenen  Bruders  Martin  Sohn  Christof,  denen 
Schfiestl  von  Kaiser  Rudolph  H.  untenn  9.  October  1578 
verliehenen  Adelsfreiheit,  nebst  Wappenbesserung  und  Rot- 
wacbsfreiheit.     Innsbruck,  1.  Mai  1583.  614 

108.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  und  Peter 
dig  Wernudl,    Iauibruck,  1,  Mai  1583,  615 


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-    09    - 

\V3.        vV~«-f>f>eiibrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Platz- 
*«,  tessera     &<*l»n  Abraham  Burger  in  Meran  nnd  Gericht- 
*Coreiber  an    Gargoao   ist.    Innsbruck,  2.  Mai  1683.      616 
117.       "Wa-PP^nlwief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob  Flyri 
za  Latech.        loD*bmek,  2.  Mai  1583.  617 

121.      Wappenkrief  ftr  Adam  Sau miller,   Burger  zu 
Prauneggeo.        InnsbriKdt,  3.  Mai  1583.  618 

125.      W»PPenl>«-ief  mit  Lehenartikel  ftr  Andreas  T  ham, 
Burger  in  Botzen.     Innsbruck,  3.  Mai  1583.  619 

129-  'WaPPenl>»ief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  Kdrb- 
ler  za  St.  Miohel>  Oerichts  Altenburg.  Innsbruck,  3.  Mai 
1583.  620 

133.      W»ppen*>rief  mit  Lehenartikel  filr  Hans  Prug- 
ger,    Burger     zn    Meran,    und  dessen  BruderssShne  Christof 
Bad  Valthin    die    Prugger.     Innsbruck,  5.  Juni  1583.      621 
137.       Adels-    n.nd    Rotwachsfreiheit    nebst    Wappen- 
beuernag     **»«"     Hans     Reich  art,   erzh.  Hofsecretari.    Inns- 
brncfc,     17.    Juni    1583.  622 

143.        Adels-  nnd  Rotwachsfreiheit  nebst  Bessernng  des 
jhren    Vorfahreo    von    Kaiser  Friedrich  HI.  verliehenen  Wap- 
pena     far     die     Gebrflder  Alexius,   0.  0.  Regiments-Secretar, 
Ladwig,     O-    °'    R^inient8canrieiscbreiber,  und  Georg,  Erz- 
herzoga     Carl      f^^QrxaasUit  zu   Gratz,  die  Endorffer. 
Innsbrack,     X-    J«*  ^83.  623 

l&l-  *PSfDfr"ef  «>«* Lehenartikel  furMathes Spiess, 

e«Sa-  "LeH>-    ««d  Hof*t*r8chner,  und  seines  rerstorbenen  Vet- 

\bc*  August*0  Spies*  hin^^^  g^^  HaDg)  GabrieJ)  Ao_ 

Justin  nnd  Balthaaar.       inn8brnckt  2   ju]i  1533.  624 

1&5.     Wappenbrief  m|t  Lehenartikei  n,  Hann8  Kflgt_ 

-VeT.    Innsbruck,     2.   Julf    1683  626 

159.  Wappenbrief  tfirSebastianPlannckhenstainer. 
Innsbruck,  2.  Jnl*    1583.  626 

163.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fnr  Georg  Hamerl 
genaont  Garber,  Burger  und  Schiffmeister  in  Hall.  Inns- 
brock,  7.  Juli  1583.  Q21 

169.     Wappenbrief    v^t  Lehenartikel  fur  Georg,  Mar- 

7* 

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—  too  — 

tin,  Wolff,  Erasmus,  Joachim,  Cristof  und  Bartlme  die 
Summer,  Gebrtider,  von  P5mekh  aus  Meyssen.  Innsbruck, 
28.  Juli  1583.  628 

173.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Jacob 
Stieferl,  Sohn  des  verstorbenen  Stadtschreibers  Veit  Stieferl 
in  Klagenfurt.     Innsbrnck,  28.  Juli  1583.  629 

177.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebrtider 
Conrad,  Bartholome,  Marx  und  Hans  die  Marckhart 
von  Karlstatt.    Innsbruck,  28.  Juli  1583.  630 

181.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Jeremias, 
Hanns,  Jacob  und  Niklas  die  Dominicus,  Gebrtider,  aus 
Zutz.     Innsbruck,  28.  Juli  1583.  631 

185.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Gedrg  und 
Hans  die  Prunner,  Gebruder.  Innsbruck,  28.  Juli 
1583.  632 

189.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Balthasar 
Pinter  genannt  Gementarius,  Richter  zu  Calthern  und 
Laimburg.     Innsbruck,  28.  Juli  1583.  633 

193.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Caspar,  Rich- 
ter auf  Tysens,  und  Adam  A  r qui n,  Gebrtider.  Innsbruck, 
28.  Juli  1583.  634 

197.  Wappenbrief  fiir  Hanns  F ritzier,  Burger  zu 
Silion.     Innsbruck,  28.  Juli  1583.  635 

203.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Nicolaus  T  e  u  b  I, 
gesessen  Gerichts  zum  Stain  unnder  Lebenberg.  Innsbruck, 
10.  August  1583.  636 

207.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  HansZwinckh. 
Innsbruck,  22.  August  1583.  637 

211.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  den  Doctor 
der  Rechte  Leonhard  Plebst  und  dessen  Brtider  Hans, 
Sebastian,  Daniel  und  Wolff.  Innsbruck,  10.  September 
1583.  638 

2 1 5.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Peter  T  r  e  u  e  r, 
sesshaft  im  Gerichte  Sarnthal.  Innsbruck,  10.  September 
1583.  639 

218.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Johann  Egg, 


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-    101    - 

der  freien  Ktoste  Magister.  Innsbrack,  26.  September 
1583.  640 

222.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Geflrg,  Caplan 
zu  Undermaiss,  and  Jacob,  der  erzherzogl.  Gemahlin  Camer- 
diener,  die  Zeller,  Gebriider.  Innsbruck,  29.  October 
1583.  641 

228.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Hans  und 
Caspar  Gebriider  die  Friderich,  Bedienstete  bei  der  tyrol 
und  erzh.  Hofcamer,  und  deren  Vettern  Hans  und  Friedrich 
die  Friderich.     Innsbruck,  29.  October  1583.  642 

234.  Adelsbestatigung  und  Wappenbesserung  fur  die 
Gebriider  Hans  Jacob,  Wilhelm  Hans,  Gaudenz  und  Jere- 
mias  die  Schmid  von  Gruenegg.  Innsbruck,  3.  Januar 
1583.  643 

242.  Wappenbrief  fur  die  Gebrflder  Jacob,  Burger  zu 
Glurns,  und  Thoman  und  ihres  verstorbenen  Yaters  Briider 
Jacob  und  Balthasar  die  Weisskopf.  Innsbruck,  3.  Fe- 
bruar  1584.  644 

246.  Wappenbesserung  fiir  den  edlen  VlrichMasch- 
wander  von  und  zu  Schwanau,  tyrol.  Camerrath. 
Innsbruck,  14.  M&rz  1584.  645 

256.  Wappenbrief  far  die  Gebriider  Lorenz  und  Con- 
radt  die  Hertz  en.    Innsbruck,  1.  April  1584.  646 

260.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Veit  und  Hans 
die  Strymer,  Gebriider,  und  deren  Vettern  Christian, 
Valthin,  Moritz,  Hans  uud  Veit  die  Strymer  am  Sonnen- 
berg.    Innsbruck,  7.  April  1584.  64t 

264.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebriider 
Georg,  Bergwerksverweser  zu  Stertzingen,  und  Leonhardt, 
die  Clausner.     Innsbruck,  18.  April  1584.  648 

268.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Vrban  T  a  u  r  e  r 
aus  dem  Gericht  Marquartstain  in  Baiern.  Innsbruck, 
18.  April  1584.  649 

273.  Wappenbrief  ftir  Caspar  Voyt,  Burger  an 
Meran.    Innsbruck,  18.  April  1584.  650 

276.    AdeUfreiheit    mit    Besserung    des    von    Kaiser 


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—    102    - 

Maximilian  (I.?)  ihren  Vorfabren  verliehenen  Wappens  fiir 
Julius,  Gericht8  Secretar  und  Schatz  Registrator  der  0.  0. 
Regierung,  und  Hans  dieWeyman,  Gebriider.  Innsbruck, 
18.  April  1584.  651 

282.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Gebriider 
Leonhart,  erzh.  Camerdiener,  Hans,  Lukas,  Cristof,  Hein- 
rich  und  Christof  den  Jungern  die  Mayr.  Innsbruck, 
18.  April  1584.  652 

288.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Daniel  Puckh. 
Innsbruck,  20.  April  1584.  653 

292.  Wappenbrief  ffir  die  GebrQder  Wilhelm,  Cristof, 
Georg  und  Hans  die  K  6  b  a  1  d  t  Innsbruck,  20.  April  1584.  654 

296.  Wappenbesserung  fiir  die  GebrQder  Hanns,  d.  Z. 
Richter  zu  Glurns  und  Malls,  Christoff,  Georg,  Sebastian 
und  Vrban  die  Andreen.     Innsbruck,  3.  Mai  1584.     655 

300.  Wappenbesserung  fiir  den  edlen  Hans  Mor  zu 
Sibenkirchen.     Innsbruck,  1.  Juni  1584.  656 

304.  Wappenbrief  fiir  die  aus  Sicilien  stammenden 
Gebriider  Ludwig,  Bildgiesser,  Jacob  Bernard,  Franz  Sal- 
vator  und  Johann  Vincenz  de  Due  a.  Innsbruck,  20.  Juni 
1584.     (Latein.)  657 

311.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Peter  Putsch 
aus  Bozen.     Innsbruck,  1.  Juli  1584.  657  a 

316.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Anton,  Capel- 
diener  des  Cardinals  Andre  von  Oesterreich,  Michael  und 
des  verstorbenen  Franz  hinterlassene  Sohne  Hans,  Jacob, 
Medardus  und  Franz  die  Beringer,  welches  Geschlecht 
tibrigens  schon  von  Kais.  Maximilian  I.  das  nun  „von  Newem" 
verliehene  Wappen  erhalten  hatte.  Innsbruck,  2.  Juli  1584.  658 

322.  Wappenbrief  fiir  die  Gevettern  Peter  und  Hans 
die  Amman  aus  Bludenz.    Innsbruck,  2.  Juli  1584.     659 

326.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Gabriel  Mayr, 
Burger  und  Gastgeb  zu  Vllm.    Innsbruck,  2.  Juli  1584.     660 

330.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  und 
Caspar  die  Fellengiibel  von  der  Lignitz.  Innsbruck, 
2.  Juli  1584.  661 


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—    108    — 

334.  Wappenbrief  roit  Lehenartikel  fiir  Petor  Gorra 
genannt  Gorret,  Burger  ia  Innsbruck.  Innsbruck,  2.  Jxili 
1584.  662 

338.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fur  Jacob  V5gl, 
Stadtamraan  zu  Bre^enz.     Innsbruck,  2.  Juli  1584.         663 

342.  Bestatigung  der  von  Kaiser  Rudolph  II.  untenn 
29.  October  1581  dem  Balthasar  Brits chwitz  und  dessen 
Bruder  Hans  verliehenen  Adelsfreiheit  sammt  Wappen  fur 
den  Erstgenannten  und  die  hirtterlassenen  Kinder  des  ver- 
storbenen  Hans  Britschwitz.     Innsbruck,  24.  Juli  1583.     664 

358.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  R  a  1 1  i  c  h, 
Zoller  in  der  Stadt  Rovereit.     Innsbruck,  3.  Aug.  1584.     665 

362.  Wappenbrief  fiir  Harms  Rheyhenfellder. 
Innsbruck,  9.  August  1584.  666 

366%  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Bartlome 
Seytz.     Innsbruck,  2.  September  1584.  667 

370.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Thomas 
Jhenetto.     Innsbruck,  31.  December  1584.  668 

374.  Adelsfreiheit  fur  die  Gebriider  Bartlmee,  Lanndt- 
schreiber  der  Tyrol.  Landtschaft  an  der  Etsch,  Cristof  und 
Caspar  die  Hueber,  mit  Besserung  des  ihren  Yorfahren 
von  Kaiser  Carl  V.  verliehenen  Wappens.  Innsbruck, 
9.  October  1584.  669 

(Fol.  381=383  unbeschrieben.) 

384.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Hire- 
bain,  Burger  und  Papierer  zu  Khemeten.  Innsbruck, 
9.  October  1584.  670 

388.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  Wi- 
senegg,  1.  f.  Gerichtsanwald  zu  Botzen.  Innsbruck,  14.  Oc- 
tober 1584.  671 

392.  Besserung  des  von  Kaiser  Maximilian  II.  ver- 
liehenen Wappens  fur  Michael  Stoltz,  gew.  Stadt-  und 
Landrichter  zu  Griess  und  Botzen,  d.  Z.  Pfleger  auf  Tent* 
schenofen.     Innsbruck,  15.  October  1584.  672. 

400.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fiir  die 
Georg,   erzb.   Leibschutz,    Vallftr   nnd^^&  *^  ^HT^r 

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—    104    — 

auch  deren  Vettern  Balltassar  und  Sigraund  von  Pendt. 
Innsbruck,  4.  November  1584.  673 

404.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Arquin, 
Wiirt  und  Gastgeb  in  Prissan,  auch  seine  SChne  Christof, 
erzh.  Leibschiitz,  Simon  .und  Valetin.  Innsbruck,  4.  No- 
vember 1584.  674 

408.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Christof 
Lang  von  Schembnitz  und  Zacharias  und  Andreas  die  Lan- 
gen,   Gebriider.     Innsbruck,  14.  November  1584.  675 

414.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Christian  Le- 
ner,  Wfirt  underm  SchSnberg.  Innsbruck,  20.  November 
1584.  676 

418.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Christof  Bren- 
hauss,  Burger  zu  Neumarkt.  Innsbruck,  2.  December 
1584.  677 

422.  %  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fur  Michael 
Baldauf.     Innsbruck,  14.  November  1584.  678 

428.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andre  Eberl, 
erzh.  Canzlei-UnterhofschaflFner.  Innsbruck,  24.  December 
1584.  679 

433.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gevettern 
Valthin,  O.  0.  Regitnents-Canzleidiener ,  und  Andre,  des 
Herzogs  von  Ferrara  Hofdiener,  die  Hengler.  Innsbruck, 
31.  December  1584.  680 


VII.  Band. 

1.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Jacob  und 
Jorg  die  Haberl,  Gebriider,  aus  Hall.  Innsbruck,  1.  Ja- 
nuar 1585.  681 

5.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Bernhart  B  u  e  c  k  fa- 
may  r,  Burger  und  des  Raths  zu  Rosenhaim.  Innsbruck, 
1.  Januar  1585.  682 

9.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebriider 
Hans,  erzh.  Hreibtrabant,  Jacob,  Stefan,  Egydi  und  Thomas 
die  StockJier.     Innsbruck,  1.  Januar  1585.  -  683 


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—    105     — 

13.     "Wappenbrief  nrit  Lehenartikel  fur  Michael  Steh- 
Jin  von  Beblingen.      Innsbruck,  1.  Januar  1585.  684 

17.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Oswald  Khel- 
ler,    Burger  zu       Reiten,    Gerichts    Ernberg.       Innsbruck, 

1.  Januar    1585.  685 

(Fol.      20     und  21  unbeschrieben.) 
22.     Wappenbrief    mit   Lehenartikel   fiir    die   Gebruder 
Anton,  Med.    I>r-      nndCanonicus  St.  Mariae  in  Arcu,  Johann, 
Peter,  Franz      und      .Alexander  und   deren  Vetter  Martin  die 
Binelll    Iansbruck,   1.   Januar  1585.     (Lateio.)  686 

29.    Wappenbrief      fur     Conrad    Zech.     Innsbruck, 

1.  Januar  158&-  m  687 

33,    "Wappenbrief      mit    Lehenartikel     fur    Wolffgang 

ZwBlfpott       Innsbruck,   1.  Januar  1585.  688 

37.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Niclas  Schmid 

von  Regensbixrg-  Innsbrnck,  1.  Januar  1585.  689 

41.    Wappenbrief     mit    Lehenartikel     fiir    Hans    und 

Michael   Phiss  fc  x*  e  r  ,      Gebruder.     Innsbruck ,     1.     Januar 

1585:  m  690 

45.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Jacob,  Schreiber 

in  der  0.  O.  BegitneIltscanzki.  und  Mathias  die  Bernhart, 

Gebruder.     Inii^br-ncfe,  15.  Januar  1585.  691 

51.    Wappenbrief   ffcr   die  Gebruder  Cristof,  Gerichts- 

anwalt  za  Lass,      ^j^nt^i\9   Valthin,  Peter,  Jacob,   Hans,  Paul 

mid  Andreas  die        "V  er  dross  en.      Innsbruck,    15.   Januar 

1585.  ,  692 

55.     WaCfrt*^*3**1"16^      m^    lehenartikel     *"r    Leonhard 

Scheiben^o^^  ***    BQr8^rraeister  zu  Innsbruck,  und  dessen 

Bruder     Paul       xxncl      Balthasar.      Innsbruck,     17.     Januar 

irq?)  693 

59       ^WapPetll:)rief  mit  Lehenartikel  fur  Peter  Khapf- 

"  -      xr  it^biichl.     Innsbruck,  1.  Febrnar  1585.       694 
finger  m   j^**--^         .,    . 

fio        ^dLe!»^rellie      nnd    Wappenbesserung   fur   Johann 

^     -        "     «**  a.  n.         OT     ^Hingen.       Innsbruck ,     1.     Februar 

Leinsenmau  * 

1585 

71        Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Hieroni- 

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—    106    — 

mus  Bo  lit,  Secret&r  des  Gottshauses  zu  St.  George  n  ira 

Schwarzwalde.     Innsbruck,  1.  Februar  1585.  696 

77.     Adelsfreiheit    und    Wappenverleihung    fiir   Vlrich 

Meyrl     und     dessen     Vetter    Florian    Meyrl.      Innsbruck, 

I.  Februar  1585.  697 

84.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  Reiss. 
erzh.  Camerheitzer.     Innsbruck,  11.  Februar  1585.         698 

(Fol.  87  und  88  unbeschrieben.) 
89.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fiir  Hans  J&ggli, 
des   Kaths   und   Oberpaumaister   zu   Kostantz.      Innsbruck, 

II.  Februar  1585.  699 

94.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Ulrich  Gass- 
ner,  Forstmeister  der  Landgrafschaft  Nellenburg,  und  dessen 
Bruder  Wolfgang.     Innsbruck,  11.  Februar  1585.  700 

(Fol.  97  und  98  unbeschrieben.) 

99.  Wappenbesserung  fiir  Melchior,  Obristen  Wald- 
maister,  Bergrichter  an  der  Etsch  und  Holtz-Zollner  in 
Fleimbs,  uod  Martin,  Gebriider,  und  deren  Vettern  Julius, 
Erzh.  Carl's  Secretar,  Leonhart,  Jacob,  Hans,  Vrban, 
Michael  und  Caspar  die  Kleiber.  (Das  alte  Wappen  war 
der  Familie  1548  vom  rom.  Konige  Ferdinand  I.  verliehen 
worden.)     Innsbruck,  11.  Februar  1585.  701 

105.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  Rasp 
von  Giintzburg,  sowie  fur  dessen  Sflhne  Veit,  erzh.  Leib- 
schutz,  Hans,  Michael,  Ulrich  und  Georg.  Innsbruck,  3.  Marz 
1585.  702 

109.  Wappenbesserung  fiir  den  edlen  Caspar  von 
Sal  a  aus  Taufers.    Innsbruck,  7.  M&rz  1585.  703 

113.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Augustin 
Distelfinckh,  Probst  des  Gotteshauses  in  der  Neuenstift, 
und  dessen  Vetter  Hans.     Innsbruck,  22.  Marz  1585.     704 

118.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Gebriider 
Wolfgang,  Priester  in  Innsbruck,  Veit  und  Hans  die  Khai- 
ser.    Innsbruck,  29.  Marz  1585.  705 

123.     Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fur  Sigmund,  Ka- 


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.a 


-     107    — 

poral  der  erzh.  Leibschiitzen,  und  Andreas  Ge ho rs am b- 
8 tain,  Gebriider.     Innsbruck,  30.  Marz  1585.  706 

127.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  die  Gebriider 
Mathes,  erzh.  Hofcaplan,  Peter,  Christof  und  Valthin  die 
Mfintzen.     Innsbruck,  30.  Marz  1585.  707 

131.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  die  Gebriider 
Oswald,  erzh.  Leibschfitz,  Georg  und  Hans  die  Staudacher. 
Innsbruck,  30.  Marz  1585.  708 

135.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Gall  Taler 
von  Alldein.     Innsbruck,  30.  Mftrz  1585.  709 

139.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Conrad  M oi- 
ler an,  Bediensteten  bei  der  erzh.  Cammer,  und  dessen  Ge- 
briider Hans,  Nikolaus  und  Peter.  Innsbruck,  30.  M&rz 
1585.  710 

143.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebriider 
Wilhelm,  Hans,  Simon  und  Leonhart  die  Fran ck hen. 
Innsbruck,  30.  Mfirz  1585.  711 

147.  Wappenbrief  fur  Niklas  an  derLinden.  Inns- 
bruck, 30.  Marz  1585.  712 

151.  Wappenbest&tigung  mit  Lehenartikel  fur  Walther 
Gandtner,  Hofhafner  und  Burger  in  Innsbruck,  dem  das 
Wappen  bereits  unter'm  21.  September  1573  verliehen  wor- 
den,  und  Wappenverleihung  mit  Lehenartikel  fur  dessen 
Gebruder  Hans,  Georg,  Cristof  und  Thoman  die  Gandtner. 
Innsbruck,  1.  Mai  1585.  713 

1 55.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  mit  Wappenbesserung 
ftir  Conrad  Dietz,  erzh.  Hofsecret&r,  und  dessen  Vettern 
Hans  zu  Kembnath,  Hans  zu  Rovreuth,  Hans  zu  Prossath, 
Thomas  und  Georg.     Innsbruck,  13.  Mai  1585.  714 

163.  Wappenbrief  fur  die  Gebriider  Jacob,  Heinrich 
und  Hans  die  Hugellen.     Innsbruck,  1.  Juni  1585.     715 

167.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Leonhart 
Praytenlochner,  Burger  zu  Hall.  Innsbruck,  8.  Juli 
1585.  716 

173.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Leonhart 
Schweninger,     erzh.  Hofprunuenmaister ,   &ucb    dessen 


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—    108    - 

Sohn  Leonhart,  erzh.  Silberdiener.  Innsbruck,  18.  Juli 
1585.  717 

177.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Thoinan  P&l, 
Burger  zu  Braunegg.     Iunsbrack,  28.  Jali  1583.  718 

182.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Sebald  Hutt- 
ler,  gewester  Fehndrich.     Innsbruck,  2.  Aug.  1585.       719 

187.  Wappenbrief  far  Mang  Chris  tan  aus  Schlan- 
ders.    Innsbruck,  2.  August  1585.  720 

191.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f8r  Christian  Gr  i  m- 
perger.     Innsbruck,  20.  August  1585.  721 

195.  Wappenbrief  ffir  Hans  Lehner,  Burger  zu 
Sterzing.     Innsbruck,  20.  August  1585.  722 

199.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Bruder 
Hans  und  Cristof  und  die  Vettern  Hans,  Michael,  Georg, 
Sigmund,  Gregor,  Hans  und  Jacob  die  Mayer  zu  Fritzens. 
Innsbruck,  20.  August  1585.  723 

203.  Wappenbrief  fiir  Georg  Schreiber,  der  freien 
Kunst  und  Filosofie  Magister,  von  Ereckhertzhofen.  Inns- 
bruck,  1.  September  1585.  724 

207.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  Mun- 
ding.     Innsbruck,  1.  September  1585.  725 

211.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fftr  die  Vettern 
Hans,  Valtin,  Blasi  und  Hans  die  Psenner.  Innsbruck, 
2.  September  1585.  726 

215.  Wappenbesserung  fur  Matheus  Weingartner, 
Pfleger  des  Spitals  zum  h.  Geist  zu  Blaubeurn.  Innsbruck, 
6.  September  1585.  727 

219.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  GebrQder 
Michael,  der  Gemalin  des  Erzh.  Ferdinand  Erzherzogin  zu 
Oesterreich  Anna  Katharina  Leibschneider ,  Matheus  und 
Christof  die  Geylperger.     Innsbruck,  9.  Sept  1585.     728 

223.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fdr  die  Gebr&der 
Mathias,  Hans  und  Jacob  die  Hanibal.  Innsbruck, 
16.  September  1585.  729 

227.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Anton  Schaf- 
ler,  erzh.  Hofthiergartner.  Innsbruck,  16.  Sept.  1585.     730 


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—    109    — 

231.  Wappenbrief  fQr  die  Gebruder  Hans,  Balthasar 
and  Johann  die  Oberkhofler.  Innsbruck,  24.  September 
1585.  v  731 

235.  Wappenbrief  fiir  Georg  Zwickh,  Handelsmann 
ans  Schwatz.     Innsbruck,  28.  September  1585.  732 

239.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Gebriider 
Melchior,  erzli.  Leibschtltz,  Caspar,  Balthasar,  Martin  und 
Johann  die  Kuntz.     Innsbruck,  2.  October  1585.  733 

24 3.  Wappenbrief  fur  Mathias  Parzayer  (oder  B a r- 
zayer),  Burger  in  Botzen.    Innsbruck,  2.  Oct.  1585.     734 

249.  Wappenbrief  fiir  Johann  Baptist,  Jacob,  Sal- 
vator  und  Paul,  Gebriider,  und  ihren  Vetter  Dominikus,  die 
del  Ayo.     Innsbruck,  2.  October  1585.  735 

254.  Wappenbesserung  und  Rotwachsfreiheit  fur  den 
edlen  Christof  von  Hirschau  zu  HirschBgg,  gewesten 
erzh.  Truchsess  und  Verwalter  der  Laudgrafschaft  Nellenburg 
Innsbruck,  10.  October  1585.  736 

263.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Melchior 
Zieglauer,  Gerichtsanwald  in  Leifers,  Landgerichts  Gries 
und  Botzen.     Innsbruck,  10.  October  1585.  737 

267.  Wappenbrief  fur  Andre  Z  i  e  g  1  e  r,  Burger  zu  Lienz. 
Innsbruck,  1.  November  1585.  738 

271.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  die  Gebruder 
Matheus,  G5rg  und  Linbart  die  L5 gen.  Innsbruck,  29.  No- 
vember 1585.  739 

276.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fiir  Josef 
Endrigi,  Faktor  der  Probstei  zu  Trient.  (Die  Familie  er- 
bielt  1552  von  Kaiser  Ferdinand  I.  einen  Wappenbrief.) 
Innsbruck,  29.  November  1585.  740 

279.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Leonhard, 
erzh.  Leibtrabant,  Hans,  Wolfgang,  Cristof  und  Balthauser 
die  H5rman,  Gebriider.  Innsbruck,  29.  November 
1585.  741 

283.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  ffir  Thomas 
Crosinus  genannt  Bonportus,   der  freien  Ktinste  Magi- 


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—   na  — 

ster  &  Medicin®  Dr.,  Biirger  zu  Trient.  Innsbruck,  29.  No- 
vember 1585.     (Latein.)  742 

289.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Christof,  erzh. 
Rossbereiter,  und  Adam  die  Seelig,  Gebrttder.  Innsbruck, 
29.  November  1585.  748 

293.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  S ea- 
ter, erzli.  Leibtrabant.     Innsbruck,  29.  Nov.  1585.        744 

297.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Gebriider 
Christian,  Forstknecht  za  Mels,  Hans  und  Wilhelm  die 
Bieder  aus  Hall.     Innsbruck,  29.  December  1585.       745 

301.  Wappenbrief  ftir  Veit  Lunglmayer,  Gerichts- 
schreiber  zu  Schenna  und  dessen  Vetter  Bartlme.    Innsbruck, 

1.  Januar  1586.  746 

305.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  mit  Wappenbes- 
serung  ftir  Michael  Lingahol,  tyrol.  Gamerrath.     Innsbruck, 

2.  Januar  1586.  747 

316.  Adelsfreiheit  ffir  Christian  Hart  man,  Pundts- 
genosse  aus  dem  Pretigau,  mit  Besserung  des  seinen  Vor- 
fahren  von  Kaiser  Maximilian  I.  verliehenen  Wappens. 
Innsbruck,  2.  Januar  1586.  748 

321.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Christof  D  raxl, 
erzh.  Capellnsinger.    Innsbruck,  3.  Januar  1586.  749 

325.  Adelsfreiheituber  die  von  Christof  von  Hirschau, 
Verwalter  der  Landvogtei  Nellenburg,  in  der  Stadt  Stockach 
neuerbaute  Behausung,  und  Bewilligung  ftir  denselben,  sich 
vonHirscheggzu  nennen.     Innsbruck.  3.  Jan.  1586.    750 

331.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Severin  Heller, 
Burger  in  Innsbruck.     Innsbruck,  14.  Januar  1586.        751 

335.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Zacharias, 
erzh.  Musiker  und Trommetter,  und  Johann  die  Sagittarien, 
Gebrftder.    Innsbruck,  27.  Januar  1586.  752 

339.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  erzh.  La- 
kaien  Christof,  Mathias  und  Martin,  Gebrftder,  und  deren 
Vater  Martin,  Burger  in  Innsbruck,  die  Kr inner.  Inns- 
bruck, 28.  Januar  1586.  753 

343,     Wappenbrief    mit    Lehenartikel    fur    Bartlme 


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BAii^wfc**'       8eTiatint   S^hleich,   A*tronom    und  Geo- 
meter  u»  NMogen,     und   dessen  Bruder  gaos   U|]d  G 
Innsbruck,  2.  Fe\>x-oa.r  1586.  ^ 

347.  Wa.*>l>€*nl>Tief  mit  Lehenartikel  fiir  Thomas  Hof- 
man,  auch  Ae&scsr*  Sohn  Caspar,  bedienstet  in  der  erzh. 
Hofapotheke.       Innsbruck,  2.  Febroar  1586.  755 

351.     \*Ta,pi>ent>rief  fiir  Jacob  Mayr  zu  Lfina.     Inns- 
brock,  3.  Februar     1586.  756 
355.     \*rappeiibrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  Lakai  von 
Erzh.  Ferdinand      GeiiiaJin  Maria  Catharina,   Erzherzogin  zu 
Oesterreich,  Hstns   SteidJ.    Innsbruck,  20.  Febr.  1586.     757 
359.     Wappenbrief  mjt  Lehenartikel  fflr  Hans  Hauss- 
man  den  Eltern,     Burger  zu  Teltz,    und  dessen  Sohn  Hans, 
erzh.  Hofzuscbrotter.      Innsbruck,  20.  Febr.  1586.            758* 
363.     Wappenbiiefflr   Christof  Doldt,    erzb.   Kooh 
und  Protmaister.    .  Innsbruck,  20.  Februar  1586.             759 
367.     W»I>penbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  GebrQder 
Andre,   Bediensteten  bei  den  Glashiitten   und  Erzkftsten  zu 
Hall,    M\ch\,      Peter,    Hans,    Christian,   Sebastian,  Thomas, 
Stefan,    Jacob     und   Ambros   die   Schnitzer.      Innsbruck, 
20.  Februar    1&86.                                                              rjQ^ 
371.        Adelsbestatigung    nebst    Wappenbesserung    fiir 
Thomas  Cazin,  Statutrichter-Amts-Verwalter  zu  Sulsch  im 
Engedein.      Innsbruck,   1.  Mfirz  1586.                               7gj 
379.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Martin  Nan- 
wart,  auch  dessen  Sohn  Georg,   erzh.  Hofdrecbsler.     Inns- 
brack,  3.  Marz  1586.                                                       762 
383.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fdr  Hans   G5rg 
Graser.     Innsbruck,  3.  Marz  1586.                               753 
387.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Gebriider 
Johann,   erzh.   Bassista   bei  der  Hofkapelle,   und  Wolfgang, 
die.Koppen.    Innsbiuck,   13.  Marz  1586.                      764 
391.      Wappenbrief    mit    Lehenartikel     fiir    Theodor 
Reichenberg,  Pfarrer  zu   Auer   und   Vikar  von  Eppan. 
Innsbruck,  15.  Marz  1586.                                                735 
395.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel    ftr  Qeorg   und 

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~    112    — 

dessen  verstorbenen  Bruders  Adam  Sohn  Georg,  Bergrichter 
des  Salzbergwerks  zuHall,  die  Laimgrueber.  Innsbruck, 
23.  Marz  1586.  766 

399.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebruder 
Hans  and  Leonhart  und  die  Vettern  Mathes  and  Leonhart 
die  Frickhen  von  Rottis.   Innsbruck,  30.  Marz  1586.     767 

403.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebruder 
Georg,  erzh.  Hofkhellerdiener,  Stefan  and  Simon  die  YbJ. 
Innsbruck,  13.  April  1586.  768 

407.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  Stett- 
ner  und  dessen  Sohn  Hans  jun.,  erzh.  Zergadensdiener. 
Innsbruck,  15.  April  1576.  769 

411.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebruder 
Urban,  Martin,  Georg,  Leonhard  und  Dominik  die  Wiser, 
Burger   aus  Neumarkt.     Innsbruck,   5.  Mai  1586.  770 

415.  Adelsbestatigung  nebst  Wappenbesserung  und 
Botwachsfreiheit  fiir  Georg,  Zollner  am  Eisackh  zu  Botzeo, 
und  dessen  Vetter  Bartlme  die  Hiertmair  von  Hierten- 
berg,  auch  Ausdehnung  ihres  Adels  aufGeorgs  verstorbenen 
Bruders  Leonhart  Sohn  Melchior  Hiertmair  von  Hiertenberg. 
Innsbruck,  8.  Mai  1586.  771 

(Fol.  423—427  unbeschrieben.) 

428.  Adelsfreiheit  mit  Besserung  des  ihren  Vorfahren 
von  Kaiser  Ferdinand  I.  verliehenen  Wappens  fur  Balthasar, 
erzh.  Hofcaplan,  und  dessen  Vettern  Johann  Maria  und  Ni- 
colaus  a  Martinis,  Einwohner  von  Calliano  iin  Tridentini- 
schen.     Innsbruck,  13.  Mai  1586.     (Latein.)  772 

435.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Jacob  Maue- 
muller.     Innsbruck,  10.  Mai  1586.  773 

439.  Wappenbrief  fur  Melchior  Loher,  Waybl  im 
Oberamt  der  1.  f.  Landvogtey  Schwaben.  Innsbruck,  10.  Mai 
1586.  774 

443.  Wappenbrief  fiir  Hans,  Gericbtsanwalt  zu  Munt, 
und  dessen  Vettern  Anton  und  Peter,  Gebruder,  die  Runtzen 
aus  Kaltern.  (Der  Familie  Buntz  war  ein  Slterer  Wappen- 
brief verbrannt)     Innsbruck,  10.  Mai  1586.  775 


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—    113    — 

447.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Georg,  Pfarrer 
zn  Reichenspeinen  (?),  und  Hans  die  Khessler,  Gebriider. 
Innsbruck,  10.  Mai  1586.  776 

451.  Wappeubrief  mit  Lehenartikel  fair  die  Gebriider 
Johann,  erzb.  Hofcaplan,  and  Stefan  die  K op  pen.  Inns- 
bruck, 10.  Mai  1686.  777 

456.  Wappeubrief  mit  Lehenartikel  far  Leonbard 
Brenner.     Innsbruck,  10.  Mai  1586.  778 

459.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  die  Gebriider 
Lorenz,  in  Verwendnng  beim  1.  f.  Salzhandel,  und  Conrad 
die  Schneider.    Innsbruck,  10.  Mai  1686.  779 

463.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  die  Gebriider 
Matheus  und  Bartolome  dieGagesser.  Innsbruck,  10.  Mai 
1586.  780 

467.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Cristof  Piih- 
ler  und  dessen  Sohn  Georg,  des  Markgrafen  Carl  zu  Burgau 
Kammerheitzer.     Innsbruck,  1.  Juni  1586.  781 

471.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,  be- 
dienstet  beim  Abwagzollamt  zu  Niderhofen,  und  Galliii  die 
Wanner,  Gebriider.    Innsbruck,  10.  Juui  1586.  782 

476.  Vermehrung  des  alten  (am  15.  Juli  1575  ver- 
liehenen)  Wappens  der  Schiesser  mit  dem  erledigten  uralten 
adelichen  Wappen  der  Settelin  vora  Stain  fur  Leon- 
hard  Schiesser  bei  der  Landvogtei  im  obern  Elsass,  und 
Freiheit,  sich  von  oder  zu  An  der  man  sp  erg  zu  nennen. 
Innsbruck,  10.  Juni  1586.  783 

485.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Sebastian  A  u  e  r, 
Lendhffcetter  zu  Hall.     Innsbruck,  12.  Juni  1586.  784 

493.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Ge- 
massmer,  Stadt-  und  Gerichtsschreiber  zu  Glurns  und 
Malls,  und  dessen  Vettern  Hanns  auf  Mfitsch,  Hanns  zu 
Malls  und  Hanns  auf  Gemassen,  die  Gemassnier,  wie  aucb 
fEbr  die  Gebriider  Moriz,  Gall,  Cristan,  Anton  und  Hanns 
die  Gemassmer  in  Schnalss.     Innsbruck,  1.  Juli  1586.     785 

497.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Gebriider 

Ferdimndeumi-ZeiUchrift.  8 


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—     114    — 

Mathias  und  Hans  die  Prett  aus  Leifers,  Landgerichts 
Botzen.     Innsbruck,  1.  Juli  1586.  786 

501.  Wappenbesserung  mit  Lehenartikel  fur  Johann 
Baptista,  Vlrich  and  Leonhard  die  Aichner  zu  Paschpach, 
Gebriider,  und  deren  Vetter  Valthin  Aichner  zu  Cortinig. 
1.  Juli  1586.  787 

505.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Thoman  Hert- 
nagl  von  Gdtzens.    Innsbruck,  1.  Juli  1586.  788 

510.  Bestfitigung  der  dea  Gebriidern  Adam  und  Abra- 
ham den  L&nsern  von  Eppan  von  Kaiser  Rudolph  II. 
am  4.  Marz  1583  verliehenen  Adelsfreiheit,  mit  Wappen- 
besserung.    Innsbruck,  2.  Juli  1586.  789 

617.  Wappenbrief  fur  die  Gebriider  Adam  und  Georg 
die  Khnogler,  Biirger  in  Innsbruck.  Innsbruck,  21.  Au- 
gust 1586.  790 

52 1 .  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Gebhart  H  a  i  n  e, 
Unterbaumeister  in  Eostanz.    Innsbruck,  6.  Sept.  1586.     791 

525.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Vettern 
Anton  und  Christan  die  Prunner  aus  Marggreid.  Inns- 
bruck, 5.  September  1586.  792 

529.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hieronimus 
Sultzner,  Amtsgerichtsschreiber  zu  Brauneggen.  Innsbruck, 
10.  September  1586.  793 

533.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  Gebriider 
Jacob,  erzh.  Leibharnischmacher  und  Hofplatner,  Abraham, 
Hans  und  David  die  Dopffen.  Innsbruck,  19.  September 
1576.  794 

537.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Barthlme 
Wagner,  Verweser  des  1.  f.  Bergwerkhandels  zu  Baten- 
berg  am  Ynn.     Innsbruck,  27.  September  1586.  795 

541 .  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  H  u  e  b  e  r, 
Zeughauspiixen-  und  Zimmermaister.  Innsbruck,  28.  Sep- 
tember 1586.  796 

545.  Wappenbrief  fiir  Leonhart  Froschauer  und 
dessen  Vettern  Wolfgang,  Gristof  und  Jacob.  Innsbruck, 
2.  December  1586.  797 


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—    115    — 

548.  Adelsfreiheit  trod  Besserung  des  200  Jahre  alten 
Wappens  far  Hans  Georg  Wagner  von  Bintzenheim. 
Innsbruck,  20.  Februar  1586.  798 


VDI.  Band. 

I.  Adelsfreiheit  far  Cbristoff,  Berggerichtsschreiber  nnd 
Froner  in  Elsass  and  Sundgau,  auch  Jakob  and  Christan, 
Bedien8tete  bei  besagtein  Bergwerk  im  Silberhandel  and  Pro- 
biren,  Gebruder  die  H aid  en,  und  Freiheit  fiir  den  Erst- 
genannten,  sich  von  seiner  neuerbaaten  Behaasang  im  Flecken 
Chirameni  (?)  im  Belfort'schen  von  and  zu  Haidenbarg 
zu  nennen.     Innsbruck,  31.  Aagast  1585.  799 

II.  Bestatigang  des  von  Kaiser  Rudolph  II.  unter'm 
30.  October  1577  dem  Franziskus  Wettin  verliehenen  Reichs- 
adels,  Rothwachsfreiheit  und  Wappenverbesserung  fur  dessen 
Sohn  Franciskus  Wettin.    Innsbruck,  29.  Juli  1581.    800 

21.  Wappen brief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  St  and  er. 
Innsbruck,  1.  Januar  1582.  801 

25.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Strobl, 
Quardarober  des  Markgrafen  Gar]  von  Burgau.  Innsbruck, 
30.  Juni  1583.  802 

29.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Heinrich,  Hans 
Heinrich,  Caspar  und  Hans,  Gebruder,  und  ihre  Vettern 
flans  Felix,  Hans  Georg,  Jakob  und  Peter  die  Erne. 
Innsbruck,  28.  Juli  1583.  803 

33.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f iir  Jeremias,  Pfar- 
rer  zu  Matray,  Georg  und  Hans  dieTuttenkhofer,  Gebru- 
der. Innsbruck,  3.  Januar  1586.  804 
37.  Uebertragung  des  von  Kaiser  Carl  V.  1529  dem 
Sebastian  Aigner  verliehenen  und  in  Folge  des  Aussterbens 
der  Familie  erledigten  Wappens  auf  Mathias,  Cyprian,  Josef 
und  Thoman  die  Z archer,  Gebruder.  Innsbruck,  13.  Ja- 
nuar 1586.  805 
41.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Leonhart,  Caplan 

8* 


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—    116    — 

am  Cunterssweg,  and  dessen  Vetter  David  die  Plan ck he n. 
Innsbruck,  10.  August  1586.  806 

45.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Thomas, 
kon.  spanisch.  Fussknecht-Hauptmanu ,  Simon,  k5n.  span. 
Fehndrich,  Franz,  Christof  und  Anton  die  Hueter,  Ge- 
brtider,  von  Stertzing.     Innsbruck,  31.  August  1586.      807 

(Fol.  52  und  53  unbeschrieben.) 

54.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Artz- 
perger  von  Kapffingen.     Innsbruck,  28.  Sept.  1586.     808 

58.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Schna- 
bel.     Innsbruck,  2.  December  1586.  809 

62.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Johannes 
Baptista  de  Ferrarijs,  artium  &  med.  Dr.,  erzh.  Physicus 
und  Medicu8,  in  Ansehung  zehnjahriger  Dienste,  wie  auch 
far  seine  Gebruder  Anton,  Bernardin  und  Franciscus  de 
Ferrarijs,  Einwohner  von  Roveredo  und  Ala  in  der  tri- 
dentiner  Dioecese.  Innsbruck,  31.  Januar  1857.  (Latein.)    810 

70.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Martin  Pap  pin, 
Burger  und  Handelsmann  zu  Rosenhaim.  Innsbruck,  20.  Fe- 
bruar  1587.  811 

74.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Joachim  Weit- 
gasser,  Bergwerksverweser  zu  Klausen.  Innsbruck,  28.  Fe- 
bruar  1587.  812 

78.  Wappenbrief  f&r  Marx  Thurnherr,  Schulthais 
zu  Habschaim,  und  seinen  Sohn  Nikolaus,  der  freien  Kiinste 
Magister  und  Vorderosterr.  Regiments-Kanzleischrciber.  Inns- 
bruck, 1.  M&rz  1587.  813 

82.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Sebastian  Zim- 
merman.    Innsbruck,  2.  M&rz  1587.  814 
86.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  filr  Viktor  L  eh  ner 
Burger  zu  Kufstein.     Innsbruck,  17.  M&rz  1587.            815 
91.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans,   Bedien- 
steter  in  der  erzh.  Hofapotheke,  und  Balthasar  die  Bit  tier, 
Gebruder.    Innsbruck,  25.  Marz  1587.                            816 
95.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  furMelchiorGaggia 


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—     117    — 

in  der  Vallis  Solis  (Sulzberg).  Innsbruck,  25.  Mftrz  1587. 
(Latein.)  817 

101.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  Frei- 
held,  Zollamtsgegenschreiber  am  Eysackh  zu  Botzen,  woinit 
demselben  das  durcb  das  Aussterben  der  Familie  Kiesf el- 
der aus  Botzen  erledigte  Wappen  verlieheu  wird.  Inns- 
brat*,  1.  April  1587.  818 

105.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Isak,  als  erzh. 
Hofportratmahler  die  freie  Kunst  der  Konterfeiturey  ausubend, 
nnd  Jakob  die  Martin,  Gebriider  aus  Antorff.  Innsbruck, 
3.  April  1587.  819 

109.  Wappenbrief mitLehenartikel  fur Narziss, Georg  und 
Bartlme  die  Z  i  n  1  i  n,  Gebriider.  Innsbruck,  30.  April  1587.  820 

113.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Mathias  Pilhl- 
hueber,  Bergrichter  der  1.  f.  Herrschaft  zu  Kitzpiichl.  Inns- 
bruck, 4.  Mai  1587.  821 

118.  Wappenbesserung  und  Rotwachsfreiheit  fiir  Chri- 
stof,  1.  f.  Hofpfenningmeister,  Hans,  Sigmund  und  Wilhelm 
die  Sattlberger,  nachdem  dem  Geschlechte  bereits  von 
K.  Ferdinand  I.  der  Adel  verliehen  worden  war.  Innsbruck, 
7.  Mai  1537.  822 

129.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  filrMatheus  Wid- 
man  von  Coreth.     Innsbruck,  11.  Mai  1587.  823 

133.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Gabriel,  La- 
kay  des  Fursten  Carl  Markgrafen  von  Burgau,  und  Moritz, 
erzh.  Leibschiitz,  die  Khnollen,  Gebriider.  Innsbruck, 
11.  Mai  1587.  824 

137.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Wilhelm 
Krauss,  erzh.  Mundkoch.     Innsbruck,  11.  Mai  1587.     825 

141.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel^  fur  Martin  Hotz. 
Innsbruck,  13.  Juni  1587.  *  826 

145.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Leonhard  Si- 
mon Erlacher  vonJSchwatz.  Innsbruck,  25.  Juni  1587.    827 

148.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg,  Simon, 
Rueprecht,  Hans  und  Melchior  die  Hueber,  Gebriider. 
Innsbruck,  25.  Juni  1587.  828 


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—    118    — 

152.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Martin  Fr  iieauf, 
Burger  zu  Clausen.     Innsbruck,  21!  Juli  1587.  829 

156.  Wappenbesserung  mit  Lehenartikel  fur  die  Ge- 
brfider  Dominik,  erzh.  Hofkupferstecher,  Hieronimus,  Peter, 
Tobias,  Johann  Baptista  und  Rafael  die  Gustodis.  Inns- 
bruck, 2.  August  1586.  830 

160.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  ChristofKha- 
ser,  Arzneikunstler.  Innsbruck,  10.  August  1587.  831 
(Fol.  164  und  165  unbeschrieben.) 

166.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Michael  We- 
ber, Leibbarbier  des  Cardinals  Andre  von  Oesterreich.  Inns- 
bruck, 22.  August  1587.  832 

170.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fiir  Paul,  Sigmund 
und  Elias  die  Weyerlehner,  Gebruder,  Burger  in  Meran 
Innsbruck,  11.  September  1587.  833 

174.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Melchior,  Bur- 
ger und  Maler  zu  Hall,  Ludwig  und  Cristof  die  Bitter  1, 
Gebriider.    Innsbruck,  13.  September  1587.  834 

178.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Leonhard 
Wanger,  Gerichtsanwaldt  zu  Uttenhaim.  Innsbruck,  4.  Sep- 
tember 1587.  835 

182.  Wappenbrief  fiir  Georg,  Richter  der  Herrschaft 
zu  Castelbel,  und  Peter,  Gebrfider,  und  deren  Vetter  Ma- 
theus,  die  Hartl.     Innsbruck,  12.  October  1587.  836 

186.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f3r  Hans  den 
Aeltern  und  Hans  den  Jungero,  Lakay  beim  FGrsten  Carl 
Markgrafen  zu  Burgau,  die  Grausen  (oder  Khraussen), 
Gebruder.     Innsbruck,  15.  October  1587.  837 

193.  Adelsfreiheit  fur  die  Gebruder  Balthasar,  Chri- 
stof  und  Georg  die  Rottenbuecher  nebst  Besserung  des 
vom  Kaiser  Friedrich  HI.  1488  ihren  Vorfahren  verliehenen 
Wappens.     Innsbruck,  19.  October  1587.  838 

198.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  B ab- 
ler, gew.  Landgerichtsschreiber  der  Grafschaft  Werdenfelss, 
auch  dessen  Sohn  Balthasar,  d.  Z.  des  Obersten  Vorst- 
maisters  in  Tyrol  Ambtsschreiber,  wegen  des  erstern  Dienste 


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-    119     _„ 

^^^8  VerwaLltex-    ini     Boflfiietermaister-  hernach  im  1.  f.  Vorst- 
^* ^Uter- Ambt    in    T-yrol.    Innsbruck,  6.  Nov.  1587.        839 
20S5.         "^Va.ppexibrief    mit    Lehenartikel    fur   Hans    tmd 
C3^0t$r    dio     Siferlinger,   GebrUder.     Innsbruck,  4.  Decem- 
^^X  \^%T .  840 

206.       "Wappeiibrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  Khlin- 
ger   von    Ratenberg  und  dessen  Sohn  Cristof,   Zollamts-Ge- 
genschreiber    atif    der  Th5ll     Innsbruck,  5.  Dec.  1587.    841 
210.       "Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fur  Michael  und 
JSeinricb    die     Krempschen,  Vettern.     Innsbruck,  18.  De- 
cember  1587.  842 
214-      AclelsfVeiheit  mit  Wappenbesserung  fur  Jenewein, 
-Secretarj     des        JETfirsten    Carl   Markgrafen   zu   Burgau,    und 
i'elix,   Gebruder,      and   deren  Vetter  Albein  die  Laturner, 
*nit  der  Freibeit,      sich  von  Thurn  zu  nennen.     Innsbruck, 
S.  Januar   1588.                                                                 843 
220.       A^delsfireiheit  und   Wappenverleihung   fur  Hanss, 
Xeattinandt    des  ITiirsten  Carl  Markgrafen  zu  Burgau,  Urban, 
[Michel,   "Veit.    und   Barthlme  die  Khembter  von  Annenberg 
fcxvft^LevcYisseT*,    Gebruder.     Innsbruck,  10.  Jan.  1588.      844 
230-      ErYiebung  des  dem  Hans   Jacob  Schuestl,   1.  f. 
Hofkanzlei-TSxpeditor,  gehftrigen  Gutes  zum  Turn  in  HSttin- 
gen    \>e\  Tnoslsruck   zu   einem   frei-adelichen  Sitz,   nebst  der 
"Freibeit*    sicli   von  Liechtenturn  zu  nennen,  furdenselben 
raid  dessen  Brflder  Konrad  und  Simon.     Innsbruck,  29.  Ja- 
nuar  1588.                                                                        845 
234.      Erhebung    des    im    Dorfe    Stans,    Landgerichts 
"Freindtsperg    und   Schwatz,   gelegenen    Hofes,    ehemals    der 
TL\etioger-  und  Carlhof  genannt,  zu  einem  frei-adelichen  Sitz, 
nut  der  Freiheit,  sich  davon  von  Ruedlsperg  zu  nennen, 
fur  Heinrich  Ruedl,   obristen  Fugg*rischen   Bergwerk-Fak- 
tor  in  Tyrol.    Innsbruck,  29.  Januar  1588.                     846 
240.     Adels-  und  Rotwachsfreiheit  fur  Jacob  Bertolf, 
Miinzmaister  in  Hall.     Innsbruck,  1G.  Februar  1588.      847 
246.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Albrecht  von 
Ortenstain  den  Aeltern,  gewesten  erzh.  Falkner,und  dessen 


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Sohn  Albreoht  den  Jilngern,  Lakai  bei  dem  Fttrsten  Carl 
Markgrafen  zu  Burgau.     Innsbruck,  31.  Marz  1588.       848 

250.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jacob,  beim 
Rathe  der  0.  0.  Regierung  bedienstet,  und  Georg  die  Eisen- 
schmid,  Gebrlider.     Innsbruck,  31.  M&rz  1588.  849 

254.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Veit  Wil- 
li alb  m  von  Mtsch,  Gerichts  Schlanders,  und  Hans  Yeit 
und  Loyen  die  Wilhalbm,  Gevettern.  Innsbruck,  31.  Mfirz 
1588.  850 

258.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  f&r  Christof 
Pintzner,  Cammerdiener  des  F&rsten  Carl  Markgrafen  zu 
Burgau.     Innsbruck,  31.  Mfirz  1588.  851 

266.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fftr  Mathes  Mayer, 
erzh.  Fehndrich,  von  Stertzing.  Innsbruck,  31.  Mfcrz  1588.   852 

270.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans,  Peter, 
Veit,  Barthlme  und  Martin  die  Kuttenrainer,  Gebnlder. 
Innsbruck,  31.  M&rz  1588.  853 

274.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  Mir  Hans,  Gabriel, 
Rafael  und  Georg  die  Diettenshamer,  Gebrtider,  aus 
Trient.     Innsbruck,  31.  Marz  1588.  854 

278.  Wappenbesserung  fur  den  edlen  Adam  L5ffl- 
holtz.    Innsbruck,  4.  April  1588.  855 

285.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Matheus,  Hans, 
Georg  und  Josef  die  Schneider,  Gebrflder  von  Stertzing. 
Innsbruck,  5.  April  1588.  856 

290.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Andre  Suit  z- 
pacher,  Burger  von  Clausen,  wodurch  demselben  das  seinen 
Anverwandten,  den  Niderist,  vom  rom.  K5nig  Ferdinand  I. 
1532  verliehene  und  durch  das  Aussterben  dieser  Familie 
erledigte  Wappen  ertheilt  wird.  Innsbruck,  5.  Mai  1588.     857 

295.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andre  Rust, 
Burger  zu  Inchingen.     Innsbruck,  5.  Mai  1588.  858 

298.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Abraham 
Kopp  und  seines  verstorbenen  Bruders  Veit  hinterlassene 
Sohne  Abraham  und  Hans.  Innsbruck,  5.  Mai  1588.  859 
(Fol.  302  und  303  unbeschrieben.) 


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304.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Gall,  Hofbrods- 
Vemriter,  und  Georg  die  Tulfer,  Gebriider.  Innsbruck, 
11.  Mai  1587.  860 

(Fol.  308  und  309  unbeschrieben.) 

310.  Erhebung  der  neuerbauten  Behausung  zum  alten 
Prunn  in  Innsbruck  zu  einem  adelichen  Sitz  fQr  Erhart 
Reutter,  und  Freiheit,  sich  darnach  von  und  zu  Kalten- 
brun  zu  nennen,  fur  denselben  und  dessen  Gebriider  Georg, 
Futtermeister  des  Bruders  des  Erzh.  Ferdinand  Erzherzog 
Carl  zu  Oesterreich,  und  Caspar,  des  Thumbkapitels  zu 
Aichstet  Obloyer.     Innsbruck,  9.  Juni  1588.  861 

316.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  nebst  Wappen- 
besserung  fur  Christof,  1.  f.  Hofkanzlei-Registrator  und 
Taxator,  und  Thomas,  Kuchelmaister  des  Johann  Thomas 
Bischofs  zu  Brixen,  die  Ebner,  Gebriider.  Innsbruck, 
9.  Juni  1588.  862 

(Fol.  321—329  unbeschrieben.) 

330.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Stefan 
Vescovi,  medic.  Dr.,  und  dessen  Bruder  Johann  Peter. 
Innsbruck,  2.  Januar  1583.     (Latein.)  863 

335.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Urban  T  a  u  r  e  r 
aus  Marquartstain.  Innsbruck,  18.  April  1584.  (Wieder- 
holung  von  VI,  268.)  ad  649 

339.  .  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Hans,  Cristof 
und  Sergius  die  Lamp  pen,  Gebriider.  Innsbruck,  2.  Ja- 
nuar 1585.  864 

343.  Wiederholung  des  Adelsdiploms  fiir  die  Hai- 
den  von  und  zu  Haidenburg  vom  31.  August  1585. 
(Originalconcept  VIII,  1.)  ad  799 

(Fol.  349  und  350  unbeschrieben.) 

351.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Domi- 
nions de  Ferrarijs,  officio  Capitaneatus  ^t  Datii  Port® 
St®.  Cruris  in  Ciuitate  Tridenti  perfungens.  20.  Januar 
1586.    (Latein.)  865 

357.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Georg  Zim- 
merman,  erzh.  Hofdrechsler,   und  dessen  Gebriider  Bern- 


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—    122    — 

hart.  Balthasar,  Melchior  and  Friedrich.  Innsbruck,  23.  Marz 
1586.  866 

361.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Franz  Borom. 
Sold  an,  erzh.  Hofbflchsenmacher  (bombardae  fusor),  von 
Bormio.     Innsbruck,  10.  Mai  1586.     (Latein.)  867 

363.  Wappenbestatigung  fflr  Hans,  'Wolf,  Filipp,  Ja- 
kob, Balthasar,  Georg,  Gebriider,  und  Caspar,  Wolfgang  and 
Melchior,  Vettern,  die  In  der  Maur,  deren  Vorfahren  bereits 
von  Kaiser  Friedrich  1479  ein  Wappen  verliehen  und  von 
Kaiser  Maximilian  unter'm  23.  October  1491  bestatiget  er- 
halten  haben.     Innsbruck,  1.  August  1586.  868 

372.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fUr  Franciscus, 
Steuereinnehmcr  (in  exigendis  et  colligendis  tributis),  und 
Bartholomeus  die  Scherpeperger,  Gebriider.  Innsbruck, 
31.  August  1586.     (Latein.)  869 

377.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andre,  Ge- 
richtsanwaldt  auf  Tysens,  Hans  und  Bartlme  die  May r,  Ge- 
briider.    Innsbruck,  27.  September  1586.  870 

381.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Maiss- 
felder,  Burger  und  Maler  zu  Hall.  Innsbruck,  12.  No- 
vember 1587.  871 

385.  Bestatigung  des  den  edlen  Rottenbuechern  von 
und  zu  Rottenbuech  von  Kaiser  Maximilian  H.  gebesserten 
adelichen  Wappens  fur  Josef  Rottenbuoher  zu  Rotten- 
buech.    Innsbruck,  21.  November  1587.  872 

392.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Adam  Die- 
tinger  den  Aeltern,  Bergwerks-Offizier  in  Schwatz.  Inns- 
bruck, 25.  Mftrz  1587.  873 

396.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Wolf,  erzh. 
Leibtrabanten,  und  Hans  die  Sch5l linger,  Gebriider  aus 
Rosenheim.     Innsbruck,  5.  September  1587.  874 

403.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fOr  Georg,  erzh. 
Leibtrabanten  und  Hoftischler,  und  Cristof  P  a  si  e  r,  Gebriider, 
und  deren  Vetter  Georg.     Innsbruck,  5.  Sept.  1587.       875 

407.  Wappenbesserung  mit  Lehenartikel  fur  die  Ge- 
brfider  Mathes   und  Jakob,   bedienstet  bei  der  0.  0.  Regi- 


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mentskanzlei ,  die  Bernhart,  deren  Familie  bereits  von 
Kaiser  Maximilian  I.  mit  einer  Wappenverleihung  begnadet 
worden.     Innsbruck,  12.  September  1587.  876 

413.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,  erzh. 
Maisterkhoch,  und  Hans  die  Tauberer,  Gebruder.  Inns- 
bruck,  13.  September  1587.  877 

417.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans,  Georg 
und  Marx  die  Gleurser,  Gebrfider.  Innsbruck,  16.  Fe- 
brnar  1588.  878 

421.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Ludwig,  Leib- 
trabant,  Peter,  Hans,  Thoman  und  Bartholorae  die  Schwartz 
zen,  Gebruder.     Innsbruck,  16.  Februar  1588.  879 

425.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Johann,  Pfar- 
rer  zu  St.  Lorentz,  und  Veit  die  Mutij,  Gebiiider.  Inns- 
bruck, 1.  Marz  1588.  880 

429.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  Wan- 
ner und  dessen  Sohn  Thoman,  beim  Taufferischen  Kupfer- 
Bergwerk.     Innsbruck,  12.  Marz  1588.  881 

(Fol.  433  und  434  unbeschrieben.) 

435.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  und 
Wolf  die  Zingl,  Gebruder.   Innsbruck,  31.  Marz  1588.     882 

439.  Besserang  des  dem  Geschlechte  der  Herter  von 
Hertl  (Hertler)  von  Kaiser  Ferdinand  I.  1559  verliehenen 
Wappens  fur  Hans  Ulrich  und  Moriz  die  edlen  Herter  von 
Hertler,  Gebruder.    Innsbruck,  31.  Marz  1588.  883 

445.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  furRuprecht,  Port- 
ner  auf  Ambras,  und  Adam,  erzh.  reitender  Kammer-Port- 
ner,  die  M  filler,  Gebrfider.  Innsbruck,  31.  M&rz  1588.    884 

449.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Simon  Hoch- 
5dler,  Feldschreiber  fiber  das  eigen  Fendl  des  Fursten 
Carl  Markgrafen  zu  Burgau.  Innsbruck,  31.  Marz 
1588.  885 

453.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Alexander, 
Burger  und  Apotheker  zu  Brixen,  Niklas,  Johann  Baptista, 
Paul  und  Cesar  Gebrfider  die  Zephiern  und  deren  Vetter 
Georg.    Innsbruck,  31.  Marz  1588.  886 


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—    124    — 

459.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Werner  Attl- 
mayr,  Hnetschmfickher  des  Herrn  Carl  Markgrafen  zu 
Burgau.    Innsbruck,  25.  April  1588.  887 

465.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Han, 
Regiments-Profoss  beim  Fflrsten  Carl  Markgrafen  zu  Burgau. 
Innsbruck,  27.  April  1588.  888 

469.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Ruepp, 
Salzfaktor  zu  Weyer.     Innsbruck,  9.  Juni  1588.  889 

474.  Bestatigung  der  seinen  Vorfahren  von  Kaiser 
Carl  V.  1541  verliehenen  und  vom  r5m.  KSnige  Ferdinand  L 
1554  confirmirten  Adelsfreiheit  und  des  Wappens  fur  Lin- 
hart  Jonas.    Innsbruck,  13.  Juni  1588.  890 

486.  Wappenbrief  far  Niklas  Haydacher.  Inns- 
bruck, 19.  Juni  1588.  891 

490.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Mathias,  Pfar- 
rer  zu  Mulls,  und  Sigmund,  Caplan  zu  Mitterhof  in  der 
erzh.  Burg  zu  Innsbruck,  die  Schwartzenperger,  Ge- 
briider,  ihrer  Schwester  S5hne  Augustin,  Georg  und  Caspar 
die  Rappoldter  und  zweiten  Mann  Hans  Neumuller. 
Innsbruck,  22.  Juni  1588.  892 

494.  Rotwachsfreiheit  und  Vermehrung  des  Wappens 
mit  dem  erledigten  des  mit  Karl,  Domherrn  in  Brixen,  und 
Lienhart,  Truchsess  und  Kellner  zu  Tyrol,  erloschenen  Ge- 
schlechtes  der  Loyen,  und  Freiheit,  sich  von  dem  frei-ade- 
lichenSitze  zuSeisseneck  inMerau  vonundzuSeissenegk 
zu  nennen,  fur  den  Schwager  der  Obigen,  Simon  Juda  Heyr- 
ling  zu  Winckl,  Keller- Amtsverwalter  zu  Tyrol.  Inns- 
bruck, 15.  Juli  1588.  *  893 

503.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Quirin  und 
Lorentz  die  Schlatter,  Gebrflder,  Pfannhausamts-Holz- 
fiirdinger,  aus  dem  Oberinnthal.  Innsbruck,  20.  Juli 
1588.  894 

507.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Diebolt,  Bur- 
ger, Balbierer  und  Wundarzt,  und  Matheus  dieWildbrecht, 
GebrQder.    Innsbruck,  20.  Juli  1588.  895 

511.    Wappenbrief   mit  Lehenartikel   fiir   Hieronimus, 


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—    125    — 

erzh.  Hofjager,  Ferdinand  and  Samuel  die  Seyler  (oder 
Sayler),  Gebruder.    Innsbruck,  20.  Joli  1588.  896 

514  !/2.     Wiederholung  des  Diploma  VUI,  254.    ad  850 

515.  Wappenbrief  fur  Jakob,  Landrichter  zu  Sonnen- 
bnrg,  und  Paul  die  S  c  h  w  a  i  c  k  h  o  f  e  r,  Gebruder.  Innsbruck, 
20.  Juli  1588.  897 

519.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Caspar 
und  Hans  Ludwig  die  Schmid,  Gebriider  aus  Kostanz. 
Innsbruck,  14.  September  1588.  898 

523.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,  Hof- 
stallmeister,  und  dessen  Vettern  Michael  und  Raspar  die 
Daser.     Innsbruck,  15.  September  1588.  899 

527.  Wappenbrief  fiir  Jacob  H  a  e  1 1 1  i  n,  Stadtschreiber 
zu  Gostantz.     Innsbruck,  17.  September  1588.  900 

533.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  nebst  Wappen- 
besserung  fiir  Dr.  Albrecht  Holtzapffel,  geistlichen  Richter 
zu  Speyer.     Innsbruck,  25.  September  1588.  901 

539.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans,  Martin, 
Georg,  Melchior  und  Mathes  die  Reinperger,  Gebruder, 
Burger  zu  Hall.     Innsbruck,  14.  October  1588.  902 

543.  Wappenbrief  fiir  Harms,  Wachtmaister  der  1.  f. 
Besatzung  der  Grafschaft  und  des  Schlosses  Arch,  Gall  und 
Jakob  die  Plentz,  Gebriider.  Innsbruck,  19.  October 
1588.  903 

547.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  ffir  Hans  und 
Georg  die  Hess  en,  Gebruder,  in  kdn.  spanischen  Kriegs- 
diensten.     Innsbruck,  19.  October  1588.  904 

551.  Wappenbesserung  mit  Lehenartikel  fur  Christoph 
Cur  tins  aus  Passau  und  dessen  Bruder  Matthias  und  Wolf- 
gang.    Innsbruck,  20.  November  1588.     (Latein.)  905 

555.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,  Hof- 
nnd  Maisterkhoch,  und  Martin  die  Mannss,  Gebruder. 
Innsbruck,  1.  November  1588.  906 

559.  Wappenbesserung  mit  Lehenartikel  far  Ruepp, 
Burger  zu  Hall,  und  Leopold  die  Pletzl,  Gebruder.  Inns- 
bruck, 1.  December  1588.  907 


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—    126    — 

563.  Wappenbrief  fur  Leonhardt,  erzh.  Hofkaplan, 
und  Balthasar,  Kanonikus  zu  Ynnching,  die  L&ner,  Ge- 
briider, auf  beider  Lebenszeit.  Innsbruck,  1.  December 
1588.  908 

567.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Oswald  Und- 
terperger,  Burger  and  Gastgeb  zu  Schwatz.  Innsbruck, 
15.  December  1588.  909 

571.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  die  erzh. 
Edelkuaben-Hofmeister  Caspar  und  Hieronimus  die  Ear- 
th olden,  Gebriider.     Innsbruck,  20.  December  1588.     910 

577.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Ludwig  Baull  er, 
Burger  und  Stadtarzt  zu  Ulm.  Innsbruck,  31.  December 
1588.  911 


IX.  Band. 

1.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Friedrich, 
Sigmund,  Bar  time  und  Cristof  die  Rain  old,  Gebriider  und 
Vettern   aus   Feldkirch   und   Bregenz.     Innsbruck,   4.  April 

1588.  912 
13.     Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  die  Ge- 

brftder  Balthasar,  Fendrich,  und  Kaspar  die  Poekh,  und 
Freiheit,  sich  von  dem  adelichen  Sitz  Narrenholtz  ober- 
halb  Matray  von  und  zu  Arnholtz  zu  nennen.  Inns- 
bruck, 22.  Juni  1588.  913 
19.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  Alt- 
ham  er,   Traidthandler   zu  Schwatz.     Innsbruck,   21.  M&rz 

1589.  914 
23.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Cristoff  Stad- 

ler,  Burger  zu  Hall.     Innsbruck,  3.  Mai  1569.  915 

27.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  Bon- 
land,  Gerichtsschreiber  zu  Pfundts,  und  seine  Gebriider 
Veit,  Jakob  und  Hans.  Innsbruck,  17.  October  1589.  916 
31 .  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Erhard  K  ii  e  c  h  1, 
Burger  zu  Innsbruck,  und  dessen  Vettern  Kaspar  und  Hans. 
Innsbruck,  2.  Januar  1590.  917 


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—     127     — 

34  V2.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  mit  Wappenbes- 
serung fur  Georg,  erzh.  Hofkanzlei-Verwandten ,  Heinrich 
and  Wolfgang  die  Starckhen,  Gebruder.  Innsbruck, 
1.  Mai  1591.  918 

35.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Simon  K  r  a  t  z  e  r, 
Schlossportier  anf  Ambras,  und  dessen  Sohn  Elias.  Inns- 
bruck, 1.  September  1590.  919 

39.    Adels-   und  Rotwachsfreiheit   und  Verleihung  des 
erledigten    adel.   Wappens   des   ausgestorbenen   Geschlechtes 
der  Baiern   von  Altenburg,    ferners   noch  die  Freiheit 
8ich   von    und   zu    Altenburg  zu   nennen,   fur  Christof 
Vintschger.    Innsbruck,  22.  August  1591.  920 

47.  Erhebung  der  dem  Anton  Jager  gehSrigen  Be- 
haosung  ausserhalb  dem  Flecken  Telfs,  Pirchenberg  genannt, 
zu  einem  adelichen  freien  Sitz,  und  Freiheit  iiir  Obigen  und 
dessen  verstorbenen  Bruders  Josef  Sohn  Jakob,  sich  von 
und  zu  Pirchenberg  zu  nennen,  nebst  Wappenbesserung 
(Oeffnung  des  Helmes).     Innsbruck,  22.  August  1591.    921 

55.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar,  erzh. 
Gemsjager,  Urban,  Georg,  erzh.  Leibschiitz,  Conrad,  erzh. 
Plahenknecht  und  auch  Gemsj&ger,  und  Wolfgang  die 
Rueffen,     Gebrfider.    Innsbruck,  3.  October  1591.      922 

60.  Besserung  des  von  Kaiser  Maximilian  II.  am 
16.  April  1567  ihren  Vorfahren  verliehenen  adeligen  Wap- 
pens nebst  Rotwachsfreiheit  fur  Franciskus  und  Andre  die 
Janarden,  Gebruder.    Innsbruck,  9.  Januar  1592.       923 

65.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Anton,  Cristof 
und  Michael  die  Metzger,  Gebrfider.  Innsbruck,  16.  Fe- 
bruar  1592.  924 

69.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Benedikt 
Franckhenberger,  Burger  zu  Passaa.  Innsbruck, 
12.  Juli  1592.  925 

73.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Hans 
Adam  T&ndl.     Innsbruck,  20.  Juli  1592.  926 

79.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  AchazSchon- 


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—     128    — 

felder,  erzh.  Kapellsanger  (Tenorist).  Innsbruck,  14.  Sep- 
tember 1592.  927 

83.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Cristof  Sailer, 
Schlosser  zu  Ambras.     Innsbruck,  14.  Sept.  1592.         928 

88.  Wappenbrief  fur  Melchior  Mullet,  des  Raths 
Burger  zu  Meran,  dessen  zwei  BrQder  im  Feldzuge  gegen  die 
Tiirken  gefallen.     Innsbruck,  14.  September  1592.  929 

.93.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  Asst, 
erzh.  Maisterkoch.     Innsbruck,  3.  Februar  1593.  930 

97.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Jakob  Z  wi  n  c  kh, 
Burger  und  Weissgarber  in  Innsbruck,  und  dessen  Binder 
Blasius.    Innsbruck,  3.  Februar  1593.  %  931 

101.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Isak,  Georg 
und  Lorenz  die  Weichsleder,  Gevettern.  Innsbruck, 
20.  Februar  1593.  932 

105.  Wappenbesserung  fiir  die  edlen  Johann  Baptist, 
erzh.  Truchsess,  und  dessen  Vettern  Franz  und  Gregor, 
Zahlmeister  bei  der  Frau  Maria  Erzh.  zu  Oesterreich,  die 
von  Seebach.     Innsbruck,  1.  April  1593.  933 

111.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  Bo- 
lan  und  dessen  SShne  Mathias,  Stadthauptmann  zu  Ulm, 
Melchior  und  Maximilian.     Innsbruck,  12.  April  1593.     934 

115.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans,  Paul, 
Alexias,  Andre  und  Lukas  die  Fischer,  Gebrtider  von 
Kitzpiichl.    Innsbruck,  23.  April  1593.  935 

LI  9.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Martin 
Gschwendtner  von  Schwatz.  Innsbruck,  1.  Mai  1593.    936 

123.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Benedikt 
Wider,  1.  f.  Forstiiberreiter  des  Landgerichts  Sonnenburg. 
Innsbruck,  19.  Juni  1593.  937 

127.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  den  erzh. 
Thiergartner  zu  Ombras  Harms  P  e  s  e  n  d  o  r  f  f  e  r.  Innsbruck, 
1.  Juli  1593.  938 

131.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  die  tyrol.  Lands- 
unterthanen  Leonhart  und  Cristof  die  Happacher,  Ge- 
briider.     Innsbruck,  4.  Juli  1593.  939 


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—    129    — 

135.        "Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftr  Filipp,  Caspar, 
flans,  gaaat 3mJ eon  und  Gdrg  die  Riedl,   Gebr&der.    Inns- 
bruck*   14.    Jxili  1593.  940 
139.        AWappenbrief  f&rGabrielDietenshamer,  Land- 
richter       za      Rotenstain    in    Karnten.     Innsbruck,    29.   Juli 
1593.                                                                                       941 
143.        "Wappenbrief  mit  Lehenartikel    fur  Jakob    und 
Cbriataji      die    Leutgeb,    Gebruder.     Innsbruck,   31.  Juli 
1593.  942 
147  .       'Wappenbrief  fur  Hans,  Silberbrenner  beim  Berg- 
werke  xa  Katzpuchl,  und  Sebastian,  Landrichter  daselbst,  die 
Simeringer,  Gebruder.    Innsbruck,  3.  Aug.  1593.      943 
l&l.      Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Adam  Has s  1- 
mayr,     Burger   und  lateinischen  Schulmeister    zu    Botzen. 
Innsbruck,  15.  August  1593.  944 
156.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fur  Adam,  Ge- 
richtsschreiber    zu    Toblach,    Sebastian    and    Zaeheas    die 
Walther,  Gebruder.    Innsbruck,  16.  Nov.  1593.         945 
159.     Wappenvermehrung  mit  dem  erledigten  Wappen 
der   ausgestorbenen   Hueber  von   Villach   in  Karnten   fur 
Simon   und  Christof  die  Lechthaler,   Gebr&der.     Inns- 
bruck, 24.  August  1593.  946 
165.    Wappenbest&tigung  mit  Lehenartikel  fur  Paul, 
Landschreiber  an  der  Etsch,  Hans,  Abraham  und  Marx  die 
Stdckhl,  Gebruder,   welche   Familie   schon   unter    Kaiser 
Ferdinand  I.  einen  Wappenbrief  erhalten  hat,  den  ein  Vetter 
von  Schwatz  mit  sich  ausser  Lands  genommen.    Innsbruck, 
1.  September  1593.  947 
(Eingeschaltet    aus    den    Hofkanzleiacten    des    k.  k. 
Adelsarchivs:)    Adelswappenverleihung  Erzherzogs   Mathias 
an  Paul  Alber,   Pfleger  zu   Tawr,   dessen  Ahn   Joachim 
gewester  Oberamtmann  zu  Faulgenstatt  und  Vetter  Blasius 
gewester  Hofmeister   des  Gotteshauses  Siiessen  waren,  mit 
der  Bewilligung,   sich  von  dem  ob  dem  Dorf  Mulau  gelege- 
nen  Ansitz  Ehrntreutz,   so  von  seiner  Hausfraw  nechst  be- 
freundten    den    Hoferischen    herkhombt,     und   er  anjetzo 
Feiduundeuma-Zeitechrift                                         9 

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—    130    — 

aigenthumbliohansichbraclit,  yooEhrn treats  zunenuen.*) 
Inosbruok,  1.  November  1596.  947  a 

l701/2.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  des  Erzherzogs 
Mathias  fur  Georg,  Degenhard  and  Fridrich  die.  Kriener, 
Burger  zu  Innsbruck.    Innsbraok,  15.  Not.  1596.  948 

(Eingeschaltet  aus  denHof  kanzleiacten  des  Adelsarchivs:) 
Adelsverieihuug  and  Wappenbesserung  Erzherzogs.  Mathias 
fiir  Georg  Hueber.     Innsbruck,  20,  November  1596.    948  a 

(Eingeschaltet  aus  den  Hofkanzleiacten  des  Adelsarchivs:) 
Wappenbrief  Erzherzogs  Mathias  fur  Georg  P  i  n  g  g  e  r  a,  dessen 
Bruder  Hieronymus  und  deren  Vettern  Hieronymus  undQs* 
wald.    20.  November  1596.  948  b 

170  V8 .  Wappenbesserung  fiir  den  edlen  Darius  C  as  t  e  1- 
letus  Herrn  zuNomj,  der  Gemaiin  des  Erzh.  Ferdinand, 
Erzherzogin  Anna  Gatharina,  Obristen  Hofmeister  (supremos 
curias  praefectus).  Innsbruck,  3.  Sept.  1593.     (Latein.)    949 

171.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffLr  Georg,  Burger 
and  Gastgeb  zu  Innsbruck,  Balthasar  and  Caspar  die 
Werckhmaister.     Innsbruck,  15.  Sept  1593.  950 

175.  Adelsfreiheit  fiir  Hans  Farcher  (oderForoher), 
St&dtschreiber  in  Hall,  nebst  Besserung  des  von  Kaiser  Ma- 
ximilian L  seinen  Vorfahren  verliehenen  Wappens,  Inns- 
brack,  18.  September  1593.  950  a 

181.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Wolfgang 
Hohenfeider  genannt  Mdstl,  der  Gottesh&user  zu  Hail 
Zinseinbringer.    Innsbruck,  18.  September  1593.  951 

(Fol.  184  und  185  unbeschrieben.) 

186.  Adels-  und  Wappenbestatigung  fur  Philip  und 
Antoni,  Gebriider,  auch  Bernhard,  Sigmund  Georg,  Bartlmee 
und  Antoni,  Gevettern,  dieVilossen.  Innsbruck,  29.  Sep- 
tember 1593.  952 

191.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,   Post- 


*J  Der  tiroler  Kanzler  Mathias  Alber,  dessen  Erben  seit  1563 
der  tiroler  Adelsmatrikel  (irriger  Weise  mit  dem  Predicate  „von  Ehren- 
treizu)  eiuverleibt  erscheinen,  war  gone  andern  Stammes  und  Wappens. 


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—    131    — 

meister-Ambtsverwalter  zu  Fuessen,  Michel,  Mathias  and 
Bans,  Gebruxler,  and  Georg,  Caspar,  Martin  uod  Balthazar, 
Vettern,  die  Socher.     Innsbruck,  12.  October  1593.     953 

195.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Martin  Wit- 
wer,  Burger  und  Atlwdrucker  zu  Innsbruck,  dessen  Binder 
Georg  and  Vetter  Hans  Jacob  Witwer.  Innsbruck,  20.  Oc- 
tober 1593.  954 

199.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Peter  Peer, 
Gapellsinger  zu  Hall.    Innsbruck,  22.  Oct.  1593.  955 

204  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Blasy  K  u  p  f  e  r- 
degen  zn  Niderdorff,  Landgerichts  Welsperg.  Innsbruck, 
5.  November  1593.  966 

206.  Wappenbrief  filr  Michael,  Burger  zu  Schwatz, 
Wolfgang  und  Rueprecht  die  Burgstaller,  Gebruder. 
Innsbruck,  5.  November  1593.  957 

212.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andreas  und 
Jobst  die  Tober,  Gebruder.    Innsbruck,  5.  Nov.  1593.     958 

216.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Jakob,  Gast- 
geb  zu  Mulbach,  und  Abraham  die  Schlagl  (oder  Schlegl), 
Gebruder.    Innsbruck,  10.  November  1593.  959 

221.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Michael 
Pardeller,  Hallschreiber  beim  Pfadnhaus  und  Salzmayr- 
amt  zu  Hall.    Innsbruck,  7.  Januar  1594.  960 

229.  Adelsfreiheit  nebst  Verleihung  des  dem  abge- 
storbenen  Geschlechte  der  Pettenrainer  von  Kaiser  Fer- 
dinand 1.  1563  erthtilten  und  nun  erledigten  adelichen  Wap- 
pens  ffir  Melchior  Undervischer,  Deehant  des  Gottes- 
hauses  Neustift  bei  Brixen.    Innsbruck,  8.  Jan.  1594.     961 

233.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andereas  Ho f  e r, 
Burger  zu  Salfelden.    Innsbruck,  31.  Januar  1594.        962 

237.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Mathias 
Burgkhlehner,  Obersten  Kaiumersecret&r  der  0.  0.  Lande. 
Innsbruck,  6.  Februar  1594.  963 

245.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Marx  W ar- 
te rv  Burger  und  Goldschmid  zu  Brixen.  Innsbruck,  24.  Fe- 
broar  1594.  964 

9* 


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—    132    — 

249.    Wappenbrief  ffir  Blasy  und  Veit  die  Salomon  jo 

geoanDt    Kappler,    Gebrfider.     Innsbruck,    24.    Februar         \ 
1594  966 

258.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Stefan,  Georg 
and  Hans  die  Spennesperger,   Gebrftder.      Innsbruck,  } 

24.  Februar  1594.  966 

257.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Benedikt 
Perger  and  dessen  S5hne  Christof,  Burger,  Seidensticker 
and  Perlhefter  in  Botzen,  Habakak  and  Michael.  Innsbruck, 
1.  Mara  1594.  967 

261.  Adelsfreiheit  and  Wappenbesserang  fiir  Georg 
Schfirele.    Innsbruck,  1.  April  1594.  968 

267.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Dominik 
Ihenet,  Statutrichter  in  Engedein,  and  dessen  Vetter  Ulrich 
Ihenet    Innsbruck,  11.  Mai  1594.  969 

271.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Valtin  Mill- 
berger  zu  Sch&rding.     Innsbruck,  31.  Mai  1594.         970 

275.  Wappenbrief  fiir  Georg,  Peter  and  Andre  die 
Ratschiller,  Gebrtkder.     Innsbruck,  21.  Mai  1594.    971 

279.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Adam  KSle, 
Burger  zu  Innsbruck.    Innsbruck,  21.  Mai  1594.  972 

283.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  Empl, 
Bergrichter  zu  Taufers.    Innsbruck,  21.  Mai  1594        973 

288.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg,  Seba- 
stian und  Thoman  die  Prandtmair,  Gebrtider,  Burger  zu 
Meran.    Innsbruck,  21.  Mai  1594.  974 

293.  Adelsfreiheit  and  Wappenbesserang  fiir  Dionis 
Talhamer  nebst  der  Freiheit,  sich  von  and  zu  Talegg 
zu  nennen.    Innsbruck,  21.  Mai  1594.  975 

301.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Hans  Dun  ck  hei- 
st ainer,  Bnrger  zu  Hall,  dessen  kinderlos  verstorbene 
Vatersbriider  Sixt  und  Gall,  jedoch  mit  Ausschluss  seines 
Vaters  Haimeran  Dunckhelstainer,  schon  von  Kaiser  Carl  V. 
1552  einen  Wappenbrief  erhalten  hatten.  Innsbruck,  1.  Juni 
1594.  976 

307.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  Mr  Augustin  and 


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—      133    - 

„. aP^  ^°   Schn  a.  idtperger  und  ihres  verstorbenen  Bmders 

QeC**~&>     nix^t«rla-B»onen    Sohn    Christof.     Innsbruck,   2.  Jum 

16^*'  977 

SIX).  W  stppenbrief  fttr  Valthin  Raunabacher  ge- 
lt Picaleiner,  Zollverwalter  in  Picalein.  Innsbruck, 
.  3um    \594.  978 


314.       "VSTappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  "Weyer, 

Torger    in     Meran,     und   seines   verstorbenen   Bmders  Sohn 

s^«kob.      Ixmsbrock,    23.  Jnni  1594.  979 

3X8.      "Wappenbrief  mit  Lehenartikel   fiir   Hans   Wu- 

^^  bell  a,     Anwalt    in  Taufers,   Gerichts  Glurns  and  Mais. 

V^msbruck,    1.    Juli   1594.  980 

322.      Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  Ram- 

perger,     Zollgegenschreiber  am   Lneg.    Innsbruck,    1.  Juli 

1594.  981 

326.       Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  Andre 

und   Caspar   die  L&rcher,  Gebrftder  zuBotzen.    Innsbruck, 

29.  August    1594.  982 

330-       Wappenbrief   mit  Lehenartikel   fur  Franzisktis, 

des  Ratbs    Burger   an  Meran,   Hans,   Andre   und  Gotthard 

die     G  r  o  p  p  e  n ,     Gebriider.      Innsbruck ,     7.    September 

\594.  983 

334*      Adelsfireiheit  nebst  Besserung   des  der  Familie 

^ELyas    von    Kaiser  Maximilian  I.   yerliehenen  Wappens,   f&r 

Christian    Ryss  zu   Stertzing.     Innsbruck,    12.   September 

A&94.  984 

(Hieher    mag    das    fehlende    Concept    eines   "Wappen- 

\snefes  Itbr  die  Pern  (Peer)  gehdren,  welcher  am  3.  October 

1594  ausge8tellt  sein  soil,  und  dessen  im  Wappenbriefe  des 

Comes    palatums  Dr.   Joh.   Hildeprandt  Meckher   v.   u.   z. 

Balghaimb   f&r  Hans  Christan,  auch  Gall   und  Christan  die 

Pern,  Gebriider,  wohnhaft  zu   Plawen   und  in  Schlinj,  ddo. 

Innsbruck,  3.  Heumonats  1595,  Erwfthnung  geschieht)    984  a 

342.    Adels-  und  Rotwachsfreiheit  und  Besserung  des 

von  Kdnig  Ferdinand  L  1531   ihren   Vorfahren  verliehenen 

und  von  Erzh.  Ferdinand  1589   ge&nderten  Wappens,   flbr 


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-     134    — 

Wolfgang,  erzh.  Hofkanzleiverwandter,  und  Mathias  die 
Faustner,  Gebrfider.     Innsbruck,  20.  Oct.  1594.         985 

348.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Morandt 
Scheppelin  von  Altkirch,  Hauptmann.  Innsbruck,  20.  Oc- 
tober 1594.  986 

352.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Desiderius 
Scararauza,  des  Fiirsten  Carl  Markgrafen  zu  Burgau  ge- 
westen  Cammerdiener.     Innsbruck,  20.  October  1594.     987 

356.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hieronimus, 
Pfarrer  zu  Taufers,  und  Bartlme,  Burger  zu  Sillian,  die 
Mayr,  Gebrfider.     Innsbruck,  20.  October  1594.  988 

360.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar  P  r  e  s  1 1, 
Hausmaister  der  erzh.  Hofkaplane.  Inflsbruck,  20.  October 
1594.  989 

364.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Gabriel,  Richter 
zu  Naudersperg,  und  Thomas  die  Jos  en,  Vettern.  24.  Oc- 
tober 1594.     (Der  Schluss  fehlt.)  990 

(Nach  einer  Notiz,  welche  im  k.  k.  Statthalterei- Archive 
zu  Innsbruck  an  Stelle  des  dem  tiroler  standischen  Archive 
abgetretenen  und  dortselbst  nicht  mehr  vorfindigen  Diploms 
hinterlegt  ist,  wird  hier  eingefugt:)  Verleihung  eines  Burg- 
friedens  zu  dem  von  Leoman  Schiller  von  Herder n,  0.  0« 
Kanzler,  kauflich  an  sich  gebrachten  adelichen  Ansitze 
Grabenstein  zu  Miilau,  mit  der  Freiheit  fur  denselben,  sich 
von  und  zu  Grabenstein  zu  nennen  (und  Adelsbestati- 
gung?).    Innsbruck,  26.  October  1594.  990  a 

(Fol.  369—372  und  377  fehlen  ganz,  und  die 
hier  notirten  Fol.  373 — 376  sind  aus  Versehen  dem 
XI.  Bande  hinter  Fol.  218  beigebunden.) 

373.  Schluss  eines  Wappenbriefes  (mit  Lehenartikel?). 
Innsbruck,  31.  October  1594.  991 

374.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  flir  Peter,  Ambt- 
und  Postschreiber  des  1.  f.  Hofpostmaisters  Paul  von  Taxis, 
und  dessen  Vetter  Michael,  die  Roy  ten.  1.  November  1594. 
(Der  Schluss  fehlt.)  992 


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—    135    — 

378.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Hieroni- 
mus,  Pflegsverwalter  in  Schlanders,  Ulrich,  1.  f.  Kelnambts- 
Gegenschreiber ,  audi  Christof,  Ludwig  und  Hans  die 
Penlzinger,  Gebrttder.     Innsbruck,  17.  Nov.  1594    993 


X.  Band. 

1.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  Tis ch- 
in aoher,  Burger  und  erzh.  Hofschlosser.  Innsbruck,  1.  Ja- 
nuar 1589.  994 

5.  Wappenbrief  rait  Lehenartikel  fiir  Georg  Schdberl 
und  deasen  S5hne  Bantaleon,  Burger  zu  Hall,  Hans  und  Wil- 
helm.     Innsbruck,  2.  Januar  1589.  995 

9.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Bartlme  Noth, 
Burger  und  SpUeJmeister  zu  Botzen,  und  seinen  Vetter 
Peter  Andre  Noth.    Innsbruck,  3.  Januar  1589.  996 

13.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Martin  Mes- 
ner.    Innsbruck,  4.  Januar  1588.  997 

17.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Balthasar  Heu- 
serer,  Burger  zu  Botzen.    Innsbruck,  12.  Jan.  1589.     998 

21.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Gebhard,  Prie- 
ster,  und  Christof,  1.  f.  Einnehmer  in  der  Landgrafschaft 
Nellenburg,  die  Bluomen,  Gehriider.  Innsbruck,  6.  Fe- 
bruar  1589.  999 

25.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Isaak,  Adjunkt 
oder  Amt8schreiber  in  der  Landgrafschaft  Nellenburg,  und 
Fridrich  die  Meyer.    Innsbruck,  6.  Februar  1589.      1000 

29.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Michael  und 
Hans  dieSchwerttlin,  Gebriider,  Burger  der  Stadt  Villin- 
gen  vor'm  Schwarzwald.     Innsbruck,  20.  Febr.  1589.     1001 

35.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Bitter- 
lio.     Innsbruck,  3.  Marz  1589.  1002 

39.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  Hager, 
Burger  zu  Passau  und  Hofviktualien-Lieferant  (Zufuerer), 
Innsbruck,  7.  Marz  1589.  1003 

43.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Wo  lfgang  L  a  i  m- 


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—    186    — 

grueber,  Muller  and  Peck  im  Yhenbach.  Innsbruck, 
9.  M&rz  1589.  1004 

47.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fur  die  GebrQder 
Eberhart,  des  Fftrsten  Carl  Markgrafen  zu  Burgaa  Leib- 
balbier,  Albrecht,  Ludwig  and  Leonhart  Heinrich  and  den 
Vetter  Paul,  die  Elfrenndorffer.  Innsbruck,  9.  M&rz 
1589.  1005 

51.  Adeisfreibeit  and  Wappenverleihung  fiir  Hanns 
Jen  ewe  in  yon  Botzen,  Fendrich.  Innsbruck,  10.  M&rz 
1589.  1006 

57.  Adelsfreiheit  fiir  Georg  Feckbtner,  nebst  Bes- 
serung  des  von  Kaiser  Maximilian  I.  der  Familie  verliehenen 
Wappens.    Innsbruck,  20.  M&rz  1589.  1007 

65.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fur  Georg  Tau- 
sentscbftn,  Hofgartner  zu  Glintzburg.  Innsbruck,  21.  M&rz 
1589.  x  1008 

69.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fur  Hans  Alt- 
hamer,  TraidthandJer  zu  Schwatz.  Innsbruck,  21.  M&rz 
1589.    (Wiederbolung  IX,  19.)  ad  914 

72.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fur  Sebastian  R  e  s  c  b, 
Burger  zu  Obernberg,  Traidthandler.  Innsbruck,  21.  M&rz 
1689.  1009 

76.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fiir  ChristofSchlecht 
and  dessen  Briider  Andre  und  Hans  Jakob.  Innsbruck, 
1.  April  1589.  1010 

80.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  far  Lienbart  Plecb, 
Scbuldthaiss  za  L&nsser.  Innsbruck,  17.  April  1589.  1011 
(Fol.  83 — 85  unbeschrieben.) 

86.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fiir  Hans  Kbuntz, 
erzh.  Hofapotheckhersgesell.  Innsbruck,  10.  Mai  1589.      1012 

90.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fur  Sebastian 
Hauertaler,  Bergwerksverwandten  in  der  Gastein,  and 
dessen  Vetter  Sebastian.    Innsbruck,  15.  Mai  1589.     1013 

94.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  far  Oswald  Jan k- 
holtzer,  erzh.  Seehtiter  im  MoserthaL  Innsbruck,  1.  Juli 
1589.  1014 


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—    137    — 

98.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Leonhard,  Hof- 
bochbioder  uud  Burger  in  Innsbruck,  nod  Narciss,  Burger 
zn  Brixeo,  GebrBder  die  SchiechL  Innsbruck,  5.  Jani 
1589.  1015 

104.  Besserong  des  vom  rflm.  Kdnige  Ferdinand  L 
1531  Siren  Vorfahren  verliehenen  Wappens  far  Hans  Faust- 
ner,  Burger  zu  Ratenberg  am  Inn,  and  dessen  Sflbne  Wolf- 
gang, erzh.  Hofkanzleiverwandten,  and  Mathias  and  deren 
Vettern  Andre  and  Georg.    Innsbruck,  1.  Aug.  1589.     1016 

109.  Wappenbrief  fur  Thoman  Ooldrainer  za 
Casstlbell.    Innsbruck,  3.  August  1589.  1017 

113.  Wappenbrief  far  Hanns  G  u  f  e  r,  Gerichtsprokurator 
za  Schlanders.    Innsbruck,  3.  August  1589.  1018 

119.  Best&tigung  (sic!)  der  der  Familie  Aichner  zu 
Paschbach  (?)  voo  Kaiser  Fridrich  III.  1471  verliehenen 
Adelsfireiheit  undBesserong  des  Wappens,  far  Johann  Bap- 
tista,  d.  Z.  Pfleger  auf  Tefitschenofen  und  in  Flass,  audi 
Ylrich  und  Leonhard,  GebrSder,  und  deren  Vetter  Valtin 
die  Aichner  zu  Paschbach.  Innsbruck,  3.  August 
1589. ,  1019 

„■  129.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Urban,  Schlosser 
und  MQntzer  in  Hall,  Hans  und  Georg  die  Heisler,  Ge- 
brider.    Innsbruck,  1,  September  1589.  1020 

133.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  furClaus  zuRain-. 
feWen  und  Hans  zu  Caltern  die  Zimmerman,  Gebiiider. 
Innsbruck,  7.  September  1589.  1021 

137.  Wappenbrief mitLehenartikel  far BlasiSchif erle, 
Burger  und  Gastgeb  zu  Salurn.  Innsbruck,  7.  September 
1589.  1022 

141.  Wappenbrief  fur  Simon  und  Hans,  GebrOder,  und 
deren  Vetter  Christof,  Postverwalter  in  Neumarckt,  die  Gart- 
ner.   Innsbruck,  11.  September  1589.  1023 

145.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Hans,  1.  f. 
M&ntzwerchmaister  zu  Hall,  Georg  und  Jakob  die  Kftgl, 
Gebrtder.    Innsbruck,  11.  September  1589.  1024 

149.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel   ffir  Hanns,  1.  f. 


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—    138    — 

Muotztruckhwerchsmaieter  zu  Hal],  Georg,  Tobias  und  Helias 
die  Triichterbronen,  Gebriider.  Innsbruck,  It.  Septem- 
ber 1589-  1025 

153.  Wappenbesserung  fur  das  von  der  Erzherzogin  Maria 
Magdalena,  Schwester  des  Erzh.  Ferdinand,  in  der  Stadt 
Hall  neu  erbaute  Gotteshans  und  fiirstliche  Stift  Innsbruck, 
13.  September  1589.  1026 

129.  Wappenbesserung  and  Rotwachsfreiheit  fur  den 
edlen  Andreas  Undterperger.     Innsbruck,  16.  September 

1589.  1027 
166.     Adelsfreiheit   und  Wappenbesserung  fur  Johann, 

Dr.  der  Rechte,  geistl.  "Vicar  zu  Brixen,  und  Cristof,  Steuer- 
einnehmer  daselbst,  die  Walser,  Gebruder.  Innsbruck, 
1.  October  1589.  1028 

171.  WappenbriefmitLehenartikel  furMoritz  Jentsch, 
Burger  zu  Liebenthal  in  Schlesien,  und  dessen  Sohn  Balthasar, 
Ambtschreiber  beim  tyrolischen  Kammermaisterambt.  Inns- 
bruck, 1.  November  1589.  1029 

176.  Wappenbesserung  fur  Hans,  Pfanhausamtsschreiber 
zu  Hall,  und  Balthasar,  Gebruder,  und  deren  Vetter  Ma- 
theus,  Leib-  und  Hofkhftrsner ,  die  S  pi  ess.  Innsbruck, 
1.  November  1589.  1030 

181.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg  Fuer- 
man,  Schmid  auf  Ambras.     Innsbruck,  3.  Dec.  1589.     1031 

185.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Johann 
Anton,  fiirstl.  bayer'schen  Schats-,  auch  Schloss-,  Leib-  und 
Quardi-Hauptmann  und  des  Landtspergischen  Pundts  be- 
stellten  Obrist,  Peter  und  Jakob,  Gebruder,  dieZinen  von 
Zinenburg.     Innsbruck,  31.  December  1584.  1032 

(Fol.  192—194  unbeschrieben.) 

195.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,  Bene- 
flziat  bei  der  St.  Jakobs-Pfarrkirche  in  Innsbruck,  Leonhart 
und   Hans   die  Kainen,    Gebruder.     Innsbruck,   2.   Januar 

1590.  1033 
199.     Adelsfreiheit    und  Wappenbesserung    fur  Anton 

Girardi    de    Oastell,    obersten    Waldmeister ,    Berg- 


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—    139    — 

riehter  und  Zollner  in  Prim5r.  Innsbruck*  3.  Januar 
1590.  1034 

206.  Wappenbrief  fUr  Sebastian  Obser,  Burger  zu 
Meran.     Innsbruck,  11.  Januar  1690*  1036 

210.  Wappenbrief  fur  Simon,  Burger  des  Rath*  zu 
Meran,  Pan],  Hans,  Wolfgang  nnd  Leonhart  die  Schwai- 
ger,  GebrGder.     Innsbruck,  10.  Pebruar  1690.  1036 

214.  Wappenbrief  fiir  Jacob  Adam  zu  Malls*?,  wo- 
durch  demselben  das  von  Kaiser  Ferdinand  I.  Jacoben  Co- 
radin,  dem  Mutterbruder  des  Obgenannten,  verliehene  Wap- 
pen  ertheilt  wird.     10.  Februar  1590.  1037 

218.  Wappenbrief  far  Caspar  S  i  x  t.  Innsbruck, 
10.  Februar  1590.  1938 

222.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  flir  Hans  Hfttzin- 
ger.     Innsbruck,  10.  Februar  1590.  1039 

226.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Caspar  L  ay- 
may  r,  Matheyler.     Innsbruck,  11.  Februar  1590.         1040 

230.  Erhebung  der  dem  Pflegsverwalter  «u  ScWann- 
derss  Gedrg  Gifl  eigenthtimlichen  Bebaosung,  Mossburg 
geoannt,  zn  einem  adelichen  freien  Sitz,  nebst  Freiheit  far 
denselben,  sich  des  adelichen  Titels  von  nnd  zu  Moss* 
burg  zu  bedienen.     Innsbruck,  20.  Feblnar  1590.        1«  41 

234.  Wappenbrief  ftlr  Thomas  und  Niclas  die  Dfir- 
singer,  Gevettern.     Innsbruck,  23.  Februar  1590.      1042 

238.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Quirin  H5r- 
warter,  Burger  zu  Griess  und  Botzen.  Innsbruck,  3.  M&rz 
1590.  1043 

243.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Begin 
von  Tramyn.     Innsbruck,  13.  April  1590.  1044 

246.  Best&tigung  der  von  Kaiser  Rudolph  IF.  am 
2.  August  1589  den  Gevettern  Alexander,  der  Bechten 
Doctor,  und  Adam  den  EQrl  veriiehenen  Adelsfreiheit,  und 
Rotwachsfireiheit  fiir  Adam  Eyrl,  Steuereinnehmer  an  der 
Etsch.     Innsbruck,  14.  April  1590.  1045 

256.  Wappenbrief  fiir  Georg  KhQrcbner.  Inns- 
bruck, 8.  Mai  1590.  1046 


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260.  Wappenbrief  ffir  Hans  Unterpertinger,  Ge- 
riohts  Schttaeckh  gesessen.     Innsbruck,  8.  Mai  1590-     1047 

264.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fOr  Kaspar,  Pfiur- 
rer  in  Algunt,  and  Peter  die  J&ger,  Gebrftder.  Innsbruck, 
8.  Mai  1590.  1048 

268.  Adelflfreiheit  und  Bessernng  des  der  Familie 
Atzenholtz  von  Kaiier  Maximilian  L  verliehenen  Wappens 
ffir  Conrad  Hannss  und  Ruedolph  die  Atzenholts  genannt 
Wechsler,  Gebriider,  deren  Vatter  weylandt  Hanss  Jacob 
Stadtvogt  der  Stadt  Cosstantz  gewest  Innsbruck,  12.  Mai 
1590.  1049 

275.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans,  Cosman 
und  Michael  die  Ranigler,  Gebrfider,  Burger  in  Botzen. 
Innsbruck,  15.  Mai  1590.  1050 

280.  Wappenbrief  fOr  Kolman,  Pfiegsverwalter  und 
Gerichtsschreiber  auf  Tysens,  und  Leonhardt,  Gebrtder,  und 
deren  Vettern  Sebastian  und  Paul  dieSturtzeisen.  Inns- 
bruck, 23.  Jfai  1590.  1051 

284.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Michael,  erzh. 
Fatekner  und  Waidmann,  Hans  und  Hieronimus  die  Ertl. 
Innsbruck,  27.  Mai  1590.  1052 

289.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Balthasar, 
Paul  und  Andre  die  Rot,  Gebrftder,  Burger  zu  Imbst. 
Innsbruck,  27.  Mai  1590.  1053 

294.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Matheus 
Vetzen,  Burger  in  Hall.    Innsbruck,  5.  Juni  1590.     1054 

298.  « Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  von 
Premen,  Burger  und  Goldsohinid  in  Innsbruck.  Innsbruck, 
5.  Juni  1590.  1056 

303.  Best&tigung  der  von  Kaiser  Rudolph  II.  der  Fa- 
milie Zuanell  verliehenen  Adelsfreiheit  nebst  Wappenbesserung 
und  Freiheit,  sich  von  Gerspurg  zu  nennen,  fflbr  Joseph 
Zuanell  von  Gandin.    Innsbruck,  20.  Juni  1590.       1056 

314.  Bessernng  des  von  Kaiser  Maximilian  H.  der 
Familie  Vischer  verliehenen  Wappens  fur  Jacob,  Probst  des 
Gotteshauses  Neuenstift,  und  dessen  Vettern  Gregor,  Burger 


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—    141    - 

zu  Brixen,  and  Hanns  die  Vischer.  Innsbruck,  1.  Jnli 
1590.  1057 

321.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Bernhard, 
Caspar  mid  Hans,  Gebrfider,  mid  deren  Vetter  Franz  die 
Montesardagna,  Bttrger  zu  Triendt.  Innsbruck,  27.  Jnli 
1590.  1058 

327.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Hans  Ant- 
helm,  Burger  und  Handelsmann  in  Dietrichsberg.  Inns* 
brock,  8.  August  1590.  1059 

333.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fftr  Martin,  erzh. 
Mundkocb,  und  Hans,  Burger  und  Gastgeb  zu  Lab  in  Mftr- 
hern,dieLeitgeb,  Gebrfider.  Innsbruck,  3.  Sept  1590.    1060 

337.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Hans  Tend* 
ler,  erzh.  Koch,  und  seines  Vaters  Bruders  Ulrich  hinter- 
lasaene  Kinder.    Innsbruck,  3.  September  1590.  1001 

341.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Johann  H  eg«n~ 
waldt,  Apothekergesell  in  der  erzh.  Leib-  und  Hofapotbeken. 
Innsbruck,  3.  September  1590.  1062 

345.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftir  Sebastian, 
Burger  zu  Weilhaim,  dessen  Sohn  Hans,  erzh.  Hofohrmacher, 
auch  Hanns  und  Michael  die  Mair,  Gebrfider.  Innsbruck, 
24.  September  1590.  1063 

349.  Wappenbrief  fttr  Gristof,  Landrichter  zu  Roten- 
stain,  und  Lorenz  Wolgemuet,  Gebrfider.  Innsbruck, 
20.  October  1590.  1064 

353.  Wappenbrief  ftir  Sebastian  Reithardinger, 
Gerichtsanwald  zu  Wilthan.  Innsbruck,  10.  November 
1590.  1065 

(Fol.  355  und  356  unbeschrieben.) 

357.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fftr  Zuan  Doni, 
in  Verwendung  bei  dem  erzh.  Montalbianischen  Holzhandel, 
Balthasar,  Jacomo,  Martin  und  Francesco,  Gebrfider  und 
Vettern,  de  Zaneti.   Innsbruck,  16.  October  1589.     1066 

361.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Peter  Peiss- 
ker,  Hofgold8chmid  der  Schwester  des  Erzh.  Ferdinand, 
Erzherzogin  Magdalena.    Innsbruck,  12.  Januar  1589*    1067 


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367.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  filr  Hans,  Lien- 
hart  und  Andre  die  Schwartz,  Gebriider,  von  VillgreiC. 
Innsbnck,  28.  J«di  1583.  1068 

37  1.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Georg,  Berg- 
riohter  in  Scharloch,  and  Martin  die  Raff],  Gebriider. 
Innsbruck,  2.  Februar  1584.  1069 

377.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ttr  Bernhart,  Pe- 
ter and  Anton,  Gebriider,  and  deren  Vetter  Anton  Penolj, 
tyroMsche  Handelsleut.     Innsbruck,  31.  Dea  1564        1070 

381.  Wappenbrief  filr  Andreas  Perscb,  Burger  an 
Meran  nnd  gewesten  Bediensteten  beim  1.  f.  Kellnambt  2a 
Tyrol.    Innsbruck,  30.  M&rz  1585.  1071 

388.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Thoman  N  e  i  d- 
h*rd,t,  Burger  und  Glastnaler  in  Feldkirch.  Innsbruck, 
9.  September  1587.  1072 

391.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Michael  Lurx. 
Innsbruck*  20.  December  1588.  1073 

(Fol.  395  und  396  unbeschrieben.) 

397.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andre  Steger 
(oder  Stdger),  erzh.  Leibtrabant.  Innsbruck,  1.  Mai 
1588.  .  1074 

402.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  filr  Caspar  Proy, 
Freyartzkhaoffer-Amts-Gegenschreiber  zu  Schwatz.  Inns- 
bmek,  31.  Mta  1588.  1075 

406.  Adel8freiheit  und  Wappenbesserung  for  Georg 
Pogler.    Innsbruck,  31.  M&rz  1588.  1076 

412.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Sigmund  Fel- 
der,  Verweser  des  Schmiltzhandels  beim  1.  f.  Bergwerch  zu 
Schwatz.     Innsbruck,  11.  April  1688.  1077 

4 16.  Adebfreiheit  and  Wappenverleihung  fur  Caspar 
Balthasar  Pun  tele,  Zoller  zu  Pronzoll.  Innsbruck,  5.  April 
1588.  1078 

420.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Johannes 
Baptista  de  Vastis  (oder  Fastis),  Burger  zu  Trient, 
dessen  Sohn  Bernhard  Kaplan  des  Cardinals  Andreas  von 
Oesterreicb  ist.    Innsbruck,  20.  Dec.  1588.   (Latein.)    1079 


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424.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Friderich  Ott, 
auch  dessen  Sohn  Matheiss.  Innsbruck,  1.  Aug.  1588.    1080 

428.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Caspar  8  a  al, 
(lessee  Sohn  Jacob  erzb.  Leibschtttz  ist,  Innsbruck,  30.  Mai 
1588.  1081 

432.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fi&r  Caspar,  Mel- 
ehior,  Andreas  und  Hans  die  Raltenhauser,  Gebruder. 
Innsbruck,  2.  Mai  1588.  1083 

439.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  Mr  Jacob,  Hans, 
Conrad,  Melcbior,  Baltkasar  und  Thomas  die  Werner, 
Gehrader  von  ViUiqgen  am  Schwarzwald.  Innsbruck,  29.  Au- 
gust 1588.  1083 

444.  Wappenbrief  ftlr  Tboman,  1.  f.  SchinelUhutt- 
scbreiber  und  gesch women  Probierer  za  Sohyrameisen  im 
Bosenfelsenthal  in  Ober-Elsass,  auch  Paul,  Erasmus  and 
Friedrich  die  Eggenstainer,  Gebruder.  Innsbruck,  2.  Ja- 
nuar  1589.  1084 

448.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Baltbasar, 
Hans,  G3rg,  Gilg,  Gristof,  Gristan  und  Michael  die  Ottl, 
Gebruder.     Innsbruck,  1.  August  1589.  •  1085 

452.  Wappenbrief  fur  Hans  Rater.  Innsbruck, 
8.  Mai  1590.  1086 

456.  Adelsbestatigung  und  Wappenbessemng  fdr  Jo* 
hannes  Dominicus  Quaresci,  Patricier  aus  Verona,  Doctor 
der  Rechte.    Innsbruck,  9.  Mai  1591.     (Latent)  1087 

462.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Leonhard  und 
Max  die  Zip  perl,  Vettern.  Innsbruck,  12.  Mai  1590.     1088 

466.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Helias,  erzh. 
Trader,  Caspar,  Hans,  Martin,  Jeremias  und  Thomas  die 
Liebl,  Gebruder,    Innsbruck,  30.  Mai  1590.  1089 

470.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Georg,  Hans 
and  Daniel  Lang,  Gebruder.  Innsbruck,  1.  Juli  1590.  1090 
(Fol.  474  und  475  unbeschrieben.) 

476.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans  Georg 
Knitinger.    Innsbruck,  18.  Juli  1590.  1091 

(Pol.  479—481  unbeschrieben.) 


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482.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  fiir  Anton  Bider- 
man,  dessen  Sohn  Ilans  erzk  Leibschutz  ist  Innsbruck, 
18.  Juli  1590.  1092 

486.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Paul  Bekh, 
Burger  zu  Ulm.    Innsbruck,  2.  August  1590.  1093 

490.  Wappenbrief  fur  Jacob  und  Steftua  die  Weygl- 
mayr,  Gebruder  zu  Schlanders.  Innsbruck,  22.  August 
1590.  1094 

494.  Adelsfreiheit  und  Wappen&nderung  f&r  Georg 
von  Pendt,  Kainmerdiener  der  Gemalin  des  Erzh.  Ferdi- 
nand Erzherzogin  Anna  Katharina,  und  dessen  Gebruder 
Yalorius  und  Hannss.     Innsbruck,  1.  Sept  1589.         1095 

501.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Wolfgang 
Rottmayr  am  Rothof,  Landgerichts  Sch&rding,  dessen 
Sohn  Hans  Burger  und  Handelsmann  in  Passau  und  Pro- 
viant-Lieferant  fur  Tyrol  ist.  Innsbruck,  3*  September 
1690.  1096 

505.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Michael  Cron- 
hftller  von  Schwatz,  Capelldiener  der  Sch wester  des  Erah. 
Ferdinand  EAherzogin  Magdalena.  Innsbruck,  13.  Septem- 
ber 1690.  1097 

509.  Privilegium  und  Schutz-  und  Schirmbrief  ftbr  den 
Hof schreiber  zu  Bregentz  Michael  Wittweyler.  Innsbruck, 
28.  September  1590.  1098 

517.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Conrad,  Berg- 
richter  zu  Nallss  und  Terlan,  und  Thomas  die  Wilhalm, 
Gebruder,  und  deren  Yetter  Anton.  Innsbruck,  2.  October 
1590.  1099 

521.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Johann  Khra  u  t, 
Burger  und  des  Raths  zu  Villiogen.  Innsbruck,  2.  October 
1590.  1100 

525.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Mathias, 
Maurer,  Georg,  Stefan,  Gebhart  und  Walthauser  die  Abm- 
thung,  Gebruder,  Landgerichts  Sonnenburg  gesessen.  Inns- 
bruck, 2.  October  1590.  1101 

529.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Caspar  Lang- 


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—    145    — 

grueber,   gemainer  Gewerkhen  Buechhalter  and  Factor  zn 
Kitzbtthel.     Innsbruck,  6.  October  1590.  1102 

533.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Georg,  Kaplan 
des  Gottshaoses  zum  h.  Geist  in  Innsbruck,  Thoraan  and 
Jacob  die  Hauser,  Gebriider,  and  deren  Vetter  Stefan. 
Innsbruck,  6.  October  1590.  1103 

537.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Mathens,  der 
fireien  Kttast  Magister  and  Georgischen  Amptmann  zu^Vil- 
lingen,  Johann  and  Jacob  die  Hertter,  Gebriider.  Inns- 
brock,  8.  October  1590.  1104 

543.  Wappeobrief  mit  Lehenartikel  ftkr  Christan 
Pendl    Innsbruck,  16.  October  1590.  1105 

547.  Wappeobrief  mit  Lehenartikel  fQr  Marx  Dietl, 
dessen  Sohn  Andre  als  erzh.  Leibschtttz  genannt  wird.  Inns* 
brock,  5.  November  1590.  1106 

551.  Wappeobrief  far  Andreas  and  Abraham  die 
Freytag,  Gebriider,  aus  dem  Gerichtsbezirk  Altenbarg. 
Innsbruck,  5.  November  1590.  1107 

556.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Andre  K  a  i  n  t  z, 
Schaester  aus  Weilhaim  in  Oberbayern,  sammt  seinen  Sfthoen 
Georg,  Michael,  Bernhart  and  Balthasar.  Innsbrack,  5.  No- 
vember 1590.  1108 

56 1.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Easpar  K  n  a  a  e  r, 
Burgermaister  zum  Jauer  in  der  Schlesien.  Innsbrack,  20.  No- 
vember 1590.  1109 

566.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Simon,  Bur- 
ger and  des  Raths  der  Stadt  Rattenberg,  Georg,  Handels- 
mann  za  Schwatz,  and  Hans,  Burger  zu  Mflnchen,  die  Ra- 
in er,  Gebriider.    Innsbruck,  30.  November  1590.        1110 

571.  Best&tigong  der  von  Kaiser  Rudolph  II.  am 
20.  Mai  1586  der  Familie  Manincordi  verliehenen  Adels- 
freiheit  fflr  Hieronymus,  Anton,  Cyprian  and  Joannes  Bap- 
tista,  Gebrflder,  and  deren  Vettern  Anton,  Matheas  and 
Christophorus  (quondam  Joannis),  dann  Christophorus,  An- 
dreas und  Anton  (olim  Petri),  item  Anton  (quondam  Vigilii) 
Fwdiwmdettmi'ZeiUchrift  10 


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—     146    — 

undNicolaus  (quondam  Andre®)  die  Manincordi  de  Ca- 
se tio.     Innsbruck,  10.  December  1590.     (Latein.)      1111 

576.  Wappenbrief  fiir  Valentin  Costantz.  Inns- 
brack,  13.  December  1590.  1112 

581.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Jacobus  de 
Meldi,  Bormiensis  ex  valle  Valtelina.  Innsbruck,  22.  De- 
cember 1590.    (Latein.)  1113 

585.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans,  Kam- 
merportier  des  Ffirsten  Carl  Markgrafen  zn  Burgau,  Niko- 
laas  und  Dietrich  die  Michl  genannt  Battessey  aus  dem 
Herzogthum  Lothringen.    Innsbruck,    1.  Febr.  1591.     1114 

589.  Wappenbrief  mit  Lebenartikel  ffir  Cristof  und 
Hans  die  Werndle,  Gebrttder.  Innsbruck,  3.  Jan.  1691.  1115 

593.  Wappenbrief  fiir  Georg  Praun,  Markrichter  zu 
Matrai.    Innsbruck,  3.  Januar  1591.  1116 

597.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  f&r  Hanns 
Leyss,  d.  Z.  Brandenburgischen  Ambtman  zu  Calthera. 
Innsbruck,  16.  Januar  1591.  1117 

605.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Andre,  Hans, 
Abraham,  Martin  und  Daniel  die  Kammersperger,  Ge- 
briider.    Innsbruck,  21.  Januar  1591.  1118 

608.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Peter 
Khofler,  f&rstlich  Brixnerischen  Diener  und  Zollner.  Inns- 
bruck, 1.  M&rz  1591.  1119 

615.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Wolfgang  und 
Paul,  Gebriider,  und  Andre  und  Urban,  Gevettern,  die 
Stampffer  zu  Lientz.    Innsbruck,  21.  M&rz  1591.     1120 

620.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Niclaus  Mfil- 
t o bier,  Burger  zuBregentz.  Innsbruck,  20. April  1591.  1121 

625.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Michael  Re  in- 
hard  t,  dessen  Sohn  Wilhelm  tyrolischer  Camerkanzlei- 
schreiber  ist.     Innsbruck,  20.  April  1591.  1122 

630.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffirLudwig  Khflb- 
ler,  der  Thumbprobstey  hohen  Stiffts  Kostantz  Ambt- 
man, und  dessen  Bruder  Filipp.  Innsbruck,  20.  April  1591.  1 123 

634.    Wappenbrief  f&r  Stefan  Pacher,  dessen  Sohn 


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^i*\*Ky 


—     147 


\ 


*^»  "Ffcrsten  Carl  Markgrafen  zu  Burgaa.    Inns- 
^^V  ^ftm\    X591.  1124 

ft&%.     ^Ta>ppenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Anton  Schlickh 
Innsbruck,    2.  Mai  1591.  1125 

642.  "Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Georg  S  t  e  m  p  1, 
Burger  land.  Haudelsmann  za  Nflrenberg.  Innsbruck,  8.  Mai 
1591.  1126 

646.       ^Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Gebhart  and 
Daniel     die    I»abhardt,    Gebrfider,    Burger  za   Constants. 
/  Innsbruck^  8.  Mai  1591.  1127 

6€>0.      Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Georg  Saur- 
wein,   Kauffinanskhnecht  bei  dem  I  f.  Pfanhaass  Ambt  zu 
Hall,     trod  dassen  Vetter  Bernhardt    Innsbruck,   8.   Mai 
1591.  1128 

654.    WappSnyermehrong,  resp.  Verleihung  des  Wap- 
pens  des  aosgestorbenen  Geschlechts  der  von  Haslbnrg  aa 
den  Eigentbflraer  des  adelichen  Ansitzes  and  Vesten,  Hasl- 
bnrg genannt,  onweit  Botzen,  den  ereh.  Rath  Ferdinand  von 
Kfkepach  za  Ried  and  dessen  Binder  Marx,   nebst  der 
Freiheit,  sich  yon  and  za  Haslbarg  za  nennen.    Inns- 
brack,  8.  Mai  1591.  1129 
660.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Georg  Rie- 
ger   za  Benedictpeurn,   dessen  Sohn  Hans  Burger  za  Inns- 
brack,    lhnsbrack,  8.  Mai  1591.  1130 
'664.    Adelsfreiheit  and  Wappenverleihung  fflr  Thomas 
Kolambin,  Factor  fiber  die  Trienter  Probstei  beira  Car- 
Anal  Andreas  von  Oesterreich,  and  seinen  Brader  Johann 
Baptist    Innsbrack,  6.  Mai  1591.  1131 
668.     Wappenbrief    mit    Lehenartikel    fflr    Gotthart, 
Martin  and  Andre  Aafm  Bflhl,  Gebriider,  Gerichts  Teat- 
schenofen  gesessen.    Innsbruck,  27.  Mai  1590.            1132 
673.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Hans,  Burger 
za  Stertzing,  dann  dessen  Vettern  Leonhard,  Blasi,  Oswald, 
Alexander  and  Michael  die  Schaiter.  Innsbruck,  29.  Mai 
1691.  1133 
676.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr   Hans,    dea 

10* 

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—    148    — 

Fiirsten  Carl  Markgrafen  zu  Burgau  Pfleger  in  der  Herr- 
schaft  Thaur,  und  Stefan,  Gebrfider,  and  Anton,  Andre, 
Sebastian  und  Christan,  Gevettem  die  Platzer.  Innsbruck, 
1.  Juni  1591.  1134 

680.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  for  Andre  An- 
gerer,  dessen  Sohn  Georg  Pfarrer  des  Gotteshauses  auf 
dem  Seefeld.     Innsbruck,  1.  Juni  1591.  1135 

684.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Johann  von 
der  Zoo,  erzh.  Gartner  zu  Thornegg.  Innsbruck,  1.  J«ni 
1591.  1136 

688.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Sebastian 
Mayer,  Nellenburgischen  geschwornen  Landgerichts-Procu- 
rator  and  Burger  zu  Ratolffzell.  Innsbruck,  1.  Juni  1591.    1137 

692.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  flirBlasi  PQrBter, 
erzh.  Leibschutz,  und  dessen  BrQder  Jakob  und  Andre.  Inns- 
bruck, 12.  Juni  1591.  1138 

696.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Caspar,  0.  0. 
Regierungsrath,  Georg,  Christof,  Niclas  und  Michael,  Ge- 
briider, und  deren  Vetter  Melchior  die  L  at  ten.  Innsbruck, 
1.  Juli  1591.  1139 

701.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftr  Balthasar 
Mantel,  dessen  Sohn  Onufrius  am  erzh.  Hof  bedienstet, 
und  dessen  Vettern  Filipp  und  Hans.  Innsbruck,  1.  August 
1591.  1140 

707.  Wappenbrief  fur  Peter  Seel,  Gterichtsanw&ldt 
zu  Schluderns.     Innsbruck,  22.  August  1591.  1141 

711.  Wappenbrief  fur  Paul,  Anton  und  Stefan  die 
Weggler,  Gebriider.     Innsbruck,  22.  Aug.  1591.       1142 

717.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  filr  Hans  Teys- 
selbach,  Burger  in  Hall.     Innsbruck,  22.  Aug.  1591.    1143 

723.  Wappenbrief  ffir  Filipp  und  Dominik  die  Ma u- 
rer,  Gebriider.    Innsbruck,  22.  August  1591.  1144 

728.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Samuel,  erzh. 
Leibtrabant,  Maximilian,  Sambson  und  Hans  Georg  die 
Braun,  Gebruder,  und  ihres  verstorbenen  Bruders  Bonifaz 
SObne.    Innsbruck,  22.  August  1591.  1145 


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—    149    — 

733.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far Mathias  Friieauf, 
erzh.  Kammerdiener.    Innsbruck,  22.  August  1591.       1146 

738.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Hans,  bei  der 
O.  0.  Cammerkanzlei  bedienstet,  und  Thoman,  Gebriider 
die  Schratzen  von  Reuti,  Herrschaft  Ernberg.  Innsbruck, 
22.  August  1591.  1147 

744.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fflr  den 
Qoardiao  des  Minoritenklosters  zum  fa.  Ereutz  in  Innsbruck 
BernarduB  und  dessen  Vettern  Joseph  Georg  und  Peter 
Anton  de  Zenonis.  Innsbruck ,  22.  August  1591. 
(Lafein.)  1148 

749.    Best&tigung    der    von    Kaiser   Rudolph  II.  am 

3.  December    1587  den  Gebrfidern  Hieronimus  und  Paul 

Ruepp   verliehenen   Adelsfreiheit,    und    Wappenbesserung. 

Innsbruck,  7.  September  1591.  1149 

(Fol.  757  und  758  unbeschrieben.) 

759.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fOr  Simon,  erzh. 
Leibtrabant,  Martin  und  Hans  die  Riser,  Gebriider.  Inns- 
bruck, 12.  September  1591.  1150 

765.  Wappenbrief  fur  Leonhard  Aichelman,  Pfarrer 
bei  St.  Stefan,  Gerichts  Gufidaun,  und  den  Pfarrwidumb  zu 
Villanders,  auch  alle  kunftigen  Pfarrer  dortselbst 
Innsbruck,  1.  October  1591.  1151 

769.    (Reine  Copie  vorerw&hnten  Conceptes.)    ad  1151 

771.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftr  Hans,  Burger 
und  Beckh  zu  Innsbruck,  Mang  und  Thoman  die  Eberl, 
Gebrfider.    Innsbruck,  7.  October  1591.  1152 

775.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Franz  und 
Valthin  die  Han n sen,  GebrQder.  Innsbruck,  7.  October 
1591.  1153 

780.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Caspar  und 
Mathias  die  Wilderer  zu  Sch&rding.  Innsbruck,  9.  Oc- 
tober 1591.  1154 

783.  Wappenbrief  fQr  Hans  Bfifl  (oder  Bufl),  Bur- 
ger und  Gerichts  Prokurator  zu  Meran.  Innsbruck,  10.  Oc- 
tober 1591.  1155 


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—    150    — 

787.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  CriatofEder, 
erzh.  Silber-Cammerdiener.    Innsbruck,  24.  Oct  1591.    1156 

790.  Aenderang  des  von  Kaiser  Ferdinand  L  ihren 
Vorfahren  verliehenen  Wappens,  sammt  dem  Lehenartikel, 
fflr  Balthasar  D5psel,  Pfleger  auf  Englar,  und  des  rer- 
storbenen  Bruders  Johann  hinterlassene  Sfthne  Hans,  Adam, 
Baptista,  Lukas  and  Erasmus.  Innsbruck,  1.  Nov.  1591.     1 157 

795.  Wappenbrief  fflr  Peter  and  Michael  d  e  M  i  ch  e  1  i, 
Gebrtder.    Innsbruck,  1.  December  1591.  1158 

799.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Johann  Sprin- 
ger, Pfarrer  zu  Colls&ss.    Innsbruck,  1.  Deo.  1591.     1159 

805.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Hans  Leon- 
hart,  erzh.  Diener,  and  Veyt  die  Walbarger,  GebrBder. 
Innsbruck,  1.  December  1591.  1160 

8 12.  Rotwachsfreiheit  ffir  den  edlen  Rudolph  W  e  i  g  e  1  e, 
Hauptmann.    Innsbruck,  1.  December  1591.  1161 

816.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  far  Cristof  W  e  i  g  e  1  e, 
Stadtschreiber  zu  Meran,  mit  Verleihung  des  von  Kaiser 
Ferdinand  L  seinem  Vetter  Rudolph  Weigele  ertheilten 
adelichen  Wappens.    Innsbruck,  1.  December  1591.     1162 

824.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Rudolph  Has- 
lach,  Burger  und  teutschen  Schul-  und  Rechenmeister  zu 
Khaufpeurn.    Innsbruck,  1.  December  1591.  1163 

828.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Lorentz 
Eolbeyss,  dessen  Sohn  Martin  erzh.  Leibschfltz.  Inns- 
bruck, 1.  December  1591.  1164 

834.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Gabriel 
Schuldheis,  erzh.  Leibtrabant,  und  dessen  Brfider  Mi- 
chael, Glaus,  David  und  Hans  die  Schulthais.  Innsbruck, 
1.  December  1591.  1165 

838.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Georg  Tei- 
finger,  erzh.  Thiergartner.  Innsbruck,  1.  Dec.  1591.       1166 

842.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Hans,  Werch- 
meister  der  1.  f.  Mftntze  zu  Hall,  Georg  und  Jacob  die 
K6gl,  Gebruder.  Innsbruck,  11.  September  1589.  (Wie- 
derholung  von  X,  145.)  ad  1024 


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—    151    — 

XL  Band. 

1.  Wappenbrief  far  Cristan  Lehner  zu  Ober-Laoa. 
Innsbruck,  10.  Januar  1690.  1167 

5.  Wappenbrief  fiir  Leonhard  PBllel  tod  Schwatz. 
Innsbruck,  30.  Januar  1591.  1168 

9.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg,  Hans, 
Caspar,  Melcbior  nnd  Leonbart  die  Gemblich,  Gebrfider. 
Innsbruck,  2.  Januar  1592.  1169 

15.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg  Reich, 
Burger  und  Gastgeb  der  Stadt  GBntzburg  in  der  Markgraf- 
schaft  Burgau,  und  dessen  drei  Sfthne  Johannes,  Zacharias, 
Cantor  beira  St  Jacobs-Gotteshause  in  Innsbruck,  und  Filipp. 
Innsbruck,  1.  Februar  1592.  1170 

19.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Ludwig,  Niclaus, 
Jaopb,  Alexander,  Sebastian,  Gristof  und  Michael  die  W el- 
linger,  Gebrifcder.    Innsbruck,  3.  Februar  1592.         1171 

23.  Wappenbrief  fflr  Darius,  Teutsch  Ordens  Ambt- 
man  aufn  Bitten,  und  Balthasar,  Ambtman  im  Teutschen 
Hans  zu  Schlanders,  die  Sygel,  Gebrftder.  Innsbruck, 
10.  Februar  1592.  1172 

27.  Wappenbrief  ftlr  Andre,  Jacob,  Bartholome  und 
Caspar  die  Blemer,  Gebrfider,  Burger  zu  Botzen.  Inns- 
bruck, ia  Februar  1592.  1173 

31.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Albrecht  H  a  g  e  n- 
loch,  Burger  in  Costantz.    Innsbruck,  1.  Marz  1591.     1174 

35.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Hans  und 
Christoph  die  Glantzschnig,  Gebriider,  Burger  zuSanct- 
Patornian  in  Kftrnten.    Innsbruck,  22.  Marz  1592.       1175 

39.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Caspar 
und  Wolfgang,  Gebrfider,  und  deren  Vetter  Hans  Wolfgang 
die  In  der  Maur,  mitFreiheit,  sich  von  und  zuStrel- 
burg  zu  nennen.    Innsbruck,  20.  Marz  1592.  1176 

45.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg,  erzh. 
Koch,  Hanns,  Jacob  und  Mathias  die  Othen,  Gebrttder. 
Innsbruck,  3.  April  1592.  1177 


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—    152    — 

61.  Wappenbrief  fiir  Niklat  Sachser.  Innsbruck, 
3.  April  1592.  1178 

55.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Thomas  Joas, 
dessen  Sohn  Georg  Kaplan  zu  Girlan  iat.  Innsbruck,  3.  April 
1592.  1179 

61.    Wappenbrief   mit    Lehenartikel    fQr    Filipp    nnd  « 
Moritz   die   Pfister,    Gebriider  in   Costantz.     Innsbruck, 
2.  Mai  1591.  1180 

65.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Hans  Rich  sa- 
ner, dessen  Sohn  Leonhart  erzh.  Leibschneider  ist.  Inns- 
bruck, 2.  Mai  1591.  1181 

70.  Best&tigung  der  von  Kaiser  Friedrioh  III.  1465 
dem  Geschlechte  der  Plawener  verliehenen  und  von  Kaiser 
Rudolph  TL  am  14.  Januar  1579  mit  der  Freiheit,  sich 
von  und  zu  Plauen  zu  nennen,  confirmirten  Adelsfreiheit 
nebst  Wappenbesserung ,  fttr  Oswald,  erzh.  Hofkanzlei- 
schreiber,  Thoman  und  Lucius,  Gebrttder,  und  Thoman, 
ihren  Vetter,  die  Plawener,  nebst  der  Berechtigung,  sich 
Freisassen  von  und  zuPlawenn  zu  nennen.  Innsbruck, 
7.  Mai  1582.  1182 

83.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f&r  Mathias,  von 
Traminn,  Martin  und  Johann  die  Petzen,  Gebriider.  Inns- 
bruck, 11.  Mai  1592.  1183 

87.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  mit  Wappenbesserung 
fQr  Sambson  Egger,  Pfleger  der  1.  f.  Herrschaft  Kitzptthel. 
Innsbruck,  11.  Mai  1592.  1184 

92.  Wappenbrief  f&r  Jacob,  Marx,  Caspar,  Hans  und 
Sebastian  die  TrSger,  Gebrttder  und  Vettern.  Innsbruck, 
11.  Mai  1592.  1185 

97.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Sebastian,  dessen 
Sohn  Martin  in  erzh.  Diensten  steht,  Ghristof,  Jacob  und 
HansJocher,  Gebrttder.    Innsbruck,  18.  Mai  1592.     1186 

104.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Hanns,  Georg, 
Matheus  und  Christof,  Gebrttder  die  K  r  i  n  n  s  e  r.  Innsbruck, 
20.  Mai  1592.  1187 

110.    Erhebung  der  dem  Abraham  Staigerwalder, 


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—     153    — 

^V.    Verwa>lter    der   Herrschaft  Pettersperg,  geh5rigen,  im 
s^rkte  Ymbet  gelegenen  Behausung  zu  einem  freien  adelichen 
a\  and  Freihdt  fflr  denselben,  sich  von  and  zuSpren- 
^^hst&in    zo    nennen.    Innsbruck,  2.  Juni  1592.         1188 
116.  "Wappenbrief   mit    Lehenartikel    fflr    Rueprecht 

T  schurtschentaler,  Gerichtsanwalt  der  Herrschaft  Heiu- 
^els    in    S^3*t^n,   desseo  Vater  Christan  vor  ihm  Anwalt  der 
{gleichen    Herr«chaft  war.    Innsbruck,  26.  Joni  1592.     1189 
120.        Bestitigung   des   von   Kaiser  Ferdinand  I.    am 
29.  November  1559  ihren  Vorfahren  verliehenen  Wappens, 
fte  MelchioT   und  Ceaturi  die  L  eh  le  titer,  Gebrflder.   Inns- 
bruck,   2.    Juli  1592.  1190 
124.       Wappenbrief   fflr    Hans    Hart  (oder  Hartt). 
Innsbruck,    2.  Juli  1591.  1191 
128.       Wappenbrief  fflr   Michael  Zierler.    Innsbruck, 
2.  Juli    1592.  1192 
132.      Wappenbrief  fflr  Gregor  In  Stftft  in  Aichach, 
Gericbts   Rodnegg.    Innsbruck,  2.  Juli  1592.  1193 
136.      Wappenbrief  fflr  Bartolome,   Futterschreiber  des 
Fftreten  Carl  Markgrafen  zu  Burgau,  und  Martin  die  Rein- 
man,  Gebrflder.    Innsbruck,  20.  Juli  1589 (?).  1194 
141 .     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Hans  S  c  h  m  i  d, 
erxh.Hoftnaler  undConterfeiter.  Innsbruck,  23.  Juli  1592.    1 195 
144.     Wappenbrief  mit  Lehenartikel  f8r  Johann,  Leib- 
apotheker  des  Fflrsten  Carl  Markgrafen  zu  Burgau,  Georg, 
Sebastian,    Albrecht,    Fridrich    und   Herman  die  Aymer. 
Innsbruck,  5.  August  1592.                                          1196 
148.    Wappenbrief    mit    Lehenartikel     fflr    Bartlmee 
Guetenmorgen   im  Gericht  Altenburg  und  dessen  Vetter 
Hans.     Innsbruck,  5.  August  1592.                              1197 
154.     Wappenbrief    mit     Lehenartikel    fflr    Herman 
Roltz,  Leibbarbier  des  Erzherzogs  Ferdinand  in  Oesterreich, 
Tetters  des  Erzh.  Ferdinand  in  Tirol.    Innsbruck,  14.  Sep- 
tember 1592.  1198 
158.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Michael  Tmb- 
ler,  Zoller  in  Bregentz.   Innsbruck,  14  Sept.  1592.     1199 


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—    154    — 

162.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Peter,  Ge- 
richtsschreiber  zu  Tramynn,  and  Jacob  die  Tschusij,  Ge- 
briider.    Innsbruck,  14.  September  1592.  1200 

166.  Wappenbrief  fur  Gregor  Mayr,  Khessenthaleri- 
schen  Bergwerksverweser  zu  Stertzingen,  und  dessen  Sflhne 
Georg,  Paul,  Gregor  und  Thoman.  Innsbruck,  H.Septem- 
ber 1592.  1201 

170.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fQr  Hans 
Jurgitsch,  Kammerdiener  des  Erzh.  Ferdinand  des  Jungern 
in  Oesterreich.    Innsbruck,  14.  September  1592.  1202 

176.  Best&tigung  der  yon  Raiser  Rudolph  H.  am 
7.  April  1581  den  Vettern  Sebastian  und  Wolfgang  den 
Z&hen  (Zachen)  verliehenen  Adelsfreiheit  Innsbruck, 
14  October  1592.  1203 

184.  Wappenbrief  mitLehenartikel  fiir GeorgNueber, 
Pfleger  auf  Ernvelss.    Innsbruck,  2.  October  1592*      1204 

188.  Wappenbrief  fttr  Jacob  Spiess,  Gerichts- 
schreiber  auf  SchCnach.     Innsbruck,  20.  Oct  1592.     1205 

192.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Hanss, 
d.  Z.  Richter  zu  Glomes  und  Malss,  Cristoff,  Geftrg,  Seba- 
stian und  Vrban  die  Andre  yon  Neundorff,  Gebriider. 
Innsbruck,  31.  October  1592.  1206 

196.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Thoman  und 
Bartlwee  die  Lobenwein  genannt  Tenckhen,  Gebr&der 
zu  Lanft.    Innsbruck,  22.  November  1592.  1207 

201*  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Virgilj,  Hans, 
Andre,  Erhardt,  Michael,  Veit,  Paul,  Abraham  und  Hans 
die  Innerhofer,  Gebr&der.  Innsbruck,  1.  Februar 
1593*  1208 

205.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Caspar  Ren- 
ter, Burger  zu  Munchen,  dessen  Sohn  Arsatius  beim  erzh. 
Hofpfennigmaisterambt  bedienstet.  Innsbruck,  3.  Februar 
1593.  1209 

209.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Georg,  Hof~ 
roflller  und  Peckh,  und  Marx  die  W  em  die,  Gebriider. 
Innsbruck,  3.  Februar  1593.  1210 


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—    156    — 

91 5.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Cristof  P  tt  r  c  h- 
ner,  Burger  und  Hafner  in  Innsbruck.  Innsbruck,  39.  Mftrs 
1593.  1211 

(Zwischen  Fo).  218  und  219  smd  aus  Versehen 
die  Pol.  373—376  des  IX.  Bandes  gebunden,  deren 
IobaJt,  beim  betreffendeti  Bande  ersichtKch  gemacbt  ist) 

219.        Wappenbrief   mit    Lehenartikel    ftbr    Bartholme 
Weydacher,  Burger  zu  Rosenhaim.    Innsbruck,  29.  Mftrz 
\5>33.  1212 

223.       Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Andre,  erzh. 
Maisterltocli,  Simon,  Michael,  Georg  nnd  Thoman  die  Bern- 
stain  er,    Gebrflder.    Innsbruck,  29.  Marz  1593.         1213 
227.      Wappenbrief  ftbr  Georg  Sagmaister  zu  Pigoa, 
Gerichts    Altenburg.    Innsbruck,  29.  Mftrz  1593.  1214 

231.      Wappenbrief   mit   Lehenartikel    fttr   Leonbard 
PoVbinger,   Burger  zu  Scherding.    Innsbruck,  29*  M&rz 
1693-  1215 

235.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Georg  Ber- 
f elder,  erzh.  reitenden  Kammerpot,  frtther  Hatschier. 
Innsbruck,  a  April  1593.  1216 

239.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Balthasar 
Campiller,  Pfarrer  zuBotien,  uud  dessen  Vetter  Thoman 
Kranewitter,  Gerichtsanwaldt  auf  Yillanders.  Innsbruck, 
3.  April  1593.  1217 

243.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Leonhard, 
Bergwerks-Verweser  zu  Clausen  und  am  Terlaner-Berg,  auch 
Hans,  Leonhard  und  Sebastian  die  Mayrhofer,  Gevettern. 
Innsbruck,  22.  April  1593.  1218 

247.  BesUUiguDg  und  Ausdehnung  der  yon  Kaiser 
Ferdinand  L  am  29.  November  1559  verliehenen  Freisitz- 
Freiheit,  fttr  Basil  Hipp  von  Remingshaim,  erzh.  Rath 
und  Obervogt  zu  Horb,  seine  Ehewtkrtin  und  Kinder.  Inns- 
bruck, 12.  Mai  1593.  1219 
251.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fttr  Wilhelm  Bur- 
ger, Burger  zu  Braunegg.    Innsbruck,  20.  Mai  1593.     1220 


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—    156    — 

255.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fflr  Georg  Weg- 
mant    Amtsschreiber    zu    Bregentz.      Innsbruck,    1.    Jani 

1592.  1221 
259.      Wappenbrief    mit    Lehenartikel    far    Wilhelm 

Eltzenpaumer,  dann  den  Sohn  seines  rerstorbenen  Bin- 
ders, Abraham,  and  seine  zwei  andern  Vettern  Sebastian  and 
Caspar.    Innsbruck,  3.  Februar  1593.  1222 

263.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Niclaus,  An- 
ton, Peter,  Dominikns,  Barthlme  und  Peter  den  Jongern, 
Gebrftder  und  Vettern   die  Noder.     Innsbruck,    9.  Mai 

1593.  1223 
267.    Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fur  Johann  Mau- 
ra a,  Secretftr  des  Gottshauses  Rott.    Innsbruck,  15.  MSrz 
1593.  1224 

273.  Wappenbrief  Mr  Martin  Krinner,  Burger  zu 
Stertzirig.    Innsbruck,  29.  M&rz  1593.  1225 

277.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ftr  Johann  He- 
ring,  der  Rechte  Doctor  aus  Villingen.  Innsbruck,  29.  M£rz 
1593.  1226 

283.  Besserung  des  von  Kaiser  Sigismund  der  Farailie 
L&nser  verliehenen  Wappens,  fflr  Joseph,  Leonhard,  David, 
Georg,  Bartlme  und  Sigmund  Bartlme,  GebrtLder  und  Vet- 
tern die  L&nser  zu  Eppan,  Gerichts  Altenburg.  Innsbruck, 
29.  Mftrz  1593.  1227 

288.  Besserung  des  bereits  mit  dem  Frundt'schen 
und  MeurTscben  Wappen  vermehrten  adelichen  Wappens 
der  Schidbacher,  deren  Vorfahren  als  Hallschreiber  beim 
Pfannhausamt  in  Hall  bedienstet  waren,  fur  Ghristof,  der 
Rechte  Doctor,  Haubtman  und  Vitz-Domb  der  Grafschaft 
Ortenburg,  und  Leopold,  Bediensteten  des  Kaisers  Rudolph  II., 
die  Schidbacher,  Gebrtlder.  Innsbruck ,  29.  M&rz 
1593.  1228 

293.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  far  Peter,  bedien- 
stet beim  Bergwerk  in  Rattenberg  und  in  der  Priohslegg, 
Hans  und  Paul  die  Febel,  Gebrftder.    Innsbruck,  14.  Juli 

1593.  im 


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—    157    — 

297.  Wappenbesserang  nod  Rotwachsfreiheit  ffir  Cristof 
and  Michael  die  edlen  Las  trier,  Gebriider.  Innsbruck, 
22.  April  1693.  1230 

304.  Wappenbrief  nrit  Lehenartikel  ffir  Caspar,  erzh: 
Leibtrabant,  Hans  and  Paul,  Gebriider,  and  Blasy,  ihren  Vet- 
ter,  die  Thar ner.    Innsbruck,  23.  April  1593.  1231 

308.     Wappenbrief  fur  Martin,  Stefan  and  Jacob  die 
Fey r tag,  Gebriider.    Innsbruck,  23.  April  1593.         1232 
(FoL  311—313  unbeschrieben.) 

314.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Georg  Khrusl- 
wurger  (oder  Khruslburger)  and  dessen  Vettern  Hans 
and  Georg.    Innsbruck,  1.  Mai  1593.  123S 

318.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Valtin  Prug- 
ger,  Stadt-  and  LandgerichUsehreiber-Ambtsverwalter  in 
Stertzing.    Innsbruck,  3.  Mai  1593.  1234 

322*  Erhebung  der  dem  edlen  Hanns  Mor,  Pfleger 
and  Haubtman  iu  Trasp,  gehGrigen  Behausung  in  Malls  zu 
einem  frei-adelichen  Sitz,  and  Freiheit  ffir  denselben,  sich 
hievon  von  and  zu  Liechtenegg  zu  nennen.  Innsbruck, 
10.  Mai  1593.  1235 

328.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserang  ffir  Thoman 
Witz.    Innsbruck,  29.  Juli  1593.  1236 

333.  Wappenbrief  ffir  Sebastian  Gunst.  Innsbruck, 
29.  Juli  1593.  1237 

337.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Hans  Pr ag- 
ger, dessen  Sfthne  Bernhard,  Mathaus  und  Gristof  Biirger 
zu  Botzen  sincL    Innsbruck,  22.  August  1593.  1238 

343.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Peter  und 
Georg  die  Geschwendtner,  Gebriider,  als  Schreiber  bei 
der  tyrol.  Kammer  bedienstet  Innsbruck,  24.  Aug.  1593.    1239 

347.  Vermehrung  des  Wappens  der  edlen  Gadolt 
mit  dem  des  erloschenen  edlen  Geschlechtes  der  Seloss 
ffir  Augustin,  Hans,  Vlrich,  Cristof,  Vincentz  und  Hanns 
Ltenhart  die  Gadolter  von  und  zu  Selosshausen, 
Gebrttder.    Innsbruck,  2.  December  1590.  1240 

(Fol.  353  und  354  unbeschrieben.) 


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—    158    — 

355.  Vermehrung  des  bGrgerlichen  Wappens  der 
Roschman  mit  dera  tod  Kaiser  Maximilian  I.  1512  dem 
Geschlechte  der  Hftrburger  von HCrburg  ertheilten  and 
durch  Kaiser  Carl  V.  best&tigten  adelichen  Wappen,  ffir 
Gristof,  0.  0.  Regimentsschreiber,  Hans,  0.  0.  Kammer- 
schreiber,  und  Georg  die  Roschman,  QebrClder,  and  deren 
Vetter  Josef,  Postverwalter  zu  Lermos.  Innsbruck,  29.  Ja- 
nuar  1592.  1241 

361.  Freiheit,  sich  des  yon  ihren  Voreltern  gefQhrten 
Namens  Hasslegg  von  Hasslach  wieder  zu  bedienen, 
ttt  Ludwig,  Hof-  and  Gegenschreiber  der  Herrschaft  Feld- 
kirch,  and  Paal  die  Hasslach,  Gebrfider.  Innsbruck, 
22.  April  1592.  1242 

365.  Wappenbrief  f&r  Clement  Amp  erg,  Burger  zu 
Gtarns.    Innsbruck,  2.  Juli  1592.  1243 

869.  Wappenbrief  ffir  Dominik,  Anwalt  zuMallss,  and 
Paal  die  Noder,  Gebrftder.  Innsbruck,  20.  Jali  1592.     1244 

373.  Wappenbrief  ffir  Christan  and  Hans  die  Aaer, 
GebrOder,  Burger  zu  MGlbach.  Innsbruck,  20.  JoK  1592.     1245 

377.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  ffir  Simon,  Bttch- 
aenspanner  and  Waidman  des  Fftrsten  Carl  Markgrafen  za 
Bargaa,  Florian  and  Filipp  die  Smetanckha,  Gebrfider. 
Innsbruck,  14.  September  1592.  1246 

381.  Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fiir  Gristof,  erzh. 
Hofeinspenig,  and  Peter  dieHessler,  GebrCkder.  Innsbruck, 
11.  Mai  1692.  1247 

387.  Wappenbrief  ffir  Georg  Jordan  zu  Yntzingen, 
Gerichtsgeschwornen  der  Herrschaft  Herttenberg.  Innsbruck, 
11.  Mai  1592.  1248 


(Zum  Schlusse  sei  noch  eines  Diploma  Erw&hnung  ge- 
than,  dessen  Concept  in  den  Tiroler  Wappenbfichern  fehlt,  des- 
sen  Original  jedoch  im  t.  Goldegg*schen  Familienarcbive  vor- 
handen  ist:)  Benennang  des  Gold6gger'schen  Ansitzes  za 
Ober  Una,  der  auch  ror  oralten  Jahren  Goldtigg  geheissen 
and  mit  adelichen  Freiheiten  ffirsehen    gewest,    mit    dem 

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—    159    — 

Namen  Goldegg,  und  Erhebung  desselben  zu  einem  adelichen 
Freisitz,  fttr  Paul,  Thomao,  Jacob  und  Lienhard  die  ed- 
len  Goldegger,  Gebrfider,  mit  der  Bewilligong,  sieh  furt- 
hin  von  and  zu  Goldegg  zu  nennen.  Innsbruck,  3.  Mta 
1580.  1248  a 


Namensyerzeichniss. 

(Der  Dnick  mit  durchschossener  Schrift  deutet  auf  Adelsrang, 
dag  f  auf  das  Erloschensein  des  betreffenden  Geschlechtes,  deuen  er- 
ledigteg  Wappen  auf  eine  andere  Familie  ttbertragen  worden,  der  * 
daranf  bin,  data  der  Name  keln  Familien-  sondern  ein  Ortifteme  sel. 
Pie  Zahlen  geben  die  Begeitennnmmera  an.) 


Abmtbung.    1101. 
Adam.    338. 
Adam.     1037. 
Aichner.    221. 
Aichner.    787,  1019. 
f  Aigner.     805. 
Alban.     155. 
Alber.    947  a. 
Albmair.    425. 
Alleman.     375. 
Althamer.     914. 
Altman.    343. 
Amman.    659. 
Am  Pach.     188. 
Amperg.     1243. 
An  der  Linden.    712. 
Andre.    655,  1206. 
Angerer.     1135. 
f  Anicb.    220. 
Anngerer.    575. 


Anthelm.     1059. 

Ardftsser.    261. 

f  Arnoldt.    245. 

Arnoldt    353. 

Arquin.     634. 

Arquin.    674. 

Artperger.     502. 

Artzperger.     808. 

Asst.    930. 

Asstendorffer.     160. 

Attlmayr.    887. 

Atzenholtz.     1049. 

Auer.    534. 

Auer.    784. 

Auer.     1245. 

Aufm  BQhl.     1132. 

Aymer.    1196. 

Ayo,  del.    735. 

f  Bairv.Altenburg.  »20. 

Baldauf.    288. 


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y 


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—    160    - 


Baldauf.    678. 

Bardt    550. 

Barthold.    45,  910. 

B&rtl.    55. 

Bfatl.    535. 

Baseliga.    230. 

Bjudler.     911. 

Baur.    527. 

Begin.     1044. 

Bekh.     1093. 

Berfelder.     1216. 

Beringer.     34. 

Berioger.    658. 

Bernhard.    286. 

Berahart.     104. 

Berahart.    691,  876. 

Bernstainer.     1213. 

Bertholdi  (Perchtold).     300. 

Bertolf.    847. 

Bete.     173. 

Biderman.     1092. 

Binelli.    686. 

Bistman  (?Verwist).     362. 

Bitterlin.     1002. 

Bittler.    816. 

Bl&sig.    75. 

Blemer.     1173. 

Bloom.    999. 

Bogner  (Pogner).     152. 

Bolao.    934. 

Bollt.     696. 

Bonland.    916. 

Bonomo.    491. 

Borell.     612. 

B  o  y  m  u  n  d,  Freiherren  in.  62. 

Boys,    474, 


Brandis,  Herren  von.  464. 
Br&odl.    603. 
Braun.     1145. 
Brenhanss.    677. 
Brenner.     778. 
Britschwitz.     664. 
Bueckhmayr.     682. 
BOfl  (Bufl).     1155. 
Biihl,  anfm.     1132. 
Btthler.    839. 
Buller.     158. 
Burger.     176. 
Burger.     1220. 
Burgkhlehner.    144,963. 
Burgstaller.     957. 
Camerer.    551. 
Carapiller.     1217. 
Capriana.     116. 
Gastelleti.    949. 
Castner.    538. 
Cavaleriis,  de.     249. 
Cazin.    761. 
CeschL    555. 
Charts.    265. 
Christan.    720. 
Christl.     422. 
Chuntschier.     186. 
Clarer.     266. 
Oarer.    466. 
Clausner.    648. 
Closner.     125. 
f  Coradin.     1037. 
Costants.     1112. 
CronhOller.     1097. 
Crosini    742. 
Curtius.    905. 


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-    l6i    - 


Customs.     830. 
Dal  Ochio.    510. 
Daschera.     613. 
Daser.     899. 
Del  Ayo.     735. 
Diepoldt.     138. 
Dietenshamer.     941. 
Dietinger.     873. 
Dietl.     1106. 
Dietrich.     416. 
DietteDshamer.     854. 
Dietz.     714. 
Dillitz.     450. 
Distelfiockh.     704. 
DSpsel.     1157. 
Doldt.     759. 
Dominions.     631. 
Dopff.     794. 
DrSxl.     749. 
Dreyer.     52. 
Duca,  de.     657. 
DQrsinger.     1042. 
Danckhelstainer.     976. 
Eberhard.     356. 
Eberl.     481. 
Eberl.     679. 
Eberl.     1152. 
Ebner.     92. 
Ebner.     862. 
Eder.     1156. 
Eelich.     16. 
Egg.     640. 
Eggenstain.    421. 
EggeD8tainer.    1 084. 
Egger.     86,  1184. 
Egger.     316. 

FerdiaMdwms-Ztttfitiurift. 


Egghart.     583. 
Eggl.    503. 
Ehrhardt.     542. 
Eisenschmid.     849. 
Elfrenndorffer.     1005. 
El  linger.     255. 
Elsasser.     40. 
Elsasser.     270. 
Eltzenpaumer.     1222. 
Empl.     973. 
Endorffer.     623. 
Endrigi.     740. 
Eugelmaier.     108. 
Enngl.     532. 
Entzeoperger.     412. 
Erckhenbrecht.     517.  * 
Erlacher.     827. 
Erne.     803. 
Ertl.     1052. 

Ettenharder.     77,  611. 
Ettlinger.    377. 
Eyring.     208. 
Eyrl.     1045. 
Faber.     161. 
Fabris,  de.    47. 
Fabro,  de.    289. 
Faistenberger.     537. 
Farcher  (Forcher).  950a. 
Faschung.     15. 
Faustner.     985,  1016. 
Febel.     1229. 
Fechtig.     78. 
Fechtseisen.     391. 
Feckhtner.     1007. 
Feichtmair.     526. 
Feichtner.     408. 

U 


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—    162 


Felder.     1077. 
Felitsch.     90. 
Fellengiibel.     661. 
Fencber.     434. 
Ferrariis,  de.     810. 
Ferrariis,  de.     865. 
Ferraris,  de.     426. 
Feyrtag.     1232. 
Fiechtner.     513. 
Fiener.     166. 
Filgentsshofer.     470. 
Finckh.     182. 
Finenz.     96. 
Fischer.     935. 
Flyri.     617. 
Forstlehner.     465. 
Franckh.     165. 
Franckh.     71 1. 
Franckhenberger.      925. 
Frantz.     545. 
Frantzin.     119. 
Frayss.     5 1 9. 
Freiheld.     818. 
Freiseisen.     546. 
f  Freundt   (Frundt). 

1228. 
Frey.     328. 
Freysing.     445. 
Freytag.     1107. 
Frey  wiser.     548. 
Frickh.     767. 
Friderich.     642. 
Friekh.     595. 
Frisch.     68. 
Fritschgo.     153- 
Fritzler.     635. 


FrSlich.     209. 
Frolich.     592. 
Froschauer.      797. 
Friieauf.     180. 
Friieauf.     829. 
Friieauf.     1146. 
Fuerman.     1031. 
Fuegler.     54. 
Fiiernschildt.      106. 
Fiirstenfellder.     70. 
Gadolt.     1240. 
Gagesser.     780. 
Gaggia.     817. 
Gaissebner.     170. 
Gall.     169. 
Gambert.     1. 
Gam  passer.     552. 

Gamper.     378. 

Gannser.     197. 

Gantner,     67. 

Gantner  (Gandtner).  205,  7 13. 

Gartner.     1023. 

Garttner.     58. 

Gasslhueber.    489. 
459,    Gassner.     700. 

Gaun.     46. 

Gebel.     171. 

Gebhardt.     456. 

Gehorsambstain.     706. 

Gemassiner.     785. 

Gemblich.     1169. 

Geschwendtner.     1239. 

Geylperger.     728. 

Geyrspuchl  er     (G  e  y  r- 
ptthler).     9,  37. 

QfalL     584. 


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—     1Q3    — 


Gifl.    1041. 

Gilman.     151. 

Girardi.     493,  1034. 

Girschner.     111. 

Glantzschnig.     1 175. 

Gleurser.     878. 

Godl.    4. 

G5sswein.     234. 

Goldegg,  von.  521,1248  a. 

Goldrainer.     1017. 

Gorra.    662. 

Gotfrid.     172. 

Graber.     225. 

Graf.    232. 

Graser.     763. 

Gratz.     141. 

Graas  (Khrauss).     837. 

Grebmer.     280. 

Grebner.     419. 

Greimnolt     382. 

Grenner.    574. 

Griesser.    246. 

Grimperger.     721. 

Grdber.    586. 

GrStzing.     228. 

Gropp.     983. 

Grosch.     490. 

Gross.    203. 

Grueber.     383. 

Grundtner.     264. 

Grnndtstainer.     132. 

Gschwendt    498. 

Gschwendtner.     936. 

Gaetenmorgen.     1197. 

Gufer.    1018. 

Gttntzinger.     241. 


Gungger.    578. 
Gunst.     1237. 
Haberl.     681. 
Habissreittioger.     1 39. 
Hagenloch.     1174. 
Hager.     1003. 
Hagn.     20. 
Haid.    238,  799. 
Haidenrich  (Haidrich).  11. 
Haine.     791. 
Halin.     190. 
*  Hall,  Stift.     1026. 
Haller.     347. 
Hamerl.     627. 
Han.    596. 
Han.    888. 
Hanibal.     729. 
Hannburger.     358. 
Hanns.     1153. 
Happacher.     939. 
Harder.     312. 
Harlander.     284. 
Hart  (Hartt).  1191. 
H&rtl.     836. 
Hartman.     748. 
Haslacb.     1163. 
tHaslburg,  von.     1129. 
Hasslegg  von  Hasslach.  1242. 
Hasslmayr.     944. 
Hatzinger.  1039. 
Hauertaler.     1013. 
Hauser.     1103. 
Haussman.     758. 
Haydacher.     891. 
Hegenwaldt.     1062. 
Hegwein.     317. 

U* 


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—    164    — 


Heher.     129. 
.HehL     567. 
Heisler.     1020. 
Heller.     751. 
Hellmont,  von.     369. 
Henckhli.    423. 
HeDggi.     390. 
Hengler.     680. 
Herbst.     435. 
Hering.     1226. 
H  e  r  t  e  r  von  Hertler.     883. 
Hertnagl.     788. 
Hertter.     1104. 
Hertz.     646. 
Hess.     904. 
Hessler.     1247. 
Heuserer.     998. 
+  Heyland.    64. 
Heyperger.     430. 
Heyrling.     893. 
Hiertmair  (HSrtmair).  480, 

771. 
Hildteprandt     326. 
Hiller.     244. 
Hipp.    303. 
Hipp.     1219. 
Hirebain.     670. 
Hirschao,  von.  736,750. 
Hochfldler.     885. 
f  Hdrburger.     1241. 
H5rman.     741. 
HSrwarter.     1043. 
Hofer.     207. 
f  Hofer.     947  a. 
Hofer.     962. 
Hofraan.     755. 


Hohenfelder.     951. 

Hohenwarter.     307. 

Hollmayr.     214. 

Holtzapffel.     901. 

Holtzer.     380. 

Hotz.     826. 

Hoy.    361. 

Hueber.     79. 

Hueber.     84. 

Hueber.     278. 

Hueber.     350,  948a. 

Hueber.     566. 

Hueber.    669. 

Hueber.     796. 

Hueber.     828. 

+  Hueber.    946. 

Hueter.     807. 

Hugelle.     715. 

Huetlin.    243. 

Huettlin.     900. 

Hutthaler.     402. 

Hurlach.     38. 

Hurlacher.     348. 

Huttler.     719. 

lhenet.     969. 

Ihenetto.     668. 

Ihenatt     118. 

In  der  Maur.    868,  1176. 

Innerhofer.     1208. 

In  St&&.     1193. 

Jackhlin.     530. 

Jager.     457. 

Jager.     921. 

J&ger.     1048. 

Jaggli.     699. 

Janard.    923. 


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—    165    — 


f  Jaufen,  von.    22. 
Jenewein.     1006. 
Jentsch.     1029. 
Joas.     1179. 
Job.    50. 
Jocher.     1186. 
Johaniser.     483. 
Johannel.     471. 
Jonas.     890. 
Jordan.     1248. 
Jos.     990. 
Junckher.     154. 
Jankholtzer.     1014. 
Jurgitsch.     1202. 
Kain.     1033. 
Kaintz.     1108. 
Kaiser.     298. 
Kaltenbanser.     276. 
Kaltenhanser.  1082. 
Kaltenpacher.     76. 
Kaltgrueber.     410. 
Kammersperger.     1 1 18. 
Kapfferer.     213. 
Kargesunger.     393. 
Kegeler.     32. 
Kellner.     337. 
Kerschpamer.     405. 
Kerschpamer.     452. 
Kerschpaumer.     105. 
Khaiser.     705. 
Khapffinger.    694. 
Kh&ser.     831. 
Kheller.     685. 
Khembter.     844. 
Kherer.    217. 
Kherer.     320. 


Khern.    458. 
Khessler.     776. 
.    Ehienlieb.    48. 
Khlinger.     841. 
Khneittinger.  113. 
Khnogler.  790. 
Khnoll.    824. 
Khofler.     1119. 
Khrauss  (Graus).    837. 
Khraut.     1100. 
Khropff.     302. 
Khruslwurger.    1233. 
Khubler.     1123. 
Khiirchner.     1046. 
Khundtner.    524. 
Khuntz.     1012. 
Khynicher.     83. 
f  Kiesfelder.     818. 
Kirchmair.    163,  324. 
Kirchmayr.     597. 
Kirmayr.     394. 
Klayber.     120. 
Kleiber.     701. 
Klemperlin.     396. 
Klinger.     123. 
Kl5sel.    439. 
Knauer.     1109. 
Kneferle.     313. 
Knipser.     553. 
Knitinger.     1091. 
Kobaldt     654. 
K5berlin.     277. 
KSgl.     1024. 
K5le.     972. 
KSrbler.     620. 
Kolb.     183. 


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—    166    — 


Kolbeyss.     1164. 
Roller.     386. 
Kolumbin.     1131. 
Konntz.     606. 
Kopp.     764. 
Kopp.     777. 
Kopp.     859. 
Korenman.     248. 
Krlindler.     98. 
Kranewitter.     1217. 
Kratzer.    919. 
Krauss.     308. 
Krauss.     825. 
Kreidenweiss.     236. 
Krempsch.     842. 

Kribl.     142. 

Kriener.     948. 

Krinner.     753. 

Krinner.     1225. 

Krinnser.     1187. 

Kr5ll.    511. 

Kr5ndl.     525. 

Kttechl.     215. 

Ktiechl.    917. 

Kftepach,  von.     1129. 

Kunig.  411. 

Kiipferle.     88. 

Kiistler.     625. 

Kuttenrainer.     853. 

Kuntz.     733. 

Kupferdegeo.     956. 

Kuttenrainer.     103. 

Labhardt     1127. 

Laimgrueber.     766. 

Laimgrueber.     1004. 

Lampp.    864. 


Landman.    564. 
Laner.     109. 
Laner.     908. 
Lang.     675. 
Lang.     1090. 
Langgrueber.     1102. 
Lanng.     536. 
L&nser.     789. 
Lanser.     1227. 
Lantaler.     167. 
Lanthaler.    533. 
Lantzoner.     135. 
Larcher.     982. 
Laschinger.     323. 
Latten.     1139. 
Laturner.    843. 
Laymayr.     1040. 
Lecher.     122. 
Lechthaler.    946. 
LehleQter.     1190. 
Lehner.     722. 
Lehner.     815. 
Lehner.    1167. 
Leinsenman.     695. 
Leitgeb,     247. 
Leitgeb.     1060. 
Lener.     577. 
Lener.    676. 
Lentz.    259. 
Lentz.    576. 
Leopoldt.    531. 
Leucht.     549. 
Leutgeb.    942. 
LeftU.     258. 

Leiitner   (Leflthner).     87. 
Leuttner.    363. 


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—    167    — 


Leyss.     1117. 
Leytgeb.     192. 
Liebl.     1089. 
Linden,  an  der.     712. 
Lindner.     240. 
Lindner.     395. 
Lindner.  420. 
Lingahol.     747. 
Linger.     355. 
Lingk.     191. 
Lingkh.     42. 
Lipp.     589. 
Lisch.     82. 
Lobenwein.     1207. 
Lochner.     558. 
Ldcherer.     560. 
L5chl.     477. 
LSfflholtz.     855. 
L5g.     739. 
Lober.     34. 
Loher.     774. 
f  Loy  (!Low?).     893. 
Luckess.     6. 
Lugha.     301. 
Lunglmayer.     746. 
Lurx.     1073. 
Lustrier.     1230. 
Mader.     100. 
Mair  (Mayr).    212. 
Mair.     364. 
Mair.     1063. 
Mair  Erdinger.     164. 
Maissfelder.     871. 
Manincordi.     1111. 
Manns*.     906. 
Mantel     1140. 


Mantz.     34. 
+  Manuale.     491. 
Marchegger.     453. 
Marckh.     557. 
Marckhart     630. 
Marder.     5. 
M&rkh.     601. 
Martin.     819. 
Martinis,  a.     772. 
Martz.     562. 
Maschwander.     645. 
Mauemiiller.     773. 
Maurer.     10. 
Manrer.    437. 
Maurer.     1144. 
Maurus.     1224. 
Mayenschwantz.     177. 
Mayer.     723. 
Mayer.     852. 
Mayer.     1137. 
Mayr.     63. 
Mayr.     187.       . 
Mayr.    210. 
Mayr.    368. 
Mayr.     373. 
Mayr.    573. 
Mayr.     598. 
Mayr.     652. 
Mayr.     660. 
Mayr.     756. 
Mayr.     870. 
Mayr.    988. 
Mayr.     1201, 
Mayrhofer.     304. 
Mayrhofer.     1218. 
Melchior.    354. 


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—    168    — 


Meldi,  de.     11 13. 

Merckh.     14, 

Merckh.     51. 

Merl.    424. 

Mesmer.     476. 

Mesner.     997. 

Metzger.     262. 

Metzger.     924. 

f  Meiirl.     459,  1228. 

Meyer.     1000. 

Meyrl.     697. 

Micheli,  de.     1158. 

Michl      1U4. 

Mirana.     181. 

Mitterhofer.     12. 

MitterstilJ,  zu.     319. 

Mockh.     35. 

Molleran.     7 10. 

Montesardagna.     1 058. 

Mor.    438. 

Mor.    581. 

Mor.     656,  1235. 

Moritz.     500  a. 

Mornberg,  von.     22. 
Moser.     275. 
Moser.    446. 
Moy.    472. 
Mftlberger.     970. 
Miiller.     7. 
Mailer.     257. 
Miiller.     559. 
Miiller.    568. 
MOller.     884. 
Miiltobler.     1121. 
Mfintz.     707. 
Mullet.    929. 


Munding.     725. 
Musler.     196, 
Mutius.     880. 
Mutter.     19. 
Nachbaur.     242. 
Nauwart.     762. 
Neber.     494. 
Neidhardt.     1072. 
Netiich.     604- 
Neuhauser.     25. 
Newhofer.    322- 
Neuraiiller.     892. 
f  Niderist.     857. 
Nidermayr.      1 93. 
Niemands.     137. 
Nobis.     140. 
Noder.     1223. 
Noder.  1244. 
N5bl.     602. 
Noel.    571. 
Noth.     996. 
Nueber.     1204. 
Oberhofer.     159. 
Oberhofer.     565. 
Oberkhofler.     731. 
Ober-Rauch.     544. 
Obser.     1035. 
Ochio,  dal.    510. 
Ochsenfuess.     237. 
Ottl.     336. 
Ottl.     1085. 
Offlinger.     268. 
Ortenstain,  von.     848. 
Orttwein.     178. 
Oth.     1177. 
Ott.     1080. 


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—    169    — 


Pach,  am.     188. 
Pacher.     588. 
Pacher.     1124. 
Pachman.     227. 
Pal.    718. 
Pftler.    60. 
Panovin.     74. 
Pappin.     811. 
Pardeller.    600,  960. 
Par  matin,  von.     389. 
Parzayer  (Barzayer).     734. 
P&sler.     875. 

Passoto  (Passato).   89. 
Paterianer.     441. 
PatzeJler.     398. 
Pawer.     462. 
Panmbgartner.     294. 
Pawrnfeind.     126. 
Peckh.     570. 
Peer.     955. 
Peussker.     1067. 
Peilickan.     285. 
PendL     1105. 
Pendt,  von.    673,  1095. 
Penoli.     1070. 
Pentzinger.     993. 
Per  (Peer).     984  a. 
Percbtold  (Bertholdi).  300. 
Perckhamer.     403. 
Perckhamer.     518. 
Perger.     967. 
Pergleflttner.     372. 
Persch.     1071. 
Peaendorffer.     938. 
t  Pettenrainer.     961. 
Petz.     1183. 


Petziner.     608. 
Peiichl.     342. 
Pfefferle.     127. 
Pfeiffer.     585. 
f  Pfeneberger.     38. 
P6ster.     282. 
Pfister.     1180. 
Pfdrner.     8. 
Phisstrer.     690. 
Pichler.    515. 
Pilati.     143. 
Pinggera.     948  b. 
Pinter.     633. 
Pintzner.     851. 
Pitscheider.     290. 
Pivinitzki.     469. 
Pixner.     414. 
Planckh.    539. 
Planckh.     806. 
Plannckhenstainer.     626. 
Platteuberger.     404. 
Platter.     53. 
Platter.    433. 
Plattner.     124. 
Platz.     593. 
Platzer.     136. 
Platzer.     1134. 
Platzner.     616. 
Platzoler.     609. 
Plawener.     1182. 
Plebst.     638. 
Plech.     1011. 
Plentz.     903. 
Pletzl.     907. 
Pockh.     913. 
Pdckh  (Beckb).    3. 


S' 


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—     170    — 


P5gler.      1076. 
Pollel.      1168. 
PBly.     496. 
Pokhinger.      1215. 
Polin.     149. 
Pontara.     436. 
Prandtmair.     974. 
Prandtstetter.     485^ 

Pranntstetter.     267. 

Praun.     1116. 

Praytenlochner.     7 16. 

Premen,  von.     1055. 

Prenndtner.     522. 

Premier.     44. 

Prenntner.     281. 

Prestl.     989. 

Prett.     786. 

Pretz.     367. 

Promorer.     563* 

Provisin.     194. 

Proy.     1075. 

Prugger.     69. 

Prugger.     146. 

Prugger.     198. 

Prugger.     418. 

Prugger.     621. 

Prugger.     1234. 

Prugger.     1238. 

Priigl.     331. 

Prugl.     341. 

Pranner.  157. 
Prunner.  632. 
Prunner.  792. 
Psenner.  726. 
Puckh.  653. 
PuechmdUer.    381. 


Pfichler.   379. 
Piichler.     463. 
Piihler.     392. 
Puhler.     781. 
Puhlhueber.     821. 
P  tin  tele.     1078. 
Purchner.    1211. 
Ptirster.     1138. 
Putsch.     657  a, 
Pundtschin.     273. 
Purwalder.     179. 
Putsch.     198. 

Quadria,  de.  128,263,475. 
Quaresci.     1087. 
Radinger.     134. 
Raffl.     1069.    ^ 
Raiflin.     65. 
Rainer.     21. 
Rainold.     912. 
Ramer.     1110. 
Ramperger.     981. 
Ramppl.     468. 
Ranigler.     1050. 
Rappoldt.     145. 
Rappoldter.     892. 
Rasp.     702. 
RS-ter.     1086. 
Ratschiller.     971. 
Ratter.     73. 
Rattich.     665. 
Rauch.     34. 

Rauchenberg,  von.  185. 
Raunabacher.     978. 
t  Rech.     531. 
Recordin.     572. 
Reich.     365. 


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—    171     - 


Reich.     1170. 
Reichardt     427. 
Reichart     451,  622. 
Reichenberg.     765. 
Reinhardt.     1122. 
Reioman.     1194. 
Reinperger.     902. 
Reiothaler.     479. 
Reiss.     698. 
Reithardinger.     1065. 
Rents.    461. 
Resch.     1009. 
Retter.     429. 
Reuperger.    229. 
Renter.     1209. 
Reutter.     162. 
Reutter.     861. 
Rheyhenfellder.     666. 
Richssner.     1181. 
Rieder.     360. 
Rieder.     745. 
Riedl.     940. 
Riedler.     99. 
Rieger.     543. 
Rieger.     1130. 
Riess.     332. 
Rigoss.     309. 
Riser.     1150. 
Riss.    561. 
Ritterl.     834. 
Rodt  (Rott).    218. 
Rdggl.     454. 
Roltz.     1198. 
Roo,  de.    271. 
Rorer.     587. 
Rorif.    514. 


Roschman.     1241. 

Rosin.     251. 

Rosskhopf.     206. 

Rot.     1053. 

Rott.    415. 

Rotten.     509. 

Rottenbnecber.    838. 

Rottenbuecher.    872. 

Rottmayr.     1096. 

Royt.    992. 

Ruedl.    325,  846. 

Rnedolph.     299. 

Rueff.    231. 

Rueff.    922. 

Rueger.     330. 

Ruepp.    59. 

Ruepp.     889.^ 

Ruepp.     1149. 

Raeppmayr.     274. 

Rfist.     858. 

Rumelin.     184. 

Runtz.     775. 

Rutter.     287. 

Ryss.    984. 

Saal.     1081. 

Sachser.     443. 

Sachser.     1178. 

Sag  burg,   Sagmaister   von. 

26,  442. 
Sagittari.     752. 
Sagmaister.     1214. 
Sagmiiller.     36. 
Sailer.    928. 
Sal  a,  von.     703. 
Salemon.    965. 
Saltz,  von  (a  Salle).  318. 


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—    172    — 


Saltzgeber.     306. 

+  Sanct  Lamprechts- 

purg,  von.     163. 
Sardegna.     448. 
Sartz.     346. 
Satler.     49. 
Satler.     130. 
Sattlberger.     822. 
Saumiller.     618. 
Saur  wein.     1128. 
Saater.     594. 
Sbardelatis,  de.  13. 
Scalabrin.     495. 
Scaramuza.     987. 
Sch&bel.     95. 
Sfth&fler.     730. 
Schafmayr.     406. 
Schaidnagl.     321. 
Schaiter.     1133. 
Schalber.     174. 
Sch&rdinger.    492. 
Scheblein.     397. 
Scheffpam.     239. 
Scbeibenpoden.     693. 
Scheppelin.     986. 
Scherpeperger.     869. 
Schgrafer.     351. 
Schidbacber.     1228. 
Schiecbl.     1015. 
Schiesser.     783. 
Schiferle.     1022. 
Schiller.     254. 
Schiller.    990  a. 
Schl&gl  (Schlegl).     959. 
Schlatter.     894. 
Schlecht     1010. 


Schlickb.     1125. 
Schmaltz.     18. 
Schmeling.     189. 
Schmid.     643. 
Schmid.  689. 
Schmid.  898. 
Schmid.  1195. 
Schmidgrabner.     81. 
Schmidthaiumer.     235. 
Sehmidthofer.     376. 
Schnabel.     809. 
Schnabl.     223. 
Schnaidtperger.     977. 
Schnatzer.     520. 
f  Schneeberg,  von.    41. 
Schneeberg,     Freiherren 

za.    41. 
Schneeperger.     754. 
Schneeweiss.     33. 
Schneider.     779. 
Schneider.     856. 
Schnitzer.     760. 
Schflberl.     995. 
SchSllinger.     874. 
Sch9n.     110. 
Schoner.     401. 
Sch5nfelder.     927. 
Schongar.     56. 
Schratz.     1147. 
Schrecksseisen.     226. 
Schreiber.     724. 
Schrenckh.     579. 
Schuelbeckh.     335. 
+  Schueler.     34. 
Schnelpeckh.     147. 
SchiiechL    28. 


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-    1?3 


Schflestl.     614,  845. 
Schurele.     968. 
Schorer.     333. 

Schulthais(Schuldhtis).  1165. 
Scharff.     417. 
Schwaickhofer.     897. 
Schwaiger.     590. 
Schwaiger.     1036. 
Schwartz.     295. 
Schwartz.     473. 
Schwartz.     879. 
Schwartz.     1068. 
Schwartzenperger.     892. 
Schwartzpeckh.    349. 
Schwatz.    449. 
Schwenckh.    505. 
Schwenninger.     717. 
Schwentzengast.    344. 
Schwerttlin.     1001. 
Seebach,  von.     933. 
SeeL     1141. 
Seelig.    743. 
Seinser.    487. 
t  S el oss.     1240. 
Semer.    345. 
SeDffle.     115. 
t  Settelin.     783. 
Setzenstollen.     101. 
Senter.     744. 
Seydeman.     57. 
Seyler  (Sayler).     896. 
Seytz.    311. 
S*ytz.    667. 
Siferlinger.    840. 
Simeringer.     943. 
Simon.    269. 


Sindlinger.     371. 
*  Sipplingen,  FJecken.    569. 
Sixt     1038. 
Smetanckha.     1246. 
Socher.     953. 
Soldan.     867. 
Someda.    279. 
Sonnhaimer.     407. 
Sora  Troy,  de.     329. 
Soyer.     413. 
Spat.     66. 
Spat.    444. 

Spaur,  Freiherren  zu.    220. 
Spaurer.     607. 
Spennesperger.     966. 
Spezalanza.     31. 
Spiess.     624,  1030. 
Spiess.     1205. 
Spleiss.     387. 
Sprenger.    478. 
Springer.     1159. 
Sprintzenberger.     440. 
Stadler.     915. 
Stahelburger.     327. 
Staigerwalder.    1188. 
Stainacher.    400. 
Stainhauser.     204. 
Stainhauser.    256. 
Stampffer.     1120. 
Starckh.    918. 
Staudacher.     708. 
Stauder.     801. 
Steger.     133. 
Steger  (StOger).     1074. 
Stehlin.     684. 
Steidl.    757, 


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~     174    — 


Stempl.      1126. 
Stetter.      1 12. 
Stettner.      292,  769. 
Stieferl.      629. 
Stifler.     64. 
Stockher.      366. 
Stockher.      683. 
St5cktal.     947. 
Staffl.     388. 
StOrel.     91. 
Stoll.     599. 

Stoltz.     672. 

Stoltzeisen.  399. 

Storffner.     94. 

Stosser.     219. 

Strasser.     39. 

Strobl.     409. 

Strobl.     486. 

Strobl.     802. 

StrSbl.     556. 

Strymer.     647. 

Stumpff.     314. 

Sturtzei8en.     1051. 

Sudrell.     460. 

Sultzner.     793. 

Sultzpacher.     857. 

Samereiseo.     334. 

Saramer.     628. 

Sygel.     1172. 

Syrena.     80. 

Taggell.     305. 

Taler.    2. 

Taler.    709. 

Talhamer.     975. 

TftndJ.     926. 

Tappeiner.     233. 


Tartsch,  von.    589. 
Taschner.     252. 
Taubenwerder.   432. 
Taoberer.     877. 
Taurer.     649. 
TausentschOn.     1008. 
Teifinger.     1166. 
Tendler.     168. 
Teodler.  1061. 
Teubl.     636. 
Teuffel.     93. 
Teysselbach.     1143. 
Tham.     619. 
Thumb.     582. 
+  ThurD,  vom.     57. 
Thurner.     384. 
Thurner.     1231. 
Thurnherr.     813. 
Tieffentallen    467. 
Tindtl.     156. 
Tinsel.     72. 
Tischmacher.     994. 
Tober.     958. 
Trabel.     291. 
Treibgassner.     297. 
Treuer  (Trewer).  253,  639. 
Triangi.     102. 
TrSger.     1185. 
Truchterbronen.     1025. 
Tschitscher.     605. 
Tschurtschentaler.  1169. 
Tschusy.     1200. 
Tiittenkhofer.     804. 
Tulfer.     860. 
*  Tyrol,  Pfarrei.     523. 
(Unbekannt.)  991. 


i 


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175 


Undervischer.     961. 

Waldeser.     488. 

Undterperger.     909. 

Wallinger.     200. 

Undterperger.     1027. 

Wallnperger.     506. 

Unnderrainer.     497. 

Walser.     507,  1028. 

Unterpertinger.     1047. 

Walther.     211. 

Unverdorben.  195,  504. 

Walther(Walter).  250,508. 

Vastis  (Fastis),  de.  1079. 

Walther.     945. 

Velss,  von.     222. 

Wanger.     835. 

Verdross.     499. 

Wanner.     782. 

Verdross.    692. 

Wanner.     881. 

Verwist  (Bistman?).  362. 

Wannga,  von.     523. 

Vescovi.     863. 

Warrat.     428. 

Vetz  (Vetzen).     1054. 

Warter.     964. 

Vidal.    501. 

W&schka.     202. 

Viechhauser.     17. 

Watzin.     547. 

f  Villanders,  von.  30a. 

Weber.     832. 

*  Villanders,  Pfarrei.  1151. 

Weggler.     1142. 

Viloss.     952. 

Wegman.     201. 

f  Vilseckh,  von.     389. 

Wegman.     1221. 

Vintschger.     920. 

Weichsleder.     932. 

Vischer.     131. 

Weidacher.     385. 

Vischer.  175. 

Weigele.     1161,  1162. 

Vischer.     580. 

Weingartner.     727. 

Vischer.     1057. 

Weinhardt.    150. 

Vischler.     431. 

Weinperger.     272. 

Vockh.     121. 

Weinperger.     528. 

V5gl.    663. 

Weiseisen.     370. 

Vogl.    516. 

Weiss,  de.     484. 

Vogt.    447. 

Weiss.     610. 

Voyt.    650. 

Weisskopf.     644. 

Wagner.     293. 

Weitgasser.     812. 

Wagner.  540. 

Wellinger.     41. 

Wagner.     795. 

Wellinger.     1171. 

Wagner.     798. 

Welser,  Freiherren.  24. 

Walburger.     1160. 

Welsperg,    Freiherren   zu. 

Waldpach.    352. 

30  a,  51a,  114, 

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—     116    — 


Weltzenberg.      554. 
Wentzl.     339. 
Werckhmaister.     950. 
Werdalas.     43. 
Werndl.     260. 
Werndle.     1115. 
Werndle.     1210. 
Werner.     1083. 
Wernndl.     6 15. 
Wettin.     800. 
Weydacher.     1212. 
Weyer.     979. 
Weyerlehner.     833. 
Weyglmayr.     1094. 
Weylander.     340. 
Weyman.     651. 
Weys.     85. 
Wider.     315 
Wider.     937 
Widman.     283. 
Widman.     432. 
Widman.     823. 
Wiersickh.     30. 
Wild.    61 
Wild.     59K 

Wildbrecht.      895. 
Wilderer.      j  j  54. 

Wilhalbm.  850. 
Wilhalm.  J099. 
Winckhelhofen,von.  224, 

245. 
Winckhler       357. 

Wisen%.      671. 
Wiser.     770. 

*  w'sser.      88. 
Witt*eyler.    1098. 


Witwer.     954. 
Witz.     1236. 
Wolckheastain,Frhra.  zu. 
,  49  a. 
Wolff.     296. 
Wolfgraeber.     148. 
Wolgemaet.     1C64. 
Wolgemuetb.     310. 
Wunderer.      117. 
Wuschella.     980. 
Tbl.    768. 
Ymbler.     1199. 
Ynnerist.     374. 
Zach  (Zfth).     1203. 
Zaig.     71. 
Zaneti,  de.     1066. 
Zech.    687. 
Zeller.     29. 
Zeller.    641. 
Zenonis,  de.     1148. 
Zephier.     886.  ,J 

Zieglawer.     737. 
Ziegler.     27. 
Ziegler.    359. 
Ziegler.     738. 
Zierler.     512. 
Zierler.     1192. 

Zimerman.     455.  ^  * 

Zimmerman.     814. 
Zimmerman.     866. 
Zimmerman.     1021. 
Zin  v.  Zinenbarg.  1032. 
Zinckh.    541. 
Zing).    882. 
Zinlin.     820. 
Zipperl.     1088. 


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1 


^v 


1^-  "■  177  " 

V  „      <!         J  -,  Zwinckh.     23. 

^OS^^-  Z*-kh-     637. 

Zi&eB^s^     m.      "  Zwinckh.     931. 

T^^C  ^%  Zw5lfpott.     688. 

^V      500.  Zyller.     107. 


Sett*.  BericKtigungen  und  Znsiitze. 

]T^^»  £     ^O   ^oxi    Oben,     lies   Fol.  878  statt  Fol.  818. 

^^^-»     ^    14:   ton   TJnteo,    lies   Gifl  statt  Bifl. 

^*^^^,    yj      1       ^  n         lc5mmt  einzureihen  das  Geschlecht   der  Soli  id. 

^*K  7L  7    -von    Oben,   lies    Wechslor  statt  Wachsler. 
<z^~^£>  nnd   39,    in    dem  Absatze  V.  sind  noch  folgende  sp&torhin  geadelte 
Familien  anzufuhren :    Attlmayr,  Baltheser  (Freiherren,  auch. 
&aldessariv    ^roTbin   Wald&ser),    Brenner,    Burger,    Cristani 
^fvreiiierren    von  R»H  f  und    Hernau ,   jungcrn    Stammes ,    vorhe* 
Cnristan),    Elienbaum,  Froschauer,   Gaggia,    Genetti 
/Vordem     Itkenetto),   Leutner,  Lobenwein,  Meyer  (von  Jer- 
^St^fcLof.»    rordemMayr),  Pach  (die  Freiherren,  Yorhin  Am  Pach), 
^^ier,      Schaitter,    TSpsel   (auch  DSpsel),    Weyrleh— 
e  r   Wid  xxx  an  n  und  Z  e  p  h  y  r  i  s  (die  Freiherren,  ebemals  Zepbier). 
THe   Zahl       solcher  Familien   ist  mit  diesem  Nacbtrage  kaum  ver- 
Tollstandifipe*- 
&Tt  Rett.  Nr.     13-     Lateinisches  Diplom. 

15,    schalte   hinter   Pfitscher   ein:     Gebriider,    dess- 
\  ™      oleicben   ilxren  Vetter  Franzisk  Ruschka  auckPf  itscher  ge- 

I  nannt. 

Bejr-  Nr.     *^-      ^ie    °chtoalt*en  biessen:     Jacob,    Gerichtsan- 
"      waldt  zu    Altenburg,  Hanss  und  Georg. 

48,  Reg-  Nr-    2^*       Die    Zie£ler    ^aren   Gebriider.     Vor    Sebastian 
ist  *u  setsen  :   Andre,  Burger  *u  St.  Lorentzen,  Gericbts  Michel »- 

puTg. 
n  49,  Reg.  Nr.    3  4.       ScbueleT  erlangte  sein  Wappen  am  10.  October 

\  \  1558    ron     K-    Ferdinand  L      Die   Mantzen   waren     Gebrfcder* 

'  *  ebenso  die   T^oher. 

Bog.  Nr.    SB-        I>ie  Mockb  waren  Gebriider. 


( 


40  ~     43-        UeB  werdaUs  statt  Werdaloss. 

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Seite 

50,  Reg.  Nr. 

50. 

52,     „       n 

64. 

54,        y>            J) 

90. 

r>      n        n 

95. 

r>      *        n 

99 

178 


Die   J  o  b  o  n   waren     Gebriider. 

Die   Stif  1  er  waren    Gebriider. 

Die  Felitsch  waren  Gebriider. 

Die  Sch&bel  waren  Gebriider. 

Chris  to pb  Riedler  war  Berggerichts-Anwald  und 
Holtzmaister  in  der  Herrschaft  J^nefstain,  er  and  Hanns  waren 
Gebriider. 

55,  Reg.  Nr.  U6.     Lies    Antonius  statt  n-Atonius. 

56,  lies  Reg.  Nr.  124  statt    154. 

57,  Reg.  Nr.  135.    Die   Lantioner    waren  Gebriider. 
lies  iastendorffer  statt  A  ess  tendorffer. 

Die   W  i  d  e  r  waren   Gebriider. 
Die    ▼.     S  a  1 1  z     eracheinen    am   Wappenentworfe 

Lies    1578  statt   2578. 
Die   Christl  waren  Gebriider. 
521.     Das  Orijpnaldiplom  iat  in  Innsbruck  ansgefertiget. 


Besitzer  oder  Kenner  von  Diplomen  Erthenogs  Ferdinand,  die  in 
Torstehenden  Blattern  nieht  beruhxt  sein  sollten,  werden  gebeten,  mieh 
daron  in  Kenntniss  sn  setsen,  damit  daren  Regesten  dem  II.  Theile 
dieser  Sammlnng  als  Nachtrag    beigegeben  werden  kOnnen. 

H.  r.  G. 


69, 

n 

y> 

160. 

72, 

» 

y> 

315. 

n 

i» 

« 

318. 

als 

%  8 

alle. 

78,  Reg. 

Nr 

394. 

80, 

r> 

« 

422. 

90, 

r> 

r> 

521. 

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n. 

]jatarwtesensd»Midie  AMMIung. 


V 


12* 


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\y 


Die 


\?ijrsien  Tirols. 


Von 


M.  Treuinfels,  0.  S.  B. 

in  Marienberg. 


-^%c— 


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Die 


Cirsien  Tiro] 


s, 


Von 


loo    M.  Treuinfels,  0.   S.  B. 


in  Marienberg. 


--^irc— 


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Vorbemerkiing\ 

Seit  dem  Erscheinen   von   Dr.    C.    Nsegelif8  CSr  ' 
Schweiz,  sowie  desselben  „Dispositio  Giraiarum  Qer  ^    der 
Helvetia  (in  Kocli   Synops.  ed.  H.)     sind    adkon    80^1,  * 
entschvninden.      1st     dieser  Zeitraum     schon    an    „«^  *..         e 
em  bedeutender,     so  ist  er  es  nin  so    niehr,    ais  ja  gerade  d' 
NaturwigsenschcLf  ten  in  der  letzten  Zeit  eine   besonders  etfij  '* 
Pflege  gefdnden     baben. 

So  grosse    cmd  so  gerechte  Anerkenncng  den  genannten 

Aibeiten  Dr.  Naegeli'szu  Theil  geworden  1st,  bringt  es  einer- 

seits  eben  die  I^nge  des  seither  verflossenen  Zeitraumes  mit 

sich,  dass  sich    unterdessen  manches  Neue  angesamraelt  haf 

andererseits  aber    haben  sich  seitdem  aach  die  Anschauungen 

fiber  die  Bastartirung,  die  mit  dem  Genus  Cirsium  so  innig 

verbunden  ist,    theilweise  ge&ndert;   und   so   kommt  es,  dass 

die  MgefBbrtea  vortrefflichen  Abhandlungen  zum  Theil  lttcken- 
bafi  geforden   sinrf,  und  die  Anorduung  der  Cirsien  in  den- 
selben  mit  den    beutzutage   so  ziemlich  allgemein   sur  Aner- 
taum&l  ^\w\gten    AtiaiCiViten    sich    mehrentheila   im  Wider- 
%V*n&&  Y>efcAet. 

Darf  somit  eine  den  Verhaltnissen   der  Gegenwart  ent- 

sprechende  Bebandlung     der    Cirsien    ana     den    angedeuteten 

Grunden  anf  eine    giinstige    Aufnahme    rechnen,     so  mdchte 

dieses  zum  Theil  selbst  von  gegenw&rtiger   -Arbeit   geJten,  die 

sich  iii  den  engen  Grenzen  Tirols  eiogeschlossen   h#Jt.     Tirol 

„ das    Land    der    Berge",     darch    seine    L»ge      ein    Ver- 

bindnngsglied  des   Sftfdens  und   der  Mitte  Earopas  hat  eine  ! 

"  jhhaltige  Flora  and  birgt  namentlich  aacb  mo  viele  und  I 


so  reich 


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—    184    — 

so  interessante  Girsien  in  sich,  class  eine  Besprechung  dieser 
kaura  mit  Unrecht  auch  ausser  seinen  Grenzen  auf  einige 
Theilnahme  hoffen  darf. 

Ich  darf  es  mir  nicht  ableugnen  und  beabsichtige  nicht 
es  vor  Andern  in  Abrede  zu  stellen,  dass  gegenwartiger 
Arbeit  mehrfache  Spuren  des  Erstlingscharakters  ankleben; 
ich  wurde  es  auch  nicht  gewagt  haben,  dieselbe  der  Oeffent- 
liclikeit  zu  iibergeben,  wenn  ich  nicht  dazu  von  kompetenter 
Seite  ermuntert  worden  ware. 

Sollte  es  sich  herausstellen,  dass  dem  hiermit  Gebotenen 
nicht  aller  Werth  abgehe,  so  hoffe  ich  im  Laufe  der  Zeit 
an  der  Hand  bereichertor  Erfahrung  und  im  Vertrauen  auf 
die  Fortsetzung  des  Wohlwollens,  das  mir  von  so  vielen 
Seiten  in  der  verbindlichsten  Weise  entgegengebracht  wurde, 
die  Mangel  derselben  allmalig  auszubessern. 

Bedauern  muss  ich  im  Interesse  der  Arbeit,  dass  mir 
grossentheiis  eine  Beobachtung  der  Pflanzen ,  im  lebendeo 
Zustande  nicht  mftglich  war  und  ich  mich  nur  an  getrock- 
nete  Exemplare  halten  musste.  Um  dem  gpneigten  Leser 
einen  Masstab  an  die  Hand  zu  geben,  nach  dem  er  die  Ver- 
lasslichkeit  meiner  Angaben  beurtheilen  kflnne,  setzte  ich  den 
einzelnen  Diagnosen  iuimer  die  Angabe  vor,  ob  ich  die  be- 
treflfende  Pflanze  im  getrockneten  oder  im  lebenden  Zustande 
zu  beobachten  Gelegenheit  hatte  (v.  v.;  v.  s.  =  vidi  viva; 
vidi  sicca). 

Im  Uebrigen  glaube  ich,  erheischt  es  die  Natur  der 
Sacbe,  dass  die  muthmasslichen  Hybriden  in  ziemlich  aus- 
fiihrlicber  Weise  behandelt  werden,  wahrend  es  bei  den  Arten 
eben  die  Rucksicht  auf  die  Hybriden  wiinschenswerth  er- 
schemen  lasst,  dass  sie  genauer  in's  Auge  gefasst  werdeo, 
da  man,  um  Hybriden  zu  beurtheilen,  ja  vor  Allem  die 
Kenntniss  der  Arten  wohl  innehaben  muss. 

Andererseitfs  jedoch  vermied  ich  es,  zu  sehr  in's  Klein- 
liche  einzugehen  and  Hess  Manches  bei  Seite,  dessen  Er- 
wahnung  mir  kaum  einen  merklichen  Nutzen  zu  bieten  schien, 
so  z.  B.    die  Anzahl   der  Hullschuppen    oder   deren  Ver&n- 


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_     t85 

imtm  a^ssersteirKreise  bis  zum  mtveirsteD,  einzeln, 
NnupftmnieiL  (Die  Angaben  Oler  die  H&l]8chnppen  °e 
rielien  sich,  wcnn  ich  nicht  speziell  etwas  anderes  angedentet^ 
auf  die  mittleren)- 

Damit    durcli     diese    detaillirteren      Beschreibongen    dan 
Moment  der  TJeb^rsichtlichkeit  nicht     ganz   ausser  Acht  s* 
lassen  werde,     vereinigte  ich   zuer'sfc      immer  die  Haoptmerk 
male  zu  einer    gedrangten,  lateiniscben    JDiagnose. 

Nicht   onterlassen   will   ich  es,      anch    an   dieter  Stelle 
alien  jenen  P.    T.    Herren,  die  mfcb    bei    dieser  Arbeit  unter- 
sttitzten,  raeinen     boflichsten   und    herzlichsten  Dank   atjszn^ 
sprechen.  Namexitlich  gebiihrt  derselbe    rneinem  hochverehrten 
Professor  Dr.     A-  Kerner,  der  rair    so    WeJfach  mit  Rath  und 
That  znr  Seite     stand,    so   wie  der   koin   Opfer  an  Zeie  nnd 
Muhe  scheaenden   Dienstfertigkeit    des     P.  T.    Hrn.    Aasser- 
dorfet,  der  !At>eraHtat  des  Hrn.  Baron  Hanamann,  der  Hoch- 
^mtdigetvHerreii  Huter,  Gander,  Gremblich,  Strobl  und  ab$r- 
ma\s  Ausserdorfer,   die  mir  riickhaltslos  ihro  Herbariea  zur 
VeTfugung  stellten  u.  s.  w.  u.  s,  w. 

Somit  ubergebe  ich  ira  Vertrauen  auf  eine.  nachsichtige 
Beurtheilung  gegenw&rtige  Notizen  alien  Freunden  der  Flora, 
Tirols  und  Allen  Jenen,  die  bei  ihrer  Ergebenheit  und  Vor— 
liebe  fur  die  Botanik,  diese  scientia  amabilis,   auch.  water  den 
Doroen  der  Cirsien  jene  interessanten  Seiten  entdeokeu,  ^e 
sie  im  beobaoitendea    and    forsohenden    Auge   10  »o  wch- 
lichem  Masse    biete*. 

Mribtrg,  1.  tt*i  1875. 

Leo  M.  Treuinfels,   O.  ®.  d. 


Werke  nnd  Schriften,  die  m  dieser  Arbeit  bentttrts 

warden : 

Allioni     Flor.    Pedemont.    (l?85)     cum  Auctuario- 

( 17  89V 

Ambrosi  Flor.   del.  Tirol,  meridion.'  (1*5'7).  ' 


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—     186.    — 

BertoloniFIor.  Italica  IX.  vol.  (1853). 

CelakovsJty  Prodr.  d.  Flor.  v.  B5hroen  (1872). 

De  CandoUe  Prodrom.  vol.  VI.  (1837). 

Gaud  in  Flor.  Helvet.  vol.  V.  (1829). 

Gremli  Excursionsflora  d.  Schweiz  (ed.  1.  1867 
ed,  2.  1874). 

Grenier  &  Godr.   Flor.   de  France   torn.  II.  (1850). 

Grenier  de  Thybriditi  etc. 

Hausmaun  Flor.  v.  Tirol  (1851) 

Jacquin  Flor.  Austriac.  torn.  I.  (1773). 

Kerner  A.  Konnen  aas  Bastarten  Arten  werden? 
(1871). 

Kerner  Dr.  A.    Nieder5sterreicb.     Weiden.  (I860). 

Koch,  Taschenbuch  (1844.) 

Koch  Synopsis  ed.  L     (1837). 

Koch  Synopsis  ed.  III.  (1857)  continens  Disposit.  Cir- 
sioram  aact.  C.  Naegelio  (unveranderter  Abdrock  der 
zweiten  Ausgabe  v.  J.  1843 — 1845). 

Linn 6  Species  plantar,  ed.  III.  Vindob.  (1764). 

LBhr  Enumeratio  (1852). 

NaBgeli  Dr.  C.  Cirs.  d.  Schweiz  (1842). 

Neilreich   Nachtrige   zu  Maly's   Enameratio  (1861). 

Oesterreich.  Botan.  Ztschr. 

Pollini  Flor.  Veronens.  (1822). 

Reichenbach  fil.  Deutschlands  Flora.  Die  Cynaro- 
cephalen  (1853). 

Schlosser  &  Vukot.  flor.  Croat.  (1869). 

Sitzuogsber.  d.  K.  Bair.  Akad.  d.  Wissensch.  (v.  Jahre 
1866). 

Sprengl  System.  1825—1828. 

Verhandhmgen  der  k.  1l  Z.  B,  G.  in  Wien. 

Vi liars  Flor.  de  Dauphine  (1789). 

Waldstein  &   Kitaibel  pi.   rar.  Hungar.  (1802— 
1812). 
Willdenof  Spec.  Plant.  HI.  vol.  (1800.) 


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—    187    — 

Ton  nerbarien  standen  mir  zn  Gebote: 

Das  Herbar  des  Hrn.  Prof.  Dr.  A.  Kerner. 
„  »  *      r>     Baron  v.  Hausmann. 

9  9  »      »     Hater,   Coop,    in   Sexten  im 

Posterthal. 

Das  Herbar  des  Hrn.  Ausserdorfer,  Coop,  in  Virgen 
im  Pusterthal. 

Das   Herbar   des   Hrn.   Gander,   Coop,   in  Lienz  im 
Posterthal. 

Das  Herbar  des  Hrn.  Gremblich,  Prof,  am  k.  k.  Gym- 
nasium in  Halt. 

Das  Herbar  der  k.  k.  Universitat  in  Innsbruck. 

Das  Herbar  des  Ferdinandeums  in  Innsbruck  und  mein 


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wBei  Erweiterung  des  Wissens  macht  sich 
,,ron  Zeit  zu  Zeit  eine  Umordnung  nCthig ; 
„sie  geschieht  meist  nach  neneren  Maiimen, 
^bleibt  aber  iminer  prarisoriach."  GBthe, 
Aphorismen  iiber  Naturwissenschaft. 

Dass  die  Cirsien  der  beschreibenden  Botanik  nicht  ge- 
ringe  Schwierigkeiten  bieten,  ist  zu  bekannt,  als  dass  es 
einer  speziellen  Erinnerung  daran  bediirfte. 

Liegt  in  diesem  Umstande  einerseits  der  Grand,  warum 

zeitweilig  iiber  dies  Genns  eine  ziemliche  Verwirrang  herrschte 

ond   raanche   iiberfliissige   Synonyma    sich   ansammelten,    so 

sind   es    doch   auf  der  andern  Seite   eben    diese   Schwierig- 

keiten,   die   auf    den   Botaniker   immer    wieder    einen  neuen 

Reiz    ausiiben:    das    Schwierige   ist   es   ja,    was  zor  Arbeit 

herausfordert.     Und    dieser   Reiz   ist  urn   so  mfichtiger,    als 

jene  Schwierigkeiten  zum  guten  Theil  von  einer  Erscheinung 

herrfihren,  die  schon  an  and  fur  sich  Interesse  beansprucht 

Sind  wir  auch  iange   schon    fiber   die  Zeit  hinaus,    wo 

die  Existenz  der  Bastarte  in  Zweifel  gezogen  wurde,  ja  diirfte 

es   heutzutage   schwer  sein   auch  nur  einen  Botaniker  nam- 

haft  zu  machen,  der  von  derselben  nicht  (iberzeugt  w&re,  so 

iibt  das  Phanomen  der  Bastartirung,  oder  iiben  beziehungs- 

weise    die     Resultate     derselben     doch    noch    immer    ihre 

Anziehungskraft.     Denn    abgesehen    davon,    dass     sich    bei 

der  Bastartirang  einigermassen  der  Schleier  zu  luften  scbeint, 

der   noch   immer   auf  dem   mannigfaltigen   Ineinandergreifen 

der  organischen  Krafte  ruht,  ist  noch  so  Manches,    was  die 

Bastartirung   betrifft,    dunkel,    unaufgekl&rt,    zum    Wenigsten 

zweifel  haft* 


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—     189    — 

So  iiegt  es  denn  in  der  Natur  der  Sacbe,  dass  Jeder, 
der  sich  mit  Cirsien  beschaftigt,  den  Fragen  fiber  die  Bastar- 
tirang  seine  Aufmerksamkeit  zuwenden  moss,  nod  es  bedarf 
keiner  weitern  Rechtfertigung,  weun  ich  im  Folgeoden  die 
dieselbe  betreffenden  Punkte  einer  kurzen  Besprechung  un- 
teniehe. 

Dieser  Punkte  sind  der  Hauptsache  nach  drei :  1.  Stel- 
lung  der  Bastarte  im  Systeme,  2.  Benennung  der  Bastarte, 
3.  Zahl  der  inoglichen  Bastarte  zwiscbea  zwei  Arten. 

1.  Stellang  der  Bastarte  im  Systeme. 

Dr.  G.  Nffigeli,  dem  das  grosse  Verdienst  gebnhrt, 
zuerst  in  die  lange  Reibe  der  Cirsien  Ordnung  uud  Uebep- 
sicht  gebracht  zu  baben  (zuerst  in  seiner  Abhandlung  „Die 
Cirsien  der  Schweiz"  1842,  ein  Jahr  spater  in  seiner  „Dis- 
positio  Cirsiorum  Germanise  et  Helvetia"  im  Anhange  zu 
Koch's  Synopsis  ed.  II.  seqq.)  fiihrte  zwisoben  „  Species  ge- 
nuinae"  and  „ Species  hybrid©*  eine  strenge  IVennung 
durch  and  verwies  letztere  in  einen  Anhang.  Das  legt  den 
Gedanken  nahe,  dass  nach  seiner  Ansicht  die  Hybriden  nicht 
mit  vollem  Rechte  in  die  deskriptive  Botanik  Zutritt  haben. 
Nflegeii  spricht  sich  hieruber  auch  in  seinen  „  Cirsien  der 
Schweiz"  nnzweideatig  aus :  9Hinsichtlich  der  Beuennung  and 
systeauUischen  Aaffuhrung,  glaube  ich,  muss  man  die  Bastarde 
Von  den  natorlichen  (I)  Species  and  Subspecies  unterscheideu. 
Sie  macben  nicht  eigentlich  einen  Theii  der  organischen  Ent- 
wicklung des  Pftanzenreiches  aus,  es  sind  gleichsam  nur 
fruchtlose  Versuche  der  Natur,  sich  mit  ihren  gegenwaxtigen 
Kr&ften  zu  neuen  specifischen  Typen  zu  erheben.*  (S.  7.) 
«—  Noch  scharfer  tritt  uns  die  n&raliche  Anschauung  an 
folgender  Stelle  entgegen:  „Die  natGiiichen  (!)  Species  haben 
gewiss  mehr  Chancen  der  Existenz,  ais  die  Hybriden,  eben 
veil  sie  in  Folge  einer  natiirlichen  Entwicklung  entstanden 
sind,  diese  aber  ibr  Dasein  einer  widernattirlichen  oder 
weiiigstens  unnaturlicben  Entwicklung  verdanken."  (a.  a. 
0.  S.  26.) 


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—     190     — 

Es  ist  nun  aber  sicherlich  sohwer  einzusehen,  warum 
der  Vorgang  der  Bastartirung  als  ein  unnatfirlicher  oder  gar 
widernatftrlteher  bezeiohnet  werden  soilte.  Wenn  dabei  der 
Mensch  mit  seiner  Th&tigkeit  in  den  Gang  der  Natur  ein- 
greifen  wtkrde,  dann  allerdings  w&re  outer  Umst&nden  eine 
Berechtigung  vorhanden,  yon  Vorgangen  zu  reden,  die  auseer- 
halb  der  Naturgesetze  oder  vielleioht  sogar  denselben  ent- 
gegen  erfolgen,  die  somit  „unnaturlicha  oder  „widernatarlicha 
waren.  Es  sind  aber  doch  in  der  That  lediglich  die  der 
Natur  selbst  eigenen  Agenzien,  die  bei  der  im  Freien  statt- 
findenden  Bastartirung  thatig  sind.  Und  wenn  wir  uns  nun 
erlauben  sollten,  Prozesse,  die  in  der  Natur  und  von  der 
Natur  vollzogen  werden  „unnatiirlioha  oder  „widernatiirlicb* 
zu  nennen,  wer  wird  tins  dann  den  Massstab  in  die  Hand 
geben,  zu  beurtheilen,  was  natorlich  sei  und  was  nioht?  „Die 
Natur  hat  zu  Nichts  gesetzm&ssige  F&higkeit,  was  sie  nteht 
gelegentlicb  ausfubrte  und  zu  Tage  br&chte*  sagt  Gdthe 
(Aphorismen  fiber  Naturwiseenschaft).  Der  Satz  beb&lt, 
dfinkt  mir,  seine  voile  Richtigkeit,  wenn  wir  ihn  umkehren 
und  sagen,  dass  Alles,  was  die  Natur  gelegentlich  ausfiihrt 
und  zu  Tage  bringt,  das  Ergebniss  ihrer  geseton&ssigen 
Fahigkeit  *ei. 

Dr.  NeBgeli's   Ansieht  von    der    widernaturlichen  Eat- 
stehung  derBastarte  erscheiut  nur  unter  einerVoraussetzung 
gerechtfertigt,   unter  der  Voraussetzung   namlich,   dass    die 
organische  Natur  eine  endgiltig  abgeschlossene  sei,    die  sich 
im  st&ten  Kreislaufe  um  das  iuimer  gleicbbleibende  Centrum 
drehet   ohne  je   von   ihrer  Bahn   abzulenken.    Dass  Nageli 
wirklich  dieser  Ueberzeugung  ist,  scheinen  seine  „formae  rece- 
dentes*  darzuthun:  denn  diese  deuten  offenbar  auf  Pflanzen 
bin,  die  im  Begriffe  sind,   wieder  in  tfas  alte  Geleise  einzu- 
lenken,  nachdem  sie  durch  irgend  eine  ZufUligkeit  davou  ab- 
gebracht  worden  waren,  etwa  ahnlich,   wie  ein  Kdrper  mit 
stabilem   Gleichgewicht   nothwendig    seine  Gleichgewicbtslage 
wieder  einzunehmen  sucht,   wenn  er  durch  fremde  Einflilase 
daraus  entfernt  worden  ist 


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—     191    — 

Zugegeben  ntin  auch,  dass  uns  die  Natur  im  Allge- 
meinen  den  Eindruck  macht,  als  sei  in  ihrem  staten  JEnt- 
wicklungsgange,  wie  uns  denselbon  die  geologischen  Monu- 
meote  bekunden,  eioe  grosse  Pause  eingetreten,  so  sind  wir 
doch  nicht  berechtigt,  dieseu  allgenieinen  Eindruck  als  Alles 
beherrschendes,  ausnahmsloses  Naturgesetz  hinzustellen ;  am 
allerwenigsten  bind  wir  berechtigt,  ein  solches  Gesetz  als 
Ausgangspunkt  zur  Beurtheiluug  von  Thatsachen  zu  nehraen, 
die  uns  die  Natur  bietet  und  die  —  offen  zugesehen  —  mit 
demselben  geradezu  in  Widerspruch  stehen. 

Dass  aber  die  Bastarte  eine  solche  Thatsache  konsta- 
tiren,  wird  aus  dem  Folgenden  erhellen. 

Wie  bekannt,  machte  man  frfiher  geltend,  die  Bastarte 
seien  „entweder  unfruchtbar,  oder  wenn  sie  es  nicht  sind, 
so  sterben  6ie  nach  eiuigen  Geuerationen  aus  oder  kehren 
m  einer  der  erzeugenden  Species  zuruck"  Dr.  Naegeli  a.  a. 
0.  S.  14  f.)  —  Die  neueren  Erfahrungen  oder  Vielmehr  die 
Ergebnisse  alterer  und  neuerer  Erfahrungen  best&tigen  diesen 
Ausspruch,  in  seiner  allgemeinen  Passung  wenigstens,  nicht. 
—  Vergleiche  hieriiber  A.  Kerner.  „Konnen  aus  Bastarten 
Arten  werden?"  S  4.  f„  sowie  desselben  „Nieder5sterreichiscbe 
Weiden*  S.  6.  —  Wir  haben  unbestreitbare  Beispiele,  dass 
Bastarte  sich  fortpflanzen,  nicht  nor  durch  Verbinduug  mit 
einer  der  Stammarten,  sondern  auch  bei  reiner  Inzucht. 

Nicht  Ubersehen  dtirfeu  wir  iiberdiess  den  sehr  wich- 
tlgen  Umstand,  dass  den  Organ isinen  des  Pflanzenreichs 
ttusser  der  reproduktiven  Vermehrung  noch  ein  anderer  Weg 
to  ihrer  Erhaltung  oflfen  stehe,  namlich  der  Weg  der  vege- 
tativen  Veriuehruug.  Gerade  bei  den  Cirsien  nan  begegnen 
wir  einer  solchen  vegetativen  Vermehrung  und  zwar  in  einer 
viel  weiteren  Ausdehnung,  als  man  es  bisher  glaubte.  Bis 
vor  Kurzem  war  allgemein  bekannt  (wenigstens,  was  die 
mitteleurop&ischen  Cirsien  betrifft)  nnr  die  Vermehrung  des 
C.  arvense  durch  Adventivknospen  der  Wurzel,  sowie  die 
Stolonen  des  Cirs.  Anglicum.  Celakovsky  in  seinera  Prodr. 
der  Flora  von  B6hmen  (1872)  bemerkt  auch  bei  Cirs.  hetero^ 


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—     192     — 

phyllam,    dass    es    Wurzelauslaufer    treibe.  —    Ich    biu  nun 
in  der  Lage,  in  dieser  Hinsicht  weitere  Daten  zu  geben. 

Schon  a.  1863  hatte  Baron  von  Hausman,  der  hoch- 
geachtete  Verfasser  der  „  Flora  von  Tirol a  sich  dahin  ge- 
aussert  „Cirsien  vermehren  sich  auf  gutem  Boden,  z.  B.  auf 
Gartenerde  sehr  leicht  und  rasch  durch  Wurzelauslaufer" 
(briefl.  Korrespondenz). 

A.  Ausserdorfer,  ein  iiberaus  fleissiger  and  kritischer 
Botaniker  Tirols  (gegenwartig  in  Virgen  im  Pusterthale)  hat 
spater  bezuglich  dieses  Punktes  die  ira  Freien  vorkommen- 
den  Cirsien  seiner  Umgebung  einer  sorgfaltigen  Beobachtung 
unterzogen  dnrch  vier  Jahre  hindurch.  Die  Resultate  seiner 
Untersuchung,  deren  Mittheilung  ich  seiner  iibergrossen  Giite 
verdanke  und  die  ich  hier  in  gedrangtera  Auszuge  wieder- 
gebe,  koustatiren  nun,  dass  sicb  C.  Autareticum  Rchb.,  spiuo- 
sissimoides  Ausserd.,  lanceolatum,  eriophoruni,  palustre, 
Erisithales,  acaule,  flavescens  Koch  (Alles  nach  der  Bestim- 
inung  des  genannten  Herrn)  durch  Wurzelauslaufer  vermeh- 
reny  wenn  anders  das  Terrain  einigermassen  locker  ist  (nicht 
z.  B.  mit  Gramineen  dicht  besetzt.)  Aehnliche  Erfahrungen, 
wenn  schon  etwas  weniger  vollstaudig  (durch  zwei  Sonimer 
hindurch)  stehen  Ausserdorfer  bei  alien  anderen  Cirsien  seiner 
Umgebung  zu  Gebote.  —  Zum  Beweise,  welche  Erfolge  durch 
diese  Wurzelauslaufer,  sowie  andererscits  durch  die  repro- 
duktive  Vermehrung  Bastarte  erringeu  konnen,  erwahne  ich 
die  beiden  Thatsachen,  dass  C.  Autareticum  Rchb.  an  einer 
Stelle  Pusterthals  in  einer  Ausdehnung  von  circa  200  Qua- 
dratmet.  in  Hunderten  von  Exemplaren  steht,  dass  ferner 
C.  spinosissimoides  Ausserd.  sich  an  mehreren  Stellen  einer 
Alpe  so  ausgebreitet  hat,  dass  es  sich  sogar  im  Munde  des 
dortigen  Landvolkes  einen  eigenen  Namen  erworbeu  hat;  es 
wird  namlich  von  demselben  seiner  guten  Futtereigenschaften 
willen  wRahmdisteltt  genannt. 

Behalten  wir  diesen  zweifachen  Umstaud  im  Auge,  er- 
stens,  dass  sich  Cirsicu-Bastarte  durch  Sauien  vermehren 
kOnnen,   dass   sie   sich   aber  zweitens   auch   durch  Wurzel- 


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—    193    — 

auslaufer  aasbreiten,  kSnnen,  so  wird  es  uns  kanm  raoglich 
seio,  die  Bastarte  aufzufassen  als  „frachtlose  Versuche  der 
Natar,  sich  mit  ihren  gegenw&rtigen  Kr&ften  zu  neuen  spezi- 
fischen  Typen  zu  erheben.*  Wir  werden  im  Gegentheil  an- 
erkennen  muss  en,  dass  sich  die  Natar  auf  dem  Wege 
der  Bastartirung  nicht  nur  weiter  entwickeln  kSnne, 
sondern  dass  in  dem  in  Rede  stehenden  Falle  thatsach- 
lich  eine  solche  Weiterentwicklung  off  en  vor  ansern  Augen 
da  liegt. 

Der  haaptsachliche  Unterschied,  der  Arten  and  Bastarte 
yon  einander  trennen  sollte,  wurde  aber  ja  ger&de  in  die 
Fruchtbarkeit  der  Einen  und  Unfruchtbarkeit  der  Andern  ver- 
legt;  ist  also  auch  dieses  Kriteriam  nicht  mehr  stichh&ltig, 
so  ist  die  letzte  Scheidewand  ge fallen  und  es  erftbrigt  in 
Znknnft  nor  mehr  der  Differenzpnnkt  zwischen  beiden  For- 
men  von  Pflanzen,  dass  nns  bei  den  Hybriden  ihre  Ab- 
stammung  von  zwei  bestimmten  Arten  mehr-weniger  bekannt 
ist,  w&hrend  wir  bei  den  „ Arten*  von  einem  solchen  gene- 
tischen  Zusammenhange  mit  andern  Arten  nichts  wissen. 
Aber  wer  burgt  nns  dafttr,  dass  fthnliche  Vorgange  nicht 
aach  in  fruherer  Zeit  stattfanden  and  Pflanzen,  die  nns  jetzt 
ganz  aasgemacht  als  „ Arten"  gelten,  einen  dergestaltigen 
tJrsprung  hatten?  Wenn  wir  im  weitern  Verlaufe  dieser  Dar- 
8tellnng  Cirsien  begegnen ,  bei  denen  sowohl  Grilnde  far,  als 
GrtLnde  gegen  die  Bastart-Natur  angeffthrt  werden  kflnnen, 
so  ist  dies  jedenfalls  geeignet,  nns  obige  Vermuthung  nahe 
zu  legen. 

Da  somit  eine  dnrchgreifende  Grenze  zwischen  Bastarten 
nnd  Arten  nach  dem  heutigen  Stande  nnserer  Kenntnisse 
nicht  aufgestellt  werden  kann,  90  werde  ich  diesen  Gesichts- 
pankt  aach  bei  der  systematischen  Behandlung  der  Cirsien 
festhalten  and  die  mathmasslichen  Bastarte  nicht  abgesondert 
nod  anhangsweise,  sondern  an  der  Stelle  aufffthren,  wohin 
sie  die  verwandtschaftlichen  Verhftltnisse  zu  den  iibrigen 
Cirsien  weisen. 

Ferdinandeunu-Zeitschrtft.  13 


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—    194    — 

2.  Benennung  der  Bastarte. 

In  diesem  Ponkte  begegnen  wir  verschiedenen  Ansichten, 
die  sich  jedoch  in  der  Hauptsache  urn  zwei  Mittelpunkte 
gmppiren,  die  kombinirte  Benennung  and  die  bin&re  Be- 
nennung. 

Diejenigen,  die  fur  die  erstere  —  nach  ihrera  Autor 
Schiede'sche  genannt  —  Benennung  einstehen,  fuhren  als 
Motive  ihrer  Vorliebe  an:  erstens  gehe  es  einmal  nicht  an, 
Arten  in  gleicher  Weise  zu  bezeichnen,  wie  solche  Aus- 
nahmebildungen;  vielmehr  erheische  der  ganz  verschiedene 
Charakter,  der  diese  beiden  Arten  von  Pflanzenformen  scharf 
trenne,  auch  eine  verschiedene  Benennung;  zweitens  sei  es 
das  Vortheilhafteste,  die  Pflanze  mit  einera  solchen  Namen 
zu  belegen,  der  uns  sogleich  eine  vollst&ndige  Orientirung 
ilber  die  Herkunft  derselben  biete  und  uns  Eberdies  das 
ganze  Aussehen  der  Pflanze  in  der  btindigsten  Form  in 
Erinnerung  rafe. 

Die  Vertreter  der  zweiten  Methode  hingegen  erklaren, 
die  angebliche  scbarfe  Scheidewand  zwischen  Arten  und 
Bastarten  existire  in  Wirklichkeit  nicht,  iiberdiess  stiitze 
sich,  abgesehen  von  seiner  Unbequemlichkeit,  ein  solcher 
Kombinationsname  auf  eine  Vermuthung,  fiir  die  man  in  den 
wenigsten  Fallen  die  Beweise  zur  Hand  habe,  und  die  sich 
oft  nachtraglich  als  irrig  erweisen  kdnne,  ja  sich  wirklich  in 
manchen  Fallen  schon  als  irrig  erwiesen  habe,~wodurch  dann 
fiir  Gegenwart  und  Znkunft  die  ohnehin  schon  bedeutende 
Reihe  von  Synonymen  zwecklos  noch  weiter  vermehrt  werde. 

Mir  scheinen  die  Giiinde  der  Letzteren  flberzeugend 
zu  sein. 

Was  die  Trennung  zwischen  zweiartigen  Pflanzen  und 
„  Arten"  betrifft,  war  eben  vorhin  davon  die  Rede.  Was 
die  kombinirten  Namen  insbesondere  angeht,  so  bringt  man 
es  —  wollen  wir  genau  sprechen  —  bezuglich  des  hybriden 
Ursprunges  eider  Pflanze  in  den  meisten  Fallen  nicht  weiter, 
als  bis  zu  einer  Vermuthung.  Allerdings  hat  diese  Ver- 
muthung  sehr  oft   soviet  Wahrscheinlichkeit  fttr  sich,    dass 


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—    195    — 

sie  sich  bis  zu  einer  Art  Gewissheit  steigert  and  man  nicht 
Bedenken  tr&gt,  eine  Pflanze  geradezu  mit  Sicherheit  als  die 
Hybride  dieser  and  jener  Art  zu  bezeichnen.  Besonders 
g3t  dieses  dann,  wenn  man  sich  mit  dieser  Art  von  Angabe 
—  Hybride  von  A  and  B  —  zufrieden  gibt.  Aber  selbst 
fikr  diese  Art  weist  ans  die  Erfahrang  Falle  auf,  wo  man 
sich  geirrt  hat  —  ich  erinnere  an  Cirs.  Freyerianum,  pauci- 
florum,  brachycephalnm.  Ab  esse  ad  posse  valet  illatio; 
was  einmal  war,  kann  wieder  sein. 

Erscheint  ans  aaf  diese  Weise  der  Werth  der  Schiede'- 
schen  Nomenklatar  schon  am  des  Umstandes  willen,  dass 
sie  den  Namen,  der  eo  ipso  etwas  Feststehendes  sein  soil, 
aaf  die  Hypothese  basirt,  ein  zweifelhafter,  so  werden  wir 
in  diesem  Eindrucke  best&rkt,  wenn  wir  die  weitere  Ent- 
wicklung  jener  Nomenklatar  oder  ihre  Anpassang  an  die 
VerhMtnisse  der  Wirklichkeit  ins  Ange  fassen. 

Es  gibt  in  der  Natar  —  sagen  wir  vor  der  Hand,  nach 
der  Ansioht  Mehrerer  —  zwischen  zwei  Arten  5fters  mehr 
als  eine  Mittelform.  Es  ist  bekannt,  wie  die  Schiede'sche 
Nomenklatar  diesem  Umstand  gerecht  zu  werden  suchte. 
Entweder  wollte  man  an  gewissen  Merkmalen  den  Yater  and 
an  gewissen  die  Matter  der  Hybride  erkennen  and  stellte  im 
kombinirten  Namen  jeoen  an  die  erste,  diesen  an  die  zweite 
Stelle;  oder  von  dieser  Genealogie  absehend  setzte  man  den 
Namen  jener  Art  voran,  der  die  Hybride  naher  zu  stehen 
schien ;  oder  endlich,  wenn  mehr  als  zwei  Hybriden  vorlagen, 
onterschied  man  noch  mehrere  Grade  der  Aehnlichkeit  mit 
Vorsetzung  von  „ super*  and  „suba,  wenn  man  nicht  gar 
die  Ursache  dieser  grSsseren  Annaherung  an  eine  der  Stamm- 
arten  noch  mit  in  den  Namen  hineinlegte,  indem  man  von  einem 
CSrsiom  heterophyllo-(heterophyllo-spinosissimum)  sprach. 

Dazu  ist  nun  zu  bemerkeo,  dass,  wenn  man  nicht  schon  vor 
derlei  sesquipedalia  verba  erschrickt,  diese  Nomenklatur 
immerhin  eine  beschrS-nkte  bleibt,  indem  man  ja  mehrere 
Formen  aoffinden  kSnnte,  als  diese  Kombination  Variationen 
gestattet,   wie  es  thats&chlich  schon  vorgekommen  sein  soil 


13  * 

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—     196    — 

(siehe  A.  Kerner  Niederosterr.  Weiden  S.  14).,  Oder  es 
kflnnte  sich  wohl  auch  treffen,  dass  nachdem  wir  eine  Form 
als  super  A — B  bezeichnet  haben,  uns  nachtr&glich  eine 
neue  Form  aufstosst,  die  der  Art  A  noch  naher  steht,  mit 
deren  Benennung  wir  dann,  wollten  wir  uns  anders  nicht  zu 
einer  Formel  super  super  A — B  entschliessen,  unverholen  am 
Berge  stehen.  Wenn  wir  dann  erst  eine  Pflanze  vor  uns 
haben  sollten,  die  sich  als  Ereuzungsprodukt  von  mehr  als 
zwei  Arten  darstellt  (ich  werde  Gelegenheit  haben,  auf  der- 
Iei  Hybriden  hinzuweisen),  was  sollten  wir  dann  anfangen? 
Wer  wollte  es  dann  noch  wagen,  den  Schiede'schen  Namen 
zn  konstruiren  nach  dem  verschiedenen  Grade,  in  dem  sich 
die  einzelnen  Arten  dabei  betheiliget  hatten?  Oder  nehmen 
wir  auch  den  seltenen  Fall  an,  dass  wir  aus  den  Verh&lt- 
nissen  des  Vorkommens,  sowie  den  Merkmalen  der  vor- 
liegenden  Hybride  mit  vieler  Wahrscheinlichkeit  einen  Schluss 
bilden  kdnnen,  wie  ein  solcher  Tripelbastart  zu  Stande  ge- 
kommen  sein  diirfte,  sollten  wir  dann  wirklich  von  einem 
Cirsium  Erisithali-spinosissimo-heterophyllum  reden? 

Ich  glaube ,  die  Erwagung  aller  dieser  Umst&nde  durfte 
im  Stande  sein,  einen  Jeden  geniigend  zu  rechtfertigen,  der 
sich  fur  die  binare  und  gegen  die  Schiede*sche  Nomenklatur 
entscheidet. 

Man  konnte  noch  vorschlagen,  solche  Formen,  deren 
Bastart-UrspruDg  zweifelhaTt  sei,  mit  einem  binaren  Namen 
zu  belegen,  jene  dagegen,  fiber  deren  Hybridit&t  wir  Gre- 
wissheit  hfttten,  mit  einem  kombinirten.  Aber  auch  dieses 
fQhrt  zu  Nichts.  Wir  stiinden  dabei  auf  subjektivem  Boden 
und  5ffneten  vielfachen  Differenzen  Thiir  und  Thor:  was  dem 
'Einen  ausgemacht  diinkt,  scheint  eben  noch  manchem  An- 
dern  ungewiss.  Der  Zeitpunkt  aber,  in  dem  Versuche  fiber 
alle  derartigen  Bedenken  entschieden  haben  wfirden,  liegt 
gewiss  in  so  weiter  Feme,  dass  es  sich  schon  sehr  empfiehlt, 
w^nigstens  ftir  ein  bequemeres  Provisorium  zu  sorgen. 

Urn  jedoch  dem  Umstande,  dass  wir  von  manchen  CSr- 
mn  mit  vieler  oder  mit  aller  Wahrscheinlichkeit  wissent 


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—     197    — 

welche  Arten  zu  ihrer  Erzeugtmg  konkurrirt  haben,  Rech- 
nung  zu  tragen,  seize  ich,  dem  Vorgange  hochgeachteter 
Botaniker  folgend,  derlei  Formen  das  Zeichen  „X"  yor  and 
lasse  in  Parenthese  die  muthmassliche  Kombination  folgen. 
1st  es  dabei  der  Fall,  dass  die  Hybride  der  einen  Art  auf- 
fallend  naher  steht,  als  der  andern,  oder  namentlich,  wenn 
es  sich  trifft ,  dass  zwischen  zwei  Arten  mehrere  Hybrideu 
bekannt  sind,  so  bezeichneu  fettere  Lettern  jene  Art,  die  in 
der  Hybride  vorzugsweise  oder  wenigstens  auffallend  starker 
zum  Ausdrucke  gekommen  ist;  im  Uebrigeo  wird  die  Auf- 
einanderfolge  der  Artnamen  durch  die  alphabetiscbe  Ordnung 
bestimmt. 

3.  Zahl  der  moglichen  Bastarte  zwischen  zwei 
Arten. 

Dieser  Punkt  gebort  vielleicht  zu  den  beikelsten,  die 
bei  der  Behandlung  der  Bastartirurg  zur  Sprache  komraen 
kdnnen.  Gewiss  fehlt  es  auch  in  der  Gegeswart  noch  hier- 
fLber  nicht  an  verschiedenen  Ansichten  und  es  soil  desshalb 
bei  der  Bebandlnng  dieser  Frage  mit  aller  Rube  vorgegangen 
werden. 

Dr.  C.  Naegeli  unterschied  bekanntermassen  nnter  den 
Bastarten  zwiscben  je  zwei  Arten  zwei  Hanpttypen,  *von 
denen  der  eine  das  Ergebniss  der  Kreuzung  $  a  X  9  t>, 
der  andere  das  von  (Jb  X  9  a  sein  sollte.  Der  beriihmte 
Botaniker  ging  dabei  yon  dem  Grnndsatze  aus,  dass  sich 
die  Pollen  gebende  Pflanze  mehr  in  den  Fruktificationsorganen, 
die  befiruchtete  dagegen  mehr  in  den  Vegetationsorganen 
ausprftge. 

Diese  Annahme  hat  in  neuerer  Zeit  bedentenden  Wider- 
spnich  gefunden.  So  sagt  A.  Eerner  (anno  1860)  in  „Nie- 
derosterr.  Weidena  S.  7  .  .  .  .  „Die  Form  dieser  Erzeugnisse 
fan  Vorhinein  anzogeben  oder  umgekehrt  ans  der  Form  anf 
die  Rolle  zuriickscbliessen  zu  wollen,  welche  die  Stammeltern 
bei  der  Erzeugung  der  Blendlinge  gespielt  haben,  sind  wir 
auf  Grandlage   der  bisherigen  Erfahrungen   nicht  berechtigt 


Google 


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—    198    — 

uod  ein  solcbes  Verfahren  ist  dafaer  zum  Wenigsten  ver- 
fruhta  Dr.  Naegeli  selbst  hat  seine  friihere  Ansicht  in  der 
bestimmtesten  Weise  zuriickgenommen  (vgl.  Sitzungsberichte 
der  kgl.  baierischen  Akademie  der  Wissenschaften  ann.  1866 
II.  S.  244).  Ja  der  gelehrte  Forscher  geht  so  weit,  dass  er 
sogar  behaaptet,  es  gebe  nur  eine  eiozige  hybride  Mittelform 
zwischen  je  zwei  Artec,  da  es  ftir  die  systematisohen  Merk- 
male  ganz  gleichgiltig  sei,  ob  die  eine  oder  die  andere  der 
elterlichen  Formen  bei  der  Befiruchtung  als  Vater  mitgewirkt 
habe.  Die  thatsachlich  existirenden  mehrfachen  Mittelformen 
oder  cUebergangs formen a  werden  von  ihm  dann  in  der  Weise 
erkl&rt,  dass  dem  Bastarte  die  MQglichkeit  inne  wohne, 
Variet&ten  zu  bilden,  die  sich  den  Eltern  in  anregelm&ssiger 
Weise  n&hern.  Dieses  soil  namentlich  in  der  zweiten  und 
den  folgenden  Generationen  stattfinden,  ausnahmsweise  wohl 
auch  schon  in  der  ersten  Generation.  Dabei  sei  jedocb  nicht 
ausgeschlossen,  dass  derlei  Uebergangsformen  auch  aus  der 
Befrtichtung  des  Bastartes  durch  eine  Stammart  entstanden 
sein  kOnnen. 

Was  nnn  diese  nenere  Anschauung  Dr.  Naegelis  anbe- 
langt,  so  steht  sie  mit  dem  allgemeinen  Gefuhle,  das  man 
znr  Beurtheilung  dieser  dnnkeln  Yorgange  mitbringt,  gewiss 
im  Widerspruche.  Auch  Dr.  A.  Kerner,  der  in  seinen 
„Nieder6sterr.  Weiden"  alle  die  Bastartirung  betreffenden 
Punkte  mit  der  ihm  eigenen  Scharfe  der  Gedanken  and 
Klarheit  des  Ausdruckes  behaodelt,  &ussert  sich  im  gegen* 
theiligem  Sinne,  indem  er  sagt  (S.  7):  ^Dass  entsprechend 
der  doppelten  Rolle,  welche  jede  Stammart  bei  der  Befruch- 
tang  spielen  kann,  auch  zweierlei  Erzeagnisse  zwischen  zwei 
Stammarten  entstehen  k5nnen,  ist  nicht  zn  bezweifeln." 

So  massiv  ferner  der  Hinweis  anf  die  ftltestbekannten 
Bastarte  aus  dem  Thierreich  scheioen  mag,  so  lasst  sich  doch 
keineswegs  in  Abrede  stellen,  dass  zwischen  denselben  und 
den  Bastarten  aus  dem  Pflanzenreiche  eine  Analogic  besteht; 
denn  hier,  wie  dort  haben  wir  in  den  ersten  Anfftngen  der 
Organismen  eine  befrnchtende  Zelle  und  eine  zu  befruchtende 


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—     199     — 

ZeJJe.  Wenn  wir  Dan  in  dem  bekannten  Falle  aus  der 
Thlerwelt  das  Gegentheil  der  Naegeli'schen  Ansicht  in  ekla- 
tanter  Weise  zu  Tage  treten  sehen,  so  kann  man  es  Einem 
scfaon  desshalb  allein  nicht  verargen,  wenn  man  in  Ermang- 
Inng  gegentheiliger  positiver  Beweise  sicb  erlaubt,  uber  die 
Richtigkeit  der  genannten  Ansicht  Zweifel  zu  hegen. 

Gehen  wir  aber  auf  das  beriihrte  Stadium  der  Bastart- 
bildnng,  anf  den  Akt  der  Befruchtung,  etwas  naher  ein. 

Die  Befruchtung  erfolgt  also  durch  das  Zuzammenwirken 
von  Pollenzelle  und  Eizelle.  1st  die  Befruchtung  erfolgt,  so 
entwickelt  sich  eine  Pflanze  von  im  Wesentlichen  bestimmter 
Form.  Es  geschieht  also  ein  Doppeltes,  es  entwickelt  sich 
uberhaupt  eine  Pflanze,  was  ohne  Befruchtung  nicht  erfolgt 
ware,  und  es  entwickelt  sich  eine  bestimmte  Pflanze  von 
bestimmten  Eigenschaften,  was  immer  nur  durch  den  Einfluss 
einer  bestimmten  Pollenzelle  auf  eine  bestimmte  Eizelle  er- 
folgt. In  der  Wirklichkeit  lassen  sich  natiirlich  beide 
Wirkungen  nicht  trennen,  in  Gedanken  aber  konnen  wir  recht 
vohl  beide  Momente  auseinanderhalten. 

Was  nun  die  zweitgenannte  Wirkung  betrifft,  dass  eine  be- 
stimmte Pflanze  von  bestimmten  Eigenschaften  resultirt,  so  ist  be- 
zuglich  der  dieser  Wirkung  zu  Grunde  liegenden  Kraft  ein  Zwei- 
faches  mOglich.  Entweder  ist  die  Tendenz,  diese  bestimmte 
Pflanze  zu  entwickeln  oder,  wenn  man  den  Ausdruck  erlaubt,  die 
Idee  dieser  bestimmten  Pflanze  an  die  Eizelle  tind  an  die  Pollen- 
zelle in  gleicher  Weise  gebunden  und  es  hatte  somit  die 
Pollenzelle  ausschliesslich  die  Bedeutung  der  be/ruchtenden 
Zelle;  oder  auch  die  Idee  dieser  bestimmten  Pflanze  ist  auf 
beide  Zellen  vertheilt,  so  dass,  wenn  es  uberhaupt  denkbar 
wftre,  die  Eizelle  allein  eine  andere,  von  der  bewussten  ver- 
schiedene  Pflanze  erzeugen  wiirde  und  ebenso  auch  die  Pollen- 
zelle allein,  und  die  wirklich  entstehende  Pflanze  ware  somit 
in  diesem  Falle  ein  Mischergebniss  der  zwei  verschiedenen 
(idealen)  Pflanzenkeime ,  etwa  &hnlich,  wie  im  Krftften- 
parallelogramme  der  Physik  die  Resultirende  das  Misch- 
ergebniss der  beiden  Komponenten  ist 


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—    200    — 

Trifft  das  Erste  zu,  so  konnen  wir  uns  die  Sache 
wiederum*  auf  zweierlei  Weise  denken.  Entweder  ist 
die  Kraft,  befruchtend  wirken  zu  k5nnen,  an  die  chemisch 
mit  der  Eizelle  identische  Polleozelle  gebunden  (denn  die 
Kraft  moss  doch  offenbar  an  die  Materie  gebunden  sein); 
oder  es  hat  diese  der  Pollenzelle  eigene  Kraft  auch  ein 
chemisch  verschiedenes  Substrat,  au  dem  sie  haftet.  Er- 
steres  kann  man  sich,  scheint  mir,  wenn  iiberhaupt,  nor 
schwer  vorstellen ;  denn  warum  sollte  eine  chemisch-identische 
Masse,  die  somit  nor  dnrch  die  Portion  von  der  Eizelle  ver- 
scbieden  ware,  auf  diese  befruchtend  wirken  kQnnen? 
Ist  aber  Letzteres  der  Fall,  dann  liegt  es  wohl  sehr  nahe, 
dass  diese  chemisch  verschiedene  Masse  nicht  bloss  die 
Wirkung  der  Befruchtung  Sussern  werde,  sondern  dass  sie 
auch  auf  die  Gestaltung  der  wer(}enden  Pflanze  im  Einzelnen 
ihren  Einfluss  werde  gel  tend  machen. 

Nehmen  wir  aber  die  zweite  oben  erwfihnte  Mftglichkeit 
an,  dass  auch  die  Idee  einer  bestimmten  Pflanze  auf  Eizelle 
und  Pollenzelle  vertheilt  sei  und  demnach  nicht  bloss  die 
Entwicklung,  sondern  auch  die  Gestaltung  der  Pflanze  nur 
durch  das  Zusammenwirken  der  beiden  Zellen  erfolge,  so  ist 
von  vorne  herein  klar,  dass  in  diesem  Falle  die  Nsegeli'sche 
Ansicht  entschieden  unrichtig  sein  miisste. 

Gedenken  wir  nun  nochmals  der  friiher  angezogenen 
Analogie  aus  dem  Thierreiche  und  fassen  wir  sie  mit  der 
eben  angestellten  Betrachtung  zusammen,  so  hat  a  priori  die 
Ansicht,  dass  die  verschiedene  Yertheilung  der  Rollen  bei 
der  Befruchtung  fiir  die  resultirende  Pflanze  nicht  gleichgiltig 
sei,  jedenfalls   mehr  Ghancen  fiir  sich,  als  die  gegentheilige. 

Ich  anerkenne  jedoch  vollkommen,  dass  sich  die  Sache 
keineswegs  a  priori  entscheiden  lasse.  Die  Naturgeschichte 
ist  ihrem  Wesen  nach  eine  aposterioristische  Wissenschaft; 
naturam  exponere,  non  componere  muss  die  state 
Devise  des  Naturhistorikers  bleiben. 

Uebrigens  ist  die  Entscheidung  der  Frage,  ob  die  ver- 
schiedenartige    Betheiliguog    der    Stammarten    verschiedene 


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—  .  201     — 

Bastarte  hervorrufe,  oder  ob  dabei  immer  ein  and  derselbe 
Bastart  resultire,,  dem  jedoch  schon  in  erster  Generation  das 
Verm5gen  inne  wohne,  so  merklich  zu  variiren,  oder  ob  derlei 
Verschiedenheiten  einer  in^gale  action  des  Pollens  auf  die 
befrnchteten  Eier  zuznschreiben  seien  (so  Grenier  de  1' hybri- 
ds, Extrait  des  Annales  des  sciences  naturelles,  torn.  XIX), 
nicht  so  fast  Aufgabe  der  bescbreibenden  Botanik,  als  viel- 
mehr  der  Pflanzen-Physiologie.  Sacbe  der  beschreibenden 
Botanik  aber  ist  es,  die  Thatsachen  zu  regis triren,  wie  sie 
die  Natur  bietet 

Thats&che  ist  nun,  dass  sich  in  den  Mittelformen  zwi- 
schen  zwei  Arten  verschiedene  Typen  unterscheiden  lassen, 
will  man  sich  anders  bei  deren  Beschreibnng  nicht  darauf 
beschranken  zu  sagen,  dass  die  Hybride  zwischen  den  Merk- 
malen  der  beiden  Stammarten  schwankt.  Wiederholt  wird 
es  uns  auch  begegnen,  dass  sich  zwischen  zwei  Arten  zwei 
Hybriden  linden,  von  denen  sich'  die  eine  mehr  der  einen, 
die  andere  mehr  der  andern  Art  n&hert,  ohne  dass  dieses 
jedoch  in  solchem  Grade  stattffinde,  dass  einem  der  Gedanke 
an  einen  goneoklinischen  Bastart  nahe  gelegt  wurde.  Ich 
hebe  diesen .  Umstand  besonders  hervor,  weil  er  gegeniiber 
der  Ansicht  Dr.  Naegeli's ,  als  wfiren  die  Hybriden  von 
(5  a  X  9  b  und  von  (5  b  X  9  a  vollst&ndig  gleich ,  eine 
besondere  Berlicksichtigung  verdient. 

Thatsache  ist  ferner,  dass  sich  solche  Mittelformen 
fixiren,  ja  dass  sich  mehrere  Mittelformen  fixiren.  Zu  be- 
achten  bleibt  hierbei  namentlich,  dass  bei  der  Vermehrung 
durch  Wurzelauslaufer  ein  „Zuruckschlagenineineder  Stamm- 
arten^ schon  von  vorne  herein  hintangehalten  wird,  mag  es 
sich  mit  der  Vermehrung  durch  Samen  wie  immer  verhalten. 

Nur  daruber  wird  man  also  im  Zweifel  sein  kflnnen, 
wie  viele  Typen  man  gelten  lassen  solle.  Man  raochte  aller- 
dings  meinen,  es  handle  sich  hier  nicht  um  Geltenlassen  oder 
Nichtgeltenlassen,  sondern  man  brauche  einfach  die  Sache  zu 
nehmen,  wie  sie  sei.  Jedoch  genflgt  andererseits  eine  kurze 
ErwUguDg,   um  Jedem   klar  zu  machen,   dass   gerade  dieser 


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—    202  .— 

Gegenstand  der  Subjektivitat  mehr  Anhaltspunkte  biete,  als 
mancfaer  andere. 

Ich  mQchte  vor  Allem  darauf  hinweisen,  dass  es  ge- 
wagt  sei,  eine  allgemeine  Regel  auftustellen.  Man  bedeoke 
nar,  dass  die  Verschiedenheit  zwischeo  den  einzelnen  Arten 
nicht  so  leichterdings  als  gleich  gross  angesehen  werden 
darf.  Die  nothwendige  Folge  hiervon  ist,  dass  urn  so  inehr 
bei  dem  Zusammentreten  von  je  zwei  end  zwei  Arten  der 
Abstand  ihrer  organischen  Komplexion  variiren  wird.  Geht 
man  nun  von  der  Annahme  aus,  dass  die  Hybride  immer 
eine  Mittelbildung  sei  im  strengen  Sinne  des  Wortes,  so 
liegt  am  Tage,  dass  nach  der  Variation  des  Unterschiedes 
beider  Arten  auch  die  Zahl  der  betreffenden  Hybriden  ver- 
schieden  sein  werde. 

Ware  es  denn  aber  nicht  auch  denkbar,  dass  bei  einer 
solchen  Vereinigung  von  zwei  Arten  auch  neue  Eigenschaften 
auftreten  kflnnten?  Will  man  auch  die  organischen  Krafte 
nicht  als  bloss  potenzirte  chemische  Krafte  ansehen,  immer- 
hin  dtirften  dieselben  zur  chemischen  Konstitution  des  Pflanzen- 
kOrpers  in  einer  bestimmten  Beziehung  stehen.  Bei  der 
Vereinigung  zweier  verschiedener  chemischen  Stoffe  entsteht 
nun  aber  nicht  immer  ein  Korper,  dessen  Eigenschaften  zwi- 
schen  denen  der  beiden  Komponenten  mehr-weniger  die 
Mitte  halten.  —  Die  bisherigen  Erfahrungen  bieten  hierfur 
allerdings  keinen  Anhaltspunkt,  man  wollte  denn  den  Urn- 
stand,  dass  die  Hybride  einer  roth  und  einer  gelblich-weiss 
bliihenden  Art  mitunter  rein  weisse  Bltithen  zeigen,  als 
solchen  gelten  lassen.  Aber  vielleicht  hat  der  Mangel  an 
derartigen  Erfahrungen  bloss  darin  seinen  Grund,  dass  man 
vom  Gegentheil  als  unbestreitbarem  Axiom  ausgieng  und 
manche  Kleinigkeiten,  die  damit  nicht  stimmen  wollten,  nicht 
weiter  beach  tete? 

Jedenfafts,  glaube  ich,  steht  fest,  dass  wir  noch  nicht 
auf  dem  Punkte  aogelangt  sind,  iiber  die  Sache  apodiktisch 
sprechen  zu  kSnnen.  Wir  befinden  uds  erst  im  Stadium  der 
Untersuchung   und   Forschung,   ungewiss,   wohin    uns    diese 


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—     203     — 

Untersochung  fahren  werde.  In  diesem  Stadium  kommt  Alles 
daraof  an,  dass  wir  uns  fiber  den  Weg  klar  sind,  auf  dem 
wir  sichpr  vorw&rte  gehen  konnen. 

Nach  meinem  Dafiirhalten  nnn  gehen  wir  am  sichersten 
zu  Werke,  wenn  wir  die  einzelnen  habitnell  nnterscbeidbaren 
Formen  genauer  ins  Ange  fassen,  dieselben,  so  gut  es  eben 
gehen  mag,  unter  Diagnosen  bringen  and  mit  eigenen  binaren 
Namen  belegen. 

Es  kann  sich  dann  in  der  Folge  ergeben,  dass  Typen, 
die  man  fruher  als  mit  hinreichenden  Grttnden  geschieden 
ansab,  dnrch  so  kontinnirliche  Mittelglieder  verbunden  er- 
scheinen  oder  so  sehr  in  einander  iibergehen,  dass  man  die 
fr&here  Ansicht  mit  Bestimmtheit  als  T&uschung  erkennt. 
Gat!  dann  ist  der  Zeitpunkt  gekommen,  was  vorher  geschie- 
den war,  zu  vereinigeu,  den  einen  Namen  fallen  zu  lassen 
and  nor  den  alteren  beizubehalten. 

Aber  nur  auf  diese  Weise  scheint  es  mir  ermdglicht 
zu  werden,  dass  sich  Botaniker  an  verschiedenen  Orten  dar- 
fiber  ein  gewisses  Urtheil  bilden  k5nnen,  ob  ihre  Funde  mit 
denen  Anderer  tibereinstimmen  oder  nicht;  and  daraof  kommt 
doch  bei  vereintem  Streben  and  Forschen  Vieles,  wenn  nicht 
gar  AUes  an. 

Nur  auf  diesem  Wege  der  Theilang  and  Unterscheidung 
kann  das  Ziel  erreicht  werden,  das  als  Lohn  dieser  Unter- 
sachangen  winkt,  ein  tieferer  Einblick  in  die  VerhSltnisse  der 
Bastartirang,  vielleicht  auch  in  das  Wirken  der  organischen 
Kr&fte  in  weiterem  Kreise. 

Begnftgt  man  sich  einfach  damit  zu  sagen,  diese  Mittel- 
biWung  steht  der  Pflanze  A  naher  oder  der  Pflanze  B,  oder 
sie  schwankt  unstUt  zwischen  beiden  hin.  and  her,  so  werden 
wir  jenem  Ziele  nie  n&her  nick  en,  weil  wir  ihm  eben  einfach 
aus  dem  Wege  gehen. 

Eintheilung  der  Cirsien. 

Beztiglich  der  Gruppiruog  der  Cirsien  schliesse  ich  mich 
der   Hauptsache  nach  an  Dr.  Neegeli   (G.   d,   Schweiz)  an. 


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—    204    — 

jedoch  rait  einigen  Abweichungen:  Seine  beiden  Gruppen 
Epitrachys  and  Eriolepis  ziehe  ich  zur  Grappe  Epitrachys 
DC.  zusammen  (wie  wohl  schon  Naegeli  selbst  that,  cfr.  Koch 
Synops.  edit.  II.,  III.  append.).  Die  Hybriden,  die  das  C. 
palustre  mit  Cirsien  aus  der  Sektion  Microcentron  nod 
Xanthopon  bildet,  vereinige  ich  zur  Sektion  X  Hypoptero- 
caulon.  Die  zahlreichen  Hybriden,  die  aus  der  Verbindung 
von  Cirsien  aus  der  Sektion  Microcentron  mit  solchen  aus 
der  Sektion  Xanthopon  hervorgehen,  fasse  ich  als  Gruppe 
X  Nothon  zusammen.  Die  Hybriden  dagegen,  die  sich 
zwischen  Cirsien  einer  und  derselben  Sektion  finden,  ordnete 
ich  eben  dieser  Section  nnter. 

Bei  der  Wahl  der  Namen  Hypopterocaulon  und  Nothon 
bestimmten  mich  einerseits  dieselben  Griinde,  die  mich  bei 
der  Entscheidung  zwischen  binarer  und  kombinirter  Nomen- 
klatur  der  Hybriden  leiteten;  andererseits  sind  die  ent- 
sprechenden  Naegeli'schen  Namen  auf  die  bereits  besprochene 
(urspriingliche)  Ansicht  des  genannten  Autors  von  der  Ein- 
flussnahme  des  Vaters  und  der  Mutter  auf  die  Gestalttrog 
des  Bastartes  basirt;  endlich  umfasst  die  Sectio  Hypoptero- 
caulon sowohl  die  Sectio  Xanthopo-Pterocaulon  Naeg.,  wie 
die  Sectio  Pterocaulo-Microcentron  Naeg.,  welche  beide  mir 
habituell  zu  wenig  verschieden  schienen,  um  ihre  Trennung 
beizubehalten. 

Ich  uoterscheide  somit: 

Sect.  I.  Epitrachys  DC.  Oberseite  der  Blatter  dornig 
rauhhaarig.  Farbe  der  Bliithen  purpura.  An 
der  Krone  der  Saum  weit  kiirzer,  als  das  Bohr. 
Pappus  immer  kiirzer,  als  die  Krone. 

Yon  tirolischen  Cirsien  hieher:  C.  eriophorum, 
lanceolatum. 

Sect  II.  Pterocanlon  Naegeli.  Oberseite  der  Blatter 
nicht  rauhhaarig.  Die  Blatter  laufen  ganz  herab, 
der  Stengel  daher  dicht  kraus  und  dornig  geflftgelt. 
BlUthenfarbe  purpura.     An  der  Krone  der  Saum 


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—    205    — 

\&nger,    aLs  das  Rohr.     Pappus  immer  kiirzer, 
als  die  Krone. 

Yon    tiroliachen  Cirsien  hieher:     C.  palustre. 

Sect  HI.  XHypopterocaulon.  Oberseite der  Blatter  nicht 
doraig-rauhhaarig.  Die  Blfttter  laufen  theilweise 
herab,  der  Stengel  ist  somit  unterbrochen  ge- 
fltigelt.  Bliithenfarbe  purpura  oder  gelblich. 
An  der  Krone  der  Saum  langer,  als  das  Rohr. 
Pappus  immer  kiirzer,  als  die  Krone. 

Von  tirolischen  Cirsien  hieher:  C.  X  Grem- 
blichii,  Oenanum,  subalpinum,  micranthum,  hy- 
bridum,  Huteri,  Ausserdorferi. 

Sect.  IV.  Microeentron  Nseg.  Oberseite  der  Blatter  nicht 
dornig  rauhhaarig.  Die  Blatter  laufen  nicht  herab. 
Bluthenfarbe  purpura.  An  der  Krone  der  Saum 
langer,  als  das  Rohr,  selten  kiirzer.  Pappus 
immer  kurzer,  als  die  Krone. 

Von  tirolischen  Cirsien  hieher:  C.  acaule,  X 
glaucescens,  X  alpestre,  heterophyllum,  rivulare, 
montanum,  Pannonicum. 

Sect.  V.  X  Nothon.  Oberseite  der  Blatter  nicht  dornig 
rauhhaarig.  Die  Blatter  laufen  nicht  oder  nur 
unbedeutend  herab.  Bliithenfarbe  purpura  oder 
gelblich  oder  eine  etwas  trfibe  Mischfarbe.  An 
der  Krone  der  Saum  langer,  als  das  Rohr. 
Pappus   immer   kiirzer,    als    die    Krone. 

Von  tirol.  Cirsien  hieher:  C.  X  Gutnickianum, 
acaule  X  oleraceum,  Tirolense,  heterophylloides, 
Autareticum,  spinosissimoides,  affine,  Tappeineri, 
Hausmanni,  Pustariacum,  Kerneri,  fissum,  ob- 
8curum,   praemorsum,  Linkianum,  Erisithaloides. 

Sect.  VI.  Xanthopon  N»g.  Oberseite  der  Blatter  nicht 
doraig-rauhhaarig.  Die  Blatter  nicht  oder  nur 
unbedeutend  herablaufend.  Bliithenfarbe  weisslich- 
gelb  oder  citrongelb.     An  der  Krone  der  Saum 


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—    206    — 

iraraer   l&nger,   als    das   Rohr.     Pappus   immer 
kurzer,  als  die  Krone. 

Yoo  tirolischen  Cirsien  hieher:  C.  spinosissi- 
mum,  X  Ganderi,  X  flavesoens,  X  triphyli- 
num,  oleraceum,  X  Oenipontanum,  X  Candol- 
leanum,  Carniolicum,  X  Benacense,  Erisithales. 
Sect.  VII.  CephalOnOples  DC.  Oberseite  der  Bl&tter 
nicht  dornig  rauhhadrig.  Blatter  bald  mehr ,  bald 
weniger  herablaufend.  Wurzel  kriechend.  Bltithen- 
farbe  porpurn-lila.  An  der  Krone  der  Sanm 
weit  kurzer,  als  das  Rohr,  dabei  viel  tiefer  ge- 
spaJten,  als  bei  den  vorhergehenden  Gruppen. 
Der  Pappus  der  vollhommen  entwiokelten  Pflanze 
bedeutend  langer,  als  die  Krone. 

Von  tirolischen  Cirsien  hieher:  C.  arvense. 


Cirsiorum  Tirolensium  Species. 

Cirsium  (Tournef.  Hall,    hist  1.  p.  73. 

Involucram  imbricatum.  Flores  hermaphroditi,  vel  dioici 
homogami,  omnes  tubulosi.  Filamenta  libera.  Pappus  plu- 
mosus,  basi  annulo  conjunctus,  deciduus.  Receptaculum 
setoso-paJeaoeum.    (ex  Koch  Synops.  HI.  p.  338.  s.) 

Sectio  I.    Epitrachys  De  Candolle. 

Folia  facie  spinuloso-hirta.    Flores  purpurei.    Corollae  limbus 
quam  tubus  brevior.    Pappus  corolla  brevior.    Bienn. 

1.   C.  eriophorum,   (Card.  er.  I.  sp.  1149)  (v.  v.  et  s.) 

Cirs.  eriophorum  Scop.  Carn.  ed.  2.  n.  1008. 

Oaulis  araclvnoideo-pilosue,  supra  ramosue,  totus  fo- 

Uobu8.    Folia  semiampleooicauUa,  non  decurrenUa,  oblonga, 

facie  epinxdosa,  dorso  dense  arachnoidea,  profunde  pinna- 


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—    207    — 

tifida,  pinme  bipartiHs  divaricatie ,  ladnUs  lanceolatie, 
eubintegerrimie,  antice  lobulatie,  laciniis  lobulisque  epinie 
forttbus  terminatie,  caeterum  spinuloso-riliatis.  Capitxda 
globoea,  dense  araneoea,  solitaria,  bracteata,  bracteis  capi- 
tula excedentibus.  Squamae  lanceolati-lineares,  recurvae, 
in  8pinulam  brevem  exeuntes.  Corottae  limbus,  quam  tubus 
muUo  brevier.  Three  purpureiy  perraro  albidi.  Jul — Sept 

Die  Pflanze  erreieht  eine  Grosse  von  6 — 15  decim. 
Der  Stengel,  der  sich  oben  in  mehrere  Aeste  theilt,  ist  dicht 
mit  zottigen  Haaren  bekleidet,  dazwischen  bemerkt  man 
einzelne  spinnwebige  Haare,  im  Alter,  sowie  im  getrockneten 
Zustande  erscheint  er  beinahe  kahl;  er  ist  dnrchans  be- 
bl&ttert 

Die  Wurzelbl&tter  erreichen  o'ft  eine  L&nge  von  5 — 7 
decim.;  einmal  beobachtete  ich,  allerdings  auf  einem  far 
tlppige  Entwicklang  gfinstigen  Terrain,  Blatter  mit  einem 
L&ngendnrchmesser  von  1  Met  and  einem  Qaefd.  von  mehr, 
als  V3  Met.  Die  halbumfassenden  Stengelbl&tter  sind  sitzend, 
im  Umfang  langlich,  sehr  tief,  fast  ganz  bis  zur  Mittelrippe 
fiederspaltig,  die  Fiedern  selbst  wieder  ganz  zweitheilig, 
scharf  aoseinander  gespreitzt,  so  dass  das  ganze  Blatt  sich 
als  eine  Achse  darstellt,  an  der  die  fast  gleich  grossen 
Fiederlappen  in  vier  Reihen  angeordnet  sind;  oft  liegen  die 
zwei  Sussern  Reihen  in  einer  Ebene,  wahrend  dann  die 
beiden  innern  unter  sich  nnd  mit  den  ausseru  Winkel  von 
wechselnder  Grdsse  bilden,  oder  die  beiden  &nssern  treten 
weiter  zurftck,  so  dass  die  vier  Reihen  mehr— weniger  ein 
schiefe8  Krenz  darstellen;  vorne  an  der  Basis  tragen  die 
Fiederlappen  kleine  L&ppchen;  sowohl  diese  als  die  lanzett- 
lichen,  meist  ganzrandigen,  seltener  sparsam  gezahmten  Fie- 
derlappen selbst  endigen  mit  scharfen  Dornen.  Der  tibrige, 
etwas  nach  nnten  amgerollte  Blattrand  nnd  die  ganze  Ober- 
seite  der  Bl&tter  sind  mit  kleinen,  im  Leben  ganz  biegsamen 
Dflrnchen  besetzt  Znr  dunkelgriinen  Farbe  der  Oberseite 
hietet   die   von  eihera   ziemlich   dichten,    spinnwebig-filzigen 


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—    208    — 

Ueberzuge  herriihrende  weissliche  Farbe  der  Unterseite  einen 
starken  Gegensatz. 

Die  Edpfcheo,  wohl  die  gr5ssten  von  alien  Cirsien 
(Querdurchmesser  bis  7  Gent. !),  sitzen  einzelu  am  Ende  der 
Zweige,  umgeben  too  Deckbl&ttern,  die,  den  ubrigen  Blattern 
an  Gestalt  ahnlich,  etwas  aufgebogen  abstehen  and  die 
Kflpfchen  an  Gr5sse  iibertreffen;  nach  innen  zu  folgen,  oft 
sehr  zahlreiche,  kleinere  Deckblatter,  die  allm&lig  in  die 
Hullschuppen  iibergehen.  Diese  tragen  zwischen  sich  ausge- 
spannt  ein  dichtes  Gewirre  von  Spinnenhaaren  (hierauf  be- 
ziehen  sich  die  Naraen  weriophoruma,  „Eriolepistf);  sie  sind 
lanzettlich-lineal,  mit  dem  oberen  Theile  zuriickgekriiinmt,  in 
der  Mitte  gewimpert  und  endigen  in  ein  kleines  (1 — 1.5mm), 
schwaches  Dornchen  von  gelblicher  Farbe.  Unmittelbar  vor 
diesem  ist  die  Spitze  immer  mehr — weniger  verbreitert  (C. 
spatulatum  (Moretti)  auf  dieses  einzige,  so  sehr  schwankende 
Merkmal  hin  von  C.  erioph.  getrennt!);  bei  grosserer  Ver- 
breiterung  ist  die  Stelle   trockenh&utig  gewimpert-gez&hnelt. 

Von  den  38mm  der  Blumenkrone  entf alien  nor  14  auf 
den  Saum.  Die  Bliithen  sind  sch5n  purpura,  nur  in  ver- 
einzelten  Fallen  gelblich-weiss. 

An  Wegen,  Rainen,  auf  Weideplatzen  der  Berg-  und 
Alpenregion  bis  gegen  2000 m  s.  m.  (so  z.  B.  auf  der  Seiser- 
Alpe  bei  Ealkunterlage.)  Scheint  fast  dnrch  ganz  Tirol  ver- 
breitet;  nicht  beobachtet  wurde  es  in  der  Cmgebung  von 
Innsbruck,  zweifelhaft  ist  sein  Vorkommen  auch  um  Meran. 
Mitunter  bildet  es  einen  formlichen  Bestand;  so  auf  der 
Marienbergeralpe  (Ober-Vintschgau).  —  Die  Form  mit  weiss- 
lichen  Bliithen  beobachtete  ich  einmal  in  einem  Exemplar 
im  Schlinigerthale.    (Ober-Vintschgau). 

2.  C.  lanceolatum,   (Card.  1.  L.  sp.   1149)   (v.  v.  et  s.) 
Cirs.  lanceol.  Scop.  Cam.  ed.  2.  n.  1007. 

Caulis  aracJmoideopilo8U8>  supra  ramosus,  toius  fo- 
Uo$u8,  vaUde  spinoso-alatus.  Folia  decurrentia,  oblonga, 
facie  epimdoso-hirta,  dorso  araclmoidea,  sinuato  pirmati- 


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—    209    — 

fida^pimns  ovatis  bifidis  lobulatis,  pinrns  lobuHsque  in  spinas 
fortes  desinentibus.  Capitula  ovata,  arachnoidea,  subglome- 
rata,  bracteata,  br octets  capitula  subaequantibus.  Squamae 
tineari-lanceolatae  in  spinas  fortes  et  longas  acuminatae, 
a  medio  recwrvo-patentes.  Coroliae  purpwreae  lirribus  tubo 
multo  brevior.    Jul — Sept 

Der  Stengel  der  8 — 15  decim.  hohen  Pflanze  ist  mehr- 
weniger  zottig  behaart  mit  untermischten  Spinnenhaaren;  in 
seiner  obern  H&lfte  ist  er  immer  verzweigt  und  von  den  nur 
zor  Halite  herablanfenden  Blattern  unterbrochen  gefliigelt, 
wShrend  ihn  im  untern  Theile  die  ganz  herablanfenden 
Bl&tter  derbdornig-  nod  lappig  krans-geflfigelt  erscheinen 
lassen. 

Die  im  Umrisse  langlichen  Blatter  bedeckt  anf  der 
Oberseite  der  n&mliche  DSrnchen-Ueberzug,  wie  er  sich  bei 
Cm.  eriophor.  findet;  anf  der  nntern  Seite  findet  sich  immer, 
bald  mehr,  *Wd  weniger,  eine  weissliche  Decke  von  ver- 
filzten  Spinnenhaaren.  Sonst  sind  die  Blatter  bnchtig  fieder- 
spaltig,  seltener  nur  bnchtig  gelappt,  die  eimelnen  Lappen 
oder  Fiedern  stumpflich,  eif&rmig  bis  lanzettlicb,  zweilappig 
oder  zweitheilig,  die  Zipfel  nicht  gezfihnt,  sondern  ganzrandig, 
aber  vorne  noch  mit  einem  L&ppchen  versehen,  welches,  wie 
die  Fiederzipfel  selbst  mit  derbem,  gelben  Dome  bewehrt  ist 
(in  der  Lange  von  5 — 1™*).  Die  vordern  Zipfel  oder  Lap- 
pen  sind  gewdhnlich  l&nger  nnd  nach  oben  gewendet,  w&h- 
rend  die  hintern  kflrzern  mehr  in  der  Blattebene  liegen. 
Nach  oben  werden  die  Blatter  znsehends  starrer,  da  Rippen, 
Nerven  nnd  Dornen  nicht  in  demselben  Masse  abnehmen, 
wie  die  eigentliche  Blattfl&che.  Die  obersten  Blatter  dienen 
als  Deckbiatter  ffir  die  einzeln  stehenden  oder  dfter  etwas 
geh&uften,  sitzenden  oder  knrzgestielten  KSpfchen  von  eifftr- 
miger  Geatalt  (Halle  bei  25mm  breit,  bei  30mm  hoch),  unter 
denen  sie  fast  horizontal  abstehen. 

Zwischen  den  lanzettlichen ,  fast  lineal-verschni&lerten 
Schnppen  bilden   Spinnenhaare   ein   leichtes  Geflechte.    Die 

Ferdinandtnmi*2«itochnft.  14 


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—    210    — 

Schuppen  sind  ober  ihrer  Mitte  etwas  eingezogen  and  (die 
aussern)  mit  dem  iibrigen  Theile  stark  zuriick  gekriiinrat  oder 
(die  mittlern  uad  ionersteo)  bloss  horizontal  oder  noch  weniger 
abstehend,  so  dass  die  ganze  Hulle  eine  nach  oben  etwas 
ausgezogene  Kugel  darstellt,  auf  deren  Oberfl&che  die  Dor- 
nen  in  radialer  Richtung  atffgesetzt  sind.  Alle  Schuppen 
endigen  namlich  in  lange,  starke,  gelbliche  Dornen  von  bei- 
l&ufig  5mm  Lange. 

Die  pnrpurrothen  Bliithen  erreichen  34?®™,  auf  den  Saum 
entfallt  davon  nur  der  dritte  Theil. 

Allgemeiner  verbreitet,  als  G.  eriophorum,  doch  mehr 
vereinzelt,  sonst  an  denselben  Lokalitaten;  beginnt  tiefer  und 
steigt  weniger  hoch,  etwa  bis  zu  1700m   s.  m. 

NB.  Cirs.  lanceolatum  fi.  hypoleucum  DC.  Prod.  VL 
p.  636,  sowie  C.  nemorale  Reichb.  exc.  286  beziehen  sich 
anf  jene  Individaen,  bei  denen  der  filzige  Ueberzng  der  Blatt- 
Unterseite  starker  ansgepragt  ist.  —  Als  terminus  technicns 
fur  derlei  Formen  mag  die  Bezeichnung  variet  hypoleucum 
DC.  immerhin  gate  Dienste  leisten;  der  Art  G.  nemorale 
Rchb.  m5chte  ich  keineswegs  das  Wort  reden,  da  ja  Eiem- 
plare  mit  nur  leichtem  Ueberzuge  der  Blatt-Unterseite  wohl 
mehr  als  Ausnahmen  anzusehen  sind.  —  (Diese  Varietat 
bei  Bozen,  Weg  nach  Runkelsteiu  und  im  Gebftsch  an  der 
Talfer  (Hsm.  in  Fl.  v.  Tirol)  ferner  bei  Ranalt  im  hintern 
Stubaithal  und  haufig  bei  Trins  im  Gschnitzthale  (Herb.  Kern.), 
auch  bei  Lienz  im  Pusterthal.) 

NB.  2.  Nach  Hausmann  Fl.  v.  Tirol  S.  484  soil  ana. 
1847  Cirs.  lanceolatum  X  palustre  um  Kitzbiichl  gefunden 
worden   sein.    Mir  wurde  dariiber  nichts  Weiteres  bekannt. 

SectH.  Pterocaulon  N»gell*C.d.Schw.  p.  105. 

Folia  facie  non  spinuloso-hirta,  penitus  decurrentia.  Spuamae 

appressae,    spinula    patente.      Flores    plerumque     purpurei. 

Corollae  limbus  tubo   longior.     Pappus  corolla  brevior. 

Bienne. 


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-    211    — 

3.  G.  palustre  (Card.  p.  L.  sp.  1151.)  (v.  y.  et  s.) 
Curs,  palustre  Scop.  Cam.  ed.  2.  n.  1004. 

Caulis  arachnoideo-pilosus ,  simpler  vel  ratnosus, 
totus  foUatus,  crispo-spinoso  alatus.  FoUapemtvs  decur- 
rentia,  lanceolate,  obscuro-viridza,  pilosa,  sinuatoAobata 
vel  pkmatifida9  inaequaliter  spinuloso-ciliata.  Capitula 
numerosa,  ovata,  racemoso-glomerata ,  inoc  bracteata. 
Squamae  oblongo-ovatae ,  margine  araneosae,  viscosae, 
Bpinula  ternUnali  subrecurva.  CoroUae  purpureas  limbus 
tubo  paulo  longior.    Jul.-Aug.  Sept 

In  der  Grdsse  schwankt  die  Pflaoze  zwischen  7  trod 
20  deeim.,  bewahrt  nber  sonst  iui  Allgemeinen  strenge  ihren 
eigenthfimlichen  Habitus. 

Der  von  den  ganz  herablaofenden  Bl&ttern  mannigfach 
kraus  nnd  derb-dornig  gefliigelte  Stengel  ist  durchaus  be- 
haart,  in  seinem  nntern  Theile  raehr  zottig,  nach  oben  treten 
Spinnenhaare  anf  nnd  nehmen  mehr  and  mehr  zn,  bis  zn- 
letzt  die  Blflthenstielchen  unter  den  Kflpfchen  ganz  schmutzig- 
weiss  filzig  erscheinen.  Die  Bebl&tterung  ist  bald  reichlicher 
bald  sparlicher,  umfasst  aber  immer  den  ganzen  Stengel. 

Die  Blattspreite  wird  nach  oben  immer  kleiner,  w&hrend 
die  Domen  der  Blatter  nnd  ihrer  herablaofenden  Lappen  fast 
gleich  gross  bleiben  (5— 7mn>).  Der  Umriss  ist  l&nglich  oder 
lanzettlich;  bezflglich  der  Theilung  herrscht  eiuiger  Wechsel: 
zum  Wenigsten  sind  die  Blatter  buchtig  gelappt,  die  Lappen 
wiedernm  zweitheilig,  tragen  vorne  noch  ein  kleines  Lapp- 
chen;  oder  die  Theilang  greift  tiefer,  nnd  die  Blatter  er- 
scheinen buchtig-fiederspaltig,  die  Fiedem  zweispaltig,  Zipfel 
lanzettlich,  der  hintere  stark  zur&ckgebogen,  die  Lappchen 
vorne  an  der  Basis  der  Zipfel  schlanker.  Die  Oberseite  der 
Blatter  ist  immer  dnnkelgrtin,  gegen  den  Rand  hin  brfinn- 
licb,  oder  es  ist  die  ganze  Flache  braungrfln  mit  Utageren, 
dichter  oder  d&nner  stehenden  Haaren  besetzt;  diese  be- 
stehen  an*  mehreren  Zellen  nnd  erscheinen  im  getrockneten 
Zostande  deutlich  gegliedert,  fast  perlschaurftrmig  (mehr  oder 

14* 


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—    212    — 

weniger  findet  sich  dieses  wohl  bei  alien  Cirsien).  Die  Unter- 
seite  ist  immer  blasser,  auf  den  Nerven  zottig,  sonst  zer- 
streut  behaart,  meist  leichter  oder  auch  etwas  starker 
spinnwebig. 

Bei  magerer  Entwicklnng  bleibt  der  Stengel  einfach, 
nnd  der  Bliithenstand  ist  ein  dicht  gekn&uelter;  wird  die 
Entwicklung  uppiger,  so  verzweigt  sich  der  Stengel,  oft  auch 
sehr  stark  and  lang;  alle  einzelnen  Zweige  tragen  dann 
Bliithen,  die  Theilinfloreszenzen  bleiben  aber  immer  ziemlich 
dicht  gehauft. 

Die  K5pfchen  sind  eifBrmig-zylindrisch  (Hiille  bei  l^™ 
hoch  nnd  gegen  10  br.),  oft  von  den  letzten  Bl&ttchen  ge- 
stQtzt  (die  aber  immer  kurzer  bleiben,  als  die  Kflpfchen), 
sitzend  oder  kurz  gestislt.  Die  Hullschuppen  von  langlich- 
eiformiger  Gestalt  sind  am  Rande  spinnwebig,  dicht  anliegend, 
endigen  in  gelbliche  DSrnchen  von  0'7 — 1*™  Lange,  die  ab- 
stehen  oder  etwas  zuriickgekrummt  sind.  Den  Rficken  der- 
selben  dorchzieht  eine  im  Leben  dunkelgrtin-purpurne,  im 
getrockneten  Znstande  schwarz-purpurne,  klebrige,  glftnzende 
Schwiele ;  die  obere  Halfte  der  Schnppen  ist  violett  geforbt, 
besonders  an  den  innersten  mit  trockenhantiger  Spitze. 

Die  Bliithen  erreichen  nor  etwa  15mm,  der  Sanm  fiber- 
triffit  das  Rohr  nnr  nm  1— 1&™»  Die  Biathenfarbe  ist 
gewdnlich  dnnkelpurpnrn,  mitunter  anch  schSn  weiss  mit  ganz 
leichten  Spuren  von  violett 

An  feuchten,  quelligen  Stellen  von  Wiesen  nnd  Wal- 
dern,  an  Bachr&ndern  n.  s.  w.  gemein  durch  ganz  Tirol,  bis 
etwa  I500m;  sehr  grosse  nnd  ftstige  Exemplare  beispiels- 
weise  hftnfig  in  Zillerthal  hinter  Ried ;  die  Varietat  flore  albo 
bei  Marienberg  (in  Ober-Vintschgan). 

NB.  Durch  die  Wiesenschnr  oder  sonstwie  veranlasste 
Nachtriebe  zeigen  nur  theilweise  herablaufende  Blatter  (nament- 
Kch  die  oberen),  langere  Bliithenstiele  mit  wenigeren  Kdpf- 
chen:  Cirs.  Chailleti  Gaud,  non  Koch. 


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—    213    — 

Sect  HI.  X  HypopterOCaulen.  (Microcentron  x 
Pterocaulon  et  Pterocaulon  X  Xanthopon.) 

Folia  facie  non  spinulosohirta,  snbdecurrentia.  Squamae 
plus  minosve  appressae,  spinula  patente.  Flores  purporei  vel 
ochroleuci.     Gorollae  limbus  tubo  loogior.     Pappus  corolla 

brevior. 

4.  X  C.  GremblichiL    (c.  palustre  X  rivnlare)  (v.  s.) 

Caulis  infra  viUosus,  supra  flocculosus,  totus  foliatus, 
farce  alatus.  Folia  inferiora  aiato^petiolata,  lanceolata, 
smuatopinnaMfida,  pinnis  rhomboideis  3 — 4  lobis  vel  ova- 
tis  subbifidis,  superiora  apice  longe  protracta,  omnia  pe- 
fdtus  decurrentia,  obscurius  virentia.  Capitula  10 — 15 
parva,  cylindrica,  glomerate,,  bracteolata.  Squamae  trian- 
gulares, aracJmoideac,  subviscosae.  Floris  purpurei  limbus 
tubo  longior.    Bierme.    Jul 

Der  allgemeine  Eindruck  der  Pflanze  ist  dem  eines 
Cirs.  palostre  sehr  nahe. 

Der  Stengel  weisst  eine  H5he  von  9  decira.  und  ist  im 
ontern  Theile  ziemlich  stark  br&unlich  zottig;  allmfthlig  wer- 
den  diese  Haare  kiirzer  nnd  machen  einera  schwach  spinn- 
webig-fleckigen  Ueberzage  Platz,  der  sich  erst  ganz  unter- 
halb  der  KSpfcben  zn  einera  schnratzig  granlichen  Filze 
verdichtet. 

Die  Bebiatterung  reicbt  durchans,  die  Blatter  laufen 
alle  ganz  oder  fast  ganz  herab,  jedocb,  namentlich  die  obersten, 
sehr  schwacb,  so  dass  oft  nur  einzelne  Ddrnchen  die  Blatt- 
8pur  repr&sentiren.  Sonst  sind  die  ontern  Blatter  dem  G. 
rimlare  ahnlicher,  nach  oben  aber  gewinnen  sie  mehr  das 
Aossehen  von  G.  paL  Ihr  Umriss  ist  lanzettlich,  nor  die 
obersten  verschmMern  sich  fast  lineal;  bezfiglich  der  Theilung 
sind  sie  bnchtig  fiederspaltig,  die  einzelnen  Fiedern  ziemlich 
▼eit  von  einander  entfernt,  an  den  nntersten  fast  rauten- 
ffirmig  mit  2  grflsseren  and  2 — 3  kleineren  Lappen,  von 
denen   der  hinterste  (grOssere)   sich  merklieh  nach    hinten 


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—    214    — 

wendet;  an  den  obern  Bl&ttern  werden  die  Fiedern  schlanker, 

eifftrmig-lfcnglich,  zweitheilig   mit   einem   vordern   Lippchen, 

der  hintere  Zipfel  steht  fast  horizontal  hinaus;  die  obersten 

charakterisiren  sich  namentlich  durch  ihre  in  gleicher  Breite 

lang  vorgezogene  Spitze,  sOwie  dadurch,  dass  die  Unterseite 

st&rker  spinnwebig  ist,    wahrend  sie  bei  den  ubrigen  ebenso 

wie  die  Oberseite  rauhhaarig-flaumig  ist,  nor  an  den  Nerven 

etwas  zottig,  besonders   an  den  untersten  Bl&ttern  und  hier 

an  dem  Hauptnerv.     Das  Grto  ist  an  den  nnteren  Bl&ttern 

ziemlich  licht,  wird  aber  an  den  obersten  stark  dunkeL    Von 

den  nngleich  grossen  Dornen,  die  den  ganzen  Blattrand  um- 

s&umen,  messen  die  langsten   (die  an  der  Spitze  der  Zipfel 

und  insbesondere  an  den  herablanfenden  Flugeln  der  nnteren 

und  untersten  Blatter  stehen)  3-4mm. 

Der  Biathenstand  ist,  abgesehen  von  ein  Paar  kleiner, 
unterer  Bliithen&stchen,  ein  gekn&uelter,  besteht  aus  10—15 
kleinen,  zylindrischen  Kflpfchen  (HGlle  bei  11mm  hoch,  bei 
gmm  breit).  Unmittelbar  unter  diesen  stehen  noch  ganz  kleine 
Bl&ttchen.  Die  Hiillschuppen  sind  fast  ganz,  wie  bei  C. 
palustre,  nur  um  ein  Geringes  weniger  spinnwebig,  ebenso 
nur  ein  wenig  allm&hliger  in  die  Spitze  rerlaufend,  dagegen 
merklich  weniger  klebrig-schwielig. 

Die  lichtpnrpurnen  Bldthen  messen  13mm,  der  Saum 
iibertrifft  das  Rohr  tun  2mm. 

Unter-Innthal  bei  Battenberg,  am  Ausgang  des  Moos- 
thales.     (Herb.  Gremblich). 

NB.  Aus  der  Darstellnng  ergibt  sich,  dass  dieses 
Cirsium  mit  allem  Rechte  als  ein  C.  palustre  X  nvulare 
angesehen  werden  kann,  sowie,  dass  es  dem  C.  palustre  um 
Vieles  naher  steht,  als  dem  Cirs.  rivulare. 

NB.  2.  Cirs.  rivulari-palustre  N»g.  in  Koch  Syn.  HI. 
p.  750  kommt  mit  unserer  Pflanze  in  manchen  Stiicken 
Uberein,  weioht  aber  in  anderen  so  da  von  ab  (z.  B.  „capi- 
tulis  majoribu8,  squamis  non  visoosis*  etc.),  dass  ich  es 
nicht  als  synonym  herzuziehen  wage. 


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—    215    — 

5.  X  C.  Oenannm  (O.  palustre  X  rivulare)  v.  s. 
CauKs  infra  subvittosus,  supra  arachnoideus9  toius 
instructus  foliis  raris,  ex  magna  parte  decurrentibus, 
obscurius  virentibus,  lanceolatis,  sinuatopinnatifidis,  pinnis 
bilobis,  lobis  divaricatis.  Capitula  6 — 8  glomerata,  brac- 
Uolata,  eubrotunda,  mediocria.  Squamae  acuminato- 
triangulares,  obscuro  purpurascentes,  subvtecidae.  Florid 
purpurei  limbus  tubo  longior.     Bierme.     Jul. 

Die  ganze  Pflanze  erinnert  uns  mehr  an  C.  palustre. 

Der  Stengel  1st  fiber  9  decim.  hoch,  zeigt  im  untern 
Theile  etwas,  aber  nur  schwach  die  zottige  Bekleidung  des 
Cm.  pal.,  in  der  obern  H&lfte  dagegen  einen  leichten,  etwas 
flockig  spinnwebigen  Ueberzug;  nnmittelbar  unter  den  KQpf- 
chen   aber   sind  die  ganz  kurzen  Stielchen  dicht  weiss-filzig. 

Die  Bebl&tterung  erscheint  als  eine  ziemlich  sp&rliche. 
In  den  unteren  %  des  Stengels  laufen  die  Blatter  fast  ganz 
oder  doch  stark  fiber  die  H&lfte  herab,  im  obersten  Drittel 
nor  mehr  wenig,  ganz  die  obersten  kaum  noch.  Mit  Aus- 
nahme  eben  dieser,  etwas  lineal  verschmalerten  sind  die 
fibrigen  im  Umrisse  lanzettlioh,  tief  buchtig-fiederspaltig,  die 
Fiedern  zweilappig  mit  aaseinandergesperrten  Lappen  (be- 
Bonders  an  den  unteren  Bl&ttern),  von  denen  der  hintere 
stark  zurfickgebogen  ist.  Die  Dornen  am  Ende  der  Blatt- 
lappen  und  an  den  Flfigeln  sind  ziemlich  stark  und  lang 
(mitnnter  fiber  4mm).  Die  beiden  Seiten  der  unteren  Blfttter 
sind  rostfarbig  ranhhaarig,  an  den  oberen  aber  ist  die  Ober- 
seite  heller  grfin  mit  branner  Berandnng,  die  untere  Seite 
dagegen  leicht  spinnwebig;  der  Endzipfel  auch  der  oberen 
und  obersten  Bl&tter  ist  nor  m&ssig  in  die  L&nge  gezogen. 

Die  6—8  KSpfchen  stehen  ziemlich  geh&uft  beisaramen; 
sie  sind  von  zylindrisch-rundlicher  Gestalt  (Hfille  bei  13mm 
hoch,  bei  10mm  br.);  an  der  Basis  der  kurzen  Stielchen 
stehen  die  letzten  Bl&ttchen.  Von  den  Hfillschuppen  sind 
die  finsseren  und  mittleren  aus  dreieckiger  Basis  ein  wenig 
sugespitzt,   schwfirzlich  purpura,   schwach  glftnzend-klebrig, 


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—    216    — 

kurz  bedornt,  am  Rande  gewimpert,  aber  nlcht  spinnwebig, 
die  innersten  lanzettlioh  verl&ngert  mit  trockenh&ntiger 
Spitze. 

An  der  purpornen  Krone  nut  etwa  15.5m»  L&oge  ist 
der  Sanm  mit  got  8mm  betheiligt 

Unter-Innthal;  Angerberg  bei  Rattenberg  (Herb. 
Gremblich.) 

6.  X  C.  subalpinum  Gaud.  Fl.  Helv.  V.  p.  182  excl. 
var.  j&.  lacteum.  (C.  palustre  X  rivulare)  (v.  s.) 
Caulis  infra  villosus,  supra  arachnoideus,  totus  sed 
ramus  foliatue.  Folia  inferiora  send-,  superiora  pcurum 
decurrentia,  oblongo-lanceolata,  einuatopinnaiijida,  pinnis 
subbilobis  horizontaUbus,  superiora  folia  apice  protracta^ 
subtus  arachnoidal,  ultima  Unearia.  Capitula  3 — 5 
subrotunda.  Squamae  fere  lawceokUae,  mbviscidae,  orach- 
noideo-ciUatae.  Floris  purpurei  limbus  tubo  longior. 
Peremet 

Gehen  wir  auf  das  Einzelne  Aber,  so  finden  wir  einen 
gegen  9  decim.  langen  Stengel,  der  im  untern  Theile  ziem- 
lich  zottig  ist,  nach  and  nach  aber  werden  diese  Haare 
kttrzer  und  seltener  und  es  tritt  eine  schwaohe  Spinnen- 
haarbekleidnng  ein9  unmittelbar  nnter  den  Kdpfehen  sind  die 
knrzen  Stiele  mit  schwachem,  schmutzig  weissem  Filxe 
bedeckt. 

Die  Bebl&tterang  ist  darcbgehend,  aber  etwas  sp&rlich, 
namentlich  im  obern  Theile;  wahrend  wir  bei  den  untersten 
Bl&ttern  Dekurrenz  bis  «ur  Mitte  finden,-  nimmt  dieselbe  nach 
oben  bin  znsehends  ab.  Die  nntersten  verengern  sich  zu  einem 
geflflgelten  Blattstiel,  die  oberen  sitzen;  der  Umriss  ist  lftng- 
lich-lanzettlich,  die  Theilung  beinahe  durchaus  dieselbe:  sie 
sind  bnchtig-fiederspaltig,  die  Fiedern  massig  von  einander 
entfernt,  eiftrmig  langlich,  ziemlich  deutlich  zweispaltig  mit 
horizontal  abstehendem  hinterem  (l&ngerem)  Zipfel  and  vor- 
derem  kleinen  L&ppchen,    oder  der  vordere  Zipfel  gleicht 


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—    217    — 

mehr  nor  einem  grossen  Zahne,  auf  den  gegen  die  Blatt- 
spindel  zu  noch  ein  kleinerer  (==  dem  LSppchen)  folgt.  An 
den  obern  Blattern  zieht  sich  die  Endspitze  sehr  in  die 
L&nge,  so  dass  znletzt  die  Bl&ttchen  vollst&ndig  lineale  Ge- 
stalt  bekommen.  1st  das  GrUn  der  nnteren  Blatter  mittel- 
m&ssig  hell,  so  zeigt  die  Oberseite  der  oberen  and  obersten 
ein  ganz  dnnkles  Grun,  die  Unterseite  der  letzteren  tr&gt 
eine  etwas  scbwache  aber  deutliche  Spinnenhaardecke ;  an 
den  nnteren  nnd  untersten  Blattern  sind  beide  Seiten  etwas 
sp&rlich  flaumig  —  raohhaarig,  nnr  iiber  die  Hauptnerven 
setzt  sich  die  zottige  Bekleidnng  des  Stengels  fort.  Die 
starksten  Dornen  finden  sich  an  den  Fliigeln  der  nntersten 
Blatter  mit  einer  L&nge  von  4mm. 

Die  Infloreszenz  wird  nur  von  3 — 5  KSpfchen  gebildet, 
die  rnndlicb,  mittelgross  sind  (HOhe  nnd  Breite  der  Hiille 
bei  13mm)  and  einander  ziemlich  nahe  stehen.  Die  Schup- 
pen  der  Hulle  sind  aus  etwas  breiterer  Basis  langsam  ver- 
schmalert,  endigen  etwas  stampflich  mit  ganz  kleinen  Dorn- 
chen;  die  schwarzklebrige  Schwiele  ist  zwar  schwach,  aber 
deutlich  ersichtlich,  der  iibrige  Riicken  stark  flaumig,  der 
Rand  spinnwebig  gewimpert. 

Die  porporrothe  Bltlthe  misst  15 — 16mm,  Saam  iiber- 
trifft  das  Rohr  etwa  am  2mm. 

Die  Warzel  fehlt  am  vorliegenden  Exemplar,  durfte 
aber  der  Analogic  nach  perennirend  sein. 

Standort  wie  bei  den  zwei  vorigen.  (Herb.  Gremblich.) 
Hierher  geh5rt  auch  eine  Hybride  von  C.  palustre  X  rivulare 
von  Seefeld,  deren  Blatttheilung  zwar  etwas  zarter  ist,  was 
aber  nur  auf  die  entsprechende  Blattverschiedenheit  des 
Cirs.  palustre  dieses  Standortes  znruckzafuhren  sein  durfte, 
ohne  dass  somit  dadurch  ein  anderes  Stadium  der  Bastar- 
tirung  repr&sentirt  wSre.     (Herbb.  Gremblich,  Trfls.) 

NB.  Von  Naegelis  Diagnosen  zu  Cirs.  palustre  et  rivu- 
lare in  Koch  Syn.  III.  p.  750  passt,  wenn  auch  nicht  genau, 
doch  am  ehesten  die  von  C.  palustri  -  rivulare. 


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—    218    — 

7.  X  C.  mlcranthnm  (C.  olerac.  X  palustre)  (v.  s.) 

C.  palustri-oleraceum  Naeg.  in  Koch  Syn.  IH.  p.  751.  (we- 

nigstens  annabernd). 

Caulis  ramosus  viao  pilosus,  sub  capitulis  tenuiter 
toment08U8.  Folia  infima  et  supremo,  vix,  media  paulum 
decurreniia,  oblonga,  profunde  sinuatopinnaUfida,  pinnis 
lanceolatis,  uno  alter ove  dente  majore  instructis,  dorso 
levissime  arachnoidea.  Capitula  in  singulis  ramis  2 — 4, 
universim  ad  13,  parva,  cylindricaf  glomerata,  subbrac- 
teata.  Squamae  oblongae,  aracJmoideae,  spinula  breviori 
recurvula.  Floris  ochroleeui  limbus  tubo  multo  longior. 
Bienne. 

G.  oleraceum  und  C.  palustre  kombiniren  sich  in  vor- 
Kegender  Pflanze  auf  souderbare  Weise: 

An  dcm  9  Dezimeter  hohen  Stengel  laufen  die  unter- 
sten  Blatter  kaum  inerklich  berab,  ehenso  die  obersten;  die 
Fliigel  der  mittleren  nehinen  etwa  ein  Drittel  des  Zwischen- 
blattraumes  ein,  die  der  oberen  belieutend  weniger. 

Der  Stengel  erscheint  kanm  behaart  (wohl  Folge  des 
Alters  und  zugleich  etwas  vernachlassigten  Trocknens),  irar 
die  Bltithenzweige  sind  rait  einer  leichten,  etwas  zerrissenen 
(wie  mitunter  bei  C.  palustre),  schmutzig-weissen  Filzdecke 
versehen. 

Die  Blatter  sind  im  Umrisse  l&nglich,  tief  buchtig- 
fiederspaltig,  die  Fiedern  lanzettlich,  etwas  ge- 
z&hnt;  am  vordern  Rand  steht  wohl  auch  ein  oder  der  an- 
dere  grSssere  Zahn,  selten  trSgt  auch  der  hintere  Rand  einen 
solchen,  der  nach  hinten  gewendet  ist.  Beide  Blattseiten  er- 
scheinen  fast  kahl,  erst  bei  genauerera  Zusehen  entdeckt  man 
auf  der  unteren  Seite  einen  schwachen  Spinnenliberzug.  An 
den  obern  und  obersten  Blattern  gehen  die  Fiedern  mehr  in 
Zfthne  oder  gar  in  dornige  Wimpern  fiber,  ihre  Gestalt.wird 
mehr  lanzettlich,  so  besonders  an  den  Deckbl&ttern  der 
Seitenzweige,  die  durchaus  ktirzer  sind,  als  die  K&pfchen; 
am  zentralen   Bluthenzweig   sind  die    fcusseren   Deckblatter 


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—    219    - 

nodi  ansehnlich  gross  and  iiberragen  die  K5pfchen,  die  inner- 
sten  erreichen  etwa  K5pfchengr5sse. 

Die  Anzahl  der  auf  vier  Aeste  vertheilten  KBpfchen 
betr&gt  etwa  12 — 15.  Sie  sind  cylindrisch,  klein  (Hulle 
bei  11mm  hoch,  bei  6n"»  breit),  stehen  auf  den  einzelnen 
Aestchen  geh&uft  Die  Hftllschuppen  sind  l&nglich,  am 
Rande  dorch  Spinnenhaare  stark  miteinander  verwebt,  zeigen 
deutlich  einen  grunlichen,  klebrigen  Kiel  nod  endigen  in 
gelbe  DSrncben  von  fast  1mm  Lange,  die  etwas  zuriick- 
gebogen  sind. 

'  Die   gelblichen  Bluthen   messen   gegen    14mm  auf  den 
Saum  treffen  dayon  mehr  als  8. 

Sftmpfe  bei  Leermoos  in  Aussfern.     (Herb.  Gremblich.) 

NB.  Der  neu  gewahlte  Name  bedarf  einer  Rechtfer- 
tigung,  urn  so  mehr,  als  wir  gerade  bei  den  Hybriden  von 
C.  oleracenm  X  palustre  einer  ansehnlichen  Reihe  von  Sy- 
nonymen  begegnen.   (Vgl.  Reichenbach's  Flora  Deutschlands.) 

Cirs.  hybridum  Koch  bezieht  sich  auf  eine  Form,  die 
in  den  Fraktifikationstheilen  dem  Cirs*  olerac.  naher  steht, 
Tgl.  folgende  Nummer. 

Von  Cirs.  lacteum  Schleicher  in  Koch  Syn.  I.  394  heisst 
es  ebendort:  „Foliis  inferioribus  semidecurrentibus  .  . .  pinnis 
ovatis  .  .  .  capitulis  subsex  terminalibus  .  .  .  Capitnla  paulo 
minora,  quam  in  C.  rivulari.*  —  Diese  Angaben,  glaube 
ich,  lassen  sich  mit  unserer  Pflanze  nicht  vereinigen. 

C.  parviflorum  Heller  Wire,  soppl.  76.  beschreibt  De 
Candolle  (Prodr.  VI.  647)  als  mit  „capitnlis  2—4  congesto- 
racemosis,  involucri  sqnamis  glabris  lanceolato-linearibus* 
versehen,  was  wieder  auf  nnser  Cirsiom  entschieden  nicht  passt. 

Es  waren  noch  die  Namen  Cirs.  nudiflorum  Scbleich. 
exsicc.  nnd  Cirs.  subalatum  Thorn,  exsicc.  zu  berficksichtigen ; 
ich  besitze  aber  leider  weder  von  dem  einen,  noch  von  dem 
andern  ein  Exemplar.  Ancb  im  Herbar  der  Universit&t 
Innsbruck,  das  doch  mebrere  Schleicher'sche  Cirsien  enthalt, 
konnte  ich  keines  von  beiden  entdecken.  —  Es  evscheint 
mir  fiberhaupt  unthunlich,  solche  Namen,  die  nur  auf  Eti- 


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-    220    — 

ketten  existiren,  ohne  dass  irgendwo  eine  genauere  Beschrei- 
bung  davon  niedergelegt  ist,  zu  berucksichtigen. 

8.  X  C.  hybridom  Koch  ap.  DC.  fl.  fr.  5.  p.  463.. 

(C.  olerac..  X  palustre)  (v.  8.) 

C.  recedens  (ad  C.   oleraceum)  Naeg.  in  Koch  Syn.  IIL  p. 

751,   will   man  nicht   roanchen  Ausdruck  (z.  B.  „foliis  non 

arachnoideis*  etc.)  urgiren. 

Caulis  ramosus,  piloms,  sub  capituUs  subtomentosus, 
lotus  foliatuB.  Folia  in/eriora  subdecurrentia,  oblonga, 
sinuato-pinnatifida,  pinnis  bilobis  divaricatis;  folia  supe- 
rior a  lanceolata,  pinnato-dentata,  dor  so  levissime  arach- 
noidea.  Capitula  sat  numerosa,  mecUocriay  bracteatdj 
bracteis  capitula  superantibus  non  decoloratis.  Squamae 
lanceolatae,  vix  viscosae,  arachnoideae^  longius  spinatae. 
Floris  ochroleuci  limbus  tubo  multo  longior.    Perenne. 

Unschwer  gibt  sich  die  Pflanze  als  eine  Hybride  von 
G.  olerac.  und  G.  paluste  zu  erkennen. 

Soviel  ich  aus  dem  mir  vorliegenden  (Theil-)Exemplar 
schliessen  kann,  ist  der  Stengel  betrachtlich  hooh,  sehr  &stig, 
durchaus  beblattert,  schwach  behaart,  erst  zu  oberst  etwas 
spinnwebig  filzig,  von  den  nur  theilweise  (nicht  ganz  bis  znr 
H&lfte)  herablaufenden  unteren  Blattern  unterbrochen  ge- 
fliigelt;  die  oberen  Blatter  laufen  nur  ganz  wenig  herab,  die 
obersten  auch  das  nicht,  wenigstens  nicht  deutlich. 

Im  Umrisse  sind  die  unteren  Blatter  langlicb,  die  oberen 
lanzettlich,  die  obersten  beinahe  lineal-lanzettlich.  Bei  den 
unteren  reicht  die  Fiedertheilung  etwa  bis  %,  die  Fiedern 
sind  breit  l&nglich,  zweispaltig  mit  stark  auseinander 
gesperrten  Zipfeln  (der  hintere,  besonders  an  den  untersten 
Fiedern,  ausgesprochen  nach  hinten  gespreizt)  und  vorderem 
kleinen  L&ppchen;  an  den  oberen  Blattern  nehraen  die  Fie- 
dern nach  und  nach  eine  mehr  horizontale  Lage  an,  die 
Zweitheilung  wird  undeutlich,  die  Fiedern  gehen  mehr  in 
Zfthne  iiber.    Beide  Blattseiten   sind  nur   sparlich  behaart, 


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—    221    — 

ziemlich  heDgrfin,  die  Unterseite  ganz  leicbt  spinnwebig.  Die 
Dornen  am  Rande  der  Blatter  sind  schwacher,  als  an  C. 
palustre,  st&rker  als  an  G.  oler.,  werden  nach  oben  zu,  ins- 
besondere  im  Verhaltniss  znr  Blattspreite,  starker. 

Die  Theil-Infloreszenzen  bestehen  aus  6— 10  KSpfcben, 
die  dicht  zusammengeknauelt  sind,  von  nicht  entfarbten  Deck- 
blattern  gestiitzt,  yon  denen  die  ausseren  die  Kopfchen  weit 
tiberragen ;  die  innern  nebmen  etwas  ab,  das  innerste  kommt 
seinem  Kdpfchen  an  Grosse  gleich.  Die  Kdpfchen  sind  von 
rundlicher  Gestalt,  mittelgross  (Hiille  bei  I5mm 
br.  bei  17  hoch).  Die  lanzettlichen  Htillscbuppen 
zeigen  einen  leichten  Kiel,  der  kaum  wahrnehmbar 
klebrig  ist;  sie  sind  deutlich  spinnwebig,  am  meisten  am 
Rande  und  endigen  in  schlanke  gelbe  Dornchen  von  1.5mm 
Lange. 

Die  Blfithen  sind  gelblich,  messen  bei  16mm;  davon 
kommen  9.5  auf  den  Saum. 

Patscb  bei  Innsbruck,  auf  einer  sumpfigen  Wiese  (Herb. 
Kerner),  Sillthal,  zwischen  Patsch  und  Scbonberg  (Herb. 
Kerner);  Jenbach  in  Unter-Inntbal  (Kerner);  Loretto  bei 
Ball  (Herb.  Kerner).  —  Ob  das  Exemplar  des  letzten 
Standortes  mit  den  vorhergebenden  identifizirt  werden  darf, 
kann  ich  vor  der  Hand  nicht  entscheiden,  da  mir  gegen- 
▼artig  eine  genauere  Untersuchung  unmdglich  ist. 

NB.  W&hrend  bei  diesem  Cirsium  die  Kdpfchen  sich 
mehr  dem  Cirs.  oleraceum  n&hern,  die  Blatter  dagegen  deut- 
lich den  Einfluss  von  G.  palustre  aufweisen,  herrschte  bei  X 
Cirs.  micrantham  im  Stengel  und  in  den  Blattern  C.  olera- 
ceum vor,  in  den  Kdpfchen  dagegen  G.  palustre. 

9.  X  0.  Huteri  Hausm.  in  herbar.  1863.    (C  Erisithales 

X  palustre)  (v.  s.) 

C.  palustri-Erisitbales  Naeg.  in  Koch  Syn.  III.  750.  (?) 

CatiUs  dense  pilosus,  siiperne  araclmoideus ,  totus 
foliatu$>    Folia  pauhim    decurrentia,  lanceolate,    sinua- 


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—    222    — 

topiwnatifida  vel  vinuato-lobata,  dorso  arachnoideo-glaiiC€&- 
centia.  Capitula  plura  vel  pauca,  subroiunda,  mediocria, 
saepe  nutantia.  Squamae  ovatae,  viscosae,  arachnoideae. 
CoroUae  purpureae  limbus  tubo  longior. 

Die  Pflanze  scheint  eine  betrachtliche  Hohe  zu  erreichen; 
iuir  vorliegende,  aber  nicht  vollst&ndige  Exemplare  weisen 
eine  L&nge  yon  8  decim.  anf.  Der  Stengel  wird  in  seinem 
untern  Theile  yon  dichten,  fast  zottigen  Haaren  bedeckt,  in 
die  sich  nach  oben  mehr  nnd  mehr  Spinnenhaare  mischen, 
so  dass  die  Bluthenstiele  unter  den  Kopfchen  graulich  filzig 
oder  braunlich  flaumig-filzig  sind.  Der  Stengel  ist  entfernt 
aber  durchaus  beblattert. 

Die  untersten  Blatter  sind  ziemlich  tief  buchtig-fieder- 
spaltig,  die  Fiederu  eif5rmig-l&nglicb,  nngleich  gezahnt,  mehr- 
weniger  dreinervig,  merklich  von  einander  entfernt,  etwas 
nach  vorne  gekehrt;  die  Oberseite  ist  heller  oder  donkler 
grtin,  zerstreut  oder  dichter  behaart,  die  Unterseite  kaura 
oder  nur  ganz  schwach  spinnwebig.  Weiter  nach  oben  wer- 
den  die  Blatter  lanzettlich,  die  Blattspindel  verbreitert  sich, 
die  Fiedertheiie  werden  zu  immer  stumpferen,  eiformig- 
dreieckigen  Lappen  mit  wenigen  groben  Zahnen,  die  Unter- 
seite ist  glauk  und  deutlich  spinnwebig  oder  spinuwebig- 
flockig  tiberzogen;  der  Endzipfel  verl&ngert  sich  betrficht- 
licher,  die  obersten  Blatter  sind  lineal-lanzettlich.  Auffalleu- 
der  Weise  ist  die  Deknrrenz  der  Blatter  an  diesem  Cirsinm 
weniger  stark,  als  an  dera  G.  Ausserdorferi  Hausm.  (siehe 
folgende  Numraer),  obwohl  die  Blattform  des  letzteren 
dem  G.  Erisithales  naher  steht;  bei  den  obersten  Blattchen 
schwindet  die  Deknrrenz  fast  ganz. 

Kopfchen  sind  in  kleinerer  oder  grosserer  Anzahl  vor- 
handen;  doch  stehen  an  den  einzelncn  BHithenstielen  immer 
nur  wenigere  und  von  gr5sserer  Dimension  (Hfllle  bei  1$™** 
hoch,  bei  18  br.) ;  oft  zeigt  der  Bluthenstiel  das  Nicken  des 
C.  Erisithales  in  unzweifelhafter  Weise ;  die  letzten  Blattchen 
dienen  als  Deckblattchen ,    sind  aber  entschieden  kQrzer,  als 


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—    223    — 

die  Kopfchen,  mitunter  schuppenformig.  Die  Hiillschuppen 
sind  eiformig,  etwas  stumpflich,  zuletzt  rasch  zugespitzt,  mit 
einem  gelben  Dorochen  von  0.7mm,  am  Rande  stark  spinn- 
webig-wimperig,  oder  auch  nur  mit  einfachen,  aber  sehr 
langen  Wimperbaaren  versehen,  auf  dem  Riicken  mit  breitem, 
dunkelpurpurnem,  glanzend-klebrigem  Kiele,  stehen  mit  der 
Spitze  ab. 

Die  purpurne  Krone  misst  18mm,  der  Saum  um  2mm 
mehr,  als  das  Rohr. 

Michelsberg  bei  Nikolsdorf  in  Pusterthal  an  einem 
bnschigen  Feldraine  bei  1000m  sparsam  und  einzeln  in 
buschigen  Waldern  gegen  die  Dammer  daselbst  (1000 — 
1100m)  anf  etwas  kalkhaltigem  Scbiefer  mit  G.  Erisithales 
und  G.  palustre.  (Herb.  Hausm.)  Kals  und  Kerschbaumer- 
alpe  in  Pusterthal  sehr  selten  (Huter  in  Herb.  Hausm.) 
Gschnitzthal  zwischen  Trins  und  Gschnitz  bei  1200m  (Herb.Kern.) 

NB.  Deuten  die  Dekurrenz  der  Blatter,  die  Blattform 
namentlich  der  oberen  und  mittleren  Blatter,  der  Spinnen- 
uberzug  der  Unterseite,  die  Bliithenfarbe,  die  Hiillschuppen 
auf  G.  palustre,  so  verweisen  die  untern  Stengelblatter,  die 
schwache  Dekurrenz,  das  Nicken  der  Kdpfchen,  Gr5sse  der 
Kdpfchen  und  Bluthen,  die  Infloreszenz,  die  sparsamere  Be- 
blatterung  auf  G.  Erisithales. 

NB.  2.  Nsegeli's  Diagnose  stimmt  zwar  nicht  ganz 
genau,  aber  doch  sehr  annahernd  zu  unserem  Cirsium. 

10.  X  C.  Ausserdorferi  Hsm.  1863  in  herbar.  et  in 
litt  ad.  Ausserdorfer  (v.  s.)  (C.  Erisithales  X  palustre.) 
Gaulis  simplex,  villosus,  sub  capitulis  arachnoideo- 
toment08us9  iotas  foliatus.  Folia  plurima  plus  minusve 
decurrentiay  oblonga,  profunde  sinuatopinnatifida,  pinnis 
lanceolatiSy  gracilius  dentatis,  dorso  arachnoidea.  Capitula 
numerosiora,  minora,  glomerata,  bracteolata.  Squamae 
ovatae,  viscosae,  araehnoideo-ciUataj,  spinula  brevi,  flavida 
et  patente  terminatae.  Corollae  purpureas  limbus  tubo 
Umgior.     Jul.~Aug* 


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—    224    — 

Die  Pflanze  mag  gegen  lm  hoch  sein.  —  Der  Stengel 
ist  grosstentheils  mit  dicht  stehenden  Zottenhaaren  bekleidet, 
die  sich  auch  iiber  die  Rippen  der  Blatter  fortsetzen;  im 
obersten  Drittel  treten  Spinnenhaare  auf,  die  sich  an  den 
kurzen  BlQthenstielchen  zu  einera  dichten,  weisslichen  oder 
etwas  br&unlich-weisslicben  Filze  vereinigen.  Die  Beblattemng 
umfasst  den  ganzen  Stengel,  so  dass  am  Grande  der  Bliltben- 
stielchen  noch  ansehnliche9  an  den  Bliitbenstielchen  selbst 
aber  und  am  Grunde  der  Kopfchen  nur  raehr  ganz  kleine 
Blattchen  steben. 

Die  Blatter  laufen,  mit  Ausnahme  der  obersten,  alle 
herab,  bis  auf  die  Halfte  oder  etwas  weniger,  mitunter  aber 
auch  etwas  mehr;  doch  bleibt  der  Stengel  immer  nur  unter- 
brochen  gefliigelt.  Der  Umriss  der  Blatter  ist  langlich;  die 
Fiedertheilung  greift  sehr  tief,  oft  fast  bis  zur  Rippe,  die 
Fiedern  sind  etwas  schmal  lanzettlich,  an  den  mittleren  und 
unteren  Blattern  horizontal  abstehend,  an  den  obern  ein 
wenig  vorgeneigt,  mit  schlankeren  Zahnen  versehen  am 
hintern,  wie  am  vorderen  Rande,  doch  hier  mehr  und  oft 
(besonders  an  den  mittleren  Blattern)  mit  einem  auffallender 
vorragenden  Zahne  (der  von  der  Zweitheiligkeit  der  Fieder- 
lappen  yon  G.  palustre  herruhrt),  wobei  dann  die  Nervatur 
von  G.  palustre  deutlich  durchklingt,  wfthrend  sonst  auch  die 
3  parallelen  Nerven  des  G.  Erisithales  ziemlich  ersichtlich 
sind.  Die  Blatter  sind  auf  der  Oberseite  ziemlich  dunkel- 
griin,  rauh-flaumhaarig,  an  der  Unterseite  aber  spinnwebig; 
an  den  untersten  Blattern  fehlt  der  Spinnentiberzug,  er  tritt 
aber  wohl  bald  auf  und  nimmt  dann  gegen  oben  hin  so  zu, 
dass  die  oberen  und  obersten  Blatter  einen  Grad  dieser 
Filzdecke  erreichen,  der  selbst  bei  den  Blattern  des  reinen 
G.  palustre  nicht  immer  zu  beobachten  ist  Die  Dornen  sind 
gelblich,  massig  stark,  2 — 3tom  lang,  nehmen  aber  auch, 
wie  bei  G.  palustre,  an  den  oberen  und  obersten  Blattern 
nicht  ab;  bei  letzteren  ist  die  Spitze  lineal  ausgezogen. 

Die  mittelzahlreichen  (8—16)  Kdpfchen  stehen  locker 
gehauft,  sind  von  rundlicher  Gestalt,   ziemlich  klein  (HQlle 

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—    225    — 

bei  13mm  br.  bei  15  hoch.)  Die  HfUlschuppen  sind  etwas 
Btumpflich  dreieckig-eifSrmig,  mit  einem  gelblichen,  kleinen 
(0.5-O.7mm)  Ddrnchen  bespitzt,  welches  absteht,  w&hrend 
aonst  die  Schuppen  ziemlich  angedruckt  sind.  Der  Rand  der 
Schuppen  ist  spinnwebig-wimperig,  der  Rucken  mit  breitem 
dunklem,  klebrigem  Kiele  versehen. 

An  der  unrein  lichtpurpurnen  Krone  mit  18mm  ubertrifft 
der  Saum  das  Rohr  um  beilaufig  3™°. 

sPasterthal:  Michelsberg  bei  Nikolsdorf  (gegen  1000m) 
an  einem  buschigen  Feldraine  auf  etwas  kalkh&ltigem 
Schiefer  mit  den  Stammeltern,  sehr  selten"  (Ausserdorfer 
in  Herb.  Hausm.) 

NB.  Die  beiden  Arten  C.  Erisithales  and  C.  palustre 
and  an  diesem  CSrsium  unverkennbar;  ein  Blick  aof  die 
Blatter  genfigt. 

Sectio  IV.  Microcentron  NaBgeli  C.d.Schw.p.65. 

Folia  facie  non  spinuloso-hirta,   non  decurrentia.     Squamae 

in  spinulam  brevem  acuniinatae.     Flores  purpurei.     Corollffi 

limbos  tubo  longior,  rarius  brevior.     Pappus  corolla  brevior. 

Perenne. 

11.  C.  aerate  (Card.  ac.  L.  sp.  1156)  (v.  v.  et  s.) 

Cirs.  aeanle  AIL  Ped.  n.  558. 
Caulis  nuttus  aut  parvus  foliatue.  Folia  rosulata 
vel  caulina  sessilia  semiamplexicaulia,  lanceolate^  utrinque 
subglabra,  sirmatopirvnatifida,  pinnis  ovaMs  3 — 4  lobis, 
valide  spinosis.  Capitulum  plerumque  unicum,  ovato- 
cyUndricum.  Squamae  obhngae,  obtusae,  brevissime 
spirmlatae,  ecarinatae.  Corollae  purpurea*  limbus  tubo 
muUo  brevior.    Jul.-Aug. 

In  Uebereinstimmung  mit  ihrem  Namen  hat  die  Pflanze 
gew5hnlich  keinen  Stengel,  sOndem  unmittelbar  fiber  dem 
innersten  Blatt  folgt  sogleich  das  KOpfchen;  oft  jedoch  ent- 
wickelt   sich    auch   ein  Stengel,    dessen   6r5sse   dann   von 

Ferdiiundeums-ZeiUchrift.  15 


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wenigen  Millimetera  bis  zu  2—3  deoim.  steigen  kann;  mit- 
unter  theilt  er  sich  auch  in  1 — 2  Aestchen.  Fehlt  der 
Stengel,  so  sind  die  Bl&tter  alle  sch5n  rosettig  nm  das  eio- 
zelne,  seltener  von  einem  zweiten  begleitete  KBpfchen  an- 
geordnet,  was  der  Pflanze  ein  zierliches  Aussehen  verleiht; 
ist  ein  Stengel  vorhanden,  so  ist  er  von  ktirzeren  oder  lfin- 
geren  Haaren  flaumig  oder  fast  zottig  and  auf  and  anf  mit 
sitzenden,  aber  am  Grande  nicht  herzf&rmig  erweiterten 
Bl&ttern  besetzt,  die  sich  mitnnter  sogar  bis  zu  Deckblattern 
fortsetzen  und  als  solche  wohl  aach  noch  KSpfchengrdsse 
erreichen. 

Die  lanzettlichen  Blatter  sind  tief  buchtig-fiederspaltig, 
die  Fiedern  breit  raatenflirmig,  3 — 41appig  oder  fast  hand- 
formig  eingeschnitten ;  die  einzelnen  Lappen  sind  dreieckig, 
auseinandergesperrt,  so  dass  sich  die  einzelnen  Fiedern,  die 
einander  ohnediess  sehr  nahe  stehen,  theilweise  decken  im 
gepressten  Zustande;  im  Leben  ist  eine  eigentliche  Schin- 
delong  durch  die  wellige  Erhohung  und  Vertiefang  grftssten- 
theils  vermieden.  Lappen  and  Lftppchen  (die  vor  den  Lappen 
stehen)  endigen  mit  derben  Dornen;  anch  der  fibrige  Urn- 
fang  des  Blattes  ist  mit  empfindlich  stechenden  Dornen  be- 
wehrt  Die  Oberseite  ist  heller  oder  dnnkler  grfln  and  beinahe 
kahl,  die  Unterseite  blftsser  and  anf  den  Nerven  ein  wenig 
zottig,  im  Uebngen  ebenfalls  fast  haarlos. 

Die  Kflpfchenholle  ist  von  eiformig-walzlicher  Gestalt, 
indem  sie  sich  nach  oben  merklich  verengert  (15mm  untere, 
12mm  obere  Breite  bei  22mm  HOhe).  Ihre  eiformig-l&ng- 
lichen  Schuppen  endigen  ziemlich  stumpf  and  tragen  an  ihrem 
Ende  ganz  kurze  DSrnchen  (kaam  O^111111  lang)  and  sind 
stark  an  einander  gepresst,  selbst  die  Spitze  steht  nor  ganz 
wenig  ab;  der  Rucken  ist  glatt,  ein  klebriger  Ueberzag  oder 
Kiel  ist  nicht  za  bemerken,  h5chstens  die  ftusseren  Schappen 
zeigen  von  letzterem  eine  ganz  schwache  Spar;  der  Rand 
dagegen  ist  fein  gewimpert,  and  die  Spitze  der  ionerstea 
Schappen  hie  and  da  etwas  pnrparn  tiberlaufen, 

Die  schon  parpurnen  Bldthen  erreichen  die  ansehalioha 


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—    227    — 

Grfese  von  30— 33™™;  davon  entfallen  auf  den  Saum  nur 
12—14"". 

Auf  Wiesen  and  Weiden  der  Berge  von  1100"  -2200" 
and  zwar  in  Mittel-  nnd  Sftdtirol  ziemlich  gemein;  dagegen 
and  in  Nordtirol  bisher  nor  wenige  Standorte  bekannt; 
Oetzthal  zwischen  Rofen  mid  Vent  (Herb.  Kerner);  Unter- 
Innthal  bei  Wiesing  (Herb.  Kern.);  Ehrwalderalpe  in  Auss- 
fern  (Gremblich);  Ober-Innthal  bei  Serfaus  (Haosm.  Nach- 
trige  in  FL  v.  Tir.). 

NB.  Carduus  Roseni  VilL,  sowie  Cnicus  dnbins  Willi 
prodr.  sind  die  Namen  fur  die  bestengelten  Formen,  f&r  die 
▼ar.  caolescens.  —  Im  Uebrigen  bemerkt  Bertoloni  fl.  ItaL 
IX,  35  nieht  mitUnrecht:  „Cum  haec  planta  caulescit,  lon- 
gitudo  caulis  tarn  varia  occurrit,  at  ex  ea  nihil  hauriri  possit 
ad  varietates  statuendas,  nisi  facere  velimus  varietatem  ex 
quaconque  longitudine  caulis.  Id  probe  novi  in  plantis 
viventibus  spontaneis,  qnae  mihi  oocurrerunt  in  Apennino 
Florentine).*  —  Ich  selbst  beobachtete  im  botanischen  Garten 
der  Universit&t  Innsbruck,  dass  O.  acaule,  welches  gans 
stengellos  eingesetzt  worden  war,  nach  wenigen  (3— «4)  Jahren 
einen  Stengel  von  22  cent  trieb.  Es  handelt  sich  somit 
tier  tun  eine  Variet&t,  die  keineswegs  als  einigermasser  be- 
standig  aogesehen  werden  dart 

12.  X  C.glaucescens,  (C.  acaule  X  heterophyllnm)  (v.  a.) 

Cirs.  alpertre  a)  glaucescens  Naeg.  C.  d.  Sohw.  84. 
Cirs.  recedens  ad  acaule  Nag.  in  Koch.  Syn.  III.  754 

Proximam  Cirs.  alpestri  (cfr.  numer.  sequent);  differt: 

a)  quod  caulis  fere  totus  est  subglaber,  sola  suprema 
pars  arachnoideo-tomentosa; 

b)  folia  facie  obscurius  viridia,  dorso  arachnoideo- 
glau6escentia>  pinnae  magis  horizontals,  nunc  bifidae  et 
lobatae,  nunc  integrae  et  denticulatae; 

e)  capitulum  (urticum  vel  cum  altero)  bracteatum, 
bracUa  foliiformi  una  alterave  capitulum  eoocedente  vel 
saltern  aeguantef 

15* 


v*" 


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—    228    — 

d)  squamae  magis  acuminata*,  margin*  solum  ciUo- 
latae  et  dorso  evidentius  apparent  carinulatae.  . 

„Bozen,  Oberkeraaten  bei  1600  aaf  Porphyr,  hfiafig 
an  einer  feuchten  fetten  S telle. tf     (Herb.  Hansm.) 

13.  X  C.  alpestre  (C.  acaule  X  heterophyNum)  (v.  s.) 

G.  alpestre  b)  albicans  N«g.  C.  d.  Bchir.  85. 

G.  hererophyUo-acaule  Naeg.  in  Koch  Syn.  IIL,  754. 

Ckmlis  brevis,  villoso-aracJmoideus,  totus  foliatus. 
Folia  seesiUa,  lanceolata,  sinuaiopinnadfida^  pinnis  bifidis 
antiee  lobatis,  dor  so  arachnoideo-albicantia.  Capitulum 
ventriosum*) ,  ebracteatum.  Squamae  ovatae,  obtusqte, 
brevissime  spinulatae,  purpurascentes.  Oorollae  purpureas 
Umbus  tubum  subaequam. 

Die  schSoe  Pflanze  stent  offenb&r  zwischen  C.  acatile 
and  heterophyllnm;  and  in  dem  Verb&ltniss,  als  beide 
Stammformen  habitnell  von  einander  verschieden,  sind,  pr&gen 
*ie  sieh  in  der  Zwischenbildung  am  so  anverkennbarer  aos, 
nnd  wd  eben  diese  am  so  interessanter. 

Das  mir  vorliegende  Exemplar  misst  bei  2  decim. 
Unten  ist  der  Stengel  reicb  beblattert  and  zottig,  nach  oben 
hin  sparsamer  and  mit  Spinnenhaaren  bedeckt,  die  znletzt 
einen  dichten  Filz  bilden. 

Die  lanzettlichen  Blatter  sind  tief  bochtig-fiederspaltig, 
die  Fiedern  deutlich  nach  vorne  gekehrt,  l&nglich,  vorne 
zweispaltig,  der  vordere  Zipfel  etwas  kleiner,  vorne  gelappt, 
der:  hintere  Rand  ganz,  selten  mit  einem  oder  dem  andern 
kleinen  Zahnchep,  der  ganze  Umfang  stechend  dornig-gewim- 
pert,  besonders  Zipfel  and  Lappen  mit  starken  Dornen  be- 
wehrt;  die  Oberseite  der  Blatter  zeigt  ein  belles  Gr&a,  ist 
kahl  oder  mit  zerstrenten  Flaambaaren  bedeckt  (besonders 
an  den  untern  Bl&ttera);  die  Unterseite  erscheint  von  mittel- 
mfissig  starkem  Spinnenfiberznge  weisslich-filzig. 


*)  Saephu  invtnitur  ffventrieo$tm"9  $ed  non  bpn* 

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—    229    — 

Das  einzelne  KSpfchen  (ein  kleines  KnBspchen  sitzt 
ansserdem  in  einer  der  obersten  Blattachseln)  muss  wohl 
deckblattlos  genannt  werden,  da  sich  an  seiner  Basis  nur 
zwei  ganz  kleine,  dornig-gewimperte,  beinahe  schuppenfernrige 
B&ttchen  vorfinden;  es  ist  gross,  bauchig  (HCQle  bei  27mm 
hoch,  bei  Sbmm  br.).  Die  HtUlschuppen  von  breit  eiffcr- 
miger  GestaJt  zeigen  auch  die  fur  C.  acaule  und  heteroph. 
charakteristischen  Eigenschaften  vereint:  aus  breit  eiftrmiger 
Bans  etwas  verl&ngert  sind  sie  am  Ende  stumpf;  das  korze 
Ddrnchen  (CS-O-b™111)  erhebt  sich  schon  etwas  auf  der  RQck- 
seite,  so  dass  der  Endtheil  dadurch  fast  kapuzenf5rmig  ein- 
gezogen  erscheint;  dabei  steht  der  oberste  Tbeil  etwas 
Weniges  ab,  das  Ddrnchen  aber  biegt  wieder  etwas  nach 
vorne;  der  Rflcken  ist  beinahe  nervenlos,  nur  in  der  oberen 
Hfilfte  findet  sich  eine  schwache  Spur  eines  Nervs,  dafiir  ist 
er  stark  purpura  fiberlaufen,  namentlich  das  rautenfBrmige 
Feld  in  der  obern  H&lfce,  das  iiberdiess  kahl  ist,  w&hrend 
der  untere  Theil  fein  mehlig  best&ubt  ist  (niederster  Grad 
der  Pubeszenz?);  am  Rande  stellen  sich  merkwttrdiger  Weise 
nicht  bloss  Wimperhaare,  sondern  auch  Spinnenhaare  ein, 
was  doch  sonst  weder  bei  C.  ac.,  noch  bei  C.  het.  vor- 
komrat.  —  (Es  scheint,  als  pflanzte  sich  hier  die  Spinnen- 
Eberzugtendenz,  um  mich  so  auszudrflcken,  des  Cirs.  heteroph. 
auch  noch  auf  die  HtUlschuppen  fort.) 

An  der  heUpurpurnen  Kjrone  mit  31.5mm  L&nge  steht' 
der  Saum  dem  Rohre  um  1*°™  nach. 

Ritten(beiBozen):  Ober-Pemmern  bei  1600m  auf  Pbrphyr. 

NB.  Von  Prof.  Naegeli  wurde  nach  einer  mundlichen 
Mittheilung  desselben  an  Prof.  Kerner,  G.  acaule  X  hetero- 
phyllum  1871  auch  auf  dem  Brenner  und  bei  Vest  iin  Oetz- 
thale  gefunden:  ob  das  X  C.  glauc.  war  od.  alp.,  weiss  ich  nicht 

14  C.  heterophyllum  (Card.  het.  L.  sp.  1154.) 

Cirs.  heterophyllum  Allion.  *  Ped.  n.  554 
Caulia  plerwmque  simpler,   in/erne  foliosus,  orach- 
noideo-tomentoeue.    Folia  non  decwrrentia,  cmpleocicaulia, 


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—    230    — 

lanceolata,  facie  glabra,  dorso  dense  tomentosa,  mtegra 
vel  intermedia  pinnaUfida,  pirmis  integrie,  lanceolatis,  an- 
troreum  vereis9  spinuloso-ciliata.  Capitula  pauca,  ghbosa 
equamis  oblongis,  obtusis,  breviter  spimdath,  ciliolattit 
carinatis,  purpurascentibus,  Corollaelimbustubum  aequans. 
Perenine.    Jul 

Der  Stengel  (4-10  decim.)  ist  oft  dfister  roth,  spinn- 
webig,  weiter  nach  oben  flockig,  znletzt  dicht  filzig;  unten 
stark  bebl&ttert,  von  der  Mitte  an  mehr  nackt,  einfach  oder 
seltener  in  2 — 3  Aeste  gespalten,  von  denen  dann  jeder  ein 
KSpfchen  trfigt 

Die  Blatter  sind  immer  sehr  charakteristisch:  mit  breiter 
Basis  nmfassend,  dariiber  oft  ein  wenig  eingeschntirt,  so 
dass  ihr  Aussehen  geigenartig  wird,  sind  sie  im  Umrisse 
l&nglich-lanzettlich,  nngetheilt  oder,  die  mittleren,  fiederspaltig 
nnd  zwar  wieder  ganz  eigenthtlmlich :  die  Blattspindei  beh&lt 
eine  ansebniiche  Breite,  die  Zwischenrftume  zwisehen  den 
Fiedern  sind  ziemlich  gross,  nicht  bnchtig,  sondern  der  vor- 
dere  Fiederrand  trifft  mit  der  Blattspindei  nnter  einem  spitzen 
Winkel  znsammen,  nnd  der  Rand  der  Spindel  verl&nft  mit 
dem  Mittelnerv  des  Blattes  parallel;  Fiederpaare  sind  wenige, 
3 — 5,  schmal  lanzettlich,  yollstftndig  ganzrandig;  immer  stark 
nach  vorne  gekehrt,  der  Endzipfel  bedeutend  ansgezogen; 
der  ganze  Umfang  ist  sehr  fein  dornig-bewimpert.  Die  Ober- 
seite  der  Blatter  ist  glatt,  dunkelgrun,  dagegen  die  Unter- 
seite  schdn  weiss-filzig,  oft  fast  schneeweiss.  Letzteres,  so- 
wie  das  ansehiiliche  (Hftlle  bei  20xnm  nnd  darfiber  breit  nnd 
hoch),  schSn  pnrpurne  KOpfchen  am  Ende  des  Stengels  (oder 
mehrere  vereinzelt  an  den  Aesten)  verleiht  der  Pflanze  ein 
stattliches  Aussehen.  Mitunter  beobachtet  man  noch  2 — 3 
kleine  KOpfchen  dicht  nnter  dem  Hanptkdpfchen  oder  in  den 
Achseln  der  letzten  Blatter,  die  ab  nnd  za  dem  Stengelende 
ziemlich  nahe  kommen. 

Die  Hiillschuppen  schindeln  sich  enge  anschliessend  fiber 
einander;    von  l&nglicher  Gestalt,  oben  anffallend   stnmpf, 


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—    231    — 

spitzen  sie  sich  plStzlich  in  ein  ganz  kleines  D5rnchen  zu, 
das  genan  gesehen  (wenigstens  oft)  nicht  ganz  am  Ende  der 
Schuppen,  sondern  etwas  vor  demselben  am  Rttcken  ent- 
springt,  wodurch  bei  getrockneten  Exemplaren  das  Schuppen- 
ende  kapuzenformig  erscheint;  am  obern  Rande  sind  sie  dicht 
gewimpert  nod  bei  den  innern  die  trockenhSutige,  etwas  ver- 
breiterte  Spitze  fern  gez&hnelt;  l&ngs  der  obern  Mitte  zieht 
sich  ein  schmaler,  klebriger  Kiel,  der  schliesslich  schwarz- 
purpurn  wird;  auch  sonst  sind  die  Schuppen  oft  stark  pur- 
pura uberlaufen  (im  Leben  dunkelgrtlnpurpurn);  ihre  Rficken- 
seite  ist  fein  flaumig. 

An  der  30mm  langen,  porpnrnen  Krone  betheiligen  sich 
Saum  und  Rohr  im  gleichem  Verh&ltnisse,  oder  es  fiberwiegt 
bald  der  eine,  bald  der  andere  Theil  urn  ein  Unbedeutendes. 

Anf  feuchten  Wiesen  der  Gebirge  und  Voralpen  stellen- 
weise  durch  ganz  Tirol  verbreitet.  —  Dass  es  nur  auf  Granit 
vorkomme  (N»g.  C.  d.  Schw.  p.  38),  erscheint  durch  Stand- 
orte,  wie  Seefeld  (Torf  und  Kalk),  Patscherkofl  bei  Inns- 
brock  (Thonschiefer),  Zirlerm&hder  bei  Innsbruck  (Kalk), 
Volderthal  (Thonschiefer),  Ritten  bei  Bozen  (Porphyr), 
Laaserthal  (Glimmerschiefer,  Thonschiefer,   Kalk)  widerlegt. 

15.C.rivnlare(Card.  riv.  Jacq.  Austr.  1.  tab.  91  ann.  1773.) 
Curs.  riv.  Link  enum.  h.  Berol.  2.  p.  301.  (v.  v,  et  s.) 
Cautis  viUosus9  arachnoid&us,  sub  eapitulis  tomentosus, 
simplex  vel  subramosus,  superne  subaphyttus.  Folia  awrl- 
cuJato-ampleocicaulia,  oblonga,  dentata  vel  lobata  vel  pin- 
naHfida,  ladmis  trianyulwribus  obtusis  vel  lemceolatis 
acttminatis ,  utrinque  subpilosa.  Capitula  subrotunda, 
subebracteata,  1-4  glomerata,  aut  plura  eooterioribus  pe- 
dunculatis.  Squamae  lanceolato-amminatae,  viscoso-cari- 
natae,  purpwascentes.  CoroUae  pwrpur.eae  tubo  Umbus 
longior.     Jul. 

Je  nach  dem  verschiedenen  Grade  der  tippigen  Ent- 
wickhmg  variirt  die  Grosse  der  Pflanze  von  4-12  decim. 


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—    232    — 

Der  etwas  linger  behaarte,  dazwischen  spinnwebige 
Stengel  ist  ?iemlich  einfach  oder  theilt  sich  bei  fippigereu 
Exemplaren  in  mehrere  kleine  Bliithenastchen,  die  nur  bei 
sebr  grossen  Individuen  eine  GrGsse  von  12 — 15  centim. 
erreichen.  Die  Bebiatterung  umfasst  die  untere  H&lfte  oder 
zwei  Dritttheile  des  Stengels  oder  endigt  mit  sebr  kleinen 
Bl&ttchen  erst  an  der  Basis  der  Blflthenstiele  oder  gar  erst 
unter  den  KOpfchen  selbst. 

Die  Blathenstiele  sind   nnterhalb  der  KSpfchen  immer 
weisslich-filzig. 

Die  Theilung   der  im  Umrisse  lfinglichen  Bl&tter  wech- 
selt  sebr;    von   beinabe  ganzrandigen  Bl&ttern  bis   zu  tief 
fiederspaltigen    mit    lanzettlichen   Fiedern    lassen    sich  alle 
Mittelformen   beobacbten;   doch   sind  die   mittleren  Stengel- 
bl&tter    meist  fiederspaltig.     Die   Fiedern  sind    ganzrandig, 
sebr  fein  ges&gt  oder  auch,  besonders  am  vorderen  Rande, 
mit  einigen  Zahnen  verseben;  hie  und  da  zeigen  sich  solehe 
auch  am  hinteren  Rande,  ja  auch  an  der  Blattspindel;  geht 
die  Theilung   tief,    so   sind   die  Fiedern   meist  etwas  nach 
vorne   gerichtet;   deutlicb   tritt  meist  nur  ein  Nerv  hervor, 
etwas   schwficher  ein  zweiter,    mit  ersterem   paralleler    am 
vorderen  Rande,  seltener  und  nur  ganz  schwach  ein  dritter 
am   hinteren   Rande;   so  entschieden  dreinervig,   wie  bei  C. 
Erisithales,   sind  die  Fiedern  nie.     Sonst  sind   die  Bl&tter 
oberseits  sattgrfin,  unterseits  meergrfin,  beiderseits  bald  mehr, 
bald  weniger  behaart,  unterseits  auch  nooh  mitunter  leicht 
spinnwebig,  besonders  auf  der  Rippe. 

Die  Kdpfchen  von  ansehnlicher  Grdsse  (HQlle  bei 
20mm  br.  und  hoch)  und  rundlicher  Form  stehen  gedr&ogt 
beisammen,  oder  es  ist,  bei  ttppigeren  Exemplaren,  der  Eben- 
strauss  ein  mehr  lockerer.  Die  Zahl  schwankt  von  1, 
4 — 8,  10.  Die  ziemlich  spitzen,  lanzettlichen  Hullschuppen 
endigen  in  Ddrnchen  von  etwa  0.7mm,  sind  am  Rande  nicht 
spinnwebig,  wohl  aber  feingewimpert,  in  der  oberen  Mitte 
deutlich  gekielt  und  gl&nzend  klebrig,  im  Leben  dunkelgr&n- 
purpurn,  am  meisten  und  mehr  rein  purpura   die  inneren 


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_    233    — 

mit  trockenhSutiger  Spitze;  getrocknet  erscheinen  die  Schup- 
pen  purpura,  der  Kiel  schwarz;  mit  dem  tmteren,  grosseren 
Theile  schliessen  sie  fest  an  einander,  mit  dem  oberen  stehen 
sie  ziemlich  ab. 

Die  Blumenkrone  ist  bei  18mm  lang;  der  Saum  iiber- 
trifflt  das  Rohr  Tim  2#5— 3mm.   Bliithenfarbe  schon  purpura. 

Auf  feuchten  Wiesen  der  Gebirge  und  Voralpen,  nicht 
durch  ganz  Tirol :  Oberinnthal  bei  Ried  (Hausm.  Fl.  v.  Tir.) ; 
haufig  in  Au8serfern  (Gremblich);  Seefeld  bei  Innsbruck 
(Hsm.);  Unterinnthal  bei  Rattenberg  (Herb.  Kern.)  ob  nicht 
auf  dem  Brenner?  Passeyr  bei  Moos.   (Hsm). 

NB.  1.  Haben  von  den  angeftthrten  Standorten  die 
fibrigen  aucb  Kalkunterlage,  so  verweisen  Ried  und  Moos  auf 
Schieferboden ;  aUerdings  finden  sich,  der  geognostischen 
Karte  von  Tirol  zufolge,  nicht  gar  weit  von  den  genannten 
Orten  auch  Kalkeinlagerungen  und  ich  muss  es  daher  vor 
der  Hand,  da  es  mir  nicht  gegOnnt  war,  selbst  die  Loka- 
litaten  einzusehen,  dahin  gestellt  sein  lassen,  ob  Dr.  Naegeli's 
Angabe  (G.  d.  Schw.  p.  39),  dass  C.  rivulare  nur  auf  Kalk 
vorkomme,  ausnahmslos  richtig  sei  oder  nicht. 

NB,  2.  In  Hausmann's  Fl.  v.  Tir.,  S.  48P,  werden  ffir 
C.  rivulare  auch  verschiedene  Standorte  aus  S&dtirol  nam- 
haft  gemacht.  —  Wahrscheinlich  beziehen  sich  alle  diese 
Standorte  auf  Cirs.  montanum  (W.  et  K).  Wenigstens  gilt 
das  von  den  Exemplaren,  die  sich  von  diesen  Standorten 
aus  Heufler's  und  Boni's  Hand  im  Ferdinandeumsherbare 
befinden.  f 

Ich  werde  in  diesem  meinem  Urtheile  bestarkt  durch 
Ambrosi  (flora  del  Tirolo  merid.),  der  unter  den  Synonymen 
von  C.  rivulare  Link  (i.  e.  Jacquin)  auch  Cirs.  montanum 
Spreng.  —  De  Cand.  Prodr.  VI.,  Cnic.  montan.  Waldst  et 
Eat.  in  Willd.  spec,  Bertoloni  fl.  Ital.,  Cnic  alsophilus  Pol- 
Hm  Veron.  auffubrt*)     (Die  Griinde,   die  gegen   die   Ver- 


*)  Ich  finde  meine  Ansicht  nachtraglich  such  durch  Herrn  Baron 
Hansmann  bestatiget,  gpeiieller  noch  duroh*  Herrn  Juratzka.  In  den 
Schriften  des  Z.  B.  V.  in  Wien  1860  S.  71  heisst  es  namlich:  „C.  mon- 


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—    234    — 

einigung  von  Cirs.  rivnlare  (Jacq.)  mid  C.  montanom  (W. 
et  E.)  sprechen,  siehe  bei  leteterem). 

16.  C.  montanom  (Cn.  mont.  Waldst.  et  Kit.  in  Willd.  sp. 
Cirs.  montannm  Sprengl  Syst.  HI.  376.  (▼.  8.) 
Caulis  glaber,  euperne  cvrachnoideo-tomentosus,  solutus 
in  2 — 3  pedunculos,  totus  foliatus.  Folia  amplemcauUa^ 
ovctfa,  profunde  rinuatopitmatijida,  pirmis  oblongis  vel  lan- 
ceolate, dentatisy  utrinque  fere  glabra.  Capitula  sub- 
globosa,  eubcongesta,  subbracteata.  Squamae  oblongo-lan- 
eeolatae9  pubescentes,  subcarinatae,  breviter  epinatae,  plus 
mmusve  apiee  refleme.  CoroUae  plerumque  purpureae 
Kmbu8  tubo  multo  longior.     Jul.  Aug. 

Der  Stengel  der  immer  flppig  entwickelten  Pflanze  ist 
in  seinem  nntern  Theile  glatt,  nach  oben  hin  etwas  flockig- 
spinnwebig,  unfeer  den  Kdpfchen  fibrig,  eiofach,  nur  am  Ende 
in  2 — 3  kftrzere  oder  anch  langere  Aeste  getheilt,  von  nnten 
bis  oben  bebl&ttert,  gegen  die  Spitze  hinjedocb,  sowohl  was 
Zahl  als  Grtose  der  Blatter  betrifft,  sparsamer. 

Die  Blatter  sind  breit  umfassend,  im  Umrisse  eiffirmig, 
tief,  oft  fast  bis  znr  Mittelrippe  buchtig-fiederspaltig,  die 
Fiedern  l&nglich,  etwas  breit,  nach  vorne  gerichtet,  grob 
gezfihnt,  oft  (besonders  an  den  nntern  Blattern)  dentlich 
dreinervig,  oder  (mehr  an  den  obern)  der  bintere  Nerv  tritt 
sehr  nahe  an  den  Rand  nnd  ist  nur  mehr  in  seinem  Be- 
ginne  dentlich  wahrznnehmen.  Beide  Blattflachen  sind  fast 
kahl,  die  Riickseite  der  obern  Blatter  ganz  schwach  spinn- 
webig,  am  meisten  die  Rippe,  iibrigens  etwas  blftsser,  als 
die  dnnkelgrSne  Oberseite. 

tannm  Rbach  excurs.  (Cn.  alsophil.  Poll.  Cn.  montanns  Bertol.)  nun 
Theil  Cirs.  riynlare  der  Sfldtdroler,  Ton  mir  (Baron  Hansmann)  im 
Eggenthale  gesammelt  nnd  in  den  Garten  rerpflanit.  Getrocknet  besitie 
ioh  es  ana  mehreren  Orten  Sttdtirols.  Herr  Jnratska  macht  hiezu  die 
Bemerkung,  dass  diese  Pflanze  nach  einem  im  kaiserlichen  Museum  (im 
Herbar  Pntterlik's)  anfbewahrten  Exemplar  anch  Ton  Hem  B.  r.  Henfler 
im  September  1838  win  Bilru  snbalpinia  prope  Boientt  (Soharte  am 
Kankofel  5400')  geiammelt  worde.tt 


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—    235    — 

Die  Kdpfchen  von  mittlerer  GrBsse  (Halle  bei  20""» 
hoch,  bei  27mm  br.)  sind  rundlich,  stehen  etwas  geh&uft, 
oder  es  sind,  bei  fippigeren  Exemplaren  die  ftusseren  Utager 
gestielt;  meist  erscheinen  sie  von  den  letzten,  mitunter  noch 
ziemlich  grossen  Bi&ttern  gestiitzt.  Die  Hfillschuppen  sind 
l&nglich-lanzettlich,  etwas  spitz,  flaumig,  fein  gewimpert, 
leicht  klebrig  gekielt  (mehr  die  innern),  ebendprt  schwarz 
purpura,  auch  sonst  purpura  angelaufen,  endigen  in  ein 
Ddrachen  von  0.8 — 1»»;  der  obere  Theil  ist  fast  immer 
etwas  zuruckgeschlagen. 

Von  den  21 — 24.5™™  der  Blumenkrone  entfallen  auf 
den  Saum  allein  14*5—16.  Die  Bliithen  sind  etwas  hell 
purpura,  die  Antheren  mitunter  gelblich,  ja  an  einem  Exem- 
plare  des  Ferdinandeumsherbars  (dort  in  dem  Umschlage  von 
C.  rivulare)  glaubte  ich  auch  gelbliche  Bliithen  zu  beobachten. 

In  Sfldtirol:  Wasser„waala  bei  £ana,  Eggenthal  bei 
Bozen,  Kankofel  bei  Eppan,  Kaltera,  Salurner  Bergwiesen 
Spinale,  Stelle,  entlang  dem  Bache  Arno  (?),  Val  Vestino,  Monte 
Baldo.  (Herb,  des  Ferdinandeums,  Herb.  Hsm.,  Herb.  Kern.) 

NB.  1.  Wird  vo/i  Ambrosi  (fl.  del  Tir.  mer.)  mit  CSrs. 
rivulare  (Jacq.)  vereinigt.  Schon  Willdenow  sp.  HI,  1676 
und  Bertoloni  fl.  Ital.  IX,  19  (gegen  Allkrai  Auot  p.  10) 
ftusaerten  rich  in  gegentheiligem  Sinne.  —  Die  Grfinde ,  die 
gegen  eine  solche  Vereinigung  geltend  gemaobt  wefden  mussen, 
sind  folgende: 

Der  ganze  Habitus  der  Pflanze  ist  ein  anderer.  Dieser 
grundverschiedene  Habitus  liegt  namentlich  in  der  bedeuten- 
deren  Starke  *der  Beblatterung,  sodann  auch  in  der  Form 
der  Blatter.  Allerdings  hat  auch  C.  rivulare  fiederspaltige 
Bl&tter,  jedoch  seltener  schon  von  seiner  Wurzel  an;  und 
trifft  auch  letzteres  zu,  so  sind  sie  dann  doch  eigenthfimlich 
plump,  der  Endlappen  und  wohl  aiyh  die  Seitenzipfel  eiftrmig, 
nur  etwa  bis  zur  HUfte  der  Spreite  reichend,  w&hrend  die 
Fiedertheile  der  oberen  Bl&tter  ziemlich  schmal  und  einnervig 
sind.  Hier  aber  haben  wir  von  unten  an  tiefbuohtig-fieder- 
spaltige  Blatter,  die  einzelnen  Zipfel  breit,    langlich,   un- 


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—     236    — 

regelmassig  grob  gezahnt,  die  der  untern  immer  deutlich, 
meist  alle  ziemlich  deutlich  dreinervig.  —  Weitere,  weniger 
anflfallende  Unterschiede  von  C.  ritulare  liegen  in  den  zuriick- 
geschlagenea,  oberseits  flaumigen  Hiillschuppen  and  in  der 
aDgefiihrten  Bliithenfarbe.  Auch  die  Dimensionen  der  BlUthe 
sind  merklich  verschieden. 

NB.  2.  Was  den  Namen  Cirs.  montannm  (W.  et  K.) 
betrifflt,  erheischt  derselbe  eine  eingehende  Besprechung. 

Pollini  beschreibt  in  seiner  flor.  Veron*  (1822)  eiuen 
Cnicus  alsophilus,  der  seiner  Diagnose  znfolge  von  unserem 
Cirsium  nicht  verschieden  ist  Bertoloni  fl.  Ital.  p.  18  sq. 
fiihrt  uns  einen  Cnic.  montanns  anf  mit  einer  trefflichen  Be- 
schreibung,  die  gehan  anf  nnser  Cirsinm  passt;  nnter  den 
beigefflgten  Synonymen  begegnen  wir  dem  Cnic.  „also- 
phyllus*  (!)  Pollin.,  Cnic.  montanns  "WillcL,  Cirs.  montan. 
Spreng.,  DC.  Prodr.*6,  650.  Cirs.  pyrenaicum  Allioni. — 
Zn  letzterem  bemerkt  Bertoloni:  „Allionius  describens  Cir- 
sinm pyrenaicum  suom  habet  folia  sessilia  et  auricolata,  de- 
cnrrentia;  forte  scripserat  „non  decurrentia",  sed  particola 
„nontt  omissa  fait  a  typographo,  quae  res  facile  apparet  a 
tab.  12  fl.  Pedem.  Pollinias  in  flora  Veron.  vidit  identi- 
tatem  plantae  snae  cam  ilia  Allionii,  sed  dabiom  aliqaod 
de  ea  habuit  ob  vocem  „decurrentia*t  quod  profecto  non 
habuisset,  si  ad  figaram  Allionii  attendisset.*  —  Offenbar 
w&re  Cirs.  Pyrenaicum  All.  der  alteste  Name  fftr  ansere 
Pflanze;  aber  das  leidige  „decurrentiaa,  das  mit  der  Ab- 
bildung  kontrastrirt,  tritt  uns  stdrend  in  den  Weg.  Man 
mOohte  allerdings  glauben,  im  Falle,  dass  man  zwischen 
einer  Beschreibung  und  einer  vom  Verfasser  der  Beschrei- 
bung  approbirten  bildlichen  Darstellung  zu  w&hlen  habe,  mtisse 
man  sich  eher  an  diese  als  an  jene  halten,  da  die  begriff- 
liche  Fassung  der  Eigenschaften  von  einer  Sache  nie  ein 
so  treues  Bild  geben  kann,  als  eine  mit  technischer  Fertig- 
keit  ausgefiihrte  bildliche  Darstellung;  zndem  fuhrte  uns  ja 
der  von  Bertoloni  angegebeue  Weg  anf  ungezwungene  Weise 


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—    237    - 


**>  ^a&  miolx  betrifft,  bin  ich  der  festen  Ueberzeogang,  dass 
^toloni*a  "Vennuthong  der  Wirklichkeit  entspricht;  denn  im 
*tafasure  der  Universit&t  Innsbruck  bfefinden  rich  aus  Mori's 
***&&   ILxemplare  eines  piemontesischen  Cirsiums,  das  einer- 


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Utter  v.  KlekoYski  mit  der  Bitte  am  ein  kroatisches  Exem- 
plar. Der  yerehrte  Herr  theilte  mir  mit,  class  es  ihm  selbst 
bisher  nicht  mOglich  gewesen,  die  Pflanze  in  Kroatien  auf- 
zufinden,  die  er  nur  aaf  KlinggraFs  Autorit&t  bin  in  seine 
Flora  anfgenommen  habe. 

Durch  die  gfitige  Vermittlong  des  Hrn.  Prof.  Kerner 
hatte  ich  nun  aber  Gelegenheit,  das  Original-Exemplar  aus  dem 
Willdenowischen  Herbare  selbst  einzusehen. 

DerVergleich  mit  tirolisohen  ESxemplaren  ergab  folgendes : 

Allerdings  tritt  beim  Willdenowischeu  Cnic.  montanns 
die  ranhe  Behaarong  der  Blfttter  deutlich  hervOr,  w&hrend 
bei  den  tirolischen  Exemplaren  die  Blfitter  weniger  raoh 
sind,  besonders  die  obern  meist  fast  kahl,  ja  unterseits  ein 
wenig  spinnwebig.  Im  Uebrigen  stimmen  jedoch  beide  Pflanzen 
vollst&ndig  mit  einander  Uberein,  machen  anch  habitaell  ganz 
denselben  ESndruck.  Selbst  die  Different  in  der  Behaarang 
der  Blatter  steht  nicht  unvermittelt  da;  ich  fand  n&mlich 
im  Herbar  des  Ferdinandeums  anch  aus  SQdtirol  ein  Exem- 
plar, welches  diese  ranhe  Behaarnng  der  Blatter  ebenso,  ja 
fast  noch  mehr  zeigt. 

Wir  haben  es  somit  bei  diesem  Differenzpnnkte  nor  mit 
einem,  wahrscheinlich  nach  Massgabe  der  Standorts-Ver- 
schiedenheit,  schwankenden  Merkmale  zn  thun  (Willdenow 
sagt  „  habitat  in  montibns  sice is";  and  es  ist  bekannt, 
dass  fenchtere  Lokalitftten  die  ranhe  Behaarnng  der  Blatter 
vermindern,  ja  sogar  in  spinnwebige  Bekleidnng  fiberffihren, 
vgL  Naegeli  G.  d.  Schw.  S.  36.  f.)  nnd  durfen  daher  die 
tirolisGhe  tmd  kroatische  Pflanze  nicht  auf  Grundlage  des- 
selben  von  einander  trennen. 

Zur  Bestatigung  des  Gesagten  fiihre  ich  noch  folgenden 
Umstand  an: 

Ich  konnte  bei  Herrn  Prof.  Kerner  anch  ein  dalmatini- 
sches  Exemplar  dieses  Cirsiums  einsehen.  Es  erwies  rich 
mit  onseren  tirolischen  Exemplaren  identisch.  Die  unteren 
Bl&tter  davon  waren  merklich  raoh,  die  oberen  mehr  kahl, 
der    Stengel    (der   beim  Willdenowischen  Exemplar    kaum 


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—    239    — 

merklich  spinnwebig  ist),  gegen  die  K5pfchen  hio  etwas  filzig, 
zeigte  audi  schon  weiter  unten  etwas  spinnwebige  Bekleidung. 

Es  ist  nun  nicht  anzunehmen,  dass  Urol  und  Dalmatien 
ein  und  das  n&mliche  Cirsium  beherbergen  sollten,  w&hrend 
das  zwichen  beiden  befindflche  Kroatien  ein  demselben  zwar 
nahe  stebendes  jedoch  verschiedenes  bes&sse;  sondern  es 
steilt  rich  vielmehr  heraus,  dass  der  ganze  sftdliche  Ab- 
hang  der  Alpen  in  fortlaufender  Eette  von  Piemont  bis  Dal- 
matien den  einheitlichen  Verbreitungsbezirk  unserer  Pflanze 
bUde,  dass  es  in  Tirol,  wie  in  Kroatien,  in  Piemont,  wie  in 
Dalmatien  eine  nnd  dieselbe  Pflanze  sei,  nur  mit  unbedeuten- 
den  Abweichungen  —  das  Cirs.  montannm  (Waldst  et 
KHaib.  in  Willd.). 

NB.  3.  Das  Schwanken  in  der  Bekleidung  der  Blatter 
(mid  des  Stengels)  in  Verbindnng  mit  dem  Weohsel  in  der 
Blttthenfarbe  (welchen  letzteren  aucb  Schlosser  1.  o.  hervor- 
hebt)  kOnnten  Einem  auch  die  Vermuthung  eines  hybriden 
DrspruDges  nahe  legen.  Die  Eombination  C.  Erisithales 
X  rivnlare  erschiene  mir  auch  in  der  That  far  unser  Cir- 
sium recht  annehmbar,  wenn  nicht  die  Standortsverh&ltnisse 
bedenklich  in  die  Wagschale  fielen;  denn  einerseits  ist  das 
gleichzeitige  Vorkommen  des  C.  rivulare  mit  dem  G.  mon- 
tannm sehr  zweifelhaft,  andererseits  befindet  sich  auch  der 
Charakter  beider  Arten  von  Standorten  in  scharfem  Gegen- 
satze  —  Girsium  rivulare  auf  sumpfigem  Boden,  C.  mon- 
tannm in  subalpinen  W&ldern. 

17.  C.  Pannonicum*)  (Card.  p.  L.  111.)  (v.  s.) 

Cirs.  Pann.  Gaud.  fl.  Helv.  VI.  363  (nach  Koch  Syn.) 
Khizomatis  fibrae  filiformes.  Caulis  basi  foliosus, 
totus  arachnoideus,  simplex  pel  d—3  fidus.  Folia  sub- 
decurrentia,  lanceolate^  integerrima,  spinuloso-denticulatOy 
utrinque  pilosa,  dorso  insuper  arachnoidea.  Capitulum 
plerumque  unicum  vel  2 — 3  in  fine  ramorum,  ebraeteata. 

•)  Die  lateinische  Orthographic  fordert  unbedingt,  dass  am  Beginne 
dsr  Ton  Eigennamen  abgeleiteten  Adjektira  die  Majoskel  stehe,  and  es  ist 
kern  Grand  Torhanden,  warum  Botaniker  dieseFordtruDgignoriren  sollten. 


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—    240    — 

Squamae  oblongae,  acutae,  arcmeosae,  viscoso-carinatae, 
spinula  brevi  terminatae,  apice  patulae.  Corollae  pur- 
pureae  Umbue  tubo  hngior.    Jun.-Jkd. 

Auf  dem  mit  fadlichen  Fasern  besetzten  Wurzelstocke 
erhebt  sich  der  Stengel  3 — 7  decim.  hoch,  unten  reich  be- 
bl&ttert  und  von  den  kurz  herablaufenden  Blattdhrchen  ganz 
wenig  gefliigelt;  obenhin  oder  gewonlich  schon  vom  zweiteo 
Drittel  an  finden  sich  nor  noch  kleine  Blattschuppen;  deste 
xnehr  fallt  ebenda  der  flockig-spinnwebige  Ueberzug  des  Sten- 
gels ins  Auge,  der  auch  ftir  die  Unterseite  der  Bl&tter 
charakteristisch  ist,  wo  er  sich  am  starksten  auf  der  Blatfc* 
rippe  zeigt;  ausserdem  sind  beide  Blattseiten  mit  einfachen 
Ha&ren  besetzt. 

Did  oberseits  hellgrunen,  unterseits  blasseren  Bl&tUr 
sind  lanzettlich,  ober  der  Basis  etwas  eingeschniirt,  unge- 
theilt,  am  Rande  fein  gezahnelt  und  mit  2  Amm  langen, 
zarten  Dornen  gewimpert. 

Kftpfchen  findet  sich  gewfthnlich  nur  ein  einziges,  oder, 
ist  der  Stengel  2-3theilig,  stehen  ebensoviele  an  der  Spitze 
der  Zweige  (seltener  zwei  auf  einem  Stiele,  sitzend),  auf- 
recht,  deckblattlos,  rundlich,  mittelgross  (Hiille  bei  15™™ 
hoch  und  br.).  Die  Hullschuppen  von  l&nglicher  Gestalt 
sind  ziemlich  zugespitzt,  am  Rande  dicht  spinnwebig,  in  der 
Mitte  gl&nzend  klebrig  gekielt,  ebendort  schwarzpurpurn, 
endigen  mit  kurzen  Dflrnchen,  (von  0.5- lmm);  mit  der  Spitze 
stehen  sie  ab;  der  ganze  Rucken,  besonders  der  innersten 
ist  dunkelpurpurn  tiberlaufen. 

Die  Blumenkrone  ist  17mm  lang,  der  Saum  lO11"11. 
Bluthenfarbe  purpurn. 

An  gebirgigen  Orten  und  auf  feuchteren  Bergwiesen 
Siidtirols  von  Trient  an  abwarts. 

NB.  In  Hausmann's  Flora  von  Tirol  S.  481  wird  als 
tirolisches  Yorkommen  auch  G.  Anglicum  DC.  (Lamark)  er- 
w&hnt  mit  den  Standorten  Trient  und  Val  di  Vestino,  und 
dem  Gew&hrsmanne  Facchini. 


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—    241    - 

Ambrosi  (Fl.  del  Tir.  werid.  2.  p.  494)  bestreitet 
dieses  Vorkoinnien  in  der  eutschiedensteu  Weise. 

Im  Herbare  des  Ferdinaudeums  befindet  sich  uoch  ge- 
geawartig  das  fragliche  von  Facchini  als  C.  anglicum  etiquettirte 
CSrsium.  Es  ist  C.  Pannonicum  (L.  fil.),  wie  Ambrosi  1.  c. 
behauptet.  Der  etwas  starkere  Spinnenuberzug  und  dunklere 
Farbenton  der  Blatter  (der  Wurzelstok  fehlt)  mag  Facchini 
irre  geleitet  haben,  der  „dazumal  (1840)  noch  nicht  uber 
das  Cirs.  Anglicum  (Lam.)  genfigend  informirt  gewesen  zu 
sein  scheint"  (Ambrosi  1.  c.) 

Einer  brieflichen  Verstandiguog  des  Herrn  Baron  v. 
Hausmann  zufolge  ist  durch  ein  Versehen  des  Setzers 
-Has  9!tf  hinter  dem  Namen  des  Gewahrsmannes  (dem  Autor 
das  Zeicben  der  Ablehnung  der  eigenen  Zeogschaft)  ausge- 
geblieben-  Bar.  Hausmann  selbst  ausserte  seine  Bedenken 
zor  Faochinfschen  Bestimmung  in  der  Flor.  v.  Siidtirol  von 
Dr.  Facchini  p.  143,  Anhang  90.  (Innsbr.  1855  in  Ztsch. 
des  Ferdinandeums). 

Cirs.  Anglicum  (Lam.)  ist  somit  aus  der  tirolischen 
Flora  zu  streichen. 


Sectio  V.  X  Notlion  (Microcentron  XXanthopon.) 

Folia  facie   non   spinulosohirta,  non  decurrentia.     Squamae 
in  spinulam  brevem  vel  longiorem  acuminata*.    Flores  pur- 
pura vel  fuscopurpurei  vel  ochroleaci.     Gorollae  limbus  tubo 
longior.     Pappus  corolla  brevior.     Perenne. 

18.  X  C.  Gutnicklanum  Lohr  Euumeratio  ann.  1852. 
(C.  acaule  X  spinosissimum). 

Cirs.  spinosissimo-acaule  N»g.  C.  d.  Schw.  139.  Tab.  V. 
Cirs.  acauli-spinosissimuin  N«g.  in  Kpch  Syn.  111.  756. 

Caulis    hwnilisy    simplex  >   foliosus,    supra    viUosus. 
Folia    lanceolata,  semiamplextcaulia ,    sinuatopinnatifida, 
pinms  rhomboideis  3-4  lobis.     Capitula  3-4  congesta,  sub- 
Ferdinandeums-Zeitschrift.  16 


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—     242     — 

ventriosa,  bracteata,  bracteis  capitula  excedentibus,  ex  parte 
saltern  decolor  atis.  Squamae  acuminato-ovatae ,  flavide 
breviusque  spinulatae.  Corollae  ochroleucae  limbus  tubo 
longior. 

Der  Stengel  erreicht  nur  eine  Hohe  von  3 — 5  cent. 
An  der  Basis  ist  er  rothlich  gefarbt,  kahl  oder  fast  kahl, 
oberw&rts  zottig,  durchaus  reichlich  beblattert 

Die  unteren  Blatter  verschmalern  sich  deutlich  in  einen 
gefliigelten  Blattstiel,  erweitem  sich  dann  zu  einer  halb- 
stengelumfa8senden  Basis.  Ihre  Gestalt  ist  im  Umrisse 
lanzettlich,  sonst  tief  buchtig-fiederspaltig,  die  Fiedern  ein- 
ander  ganz  nahe,  getrocknet  auch  iibergreifend,  3-4-5  lappig 
mit  auseinander  gespreitzten  Lappen  (eigentlick  zweilappig, 
jeder  Lappen  noch  mit  einem  vordern  Lappchen  oder  der 
vordere  aach  mit  zwei),  scharf  bedornt  (Dornen  3-4mm  lang), 
in  der  Konsistenz  ziemlich  steif,  unterseits  fast  kahl,  an  den 
Nerven  leichtzottig  (starker  bei  den  obern  Blattern);  ober- 
seits  weisen  sie  die  fiir  das  C.  spinosissimnm  charakteristi- 
scben  weiss-seidigen  Zottenbaare  auf;  die  Farbe  ist  ein 
ziemlich  helles  Grun.  Die  obersten  Blatter  erscheinen  als 
Deckblatter  der  KSpfchen;  sie  sind  lanzettlich  bis  lanzettlich- 
lineal,  dornig  zerschlitzt,  an  der  Basis  oder  auch  wohl  ganz 
verbleicht,  mit  den  langen,  weiss-seidigen  Haaren  auf  der 
Oberseite  und  uberragen  die  Kopfchen  urn  ein  Bedeutendes. 

Die  Kopfchen  zeigen  betrachtliche  Dimensionen  (Hiille 
bei  24mm  hoch,  bei  19mm  br.),  sind  etwas  bauchig.  Die 
Htillschuppen  spitzen  sich  aus  breit  eiformiger  Basis  lanzett- 
lich zu  und  endigen  mit  gelben  Dornen  von  1.5 — 1.8mm; 
der  Rand  ist  fein  und  lang  gewimpert,  der  Rucken  kaum 
gekielt. 

Die  Blumenkrone  ist  im  Leben  milch-weiss,  getrocknet 
weiss-gelblich,  misst  gegeu  25mm,  davon  kommen  auf  den 
Saum  13—14. 

Pusterthal  auf  einer  fetten,  quelligen  Trift  der  Berger- 
Alpe   in  Virgen    bei  2000™ ;    auch  —  doch  sehr  selten  — 


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—    243    — 

auf  einem  ziemlich  trockenen  Mahd  allda  bei  1800™ ;  an 
beiden  Or  (en  auf  kalkreichem  Schiefer,  in  unmittelbarer  Ge- 
sellschaft  der  muthmasslichen  Stammeltem  (entdeckt  von 
Ausserdorfer).     (Herb.  Ansserdorfer,  Herb.  Kerner.) 

NB.  Naegeli  sagt  zwar  „bracteis  non  decoloratis"  (in 
Koch  Syn.  III.  756);  da  aber  alle  andern  Merkmale  genau 
zutreffen,  glaube  ich  nicht,  dass  diese  einzige  Different  die 
Identificirung  beider  Pflanzen  beeintrachtigen  k5nne,  umso- 
weniger,  als  auch  an  unserer  Pflanze  die  Deckblatter  mit- 
unter  nur  am  Grunde  entfUrbt  sind.  Dr.  Naegeli  wollte  wohl 
sagen,  sie  seien  nicht  so  auffallend  entfarbt,  wie  bei  0.  spino- 
sissimum. 

NB.  2.  Der  Habitus  unserer  Pflanze  steht  dem  G. 
acaule  naher,  bedingt  namentlich  durch  den  kurzen  Stengel; 
auch  in)  Blattstiele  und  in  der  Blattbasis  tritt  C.  acaule  auf; 
dagegen  wiegt  in  der  obern  Region  entschieden  0,  spinosissimum 
vor;  man  vergleiche  nur  die  Bluthenmasse  mit  denen  beider 
Stammeltem ! 

19.  X  C.  Tirolense.  (C.  acaule  X  Erisithales)  (v.  s.) 
CauMs  subsimplex,  pubescens.  Folia  alatopetiolata, 
seniiamplewicaulia ,  lanceolate,  piloriuscula,  profunde 
riniuUopirvnatijida,  pinnis  ovatis  trilobis.  GapituLa  pauca, 
xubglobosa,  bracteolata,  subnutantia.  Squamae  oblongae, 
non  uiscosae,  apice  pusillum  recurvae.  Corollae  purpureas 
Umbus  tubo  brevior.     Jul. 

Dieses  schQne  Cirsium  besitzt  einen  Stengel  von  45  cent. 
Lange,  der  unten  glatt,  weiter  oben  stark  flaumig,  zuletzt 
uoter  den  Kopfchen  etwas  braunlich-flaumig  behaart  und  zu- 
gleich  etwas  klebrig  erscheint;  er  ist  auf  und  auf,  jedoch 
etwas  sparsam  beblattert,  zuletzt  theilt  er  sich  in  zwei 
langere  Aeste. 

Die  Blatter  sind  alle  mehr-weniger  gefliigelt  gestielt, 
die  untern  langer,  die  obern  kurzer,  an  der  Basis  ein  wenig 
erweitert,  hSchstens  halb  stengelumfassend,  sonst  im  Umrisse 

16* 


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—    244    - 

lanzettlich,  dabei  tivf  buchtig-fiederspaltig,  die  Fiedern  ei- 
rautenfSrnrig,  dreilappig,  an  den  untern  einander  sehr  ge- 
nahert,  so  dass  der  hiutere  Lappen  den  nachsten  Fieder- 
theil  etwas  deckt,  an  den  obern  Blattern  dagegen  weiter 
von  einander  entfernt ;  die  Endzipfel  an  den  untersten  stumpf- 
lich,  an  den  obersten  zugespitzt.  Die  Oberseite  der  Blatter 
ist  duukelgriiu,  die  Unterseite  niehr  blaulich-grun;  beide 
Blattflachen  sind  zerstreut  flaumhaarig  (die  Riickseite  an  den 
Nerven  etwas  zottig);  nach  oben  zu  nimmt  jedoch  die  Be- 
haarung  ab,  und  die  Blatter  werden  fast  kahl.  Die  Be- 
randung  ist  ziemlich  zart  dornig-wimperig  (besonders  an  den 
untern  Blattern). 

Die  beiden  rundlichen  Kopfchen  sind  fast  banchig 
(ntille  bei  20mm  hocli,  bei  3Cmm  br.),  mit  kleioen  (so  lang 
als  die  K6pfchen  selbst),  Deckblattern  versehen  von  lanzett- 
lich-linealer  Gestalt,  nicken  ein  wenig.  Die  Hullschuppen 
von  eifflrmig-langlicher  Form  spitzen  sich  ein  wenig  zu, 
endigen  mit  einem  kleinen  (0'7min),  gelblichen  DSrnchen, 
Wahrend  der  Rand  feine  Wimpern  tragt,  ist  die  Riickseite 
kahl,  lichtgrlin,  nicht  klebrig;  auch  ein  Kiel  ist  kaom  er- 
sichtlich,  am  ehesten  noch  bei  den  aussersten.  Die  Spitzen 
sind  etwas  purpura,  leicht  zurfickgebogen.  Die  Blumenkrone 
von  trtibpurpurner  Farbe  zeigt  eine  Grftsse  von  23min  (ist 
vielleicht  jedoch  nicht  ganz  vol  Ist  and  ig  entwickelt)*  der  Sautn 
steht  dem  Rohre  um  Smm  nach. 

Sexten  im  Pusterthal  auf  einer  Wiese  unter  Gebusch 
(allwo  sich  auch  C*  acaule  und  0.  Erisithales  vorfinden),  von 
Hrn.  Coop.  Gander  entdeckt.     (Herb.  Trffs.) 

NB.  Dem  Gesagten  zufolge  finden  sich  an  diesem  CSf- 
sium  die  Eigenschaften  von  C.  acaule  und  Erisithales  ver- 
einiget,  jedoch  so,  dass  erstere  vorwalten}  es  sieht  desshalb 
einem  C.  acaule  caulescens  einigermassen  ahnlich;  nur  die 
bedeutende  Lange  des  Stengels ,  sowie  die  nickenden  Bluthen- 
stiele  und  die  Form  der  Kdpfchen  deuten  mit  Nackdruck  aof 
etwas  Anderes  hin.  Die  genannten  Mefkroale  sowie  der 
klebrige,  braunhaarige  Ueberzug   der  Bluthenstiele  unmittel— 

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—    245    — 

bar  unter  den  Kopfchen  trad  die  mildernde  Modifikation,  die 
die  Blatter  erfahren  haben,  endlich  auch  die  Bliithendimen- 
sioneo  sind  alles  Punkte,  die  theils  unzweideutig  C.  Erisithales 
als  die  zweite  Stammart  erschliessen  lassen,  theils  sich  recht 
gut  ans  dieser  Annahme  erkl&ren. 

NB.  2.  Die  Merkmale,  die  Reichenbach  in  seiner  Flora 
von  -  Deutschland,  die  Cynarocephalen,  S.  92  von  dem  C. 
Erifiitbali-acaule  Schultz  Bip.  (gefunden  von  Toramassini  auf 
Bergweiden  des  kroatischen  Schneeberges  in  Poglizza  29.  Juli 
1838)  hervorhebt:  „K5pfe  langlich,  Hiillschuppen  lanzettlich 
oder  lanzettlich-dreieckig,  Mittelnerv  bis  zur  Mitte  herab  ge- 
kieJt,  Blumenrohr  dem  Saame  fast  gleich"  beweisen  hin- 
reichend,  dass  jenes  Cirsium  mit  dem  in  Rede  stehenden 
nicbt  identisch  sei,  sondern  dass  letzteres  in  den  hervorge- 
hobenen  Merkmalen  dem  C.  acaule  naher  stehe  als  das  C. 
Erisithali-acaule  Schultz  Bip.  (mit  Ausnahme  der  lauglichen 
Kftpfe).  —  Da  selbst  Neilreich  in  seinen  Nachtriigen  zu 
Maly's  Enumeratio  (v.  Jahre  1861)  nur  den  genannten  kroa- 
tischen Standort  auffiihrt,  scheint  diese  Form  zu  den  selten- 
sten  zu  gehSren  und  bildet  somit  eine  neue  Zierde  der  Cir- 
sien-Flora  Tirols,  wesshalb  ich  mir  auch  erlaubte,  derselben  den 
wohlkliogenden  Namen  „X  Cirsium  Tirolense*  beizulegen. 

20.   X  C.  heterophylloides,  (G.  heterophyllum  X  sPin0* 

sissimum).  (v.  s.) 
C.  heterophyllo-spinosissimum  N®g.  in  Koch  Syn.  III.  756  (?) 
CauUs  simplex,  arachnoideus9  totus  foliatus.  Folia 
late  amplexicaulia,  lanceolata,  pirmatifido-lobata,  apice 
protracto,  facie  saturate  viridia,  infra  plus  rmnusve 
Imugine  atbicantia.  Capitula  3-4  mediocria,  subrotunda, 
glomcrata,  ulMmis  foUis  (capitula  swperantibus)  bracteata. 
Squamae  elongato-ovatae,  levissime  carinatae,  spina  flavida 
terminates.  CoroUae  ochroleucae  limbus  tubo  paululo 
hngior. 

In  ihrem  Habitus  steht  die  Pflanze  dem  G.  heterophyl- 
lum vie!  n&her,  als  dem  C.  spinosissimum. 


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—    246     — 

Der  bei  8  decira.  lange,  ungetheilte  Stengel  ist  zu 
unterst  weniger,  nach  oben  iminer  mehr,  zaletzt  dicbt  spina- 
webig  und  darchaus  ziemlich  reichlich  beblattert. 

Die  untersten  Blatter  verengern  sich  zu  einem  knrzen, 
klein  dornig-geflugelten  Blattstiele,  die  Obrigen  umfassen  den 
Stengel  mit  ihrer  breit  herzfflrmigen  Basis.  An  der 
lanzettlichen  Blattflache  ist  dieSpitze  lange  vorge- 
zogen,  die  fiederigen  Einschnitte  reichen  nicht 
bis  anf  die  Halfte  der  Blattspreite,  sondern  meist 
nur  bis  y3 ;  die  Fiederlappen  sind  zweispaltig  (der  hintere 
Zipfel  langer),  nach  vorne  gerichtet,  an  den  untersten  Blfittern 
sind  sie  mehr  rautenformig  mit  3-4  nach  Art  des  C.  spino- 
sissimum  auseinanderfahrenden  Lappchen;  diese  sind  mit 
ziemlich  scharfen  Dornen  (bis  4mm  lang)  bewehrt  und  zwar 
an  den  oberen  und  obersten  Blattern  mehr,  als  an  den 
unteren;  der  iibrige  Rand  ist  feiner  bedornt  Die  Oberseite 
ist  sattgrfin,  sp&rlich  behaart,  die  Unterseite  vom  filzigen 
Ueberzuge  weisslich.  Die  obersten  Blatter  erscheinen  als 
Deckbl&tter,  welche  die  dicht  beisaramen  stehenden  KSpfchen 
weit  uberragen,  und  daher  die  innersten  Blattchen,  die  nicht 
E5pfchengr5sse  erreichen,  verdecken;  die  Oberseite  ist  bei 
ihnen  lichter  gefarbt,  als  bei  den  unteren. 

Die  Kflpfohen  (Hulle  24mm  br.,  27™m  hoch)  sind  rund- 
lich  und  in  der  Zahl  von  4-5  vorhanden ;  ihre  Hullschuppen 
zeigen  einen  Anflug  von  Purpur,  verengern  und  verlangern 
sich  etwas.tiber  der  eif5rmigen  Basis,  bis  sie  in  eine  hell- 
gelbe  Spitze  von  1 — 1.5mm  endigen;  in  der  obern  Halfte 
tritt  eine  schwarzpurpurne  Linie  als  leichter  Kiel  hervor; 
der  Rand  ist  fein  bewimpert. 

An  der  blassgelben  Krone  mit  23mm  LS,nge  iibertrifft 
der  Saum  das  Rohr  nur  um  ein  Weniges  (kaum  lmm). 

Innerafers  bei  Brixen  (Kalk)  (Herb,  Huter),  Muhlwald 
in  Pusterthal  (Schiefer  mit  und  ohne  Kalk)  (Herb.  Ausser- 
dorfer),  Virgen  in  Pusterthal  (ibidem). 

NB.  Dass  dieses  Cirsium  nicht  mit  C.  purpureuni  All. 
identificirt  werden    durfe,    ergibt    sich  schon  aus  dem  ersten 


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—    247     — 

Einblick  in  die  t  Beschreibung  und  Abbildung  Allioni's.  Be- 
zuglich  ersterer  verweise  ich  auf  folgende  Worte:  „proxima 
est  haec  Cirsii  species  Cirsio  spinosissimo  habitu  suo;  .  . 
flores  sunt  purpurei  .  .  inter  folia  fere  abconditi."  — 

N&her  steht  die  Pflanze  schon  bedeutend  dem  C.  Cer- 
vini  Koch  Syn.  I,  399  (nicht  Thomas,  der  nach  Naegelfs 
Versicherung  (in  C.  d.  Schw.  S.  86)  3 — 4  verschiedene 
Pflanzen  als  C.  Cervini  (Name  eines  Berges)  versandt  haben 
soil)  Aber  da  Koch  1.  c.  ganz  unbedingt  die  Blfithen  seines 
Cirsiums  purpurn  nennt,  wage  ich  es  nicht,  diesen  Namen 
fiir  gegenwartige  Pflanze  in  Anwendung  zu  bringen.  Es  ist 
allerdings  wahr,  dass  die  Farbe  bei  diesen  Mittelbildungen 
nicht  so  konstant  ist,  wie  uns  ein  solcher  Wechsel  z.  B. 
bei  den  Cirsia  Erisithales  X  heterophyllum,  Erisithales  X 
Pannonicuin  u.  A.  begegnet;  aber  so  leichterdings,  glaube 
ich,  darf  man  doch  nicht  Formen  mit  einander  vereinigen, 
von  denen  die  einen  konstant  mit  gelblicher  Blfithe,  die  an- 
deren  mit  purpurner  auftreten.  Gerade  Cirsium  heterophyllum 
und  C.  spinosissimum  zeigen  in  ihren  Mittelformen  eine  solche 
Mannigfaltigkeit,  dass  ihre  Beschreibung  und  die  Feststellung 
gewisser  Typen  unter  denselben  in  erhfthtem  Masse  erschwert 
wird.  —  Meine  frfiheren  Bemerfcungen  fiber  die  Zahl  der 
zwischen  zwei  Arten  mftglichen  Hybriden,  oder  was  dasselbe 
ist,  fiber  die  Umfangsgrenzen  der  einzelnen  Typen  finden  hier 
ihre  Anwendung. 

21.  X  C.  Autareticnm  (Card.  aut.  Villars  1789). 

(C.  heterophyllum  X  spinosissimum)  (v.  s.) 

Cautis  simpleoo,  araneosus,  folio&us.  Folia  alatope- 
tiolata  vel  semiampleancaulia,  lanceolate,  dorso  albicantia, 
rinuat&jrintwtijida,  pinnia  bifidis,  antrorsum  versis.  Car- 
pitula  3,  4  vel  plura,  mediocria,  congesta,  ultimis  foUolis 
(capitula  exteriora  superantibus)  fulta.  Squamae  Icm- 
ceolatae,  spina  fiavida  longiore  terminatae.  Corollae 
ochroleutae  limbus  tubo  notabiliter  longior. 


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—    248    — 

Durch  die  Tracht  erionert  C.  Autareticum  stark  an  das 
C.  spinosissimum. 

Der  3—5  decim.  hohe  Stengel  ist  ira  Verhaltniss  zu 
dicser  seiner  H5he  dick,  ziemlich  stark  spinnwebig-filzig, 
starker  nach  oben  zu  und  mit  Aasnahme  des  obersten  Theiies 
reichlich  beblattert. 

Die  untersten  Blatter  verscbmalern  sich  zu  einem  kurzen, 
dornig-gefliigelten  Blattstiele,  die  iibrigen  dagegen  sitzen  mit 
halbumfassender  Basis,  die  Oehrchen  laufen 
wohl  auch  anbedeutend  herab;  sonst  sind  die  Blatter 
lanzettlich,  oberseits  griin,  zerstreut  mit  etwas  l&ogeren 
Haaren  besetzt,  unterseits  weisslich-filzig ;  die  Fieder- 
theilang  reicht  bis  zur  Mitte  der  Spreite,  die 
Fiederlappen  sind  zweitheilig  (der  hintere  Zipfel  langer), 
vorne  noch  mit  einem  kleinen  Lappchen  versehen  (wahrend 
der  hintere  Rand  glatt  ist)  und  nach  vorne  gewendet,  stehen 
einander  ziemlich  nabe.  Der  Endzipfel  ist  etwas,  aber  nicht 
stark  verl&ngert.  Zipfel  der  Lappen  sind  mit  langeren 
(bis  4mnl),  der  Gbrige  Umfang  mit  kurzeren  Dornen  besetzt 
Weiter  nach  oben  werden  die  Blatter  zusehonds  schm&ler 
(die  feinen  Dornen  dagegen  etwas  langer,  bis  zu  6mm),  so 
dass  die  letzten,  die  Deckblatter,  in  eine  lange  Jineale 
Spitze   auslaufen,    welche   die  aussersten  Kdpfchen  iiberragt. 

Die  KOpfchen,  nicht  sehr  zablrcich,  stehen  dicht  ge- 
drangt,  sind  nicht  oder  kauin  gestielt,  von  mittelmassiger 
GrSsse  (Hulle  23 — 26mm  breit  und  hoch) ;  ihre  Iltillschuppen 
sind  schlank  lanzettlich,  mit  eiuer  schwachen  Spur  von 
Purpur  in  der  oberen  Halfte  und  ebendort  von  einer  schwachen, 
dunklen  Mittellinie  durchzogen,  grosstentheils  kahl,  nur  gegen 
den  Rand  hin  etwas  flaumig;  am  Rande  gewimpert  und 
laufen  in  eine  2—  3mm  lange,  gelbliche'Dornspitze 
aus,  mit  der  sie  etwas  abstehen. 

Die  blassgelben  Blfithen  werden  22 — 24mm  lang,  der 
Saum  ubertriflFt  das  Rohr  urn  4 — 5mm. 

NB.  Der  alteste  Autor  des  Namens  ^Autareticus*  ist 
M.   Villar8   in    seiner    Histoire    des    plantes    de    Dauphin^ 


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—    249    — 

Tom.  III.  12.  vom  Jahre  1789.  Es  war  mir  wohl  vergOnnt 
von  seiner  Diagnose  Einsicht  zu  nehmen,  nicht  aber  von  der 
derselben  beigegebenen  Abbildang,  was  doch  bei  der  kurzen 
Fassung  der  ersteren  in  hohem  Grade  wfinschenswerth  ge- 
wesen  ware.  So  schliesse  ich  raich  denn  bezfiglich  der  de- 
taillirteren  Auffassnng  der  Villars'schen  Diagnose  den  aus- 
gezeichneten  Botanikern  Grenier  et  Godron  an,  welche  in  ihrer 
Flore  de  France  den  Nanien  Card,  autareticus  Villars  ihrem 
X  C.  spinosissiino-heterophyllum  als  synonym  beisetzen.  — 
Reicheobach  fasst  die  Cirsia  heterophyllam  X  spinosissimum 
als  C.  purpureum  All.  zusamnien  und  unterscheidet  dabei  als 
RAbartena  C.  antareticnm  Mutel  und  C.  Cervini  Koch.  — 
Warnm  ich  den  Naraen  C.  purpureum  AIL,  sowie  C.  Cer- 
vini Koch  nicht  adoptire,  daruber  babe  ich  raich  schon  ge- 
iussert  (bei  X  C.  heterophylloides) ;  was  die  Unterscheidnng 
in  die  beiden  genannten  „Abartentf  betrifft,  scheint  mir  eine 
solche  bei  mnthmasslichen  Bastarten  nicht  zweckm&ssig,  ja 
anch  nicht  zulassig,  da  der  Grand  der  Verschiedenheit  bei 
solchen  Mittelbildnngen  nicht  in  ftusseren  Einflflssen  und  auch 
nicht  in  der  der  Pflanze  eigenen  Variability  zu  suchen  ist, 
wenigstens  nicht  nothwendiger  Weise,  sondern  auch  in  dem 
verschiedenartigen  Zusammenwirken  der  beiden  erzeugenden 
Formen  liegen  kann.  Die  Zul&ssigkeit  einer  solchen  Er- 
klirung  mftssen  wir  vor  der  Hand  immerhin  noch  anerkennen; 
denn  Naegeli  fBhrt  fur  seine  gegenth^ilige  Behauptung  keine 
zwingenden  Beweise  an  (vgl.  Sitzungsberichte  der  kfln.  bair. 
Akad.  d.  Wiss.  1866 II.),  und  andererseits  gibt  er  selbst  als  thefl- 
weisen  Grand  der  verschiedenen  Mittelformen  die  goneoklinische 
Bastartirung  zu.  —  Der  Ausdruck  „Abarteua  k6nnte  nur 
dann  gerechtfertigt  werden,  wenn  die  „Variabilit&t"  der 
Bastarte  bereits  fiber  jeden  Zweifel  erhoben  -w&re. 

NB.  2.  Der  Name  „4utareticusa  sieht  einem  griechi- 
schen  "Worte  t&uschend  ahnlich;  er  staramt  jedoch  (cfr. 
De  Cand.  Prodrom.  VI,  p.  649  n.  88  sub.  C.  erncagin.)  von 
dem  Fundorte,  Autaret  oder  L'Autaret,  wesshalb  er  auch 


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—    250    — 

gross  geschrieben  werden   muss,    ebenso   wie  C.  Cervini.  — 

Darch   Dn 

arcticum". 


Darch   Druckfehler    entstand    auch   die  Modifikation    „ant 


22  X  C.  spinosisslmoides  Ausserdorfer  in  litt.  ad 
Kerner  1868,  ad  Hausmann  1869. 
(C.  heterophyllum  X  spinosissimum)  (v.  s.) 

C.  recedens  ad  spinosissimum  NaBg.  in  Koch  Syn.  III.  756.  (?) 

Caidis  simplex,  villoso-arachnoideus,  foliosus.  Folia 
alatopetiolata  vel  sessilia,  late  ampletvicaulia,  oblonaay 
subsinuatopinnafijida,  pinnis  bi-lrifulis,  paidum  antrorsum 
verris,  utrinque  fere  glabra.  Capitula  4-6-8  dense  con- 
gesta,  bracteata,  bracteis  parum  decoloratis,  capitula  $u- 
perantibus.  Squamae  elongato-ovatae,  parte  superiori  pur- 
purascentes,  in  acumen  spinomm  flavidum  attenuatae. 
Corollae  ochroUucae  limbus  tubo  multo  longior.     Jid.-Aug. 

Der  Name  ist  fur  die  Pflanze  glucklich  gewahlt,  denn 
der  allgemeine  Eindruck  derselbeu  ist  der  eines  Cirs.  spino- 
sissimum. 

Die  H5he  der  Pflanze  wechselt  von  2 — 9  decim.  Der 
dicke  Stengel  ist  durchaus  reich  beblattert,  zu  unterst  kahl, 
dann  spinnwebig-flockig  mit  einzelnen  untermischten  Zotten- 
haaren. 

Die  untersten  Blatter  verengern  sich  in  einen  kurzen, 
dornig-gefltigelten  Blattstiel;  die  oberen  sitzen  am  Stengel 
and  umfassen  ihn  mit  ihrer  breit  herzffirinigen  Basis.  Der 
untere  Theil  des  Blattes  ist  etwas  breit,  das  ganze  Blatt  im 
Umrisse  Janglich-lanzettlich.  Die  Fiedertheilung  der  Spreite 
umfasst  beilfiufig  drei  Viertel,  die  Fiedern  sind  eifdrmig  bis 
langlich,  2 — 3spaltig,  die  Zipfel  eilanzettlich  oder  lanzettlich 
(der  hintere,  oder  bei  dreien  der  mittlere  ist  langer,  als  die 
ubrigen),  fahren  nicht  so  auseinauder,  wie  bei  C.  spinosissi- 
mum (nur  an  den  untern  Blattern  etwas),  sond  rn  siud 
leicht  nach  vorne  gewendet   und  an  der  vordern  Basis  mit 


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-    251     - 

eioem  kleinen  LSppchen  versehen.  Die  Fiedem  stehen  ein- 
ander  so  nahe,  dass  sie  sich  im  getrockueten  Zustande  oft 
etwas  decken,  doch  nicht  so  stark,  wie  bei  C.  spinosissimum; 
gew5hnlich  ist  die  Einbuchtung  auffallend  breiter.  Die  Un- 
terseite  der  Blatter  ist  meist  fast  kahl,  nur  selten  entdeickt 
man  bei  genauem  Zusehen  mit  der  Loupe  eine  ganz  leise 
Spur  von  Spinnenhaaren,  die  Mittelrippe  ist  etwas  langer 
behaart;  dieOberseitn  tiagt  wenige,  zerstreut  stebende  Flauin- 
haare,  die  bei  den  Deckbl&ttern  reichlicher  werden.  Die 
Spitze  der  Blatter  ist  bei  den  unteren  wenig,  bei  den  oberen 
burner  raehr,  langer  und  schmaler,  bei  den  obersten  ziemlicb 
lange,  fast  lineal  ausg^zogen.  Zipfel  und  Lappchen  der 
Blatter  und  die  Zahne  ihrer  Oebrchen  sind  mit  starken, 
gelben  Dornen  von  3— 4mm  Lange  bewehrt,  der  iibrige 
Rand  ist  kurzer  dornig-gewimpert. 

Die  etwas  zahlreichen  Kopfchen  steben  dicht  beisammen, 
uberragt  von  ihren  an  der  Basis  meist  ein  wenig  ver- 
bleichten,  selten  ganz  grdnen  Deckblattern. 

Die  Hfillscbuppen  sind  iiber  der  eifftrmigen  Basis  ver- 
langert,  im  oberen  Theile  von  einer  schwachen,  danklen 
Mittellinie  durchzogen  und  verschmalern  sich  zu  einer 
1.5 — 2ml*  langen,  gelblichen  Dornspitze;  am  Uebergange  in 
dieselbe  sind  sie  ein  wenig  verbreitert,  trockenhautig,  ge- 
z&hnelt.  Der  Rand  ist  fein  gewimpert,  der  Rftcken  kahl, 
hochstens  in  der  untern  Halfte  gegen  den  Rand  hin  schwach 
flaumig;  die  innersten,  lineal  verlangerten,  lassen  deutlich 
eine  leichte  Purpurfarbung  erkennen. 

Die  blassgelbe  Krone  misst  nur  15mm,  der  Saum  ist 
urn  2.5 — 3mm  langer,  als  das  Rohr.  Die  Griffel  sind  oft, 
sehr  selten  auch  die  Blilthen  rothlich. 

Pnsterthal:  Marbe  in  M&hlwald  inter  parentes  (bei 
1800"*);  Berger-Alpe  in  Virgen  1800m— 2200*  stellen- 
weise  in  betr&chtlicher  Menge,  immer  unter  den  muthmass- 
licben  Stammarten  (von  beiden  Orten  Herb.  Ausserdorfer) ; 
Alpen  in  Antholz,  ebenfalls  mit  den  Stammelteru  (Herb. 
Huter). 


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—    252    - 

NB.  Pdr  die  Betheiligung  von  G.  heterophyllum  an 
onserer  Pflanze  sprechen  die  Spionenhaare  am  Stengel,  die 
beschriebene  Modifikation  der  Blatter,  breite  Basis  der  Hiill- 
schappen,  ihr  trockenh&atig  gez&hnelter  Uebergaog  in  die 
Dornspitze,  die  pnrpnrne  Fftrbung  derselben,  die  Spuren 
rother  Farbe  an  den  Bliithen. 

NB.  2.  Naegeli's  Cirsiam  recedens  ad  C.  spinosissimam 
stebt  dieser  Pflanze  jedenfalls  sehr  nahe;  ob  es  aber  mit 
demselben  identisch  sei,  ist  die  Diagnose  des  ersteren  za 
kurz  gebalten,  am  das  entscheiden  za  konuen;  „foliis  snbtas 
subarachnoideis"  kaun  von  unsereua  Cirsium  kaum  gesagt 
werden. 

23.  X  C.  afflne  Tausch  (in  exsicc.  et  Celakovsky  Prodr. 

d.  Fl.  v.  Bflhnien.) 

(C.  heterophyllam  X  oleraceum)  (v.  v.  et  s.) 

C.    oleraceo-heterophylluin    nnd    C.    heterophyllo-oleraeeom 

Naeg.  in  Koch  Syn.  III.  758. 

Caulis  subsimpletV,  aracTmoideus,  totus  foliatus.  Folia 
sessiUa,  ampleocicauMa,  oblonga,  dorso  atbido-tom&ntosa, 
Integra,  intermedia  pinnatifida.  Capitula  pauea,  vubglo- 
merata  vel  longius  pedtmculata,  ampla,  bracteata,  bracteis 
turn  decoloratis,  parum  vel  sat  multo  capitula  excedenti- 
bus.  Squamae  oblongo-lanceolatae,  leviter  ccvrinatae,  sub- 
viscidae.  CoroUae  ochroleucae  Umbus  tubo  longior. 
Jul -Aug. 

Die  ansehnliche  Pflanze  besitzt  einen  mitunter  rtthlichen 
Stengel  von  6 — 10  decim;  er  ist  spinnwebig,  za  oberst 
ziemlicb  filzig,  seiner  ganzen  L&nge  nach  beblattert,  tibrigens 
einfach  oder  in  2 — 3  kleinere  Aeste  getheilt. 

An  ihm  sitzen  mit  breiter  Basis  omfassend  die  l&ng- 
lichen  oder  (weiter  nach  oben)  eiffirmigen  Bl&tter  mit  satfc- 
grfiner  Ober-  and  weisslich-filziger  Unterseite,  ungetheilt, 
zart  dornig  gez&hnt  oder  gezShaelt,  oder  die  mittleren  spitz- 


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fiederspaltig,  jederseits  2 — 5  Fiedern,  lauzettlich  oder  l&ng- 
lich,  nach  vorne  gewendet.  Die  obersten  2 — 3  Blatter  fun- 
giren  als  Deckblatter,  sind  jedoch  ebenfalls  griin,  wie  die 
fibrigen,  in  ihrer  Grosse  vielfach  wechselnd,  bald  kaum  langer, 
ab  die  K5pfchen,  bald  diese  weit  uberragend. 

Die  KSpfcheu  sind  nur  in  geringer  Anzahl  vorhanden, 
etwas  gehauft  oder  auch  l&nger  gestielt,  ziemlich  gross  (Httlle 
25 — 27mm  br.  and  hoeh),  bauchig,  rundlich  oder  mehr 
zyhndrisch.  Ihre  Schnppen  sind  laoglich,  ofters  auch  lanzett- 
lich,  rGckwarts  mit  feinem  Flaum  bedeckt,  gewimpert,  mit- 
unter  am  Rande  spinnwebig,  ganz  leicht  gekielt,  ebendort 
wenig  oder  kaum  klebrig,  endigen  in  ein  gelbliches  Ddrnohen 
von  0.7— 1. 2™";  manchmal  zeigt  sich  ein  leichter  Purpur- 
Anflug;  die  innern,  h&utig  bespitzten  sind  vor  dieser  Spitze 
mitunter  verbreitert;  alle  stehen  mit  dem  obern  Theile  ab 
oder  sind  etwas  zurflckgebogen. 

Die  Blnmenkrone  misst  25 — 28mm,  der  Saum  13 — 15, 
ist  somit  entschieden  l&nger,  als  das  Rohr.  Die  Farbe  der 
BHHhen  ist  getrocknet  gelblich,  an  dem  lebend  beobachteten 
Exemplar  war  sie  milchweiss. 

Obernberg  bei  Steinach  im  Wippthale,  Trins  ebendort, 
Sellrain  bei  Innsbruck  (von  alien  3  Standorten  Herb. 
Kerner). 

NB.  Allgemein  gilt  G.  aflfine  Tausch  als  Bastart  von 
C.  heterophyllum  und  C.  oleraceum.  Eine  kurze  Vergleichung 
desselben  mit  den  angeblicben  Stammeltern  genngt,  nm  die 
Vermuthung  mit  aller  Wahrscheinlichkeit  anszustatten. 

NB.  2.  Allerdings  lftsst  sich  ein  Schwanken  in  den 
Merkroalen  der  Pflanze  erkennen,  wodurch  sie  theils  der 
einen,  theils  der  andern  muthmasslicheu  Stammart  n&her 
rQckt;  aber  habituell  bleibt  sie  sich  doch  ziemlich  gleicb, 
wessWegen  ich  mich  dafur  entschied,  die  von  Dr.  Naegeli 
I.  c.  getrennten  Formen  zu  vereioigen.  Nsegeli  selbst  fQgt 
t  c.  bei  3C.  hetetfophyllo-oleraceum  et  C.  oleraceo-heterophyl- 
lum  non  multum  inter  se  diversa  sunt* 


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—    254    — 

24  X  C.  Tappeineri  Rchb.  fll.  (Icon.  XV.  80) 

(0.  Erisithales  X  heterophyllum)  (v.  s.) 

C.  Eri8ithali- heterophyllum  Naeg.  in  Koch  Syn.  III.  755. 

Caulis  mbsimplex,  arachnoideopilosus,  foliosus.  Folia 
afflvplexicaidia,  pblonga,  sinuatopinnatijida ,  pinnis  ovatis 
umnerviisy  dorso  albido-tomentosa.  Capitulum  urticum 
pel  plura,  mbcongesta,  ventriosa,  ebracteata,  suberecta. 
Squamae  elongato-ovatae,  viscosae,  recurvulae.  CoroUae 
plerumque  purpureae  Umbus,  quam  tubus  longior. 
JuL-Aug. 

Der  ziemlich  beblatterte  Stengel  ist  tbeils  rait  Spinnen- 
haaren,  theils  mit  einfachen  Eaaren  bekleidet,  gegen  das 
Ende  bin,  wo  er  sich  Afters  in  mehrere  kleine,  fast  blattlose 
Aeste  theilt,  filzig  rait  beigemischten  braunlichen  Flaura- 
haaren. 

Seine  Blatter  isind  am  Grunde  breit  herzformig,  um- 
fassend,  langlich  oder  die  obern  lanzettlich,  buchtig-fieder- 
spaltig  (bis  zur  Mitte,  ofters  auch  weiter),  die  Fiedern 
eiformig  bis  lanzettlich,  einnervig  (die  der  untersten  Blatter 
wohl  auch  ab  und  zu  mehr-weniger  dreinervig);  der  ganze 
Umfang  ist  fein  dornig  gewimpert.  Die  sattgrune  Oberflache 
ist  leicht  flaumig  oder  beinahe  kahl,  wahrend  die  untere 
Seite  ein  dichter,  weisslicher  Filz  uberzieht.  Gegen  die 
Spitze  des  Stengels  hin  gestalten  sich  die  BlStter  mehr 
schuppenartig. 

KSpfchen  findpn  sich  in  der*  Anzahl  von  1 — 2,  oder 
auch  mehrere;  sie  stehen  gehauft  oder,  wenn  sich  der 
Stengel  in  mehrere  Aeste  theilt,  an  der  Spitze  dieser;  ihre 
GrSsse  ist  bedeutend  (Ilulle  35mm  br.,  25mm  hoch);  sie 
sind  deckblattlos,  aufrecht  oder  nickeri  ein  wenig.  Die  Hiill- 
schuppen  erscheinen  aus  eiformigem  Grunde  lanzettlich  ver- 
langert,  am  Kiicken  flaumig,  iiberdiess  mit  breitem,  glanzend 
klebrigem  Kiele  versehen,  am  Rande  fein  gewimpert,  etwas 
stumpflich,    tragen    am    Eude    ein    kleines    D5rnchen    (von 


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—    255    — 

0.4 — (U)mln),  mit  der  Spitze  sind  sie  etwas  zuruckge- 
krummt 

Die  Bluraenkrone  wird  22 — 27mm  lang,  der  Samn  er- 
reicht  11.5 — 15m™.  Die  Bliithenfarbe  ist  purpura,  eeltener 
zitronengelb  mit  leicht  purpurner  Spitze. 

Laaserthal  in  Vintschgau ;  am  Kitten  bei  Pemmern  eme 
Meoge  Bastarte  von  C.  Erisithales  nnd  heterophyllum,  die 
sich  bald  der  einen,  bald  der  andern  Art  mehr  n&hern;  bei 
Moos  in  Passeir  (Hausmann  in  PI.  v.  Tirol  S.  483);  Zirler 
M&hder  bei  Innsbruck  (Herb.  Kerner);  Gsies  in  Pasterthai 
(Herb.  Huter). 

NB.     Zur  Rechtfertigung  des  Namens  Folgendes: 

Naegeli  fiihrt  als  Synonyma  zu  Girs.  ex  heterophyllo  et 
Erisithali  (1.  c.)  auf :  Cnic.  pauciflorus  Waldst.  et  Kit  pi.  r. 
h.  t.  161;  Cnic.  arobignus  Schleich.  cat.  1807.  Cirs.  am- 
bignura  Koch  Syn.  J.  p.  396. 

Hierzu  ist  zu  bemerken :  Cnic.  paucifl.  W.  et  K.  (Cirs. 
paucifl.  Sprengl)  ist  eine  sehr  gut  charakterisirte  Art,  die 
mit  einem  Cirs.  Erisith.  X  heteroph.  nichts  zu  schaffen  hat; 
das  beweist  ein  einziger  Blick  auf  die  pr&chtige  Abbildung 
in  plant,  rar.  Hung,  zur  Genuge.  —  Der  Name  Cn.  am- 
biguus  Schleich.  1807  muss  dem  aiteren  Cirs.  ambiguum 
Allioni  (Auct.  ad  fl.  Pedem.  p.  10,  ann.  1789)  weichen 
(Naegeli  fiihrt  letzteren  Namen  nicht  auf).  Cirs.  ambiguum 
All.  ist  aber,  wie  Allioni  ausdriicklich  sagt  und  wie  man 
auch  ans  der  von  ihm  gegebenen  Beschreibung  *)  entnebmen 

*)  Anmerknng.  Es  mass  zugegoben  werden,  dass  es  manchmal 
eine  schwierige  Aufgabe  sei,  bei  Hybriden  zu  entscheiden,  ob  sich  C. 
rirnlare  oder  0.  Erisithalos  bethoiliget  babe,  da  sich  die  beiderlei 
Formen  mitunter  sehr  n&hern,  so  entferht  und  deutlich  geschieden  sie 
andere  Male  scheinen  m5gen.  Jodoch  Ausdriicke  in  der  Allionischen 
Beschreibung.  wie  „fulia  prima  non  pinnatifida,  sed  integra  dentata  .  . 
Omnia  (folia)  sunt  supra  glabra  .  .  .  caulis  ruber,  erectus  .  .  .  flores 
msiles  2  ad  4  congesti,  purpurei  .  .  .  summus  caulis  evidenter  sub- 
to  men  tosus"  passen  doch  besser  auf  ein  Cirs.  hctcrophyll.  X  rivulare.  — ; 
Auch  Aug.  Gremli  (Excursions,  fl.  der  Schweiz)  nimmt  C  ambiguum 
All.  fur  C.  heterophyllum   ^  rivuJare. 


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-    266    — 

kann,  eine  Mittelform  von  Cirs.  rivulare  und  C.  heterophyllum 
(„helenioides"  AIL). 

Es  bleiben  somit  yon  binaren  Namen  fur  die  Cirsia 
Erisithales  X  heterophyllous  nor  noch  die  von  Reichenbach 
in  Icones  (als  Varietaten-Namen?)  angewandten  „C.  Tap- 
peineri  nnd  C.  Hausmanoi." 

NB.  2.  Nach  letztgenanntein  Autor  sullen  C.  Tapp.  and 
C.  Hansm.  zwei  verschiedene  Formen  von  Cirs.  Erisithali- 
heterophylloin  Nseg.  sein,  dein  er  ein  G.  heterophyllo-Erisi- 
thales  Rbach.  fil.  entgegeustellt,  das  mitdem  „Cirs.  aaibiguam 
Schleicher  MSS.  auf  Etiketten,  nicht  Allioni*  identisch 
sein  solL 

Koch  dagegen  setzt  seinem  Cirs.  ambiguuni  (Syn.  I.  396) 
auch  Allioni  als  Autor  bei,  entfernt  sich  auch  von  Allioni's 
Diaguose  in  keinem  wesentlichen  Punkte  und  beroft  sich 
ebenfalls,  wie  Reichenbach,  auf  Schleicher,  ja  sogar  mit  dem 
nftmlichen  Beisatze  „der  den  Standort  nicht  an  gab.*  Reichen- 
bach kon8tatirt  somit  einen  Gegensatz  zwischen  Cirs.  ambig. 
Schleicher  nnd  Cirs.  ambig.  Allioni,  wahrend  Koch  fur  sein 
Cirs.  ambiguum  Allioni  Schleicher  als  Gewahrsmann  aufffthrt. 
Das  fuhrt  anf  die  Vermuthung,  dass  Schleicher  zwei  ver- 
schiedene  Pflanzen  als  C.  ambiguum  versandte,  von  denen 
die  eine  der  Kombination  C.  Erisith.  X  heteroph.,  die  an* 
dere  der  C.  heteroph.  X  rivul.  entsprach.  -  Auch  zwei 
Schleicher'sche  Exemplare  von  C.  ambiguum  ira  Herbar  der 
Universitat  Innsbruck  legen  diesen  Verdacht  einigermassen 
nahe  (das  eine  davon  ist  ziemlich  mangelhaft). 

25.  X  C.  Hansmannl  N&chb.  fil.  (Icon  XV.  80)  (v.  s.) 
(C.  Erisithales  X  heterophyllum). 
Caulis  scabro-pubescens,  auperne  subaphyllus.  Folia 
semper  prof  wade  sinuatopinnatifida,  pinnis  lanceolate*, 
plus  ntimisve  trinerviis,  dorso  wraclmoideo-glaucescentia. 
Capitula  pduca)  globosa.  Squamae  lcmceolataei  leviter 
carinataey  visddae^  apiee  reflexae.  CoroUae  fuscopurpureae 
vd  Jlavidae  Umbus  tubo  hngior. 


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Die  6 — 9  decira.  hohe  Pflanze  besitzt  einen  in  seinem 
obern  Drittel  fast  blattlosen  Stengel,  der  nach  Art  des 
Cirs.  Erisithales  rauh-haarig-flaumig  ist  bis  auf  den  obern 
Theil,  wo  er  nebenbei  von  wenigen  Spinnenhaaren  fiber- 
zogen  ist;  unter  dqg  Kopfchen  bemerkt  man  die  dem  C. 
Erisith.  eigene  braun-flaumige,  oft  auch  etwas  klebrige  Be- 
kleidung  ziemlicb  deutlich. 

Die  lanzettlichen  Blatter  sind  durchgehends  tief  bucbtig- 
fiederspaltig,  die  Fiedern  langlich  oder  lanzettlich,  fast  hori- 
zontal, meist  dreinervig,  klein  gezahnt  oder  am  bintern 
Rande  mit  einem  oder  dem  andern  langen  zahnartigen  Zipfel 
versehen;  seltencr  sind  die.  Fiedern  etwas  nach  vorne  ge- 
wendet,  kanm  dreinervig,  sondern  mehr  in  zwei  Zipfel  ge- 
spalten,  von  denen  der  hintere  kiirzer  ist.  Die  Unterseite 
der  Blatter  ist  immer  von  leichtem  Spinnenuberzuge  blaulich- 
grtin,  die  Oberseite  dagegen  sattgrun  und  von  zerstreuten 
Flaumhaaren  raub. 

K5pfcben  sind  wenige  vorhanden,  am  Ende  des  ein- 
fachen  Stengels  oder  der  2-3  knrzen  Aeste,  in  die  sich  der 
Stengel  mitunter  theilt,  breit,  randlich  (Hulle  bei  23n,m  br. 
bei  20mm  boch),  aufrecht  oder  ein  wenig  nickend ;  ihre  Hull- 
schuppen  sind  lanzettlich,  zicmlich  zagespitzt,  endigen  in  ein 
Dornchen  von  0.7mm,  welches,  wahrend  der  obere  Theil  der 
Schuppe  etwas  zuriickgekriimmt  ist,  mitunter  eine  kleine 
Beugnng  nach  vorne  beobachten  lasst.  Die  Riickseite  der 
Schuppen  ist  flaumig,  von  einem  deutlicben,  bald  starker, 
bald  schwacher  klebrigen  Kiele  darcbzogen,  mehr-weniger 
purpurn,  der  Kiel  dankler. 

An  der  Rlu  men  krone,  deren  Farbe  triibpurpurn  ist  oder 
wobl  auch  gelblich  mit  rotblichen  Spitzen  oder  ohne  diese, 
ftbertrifft  der  Saum  das  Robr  urn  2-3mm,  beide  zusammen 
messen  liber  20mm. 

Bei   Bozen  (Pemmern)    von  Baron  Hausmann  geftinden 
and  hiernacb   von  Reichenbach  abgebildet;    auch  in  Puster- 
thal  bei  Gsiess  (Herb.  Huter)  undVirgen  (Herb.  Ausserdorfer). 
Ueber  den  Namen  vergleiche  C.  Tappeineri  NB.  1. 

Ferdinandeums-Zeitschrift.  17 


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—    258    — 

NB.  Wenn  schon  in  einigen  Merkmalen  sich  einiges 
Schwanken  offenbart  und  die  Grenze  zwischen  G.  Hausmanni 
und  C.  Tappeineri  soinit  raancbmal  unsicher  scheint,  ist  doch 
bei  ersterem  imraer  das  Distinktivum  der  tiefen  Fieder- 
theilung  und  des  leichten  Spinnenfiberdtiges  an  der  Unterseite 
der  Blatter,  sowie  iiberhaupt  der  bedeutenden  habitaellen 
Ann&herung  in  denselben  an  das  Cirs.  Erisithales  vorhanden 
und  empfiehlt  es  sich  demnach  diese  beiden  Formen  aus- 
einander  zu  halten. 

26.  X  C.  Pustariacum  Ausserdorfer  in  litt.  ad  me  1874. 
(C.  Erisithales  X  heterophyllora  X  spinosissimum)  (v.  s.) 

Caulu  simplex,  arachnoideus  parce  foliatus.  Folia  late 
ampleoDicaulia,  dorso  aracJmoidea,  obtonga,pinnaUJida,pinm8 
oblongis  vel  ovatis,  minute  dentatis,  mitius  spinosis,  apice 
paulum  protacto.  Capitula  pauca,  mediocria,  subbractecUa. 
Squamae  acuminato-ovatae,  purpurascentes,  viscidae,  in 
spinulam  tenuem  etjlamdam  desinentes,  aliqucmtum  reflecoae. 
CoroUae  citrinae  limbus  tubo  distincte  longior.     Aug. 

Die  ziemlich  boch  gewacbsene  (mir  nur  theilweise  vor- 
liegende)  Pflanze  besitzt  einen  von  unten  nach  oben  zu- 
nehmend  spinnwebigen  Stengel,  der  aber  seibst  unter  den 
KSpfcben  nicht  ganz  filzig  wird.  Die  Beblatterung  nimmt 
von  unten  nach  oben  ab,  die  letzten  Blattchen  stehen  jedoch 
noch  an  der  Abzweigungsstelle  der  kurzen  Blfithenstiele. 

Die  Blatter  sind  stengelumfassend  und  zwar  die  unteren 
mit  Oehrchen,  die  oberen  mit  breiter  Basis;  im  Umrisse 
sind  sie  langlicb,  die  untern  tief,  fast  bis  zur  Rippe,  die 
oberen  bis  zur  Halfte  fiedertheilig;  die  Fiedern  bei  den  un- 
teren langlich,  bei  den  oberen  eifSrmig,  nur  mit  kleinen 
Zahnen  versehen.  Die  Oberseite  ist  sattgriln,  die  Unterseite 
spinnwebig  und  zwar,  im  Einklange  mit  der  Bekleidung  des 
Stengels,  wenig  an  den  unteren,  ziemlich  stark  an  den 
oberen  Blattem.  Die  Nerven  stehen  auf  der  Unterseite  stark 
hervor.     Die  Spitze  des  Blattes  ist   ziemlich  vorgezogen. 


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Kopfchen  sind  bei  3,  ziemlich  gross,  rundliuh  (Hiille 
etwa  15mm  br.  und  hoch),  stehen  aufrecht,  haben  keine 
eigenen  Deckblatter.  Die  Hftllschuppen  sind  aus  breit 
eiftrmiger  Basis  etwas  verlangert,  stark  purpura  uberlaufen, 
flaumig,  feingewimpert,  in  der  oberen  Halfte  deutlich  klebrig 
gekielt,  endigen  in  ein  zartes,  gelbes  Dornchen  von  0.6-1.2mm, 
die  Spitze  erscheint  (wenigstens  getrocknet)  umgeschlagen. 

Die  Blumenkrone  misst  bei  20mm,  der  Saura  bei  11.5, 
die  Farbe  ist  zitronengelb,  die  Antheren  eiues  K6pfchens  er- 
scheinen  blass-rSthlich. 

Pusterthal  bei  Virgen,  1800m;  auf  kalkhaltigein  Schitfer, 
sehr  selten.  Entdeckt  von  Ausserdorfer.  (Herbb.  Ausser- 
dorfer,  Kern^r.) 

NB.  Die  Arten  die  ich  in  Parenthese  als  bei  diesem 
Cirsram  betheiligt  bezeichnete,  offenbaren   sich   in  folgender 


C.  spinosissimum  zeigt  sich  besouders  in  der  Nervatur 
der  Better;  das  stark e  Hervortreten  der  Nerven  an  der 
Uoterseite,  die  Starke  und  Anzabl  der  Nerven  (eioer  ,  ist 
•ttrker»alsalleubrigen,  er  verlauft  meist  nicht  gerade  und  nicbt 
in  einer  Linie;  vorne  tritt  in  den  Fieder  noch  ein  zweiter 
schwficherer  ein,  der  dritte,  der  die  hintere  Halfle  durch- 
zieht,  zweigt  sich  vom  ersten  ab),  dann  die  eigenthiimliche 
Felderung,  die  durch  das  Zusammenfliessen  der  sekund&ren 
und  terti&ren  Nerven  entsteht,  deuten  mit  Sicherheit  auf  C. 
spinos.;  vielleicht  koramt  auf  seine  Rechnung  auch  die  ziem- 
lich weithinaufreichende  Bebl&tterung;  das  DOrnchen  an  den 
Hftllschuppen,  so  klein  es  ist,  wiirde  bei  einer  Hybride  von 
G.  Erisithales  X  heteroph.  (ohne  G.  spinosiss.)  nicht  so 
schlank  und  hellgelb  sein. 

C.  heterophyllum  fallt  sogleich  in  das  Auge  durch  die 
Spinnenbekleidung  von  Stengel  und  Blattern,  durch  die  vor- 
gezogene  Blattspitze,  durch  die  purpurne  Farbung  der  Hiill- 
schuppen  und  deren  breite  Basis. 

C.  Erisitbalas  tritt  direkt  zu  Tage  durch  den  klebrigen 
Kiel  der  Httllschuppen,  die  uberdiess  mit  der  Spitze  zunlck- 

17* 


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geschlagen  sind,  wohl  auch  in  der  zitronengelben  Farbung 
der  Blfitbe;  mittelbar  aber  gibt  sich  sein  Einfluss  kund  be- 
sonders  in  der  Konfiguration  der  Blattfiedero ;  vielleicht  rGhrt 
von  ihm  auch  her  die  beziehungweise  etwas  schwache  Be- 
blatterung,  das  Vorhandensein  von  Bluthenstielen  (von  deneo 
der  unterste  6  cent,  misst). 

NB.  StandortsverhaJtnisse  and  Beobachtung  im  lebea- 
den  Zustande  fiihrten  Ausserdorfer  zur  Annahme,  es  sei  diese 
Pflanze  das  Ergebniss  der  Kreuzung  von  C.  Autareticum 
Rchb.  X  flavescens  Koch  (nach  Bestimmung  von  Ausser- 
dorfer.) 

27.  X  C.  Kerneri  Ausserdorfer  in  litt.  ad  me  1874  (v.s.) 
(C.  Erisithales  X  heterophyllum  X  spinosissimum). 

Ca/uli8  simplex,  foUosus,  pilosus.  Folia  amplexi- 
caulia,  oblonga  vel  ovata,  profunde  sinimtopinnatifida, 
piwnis  oblongis  vel  lanceolatis,  angulato-dentads.  Capitula 
paucdj  subcongesta,  mbventiriosa,  ebracteata.  Squamae 
elongato-ovatae,  purpurascentes,  flavide  acuminatae,  sub- 
vi8cidae.     GoroUae  ochroleucae  Umbus  tubo  longior.     Aug. 

Die  H5he  der  Pflanze  mag  5-7  decim.  betragen. 

Der  Stengel  ist  einfach,  durchaus  ziemlich  stark  kurz* 
flamnig,  wird  aber  unter  den  Kftpfchen  ganz  dicht  br&unlich 
flaomig  ohne  irgend  welche  Spinnenbaare.  Die  Beblatterung 
ist  st&rker  und  Wird  erst  gegen  die  Spitze  des  Stengels 
sparlicher;  Deckblatter  fehlen  vollstandig. 

Die  Blatter  sind  im  Umrisse  eifbrmig  bis  l&nglich,  tief, 
ganz  oder  fast  bis  zur  Mittelrippe  buchtig  fiedertheilig,  die 
Fiedern  l&nglich  oder  lanzettlich,  an  den  untersten  geflugelt 
gestielten  Blattern  grob  gez&hnt  mit  stark  von  C.  spinosis- 
simum beeinflasster  Nervatur  (siehe  vorhergehende  Nummer 
NB.  1.),  an  den  oberen  mit  bfeiter  Basis  umfassenden  zarter 
gez&hnt  und  nfthern  sich  in  der  Nervatur  mehr  dem  G. 
Erisithales. 


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Die  Oberseite  ist  sattgrun,  ziemlich  diGht  kurz-behaart ; 
die  Unterseke  ist  an  den  Nerven  der  untersten  Blatter  zottig, 
auch  soDSt  ziemlich  lange  behaart,  bei  den  oberen  stellen  die 
ziemlich  h&ufigen  Haare  einen  schSnen  Uebergang  von  ge- 
w5hnlichen  Haaren  in  Spinnenhaare  dar. 

Die  vier  vorhandenen  Kopfchen  stehen  locker  gehSuft, 
sind  rundlich,  ziemlich  bauchig  (Hulle  bei  17mm  br.  and 
hoch).  Die  stark  purpurn  fiberzogenen  Hullschuppen  ver- 
langern  sich  aus  breit  eiformiger  Basis  ein  wenig  and  endigen 
mit  einer  hellgelben,  platten  Dornspitze  von  beilaufig  lmm 
Lange;  am  Rande  sind  sie  gewimpert,  sonst  raehlig  bestaubt 
(nnter  der  Loupe),  tragen  einen  deutlich  klebrigen  Kiel ;  mit 
der  Spitze  stehen  sie  merklich  ab. 

An  der  blassgelben  Krone,  deren  Spitzen  mitunter  triib- 
parpam  sind,  mit  einer  Lange  von  21mm  ubertrifft  der 
Saum  das  Rohr  am  3mm. 

„Pasterthal,  bei  Virgen  in  einer  HOhe  von  2000m  mitten 
outer  C.  Autareticum,  flavescens,  heterophyllum  and  spinosis- 
simum  auf  kalkreichem  Schtefer,  ein  einziges  bliihendes  Exem- 
plar" (der  Entdecker  Ausserdorfer.)  (Herb.  Ktrner.) 

NB.  Ausserdorfer  glaubt  sich  berechtigt,  die  Pflanze 
for  eine  Hybride  von  G.  flavescens  X  heterophyllum  zu  er- 
klaren.  —  Ich  meinerseits  kann  nor  konstatiren,  dass  bei 
uDserem  Girsium  die  drei  bezeichneten  Arten  konkurriren. 

Die  Nervatur  (besonders  der  unteren  Blotter),  die  Z&hne- 
lung  der  Blattfiedern,  die  gelbe  Dornspitze  der  Hullschuppen 
(die  etwas  1  a  n  g  flaumige  Bekleidung  der  Bliithenstiele)  biir- 
gen  fur  die  Betheilignng  von  C.  spinosissimnm. 

C.  Erisithales  tritt  hervor  in  der  Konfiguration  der 
oberen  Blatter,  in  der  Bekleidung  der  Bliithenstiele,  in  dem 
klebrigen  Eiele  der  Schuppen. 

C.  heterophyllum  aussert  sich  etwas  in  der  Bekleidung 
der  Unterseite  der  oberen  Blatter,  in  dem  r5thlichen  Anfluge 
der  Bluthen,  deutlich  aber  in  der  purpurnen  Farbung  and 
breiten  Basis  der  Schuppen  und  in  den  betrachtlichen  Dimen- 
sionen  der  Kdpfchen. 


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28.  x  C-  flsram  Ansserdorfer  in  litt.  ad  me  1874. 
(G.  Erisithales  X  heterophyllum  X  spinosissimum.) 

Caulis  simplex,  arachnoideo-pUosus ,  remote  foliates. 
Folia  ampleocicauUa,  oblonga>  profunda  sinuatopinnaHfida, 
pinm8  oblongie,  perpulchre  laciniato  -  dmtatis.  Ccvpitula 
pauca,  conge&ta,  bracteata,  bracteis  capitula  superantibus, 
non  decoloratis.  Squamae  ovato-lanceolatae,  leviter  carir- 
natae,  non  viscidae,  longius  et  flavide  spinatae.  Corollas 
citrinae  limbics  tubo  longior.     Jul.- Aug. 

Der  Stengel  der  etwa  9  decim.  hohen  Pflanze  ist  un- 
getheilt,  mehr-weniger  behaart  mit  nntermischten  Spinnen- 
haaren,  unter  den  Kdpfchen  zerrissen  graulich-filzig,  durchaas 
bebl&ttert. 

Die  unteren  Blatter  haben  einen  geflttgelten  Blattstiel 
mit  5hrig  erweiterter  Basis;  die  oberen  sitzen.  Im  Umrisse 
)&nglich,  sind  sie  sonst  tief  buchtig-fiederspaltig,  die  unteren 
fast  bis  zur  Rippe,  die  Fiedern  lftnglich,  sehr  niedlich  aas- 
gezackt-gez&hnt,  am  hintereir  Rande  ragen  1,  2  Z&hne  in 
Gestalt  l&nglich-lanzettlicher  Zipfel  weiter  vor;  diese  and 
auch  die  grdsseren  Z&hne,  die  sich  am  vorderen  Rande  be- 
finden,  sind  selbst  wieder  mit  kleineren  Zahnen  versehen. 
Beide  Blattfl&chen  sind  behaart,  auf  der  bl&ulich-grflnen  Un- 
terseite  treten  ausserdem  leichte  Spinnenhaare  anf,  die  an 
den  untersten  nor  mit  Mfthe,  an  den  obersten  dagegen  deot- 
lich  wahrzunehmen  sind.  Die  obersten  Blatter  sind  an  der 
Basis  verhaitnissmassig  viel  mehr  verbreitert  und  schnfiren 
sich  oberhalb  derselben  nicht  ein;  auch  die  Fiedertheilong 
beginnt  ernstlich  erst  im  zweiten  Drittel  nnd  reicht  nor  bis 
auf  die  Halfte. 

KCpfchen  finden  sich  3 — 5,  die  geh&uft  stehen,  rund- 
lich  und  mittelgross  (Halle  bei  18mm  br.,  gegen  20mni  hoch) 
und  mit  Deckblattern  versehen  sind,  welche  die  K6pfchen 
iiberragen,  nicht  verbleicht  erscheinen  und  sonst  eine  fthnliche  Ge- 


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—    263    - 

stalt  besitzen,  wie  die  nachst  tieferen  Stengelblatter.  Die 
Hiillschoppen  sind  aus  eifftrmiger  Basis  lanzettlich  verl&ngert 
ond  endigen  mit  einer  langeren  (2 — 3mm),  hellgelben  Dorn- 
spitze;  am  Rande  der  Schuppen  stehen  feine  Wimperhaare; 
durch  die  obere  Mitte  des  Ruckens  zieht  sich  eine  schwarz- 
liche  Kiel-Linie,  die  nicbt  gl&nzt  und  nicht  klebrig  ist. 

Die  Blumenkrone  von  zitronengelber  Farbe  misst  14 — 
15mm,  der  Saum  um  2mm  mehr,  als  das  Rohr. 

„Pusterthal:  Virgen  auf  der  Bergeralpe  bei  1800m  auf 
kalkreichem  Schiefer,  doch  bisber  sehr  selten,  mitten  enter 
C.  flavescens,  Autareticum,  Pnstariacum ;  in  der  Nahe  stehen 
auch  C.  spinosissimum  nnd  heteropbyllum,  etwas  abseits  noeh 
C.  oleraceum  und  Erisithales."  (Herb.  Ausserdorfer,  von  da 
auch  in  Herbb.  Kerner,  Trfls.) 

NB.  Den  Standortsverhaltnissen  nach  halt  der  Ent- 
decker  der  Pflanze  Ausserdorfer  dafiir,  dieselbe  sei  der  Ab- 
kOmmling  von  C.  Autareticum  X  flavescens,  wodurch  die- 
selbe, sollte  sich  die  Vermuthung  erwahren,  dass  grdsste  In- 
teresse  beanspruchen  wfirde. 

Dass  die  drei  anfangs  genannten  Arten  hier  intervenirt 
haben,  lasst  sich  aus  der  Gestalt  der  Pflanze  unschwer  er- 
schliessen. 

Die  Nervatur  der  Blatter,  die  weit  und  in  ansebnlicher 
Starke  hinaufreichende  Bebl&tterung,  die  lange,  gelbe  Dorn- 
spitze  der  Hflllschuppen  und  die  ubrige  Gestalt  letzterer  ver- 
weisen  unzweideutig  auf  G.  spinosissimum. 

Der  schwache  Spinneniiberzug  der  Blatt-Unterseite,  die 
breite  Basis  der  oberen  Blatter  sammt  deren  seichterer 
Fiedertheilung  und  die  breite  Basis  der  H&llschuppen  lassen 
C.  heterophyllum  erkennen. 

Die  Farbe  der  Blfithen  ist  genau  von  G.  Erisithales, 
dessen  mittelbaren  Einfluss  auch  die  Blattform  vermuthen 
lasst 

Dass  speciell  die  Kombination  G.  Autareticum  X  fl&~ 
vescens  richtig  sei,  daftir  lasst  sich  aus  der  Gestalt  unseres 
Bastartes  der  Umstand  anfuhren,  dass  die  fur  eine  jede  der 


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—    264    — 

drei  genannten  Stammarten  charakteristische  Blattform  so 
ziemlich  verschwunden  ist  (am  meisten  kommt  bei  den  un- 
tern  Bl&ttern  C.  spinosissimum  und  bei  den  oberen  C.  hete- 
rophyllum  zum  Ausdruck)  nnd  dafiir  eine  so  mannigfach 
gezahnte  nnd  gezackte  Blattform  auftritt,  die  sich  aus  der 
Kreuznng  von  C.  Erisithales  X  (heteroph.  X  spinosiss.)  oder 
aus  der  von  (C.  Erisith.  X  spinosiss.)  X  heteroph.  nicht 
so  leicht  begreifen  Hesse,  als  cs  bei  der  angegebenen  Ver- 
bindung  der  Fall  ist. 

29.  X  C.  obsctirum  Kerner  in  herb.  (v.  s.  c.) 
(C.  rivulare  X  spinosissimum?) 

Caulis  subglaber,  ramulosus,  foliosus.  Folia  ample- 
xicauHa,  ovata,  pro/unde  siniiatopinnatifida,  pinnis  Ian- 
ceolatis,  dentatis,  postice  fere  semper  tmo  alterove  dente 
elongate  Capitula  numerosa,  mbglomerata,  globosOj  brae- 
teata,  bracteis  capitula  aequantibus.  Squamae  elongato- 
Icmceolatae,  carinulatae,  graciliter  spinulatae.  Corollae 
fu8Copurpureae  limbics  tubo  longior,     Jun.-Jul. 

Der  Stengel  ist  in  seinem  untern  nnd  mittleren  Theile 
glatt,  theilt  sich  aber  zuletzt  in  mehrere  spinnwebig-flaumige 
Aeste,  die  unter  den  K5pfchen  mehr-weniger  filzig  erscheinen. 
Stengel  und  Aeste  sind  durchaus  beblattert. 

Von  den  im  Umrisse  eiformigen  Blattern  laufen  die 
untersten  in  den  geflugelten  Blattstiel  herab  und  erweitern 
sich  an  der  Anheftungsstelle,  die  obern  aber  umfassen  den 
Stengel  mit  breit  herzfOrmiger  Basis,  wobei  die  Oehrchen  ein 
klein  wenig  herablaufen;  ihre  Farbe  ist  dunkelgriin,  unter- 
seits  etwas  bliisser;  beide  Seiten  sind  ein  wenig  flaumig- 
behaart,  die  Nerven  unterseits  starker,  mitunter  fast  zottig 
oder  auch  etwas  spinnwebig.     Die  Fiedertheilung  reicht  bei- 


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—    265    — 

Nerv,  aber  nicht  ebenso  am  hintern),  kleiner  oder  grosser 
gezabnt;  besonders  am  hinteren  Rande  sind  fast  immer  1 — 2, 
seltener  3  grosse,  schmal-lanzettliche  Zipfei  zu  beobachten,  die 
stark  nach  nick  warts  gerichtet  sind;  selbst  an  der  Spindel 
treten  mitonter  Z&hne  auf;  die  Z&hne  tragen  langere,  der 
ubrige  Rand  kurzere  Dornen. 

Die  zahlreichen  Kopfchen,  6 — 8— mehrere,  stehen  locker 
gehaaft  am  Ende  der  Aeste,  sind  rundlich,  ziemlich  gross, 
(Hfille  bei  20mm  hoch,  bei  25mm  br.),  mit  Deckblftttern  ver- 
sehen;  diese  kommen  den  Kopfchen  an  Grftsse  gleich  oder 
Qbertreffen  sie  auch,  sind  verl&ngert  eiffirmig,  fiederspaltig 
oder  zerschlitzt  gezahnt,  die  einzelnen  Vorsprttnge  mit  etwas 
zarten,  aber  langen  Dornen  versehen;  oberseits  zeigen  sich 
langere  Haare;  der  Grund,  wenn  ich  recbt  sah,  tragt 
Spuren  von  Entfarbung. 

Die  Hfillschuppen  sind  schmal  verl&ngert  lanzettlich, 
flaumig,  gewimpert,  im  obern  Theile  gekielt,  purpura  uber- 
laufen  (der  Kiel  dunkler,  ist  dabei  leicht  klebrig),  endigen 
in  einen  schlanken  Dorn  von  1.5mm,  stehen  mit  der  Spitze 
ab  oder  sind  etwas  zuriickgebeugt. 

Die  Blumenkrone  zeigt  im  Allgemeinen  eine  trubpur- 
purne  Farbe;  mitunter  treten  auch  Spuren  gelblicher  Farbe 
auf,  so  in  den  Griffeln  oder  Antheren;  an  einem  Exemplar 
beobachtete  ich  auch  ein  K5pfchen  mit  gelblichen  Bluthen. 
Die  BlOthen  erreichen  bei  22™",  der  Saum  ist  um  1.5-2mm 
linger,  als  das  Rohr. 

Wiesen  am  Brenner  (Herb.  Kemer). 

NB.  Prof.  Kerner  fand  die  Pflanze  frfther  an  mehreren 
Puokten  Nieder-Oesterreichs  und  beschrieb  sie  in  den  Ver- 
handlungen  des  Z.  B.  V.  in  Wien  (1857,  S.  573)  als  C. 
Erisithales  X  rivulare. 

Sp&ter  wurde  die  Pflanze  ebendort  h&ufiger  gefunden, 
so  dass  Neilreich  (1869)  in  seiner  Flora  Niederftsterreichs 
sagen  konnte  „in  subalpinen  Gegeoden  minder  selten.a 

In  der  Folge  entdeckte  Prof.  Kerner  die  Pflanze  auch 
in  Tirol  am  Brenner. 


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—    266    — 

Neilreich  bemerkt  1.  c.  „Ein  Bastard  zweifelhaften  Ur- 
sprunges,  deon  der  Stengel  iat  bis  zur  Spitze  bebl&ttert,  ein 
Merkmal,  das  keinem  der  Stammeltern  (d.  i.  C.  Erisithales 
und  G.  rivulare)  zukommt  und  vermuthen  l&sst,  dass  aoch 
eine  dritte  Beimischung  (etwa  G.  oleraceum)  stattgefun- 
den  habe.a 

Prof.  Kerner  kam  spater  selbst  von  seiner  friihern  Ansicht 
ab,  veranlasst  namentlich  durch  die  eigenthumliohe  Blattform. 

Ich  habe  als  muthmassliche  Eltern  unserer  Pflanze  C. 
rivulare  und  C.  spinosissimum  hingestellt  und  will  nun  ver- 
suchen,  diese  Annahme  zu  begriinden;  ich  bemerke  nur  noch 
friiher,  dass  ich  die  Pflanze  dem  G.  rivulare  im  Ganzen 
nfther  glaube,  als  dem  C.  spinosissimum. 

Die  reiche  Bebl&tterung,  die  noch  ansehnliche  Deck- 
blatter  aufweist ,  erklart  sich  zur  GenOge  aus  C.  spinosissi- 
mum. C.  oleraceum  wiirde  zwar  dieselbe  scheinbar  auch  er- 
klareo;  gegen  die  Betheiligung  dieses  sprechen  aber  andere 
Grande:  Schon  die  grosse  Zerschlitztheit  der  Blatter  ware 
f[ir  ein  C.  olerac.  X  rival,  auffallend,  namentlich  an  den 
obersten  und  untersten  Blattero,  die  auffallenden  Zipfel  aber 
am  hinteren  Rande  der  Fiedern  mit  ihrer  scharf  ausge- 
sprochenen  Richtung  nach  ruckwarts  liessen  sich  durch  C. 
oleraceum  kauin  oder  gar  nicht  erklareu;  wohl  aber  erklart 
diese  C.  spinosiss.,  das  bei  seiner  Verbi&dung  mit  C.  Eri- 
sithales (in  C.  flavescens)  dieselben  in  ahnlicher  Weise  her- 
vorruft;  vergleiche  auch  das  G.  fissum  Ausserdorfer.  Dass 
aber  diese  Zipfel  so  verlangert  auftreten  und  nicht  breiter, 
wie  man  etwa  erwarten  mochte ,  riihrt  eben  von  der  starken 
Ingerenz  des  C.  rivulare  her.  Ferner  zeigen  die  oberen 
Blfttter  ein,  wenn  auch  kleines  Herablaufen  der  Blatt- 
Qhrchen,  was  eben  wieder  bedeutsam  auf  C.  spinosiss.  weist. 
Ausserdem  sind  die  Deckblatter  zerschlitzt  gezahnt  und  lange 
bedornt  und  erinnern  eben  dadurch  sehr  an  C.  spinosiss. 
Erwahrt  sich  meine  Beobachtung,  dass  sie  arch  etwas  ent- 
ftrbt  seien  (ein  aMmliches  Aussehen  riihrt  bei  getrockneten 
Pflanzen   von    starkem  Druck   in   der  Presse   her),   so  lage 


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—     267    — 

darin  em  weiterer  Hhiweis  ad  G.  spinosiss.,  anf  welches 
ebenso  anch  die  Hftllschuppen  mit  den  langen  Dftrnohen 
deateo;  m  gleichem  Sinne  zeugen  eodlich  anch  noch  die 
Iftogeren  Haare  auf  der  Oberseite  der  Deckblfttter.  —  Von 
G.  rivulare  wftrde  herzuleiteo  sein  die  weitgehende,  zarte 
Blattheilung,  grossentheils  die  Gestaltung  der  Blatotfiedern, 
der  spinnwebig-filzige  Blttthenstiel,  die  Form  and  Grttsse  der 
Kftpfchen,  naraentlich  anch  die  purpomen  nod  etwas  klebrig 
gekielten  HBllschuppen  ond  die  rOthliche  BKithenfarbe. 

Allerdings  wurde  G.  rivulare  bisher  auf  dem  Brenner 
nicht  beobaehtet;  aber  es  fehlt  nkht  an  analogen  Fftllen. 
Auch  darf  der  Brenner  nicht  als  so  gut  durchforscht  ange- 
sehen  werden,  dass  aus  jenem  Umsiande  das  Vorkomnien 
von  G.  rivnJare  allda  absolut  in  Abrede  gestellt  werden  k5nnte. 

Keineswegs  aber  mdchte  ich  C.  obsourum  dem  C.  spi- 
nosissimo-rivnlare  Nffig.  C.  d.  Schw.  p.  140,  tab.  VII.  (C. 
rivulari-spinosissimum  w?*  N»g.  in  Koch  Syn.  III.  755  und 
Reichb.  flor.  v.  Deutschl.  die  Cynarooephal.  S.  96)  gleich- 
stellen,  welches  sich  durch  seine  Blattform,  sowie  durch  die 
„  Sores  lactei*  als  eine  dem  G.  spinosiss.  weit  n&here  Bil- 
dung  charakterisirt. 

30.  X  C.  praemorsum  (Cnie.  pr.  Michl  in  bot.  Ztg.  3 

(anu.  1820)  S.  317)  (C.  oleraceum  X  rivulare)  (v.  v.  et  s.) 

G.   ex  rivulari  X  oleraceo  Naeg.  in  Koch  Syn.  III.  757. 

Caulis  simplex,  arachnoidetis,  totus  foliatus.  Folia 
lanceolate,  inferiora  alatopetiolata,  pinnatifida,  pirmis  lan~ 
ceolatis,  mbintegris,  supernova  amplexicaulia,  mbintegra. 
Capitula  3 — 5  subcongesta,  bracteata,  bracteis  capitula 
subaequantibus.  Squamae  lanceolatae,  margine  arachnoi- 
deae,  tenuiter  spinulatae.  Corollae  ochroleucae  Umbus  tubo 
longior.     Jul. 

Die  Pflanze  wird  6 — 9  decim.  hoch;  ihr  Stengel  ist 
ungetheilt,  spinnwebig-flookig,  zu  oberst  filzig  und  dnrchaus, 
aber  sparsam  bebiattert. 


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—    268    - 

Von  den  lanzettlichen  Blattern  verschm&lern  sich  die 
nntern  zu  einem  geflugelten  Stiele  und  erweitern  sich  an  der 
Basis;  die  obern  sitzen  mit  herzftrmiger  Basis  umfasseud; 
jene  sind  bis  zur  H&lfte  der  Spreite  fiederspaltig,  die  Fie- 
dern  lanzettlich,  etwas  nacb  vorne  gewendet,  am  vordern 
Rande  mit  einem  oder  dem  andern  Zahne  versehen,  der 
Endzipfel  ist  eifiSrmig;  bei  den  obern  Bl&ttern  dagegen 
wandeln  sicb  die  Fiedern  allraalig  mehr  in  ungleiche  Z&hne 
um;  an  der  Spitze  von  Fiedern  und  Zahnen  stehen  etwas 
ISngere  Dornen,  an  dem  iibrigen  Rande  bilden  nngleiche, 
feine  Dornchen  eine  Wimper-Einfassnng.  Die  Oberseite  der 
Blatter  ist  rauhhaarig,  dunkelgrun,  die  Unterseite  etwas  in's 
Lauchgrftne  ziehend,  auf  Rippe  nnd  Nerven  knrz  behaart, 
sonst  mit  einer  ganz  schwacbeu  Spur  eines  SpinnenQber- 
zages;  auch  auf  der  Oberseite  (mehr  der  obern  Blatter) 
finden  sich  einzelne  Spinnenhaare.  Die  obersten,  nicht  ent- 
f&rbten  Blatter  dienen  den  ausseren  KSpfchen  als  Deck- 
blfttter  und  iiberragen  als  solche  dieselben;  beim  innersten 
E6pfchen  ist  kein  Deckblattcben  mehr  vorhanden,  oder  es 
ist  doch  kfirzer,  als  dasselbe. 

K5pfchen  sind  2—4  vorhanden,  mittelgross,  rundlich 
(Hiille  bei  20mm  br.,  bei  18mm  hoch);  sie  stehen  etwas 
locker  gebaaft  auf  kurzen,  ziemlich  oder  auch  ganz  weiss- 
filzigen  Blttthenstielen.  Die  lanzettlichen  Hullschappen  sind 
am  Rande  gewimpert,  zum  Theil  deutlich  spinnwebig,  auf 
dem  Riicken  leicht  flaumig,  zeigen  einen  schmaJen,  etwas 
dunkeln,  sebr  schwach  klebrigen  (deutlicher  bei  den  innern) 
Kiel,  endigen  in  schlanke  DSrnchen  von  1.2 — 1.5mm  und 
stehen  mit  der  Spitze  etwas  ab. 

Die  Blumenkrone  misst  15mm,  der  Saum  ist  um 
2.5— 3mm  Janger,   als  das  Rohr.     Ihre  Farbe  ist  blassgelb, 


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NB.  1.  Standortsverh&ltnisee,  wie  auch  die  angegebenen 
Eigenschaften  lassen  vermuthen ,  dass  dieses  Cirsium  ein  G. 
oleraceum  X  nvulare  set  Bei  den  Seefelder  Exemplaren, 
die  mir  bei  der  Beschreibnng  vorlagen,  gelangte,  der  Art 
ihres  Vorkomins  nach  zu  urtheilen,  hOchst  wahrscheinlich  der 
Pollen  von  G.  oleraceum  auf  die  Narben  des  C.  rivalare. 

NB.  2.  Michl  (Vikar  in  Elixhausen,  2  Std.  nordSstl. 
von  Salzburg)  1.  c.  gibt  seiner  Pflanze  capitula  „ebracteata", 
and  mdchte  dieser  Umstand  die  Anwendung  seines  Namens 
auf  nnsere  Pflanze  nicht  gerechtfertigt  erscheinen  lasssn, 
jedoch  da  die  andern  Merkmale  der  allerdiugs  etwas  knappen 
Diagnose  zntreffen,  durfte  diese  Angabe  einer  kleinen  Un- 
genauigkeit  des  Beschreibers  zuzuschreiben  sein,  dem  dabei 
die  so  auffallenden  (entfarbten)  Deckbl&tter  des  C.  oleraceum, 
die  sich  allerdings  an  dieser  Pflanze  nicht  finden,  vorge- 
schwebt  haben  rodgen;  oder  Michl  hatte  gerade  eio  Exem- 
plar vor  Augen ,  das  nur  mit  kleinen  Deckblattern  versehen 
war,  wie  sich  solche  auch  finden,  ohne  dass  sich  sonst  der 
Habitus  solcher  iudividuen  von  der  gewdhnliohen  Form 
merklich  entfernte. 

31.  X  C.  Linklannm  Lohr  (Enumeratio  ann.  1852.) 

(C.  Erisithales  X  Pannouicum)  (v.  s.) 
G.  pannonico-Erisithales  Naeg.  in  Koch  Syn.  III.  752. 

Cautis  plerumque  simplex,  flocculoso-arachnoideus^  w- 
ferne  folio  sits.  Folia  semiamplexicaulia,  breviter  dectir- 
rentia,  oblongo-lanceolata,  sinuatopirmdUJida,  subtus  orach- 
noidea.  Capitula  solitaria,  globulosa>  plus  mirmsvenutantia. 
Squamae  oblongae,  pubescentes,  ciUatae,  viscosb-carinatae , 
apice  recurvulae.  Corollae  purpureae  limbics  tubo  longior. 
Jul.-Aug. 

Die  Pflanze  erreicht  erne  Grdsse  von  3 — 6  decim.;  ihr 
Stengel  ist  meist  einfach,  mitunter  zweitheilig,  unten  ziein- 
lich  stark  bebl&ttert,  oben  dagegen  blattlos ,  nur  mit  wenigen 


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—    270    — 

entfernten  Schuppen  versehen,   von   unten  bis  oben  flockig- 
spionwebig,  an  der  Spitze  bald  mehr,   bald  weoiger  wollig- 

fiWg. 

Die  l&nglich-lanzettlichen  Bl&tter  umfassen  den  Stengel 
mit  ihrer  herzffirmigen  Basis  zur  Halfte,  die  Oehrchen  laufen 
za  beideo  Seiten  ganz  wenig  am  Stengel  herab;  sie  siod 
buchtig-fiederspaltig ,  die  Fiedersohoitte  reichen  bis  zur  Mitte 
oder  etwas  weiter,  seltener  beinahe  bis  zur  Blattrippe;  die 
Fiedern  sind  von  eiftrmiger  Gestalt,  etwas  nach  vorne  ge- 
richtet,  ziemlich  deutlich  von  drei  konvergirenden  Nerven 
durchzogen,  klein  gezahnt  Beide  Blattflachen  sind  rauh- 
haarig,  die  Ruckseite  uberdiess  fast  immer  etwas  spinn- 
webig,  wenn  auch  mitonter  nur  ganz  leicht.  Weiter  nach 
oben  werden  die  Blatter  lanzettlich,  zuletzt  schuppen- 
formig. 

Das  Kftpfchen,  oder  bei  zweigetheilteni  Stengel,  die 
KOpfchen  von  mittlerer  Grosse  (lltille  bei  17mm  br.  uad 
hoch)  and  rundlicher  Form  zeigen  etwas  das  far  G.  Erisith. 
charakteristische  Nicken  oder  stehen  fast  ganz  aufrecht.  Die 
langlichen ,  etwas  spitzen  Hfillschappen  sind  riickwarts .  flanm~ 
bedeckt,  am  Rande  ziemlich  lange  gewimpert  oder  auch 
spinnwebig,  in  der  obern  Halfte  mit  klebrigem  Kiele  ver- 
sehen, der  getrocknet  sich  einem  schwarzlich-purpurnen  Aus- 
sehen  nfthert;  am  Ende  lanfen  sie  in  ein  Ddrnchen  von 
etwa  0.7 mm  aus,  die  Spitzen  sind  leicht  zuruckgekriimmt. 

Die  Blumenkrone  wird  17— 19mm  lang,  das  Rohr  bleibt 
am  2—  2.5«»m  kflrzer  als  der  Sauin.  Bliitheufarbe  bald 
heller,  bald  dunkler  purpura. 

SUdtirol:  Val  die  Vestino  auf  Alpentriften  outer  C, 
Pannonicam  ziemlich  haufig. 

NB.  Beziiglich  des  Namens  kommt  hier  die  Priorit&ts- 
frage  in  Betracht.  Ausser  G.  Linkianum  Ldhr  1852  haben 
wir  noch: 

G.  polymorphum  Dolliner  exsioc. 

G.  Dollineri  Schultz  Bip.  herb. 

C.  Portae  Haasmann  Exsicc.  (ab  1854). 


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—    271    — 

C.  Portae  Hausraann  Z.  B.  G.  1868  (vgl.  fiber  diese 
Synonyma  Baron  v.  Hausmann's  Bemerkungen  ebendort 
S.  373.) 

Da  nan  nicht  zu  ermitteln  ist,  wann  Dolliner  die  Pflanze 
„polymorpbuma  genannt  habe*)  (ein  Name,  der  sonst  sehr 
gliicklich  gewahlt  ware),  so  mass  man  sich  an  den  am 
fruhesten  publicirten  Namen  halten;  das  ist  aber  eben  C. 
Linkianum  L5hr  Enameratio,  Geo.  Cirsiam  Mr.  41,  ann.  1852. 

NB.  2.  Die  Koiubination  C.  Linkianam  =  C.  Erisithales 
X  Pannonicum  hat  alle  Wahrscheinlichkeit  fur  sich;  die  nur 
halb  fiedertheiligen  Blatter,  die  etwas  herablaufen,  der  flockige 
Spinneniiberzug  des  Stengels,  die  oft  spinnwebigen  HuJl- 
schuppen,  die  rothe  Blnthenfarbe  deuten  anverkennbar  aaf 
C.  Pannonicum,  dass  aber  G.  Erisithales  anch  betheiliget  sei, 
.  leuchtet  beim  ersten  Blicke  ein. 

32.  X  C.  Erisithaloides  Huter  in  exsicc.  Tirolens.  1871. 

(C.  Erisithales  X  Pannonicum)  (v.  s.) 

G.  recedens  ad  Erisithales  Nrog.  in  Koch  Syn.  752. 

Proximum  Oirsio  Linkiano  L6hr9  differt  vero  pro- 
piusque  accedit  ad  C.  Erisithales: 

a)  caule  sub  capitulis  rubiginoso-aracknoideo  vel 
rubiginoso-pubescenti ; 

b)  foUis  vix  deeurrentibus^  ad  costam  usque  pirma- 
tifidis,  pinnis  oblongis,  magis  horizontalibus; 

c)  squamis  obtusiusculis,  spinula  brevissima  (0.3 — 
Q.4mm)  terminatis,  margine  brevius  ciUolatisy  non  arach- 
n&ideis,  callo  gtandulari  magis  viridi; 

d)  floribus  citrinis>  rarius  purpura/ntibus  vel  fusco- 
purpureis. 

Standort  wie  bei  G.  Linkianum  Lohr. 


*)  Reichenbach  in  „Deutschlands  Flora,  die  Cynarocephalenu  (1853) 
erv&hnt  des  C.  Dollineri  nicht. 


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—     2*2    — 

Sect  VI.  Xanthopon  ftegeli  C.  d.  Schw.  p.  89. 

Folia  facie  non  spinuloso-birta,  non  aut  parum  decur- 
rentia.  Squamae  lanceolatae,  sensim  longiasque  acumioatae. 
Flores  ochroleaci  vel  citrini.  Corollae  limbus  quam  tubus 
longior.     Pappus  corolla  brevior.     Perenne. 


33.  C.  spinosissimnm  (Gnic.  sp.  L.  sp.  1157.)  (v.  ?.  et  a.) 
Cirsium  spiuosiss.  Scop.  Cam.  ed.  2.  n.  1006. 

Caulis  simplex,  villoms,  foliosus.  Folia  lanceolate, 
alatopetiolata  vel  semiampleadcaulia,  paululum  decurren- 
tia,  rinuatopirmatijida,  pinnis  rhomboideis  3 — 5-  fidis, 
valide  spinoso-ciliatae.  Capitula  cylindrica,  congested 
bracteata,  bracteis  lanceolato-Unearibus,  decoloratis,  capi- 
tula supercuntibus.  Squamae  lanceotato-lineares,  in  spinam 
longam  et  flavidam  ewetmtes.  Corollae  ochroleucae  limbus 
tubo  longior.    Jul  Aug. 

Der  zu  seiner  Lange  (2 — 6  decim.)  etwas  dicke  Stengel 
ist  durchaus  zottig-behaart,  besonders  nach  oben;  nur  inner- 
halb  der  gedr&ngten  Infloreszenz  schwinden  diese  Zotten- 
haare.  Die  Beblatterang  ist  durchaus  reichlich;  gegen  die 
Spitze  hin  aber  folgen  sich  die  Blatter  schneller. 

Die  untern  Blatter  verschmalern  sich  ein  wenig  zu 
einem  dornig  geflQgelten  Stiele;  die  oben  sitzen  mit  nicht 
stark  erweiterter  und  nur  halbumfassender  Basis  und  die 
Oehrchen  laufen  darunter  ein  wenig  herab,  initunter  gegen 
1  cent.  Alle  sind  ira  Umrisse  lanzettlich,  buchtig  fieder- 
spaltig,  aber  nur  bis  etwa  zur  H&lfte  der  Spreite,  die  Fieder- 
lappen  breit  rautenffirniig  und  3-j-5-  ja  initunter  noch  inehr- 
lappig,  die  einzelnen  Lappchen  dreieckig,  auseinander  ge- 
sperrt  (wesswegen  sich  bei  getrockneten  Exemplaren  die 
einzelnen  Fiedern  merklich  decken,  wahrend  ira  Leben  dieses 
dadurch  verhindert  wird,  dass  die  Fiedern  mit  der  Blatt- 
ebene    einen    Winkel   bilden   und    so  untereinander    hinein- 


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—     273     — 

greifen),  niit  starken,  gelben  Dornen  (von  6mm  Lange)  be- 
wehrt  Die  Oberflache  ist  hellgrun,  zerstreat  langer  bebaart, 
die  Unterseite  blasser,  auf  den  Nerven  fast  zottig,  sonst  bei- 
nahe  kahl.  W&hrend  die  Blattspreite  nacb  oben  zu  allmalig 
schwindet,  behalten  die  Dornen  ihre  Grosse  bei,  nehmen  eber 
daran  zu  (auch  die  Zottenhaare  auf  der  Mitterrippe  der 
Unterseite,  sowie  die  zerstreuten  Haare  der  Oberseite,  die 
fast  weiss-seidig  hersehen,  nehmen  nach  oben  hin  zu).  Zu 
oberst  entfarben  sich  die  Blatter  uiehr  und  mehr,  vom 
Grunde  und  von  der  Rippe  aus  beginnend  (so  dass  die  mitt- 
leren  der  entfarbten  Blatter  nur  noch  an  den  L&ppchen  der 
Fiedern  grftn  sind);  zuletzt  erscheint  der  Bluthenstand  von 
einem  Konvolut  schdn  weisser,  zierlicher  Deckblatter  einge- 
hullt,  ahnlich  wie  C.  oleraceuro,  nur  dass  die  Deckbl&tter 
oben  nicht  zusaniinen  schliessen,  sondern  mehr  aufrecht  in 
die  flohe  stehen.  Sie  sind  lanzettlich- lineal  mit  sehr  ver- 
ULngertem  Endzipfel  und,  besonders  an  der  Basis,  zierlich 
doruig-zerschlitzt. 

Die  Kopfchen  sind  zylindrisch  (Hulle  11mm  br.,  25mm 
hoch),  stehen  dicht  gehauft  (bei  recht  ilppiger  Entwicklung 
soil  sich  der  Stengel  in  einige  Bliitheoaste  theilen:  Nseg.  in 
Koch  Syn.  III.,  747;  ich  sah  kein  solches  Exemplar).  Die 
lanzettlich-linealen  Hullschuppen  spitzen  sich  allm&lig  in 
lange,  derbe,  licht  strohgelbe  Dornen  (von  4— b™*0)  zu;  bei 
den  innern  wird  aus  den  Dornen  eine  etwas  schw&chere, 
dornig  trockenhautige  Spitze,  die  fast  noch  einmal  so  lange 
wird,  als  die  Dornen  der  ftussern  Schuppen.  Auch  bemerkt 
man  an  den  mittlern  und  innern  Schuppen  einen  schwachen 
MitteLierv,  wfthrend  die  stusseren  ganz  glatt  sind;  der  Rand 
ist  fein  gewimpert;  die  Spitzen  der  Schuppen  stehen 
etwas  ab. 

Die  blassgelben  Blumenkronen  werden  nur  14mm  lang, 
ihr  Saum  8mm. 

Deberall  auf  den  Alpen  an  feuchteren  und  uppigeren 
Stellen  bis  2600  oder  2700"> . 

Ferdinandeumi-ZeiUchrift.  18 


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—     274     — 

34.  X  C  Ganderi  Huter  in  herbar.  1865.  (v.  s.) 

(C.  Erisithales  X  spinosissimum.) 

C.  spinosissimo-Erisithales  Naeg.  in  Koch  Syn.  HI.  759. 

Caulis  simplex,  subvillosus,  foliosus.  Folia  lanceo- 
lata,  bad  cordata,  pusillum  decurrentia,  fere  glabra,  pro- 
funde  dnuatopinnatifida,  pinnis  ovatis  oblongisve,  lobato- 
dentatis.  Capiiula  plura,  congesta,  bracteafa,  bracteis 
capitula  siiperantihts,  spinoso-laciniatia.  Squamae  elongato- 
bmceolatae,  longe  spinatae,  levisdme  carinatae.  Corottae 
citrinae  limbus  tubo  multo  longior.    Aug. 

Dieses  Cirsium  steht  jedeofalls  dem  C.  flavescens  Koch 
nahe,  nnterscheidet  sich  aber  von  ihm  doch  in  mehreren 
Stiicken  and  kommt  eben  hierin  dem  C.  spinosissimum 
n&her: 

Der  Stengel  ist  fast  zottig,  unter  den  Kdpfchen 
braunlich  wollig. 

Die  Blatter  sind  schmaler,  lanzettlich,  mit  herz- 
fdrmiger  Basis  stengelumfassend,  wobei  die  Oehrchen  etwas 
herablaufen,  oben  hellgrun,  unten  blasser,  auf  beiden  Seiten 
schwach  behaart  oder  fast  ganz  kahl;  nur  Rippen  and 
Nerven  der  Unterseite  sind  zottig.  Die  Fiedereinschnitte 
reichen  etwa  bis  zurMitte,  die  Fiedern  sind  eifSrmig, 
eckig  3 — 41appig,  die  Lappen  auseinander  gesperrt,  so 
dass  sich  die  Fiedern  grosscntheils  decken ;  oder  die  Fiedern 
sind  langlich,  an  beiden  R&ndern  mannigfach  gez&hnt  and 
dabei  weiter  von  einander  entfernt;  Lappen  and  Zahne  sind 
stark,  der  Obrige  Umfang  schwacher  bedornt. 

Die  Kopfchen  treten  in  grosserer  Anzahl  auf  (3 — 8), 
sind  geh&uft,  von  Deckblattern  gestiitzt,  die  die  Kopf- 
chen uberragen,  an  ihrem  Grunde  mitunter  etwas  ent- 
fftrbt  (?),  von  verlangert  lanzettlicher  Form  und  zerrissen- 
domig-gezahnt  sind;  auf  ihrer  Oberflache  zeigen  sich  die  fur 
C.  spinosissimum  charakteristischen  Haare.  Die  verlan- 
gert  lanzettlichen    Hiillschuppen   bedeckt   oberseits   ein 


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—     275    — 

ganz  feiner  Flaum,  der  Rand  tragt  feiue  Wimperhaare; 
8tatt  des  Kieles  bemerkt  man  hochstens  einen  schwachen 
Nerv;  von  einem  klebrigen  Ueberzage  desselben  ist 
kaam  eine  Spar;  dafur  spitzen  sich  die  Schnppen  in 
einen  merklich  langeren,  hellgelben,  etwas  platt 
gedrtickten  Dorn  (von  2— 3mm)  zu.  Der  obere  Theil 
der  Schnppen  steht  ab. 

Die  Dimensionen  der  Bliithe  sind  denen  von  C.  flaves- 
cens  gleich,  oder  der  Sauin  ist  noch  langer,  Bluthenfarbe  ist 
auch  hier  zitronengelb. 

Pusterthal:  Pragraten  auf  Alpentriften  bei  1800m  von 
Gander  gefunden  (Herb.  Hnter.)  • 

35.  X  C.  flareseens  Koch  Taschenb.  292.  (ann.  1844)  (v.  s.) 

(G.  Erisithales  X  spinosissimum). 
C.  recedens  ad  CXrs.  Erisithales  Naeg.  in  Koch  Syn.  III.  760. 

Cautis  simplex ,  scaber,  foliosus.  FoUa  oblonga, 
pimllum  decurrentia,  profunde  dnuatopinnaUfida^  pinnis 
oblvngis.  Capitula  paaca,  nutantia>  bracteata,  bracteis 
quam  capitulis  brevioribus.  Squamae  acunUnato-ovatae, 
iriscoso-carinatae,  spinula  breviori  terminatae,  apice  re- 
curvae.  CoroUae  citrinae  limbus  tubo  multo  longior, 
Jul.-Auff. 

Der  einfache  Stengel  ist  von  unten  bis  oben  beblattert, 
rauhhaarig,  gegen  sein  Ende  hin  stark  br&unlich  fl an- 
na ig,  theilt  sich  zuletzt  in  wenige  kurze  Zweiglein. 

Die  l&nglichen  Blatter  urafassen  den  Stengel  mit 
ihrer  herzforraigen  Basis,  wobei  die  Oehrchen  etwas  herab- 
laufen,  sind  beiderseits  zieralich  behaart,  unterseits  auf  der 
Rippe  fast  zottig,  beinahe  bis  zur  Mittelrippe  fieder- 
spaltig,  mit  langlichen,  grob  gez&bnten  Fiedern; 
naraentlich  am  hintern  Rande  ragen  einzelne  Z&hne  bedeu- 
tend  hervor,  so  dass  sich  an  den  untern  Blattern  die  Fie- 
dern theilweise  decken.  Fiedern  nnd  Z&hne  sind  mit  st&r- 
keren,  der  ubrige  Rand  mit  schwachern  Dornen  bewehrt. 

18* 


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—     276    — 

Die  K5pfchen  in  der  Anzahl  von  3 — 6,  stehen  locker 
gehauft  am  irickenden  Stiele,  sind  rait  Deckbl&ttern 
versehen,  die  nicht  entfarbt ,  zieralich  derb  dornig  bewimpert, 
von  lanzettlich-linealer  Gestalt  und  kiir/.er  sind  als  die 
Kflpfchen.  An  den  zugespitzt  eiformigen  Holl- 
schappen  bemerkt  man  auf  der  Oberseite  eine  leiclite  Fiaum- 
decke;  die  obere  Mitte  erscheint  griin  klebrig  gekielt; 
der  Rand  ist  fein  gewimpert;  am  Ende  steht  ein  etwas 
kurzeres  (1 — 1.3™m)  Dornchen  von  gelblicher  Farbe; 
mit  der  Spitze  stehen  sie  ab  oder  sind  etwas  zuriickgebeugt. 

Die  Blumenkrone  misst  bei  19mm,  der  Saum  um  3 — 
4mm  mehr,  als  d^s  Rohr.  Die  Bluthenfarbe  ist  mehr 
zitronengelb ,  als  blassgelb. 

Vintschgau:  Laaseralpen'  bei  1400m;  Alpenwiesen  io 
Prax;  Ritteu  sehr  selten,  Groden,  Fleims  nnd  Fassa, 
Monte  di  Pozza  (alle  diese  Standorte  nach  flsm.  Fl.  v.  Tirol 
S.  483).     Pusterthal :   bei  Virgen  (?)   (Herb.  Ausserdorfer). 

NB.  Schon  von  Koch  als  C.  Erisithales  X  spinosissi- 
mum  gedeutet,  zwischen  welchen  beiden  Arten  die  Merkmale 
die  Mitte  halten.  Die  Blattfonn  ist  von  G.  spinosissi- 
mum,  jedoch  durch  G.  Erisith.  miidernd  modifizirt;  auch  die 
starke  Bebl&tterung  des  ersteren  ist  durch  letzteres  ge- 
schwacht;  der  nickende  Bliithenstiel  und  der  klebrige  Kiel 
der  Schuppen  gehflren  zu  C.  Erisith.,  dagegen  die  Deck- 
bl&tter,  die  zugespitzten  Schuppen  und  l&ngeren  Dornchen 
wieder  zu  C.  spinosissimum. 

36.  X  C  tryphilinura.    (v.  s.) 

(C.   Erisithales  X  oleraceum  X  spinosissimum). 

Cautis  simplex,  dense  pubescens9  totus  foUatas.  FoUa 
ampteadcauUa)  oblonga,  utrinque  hirteUa^  profunde  sub- 
sinuato-pintnatifida,  pinms  oblonffis,  grosse  dentatis.  Ca- 
pitula  pauca,  mediocria,  subcongesta,  bracteata,  bracteis 
viridibus,  exterioribus  capitula  excedentibus.  Squamae 
lanceolatae,  parum  arachnoideae,  leviter  carinatae,  non  vis- 


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—    277    — 

cidae,  longius  tenuiterque  spinulatae.  Corollae  fere  citrinae 
limbus  tubo  longior.     Aug. 

Abgesehen  von  der  Nervatur  und  iibrigen  Gestaltung 
der  Blattfiedern  and  der  Bekleidung  der  Stengelspitze  sieht 
die  Pflanze  einem  X  Cirsium  Candolleanum  sehr  ahnlich. 
Sie  besitzt  einen  dicht  mit  karzen  Flaumhaaren  besetzten, 
am  Ende  sehr  dicht  und  br&unlich-flaumigen,  aber  kaura 
spinnwebigen  Stengel,  der  durchaus,  doch  nicht  eben  stark 
beblattert  ist. 

Von  den  ira  Umrisse  langlichen  Slattern  sind  die  antern 
geflugelt-gestielt,  die  obern  umfassend  sitzend ;  die  untersten 
sind  in  der  vordern  Halfte  gelappt-gezahnt,  nur  in  der  hin- 
tern  fiedertheilig  (Fiedern  breit-l&nglich,  kaura  gezahnt,  nur 
vorne  ein  etwas  gr5sseres,  stumpfes  Lappchen)  und  endigen 
stumpf;  die  mittleren  dagegen  sind  ganz  und  bis  odgr  fast 
bis  zur  Mittelrippe  fiedertheilig,  die  Fiedern  sind  langlich, 
grobgezahnt,  am  hintern  Rande  ragt  hSufig  ein  grosser  Zahn 
nacb  ruckwart8  vor;  das  Blattende  ist  ziemlich  spitz.  Beide 
Blattflfichen  erscheinen  von  dicht  stehenden  kiirzeren  Haaren 
rauh,  auf  der  Rippe  und  den  Nerven  der  Unterseite  sind  die 
Haare  etwas  langer.  Die  Nervatur  weist  auf  G.  spinosiss. 
(vgl.  Nr.  26,  C.  Pustariacum  Ausserd.  NB.)|;  bei  den  ober- 
sten  Blattem  wird  die  Fiedertheilung  wieder  zusehends  seichter. 

KSpfchen  sind  bei  dem  mir  vorliegenden  Exemplar  vier 
vorhanden,  mittelgross  (Hiille  bei  17mm  br.,  fiber  18mm 
hoch);  sie  stehen  Idcker  gehanft;  die  ausseren  sind  mit  an- 
sehnlichen,  nicht  entfarbten  Deckbl&ttern  versehen,  die  am 
Grande  der  kurzen  Bluthenstiele  stehen  und  die  (noch  un- 
entwickelten)  Kopfchen  uberragen:  unmittelbar  unter  diesen 
Kdpfchen  und  am  Grunde  der  innern  stehen  viel  kleinere 
Deckbl&tter,  die  den  K5pfchen  an  Grftsse  kaum  gleich  kommen ; 
beim  innersten  ist  das  Deckbl&ttchen  viel  kiirzerund  vermittelt 
in  seiner  Form  den  Uebergang  in  die  Hullschoppen.  Diese 
sind  lanzettlich,  am  Rande  fein  gewimpert,  ziemlich  deutlich 
spinnwebig,  in  der  obern  Mitte  mit  schwachem,  dunklem 
Kiele  versehen,    endigen  in  schlanke,    gelbe  DOrnchen  von 


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—    278    — 

beinahe  2mm.  Die  Spitze  steht  raerklich  ab  oder  ist  fast 
zurfickgeschlagen. 

Die  Bluthenfarbe  ist  naheza  zitronengelb,  die  Krone 
misst  bei  19mm,  der  Saum  urn  2mm  mehr,  als  das  Rohr. 

Pasterthal  in  Virgen  auf  eiuer  m&ssig  fenchten  Wiesen- 
stelle  der  Bergeralpe  bei  1700m  auf  kalkh&ltigem  Schiefer 
von  Ausserdorfer  gefanden.     (Herb.  Trfls.) 

NB.  Ueber  die  genauere  Genealogie  dieses  Cirsiuras  ist 
mir,  insoweit  die  Verhaltnisse  des  Vorkoramens  eine  Ver- 
muthung  an  die  Hand  geben  konnten,  nichts  bekannt;  die 
drei  angegebenen  Arten  haben  jedoch  in  der  Pflanze  so 
merkliche  Spnren  hinterlassen ,  class  man  sie  rait  ziemlicher 
Sicherheit  daraus  erschliessen  kann: 

C.  spinosissimum  ist  an  der  Blattnervatur  zu  erkennen ; 
C.  oleraceura  an  den  Httllschuppen  und  an  der  Form  der 
ontersten  Blatter;  von  beiden  gemeinsam  stammt  die  inso- 
ferng  starke  Bebl&tterung,  als  sie  noch  ansehnliche  Deck- 
blatter  enth&lt;  C.  Erisithales  bekundet  sich  namentlich  io 
der  tief  reichenden  FiedertheiluDg  und  in  der  Beeinflussung 
der  Nervatur  des  C.  spinosiss.;  dann  aber  ist  seiner  Be- 
theiligung  znzuschreiben  die  fur  einen  Abkdmmling  von  G. 
oleraceum  und  spinosiss.  immerhin  etwas  sparsame  Be- 
blatterung,  sowie  die  griine  Farbe  der  Deckblatter  und  die 
dicht  flaumige  Bekleidung  der  Bliithenstiele,  die  nebenbei 
durch  ihre  Starke  und  etwas  lichtere  F&rbung  an  G.  spinosiss. 
erinnert.  * 

37.    C.  oleraceura  (Cnic.  ol  L.  sp.  1156)  (v.  v.  et  s.) 
Cirs.  oleracerum  Scop.  Cam.  ed  2.  998. 

Caulis  simple®  vel  ramoms,  glaber  vel  arachnoideus, 
totus  folio*u8.  Folia  amplexicaulia,  ovato-oblonga*  *ufe- 
glabra^  integra  vel  pinnatifida,  pinnis  ovatis.  Capitula 
congesta  vel  laociora,  cylindrical  bracteata,  bracteis  decolo- 
ratis,  ovatiSy  capitula  involventibu8.  Squamae  Unecuri- 
laneeolatae,  in  spinulas  attmuatae,  apice  patentee.  Corollae 
ockroleucae  limbics  tubo  longior.     Jul.-Sept 


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—    279    — 

So  typisch  die  Pflanze  im  Allgemeinen  ist,  ermangelt 
sie  in  ihren  einzelnen  Theilen  doch  nicht  mehrfacher  Schwan- 
kungen.  t 

Der  Stengel  wechselt  in  seiner  Grosse  zwischen  4  und 
12decim.;  bald  ist  er  einfach,  die  Infloreszenz  dann  dicht 
gehauft,  oder  er  theilt  sich  in  wenige,  kiirzere  oder  auch 
mehrere  und  langere  Aeste,  wodurch  dann  die  allgeineine 
Infloreszenz  eioe  losere  wird;  ebenso  ist  er  bald  fast  kahl, 
bald  etwas  rauhhaarig  oder  auch  spinnwebig,  immer  jedoch 
nnter  den  Kopfchen  wollig-filzig.  Die  Bebl&tterung  reicht 
stets  in  kraftiger  Entwicklung  bis  zur  Spitze,  wo  sie  die 
unser  Cirsinra  von  weitem  charakterisirenden  gelblichen  Deck- 
blatter  aufweist;  die  iibrigen  (Stengel-)Blatter  sind  sitzend, 
mit  breiter  Basis  umfassend,  yon  eiformig-langlicher  Gestalt 
und  wie  der  Stengel,  bald  kahl,  bald  zerstreut  behaart  oder 
flaumig,  bald  unterseits  leicht  spinnwebig,  immer  aber  ober- 
seits  sattgrun,  unterseits  blaulich-griin. 

Die  Blattspreite  ist  *fters  bei  den  unteren  und  immer 
bei  den  obersten  Blattern  ungetheilt,  bei  den  mittleren  da- 
gegen  wohl  immer  fiedertheilig  und  zwar  in  eigenthiimlicher 
Weise :  Die  Fiedern  sind  elliptisch-eiformig,  zugespitzt  (ebenso 
der  Endzipfel),  ihr  Rand  ist  ungleich  gezahnt  und  fein-dor- 
nig  gewimpert;  beim  Zusammentreffen  mit  der  Blattspindel 
bilden  sie  nicht  so  fast  Buchten,  als  spitzige  Einschnitte. 
Gegen  die  Spitze  des  Stengels  hin  entfarben  sich  die  Blatter 
mehr  und  mehr,  bis  zuletzt'die  eigentlichen  Deckblatter 
blassgelb  sind.  Von  den  Deckblattern  sind  die  ausseren 
eiffirmig,  langer  als  die  Kdpfchen  und  hullen  die  ganze  In- 
floreszenz ein,  die  innern  dagegen  sind  kiirzer  als  die  Kopf- 
chen und  mehr  lanzettlich. 

Die  Kdpfchen  sind  eiformig-zyliadrisch,  mittelgross 
(Hulle  bis  30mm  hocb,  bis  20mm  br.).  Die  mit  der  Spitze 
abstehenden  Hiillschuppen  sind  lineal-lanzettlich,  ganz  fein 
oder  kaum  flaumig,  zart  gekielt,  ebendort  ein  wenig  klebrig, 
fein  gewimpert,  leicht  spinnwebig,  gehen  in  eine  etwas  lan- 
gere (2mm),  gelbliche,  dornige  Spitze  fiber. 


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-    280    — 

Die  Blumenkronen  messen  bei  19mm,  der  Saum  ura 
1.5 — 2™™  mehr,  als  das  Rohr.  Die  BlUthenfarbe  ist  weiss- 
gelblicb.  * 

In  feuchten  Wiesen,  an  Wassergr&ben,  auf  Triften  bis 
1600m:  Ober-Innthal ,  Innsbruck,  Unter-Innthal,  Stnbai, 
Navis,  Brenner,  Sterling,  Brixen,  Bozen,  am  Trient  and  Ala, 
am  Fosse  des  Baldo  u.  s.  w.  u.  s.  w.,  nicht  beobachtet  in 
Vintschgau  und  am  Meran. 

38.  X  C.Oenipontanum(C.Erisitha]es  Xoleraceum.)  (v.s.) 

C.  recedens  ad  C.  oleraceam  Naeg.  in  Koch   Syn.  III.   760. 

Caulis  simplex,  subaracJwwideus,  totus  foliosus.  Folia 
ampleocicaulia,  ovata,  profunde  sinuato-pinnatifida,  pinms 
oblongis  vel  Icmceolatis,  dentati.%  dorso  interdum  subaraeh- 
noidea.  Gapitula  subcongesta,  infimis  pedunculate,  brac- 
teata,  bracteis  quam  capitulis  longioribus.  Squamae 
elongato-lanceolatae,  in  spinam  Vongiorem  productae,  leviter 
arachnoideae,  cmguste  et  viw  viscose  carinatae.  Corollae 
dtrinae  Umbus  tubo  paulo  longior.     Jul.-Aug. 

Der  ganz  bebl&tterte  Stengel  ist  an  seinem 
nnteren  Theile  beinahe  nackt,  nach  oben  dagegen  merklich 
spinnwebig. 

Die  eifbrmigen  Blatter  amfassen  den  Stengel  mit  breit 
herzffirmigem  Grande.  Gegen  die  sattgriine  Oberfl&che  sticht 
die  bl&ulichgrftne  Unterseite  merklich  ab;  an  letzterer 
treten  auch,  namentlich  an  den  Nerven,  leichte 
Spinnenhaare  auf.  Die  bachtigen  Einschnitte  erreichen 
beinahe  die  Mittelrippe;  die  Fiedern  sind  lfinglich  oder 
lanzettlich,  gez&hnt,  die  Zahne  oft  gross,  besonders  am  hin- 
tern  Rande;  mitanter  bemerkt  man  auch  am  vordern  einen 
oder  den  andern  grOsseren,  lanzettlichen  Zipfel;  sonst  sind 
die  Fiedern  einander  gen&hert  oder  mehr  entfemt,  and,  wftb- 
rend  die  hintern  etwas  nach  rfickw&rts  gewendet  sind,  sehen 
die  vordern  mehr  nach  vorne;  zu  oberst  werden  die  Bl&tter 


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—    281     — 

ULnglich,  fiederspaltig  gez&hnt,  umfassen  den  Stengel  nur 
mehr  zor  H&lfte. 

Die  KSpfchen  sind  etwas  locker  geh&uft,  die  antersten 
1 — 2  l&nger  gestielt,  die  fibrigen  fast  siUend,  mit  Deck- 
bl&ttern  versehen,  diese  von  eiftrmig-l&nglicher  Gestalt, 
t&bertreffen  die  R5pfchen  an  Grftsse,  sind  nicht 
entfSrbt.  Die  Htillschuppen  sind  verl&ngertr-lanzettlich, 
gehen  in  einen  schlanken,  feinen  Dom  von  1.5 — 2mm 
fiber;  die  Rfickseite  pubescirt  ganz  leicht,  der  Rand  ist  fein 
gewimpert,  da  and  dort  sieht  man  Spinnenhaare, 
besonders  am  Grande  der  Schuppen.  Ueber  die  Mitte  zieht 
sich  ein  schmaler,  schwach,  oft  kaum  bemerkbar 
klebriger  Kiel. 

Der  Saum  der  Bliithen  iibertrifft  das  Rohr  um  0.5— 
1.8mm,  zusammen  erreichen  sie  bei  20mm.  Die  Farbe  ist 
atronengelb. 

„Kranewitter  Klamm"  bei  Innsbruck  (Herb.  Kerner.) 

NB.  C.  Oenipontanum  ist  mit  G.  Candolleanum  Naeg. 
nabe  verwandt,  steht  aber  dem  C.  oleracenm  n&her,  als 
letzteres;  man  vergleiche  nur  die  S&rke  der  Bebl&tterung, 
Bekleidung  der  Blatter,  Grdsse  der  Deckbl&tter,  Form,  Be- 
kleidung  and  Bedornang  der  HiUlschuppen. 

39.  X  C.  Candolleanum  Naeg,  C.  d.  Schw.  p.  98. 

(C.  Erisithales  X  oleraceum)  (v.  s.) 
C.  Erisithali-oleraceum  N®g.  in  Koch  Syn.  III.,  760. 

Caulis  simplex,  superne  subaphyllus,  subarachnoidal*. 
Folia  ampleooicaulia,  elongato-ovata,  mbsinuatopinnatifidc^ 
pmnis  saepe  trmerviis,  pube&centia.  Capitula  pcmca,  sub- 
congesta,  braeteata,  bracteis  capitula  non  aeqwmtibus. 
Squamae  lanceolatae,  breviter  spinulatae,  via  arachnoideae, 
viscide  carinatae.  CoroUae  citrinae  limbics  tubo  Umgior. 
Jul -Aug. 

Der  dorchaos  leicht  spinnwebige  Stengel  ist  nur  in 
seiner  uoteru  flalfte  reicher  bebl&ttert. 


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—    282    — 

Die  Blatter  sind  stengelumfassend ,  etwas  buchtig  Seder- 
spaltig,  vod  Gestalt  verl&ngert  eiformig;  die  Fiedern  sind 
mehr  horizontal  angeordnet,  gezahnt  oder  die  Z&hne  auch 
sm  Zipfeln  verl&ngert,  jedoch  weniger,  als  bei  C.  Oenipon- 
tanum,  oft  zeigen  sich  an  den  Fiedern  die  fur  G.  Erisithales 
cbarakteristischen  drei  parallelen  Nerven,  seltener  sind  sie 
bloss  einnervig;  beide  Blattfl&chen  sind  beinahe  kahl  oder 
auch  zerstreut-flaumig;  die  obersten  Blatter  sind  lanzettlicb, 
dornig  ungleich  gezahnt. 

Die  Kopfchen  finden  sich  in  geringerer  Anzahl  vort  als 
bei  C.  Oenipont.;  sie  stehen  etwas  gehauft,  nicken  wohl 
auch  ein  wenig,  sind  von  Deckblattern  gestiitzt,  die  durch- 
aus  griin  und  kiirzer  sind,  als  die  KSpfchen  oder  so  gross, 
wie  dieselben.  Das  Ende  der  lanzettlichen  Hiill- 
schoppen  bilden  kurze  D5rnchen  von  0.5 — lmm;  der 
Rttcken  ist  flauraig,  der  Rand  gewimpert,  gewohnlich  frei 
von  Spinnenhaaren ;  der  Kiel  ist  deutlich  ersichtlich 
und  klebrig. 

Bei  fast  gleicher  Grftsse  der  Blumenkrone  entftllt  auf 
den  Saum  ein  grSsserer  Theil,  als  bei  C  Oenipont.  Bluthen- 
farbe  zitronengelb. 

„Krane^itter  Klamm"  bei  Innsbruck;  Trins  im  Wipp- 
thale  (Herb.  Kerner.) 

40.  C.  Carniolicum  Scop.  Cam.  n.  1005  (ann.  1760) 
(v.  s.  et  viv.  cult.) 

Caulis  simplex  vel  subramosus,  dense  pubescens,  totiis 
folio8U8.  Folia  petiolata  ses&ilia  vel  parum  decurrentia, 
cordato-oblonga,  velutinosa,  rtpando-sinuata  vel  pimia- 
tifido-lobata,  spinuloso-ciliata.  Capitula  ovata>  glomerata 
vel  remotiora,  nutantia,  bracteata,  bracteh  longis  spinulis 
ciliati8  et  capitula  mbaequantibus.  Squamae  laneeolato- 
lineares,  longiu*  spinulatae,  pubescentes,  spinulis  vel  longis 
pilis  ciliatae.  CoroUae  ochroleucae  limbics  tubo  longior. 
Jul.- Aug. 


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—    283    — 

Die  Pflanze  treibt  einen  Stengel  von  6 — 12  decirn.,  der 
von  ziemlich  langen  Haaren  dicht  flaumig  ist,  besonders  an 
seiner  Spitze,  wo  die  Haare  fast  einen  zottigen  Ueberzog 
bilden;  sonst  ist  der  Stengel  einfaoh  oder  theilt  sich  oben 
in  einige  wenige  Aeste.  Die  Beblatterong  reicht  vom  Grande 
bis  unter  die  K5pfchen. 

Die  untersten  Blatter  sind  gestielt,  der  Stiel  unter- 
brochen  igeflugelt,  die  mittleren  und  obern  dagegen  mit  herz- 
fdrmiger  Basis  sitzend,  halb  stengelumfassend,  oder  die 
Oehrchen  laufen  ein  wenig  herab.  Ihre  Gestalt  verandert 
sich  von  unten  nach  oben  von  der  herzf5rmigen  in  die 
eiformige,  lftngliche,  zuletzt  ziemlich  schmal-lanzettliche  bei 
breiterer  Basis.  Ein  sehr  dichter  Ueberzug  von  korzen, 
glanzenden  Haaren  verleiht  den  Blattern,  besonders  an  der 
Oberseite  und  bei  schief  auffallendero  Lichte  ein  seidig- 
sammtenes  Aussehen.  Die  Blatter  sind  nngetheilt  oder 
bucbtig-  oder  fiederspaltig-gelappt,  die  Lappen  breit,  dreieckig, 
etwas  grob  gezahnt,  fein-dornig  gewimpert;  an  den  oberen 
Blattern  dagegen  werden  die  Dornen  langer,  noch  langer  bei  den 
lineal-Ianzettlichen  Deckblattern,  an  denen  sie  sich  hie  nnd 
da  anch  noch  verasteln.  Letztere  sind  sonst  den  fibrigen  Blat- 
tern gleich,  nor  langer,  beinahe  zottig  behaart;  sie  erreichen 
K5pfchengr5s8e  oder  anch  nicht.  Alle  Lanbblattorgane,  von 
den  untersten  Stengelblattern  bis  zu  den  Hullschuppen, 
zeigen  ein  kontinuirliches  Ineinanderubergehen. 

Die  mittelgrossen,  eif5rmig-rundlichen  K5pfchen  (Httlle 
25— 30™™  hoch,  22—26  br.)  stehen  gehauft  oder  sind 
lfinger  gestielt  und  weiter  von  einander  entfernt  (je  nachdem 
der  Stengel  einfach  oder  getheilt  ist),  kommen  aber  nur  in 
geringerer  Anzahl  vor  (3—6),  nicken  ebenso,  wie  die  von 
C.  Erisithales.  Von  den  larzettlich-Iinealen  Hflllschuppen 
sind  die  ausseren  dornig-,  die  innern  mit  langen  Haarchen 
gewimpert,  alle  in  einen  langeren,  aber  wehrlosen  Doru  zu- 
gespitzt,  auf  dem  Riicken  von  ziemlich  langen  Haarchen 
flaumig,  ganz  leicht  oder  kaum  gekielt,  beinahe  von  der 
Mitte  an   zunickgeschlagen   und  auch  auf  der  dadurch  frei- 


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—    284     — 

gelegten  innern  Seite  flaumig.  —  Die  blassgelbe  Blumen- 
krone  misst  bei  19mm,  der  Saum  um  1 — 1.5mm  mehr,  aJs 
das  Rohr. 

Siidtirol  in  Vallarsa,  am  Cam pog rosso ;  ausser  der 
Grenze  aaf  dem  Bergzage  westlich  vom  Gardasee,  sfidlich 
von  Val  di  Vestino. 

NB.  Im  Alter  und  im  getrockneten  Zostande  werden 
die  Haare  rostbraun,  wodurch  besonders  der  obere  JTheil  der 
Pflanze  ein  charakteristisehes  Aussehen  erhalt.  Oer  stdo- 
nyme  Name  Cirs.  rufescens  Ram.  in  DC.  fl.  fr.  bezieht  sich 
offenbar  hierauf. 

41.  X    C.   Benacense  Treuinfels    (Oest   Bot.    ztsehr 
1874,  S.  172.)  (v.  s.) 

(C.  Carniolicum  X  Erisithales.) 

CauUs  totus  foliatue,  pubescent.  Folia  ovata  vel 
oblonga,  alato-petiolata  vel  sessiUa,  profunde  sinuato- 
piwnatifida,  pimds  subtrinerviis,  grosse  dentatis,  antrorsum 
versis,  utrinque  pubescentia.  Capitula  nuttmtia,  mbro- 
twri&dy  braeteata,  bracteis  capitula  subaequantikus  et  longis 
spinalis  ornatis.  Squamae  graciUus  spinulatae,  tenuiter 
carinatae,  subviscidae,  recurvae.  Corollae  citrinae  Umbus 
tubo  multo  longior. 

Allem  Anscheine  nach  (ich  habe  nur  den  oberen  Theil 
und  ein  nnteres  Stengelstiick  sammt  Blatt  vor  rair)  erreicht 
die  Pflanze  eine  betr&chtliche  Hdhe. 

Der  Stengel  ist  rauhhaarig,  zu  oberst  dicht  brauu- 
flaumig-filzig  (nicht  spinuwebig-filzig)  und  durchaus,  aber 
etwas  sparsara  beblattert. 

Die  unteren  Blatter  sind  geflugelt-gestielt,  am  Grande 
erweitert,  die  oberen  sitzen  mit  breiter,  herzfttrmiger  Basis 
umfassend.  Die  Gestalt  der  Blatter  ist  bei  den  untern 
eiftrmig,  bei  den  obern  lftnglieh;  sie  sind  tief  fiedertheilig, 
die  unteren  Blatter  in  ihrer  untern  H&lfte  fast  bis  zur  Rippe, 


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—    285    — 

in  der  obern  nnr  mehr  bis  4/5  oder  3/4,  die  Fiedern  sind 
bier  breit  eiformig,  fast  rantenfSrmig,  grobz&hnig,  mit  zwei 
deatlichen  parallelen  Nerven  (der  binterste  wendet  sich  mehr 
gegen  den  Rand  and  zweigt  sich  meist  erst  ini  Fiederlappen 
vom  mittleren  ab)  and  schauen  deutlich  nach  vorne;  die 
obern  Blatter  sind  nor  bis  3/4  oder  2/8  bnchtig-fiederspaltig, 
die  Fiederlappen  eiformig,  aucb  noch  etwas  grober  gez&hnt; 
die  obersten  Blatter  werden  lanzettlich  and  dienen  den  aaf 
zweilftngere  Stiele  vertheilten  3—5  Kdpfchen  als  Deckbl&tter; 
die  ausseren  nberragen  die  Kopfchen,  die  inneren  erreichen 
die  Grfose  der  letzteren  nicht;  diese  sind  fast  lineal,  die 
Dftrnchen  an  ihren  Zahncben  and  an  ihren  Oehrchen  «ind 
relativ,  theilweise  auch  absolat  grdsser,  als  an  den  antern 
Blattern;  sie  gehen  allmalig  in  die  Htlllschappen  fiber,  so 
dass  von  diesen  die  aussersten  2,  3  an  ihrem  unteren  Rande 
noch  vereinzelte  DOrnchen  tragen. 

Die  *Ha11schappen  sind  aus  breiterer  Basis  stark  ver- 
lftogert,  endigen  in  feine  Dornchen  von  1  —  1.3mm;  der 
Rficken  ist  stark  flaumig,  mit  Aasnahme  eines  rhombischen 
Fleckes  in  der  oberen  Halfte,  langs  dessen  lingerer  Diagonale 
ein  griiner,  klebriger  Kiel  verl&aft;  der  Rand  ist  dicht  ge- 
wimpert;  die  Spitze  ist  weniger  als  bei  C.  Garuiolicuin,  aber 
mehr  als  bei  G.  Erisithales  zuriickgeschlagen. 

Die  rnndlichen,  mittelgrossen  Kdpfchen  (Halle  bei 
20mm  br.  and  hoch)  nicken  stark. 

An  der  20mm  langen,  zitronengelben  Blomenkrone  be- 
trtgt  das  Rohr  nur  7— 8mm! 

Aof  dem  Gebirgszage  westlich  vom  Gardasee  (lacus 
Benacos),  sfidlich  von  Val  di  Vestino,  also  aasser  der  tiro* 
lischen  Grenze,  aber  kaam  allzaweit     (Herb.  Hater). 

NB.  Habitaell  macht  dieses  Cirsiam  ziemlich  den  Ein- 
drack  eines  C.  Erisithales;  die  geschilderte  Blattform,  die 
(far  ein  G.  Erisithales)  reiche  Bebl&tterang,  die  schlank  be- 
dornten  Deckblatter  and  Hiillschappen ,  die  rostbraun  filzigen 
Blfithenstiele  lassen  die  Betheiligang  des  Cirs.  Corniolicam 
an  anserer  Pflanze  vollkommen  glaabhaft  erscheinen. 


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—    286    — 

42.  C.  Erisithales   (Cnic.  Er.  1.  sp.  1157.)   (v.  v.  et  s.) 
Cirs.  Erisithales  Scop.  Carn.  ed.  2.  p.  125. 

Caulis  simplex  vel  H-trifidusy  pilosus,  superne  sub- 
aphyUus.  Folia  ovata  vel  oblonga,  ad  costam  usque  pin- 
natifida,  pinms  fere  imbricatis,  horizontalibus,  trinerviis, 
utrinque  pilosis.  Capitula  pauca,  subglomerata,  subrotunda, 
nutantia,  ebracteata.  Squamae  oblongae,  breviter  spinu- 
latae,  viscosae,  apiee  rejlexae.  Coroliae  citrinae  timbus 
tubo  longior.    JuL-Aug. 

Aus  der  Mitte  der  rosettig  ausgebreiteten  4 — 5  unter- 
sten  Bl&tter  erhebt  sich  der  5 — 10  decim.  bohe  Stengel, 
sparlich  raoh-flauinhaarig,  einfach  oder  oben  in  2  —3  Bliithen- 
aste  getheilt;  er  tragt  aach  an  seinein  untern  Theile  nor 
2 — 3  Blatter,  nacb  oben  zu  fehlen  sie  fast  ganz,  doch  findet 
sich  eines  oft  noch  fast  unter  den  Kopfchen. 

Die  unteren  Blatter  sind  kurz  geflugelt-gestielt  and  am 
Grande  erweitert;  die  obern  amfassen  den  Stengel  mit 
ohriger  Basis.  Iramer  bewahren  die  Blatter  eine  charak- 
teristische  Form:  eiformig  oder  langlich  im  Umrisse  sind  sie 
bis  zur  Mittelrippe  fiederspaltig,  die  einzelnen  Fiedern,  wenig- 
stens  an  den  antersten  Blattern,  etwas  geschindelt,  lanzett- 
licb,  sparsara  gezahnt,  von  drei  parallelen  Nerven  durch- 
zogen,  die  anterseits  langer  behaart  sind,  aber  nicht  so  stark, 
wie  z.  B.  bei  G.  spinosissimam,  wahrend  sonst  beide  Blatt- 
flachen  bald  mebr,  bald  weniger  raoh-flaunrig  behaart  er- 
scheinen;  die  Fiedern  stehen  mehr- weniger  rechtwinklig  von 
der  Rippe  ab,  oder  die  hintersten  wenden  sich  ein  wenig 
zuriick  and  die  vordersten  ebenso  nach  vorne;  bei  den  ober- 
sten  Blftttern  reichen  die  Einschnitte  nicht  mehr  bis  zor 
Rippe  and  die  Fiedern  zeigen  alle  eine  kleine  Neigong  nach 
vorne;  die  zwei  Seitennerven  der  Fiedern  schwinden  mehr 
and  mehr. 

Unter  den  K5pfchen  ist  der  Stengel  (beziebangsweise 
sind    die   Bliithenstiele)    mit    ziemlich    dichten,    anliegenden 


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—    287     — 

Flaumhaaren  bedeckt,  zwischen  diesen  erscheint  er  von  einer 
klebrigen  Masse  iiberzogen;  getrocknet  wird  dann  dieser 
klebrige  Ueberzug  braunlich  und  die  Eaare  etwas  rostfarben, 
was  zusammen  ein  far  die  Stengelspitze  von  C.  Erisithales 
charakteristisches  Aussehen  erzeugt. 

Die  Kopfchen  nicken,  sind  randlich-eiformig,  mittelgr.(Hfille 
15 — 23mm  br.  und  hoch),  deckblattlos  oder  von  dein  letzten 
Blatte  (seltener  von  den  zwei  letzten)  gestiitzt,  entweder  an 
der  Basis  der  Bliithenstiele,  in  welchem  Falle  das  Blatt  oft 
noch  von  ansehnlicher  Grosse  ist,  oder  unmittelbar  unter  den 
Kopfchen,  wo  dann  die  Blattchen  sehr  klein,  fast  schuppen- 
f&rmig  sind.  Sie  stehen  einzeln  auf  den  kurzen,  seltener 
langeren  Stielen,  oder  sind  auch  enger  gehauft. 

Die  Schuppen  sind  langlich-lanzettlich ,  am  Ende  sturapf- 
lich  mit  kurzen  Dftrnchen  von  0.3 — 0.6mm,  stark  flaumig, 
gewimpert,  am  Riicken  mit  einer  klebrigen  Schwiele  ver- 
seheD,  die  im  Leben  grun  und  weisslich  iiberlaufen  oder  mit 
einer  weisslichen  Mittellinie  versehen  ist,  getrocknet  oft 
braunlich  hersieht.  Die  Spitzen  der  Schuppen  sind  weit  zu- 
rackgeschlagen  bei  den  untersten,  horizontal  oder  etwas 
weniger  bei  deu  oberen  und  obersten;  der  umgeschlagene 
Theil  ist  auch  inwendig  fein-flaumig. 

Die  zitronengelben  Blumenkronen  schwanken  von  17 — 
20mm,  ihr  Saum  ist  um  2  — 2.5mm  langer,  als  das  Rohr. 

An  buschigen  Stellen,  an  felsigen,  etwas  trockenen  Ab- 
hangen  der  Berge  bis  etwa  1800m;  scheint  ftir  Kalkunter- 
lage  einige  Vorliebe  zu  haben ,  kommt  aber  auch  auf  an- 
deren  Gebirgsarten  vor,  so  auf  Porphyr  (Ritten  bei  Bozen), 
Thonschiefer  (Trafoithal ,  Stilfserjochstrasse) ,  Hornblende- 
8chiefer  (bei  Marienberg  in  Vintschgau).  Allerdings  sind  die 
genannten  Gebirgsarten  nicht  kalkfrei. 

C.  Erisithales  kommt  meist  etwas  vereinzelt  vor  (mit- 
uoter  allerdings  auch  in  ganz  betraehtlicher  Individuenanzahl), 
durfte  aber  kaum  einem  ausgedehnteren  sBezirke  Tirols 
fehlen. 

NB.    Sowohl  Bertoloni  (fl.  Ital,  IX,  p.  21),  als  Grenier 


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—     288     — 

et  Godron  (fl.  de  fr.  2.  p.  217),  als  Reichenbach  (in 
Deutschlds.  Flora,  Die  Cynaroo'phalen  S.  77),  als  Haus- 
mann  (FL  v.  Tirol  S.  479)  aussern  sich  dahin,  dass  G.  Eri- 
sithales  mitunter  auch  mit  purpurncn  Bliithen  vorkomnie, 
wobei  „keine  Spur  einer  anderu  befruchtenden  Art  za  ent- 
decken  sei*  (Rchbach  1.  c). 

Es  liegt  mir  ferae,  der  Behauptung  so  gewiegter  Bo* 
taniker  in  ihrer  Allgeraeinbeit  nahe  treten  zu  wollen ;  jedoch 
mit  Rficksicht  aof  die  von  mir  eingesehenen  tirolischen 
Exemplare  vermuthe  ich,  dass  bei  diesen  der  Wechsel  zwi- 
schen  gelber  und  rother  Farbe  mitunter  za  leicbt  angenom- 
men  worden  sein  diirfte. 

In  Sudtirol  ist  es  G.  Pannonicum,  welches  ab  and  za 
mit  C.  Erisithales  Formen  erzeagt,  die  letzterem  tauschend 
ahnlicb  sehen  und  bei  denen  nur  noch  die  rothe  Bldtben- 
farbe  einen  Uuterschied  von  dem  gewohnlichen  C.  Erisithales 
za  begriinden  scheint.  Da  und  dort  entdeckt  man  aber  bei 
genauerem  Zusehen  doch  wieder  minutidse  Differenzen,  die 
wenn  auch  leise,  auf  deu  zweiartigen  Drsprang  hindeaten. 
Bald  sind  es  leichte  Spinnenhaare  am  Stengel,  oder  Spuren 
davon  an  der  Unterseite  der  Blatter*),  bald  sind  es  beinahe 
aufrechte  K5pfchen,  bald  der  Mangel  der  charakteristischen 
Bekleidung  der  Bluthenstiele  oder  eiue  leichte  Beimischang 
dabei  von  Spinnenhaaren. 

In  Pasterthal  diirfte  G.  palustre  eine  ahnliche  Rolle 
spielen,  wie  C.  Pannon.  in  Sfidtirol;  bei  einem  andern  C. 
Erisithales  mit  rothlicher  Bliithe  (von  Lienz)  glaubte  ich 
Spuren  von  G.  heterophyllum  zu  entdecken. 

Alle  von  mir  eingesehenen  (vielleicht  iiberhanpt  alle?) 
„roth"  bliihenden  C.  Erisithales  zeigten  eine  trub  rdthliche 


*)  Bertoloni  1.  c.  erwllhnt  dieses  bei  der  allgemeinen  Chjtfakteri- 
stik  Ton  C.  Erisithales!  Fiir  das  reine  C.  Erisithales  besweifle  ich  die 
Bichtigkeit  dieser  Angabe  alles  Ernstes:  hfichst  wahrscheinlieh  ist  es 
aof  die  Srenigen  nrothu  bliihenden  Exemplare  einsoschranken  oder  aof 
andere  gelb  blikhende,  die  richtiger  als  C.  Erisithaloides  Hater  beaeich- 
net  werden. 


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—    289    — 

Farbe.  Auch  dieser  Umstand  lasst  den  behaupteten  Farben- 
wechsel  bedenklich  erscheinen;  denn,  wenn  ein  solcber  vor- 
handeo  ist,  findet  nicht  so  fast  ein  allmaliger  Uebergang  von 
einer  Farbe  in  die  andere  statt,  als  vielmehr  ein  Sprung 
ohne  wahrnehrabare  Vermittlung;  vergleiche  Naegeli  C.  d. 
Schw.  S.  5,  6:  „die  Farbung  Sndert  sich  plStzlich,  ohne 
durch  quantitative  oder  qualitative  Mittelstufen  zu  gehen.* 

Sectlo  VII.  Cephalonoplos  De  Cand 

Folia  facie  non  spinuloso-hirta,  subdecurrentia.  Caulis 
a  radice  ramosus.  Flores  purpurei,  raro  albl  Corollae 
limbus,  qnam  tubas  multo  brevior,  fere  ad  basin  quinquifi- 
dus.    Pappus  corolla  demum  longior. 

43.    C.  arouse  (Serratula  arv.  J+  sp.  1149)  (v.  v.  et  s.) 
Cirs.  arvense  Scop.  Cam.  ed.  2.  n.  1001. 

Rodin  repens.  Caulis  subarachnoideust  foUosus,  a 
basi  ramosus.  Folia  subdecurrentia,  lanceolata9  sinuato- 
pinnatifida  vel  fere  integra,  undulata  vel  plana.  Gapitula 
ebracteata,  cylindrica,  numerosa.  Squamae  ovatae,  ara- 
neoso-ciliatae,  breviter  spmulatae.  Corollae  violaceae  Um- 
bos ad  basin  fere  5  fidus,  tubo  triplo  vel  quadruplo  brevior. 
Pappus  demum  corolla  longior.    Jul-Aug. 

Pro  foUorum  diversitate  disUngui  possunt  hoe 
varietates: 

a)  horridum  (Cirs.  horridum  Wimm.  &  Grab.  fl. 
SOL  cma.  1827 — 29) :  foliis  undulatis9  pinnatifidis,  valde 
spmosis; 

b)  setosum  (Serrat  set.  Willd.  ann.  1800):  foliis 
plams,  integerrimis  vel  subdentatis; 

c)  mite  (Koch  Synops.  I.  cum.  1837)  :  foliis  caulims 
sinuatis,  rameis  integris  vel  dentatis,  mitius  spmosis; 

d)  argenteum  (Cirs.  argenteum  Vest  man.  bot.  1805): 
foUis  dorso  atbo-  vel  mveo-tomentosis. 

Ferdinandoums-Zeitschrift.  19 


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—    290    — 

Dieses  Cirsium  nach  seinem  Standorte  benannt  and  seit 
Linn6  von  den  verschiedenen  Botanikern  als  „pestis  agrorum* 
gebrandmarkt  variirt  namentlich  in  seinen  Blattern  so  sehr, 
dass  man  mit  diesem  Wechsel  nicht  vertraut  sich  schwer 
daza  verstehen  mochte,  manche  Formeo  desselben  zu  einer 
nnd  derselben  Art  zu  ziehen. 

Die  Wnrzel  ist  stark  kriechend  and  sendet  da  and 
dort  Schosse  empor  (daher  die  Ausrottung  der  Pflanze, 
wenn  nicht  amndglich,  so  doch  aasserst  schwierig). 

Der  Stengel  erreicht  eine  H6he  von  6 — 15  decim.,  ist 
in  seinem  antern  Theile  kahl  oder  fast  kahl,  nach  oben  zu 
leicht  spinnwebig,  seltener  dichtig  filzig,  unter  den  K&pfchen 
immer  etwas  filzig.  Aaf  and  aaf  riemlich  reich  bebl&ttert 
entwickelt  er  schon  aas  semen  antersten  Blattachseln 
Seitenaste. 

Wahrend  die  Blatter  im  antern  Theile  des  Stengels 
mehr-weniger  herablaufen,  sitzen  die  oberen  mit  nicht  er- 
weiterter  Basis.  Theilang  der  Blatter  and  Starke  ihrer  Be- 
dornung  variiren  in  der  oben  angegebenen  Weise  and  be- 
grtinden  die  Variet&ten  sab  a,  b,  c.  Die  Blatter  besitzen 
eine  festere,  beinahe  lederartige  Konsistenz  and  sind  (var. 
vestitum  aosgenommen)  oben  dunkelgr&n,  anten  immer 
blasser;  die  obersten  fangiren  wohl  aach  noch  als  Deck- 
blatter,  erreichen  aber  nie  K5pfchengr5sse. 

DieKOpfchen  von  zylindrischer  Gestalt  (Halle  8 — 12™m 
br.  12 — 15  hoch)  stehen  etwas  locker  ebenstraussig  aaf  den 
Spitzen  des  oben  immer  verzweigten  Stengels.  Die  eifSr- 
migen  Hullschappen  spitzen  sich  ein  wenig  zu,  tragen  am 
Ende  gelbliche,  abstehende  DSrnchen  von  0.5-0.8-lmm ;  der 
Band  ist  von  Spinnenhaaren  filzig  omsaamt;  den  Rucken 
bedeckt  leichter  Flaam,  and  in  der  obern  Mitte  bemerkt  man 
einen  dunkler  gef&rbten  Kiel,  bald  gr5sser,  bald  kleiner, 
immer  aber  etwas  klebrig;  aach  der  ubrige  Theil  der  Schup- 
pen  ist  oft  oder  meist  purpura  iiberlaufen. 

Die  violetten,  mitunter  weissen  (auctt.  Bertoloni,  Gren. 
et  Grodr.,  Celakovsky,  Neilreich),  ziemlich  stark  nach  Honig 


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—    291    — 

riechenden  Blutfaen  erreichen  eine  Lftnge  von  18mm,  der 
Swim  nur  3 — 4mm  nnd  ist,  abweichend  von  alien  andern 
Cirsien,  fast  bis  auf  seinen  Grand  ungleichm&ssig  funf- 
spaltig.     , 

Eigenthumlich  ist  unserem  Cirsium  inch  noch,  dass  der 
Pappus  von  schmutzig  weisser  Farbe  sich  allm&lig  fiber  die 
Krone  verl&ngert,  ja  diese  schliesslich  tun  ein  Drittel 
fibertrifft. 

Ausser  auf  Aeckern,  auch  an  Wegen,  lichten  Wald- 
stellen  etc.  bis  etwa  1800™,  gemein  dorchs  ganze  Land; 
var.  argenteum  in  der  Rodlerau  bei  Bozen  (Ham.  in  Ft.  v. 
Tirol)  and  bei  Mittewald  in  Pusterthal  (Herb.  Gander). 

NB.  Naegeli  in  Koch  Syn.  Ill,  748  schreibt  ,ramis 
inferidribus  brevibns  foliosis  sterilibus." 

Da  die  allgemeine  Blftthenentwicklung  eine  zentrifagale 
ist,  kommt  die  Reihe  znm  Aufblfthen  an  die  nntersten  Aeste 
allerdings  zuletzt,  nnd  mag  es  wohl  diesem  Umstande  zuzu- 
schreiben  sein,  dass  man  sehr  h&ufig  die  nntersten  Aeste  so 
findet,  wie  sie  Naegeli  1.  c.  beschreibt;  dass  aber  in  ange- 
messener  Zeit  nicht  auch  die  untern  Aeste  sich  weiter  ent- 
wickeln  k&nnen  sollten,  kommt  mir  unwahrscheinlich  vor; 
wenigstens  ein  Exemplar  beobachtete  ich  (bei  Marienberg, 
allerdings  im  Herbste),  dessen  untere  Aeste  sehr  sch5ne 
Blfithen  trugen.    Sollte  das  ein  vereinzelter  Fall  sein? 

NB.  2.  Nach  Hausm.  Fl.  v.  Tir.  S.4  84  soil  urn  Kitz- 
bfkchl  in  Unter-Innthal  ann.  1847  auch  ein  C.  arvense  X 
oleraceum  geranden  worden  sein.  In  Ermanglung  weiterer 
Nachrichten  hier&ber  beschr&nke  ich  mich  darauf,  diese  Notiz 
hier  zu  registriren.  

Nachtrag. 

44.  P.  T.  Ausserdorfer  fand  1874  bei  Virgen  in  Poster- 
thai  auch  ein  C.  acaule  X  oleraceum.  Ich  bin  nooh 
nicht  in  der  Lage  fiber  das  Verh&ltniss  dieses  Bastartes  zu 
den  andern  zwischen  diesen  beiden  Arten  bereits  bekannten 

Bastarten  ein  Urtheil  zu  fallen. 

19* 


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—    292    - 

Schlussbemerkungen. 

Ein  naheres  Eingehen  auf  die  verwandtschaftlicheu  Ver- 
haltnisse  der  Cirsien  oder  die  Darlegung  eines  muthmass- 
lichen  Stammbaumes  kann  nicht  im  Bereiche  der  gegen- 
wartigen  Arbeit  liegen,  die  ja  nor  einen  Bruchtheil  der 
Cirsien  umfasst. 

Was  aber  die  Verwandtschaft  der  tirolischen  Arten  be- 
trifft ,  versuchte  ieh  dieselbe  in  der  beigelegten  Zeichniuig  in 
folgender  Weise  darzustellen: 

Ueber  die  Peripherie  eines  Kreises  hinaus,  in  den  icb 
mir  die  frdheren  Entwicklungsformen  der  Cirsien  eingeschlossen 
dachte,  verlangerte  ich  soviele  Radien,  als  die  tirolischen 
Arten  Sektionen  darstellen;  diese  Radien  n&herte  ich  ein- 
ander  oder  entfernte  sie,  je  nachdem  mir  die  Sektionen  einander 
naher  oder  entfernter  zu  stehen  schienen.  An  den  Radien 
trug  ich  die  einzelnen  Arten  auf,  wobei  ich  mit  jenen  be- 
gann,  die  unter  sich  am  meisten  Aehnlichkeit  zeigen  (C. 
spinosissimum,  acaule  n.  s.  w.).  — 

Zugleich  inachte  ich  auch  die  verschiedenen  mnthmass- 
lichen  Bastartirungen  dieser  Arten,  die  uns  bekannt  sind, 
ersichtlich ,  indem  ich  die  betreffenden  Arten  miteinander  ver- 
band  and  in  diese  Linie  die  Ziffer  hineinschrieb ,  die  der 
Anzahl  der  onterscheidbaren  Typen  entspricht. 

Bei  dieser  Veranschaulichung  fallen  zwei  Thatsachen 
ins  Auge: 

1)  Die  Sektionen  Xanthopon  und  Microcentron  weisen 
die  grdsste  Verbindungsfahigkeit  auf;  diese  verringert  sich 
schon  sehr  bei  Pterocaulon  und  schwindet  fast  ganz  bei 
Cephalonoplos  und  Epitrachys. 

2)  Was    die  Sektionen  Xanthoppn    und  Microcentron 
betrifft,   so    bilden  die  Arten,  die  zu  einer  Sektion  gehoren 
unter  sich  weniger  Bastarte,   als  mit  den  Arten  der  andern 
Sektion. 

Allerdings  wtbrde  sich  diese  Darstellung  etwas  ver- 
andern,  wenn   wir  alle  existirenden  Hybriden  der  genannten 


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—    293    — 

Arten  in  Betracht  «5gen,  aber  der  allgemeine  Gharakter 
wtirde  doch  nicht  merklich  alterirt  werden. 

Fassen  wir  somit  diesen  allgemeinen  Charakier  in's 
Aoge,  so  werden  wir  betreffs  des  ersten  Punktes  kaum  fehl 
gehen,  wenn  wir  sagen,  dass  sich  in  der  grossen  Verbindungs- 
fthigkeit,  welch e  die  beiden  Sektionen  Xanthopon  and  Micro- 
centron  gegen  einander  bekunden,  ihre  nahe  Verwandtschaft 
ausspreche,  sowie  im  Gegentheil  in  der  geringeren  Verbin- 
dangsffihigkeit  der  andern  Sektionen  mit  den  genannten  nnd 
water  sich  der  Mangel  einer  solchen  n&heren  Verwandtschaft. 

Was  den  zweiten  Ponkt  belangt,  mag  dieses  ver- 
schiedene  Verhalten  immerhin  darin  seine  theilweise  Er- 
klarung  finden,  dass  die  Arten  einer  and  der  namlichen 
Sektion  sich  weniger  an  denselben  Standorten  oder  an  be- 
nachbarten  znsammenfinden,  als  dieses  in  Bezug  auf  die 
Arten  der  andern  Sektion  der  Fall  ist.  Ich  vermuthe  aber, 
dass  sich  andererseits  in  dieser  Thatsache  das  Gesetz  aus- 
spreche, dass  die  giinstigsten  Bedingangen  fur  Bastartirung 
nicht  mit  der  grdssten  Affinitat  zusammenfallen,  sondern  in 
einer  gewissen  mittleren  Verwandtschaft  liegen.  Es  gabe 
somit  nicht  bloss  ein  Extrem  der  Entfernung,  bei  dem  Ba- 
starte  weniger  leicht  oder  gar  nicht  entstehen,  sondern  auch 
ein  Extreni  der  AnnSherung?  — 

Es  w^re  das  erne  schCne  Analogie  mit  Beobachtungen, 
welche  die  Physiologie  auf  andern  Gebieten  gemacht  hat. 

Von  den  tirolischen  Cirsien- Arten  zeigt  die  grOsste  Zahl 
von  Hybriden: 

C.Erisithales;  es  verbindet  sich  mit  7  Arten  in  17Typen; 

C.  oleraceum    verbindet  sich  mit  6  Arten  in  8  Typen; 

0.  heterophyllous      „  »     »     4    »      »  11     „ 

C.  spinosissimam       „  „„4„      „  10     „ 

C.acaule                  *  »     »     4    »      »    5    „ 

C.  paluBtre               „  „     „     3    „     .„    7     „ 

G.  rivulare               -  .  ■     »  .  8    .      »    5    » 


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—    294    — 

C.  Panonicum  verbindet  sich    mit   1  Art  in  2  Typen; 
C.  Carniolicom        „  „        „     1     „     „  1  Typos; 

0.  montanom. 
G.  arvense. 
C.  lanceolatom. 
0.  eriophonim. 


4  I 


Tafel  zur  analytischen  Bestimmnng  der 
tirolischen  Oirsien-Arten. 

.    I  Oberseite  der  Blatter  stachlig-ranh      ....      2 
\        v  9         9       nicht  stachlig-rauh      .    .      3 

/  Blatter  nicht  herablaofend  O.  eriophorum  (L.) 

\      „       herablaofend  0.  lanceolatum  (L.) 

f  Blnthen  roth  (selten  weiss)        4 

*  \        9      blassgelb  oder  zitronengelb     ....     10 

Pflanze  stengellos  oder  mit  sehr  kurzem  Stengel, 
KCpfchen  meUt  einzeln,  Hfllle  zylindrisch-eifflrmig, 

Alpenpfl.  C.  acauls  (L.) 

Pflanze  mit  wohl  entwickeltem  Stengel     .    .    ♦       5 

Stengel  von  unten  anf  Seitenfete  treibend,  Bliithen 

lila,  Pflanze  meistgesellschaitlich  C.  arvense  (L.) 
Stengel  in  der  ontern  H&lfte  nicht  verzweigt  6 

Stengel  von  herablaufenden  Blattem  dornig  kraus- 

gefliigelt  C.  palustre  (L.) 

Blatter  nicht  oder  nnr  wenig  herablaofend    .    .       7 

Blfttter   ein  wenig  herablaofend,  lanzettlich,   onge- 

theilt                            C.  Pavmonicum  (L.  fiL) 
Blatter  nicht  herablaofend 8 

Blatter  nnterseits  weiss-filzig  C.  heterophyttum  (L.) 
9              9         nicht    filzig,    hOohstens     etwas 
spinnwebig         9 


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10 


11 


12 


—    295    — 

Stengel  oben  fast  blattlos,  untere  Blatter  meist 
ungetheilt  C  rivulare  (Jaeq.) 

Stengel  bis  unter  die  Kflpfchen  beblattert,  Blatter 
tief  fiederspaltig         C.  montcmum  (W.  et  K). 

Blfithenstand  mit  entf&rbten  (weiss-gelblichen)  Deck- 

blattern      . 11 

Bluthenstand  ohne  solche  Hiille 12 

DeckbL  eif5rm.,  ziemlich  ungetheilt,  die  K5pfchen 
oft  v511ig  einhfUlend  C.  oleraceum  (L.) 

DeckbL  verlangert  lanzettlich,  dornig  zerschlitzt, 
aufrecht  abstehend.  Alpenpflanze 

C.  spino&issimum  (L.) 

Stengel  oben  fast  blattlos,  Hullschiippen  klebrig 

G.  JErisithales  (L.) 
Stengel  bis  zur  Spitze  beblattert,  Hiillschuppen  nicht 
klebrig  (sfLdlichstes  Tirol)  C.  CarnioUcum  Scop. 


Cirsiorum  Tirolensium  index  alphabeticus: 


C.  acau!e(L.)  Nr.  11  pag.  225 
XC.  acaule  X  oleraceum 

Nr.  44  pag.  291 
XC.H.affineTauschNr.23p.252 
X  C.  alpestre  Nr.  13  pag.  228 
G.  arrense  (L.)  Nr.  43  pag.  289 
X  C.  Au8serdorferi  Hansm. 

Nr.  10  pag.  223 
X  C.    Autareticum   (Vill.) 

Nr.  21  pag.  247 
X  G.  Benacense  Treuinfels 

Nr.  41  pag.  284 
X  C.  Candolleanom  Naeg. 

Nr.  39  pag.  281 
C.  CarnioUcum  Scop.  Nr.  40 
pag.  282 


C.   eriophorum  (L.)    Nr.  1 

pag.  206 
C.  Erisithales  (L.)    Nr.  42 

pag.  286 
X  C.  Erisithaloides   Huter 

Nr.  32  pag.  271 
X  C.  fissum   Ausserdorfer 

Nr.  28  pag.  262 
X  C.flavescens  Koch  Nr.  35 

pag.  275 
X  C.  Ganderi  Huter  Nr.  34 

pag.  274 
XCglftucesc.  Nr.12  pag.  227 
X  C.Gremblichii  Nr.  4  pag.  2 13 
X  C.  Gutnickianum  Lohr 
>r.  18  pag.  241 


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—    296    — 


X  C.   Hausmanni  Reicbb. 

Nr.  25  pag.  256 
X  0.  heterophylloides  Nr.20 

pag.  245 
C.heterophyllum(L.)  Nr.  14 

pag.  229 
X  C.Huteri  Hsm.  Nr.9  pag.  221 
X  C.  hybridum  Koch  Nr.  8 

pag.  220 
X  C.  Kerneri  Ausserd.  Nr.  27 

pag.  260 
G.   lanceolatum  (L.)  Nr.  2 

pag.  208 
X  C.  Linkiaoum  Ldhr  Nr.3 1 

pag.  269 
X  C.   micranthum     Nr.   7 

pag.  218 
C.  montanum    (W.  et  K.) 

Nr.  16  pag.  234 
X  C.  obscurum  Kern.  Nr.  29 

pag.  264 
X  C.  Oenipontanum  Nr.  38 

pag.  280 


X  C.  Oenanum  Nr.  5  pag.  215 
C.  oleraceum  (L.)    Nr.  37 

pag.  278 
C.  palustre  (L.)  Nr.  3  pag.  21 1 
C.  Pannonicum(L.  fil.)  Nr.  17 

pag.  239 
X  G.  praemorsum  (Michl) 

Nr.30  pag.  267 
X  C.  Pustariacum  Ausserd. 

Nr.  26  pag.  258 
C.  rivulare   (Jacq.)   Nr.  15 

pag.  231 
X  C.  spinosissimoides  Aus- 

serdorf.  Nr.  22  pag.  250 
C.  spinosissimum  (L.)  Nr.  33 

pag.  272 
X   G.    8ubalpinum    Gaud. 

Nr.  6  pag.  216 
X  C.  Tappeineri  Hsm.  Nr.  24 

pag.  254 
X  C.  Tirolense  Nr.  19  pag.  243 
X  C.  triphylinum   Nr.   36 

pag.  276 


Conspectus  specierum,  quae,  ut  conjicitur,  inter 
se  junguntur: 


C.  acaule  X  Erisithales 
C.       „       X  heterophyllum 
0.      „       X  oleraceum 

C.  9*       X  spinosissimum     . 

D.  Carniolicum  X  Erisithales 
0.  Erisithales  X  acaule 

0.  „        X  Carniolicum 

C.  ,,         X  heterophylkun 


Nr, 


Nr.  19 
12,  13 
Nr.  44 
„  18 
„  41 
„  19 
„  41 
Nr.  24,  25 


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297     — 


C.  Erisithales  X  oleraceum 

. 

.     „  38,  39 

c       „ 

X  palnstre 

.    „     9,  10 

c       „ 

X  Pannonicum 

.     „  31,  32 

c       „ 

X  spinosissimum 

.     „  34,  35 

c       „ 

X  heterophyllum  X  spinosiss. 

Nr.  26,  27,  28 

c-       „ 

X  oleraceum  X  spinosissimum     .        Nr.  36 

C.    heterophyllum  X  acaule 

Nr.  12,  13 

c        „ 

X  Erisithales 

..    24,  25 

c        , 

X  oleraceum 

Nr.  23 

c-       „ 

X  spinosissimum 

Nr.  20,  21,  22 

c 

Erisithales  X  spinosissimum 

„    26,  27.  28 

C.  oleraceum  X  acaule     . 

Nr.  44 

c     „ 

X  Erisithales 

Nr.  38,  39 

c      „ 

X  heterophyllum 

Nr.  23 

c      „ 

X  palustre 

.     Nr.  7,  8 

c     „ 

X  rivulare 

Nr.  30 

c      „ 

X  Erisithales  X  spinosissimunr 

.         .     Nr.  36 

0.   palnstre  X  Erisithales  . 

Nr.  9,  10 

c      „ 

X  oleraceum   . 

Nr.  7,  8 

c-     „ 

X  rivulare 

.     Nr.  4,  5,  6 

C.  Pannonicum  X  Erisithales 

Nr.  31,  32 

C.  rivulare 

X  oleraceum 

.  -Nr.  30 

c    „ 

X  palustre 

Nr.  4,  5,  6 

C        n 

X  spinosissimum 

.    Nr.  29 

C.  spioosissimum  X  acaule 

.      Nr.  18 

c 

X  Erisithales  . 

Nr.  34,  35 

c 

X  heterophyllum 

Nr.  20,  21,  22 

c 

X  rivulare 

X  Erisithales    X    h 

eterop 

.      Nr.  29 
hyllum  Nr.  26, 

c. 


Nr.  27,  28. 
X  Erisithales  X  oleraceum  Nr.  36 


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Die  zoologische  Literatar  Tirol's  seit  1869 

▼erzeiohnet  von 

Yincenz  Gredler. 


Id  der  Zeitschrift  des  Ferdinandeums,  Jahrgang  1869 
verzeichnete  der  Verfasser  einer  an  ihn  ergangenen  Auffor- 
derong  zufolge  ^Tirol's  zoologische  Literatur*. 
W&hrend  des  seitherigen,  verhaltnissmassig  kurzen  Zeit- 
raumes  von  5  Jahren  hat  sich  diese  Literatur  abermals  so 
bedeutend  vermehrt,  dass  es  sich  wohl  verlohnt,  einen 
bloseo  bibliographischen  Ueberblick  zu  machen.  —  Ausser 
einigen  erprobten  Naturhistorikern  haben  sich  namentlich 
Lebramtskandidaten  ihre  Spornen  und  sowie  die  Auslander 
Dr.  L.  Koch  and  dessen  Sohn  Karl  in  Nurnberg,  Herm. 
Krauss  in  Tubingen,  Dr.  Kriechbaumer  in  Munchen  den  Dank 
ran  die  allmaiige  Erforschnng  der  vaterlandischen  Fauna 
verdient 

I  Schriften  gemischten  Inhaltes. 

Als  solche  dftrften  nur  ein  paar  kleine  Piemen  des  Ver- 
fassers  gel  ten,  wie: 

1.  „Zweiter  Beitrag  zu  den  monstrSsen  Erscheinungen 
thierischer  Organe."  "Corresp.  BL  v.  Regensburg  1869, 
S.  34  fg. 


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—     300     — 

2.  „Die   Thiere  des   Kastanienbaumes".    IX.  Ber.   d. 
naturforsch.  Ges.  in  Bamberg,  S.  33 — 38. 

3.  ,,Die    Thiere    des    Rebstockes."      Mitth.  d.   landw. 
"Vereins  in  Bozen  1874,  Nr.  5.     In  denselben  Mitth.  auch 

4.  „Zum  Kapitel  der  Rebenfeinde";   1870,  Nr.  8  und 

5.  ,,Bericht   fiber   Rebenschadlinge   und   einen  Spring- 
scbwanz";  1872,  Nr.  5. 

6.  Leucismus   und  Melanisraus   v.  Vogeln  (nnd  Sauge- 
thieren).  —  Zoolog.  Garten,  1873,  II.  S.  74. 

II.  Schriften  iifoer  besondere  Thierklassen. 

A,  Wirbelthiere. 

1.  Gredler  P.  Vine.  „Fauna  der  Kriechthiere  und 
Lurche  Tirol's"  XXII.  Progr.  des  Gymn.  v.  Bozen,  1872. 
Mit  Beschreibungen  d.  Gattungen  und  Arten. 

2.  CobelliGiov.  de:  Prospetto  sistemat.  dei Rettili, 
Anfibj  e  Pesci  del  Trentino.  Constatirt  als  neu  fur  Tirol 
Coronella  Riccioli  Met.  v.  Castione  am  Mt.  Baldo;  14  S. 
—  XIV.  Progr.  d.  Realsch.  zu  Roveredo,  1873. 

3.  Heller  Cam.  „Die  Seen  Tirols  und  ihre  Fisch- 
fauna."  Festschrift  zu  Ehren  d.  43.  Vers,  deutsch.  Natur- 
forsch.  und  Aerzte  zu  Innsbruck,  1869,  S.  34  fg. 

4.  Heller  Cam.  „Die  Fische  Tirols  und  Vorarlbergs.* 
Zeitschr.  d,  Ferdinand.     1871. 

B.  Insekten. 

(Coleopteren). 

1.  Bertolini  St.  de,:  „Una  inondazione  dell'  Adige 
(Soc.  Ent.  Ital.  1871).  Enth&lt  eine  Aufzahlung  der  ge- 
legenheitlicb  der  grossen  Etschuberschwemmung  im  Sept. 
1868  gesammelten  Coleopteren. 

2.  Bertolini  St.  de,:  Cenni  sui  Coleotteri  della  Talle 
di  Sole.     Bullet,  entomol.  anno  IV.  10  S. 

3.  Bertolini  St.de,:  Agabus  Venturii  Bert.  (Bullet, 
d.  Soc.  Ent.  Ital.  vol.  II.  1870).  —  Auch  desselben  Ver- 
faesers   soeben  in  heftweiser  Ausgabe  begrMFener  nCatalogo 


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—    301     — 

sinon.  e   topograf.  dei  Colleotteri   d'  Italia a  (Firenze)  nimmt 
anf  Tirol  Bezug  —  bis  an  den  Brenner. 

4.  GredlerVinc.  „Zweite  Nachlese  zu  den  K&fern 
v.  Tirol."  Harold's  Col.  Hft.  VI.  Als  nova  erscheinen 
darin:  Oxypoda  Gobanzi;  Meligethes  lumbaris  v.  marginata; 
Maltbodes  vincens ;  Mycetina  cruciata  v.  interrupta.  18  S. 

5.  Gredler  Vine.  „Dritte  Nachlese  zu  den  Kafem 
von  Tirol."  —  Harold's  Col.  Hft.  XI.  2.  —  Nova:  Machae- 
rites  procerus;  Pachyta  clathrata  v.  nigrescens.     29  S. 

6.  Gredler  Vine.  „Proteinus  longicollis  Gredl."  — 
Harold's  Col.  Hft.  XII. 

(Hymenop.teren). 

1.  Aichinger  Val.  von:  Beitr&ge  zur  Kenntniss 
der  Hymenopterenfauna  Tirols.  Blattwespen  144;  Holz- 
wesp.  6;  Grabwespen  134  spec.  (Sphex  maxill.  doppelt  auf- 
gefiihrt!),  im  Ganzen  284  Arten;  darunter  neu:  Cimb«x 
cuprea,  Tenthredo  poeeilopus,  and  halensis,  Crabro 
(Thyreopus)  rhaeticus,  Tachytes  rufipes. 

2.  Kriechbauiner  bescbreibt  in  s.  „Hyuienopter. 
Beitr&gen,"  IIL  drei  neue  tiroler  Bienen  (Zool.  bot.  Ge- 
sellsch.  1873. 

3.  Dal  la  to  re  K.  v.,:  Beitrag  zur  Kenntniss  der 
Hymenopterenfauna  Tirols.  Die  Apiden  Tirols.  —  Ztschr. 
d.  Ferdinand.  1874,  18  Hft.  Enthalt  vorlftufig  (soweit  die 
Arbeit  in  Druck  erschienen)  nur  erst  Hunimeln  (32  Arten) 
und  die  Honigbiene. 

(Lepidopteren.) 

1.  Gredler  V.  „Zur  Literatur  der  Conchylis  ani- 
biguella  HQbn."     Zool.  bot.  Ges.  1869. 

2.  Curo  A.  Verzeichniss  der  am  Stilfser  Joch  ge- 
saminelten  Schmetterlinge  (Ballet,  d.  societ.  entomol.  1873. 
4  Heft). 

(Dipteren). 
1.  Palm   Jos.     „Beitrag  zur  Dipterenfauna  Tirol's." 
Verb.   d.  k.  k.  zool.  bot.  Ges.  in  Wien,  1869,   S.  395.  ~ 


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~     302     — 

Eine   sorgf&ltige   Zusammenstelhmg   mit  dem   Ergebniss    v. 
777  Arten. 

2.  Palm  Jos.  „Zweiter  Beitrag  zur  Dipterenfauna 
Tirols."     Ztschr.  d.  Ferdinand.,  16.  Hft.  1871,  S.  370. 

3.  Palm  J 0  8.  „Beschreibung  des  (J  v.  Amalopis 
gmundensis  Egg."     Ztschr.  d.  Ferdinand.,  14.  Hft.  1869. 

4.  Koch  Karl;  „ Beitrag  zur  Dipterenfauna  Tirols." 
Ztschr.  d.  Ferdinand.,  17.  Hft.  1872,  S.  329—344 

(Neuropteren.) 
1.  AussererKarl:  „Neuroptera  tirolensia."  Nach 
der  analytischen  Methode  bearbeitet;  67  S.  stark.  Gleich- 
zeitig  erschien  diese  Studie,  welche  eine  klaffende  Lucke  un- 
serer  Fauna  schliesst  und  31  genera  behandelt,  in  italieni- 
scher  Sprache  und  vermehrt  („colla  diagnosi  di  tutti  i  generi 
europei")  zu  Modena.  —  Ztschr.  d.  Ferdinand.,  14.  Hft 
1869. 

(Orthopteren). 
1.  Krauss  Herm.  „Beitrag  zur  Orthopteren-Fauna 
Tirols";  mit  der  Beschreibung  einer  neuen  Pterolepis 
(Brunneri).  Dadurch  erh&lt  die  vaterlandische  Orthopteren- 
fauna  einen  Zuwachs  v.  8  (und  zahlt  gegenwartig  im  Ganzen 
90)  Arten.  —  Zool.  bot.  Ges.  1873. 

(Hemipteren). 

1.  Gredler  V.  M.  „Rhynchota  Tirolensia,  1.  Wanzen. 
Mit  dem  geograph.  Nachweis  v.  350  Arten,  wovon  Stygnus 
cimbricus  neu.  —  Zool.  botan.  Ges.  XX  Band  1870, 
S.  69—108. 

2.  Gredler  P.  V.  „Nachlese  zu  den  Wanzen  Tirols." 
Zool.  bot  Ges.  1874.  S.  553. 

C.  Spinnen. 

1.  Koch  L.  „Beitrag  zur  Kenntniss  der  ALrachniden- 
fauna  Tirols."  —  Derselbe  ist  vorziiglich  der  Beschreibung 
neuer  Arten   aus  Tirol  gewidmet,    und  zwar  aus  der  Famfl. 


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—    303     — 

der  Opilioniden  (7  nova),  sowie  der  Gattung  Epeira  (2)  und 
Erigone  (14  nova).  —  Ztschr.  d.  Ferdinand.  Hft.  14.  1869. 

2.  Koch  L.  „Beitrag  zur  Kenntniss  der  Arachniden- 
fauna  Tirols";  II.  Abhandlong;  welche  nicht  weniger  als  26 
neue  Spinnen  beschreibt  and  noch  andere  f.  einen  3.  Beitrag 
in  Aussicht  stellt  —  Ztschr.  d.  Ferdin.  17.  Hft.  1872, 
&  239—328. 

Einzelne  auf  die  Spinnen  Tirols  bezugliche  Angaben 
enthalten  Prof.  G.  Canestrini's  neuere  Brochuren,  wie: 
„Nuovi  Aracnidi  Italiani"  (Annuar.  della  Soc.  dei  Naturalist! 
1868);  —  „Gli  Opilionidi  Ital."  (Anal,  del  Museo  civ.  di 
Genova,  1872)  und  „Nuov.  spec,  di  Opilion.  Italiani"  (Bul- 
let. Entom,  Ano  III.) 

D.  Erebse. 

1.  Heller  Cam.  „Untersuchungen  fiber  die  Crusta- 
oeen  Tirols,"  Der  Verfasser  weist  —  haupts&chlich  aus 
Nordtirol  —  12  Copepoden,  11  Ostracoden,  stamtlich  auch 
sorg&ltig  beschrieben,  nach.  Darunter  3  abgebildete  Novi- 
taten:  Cyclops  Clausi  und  Gredleri  und  Candona  brachyura. 
—  Ber.  d.  naturw.-mediz.  Verein  in  Innsbruck,  I.  Jahrg. 
2.  Hea  S.  67. 

2.  Heller  Cam.  „Kleine  Beitrage  zur  Kenntniss  der 
Sftsswasser-Amphipoden".  Ueber  das  Vorkommen  v.  Gam- 
marus  pulex  b.  Innsbruck.  —  Zool.  bot.  Ges.  Bd.  XX. 
S.  939. 

£•  Molusken. 

1.  Gredler  V.  „Nachlese  zu  Tirols  Land-  und  Suss- 
wasser-Conchylien".  Mit  Erdrterungen  liber  die  Novitaten: 
Campylaea  Gobanzi,  Pupa  tirolensis,  Clausilia  Lorinae.  — 
Zool.  bot.  Ges.  1869. 

2.  Gredler  V.  „Zweite  Nachlese  und  Berichtigungen 
zu  Tirols  Land-  und  Susswasser-Conchylien."  Nachrichtsbl. 
d.  deutech.  malak.  Ges.,  IV.  Jahrg.  1872,  S.  66— 71, 


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—    304    — 

3.  Miller  Dr.:  „Die  Schalthiere  des  Bodensee's. *  Mit 
2  Taf.  (leider  nicht  sehr  kenntlicher  Abb.  v.  sammtlichen 
Arten).  Die  Anzahl  wird  auf  16  angegeben.  —  Schrift  d. 
Ges.  z.  Erforsch.  des  Bodensee's  etc.,  4.  Hft.  1873. 

4.  Clessin  S.  berucksichtigt  in  s.  Beitragen  zur 
Molluskenfauua  der  Oberbayerischen  Seen'*  (Corresp.  Bl.  v. 
Regensb.)  1874,  Nr.  3,  8,  10,  12)  z.  Th.  auch  vater- 
landische  Gebiete,  wie  den  Achen-,  Plan-  und  Boden-See.  — 

5.  Gredler  P.  V.  „Zur  Kritik  der  Clausilia  Ross- 
massleri  var.  Lorinae  Gredl.  and  Clausilia  Funki  Knst.  Nach- 
ricbtsbl.  der  deutschen  malakol.  Gesellschaft  1874  Nr.  11 
S.  77—81. 


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Yerzeichniss 

der  Institute   und  gelehrten   Gesellschaften,   mit  denen  das 
Ferdinandeum  in  Tauschverbindung  steht. 


Aarau: 

Historische  Gesellschaft  des  Kantons  Aargau. 
Agram: 

Verein  for  sudslavische  Geschichte. 
Altenburg: 

Gesellschaft  der  Geschichte-  and  Alterthumsforscher. 
Amsterdam: 

Acad&nie  Royale  des  sciences. 
Ansbach: 

Historischer  Verein  ffir  Mittelfranken. 
Augsburg: 

Historischer  Verein  von  Schwaben  und  Neuburg. 

Naturhistorischer  Verein.  \ 

Bamberg: 

Historischer  Verein  fur  Oberfranken. 
m      Naturforschende  Gesellschaft 
Basel: 

Historische  Gesellschaft. 

Gesellschaft  fur  vaterl&ndische  Alterth&mer. 

Naturforschende  Gesellschaft. 
Bayreuth: 

Historischer  Verein  fur  Oberfranken. 
Ferdinandeumt-Zeitschrift,  20 


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—    306    — 

Berlin: 

Kdnigl  Akademie  der  Wissenschaften. 

Verein  fiir  Geschichte  der  Mark  Brandenburg. 

Entomologischer  Verein. 
Bern: 

Eidgendssisches  Bundes-Archiv. 

Soci&£  helv&ique  des  sciences  naturelles. 

Naturfor8chende  Gesellschaft  in  Bern. 

Schweizerische  geologische  Commission. 

Historischer  Verein  des  Kantons  Bern. 

Allgemeine  Geschichtforschende  Gesellschaft  der  Schweiz. 
Bologna: 

Accademia  delle  scienze. 
Bonn: 

Verein  von  Alterthnmsfrennden  im  Rheinlande.  | 

Natnrhistorischer  Verein    der  preuss.  Rheinlande   nnd  j 

Westfalens.  j 

Boston: 

Society  of  Natural  History. 
Brandenburg  a.  H. 

Historischer  Verein. 
Bregenz: 

Das  Museum  fiir  Vorarlberg. 
Bremen:  | 

Naturwissenschaftlicher  Verein. 
Breslau: 

Verein  fiir  Geschichte  und  Alterthnm  Sohlesiens. 

Schlesische  Gesellschaft  fBr  vaterl&ndische  Kultur. 
BrQnn: 

Historisch  -  statistische    Sektion    der  k.   L   mihrisch- 
schles.  Gesellschaft  fQr  Ackerbau-,  Natur-  und  Lan- 
deskunde. 
Der  Werner- Verein    znr    geologischen  Durchforschung 

von  M&hren  und  Schlesien. 
Der  hohe  m&hrische  Landesausschuss. 
Der  naturforschende  Verein. 


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—    307    — 

Brftssel: 

Academe  Royale  des  sciences  etc. 
Cherbourg: 

SoditA  nationale  des  sciences  naturelles. 
Christiana: 

University  Royale  de  Norv&ge. 
Chur: 

Naturforschende  Gesellschaft  Graubftndens. 

Bandnerische  geschichtsforschende  Gesellschaft 
Darmstadt: 

Historischer  Verein  f8r  das  Grossherzogthum  Hessen. 
Donaueschingen: 

Verein  fttr  Geschichte  and .  Naturgeschichte  der  Baar 
nnd  der  angrenzenden  Landestheile. 
Dresden: 

Eais.  Leop.  Carolinische  deutsche  Akademie  der  Natur- 
forscher. 
Dfirkheim: 

Pollichia.  Naturwissenschaftlicher  Verein  det  Rheinpfalz. 
Erfurt: 

•  Verein  fttr  die  Geschichte  und    Alterthumskunde  von 
Erfurt. 
Frankfurt  a.  H. 

Verein  fttr  Geschichte  und  Alterthumskunde. 
Deutscher  und  ftsterreichischer  Alpenverein. 
Frauenfeld: 

Historischer  Verein  des  Kantons  Thurgau. 
Freiberg: 

Freiberger  Alterthumsverein. 
Freiburg  i.  d.  Schweiz: 

SociiftA  d'Histoire  du  Canton  de  Frybourg. 
Freiburg  im  Breisgau: 

Gesellschaft   zur  Beftrderbng  der  Geschichts-9  Alter- 
thums-  und  Volkskunde. 
Genf: 

SodtiA  d'Histoire  et  d'Ardiiologie. 

20* 


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—    308     — 

Giessen: 

Oberhessische  Gesellschaft   fdr  Nator-   and  Heilkunde. 
Glarus: 

Historischer  Verein  des  Kantons  Glarus. 
G5rlitz: 

Oberlausitzische  Gesellschaft  der  Wisseoschaften. 
Graz: 

Joanneum. 

Historischer  Verein. 

Natorwissenschaftlicher  Verein  fiir  Steiermark. 
Greifswald: 

Greifswalder  Abtheilang  der  Gesellschaft  fdr  Pommersche 
Geschichte  and  Alterthumskunde. 
Halle: 

Thftringisch-s&chsischer    Verein    fiir    Erforschung    des 
vaterlandischen  Alterthums. 
Hamburg: 

Verein  fUr  Hamburgische  Geschichte. 
Hannover: 

Historischer  Verein  fiir  Niedersachsen. 

Naturhistorische  Gesellschaft. 
Hermannstadt: 

Verein  fiir  siebenbiirgische  Landeskunde. 

Siebenburgischer  Verein  fBr  Naturwissenschaften. 
Jena: 

Verein  f&r  th&ringisch-s&chsische  Geschichte. 
Innsbruck: 

NaturwissenschaftUch-roedizinischer  Verein. 

Forstverein  far  Tirol  und  Vorarlberg. 
Kassel: 

Verein  fUr  hessische  Geschichts-  and  Landeskunde. 
Kiel: 

Schleswig  -  Holstein  *  Lauenburgische     Gesellschaft     fiir 
vaterl&ndische  Geschichte. 
Klagenfurt: 

Historischer  Verein  fur  K&rnten. 


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—    309    — 

Naturhistorisches  Landes-Museum. 
K&ln: 

ffistorischer  Verein  fttr  Niederrhein. 
Onigsberg: 

K5nigliche  PhysikaJisch-flkonomische  Gesellschaft, 
Laibach: 

Hi8torischer  Verein  f&r  Krain. 
Juristische  Gesellschaft. 
Landsbut: 

Historischer  Verein  von  und  ffir  Niederbayern. 
Botanischer  Verein. 
Lausanne: 

Soci&£  d'Histoire  de  la  Suisse  Romande. 
Leiden: 

Maatschappiy  der  nederlandschen  Letterkunde. 
Linz: 

Das  Museum  Francisco-Carolinom. 
Verein  fitr  Naturkunde  (Br  Oesterreich  o.  E. 
London: 

Royal  Society. 

L&becP: 

Verein    fflr  Lfibeckische  Geschichte  und   Alterthums- 
kunde. 

Lftneburg: 

Alterthums-  Verein. 

Luxemburg: 

La  Section  historique  de  l'lnstitut  royal  grand-ducal  de 
Luxembourg. 
Luzern: 

Historischer  Verein  der  5  Orte :   Luzern,  Uri,  Schwyz, 

Unterwalden  und  Zug. 
Lyon: 

Acad&nie  des  sciences  etc 

Soci&6  Iann6enne. 

Socitfti  d*  Agriculture. 


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—    310    — 

Madrid: 

Academia  de  ciencias. 
Magdeburg: 

Natunrissenschaftlicher  Verein. 
Mains: 

Yerein  zur  Erforschung  der  rheinischen  Geschichte  untf 

Alterth&mer. 
Meiningen: 

Verein  fiir  Hennebergisehe  Alterthftmer. 
Mergentheim: 

Historischer  Verein  f&r  das  wftrtembergische  Franken. 
Miinchen: 

KBnigl.  Akademie  der  Wissenschaften. 

Das  k.  b.  Reichsarchiv. 

Historischer  Verein  von  and  f&r  Qberbayero. 

M&nchener  Alterthums- Verein. 

M&nster: 

Verein  f&r  Geschichte  and  Alterthomskqnde  Westfidens. 
Nancy: 

Sod&6  de  sdences. 
Nenohatel:  % 

Sod&6  des  sdences  natorelles. 
New-York: 

American  Geographical  and  Statistical  Society. 

D.  S.  Sanitary  Commission. 
Nflrnberg: 

Germanisches  Museum. 

Naturhistorischer  Verein. 
Offenbach: 

Verein  f&r  Natnrkunde. 
Osnabr&ck: 

Historischer  Verein. 

Natonrissenschaftlicher  Verein. 
Pest: 

Magyar  tudominyos  AcadAmia. 

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—    311     — 

Die  k.  ungar.  geologische  Anstalt 
Petersburg: 

Acad£mie  des  sciences. 

Arch&ologische  Gesellschaft. 

Bibliotheque  Implriale  publique. 

Commission  Imp&iale  Arch£ologique. 
Philadelphia; 

Academy  of  Natural  Sciences. 
Prag: 

Verein  ffir  Geschichte  der  Deutschen  in  Btiunen. 

Kdnigl.  Bfthm.  Gesellschaft  der  Wissenschaften. 
Presburg: 

Verein  ffir  Natur-  und  Heilkunde. 
Regensburg; 

Historischer  Verein  fQr  Oberpfalz  und  Regensburg. 

Zoologisch-mkeralogischer  Verein. 
Reichenberg: 

Verein  der  Naturfreunde. 
Salzburg: 

Carolina-Augusteum. 

Gesellschaft  fur  Salzburger  Landeskunde. 
Schaffhansen: 

Historisch-antiquarischer  Verein  des  Kantons  Sohaffbausen. 

Schweizerische  entomologische  Gesellschaft 
Schwerin: 

Verein  ffir  mecklenburgische  Geschichte  und  Alteiihums- 
kunde. 
St  Gallen: 

St.  Gallische  naturwissenschaftliohe  Gesellschaft 

Historischer  Verein. 
Stettin: 

Entomologischer  Verein. 
Stockholm: 

Kdniglich  schwedische  Akademie  der  Wissenschaften. 
Stuttgart: 

Das  kOnigliche  Staats-Archiv. 

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—    312    — 

Wtirterabergischer  Alterthumsverein. 
Tettnang-Friedrichshafen: 

Verein  fUr  Geschichte  des  Bodensee'sUnd  seiner  Umgetonng. 
Triest: 

Societa  Adriatica  di  Scienze  naturale. 
Dim: 

Verein  fur  Ennst  and  Alterthum. 
Washington: 

Smithsonian  Institution. 
United  States  Patent  Office. 
United  States  Coast  Survey. 
Wernigerode: 

Harz- Verein  fiir  Geschichte  and  Alterthumskunde. 
Wien: 

Kaiserl.  Akademie  der  Wissenschaften. 

K.  k.  Centralkommission  zur  Erforschung  und  Erhaltung 

der  Baudenkmale. 
K.  k.  Geologische  Reichs-Anstalt 
Der  Alterthums- Verein. 
K.  k.  Zoologisch-botanische  Gesellschaft. 
K.  k.  Geographische  Gesellschaft. 
Verein  fiir  Landeskunde  von  NiederBsterreich. 
Verein  zur  Verbreitung   naturwissenschaftl.  Kenntnisse. 
Der  heraldische  Verein  ^Adler*. 
Wiesbaden: 

Historischer  Verein  fiir  Nassau. 
Verein  fur  Naturkunde  in  Nassau. 
Wurzburg: 

Historischer  Verein  far  Unterfranken  und  Aschaffenburg. 
Zurich: 

Gesellschaft  fiir  vaterl&ndische  Alterthumer. 
Naturforschende  Gesellschaft. 
Zwickau: 

Verein  fiir  Naturkunde. 


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Personalstand 

des  iferdinaadeums 
1875. 


Unter  dem  besonderen  Schutze  Sr.  Majestat  des  Kaisers 

Ferdinand  1. 

Protektors-Stellyertreter, 

Se.  kaiserl.  Hoheit  Carl  Ludwig,   Erzherzog  von  Oester- 
reich  m  s.  w. 

Verwaltungs-Ausschuss. 

Vorstwnd. 
Herr  Johann   Eiechl,    Bitter    des    Ssterr.    Leopoldsordens, 
k.  k.  Hofrath. 

Ouratoren. 
Herr  Friedrich  v.  Attlmayr,  k.  k.  Landesgerichts-Prasident 
Herr  Josef  v.  Ehrhart,  k.  k.  Statthatterei-Rath. 
Herr  Tobias  Wildauer,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone 
III.  Klasse,  Dr.  pML,  k.  k.  Universitats-Professor,  Land- 
tags- und  Reichsrathts-Abgeordneter. 

Sehrettor. 
Herr  Anton  Ritter  von  Schullern,  Gntsbesitzer,  k.  k.  Bezirks- 
Schulinspektor  and  Gemeiaderath. 


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—     314    — 

Fachdirelctorm. 
Artistische  Sektion. 
Herr  Florian  Blaas,  Dr.  jar.,  k.  k.  Landesgerichtsrath,  Land- 
tags- und  Reichsraths-Abgeordneter. 
Herr  Franz  Hellweger,  Historienmaler. 
Herr  Georg  Mader,  Historienmaler. 
Herr  Jobann  Wieser,  k.  k.  Statthaltereirath. 

Historische  Sektion: 
Herr  Arnold  Busson,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Herr  Josef  Egger,  Dr.  phil.,  k.  k.  Gyranasial-Professor. 
Herr  Alfons  Huber,   Dr.  phil.,   k.  k.    Universitats-Professor. 
Herr  Dr.  David  Sch5nherr,  kais.  Rath  und  Archival*. 

Naturwissenschaftliche  Sektion. 
Herr  Camill  Heller,   Dr.   med.,   k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Herr  Johann  Hinterwaldner,  k.  k.  Professor. 
Herr  Christian  Schneller,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 
Herr  Carl  von  Sonklar  Edler  von  Innstadten,  k.  k.  General- 
Major. 

Pr&paratoren  fur  diese  Sektion: 
Herr  Carl  Fischnaller,  Dr.  jur. 
Herr  Anton  Reiter,  Kaufmann 

Bibliothekar. 
Herr  Josef  Durig,  Direktor  der  k.  k.  Lehrerbildungs-Anstalt. 

Gassier. 
Herr  Josef  Ritter  v.  Peer,  Dr.  jur.,  Gutsbesitzer. 

Scriptor. 
Herr  Balthasar  Hunold. 

Museumsdiener  und  Cursor. 
Gottfried  Habicher. 

Mandatare  des  Vereins. 

In   Tirol    und   Vorarlberg. 
Hochw.  Herr  Anton  Eberle,  k.  k.  Feldkaplan  und  Militfcr- 
Instituts-Professor  i  P.  in  Hall, 


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—    315    — 

Herr  Josef  Ritter  von  Pfeiffersberg,  Gutsbesitzer  in  Brixlegg. 

Herr  Anion  Hild,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Kufstein. 

Herr  Christian   Scharmer ,  Bitter    des   Franz- Josef-  Ordens, 

Dr.  jur.,  Advokat  in  Imst. 
Herr  Andreas  Angerer,  k.  k.  Hanptmann  in  der  Landwehr, 

in  Beatte. 
Hochw.  Herr  Ghrisostomas  Mitterrntzner,  Dr.  theol.,  Bitter 

des  Franz-Josefs-Ordens,  k.  k.  Gymnasial-Direktor  in 

Brixen. 
Herr  Ernst  Bitter  von  Menz,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Bruneck. 
Herr  Anton  Lechthaler,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Lienz. 
Herr  Carl  von  Hepperger,  Dr.  jar.,  Advokat  nnd  Landtags- 

abgeordneter  in  Bozen. 
Herr  Gottlieb  Putz,  Dr.  med.,  Altbfirgermeister  in  Meran. 
Herr  Eduard  Edler  von  Ferrari-Kellerhof,  Dr.  jur.,  k.  k.  Be- 

zirks-Cominiss&r  in  Trient. 
Herr  Anton  Edler  v.   Grabmayr,     k.   k.   Staatsanwalt  in 

Feldkiroh. 
Herr  Albert  Bhomberg,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 

In  der  Hanpt-  nnd  Residenzstadt  Wien. 
Herr  Carl  Edler  von  Hofer,  Bitter  des  Franz-Josef-Ordens, 

Ministerial-Adjankt  im  k.  k.  Beichs-Finanz-Archiv   in 

Wien. 
Herr  Franz  Oxenbauer,  Dr.  jnr.,   k.  k.  Hof-  nnd  Gerichts- 

Advokat  in  Wien. 

In  der  Stadt  Salzburg. 
Herr  Alois   Josef  Hammerle,   Besitzer   des   goldenen   Ver- 
dienstkrenzes   mit   der  Krone,    k.   k.    Bibliothekar    in 
Salzburg. 

In  der  Stadt  Linz. 
Herr  Franz  Bitter  von  Glanz,  k.  k.  Landesgerichts-Sekretar 
in  Linz. 

In  der  Stadt  Graz. 
Hen:  Josef  von  Sdlder  Edler  zu  Frackenstein,  Tiroler  Land- 
mann,  Vorstand  des  Stadtmagistrates  i.  P.  in  Graz. 


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—    316    — 

Id  der  Stadt  TriesU 
Herr  Franz  Wiedemann,  Direktions-Inspektor  der  k.  k.  priv. 
Azienda  Assicuratrice  in  Triest 

In  der  Stadt  Olmiitz. 
Herr  Johann  Hausmann,  k.  k.  Bibliotheks-Scriptor  in  Olmiitz. 

Fur  das  K5nigreich  Bayern. 
Herr  Josef  Mayrhofer,   Dr.  phil.  und  med..   Schriftstdler  in 
Miinchen. 

Ehrenmitglieder. 

Seine  kaiserl.  Hoheit  Franz  Carl,  Erzherzog  von  Oesterreich. 
Seine  kaiserl.  Hoheit  Carl  Ludwig,  Erzherzog  von  Oesterreich. 
Seine  kaiserl.  Hoheit  Rudolf,  Erzherzog  und  Kronprinz  yon 

Oesterreich. 
Der  hochgeborne    Herr    Franz   Graf   von    Meran,   erbliches 

Mitglied  des  osterr.  Herrenhauses  u.  s.  w. 
Seine  Eminenz  Friedrich  Fflrst  von  Schwarzenberg,  Kardinal 

und  Erzbischof  zu  Prag. 
Herr  Franz  Freiherr  von  Hausmann  zu  Stetten,  Tiroler  Land- 

mann,  zu  Bozen. 
Hochw.  Herr  Vincenz  Gredler,  Professor  am  Gymnasium  in 

Bozen. 
Herr  Peter  Merian,  Rathsherr  zu  Basel. 
Herr  Dr.  Moriz  HOrnes,  Vorstand  und  Custos  des  k.  k.  Hof- 

Mineralien-Kabinets  etc,  in  Wien. 
Herr  Carl  Sonklar  Edler    von   Innst&dten,   k.   k.  General- 
Major. 
Herr  Christian   d'Elvert,    k.   k.   Finanzrath,   Vorstand  der 

historischen   Sektion  der   m&hrisch-schlesischen  Gesell- 

schaft  far  Ackerbau,  Natur-  und  Landeskunde  m  Brunn. 
Herr  Franz  Eeil,  Magister   der  Pharmacie,  Geoplastiker  in 

Marburg. 
Herr  Albert  Jfiger,  Hitter  des  Franz-Josefs-Ordens,  k.  k. 

p.  Universitftts-Professor,  papstlicher  K&mmerer. 

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r 


—    317    — 


Herr  Oskar  Ritter  von  Hierschel-Minerbi,  Gutsbesitzer  in  Triest 
Herr  Josef  von  Solder  Edler  za  Prackenstein,    tirol.  Land- 

mann,  Vorstand  des  Stadtmagistrats  i.  P.  za  Graz. 
Herr  Dominik  Mahlknecht   aus  Gr5den,   Bildbauer  in  Paris. 
Herr  Georg  v.  Pfaundler,  k.  k.  jab.  Archivs-OfBzial. 
Herr  Jobaon  Ritter  v.  Ebner,  k.  k.  Hofrath. 
Herr  Sebastian  Ruf,  Kaplan   der   Landes-Lrrenanstalt  i  P. 

in  Hall. 
Herr  Chrysost  Mitterratzner,  Dr.  theol.,  Ritter  des  Franz- 
Josefs-  Ordens,  k.  k.  Gymnasial-Direktor  in  Brixen. 
Herr  Joachim  Barrande,   Ehren-Doktor  der  Wiener  Univer- 

sitat  a.  s.  w.  in  Prag. 
Herr  Anton  Falger,  Graveur  and  Gutsbesitzer  in  Elbigenalp. 
Herr  Carl  Edler  v.  Hofer,   Ritter   des  Franz-Josefs- Ordens, 

Ministerial- Adjankt  im  k.  k.  Reichsfinanz-Archiv  a.  s.  w. 

in  Wien. 
Herr  Franz  Defregger,  Historienmaler  in  Munchen. 
Herr  Johann  Preleathner,  k.  k.  Professor  der  Bildhauerei  in 

Wien. 
Herr  Josef  Ritter  von  Peer,  Dr.  jur.,  Gfiterbesitzer,  Gassier 

des  Ferdinandeoms. 
Herr  Ernst  Birk,  Dr   pbil.,  k.  k.  Hofrath  and  Vorstand  der 

kais.  Hof-Bibliothek  in  Wien. 

Ordentliche  Mitglieder. 

(Diejenigeu  P.  T.  Mitglieder,  bei   denen   der  Wohnort  nicht  angegeben 
1st,  wohnen  in  Innsbruck.) 

Die  Herren: 

Adam  Carl,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone  III.  Klasse, 
Kaofmann. 

Aichinger  Franz,  k.  k.  Bergkoinmissar  in  Hall. 

Aichinger,  Valentin  v.,  k.  k.  Gymnasial-Professor  in  Bozen. 

Aichner  Simon,  Canonicus,  Seminar-Regens,  Dr.  and  Pro- 
fessor der  Theologie  in  Brixen. 

Aigner  Carl  v.,  k.  k.  Oberfioanzrath. 


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—    318    — 

Albaneder  Carl,  Dr.  jar.,  k.  k.  Landesgerichtsratb. 

Albaneder  Josef,  Pfarrer  in  Kolsass. 

Albrecht,  kaiserl.  Hoheit,    Erzherzog  tod  Oesterreich, 

k.  k.  Feldmar8chall,  (Mitglied  aaf  Lebensdauer). 
Amberg  Johann, >  Bischof  von   Europus,   General- Vikar  in 

Vorarlberg. 
Ampler  Franz,  Kaufmann. 
Anchell  Johann,  Gemeindevorsteher  in  Brixlegg. 
An-der-Lan   Eduard   v.,    Dr.   phil.,    k.  k.   Haoptmann   nnd 

Landesvertheidigungs-Commando-Adjutant 
Angerer  Andreas,  L  k.  Haoptmann  in  der  Landwehr,  Post- 

meister  in  Beatte,  Mandatar. 
Angerer  Johann,  Dr.  jur.,    k.  k.  Notar,    Bfirgermeister  in 

Enfstein. 
Appeller  Casimir,  Kanfmann. 
Arneth  Alfred  Hitter  v.,  Dr.  phil.,  k.  k.  Hofrath  nnd  Direktor 

des  k.  k.  Hans-,  Hof-  nnd  Staats-Archivs  in  Wien. 
Arz  Anton  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  nnd  Statthaltereiratb. 
Atthnayr  Alexins  Hitter  v.,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Attlmayr  August,  Kaufmann  nnd  Speditenr  in  Hall. 
Attlmayr  Ferdinand  v.*,  jnb.  landschaftl.  Hanptkassier. 
Attlmayr  Friedr.  v.,  k.  k.  Landesgerichts-Prftsident  L  P. 
Auer  Josef,  Bochhalter. 
Auersperg  Franz  Josef   Fiirst  v.,   Oberst-Erbland-Marschall 

von  Tirol,  zn  Wien. 
Anfschnaiter  Ignaz  v.,  Gttterbesitzer  in  Gries  bei  Bozen. 
Angnst,  KSnigliche  Hoheit,  Prinz  v.  Sachsen-Coburg- 

Gotha. 
Ansserer  Anton,  Dr.  phil.,  k  k.  Gymnasial-Professor  in  Gfltz* 
Ausserer  Carl,  k.  k.  Professor  in  Triest. 
Bach  Alexander  Frhr  v.,  k.  k.  geh.  Rath  in  Wien. 
Bandeson  Franz,  Banunternehmer. 
Barach-Rappaport  Karl  Sigmund,  Dr.  phil  k.  k.  Universitits- 

Professor. 
Barchetti  Carl  Ritter  v.,  Dr.  jur.,   k.  k.  Oberfinanzrath  nnd 

Finanzp  rokorator. 


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-    319    — 

Barth  Franz  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Barth  Ludwig  Ritter  v.,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Baomgarten  Anton,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Baur  Ferdinand,  Fabriksbesitzer. 

BeUegarde  August  Graf  v.,   k.  k.   geh.  Rath   und  General- 
Adjutant    Sr.  Majestat    des    Kaisers.      (Mitglied    auf 

Lebensdauer). 
Bentzel-Sternau  A.  Graf  v.,  k.  k.  Rittmeister. 
Bereitter  Georg,  Dr.  ined. 
Bereitter  Johann,  k.  k.  Finanz-Landes-Direktor. 
Beast  Friedrich  Graf  v.,  k.  und  k.  geh.  Rath;  Mitglied  des 

Herrenhauses  etc. 
Bidermann   Hermann   Ignaz,    Dr.  jur.,    k.  k.   Universit&ts- 

Professor  in  Graz. 
Biehl  Wiihelm,  k.  k.  Gymnasial-Direktor. 
Bilger  August,  Kaffeehausbesitzer. 
Bfllek  Johann,   Direktor   der  k.  k.  Lehrer-Bildungs-Anstalt 

in  Bregenz. 
Blaas  Alois,  Gemeinderath. 

Blaas  Florian,  Dr.  jur.,  k.  k.  Landesgerichts-Rath. 
Bdtsch  Alois,  Brauereibesitzer  und  Gemeinderath. 
BoscarolK  Josef,  Gtlterbesitzer. 
Brader  C61estin,  inful.  Pralat  und  Abt  zu  Stams. 
Brandis  Anton  Adrian  Graf  und  Herr  zu,  k.  k.  K&mmerer, 

erbhcher  Reichsrath  etc. 
Brandis  Ferdinand  Graf  und  Herr  zu,  in  Marburg. 
Brandt  Wiihelm,  Gutsbesitzer  und  Fabrikant  in  Wattens. 
Brogger  Josef,  Tischlermeister  und  Hausbesitzer. 
Broneck,  Stadtgemeinde. 
Bonz  Friedrich,  Inspektor   der   k.  k.  priv.  S&dbahn-Gesell- 

schaft. 
Burger  Honorius,  Abt,  Ritter  des  Ordens  der  eisern.  Krone, 

kaiserl.    Rath   u.   s.   w.,   zu  Altenburg.     (Mitglied  auf 

Lebensdauer). 
Borlo  Anton,  Ritter  v.,  k.  k.  Feldmarschall-Lieutenant. 
Bosson  Arnold,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 


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—    320    — 

Cathrein  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  job.  Oberfinanzrath. 
Ceschi  Alois  Baron  v.,  k.  k.  Kammerer  in  Trient. 
Ceschi  Julie  Freyin  v.,  geb.  Freyin  von  Kubeck,  in  Wien. 
Ceschi  Josef  Baron   von,   k.  k.    Oberst  und   Kammerer   in 

Wien. 
Christ  Alois,  k.  k.  Oberfinanzrath. 
Ghristallnigg  Alfred  Graf  v.,  Giiterbesitzer  in  Karnten. 
Crenneville  Franz  Graf  v.,  k.  k.  Oberstk&mmerer  and  Feld- 

zeugmeister  u.  s.  w.,  in  Wien. 
Czichua  Carl  Alfred,  Kunsthfindler. 
Dallatorre  Anna  Edle  v.,  Appellationsraths-Witwe. 
Dannhauser  Wilhelm,  Fabrikant  und  Gemeinderath. 
Dantscher  Carl,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Daxenbichler  Martin,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Eufstein. 
Demattio  Fortunat,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Desaler  Hanns,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Brixen. 
Dialer  Gottfried,  Gemeinderath. 
Dipauli  Al.  Freiherr  zu  Treuheim,  pensionirter  k.  k.  Landes- 

gerichtsrath. 
Dipauli  Anton  Frhr.  zu  Treuheim,   Dr.  jur.,  k.  k.   Haupt- 

mann  in  der  Landwehr,  in  Kaltern. 
Drasche  Heinricb  Ritter  v.,   Commandeur  des  Franz- Josefs- 

Ordens,    Grossgrundbesitzer    and    Gewerke    in    Wien 

(Mitglied  aaf  Lebensdaaer). 
Drasche  Richard  Ritter  v.,  Bergwerksbeaitzer  etc.  in   Wien 

(Mitglied  auf  Lebensdaaer). 
Daregger  Ladwig,  Dr.  jar.,  Advokat,  Landtagsabgeordneter. 
Durig  Josef,  Direktor  der  k.  k.  Lehrerbildungs-Anstalt. 
Eberle  Anton,   k.  k.   Feldkaplan   und  Milit&r-Instituts-Pro- 

fessor  i.  P.  in  Hall,  Mandatar. 
Eberle  Virginie,  Malerin  in  Wien. 
Ebner  Johann  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Ebner  Robert  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Statthalterei-SekretSr. 
Ebner  Viktor  Ritter  v.,   Dr.  med.,  k.  k.  Universitfits-Pro- 
fessor in  Graz. 
Egger  Josef,  Dr.  phil..  k.  k.  Professor. 


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-    S21    — 

Ehrhart  Josef  v.,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Eisendle  Peter,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Meran. 
Engensteiner  Hanns,  Lehrer  der  Bftrgerschule. 
Enzenberg  Franz  Graf  v.,  k.  k.   geh.  Rath  and  Kammerer, 

Conservator  der  Bandenkmale. 
Enzenberg  Hngo  Graf  v. 
Epp  Alois,  Seifenfabrikant  und  Parfamenr. 
Erhart  Gottfried,  Hausbesitzer  nnd  Gemeinderath. 
Erler  Edaard,  Hausbesitzer. 
Erler  Franz,  akademischer  Bildhaner  in  Wien. 
Ernst,  kBnigliche  Hoheit,  Herzog  von  Sachsen-Coburg- 

Gotha. 
Falk  Heinrich,  Dr.  jur.,  Advokat. 
Farfoglia  Alois,  k.  k.  Oberlandesgerichts-Pr&sident. 
Fedrigotti,  Filipp  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  in  Roveredo. 
Fedrigotti  Wilhelm  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath 

und  Lande8hauptmann-Stellvertreter. 
Felder  Cajetan,  Dr.  jur.,  Ritter  der  eis.  Krone,  Biirgermeister 

der  Stadt  Wien. 
Felderer  Carl,  Dr.  jur.,  Advokat 
Ferrari  Eduard,  Dr.  jur.,  k.  k.  Landesgerichts-Pr&sident. 
Ferrari-Kellerhof  Eduard  Edler  von,  Dr.  jur.  k.  k.  Bezirks- 

Commiss&r  in  Trient,  Mandatar. 
Ferraris  Ludwig   Graf  v.,    Herr   und  Landmann  in   Tirol, 

Privat. 
Ficker  Julius,  Ritter  des  Ordens  der  eis.  Krone  III.  KL, 

k.  k   Hofrath,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Finetti  Johann  v.,  Gftterbesitzer. 
Firmian    Ludwig    Graf   v.,    Grossgrundbesitzer,   Landtags- 

abgeordneter,  in  Welschmetz. 
Firraian  Virgil  Graf  v.,  Jurist. 
Fischer  Alois,  Dr.  jur.  k.  k.  pens.  Statthalter. 
Fischer  Ferdinand  v.,  k.  k.  Oberlandesgerichts-Sekretar. 
Fischer  Gebhard,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Flatz  Johann  Gebhard,  Historienmaler  in  Bregenz.  (Aequiv.) 
Flory  Anton,  Leonhard,  Professor  der  Technologie. 

Ferdinandeumi-Zeittchrift,  21 


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—    322    — 

Forcher  Johann,  Handelsraann  and  Spediteur  in  Wilteo. 

Frank  Carl  Hitter  v.,  k.  k.  Regierungsrath. 

Frenninger  Johann,  inful  Pralat  nnd  Abt  zu  Wilten. 

Friedle  Theodor,  Gooperator  in  Stilfes. 

Frftschel  Berthold,    Erdland-Oberhofkaplan    nnd   Pr&lat   za 

Klosterneubnrg. 
Gapp  Josef,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Lienz. 
Gasser  Vinzenz,  F&rstbischof  von  Brizen. 
Gassner  Theodor,  k.  k.  Gymnasial-Direktor  i.  P. 
Gassner  Michael,   p&pstficher  Hauspr&iat  and  Domprobst  in 

Brixen. 
Gasteiger  Gustav  von  and  za  Rabenstein-Kobach,  Dr.  jur., 

k.  k.  Bezirkskommiss&r. 
Gennari  Heinrich,  k.  k.  Bezirkshanptmann  in  Ampezzo. 
Giovanelli  Angus  tin  Frhr.  v,  Pfarrer  in  St.  Pauls. 
Giovanelli  Johann  Nepomuk  .Frhr.  v.,  Gutsbesitzer  in  Griefr. 
Giovanelli  Paul  Frhr.  v.,  Landtagsabgeordneter  in  Meran. 
Glanz  Franz  Ritter  v.,  k.  k.  Landesgerichts-Sekret&r  in  Linz. 
Glanz  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  Rechnungs-OfBzial. 
Glasmalerei-Anstalt,  tirolische,  in  Innsbruck. 
Glotz  Carl   Ritter  von,    k.  k.   Postdirektor  fftr  Tirol   and 

Vorarlberg. 

Goldegg  Hugo  Ritter  v.,  k.  k.  Kammerer,  Hauptmann  a.  D. 

Reichsraths-  and  Landtags-  Abgeordneter. 
Grabhofer  Johann,  Kaffeehausbesitzer. 
Grabmayr    Anton   von,   k.    k.   Staatsanwalt    in    Feldkirch, 

Mandator. 
Grebmer  Eduard  v.,  GUterbesitzer  in  Bruneck. 
Greil  Franz,  Kaufmann,  Magistratsrath. 
Greater  Josef,   k.   k.   Gyinnasial-Professor,   Landtags-   and 

Reichsrathsabgeordneter,  p&bstlicher  Kammerer. 
Grignani  Alois,  Handelsmann  in  Irast. 
Gross  Johann,  Kanst-  und  Masikalienh&ndler. 
Gamer  Carl  Edler  v.,   za  Engelsbarg,   Tiroler  Landmann, 

k.  k.  Landesgerichts-Pr&sidept. 


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—    323    — 

Gusenbauer   Rudolf,   Abt   des   Stiftes  Gottweih   in   T^ieder- 

fcterreich. 
HSmmerle  Heinrich,  k.  k.  Bezirkshauptraann. 
Hiosle  Albert,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Bregenz. 
Hammer  Anton,  Dr.  jar.,  Advokat 
Hammer  Franz,  k.  k.  Landes-Hauptkasse-Difektor. 
Hammerle  A.  X,  k.  k.  Bibliothekar  in  Salzburg. 
Harimayr    Vinzenz  Ritter    v.,    Dr.  jur.,    k.  k.   Oberstaats- 

anwalt. 
Hassenm&Uer  Hugo  Ritter  v.  Ortenstein,  k.  k.  Major. 
Hasshranter  Anton,  Dr.  Jur.,  k.  k.  Hof-  und  Gerichtsadvokat 

in  Wien. 
Haoser  Josef,  Kaufmann. 

Hausmann  Franz  Frhr.  v.,  Gutsbesitzer  iu  Bozen. 
Hausmann  Johann,  k.  k.  Bibliotheks-Scriptor  in  Olmfitz. 
Hebenstreit  Benedikt  Ritter  v.,  k.  k.  Statthaltereiratb. 
Hechenberger  Ferdinand,  Dr.  jar.,  k.  k.  Notar  in  Brixen. 
Heigl  Peter  Pfcul,  k.  k.  Bergverwalter. 
Heintl  Carl  Ritter  v.,  Dr.  phi  I.,  k.  k.  Trachsess  in  Wien. 
Heintl  Franz  Ritter  v.,   k.  k.  Trachsess,   Dr.  jur.,   emerit. 

Rektor  magnidcas  der  Wiener  Universit&t  etc.  in  Wien. 
Heiss  Johann,  Gasthalter  zura  Elephanten  in  Brixen. 
Heller  Camil,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitfits-Professor. 
Hellweger  Franz,  Historienrnaler. 

Hepperger  Carl  v.,  Dr.  jur.,   Advokat  zq  Bozen,  Mandator. 
Hepperger  Leopold,  Kaufmann. 
Heppner  Alois,  k.  k.  Bergverwalter  in  Hall. 
Hibler  Gedeon  v.,  Kaufmann. 

Hild  Anton,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Kufstein,  Mandator. 
Hinterwaldner  Johann,  k.  k.  Professor. 
Hintner  Valentin,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor  am  akademischen 

Gymnasium  in  Wien. 
Hdfel  Josef,  Jnwelier. 

Hdflmayr  Johann  N.,  k.  und  k.  Reichs-Archivs-Offizial. 
Hfllzl  Franz,  Kaufmann. 
Htohager  Franz,  Holzh&ndler  in  Bruclegg. 

21* 


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—    324    — 

Hftrmann  Ludwig  v.,  Dr.  phil,  k.  k.  Universitats-Bibliotheks- 

Scriptor  in  Graz. 
Hftrtnagl  Andreas,  Hausbesitzer  and  Gemeioderath. 
Hofer  Andreas  Edler  v.,   Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  nod  Land* 

tagsabgeordneter  in  Amstetten. 
Hofer  Anton  Frhr.  v.,  k.  k.  geh.  Rath. 
Hohenauer  Anton,  Bauunternehmer. 
Hohenbtthel  Carl  Frhr.  v.,  genannt  Heufler  zq  Rasen,   k.  k. 

geh.  Rath,  Kammerer  nnd  Oberlandesgerichte-Pr&sident 

zu  Bozen. 
Hohenbtihel  Ludwig   Frhr.   v.,    genannt  Heufler  zu  Rasen, 

k.  k.  Kammerer,  Sektions-Chef  i.  P.  zu  Hall 
Hohenlohe  Cons  tan  tin  Prinz,  I.  k.  k.  Obersthofmeister,  k.  k. 

geh.  Rath  and  General-Major  a.  8.  w. 
Holzmann  Johann,  k.  k.  Steuereinnehraer. 
Horinek  Anton,  k.  k.  Salinenverwalter  in  Hall. 
Huber  Alfons,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Haeber  Adolf,  k.  k.  Professor  an  der  Ober-Realschule. 
Homme)  Philipp  Jakob,  Haosbesitzer  and  Gemeinderath. 
Handegger  Josef,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Meraa. 
Hater  Willibald,  Ingenieur-Assistent  in  Kufstein. 
Janath  Johann,  Zahnarzt,  mag.  chirurg. 
Jeitteles  Adalbert,  Vorstand  der  k.  k.  Universit&ts-Bibliothek* 
Jele  Kaspar,   Historienmaler,   k.  k.  Professor  an  der  Ober- 

realschule. 
Iaama-Sternegg  Carl  Theodor  v.,  Dr.  jur.  k.  k.  UniversiUtts- 

Professor. 
Ingramm  Anton  Ritter  v.,  Privat. 
Innsbruck,  Stadt  (immerwahrendes  Mitglied). 
J6rg  Johann,  k.  k.  Staatsbuchhalter. 
Johann,  Durchlaucht,  regierender  Furst  von  Liechtenstein 

(Mitglied  auf  Lebensdauer.) 
Irschara  Dominik,  inful.  Probst  and  Abt  zu  Neastift. 
Jttlg  Bernhard,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitftts-Professor. 
Jung  Julius,  Dr.  phil.,  Privatdocent. 
Kaiser  Max,  Dr.  thepl.,  Domcapitular  u.  geistl  Rath  in  Mfiaohea, 


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—    325    — 

lapferer  Martin,  Kaufmann. 

Katschthaler  Johann,  Dr.  theoL  k.  k.  UniversitSts-Professor. 

Kempter  Kaspar  Ritter  v.,  k.  k.  Kreispr&sident. 

Kerner  Anton,  Dr.  med.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 

Khevenhflller-Metsch    Richard   Fflrst   v.,    k.  k.   Kam merer, 

Ritter  des  gold.  Vliesses  in  Wien. 
Kiechl  Johann,   Ritter  des  Leopold-Ordens,   k.  k.  Hofrath. 
Kirchebner  Andreas,  Gftterbesitzer  und  Kaufmann. 
Kirchmayr  Franz,  Kaufmann. 
Eliogler  Josef,  k.  k.  Hofrath. 
KlinkowstrOm  Alfons  v.,  k.  k.  Hofrath  in  Wien. 
Knoflach  Car),  Dr.  jnr.,  k.  k.  Notar  in  Bozen. 
KOpf  Anton  Ritter  v.,  k.  k.  Kreisgerichts-Pr&ses. 
Kraft  Joh.  Bapt,  Kaffeehausbesitzer. 
Kreyczi  Franz,    Ministerial-OfBzial  im  k.  k.  Reichs-Finanz- 

Archiv  in  Wien. 
Kripp  Johann  v.,  k.  k.  Gymnanial-Professor. 
Krischek  Eduard,  Ministerialrath   im  k.  k.  Ministerium   flir 

Kultus  und  Unterricht  in  Wien. 
Kflnigl  Carl  Graf  v.,   k.  k.  K&mmerer  und  Major  a.  D.  zo 

Ehrenburg. 
Kflnigl   Heinrich    Graf   v.,    Deutschordens-Komthor,    k.  k. 

Hauptmann  u.  s.  w.,  zu  Ehrenburg/ 
Ktinz  Max  Fidel,  Dr.  med.,  k.  k.  Bezirksarzt  in  Meran. 
Kurschner  Franz,  Dr.  phil.,  Archivs-Adjunkt  im  k.  k.  Reichs- 

Finanzministerium  in  Wien. 
Kohn  Franz   Frhr.   ▼.,    k.   k.   Feldmarschall-Lieutenant    in 

Graz. 
Kunerth  Bernard,  k.  k.  Salz-Oberamts-Verwalter  in  Hall. 
Lachmftller  Wilhelm  Ritter  v.,  k.  k.  Landesgerichts-Sekret&r. 
Lama  Hermann  Ritter  v.,  k.  k.  Statthalterei-Sekret&r. 
Lammel  Anton,  k.  k.  Direktor  der  Oberrealschule. 
Lang  Eduard,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Lantschner  Ludwig,  Dr.  med. 
Larcher  Pius  v.,  Dr.  jur.,  in  Bozen. 
Lasser-Zollheim  Josef  Frhr.  v.,  k.  k.  Minister  des  Innern. 


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—    326    - 

Lechleitner  Christian,  Dr.  phil,  k.  k.  Professor. 

Lechthaler  Anton,  Dr.  jar.,  k.  k.  Notar  in  Lienz,  Mandatar* 

Leiss  zu  Laimburg,  Johann   v..    Ehrendomherr,  Dekan  und 

Stadtpfarrer  zu  Innsbruck. 
Leiss  zu  Laimburg  Josef  v.,  Tiroler  Landmann,  Gassier  des 

st&dt.  Oberkammeramts  iu  Wien. 
Leithe  Friedrich,  Dr.  phil.,  k.  k.  Bibliothekar  in  Wien. 
Leramen  Alois  v,  k.  k.  Landesgerichts-Adjunkt. 
Leon  Franz  Ritter  v.,  in  Meran. 
Leonardi  C6lestin,  Dr.  jur.,  k.  k.  Hofrath. 
Liebe  Johann  Edler  v.  Kreutzner,  k.  k.  Zahlamtskassier. 
Liebener  Julius  v.  Monte-Cristallo,   k.  k.  Statthalterei-Con- 

cept8-Adjunkt. 
Lindner  Julius,  k.  k.  Rechnungsdirektor. 
Linser  Johann,  k.  k.  Staatsanwalt. 
Lisch  Johann  Michael,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Lobkowitz  FQrst  Carl,   Herzog  v.  Raudnitz  u.  s.  w„    Mit- 

glied  des  Herrenhauses. 
Lodron  Alois  Graf  v.,  Privat 
L5we  Markus,  Hausbesitzer  und  Wechsler. 
Loos  Hubert  v.,  k.  k.  Generalmajor  in  Wien. 
Ludwig  Viktor,  kais.  Hoheit,  Erzherzog  von  Oeater- 

reich.     (Mitglied  auf  Lebensdauer.) 
Lutterotti  Eduard  Ritter  v.,  k.  k.  Kreisgerichts-Pr&sident  in 

Feldkirch. 
Lutterotti  Ludwig  v.,  k,  k.  Statthalterei-Sekret&r. 
Maas  Ferdinand,  k.  k.  Professor  in  Wien. 
Mader  Anton,  k.  k.  Polizeirath. 
Mages  Alois,  k.  k.  Hofrath  in  Wien. 
Malfer  Josef,  Giiterbesitzer  und  Altbfirgermeister  in  Auer, 
Matter  Robert  Ritter  v.  Auerheim,  Giiterbesitzer  in  Auer. 
Marchesani  Anton,  Magistratsratb. 

Mathoy  Johann,  geistl.  Rath,  Dekan  und  Pfarrer  in  Zams. 
Mayer  Alexander,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Bruneck. 
Mayr  Josef,  Baumeister, 
Mayr  Ludwig,  k.  k.  Professor  in  Lin*. 


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—    327     — 

Mayrhofen  Virgil  Ritter  v.,  Dr.  med.,  k.  k.  Univ.-Professor. 
Mayrbofer  Josef,  Dr.  phil.  et  med.,  in  Munchen.   Mandator. 
Mayrhofer  Wilhelm,  Dr.  jur.,  Privat  in  Salzburg, 
Melchiori  Josef  Graf  v.,  Dr.  jur.,   k.  k.  Krasgerichts-Prft- 

sident,  Landtags-  und  Reichsrathsabgeordneter  in  Bozen. 
Menz  Ernst  Ritter  v.,  Dr.  jar.,  k.  k.  Notar  in  Braneck,  Mandatar. 
Meran,  Stadtgemeinde. 

Meusburger  Jodok,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Bruneck. 
Meyer  Martin,  President  der  Handelskamraer. 
Miller  Johann  v.,  Dr.  jar.,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath. 
Mitis  Ferdinand  Ritter  v.,  Dr.  jar.,  k.  k.  Ministerialrath  and 

Finanz-Landes-Direktor,  in  Meran. 
Mdslein  Martin,  Tischlermeister. 
Mdst  Josef,  Kunsthandler. 
Moser  Carl,  Catechet  an  der  Musterhauptschule. 
MfUler  Johann.  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Mutschlechner  Georg,  Seidenzeugfabrikant. 
Nebert  Josef,  k.  k.  Postrath. 
Neeb  Philipp,   k.  k.  Forstmeister,    Correspondent   der  k.  k. 

Central-Commission  fflr  Erhaltung  der  Baudenkmale  in 

Bozen. 
Netzer  Tobias,  Papierfabrikant  in  Hall. 
Nenmann  Max,  Dr.  med ,  Stabsarzt. 
Norer  Jakob,  Baumeister. 
Nu38baumer  Felix,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar. 
Nassbaumer  Johann,  Gemeinderath. 
Obexer  Michael,  Kanfmann. 
Oellacher  Josef,  Chemiker  and  Apotheker. 
Oellacher  Josef,  Dr.  med.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Oneatinghel  C&sar,  Dr.  jur.,  Advokat,  Landtagsabgeordneter. 
OrUieb  Leopold,  Privat. 
Ottenthal  Albert  v.,  Dr.  med. 
Ottenthal  Friedrich  v.,  k.  k.  Landesrath. 
Oxenbauer Franz,  Dr.  jur.,  k.k.  Hof-  u.  Geriohtsadvokat  in  Wien. 
PaUang  Anton,  k.  k.  Landrichter,  in  Meran. 
Palm  Josef,  Professor  in  Ried,  Oberdsterreich. 


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—    328    — 

Paulweber  Michael,  k.  k.  Gyinnasial-Professor. 

Peche  Ferdinand,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 

Pechtold  Friedrich,  k.  k.  Oberftfrster. 

Peer  Johann,  Dr.  med.  in  Brixen. 

Peer  Josef  Ritter   v.,  Dr.  jar.,   Cassier  des  Ferdinandeums 

(Mitglied  auf  Lebensdauer.) 
Peer  Josef,  Stadtpfarrer  zu  Sterzing. 
Pek  Edmund  Anton,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath. 
Perathoner  Viktor,  Dr.  phiL,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Perthaler  Franz,  Stadtpfarrer  in  Hall* 
Pfaundler  Carl,  Bachhandler. 

Pfaundler  Leopold,  Dr.  phil,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Pfeifer  Johann,   Sekretar  Sr.  kais.  Hoheit  Erzherzog   Karl 

Ludwig,  in  Meran. 
Pfeiffersberg  Josef  Ritter  v.,  Gutsbesitzer  in  Brixlegg,  Mandatar. 
Pfretschner  Norbert,  Dr.  med..  Gutsbesitzer  in  Jenbach. 
Philippovic  Josef  Frhr.  v.,  k.  k.  Feldzeugmeister  in  Prag. 
Pichler  Adolph,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Pircher  Josef,  Dr.  med.,  Kurvorstand  in  Meran. 
Platter  Julius,  Dr.  jur.,  Privatdocent. 
Prato  Vinzenz  Frhr.   v.,   k.  k.   Hofrath   und  Bezirkshaupt- 

mann  in  Bozen. 
Preleuthner  Josef  Ritter  v.,   k.  k.  geh.  Rath,  President  des 

k.  und  k.  obersten  Rechnungshofes  in  Wien. 
Preu  August  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Bludenz. 
Preu  Johann  v.,   Direktor  der  Hilfs&mter  der  k.  k.  Finanz- 

Landes-Direktion. 
Preyer  Josef,  Kaufmann. 

Protmann-Ostenegg  Josef  Frhr.  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Puntschart  Valentin,  Dr.  phil.  et  jur.,  k.   k.  Universit&ts- 

Professor. 
Pusch  Anton,  Dr.  jur.,  Advokat 
Putz  Gottlieb,  Dr.  med.,  Altbiirgermeister  in  Meran. 
Raggl  Josef,  Kaplan  der  Landes-Irrenanstalt  in  Hall. 
Rapp  Franz  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar,  Landeshaupt- 

mann  in  Tirol. 


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—    329    — 

Rapp  Johann,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Kaltern. 

Ratky  v.  Salamonfa  Emit,  k.  k.  Reichsarchivs-Offizial  in 
Wicn. 

Ranch  Felizian,  Buchdrucker  nnd  Buchh&ndler, 

Rantenkranz  Anton,  Dr.  jar.,  Advokat  nnd  Bfirgermeister 
in  Hall. 

Rantenkranz  Wilhelm,  k.  k.  Bezirkshanptmann  in  Rentte. 

Regli  Adalbert,  Abt  von  Mnri  and  Prior  zn  Gries. 

Reinhart  Johann,  Hotelbesitzer. 

Reinisch  Ferdinand  Ritter  v.,  Dr.  jur.k.k.Staatsanwalt-Sabstitut. 

Reiss  Simon  Alfons,  Kunst-  nnd  Musikalienh&ndler. 

Rembold  Otto,  Dr.  med.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 

Renner  Viktor  v.,  Dr.  phil.,  Professor  in  Wien. 

Rentte,  Zeichen-Fortbildangsschule  daselbst. 

Rhomberg  Albert,  Handelsmann  in  Dornbirn. 

Rbomberg  Rndolf,  Fabriksdirektor. 

Rhomberg  Wilhelm,  Kaufmann  in  Dornbirii. 

Riccabona  Benedikt  v.,  Furstbischof  von  Trient. 

Riccabona  Julius  v.,  Dr.  jar.,  Landtagsabgeordneter. 

R&ggla  Josef  Edler  v.  Mayenthal,  k.  k.  Bezirkshanptmann 
in  Imst. 

Rndigier  Franz,  Bischof  in  Linz. 

Salzmann  Johann,  Fabriksbesitzer  zu  Dornbirn. 

Sander  Hermann,  k.  k.  Professor  in  Feldkirch. 

Santner  Josef,  k.  k.  Oberwundarzt  in  Triest. 

Sarthein  Gottfried  Graf  v.,  Dr.  jur.,  Concipient  der  k.  k. 
Finanz-Prokuratur. 

Scari  Josef  von,  Dr.  jur.,  k.  k,  Finanzrath,  Landtags- 
abgeordneter. 

Scharmer  Alois,  Dr.  jur.,  Gtiterbesitzer  in  Pmtz. 

Scharmer  Christian,   Dr.  jur.,  Advokat  in  Imst,   Mandatar. 

Schailer  Josef  Romed,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 

Schenk  Stefan,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschule. 

Schiestl  Franz,  Schlossermeister. 

Schiestl  Georg,  Dr.  jar.,  k.  k.  Finanzrath. 

Schletterer  Josef  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath. 


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—    330    — 

Scbinid  Franz,  Hof-Parfumeur  and  Arzt 

Schmuck  Heinrich  v.,  k.  k.  Professor  an  der  Oberreal-Schnle. 

Schmuck  Joachim   v.,   Magister  der  Pharmacie  in  SalEburg. 

Schneeburg  WHhelm  Frhr.  v.,  Domprobst  zn  Olmtttz. 

Schneller  Christian,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 

Schneller  Josef,  Dr.  jur.,  in  Salzburg. 

SchQnach  Anton,  Dr.  med. 

Schdnbeck  Leopold  Ritter  v.  Rothenau,  k.  k.  Oberfinanzrath, 

Scbouberr  David,  Dr.  phiL,  kais.  Rath. 

Sch&pfer  Anton,  Hof-  nnd  Stadtapotheker. 

Scholz  Eduard,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 

Schranz  Josef,  Dr.  jur,  k.  k.  Finanz-Concipist  in  Triest 

Schueler  Josef*  Bfirgermeister  der  Stadt  Bozen. 

Schueller  Ludwig,  Privatier. 

Schnler  Johann,  k.  k.  Professor  und  Bezirks-Schulinspektor. 

Scbullern  Anton  Ritter  v.,  Sekret&r  des  Ferdinandeums. 

Schumacher  Anton,   Buchdruckereibesitzer  und  Bucbh&ndler, 

Gemeinderatb. 
Schuster  Franz,  Dr.  jur.,  Advokat. 
Schwarz  Anton,  Gyranasial-Direktor  in  Horn. 
Schwarz  Carl  Frhr.  v.,  k.  k.   Baurath  und  Realitftten-Be- 

sitzer  in  Wien.     (Mitglied  auf  Lebensdauer.) 
Schwarzenberg   Johann   Adolf,   FOrst,   Mitglied   des   dsterr. 

Herrenhauses.    (Mitglied  auf  Lebensdauer.) 
Schwertling  Carl  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath  und  Bezirkshaupt- 

mann  in  Bregenz. 
Semrad  Ferdinand,  k.  k.  Oberbaurath. 
Senn  Johann,  Lehrer  in  St.  Nikolaus. 
Settari  Franz,  Dr.  med.  in  Meran. 
Sevignani  Bernard,  k.  k.  Landesgeriohtsrath  in  Bozen. 
Siebinger  Josef,  k.  k.  Gyranasial-Direktor,  in  Graz. 
Sizzo-Noris  Heinrich  Graf  v.,   k.  k.  K&mmerer,  Landtag*- 

abgeordneter  in  Trient. 
Spagnoli  Dominik,  k.  k.  Major. 
Speckbacher    Josef,    k,    k.    Adjunkt    bei    der    Hilfsfimter- 

Direktion  des  k.  k.  Oberlandesgeriohtes. 


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-     331    — 

Staffler  Alois,  Privat. 

Stainer  Engelbert,  Fonnator. 

Staller  Josef,  Dr.  und  Professor  der  TJieologie  zu  Brixen. 

Stapf-Ruedl  Anton,  k.  k.  Postbeaiuter. 

Stapf-Ruedl  Josef,  Magistrats-Adjunkt. 

Staudacher  Tobias,  Dekan  und  Pfarrer  in  Matrei. 

Steinlechner  Paul,  Dr.  jar.,  k.  k.  Universitftts-Professor. 

Stentz  Anton,  Natarhistoriker  zu  Neusidel  am  See,  (Aequiv.) 

Sternbach  Ferdinand  Frhr.  v.  Herrschaftsbesitzer  zu  Triesch 

in  M&hren. 
Sternbach  Ferdinand  Frhr.  v.,  Reichsraths-Abgeordneter  in 

Mfihlau. 
Sternbach  Leopold  Frhr.  v.,  k.  k.  Kammerer,   Gutsbesitzer. 
Stippler  Johann  Baptist,  furstb.  Hofkaplan  in  Brixen. 
Stocker  Eonrad,  Eanfmann. 
Stolz  Josef,  Dr.  med.,  Direktor  der  Landes-Irrenanstalt  in 

Hall. 
Stolz  Otto,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Stranb  Adolf  Bitter  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Strele  Anton  Ritter  v.,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Strele  Carl,  Hausbesitzer  und  B&rgermeister  in  Broneck. 
Strele  Rudolf,  kaiserl.  Rath  und  Bezirkshauptmann  in  Borgo. 
Strunmer  Sebastian,  k.  k.  Hiittenamts-Controllor  in  Bri;legg. 
Strobele  Carl,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Broneck. 
Stuinpf-Brentano  Carl,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts^Professor, 
Storm  Josef,  k.  k,  Residenz-  und  Schlossverwalter. 
Snda  Franz,  k.  k.  Forst-Commiss&r. 
Suppaneg  Felix,  Fabriks-Direktor. 
Tappeiner  Franz,  Dr.  med.,  zu  Meran. 
Taraoczy    Maximilian    v.,    Eardinal,    Fttrst-Erzbischof   von 

Salzburg. 
Tegischer  Josef,  Professor  der  Theologie,  zu  Brixen. 
Terlago  Robert  Graf  v.,  Gtiterbesitzer  in  Terlago. 
Terzer  Valentin,  Zahnarzt  in  Bozen. 
Thaler  Josef,  Pfarrer  in  Kuens  bei  Meran. 
Thaler  Josef.  Dr.  med.,  Stadtphysikus  in  Brixen. 


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—    332    — 

Tbeser  Ernst,  Dr.  jur.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Thoma  Alfred,  Inspektor  der  k.  k.  priv.  Sfidbaho. 
Than  Emanuel  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer  in  Trient. 
Than  Franz  Graf  v.,   k.   k.   Feldmarschall-Lieutenant  and 

Landesvertheidigangs-Oberkommandant. 
Thann  Matteo  Graf  v.,  in  Trient. 
Thorn  and  Taxis  Alex.  Graf  v.,  k.  k.  Bezirks-Commiss&r 

in  Lienz. 
Thorn  and  Taxis   Josef   Graf  v.,    Erblandpostmeister    von 

Tirol  in  Schwaz. 
Thurwiesef  Johann,  Gatsbesitzer  in  Kramsach. 
Tinti  Gustav  Frhr.  v.,  k.  k.  K&mmerer,  Major,  Commandant 

der  berittenen  Landesschtitzen. 
Toggenburg   Georg   Ritter  v.,   k.   k.   geh.   Rath   in   Bozen. 

(Mitglied  auf  Lebensdauer.) 
Tost  Carl,  k.  k.  Ober-Rechnungsrath. 
Trafojer  Johann,  k.  k.  Landesgerichtsrath. 
Trampler  Carl,  Obereinnehmer  des  k.  k.  Hauptzollamtes. 
Trapp  Oswald  Graf  v.,   k.  k.  K&mmerer  and  Statthalterei- 

Rath. 
Trentinaglia  Carl  v.,  k.  k.  p.  Kreisgerichts-Pr&ses  in  Rovigo. 
Trentinaglia  Josef  Ritter  v.,   k.  k.  Landesgerichts-Adjunkt* 
Trientl  Adolf,  Kaplan,  Besitzer  des  goldenen  Verdienstkreuzes 

mit  der  Krone,  in  Hall. 
Tschavoll  J.  A.  Ritter  v.,  Fabriksbesitzer  in  Feldkirch. 
Tsohiderer  Ernst  Frhr.  v.,  k.  k.  K&mmerer. 
Tschoner  Ferdinand,  Kaufmann. 
Tschurtschenthaler    Anton,    Dr.    med.,    k.  k.  Universit&te- 

Professor. 
Tschurtschenthaler  Johann,  Dr.  jur.,   k.  k.  Notar,   Bfirger- 

meister  der  Stadt  Innsbruck. 
Tschurtschenthaler  Josef,  Kaufmann. 
Tschurtschenthaler  Ludwig,  Kaufmann. 
Turner  Leo,  k.  k.  Oberbergrath  in  Brixlegg. 
Ullmann  Emanuel,  Dr.  jur.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Ulmer  Johann  Georg,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 


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—    333    — 

Unterberger  Carl,  k.  k.  Bezirks-Schnlinspektor. 

Unterberger  Ernst,  Kunsth&ndler. 

Unterberger  Ferdinand,  Gntsbesitzer. 

Unterberger  Franz,  Maler  in  Bitlssel. 

Verdross  Sebastian,  Giiterbesitzer  in  Meran. 

Vintler  Friedrich  v.,  landschaftl.  Rechmmgsrath  in  Brtineck. 

Vintschgau  Max  Ritter  v.,  Dr.  med.,   k.  k.  Univ.-Professor. 

Visneider  Anton,  Kanfmann. 

Vogl  Franz,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Bezirkshanptraann. 

Voland  Anton,  Gastgeber  in  Wflrgl. 

Vollmayr  Johann,  Dr.  jnr.,  Hof-  and  Gerichts-Advokat  in 

Wien. 
Vorhauser  Johann,   Ritter  des  Ordens   der   eisernen  Krone 

III.  Klasse,  k.  k.  Hofrath. 
Vorhauser  Otto,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Vorhauser  Raimund,  k.  k.  Oberfinanzrath. 
Wachtler  Albert,  Kanfmann  in  Bozen. 
Walde  Carl  Al.,  Kaufmann. 
Wallndfer  Johann,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Meran. 
Wedl  Josef  Viktor,    Dr.  jur.,    Advokat    und  Reichsrathsr 

abgeordneter  in  Wiener-Nenstadt. 
Weiler  Josef,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschule. 
Weinbart  Edaard  v.,  za  Thierbnrg  and  Vollandsegg,  Rea- 

lit&tenbesitzer  in  Obermais. 
Welponer  Paul,  Kanfmann  in  Bozen. 
Welsperg  Wolfgang  Graf  v.,  k.  k.  Oberst. 
Werner  Franz,  Dr.  jnr.,  I.  Magistratsrath. 
Weyrer  Caspar,  Pfarrer  in  Mariahilf. 
Weyrer  Paul,  Fabriksbesitzer. 

Widmann-Staffelfeld  Hermann  v.,  Bergwerksbesitzer  zn  S.  Zeno. 
Wiedemann  Franz,  Inspektor  der  Azienda  Assicnratrioe   in 

Triest,  Mandatar. 
Wiedmann  Otto  v.,  Dr.  jnr.,  Advokat  in  Salzburg. 
Wieser  Franz,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor. 
Wieser  Johann,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Wieser  Ludwig  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath. 

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—    334    — 

Wiesler  Peter,  Abt  von  Marienbtrg. 

Wilczek  Hanns  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer,  Mitglied  des  Her- 
renhauses,  in  Wien. 

Wilczek  Heinrich  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer  etc  in  Szemerdd. 

Wildauer  Tobias,  Dr.  phil ,  k.  k.  Universitats-Professor. 

Wilhelm  Friedricb,  Kaufmann. 

Wilten,  Chorherrenstift. 

Winkler  Franz,  Apotheker. 

Winkler  Josef,  Grundstener-Regulirungs-Referent. 

Wola  Stanislaus  Ritter  v,,  Dr.  in  Tscherpovody  (itussland). 

Wolf  Johann  Liberate  Dr.  phil.,  Professor  am  k.  k.  Gym- 
nasium in  Triest. 

Wolf  Johann,  BAumeister  in  Brixlegg. 

Wolkenstein-Rodenegg  Arthur  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer, 
Landtagsabgeordneter,  k.  k.  Hauptmann  in  der  Land- 
wehr. 

Wolkenstein  Carl  Graf  v.,  k.  k.  geb.  Rath  und  K&mmerer. 

Wolkenstein-Trostburg  Leopold  Graf  v.,  k.  k.  geh.  Rath  und 
K&mmerer  in  Trient. 

Wttrzfer  Julius,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Bozen. 

Zacherle  Johann,  Kaufmann. 

Zallinger  Josef  v.,  k.  k.  Hofrath. 

Zeissberg  Heinrich,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 

Zelger  Josef,  Kaufmann. 

Zelinka,  Carl,  Eisenbahn-Inspektor. 

Zieglauer  Johann  v.,  BftrgermeMer  und  Stadtapotheker  in 
Bruneck. 

Zingerle  Anton,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitfits-Professor. 

Zingerle  Ignaz,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 


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—    335    - 


Rechnungs-Ausweis 

mit  Schluss   des  Jahres    1874. 


A.  Hauptkasse. 

Em  p  fang,  fl.     kr.        fl.     kr. 

1.  Haoptempfang  und  Uebernahme 

vom  Jahre  1873    .     .    .  10021  91 

2.  Zuwachs  an  Kapital  und  Zins        1416  11% 

3.  Einbezahlte  BeitrSge  der  Mit- 

glieder \        2301  75 

4.  Besondere  BeitrUge  der  Mit- 

glieder      . 48  25 

5.  Erlds    aus    Vereinsschriften, 

Karten  u.  s.  w -447  90 

6.  Verschiedene  Empfflnge   .    .         1842  25 

Summe  der  Empttnge      —     —    15778  17% 

Ausgaben. 

1.  Gehalte  and  Remunerationen  839  57 

2.  Anlegung  von  Kapitalien      .  988  94 

3.  Baukosteo     ......  63  15 

4.  Regie  and  Einrichtung     .    .  258  23 

5.  Verschiedene  Ausgaben    .    .  1274  27 

6.  Vennehrung  der  Sammlungen: 

a.  Kunst-Section        228  43 

b.  HistorischeSection  514  95 

c.  Naturwissenschaft- 

liche  Section         91  40 

d.  Verschiedene    An- 

schaflfongen    .    285  53 

in  Summe       1120  31 
Summe  der  Ausgaben  4544  47 

Bleibt  Verm5gen  11233  70% 


Google 


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—    336    — 

fl.    kr.        fl.    kr. 
An  Beitr&gen  der  Mitglieder 
Rest  vom  Jahre  1873    .    .  874  25 

Zuwachs  im  Jahre  1874      .  2208  — 

Summe  der  praliminirten  Beitr&ge 3082  25 

Hievon  warden  einbezahlt  2301  75 
In  Abschreibung  gebracht       31  50 

Sohin  fallen  ab 2333  25 

Verbleibt  ein  Rest  von      .    .     .  749  — 

B.  Baufond. 

Uebernahme  vom  Jahre  1873        3267  97% 
Zuwachs  an  Zins     ....  170  15*/2 

Summe  des  VermSgens '         3438  13 

Ausgaben 

C.  Tschager'scher  Legatsfond, 

Uebernahme  an  Stammkapital 

vom  Jahre  1873  .    .    .     11512  82 
Neuer  Empfang 472  50 

Summe  des  Empfangs  — "  11985  32 

Ausgaben 805     4 

Bleibt  Verm&gen  .     .  11180  28 

wobei  jedoch  die  das  StammvermBgen  bildenden  Steyer'schen 
Qrundentlastungs-Obligationen  nach  dem  Norainalbetrage  von 
10500  fl.  5.  W.  berechnet  sind. 


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Katalog 


iiber  die 


plastischen  Kunstgegenstande 


im 


l&m£*s«Km§*maL 

(Ferdinandenm) 


za 


INNSBRUCK. 


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NB.  Die  Nummerining  dieser  Abtheilang  beginnt   mit  601, 

da   der  Gem&lde-Katalog   die  Nummern   1 — 600   umfassen 

wird  und   es   zur   bessern  Orientirang  gebotea  schien,  nur 

einen  Numerus  carrens  innezuhalten. 


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Plastische  Kunstgegenstande, 


601.  Josef  Klieber,  geb.  zu  Innsbruck  1773,  gest.  zu 
Wien  1849.  Kaiser  Franz  I.  von  Oesterreich  im  Ira- 
peratoren-Gewande.  Statue  in  Wiener  Sandstein, 
7  Fuss  hoch. 

602.  Josef  Joas,  geb.  um  1807  zu  Gais  bei  Bruneck  in 
Tirol,   gest.   zu  Wien  1857.    Ein  griechiseher  Bogen- 

schfitze.    Halblebensgrosse  Statue.    Gypsmodell. 

603.  Leopold  Kissling,  k.  k.  Hofstatuar  in  Wien,  gest 
daselbst  1828.  Andreas  Hofer.  Lebensgrosse  Biiste 
in  Gdflaner  Marmor. 

604.  Anton  Krlsmeir,  geb.  zu  Telfs  in  Tirol  1810,  gest. 
zu  Albano  1841.  Der  rasende  Ajax.  Gypsmodell, 
halblebensgross. 

605.  Josef  Miller,  geb.  1809  zu  Pettneu  in  Tirol,  lebt  zu 
Innsbruck  1875.  Pieta.  Gypsmodell  zu  dem  1860  von 
demselben  KfLnstler  in  Marmor  ausgefuhrten  Grab- 
monument  der  Familie  von  Riccabona  auf  dem  neuen 
Friedhof  zu  Innsbruck. 

606.  Josef  Probst,  geb.  um  1810  zu  Innsbruck,  lebt  in 
Wien  1875.  Kain  und  AbeL  Halblebensgross.  Gruppe 
in  Gyps. 

607.  Johann  Popeller,  geb.  1816  zu  St.  Johann  bei 
Windisch-Matrei,  gest.  zu  Wien  1844.  Endymion. 
Lebensgrosse  Gypsstatue. 


1* 

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—    4    — 

608.  Dominik  Mahlknecht,  geb.  1793  in  Groden,  Hof- 
bildhauer  des  Konigs  Louis  Philipp.  Lebt  noch  zu 
Paris  1875.  Ulysses  nach  seiner  Heimat  sich  sehnend. 
Lebensgrosse  Statue.     Origiualmodell  in  Gyps. 

609.  Dominik  Mahlknecht,  geb.  in  Groden  1793,  lebt 
zu  Paris  1875.  Terpsichore.  Lebensgrosse  Statue, 
in  Bronze  gegossen  (1857). 

610.  Dominik  Mahlknecht  Venus  im  Bade  uberrascht. 
In  Bronze  nach  des  Kiinstlers  Marmorstatue,  die  sich 
in  Paris  befindet. 

611.  Johann  Nepomuk  Haller,  geb.  zu  Innsbruck  1792, 
gest.  zu  Munchen  1826.  Der  verwundete  Pbiloktet. 
Kolossale  Statue  in  Gyps.  Original,  nicht  in  Marmor 
ausgefiihrt. 

612.  Unbekannt.  Der  Kaiser  Maximilian  von  Mexiko. 
Gypsbiiste,  verfertigt  zu  Prag  1867. 

613.  Ignaz  Raff],  geb.  zu  Meran  1828,  lebt  zu  Paris 
1875.    Erzherzog  Carl  Ludwig  (1855).  Gypsbiiste. 

614.  Nach  Halbig.  Kaiser  Franz  Josef  I.  von  Oesterreich 
(1850).    Gypsbiiste. 

615.  Nach  Halbig.  Kaiserin  Elisabeth  von  Oesterreich 
(1854).     Gypsbiiste. 

616.  G.  M.  Benzoni  in  Rom  1858.  Pabst  Pius  IX.  Mar- 
morbii8te  1858. 

617.  Anton  Krismeir,  geb.  su  Telfs  1810,  gest.  zu  Albano 
1841.  Die  hi.  Magdalena.  Originalraodell,  ganze  Figur 
in  Gyps. 

618.  Johann  Halbig,  geb.  1814  zu  Donnersdorf  in  Bayern, 
Professor  der  Bildhauerkunst  in  Miinchen  1875.  Feld- 
marschall  Graf  Radetzky.     Marmorbuste  1853. 

619.  Johann  Preleutliner,  geb.  1807  zu  Wien,  k.  k.  Pro- 
fessor der  Bildhauerei  in  Wien  1875.  Andreas  Hofer, 
Lebensgrosse  Statue  in  Gyps.  Originalmodell  zu  der 
vom  Kilnstler  im  Auftrage  des  Kaisers  in  Marmor 
ausgefuhrten  Statue  im  Waffenmuseum  des  k.  k.  Ar- 
senales  zu  Wien. 

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—    5    — 

620.  Johann  Stihaller,  geb.  1777  zu  Wien,  gest.  daselbst 
1842.  Kaiser  Ferdinand  I.  von  Oesterreich.  Lebens- 
grosse  Biiste,  in  Bronze  (1829). 

621.  Unbekannt  Der  Engel  erscheint  dem  hi.  Joseph  ira 
Traume  nnd  befiehlt  ihra,  mit  der  hi.  Familie  nach 
Egypten  zu  fliichten.     Relief  in  Gyps. 

622.  Unbekannt.  Nachtruhe  anf  der  Flucht  nach  Egypten. 
Ein  Engel  mit  der  Fakel  leuchtend.     Relief  in  Gyps. 

623.  Josef  Joas,  geb.  urn  1807  bei  Bruneck,  gest.  zu  Wien 
1857.  Kampf  des  heil.  Georg  mit  dem  Drachen. 
Grosses  Gypsrelief  in  Medaillonform. 

624.  Gottfried  Renn,  geb.  zu  Imst  1818,  lebt  in  Speyer 
1875.  Der  junge  Tobias  heilt  seinen  Vater.  Relief 
in  Gyps. 

625.  Josef  Streicher,  geb.  zu  Innsbruck  1805,  gest  da- 
selbst 1857.  Die  hi.  Elisabeth  einem  alten  Manne 
und  einem  kleinen  Madchen  Almosen  spendend.  Relief 
in  Gyps. 

626.  Katharina  Felder,  geb.  1816  bei  Bezau  im  Bregenzer 
Wald,  gest.  zu  Berlin  1848.  Madonna  beim  liegenden 
Christuskinde  knieend.     Relief  in  Gyps. 

627.  Josef  Probst,  jun.  geb.  zu  Innsbruck  um  1810  lebt 
zu  Wien  1875.  Erschaffung  des  Weibes.  Copie  nach 
Ghiberti's  Original  in  Florenz.     Relief  in  Gyps. 

628.  Alexander  Collin,  geb.  zu  Mecheln  1526,  gest  zu 
Innsbruck  1612.  Grablegung  Christi.  (Aus  dem  ehe- 
raaligen  Grabdenkmal  der  Familie  Hohenhauser  auf  dem 
alten  Friedhofe  zu  Innsbruck).     Relief  in  Marmor. 

629.  Josef  Streicher,  geb.  zu  Innsbruck  1805,  gest.  da- 
selbst 1867.  Todten-Maske  des  im  J.  1839  ver- 
storbenen  Appellationsraths-Prasidenten  A.  A.  Freihern 
v.  Dipauli.     Biiste  in  Gyps. 

630.  Anton  Krismeir,  geb.  zu  Telfs  1810,  gest.  zu  Al- 
bano  1841.  Friedrich  Graf  von  Wilczek,  Gouverneur 
in  Tirol  1824—1841.    Biiste  in  Gyps. 

631.  Johann  Halbig,  geb.  1814  zu  Donnersdorf  in  Bayern; 


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—    6    — 

Professor  der  Bildhauerkunst  in  Mtinchen  1875.  Dr. 
Johann  Ritter  von  Perthaler,  L  k.  Oberlandesgerichts- 
rath,  polytischer  Schriflsteller;  geb.  1816  zu  Olang 
im  Pusterthal,  gest.  1862  zu  Wien.  Lebensgrosse 
Biiste  in  Gyps. 

632.  Franz  Zanner,  geb.  1748  zu  Felpatan  im  Oberinn- 
thal,  gest.zu  Wien  1822.  Portrait-Biiste  des  stand. 
General-Referenten  Josef  Baron  v.  Reinhart,  geb.  1745 
zu  Freiburg  i.  B.,  gest.  1821  zu  Innsbruck.  Lebens- 
gross  in  Gyps. 

633.  Max  Wiednmann,  geb.  1812  zuEichst&dt,  Professor 
der  Akademie  zu  MCinchen  1851.  Portrait-Biiste  des 
Josef  Freiherrn  von  Hormayr,  Geschichtschreiber,  geb. 
zu  Innsbruck  1781;  gest.  zu  MOnchen  1848.  In  Gyps, 
ttberlebensgross. 

634.  Johann  Schaller,  geb.  zu  Wien  1777,  gest  daselbst 
1842.  Kaiser  Franz  I.  von  Oesterreich.  Biiste  in 
Tiroler  Marmor. 

635.  Unbekannt.  Kaiser  Franz  I.  von  Oesterreich.  Gyps- 
bfiste,  iiberlebensgross. 

636.  Josef  Kirchmayr,  geb.  1773  zu  Rockersing  in  Nie- 
derbayern,  in  Munchen  th&tig  1810—1839.  Portnut- 
Biiste  des  Tonkftnstlers  Abbi  Vogler,  geb.  1749  zu 
Wiirzburg,  gest.  1814.    Lebensgross  in  Gyps. 

637.  Johann  Grissemann,  geb.  zu  Imst  1831,  lebt  da- 
selbst 1875.  Portrait-Baste  des  Dr.  Georg  Schenacb, 
geb.  1810  zu  Innsbruck,  gest.  1859  zu  Wien  als 
Professor  der  Philosophic.     Lebensgross  in  Gyps. 

638.  Schubert  in  Rom  1858.  Portrait-Biiste  des  Profes- 
sors Dr.  Alois  Flir,  geb.  1805  bei  Landeck  in  Tirol, 
gest.  1859  als  Auditor  S.  Rotae  in  Rom.  Lebens- 
gross in  Gyps. 

639.  Johann  Grissemann,  geb.  1831  zu  Imst,  lebt  da- 
selbst 1875.  Die  beiden  Flftsse  Etsch  und  Inn  sym- 
bolisch  dargestellt.    Relief  in  Gyps. 

640.  Josef  Probst,   Jan.,   geb.   urn   1810  zu  Innsbruck, 


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—    7    — 

lebt  zu   Wien    1875.     Christas   vom   Satan   versucht. 
Relief  in  Gyps. 

641.  Hermann  Mflller,  geb.  zn  Seefeld  in  Tirol,  in  Mun- 
chen  thatig  1839.  Christas  and  die  Samaritanerin  am 
Brunnen.    Belief  in  Gyps. 

642.  Josef  Seelos,  geb.  zn  Imst,  gest.  1836.  Ale- 
zander  den  Bukephalos  b&ndigend.    Relief  in  Gyps. 

643.  Alois  Knittel,  geb.  zu  Bach  im  Lechthal  1818,  lebt 
daselbst  1875.  Christas  and  der  Besessene  von 
Gerasa.    Relief  in  Gyps. 

644  Anton  Krismeir,  geb.  zu  Telfs  1810,  gest  za  Al- 
bano  1841.  Die  biissende  Magdalena.  Relief  in 
Gyps. 

645.  Alexander  Collin,  geb.  zu  Mecheln  1526,  gest.  zu 
Innsbruck  1612.  Auferstehung  Christi.    Relief  in  Mar- 

mor.     (Aus   einem  Grabsteinaufcatz    des-  alten    Inns- 
brucker  Friedhofes). 

646.  Schnle  Collin.  Kampf  des  heil.  Georg  mit  dem 
Drachen.    Relief  in  Marmor. 

647.  Josef  Probst,  jun.  geb.  zu  Innsbruck  urn  1810,  lebt 
zu  Wien  1875.  Christus  und  die  Samaritanerin  am 
Brunnen.    Relief  in  Gyps. 

648.  Sebastian  Defregger,  geb.  1784  zu  Mitteldorf  bei 
Yirgen  im  Pusterthal,  gest.  zu  Kufstein  1853.  Auf- 
erstehung Christi.    Relief  in  Thon,  bronzirt. 

649.  Sebastian  Defregger.  Grablegung  Christi.  Relief 
in  Thon,  bronzirt.! 

650.  Johann  Pendl,  geb.  zu  Aschau  in  Tirol  1791,  gest. 
zu  Meran.  Das  Abendmahl  Christi,  nach  Leonardo  da 
Vinci.     Relief  in  Gyps,  bronzirt. 

651.  Josef  Probst,  jun.  geb.  urn  1810  zu  Innsbruck,  lebt 
zu  Wien  1875.     Abraham  vor  den  drei  Engeln.    Re- 
lief in  Gyps,     tfych  Ghiberti's  Original  in  Florenz. 

652.  Sebastian  Defregger,  geb.  1784  zu  Mitteldorf  bei 
Virgen  im  Pusterthal,  gest.  zu  Kufstein  1853.  Raub 
der  Sabinerinnen.    Relief  in  Gyps,  bronzirt 


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—    8    — 

653,  654,  655,  656.  Nach  altitalienischen  Originalien. 
Vier  Gypsabgiisse,  relief,  vorstellend: 

a.  GrableguDg  ChristL 

b.  AuferstehuDg  Cbristi. 

c.  Himmelfahrt  Christi. 

d.  Die  Apostel  und  Jtinger  am  Sterbebette  Mariens. 

657.  Gottlieb  Klotz,  geb.  zu  Irost  in  der  II.  Halfte  des 
vorigen  Jahrhunderts,  gest.  1834.  Orestes  and  Pilades 
vor  der  Priesterin  der  Diana.  Basrelief  in  Holz,  ala- 
bastrirt. 

658.  Unbekannt.  Der  bethlehmitische  Eindermord.  Haut- 
relief  in  Alabaster. 

659.  Unbekannt.    Bad  der  Diana.    Hautrelief  in  Alabaster. 

660.  Unbekannt.  Sauls  Bekehrung.  Hautrelief  in  Ala- 
baster. 

661.  Dominik  Mollin,  geb.  za  Wengen  in  Enneberg, 
gest.  daselbst  1761.  Weibliches  Brustbild  (Magdalena). 
Relief  in  Alabaster. 

662.  Unbekannt     Jesus  in  der  Krippe.    Relief  in  Gyps. 

663.  664.  Unbekannt.  Kaiser  Leopold  I.  und  dessen  Ge- 
mahlin  Eleonora.     Zwei  Reliefs  in  Alabaster. 

665.  Barbacori,    geb.  im  Nonsberg  im   18.  Jahrhundert 
,  Rinaldo  und  Armida.  (Aus  Tasso's  befreitem  Jerusalem). 

Basrelief  in  Alabaster. 

666.  BarbacOTi.  Loth  wird  von  seinen  TSchtern  berauscht. 
Basrelief  in  Alabaster. 

667.  Josef  Probst,  sen.  geb.  zu  Sterzing    1772  gest.  za 

Innsbruck   um   1858.     Pabst  Pins  VII.     Basrelief  in 
Gyps,  bronzirt.     Medaillonforra. 

668.  P.  Harameran,  arbeitete  1856  zu  Frankfiirt  a.  M. 
Erzherzog  Carl  Ludwig  (1856).  Eleine  Baste  in 
Gyps. 

669.  Johann  Halbig,  geb.  1814  zu  Donnersdorf  in  Bay  em; 
k.  Professor  der  Bildhauerkunst  in  Muuchen  1875. 
Margaretha,  geb.  Prinzessin  von  Sachsen,  Erzherzog 
Carl  Ludwigs  Gemahlin  (1857).  Kleine  Biiste  in  Gyps. 


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—    9    — 

670.  T.  Konig,  in  Dresden  1857.  Margaretha,  Erzherzog 
Carl  Ludwigs  Gemahlin  (1857).  Basrelief  in  Gyps. 
Medaillonform. 

671.  Unbekannt.  Ein  Portrait.  Kleines  Relief  in  Medaillon- 
form.   Gyps,  bronzirt. 

672.  Unbekannt  Saturnus  mit  dem  Stundenglase,  worauf 
eine  Eule  sitzt.     Basrelief  in  Alabaster. 

673.  Unbekannt.  Ein  Madchen  (Flora).  Basrelief  in  Ala- 
baster.    (Pendant  zu  672). 

674.  Unbekannt.    Portrait.    Kleines  Basrelief  in  Gyps. 

675.  Jakob  Pirchstaller,  geb.  1765  zn  Trens  bei  Ster- 
zing,  gest.  zn  Meran  1824.  Portrait  des  Qrafen  von 
Althon,  Domherrn  zn  Brixen  1823.  Basrelief  in  Ala- 
baster.    Medaillon. 

6"6.  Thomas  Lang,  geb.  1749  zn  Schwaz  in  Tirol,  gest 
1812  als  Direktor  der  Graveur-Schnle  an  der  k.  k. 
Akademie  zn  Wien.  Modell  der  Trinmphpforte  zu 
Innsbrnck.    Ans  Alabaster. 

677.  Anton  Krismeir,  geb.  1810  zu  Telfs  in  Tirol,  gest. 
zu  Albano  1841.  Des  Klinstlers  eigenes  Portrait. 
Kleines  Relief  in  Gyps. 

678.  Jakob  Pirchstaller,  geb.  1755  zu  Trens  bei  Ster- 
zing,  gest.  zn  Meran  1824.  Portrait  des  tirol.  Ge- 
schichtschreibers  Josef  Resch,  geb.  1716  zu  hi.  Kreuz 
bei  Hall,  gest.  zu  Brixen  1782.  Kleines  Relief  in 
Gyps.     Medaillonform. 

679.  Josef  Anton  Haid,  geb.  1801  zu  Langtaufers  im 
Vintschgau,  gest  um  1860  zu  St.  Johann  im  Unter- 
innthal.  Moses  in  der  Wiiste  erhSht  die  feherne 
Schlange.    Relief  in  Stein. 

680.  681.  Unbekannt.  Zwei  Gypsabdrticke  von  Diptychen : 
a.  Aesculap.   b.  Hygiea.  Basrelief. 

682.  Unbekannt.  Ein  Ochs  von  drei  Hunden  verfolgt 
Modell  in  Thpn. 

683.  Unbekannt.  Ein  Pferd  von  einer  Lowin  und  einem 
jungen  L&wen  zerfleischt. 


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—    10    — 

684.  Unbekannt     Ftlnf  raufende  Hunde.     Model!  in  Thon. 

685.  Unbekannt.  Ein  Ochs  von  Hunden  verfolgt  Modell  inThon. 

686.  Unbekannt.  Ein  Wildschwein  von  drei  Hunden  gehetzt. 
Modell  in  Thon. 

687.  Unbekannt.     Ein  Bar  von  Honden  zuBoden  gerissen. 
Modell  in  Gyps,  bronzirt. 

688.  Unbekannt  Ein  Hirsch  von  Hunden  verfolgt.  Mo- 
dell in  Gyps  bronzirt. 

689.  Italienische  Arbeit.  Portrait  des  tirol.  Malers  Martin 
Knoller,  geb.  zu  Steinach  1728,  gest.  1804.    In  Pasta, 

-     Relief  auf  Schiefer. 

690.  Hor,  1831  zu  Freiburg  i.  B.  Portrait  des  Carl  Anton 
Freiherrn  von  Martini,  geb.  1726  zu  Revi  im  Nons- 
berg,  gest.  1800  zu  Wien  als  Pr&sident  des  obersten 
Gerichtshofes.    Basrelief  in  Alabaster. 

691.  Unbekannt.  Der  schlafende  Amor.  Relief  in  Ala- 
baster, ausgegraben  1786  bei  Schlitters  im  Zillertbale. 
(Beachtenswerth). 

692.  Unbekannt.  Venus.  Statuette  in  Marmor,  gefunden 
beim  Schlosse  Krakofel  bei  Brixen,  dem  Museum  ge- 
sohenkt  1824  vom  Pr&aten  von  Neustift. 

693.  Alessandro  Yittoria,  geb.  1525  zu  Trient,  war  ein 
vertrauter  Freund  Titians  und  starb  zu  Venedig  1608. 
Jugendlicher  Kopf  (Engel  oder  Genius).  In  Marmor, 
dem  Museum  geschenkt  1824  von  Benedikt  Grafen 
v.  Giovanelli,  Burgermeister  in  Trient.  (Beachtenswerth). 

694.  Unbekannt.  Delila  beraubt  den  schlafenden  Simson 
seiner  Haare.     Relief  in  Alabaster. 

695.  Franz  Zauner,  geb.  1748,  gest.  1822.  Der  heil. 
Georg  im  Karopf  mit  dem  Drachen.  Statuette  in  Ala- 
baster. 

696.  Johann  Jakob  Sotriffer,  geb.  1796  in  Grdden. 
Der  hi.  Leopold.     Statuette  in  Alabaster. 

697.  Jakob  Pirchstaller,  geb.  1755  zu  Trens  bei  Ster- 
zing,  gest.  1824  zu  Meran.  Abnehmung  Christi  vom 
Kreuze.    Relief  in  Gyps,  bronzirt. 


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—   11  — 

698.  Jakob  Pirchstaller.  Grablegung  Christi.  Relief  in 
Gyps,  bronzirt.     Pendant  zu  697. 

699.  Josef  Stretcher,  geb.  1805  zu  Innsbrnck,  gest  da- 
selbst  1867.  Maria  mit  dem  Kinde  Jesa  and  der 
hi.  Katharina.     Kleines  Relief  in  Alabaster. 

700.  Josef  Stretcher.  Glaube,  Hoffnung,  Liebe.  Kleines 
Relief  in  Alabaster. 

701.  Unbekannt.  Erzherzog  Maximilian  der  Deutschmeister. 
Kleine  Gypsbfiste. 

702.  Franz  Zauner,  geb.  1748  zu  Felpatan  auf  dem  Kaun- 
serberg,  gest  zu  Wien  1822.  Kaiser  Josef  H.  Reiter- 
statuette  in  Gyps,  bronzirt. 

703.  Franz  Zauner.  Leopold  II.  Reiterstatuette  in  Gyps, 
bronzirt.     Pendant  zu  702. 

704.  Josef  TOn  Port,  zu  Schleiss  im  Vintschgau.  Gothische 
Spitzsftule  mit  religiflsen  Emblemen.  Aus  Messing, 
vergoldet. 

705.  Johann  Albaneder,  geb.  zu  Schwaz,  lebte  1808 — 
1830  zu  Muochen.     Zwei  Portraite: 

a.  Erzherzog  Carl,  (in  Porzellanerde). 

b.  Napoleon,  (in  Steingut). 
Beide  relief.     Medaillonform. 

706.  Unbekannt.  EinenacktemannlicheFigur.  Hautrelief  in 
Gyps. 

707.  Carl  Fuetsch,  geb.  1825  zu  Windisch-Matrey,  lebt 
zu  Lienz  1875.  Der  hi.  Josef  mit  dem  Kinde.  Gyps- 
Statuette. 

708.  Josef  Streicher.     Merkur.     Statuette  in  Gyps. 

709.  Dominlk  Mahlknecht,  geb.  in  Grflden  1793,  lebt 
zu  Paris  1875.  Die  Religion.  Statuette  in  rothge- 
brannter  Tonerde. 

710.  Unbekannt*  Christus  in  der  Verspottung.  Gyps- 
Statuette  in  Florentiner  Marmor. 

711.  Josef  Stretcher.  Amor  und  Psyche.  Gruppe  in 
Gyps. 

712.  Josef  Anton  Grobitier,  geb.  1816  zu  Bruneck,  lebt 


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—    12    — 

zu  Mfinchen  1875.  Portrait  des  Gubernial-Rathes 
Theodor  Ritter  von  Kern,  geb.  1786  zu  Pfallendorf 
im  Schwarzwald,  Kreishauptmann  im  Pusterthal  1820- 
1843,  gest  zu  Innsbruck  1859.  Kleine  Buste  in 
Gyps. 

713.  Josef  Lang,  (Sohn  des  Thomas),  geb.  1776  zu  Inns- 
bruck, gest.  zu  Wien  1847.  Der  borghesische  Fechter. 
Statuette  in  weichem  Metall. 

714.  Italienische  Arbeit.    Zwei  Portraite: 

a.  Carl  Graf  Firmian,  unter  M.  Theresia  Gouverneur 
und  Minister  in  Mailand,  geb.  zu  Trient  1716,  gest. 
1782. 

b.  Cardinal  Pozzobonelli,  Erzbischof  von  Mailand. 
Medaillons  in  Kupfer. 

715.  Josef  Anton  Grobmer,  geb.  1816  zuBruneck,  lebt 
zu  Miinchen  1875.     Ecce  Homo.     Statuette  in  Marmor. 

716.  Domlnik  Mahlknecht,  geb.  1793  in  GrSden,  lebt 
in  Paris  1875.    Rh&tii.    Statuette  in  Gyps. 

717.  Josef  Probst,  jun.  Kaiser  Ferdinand  I.  von  Oester- 
reich.     Kleine  Buste  in  Marmor. 

718.  Josef  Gasser,  geb.  1818  zu  Prftgratten  im  Puster- 
thal, Professor  in  Wien  1875.  Aeneas  rettet  seinen 
Vater  Anchises  aus  Trojas  Flammen.     Gyps-Gruppe. 

719.  Josef  Klieber  und  Josef  Martin  Sch&rmer.  Ersterer 
geb.  1773  zu  Innsbruck,  gest.  zu  Wien  1849;  letzterer 
geb.  1783  zu  Nassereith  in  Tirol,  gest.  zu  Wien  urn 
1867.  Modell  zu  einem  Denkmal  fiir  Andreas  Hofer, 
das  aber  nicht  ausgefuhrt  wurde.     Gruppe  in  Gyps. 

720.  Donay  (Tiroler).  Die  Hirten  bei  der  Krippe.  Bas- 
relief  in  Gyps. 

721.  Josef  Kiechl,  geb.  urn  1780  zulmst.  Bildhauer  und 
Bildgiesser  in  Wien  1824.  Kaiser  Franz  I.  von 
Oesterreich  1824.     Buste  in  Bronze,  kleinlebensgross. 

722.  Josef  Anton  Grobmer.  Kaiser  Ferdinand  I.  von 
Oesterreich  im  Kaiserornate.     Statuette  in  Gyps. 

723.  Josef  Dialer,    geb.    zu    Irast,    gest    zu   Wien    urn 


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—    13    — 

1847.    Herzog  Friedrioh   rait  der  leeren  Tasche  gibt 
sich  den  Landleuten  za  Landeck  zu  erkennen.    Gruppe 
in  Gyps. 
724*  Unbekannt.    Venus   mit  Amor.     Statuette  in  Ala- 
baster. 

725.  Unbekannt.  Leda  mit  dem  Schwan.  Statuette  in 
Alabaster.    (Pendant  zu  724). 

726.  Johann  Halbig,  geb.  1814  zu  Donnersdorf  in  Bayern, 
Professor  der  Bildhauerkunst  in  Munchen  1875.  Graf 
Radetzky.  Reiter-Statuette  auf  Postament.  Modell 
zu  einem  projektirten  Denkmal  fiir  den  Feldmarschall, 
das   aber  nicht  ausgefuhrt  wurde.     In  Gyps,  bronzirt. 

727.  Josef  Anton  Grobmer,  geb.  1816  zu  Bruneck,  lebt 
zu  Munchen  1875.  Der  Ssterreichische  Staatskanzler 
Ffirst  Metternich.     Statuette  in  Gyps,  bronzirt. 

728.  Josef  Dialer,  geb.  zu  Imst,  gest.  zu  Wien  urn 
1847.  Der  Genius  des  Jahres  1809.  Mit  tirolischen 
Attributen  und  Emblemen.     Gyps-Statuette. 

729.  Engelbert  Stainer,  geb.  1841  zu  Pfunds  in  Tirol, 
lebt  zu  Innsbruck  1875.  Der  tirolische  Dichter  Her- 
mann von  Gilm,  geb.  1812,  gest.  1864.  Gypsbiiste 
nach  Grdbmer's  Original-Marmorbftste  an  des  Dich- 
ters  Geburtshaus  zu  Innsbruck. 

730.  Josef  Beyrer,  geb.  1839  zu  Lermos  in  Tirol,  zu 
Munchen  th&tig  1857—1875.  Maria  die  Unbefleckte. 
Gypsstatuette. 

731.  Josef  Beyrer.  Madonna  mit  dem  Kinde,  sitzend,  als 
Himmelskdnigin.    In  Gyps. 

732.  Donay  (Tiroler).  AbnehmungGhristi  vomKreuze.  Gopie 
nach  einem  altitalienischen  Gem&lde.    Basrelief  in  Gyps. 

733.  Engelbert  Westreicher,  geb.  um  1820  zu  Pfunds 
in  Tirol,  lebt  zu  Linz  1875.  K5nig  David  die  Harfe 
spielend.    Gypsstatuette. 

734.  Johann  Prelenthner,  geb.  1807  zu  Wien,  Professor 
der  Bildhauerei  in  "Wien  1876.  Andreas  Hofer.  Gyps- 
statuette nach  des  Kiinstlers  eigenem  Original. 


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—    14    — 

735.  Franz  Erler,  geb.  1829  za  Kitzbichl,  lebt  in  Wien 
1875.    Albrecht  Dftrer.    Gypsstatuette. 

736.  Franz  Erler. '  Raphael  Sanzio.    Gypsstatuette. 

737.  Josef  Probst,  jun.  geb.  urn  1810  za  Innsbruck,  lebt 
za  Wien  1875.  Christas  vom  Satan  versucht.  Nach 
dem  Original-Relief  im  Baptisteriam  za  Florenz.  In 
Gyps. 

738.  Josef  Anton  Grobmer,  geb.  1816  za  Bruneck,  lebt 
za  Manchen  1875.  Die  hi.  Sophia.  Gypsstatuette  nach 
dem  Original  des  G.  Pisano. 

739.  Johann  Martin  SchUrmer,  geb.  1783  za  Nassereith 
in  Tirol,  gest  za  Wien  am  1867.  Anatomische  Figar 
nach  Fischer.    Gyps. 

740.  Johann  Jakob  Sotriffer,  geb.  1796  in  GrSden.  Die 
unbefleckte  EmpfUngniss.  Nach  Canova.  Statuette  in 
Alabaster. 

741.  Anton  Krismeir,  geb.  1810  za  Telfs,  gest.  za  Al- 
bano  1841.  Tyrolis.  Projekt  za  einem  Denkmal  fur 
die  im  Jahre  1809  Gefallenen.  Gypsstatuette  auf  einem 
Piedestal  mit  Relief.    Nicht  ausgefuhrt  als  Denkmal. 

742.  Franz  Schtttz  von  Kufstein,  gest.  urn  1828.  Ana- 
tomische Figur  nach  Fischer.  Statuette  in  Gyps, 
bronzirt. 

743.  Jakob  Phiiipp  Santer,  geb.  1756  zu  Bruneck,  gest. 
daselbst  1809.  Eine  trauernde  weibliche  Figur.  Modell 
fQr  das  Grabmal  des  Fttrstbischofs  von  Brixen  Josef 
Graf  Spaur  t  1791.  Statuette  in  Gyps.  (Daneben 
Santer's  Brustbild,  Medaillon  in  Gyps). 

744.  745,  746,  747,  748,  749,  750.  Nach  Veit  Stoss  in 
Nurnberg,  gest.  1542.  Der  sogenannte  englische  Grass. 
Sieben  runde  Gyps-Reliefs:  Abgiisse  von  Marx  in 
Munchen,  nach  den  Originafien  zu  Nfirnberg. 

751.  Kaspar  Gras,  geb.  1590  zu  Mergentheim  in  Franken, 
lebte  lange  in  Innsbruck  und  starb  zu  Schwaz  1674. 
Herkules  erdriickt  den  Ant&us.  Gruppe  aus  Erz  ge- 
gossen. 


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—    15    — 

752.  Wahrscheinlich  GregOr  Loffler  von  HStting  bei  Inns- 
bruck, starb  daselbst  1565  in  hohem  Alter.  Kopf 
einer  Madonna.    Aus  hartem  MetaJl. 

753.  Unbekannt.    Ein  liegender  Neptun.    Bronze. 

754.  Unbekannt.  Zwei  Liebende  sich  kilssend.  Basrelief 
in  Gyps,  bronzirt. 

755.  Unbekannt*  Ein  Heiliger  aus  dem  Franziskaner- 
Orden.    Basrelief  in  Bronze. 

756  Franz  Xayer  Renn,  geb.  1784  zu  Imst  in  Tirol, 
lebt  daselbst  1875.  Grabdenkmal  des  k.  bair.  Ober- 
sten  Carl  Freiherrn  v.  Ditfurt  f  zu  Innsbruck  1809. 
Aus  Sandstein.  Vom  alten  Innsbrucker  Friedhof  ins 
Museum  ubertragen. 

757.  Kaspar/Gras,  geb.  1590  zu  Mergentheim,  gest  zu 
Schwaz  1674.  Erzherzog  Leopold  und  seine  Gemahlin 
Claudia.  Relief-Brustbilder  in  Lebensgrosse.  Nebst 
separater  Inschrift.  In  Bronze  gegossen.  Diese  Tafeln 
waren  fruher  ira  Schlosse  Rodenegg,  als  Erinnerung 
eines  Besuches  1628  des  erzh.  Paares,  fiber  dem' 
Schlossportale,  wo  sie  der  damalige  Besitzer  Baron 
v.  Wolkenstein  anbringen  liess. 

758.  Kaspar  Gras.  Grabmonument  des  Joh.  Michael 
Schmaus  yon  Angerzell  +  1651,  und  seiner  Gemahlin. 
Relief  in  Bronze,  worauf  der  hi.  Michael  und  die 
hi.  Elisabeth,  Familien- Wappen  und  Epitaph. 

759.  Unbekannt.  Grabmonument  des  Johannes  Seisenhofer, 
K5nig  Ferdinands  Leibharnisch-  und  Wappenmeister 
f  1555,  und  seiner  Fran  Appolonia  Forchhaimerin. 
Bronze-Relief,  mit  den  Seisenhofer-Forchhaioier'schen 
"Wappen.     (Aus  dem  alten  Innsbrucker  lYiedhof.) 

760.  Unbekannt.  Wappen  desMathiasRumler(Stifters  der 
Kapelle  im  alten  Innsbrucker  Friedhofe)  und  seiner 
Hausfrau  Agatha  Costentzerin  1515.  Dieses  Monument 
war  frfiher  an  der  Ausenseite  besagter  Kapelle  ange- 
bracht.    In  Bronze.   (Beachtenswerth). 

761.  Unbekannt.  EinKrucifixvonElfenbein.(Beachtenswerth.) 


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—    16    — 

762.  Unbekannt.  Lukretia  mit  dem  Dolch.  Kleine  Sta- 
tuette in  Elfenbein. 

763.  Unbekannt.  Adam  and  Eva.  Kleine  Doppelstatuette 
in  Elfenbein.     (Beachtenswerth). 

764.  765,  766,  767.  Dominik  Mollin,  geb.  zu  Wengen 
in  Enneberg,  gest  daselbst  1761.  Die  vier  Elemente: 
Luft,  Licht,  Wasser,  Erde.  Vier  Statnettchen  in 
Elfenbein. 

768.  Johann  Pichler,  geb.  am  1663  zu  Moos  in  Passeyer- 
thal,  gest.  zu  Bozen  um  das  Jahr  1730.  Der  heii. 
Sebastian.  Kleine  Statue  in  Elfenbein.  (Sehr  beach- 
tenswerth). 

769.  Dominik  Mollin.  Ein  Jager  mit  zwei  Honden. 
Relief  in  Elfenbein. 

770.  Dominik  Mollin.  Eine  B&urin  mit  einer  Ziege  and 
einem  kleinen  Enaben.  Relief  in  Elfenbein.  (Pendant 
zu  769). 

771.  Unbekannt  Erzherzog  Sigmund  Franz.  Kleine  Baste 
in  Elfenbein. 

772.  Italienische  Arbeit  aus  dem  XIV.  Jahrhondert  Ein 
Alt&rchen.  Das  Mitteistfick  zeigt  Ghristas  am  Kreuze 
mit  Maria,  Magdalena  and  Johannes ;  auf  den  Seiten- 
flQgeln  links  und  rechts  Petrus  und  Paulas.  Aus 
weis8em  Bein  in  Relief-Form;  der  Holzrahmen  eben- 
falls  mit  Bein  eingelegt. 

773.  Deutsche  Arbeit  aus  dem  XIV.  Jahrhundert  Zwei 
auf  die  Art  «ines  Buches  zusammengefugte  kleine  Tafeln 
Mit  zwei  Reliefs:  a.  Ghristus  am  Kreuze.  b.  Die 
hi.  drei  KSnige.     In  Elfenbein. 

774.  Unbekannt.  Eine  kleine  Vase  aus  Elfenbein  mit  sehr 
feinen  Basreliefs :  Der  hi.  Eustachius  vor  dem  Hirsehen 
und  die  Taufe  Jesu.  Auf  dem  Deckel  steht  ein 
Figurchen,  Johannes  der  Evangelist. 

775.  Unbekannt.  Die  Geiselung  Ghristi.  Kleines  Relief 
in  Elfenbein. 


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—    17    — 

776.  Josef  Anton  Grobmer,  geb.  1816  zu  Bruneck,  lebt 
zu  Mflnchen  1875.  Dr.  Johann  Hasslwanter,  geb. 
1805  zu  Innsbruck,  Oberstaatsanwalt  and  Landes- 
hanptmann  yon  Tirol,  starb  zu  Innsbruck  1869.  Lebens- 
grosse  Buste  in  Gyps. 

777.  Unbekannt.    Madonna  mit  dem  Kinde.    Kleine  Sta- 
s    tuette  von  Elfenbein.    (Aus  dem  XV.  Jahrhundert). 

778.  Unbekannt.  Der  hi.  Laurentius.  Statuette  aus  El- 
fenbein auf  schwarzh5lzernem,  mit  durchbrochenen  Perl- 
mutter-Basreliefs  verziertem  Piedestale. 

779.  780.  Unbekannt.  Zwei  runde  Gefasse  aus  Elfen- 
bein.   Die  Aussenseite  verziert  mit  Beliefs: 

a.  Pferde,  einander  nachrennend. 

b.  Funf  nackte  Enaben  mit  Schaafen. 

781.  Unbekannt.  Madonna,  nach  Murillo.  Statuette  in 
Holz. 

782.  Johann  Pichler,  geb.  um  1663  zu  Moos  im  Pas- 
seyerthal,  gest.  um  1730.  Der  hi,  Franciscus.  Kleine 
Statuette,  der  Edrper  von  Elfenbein,  das  Kleid  von 
Holz. 

783.  Johann  Pichler.  Mater  dolorosa.  Kleine  Statuette 
von  Elfenbein  und  Holz. 

784.  Johann  Pichler.  Der  hi.  Johannes  Ev.  Kleine 
Statuette  von  Elfenbein  und  Holz. 

785.  786.  Johann  Pichler.  Zwei  Bettelmusikanten :  Ein 
Mann  mit  Dudelsack  und  ein  kropfiges  Weib.  Kleine 
Statuetten  von  Elfenbein  und  Holz. 

787,  788,  789,  790.  Stephan  Pdger  (Feger),  geb.  zu 
Imst,  (thfttig  um  die  Mitte  des  18.  Jahrhunderts)  gest 
zu  Innsbruck.  Vier  Bettelmusikanten.  Zwei  M&nner 
und  zwei  Weiber.  Kleine  Statuetten  in  Pichler's 
Manier.  Die  KSrper  aus  weisem  Bein,  die  Gew&nder 
aus  Holz. 

791.  Albrecht  Dttrer,  geb.  1471  zu  Nfirnberg,  gest.  1528. 
Zwei  Gliederfiguren  fur  Zeichuer:  eine  mannliche  und 
eine  weibliche;  in  Holz.  (Nach  Liibke's  Urtheil  sind 
Feidinandeuma-Zeitschrift.  2 


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—     18    — 

diese  ausgezeichneten  Figuren  wenn  nicht  von  Diirer 
selbst,  so  doch  unter  seiner  Leitung  angefertigt). 

792.  Johann  Picfeler,  geb.  urn  1663  zu  Moos  im  Passeyer- 
thal,  gest.  am  1730.  Der  hi.  Georg  den  Drachen 
erlegend.     Relief  in  Holz. 

793.  JohaDTi  Pichler.  Herodias  iibernimmt  das  Hanpt 
des  hi.  Johannes.     Relief  in  Holz. 

794.  Josef  Hell,  geb.  1793  zu  Vomp  bei   Schwaz,   gest. 

1832  aaf  dem  Schloss  Tirol.  Triumphzag  der  Geno- 
vefa.  R&ckkehr  aof  ihr  Schloss.  Relief  in  Birnbaum- 
holz. 

795.  Josef  Hell.  Das  Hochkreuz  am  Rhein  nebst  der 
Ruine  von  Godesberg  bei  Bonn,  Relief  in  Birnbaum- 
holz. 

796.  Josef  Hell.  Des  Kiinstlers  letzte  Arbeit.  Bruch- 
stiicke  zu  seinem  projektirten  "Werke:  Einzug  der 
Jnngfran  von  Orleans  zn  Rheims.  Die  AusfQhrung 
des  Werkes  nnterblieb  wegen  des  zu  frflh  eingetretenen 
Todes  dieses  ausgezeichneten  Holzschnitzlers  1832. 

797.  Josef  Hell.     Apollo.    Kleine  Statuette  in  Holz. 

798.  Josef  Hell.     Merkur.     Kleine  Statuette  in  Holz. 

799.  Georg  Niederkofler,  geb.  1822  zu  St.  Peter  (Taufers) 
im  Pusterthal,  lebt  zu  Innsbruck  1875.  Gratyegung 
Christi  nach  Pietro  Perugino.  Relief  in  Birnbaumholz 
(1857). 

800.  Jbhann  Kirch mayr,  geb.  zu  Oberperfuss  in  Tirol, 
starb  daselbst  1846.  Der  Fahnenschwur  der  Tiroler 
im  Jahre  1809.  Gopie  nach  dem  Relief  am  Hofer- 
Penkmal  in  der  Hofkircke  zu  Innsbruck,  Relief  in 
Birnbaumholz. 

801.  Franz  Xayer  Nipsl,  geb.  1731  zn  Fugen  im  Ziller- 
thal,  gest.  1803.  Des  Kttnstlers  eig^nes.  Portrait 
1796.    Relief  in  Gyps  und  bemalt. 

802.  JosiBf  Gasser,  geb.  18 1$  zu  Prftgratten  in  Tirol, 
Professor  in  Wien  1875.    Ein  Krucifix.    In  Holz. 


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—    19- 
80S. Johann  Dominik  De  Metz,  geb.  in  Groden,  lebte 
zn  Innsbrnck  1833.    Ein  Krucifix.    In  Holz. 

804.  Wolfgang  Moser  ans  Gsiess  im  Pustertbal  (1637). 
£hi  in  Holz  geschnitztes  Kreoz  mit  sehr  vielen  Figuren 
uod  Verzierungsn.  War  Mher  im  TMefenthaler- 
Whrthshause  zu  Kematen.  —  Anf  der  Vorderseite  mit 
der  Inschrift:  S.  ROCHO  EIN  ERFARER  DER 
PEST.    MDCXXXVH. 

805.  Sebastian  Steiner,  geb.  1837  zn  Sterzing,  lebt  in 
Innsbruck  1875.  Relief- Portrait  des  Gnb.-Ratbes 
Dr.  Johann  Jakob  Staffler,  Verfasser  des  topografiscben 
Werkes :  Tirol  nnd  Vorarlberg.     In  Holz  geschhitzt. 

806.  UnbekAnnt.  Ein  L5ffel  aus  Buxbaumholz,  mit  vor- 
zflglich  feinen  Relief- Verzierungen.  Unten  am  Stiele 
das  Wappen  der  Freiherrn  v.  V5ls.     (Beachtenswerth). 

807.  Unbekannt.  Albrecht  H.  Erzherzog  v.  Oesterreich 
1378  „Snn  Kinig  Albrechts*.  Spielbrettstein  in  Me- 
daillonform,  worin  obiges  Portrait  sehr  fein  en  relief 
eingeschnitten.     In  Holz. 

808.  Unbekannt.  Sehr  fein  gescbnittenes  Portrait  einer 
tiirkischea  Sultanin.  Relief.  Spielbrettstein  in  Me- 
daillooform.     Holz. 

809.  Altdeutsch.  Maria  Heimsuchnng.  Relief  in  Holz. 
Ftinf  Figuren. 

810.  Unbekannt     Portrait  des  Florian  Ritter  v.  WaJdauf, 
geb.  1441  zn  Asch  im  Pusterthal.     (Durch  viele  Stif- 

tnngen    hochverdienter    Wohlthater    der    Stadt  Hall). 
Kleines  Relief  in  Holz. 

811.  Johann  Plchler,  (angeblich).  Marie  die  Unbefleckte. 
Kleines  Holzstatoettchen. 

812.  Unbekannt  Johannes  der  Taufer  in  der  Wiiste. 
Kleines  Relief  in  Holz. 

813.  Johann  Klrchmayr,  geb.  zn  Obferpeifuss,  starb  da- 
selbet  1846.  Grablegung  Christi  nach  Ovetbeok.  Re- 
lief in  Holz. 

2* 


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—    20*  - 

814.  Johann  Pichler.  Maria  mit  dem  Kinde  und  Johannes. 
Relief  in  Holz. 

815.  Franz  Prinoth,  geb.  nm  1822  zu  St  Ulrich  in 
Grflden,  lebt  daselbst  1875.  Christus  gekreuzigt.  In 
Birnbaum. 

816.  A.  Appellor ,  zu  Innsbruck  1847.  Abschied  eines 
Landesvertheidigers.  (Nach  der  Zeichnong  von  Ortner). 
Relief  in  Holz. 

817.  Altdeutsch.  Der  englische  Grass.  In  2  Theilen. 
Aqs  der  Kirche  zu  Kals  im  Pusterthale.  Relief  in 
Holz. 

818.  Josef  A.  Bletzacher,  zu  Rattenberg  1860.  Erz- 
herzog  Johann  mit  seinem  Sohne  auf  der  Jagd.  Gruppe 
in  Holz. 

819.  Josef  Probst,  sen.  geb.  1772  zu  Sterzing,  gest.  zu 
Innsbruck  um  1858.  Traumdeutung  des  egyptischen 
Josef.    Kleines  Relief  in  Holz. 

820.  Josef  Kiechl,  geb.  um  1780  zu  Imst,  Bildhauer  und 
Bildgiesser  zu  Wien  1824.  Ein  mit  schSnen  Arabes- 
ken  gezierter  Armleuchter  von  Holz.    Bronzirt. 

821.  Unbekannt.  Die  hi.  Magdalena  in  der  Waste.  Re- 
lief in  "Wachs.  (Aus  dem  Nachlasse'  der  Philippine 
Welser). 

822.  Anton  Huber,  geb.  1763  zu  Fiigen  im  Zillertbal. 
Zu  Augsburg  th&tig  1831.  Eine  Oebstlerin  mit  einem 
Juden  sich  raufend.  Burleske  Gruppe  in  Wachs 
bossirt 

823.  Thomas  Lang,  geb.  1749  zu  Schwaz,  gest  in  Wien 
1812.  Das  goldene  Zeitalter.  Original-Modell  en  relief 
in  rothem  Wachs  auf  Schiefer. 

824.  Thomas  Lang.  Ulysses  und  Penetope.  Basrelief  in 
Wachs  auf  Schiefer. 

825.  Thomas  Lang.  Orestes  und  Pilades.  Basrelief  in 
Wachs  auf  Schiefer. 

826.  Unbekannt.  Mftnnliche  Earrikatur.  Hautrelief  in 
Wachs. 


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—    21    — 

827.  Unbekannt.  Weibliche  Karrikatur.  Hautrelief  in 
Wachs.  (Pendant  zu  826). 

828.  Unbekannt.  Die  Flncht  nach  Egypten  in  eraer  Land- 
schaft.     Hautrelief  in  Wachs.     Medaillonfonn. 

829.  Unbekannt.  Jakob  rait  dem  Engel  ringend.  Mit 
Landschaft.     Wachsbossirung. 

830.  Unbekannt.  Tobias.  Mit  Landschaft.  Wachsbossirung. 

831.  Unbekannt.  Maria  Himmelfahrt  Mit  Landschaft  Haut- 
relief in  Wachs. 

832.  Unbekannt    Tod  des  hi.  Josef.    Hautrelief  in  Wachs. 

833.  Unbekannt.  Reitergefecht.  Mitganzerhabenenkleinen 
Figuren  und  sehr  sch5ner  Gruppirung.  Von  gebrannter 
Erde.     In  scbwarzem  Rahmen  aus  Ebenholz. 

834  Hans  Bollinger,  Edelsteinschneider,  lebte  in  Deutsch- 
land  1522.  Karl  V.  geharnischt  zu  Pferde.  Mit  der 
Jahreszahl  1522  und  dem  Monogramm:  \-^-\.  Bas- 
relief  in  grauem  Stein.     (Beachtenswerth). 

835.  Unbekannt.  Portrait  (Carl  VI.)  Relief  in  fothem 
Wachs  auf  Schiefer.    Medaillonform. 

836.  Italienisehe  Arbeit.  Arco  della  pace.  Milano  1836. 
Basrelief  in  Medaillonform. 

837.  Philipp  Heinrich  Mflller,  geb.  zu  Augsburg  1657, 
gest.  daselbst  1718.  Vereinte  Brustbilder  des  Kaisers 
Leopold  I.  und  seiner  Gemahlin  Eleonora.  Eleines 
Basrelief  in  Bronze. 

838.  Wahrscheinlich  Michael  Packer.  Eine  altdeutsche 
Statue  (St  Stephanus),  in  Holz,  halblebensgross.  Aus 
einer  Kirche  im  Pusterthal. 

839.  Altdentsch.  Gothischer  Ghorstuhl  aus  der  Kapelle 
des  Scblosses  Annaberg  im  Vintschgau.  Sehr  wahr- 
scheinlich gleichieitig  mit  dem  Ban  der  Kapelle  ange- 
fertigt  urn  das  Jahr  1509.  Vom  Museum  angekauft 
1868.     (Beachtenswerth.) 

840.  Unbekannt.  Ein  Alabaster-Relief  mit  mystisch-sym- 
bolischen  Darstellungen ,  wahrscheinlich  aus  dem  16. 
Jahrhundert.    War  Mher  in  hi.  Kreuz  bei  Hall. 


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—    22    — 

841.  Josef  Joas,  geb.  am  1807  bei  Bruneck,  gefct.  zu  Wiea 
1857.  Feldmarschall  Ffirst  Windisobgratz  za  Pferde. 
Belief  in  Gyps,  bronzirt.    Medaillonform. 

842,  843,  844,  845.  Wfcret,  lebte  za  Innsbruck  1844. 
Yier  galvanoplastische  Darstellungen.  Beliefs  in  Kupfer, 
versilbert: 

a.  Graf  Rudolf  you  Habsburg  uberlHset  dem  PHester 
sein  Pferd. 

b.  Karl  V.  geharnischt  zu  Pferd. 

a  Jesus  in  der  Erippe  von  Engeln  angebetet. 
d.  Maria  mil  dem  Kinde  und  Johannes.    ltd  Hinter- 
grunde  der  hi.  Josef. 

846.  Unbekannt.  Ein  altes  sogenanntes  Paz  vobis  (kleines 
Altfirchen),  die  hi.  drei  K5nige  vorstellend.  Basrelief 
iti  Bronze  gegossen. 

847.  Unbekannt.  Madonna  mit  dem  Kinde  auf  dem  Arm. 
Kleine  Statuette  in  Bronze;  wahrscheinlich  mittelalter- 
lich,  gefunden  1818  in  der  Ruine  des  Schlosses  Sonnen- 
burg  bei  Wiiten. 

848.  Josef  Kleinhanns,  (dieser  Bildhauer  war  von  Kind- 
heit  an  blind  und  arbeitete  nur  nach  dem  Gefuhl),  geb. 
1774  zu  Nauders  in  Tirol,  starb  daselbst  1853.  Mater 
dolorosa.    Kleines  Brustbild  in  Holz. 

849.  Josef  Kleinhailns.    Ein  Krucifix.    In  Holz. 

850.  851.  Josef  Kleinhanns,  Ecce  Homo,  und  Mater 
dolorosa.    Zwei  Reliefs  in  Holi,  vergoldefc 

852.  Josef  Kleitthabns.  Kaiser  Franz  L  von  Oesterreiqh. 
Halblebensgrosse  Baste  in  Holz. 

853.  Josef  Kleinhanns.  Andreas  Hofer.  Kleines  Brust- 
bild, in  Holz. 

854.  Josef  Kleillhanns.  Eiae  angefangene  Arbeit  (Mensch- 
licher  Kopf.) 

855.  Josef  Anton  Hald,  geb.  1801  zu  Langtaufers  im 
Vintsohgau,  gest  um  1860.  Salomons  Urtheil.  Bas- 
relief  in  schwantem  Stein. 

856.  Naoh  Thorwaldsen.    Eine  Tafel  mit  Abgiissen  in  vier 


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—    23    — 

Reifceo,  darstellend:  Alexander  des  Grosser]  Triumph- 
zng  in  Babylon.  Nebst  zwei  AbgQssen  von  Medaillons : 
X>as  Portrait  Thorwaldsen's  and  ein  anderee  Portrait 
Basrelief  in  Gyps. 

857.  Unbekannt    Der  griechische  Opferzug  nach  der  An- 

tike*     Basrelief  ia  Gyps. 

858.  Nach    Therwaidsen.      Alexanders    Triumphzog    in 

Babylon,    Basrelief  in  Gyps. 

859.  Nach  der  An  tike  des  Phydias.  GriechischerTriiimph- 
zug.    (Das  Original   in  London).    Basrelief  in  Gyps. 

860.  Nach  der  Antike.  Amazonenkampf.  Basrelief  in 
Gyps, 

861.  Von  Demeter  Petrovich  abgeformt.  Seofczeha  Ca- 
meen  des  kaiserl.  Antiken-Cabinetes  in  Wien  (wornnter 
die  gitissere  darstellend:  die  Apotheose  des  Kaisers 
Augustus).    In  Gyps. 

862.  Thomas  Lang*  geb.  1749  zu  Schwa^  gest.  za  Wien 

1812.    Eine  Tafel  enthaltend: 

A.  Sechs  rotbe  Gypsabdriicke  von  Waohsbossirungen-: 

a.  Bad.  der  Diana,  b.  Urtheil  des  Paris,  Ci  eine 
Dame  am  Klavier,  d.  Amor  der  Bogeoschiitze, 
e.  Anakreons  Opfer,    f.  Ursprnng  der  Schauspiele. 

B.  Weis«e  Gypsabdriicke  von  Stahlarbeiten :  a.  Me- 
daille  anf  Kaiser  Leopold.,  b.  zwei  schwebende 
M&dchen,  c.  Medaille  mit  dem  Brdstfeilde  des  Alt- 
grafen  von  Salm,  FQrstbischof  von  Gnrk,  d.  Grab- 
mal  der  Erzherzogin  Christine,  nach  Canova.  e.  Ein 
Holl&nder  mit  seinem  Weib,  f.  Kopf  der  Hygiea, 
g.  Triumphpforte  in  Wien. 

G.  Rothe  Schwefelabgtisse  von  Steinarbeiten :  a.  Eine 
weibliohe  Fignr,  die  einen  Namensschild   bekr&uzt^ 

b.  Aurora,  o.  Kopf  der  Geres,  d.  Siegelring  den 
Schweiserbnnd  vorstellend,  e.  Meleager,  f;  ein  anf 
einem  Blatte  schwimmendes  Kind,  g.  ein  Kind  mit 
eioem  Namensschild,  h.  ein  Kind  mit  Apoilos  Leier, 
i  Amor  mit  dem  Anker  an  einem  Felsen,  k.  Diana 


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—    24    — 

mit  zwei  Hundeo,  L  Eopf  mit  einer  „Schallskronea, 
m.  eine  aotike  Figur. 

863.  Altdeutsch.  .Zwei  Altarflttgel  mit  vergoldeten  Reliefs 
io  Holz.  Jeder  in  der  Mitte  io  zwei  Felder  abge- 
theilt.  Auf  jedem  Felde  zwei  Heilige:  a.  oben  der 
hi.  Rupert  und  ein  anderer  hi.  Bischof;  unten  der 
hL  Stephan  nod  der  hi.  Nikolaus;  b.  oben  die  heiL 
Georg  and  Johann  Evangelist ;  unten  der  hi.  Pankratius 
und  der  bfissende  Konig  David.  Beide  Flfigel  sind 
riickwarts  bemalt  und  kamen  an  das  Museum  im 
J.  1839  von  Brixen. 

864  Altdeutsch.  Zwei  AltarflQgel,  Holzrelief  auf  Gold- 
grand:  a.  HI.  Barbara,  b.  hi.  Katharina,  Ans  Museum 
gelangt  1839  von  Brixen. 

865,  866,  867,  868.  Altdeutsch.  Vier  Holzreliefs,  dar- 
stellend:  Christus  und  die  12  Apostel. 

869,  870.  Altdeutsch.  Zwei  Relief-Statuen  in  Holz: 
a.  HI.  Katharina,  b.  hi.  Agnes. 

871,  872,  873,  874,  875,  876,  877.  Unbekannt  Sieben 
kleine  Portraite,  Bruststficke.  (Elfenbein-Relief  auf 
blauera  Schmelzgrunde  mit  Messingrahmen).  Medaillon- 
form. 

a,  Aristip,  b.  Scipio,  c.  Horaz,  d.  Shakespeare,  e.  Ti- 
tian, f.  Newton,  g.  Unbekannt. 

878.  Abraham  Collin,  gest  zu  Innsbruck  1599.  Ein 
kleines  Altarchen,  vorstellend  Maria  mit  dem  Rinde 
von  Engeln  umgeben.  Basrelief  in  Holz.  Mit  des 
Kftnstlers  Wappen  und  der  Jahreszahl  1597.  Dem 
Ferdinandeum  geschenkt  von  Josef  Kinsele  in  Bozen 
1832. 

879,  880.  Unbekannt.  Zwei  in  Perlmutter  geschnittene 
Reliefs  mit  mythologischen  Yorstellungen. 

881.  Unbekannt.  Das  letzte  Abendmahl  en  basrelief  in 
Perlmutter  geschnitten  als  Yerzierung   einer  Muschel. 

882,  883.  Unbekannt.  Zwei  Reliefs  in  Perlmutter  ge- 
schnitten.   Bibhsche  YorsteUungen :    a.  die  Y.  Station 


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—    25    — 

des  Kreazweges.     b.  der  Tod  Mariens.     Medaillonform 
io  Rahmen. 

884.  Altdentsch.  Relief  in  Holz.  Maria  Heimsuchang. 
(Zwei  Figaren). 

885.  Altdentsch.  Relief  in  Holz.  Geburt  Christi.  (Aas 
der  Kirche  za  Kals  im  Pasterthal). 

886.  Altdentsch.  Relief  in  Holz:  Die  hi.  Anna  mit  Maria 
und  dem  Kinde  Jesu. 

887.  Altdentsch.    Relief  in  Holz:  Der  hi.  Florian. 

888.  Altdentsch.  Beschneidnng  Christi.  Holzrelief.  (An- 
geblich  aas  der  Kapelle  des  Schlosses  Rottenborg). 

889.  Altdentsch.  Die  hi.  drei  Konige.  Holzrelief.  (Aas 
der  Kirche  za  Kals.) 

890.  Altdentsch.    Der  englische  Grass.     Holzrelief. 

891.  Altdentsch.  Maria  Heimsuchang.  Basrelief  in  Holz. 
(Pendant  zu  890). 

892.  Altdentsch.  Leichenbegangniss  eines  Bischofs.  Zehn 
Figaren.     Haatrelief  in  Holz. 

893.  Altdentsch.  Der  aaferstandene  Ghristas  aaf  der 
Weltkagel  in  segnender  Stellang  zwischen  zwei  Heiligen. 
Relief  in  Holz. 

894.  Altdentsch.  Ein  FlQgelaltar.  Im  Innern  in  Holz 
geschnitzt  drei  feistehende  Figaren:  Madonna  zwischen 
den  heil.  Jakobns  and  Leonhard.  Aaf  den  Flageln 
von  Innen  zwei  BischSfe  (relief).  Die  Aassenseite  der 
Flagel  bemalt,  verschiedene  Szenen  aas  dem  Leben 
der  Heiligen  vorstellend  (Gem&lde-  Catalog  520). 
Dieser  Altar  war  friiher  in  Laien  bei  Klaasen. 

895.  896,  897.    Altdentsch.    Dm  Stataetten  in  Holz: 

a.  Madonna  mit  dem  Kind. 

b.  HI.  Hieronymus. 

c.  HI.  Leonhard.     (Diese  drei  Stataetten  kamen  1874 
yon  St.  Ulrich  in  Grflden). 

898.  Kaspar  Gras,  geb.  1590  za  Mergentheim,  gest.  za 
Schw,az  1674.     Grabmonnment  des  1645  als  Jungling 
vewtorbenen  Ferdinand  HSlzl  von  Thierburg.     ScWnes 
Ferdinandeums-Zeitschrift.  3 


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—    26    — 

Familienwappen  en  relief  in  Bronze  init  Epitaph.     (Aus 
dem  Innsbracker  Friediiof  ins  Museum  ubertragen). 

899.  Altdeutsoh.  Martyrium  eines  Heiligen.  (Nach  einar 
dsterr.  Legende).     Relief  in  Holz. 

900.  Unbekannt.  Allianz-Wappen  des  Dionys  v.  Spergs 
and  der  M.  A.  Adelaide,  geb.  Specker  tod  Frideneck. 
Relief  in  Bronze.   (Aus  dem  alten  Innsbracker  FriedhoQ. 

901.  Josef  Dornaner,  lebte  zu  Fugen  im  Zillerthal  1856. 
Anatomische  Figur.     Statuette  in  Waohs. 

902.  Anton  Hnber,  geb.  1763  zu  Fugen  im  Zillerthal, 
lebte  zu  Augsburg  1829  —  1831.  Ein  Kracifix.  In 
Wachs. 

903.  904,  905,  906,  907,  908.  Unbekannt.  Secfas  Tafeln, 
enthaltend  200  in  Rom  verfertigte  Gypaabgfisse  von 
geschnittenen  Steinen.  Meistens  Yorstellungea  aus  der 
Mythologie. 

909,  910.  Unbekannt  Zwei  Tafeln,  enthalteod  228  Por- 
traite  von  Kiinstlern,  Gelehrten  und  anderen  berfihmten 
M&nnern.  Gypsabgtisse  in  Medaillonfbrm.  In  Rom 
verfertigt. 


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ZEITSCHRIFT 

des 


FERDINANDEUMS 

ftb- 

Tirol  und  Vorarlberg. 


Herausgegeben 


▼on 


dem  Verwaltungs-Ausschusse  desselben. 


Dritte  Folge. 


Zwanzigstes  Heft 


— vH^-- 


Innsbruck. 

rhruck  der  Wagnor'schen  Uniyersitllts-Bucnhandlung. 

1876. 


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Iiihaltsverzeichniss. 


Yereinsnachrichten. 

Seite 
Die  GeneralYersammlung  der  Mnsenms-Mitglieder  am  20.  Mai 

1876 m 

Personalstand  des  Ferdinandenms  1876  XIII 

Verzeichniss   der  Institute   nnd  gelehrten   Gesellschaften   mit 

denen  das  Ferdinandenm  in  TauscbTerbindung  stent      XXXVII 

I.  Gesehichtliche  Abtheilung. 

£  b e r  1  e    Anton.     Grabsteine   der  St.  Nikolans - Pfarrkirche 

zn  Hall 1 

G  i  o  ▼  a  n  e  1 1  i  GrafBenedikt.  Die  Rh&tiscb-Etrnskiscnen 
Altertbumer  entdeekt  bei  Matrei  im  Mai  1845.  Aus 
dem  Italienischen  ubersetzt  yon  Fr.  t.  A.  .  43 

Wolf  Adam.    Franz  Keil,  Geoplastiker  1822—1876  101 

Goldegg  H  n  g  o  yon.  Die  Tiroler  Wappenbucher  im  Adels- 
archire  des  k.  k.  Ministerinms  des  Innern  zn  Wien. 
H.  Theil 115 

II.  Naturwissenschaftliche  Abtheilung. 

Koch  Dr.  L.  Yerzeichniss  der  in  Tirol  bis  jetzt  beobachteten 

Aracbniden 21$ 


— <o*a£9 — 


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Vereinsnachrichten. 


ftrdina&deanu-Zritschrifk  A 

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Die  Generalversammluiig 

der  Museums-Mitglieder  am  20.  Mai  1876 

war  mehr  als  gewohnlich  besucht  und  wurde  vom  Vorsitzen- 
den  Herra  Hofrath  Kiechl  mit  einem  geschichtlichen  RQck- 
blick  auf  die  Enstehung  und  Entwicklung  des  Institutes  ein- 
geleitet,  wozu  fur  das  Museum  wichtige,  seit  der  letzeu  Jah- 
resversammluDg  eingetretene  Ereigoisse  Aulass  boteu.  Der 
Herr  Vorstand  erDffnete  die  Versammlung  init  folgender  Rede : 
„Im  abgelaufenen  Jahre  wurde  uns  Se.  Majest&t  Kaiser 
Ferdinand,  der  gutige  Protektor  des  seines  Naraen  tra- 
genden  Museums,  Hdchstwelcher  bereits  als  Eronprinz  bei 
Grundung  desselben  im  Jahre  1823  das  Protektorat  gnadigst 
anzunehmen  geruhte,  durch  den  Tod  entrissen.  Wir  ver- 
danken  Sr.  Majestat  die  grSssten  Wohlthaten,  wodurch  die 
bis  dahin  schwankende  Existenz  des  Institutes  fest  begriindet 
und  der  Ausbau  desselben  auf  solider  und  dauerhafter  Basis 
ermoglicht  wurde.  Der  aus  kleinen  Anfangen  mit  geringen 
Hitteln  sich  entwickelnde  Museumsverein  fand  zwar  im  Lande 
lebhafte  Theilnahme,  hatte  aber  mit  grossen  Hindernissen, 
namentlich  mit  dem  Mangel  eines  entsprechenden  Lokales  zu 
kampfen.  Es  wrurden  ibm  zur  Aufstellung  der  Sammlungen, 
die  zuerst  im  Stifle  Wilten  untergebracht  wurdeu,  einige  Hor- 
sale  des  Dniversitatsgebaudes  miethweise  eingeraumt;  die 
Sammlungen  wuchsen  aber  wider  Erwarten  schon  in  den  ersten 
12  Jahren  so  betrachtlich  an,  dass  die  Horsale  nicht  mehr 
gentigten  und  das  k.  k.  Gubernium  im  Jahre  1836  die  BewiHi- 
gnng  ertheilte,  den  freien  Gang  vor  den  Hdrsalen  zu  Salen 

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IV 

and  Zimmern  fiir  die  Zwecke  des  Institutes  za  bildeiL  Damit 
konnte  aber  nur  auf  kurze  Zeit  geholfen  werden,  dean  es 
war  vorauszusehen,  dass  die  Universitat,  welche  dorch  die 
Unterbringung  des  Museums  sehr  beengt  wurde,  die  vennie- 
thetenRaume  fiber  kurz  oder  lang  selbst  in  Anspruch  nehmen 
masse.  Der  k.  k.  App.-Prasident  Freiherr  v.  Dipauli  als 
damaliger  Vorstand  des  Museums  wendete  sich  daher  mit  Be- 
nch t  vom  12.  Februar  1837  an  das  Gubernial-Pr&sidium 
unter  ausfiihrlicher  Darstellung  der  Verhaltnisse  mit  der 
Bitte  urn  Gewahmng  einer  ausgiebigen  Unterstiitzung,  damit 
ein  eigenes  Gebaude  fur  das  Museum  erworben  werden  kSnne, 
and  bemerkte  darin,  dass  sonst  die  Auflosung  des  Vereins 
und  die  Zerstreuung  der  mit  grosser  Mfihe  und  Kosten  zu- 
sammengebrachten  Sammlungen  unausweichlich  bevorstehe. 
Mit  A.  h.  Eotschliessung  vom  19.  Februar  1838  bewilligte 
S.  M.  Kaiser  Ferdinand  aus  Anlass  der  bevorstehenden 
Erbhuldigung  in  Gewahrung  der  vom  App.-Pr&sidenten  Di- 
pauli vorgebrachten  Bitte  zum  Ankaufe  eines  geeigneten 
Lokals  fur  das  Ferdinandeum  einen  Beitrag  von  20,000  fl. 
C.  M.  aus  dem  Staatsschatze.  Diese  grossmGthige  Ent- 
schliessung  Sr.  Majestat  hatte  die  segensreiche  Folge,  dass 
auch  die  tirolischen  Stande  zu  einer  bedeutenden  Unter- 
stiitzung  des  Ferdinandeums  sich  herbeiliessen.  Der  Guber- 
nial-  Prasident  bemerkte  in  seinem  Erlasse  vom  8.  Marzl838, 
womit  er  obige  A.  h.  Eotschliessung  intimirte,  dass,  da  der 
Beitrag  von  20,000  fl.  zu  Erwerbang  eines  eigenen  Gebftudes 
nicht  gentige,  auch  die  Mitwirkung  der  tirol.  Stande  in 
Anspruch  zu  nehmen  sein  diirfte,  und  dass  er  einen  solchen 
Anspruch  beim  nachsten  standischen  Gongresse  zu  vertreten 
bereit  sei.  Dies  ist  geschehen;  die  Stande  bewilligten  einen 
Beitrag  von  15,000  fl.  C.  M.  und  Se.  Majestat  haben  mit 
A.  h.  Entschliessung  von  28.  August  1838  zur  Zahlung  dieses 
Beitrages  aus  dem  stand.  Approvisionirungs-Fonde  die  Ge- 
nehmigung  ertheilt.  Damit  waren  nun  die  Mittel  zur  Herstel- 
lung  eines  Gebaudes  gegeben,  und  in  den  folgenden  Jahren 
wurde  das  schdne  Gebaude  aufgefuhrt,  das  nun  eine  Zierde 


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der  Stadt  und  den  festen  Sitz  des  immer  mehr  erstarkten 
Vereines  bildet.  Schon  dadurch  sind  wir  S.  M.  dem  Kaiser 
Ferdinand  fur  alle  Zeiten  zum  lebhaftesten  Danke  ver- 
pflichtet;  Hochstderselbe  hat  aber  auch  spater  noch  seine 
milde  [Hand  geOffnet.  Mit  dem  Majest&tsgesuch  vom  25. 
M§rz  1865  wendete  sich  der  Verwaltungsansschuss  an  Se. 
Majest&t  mit  der  unterth&oigsten  Bitte  urn  Unterstutzung  zur 
Fubrung  eines  Erweiternngsbaaes,  da  die  Lokalit&ten  des 
Museums  nicht  mehr  ausreichen,  und  der  Aufbau  eines  zweiten 
Stockwerkes  nothwendig  geworden  sei,  die  Kosten  aber  sich 
auf  ungefahr  10,000  fl.  belaufen,  die  aus  den  Beitr&gen  der 
Mitglieder  nicht  aafznbringen  seien.  Gem&ss  Er5ffnung  des 
kais.  Obersthofmeisteramtes  in  Prag  vom  8.  Mai  1865  haben 
S.  M.  Kaiser  Ferdinand  zum  Vergr5sserungsbau  einen  Bei- 
trag  von  2000  fl.  5  W.  bewilligt,  die  am  15.  Mai  darauf 
ausbezahlt  wurden.  —  Eine  andere  unschatzhare  Wohlthat 
ist  dem  Ferdioandeum  zugegangen  durch  die  Bibliotheca  Ti- 
rolensis,  einer  umfangreichen  Sammlung  des  sel.  Appella- 
tions-Pr&sidenten  Freiherrn  v.  Dipauli,  der  wfthreud  seines 
an  Th&tigkeit  reichen  Lebens  Alles,  was  auf  die  tirolische 
Landesgeschichte  und  Kulturzustande  Bezug  hatte,  gesammelt 
und  in  1400  Baoden  zusammengestellt  hat.  Diese  Bibliothek 
wurde  durch  die  Regierung  von  den  Erben  des  Baron  Di- 
pauli urn  5400  fl.  C.  M.  fiir  den  Staat  angekauft  und  mit 
A.  h.  Entschliessung  vom  11.  Janner  1845  haben  S.  M. 
Kaiser  Ferdinand  angeordoet,  dass  diese  Bibliothek  dem  seinen 
Namen  fiihrenden  National-Museum  zu  iibergeben  sei.  Sie 
ist  sonach  Eigenthum  des  Staates,  bleibt  jedoch  alien  Mit- 
gliedern  zaganglich,  und  kann,  da  sie  einen  Schatz  von  Ma- 
terialien  und  Geschichtsquellen  enthalt,  zum  Besten  der  Wis- 
seoschaft  zu  jederZeit  verwendet  werden.  Fiir  diese  und  andere 
Wohlthaten  wird  das  Museum  Sr.  Majestat  Kaiser  Ferdi- 
nand dem  Gil ti gen  fur  alle  Zeiten  das  dankbarste  An- 
denken  bewahren!  —  Ich  darf  bei  dieser  Gelegenheit  nicht 
unterlassen,  auch  auf  die  huldreiche  und  wohlwollendste  Un- 
terst&tzung  aufmerksam  zu  machen,  die  auch  von  Sr.  kais. 


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VI 

Hobeit  dem  Erzherzog  Johann,  seinem   besondem  GSnner, 
welcher   am    2.  Oktober    1842    zuin  Museumsgebaude    den 
Grundstein  legte,  und  der  feierlichen  ErSffnung  desselben  am 
15.  Mai  1845  personlich  beiwohnte,    und   von   diesem  Tage 
an  auch  als  Stellvertreter  des  A.  h.  Protektors   fungirte,  so 
vrie  von  Sr.   kais.  Hoheit   dem   durchlauchtigsten   Erzherzog 
Carl  Ludwig,   dem  unvergesslichen  Statthalter  von  Tirol   - 
und  Vorarlberg,  Hochstwelcher,  der  Bitte  des  Verwaltungs- 
ausschus8es  entsprechend,  im  Oktober  1860   die  Stellvertre- 
tung  des  A.  h.  Protektors  anzunehmen  geruhte,  und  bei  jeder 
Gelegenheit  die  warmste  Theilnahme  fur  das  Museum  an  den 
Tag  legte,  zu  Theil  geworden  ist,  sowie  dass  auch   die  Re- 
pr&sentanten  der  Regierung,  die  Herren  Gouverneure,   Gu- 
bernial-Pr&sidenten  und  Statthalter  in  ihrem  Wirkungskreise 
die   Angelegenheit   des  Vereins    kraftigst   unterstiitzten    und 
zur   glticklichen  Beendigung   derselben    wesentlich   beitrugen. 
Allen   sei    hiemit    der  innigste   Dank    ausgesprochen !     Das 
Jahr  1875  hat  am  Ende  auch  sehr  Erfreuliches   gebracht! 
Seine  k.  k.Majestat  unser  gn&digster Kaiser  und Herr  Franz 
Joseph  hat  dem  Ferdinandeum  vonjeher,  namentlich  durch 
Zuwendung  der  werthvollsten  Geschenke,   durch   die   unver- 
gesslich   Allerhochsten   Besuche    des   Museums,    worait    der 
Verein  in  den  Jahren  1850  und  1871  begliickt  wurde,  durch 
die  Gestattung,   dass   Se.  kais.  Hoheit  der  durchlauchtigste 
Kronprinz  Rudolf  demVereine  als Mitglied  beitreten  durfte, 
die  sprechendsten  Beweise  Seiner  kais.  Huld  und  Gnade  ge- 
geben.     Der  Verwaltungsausschuss,  dadurch  ermuthiget,    hat 
es  gewagt,  an  Se.  k.  k.  Majest&t  die  unterthanigste  Bitte  zu 
richten,  dass  H5chstdieselbe  geruhen  wollen,  das  Protektorat 
des  Ferdinandeums  allergnadigst  anzunehmen.    Dieser  Bitte 
wurde   laut  ErSffnung   der   kais.   Kabinetskanzlei    vom    26. 
Oktober  v.  J.  gnSdigst  willfahrt  und  ebenso  huldreich  wurde 
die  spatere  Bitte  des  Ausschusses  um  Zuwendung  des  Por- 
traits des  Allerh5chsten  Protektors  aufgenommen.     Das  Por- 
trat,  das  sich  ebenso  durch  treue  Wiedergabe  der  Gesichts- 
ziige,  als  durch  kunstvolle  Darstellung  auszeichnet,  haben  Sie 


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VII 

hier  vor  Jhren  Augen!  Die  AllerhOchste  Person  des 
Monarchea  als  Protektor  des  Ferdinandeums  ist 
uns  allein  schon  Bfirge  fur  das  gluckliche  Gedeihen  des- 
selben.  Das  Ganze  erhalt  neues  Leben  Jund  frischen  Auf- 
scbwung;  dera  Vereine  werden  dadorch  neueKrafte  zugefUhrt; 
die  patriotische  Theilnahme  des  Landes,  die  sich  bisher  schon 
so  wirksam  gezeigt  hat,  wird  gehoben  und  in  weitere  Kreise  ver- 
breitet  und  das  Vertrauen  zur  Fdrderung  der  Vereinszwecke 
wird  durch  die  praktischen  Erfolge  gestarkt;  die  Mitglieder 
des  Ausschusses  werden  mit  Freude  sich  der  Besorgung  der 
Geschafte  widmen,  durch  eintrfichtiges  Zusammenwirken  dera 
Zwecke  des  Vereins  allmalig  naher ,  zu  kommen  und  seine 
Schatze  fur  den  Fortschritt  in  Eunst  und  Wissehschaft  immer 
nutzbarer  zu  machen  bestrebt  sein.  Eine  wesentliche  Be- 
dingung  seines  Gedeihens  ist  die  Erhaltung  des  innern  Frie- 
dens  und  der  Eintracht,  die  glucklicherWeise  bisher  gewahrt 
wurde ;  alie  unsere  Anstrengungen  sollen  dahin  gerichtet  sein, 
jede  StfiruDg  derselben  und  jeden  Anlass  dazu  sorgfaltig  feme 
zu  halten.  Wir  hoffen  damit  imSinne  unsers  AllerhQch- 
sten  Protektors  vorzugehen.  Im  Hinblick  auf  das 
Bild  des  Monarchen,  und  mit  dem  Ausdrucke  des 
innigsten  Dankgefiihles  lade  ich  ein,  Seiner  Ma- 
jestat  ein  begeistertes  „Hocha  auszubringen". 

Freudig  stimmte  die  ganze  Versammlung  ein,  und  in 
gehobener  Stimmung  vernahmen  nun  die  Mitglieder  den  wei- 
teren  Bericht  uber  das  abgelaufene  Verwaltungsjahr,  welchen 
der  Sekret&r  des  Vereins,  Herr  Anton  Ritter  v.  Schullern 
vortrug. 

Aus  demselben  ergibt  sich,  dass  der  Zuwachs  zu  den 
Sammlungen  auch  in  diesem  Jahre  wieder  ein  bedeutender 
war,  namentlich  durch  zahlreiche  Geschenke  von  verschie- 
denen  Gonuern. 

Die  Zahl  der  ordentlichen  Mitglieder  betragt  gegenwartig 
515,  seit  dem  Bestande  des  Museums  die  hochste  Ziffer,  die 
erreicht  wurde.  Seit  der  VerSffentlichung  des  letzten  Jahres- 
berichtes  sind  dem  Vereine  wieder  47  Mitglieder  beigetreten. 


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vni 

Durch  Tod  hat  der  Verein  seit  Erscheinen   des  letzten 
Jahresberichtes  verloren:    Eeil  Franz,  Geoplastiker,  gest  zu 
Marburg  in  Steiermark  (Ehreomitglied   des  Ferdinandeums). 
Mehrere  seiner  geoplastischen  Karten  finden  sich  in  der  Mu- 
seums-Sammlung,  die  er  demselben   als  Geschenk  iiberliess. 
Auch  war  er  friiher  als  Mitarbeiter  an  der  Ferdinandeums- 
Zeitschrifb  th&tig  and  es  finden  sich  in  derselben   von  ihm 
mehrere  wissenschaftliche  gediegene  Arbeiten  im  Jahrg.  1856. 
Georg  v.  Pfanndler,  k.  k.  Ajchivs-Oflizial,  Ehrenraitglied, 
welcher  von  seinem  Vater  das  lebhafte  Interesse  fQr  vater- 
l&ndische  Stndien  und  Sammlnngen   fiberkommen  hatte,  nnd 
die  Ergebnisse  des  Privatfleisses  eines  70j&hrigen  Lebens  in 
zahlreichen  B&nden  getreulich  seinem  geliebten  Museum  wid- 
mete,  zu  dessen  Gunsten  er  sich  auch  einer  werthvollen  Sie- 
gel8ammlung  von  wenigstens   1800  Original- Abdrficken  ent- 
ftusserte.    E  is  en  die  Peter  Dr.  jur.,  Advokat    in   Mer&n. 
Erler  Eduard,  Hausbesitzer  (vielj&hriges  Mitglied).  Gross 
Johann,  Kunsth&ndler  (vielj&hriges  Mitglied).     Kflpf  Anton 
Ritter    v.,    pens.  k.  k.   Kreisgerichts-Pr&ses    in    Innsbruck. 
Perthaler  Franz,  Stadtpfarrer  in  Hall.    Rautenkranz 
Anton,  Dr.  jur.,  Advokat  und  Btb-germeister  in  Hall.  Schuel- 
ler  Ludwig,  Privatier  (vielj&hriges  Mitglied).     Strele  An- 
ton Ritter  v.,  k.  k.  Statthaltereirath   (vielj&hriges  Mitglied). 
Tarnoczy  Maximilian  v.,  Kardinal  und Erzbischof  in  Salz- 
burg (vielj&hriges  Mitglied).    Terzer  Valentin,  Zahnarzt  in 
Bozen;  (durch  34Jahre  verdientes Mitglied;  gest.  Dez.  1875, 
legirte  in  seinem  Testamente  der  Anstalt  noch   eine  baare 
Summe  von  200  fl.)    Ulmer  Johann  Georg,  Fabriksbesitzer 
in  Dornbirn  (vieljfihriger  Mitglied).     Unterberger   Ferdi- 
nand, Gutsbesitzer  in  Innsbruck.     Vollmayr  Johann,  Dr. 
jur.,  Hof-  und  Gerichtsadvokat  in   Wien  (vielj&hriges  Mit- 
glied).    Wolkenstein-Trostburg  Karl  Graf  v.,    k.  k. 
geh.  Rath  und,  Kammerer  (vielj&hriges  hochverdientes   Mit- 
glied des  Vereins). 

Was  den   Personalstand   des  Verwaltungs-Ausschusses 
anbelangt,  so  wurde  eine  Stelle  in  der  naturwissenschaftlichen 


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IX 

Sektion  dadurch  vakant,  dass  der  bisherige  Direktor  Pro- 
fessor Hinterwaldner  nach  Wien  iibersetzt  wurde  und  es  ge- 
lang  dem  Ausschuss,  in  diese  Sektion  namentlich  mit  Be- 
riehung  auf  die  geologische  Sammlung  in  dem  Herrn  Oberst- 
lieutenant  Reichardt  einen  Mann  zu  gewinnen,  der  diese 
Fachdirektorstelle  nan  seit  einem  halben  Jahre  verwaltet 
mid  scfaon  in  dieser  knrzen  Zeit  dnrch  opferwillige  Muhewal- 
tung  bei  der  nothwendig  gewordenen  Anordnang  and  Auf- 
stellung  der  Petrefakten  und  Fundstiicke  sich  den  Dank  des 
Museums  verdient  hat. 

Weiters  hat  der  Verwaltangs-Ausschuss  far  die  Stelle 
des  Bibliothekars,  welche  seit  einer  Reihe  von  Jahren  Herr 
Direktor  Durig  auf  ausgezeichnete  Weise  versah,  indem  ihm 
das  Museum  den  musterhaften  Katalog  der  Bibliothek  ver- 
dankt,  und  welche  er  nun  leider  wegen  seiner  Berufsgesch&fte 
nicht  mehr  beibehalten  zu  kOnnen  erkl&rte,  dem  Herrn  Pro- 
fessor Dr.  Egger  ubertragen.  Dadurch  wurde  eine  Stelle 
in  der  histor.  Sektion  erledigt,  und  fur  diese  Herr  Landes- 
Schulinspektor  Schneller  ernannt,  welcher  seinerseits  aus 
der  naturhistor.  Sektion  ausschied,  indem  Herr  Oberstlieut. 
Reichardt  auch  die  mineralogische  Abtheilung  zugleich 
mit  der  geologischen  als  Direktor  verwaltet  Bezuglich  der 
Mandatare  ergab  sich  nur  die  eine  Veranderung,  dass  Herr 
Dr.  Fr.  Oxenbauer,  k.  k.  Hof-  uBd  Gerichtsadvokat  in 
Wien,  welcher  daselbst  die  II.  Mandatarstelle  bekleidete,  im 
Laufe  des  Jahres  dieselbe  wegen  Gesch&ftsuberhaufung  nie- 
derlegte,  wodurch  indess  keiile  neueWahl  nothwendig  wurde, 
weil  der  daselbst  fangirende  I.  Mandatar  des  Ferdinan- 
deums,  Herr  Earl  Edler  v.  Hofer  s&mmliche  Mandatarie- 
GeschUfte  als  Ehrenamt  in  ausgezeichneter  Weise  fuhrt,  und 
namentlich  durch  unermudlichen  Eifer  fur  das  Institut  fort- 
wihrend  zahlreiche  und  ausgezeichnete  Mitglieder  gewinnt,  so 
dass  der  Ausschuss  diesem  musterhaften  Mandatar  die  aus- 
schliessliche  Fuhrung  der  Mandatarie  Wien  beruhigt  iiber- 
lassen  zu  kdnnen  glaubt 

Diese  Ver&nderungen  im  Personalstand  warden  von  der 


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General- Versammlang  zur  Kenntniss  genommen  und  den  be- 
treffenden  Wahlen  nach  §.  13  der  Statuten  die  Genehmi- 
gung  ertheilt. 

Als  Ehren-Mitglied  des  Ferdinandeums  wurde  von 
der  General  -  Versammlung  ernannt  Herr  Gustav  Ritter 
v.  Amon  zu  Treuenfest,  im  Jahre  1866  Kommandant 
der  Landesschiitzen  von  Oberinothal ,  gegenw&rtig  Sr.  Ma- 
jest&t  I.  Arcieren  -  Leibgarde-Rittraeister  in  Wien,  der  sein 
Wohlwollen  fur  das  Ferdinandeum  nicht  nur  durch  zahlreiche 
werthvolle  Geschenke  fur  die  Bibliothek  bethfttigte,  sondern 
dem  Institute  auch  besonders  dadurch  sehr  farderlich  war, 
dass  er  durch  seinen  bedeutenden  Einfluss  in  der  Residenz- 
stadt  dem  Mnseum  erspriessliche  Sympathie  und  Theilnabme 
erweckte,  woriiber  erfreulichste  Resultate  vorliegen.  Auch 
fiir  die  Zukunft  kann  die  Anstalt  zur  Annahme  berechtigt 
sein,  dass  dieserHerr  in  gleicher  Weise  imlnteresse  unseres 
vaterlandischen  Museums  seinen  Einfluss  geltend  machen 
wird. 

Bezuglich  der  Verbindung  mit  auswartigen  wissenschaft- 
lichen  Gesellschaften  haben  wieder  folgende  sechs  Vereine 
dem  Museum  das  Tauschverh&ltniss  hinsichtlich  der  gegen~ 
seitigen  Publikationen  angetragen,  welches  angenommen  wurde: 
Der  botanische  Verein  fiir  die  Provinz  Brandenburg  in  Berlin ; 
die  Society  Kh&liviale  de  G^ographie  in  Cairo;  der  Verein 
fur  Chemnitzer  Geschichte  in  Chemnitz  (Sachsen) ;  der  Histo- 
rische  Verein  in  Marienwerder  (Westpreussen) ;  der  Jardin 
imperiale  de  Botanique  in  Petersburg;  der  Verein  fQrHenne- 
bergische  Geschichte  und  Landeskunde  in  Schmalkalden. 

Es  sind  sonach  im  Ganzen  nun  161  solcher  Vereine 
und  Gesellschaften,  gegen  deren  Publikationen  das  Museum 
seine  Zeitschrift  auszutauschen  die  Ehre  hat. 

Der  finanzielle  Stand  des  Museums  ist  ein  sehr  gunstiger 
zu  nennen.  Dasselbe  besitzt  gegenwartig  folgendes  Verm5gen : 
a)  Hauptkasse  12.465  fl.  7  %  kr.,  b)  Baufond  3621  fl.  79  kr., 
c)  Tschager'sches  Legat  11.652  fl.  78  kr. 

Dem  Herrn  Dr.   Josef  Ritter  v.   Peer,   welcher  aun 


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XI 

seit  mehr  als  einem  Vierteljahrhundert  das  miihevolle  Kassier- 
Amt  unentgeltlich  bekleidet,  wurde  unter  Ertheilung  des 
Absolutoriums  der  Rechming  pro  1875  von  der  General- 
VersanimluDg  der  Dank  des  Vereios  ausgesprochen,  ebenso 
den  Herren  Revisoren  Staatsbuchhalter  JSrg  nnd  Direktor 
Tost,  statt  welchem,  wegen  dessen  Uebersiedlung  nach 
Bronn  fiir  das  n&chste  Jahr  nebst  Herrn  JSrg  Herr  Ober- 
finanzrath  v.  Aigner  als  Revisor  erwfihlt  wurde. 


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Personalstand  des  Ferdinandeums  1876. 


AllerhOehster  Protektor. 

Seine   apostolische  Majestat   der  Kaiser' 

F&&HI  #<ISSF  !. 
Protektor  -  Stell vertreter. 

Se.  kaiserl.  Hoheit  Carl  Ludwig,  Erzherzog  von 
Oesterreich  u.  s.  w. 

Yenraltangg-Anggckngg. 

Vorstand. 

Herr   Jobann  Kiechl,   Ritter    des   5sterr.  Leopoldsordens, 
k.  k.  Hofrath,  Mitglied  des  Reichs-Gerichts. 
Curatoren. 

Herr  Friedrich  Ritter  v.  Attlmayr,  k.  k.  Landesgerichts- 
Pr&sident  i.  P. 

Herr  Josef  v.  Ehrhart,  k.  k.  Hofrath  and  Mitglied  des  Ver- 
waltungs-Gerichtshofes  in  Wien. 

Herr  Tobias  Wildauer,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone 
ILL  Klasse,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor,  Land- 
tags- nnd  Reichsraths-Abgeordneter. 

Sehret&r. 
Herr  Anton  Ritter  v.  Schnllern,  Gutsbesitzer,  k.  k.  Bezirks- 
Schulinspektor  nnd  Gemeinderath. 


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XIV 

Fachdirektorm. 
Artistiche  Sektion. 

Herr  Florian  Blaas,  Dr.  jor.,  k.  k.  Landesgerichtsrath,  Land- 
tags- and  Reichsraths-Abgeordneter. 
Herr  Franz  Hellweger,  Historienmaler. 
Herr  Georg  Mader,  Historienmaler. 
Herr  Johann  Wieser,  k.  k.  Statthaltereirath. 

Historische  Sektion: 
Herr  Arnold  Busson,  Dr.  phil,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Herr  Alfons  Huber,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitfits-Professor. 
Herr  Christian  Schneller,  k.  k.  Landes-Schnlinspektor. 
Herr  Dr.  David  Schariherr,  kais.  Rath  und  Archivar. 

Naturwissenschaftliche  Sektion. 
Herr  Cam  ill  Heller,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Herr  Johann  Reichardt,  k.  k.  Oberstlieutenant. 
Herr  Carl  von  Sonklar  Edler  von  Innstftdten,  k.  k.  General- 
Major. 

Pr&paratoren  fiir  diese  Sektion: 
Herr  Carl  Fischnaller,  Dr.  jur. 
Herr  Anton  Reiter,  Kaufmann. 

Bibliothekar. 
Herr  Josef  Egger,  Dr.  phil.,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 

Gassier. 
Herr  Josef  Ritter  v.  Peer,  Dr.  jur.,  Gutsbesitzer. 

Scriptor. 
Herr  Balthasar  Hunold. 

Museumsdiener  und  Cursor. 
Gottfried  Habicher. 

Mandatare  deg  Terelns. 

In  Tirol  und  Vorlberg. 
Hochw.  Herr  Anton   Eberle,  k.  k.   Feldkaplan  und  Milit&r- 
Instituts-Professor  i.  P.  in  Hall. 


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XV 

Herr  Josef  Ritter  von  Pfeiffersberg,  Gutsbesitzer  in  Brixlegg. 

Herr  Anton  Hild,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Knfsteio. 

Herr  Christian    Scharmer,  Ritter   des   Franz-Josef-Ordens, 

Dr.  jnr.,  Advokat  in  Imst 
Herr  Andreas  Angerer,  k.  k.  Hauptmann  in  der  Landwehr, 

in  Reutte. 
Hocfaw.  Herr  Chrisostomus   Mitterrutzner,   Dr.  theol.,  Ritter 

des  Franz-Josef-Ordens,   k.  k.   Gymnasial-Direktor  in 

Brixen. 
Herr  Ernst  Ritter  von  Menz,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Notar  in  Bruneck. 
Herr  Anton  Lechthaler,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Lienz. 
Herr  Carl  von  Hepperger,  Dr.  jar.,  Advokat  nnd  Landtags- 

abgeordneter  in  Bozen. 
Herr  Gottlieb  Pntz,  Dr.  med.,  Altburgerineister  in  Meran. 
Herr  Eduard  Edler  von  Ferrari-Kellerhof,  Dr.  jur.,  k.  k.  Be- 

zirks-Commissar  in  Trient. 
Herr  Anton    Edler  von   Grabmayr,   k.  k.   Staatsanwalt  in 

Feldkirch. 
Herr  Albert  Rhomberg,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 

In  der  Hanpt-  und  Residenzstadt  Wien. 
Herr  Carl  Edler  von  Hofer,  Ritter  des  Franz-Josef-Ordens, 
Ministerial- Adjunkt   im  k.  k.   Reichs  Finanz-Archiv  in 
Wien. 

In  der  Stadt  Salzburg. 
Herr  Alois  Josef  Hammerle,   Besitzer   des   goldenen   Ver- 
dienstkreuzes   mit   der   Krone,   k.   k.   Bibliothekar   in 
Salzburg. 

Ffir  OberSsterreich. 

Herr  Franz  Ritter  von   Glanz,  k.  k.  Landesgerichts  -  Rath 
in  Ried. 

In  der  Stadt  Graz. 
Herr  Josef  von  Solder  Edler  zn  Prackenstein ,  Tiroler  Land- 
roann,  Vorstand  des  Stadtmagistrates  i.  P.  in  Graz, 


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XVI 

In  der  Stadt  Triest. 
Herr  Franz  Wiedemann,  Direktions-Inspektor  der  k.  k.  priv. 
Azienda  Assicuratrice  in  Triest. 

In  der  Stadt  Olmiitz. 
Herr  Johann  Hausmann,  k.  k.  Bibliotheks-Scriptor  in  Olmutz. 

Ftir  das  KSnigreich  Bayern. 
Herr  Josef  Mayrhofer,  Dr.  phil.   and  medy  Schriftsteller  in 
Munchen. 

Ehrenmitglleder. 

Seine  kaiserl.  Hoheit  Franz  Carl,  Erzherzog  von  Oesterreich. 
Seine  kaiserl.  Hoheit  Carl  Ludwig,  Erzherzog  von  Oesterreich. 
Seine  kaiserl.  Hoheit  Rudolf,  Erzherzog  und  Kronprinz  von 

Oesterreich. 
Der  hochgeborne   Herr  Franz   Graf  von   Meran,   erbliches 

Mitglied  des  flsterr.  Herrenhauses  u.  s.  w. 
Seine  Eminenz  Friedrich  FGrst  von  Schwarzenberg,  Kardinal 

und  Erzbischof  zu  Prag. 
Herr  Franz  Freiherr  von  Hausmann  zu  Stetten,  Tiroler  Land- 

mann,  zu  Bozen. 
Hochw.  Herr  Vincenz  Gredler,  Professor  am  Gymnasium  in 

Bozen. 
Herr  Peter  Merian,  Rathsherr  in  Basel. 
Herr  Carl   Sonklar  Edler  von   InnstSdten,   k.  k.  General- 
Major. 
Herr  Christian  Ritter  d'Elvert,  k.  k.  Hofrath  in  Brton. 
Herr  Albert  Jfiger,  Ritter  des  Franz-Josefs-Ordens,   k.  k. 

p.  Universit&ts-Professor,  papstlicher  Kammerer. 
Herr  Oskar  Ritter  von  Hierschel-Minerbi,   Gutsbesitzer  in 

Triest. 
Herr  Josef  von  Solder  Edler  zu  Prackenstein,   tirol.  Land- 

mann,  Vorstand  des  Stadtmagistrats  i.  P.  zu  Graz. 
Herr  Dominik  Mahlknecht  aus  Groden,  Bildhauer  in  Paris. 
Herr  Georg  v.  Pfaundler,  k.  k.  jub.  Archivs-Offizial. 
Herr  Johann  Ritter  v.  Ebner,  k.  k.  Hofrath- 


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XVII 

Herr  Sebastian  Ruf,   Kaplan  der  Landes-Irrenanstalt  i  P. 

in  Hall. 
Herr  Chrysost  Mutterrutzner,  Dr.  theol,  Ritter  des  Franz- 
Josef  -  Ordens,  k.  k.  Gymnasial-Direktor  in  Brixen. 
Herr  Joachim  Barrande,  Ehren-Doktor  der  Wiener  Univer- 

sit&t  u.  8.  w.  in  Prag. 
Herr  Anton  Falger,  Oravenr  nnd  Gutsbesitzer  in  Elbigenalp. 
Herr  Carl  Edler  v.  Hofer,   Ritter   des   Franz-Josef-Ordens, 

Ministerial- Adjankt  im  k.  k.  Reichsfinanz-Archiv  u.  s.  w. 

in  Wien. 
Herr  Franz  Deferegger,  Historienmaler  in  MQnchen. 
Herr  Johann  Preleuthner,  k.  k.  Professor  der  Bildhanerei  in 

Wien. 
Herr  Josef  Ritter  von  Peer,  Dr.  jnr.,  Guterbesitzer,  Cassier 

des  Ferdinandeums. 
Herr  Ernst  Birk,  Dr.  pkil.,  k.  k.  Hofrath  and  Vorstand  der 

kais.  Hof-Bibliothek  in  Wien. 
Herr  Gustav  Ritter  Amon  von  Freuenfest,  Garde  und  Ritt- 

meister   der  Arcieren-  Leibgarde   Seiner   Majest&t   des 

Kaisers  u.  s.  w.  in  Wien. 

Ordentllcke  Mitglieder. 

(Diejenigen  P.  T.  Mitglieder,  bei  denen  der  Wohnort  nicht  angegeben 
ist,  wohnen  in  Innsbruck.) 

Die  Herren: 

Adam  Carl,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone  1IL  Klasse, 
Kaufraann. 

Aichinger  Franz,  k.  k.  Bergkommiss&r  in  Hall. 

Aichinger,  Valentin  v.,  k.  k.  Gymnasial-Professor  in  Bozen. 

Aichner  Simon,  Canonicus,   Seminar -Regens,  Dr.  und  Pro- 
fessor der  Theologie  in  Brixen. 

Aigner  Carl  v.,  k.  k.  Oberfinanzrath. 

Albaueder  Carl,  Dr.  jur.,  k.  k.  Landesgerichtsrath. 

Albaneder  Josef,  Pfarrer  in  Kolsass. 

Albrecht,  kaiserl.  Hoheit,  Erzherzog  von  Oesterreich, 
k.  k.  Feldmarschall,  (Mitglied  auf  Lebensdauer). 

8 


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xvm 

Amberg  Johann,   Bischof  you  Europus,   General  -  Vikar  in 
Vorarlberg. 

An-der-Lan  Eduard  von,  Dr.   phil.,   k.  k.  Haaptmann  and 
Landesvertheidigungs-Coramando- Adjutant 

Angerer  Andreas,  k.  k.  Hauptmann  in  der  Landwehr,  Post- 
meister  in  Reutte,  Mandatar. 

Angerer  Johann,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar,  Burgermeister  in  Kufstein. 

Angerer  Johann,  Privat 

Appeller  Casimir,  Kaufmann. 

Arneth  Alfred  Bitter  v.,  Dr.  phil.,  k.  k.  Hofrath  and  Direktor 
des  k.  k.  Haas-,  Hof-  and  Staats-Archivs  in  Wien. 

Arz  Anton  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  and  Statthaltereirath. 

Attlmayr  Alexias  Ritter  v.,  k.  k.  Statthaltereirath. 

Attlmayr  August,  Kaufmann  and  Speditear  in  Hall. 

Attlmayr  Ferdinand  v.,  jab.  landschaftl.  Hauptkassier. 

Attlmayr   Friedrich  Ritter   v.,  k.  k.  Landesgerichts  -  Presi- 
dent i.  P. 

Auer  Josef  Buchhalter. 

Auersperg  Franz  Josef  Fiirst  v.,   Oberst-Erbland-Marschall 
von  Tirol,  za  Wien. 

Aufschnaiter  Ignaz  v.,  Giiterbesitzer  in  Gries  bei  Bozen. 

August,  kflnigliche  Hoheit,  Prinz  v.  Sachsen-Coburg- 
Gotha. 

Ausserer  Anton,  Dr.  phil.,  k.  k.  Gymnasial-Professor  in  Graz. 

Aasserer  Carl,  k.  k.  Professor   am  Gymnasium  in  Troppau. 

Bach  Alexander  Frhr.  v.,  k.  k.  geh.  Rath  in  Wien. 

Bandeson  Franz,  Bauunternehmer. 

Barchetti  Carl  Ritter  v.,  Dr.  jar.,  k.  k.  Oberfinanzrath  and 
Finanzprokarator. 

Barth  Franz  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath. 

Barth  Ludwig  Ritter  v.,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 

Baumgarten  Anton,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 

Baor  Ferdinand,  Fabriksbesitzer, 

Bellegarde  August  Graf  v.,  k.  k.  geh.  Rath  and  General- 
Adjutant  S.  Majestat  des  Kaisers.  (Mitglied  auf  Le- 
bensdauer). 


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Bentzel-Sternau  A.  Graf  v.,  k.  i.  Rittmeister. 

Bereitter  Georg,  Dr.  med. 

Bereitter  Johann,  k.  k.  Finanz-Landes-Direktor. 

Beast  Friedrich  Graf  v.,  k.  and  k.  geh.  Rath;  Mitglied  des 

Herrenhauses  etc. 
Bidermann  Hermann  Ignaz,  Dr.  jar.,  k.  k.  Universit&ts-Pro- 

fessor  in  Graz. 
Biehl  Wilhelm,  k.  k.  GymnasiaJ-Direktor. 
BOger  August,  Kaffeebausbesitzer. 
Billek  Johann,  Direktor  der  k.  k.  Lehrer-Bildungs-Anstalt 

in  Bregenz. 
Blaas  Alois,  Gemeinderath. 

Blaas  Florian,  Dr.  jar.,  k.  k.  Landesgerichts-Rath. 
Bdtsch  Alois,  Braaereibesitzer  and  Gemeinderath. 
Boscarolli  Josef,  Gftterbesitzer. 
Bosshard  Theodor,  Hotelbesitzer. 
Brader  C5lestin,  inful.  Pr&lat  and  Abt  za  Stams. 
Brandis  Anton  Adrian  Graf  and  Herr  za,  k.  k.  Kammerer, 

erblicher  Reichsrath  etc. 
Brandis  Ferdinand  Graf  and  Herr  za,  in  Marburg. 
Brandt  Wilhelm,  Gatsbesitzer  and  Fabrikant  in  Wattens. 
Brugger  Josef,  Tischlermeister  and  Hausbesitzer. 
Broneck,  Stadtgemeinde. 
Banz  Friedrich,  Inspektor  der  k.  k.  priv.   Siidbahn  -  Gesell- 

schaft. 
Burger  Honorius,  Abt,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone, 
kaiserL  Rath  a.  s.  w.,  za  Altenbarg.  (Mitglied  aaf  Le- 
bensdaaer). 
Barlo  Anton,  Ritter  v.,  k.  k.  Feldmarschall-Lieutenant. 
Busson  Arnold,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Cathrein  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  jub.  Oberfinanzrath. 
Ceschi  Alois  Baron  v.,  k.  k.  Kammerer  in  Trient. 
Ceschi  Jnlie  Freyin  v.,  geb.  Freyin  von  Ktibeck  in  Wien. 
Ceschi  Josef  Baron  von,  k.  k.  Oberst  and  Kammerer  in  Wien. 
Condenhove  Heinrich  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer   and  Oberst 
a.  D.,  Grosskapitalar  des  deatschen  Ordens  in  Wien. 


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XX 

Crenneville  Franz  Graf  v.,  k.  k.  Oberstkammerer  und  Feld- 

zeagmeister  a.  s.  w.,  in  Wien. 
Christ  Alois,  k.  k.  Oberfinanzrath. 
Cristallnig  Alfred  Graf  v.,  Guterbesitzer  in  Karnten. 
Czichna  Carl  Alfred,  Kunsthandler. 
Dallatorre  Anna  Edle  v.,  Appellationsraths-Witwe. 
Dannhauser  Wilhelm,  Fabrikant  und  Gemeinderath. 
Dantscher  Carl,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Daxenbichler  Martin,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Enfstein. 
Demattio  Fortunat,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor, 
Desaler  Hanns,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Brixen. 
Dialer  Gottfried,  Gemeinderath. 
Dipauli  AL  Freiherr  zu  Treuheim,  pensionirter  k.  k.  Laodes- 

gerichtsrath. 
Dipaali  Anton  Freiherr  zu  Treuheim,  Dr.  jar.,  k.  k.  Haapt- 

mann  in  der  Landwehr,  in  Kaltern. 
Drasche  Heinrich  Hitter  v.,  Commandeur  des  Franz-Josefs- 

Ordens,  Grossgrundbesitzer  und  Gewerke  in  Wien  (Mit- 

glied  auf  Lebensdauer). 
Drasche  Richard  Hitter  v.,  Bergwerksbesitzer  etc.  in  Wien 

(Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Duregger  Ludwig,  Dr.  jur.,  Advokat,  Landtagsabgeordneter. 
Durig  Josef,  Direktor  der  k.  k.  Lehrerbildangs-Anstalt 
Eberle  Anton,   k.  k.   Feldkaplan  und  Militar-Iastituts-Pro- 

fessor  i.  P.  in  Hall,  Mandatar. 
Eberle  Virginie,  Malerin  in  Wien. 
Ebner  Johann  Hitter  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Ebner  Robert  Hitter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Statthalterei-SekretSr. 
Ebner  Viktor  Hitter  v.,  Dr.  med.,   k.  k.   Universitats-Pro- 
fessor in  Graz. 
Egger  Josef,  Dr.  phil,  k.  k.  Professor. 
Ehrhart  Josef  von,  k.  k.  Hofrath  und  Mitglied  des  Verwal- 

tungs-Gerichtshofes  in  Wien. 
Engensteiner  Hanns,  Lehrer  der  BUrgerschule. 
Enzenberg  Arthur   Graf  v.,  k.  k.   Kimmerer  und  Bezirks- 

hauptmann  in  Meran. 


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XXI 

Enzenberg  Franz  Graf  v.,  k.  k.  geh.   Rath  und  Kammerer, 

Conservator  der  Baudenkmale. 
Enzenberg  Hugo  Graf  v. 
Epp  Alois,  Seifenfabrikant  und  Parfnmeur. 
Erhart  Gottfried,  Hausbesitzer  und  Gemeinderath. 
Erler  Franz,  akademischer  Bildhauer  in  Wien. 
Ernst,  kBnigliche  Hoheit,  Herzog  von  Sachsen-Coburg- 

Gotha. 
Eyrl  Georg  Bernard  von,  Gtlterbesitzer  in  Bozen. 
Falk  Heinrich,  Dr.  jur.,  Advokat. 
Farfoglia  Alois,  k.  k.  Oberlandesgerichts-Pr&sident 
Fedrigotti  Filipp  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer  in  Roveredo. 
Fedrigotti  Wilhelm  von,  Dr.  jur.,  k.  k.  Kreisgerichts -Presi- 
dent und  Landeshauptmann-Stellvertreter  in  Trient. 
Felder  Cajetan,  Dr.  jur.,  Ritter  der  eisernen  Krone,  Burger- 

meister  der  Stadt  Wien. 
Felderer  Carl,  Dr.  jur.f  Advokat. 

Ferrari  Eduard,  Dr.  jur.,  k.  k.  Landesgerichts-Pr&sident. 
Ferrari- Kellerhof  Eduard  Edler  von,  Dr.  jur.  k.  k.  Bezirks- 

Comraissar  in  Trient,  Mandatar. 
Ferraris   Ludwig   Graf  v.,  Herr  und   Landmann    in   Tirol, 

Privat 
Ficker  Julias,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone  III.  Kl., 

k.  k.  Hofrath,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Finetti  Jobann  v.,  Giiterbesitzer. 
Firmian  Ludwig  Graf  von,  Grossgrandbesitzer,  Landtagsab- 

geordneter,  in  Welschraetz. 
Firmian  Virgil  Graf  v.,  Jurist. 
Fischer  Alois,  Dr.  jur.,  k.  k.  pens.  Statthalter. 
Fischer  Ferdinand  von,  k.  k.  Oberlandesgerichts-Sekretfir. 
Fischer  Gebhard,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Flatz  Johann  Gebhard,  Historienmaler  in  Bregenz.  (Aequiv.) 
Flory  Anton  Leonhard,  Privat. 

Forcher  Johann,  Handelsmann  und  Spediteur  in  Wilten. 
Frank  Carl  Ritter  v.,  k.  k.  Regierungsrath. 
Frenninger  Johann,  infuL  Priilat  und  Abt  zu  Wilten. 


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xxn 

Friedle  Theodor,  Cooperator  in  Stilfes. 

FrSschel  Berthold,   Erdland  -  Oberhofkaplan    and   Pralat   zu 

Klosterneuburg. 
Gabl  Ludwig,  Dr.  phil.,   Professor   an  der  k.  k.   Oberreal- 

schule  in  Trautenau  (Bohmen). 
Ganglbauer  Cdlestin,  Abt  des  Stifles  Kremsmunster. 
Gapp  Josef,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Lienz. 
Gasser  Vinzenz,  Fuxstbischof  von  Brixen. 
Gassner  Theodor,  k.  k.  Gymnasial-Direktor  i.  P. 
Gassner  Michael,  papstlicher   Hauspralat  und  Domprobst  in 

Brixen. 
Gasteiger  Gustav  von  and  zu   Rabenstein-Kobach,  Dr.  jar., 

k.  k.  Bezirkskommissar. 
Generalstabs-Abtheilung  des   Militar  -  Commando's  in  Inns- 
brack. 
Gennari  Heinrich,  k.  k.  Bezirkshanptmann  in  Ampezzo. 
Giovanelli  Augustin  Frhr.  v.,  Pfarrer  in  St.  Pauls. 
Giovanelli  Johann  Nepomuk  Frhr.  v.,  Gutsbesitzer  in  Gries. 
Giovanelli  Paul  Frhr.  v.,  Landtagsabgeordneter  in  Meran. 
Glanz  Franz  Ritter  v.,  k.  k.  Landesgerichts-Rath  in  Ried. 
Glanz  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  Rechnungs-Offizial. 
Glasmalerei-Anstalt,  tirolische,  in  Innsbruck. 
Glotz  Carl  Ritter  v.,  k.  k.  Postdirektor  ffir  Tirol  uud  Vor- 

arlberg. 
Goldegg  Hugo  Ritter  v.,  k.  k.  K&mmerer,  Haaptmann  a.  D. 

Reichsraths-  and  Landtags- Abgeordoeter,  in  Obermais. 
Grabhofer  Johann,  Kaffeehausbesitzer. 
Grabmayr   Anton    von,    k.   k.   Staatsanwalt   in   Feldkircli 

Mandatar. 
Grabmayr  Josef  von,  k.  k.  Bezirkshanptmann  in  Bladenz. 
Grebmer  Edaard  von,  Guterbesitzer  in  Bruneck. 
Greil  Franz,  Kaufmann,  Magistratsrath. 
Greater  Josef,  k.  k.  Gymnasial  -  Professor,   Landtags-  und 

Reichsrathsabgeordneter,  pabstlicher  Kammerer. 
Grignani  Alois,  Handelsmann  in  Imst. 
Grohmann-Baillie  William  A.  auf  Schloss  Matzen  beiBrixlegg. 


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xxm 

Gsell  Benedikt,  Dr.  theol.,  Archivar  des  Stiftes  Heiligenkreuz 

in  Nieder5sterreich. 
Gumer  Carl   Edler  v.,  zu   Engelsburg,   Tiroler   Landmann, 

k.  k.  Landesgerichts-Prasident. 
Gusenbaxier  Rudolf,   Abt  des  Stiftes   GOttweih  in  Nieder- 

Osterreich. 
Hammerle  Heinricb,  k.  k.  Bezirkshaoptmann. 
H&usle  Albert,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Bregenz. 
Hammer  Anton,  Dr.  jur.,  Advokat. 
Hammer  Franz,  k.  k.  Landes-Hauptkasse-Direktor. 
Hammerle  A.  J.,  k.  k.  Bibliothekar  in  Salzburg. 
Haslmayr   Vinzenz   Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Hofrath   und 

Oberstaatsanwalt  in  Triest. 
Hassenmuller  Hugo  Ritter  v.  Ortenstein,  k.  k.  Major. 
Hasslwanter  Anton,  Dr.  jur.,  k.  k.  Hof-  und  Gerichtsadvokat 

in  Wien. 
Hauser  Josef,  Eaufmann. 

Hausmann  Franz  Frhr.  v.,  Gutsbesitzer  in  Bozen. 
Hausmann  Johann,  k.  k.  Bibliotheks-Scriptor  in  Olmutz* 
Hausotter  Johann,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor  an  der  Lehrer- 

Bildungsanstalt 
Hebenstreit  Benedikt  Ritter  v.,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Hechenberger  Ferdinand,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Brixen. 
Heigl  Peter  Paul,  k.  k.  Bergverwalter. 
Heintl  Carl  Ritter  v.,  Dr.  phil.,  k.  k.  Truchsess  in  Wien. 
Heintl  Franz  Ritter  v.,  k.   k.  Truchsess,    Dr.   jur.,    emerit. 

Rektor  magnificus  der  Wiener  Universitat  etc.  in  Wien. 
Heiss  Johann,  Gasthalter  zum  Elephanten  in  Brixen. 
Heller  Camil,  Dr.  raed.  k.  k.  Universitats-Professor. 
Hellweger  Franz,  Historienmaler. 
Hepperger  Carl  von,  Dr.  jur.,    Advokat  za  Bozen,    Man- 

datar. 
Hepperger  Leopold,  Eaufmann. 
Herr  Gustav,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 
Hibler  Gedeon  von,  Eaufmann. 
Hild  Anton,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Kufstein,  Mandatar. 


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XXIV 

Hinterwaldner  Johann,   k.  k.  Professor  am  Realgymnasium 

in  Hernals,  Wien. 
Hintner  Valentin,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor  am  akademischen 

Gymnasium  in  Wien.' 
H5fel  Josef,  Juwelier. 
H5lzl  Franz,  Kaufmann. 
Hdrandtner  Ferdinand,  Hotelbesitzer. 
Hdrfarter  Mathans,  Dr.   theol.,  Dekan   und   Stadtpfarrer  in 

Knfstein. 
H5rhager  Franz,  Holzh&ndler  in  Brixlegg. 
HSrtnagl  Andreas,  Hausbesitzer  nnd  Gemeinderath. 
Hofer  Andreas   Edler  v.,  Dr.  jnr.  k.  k.  Notar  and  Land- 

tagsabgeordneter  in  Amstetten. 
Hofer  Anton,  Frhr.  v.,  k.  k.  geh.  Rath. 
Hoflacher  Anton,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Landeck. 
Hohenaner  Anton,  Bauunternehmer. 
Hohenbfihel  Carl  Frhr.  v.,  genannt  Henfler  zn  Rasen,  k.  k. 

geh.  Rath,  Kfimmerer  nnd  Oberlandesgerichts-Prasident 

za  Bozen. 
Hohenblihel   Ludwig   Frhr.   v.,  genannt   Henfler   zu   Rasen, 

k.  k.  K&mmerer,  Sektions-Chef  i  P.  zu  Hall. 
Hohenlohe  Constantin   Prinz,  I.  k.  k.  Oberhofmeister,  k.  k. 

geh.  Rath  nnd  General-Major  n.  s.  w. 
Holzmann  Johann,  k.  k.  Steuereinnehmer. 
Horinek  Anton,  k.  k.  Salinenverwalter  in  Hall. 
Hradeczky  Hermann,  k.  k.  Hofrath. 
Hnber  Alfons,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Hneber  Adolf,  k.  k.  Professor  an  der  Ober-Realschule. 
Hummel  Philipp  Jakob,  Hausbesitzer  und  Gemeinderath. 
Hundegger  Josef,  Dr.  jnr.,  Advokat  in  Meran. 
Hater  Willibald,  Ingenieur-Assistent  in  Knfstein. 
Jannth  Johann,  Zahnarzt,  mag.  chirurg. 
Jeitteles   Adalbert,   Vorstand   der  k.  k.   Universitfits - Bib- 

liothek. 
Jele  Kaspar,  Historienmaler,  k.  k.  Professor  an  der  Ober- 
realschule. 


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XXV 

Inama-Sternegg  Carl  Theodor   v.,  Dr.  jur.  k.  k.  Universitats- 
Professor. 
Ingram  Anton  Ritter  v.,  Privat. 
Innsbruck,  Stadt  (immerw&hrendes  Mitglied). 
JOrg  Johann,  k.  k.  Staatsbuchhalter. 
Johann,    Dnrchlaucht   regierender   Fiirst  von  Lichtenstein 

(Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Irscbara  Domicile,  inful.  Probst  nnd  Abt  zu  Neustift. 
Jillg  Bernhard,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Jnng  Julius,  Dr.  phil.,  Privatdocent. 
Kaiser  Max,  Dr.  theol.,  Domcapitnlar   nnd  geistlicher  Rath 

in  Mftnchen. 
Kapferer  Martin,  Kaufmann. 
Karl  Alexander,  Abt  nnd  Pr&lat  des  Stifles  Melk  in  Nieder- 

Oesterreich. 
Karst  von  Karstenwerth  Wilhelm  Ritter  v.,  k.  k.  General- 
major. 
Kastner  Johann,   Stations  -  Chef  der  Sudbahn  nnd  Gemein- 

deratb. 
Katscbthaler  Johann,  Dr.  theol.  k.  k.  Universitats-Professor. 
Kempter  Kaspar  Ritter  v.,  k.  k.  Ereisprasident 
Kerner  Anton,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Khevenhftller  -  Metsch   Richard   Ffirst   v.,    k.  k.  K&mmerer, 

Ritter  des  gold.  Vliesses  in  Wien. 
Kiecbl  Johann,  Ritter  des  Leopold-Ordens,  k.  k.  Hofrath. 
Kindinger    Eduard   Ritter   v.,  Dr.  jnr.,    k.   k.   Oberstaata- 

anwalt. 
Kirchebner  Andreas,  Giiterbesitzer  nnd  Kaufmann. 
Kirchebner  Anton,  k.  k.  Steuereinnehmer  in  Hall. 
Kirchmayr  Franz,  Kaufmann. 
Klingler  Josef,  k.  k.  Hofrath. 
Klinkowstr5m  Alfons  von,  k.  k.  Hofrath  in  Wien. 
Knoflach  Carl,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Bozen. 
Komaromy  Edmund,  Dr.    theol.,   Abt    des   Stifles  Heiligen- 

kreuz  in  Nieder5sterreich. 
Kraft  Joh.  Bapt,  Kaffeehausbesitzer. 


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XXVI 

Kreyczi  Franz,  Ministerial  -  Offizial  im  k.  k.  Reichs-Finanz- 

Archiv  in  Wien. 
Kripp  Johann  von,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Krischek   Eduard,   Ministerialrath  im  k,  k.  Ministerimu  fBr 

Kultus  und  Unterricht  in  Wien. 
KQnigl  Carl  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer  und  Major  a.  D.  2x1 

Ehrenburg. 
Kiinigl   Heinrich   Graf  v.,   Deutschordens-Komthur,   k.   k. 

Hauptmann  n.  s.  w.,  za  Ehrenburg. 
Kfinz  Max  Fidel,  Dr.  med.,  k.  k.  Bezirksarzt  in  Meran. 
Kiirschner  Franz,  Dr.  phil.,  Archivs-Adjunkt  im  k.  k.  Reichs- 

Finauzministerium  in  Wien. 
Kunerth  Bernard,  k.  k.  Salz-Oberamts-Verwalter  in  Hall. 
Lachmuller  Wilhelm  Ritter  v.,  k.  k.  Landesgerichts-SekretSr. 
Lama  Hermann  Ritter  v.,  k.  k.  Statthalterei-Sekretftr. 
Lamniel  Anton,  k.  k.  Direktor  der  Oberrealschule. 
Lang  Eduard,  Dr.  med.,  k.  k.  Universit&ts-Professor.' 
Lantschner  Ludwig,  Dr.  med. 
Larcher  Pius  von,  Dr.  jur.,  in  Bozen. 
Lasser-Zollheim  Josef  Frhr.  v.,  k.  k.  Minister  des  Innern. 
Lazansky  Leopold   Graf  v.,  Herrschaftsbesitzer  in  Bobmen. 
Lecher  Bruno,  Dr.  jur.,  k.  k.  Gerichts-Adjunkt. 
Lechleitner  Christian,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor. 
Lechthaler  Anton,  Dr.  jar.,  k.  k.  Notar  in  Lienz,  Mandatar. 
Leiss  zu  Leimburg,  Johann  von,  Ehrendomherr,  Dekan  und 

Stadtpfarrer  zu  Innsbruck. 
Leiss  zu  Leimburg  Josef  von,  Tiroler  Landmann,  Cassier  des 

stftdt.  Oberkammeramts  in  Wien. 
Leithe  Friedrich,  Dr.  phil.,  k.  k.  Bibliothekar  in  Wien. 
Leinmen  Alois  von,  k.  k.  Landesgerichts-Adjunkt. 
Leon  Franz  Ritter  v.,  in  Meran. 
Leonardi  CGlestin,  Dr.  jur.,  k.  k.  Hofrath. 
Liebe  Johann  Edler  v.  Krentzner,  k.  k.  Zahlamtskassier. 
Liebener  Julius  von  Monte-Cristallo,  k,  k.  Statthalterei-Con- 

cept-Adjunkt. 
Linder  Sebastian,  Biirgermeister  in  Reutte. 


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xx  vr 

Lindner  Jnlius,  k.  k.  Rechnttngsdirektor. 

Linser  Johann,  k.  k.  Staatsanwalt. 

Liscb  Johann  Michael,  k.  k.   Gymnasial-Professor. 

Lobkowitz  Furst  Carl,  Herzog  von   Raadnitz  u.  s.  w.,  Mit- 

glied  des  Herrenhauses. 
Lodron  Alois  Graf  v.,  Privat. 
LSwe  Mark  as,  Haasbesitzer  and  Wechsler. 
Loos  Hubert  v.,  k.  k.  Feldraarschall-Lieutenant  in  Prag. 
Ludwig  Viktor,  kais.  Hoheit,  Erzherzog  von  Oester- 

reich.     (Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Lutterotti  Eduard  Ritter  v.,  k.  k.  Kreisgerichts-Prasident  in 

Feldkirch. 
Lutterotti  Ludwig  v.,  k.  k.  Statthalterei-Sekret&r. 
Maas  Ferdinand,  k.  k.  Professor  in  Wien. 
Mader  Anton,  k.  k.  Polizeirath. 
Mader  Georg,  Historienmaler. 
Mages  Alois  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath  in  Wien. 
Malfer  Josef,  Giiterbesitzer  und  Altbiirgermeister  in  Auer. 
Malfer  Robert  Ritter  v.  Auerheim,  Giiterbesitzer  in  Auer. 
Manossi    Carl   Ferdinand   Edler   v.,    kais.   Rath   nnd   k.  k. 

Trnchse8S  in  Wien. 
Marchesani  Anton,  Magistratsrath. 
Marx  von  Marxberg  Wilhelm   Ritter  v.,  k.  k.  Polizeipr&si- 

dent  in  Wien  (Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Mathoy  Johann,  geistl.  Rath,  Dekan  und  Pfarrer  in  Zaras. 
Mayer  Alexander,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Bruneck. 
Mayr  Josef,  Baumeister. 
Mayr  Ludwig,  k.  k.  Professor  in  Linz. 
Mayrhofen  Virgil  Ritter  v.,  Dr.  med.,  k.  k.  Univ.-Professor. 
Mayrhofer  Josef,  Dr.  phil.  et  med.,  in  Munchen.   Mandatar. 
Mayrhofer  Wilhelm,  Dr.  jur.,  Privat  in  Salzburg. 
Melchiori  Josef  Graf  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Kreisgerichts  -  PrS- 
sident,  Landtags-  und  Reichsrathsabgeordneter  in  Bozen. 
Menz   Ernst  Ritter   v.,   Dr.  jur.,   k.  k.   Notar  in  Bruneck, 

Mandatar. 
Meran,  Stadtgemeinde. 


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XXVIII 

Meusburger  Jodok,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Bruneck. 
Meyer  Martin,  Pr&sident  der  Handelskammer. 
Miller  Johann  von,  Dr.  jar.,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrfcth. 
Mitis  Ferdinand  Ritter  v.,  Dr.  jar.,  k.  k.  Ministerialrath  and 

Finanz-Landes-Direktor,  in  Meran. 
MSslein  Martiu,  Tischlenueister. 
M5ssl  Andrfi,  Buchbindermeister. 
Mftst  Josef,  Kunsthandler. 
Moser  Carl,  Catechet  sn  der  Musterhauptschule. 
Miiller  Johann,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Mutschlechner  Georg,  Seidenfabrikant. 
Nebert  Josef,  k.  k.  Postrath. 
Neeb  Philipp,  k.  k.  Forstraeister ,   Correspondent   der  k.  k. 

Central-Commission  fur  Erhaltung  der  Baudenkmale  in 

Bozen. 
Netzer  Tobias,  Papierfabrikant  in  Hall. 
Neumann  Max,  Dr.  raed.,  Stabsarzt 
Nenpauer  Ferdinand  Ritter  v.,  k.  k.  Statthalterei-Rath. 
Norer  Jakob,  Baumeister. 
Nussbaumer  Felix,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar. 
Nussbanmer  Johann,  Gemeinderath. 
Obexer  Michael,  Kaufmann. 
Obrist  Georg,   I.   Amanuensis   der   k.   k.   Universit&ts-Bib- 

liotkek. 
Oellacher  Josef,  Chemiker  und  Apotheker. 
Oellacher  Josef,  Dr.  med,,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Onestinghel  Casar,  Dr.  jur.,  Advokat,  Landtagsabgeordneter. 
Ortlieb  Leopold,  Privat. 
Ottenthal  Albert  v.,  Dr.  med. 
Ottenthal  Friedrich  v.,  k.  k.  Landesrath. 
Oxenbauer  Franz,  Dr.  jur.,  k.  k.  Hof-  und  Gerichtsadvokat 

in  Wien. 
Pallang  Anton,  k.  k.  Landrichter  in  Meran. 
Paulweber  Michael,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Peche  Ferdinand,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Pechtold  Friedrich,  k.  k.  OberfSrster. 


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XXIX 

Peer  Johann,  Dr.  med.  in  Brixen. 

Peer   Josef  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  Cassier  des  Ferdinandeums 

(Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Peer  Josef,  Stadtpfarrer  in  Sterzing. 
Pembaur  Josef,  Musikvereinsdirektor. 
Pek  Edmund  Anton,  k.  k.  OberJandesgerichtsrath. 
Perathoner  Viktor,  Dr.  phil.,  k.  k.  Gymnasfcl-Professor. 
Pernwerth  Wilhelm  von,  Apotheker  in  Meran. 
Peschke  Alexander,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Schwaz. 
Pfanndler  Carl,  Buchh&ndler. 

Pfaundler  Leopold,  Dr.  phil.,  k.  k.   Universit&ts-Professor. 
Pfeifer  Johann,  Sekret&r  Sr.   kais.   Hoheit  Erzherzog  Karl 

Ludwig,  in  Meran. 
Pfeiffersberg  Josef  Ritter  v.,  Gutsbesitzer  in  Brixlegg,  Man- 
dator. 
Pfretschner  Norbert,  Dr.  med.,  Gutsbesitzer  in  Jenbach. 
Pfurtscheller  Carl,  Fabrikant  zu  Fulpuies  in  Stubai. 
Philippovic  Josef  Frbr.  v.,  k.  k.  Feldzengmeister  in  Prag. 
Pichler  Adolph,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Pircher  Josef,  Dr.  med.,  Kurvorstand  in  Meran. 
Pirchl  Wilhelm,  Kaufinanti. 
Platter  Julius,  Dr.  jur.,  Privatdocent. 
Posch  Max,  Weltpriester,  Lehrer  am  Landes-Taubstummen- 

Institut  in  Hall. 
Prato  Vinzenz  Frhr.   v.,  k.  k.  Hofrath  und   Bezirkshaupt- 

mann  in  Bozen. 
Preleuthner  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  geh.  Rath,  President  des 

k.  und  k.  obersten  Rechnungshofes  in  Wien. 
Preu  August  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  No  tar  in  Bludenz. 
Preu  Johann  v.,  Direktor  der  Hilfsamter  der  k.  k.  Finanz- 

Landes-Direktion. 
Preyer  Josef,  Kaufinann. 

Protmann-Ostenegg  Josef  Frhr.  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Puntschart   Valentin,   Dr.   phil.  et  jar.,   k.  k.   Universitats- 
Professor. 
Pusch  Anton,  Dr.  jur.,  Advokat. 


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XXX 

Jr*utz  Gottlieb,  Dr.  med.,  Altbiirgerraeister  in  Meran. 
Raggl  Josef,  Kaplan  der  Laudes-Irrenanstalt  in  Hall. 
Rapp  Frauz  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.   k.  Notar,  Landeshaupt- 

mann  in  Tiro). 
Rapp  Johann,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Kaltern. 
Ratzky  von  Salamonfa  Emil,  k.  k.  Reichsarchivs-Offizial  in 

Witn. 
Rauch  Felizian,  Buchdrucker  and  Buchh&ndler. 
Rauteukranz  Wilhelm,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Reutte. 
Regli  Adalbert,  Abt  von  Muri  und  Prior  zu  Gries. 
Reichardt  Johann,  k.  k.  Oberstlieutenant 
Beinhart  Johann,  Hotelbesitzer. 
Reinisch  Ferdinand  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Staatsanwalt- 

Sabstitut. 
Reiss  Simon  Alfons,  Kunst-  und  Musikalienb&ndler. 
Rembold  Otto,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Renner  Viktor  v.,  Dr.  phil.,  Professor  in  Wien. 
Reutte,  Zeichen-Fortbildungsschule  daselbst. 
Rhomberg  Adolf,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 
Rhomberg  Albert,  Handelsmann  in  Dornbirn. 
Rhomberg  Rudolf,  Fabriksdirektor. 
Rhomberg  Wilhelm,  Kaufmann  in  Dornbirn. 
Riccabona  Benedikt  v.,  Ftlrstbischof  von  Trient. 
Riccabona  Julius  v.,  Dr.  jur.,  Landtagsabgeordneter. 
R5ggla  Josef  Edler  von  Mayenthal,  k.  k.  Bezirkshauptmann 

in  lmst. 
Rudigier  Franz,  Bischof  in  Linz. 
Salzinann  Johann,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 
Sander  Hermann,  k.  k.  Professor  in  Feldkircb. 
Santner  Josef,  k.  k.  Oberwundarzt  in  Triest 
Sarnthein  Gottfried   Graf  v.,  Dr.,  jur.,  Concipient  der  k.  k. 

Finanz-Prokuratur. 
Sattler  Franz,  k.  k.  Statthalterei-Rath. 
Scari  Josef  von,   Dr.  jur.,   k,  k.   Finanzrath ,   Landtagsab- 
geordneter. 
Sch&rmer  Alois,  Dr.  jur.,  Giiterbesitzer  in  Prutz. 


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2CXX/ 

Scharmer  Christian,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Imst,  Mandator. 

Schaller  Josef  Romed,  k.  k.  Gymnasial-Professor.     - 

Schenk  Stefan,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschule. 

Schiestl  Franz,  Schlosserineister. 

Schiestl  Georg,  Dr.  jur.,  k.  k.  Finanzrath. 

Schletterer  Josef  Bitter  v.,  Dr.  jur.,  k.   k.  Oberlandesge- 

richtsrath. 
Schmid  Franz,  Hof-Parfumeur  and  Arzt. 
Schmid  Josef,  Fabrikant  in  Absam. 
Schmidt  Friedrich,  k.  k.  Oberbaurath  in  Wien. 
Schmuck  Heinrich  v.,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschule. 

Schmuck  Joachim  v.,  Magister   der  Pharmacie  in  Salzburg. 

Sclroeeburg  Wilhelm  Frhr.  v.,  Domprobst  zu  Olmutz. 

Schneller  Christian,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 

SchneUer  Josef,  Dr.  jur.,  in  Salzburg. 

Sch5nach  Anton,  Dr.  med. 

Schonbeck  Leopold  Ritter  v.  Rothenau,  k.  k.  Oberfinanzratb. 

Schdnherr  David,  Dr.  phil,  kais.  Rath. 

SchSpfer  Anton,  Hof-  und  Stadtapotheker. 

Scholz  Edu&rd9  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 

Schranz  Josef,  Dr.  jur.,  k.  k.  Finanz-Concipist  in  Triest. 

Schueler  Josef,  B&rgermeister  der  Stadt  Bozen. 

Sdraler  Johann,  k.  k.  Professor  und  Bezirks-Schulinspektor. 

Schuttero  Anton  Ritter  v.,  SekretSr  des  Ferdinandeuins. 

Schumacher  Anton,  Buchdruckereibesitzer  und  Buchhandler, 
Gemeinderath. 

Schuster  Franz,  Dr.  jur.,  Advokat. 

Schwaighofer  Ferdinand,  Kunstmiihlenbesitzer  in  Hall. 

Schwarz  Anton,  Gymnasial-Direktor  in  Horn. 

Schwarz  Carl,   Frhr.  v.,  k.  k.  Baurath  und  Realitaten-Be- 
sitzer  in  Wieu.     (Mitglied  auf  Lebensdauer). 

Schwarzenberg   Johann   Adolf,  Fiirst,    Mitglied   des   Ssterr. 
Herrenhauses.    (Mitglied  auf  Lebensdauer). 

Schwertling  Carl  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath  und  Bezirkshaupt- 
raaun  in  Bregenz. 

Semrad  Ferdinand,  k.  k.  Oberbaurath. 


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xxxn 

Senn  Johann,  Lehrer  in  St.  Nikolau*. 

Settari  Franz,  Dr.  med.  in  Meran. 

Sevignani  Bernard,  k.  k.  Landesgerichtsrath  in  Bozen. 

Siebinger  Josef,  k.  k.  Gymnasial-Direktor,  in  Graz. 

Sizzo-Noris  Heinrich   Graf  v.,  k.  k.  Kammerer,  Landtags- 

abgeordneter  in  Trient. 
Spagnoli  Dominik,  k.  k.  Major. 
Speckbacher   Josef,  k.  k.    Adjunkt  bei  der  Hilfs&mter-Di- 

rektion  des  k.  k.  Oberlandesgerichtes. 
StafBer  Alois,  Privat. 
Stainer  Engelbert,  Formator. 

Staller  Josef,  Dr.  and  Professor  der  Theologie  zu  Brixen. 
Stapf-Ruedl  Anton,  k.  k.  Postbeamter. 
Stapf-Ruedl  Josef,  Magistrate- Adjunkt. 
Staudacher  Tobias,  Dekan  nnd  Pfarrer  in  Matrei. 
Steiner  Max,  Antiquitaten-Handler. 
Steinlechner  Paul,  Dr.  jar.,  k.  k.  Cniversitiits-Professor. 
Stentz  Anton,  Naturhistoriker  zu  Neusidel  am  See,  (Aequiv.) 
Sternbach  Ferdinand  Frhr.  v.  Herrschaftsbesitzer  zu  Triesch 

in  M&hren. 
Sternbach  Ferdinand  Frhr.  v.,  Reichsraths- Abgeordneter  in 

Mfthlau. 
Sternbach  Leopold  Frhr.  v.,  k.  k.  K&mmerer,  Gutsbesitzer. 
Stippler  Johann  Baptist,  farstb.  Hofkaplan  in  Brixen. 
Stocker  Konrad,  Kaufmann. 
Stolz  Josef,  Dr.  med.,  Direktor  der  Landes  -  Irrenanstalt  in 

Hall. 
Stolz  Otto,  Dr.  phi].,  k.  k.  Universitats -Professor. 
Stolz  Otto,  Dr.  jur.,  Advokat  und  BQrgermeister  in  Hall. 
Straub  Adolf  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Strele  Rudolf,  kaiserl.  Rath  und  Bezirkshauptmann  in  Borgo. 
Strimmer  Sebastian,  k.  k.  Huttenamts-Controllor  in  Brixlegg. 
Strobele  Carl,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Bruneck. 
Stumpf-Brentano  Carl,  Dr.  phil,,  k.  k.  Universit&ts-Professor* 
Sturm  Josef,  k.  k.  Residenz-  und  Schlossverwalter. 
Suda  Franz,  k.  k.  Forst-Commissar. 


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XXXIII 

Suppaneg  Felix,  Fabriks-Direktor. 

Taaffe   Eduard   Graf  von,  k.  k.  Geheimer  Rath  and 

Statthalter  von  Tirol  tind  Vorarlberg. 
Tacchi  Josef,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath. 
Tappeiner  Franz,  Dr.  med.,  zu  Meran. 
Tegischer  Josef,  Professor  der  Theologie  zu  Brixen. 
Terlago  Robert  Graf  v.,  Guterbesitzer  in  Terlago. 
Thaler  Josef,  Pfarrer  in  Knens  bei  Meran. 
Thaler  Josef,  Dr.  med.,  Stadtphysikus  in  Brixen. 
Theser  Ernst,  Dr.  jor.,  k.  k.  Universitfits-Professor.  ^ 

Thoma  Alfred,  Inspektor  der  k.  k.  priv.  Sndbahn. 
Than  Emanuel  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  in  Trient. 
Thun  Franz   Graf  v.,  k.   k.   Feldmarschall  -  Lieutenant  und 

Landesvertheidigungs-Oberkommandant 
Thun  Matteo  Graf  v.,  in  Trient. 
Thorn  und  Taxis   Alexander  Graf  v.,   k.   k.  Bezirks-Com- 

missfir  in  Lienz. 
Thurn   und   Taxis   Josef  Graf  v.,   Erblandpostmeister  von 

Tirol  in  Schwaz. 
Thurwieser  Johann,  Gutsbesitzer  in  Kramsach. 
Tinti  Gustav  Frhr.  v.,  k.  k.  KSmmerer,  Major,  Commandant 

der  berittenen  Landesschtitzen. 
Toggenburg   Georg   Ritter  v.,  k.    k.    geh.   Rath   in   Bozen. 

(Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Tost  Carl,  k.  k.  Rechnungs-Direktor  in  Brunn. 
Trafojer  Johann,  k,  k.  Landesgerichtsirath. 
Trampler  Carl,  Obereinnehmer  des  k.  k.  Hauptzollamtes. 
Trapp  Oswald  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  und  Statthalterei- 

Ratb. 
Trentinaglia  Carl  v.,  k.  k.  pens.  Kreisgerichts-Pr&ses  in  Ro- 

vigo. 
Trentinaglia  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  Landesgerichts-Adjunkt 
Trientl  Adolf,  Kaplan,  Besitzer  des  goldenen  Verdienstkreuzes 

mit  der  Krone,  in  Hall. 
Tschavoll  J.  A.  Ritter  v.,  Fabriksbesitzer  in  Feldkirch. 
Tschiderer  Ernst  Frhr.  v.,  k.  k.  Kammerer. 

Ferdinandeums-Zeitschrift.  C 


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XXXIV 

Tschoner  Ferdinand,  Kaufmann. 

Tschurtschenthaler   Anton,   Dr.   med.,    k.   k.   UniVersit&ts- 

Professor. 
Tschurtschenthaler  Franz,  Privat 
Tschurtschenthaler  Johann,   Dr.  jar.,  k.  k.  Notar,    Burger- 

meister  der  Stadt  Innsbruck. 
Tschurtschenthaler  Josef,  Kaufmann. 
Tschurtschenthaler  Ludwig,  Kaufmann. 
Turner  Leo,  k.  k.  Oberbergrath  in  Brixlegg. 
Ullmann  Emanuel,  Dr.  jur.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Unterberger  Carl,  k.  k.  Bezirks-Schulinspektor. 
Unterberger  Ernst,  Kunsth&ndler. 
Unterberger  Franz,  Maler  in  Brfissel. 
Verdross  Sebastian,  Gtiterbesitzer  iu  Meran. 
Vintier  Friedrich  v.,  landschaftl.  Rehnungsrath  in  Bruneck. 
Vintschgau  Max  Ritter  v.,  Dr.  med.,  k.  k.  Univ.-Professor. 
Tisneider  Anton,  Kaufmann. 
Vogl  Franz,  Dr.  jur.,  k.  k.  Bezirkshauptmann. 
Voland  Anton,  Gastgeber  in  W5rgL 
Vorhauser  Johann,   Bitter   des   Ordens   der  eisernen  Krone 

III.  Klasse,  k.  k.  Hofrath. 
Vorhauser  Otto,  k.  k.  Gynmasial-Professor. 
Vorhauser  Raimund,  k.  k.  Oberfinanzrath. 
Wachtler  Albert,  Kauftnann  in  Bozen. 
Walde  Carl  Al.,  Kaufmann. 
Walln5fer  Johann,  Dr.  jur,  Advokat  in  Meran. 
Wed!  Josef  Viktor,  Dr.  jur.,  Advokat  und  Reichrathsabge- 

ordneter  in  Wiener-Neustadt. 
Weiler  Josef,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschule. 
Weinhart  Eduard  v.,  zu  Thierburg  und  Vollandsegg,  Beali- 

tatenbesitzer  in  Obermais. 
Welponer  Paul,  Kaufmann  in  Bpzen. 
Welsperg  Wolfgang  Graf  v.,  k.  k.  Oberst  in  Brixen. 
Werner  Franz,  Dr.  jur.,  L  Magistratsrath. 
Weyrer  Caspar,  Pfarrer  in  Mariahilf. 
Widmanri-StafFelfeld  Hermann  v.,  Berg werksbesi tier  zu  S.  Zeno. 


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XXXV 

Wiedemann  Franz,  Inspektor  der  Azienda  Assicuratrice  in 
Triest,  Mandatar. 

Wiedmann  Otto  v.,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Salzburg. 

Wieser  Franz,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor. 

Wieser  Johann,  k.  k.  Statthaltereirath. 

Wieser  Ludwig  Ritter  v.,  k.   k.  Hofrath. 

Wiesler  Peter,  Abt  von  Marienberg. 

Wilczek  Hanns  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer,  Mitglied  des  Her- 
renhanses,  in  Wien. 

Wilczek  Heinrich  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  etc.  in  Szemer^d. 

Wildauer  Albert,  Abt   und  Pralat  des  Stiftes  Fiecht. 

Wildauer  Tobias,  Dr.  phil.,   k.  k.  Universitats-Professor. 

Wilhelm  Friedrich,  Kaufmann. 

Wilten  Chorherrenstift. 

Winkler  Franz,  Apotheker. 

Winkler  Josef,  Grundsteuer-Regulirangs-Referent. 

W5rz  Josef  Ritter  v.,  Reichsrathsabgeordneter  in  Matrey. 

Wola  Stanislaus  Ritter  v.,  Dr.  in  Tscherpovody  (Russland). 

Wolf  Johann  Liberat,  Dr.  phil.,  Professor  am  k.  k.  Gym- 
nasium in  Triest. 

Wolf  Johann,  Baumeister  in  Brixlegg. 

Wolkenstein-Rodenegg  Arthur  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer,  Land- 
tagsabgeordneter,  k.  k.  Hauptmann  in  der  Landwehr. 

Wolkenstein-Trostburg  Leopold  Graf  v.,  k.  k.  geh.  Rath 
und  Kammerer  in  Trient 

Wopfner  Franz,  Buchhalter. 

Wurstl  Josef,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Kitzbichl. 

Wflrzer  Julius,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Bozen. 

Zacherle  Johann,  Kaufmann. 

Zallinger  Josef  v.,  k.  k.  Hofrath. 

Zelger  Josef,  Kaufmann. 

Zelinka  Carl,  Eisenbahn-Inspektor. 

Zieglauer  Johann  v.,  Biirgermeister  und  Stadtapotheker  in 
Bruneck. 

Zingerle  Anton,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 

Zingerle  Ignaz,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 


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XXXVI 

Nachtrftglich  beigetreten: 

Die  Herren: 

Miller  Andreas,  k.  k.  Scb&tz-Inspektor. 
Riccabona  Ernest  v.,  Dr.  jar.,  k.  k.  Bezirksgerichts-Adjunkt 
in  Hall. 


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Verzeichniss 

der  Institute  end  gelehrten   Gesellschaften,   mit  denen  das 
Ferdinandeum  in  Tauschverbindung  steht. 


Aarau: 

Historische  Gesellschaft  des  Kantons  Aargau. 
Agram: 

Verein  flbr  siidslavische  Geschichte. 
Altenburg: 

Gesellschaft  der  Geschichts-  nod  Alterthumsforscher. 
Amsterdam: 

Academic  Royale  des  sciences. 
Ansbach: 

Historischer  Verein  Wr  Mittelfranken. 
Augsburg: 

Historischer  Verein  von  Schwaben  und  Neuburg. 

Naturhistori8cher  Verein. 
Bamberg: 

Historischer  Verein  filr  Oberfranken. 

Naturforschende  Gesellschaft. 
Basel: 

Historische  Gesellschaft. 

Gesellschaft  filr  vaterlftndische  Alterthiimer, 

Naturforschende  Gesellschaft 
Bayreuth: 

Historischer  Verein  fur  Oberfranken. 


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xxxvm 

Berlin: 

Konigl.  Akademie  der  Wissenschaften. 
Verein  fiir  Geschichte  der  Mark  Brandenburg. 
Entomologischer  Verein. 

Botanischer  Verein  fiir  die  Provinz  Brandenburg. 
Bern: 

Eidgenossisches  Bundes-Archiv. 
Soci6t6  helvetique  des  sciences  naturelles. 
Naturforschende  Gesellschaft  in  Bern. 
Schweizerische  geologische  Commission. 
Historischer  Verein  des  Kantons  Bern. 
Allgemeine  Geschichtforschende  Gesellschaft  der  Schweiz. 
\  Bologna:  j 

Accademia  delle  scienze.  1 

/  Bonn: 

'  Verein  von  Alterthumsfreunden  im  Rheiulande. 

Naturhistorischer    Verein    der    preuss.    Rheinlande   und 
Westfalens. 
Boston:  | 

Society  of  Natural  History. 
Brandenburg  a.  H. 

Historischer  Verein. 
Bregenz: 

Das  Museum  fur  Vorarlberg. 
Bremen: 

Naturwissenschaftlicher  Verein. 
Breslau: 

Verein  fur  Geschichte  und  Alterthum  Schlesiens. 
Schlesiche  Gesellschaft  fur  vaterlandische  Kultur. 
Briinn: 

Historisch-statistische    Sektion   der   k.    k.     inahrisch- 
schles.  Gesellschaft  fiir  Ackerbau-,  Natur-  und  Lan- 
deskunde. 
Der  Werner -Verein    zur   geologischen    Durchforschung 

von  Mfthren  und  Schlesien. 
Der  hohe  m&hrische  Landesausschuss. 


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XXXIX 

Der  naturforschende  Vereio. 
Brttssel: 

Acad£mie  Royale  des  sciences  etc. 
Cairo: 

Society  Kh&liviale  de  Gfographie. 
Chemnitz: 

Verein  fftr  Chemnitzer  Geschichte. 
Cherbourg: 

Soci^ti  nationale  des  sciences  naturelles. 
Christiana: 

University  Royale  de  Norvege. 
Chur: 

Naturforschende  Gesellschaft  Graubandens. 

BtLndnerische  geschichtsforschende  Gesellschaft. 
Darmstadt: 

Historischer  Verein  far  das  Grossherzogthum  Hessen. 
Donaueschingeu: 

Verein  flbr   Geschichte   and   Natnrgeschichte   der  Baar 
and  der  angrenzenden  Landestheile. 
Dresden: 

Eais.  Leop.  Carolinische  deutsche  Akademie  der  Natur- 
forscher. 
Dfirkheim: 

Pollichia.  Naturwissenschaftlicher  Verein  der  Rheinpfalz. 
Erfnrt: 

Verein   far  die  Geschichte   and   Alterthumskande   von 
Erfurt. 
Frankfurt  a.  M. 

Verein  fttr  Geschichte  and  Alterthamskundei 

Deutsche?  and  5sterreichischer  Alpenverein. 
Fraaenfeld: 

Historischer  Verein  des  Eantons  Thurgao. 
Freiberg: 

Freiberger  Alterthumsverein. 
Freiburg  i.  d.  Schweiz: 

Soci6t6  d'Histoire  du  Canton  de  Fryboarg. 


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XL 

Freiburg  im  Breisgau: 

Gesellschaft   zur  Beforderung   der   Geschichts-,    Alter- 
thunis-  und  Volkskunde. 
Genf: 

Soci6t6  d'Histoire  et  d' Arch^ologie. 
Giessen: 

Oberhessische  Gesellschaft  fur  Natur-  und  Heilkunde. 
Glarus: 

Historischer  Verein  des  Kantous  Glarus. 
GDrlitz: 

Oberlausitzische  Gesellschaft  der  Wissenschaften. 
Graz: 

Joanneum. 

Historischer  Verein. 

Naturwissenschaftlicher  Verein  fur  Steierniark. 
Greifswald: 

Greifswalder  Abtheilung  der  Gesellschaft  fur  Pommersche 
Geschichte  und  Alterthumskunde. 
Halle: 

Thuringisch  -  sachsischer    Verein    fur    Erforschung   des 
vaterlandischen  Alterthums. 
Hamburg: 

Verein  fur  Hamburgische  Geschichte. 
Hannover: 

Historischer  Verein  fur  Niedersachsen. 

Naturhistorische  Gesellschaft. 
Herinannstadt: 

Verein  fur  siebeuburgische  Landeskunde. 

Siebenburgischer  Verein  fiir  Naturwissenschaften. 
Jena: 

Verein  fur  thurigisch-sachsische  Geschichte. 
Innsbruck: 

Naturwis8enschaftlich-medizinischer  Verein. 

Forstverein  fur  Tirol  und  Vorarlberg. 
Kassel: 

Verein  fur  bessische  Geschichts-  und  Landeskunde. 


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XLI 

Kiel: 

Schleswig-Holstein-Lauenburgische  Gesellschaft  filr  va~ 

terl&ndische  Geschichte. 

Naturwissenschaftlicher  Verein  far  Schleswig-Holstein. 
Klagenfurt: 

Historischer  Verein  ffir  K&rnten. 

Naturhistorisches  Landes-Museum. 
Kftln: 

Historischer  Verein  fftr  Niederrhein. 
Kdnigsberg: 

Kdnigliche  Physikalisch-Dkonomische  Gesellschaft. 
Laibach: 

Historischer  Verein  fur  Krain. 

Joristi8che  Gesellschaft. 
Landshut:    • 

Historischer  Verein  von  und  fftr  Niederbayern. 

Botaoischer  Verein. 
Lausanne: 

Soci6t£  d'Histoire  de  la  Suisse  Romande. 
Leiden: 

Maatschappiy  der  nederlandschen  Letterkonde. 
Linz: 

Das  Museum  Francisco-Carolinum. 

Verein  fur  Naturkunde  ffir  Oesterreich  o.  £. 
London: 

Royal  Society. 
LQbeck: 

Verein  fur  LUbeckische  Geschichte  und  Alterthumskunde. 
Luneburg: 

Altejthums- Verein. 
Luxemburg: 

La  Section  historique  de  l'lnstitut  royal  grand-ducal  de 
Luxembourg. 
Luzern: 

Historischer  Verein  der  5  Orte:  Luzern,  Uri,  Schwyz, 
UnterwaJden  und  Zug.  • 


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XLII 

Lyon: 

Acad&nie  de  sciences  eta 

Soci£t6  Linn6enne. 

Soci&£  d' Agriculture. 
Madrid: 

Academia  de  cienoias. 
Magdeburg; 

Naturwissenschaftlicher  Verein. 
Mainz: 

Verein  znr  Erforschung  der  rheinischen  Geschichte  and 
Alterthumer. 
Marienwerder: 

Historischer  Verein. 
Meiningen: 

Verein  fiir  Hennebergische  Alterthumer. 
Mergentheim: 

Historischer  Verein   fftr  das  wQrtembergische  Franken. 
Munchen: 

Kftnigl.  Akademie  der  Wissenschaften. 

Das  k.  b.  Reichsarchiv. 

Historischer  Verein  von  und  f&r  Oberbayern. 

Munchener  Alterthums-Verein. 
Mflnster: 

Verein  fQr  Geschichte  und  Alterthumskunde  Westfalens. 
Nancy: 

.  Soci&6  de  sciences. 
Neuchatel: 

Sociiti  des  sciences  naturelles. 
New-York: 

American  Geographical  and  Statistical  Society. 

U.  S.  Sanitary  Commission. 
Nflrnberg: 

Germanisches  Museum. 

Naturhistorischer  Verein. 
Offenbach: 

Verein  fttr  Naturkunde. 


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XLHI 

Osnabruck: 

Historischer  Verein. 

NaturwissenschafUicher  Verein. 
Pest: 

Magyar  tudomanys  Acad&nia. 

Die  k.  ungar.  geologische  Anstalt 
Petersburg: 

Acad&nie  des  sciences. 

Arch&ologische  Gesellschaft. 

Bibliotheque  Imp^riale  publique. 

Commission  Imp^riale  Arch6ologique. 

Jardin  Imperial  de  Botanique. 
Philadelphia: 

Academy  of  Natural  Sciences. 
Prag: 

Verein  fftr  Geschichte  der  Deutschen  in  Bfthmen. 

KSmgl.  B5hm.  Gesellschaft  der  Wissenschaften. 
Presburg: 

Verein  fQr  Natnr-  nod  Heilkande. 
Regensbnrg: 

Historischer  Verein  fQr  Oberpfalz  and  Regensbnrg. 

Zoologisch-mineralogischer  Verein. 
Reichenberg: 

Verein  der  Natnrfreunde. 
Salzburg: 

Carolina- Augusteum. 

Gesellschaft  fur  Salzbarger  Landeskunde. 
Schaffhau8en: 

Historisch-antiquarischer  Verein  des  Eantons  Schaff- 
hausen. 

Schweizeriscbe  entomologische  Gesellschaft. 
Schmalkalden: 

Verein  f&r  Hennebergische  Geschichte  und  Landeskunde. 
Schwerin: 

Verein    fttr   mecklenburgische    Geschichte    und   Alter-* 
thumskunde. 


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XLIV 

St.  Gallen: 

St.  Gallische  naturwissenschaftliche  Gesellschaft. 

Historischer  Verein. 
Stettin: 

Entomologischer  Verein. 

Stockholm: 

Kftniglich  schwedische  Akademie  der  Wissenachaften. 

Stuttgart: 

Das  kdnigliche  Staats-Archiv. 

Wiirtembergischer  Alterthumsverein. 
Tettnang-Friedrichshafen: 

Verein  fttr  Geschichte   des  Bodensee's  nnd  seiner  Um- 
gebung. 
Triest: 

Societi  Adriatica  di  Scienze  naturale. 
Ulm: 

Verein  fiir  Kunst  und  Alterthutn. 
Washington: 

Smithsonian  Institution. 

United  States  Patent  Office. 

Unite!  States  Coast  Survey. 
Wernigerode: 

Harz-Verein  fftr  Geschichte  und  Alterthumskunde. 
Wien: 

Kaiserl.  Akademie  der  'Wissenschafben. 

E.  k.  Centralkommission  zur  Erforschung  und   Erhal- 
tung  der  Baudenkmale. 

K.  k.  Geologische  Reichs-Anstait 

Der  Alterthums- Verein. 

K.  k.  Zoologisch-botanische  Gesellschaft. 

K.  k.  Geographische  Gesellschaft. 

Verein  filr  Landeskunde  von  Niederdsterreich. 

Verein  zur  Verbreitung  naturwissenschaftlicher   Kennt- 
nisse. 

Der  heraldi8che  Verein  „Adlera. 


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XLV 

Wiesbaden: 

Historischer  Verein  for  Nassau. 

Verein  f&r  Natnrkunde  io  Nassau. 
Wurzburg: 

Historischer  Verein  fflr  Unterfranken   und  Aschaffen- 
bnrg. 
Zflrich: 

Gesellschaft  far  vaterl&ndische  Alterthtimer. 

Naturforschende  Gesellschaft. 
Zwickau: 

Verein  fttr  Naturkunde. 


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I 
Geschichtliche  Abfheilung. 


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Grabsteine 


der 


St  Nikolaus-Pfarrkirche 


ZQ 


Von 


Anton  Eberle. 


Ferdinandeoms-Zeitschrift.  \ 

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Zu  den  altehrwiirdigen  Kirchen  Tirols  zahlt  man  mit 
KechtdieSt  Nikolaus-Pfarrkirche  in  Hall.  Als 
Anhaltspunkt  zu  einer  Beschreibung  der  bedeutenderen  von 
den  noch  vorhandenen  Grabsteinen  inner h alb  and  aus- 
serhalb  dieser  Kirche  genlige  es,  einige  der  wesentlichen 
Momente  der  Geschichte  dieser  Kirche  selbst  her- 
vorzuheben. 

Hall  war  schon  lang,  bevor  es  von  Herzog  Otto  III 
(1303)  zur  Stadt  erhoben  wurde,  eine  ansehnliche  Ortschaft 
mit  Salzniederlagen,  in  deren  Mitte,  anf  beherrschender  An- 
h5he  das  St.  Nikolaus-Kirchlein  sich  erhob.  Im  Jahre  1281 
am  17.  September  erliess  Bruno,  Graf  von  Kirchberg, 
Bischof  von  Brixen  einen  Ablassbrief,  worin  er  alien  denen 
Ablasse  verleiht,  welche  „zu  dem  Neubau  —  „ad  no- 
vam  structuram*  —  bei  der  Saline  unserer  Di- 
oze6e,  den  wir  zu  Ehren  der  hi.  Bekenner  und 
BischSfe  Nikolaus  und  Ingenuinund  zur  Befdr- 
derung  der  Verehrung  des  gdttlichen  Namens 
geweiht  haben,  am  Jahrestage  ihrer  Einweihung....  mit 
Andacht  zusammenstr5men  —  confluxerint."  *) 

Nachdem  anstatt  des  friiheren  hdlzernen  Thurmes  2)  im 
Jahre  1345  —  wie  Franz  Schweygers  Chronik  sagt  — 
„der  Kirchthurm  St.  Niklausen  am  ersten  erbaut  worden," 
wurde  im  Jahre  1352  das  schon  viel  zu  kleine  Eirchlein 
(Bischof  Bruno   nennt  es  eine  Kapelle)    umgebaut   und 


1)  Franz  Schweygers   Chronik  Ton  Hall,   heraasgegeben  Ton  Dr. 
Sdrinherr.    S.  13. 

*)  Seb.  Baf:  Der  Thurm  der  Pfankirche  Ton  Hall  im  „Tirolef 
Boten"  t.  J.  1867.  Nr.  287. 

1* 


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—    4    — 

erweitert.  Das  erste  der  zwei  Ghronologiken  fiber  dem 
gegenwartigen  Eingange  zum  Chor  der  Eirche  sagt: 

„HonorI  DIVI  NICoLal  DeVotI  CIVes  eXstrVXerVnt 
HaLenses."    Also  1352. 

Von  diesem  alten  Bane  diirfte  wohl  noch  ein  Theil  des 
gegenwartigen  Chores,  n&mlich  der  ostliche  und  sudliche  mit 
den  schonen  gothischen  Fenstergewandungen  herriihren. 

Als  in  der  zweiten  Halfte  des  vierzehnten  and  in  der 
ersten  des  funfeehnten  Jahrhunderts  der  Wohlstand  der 
Stadt  and  ihre  Bevolkerung  sehr  zunahmen,  und  seit  1413 
der  Pfarrer  yon  Absam  and  Hall,  nach  der  Verwustung 
von  Absam  durch  die  Baiern,  nach  Hall  gezogen  war,  stellte 
sich  eine  Erweiterung  der,  nan  zar  Pfarrkirche  gewordenen 
St  Nikolauskirche  als  unerl&ssliche  Nothwendigkeit  heraas. 
Schweygers  Ghronik  sagt  Seite  16: 

„Anno  1436  hat  man  zu  dem  gwelb  der  kirchen  sant 
Niklaas  tuffstein  bestelt,  derhalben  abzanemen  ist,  das  die 
pfarkirchen  ditzmal  grosser  and  gwaltiger  erpaut  ist  worden." 

Darch  diesen,  anter  dem  Pfarrer  Hanns  v.  Hammers- 
pach  begonnenen,  Erweiterungsbaa  kani  der  Hochaltar  der 
frtther  nor  einschiffigen  Kirche  aosser  die  Mittellinie  des 
nenen  Hauptschiffes  —  des  Mittelschiffes  —  zu  stehen. 

Die  Haaptmauer  zar  linken  Seite,  also  die  n5rdliche 
Hauptmauer,  erhob  sich  ehedem  da,  wo  nan  der  Pfeiler  der 
Kanzel  steht.  Da  aber  der  Ghor  der  Kirche  der  Haupt- 
sache  nach  seine  fruhere  Lage  beibehielt,  and  das  Schiff 
nicht  nach  Sad,  sondern  nar  nach  Nord  erweitert  and  in 
drei  Schiffe  getheilt  ward,  so  erscheint  der  Hochaltar  wie 
aus  der  Mitte  geruckt.  Aach  der  Pfarrtharm  warde  damals 
neu  aufgefuhrt.  f) 

Nan  brach  aber  iiber  Hall  ein  grosses  Ungluck  herein. 
Am  30.  Marz  1447  ward  durch  eine  furchtbare  Feuersbrunst 
die  ganze  obere   Stadt,   and  ein   grosser  Theil   der  anteren 


l)  S.  Raf:  Der  Pfarrtharm  yon  Hall  Nr.  287  wie  oben. 

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—    5    - 

zerstort.  *)  Gleich  zu  Anfang  der  Brunst  ward  der  Pfarr- 
tharra  vom  Feuer  ergriffen,2)  so  dass  er  ausbrannte,  die 
Glocken  herabfielen  and  zum  Theil  schmolzen.  Naturlich 
ward  da  auch  der  neue  Kirchenbau  sehr  besch&digt,  und 
zwei  Trager  altberahmter  Haller  Namen,  ein  G  e  t  z  n  e  r  als 
„Kirchprobsttf  nnd  ein  Fueger  als  „Baumeister",  deren 
Wappen  nachmals  Am  ChorgewSlbe  angebracht  warden, 
mochten  wohl  viel  zu  schaffen  haben,  um  den  femeren  Aus- 
bau  der  erweiterten  Kirche  zu  fordern.  Darch  diesen  grass- 
lichen  Brand,  in  dem  mehrere,  raitunter  recht  angesehene 
Burger  zu  Grunde  giengen,  wurde  der  Wohlstand  der  Stadt 
sehr  erschtittert,  so  dass  es  mit  dem  Ausbau  der  Pfarrkirche 
nur  langsam  vorwarts  gieng.  Noch  in  den  letzten  Jahren 
des  fanfzehnten  Jahrhunderts  bestimmte  Ritter  FlorianBaldauf 
v.  Waldstein  in  seiner  Kapellstiftung  einen  Theil  des  Opfer- 
stockgeldes  „zum  Ausbau  der  Pfarrkirche."3)  Be- 
zuglich  des  Thurmes  4)  schrieb  erst  im  Jahre  1478  der  Bflr- 
germeister  Paul  Heuberger  an  den  damals  beriihmten  Bau- 
meister  J5rg  Wanner  in  Munchen,  er  m5chte  einen  Plan, 
„wie  der  Thurm  zu  bauen  sei,"  einsenden,  nach  welchem 
Plane  er  dann  wirklich  gebaut  ward. 

Jedenfalls  war  aber  die stattliche  Facade  der  Kirche 
mit  ihren  vielen  Nischen  und  der  gewaltigen  Giebelmauer 
schon  vollendet,  als  der  reiche  Biirger  Hanns  Fueger 
es  unternahm  iiber  das  Thor  derselben,  das  Hauptthor  der 
Kirche,  sein  schSnes  gothisches  Portal  zu  bauen.  Unter 
dem  marmornen  Fussboden  und  alten  Grabsteinen  die  Fue- 
ger'sche  Familiengruft  bergend,  bildet  dieses  Portal  in  seiner 
unteren  Abtheilung  eine,  auf  sechs  m&chtigen  Steinpfeilern 
ruhende  Vorhalie,   und  in  seiner   oberen   Abtheilung  enth&lt 


0  Schweygers  Chronik  S.  52. 

*)  S.  Ruf,  wie  oben. 

J)  Baldanf  tcher  Stiftbrief.     Maders  Chronik  tou  Hall. 

4)  S.  Rufa  Pfarrthunn  (wie  oben.) 


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—    6    — 

es  die  Fueger'sche  Stiftkapelle.  Im  Jahre  1490  ward  dieser 
Portalbau  vollendet,  dessen  Erbauer  1503  starb.  *) 

Da  durch  die  Erweiterung  der  Pfarfkirche,  d.  h.  durch 
die  Hinausruckung  der  nSrdlichen  Kirchenmauer  and  durch 
den  Bau  des  Portals  der  a  1 1  e ,  die  Kirche  rings  uragebende 
Friedhof  an  Raum  bedentend  verlor,  kaufte  man  von 
einem  Burger  Namens  Oelkopf, 2)  Grund  und  Garten  znr 
Errichtnng  eines  neuen  Friedhofes,  welcher  laut  der 
iiber  seinem  Eingangsthore  befindlichen  Jahrzahl  im  Jahre 
1495  eroffnet  ward.  *)  Demungeachtet  warden  auf  dem  alten 
Friedhofe  noch  viele  Beerdigungen  vorgenommen. 

Hatte  im  15.  Jahrhunderte  das  Feuer  der  St  Nikolaus- 
Pfarrkirche  arg  zugesetzt,  so  erwuchs  ihr  im  16.  und  17. 
Jahrhunderte  ein  noch  unheimlicherer  Feind  in  den  da- 
mals  sehr  zahlreichen  Erdbeben.  Franz  Schweygers  Chronik 
verzeichnet  „erschr5ckliche  erdtpiden"  von  den 
Jahren  1566,  1572,  1595,  1662  und  1670.  Sehr  gefehr- 
lich  und  der  Kirche  schadlich  waren  die  Erdbeben  von  den 
Jahren  1572,  nach  welchem  der  Thurm  stark  verschleudert 
werden  musste,  und  1595,  nach  dem  man  sich  lang  nicht 
mehr  getraute  die  grosse  Glocke  zu  lauten.  Durch  die  Er- 
schiitterung  war  der  Thurmknopf  so  locker  geworden,  dass 
er  abgenommen  und  ein  neuer  aufgesetzt  werden  musste  mit 
Einschluss  einer  Pergamentrolle,  welche  die  Namen  der  da- 
maligen  vier  Biirgermeister,  der  vier  Raiter  (Rechner),  der 
vier  Kfimmerer,  des  Stadtschreibers  und  der  Werkleute 
enthielt  4) 

Das  entsetzlichste  und  der  Pfarrkirche  gefahrlichste 
Erdbeben  war  das  von  1670,  welches  mit  geringen  Unter- 
brechungen  bis  in's  folgende  Jahr  dauerte.  Am  17.  Juli  urn 
2  Uhr  in  der  Nacht  brach  es  mit  solcher  Hefligkeit  Ios, 
dass  der   Pfarrthurm    schon   beim   dritten   Stosse   bis    zum 


*)  Franz  Schweygers  Chronik  yon  Hall  S.  17. 

*)  Maders  Chronik  Ton  Hall. 

s)  Vergl.  die  historische  Bemerkung  zu  Grabstein  Nr.  8. 

4)  S.  Ruf  s  obiger  Aufeatz  Nr.  288. 


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—    7     — 

Glockenstuhl  herab  in  Trtiinmer  sturzte  and  die  Sakristei 
nebst  einem  Theile  des  Kirchengewolbes  einschlug.  *)  Bekannt- 
lich  gieng  von  den  Thurrawachtern  der  eine  zu  Grande,  w&h- 
rend  der  anderere  rait  grSsster  Lebensgefahr  sich  rettete. 
In  dem  Thurmknopfe  fand  man  die  oben  erwahnte  Auf- 
schreibung.  Anstatt  des  frfiheren  gothischen  Thurmes  ward 
dann  die  eingesturzte  obere  H&lfte  durch  einen  Kuppelbaa 
ersetzt,  das  Schadhafte  am  KirchengewSlbe  ausgebessert, 
and  dasselbe  durchgehends  mit  Eisenschleudern  versichert. 

Waren  in  den  vergangenen  Jahrhunderten  die  elemen- 
taren  Machte,  Feuer  und  Erdbeben  Feinde  der  St.  Nikolaus- 
Pfarrkirche  gewesen,  so  ward  ihr  iin  18.  Jahrhunderte  der 
Mensch  selbst  mitseinem  verderbten  Geschmacke 
ein  noch  schlimmerer  Feind.    Als  im  vergangenen  Jahrhun- 
derte die  Geschmacklosigkeit  des  Zopfstiles  ihren  siegreichen 
Uinzog  in  Europa  hielt,  mussten  vielfaltig  die  schonsten  go- 
thischen Kirchen  darunter  leiden.     Auch   die   Haller   Pfarr- 
kirche  ward  nicht  verschont.    Nachdem  schon  im  17.  Jahr- 
hunderte gegen  den  altdeutschen  Sril  der  Kirche  gesundiget 
worden  war,  da  man  1657  einen  Hochaltar  rflmischen  Stiles 
in  den.Chor  der  Kirche  stellte,  dem  dann  Seitenalt&re  glei- 
chen  Stiles  folgten ;  da  man  ferners  nach  dem  grossen  Erd- 
beben von  1670  dem   festen    Unterbau   des   Thurmes,  statt 
der  gothischen  Spitze,  Kuppeln,  bekanntlich  der  Geschmack 
der  damals    auch   in  Hall    aJlmSchtigen    Jesuiten,    aufsetzte, 
ward  in  der   Mitte   des   vorigen   Jahrhunderts    systematisch 
an*s  Werk  der  Verzopfung  der  Kirche  gegangen.  Unterdem 
Pfarrer  Josef  Christoph  Lechthaler  (von  1746 — 1759 
Pfarrer  in  Hall)  wurden,    urn   bemalbare   Plafondflachen  zu 
gewinnen,  die  gothischen  Rippen  und  Verzierungen  des  Ge- 
wdlbes  herabgeschlagen ,   Alles  mdglichst  verflacht  und  vom 
Maler  Josef  Adam  M51ck,  dessen  Name  mit  der  Jahr- 
zahl  1752  am  Mittelplafond  rechts  unterhalb  dem  sogenann- 
ten  hi.  Geistloche  zu  lesen  ist,  mitBildern  aus  der  Legende 


*)  Maden  Chronik  nach  den  AufteichnuBgen  der  Jetuiten. 


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—    8    — 

des  Bischofs  Nikolaus  bemalt  Denselben  entspricht  der 
Dekorationsstil  der  Bildereinrahmung,  der  Kapitfiler  and  der 
Beklechsung  der  Pfeiler  init  bunten  Farben.  Die  Zeit  der 
Vollendung  dieser,  damals  fQr  Fortschritt  gehaltenen  Bar- 
barei,  gibt  das  zweite  Chronologiknm  fiber  dem  Eingange 
zona  Chore  an.  Auf  das  oben  erwahnte,  die  Jalireszahl 
1352  bildende  Chronologiknm  sich  beziehend,  heisst  es: 

QVos  seCVtl  aVItae  pletatls 

aeMVLI  artlflCIoso  hoC 

peSICELLo  eXornarl 

CVraVerVnt  HaLenses  posterl. 
mithin  das  Jahr  1757. 

In  diesem  verrestaurirten  Znstande  befindet  sich  der 
Hauptsacbe  nach  der  hohe  stattliche  Ban  noch  hentzntage. 
Im  Jahre  1829  wnrde  der  Hochaltar  renovirt  Dasselbe 
geschah  in  den  folgenden  Jahren  anch  an  den  Seitenaltaren. 
Im  Jahre  1841  ward  unter  dem  Pfarrer  Amberg  der 
neue  Friedhof  erweitert  nnd  dabei  leider!  das  schdne 
gothische  Veitskirchlein,  das  allerdings  bauf&llig  war,  abge- 
brochen.  Als  im  Jahre  1851  nnter  dem  Pfarrer  Weber  znr 
Vorbereitnng  auf  die  Sakularfeier  der  Baldanfschen  Stiflung 
die  Anssenw&nde  der  Pfarrkirche  ansgebessert  and  getuncht 
warden,  entfernte  man  yon  den  Wanden  —  abermals 
leider!  —  alle  noch  ilbrigen  Grabsteine  bis  auf  den 
Speckbacher'sohen  am,  wie  man  sagte,  das  Gresimse  des 
Sockels  der  Kirche  wieder  herznstellen.  Manche  die- 
ser Grabsteine  versetzte  man  unter  die  Arkade  vor  dem, 
n5rdlich  der  Pfarrkirche  befindlichen,  Josef skirchlein ;  viele 
aber  warden  verschleppt  and  als  Bausteine,  mit  verkehrter 
Front  als  Stiegenstufen  and  Pflastersteine  (!)  verwendet.  So 
kdmmt  es,  dass  von  altberiihmten  Familien  aos  der  Bluthe- 
zeit  der  Stadt  Hall,  z.  B.  der  Getzner,  der  Heuberger,  der 
Gienger,  Plafaes,  Gersperger,  Fuxmagen,  Aichhorn,  Ham- 
merspach  a.  s.  w.  keine  Grabsteine  mehr  zu  finden  sind. 
„Quod  non  fecerant  barbari,  fecerant  Barbarini.a  Von  den 
Giengern  ist   nor  noch    ein   grosses  Votivbild,    die  Taofe 


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—    9     — 

• 

Ghristi  durch  Johannes,  wie  auch  ein  noch  grosseres  von 
den  Fuegern,  das  jiingste  Gericht  mit  den  sieben  leiblichen 
Werken  der  Barmherzigkeit  darstellend,  im  Chore  der  Kirche, 
nOrdlich  vom  Hochaltare,  vorhanden. 

Im  Jahre  1867  wnrde  in  der  Pfarrkirche  unter  dem 
Pfarrer  Alois  Lechthaler  ein  oeuer  marmorner  Fussboden 
gelegt,  welcher  einige  Grabsteine  verdrangte.  Ein  Grabmal 
aus  Messing,  das  des  Pfarrers  Josef  v.  Walpach,  wurde  an 
die  innere  sudliche  Seitenwand  versetzt. 

Gegenw&rtig  wartet  die,  trotz  aller  Unbild  der  Zeiten 
und  Menschen  noch  immer  sehr  ehrwdrdige  St.  Nikolaus- 
Pfarrkirche  auf  einen  neoen  Hot,  da  ihr  der  alte  —  das 
Dach  des  Chores,  der  drei  Schiffe  and  des  Portals  —  durch 
den  Brand  am  17.  Mai  1875  abhanden  gekommen.  Gliick- 
licher  Weise  haben  die  vortrefflichen  Gew5lbe,  das  Ziegel- 
gewSlbe  des  Chores  und  das  Tuffsteingewdlbe  der  Schiffe, 
wozn,  wie  wir  sahen,  der  Tuffstein  schon  1436  bestelltwor- 
den,  den  Brand  vom  Innern  der  Kirche  abgehalten. 

Mdchte  diesem  stattlichen  Gebaude  einmal  ein  Wohl- 
thater  erstehen,  der  es  wieder  in  seiner  alten  gothischen 
Gestalt  herstellte! 

Die  merkwurdigsten  Grabsteine,  die  sich  theils 
in  dieser  Pfarrkirche  theils  an  und  vor  derselben,  unter 
dem  Fueger*schen  Portale,  und  in  ihrer  nfcchsten  N&he, 
unter  der  Arkade  vor  dem  St.  Josefskirchlein,  befin- 
den,   sind  in  chronologischer  Reihe  folgende. 

1.  Nikolaus  Yegler  a.  1400. 

Im  sfidlichen  Schiffe  der  Kirche,  zunftchst  dem  soge- 
nannteci  Kindlaltar  befindet  sich,  der  LUnge  nach  in  die 
Kirchenmauer  eingelassen,  ein  sehr  grosser  rother  Marmor- 
stein  mit  Wappen  und  Inschrift,  der  Grabstein  des  Niko- 
laus Vegler.  Das  eigentliche  Wappenschild,  an  der  Fuss- 
seite  des  Steines,  ist  ziemlich  roh  gemeisselt,  und  zeigt  zwei 
Liilien,  aus  grosser  Lilienzwiebel  und  Wurzel  spriessend. 
Darflber   Jst  k    aehr  grossem   Massstabe  ein  Helm  darge- 


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—     10    — 

stellt  id  it   beiderseitigen    Schirmbandern   und   einem  grossen 
Helraschmucke  von  Straussfedern. 

Dieses  Wappen  fullt  die  Hauptfl&che  des  grossen  Steines. 
Rechts  un#  links  voin  Helme  sieht  man  noch  zwei  kleinere 
Schilde  ohne  Inhale  der  vielleicht  derselbe  war,  wie  auf  dem 
grossen  Wappenschilde,  und  wohl  dadurch  zerst5rt  wurde, 
dass  der  Stein  in  frfiheren  Zeiten  im  Fussboden  horizontal 
liegend,  der  Unbild  von  Fusstritten  zu  sehr  ausgesetzt  war. 

An  der  Kopfseite  des  Steines  liest  man  in  gothischen 
Buchstaben  : 

Schmalseite  oben:  Nikolaus   Vegler  ob  (lit) 
Langseite  rechts:    anno  dni  (domini)  M9  CCCC  (1400) 

Ausserdem  erscheint  keine  Schrift. 

Eine  Schwester  des  Friedrich  von  Berneck  zu  Baum- 
kirchen,  Anna  von  Berneck  verehelichte  sich  im  Jahre 
1370  mit  Nikolaus  Vogler  v.  Hauzenheim,  (dem  alten  Edel- 
sitze  oberhalb  der  Volderer  Brucke).  Es  war  das  der  Niko- 
laus Vegler  des  vorliegenden  Grabsteines,  welcher  nebst 
Hauzenheim  und  Melans  auch  eioen  Thurm  in  Wattens  be- 
sass  und  seioem  Schwager  Friedrich  v.  Berneck  im  Jahre 
13S6  seiueu  Thurm  in  Baumkirchen  abkaufte.  Im  Jahre 
1392  erhielt  er  auch  Taur  gegen  einen  jahrlichen  Zins  von 
180  Mark  Bernern  (360  fl.)  auf  fuaf  Jahre  in  Pacht,  *) 

Diese  Vegler  waren  ein  altes  Geschlecht,  aus  dem 
schon  im  Jahre  1280  Eberhard  Vegler  von  Friedberg 
Salzmair  in  Melans,  und  a.  1315  zwei  andere,  Konrad 
und  Niklas  Vegler,  Salzmaire  in  Hall  waren.  Sie  waren 
lang  Besitzer  des  alten  Schlosses  Melans  bei  Absam  und 
starben  im  Jahre  1509  aus,  worauf  Melans  in  den  Besitz 
der  Fueger  ubergieng. 

2.  Hanns  Ffieger  a.  1409. 

Am  Eingange  der  Arkade  vor  dem  Josefi  -  Kirchlein 
steht  ein  grosser,  l&oglich  viereckiger,  nach   seiner  Hohe  an 


J)  Seb.  Ruf :  „Die  alten  Edelsitze  in  Baumkirchen.'1  Histor.  Archir 
der  Geschichte  TiroU.  S.  113. 


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—  11  — 

die  Mauer  gelehnter  rothlicher  Marmorstein,  nrit  Wappen 
end  gothischer  Schrift  geziert,  der  Grabstein  des  Hanns 
Fueger  des  Aelteren.  Deter  gothischer  Spitzbogen- 
Verzierung  sieht  man  unterhalb  ein  Wappenschild  mit 
doppeltem  dreiblatte rigem  Kleeblatte  sammt 
Warzel  und  dariiber  einen  Helm  mit  reicher  Helmzier,  be- 
stehend  in  Schirmbandern,  Krone  und  Straussfedern  nebst 
einem  aus  der  Krone  emporragenden  dreiblatterigen  Klee- 
blatte. Rings  an  den  Schmal-  and  Langseiten  des  Steines 
liesst  man: 

Schmalseite  oben:  Anno  Domni 
Langseite  rechts:   MCCCCIX    (1409)    Jar  starb  Harms 

Fiieg:  der  JElter  an  sand  Pagrazn  (Pan- 

krazen) 
Schmalseite  unten:  abet  (abend)   un  (and)  sein 
Langseite    links :    Hausfraw  starb  ein  Jar  un  vir 

Tag  vor  im,  den  Got  genad. 
Dieser  Grabstein  befand  sich  urspriinglich  an  der  siid- 
lichen  Aussenseite  der  Pfarrkirche,  denn  das  von  Hanns 
Fueger  dem  Jungeren  erbaute  Portal  sammt  der 
Faeger'schen  Gruft  bestand  damals  noch  nicht  Dasselbe 
ward  erst  im  Jahre  1490  vollendet. 


3.  Nikolaus  Yollenhals  a.  1439. 

In  der  Kirche,  in  nachster  Nahe  des  Taufsteines  findet 
sich  in  den  Fussboden  eingelassen  ein  rother  Marmorstein 
mit  einem  schief  stehenden  Wappenschilde,  auf  dem 
ein  Fohlenkopf  —  Kopf  und  Hals  eines  Fiillen  —  darge- 
stellt  ist.  Dieses  Wappenschild  ist  eingefasst  mit  einer 
kreuzftrmigen  Verzierung,  deren  oberster  Theil  sich  in  einem 
nach  aufwarts  strebenden  schlank  gemeisselten  Kreuze 
fortsetzt. 

Rings  an  den  Randern  ist  in  gothischen  Buchstaben 
zu  lesen: 


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—     12    — 

Langseite    licks:    Ano  Dm,  MCCCGXXX1X  feria  sexto 

cm  (U)   Urbam 
Schmalseite  oben:  obyt  Nikolaus  Vollm- 
Langseite  rechts:   hah, 

Dieser,  in  der  Chronik  von  Franz  Schweyger  mit  jjNi- 
klas  Vollnhals"  bezeichnete  Mann,  war  ein  angesehener 
Burger  der  Stadt  Hall.  Nach  dem  Verzeichnisse  des  Bur- 
gerrathes  in  Schweygers  Chronik  erscheint  er  im  Zeitraume 
von  1420  bis  1436  elfmal  als  Mitglied  des  Gemeinde- 
rathes. 

Dieselbe  Chronik  yon  Hall  erzahlt  auf  Seite  31  Fol- 
gendes:  „Anno  1428  ist  herzog  Fridrich  (nachmals  romi- 
scher  Kaiser  1440)  und  herzog  Albrecht,  sein  brueder  ped 
herzog  Ernst  sun,  in  diesem  Jar  gen  Hall  and  in's  land 
kumen.  Hat  man  yon  der  stat  Hall  geert  and  geschenkt  100 
rheinisch  galden  in  golt,  aach  lebendig  visch  15  pfund  u.  s.  w. 
hat  ein  parger,  genant  Volnhals,  geben  per  16  dukatn 
and  15  pfiind  perner  visch.* 

4.  Hanns  Soewer.  a.  1439. 

Gegenuber  den  so  eben  beschriebenen  Grabmal,  im 
nordlichen  Schiffe  der  Kirche,  neben  einem  grossen  rothmar- 
raornen  Weihwasserbecken  befindet  sich  im  Fassboden  ein 
Grabstein  von  lichtrothem  Marmor,  auf  welchem  unterhalb 
ein  Wappenschild,  das  ein  Winkelmass  zeigt,  zu  sehen  ist 
Daruber  ist  ein  schSnes  schlankes  Krenz  gemeisselt,  and  an 
den  Randern  des  Steines  sieht  man  Ziffern  and  Bachstaben, 
die  sehr  ab-  and  aasgetreten  sind. 
Langseite  rechts:   (1439)Ngekchalkm(Enge]achaiks)Hau8- 

fraw 
Schmalseite  unten :  (vanus)    wahrscheinlich :    Hanns    Seoer 

(Sewer) 
Langseite    links:    Stammek  (er) 

In  Franz  Schweygers  Chronik  (S.  58)  erscheint  im  Jahre 
1451  ein  Hanns  Soewer  als  Mitglied  des  Gemeinde- 
rathes  von  Hall. 


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—    13    — 
5.  Christoph  Bitter  v.  Sigwein.  a.  1478. 

Es  folgt  nan  chronologisch  ein  grosser  schflner  Grab- 
stein  aus  dunkelrothem  Marmor  in  der  Arkade  vor  dem 
Josefskirchlein,  aufrecht  in  die  Mauer  eingelassen.  Unter 
gothischer  Spitzbogen  -  Verzierung  steht  ein  geharnischter 
Ritter  in  voller  Waffenrfistung,  in  der  rechten  Hand  eine 
Lanze  haltend,  die  linke  an  das  Schwert  gelegt,  mit  Spitz- 
schuhen  und  Spornen,  in  gerader,  strammer,  etwas  vorschrei- 
tender  Haltung. 

Zu  Fiis8en  dieser  Figur,  rechts,  sieht  man  ein  Wap- 
penschild,  auf  dem  eine  Sturmhaube  mit  durchgezogenem 
Starmbande  abgebildet  ist  Links  ein  Helm  mit  vollem 
Schmucke,  Schirmbandern,  Krone,  breiter  Federzier  and 
mitten  darin  wieder  die  Sturmhaube.  Dies  Alles  ist  schon 
gemeisselt;  noch  schdner  aber  ist  die  Schrift  auf  den  vier 
RSndern,  die  an  den  Ecken  mit  kleinen  Schilden  geschmiickt 
sind. 

Von  diesen  Schilden  zeigt  der  in  der  oberen  Ecke  links 
einen  Pfeil  in  ein  Viereck  eingelassen;  in  der  oberen  Ecke 
rechts  den  Oberkorper  eines  springenden  Gemsbockes.  Das 
Schild  unten  links  zeigt  eine  Blume,  aus  der  drei  Pfeile 
kommen;  das  rechts  einen  horizontalen  Balken  in  freiem 
Felde. 

Man  liest  auf  der 
Schmalseite  oben:  Anno  Domini 
Langseite  rechts:  MCCCC  78  starb  Christoph  Sigwein 
Schmalseite  unten:  und  sein  Sun 
Langseite    links:  Oeorg  Sigwein  Pfieger  zu  Kaltern. 

Diese  Schrift  in  3  Zoll  hohen  gothischen  Buchstaben 
ist  so  vorzuglich,  ja  musterhaft  gearbeitet,  dass  der  Dom- 
baumeister  Schmied  in  Wien,  welcher  1874  mit  seinen 
SchuJern  in  Hall  war,  denselben  befahl,  die  ganze  Schrift 
genau  nachzuzeichnen. 

Dieser  Grabstein  w&re  geeignet  fotografirt  oder  wenig- 
stens  gut  gezeichnet  zu  werden. 


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—    14    — 

Was  das  Geschlecht  der  Sigweine  betrifft,  war  das- 
selbe  ein  altes,  sehr  geachtetes,  dessen  Mitglieder  im  14. 
und  15.  Jahrhunderte  fortwahrend  als  Mitglieder  des  Stadt- 
rathes,  als  Biirgermeister,  als  Stadtrichter  and  auswarts  als 
Pfleger  erscheinen;  z.  B.  war  Christopf  Sigwein  von  1441 
bis  1445  j&hrlich  Biirgermeister;  von  1449—1452  Stadt- 
richter in  Hall. 

6.  Niklas  Fiieger  a.  1494. 

Nebem  deni  Hauptthore  der  Pfarrkirche,  rechts  and  links 
unter  dem  Fueger'schen  Portale  stehen  zwei  schlanke  Saulen 
mit  Figuren,  Wappen  und  Aufschriften  geziert.  Auf  der 
S&ule  links  vom  Thore  steht  eine  ziemlich  roh  gearbei- 
tete  Figur  Christi,  darunter  das  Fueger'sche  Wappen  mit 
den  Kleeblattern  im  1.  und  4.  und  einem  springenden  Gems- 
bock  im  2.  und  3.  Felde,  unter  welcbem,  wie  auf  einer  an- 
gehefteten  Schriftrolle,  die  schOn  gothisch  gemeisselten  Worte 
stehen : 

O  Herr  Jesu  Christe 
erbarm  Dich  NiMas  Fuegers 
wnd  aller  gelaubigen  selm,  amen. 
In    den    friiheren    Fiieger'schen    Wappenschilden    sehen 
wir  nur  die  2  dreiblatterigen  Kleeblattstengel.     Von  nun  an 
verbindet  sich  damit  der  (Jemsbock.     Im  Jahre  1440  starb 
namiich  Peter  Grantner,  Kammerer  in  Taur,  der  letzte 
seines  Stammes.     Der  Grantnerhof  ging  dann  fiber  auf  seine 
einzige  Tochter  Barbara,  verehelicht  mit  Hanns  FUe- 
ger  in  Hall.     Die  Fiieger   erhielten  nun  die  Bewillignng  in 
ihrem  Wappen,  welches  das  doppelte  dreiblattrige  Kleeblatt 
enthielt,  auch  das  Wappen  der  Grantner,  einen   schwar- 
zen  Gemsbock  im  weissen  Felde  fdhren  zu  diirfen.   (S. 
Rufs  Schloss  Taur.     Im  Boten  1876.) 

Auf  der  Saule  rechts  steht  Maria  mit  dem  Christ- 
kindlein,  darunter  ein  leeres  Wappenschild,  unter  dem,  wie 
an  der  Saule  links,  die  Worte  stehen: 


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—    15    — 

O  atterrcUn8te  mueter  Maria  erbirb  gnad  Niklas 
Filegers  sel  u.  alien  gelaubigen  sebb  amen. 

94  =  (1494) 
Dieser  Niklas  Fueger  war  einer  der  ffinf  BrUder  des 
Hanns  Fueger,  des  Stifters  und  Erbauers  der  Fueger 'schen 
Emporkirche  (Kapelle)  sammt  dem  schonen  Portale,  das 
zugleich  zur  Orabstdlte  der  Fueger'schen  Familie  bestimmt 
worde.  Niklas  Fueger,  zuerst  Rath ,  dann  lange  Jahre  Bur- 
germeister  von  Hall,  starb  nach  Schweigers  Chronik  Seite  18 
im  Jahre  1495,  Hess  also  obige  zwei  Saulen  ein  Jahr  vor 
seinem  Tode  errichteo. 

7.  Pantaleon  Prager.  a.  1504. 

In  der  Arkade  vor  dem  Josefskirchlein,  anstossend  an 
den  unter  Nr.  2  beschriebenen  Fieger'schen  Grabstein  ist  in 
die  Mauer  ein  rother  Grabstein  mittlerer  Grosse  aufrecht 
eingelassen,  an  dem  oberhalb  eine  Schrift  in  Zeilen,  darunter 
ein  Wappen  angebracht  ist. 

Auf  einem  schiefgestellten  Wappenschilde  sieht 
man  ein  vierfussiges  Thier  —  einen  (Affen)  (?)  —  mit  einem 
Ringe  um  den  Hals,  an  welchem  Ringe  eine  Eette  hangt, 
die  das  Thier  mit  dem  am  andern  Ende  der  Kette  befindlichen 
Ringe  irgendwo  auf-  oder  aushangen  zu  wollen  scheint 
Ueber  dem  Wappenschilde  erscheint  ein  Helm  mit  schonem 
Helmschmacke,  in  dem  das  eben  beschriebene  Wappenthier 
in  gleicher  Form  abermals  angebiacht  ist  Die  Deber- 
schrift  lautet: 

Bier  ligt  Panthaleon  Herrn  lasla  (Ladislaus)  Pro- 
gers  JGrbmarschalks  in  Kernten  sun  der  im  ersten  Jar 
nach  seiner  Geburt  ist  gestorben  am  dritten  Tug  des  Mo- 
nates  Septembris  im  JTVC  (filnfzehmhundert)  und  vierten 
Jwr. 

Wie  kam  dieser  zur  Zeit  des  Landesfursten  Maxmilian  I. 
nach  Hall  in  Tirol? 


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—    16    — 
8.  Bernhardt  Beham  der  Aeltere.  a.  1507. 

In  nachster  Nahe  des  so  eben  beschriebenen  Steines 
befindet  sich  ein  nach  seiner  Lange  bearbeiteter  grosser 
rother  Marmorstein,  nahe  dem  Fussboden  in  die  Mauer  ein- 
gelassen. 

Auf  demselben  ist  ein  menschlioher,  in  voller  Verwe- 
sang  befindlicher  Leichnam  liegend  dargestellt.  Ueber  dem 
Leichnam  sieht  man  ein  raehrfach  geschlangenes  Schriftband 
mit  dem  lateinischen  Hexameter  in  grossen  nnd  schonen 
Lateinbuchstaben : 

Foe  bene  dum  vivis  sequitur  sua  farna  sepulto  (um?) 
(Handle  gat  so  lang  Dn  lebst;  dem  Begrabenen  folgt  sein 
Rnf.) 

Mitten  iiber  dem  Schriftbande  sieht  man  einen  geschlos- 
senen  Helm  mit  Federschmuck.  Die  vier  Render  des  Steioes 
sind  mit  der  Moonmentalschrift  in  schBnen  gothischen  Buch- 
staben  bedeckt  and  diese  lantet: 
UntereSchmalseiteiD^r  Me  leid  (liegt)  iz  (ist) 

,       T  .       Der  JSrber  (ehrbare)  und  Fro  (fromme) 

Bernhardt  Beham  der  Elder  M6. 
Obere  Schmalseite:  Kay.  Mt  (rom.  kais.  Majestat)  Minz 

n    -       ..  ,A      maister  starb  den  cundert  Tag  Septem- 

Rechte  Langsate:  ^  ^  ^ 

In  den  vier  Ecken  der  Schriftr&nder  sieht  man  ober- 
halb  links  and  rechts  je  einen  schon  gemeisselten  springen- 
den  Steinbock,  nnd  nnterhalb  je  ein  Wappenschild,  gleich- 
falls  mit  dem  springenden  Steiobocke  im  Felde.  Der  Rand 
der  nnteren  Langseite  ist  in  der  Mitte  ebenfalls  von  einem 
kleinen  Wappenschilde,  einen  Schn5rkel  enthaltend,  anter- 
brochen. 

In  der  Reihenfolge  der  Miinzmeister  an  dem  von 
Erzherzog  Sigmnnd  dem  Munzreichen  in  Hall  errichteten 
Munzwerke  war  dieser  Bernard  Beham  der  zweite,  ein 
sehr  angesehener  Mann,  dessen  zwei  S5hne  Bernard  and 
Hanns  Beham   das   St.   Yeitskirchlein   im   neuen   Friedhofe 


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-    17    - 

bauten,  1516,  erne  Perle  gothischer  Baukunst,  das  leider 
1841  wegen  Baufalligkeit  abgebrochen  wnrde.  Der  altere 
Sohn  Bernard  war  zuerst  Mtinzmeister  in  Hall,  ward  nach- 
mals  Kammergraf  bei  Konig  Ludwig  in  Ungarn  nnd  starb 
1547  zu  Lengenfelden  in  Oesterreich,  in  seiner  Herrschaft, 
wo  er  anch  begraben  wurde. 


9.  Sebastian  FBeger.  a.  1515. 

Unter  dem  Fueger'schen  Portale,  das  von  Hanns  Fiieger, 
einem  reichen  Burger  von  Hall  als  Familiengrufb  erbatit  und 
ira  Jahre  1490  vollendet  ward,  befinden  sich  im  Fnssboden 
eiDgelassen  zwei  Grabsteine,  von  denen  der  links  befindliche 
ans  lichtrothem  Marmor  ein  Bild  der  Verwesung  darstellt. 
Auf  einem  ausgebreiteten  Leichentuche  liegt,  theilweise  mit 
dem  Tuche  bedeckt,  die  abgezehrte  Gestalt  eines  Mannes, 
nmgeben  mit  den  Sinnbildern  des  Todes,  links  einem  Tod- 
tenkopf,  rechts  einer  Krote  nnd  einem  Wurme.  Zu  Fflssen 
sieht  man  zwei  Wappenschilde,  aber  so  abgetreten ,  dass 
man  nicht  eine  Spur  von  bildlicher  Darstellung  darauf  ent- 
decken  kann.  Ohne  Zweifel  trugen  sie  das  Fieger'sche  drei- 
blatterige  Kleeblatt  mit  dem  Grantner'schen  Gemsbock. 

Auf  der  oberen   Schmal-   und  rechten   Langseite   liest 
man  Folgendes: 

(anno  Dmn>)  (15)  15  Jar 
am  St  Cumgu(n)d  ve.rschid 
Seba8tianu8  Fyger  dem 
Got  Gnad  sei.    Amen. 
Dieser  Sebastian    Fiieger   war   ein   Sohn  jenes   Niklas 
Fiieger,  dessen  Denksaulen  oben  sub  Nr.  6  beschrieben  sind. 
Er  erscheint  in  Schweygers  Chronik  (Seite  68  und  69)  als 
Mitglied  des  Stadtrathes   und  zweimal  —  1501  und  1504 
—     als    Burgermeister    von    Hall.     (Schweygers     Chronik 
Seite  74.) 

FerdinaDdeums-Zeitschrift.  2 


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—    18    — 

10.  Georgius  Ffieger.  a.  1562. 

Der  andere  dieser  zwei  Grabsteine  liegt  rechts  imFuss- 
boden,  ein  grosser  weisser  Marmorstein  in  zwei  Abthei- 
1  a  n  g  e  n ,  wovon  die  obere,  ungleich  grossere,  den  figuralen 
Schmuck,  die  untere  die  Inschrift  enthalt. 

In  der  oberen  Abtheilung  erscheint  ein  Ritter  in 
voller  Waffenriistung,  die  linke  Hand  an's  Schwert  gelegt, 
mit  der  rechten  ein  Szepter  gegen  die  Hufte  stemmend.  Das 
Ganze  in  starkerhabener  Arbeit  ist  in  einigen  Theilen  verletzt, 
namentlich  am  linken  Fuss,  am  Schwert  and  am  Kopfe. 
Links  vom  Kopfe  sieht  man  einen  Schmuck  wallender  Strauss- 
federn  and  rechts  zwei  Helme,  der  eine  mit  dem  Fiieger'schen 
Kleeblatte,  der  andere  mit  dem  springenden  Gemsbock  (sieh* 
oben  Nr.  6)  geziert.  Zu  Fiissen  befinden  sich  rechts  und 
links  Wappenschilde.  Das  links  ist  geviertet;  im  ersten 
and  vierten  Felde  mit  dem  doppelten  dreiblatterigen  Klee- 
blatte; im  zweiten  und  dritten  Felde  mit  dem  springenden 
Gemsbock  bedeckt.  Das  rechts,  auch  geviertet,  zeigt  im  ersten 
und  vierten  Felde  ein  springendes  Pferd,  im  zweiten  und  dritten 
zwei  aufrechtstehende  Baumchen. 

Die  untere  Abtheilung  dieses  Grabsteines  enthalt 
folgende  Inschrift: 

Gteorgivs  Fueger  jwiior,  D&  Ferd.  Caesaris  Consi- 
liarius,  et  Salinarum  gubernator,  praefectus  in  Umst  et 
in  Thaw,  piis  parentibus,  sibi,  uooori,  totique  stematis  std 
familiae  (hoc)  majorum  suorum  monimentum  (marmore) 
(eco)8tructum  renovari  curavit.  ObUt(in)  Christo  Anni . . . . 
die....  mends 

Diese  Arbeit  ward  fertig  bei  Lebzeiten  des  Georg  Fue- 
ger, daher  keine  Jahrzahl  und  kein  Monatsdatum  angebracht 
ist.  Nach  seinem  Tode  vergass  man  darauf  es  zu  than. 
Nach  dem  Fiieger'schen  Stammbaum  in  Schweygers  Ghronik 
(Seite  18)  starb  ein  Georg  Fileger  im  Jahre  1558;  nach 
Maders  Chronik  starb  dieser  Georg  Fueger  des  Grabstei- 
nes 1562.  Derselbe  war  ohne  Zweifel  der  Sohn  des  erste- 
ren,  von  Schweyger  mit  dem   Todesjahre  bezeichneten,  Und 


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—    19    — 

erscheiot  auch  im  Schweyger'schen  Stamrabaume  der  Fneger, 
aber  ohne  Angabe  des  Todesjahres.  In  der  Liste  der  Salz- 
maire  nach  Maders  Chronik  erscheint  ein  Georg  Fueger  „der 
Jungere"  als  Salzmair  mit  der  Jahrzahl  1553  und  wieder 
mit  der  Jahrzahl  1569.  (?) 

11.  Hanns  v.  Schneeburg  a.  1562. 

In  der  Arkade  vor  dem  Josefskirchlein  sieht  man  in 
die  Maner  eingelassen  einen  schonen  nach  seiner  Lange  ge- 
arbeiteten  Grabstein  von  rothem  Marmor,  der  von  4  Saulen 
io  drei  Felder  getheilt,  im  Mittelfelde  das  Wappen  und  in 
den  zwei  Seitenfeldern  die  Schrift  tragt 

Das  grosse  Wappenschild  im  Mittelfelde  ist  geviertet 
und  zeigt  im  ersten  nnd  vierten  Felde  eine  Sturmhanbe  mit 
durchgezogenem  Stnrmbande;  im  zweiten  and  dritten  Felde 
je  drei  Lilien. 

Ueber  dem  Wappenschilde  stehen  zwei  Helme.  Den 
links  deckt  die  erwahnte  Sturmhanbe,  deren  Knopf  mit  einem 
Straussfederbusch  geschmiickt  ist.  Der  Helm  rechts  ist 
gekront  und  aus  der  Krone  ragen  zwei  H6rner,  in  der  Form,  wie 
sie  in  der  Heraldik  als  „Elephanten-Riissela  bezeichnet  werden. 

Die  deutsche  Schrift  auf  den  zwei  Seitenfeldern  lautet: 

Anno  D.  1562  hat  cUese  begr&bniss  und  Grabstein 
machen  Lassen  der  Edl  u.  Vest  Hanns  v.  Schneeburg  zu 
.  Saltans  22#,  Kay.  M.  Amtmann  des  Pfannhauss  He  zu 
Hall  /iir  seinem  Ehelichem  Oemachl  From  v.  Schneeburg, 
Wetland  des  Edlen  und  Vesten  Sigmimd  Krippen  zu 
Hrunnberg  eheliehe  Tochter  und  Jhrer  Baiden  verlassnen 
Sunen  und  Tdchtern  derselbigen  Kynder  und  Erben  zu 
seliger  Gedechtnus.  Der  Allmttchtig  Gott  ivotte  Jnen 
win  fr&Uiche  urstend  verleichen.    Amen. 

Die  Kapitaler  der  4  Saulen  tragen  kleine  Wappenschilde. 
Das  erste  links,  geviertet,  zeigt  im  ersten  und  vierten  Felde 
einen  Baumstamm  mit  Wurzeln  und  abgehackten  Aesten  um- 
geben  von  zwei  Sternen;  im  zweiten  und  dritten  Felde 
Krebsscheeren.     Das    zweite  Wappenschild  weist  das  von 


24 

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-    20    - 

Kripp'sche  Wappen  geviertet:  ira  ersten  and  vierten  Felde 
Schanzkflrbe,  im  zweiten  und  dritten  Wellenlinien,  (Schanze 
nod  Graben  andeutend?)  Das  dritte  hat  drei  Felder  and  in 
jedem  Felde  einen  Ring.  Das  vierte  ist  geviertet,  aber  die 
Felder  sind  leer. 

Anraerkung.  Das  v.  Schneeburg'sche  Grabmal  befand 
sich  friiher,  vor  der  Entfernung  der  Grabsteine  von  der 
Aussenseite  der  Kircheninauern,  an  der  Vorderseite  der  Pfarr- 
kirche,  links  vom  Fueger'schen  Portale. 

Nahe  nebenan  wnrde  der  im  Jahre  1703  beim  bairi- 
schen  Einfalle  von  Bauern  und  Salinenarbeitern  erschlagene 
bairische  General  von  VeritA  beerdiget.  (Maders  Chronik 
von  Hall.) 

12.  Sebastian  Ftieger.  a.  1565. 

Am  dritten  Pfeiler  des  Portals  links  befindet  sich  ein 
Grabstein  aus  rothem  Marmor,  im  romischen  Monumental- 
stile,  der  in  drei  tiber  einander  liegenden  Abtheilungen 
Folgendes  enthalt.  In  der-Mitte  sieht  man  zwei  Wap- 
pen, von  denen  das  erste  links,  geviertet,  im  ersten  mid 
vierten  Felde  das  Fueger'sche  Kleeblatt,  im  zweiten  und 
dritten  einen  springenden  schwarzen  Gemsbock  enthalt; 
dariiber  zwei  gekronte  Helme,  der  links  mit  Kleeblatt  und 
Federn,  der  rechts  mit  dem  springenden  Gemsbocke  geziert 
Das  zweite  Wappen  rechts  zeigt  im  Schilde  einen  sitzenden 
Hand,  daruber  einen  offenen  gekr5nten  Helm  mit  dem  sitzen- 
den Hunde  geziert.  In  der  obersten  Abtheilung  des 
Monumente8,  tiber  den  Wappen  und  Helmen  ist  in  erhabe- 
ner  Arbeit  gemeisselt  Christus  der  Herr  am  Kreuze  und 
unter  dem  Kreuze  Maria  und  Johannes.  In  der  untersten 
Abtheilung  findet  sich  die  Inschrift  in  lateinischen  Buch- 
staben : 

Anno  2>ni  MDL2CV  am  XVIII  Februarii  starb 
der  Edl  und  Vest  Herr  Sebastian  Fiieger  Ho.  Kay.  Mt 
Ferdincmdi  Bat  und  Regent  Oberdsterreichischer  Lands 


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—    21     — 

Seines  Alters  im  XXXVI  Jar.     Dem  sey  Qott  genedig 
und  bmrmherzig.    Amen. 

Dieser  Sebastian  Ftieger  war  ein  Bruder  des  obigea 
Georg  Ftieger  „des  Jiingeren",  (Nr.  10)  beide  in  hohen 
Stellangen. 

13.  Sigmund  Sauter.  a.  1564  und  1585. 

Zwar  nicht  in,  oder  an,  wohl  aber  sehr  nahe  der  Pfarr- 
kirche,  in  der  nOrdlichen  Arkade  des  nenen  Friedhofes,  be- 
findet  sich  ein  Grabmal,  das  nicht  unbeachtet  bleiben  darf. 
Es  ist  dies  das  Grabmal  der  burgerlichen  Handlnngsfamilie 
Sigmnnd  Sauter,  von  welchem Grabmale Maders  Ghronik, 
S.  220,  sagt,  dass  es  von  dem  bertihmten  Hofbildhauer 
Kaiser  Ferdinand  I,  Alexander  Colin,  dem  Meister  des  Max- 
Mausoleums  in  Innsbruck,  verfeitiget  worden  sei. 

Das  Grabmal  im  r5mischen  Stile,  aus  weissem  Mar- 
mor,  mit  rother  Marmoreinfassung,  besteht  aus  drei  Ab- 
theilungen.  Die  oberste  zeigt  ein  Hochrelief  Christus 
am  Kreuze,  umschwebt  yon  Engeln  mit  Kelchen;  zu  FUssen 
des  Kreuzes  Maria  und  Johannes.  Diese  Partie  des  Grab- 
males  lasst  es  zweifelhaft  erscheinen,  ob  sie  die  Arbeit  des 
Alexander  Colin  sei.  —  In  der  zweiten  Abtheilung  sieht 
man  das  Sauter'sche  Familienwappen,  zu  dessen  Ent- 
wurf  der  Horazische  Vers:  „Desinat  in  piscem  mulier  for- 
mosa  superne"  den  Gedanken  geboten  haben  dfirfte.  Auf 
dem  Wappenschilde  erscheint  namlich  eine  mythoiogische 
weibliche  Gestalt,  gekront,  mit  nacktem  Korper,  die  zwei 
beschuppten,  in  Schwimmfiossen  auslaufenden  Fiisse  mittels 
der  Arme  nach  rechts  und  links  emporhaltend.  Ueber  dem 
Wappenschilde  steht  ein  geschlossener  Helm,  geziert  mit 
dieser  weiblichen  Figur.  Unter  diesem,  in  der  Mitte  befind- 
lichen  Wappen  befinden  sich  in  zwei  Reihen  nach  rechts  und 
links  in  Colin'schem  Hochrelief  dargestellt,  die  Familien- 
glieder,  knieend,  mit  zum  Gebete  gehobenen  H&nden,  in 
der  Tracht  des  16.  Jahrhundertes.  Leider  hat  keusch  sein 
wollende  Einfalt  vor  einigen  Jahren  an  den  zwei  m&nnlichen 


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—    22    — 

Gestalten  in  der  Mitte  sich  eine  Verstummelung  erlaubt, 
von  der  Colins  Reliefe  am  Max  -  Mausoleum  bis  jetzt  ver- 
schoDt  geblieben  sind.  Hinter  dem  Manne  rechts  erscheinen 
zehn  Personen,  drei  Frauen,  funf  M&dchen  und  zwei  kleine 
Kinder;  hinter  dem  Manne  links  drei  mftnnliche  und  sechs 
weibliche  Nachkommen  nebst  einer  Fran,  der  zu  Fiissen  ein 
kleines  Schild  lehnt,  auf  dem  ein  Mann,  eiu  Hacke  tragend, 
dargestellt  ist. 

In  der  dritten  untersten  Abtheilung  liest  man  in  la- 
teinischen  Buchstaben  folgende  Schrift: 

Anno    1564  Den  3  December  Starb   Der  Fiirnem 

Weisen  Sigmundt  Sauter  im  Leben  Gewester  Burger 

des  Rats   AlMe.     Hernach   den  21  October   1571   Starb 

die  Tugendsam   Fraw   Margaretha  Hacklin  Sein   EUche 

Hwusfraw.     Anno  1585   hat  der   JErsam   Erbar  Hcunns 

Sauter  Sein  nachgelasmer  Sun  Got  dem  Allmechtigen  zu 

Z/ob  und  Efar  auch  Seinem  Vatter  Muetter  Geschmstriget 

und  Ainer  JEerlichen   Freundschaft  zu  Ainer  Gedechtnus 

XHse  Figur  aufrichten  lassen.     Got  der  Almechtig  welle 

disen   sambt  Allen    Christglaubigen   Seelen  Ain  froliche 

Auferstehung  verleiJien.    Amen. 

Kehren  wir  wieder  zur  Pfarrkirche  zuriick. 

14.  Georg  Ludwig  Ffleger.  a.  1642. 

Unter  dem  schonen  Fueger'schen  Portale,  am  dritten 
Pfeiler  rechts,  wenn  man  aus  der  Kirche  tritt,  entsprechend 
dem  (unter  Nr.  12)  beschriebenen  des  Sebastian  Ffleger, 
stent  ein  Grabmal  aus  weissem  Marmor,  im  rftmischenMo- 
numentalstile ,   das  in  zwei   Abtheilungen  Folgendes  enthalt. 

In  der  oberen  Abtheilung  sieht  man  zwei  grosse 
schon  gemeisselte  Wappen  neben  einander.  Das  Wappen 
links  ist  geviertet  und  zeigt  im  ersten  und  vierten  Felde 
das  Fiieger'sche  gedoppelte  dreiblatterige  Kleeblatt,  im  zwei- 
ten  und  dritten  den  springenden  schwarzen  Gemsbock  des 
Grantner'schen  Wappens.  Ueber  diesem  Wappenschilde 
stehen  zwei   gekronte   Helme;   der   eine   geziert   mit  einena 


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—    23    — 

Straussfederbu8che,  der  andere  mit  dem  springendea  schwar- 
zen  Gemsbocke.  Das  Wappen  rechts  ist  facherfdrmig  ge- 
theilt.  Zwei  Facher  sind  mit  geradlinigen  Streifen  und  zwei 
mit  Arabesken  gefiillt.  Daruber  steht  ein  gekrSnter  Helm, 
aus  dessen  Krone  zwei  grosse  Flugel  hervorragen. 

In  der  unteren  Abtheilung  des  Grabmales  befindet 
sich  folgende  Monuraentalschrift  in  lateinischen  Bachstaben. 

AlUue  ligt  begraben  der  Wolgeboren  Herr  Herr 
Oeorg  Ludwig  Fueger  Freyherr  von  Hirschperg  Der 
Firs  D  V.  (fiirstlichen  Durchlaucht)  Leopold  Erzh&rzog  zu 
Osier:  HochlSblichster  Gedechtwus  Hinderlasner  Orben 
0.  0.  (oberSstr.)  Regements  Vice-Praesident-Salzmayer 
zu  Hall  Und  Gericktsherr  Der  Herrschaft  Hdrteriberg, 
WeUicher  den  30.  October  1643—73  Jar  alt  in  Oott  Se- 
ligklichen  entecJdafen.  Wie  auch  Dessen  Ehe-Gemahel 
die  Wolledl  Geborne  Frau  Frau  Susanna  Filegerin 
Geborne  von  Andrian  zu  Werburg  so  den  12.  July 
1655  ganz  ChristUch  verschiden. 

Hier  erscheinen  die  Fueger  schon  als  Freiherren.  Nach 
der  Mader'schen  Liste  der  Salzmaire  war  dieser  Georg  Lud- 
wig Fueger  Salzmair  in  Hall  von  1603—1642. 

15.  Hartmann  v.  Neuenburg.  a.  1647. 

In  der  Arkade  vor  dem  Josefskirchlein  befindet  sich 
an  der  Mauer  ein  eigenthtimlicher  Grabstein  aus  weissein 
Marmor,  yon  dem  die  untere  Halfte  mit  einer  Inschrift  be- 
deck t,  die  obere  Halfte  aber  leer  ist  Anf  dieser  leeren 
Halfte  sieht  man  vier  Ldcher  in  den  Marmor  gebohrt,  die 
offenbar  mittelst  eingelassener  Stifle  ein  Wappen,  wahr- 
scheinlich  von  Metall  —  eine  Metallplatte  —  getragen 
haben. 

Die  Inschrift  in  deutschen  Buchstaben  lautet: 

AlTrie    ligt  begraben    Weilendt  der    Wol   JEdlgeborn 

Oestrenger  Herr  Hartmann  Heinrich  Sig  (I)  wart 

Von  Neuenburg  zu  Lebzeiten  gewesen  Jhr  FreDrht  Erz- 

herzog    Sigmundt    Franz    zu   Osterreich   Und  JW- 


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—    24    — 

schoffen  zu  Augsburgs  Oberster  Stalmaister  ist  im  Jar 
Christi  1647  den  6  February  in  Oott  Christlich  verscM- 
deth  deme  sambt  alien  Christglaiibigen  Oott  ein  frdhlicfa 
Auferstehwng  Verleihen   WoUe. 

16.  Friedrich  Roschmann.  a.  1664. 

Gleichfalls  in  der  Arkade  des  Josefikirchleins,  anstos- 
8end  an  den  so  eben  beschriebenen,  befindet  sich  ein  gut  ge- 
arbeiteter  Grabstein  von  weissem  Marmor. 

Er  enthalt   zwei  Abtheilungen.     In   der  oberen 
•  finden  sich  die  Wappen  des  vielgenannten  Salzmairs  Fried- 
rich   Roschmann,    der    von    dem    Landes fursten 
Sigmund  Franz  geadelt  warde  and  seiner  Tante  Mar- 
garetha  Zimmermann,  geborne  Romerin. 

Das  Wappenschild  links  ist  geviertet  und  zeigt 
im  ersten  und  vierten  Felde  ein  Horn,  aussehend  wie  ein 
offenes  leeres  Fullhorn,  an  dessen  zwei  Enden  eine  zur 
Schlinge  gedrehte  Schnur  befestiget  ist.  Das  zweite  und 
dritte  Feld  zeigt  gefliigelte  Lflwen  mit  vorgestreckter  Zuuge. 
Ueber  dem  Wappenschilde  befindet  sich  ein  gekrSnter  Helm, 
geziert  mit  dem  gefliigelten  Lowen  des  2.  und  3.  Wappen- 
feldes,  wie  er  aus  der  Krone  springt. 

Das  Wappenschild  rechts  weist  in  seiner  unteren 
Halfte  vier  horizontale  Streifen,  von  denen  zwei  frei,  zwei 
mit  Arabesken  versehen  sind.  In  der  oberen  Halffe  des 
Schildes  sieht  man  einen  einkopfigen  Adler  mit  ausgebrei- 
teten  Fliigeln  —  den  Tiroler  Adler?  —  fiber  dem  Schilde 
einen  Helm,  aus  dessen  Krone  sich  dieser  Adler  erhebt,  zwi- 
schen  zwei,  vom  Rande  der  Krone  ausgehenden  Fliigeln. 

In  der  unteren  Abtheilung  des  Steines  liest  man 
folgende  Lateinschrift  mit  einem  Ghronologikum. 

Hie  jacent  Nobiles  Consobrini  D.  Fridericus  Rosch- 
numn  et  D.  Margaretha  Zimermannin  nata  Romerin.. 
Jlle  SaUnarum  Archid.   Director  V  Aug,  Coelebe,  Haec 


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—    25    — 

vidua   XXIX  Jun.    Una  in  Domo,   Cognatione,  Anno* 
Die  Octidui  interventu  Pie  Mortui. 

AnIMae  VIVant  Deo  In  CoeLIs. 
Also  im  Jahre  1664,  uoter  der  Regieraog  des  Erzher- 
zogs  Sigmund  Franz.   Friedrich  Roschmann  war  Salzmair  and 
Arotsdirektor  in  Hall  von  1661—1664. 

17.  Barone  y.  Wicka.  1616—1665. 

In  der  Arkade  unmittelbar  links  vora  Eingange  in*s 
Josefskirchlein  sieht  man  einen  gemauerten  Unterbau,  ahn- 
lich  der  Mensa  eines  Altars,  auf  dem  eine  Kreozziehung 
Christi  in  grossen  plastischen  Figuren,  wie  auf  einem  Socket 
steht  An  der  Vorderseite  dieses  langlichen  Sockels  ist  das 
Grabmal  der  Freiherren  v.  Wicka  angebracht.  Wie  das 
Grabuial  der  Familie  Schneeburg  (siehe  oben  Nr.  11)  vor 
Zeiten  an  der  Vorderseite  der  Pfarrkirche,  links  vom  Fiie- 
ger'schen  Portale,  so  war  dieses  entsprechend  rechts  angebracht. 

Es  ist  dieses  Grabuial  der  Wicka's  ein  laoglicher  dun- 
kelrother  Marmorstein  und  zeigt  drei  nacheinander  folgende 
Abtbeilungen.  Die  erste  and  driUe  enthalten  Wappen,  die 
zweite  in  der  Mitte  enthalt  folgende  lateinische  Inschrift 
obne  Jahrzahl. 

Perill  (u8trium)  D.  D.  Baronum  de  Wicka 
Pvlvis  et  Umbra  hie  jacet  Mustrius  at  resurgat  in  Lu- 
cem  perpetuam. 

Hier  liegt  der  sehr  Erlauchten  Herren  Barone  v.  Wicka 
Staub  and  Schatten  nm  noch  erlauchter  aufzuerstehen  in*s 
ewige  Licht. 

In  der  Abtheilung  links  von  dieser  Inschrift  be- 
findet  sich  ein  WappenscWld  mit  vier  grosseren  Feldern  und 
einem  fftnften  kleineren  Mittelfelde.  Im  ersten  und  vierten 
Felde  sieht  man  je  einen  einkflpfigen  Adler  mit  ausgebrei- 
teten  Flugeln,  im  zweiten  und  dritten  ein  hohes  schlankes 
Kreoz,  das  zwei  auf  ihren  Hinterfussen  stehende  L5wen  mit 
ihren  vorderen  Tatzen  halten.  Ueber  dem  Kreuze  befindet  sich 
eine  Krone  zwischen  zwei  Sternen.     Das  fiinfte  kleine  Mit- 


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—    26    — 

telfeld  zeigt  zwei  Scepter,  gekreuzt  wie  ein  Andreaskreuz. 
In  der  oberen  Oeffnung  des  Kreuzes  sieht  man  ein  lateini- 
sches  L,  in  der  unteren  ein  SE,  in  der  Oeffnung  links  ein 
F  und  rechts  ein  G.  —  Anf  dem  Wappenschilde  sieht  man 
drei  gekrQnte  Helrae,  iiber  dem  in  der  Mitte  das  oben  be- 
schriebene  Erenz  mit  den  L5wen,  der  Krone  and  den  Ster- 
nen  des  zweiten  and  dritten  Wappenfeldes.  Auf  den  zwei 
anderen  Helmen  den  einkfipfigen  Adler  mit  ausgebreiteten 
Fltigeln   des  ersten  nnd  vierten  Feldes. 

In  der  Abtheilnng  rechts  von  der  Inschrift  sieht 
man  ein  Wappen  mit  breitem  Schilde,  das  zwei  neben  ein- 
ander  liegende  Felder  enthalt.  Im  Felde  links  sieht  man 
die  Halbfigur  eines  Mannes  mit  bedecktem  Kopfe,  der  den 
linken  Arm  in  die  Seite  stemmt  tind  mit  dem  rechten  hoch 
gehobenen  Arme  ein  Schwert  zum  Streiche  schwingt  Im 
Felde  rechts  iSnden  sich  vier  leere  Streifen,  davon  zwei  er- 
habener  als  die  andern. 

Ueber  dem  Wappenschilde  stehen  zwei  gekrSnte  Helme* 
Aus  der  Krone  des  Helmes  links  erhebt  sich  der  oben  be- 
schriebene,  das  Schwert  schwingende  Mann  des  linken  Wap- 
penfeldes. Ans  der  Krone  des  Helmes  rechts  ragen  zwei 
wie  in  Trompetenenden  auslaufende  Horner,  in  der  Sprache 
der  Heraldik  Elefantenrussel  genannt. 

Diese  Wick  a  waren  ein  sehr  angesehenes  Geschlecht. 
Mader's  Chronik  von  Hall  sagt  von  ihnen:  „Die  Wicka 
sind  erst  sp&ter  Grafen  geworden  —  anf  dem  Grabsteine 
sind  sie  noch  als  Barone  bezeichnet  —  und  existirten  1616 
unter  dem  Namen  Rain  egg,  weil  sie  das  Schloss  Rainegg 
in  Hall  inne  hatten."  Dieses  Schloss  liegt  auf  der  vorsprin- 
genden  Ecke  jenes  Raines,  (daher  der  Name  Rainegg), 
welcher  der  Pfaffenbiihel  genannt  wird,  und  bildete  einst  die 
natiirliche  Schntzwehr  des  tiefer  darunter  gelegenen  Thores, 
das  friiher  das  Eglhausthor,  spater  das  Taurerthor  genannt 
ward.  Es  ist  dies  das  schlossartige  Haus,  welches  sich  ge- 
genwartig  im  Besitze  des  Herrn  Med.  Dr.  Gamier  befiudet 
und  von  ihm  vortrefflich  restaurirt  wurde.    Die  Wicka  be- 


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—    27    — 

sassen  auch  bei  St.  Martin  iin  Gnadenwalde  ein  „Schl5s8la, 
einen  Maierhof,  Giiter  u.  s.  w.  Ein  Johann  Franz  Graf  von 
Wicka  findet  sich  in  der  Liste  der  Salzmaire  verzeichnet  als 
„Ober5sterreichischer  Kammerrath  und  Salzmair  in  Hall  yon 
1665  bis  1686.*  Die  Wicka  waren  grosse  Gegner  des 
neuen  Sudhanses,  das  nnter  dem  Salzmair  Adam  Anton 
Tschiderer  v.  Gleifheim  1713  fertig  gebaut,  unter  den  Ar- 
beitern  am  Frohnleichnams-Vorabend  1716  einen  fdrmlichen 
Aufstand  hervorrief.  (Dr.  Sch5nherr,  Tirolerbote  von  1875 
Nr.  119,  120,  121,  123,  125.) 

18.  Johann  Joseph  v.  Spreng.  a.  1736. 

In  der  Arkade  vor  dem  Josefskirchlein  befindet  sich 
neben  dem  von  Nenenburg'scben  Grabsteine  in  die  Mauer 
eiogelassen  das  von  Spreng'sche  Grabraal.  Es  ist  das  eiu 
bei  6  Schuh  hoher  weisser  Marmorstein,  dessen  obere  H&lfte 
fignralen  Schmuck,  die  nntere  Halfte  Wappen  und  Inschrift 
enthalt. 

In  der  oberen  Halfte  sieht  man  den  sterbenden 
Franciscus  Xaverius  unter  dem  Dache  einer  offenen 
Hutte  liegend,  mit  der  Aussicht  auf  das  wellenbewegte  Meer, 
auf  dem  ein  Segelschiff,  eine  G&leone,  f  ahrt.  Verklarten  Blickes 
druckt  er  ein  Kreuz  an  die  Brust;  links  von  ihm  liegt  sein 
Pilgerstab  und  ein  aufgeschlagenes  Buch,  in  dem  die  Worte 
stehen : 

Ich  au8wirke  vil  bei  Gott  —  Mich  anrufe  in  der 
Noht. 

Ueber  dem  Ganzen  sieht  man  in  den  Wolken  schwe- 
bend  die  Madonna  mit  zwei  Heiligen  in  der  Glorie. 

In  der  unteren  Halfte  des  Grabsteines  befinden  sich 
fiber  der  Inschrift  zwei  Wappen.  Das  Wappenschild 
links,  geviertet,  enthalt  im  ersten  und  vierten  Felde  einen 
springenden  Gemsbock ;  im  zweiten  und  dritten  einen  nackten 
Reiter,  der  einen  Pfeil  mit  der  Hand  schleudert.  Ueber 
dies  em  Wappen  steht  ein  Helm,   dessen  Krone  dem  sprin- 


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—    28    — 

genden  Gemsbock  tr&gt.  Das  Wappenschild  rechts 
hat  funf  Felder  und  zeigt  im  ersten  and  vierten  Felde  einen 
doppeltgeschw&nzten  L5wen,  rait  vorgestreckter  Zunge,  der 
iiber  Mauerzinnen  springt;  im  zweiten  and  dritten  Felde  die, 
in  eine  Quaste  auslaufende,  gesltamte  Ecke  eines  Teppiches. 
Das  fiinfte  Feld  in  der  Mitte  zeigt  einen  einkopfigen  Adler 
rait  ausgebreiteten  Flugeln.  Ueber  diesem  Wappenschilde 
stehen  zwei  Helme.  Aus  der  Krone  des  einen  links  springt 
der  doppeltgeschwftnzte  Ldwe;  aus  der  Krone  des  andern 
rechts  ragen  zwei,  in  Trompetenenden  anslaufende  H5rner, 
die  heraldischen  Elefantenriissel. 

Die  Inschrift  in  lateinischen  grossen  Buchstaben  lautet: 
Disc  Begrdbnuss  hat  Johann  Joseph  Spreng 
v  Felsemheimb  O.O.  (OberSsterreichischer)  Hof-Karner- 
rath  u.  Administrator  des  Hochltibl.  Kinigl. 
Stift  (des  adelichen  Damenstiftes)  alda  vor  Seine  den 
1.  May  1736  verstorbene  IAebste  Ehefrau  Elisabethd 
Oeporne  Franzinin  v  Zi  nob  erg  u,  Moteit  sel.  auch 
vor  sich  u.  All  Denen  Seinigen  JErkauft  u.  aufgerickt. 
Jch  Bit,  Bet  vor  Die,  so  da  liegen  Auf  das  Sie  Rueen 
in  ebigen  Friden.    Amen. 

19.  Johann  Franz  Frelherr  y.  Rossi,  a.  1738. 

Nahe  dem,  so  eben  beschriebenen  Grabmal  befindet 
sich  an  der  Mauer  ein  kleinerer  Grabstein  von  weissem  Mar- 
mor,  ein  nach  der  H8he  gerichtetes,  lSngliches  Viereck  und 
dariiber  eine  rnnde  Scheibe,  gleichfalls  von  weissem  Marmor, 
entbaltend  das  Wappen  der  Familie  Freiherr  v.  Rossi. 
Die  runde  Scheibe  ist  in  vier  Felder  getheilt  und  en  thai  t 
weder  Helm  noch  Helmzier.  Im  ersten  und  vierten  Felde 
sieht  man  einen  springenden,  doppelt  geschwanzten  Lttwen. 
Im  zweiten  und  dritten  Felde  befinden  sich  je  drei  in  rechten 
Winkeln  gebogene  Streifen. 

Die  lateinische  Inschrift  auf  dem  l&nglicht  viereckigen 
Steine  bildet  folgende  lapidare  Zeilen. 


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—    29    — 

Btc  jacet  Sepultus 

Joann.  Franc.  Liber  Baro  de  Rossi 

Ex  stripe  Rubeorum  S.  Secundi 

Qui  fuit  annis  XXVI.  Consil.  Regens 

Sacr.  Caes.  Majest 

Et  Annis  XVIII  Ejusdem,  Consil.  Intim. 

Austr.  Superior. 

Ac  Vice-Cancellarius  aulicus. 

Vitam  transegit  tacite 

Et  mortuus  est  quiete 

Anno  aetat  LXIX 

Salutis  Vero  MDCGXXXVIIL 

Beati  mortui  qui  in  Domino  moriuntur 

Epitaphium  Hoc 

Quod  Sibi  diu  ante  veluti   Vaticinium 

Vivens  composuit  implevitque 

Mortuo  Conjux  Liberique 

Moerentes. 

P.  P. 

20.  Joseph  y.  Walpach.  a.  1745. 

Im  Innern  der  Pfarrkirche,  vom  sudlichen  Seitenthore 
nach  rechts,  befindet  sich,  an  der  Mauer  befestiget,  eine 
l&nglichviereckige  messing'ne  Platte,  dasGrabmal  des  Pfarrers 
Josef  v.  Walpach.  Vor  der  Legung  des  nenen  marmornen 
Fnssbodens  im  Jahre  1867,  unter  dem  Pfarrer  Alois  Lech- 
thaler,  war  diese  Messingplatte  vor  dem  St.  Sebastians- 
pfeiler  im  Fnssboden  eingelassen. 

In  der  Mitte  der  Platte  erscheint  das  Walpach'sche 
Wappen:  ein  Wappenschild,  welches  geviertet,  im  ersten 
nnd  vierten  Felde  einen  einkopfigen  Adler  mit  aasgebreiteten 
FlQgeln,  im  zweiten  nnd  dritten  Felde  einen  Schwan,  gleich- 
falls  mit  ausgebreiteten  Fliigeln  zeigt.  Das  Wappenschild 
trftgt  einen  gekrSnten  Helm.  Aus  der  Krone  ragen  Kopf 
nnd  Hals  des  Walpach'schen  Sohwanes,  dessen  Fosse  unter 
dem  Wappenschilde  rechts  nnd  links  sichtbar  werden,  jeder 


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> 


—    30    — 

einen  Todtenkopf  tragend.  Das  ganze  Wappen  ist  flankirt 
von  den  zwei  grossen  ausgebreiteten  Fliigeln  des  Schwanes. 
Der  Kopf  des  Schwanes  tragt  hier  einen  Kelch  mit  der 
Ho8tie  und  liber  das  Ganze  ist  ein  Spruchband  geschlungen, 
welches  in  grossen  Lateinbachstaben  folgenden  lateinischen 
Hexameter  enthalt: 

Maxima  nosse  mori  est  hominis  Sapientia  vivi. 
(Verstehen  zu  sterben  ist  die  grosste  Weisheit  des  le- 
benden   Menschen.) 

Die    Inschrift    unterhalb    dem    Wappen    in    lateinischer 
Sprache   lautet: 

Plur  (imum)  rev  (even)  dus  ac  Praenob.   (ili$)  Dnu* 

(Dominus)    Josephus  de    Walpach  in    Schwanen- 

feldy     Consiliar.    (ius)    Ecchtcus   (Ecclesiasticus)    Brix. 

(inensis)    Sacerdos   et  PwocK(ub)    3ubila(tu8)  Absami 

et  urbis  Hal.(ae)   obii(t)  Anno  MDCCXLV  die  31  Ja- 

nua/rii  aetat.  LXXXVIL    Mequiescat  in  Pace. 

Die  Familie  Walpach  war  in  den  letzten  Jahrhunderten 
in  Hall  und  Absam  nicbt  ohne  Bedeutong.     Z.  B.  erscheint 
in  der  Liste  der  Rathsherren  von  Hall  vom  Jahre  1594  an 
bis  einschliesslich  1612  Hanns    Walpach   allj&brlich  als 
Rathsberr   von    Hall   und   zwar   von  1600  an  jedesmal  als 
erster   Rathsherr.  —  Hall,   zuerst   eine   Filiale   der    Pfarre 
Absam,    zog   allmalig,   besonders   nachdem  im  Jahre  1413 
Absain  mit  sammt  seiner  Pfarrkirche  von  den  Baiern  ver- 
brannt  worden  war,  die  Pfarrer,  deren  manche  schon  friiher 
sich   nicht   bloss  Pfarrer   „von  Absam  und   Hall,"   sondern 
auch  bloss  „von    Hall*  nannten,   mit  den  pfarrlichen    Ge- 
rechtsamen  ganz  an  sich.  Die  Absamer  sahen  nun  zu  ihrera 
grossten  Verdrusse,  der  im  Jahre  1526  sogar  zu  einer  blu- 
tigen  Exekution  fuhrte  (siehe  S.  Ruf  Archiv  fur  Geschichte 
Tirols  1867  S.  366)  ihre  Mutterkirche   in  die  Lage  einer 
Filialkirche   herabgewiirdiget,  bis  endlich  im  Jahre  1653  das 
von  der  Familie  Walpach  in  Absam  gestiftete  Be- 
nefizium   zur  Pfarre   erhoben  wurde,  wesshalb  diese  Fa- 
milie das  Patronatsrecht  der  Pfarre  Absam  hat 


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—    31    — 
21.  Joseph  Lansser.  a.  1760. 

In  der  Arkade  vor  dem  Josefskirchlein,  genau  unter 
dem  Grabsteine  des  Freiherrn  Johann  Franz  Rossi,  befindet 
sich  an  der  Mauer  ein  etwas  iiber  drei  Fuss  hoher  Grab- 
stein  von  weissem  Marmor,  das  Grabmal  des  Biirgermeisters 
Josef  Lansser. 

Der  obere  Theil  des  Steines  zeigt  das  Wappen:  ein 
Wappenschild  in  vier  Feldern.  Das  erste  und  vierte  Feld 
enthalt  zwei  breite  wagrechte  Balken,  das  zweite  nnd  dritte 
Feld  zwei  gekreuzte  Oelzweige.  Auf  dem  Wappenschilde 
liegt  ein  gekronter  Helm,  aus  dessen  Krone  die  zwei  ge- 
kreuzten  Oelzweige  und  zwei  ansgebreitete  Flfigel  hervorra- 
gen.  Das  ganze  Schild  ist  geziert  mit  zwei  tulpenartigen 
Guirlanden,  welche,  von  der  Krone  ausgehend,  rechts  nnd 
links  am  Schilde  herabhangen. 

Die  Inschrift  in  der  unteren  Halfte  des  Steines  in 
deutschen  Bnchstaben  lautet: 

Alda  ruehet  der  WohlEdl  Vost  Wohhueisse  Herr 
Joseph  Lansser  im  Leben  gewester  Purgermmster 
auch  Hcmdelsherr  alda  zu  Hall  So  den  19  July  Anno 
1760  zwischen  11  und  12  uhr  vormittag  im  70  Jahr 
seines  Alters  in  Gtott  entscMafen. 

Oott  gnad  der  Seelen. 

22*  Anton  Peregrin  Freiherr  v.  Crosina.  a.  1760. 

In  der  Pfarrkirche  selbst,  im  sudlichen  Schiffe  derselben, 
zunfichst  dem  Kindl&ltar,  fiber  dem,  unter  Nr.  1  beschrie- 
benen  Grabsteine  des  „Nikolaus  Vegler"  befindet  sich  in 
einer  nischenartigen  Umrahmung  ein  Grabstein  yon  weissem 
Marmor,  etwas  fiber  funf  Fuss  hoch,  der  Grabstein  des  jnn- 
gen  Baron  Anton  Peregrin  v.  Crosina. 

Zu  oberst  in  den  grossen  Stein  eiugefQgt,  sieht  man 
vorspringend  eine  kleine  Marmortafel  mit  dem  Wappen 
der  Crosina.  Das  Schild  ist  geviertet,  doch  so,  dass  die 
Mitte,  wo  sich  die  vier  Felder  berfihren,   mit  einem  fiinfteu 


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—    32    — 

Felde,  einem  Schildchen,  gedeckt  ist.  Das  erste  und  vierte 
Feld  zeigt  einen  Straussfederbusch,  das  zweite  and  dritte 
einen  Qaerbalken,  uuter  dem  ein,  and  uber  dem  zwei  Bln- 
menknopfe  angebracht  sind.  Das  funfte  mittelte  Feld  enthalt 
einen  einkopfigen  Adler  wit  ausgespannten  Fliigeln.  Ueber 
dem  Schilde  sieht  man  drei  Helme,  deren  Kronen  am  ersten 
and  dritten  mit  dem  Straussfederbusch,  am  mittelten  mit  dem 
einkopfigen  Adler  geziert  sind. 

Die  lange  Inschrift  in  lateinischer  Sprache  lautet 
also: 

Sta   Viator  et  lege 

Antonius  Peregrinus,  ex  S:  R:  J:  Baronib.  de 
Cro8ina  a  Manburg  D'nus  in  Mariaestein,  Hauzen- 
heim  et  Niederbraitenbach,  Grammatic-Studiosus,  incly- 
tum  Oymnasii  hujatis  Decus  ac  omamentum,  moribus  ac 
Jnnocentia  vere  angelus,  in  quibus  cum  Parem  sui  in  ter- 
ris  quaereret,  superum  invidia  raptus,  invenit  in  coelo. 
Obyt  Halae  die  XXI  Novembris  anno  MDCCLX  Aetat 
vero  suae  XIII.  FiUo  igitur  Suamssiino  Simon  Felix 
S.  R.  J.  B.  de  Oro8ina  S.  Caes.  Reg.  Majest.  Cubicular. 
actualis  ac  Regim.  Austr.  Super.  Consiliar.  etc.  (Sr. 
Heil.  Kais.  Kon.  Majestdt  wirklicher  Kdmmerer  und 
Oberosterreichischer  Regierungsrath)  Maria  Theresia  Co- 
mes de  Spaur  Parentes  moest:  monumentum  hoc  ere- 
xerunt. 

23.  Johann  Karl  v.  Zwerger.  4.  1787. 

In  der  Arkade  vor  dem  Josefikirchlein  findet  man  in 
die  Mauer  eingelassen  einen  weissen  Marmorstein,  in  den  zu 
oberst  ein  Wappen  gemeisselt  ist.  Das  Wappenscbild  zeigt 
einen  zweikSpfigen  Adler,  der  an  seiner  Brost  ein  kleines 
Schild  mit  einem  Qaerbalken  im  blaaen  Felde  tr&gt.  In 
dieses  Wappen  ist  ein  spitzes  Dreieck  gezogen,  unter  dem 
ein  kleines  Mannlein  stent.  Der  auf  dem  Schilde  liegende, 
gefliigelte  Helm  tragt,  aus  seiner  Krone  ragend,  einen  Kelch 
mit  der  Hostie. 


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—    33    — 

Unter  diesem  Wappen  liest  man  folgende  deutsche 
Inschrift: 

JErinnert  Euch  der  Mede,  welche  ich  zu  Euch  gethcm 
habe.     Joh.  15.  v.  30. 

Andenken  des  Hochw.  WoJUedelgebornen  Herrn  Joh. 
Karl  v.  Zwerger,  Mxtgliedes  der  GeseUschaft  Jeeu  bet 
aUhiesiger  Pfarr  7  Jahr  ais  Prediger  gestanden  und  in 
dem  66ten  Jahre  seines  Alters  den  25ten  August  1787 
Seelig  im  Herrn  VerscMeden. 

24.  Maria   Francisca  Fugger  und  Maria  Augustina 

Fugger,  Beichsgraflnen,  k.   Stiftsdamen  von  Hall. 

1790  und  1794. 

Unter  dem  Fueger'schen  Portale,  am  zweiten  Pfeiler  der 
Nordseite  steht  ein  sch8ner  Grabstein  aus  graaem  Marmor 
mit  rothem  Marmor  eingefasst,  dariiber  eine  weisse  Mar- 
mortafel  mit  Wappen,  —  das  Grabmal  zweier  Schwestern, 
der  Haller  Stiftsdamen,  Reichsgr&finen  Fugger. 

Nachdera  n&mlich  das  adeliche  Damenstift  in  Hall,  ge- 
wShnlich  das  „K8nigliche  Stift*  genannt,  von  Kaiser 
Josef  II  im  Jahre  1783  aufgehoben  und  dessen  Kirchesammt 
Gruft  geschlossen  worden  war,  wurden  mehrere  der  in  Hall 
eurfickgebliebenen  Stiftsdamen  nach  ihrem  Ableben  unter  dem 
Fueger'schen  Portal,  in  der  Gruft  der  Fueger,  beigesetzt 
Auf  dem  grauen  Marmor  liest  man  in  Lateinschrift : 
Bier  ruhen  in  Gott  die  zwo  Hochgebornen  Schwe- 
stern aus  dem  Reichsgr&flichen  Haus  von  Fugger  zu 
KircHberg%  Weissenhorn  und  Gldtt,  als  Maria  Fran- 
cisca  [des  Kdnigtichen  SHftes  in  Hall  durch  XXVI 
Jahre  WUrdigste  Frau  Obristin9  ein  Muster  wah- 
rer  Tugend>  Vermmft  und  Grossmuih,  welche  den  IX 
JuU  MDCCLXXXXIV  nach  empfangenen  heiUgen  Sa- 
kramenien  in  dem  LXXVH  Jahre  ihres  ruhm-  und  tu- 
gendvollen  Alters  —  dwnn  —  Maria  Augustina  des 
Kdniglichen  Haller  SHftes  MitgUed  durch  LXI  Jahre, 

Ferdinaodeums-Zeittchrift.  3  /' 

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-    34    - 

80,  nock  empfcmgenen  heiligen  Sakramenten  den  K  Ilor- 
nung  MDCCLXXXX  im  LXXVIII  Jahre  ihree  tu- 
gendhaften  Alter*  Beide  gottselig  im  H&rrn  entschlafen 
rind.  ( 

Die  erstere  dieser  zwei  Schwestern,  Maria  Francisca, 
war  die  Jetzte  Vorsteherin  —  Obristin  —  des  k5nigl.  Da- 
menstiftes  in  Hall. 

Das  Wappens child  iiber  der  Schrift  ist  geviertet, 
rait  einem  funften  Felde  in  der  Mitte.  Da&  erste  nnd  vierte 
Feld  enthalt  2  Lilien,  die  eine  in  rotkem,  die  audere  in 
blauem  Felde ;  das  zweite  Feld  zeigt  einen  Mann  in  langem 
Kleide,  das  Hanpt  mit  einer  Grafenkrone  bedeckt  eine  Infel  in 
der  Hand  tragend;  das  dritte  hat  3  HSrner  nrid  das  Mit- 
telfeld  einen  senkrechten  weissen  Balken  in  rothera  Felde 
mit  drei  im  reohten  Winkel  gebogen^n  Streifen.  Das  Schild 
trSgt  drei  Helme.  A  us  der  Krone  des  ersten  Helmes  ragt 
ein  Mann,  dessen  Hanpt  mit  einer  Infel  bedeckt  ist;  aus 
der  Krone  des  dritten  Helmes  ragt  ein  Mohr  mit  einer  gol- 
denen  Grafenkrone  aufdemKopfe;  aus  demin  derMittedas 
Lilienbundel  mit  zwei  Horaern,  in  der  Form  der  Elefanten- 
riissel. 

Unter  diesem  Grfl.  Fugger'schen  Grabinale  siebt  man 
drei  kleine  Grabsteine  ohne  Wappen  und  figuralen  Schmuck. 

Links  der  Grabstein  der  Maria  Anna,  Grdfon  v.  Lo- 
dron,  k.  Stiftsdame,  gent  am  17.  J&nner  179  4,  71  Jahre 
all 

Rechts:  Maria  Barbara  Baronin  v.  Haussmann,  fc. 
Stiftsdame  gest  11.  April  1795  y  65  Jahre  alt 

In  der  Mitte:  Carolma  EUsabetha  Freiin  v.  Tschi- 
derer  von  Oleifhdm  k.  Stiftsdame,  gest  5.  Septbr.  1801, 
57  Jahre  alt 

Unterhalb  dem  Grabmal  des  Georg  Ludwig  Fueger 
(Nr.  14)  befinden  sich  zwei  kleine  Grabsteine  kSnigl.  Stifts- 
damen.     Der  eine  links  ist  das  Denkmal  der  Fraulein 


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—     35    - 

25.  Maria  Elisabeth  Freiin  v.  Sternbach,  k.  Stifts- 
dame.  1801. 

Auf  einem  weissen  Marmorsteine  liest  man : 
Bier  ruhet  Maria  Elisabeth  Freiin  v.  Sterribach  zu 
Stock  und  Luttach,  Dame  aus  der  alten  HochadeUchen 
Versammlung  des  K.  K.  Damenstiftes  zu  Hall,  welche 
Arnio  1801  den  12ten  Jdnner  in  dem  60ten  Jdhre  ihres 
Alters  selig  in  dem  Herrn  entschlafen  ist 

Oberhalb  der  Inschrift  sieht  man  das  Freiherrlich 
Stembach'sche  Wappen.  Das  Wappenschild  ist  ziem- 
lich  abgefegt  und  verwischt  bis  auf  das  Mittelfeld,  welches 
den  lichten  Bachstreifen  zeigt  mit  je  einem  goldenen  Stern 
huben  nnd  drnben.  Anf  dem  Wappenschilde  rnhen  drei  ge- 
krSnte  Helme.  Ans  der  Krone  des  ersten  links  ragen  zwei 
Hdrner  in  der  heraldischen  Form  der  Elefantenrfisse).  Ans 
der  Krone  des  zweiten  steigt  ein  Flfigel  empor,  dessen  dunkles 
Gefieder  vom  Bande  des  Bachstreifens  umfasst  ist,  mit  den 
zwei  goldenen  Sternen  zur  Seite.  Aus  der  Krone  des  dritten 
erhebt  sich  ein  Mann  mit  einer  goldenen  Krone  auf  dem 
Hanpte. 

26.  Johanna  Freiin  y.  Gintheroth,  k.  Stiflsdame. 

1808. 

Dieser  Stein  —  der  zweite  rechts  unterhalb  Georg 
Ludwig  Fueger  —  hat  folgende  Inschrift: 

Hier  ruhet  die  Hoch  und  WoMgeborne  Johanna  Eli- 
sabeth Thomasa  Freyin  v.  Qintherodt  aus  der  alten  Hoch- 
adeUchen Versammltmg  des  K.  K.  Damenstiftes  zu  Hall. 
Ist  Anno  1803  den  1  Mortz  im  67ten  Jahre  ihres  Altera 
selig  im  Herrn  entschlafen. 

R.  J.  P. 

Ueber  der  Schrift  sieht  man  ein  rundes  Wappenschild, 
das  eineu  Vogel  zeigt,  mit  einem  Oelzweig  im  Schnabel, 
auf  einer  Kugel  stehend.  Das  Schild  ohne  Helm  ist  einfach 
mit  einer  Krone  gedeckt. 

3* 


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-•     36     - 

Gleichfalls  befindeD  sich  nnter  dem  Faeger'schen  Por- 
tale  rechts  und  links  void  Kirchthor  io  die  Mauer  eingelas- 
sen  kleinere  Grabsteine  k.  Stiftsdamen. 

27.  Maria  y.  Troyer,  k.  Stiftsdame.  1803. 

Links  vom  Kirchthore  liest  man  auf  einer  weissen  Mar- 
mortaf el : 

Hier  ruhet  die  Wbhlgeborne  Gnddige  Fr&ulein  Mar 
ria  Anna  Catharina  Troyer  von  Ambsheimb  und  Grembsen, 
K.  Stiftsdame  zu  Holly  welche  nach  empfangenen  hi.  Sa- 
kramenten  am  26.  Junius  1803  im  62  Jahre  ihres  Alters 
selig  im  Herrn  verschied. 

B.  J.  P. 

Dariiber  befindet  sich  ein  kleines  Wapppenschild, 
das  auf  goldenera  Felde  den  Kopf,  Hals  und  die  Vorder- 
ftLsse  eines  schwarzen  Gemsbockes  zeigt  nnd  einen  offenen 
Helm  tragt,  ans  dessen  Krone  der  eben  bezeichnete  Gems- 
bock  hervorragt.  Schild  und  Helm  sind  mit  rothem  Flugel- 
schmuck  geziert 

28.  Maria  Grifln  v.  Sarnthein,  k.  Stiftsdame.  1806. 

Rechts  vom  Kirchthore  befindet  sich  eine  weisse  Mar- 
mortafel  mit  folgender  Inschrift: 

Hier  ruhet  die  Hochgeborne  Maria  Notburga  Graefin 
v.  Sarnthein  zu  Sarnthal,  K.  Stiftdame  zu  Halt  Sie 
entscKUef  in  dem  Herrn  nach  empfangenen  hi.  Sterbsa- 
hramenten  im  70  Jahre  ihres  Alters  den  8  Christmonat 
1806. 

Sie  ruhe  im  Frieden. 

Dariiber  befindet  sich  ein  Wappenschild,  welches 
geviertet  im  1.  und  4.  weisseD  Felde  einen  laufenden  rothen 
Drachen;  im  2.  und  3.  blauen  Felde  einen  Hirschkopf  mit 
lechzender  Zunge,  und  im  5  Mittelfelde  einen  springenden 
Lowen  zeigt  Dieses  Wappenschild  tr&gt  drei  gekronte 
offene  Helme.  Ueber  der  Krone  des  Helmes  in  der  Mitte 
sieht  man  ein  Kreuz  von  vier  anderu  kleinen  Kreuzchen  ura- 


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-     3?    - 

geben;  aus  der  Krone  des  Helmes  links  ragt  eine  gekrOnte 
menschliche  Figur  and  axis  der  Krone  des  Helmes  rechU 
der  Hirschkopf  des  2.  and  3.  Feldes. 

29.  Anna  Maria  t.  Vintler,  k.  Stiftsdame  1809. 

Links  vom  Kirchthor  anf  weissem  Marmor  liest  man: 

AUda  ruhet  die  Hochgeborne  Gn&dige  Frdulein  Anna 
Maria  VintUr  v.  Platsch  urid  Runggfotein,  'K.  Stiftsdame 
zu  Sally  welche  ndch  empfangen&n  hi,  Sterbsakramenten 
1809  den  8  Juny  im  74  Jahre  ihrea  Alters  selig  im 
Eerrn  enUcUief. 

JR.  J.  P. 

Darunter  sieht  man  einen  Sarkophag  aof  dem  zu  le- 
ten  ist: 

Mein  Gott  und  Alles. 

Oleichme  tie  zu  Lebenszeit  einwnder  geliebet  haben, 
also  8ind  tie  auch  im  Tode  nicht  zertheilet  worden. 

Eccleda. 

Ueber  dem  Ganzen  sieht  man  ein  rundes  Wappenschild 
obne  Helm,  bloss  mit  einer  Krone  gedeckt,  dessen  1.  und 
4.  Feld  zwei  Schwauenkopfe  sioh  schnSbelnd,  und  das  2.  und 
3.  Feld  drei  horizontale  HSrner  zeigen. 

30.  Maria  Anna  Grftfln  v.  Fieger,  k.  Stiftsdame. 
1811. 

links  vom  grosseu  Kirchthor  sieht  man,  wie  die  ubri- 
gen,  in  die  Mauer  eingelassen,  ein  kleines  Grabdenkmal  von 
weissem  Marmor.  Auf  einem  nach  seiner  H6he  gesteUten 
ISnglich  viereckigen  Steine  sitzt  ein  Engel,  welcher  mit  der 
lmken  Hand  ein  Thrftnentuch  hftlt,  sich  die  Augen  trock- 
nend.  Mit  der  rechten  Hand  hdlt  er  ein  Kreuz  und  ein 
rundes  Wappenschild.  Dieses  Schild,  ohne  Helm,  ist  ge- 
viertet  und  zeigt  im  1.  und  4.  Felde  das  bekannte  Fue- 
ger'sche  dreiblatterige  Kleeblatt;  im  2.  und  3.  den  springen- 
den  Gemsbock.  (Siehe  Monument  Nr.  6.) 

Auf  der  Fl&che  der  Unterlage  dieser  figuralen  Darstel- 


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.—     38     — 

lung,  die  noch  links  mit  einer  Urne  rechts  mit  einer  Sand- 
uhr  geziert  ist,  liest  man  folgende  Inschrift: 

AUda  liegt  begraben  der  Leib  der  hack-  und  woH~ 
gebomen  Frauen  M.  Anna  von  Fieger,  Kimigl.  Stiftdcme 
zu  Hall,  welche  im  68  Jahr  ihres  Alters  am  13  Nov. 
1811  mit  den  h.  h.  Sterbsalcramenten  versehm  sanft  in 
dem  Herrn  entschlafen  ist 

„Gerechtigkeit  und  Barmherzigkeit  bezeichnete  ihreTage 
und  sie  handelte  sorgfaltig  mit  dem  Herrn  ihrem  Gott" 

Michaeas  K.  6  v.  8. 

31.  Antonia  Gr&fin  v.  Bubna,  k.  Stiftdame.  1820. 

Rechts  vom  Kirchthor  liest  man  auf  weisser  Marmor- 
tafel  folgende  Inschrift: 

Unter  dieser  Halle  ruhet  die  am  25  M&rz  1820/riih 
5  Vhr  im  73ten  Lebensjahre  im  Herrn  entscMafene 
hochgeb.  Gr&fin  Antonia  von  Bubna  K.  Stiftdame  zu 
Hall 

„Jenes  WeltgeschOpf,  welches  die  Pflichten  gegen  den 
Hdchsten  und  gegen  die  Mitmenschen  im  strengen  Sinne  er- 
fiillt  zu  haben  ruhig  das  Bewusstsein  tragtund  sich  mit  dem 
Gepr&ge  der  Sanftmuth  und  Wohlthatigkeit,  verbunden  mit 
einem  bescheidenen  Anstand  und  Wurde  schmficket,  sieht 
jederzeit  der  bestimmten  Aufldsung  ruhigen  Blickes  entgegen. 
Sterblicher  sei  daher  in  deinen  Handlungen  stets  rechtlich, 
dann  wird  Dir  das  Scheiden  aus  diesem  Erdballe  nicht 
schwer  fallen." 

Requies  sit  tibi  sempiterna. 

Ueber  dieser  Inschrift  sieht  man  ein  rundes  Wap- 
penschild  ohne  Helm,  mit  einer  Krone  gedeckt  und  in 
zwei  neben  einander  liegende  Felder  getheilt  Das  Feld 
links  zeigt  eine  Trommel,  das  Feld  rechts  eine  Krone  aus 
der  ein  Pferdekopf  emporragt. 

Unter  der  Inschrift  sieht  man  htibsch  gemeisselt  zwei 
Parzen  am  Spinnrocken,  die  Atropos  links,  stehend,  die 
Clotho  rechts,  sitzend,  und  den  Lebensfaden  spinnend. 


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-     *9     — 

Anmerkung.  Rechts  und  links  am  Hauptthore  der 
Pfarrkirche  finden  sich  noch  drei  kleine  Grabsteine  ohne 
Wappen  and  ohne  monumentalen  Schmuck. 

Sie  haben  folgende  Inschriften: 

(Rechts  vom  Thor  unter  der  Grafin  Sarnthein.) 

AUda  ruhet  die  Hochgeborne  Gnddige  Frdule  Fran- 
cisca  Freyin  von  Schmid  Kdnigl.  SUftdame  zu  Hall, 
welche  nach  empfcmgenen  H.  H.  Sterbsakrarnenten  1809 
den  4ten  December  im  67  Jahr  ihres  Alters  seUg  im  Herrn 
ver8ch£eden  tit 

(Links  vom  Thor  iiber  den  Fr&ulein  v.  Troyer  und  von 
Vintler.) 

AUda  ruhet  die  hochgeborne  gnddige  Fr&ule  Maxentia 
Cazzus8i  v.  Bamberg  K.  SUftdame  zu  Hall  welche  nach 
empf  h.  Sterbsakrarnenten  im  68.  Jahre  ihres  Altera  am 
4.  Dezember  1814  sel.  im  Herrn  entscMafen  ist. 

(Links  am  Thor.) 

Hier  ruhet  das  Wohlgeborne  FrWulein  Katharina  von 
Puechler  zu  Rungg  K.  K.  Haller-Stifsdame  welche  nach 
empf.  hi.  Sterbsakrarnenten  im  77ten  Jahre  ihres  Alters 
am  6  Mdrz  1824  sanft  im  Herrn  entschUef. 

„Selig  sind  Diejenigen,  die  den  Herrn  furchten  und  auf 
den  Wegen  seiner  Gebote  wandeln." 

CXXVII.  Psalm  1.  Vers. 

Es  erfibrigen  noch  zwei  bedeutendere  Grabmfler  zur 
Beschreibung. 

32.  Maria  v.  Menz  geb.  Zahlinger.  a.  1807. 

Wenn  man  zum  Haaptthor  der  Kirche  heraustritt,  sieht 
man  links  am  zweiten  Pfeiler  des  Fnegerschen  Portals  ein 
Grabmal  rSmischen  Stiles,  das  rait  in  den  Sockel  gemeis- 
selten  vergoldeten  Bnchstaben  als  Von  Mmzische  Grab- 
sttilte  —  1808  bezeichnet  ist. 

Dieses  Grabmal  besteht  ans  drei  Theilen.  Auf  einem 
Sockel  von  rothem  Marraor,  der  in  der  erw&hnten  Weise 
bezeichnet  ist,   erhebt  sich   aufrecht   ein  langKches  Viereck 


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-     40    — 

von  rSthlich  graueni  Marraor,  in  welches,  wie  in  eine  Ein- 
rahmung,  eine  weisse  Marmortafel  eingelassen  ist,  mit  foU 
gender  Inschrift  in  neudeutschen  Bochstaben. 

Sier  sieh  Freund  ruheud  die  WoUgeborne  Fran 
Maria  EUsabethe  von  ZahUnger,  geboren  zu  Bozen  im 
Etschkreise  Tirol* ,  des  WoMgebornen  hierortigen  K.  K. 
Salinenraths  und  Oberamtadirektors  v.  Menz  gewesene 
edle  Gemahlin.  Sie  lebte  beseheiden,  tugendhaft,  gutherzig, 
Sie  8tarb  durch  unvorgesehenen  Sehlagfluss  nach  empfan- 
genen  heiUgen  Sahramenten  im  72  Jahre  ihres  Leberu- 
alters  dm  1.  July  1807. 

Sie  ruhe  im  IVieden! 

Darunter  in  einer  Vertiefong  liest  man  den  lateinischen 
Schrifttext: 

UUnam  sapermt  et  intelUgerent  et  novieeima  prae- 
viderentl 

Dann  dentsch:  „0,  dass  Menschen  weisslich  vorhineio 
—  schon  verstiinden,  was  zuletzt  wird  sein.tf 

Den  dritten  Bestandtheil  des  Grabmales  bildet  zu  oberst 
eine  runde  weisse  Marmortafel  mit  zwei  Wappenschil- 
den.  Das  eine  links,  geviertet,  zeigt  im  ersten  und  vierten 
Felde  einen  Mann  im  Waffenrock,  eine  Lanze  haltend;  im 
zweiten  und  dritten  einen  spriogenden  Hund.  Das  andere 
Schild  rechts,  ebenfalls  geviertet,  zeigt  im  ersten  und  vierten 
Felde  einen  springenden  LOwen;  im  zweiten  und  dritten  ein 
Winkelmass  mit  nach  aufw&rts  gerichteter  Spitze  und  drei 
Lilien,  zwei  je  rechts  und  links,  die  dritte  unter  dem  rech- 
ten  Winkel. 

Als  Zuthat  sieht  man  noch  unter  der  Wappentafel 
einen  Todtenkopf  mit  einem  Oelzweige,  dariiber  ein  kleines 
Kreuz. 

Der  Gemahl  dieser  Frau  Maria  Elise  v.  Zahlinger  war 
Johann  Josef  v.  Menz  v.  Schonfeld,  Salzmair  u.  M&nzamts- 
Direktor  in  Hall  von  1765 — 1810.  Er  baute  nach  einem 
damals  neueren  System  neon  kleine  Sudpfannen,  zu  denen 
von  der  Kaiserin    Maria  Theresia   am   24.  Juli    1765  der 


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—    41     — 

Gnmdstein  gelegt  wurde,  worauf  im  Gartensalon  des  k.  Damen- 
stiftes  eine  Tafel  stattfaod.  Funf  dieser  Pfannen  brannten 
am  16.  Febroar  1822  ab.     (Maders  Chronik  von  Hall.) 

33.  Joseph  Speckbacher.  a*  1820. 

Von  alien  Grabdenkraalen,  welche  sich  bis  zam  Jahre 
1851  an  den  Aussenseiten  der  St  Nikolaus-Pfarrkirche  be- 
fanden,  ward  ein  einziges  bedentendes  unverrfickt  belassen, 
and  das  ist  das  Grabmal  des  im  Befreiungskriege  von  1809 
berQhmt  gewordenen  Schfitzenmajors  Josef  Speckbacher. 
Aof  der  Sudseite  der  Kirche,  nahe  der  sfidwestlichen  Ecke 
derselben,  ist  in  die  Mauer  eine  Nische  in  Spitzbogenform 
gebrochen,  in  der  sich  folgendes  Grabdenkmal  befindet. 

Auf  einem  Postamente  von  weissem  Marmor  stehteine 
grosse  gedeckte  Vase,  gleichsam  eine  Aschenurne,  drapirt 
mit  einem  Leichentache ,  fiber  welchem  die  goldene  Kette 
mit  der  grossen  goldenen  Medaille,  die  Josef  Speckbacher 
von  Kaiser  Franz  I  verliehen  worden,  in  Nachahmung  dar- 
gestellt  ist.  Die  l&nglich-viereckige  Vorderfl&che  des  Posta- 
mentes  fflllt  ein  Schild  mit  folgender  Inschrift  in  grossen 
lateinischen  Bachstaben: 

Im  Kampfe  wild,  dock  menschUch 

Auch 

Im  Frieden  still  und  den 

Oesetzen  treu 

War  Er  aU  Krieger 

Vnterthan  und  Mensch 

Der  Ehrey  wie  der 

Liebe  wertK 

Unterhalb  dieser  Lapidarzeilen,  welche  Bergrath  Mussack 

verfasste,  liest  man  in  den  Socket  des  Postamentes  gemeisselt: 

Joseph  Speckbacher  Tyrol 
Landes-Sch&tzen-Major,  Oeboren  zu  Onademuaid  am  14. 
August  1768,  Gestorben  zu  Hall  am  28.  Maerz  1820. 
Am  untersten  Streifen  des  Sockels  findet  sich  noch  die 
Bemerkung : 


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—    42    — 

Am  28ten  Jum  1858  wurden  die  Oebeme  nach  Jww- 
bruch  in  die  Hofkirche  iibertragen* 

Fecit  J 08.  Kdlp. 

Dort  warden  sie  an  der  Seite  Andreas  Holers,  neben 
dessen  grossartigem  Standbilde,  zugleich  mit  den  Gebeinen 
Haspingers  beigesetzt.     Das  Trifoiium  im  Grabe. 

Da  die  Geschicbte  Josef  Speckbachers ,  des  „Mannes 
von  Rinn,"  iosbesonders  seine  Leistungen  im  Jahre  1809 
und  deren  Folgen  allgemein  bekannt  sind,  ist  es  wobl  uber- 
fliissig,  hier  Weiteres  zu  erw&hnen. 


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Die 

Rh&tisch-Etruskischeii 
Alterthtimer 

entdeckt  bei  Matrei  im  Mai  1845 

•  vom 


Grafen  Benedikt  tiiovanelli, 

PodestA  von  Trient. 


Trient  bei  Monauui  1845. 
UeberseUt  aus  dem  Italienischen  von  Fr.  v.  A. 


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Vorwort  des  Uebersetzers. 


Das  vorstehende  Werk  ist  gleichsam  der  Schlussstein 
▼on  mehrern  frfihern  in  der  Zeitschrift  des  Ferdinandeums 
erschienenen  Schriften  des  namlichen  Verfassers,  der  schon  in 
der  ersten  Abhandlang  des  ersten  Bandes  dieser  Zeitschrift 
von  1825  fiber  das  rQmische  Strassenmonument  zu  Maretsch 
seine  Ansicht  aassprach,  dass  die  allseitig  als  etrnskischen  Ur- 
sprungs  anerkannten  Rh&tier  als  aborigines  in  nnsern  Ge- 
birgen  hansten,  and  sie  daher  die  Vfiter  der  sp&ter  in  die 
Poebene  and  im  Laufe  der  Zeiten  auch  ins  tiefere  Italien 
ansgewanderten  Etrnsker,  nicht  deren  SShne  seien,  wie  man 
nach  einer  isolirten  Angabe  des  tiberhaupt  nnverl&sslichen 
Justinns,  eines  Autors  vom  3.  Jahrbundest  n.  Chr.,  gewdhn- 
lich  annimmt,  derzufolge  dieselben  erst  nach  dem  Einfall  der 
Gallier  in  Oberitalien  im  4.  Jahrhunderte  nach  Erbauung 
Roms  unter  einem  Anfiihrer  Rhaetus  in  die  Berge  geflohen 
waren. 

Graf  Giovanelli  findet  es  n&mlich  schon  an  sich  ganz 
trowahrscheinlich,  dass  die  geschlagenen  Fluchtlinge  in  dem 
damals  ohne  Zweifel  bereits  schr  bevdlkerten  Gebirge  ohne 
weiters  Aufname  and  zwar  als  Herren  gefimden  batten,  und 
roeint  nnter  Anf&hrung  manch  anderer  gewichtiger  Griinde, 
dass  die  Etrusker,  die  nach  ihren  filtesten  Traditionen  als 
Rasener  unter  Anfiihrnng  eines  Rasena,  dann  als  Tyrrhener 
(Sfthne  der  Erde  zum  Unterschiede  von  den  Pel  as  gem,  SOh- 
nen  des  Meeres)  endlich  nach  ihrem  Hanptsitze  in  Thuszien 
oder  Toskana  als  Thaszier,   Etrasker   erscheinen,   eben   die 


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—     46     — 

Auswanderer  aus  den  rh&tischen  Gebirgen  sind,  deren  Stamm- 
vater  aber  in  der  Heimat  zuriickblicben  unci  durch  die  Ein- 
falle der  Gallier  zwar  von  ihren  Stammgenossen  abgeschlos- 
sen  wurden,  sich  jedoch  in  ihren  Bergen  bis  zur  Eroberung 
durch  die  weltbeherrschenden  RSmer  in  Verbindung  mit  den 
mehr  nach  Osten  und  der  dortigen  Ebene  zu  gelegenen  Euga- 
neern  und  andern  abgesonderten  Gemeinden,  wie  die  Camuni, 
Stoni,  Tridentini,  Leponzier,  Feltrini  u.  s.  w»  stets  selbst- 
standig  erhielten,  in  der  Geschichte  nie  untereinander  in 
Streit  erschienen,  hie  und  da  auch  Einfalle  in  der  Ebene 
machten  und  nach  einer  Stelle  in  Plinius  „Rhaetorum  et 
Euganeorum  Verona"  wie  Trient,  sogar  auch  diese  Stadt 
am  Fusse  der  Alpen  gegriindet  haben. 

Die  gleiche  Ansicht  verfocht  Giovanelli  noch  ausfiihr- 
licher  in  seiner  spatern  umfassenden  Abhandlung  fiber  den 
Saturnusdien8t  in  den  tridentinischen  Alpen,  die  ebenfalls, 
aber  in  Uebersetzung  aus  dein  Italienischen  von  A.  v.  R.  in 
die  Zeitschrifl  des  Ferdinandeums  von  1828  aufgenommen 
wurde,  worin  unter  Andern  mit  Hinweisung  auf  die  auch  in 
Itaiien  bestandene  alteste  Verehrung  des  Saturnus  und  die 
grosse  Aehnlichkeit  des  zwar  in  unsern  Bergen  weit  ein- 
fachern  aber  eben,  weil  mehr  in  der  filtern  urspriinglicheo 
Form  verbliebenen  priesterlichen  Ritus  auch  angefuhrt  wird, 
dass  der  Consul  Munatius  Plancus  nach  seinem  Einfalle  in 
Rhatien  acht  Jahre  vor  jenem  des  Drusus,  mit  dem  Triumphe 
beehrt,  dem  Gotte  der  Rhatier,  Saturnus  aus  der  Beute  eiuen 
Tempel,  hOchst  wahrscheinlich  zu  Trieut,  und  um  das  be- 
siegte  Volk  zu  gewinnen,  erbaut  habe,  wie  iiberhaupt  das 
gleiche  Thema  in  mehr  eingehender  Weise  er5rtert  ist. 

So  scharfsinnig  diese  gelehrten  Deduktionen  waren, 
fehlte  denselben  doch  der  wesentliche  Hintergrund  von  etrus- 
kischen  Ueberbleibseln  und  Inschrifben,  nach  denen  schon 
Rosohmanu  vor  mehr  als  hundert  Jahren  vergeblich  gesucht, 
und  eben  deshalb  seiner  fruhere  Meinung,  dass  die  altesten 
Bewohner  Tirols  Etrusker  gewesen,  entsagt  hat,  um  daRir 
die  Celten   anzunehinen,   die  jeden falls  deren  n&chste  Nach- 


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barn  waren.  Da  ward  aber  plStzlich  im  Cem  bra  thai  e  und 
zwar  in  der  Nahe  des  Hauptortes  Ceinbra  in  sandiger  Erde 
von  Mauertrnmmern  urageben  ein  uraltes  Henkelgefass,  etwa 
sechs  Wienermass  .haitend,  ganz  too  Kupfer  mit  funf  am 
obero  Rande  and  dem  Henkel  angebrachten  Inschriften  voo 
bisher  in  unsern  Gegenden  nicht  bekannten  Lettern  gefunden, 
die  offenbar  der  euganeischen  und  etruskischen  Paleografie 
verwandt,  audi  vorn  gelehrten  Inghirami  zu  Florenz  nacb  ihrer 
auffallend  eckigen  Form  als  gerade  den  altesten  etruskischen 
Monumenten  sebr  nabestehend  erkl&rt  wurden,  wie  dies  Gio- 
vanelli  in  der  Zeitschrift  des  Ferdinandeuins  von  1834  unter 
BeiJage  eioer  Zeichnung  des  Gefasses  und  Gopie  der  In- 
schriften bekannt  machte. 

Dieses  merkwurdige  Gefass  wurde  sofort  aucb  von 
andern  Gelehrten  in  Italien  besprochen,  was  den  Grafen 
Giovanelli  veranlasste,  mit  Bezug  darauf  eine  neue  Abhand- 
lung  von  ziemlich  bedeutendem  Uiufang  in  italieniscber  Sprache, 
De'  Rezi  e  dell1  origine  de'  popoli  d'  Italia,  im  Jabre  1844, 
Trento  bei  Monauni,  herauszugeben,  die  in  der  Zeitschrift 
des  Ferdinandeums  nicht  erscheint.  Darin  werden  nun  mit 
gesteigerter  Zuversicht  und  unter  Berufung  auf  andere  Ge- 
lehrten, Freret,  Niebuhr,  Ottfried  Miiller,  welche  ebenfalls  in 
den  Rhatiern  den  Stamm  der  Raseuer  und  deren  Herkunft 
aus  unsern  Bergeu  zu  erkennen  glaubten,  die  in  den  fruhern 
Abhandlungen  angefiihrten  Beweisgrunde  wiederbolt ,  noch 
weiter  ausgefuhrt  und  mit  andern,  aus  der  Geschichte  und 
Sprache,  wie  z.  B.  die  offenbar  fcltere  Kenutuiss  von  Schrift- 
zeichen  iu  Italien  als  selbst  in  Griechenland,  entlehnten  Daten 
verstarkt,  und,  ohne  in  eine  nabere  Deutung  der  dunkeln  In- 
schriften einzugehen,  mit  der  Hoffnung  goscblossen,  dass  neue 
Entdeckungen  in  den  Eingeweiden  der  Erde  die  Richtigkeit 
seiner  Anscbauung  noch  mehr  bestatigen  werden. 

Balder  als  man  erwarten  konnte,  sollte  diese  kuhne 
Hoffnung  sich  erfullen,  da  bereits  im  Mai  1845  in  der  Nahe 
von  Matrei  diesseits  des  Brenners  die  nicht  minder  merk- 
wiirdigeu  Trtimmer  einer  Opferschale  oder  Schiissel  mit  Fi- 


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goren,  und  aof  einer  Handhabe  auch  den  vorigen  gleiched, 
den  etruskischen  ahnlichen  Lettern  gefunden  warden,  welche 
Triimmer  der  anerraiidete  Forscher  fiir  die  altesten  bekannten 
Ueberbleibsel  etruskischer  Kunst  halt,  und  noch  im  nemlicheo 
Jahre  1845,  kurz  vor  seinem  Tode  die  genaue  Beschreibong 
and  eingehende  Erkl&rang  und  Wfbrdigung  dieser  glficklichen 
Entdeckang  als  Nachtrag  zu  seiner  erw&hnten  Abhandlung 
von  1844  lieferte. 

Sowohl  die  Bedeutung  dieses  ira  Besitze  des  Ferdinan- 
denms  vorhandenen  Fandes  an  sich,  zagleich  ein  interessan- 
ter  Beleg  fBr  die  Znsammengehdrigkeit  des  Landes  vor  Tau- 
senden  von  Jahren,  als  die  dankbare  Erinnerung  an  den 
Grafen  Giovanelli,  der  die  ZeiUchrifl  des  Ferdinandevms  rait 
so  vielen,  h5chst  schatzbaren  Aoisatzen  bereichert  hat,  spre- 
chen  daftkr,  auch  dies  letzte  Produkt  der  Muse  des  sterben- 
den  Archeologen,  das  in  so  nahera  Zasammenhang  mit  seiner 
durch  20  Jahre  mit  imuier  steigender  Wahrscheinlichkeit 
festgehalteuen  Ansicht  steht,  den  deatschen  Lesern  znr  Kennt- 
niss  zo  bringen. 


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jOJb  ich  im  verflossenen  Jahre  raeine  Schrift:  De'Rezietc. 
Trient  bei  Monaunijl844  verfasste,  bezuglich  auf  das  kupferne 
zu  Cembra  ausgegrabene  Henkelgefass,  das  am  Henkel  und 
Rande  die  ersten  Lettern  etruskischer  Paleografie  zeigte,  die 
man  zu  unserer  Zeit  in   diesen  Bergen  gesehen  hat,  drfiokte 
ich  in  der  Anmerknng  zur  Seite  142  auch  die  Hoffnung  aus, 
dass   die   Zeit   zor  bessern   Beleuchtung   dieses   ehrwiirdigen 
Alterthums   enthtillen    werde,   was   die   Erde   noch   in   ihren 
Eingeweiden   verbirgt     Durch   einen   eigenthiimlichen   Zufall 
war  das  GWck  unsern  Anfangen  so  gunstig,   dass,   was  ich 
im  vorigen  Jahre   von  den  Rhatiern  sagte,  sich  kaum  nach 
dem  Schlusse  desselben  nun  deutlicher  als  je  zeigt,  so  dass 
diese  meine  Erwartung  sich  als  eine  Ahnung  erwies.     Denn 
schon  im  letztvergangenen  Mai  entstiegen  der  Erde  an  Orten, 
wo  man  es  am  wenigsten  hoflfen  durfte,  auf  einem  der  h5ch- 
sten  Berge  der  Alpen  and  Scheidang  der  Klimate  nach  zwei- 
taosend   and   mehr  Jahren   die   ehrwurdigsten    Ueberbleibsel 
als  untrfigliche  Zeagen   fiir  verschiedene  Pankte  meiner  Ab- 
handlung  and  zu  neaerlicher  Best&tigung  der  Wahrheit,  dass 
die  Vdlker   Italiens   Etrusker   waren,   aber  nicht  die  S5hne 
jener  Etrusker,   die,   wie   man   behaupten   will,   zitternd   vor 
den  Galliern   flohen,   Justinus,   Hist.  I. — XXI.  Thusci,  duce 
Hheto,   avitis  sedibus   amissis,   Alpes   occupavere  et  ex  no- 
mine ducis  gentes  Rhetorum  condiderunt :  —  dass  die  Lettern 
der  ven  mir  veroffentlichten  Inschrifben  wirklich  den  Rhatiern 
ii)6besondere   eigen   waren:   dass   die  Rhatier  nicht  ein  nach 
vorhergehender  Gultur  verwildertes  Volk,  noch  zor  Zeit  ihres 
letzten  Krieges  solche  Barbaren  waren,  wie  Livius  glaubtey 
und  auch  ihre  Sprache  nicht  so  aus  dem  Etmskischen  ver- 
Ferdinandeumt-Zeitschrift.  4 


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—    50    — 

dorben,  am,  wie  er  sagte,  selbst  den  Klang  davon  zu  ent- 
stellen:  Livius  V.  33.  Tuscarum  ante  Roinanum  imperium 
late  terra  marique  opes  patuere.  —  Alpinis  quoque  ea  gen- 
tibus  hand  dubie  origo  est,  maxime  Rhaetis,  quos  Joca  ipsa 
efferarant,  ne  quid  ex  antiquo  praeter  sonum  linguae,  nee 
eum  incorruptum  retinerent,  sondern  dass  die  Sprache,  die 
sie  zu  seiner  Zeit  redeten,  noch  die  reine,  alte,  ursprungliche 
Sprache  der  etroskischen  Vater  und  Urahnen  war,  —  erster 
Weg  dies,  der  geoffnet  werden  muss,  uin  zur  Losung  der 
Frage  zu  gelangen,  ob  die  Sprache  der  Etrusker  am  Po  und 
im  mittlern  Italien  ihren  Anfang  und  Grand  in  Khatien  hatte, 
wodurch  man  auch  dahin  kommen  wird,  den  so  interessanten 
Zweifel  fiber  den  Ursprung  dieser  so  beriihmten  Nation  zu 
beheben,  die  durch  mehrere  Jahrhunderte  beinahe  ganz  Italien 
beherrschte.  So  wahr  ist  das  ewige  und  allgemeine  Princip, 
dass  die  Wahrheit  nicht  miide  wird,  sich  Bahn  zu  brechen 
fiber  viele  Jahrhunderte  weg,  nicht  zuriickschreckt  vor  der 
entgegenstehenden  Alpe  noch  vor  dem  geheimen  Dunkel  einer 
zweitausendjahrigen  Scholle. 

Der  Markt  Matrei  liegt  am  linken  Ufer  des  Fliisschens 
Sill,  am  nordlichen  Abhang  des  Berges  Brenner,  eine  der 
grossen  Hohen,  welche  eine  gemeinsame  Quelle  der  Becken 
des  adriatischen  und  schwarzen  Meeres  bilden,  geographisch 
Deutschland  und  Italien  scheiden  und  ihr  Wasser  beiden 
Meeren  zusenden.  Es  war  dies  einst  der  Wohnplatz  der 
Brenni,  so  genannt  in  der  Alpen-Trophae  des  Augustus,  auch 
von  Venosinus  und  andern  alten  Schriftstellern :  und  nach 
der  Unterjochung  Rhatiens,  14  Jahre  vor  der  gemeinen  Zeit- 
rechnung  wurde  Matrei,  damals  Matrejum,  eine  der  Statio- 
nen  der  grossen  Romerstrasse  Claudia  Augusta,  mit  welcher 
Drusu8,  Stiefsohn  des  Octavianus  Augustus  iiber  die  minder 
8chwierigen  Durchgange  der  rhatischen  Gebirge  den  Po  und 
das  adriatische  Meer  der  Donau  naherte,  und  zwar  iiber 
die  Wegscheide  von  Trient,  wo  das  Thai  Valsugana  ins 
grosse  Etschthal   mOndet.     Matrei  ist   daher  im   romischen 


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-    51    — 

Itinerar  auf  der  Theodosischen  oder  Peutingerischen  Tafel 
zwischen  Vipitenum,  das  am  entgegengesetzten  Abhang  des 
Brenners  liegt,  und  Veldidena  oder  Vetonina  angefuhrt,  beide 
auch  auf  dem  Antoninischen  Itinerar  geriannt,  wovon  jenes 
jetzt  Sterzing  heisst,  auch  heute  noch  der  Name  Wippthal 
herstammt,  dieses  Wilten  bei  Innsbruck. 

Auf  die  Entfernung  von  drei  (rectius  vier)  Stunden  von 
Matrei  gegen  Wilten  oder  Norden  liegt  der  Htigel  vom  zer- 
fallenen  Schlosse  Sonnenburg,  an  dessen  Fuss  im  Jahre  1844 
aus  Anlass  einer  zur  Aenderung  der  Strasse  vorgenommenen 
Abgrabung  die  Arbelter  auf  viele  Alterthiimer  stiessen,  und 
aus  fihnlicher  Veranlassung  entdeckte  man  gegen  alles  Er- 
warten  im  Mai  dieses  Jahres  deren  andere  bei  Matrei.  Un- 
geachtet  der  erwahnten  historischen  Daten  fand  man  aber 
weder  bei  Matrei  noch  am  Hugel  von  Sonnenburg  etwas, 
was  sich  auf  die  rSmischen  Zeiten  beziehen  kdnnte,  und  eben 
so  wenig  mahnen  die  gefundenen  Stiicke  irgend  an  Vdlker 
germanischen  Ursprungs,  daher  letztere,  oflFenbar  von  sehr 
hohem  Alter  nur  als  rh&to-etruskische  betrachtet  werden 
kdnnen,  als  welche  sie  sich  iibrigens,  wie  wir  sehen  werden 
an  und  fur  sich  erweisen. 

Sowohl  zu  Sonnenburg  als  in  der  N&he  von  Matrei  be- 
steht  der  Haupttheil  der  gefundenen  Alterthtlmer  in  einer 
grossen  Anzahl  von  Aschenkrugen;  dieselben  sind  von  ge- 
branntem  Thon  aus  einer  von  jedem  dieser  Orte  wenig  ent- 
fernten  Grube,  der  verwitterten  Schiefer  mit  kleinen  Stucken 
von  zerquetschtem  weissen  Stein  enthftlt.  Alle  diese  KrSge 
sind  ganz  ordinllr,  fast  alle  von  einfacher,  gemeiner  Form, 
nicht  gedreht,  aber  fleissig  mit  der  Hand  gearbeitet,  einige 
mit  punktirten  Streifen,  alle  jedoch  von  roher  Arbeit  und 
schwer,  wie  man  deren  eine  Menge  in  den  Gegendgn  Etru- 
rieni  findet  und  leicht  gebrannt;  darin  allein  sind  diese  Enfc- 
deckungen  an  beiden  genannten  Orten  fthnlich. 

Bei  Sonnenburg  enthielt  jeder  Krug  ausser  den  ver- 
brannten  Ueberbleibseln  menschlicher  Gebeine  ein  oder  zwei 
Messer  mit  Griff,  jedes  aus  einem  Stiicke  und  ganz   von 

4* 

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Kupfer.  Die  wenigen  Stticke,  die  ich  davon  sah,  veil  der 
grftssere  Theil  verloren  gieng,  sind  von  verschiedener  and 
besonderer  Form,  wie  es  scheint,  je  nach  der  verschiedenen 
Beugang  des  geschhffenen  Theiles  zu  verschiedenem  Gebrauche 
bestimmt.  In  den  Aschenkrugen  von  Matrei  feblen  aber 
diese  Messer  ganz  und  man  fand  nicht  Eines;  dafur  aber 
wurden  unter  der  Leitung  des  gelehrten  und  eifrigen  Forschers 
nach  heimischen  Alterthumern,  des  Herrn  P.  Albert  Jager, 
der  auf  die  erste  Nachricbt  von  diesen  ehrwurdigen  Ueber- 
bleibseln  ferner  Jahrhunderte  herbeigeeilt  war,  in  der  Tiefe 
von  zwei  Wienerschuhen  nacheinander  kupferne  Ringe  mit 
darin  gefassten  farbigen  Glasern  ausgegraben,  aucb  eine  Art 
Corallen,  theils  viereckig  von  Kupfer,  theils  vom  nemlichen 
Glas,  auch  viele  Stiicke  von  dickem  Kupfer,  nach  Art  von 
Bingen  zu  unbekanntem  Gebrauche  gebogen,  und  einige 
Schnallen  von  einfacher  Arbeit,  lauter  Gegenstande,  die  zu 
unserem  Zwecke  nicht  dienen,  daher  iiberflussig,  sie  naher 
zu  beschreiben.  Mit  diesen  Sachen  hatte  man  aber  unter 
der  Erde  drei  uralte  Triimmer  und  einige  kleinere  Stiicke 
von  Kupfer  mit  getriebener  Arbeit  entdeckt,  d.  i.  mit  dem 
Hammer  von  unten  hinauf  geschlagen,  und  Handhaben  von 
gleichem  Metall,  eine  davon  mit  Lettern,  welche  zu  den  glei- 
chen  Gefassen  zu  gehoren  scheinen,  von  denen  obige  Trum- 
mer  und  Stiicke  herruhren. 

In  diesen  Bruchstiicken  und  und  der  Handhabe,  die 
eine  Inschrift  tragt,  obgleich  jammerlich  zerrissen,  besteht 
meine8  Erachtens  der  wichtigste  Theil  dieser  Entdeckungen, 
daher  wir  uns  besonders  damit  zu  beschaftigen  haben.  In 
wie  feme  nemlich  an  dem  einen  Orte  in  den  Aschenkrugen 
diese  seltsamen  Messer,  am  andern  aber  trotz  der  grossen 
Nahe  auch  nicht  eines  davon  gefunden  wurde,  kann,  wie 
mir  scheint,  iiberhaupt  wenig  mehr  geschlossen  werden  als 
dass  jener  ein  Begrabnissplatz  war,  ohne  Zweifel  sehr  alt 
und  also  schon  deshalb  sehr  zu  schatzen.  Wahrscheinlich 
gehdrte  er,  wie  nach  der  grossen  Anzahl  der  Aschenkruge 
anzunehmen,  einer  bereits  angesessenen  Bevolkerung  an,  die 

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—    53    — 

aber  kurz  frflher  noch  Nomaden  gewesen,  und  gewiss  schei- 
nen  die  zo  so  vielfachem  Gebrauche  geeigneten  Messer  die 
Lebensart  von  noch  herumwandemden  Lenten  anzudeuten, 
denen  diese  Ger&thschaften  hQchst  n5thig,  also  auch  das 
liebste  waren,  was  der  Besitzer  nie  von  sich  l&sst  and  ihm 
also  auch  noch  ins  Grab  mitgegeben  wurde.  Von  dieser 
Seite  betrachtet  sind  also  auch  sie  von  Belang  for  unsere 
Nachforschungen  und  werden  wir  auch  in  der  Folge  davon 
sprechen.  Yon  dem  Platze  in  Matrei  ist  aber  nach  Allem 
aozunehmen,  dass  er  Leuten  gehorte,  die  schon  lange  die 
Gewohnheiten  der  Nofnaden  abgelegt  und  ihren  festen  Wohn- 
sitz  da  genommen  batten,  wo  jetzt  ihre  Asche  aus  der  Erde 
geholt  wurde.  Es  waren  dies  die  Brenni,  wie  kurz  friiher 
gesagt  wurde,  und  jene  Andern  wahrscheinlich  vom  nemlichen 
Stamme,  aber  noch  Hirten,  die  mit  ihren  Rindern  und  Herden 
in  der  weiten,  vom  Inn  und  der  Sill  bewasserten  Ebene  gegen 
Norden  herumwanderten,  wo*dann  die  rflmische  Station  Vel- 
didena  erstand  und  heute  die  St&dte  Innsbruck  und  Hall 
prangen. 

Wie  viel  wichtiger  aber  fdr  Archeologie  und  Geschichte 
die  in  Matrei  entdeckten  Bruchstticke  seien,  wird  auch  eine 
nur  kurze  Beschreibung,  die  mir  vor  jeder  weitern  Unter- 
suchung  n5thig  erscheint,  zur  Genfige  beweisen,  —  wichtig, 
wie  niich  dtlnkt,  in  hohem  Grade  —  in  Betreff  der  Fragen 
uber  die  nationale  Zugeh5rigkeit  der  dies-  und  jenseits  der 
Alpen  wohnenden  Rhfttier,  fiber  den  Grad  ihrer  Bildung  Zur 
Zeit  der  RjBmer  und  vor  denselben,  so  wie  fiber  den  Ur- 
8pruug  der  etruskischen  Gebrauche  und  Spiele,  ihre  Religion 
und  die  Paleografie  und  Sprache  dieser  so  beriihinten  Nation. 

Die  leicht  concave  und  einw&rts  gebogene  Form  der 
drei  grdssern  Bruchstiicke  und  die  dabei  gefundenen  Hand- 
haben  lassen  mich  glauben,  dass  die  Gerathschaften,  von 
denen  sie  herkoramen,  von  jener  Art  seien,  die  man  einst 
outer  den  von  den  Etruskern  herriihrenden  Alterthfimern 
patere,  Schalen  nannte,  eine  Benennung,  die  jedoch  von  den 


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—    64    — 

Archeologen    far  ungeeignet  erkannt,  und  in  die  von  Metall- 

spiegeln  ge&ndert  warde.     Nachdem  diese  jedoch  bisher  be- 

st&ndig  mit    dem  Graffit-Stichel   bearbeitet  gefunden  warden, 

die   von  Matrei  aber   mit  dem   Hammer  nod   dem   Schlage 

von   unten     nach  oben,   so  dass   das  Bild  oberhalb  auf  der 

scbmeidig  gemachten  Kupferplatte  sich  erhebt  and  hervortritt, 

wage  ich   es   nicht,  mich  dieses  Ausdruckes  zu  bedienen  and 

will  sie  lieber  Schtisseln  oder  Scheiben  mit  Handhabe  nennen, 

wftrde  mich  auch  nicht  widersetzen,  wenn  sie  Jemand  Schilde 

nennen  m5chte,  woza  guter  Grand  nicht  fehlen  wflrde,  wenn 

nicht  vielleicht  die  Handhaben  yon  gleicbem  Metall  and  Arbeit 

dagegen    waren. 

Auf  alien  diesen  drei  Bruchstiicken  befinden  sich  Figuren, 
nnd,  soviel  man  nach  dem,  was  sich  vou  ihnen  erhalten  hat, 
noch  schliessen  kann,  liefen  auf  alien  drei  Stiicken,  zu  denen 
sie  gehorten,  zwei  Abtheilungen  oder  parallele  Zonen,  inner* 
halb  welchen  sich  die  erhaben^dargestellten  Figaren  beweg- 
ten.  Auf  den  beiden  kleinern  von  diesen  drei  Bruchstiicken, 
auf  denen  nur  ein  kleiner  Theil  von  einer  der  beiden  Zonen 
zuriickblieb  (s.  Tafel  I.),  gewahrt  man  eine  Prozession  mann- 
licher  Figuren,  alle  gleich  gekleidet:  ein  kurzer  Mantel,  ge- 
s&umt  am  untern  Rande,  an  die  Person  anschliessend,  be- 
deckt  den  ganzen  Korper  und  die  Anne,  auf  dem  Kopfe 
hat  jeder  ein  glattes  Kappchen  oder  pileum,  wie  man's  nennen 
will,  und,  wo  sie  gehen,  sieht  man  irgend  ein  Symbol  oder 
mystisches  Zeicheu,  wovon  spater  die  Rede  sein  wird,  und 
hier  ist  nur  zu  bemerken,  dass  auf  einem  dieser  beiden  StQcke 
die  Figuren  ganz  bartlos  erscheinen,  auf  dem  andern  aber 
wenigstens  einen  ersten  Anflug  davon  haben,  jedoch  die  einen 
and  die  andern  sehr  jung. 

Das  grSsste  Bruchstiick  unter  alien,  auch  von  Kupfer 
scheint  zu  einer  Schussel  vom  Durchmesser  von  anderthalb 
Schuh  gehOrt  zu  haben,  auf  welchen  sich  ebenfalls  zwei 
kreisf^rraige  Zonen  mit  Figuren,  parallel  mit  einem  Central- 
streifen  ohne  Figur  befinden.  Auf  dem  innern  Theil/e  einer 
dieser  Zonen  sieht  man  zwei  nackte  Meoschen,  die  beide  in 


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—    65    — 

der  geschlossenen  Faust  jeder  Hand  festgemacht  die  cestus 
zum  Faustkampfe  und  am  linken  Ann  ein  starkes  Armband 
oder  Ring  tragen,  urn  den  Leib  eine  breite  Binde  von  Leder 
oder  irgend  einem  Gewebe,  Kopf  und  Kinn  aber  g&nzlich 
geschoren.  Beide  Figuren,  dem  Ansehen  nach  sehr  mSnn- 
Kch  kr&ftig  und  trotzig,  stehen  auf  dem  Punkte,  anf  einander 
loszogehen  and  handgemein  zu.  werden.  Daneben  and  vor 
ihnen  steht  ein  gabelartiger  Stock,  auf  welchera  ein  Helm* 
gehSrnt  nnd  mit  einem  Kamme  h&ngt  nnd  ein  Speer,  in  der 
Nahe  auch  ein  Schild  und  nicht  weit  davon  ein  anderer 
Speer,  roehr  geziert  als  der  erste  und  auf  dem  Boden  des 
Kampfplatzes  aufgerichtet;  auch  sieht  man  im  Felde  dieser 
Zone  noch  einige  Simbole  von  denen  sp&ter  die  Rede  sein 
wird.  Aber  auf  jeder  Seite  der  gedachten  beiden  Figuren 
stehen  einige  andere  in  ehister  Haltung,  den  K&mpfern  zu- 
gewendet,  in  rubiger  aber  aufmerksamer  Beobachtung.  Diese 
haben  die  ganze  Person  mit  einem  Mantel  bedeckt,  der  je- 
doch  nicht  Aber  die  Mitte  der  Unterschenkel  reicht,  und  den 
ganzen  Leib  umschliesst,  nicht  un&hnlich  der  Kleidung  der 
Figuren  auf  den  beiden  kleinern  Bruchstticken,  und  auf  dem 
Haupte  tragen  sie  eine  Kappe,  die,  ich  m5chte  sagen,  wie 
knorrig,  aussieht,  und  in  der  ganzen  Rundung  etwas  erhftht, 
was  sich  bei  der  Oberflachlichkeit  der  Zeichnung  nicht  n&her 
bestimmen  l&sst,  an  den  Fflssen  aber,  wie  es  scheint,  eine 
einfache  Sohle  von  Leder.  Die  ganze  Zeichnung  ist  rob  und 
mangelhaft,  wie  auf  den  tibrigen  Bruchstticken,  aber  lebendig 
uqd  voll  Ausdruck;  roh  und  schlecht  ist  auch  die  Arbeit 
des  Metalls  und  mahnt  an  die  Erstlinge  der  Kunst. 

Auf  der  zweiten  Zone  dieses  seltsamen  Bruchsttickes 
wandern  einige  vierffissige  Thiere,  zwei  Ochsen,  von  denen 
man  des  Bruches  wegen  nur  einen  gani  sieht,  den  andern 
zum  Theil ;  ausserdem  ist  da  ein  junger  Hirsch  oder  Hirsch- 
kub,  und  fiber  ihnen  fliegen  geflQgelte  Thiere  gerade  aus,  Ton 
der  Lirikfen  zur  Rechten,  und  im  Felde  erscheinen  gewisse  Sim- 
b<^,  wie  in  der  obern  Zone.  Auf  dem  Nacken  der  Thiere,  die 
wtf  Obfafsen  genannt  haben,  sieht  man  nur  ein  einziges  fiorn. 


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-    56    — 

Die  Zeichnung  dieser  Thiere,  obwohl  sehr  gestreckt;  ist  ubri- 
gens  minder  unregelm&ssig  als  jene  der  menschlichen  Figaren. 
Die  Zeichen  oder  Simbole  dieser  drei  BruchstQcke  bestehen 
in  einfachen  oder  zwei  konzentrischen  Kreisen  oder  Spharen, 
einer  Zierde  von  der  Form  einer  umgekehrten  Lilie,  and  einem 
andern  Zeichen,  ahnlich  dem  Schweif  einer  Schlange  in  der 
Zone  der  Thiere.  Mit  Uebergehnng  des  tibrigen,  was  kein 
Interesse  hat,  sind  nor  zu  erwahnen  die  Lettern  auf  einer  der 
'Handhaben,  nicht  mehr  als  sieben,  abgezeichnet  auf  der  Taf.  I, 
No.  1;  die  Qbrigen  Handhaben,  so  wie  die  andern  Bruchstiicke 
siud  ohne  Lettern. 

Schon  aus  dieser  knrzen  Beschreibang  werden  die  ge- 
ehrten  Leser  entnomraen  haben,  wie  sonderbar  diese  Reli- 
quien  der  rhatischen  Volker  sind,  sowohl  in  Betreflf  des  dar- 
gestellten  Gegenstandes  als  der  Art  der  Arbeit  and  ihrer 
Herkanft  aus  diesen  Gegenden,  (w&hrhaft  bedeutend  and 
klassisch  fur  die  Geschichte  and  sch5nen  Kunste  der  Etrns- 
ker  nannte  sie  einer  der  ersten  lebenden  Archeologen,  Herr 
Professor  Colestin  Cavedoni  in  seinem  freandlichen  Schreiben 
vora  12.  Jali  d.  J.)  —  and  sie  werden  der  Sorge  and  Vor- 
sicht  unsers  Herrn  Landes-Gouverneurs  Grafen  Brandis  Dank 
wissen  daftir,  dass  er  gleich  auf  das  erste  Gerucht  hin  die 
Fortsetzang  der  Ausgrabangen  veranlasste,  so  wie  die  ersten 
Entdeckungen  ihm  zu  Gesichte  kamen,  sogleich  deren  Wich- 
tigkeit  erkannte,  durch  unmittelbare  Uebergabe  an's  Ferdi- 
nandeam  vorsichtig  far  deren  Aufbewahrang  sorgte  and  zu- 
gleich  damit  das  von  ihm  schon  Mher  so  sehr  gefSrderte 
Institut  bereicherte.  Nach  diesen  Bemerkangen  and  der  Be- 
schreibung  der  Figuren  auf  ansern  Bruchstttcken  kommen 
wir  nan  zar  wichtigsten  Aufgabe,  dem  Versuche  eine  Er- 
kl&rang  davon  zu  geben. 

Die  Prozessionen  der  jangen  Leate,  in  einem  der  klei- 
nern  Bruchstiicke  bartlos,  im  andern  mit  einem  Anflug  am 
Kinn,  alle  in  einen  kurzen  mit  gestreiftem  Saome  geschmttck- 
ten  Mantel  eingehiillt,  uud  mit  einer  glatten  Kappe  bedeckt, 


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—    57    — 

and  Aire  beinah  schulerhafte  Haltung,  —  dies  Alles  zusam- 
men  l&sst  sie  als  Epheben  oder  Z5glinge  erscheinen,  und  es 
ist  bekannt  aus  dem  Vetruvias,  dass  ihnen  auf  dem  Kampf- 
platz  ein  eigner  Posten  aogewiesen  war.  Dieser  Gang,  die 
feierliche  Haltung,  in  der  wir  sie  auf  unsern  Platten  er- 
blicken,  scheint  nun  eben  auf  den  Platz  gerichtet,  den  man 
sp&ter  palestra  nannte,  wo  sie  den  Kdrper  ao  die  Strapazen 
der  aflfentlichen  Spiele  gew5hnten,  sich  ubten  in  den  Kampfen 
der  Alten  oder  der  Feier  des  Opfers  oder  einer  Bestattung 
beiwohnten.  Die  Grftnde,  die  ich  sp&ter  anfuhren  werde, 
bestimmen  mich  fur  diese  letztere  Ansicht.  Diese  Scenen 
kdnnten  aber  auch  den  Gang  zu  einer  Mnsternng  darstellen, 
wie  solche  die  R5mer  abzuhalten  pflegten,  wenn  nioht  das 
Alter  der  Bruchstucke,  das  ich  fur  viel  h5her  halte,  nnd  die 
zu  grosse  Yerschiedenheit  der  Orte  entgegensttlnde.  Wir 
kommen  nun  zu  den  Kampfern  des  grOssern  Bruchst&ckes 
von  weit  hdherm  Werthe  nnd  Wichtigkeit  Hier  sieht  man 
zwei  Faustk&mpfer  als  Hauptpersonen  der  darauf  dargestell- 
ten  Scene.  Pugiles  hiessen  bei  den  Etroskern  nnd  nach 
diesen  auch  bei  den  R5mern  jene,  die  sich  ira  Zweikampfe 
mit  dem  cestus  schlugen,  und  dieser  bestand  aus  einem  oder 
zwei  Stucken  grosser  Kugeln  von  Blei  oder  anderm  Metall, 
die  in  Streifeo  von  Leder  genaht  und  fest  an  die  Faust  ge- 
schnurt  als  furchtbare  Waffe  dienten,  urn  sowohl  den  Geg- 
ner  zu  treffen,  als  auch  die  Streiche  desselben  aufzofangen. 
Die  Faustk&mpfer  geh5rten  daher  eben  falls  zur  Klasse  der 
Gladiatoren,  und  der  Faustkarapf,  wie  diese  Gattung  gym- 
nastischer  Spiele  hiess,  wurde  der  am  meisten  ausgezeich- 
nete  auf  der  palestra  der  Etrusker,  und  ward  auch  in  Folge 
als  solcher  betrachtet.  Von  den  prachtvollen,  zu  Rom  von 
Tarquinius  Priscus  gegebenen  Spielen  sagt  Livius :  Equi  pu- 
gilesque  ex  Etruria  acciti.  Jede  Gattung  von  Gladiatoren 
kam  urspruoglich  von  Etrurien,  wie  mehrere  Schriftsteller 
melden :  Gladiatorum  origo  a  re  funebri,  exemplum  ab  Etrus- 
cis.  Man  betrachte  nun  den  erw&hnten  Text  des  Livius, 
man  versetze  sich  zuruck  in  jene  Jahrhunderte,  denen  allem  An- 


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—    B8    — 

sohein  nach  dieses  Bruehstiick  zageschrieben  werden  muss,  and 
man  wird  die  Folgen  begreifen,  die  atis  diesen  Betrachtangen 
herrorgehen,  worauf  wir  demnachst  zuriickkommen  werden. 

Unsre  K&mpfer  haben  Kinn  nod  Haupt  geschoren,  viel- 
leicht,  um  nicht  dera  Gegner  einen  Pankt  zum  Anfassen  zn 
bieten,  wenn  wirklich  nach  damaliger  Gepflogenheit,  wie  ich 
einmal  gelesen  za  haben  glanbe,  die  beiden  Gegner  nach 
Beendigang  des  Faastkmpfes  and  Ablegen  des  cestns  noch 
auf  andre  Weise  miteinander  kampften,  worauf  auch  die 
Binde  um  den  Leib  zwischen  Brust  and  Bauch  zn  denten 
scheint,  an  welchen  sie  beim  Ringen  Leib  an  Leib  sich 
wechselseitig  fassen  nnd  zn  Boden  werfen  konnten;  doch 
wftre  es  moglich,  dass  das  Scheeren  des  Hanptes  einfach 
von  einem  bei  der  Todtenfeier  liblichen  ritns  herrtihrte. 

Die  cestus,  mit  welchen  die  dem  Aussehen  nach  so 
rauhen  M&nner  im  Momente  des  Angriffs  bewaflfnet  sind, 
scheinen  von  der  firsprflnglichen  oder  altesten  Form,  and 
wenn  roich  das  Ged&chtniss  nicht  tauscht,  findet  sich  eine 
soiche  auch  aof  der  beriihmten  von  P.  Secchi  beleuchteten 
Mosaik  in  den  Antoninischen  Thermen  dargestellt,  wo  alle 
Werkzeuge  and  Waffen  der  Gladiatoren  seit  den  altesten 
Zeken  erscheinen.  Die  cestns  uoserer  K&mpfer  sind  von 
rundem  Blei  oder  andern  Metall,  wie  ich  schon  sagte,  in 
lederne  Streifen  gebunden  an  die  geschlossenen  Hftnde  fest- 
geschnftrt,  and  bilden  so  die  Faust,  weshalb  man  dieses 
Werkzeag  auch  als  massa  plumbea  genannt  findet.  Spftter 
gebrauchten  die  Alten  anch  den  nach  Art  eines  Handschahs 
geformten,  mit  Blei,  Eisen  oder  Kapfer  beschlagenen  cestus, 
and  wer  erinnert  sich  da  nicht  an  die  von  Virgil  angefuhr- 
ten  cestus  der  Eris  Ton  sechsfachem  Leder,  mit  obigen  Me- 
tallen  beschlageo,  die  Entellus  auf  den  Kampfplatz  geworfen. 

Die  Armb&nder,  welche  beide  Kampen,  knapp  anliegend 
am  linken  Oberanne  tragen,  waren  eine  Zierde  and  zagleteh 
ein  Amalet  gegen  Zauber  nnd  anderes  Unheil.  Dfcr  Gebrauch 
der  Etrusker,  Armbtoder  za  tragen  stimmt  mit  dem  vieler 
anderer  alten  Volker  ttberein,  wie  man  ans  unserem  Mono- 


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—    69    — 

mente  ersieht,  atich  der  altesten  Rhatier,  and  wird  noofa 
dadarch  bestatigt,  dass  io  der  Gegend  von  Trient  nod  da 
herom  bei  Aasgrabangen  alter  menschlicher  Ueberbleibsel 
von  Zeit  zu  Zeit  Armb&nder  von  alien  Arten  gefonden 
werden. 

Besondere  Beachtnng  verdient  aber  der  Umstaud,  dass 
diese  unsre  Kftmpfer  so  vSllig  nackt  sind,  ganz  gegen  die 
Sitte  der  Rdmer  und  sp&ter  der  Griechen,  auch  bei  den 
olimpischen  Spielen  bis  zur  Zeit  des  peloponesischen  Krieges, 
die  Lenden  mit  dem  perizoraa,  einer  Binde  oder  Schilrze  zu 
bedecken.  Man  stelle  nun  diesen  Vergleich  dem  friiher  ci- 
tirten  Texte  des  Livius  fiber  die  von  Tarquinius  abgehaltenen 
Spiele  gegenuber.  Der  Schluss  darans  wird  sich  in  der 
Folge  noch  deutlicher  ergeben.  In  der  Mitte  der  K&mpfer, 
etwas  vor  denselben  stent  der  dem  Sieger  zuzaerkennende 
Preis;  es  sind  dies  die  auf  einer  gabeligen  Sttltze  befestig- 
ten  Gegenstande,  welche  Stiitze  einem  einfachen  starken 
Stocke  gleicht,  der  in  zwei  Theile  gespalten,  geeignet  ist, 
feat  im  Boden  zu  stecken. 

Diese  Gegenstande  bestehen  ans  einer  galea  oristata  et 
cornnta,  d.  h.  einem  gehdrnten  Helm  mit  Kamm,  von  dem 
weiter  die  Rede  sein  wird,  einer  ha&ta,  Speer  oder  Lanze 
and  einem  clypeus  oder  Tartsche,  rdmischen  Schild,  (ver- 
schieden  von  scutum,  der  eine  ovale  Tartsche  war)  and  end- 
lich  war  in  der  N&he  am  Boden  eine  zweite  Lanze  aufge- 
richtet,  welche  Gegenstande  zasammen  einen  ganz  anst&ndi- 
gen  and  httbschen  Preis  fast  eine  vollst&ndige  panoplia  bilden. 
Doch  kdnnte  man  vielleicht  annehmeo,  dass  die  eine  oder 
andere  von  diesen  drei  Sachen  fflr  den  im  Streite  unterlie- 
genden  K&mpfer  bestimmt  war,  wie  dies  die  Griechen  in  den 
Spielen  bei  einer  Todtenfeier  zu  than  pflegten,  and  auch  in 
der  Iliade  bestatigt  wird,  and  mochte  als  solch  zweiter  Pfeis 
vielleicht  jene  zweite,  etwas  mehr  gezierte  and  aaf  dem  Bo-* 
den  abgesondert  aufgerichtete  Lanze  dienen.  Ich  kann  Mich 
jedoch  mit  diesem  Gedanken  nicht  recht  befireanden,  denn 
es  scheint  mir  das  zarte  and  menschliche  Gef&hl,  audi  dem 


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—    60    — 

Unterliegenden  den  Trost  eines  Lohnes  zu  gew&hren,  fur 
ein  noch  nicht  sehr  kultivirtes  Volk  nicht  zu  passen,  zumal 
diese  zweite  Lanze  mehr  geziert  erscheint  als  die  erste  und 
es  sich  nicht  schicken  wfirde,  den  Besiegten  mit  einer  noch 
8ch5nern  Gabe  als  den  Sieger  anszuzeichnen.  Deshalb  bin 
ich  sehr  geneigt  zu'  glauben;  dass  alle  da  anfgehangenen 
Gegenst&nde  zum  Preis  des  Siegers  gehdren  und  jene  ein- 
zelne  geschmiickte  Lanze  als  religidses  Zeichen  vor  den 
K&mpfern  dastand,  da,  wenn  mich  das  Gedachtniss  im  Na- 
men  des  Volkes  nicht  tauscht,  ein  alter  Autor  von  den  Gel- 
ten  sagt,  dass  sie  den  Mars  unter  der  mystischen  Gestalt 
einer  Lanze  verehrten  und  Herodot  anfQhrt,  dass  die  Wohn- 
pl&tze  dieser  Celten  sich  hinter  jenen  der  rh&tischen  Ge- 
birgsv5lker,  tief  im  Hintergrande  des  adriatischen  Busens 
befinden,  daher  es  wohl  m5glich  ware,  dass  die  Rh&tier,  sei 
es  als  Verwandte  der  Celten,  oder  wegen  der  nahen  Be- 
ruhrung  mit  denselben  auch  diesen  Gebrauch  angenommen 
haben.  Nichts  w&re  naturlicher  bei  einem  so  kriegerischen 
und  tapfern  Volke  und  gewiss  passend,  den  Kampf  im  An- 
gesichte  des  Kriegsgottes  zu  fahren.  Diese  Yermuthung  ge- 
winnt  noch  dadurch,  dass  alle  etruskischen  VSlker  ein  wunder- 
bares  Leuchten  und  Schimmern  der  Lanzenspitzen  bei  Nacht 
ftir  wahr  hielten,  an  welche  Erscheinung  sich  der  Glaube  an 
eine  inwohnende  Grottheit  knQpfle:  wie  es  andererseits  auch 
bekannt  ist,  dass  die  Etrusker  den  Mars  mehr  als  andere 
GStter  verehrten,  vorzfiglich  im  Beginne  ihrer  Ausbreitung 
durch  Kolonien  in  den  Gefilden  Italiens,  bevor  sie,  me  der 
Halikarnasser  sagt,  das  junge  Volk  der  FQhrung  des  Stieres 
oder  Bockes  tlberliessen  ad  incolendas  sedes,  quas  fortuna 
dedisset.  Dazu  kommt,  dass  die  Rdmer  selbst,  die  ihre 
religiOsen  Gebrauche  von  den  Etruskern  hatten,  den  Mars 
in  der  Form  einer  Lanze  darstellten,  wie  Julius  der  Alexan- 
driner  erzfthlt,  in  oratione  ad  gentes  pag.  20.  Bomae  anti- 
quitus  statuam  Martis  fuisse  hastam,  dicit  scripto  Varro. 

Wenn  wir  nun  zu  den  vier  in  M&ntel  gehfillten  Figuren 
fibergehen,  die  in   ernster  Haltung  den  Athleten  zusehen,  so 


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—    61    — 

glaobe  ich,  |dass  es  Sffentliche  Abgeordnete  zu  dem  Amte 
waren,  darauf  zu  achten,  dass  die  Faustkampfer  alle  die 
vorgeschriebenen  Regeln  des  Kampfes  beobachten,  oicht  Trug 
noch  Uebermass  der  Gewalt  anwenden,  was  beides  unter- 
sagt  war,  endlich  das  Urtheil  zu  schdpfen  and  dem  Sieger 
den  Preis  anzuweisen.  Waren  diese  Manner  vielleicht  Cos- 
meti  oder,  was  die  Romer  spater  Procurators  nannten?  Ich 
wage  nicht,  das  eine  oder  das  andere  zu  behaupten,  aber 
gewiss  ist  es,  was  iinmer  sonst  ihr  offentliches  Amt  oder 
vielleicht  nur  in  der  palestra  gewesen  sein  mag,  wenn  man 
den  Platz  fur  die  Uebungen  der  Epheben  bei  einem  Gebirgs- 
volke  im  ersten  Beginne  der  Civilisation  so  nennen  darf,  dass 
die  Manner,  die  wir  dem  Kainpfe  beiwohnen  sehen,  dazu 
berofen  waren,  das  Urtheil  dariiber  zu  fallen. 

Wir  mfissen  nun  noch  den  kurzen,  gerade  abfallenden 
Mantel  betrachten,  in  welchen  sie  enge  eingewickelt  sind  ohne 
irgend  eine  Falte  oder  Spur  eines  Unterkleides,  wie  sonst 
die  auf  Monumenten  abgebildeten  Rdmer  immer  zu  tragen 
pflegen.  Mir  soheint  nun,  dass  dieses  eben  das  Kleidungs- 
sttLck  war,  das  man  spater  die  toga  nannte*  nnd  zwar  von 
jener  Art,  die  Tullus  Hostiiius  den  Rftmern  aus  Etrurien 
brachte  and  welche  sie,  als  man  spater  reicher  geschmiickte 
zu  tragen  pflegte,  zum  Unterschiede  toga  campestris  nannte. 
Die  alten  Rdmer,  sagt  Aalus  Gallius  Noct.  att  VII.  10. 
primo  sine  tunica,  toga  sola  amicti  fuere,  and  ebenso  As- 
conias  Paedianus,  In  Orat  pro  M.  Scauro,  Cato  praeter  ju- 
dicium quia  aestate  agebatur,  sine  tunica  exercuit,  campestri 
sub  toga  cinctus,  —  idque  repererat  ex  veteri  consuctudine, 
secundum  quam  et  Roinuli  aetatis  statuae  in  Capitolio  et  in 
rostris  Camilli  fuere  togate  sine  tunicis.  Zu  betrachten  ist 
auch,  dass  dieser  Mantel  unserer  Richter  am  untern  Runde 
mit  einer  Zierde  oder  Saum  umgeben  war,  was  ich  ftlr  ein 
Merkmal  der  Auszeichnung  von  obrigkeitlichen  Personen  oder 
Dienern  der  Religion  halte,  d.  i.  ein  solches  Abzeichen  der 
Toga,  urn  sie  zu  dem  zu  machen,  was  die  Rdmer  sp&ter 
toga  pratexta  nannten.   Wie  aber  dann  bei  unsern  Rh&tiern 


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—    6fc    - 

dieser  nemliche  Schmuck  am  Rande  der  Togen  oder  Mantel 
audi  den  Epheben  der  beiden  andern  Bruchstucke  zukam, 
weis  ich  mir  mit  einiger  Sicherheit  nicht  zu  erkl&ren;  viel- 
leicht,  dags  bei  diesen  VOlkern  schon  damals,  wie  spater 
bei  den  Etruskern,  und  nach  deren  Beispiel  auch  bei  den 
RSmenj  im  Gebrauche  war,  den  Vorzfichlichern  unter  den 
jnngen  Lenten  die  veste  praetexta  bis  zu  einem  gewissen 
Alter  zn  gestatten,  wo  sie  dann  die  veste  virile  tragen  mass- 
ten.  Hier  kommen  auch  die  Hauben  der  Epheben  zu  be- 
trachten,  ganz  verschieden  von  jenen  der  Richter,  indem  sie 
sammtlich  so  glatt  nnd  platt  sind,  w&hrend  jene  der  Rich- 
ter  in  die  HShe  gehen  nnd  ich  weiss  nicht  wie,  mit  vor- 
stehenden  Ponkten,  wie  Knorren  versehen  erscheinen,  eine 
ganz  besondere  Art,  wohl  geniigend,  ihren  hohen  amtlichen 
Charakter  zu  bezeichnen,  worauf  auch  der  Kiinstler  sich  be- 
miihte,  uns  anfmerksam  zn  machen,  da  er,  zwar  in  roher 
Weise,  doch  den  Piguren  dieser  Amtspersonen  eine  ent- 
sprechend  wftrdige  und  besonnene  Haltung  zu  geben  wusste, 
jenen  afeer,  die  wir  fiir  Epheben  haken,  einen  mehr  leichten 
and  dooh  zugleich  unterthftnigen  Ausdruck,  wie  Leuten,  die 
vom  Willen  eines  Andern  abhangen.  Es  scheint  mir'  auch 
bemerkenswerth,  dass  die  Richter  hier  in  Ausfibung  ihres 
Amtes  nicht  sitzen,  sondern  einfach  dastehen,  and  sich  aach 
nicht  auf  einem  erhdhten  Platze  befinden,  wie  es  in  alter 
Zeit  gebrauohlich  war  and  auch  auf  andern  Denkmalern  dar- 
gestellt  wird,  welohe  Verschiedenheit  mich  nicht  nur  ein  sehr 
hohes  Alter  vermuthen  l&sst,  sondern  auch  auf  die  Frage 
fuhrt,  Welches  wohl  der  Platz  gewesen  sein  mag,  auf  wel- 
chem  die  beiden  Athleten  kfimpften.  Gewiss  kein  anderer, 
als  jener,  den  man  in  der  Stadt  das  Forum  nannte,  d.  h. 
der  Platz,  auf  welchem,  was  immer  der  Charakter  des  Or- 
tes  sein  mochte,  die  Urtheile  gesprochen  warden  und  wo 
geiueiniglich  die  Bewohner  der  Nachbarschaft  sich  zu  ver- 
sammeln  pflegten.  Was  immer  fur  ein  Platz  dies  nun  sein 
mochte,  pflegte  man  seit  den  fiJtesten  Zeiten  auf  demselben 
jedes  Hinderniss  von  Vertiefungen  oder  Erhdhungen  zn  ent* 


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—    63    — 

fernen,  ihn  dapu  auch  nocb  mitSajide  zu  ebnen,  um  ihn  so 
for,  K&ppfe  geeignet  zu  machen,  wodurch  die  Beoennung 
arena*  ent^tapd,,  m\t  degr  wir  auchheute  uoch  das,  Mittelfeid 
der  Amphitheater  bezeichnen. —  Die  Solee  (es  ist  die  Pflicht 
eines  fleissigen  Aptiquars,  auch  die  geriqggten  Tbeile  der 
Monumente  zu  beachten),  welche  die  Richter  an  den  Fiijasen 
tragen,  mochte  man  heute  Pantoffel  nennen,  und  bestanden 
nor  in  einem  unter  der  Fusssohle  befestigten  Leder. 

Bis  hieher  sind  wir  fast  ohne  Furcht  zu  irren  gelangt, 
da  wir  aus  spatern  Gebrauchen  and  Vorgangen,  die  wir 
besser  kennen,  die  Mittel  gezogen  haben,  auch  die  altera 
kennen  zu  lernen,  die  uns  sonst  unbekannt  geblieben  waren, 
und  uns  so  der  Nothwendigkeit  anderer  Erorterungen  ent- 
hoben  glauben  konnten.  Was  werden  wir  aber  nun  sagen, 
wenn  wir  eiqen  Schritt  weiter  machen  im  unsichern  und 
schwierigen  Gebiet  der  zweiten  Zone,  wo  uns  alle  diese 
Hulfsmittel  vdllig  verlassen?  Wir  werden  doppelt,  grosse 
Nachsicht  des  Lesers  ben5thigen,  worauf  wir  hoffen  auch  in 
Anbetracht,  dass  in  dieser  Zone  mit  Riicksicht  auf  unsero 
Hauptzweck  vielleicht  minder  an  der  Erklarung  der  darauf 
dargestelitea  Dioge  liegt,  als  an  der  Art  sie  zu  bezeichnen. 

Der  Umstand,  dass  die  beiden  auf  dieser  Zone  nur  mit 
einem  Horn  auf  dem  Nacken  gezeichneten  vierf&ssigen  Thiere 
abrigens  mehr  die  Umrisse  vom  K5rper  eines  Ochsen,  als 
eines  andern  Thieres  zeigen,  konnte  vielleicht  auf  die  Ver- 
muthung  filhren,  dass  es  die  Absicht  des  Kiinstlers  war,  ein 
Einhorn  darzustellen,  und  in  diesem  Falle  ware  die  von  Julius 
Casar  in  seinem  Werke  de  bello  gallico  I*  VI,  26  gebrachte 
Notiz  fiber  die  Gegenwart  eines  solchen  Thieres  in  den  dunkeln 
Waldern  Deutschlands  in  der  Nahe  von  Rhatien  zu  beachten. 
Dagegen  ist  aber  der  Ban  des  Rindes  dooh  gar  zu  deutlich 
ausgesprochen,  und  so  erlaube  ich  rair  diese  Sonderbarkeit 
der  Bildung  der  Unerfahrenheit  des  Kiinstlers  zuzuschreiben, 
der  es  noch  nicht  dahin,  gebracht  hatte,  die  Schwierigkeiten 
der   Perspective  zu  uberwinden,   (in   dem,   was   nach  dem 


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—    64    — 

Kunstausdruck  das  „vorwartsa  ond  „rfickwarts*  betrifft,  so 
leicht  ffir  den  Maler  aber  eben  so  schwer  far  den  Plastiker) 
und  in  erhabener  Arbeit  auf  Metall  ein  zweites  Horn  etwas 
hinter  dem  ersteren  erscheinen  zu  machen.  Der  Grand 
kdnnte  jedoch  auch  nicht  in  der  Willkuhr  oder  einein  Mangel 
der  Kunst,  wie  wir  sagten,  Hegen,  sondern  von  einem  hie- 
ratischen  (priesterlichen)  Gebrauche  aos  weit  alterer  Zeit 
herriihren,  da  die  Archeologen  beobachtet  haben,  dass  auch 
nach  der  Zeit,  welcher  unsere  Brachstucke  hochst  wahrscbein- 
lich  angehoren,  die  Monumente  der  Alten  in  Bronze  oder 
Metall  noch  die  Strenge  der  ersten  hieratischen  Darstellungen, 
wie  tiberhaopt  der  alten  Formen  beibehalten;  dies  sage  ich, 
am  eine  neae  Vermuthang  auszusprechen,  nicht  am  za  ent- 
scheiden. 

Das  dritte  Thier,  das  man  in  dieser  Zone  erblickt,  stellt 
ohne  Zweifel  eine  Hirschkah  oder  jangen  Uirsch  vor,  and 
dariiber  hinfliegend  eine  Art  grdsserer  Vdgel,  vielleicht  Adler 
oder  Sperber,  die  beide  in  der  mystischen  Zeit  der  Auguren 
vorkommen,  auch  dies  eine  Erfindung  etraskischen  Aber- 
glaubens.  Hier  ist  auch  ihr  Flag  von  der  Linken  zur  Rech- 
ten  za  bemerkea,  weil  bekanntlich  bei  den  Etraskern  wie 
nachher  bei  den  altera  R5mern  die  Linke  als  erwGnschtes 
and  glttckliches  Vorzeichen  gait.  Nicht  minder  scheint  mir 
hieratisch  za  deaten  auch  der  so  schnelle  and  eine  gewisse 
Leichtigkeit  ausdrfickende  Flag,  den  ich  mehr  far  absichtlich 
als  zuf&llig  so  gegeben  halte,  wie  ich  gleich  sagen  werde. 

Schon  friiher  habe  ich  hie  und  da  angedeutet,  dass  die 
Darstellungen  anserer  Bruchstacke  sich  auf  die  Todtenfeier- 
lichkeiten  der  Rhatier  beziehen  konnten:  ceremonias  sepul- 
croram  hatte  sie  Cicero  genannt,  und  diese  zweite  Zone  be- 
starkt  mich  in  dieser  Anschaaang.  Wenn  es  nemlich  rich- 
tig  ist,  dass  selbe  sich  auf  die  Unterwelt  beziehen,  auf  das 
ruhige  und  gliickliche  Reich  der  Schatten,  nicht  mehr  be- 
wegt  von  den  Leidenschaften  der  Menschen,  so  mdchte  man 
wohl  {annehmen,  dass  die  Rhatier  bereits  an  die  Seelen- 
wanderang  glaubten,  gelehrt  auch  von  der  Schale,  aos  der 


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Pythagoras  hervorgieng,  ein  Philosoph,  den  Manche  selbst 
fur  einen  Etrasker  halten  wollen.  Es  scheint  mir  nemlich, 
dass  unter  diesen  Vogelarten,  die  so  schoell  die  Loft  von 
der  Linken  zur  Rechten,  dem  Simbol  der  Gliick  bedeutenden 
Hiromelszone  durchschneiden,  die  Seelen  dargestellt  werden, 
die  nach  diesem  Leben,  von  ihrem  Kttrper  gelost  und  erleich- 
tert,  rasch  and  hurtig  von  der  Erde  wandern  and  in  den 
E5rper  von  irgend  einem  dieser  Thiere  fibergehen,  am  nach 
langer  Zeit,  wenn  das  Gluck  gunstig  ist,  wieder  in  andern 
menschlichen  Kdrpern  zu  entstehen  und  sie  zn  beleben.  Haus- 
thiere  tind  Wildpret  mussten  bei  den  Rhatiern  in  hohem 
Werthe  stehen,  weil  sie  bei  einem  Volke,  gewohnt  an  Jagd 
und  Hirtenleben  am  meisten  im  Gebrauche  and  ihm  daher 
auch  vorzuglich  nutzlich  and  theaer  sind.  Was  aber  dies 
eigentlich  ffir  Vdgel  waren,  wer  kann  das  sagen?  Vielleicht 
waren  aucli  sie  phantastische  Gebilde,  weil  auch  Plinius  der 
Naturalist,  der  Weise,  der  Alles  wusste,  versicherte,  in  den 
heiligen  Bfichern  der  Etrasker  seien  V5gel  dargestellt,  die 
ihm  ydllig  unbekannt  waren. 

Bass  diese  Darstellungen  sich  auf  eine  Leichenfeier  be- 
ziehen,  wird  auch  durch  die  beiden  nistigen  Kampfer  be* 
st&tigt,  denn  eben  der  Faustkampf  vertrat  bei  den  Alten  die 
traurigen  Klagen  der  Freunde  bei  Begrabnissen,  um  das 
Andenken  des  Verstorbenen  zu  ehren,  und,  sei  es  am  Grabe 
oder  beim  Scheiterhaufen,  auf  welchem  die  Leichen  der  Freien 
verbrannt  wurden,  der  Sffentlichen  oder  hSuslichen  Trauer 
Ausdruck  zu  geben.  Zuerst  warden  die  im  Kriege  Gefange- 
nen  gezwungen,  sich  gleichsam  zu  einer  Befriedigung  fur  den 
Todten  Leib  an  Leib  zu  schlagen,  und  wurden  diese  Kampfe 
einfach  inunus  genannt  als  eine  den  Manen  des  Verblichenen 
dargebrachte  genehme  Handlung.  Dieser  Gebrauch  bei  Leichen- 
feiern  gieng  von  den  Etruskern  auf  die  R5mer  erst  zur  Zeit 
der  Republik  iiber,  nach  Vertreibung  der  KOnige,  von  die- 
sen  aber  verbreitete  er  sich  auch  unter  die  Griechen,  kam 
selbst  ins  Amphitheater  und  endete  als  das  empdrende  Schau- 
spie),  mit  welchem  auch  ausser  dem  Anlass  einer  Leichen- 
Ferdinandeums-ZeiUchrift.  & 


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—    66    — 

feier  die  Obrigkeit  and  selbst  einfache  Privatpersonen  im 
verdorbeoen  Bom  die  Gunst  der  Menge  zu  gewinnen  such- 
ten.  Auf  solche  Art  hat  diese  Sitte,  zuerst  entstanden  durch 
die  GefUhle  eines  noch  rohen  und  wilden  Volkes,  doch  einer 
gewissen  Theilnahme  und  dera  religidsen  Sinn  jener  barba- 
rischen  Zeiten  entsprechend,  sich  spater  in  Folge  der  von 
einer  durch  grausame  Siege,  Reichthum  und  schranken- 
lose  Gewalt  verderbten  Civilisation  eingefuhrten  Zuthaten  in 
die  unendlich  schlinimere  Barbarei  verkehrt,  mit  kalter  Roh- 
beit  ein  sonderbares  Vergniigen  daran  zu  findeu  and  sich 
leidenschaftlich  an  dem  Anblick  zu  weiden,  bis  ein  K5nig 
der  Barbaren,  aber  minder  barbarisch  als  die  RSmer,  Theo- 
dorich  diesem  Gebrauche  ein  Ende  machte. 

In  Betreff  der  Simbole,  die  man  auf  diesen  Bruch- 
stticken  gewahrt,  mochte  ich,  wenn  es  nicht  zu  kiihn  ware, 
den  dunklen  und  verborgenen  Sinn  dieser  alten  Zeichen  zu 
entziffern,  hier  andeuten,  dass  jene  doppelte  concentrische 
Sph&re,  die  man  an  der  Seite  eines  der  K&mpfer  erblickt, 
vielleicht  den  geraumigen  aber  regelm&ssigen  Platz  bezeich- 
net,  auf  welchem  der  Kampf  vorfiel,  und,  wenn  dies  richtig 
ware,  kdnnte  man  darin  die  erste  einfache  Idee  finden,  aus 
welcher  nachher  die  Gestalt  der  Palestre  und  Amphitheater 
hervorgieng,  indem  unser  Simbol  den  parallelen  Raum  zwi- 
schen.  den  zwei  Zirkeln  als  den  Platz  fur  die  Zuseher  an- 
zeigt,  das  innere  Feld  aber  in  der  Mitte  des  kleinern  Zirkels 
den  Platz  fur  die  K&mpfer.  Ganz  dunkel  aber,  und  auch 
fur  blosse  Vermuthung  nicht  zu  entrathseln  ist  dies  andere 
Zeichen,  das  in  der  Form  einer  umgekehrten  Lilie  wiederholt 
auf  den  Bruchstucken  erscheint,  uud  so  audi  jene  in  der 
Form  eines  Schweifes,  die  von  oben  herab  und  yon  unten 
hinauf  in  der  Zone  der  Thiere  vorkommen,  wenn  letztere 
nicht  etwa  auf  einen  Stern  oder  Sternschnuppe  oder  die 
Erscheinung  eines  Meteors  oder  vielleicht  eher  auf  eine 
Schlange  deuten,  stets  ein  geheimuissvolles  Thier  fur  die 
Alten  sowohl  gegen  Zaubereien  als  bei  Apotheosen. 

Aber  wenden  wir  una  von  diesen  fur  uns  gar  zu  dunkela 


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em 


-    67     — 

,  ^cl    den  aJadern  Bruchstticken  von  Matrei,  den  Hand- 

s'*^ ,    -        {eoet   einen  von  diesen,  auf  welcher  einige  Buch- 

^_  ;rkcr*»driic'Lt  8iud,  und  die  also  als  ein  wichtiger  Theil 

\eses    Fundes     ^*    betrachten  ist. 

^  .      n     Qi>en    sagte  ich,  dass  diese  Handhaben  von  glei- 

_f    ^^ii     sind,    wie   die   abrigen  Bruchstucke,  and  daher 

«     s0^eiriHch,   dass   sie  zu  den  Schtisseln   gehfrten, 

^^^n^       1   hen     cli^    Bruchstucke  herstammen  und  bei  denen  sie 

"*^n  ^^ixr<ieI1*      Die   darauf  gestandene  Inschrift  glaube 

^        r«  fi    e»  **     lesen   zu   sollen  (siehe  Taf.  I,  No.  1)  und  ich 

^ \  "        ,  sio.   einen  Namen  (vielleicht  Calvises  oder  Cal- 

^]ne'       v>e<i«**te»   ^a  es  e"1  ^ekannter  Gebranch  der  Etrusker 

^ias.^      Qef^ssen  oder  andern  fihnlichen  Ger&thschaften  den 

-^^r*  Jes     J3esitzers   anzubringen,    und  die  alten  Etrusker 

j^^ine  re      sondern  nur  eiuen  Namen  hatten,  wie  Varro 

*,c^  n<j    "Valerius   Maximus   anfiihrt     Doch  wfirde  ich 

i^^=I1  •-        uicbt.    widersetzen,  wenn  Jemand  glauben  sollte, 

aC9        ,  den  Namen  einer  rh&tischen  Gottheit  zu  erblicken, 

arul  >jieIDpel  oder  Dienste  dieses  Gerathe  geh5ren  mochte, 

.   iieiclit.    noch  besser  des  Kfinstlers,  da  es  auch  davon 

•      .   |         cribtj     fibrigens   hat   sich   aber  unsere  Betrachtung 

ia*^        .-     <jer    Form   der  Buchstaben  zu  bescb&ftigen  und  es 

"^^^e  -         gegenwartigen  Stande  der  Kenntniss  der  etruski- 

^^ ^^  TVlixndart    f&r  unsern  Zweck  nichts  daran,  fiber  deren 

^^^^8    «*    grfibeln. 

^^g^^         X^au    muss    ich   aber  vor  Allem   bemerken,  dass   diese 

'^^  listaben,    von  ^er  0^ern  ^eite  gesehen,  von  welcher  aus 

^^        ^onn   ich.   nicht  irre,  nach  dem  Sinne  des  Kfinstlers  ge- 

<^^  ^erden    sollen,   beinahe  alle  verkehrt   erscheinen,  wie 

~  J&  g^h   leicht  iiberzeugen  kann,   wenn  man  insbesondere 

"e   Buchstaben  E  und  F  betrachtet,  woher  es  auch  kommt, 

^       8   man   geoSthigt   ist,  diese  Inschrift,   die,   wie  alle  alten 

^c\mfleD,  von  der  Rechten  zur  Linken  gelesen  werden  sollte, 

^^\e\mehr  nach  unserer  Weise  von   der  Linken  zur  Rechten 

x\i  \esen.     Der  Grnnd  liegt  einfach   und   nahe   nicht  etwa 

^ano,  dass  dies  die   alteste   Leseweise  uuserer  Schrift  gewe- 

5* 

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-    68    — 

sen,  worin,  wie  Einige  meinen,  ein  Denes  Zeichen  ihres  h5ch- 
sten  paleographischen  Alters  liegen  wurde,  sondern  dass  der 
in  Arbeiten  mit  Schrift  wenig  geubte  KGnstler,  indem  er 
den  Eindruck  der  Buchstaben  auf  der  Oberflache  und  nicbt 
von  unten  auf  machte,  doch  in  Betreff  der  Richtnng  derselben 
die  gleiche  Methode,  wie  mit  den  ubrigen  Figuren  der  SchOs- 
seln  befolgte,  nach  welcher  der  Eindruck,  den  man  inacht, 
auf  der  andern  Seite  in  entgegengesetzter  Richtung  erscheint, 
—  und  so  zu  spat  gewabr  wurde,  dass  die  Arbeit  mit  dem 
Grabsticbel  eine  ganz  verschiedene  ist.  Dies  musste  bemerkt 
werden,  damit  man  iiu  Anschein  dieser  Inschrift  nicbt  einen 
Einwand  finde  gegen  das,  was  wir  fiber  diese  Paleografie 
sagen  werden,  d.  i.,  dass  die  Buchstaben  unserer  Inschrift, 
wie  sie  verkehrt  sich  darstellen,  offenbar  mehr  von  der 
Form  der  euganeischen  als  der  eigentlich  etruskischen  Schrift 
haben,  noch  deutlicher  aber  ihre  Uebereinstimmung  mit  den 
Lettern  der  fiinf  Inschriften  des  Henkelgef&sses  von  Cembra 
erscheint,  naher  beschrieben  in  dem  Buche,  zu  welchem  ich 
diesen  Nachtrag  liefere,  welche  Inschriften  ebenfalls  sich  mehr 
den  euganeischen  als  den  etruskischen  nahern,  obwohl  noch 
weit  entferat,  sich  vollig  zu  gleichen.  Vom  Vergleiche  der- 
selben mit  dem  rhatischen  Alfabet  wurde  weitlaufig  gehan- 
delt  in  dem  eben  erwahuten  Buche  „Dei  Rezja,  worin  aoch 
nachgewiesen  wird,  dass  die  Euganeer  zur  Nation  der  Rha- 
tier  gehftreu,  —  allein  wir  werden  auch  gegen  das  Ende  des 
gegenwartigen  darauf  zurtickkommen  miissen.  Hier  scbeint 
es  mir  passeuder,  nur  einiges  anzufuhren  uber  einen  etruski- 
schen Metallspiegel  von  sehr  hohem  Alter,  auf  den  niich 
Herr  Professor  Cavedoni  aufmerksam  machte,  ein  vor  weni- 
gen  Jahren  zu  Castclvetro  im  Modenesischen  entdecktes  Monu- 
ment, dass  v6n  demselben  in  einem  seiner  vielen  gelehrten 
Werke  nfther  beleuchtet  wurde. 

Dieser  Metallspiegel,  dem  sein  Komuientator  das  Alter 
vom  fttnfteu,  hdchstens  dem  sechsten  Jahrhunderte  Roms 
zuschreibt,  zeigt  in   den   darauf  eingravirten   Darstelluogen 


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—    69    — 

verschiedene  Eigenheiten,  die  mit  manchen  Besonderheiten 
unserer  Bruchstiicke  verglichen,  ganz  wunderbar  damit  fiber- 
einstimmen,  und  daher  erfordern,  dass  ich  sie,  nachdem  ich, 
vielleicht  wol  za  verwegea  deren  schwierige  Erklarung  unter- 
nommen  habe,  so  gat  als  m5glich  zu  einem  passenden  und 
bescheidenen  Vergleiche  benfitze,  zndem  mich  auch  schon  die 
ehrwiirdige  und  hohe  Auctoritfit  des  beriihmten  Namens  be- 
stimmt,  der  mir  diesen  Gegenstand  angedeutet  hat. 

Dieser  Spiegel  hat,  wie  aus  der  Zeichnung  zu  entneh- 
men,  (Taf.  I,  No.  8)  Ahtheilungen,  deren  eine  sich  offenbar 
auf  eine  Bestattung,  das  Zurechtlegen  einer  Leiche,  eine  Be- 
gr&bnissfeier,  bezieht  und  alle  zusammen  mit  dem  Ausdruck 
von  Trauer  auf  aberglaubische  Dinge  oder  zur  Ehre  eines 
erlanchten  Verstorbenen  bestimmte  Ceremonien  deuten.  Fur 
uns  sind  aber  insbesondere  jene  Theile  von  Wicbtigkeit,  die 
mit  den  Besonderheiten  unserer  Bruchstficke  fibereinstimmen, 
wie  folgt. 

Der  Mann,  welcher  die  Leiche  beilegt,  hat  Haupt  und 
Kinn  geschoren,  wie  unsere  Faustkampfer  geschoren  sind. 
Die  kurze  eng  anliegeude  Toga,  welche  auch  die  Arme  der 
Figuren  der  Bruchstficke  bedeckt,  und  zwar  ohne  Unterkleid, 
sehen  wir  auf  gleiche  Weise  am  Spiegel  von  Castelvetro; 
hier  wie  dort  hat  der  Rand  der  Toga  ein  Zeichen  von  zur 
Zierde  dienenden,  vielleicht  eingewirkten  Streifen.  Das  K&pp- 
chen  oder  glatte  Haube  mit  l&nglichrunder  Form,  womit  auf 
unsern  beiden  kleinen  Bruchstficken  die  KOpfe  der  Epheben 
bedeckt  sind,  findet  man  in  gleicher  Weise  auf  dem  genann- 
ten  Spiegel,  und  eben  so  auf  beiden  vogelartige  Thiere.  Jene 
spharische  Figur  mit  doppelten  concentrischen  Kreisen  oder 
Ellipsen  ist  auf  dem  ein  en,  wie  auf  den  andern  vorhanden 
und  gleichfalls  jenes  andere  Zeichen  von  alter  mystischer 
oder  symbolischer  Bedeutung  nach  Art  einer  umgekehrten 
Lilie,  so  dass  wir  schon  nach  dem  so  dentlichen  Beispiel 
dieses  Spiegels  uns  darauf  verlassen  dfirfen,  nicht  zu  irren, 
wenn  wir  schliessen,  dass  auoh  die  Darstellungen  auf  den 
drei  Bruchstficken  sich  auf  Begr&bnissfeierlichkeiten  nach  den 


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—    70    — 

filtesten  Gewohnheiten  aller  etruskischen  V51ker  beziehen, 
und  dass  die  oben  ausgesprocheDe  Verrauthung  nicht  ohne 
Grand  sei,  dass  die  Reihen  der  Epheben  sich  aaf  dem  Wege 
zn  einer  heiligen  Feier  befindea  oder  ad  ludos  fenebres,  was 
ungef&hr  dasselbe  ist.  Dies  wurde  aber  ganz  die  auch  von 
uns  angedentete  M5glichkeit  ausschliessen,  dass  die  Inscbrift 
auf  der  Handhabe  den  Namen  der  Gottheit  enthalte,  der 
man  mit  dieser  Schale  opferte,  denn  nach  den  Gebraachen 
und  Opfern  bei  Bestattungen  war  es  den  Etruskern  nicht 
erlaubt,  die  f&r  die  hiramlischen  Gottheiten  bestimmten  heili- 
gen Geftsse  zn  benfitzen,  da  die  Verehrnng  der  obern  GSt- 
ter,  superi  von  jener  der  nntern,  inferi  ganz  verschieden  war, 
und  nicht  erlaubt,  die  eine  mit  der  andern  zu  vermengen, 
daher  diese  Schalen  oder  Schiisseln  nur  fur  diese  letztern 
allein  bestimmt  gewesen  zu  sein  scheinen,  wie  dies  auch  mit 
dem  Orte  Ubereinstimmt,  wo  sie  ausgegraben  wnrden.  Sie 
wurden  entweder  mit  den  sterblichen  Ueberresten  derjenigen 
begraben,  zu  deren  Bestattung  sie  dienten,  oder  aber,  wenn 
abgeniitzt  mit  der  Zeit  und  fortan  unbrauchbar,  bei  der  Asche 
der  Ahnen  als  dem  passendsten  heiligen  Platze  hinterlegt. 

Eine  andere  auffallende  Uebereinstimmung  zwischen  die- 
sem  ausgezeichneten  Monumente  und  den  unsrigen  zeigt  sich 
in  der  Art  der  Nachbildung,  besonders  der  Zeichnuug  des 
Auges  und  der  Ohren,  dann  aller  Figuren  in  Profil  und  jene 

k  der  Thiere  doch  etwas  besser  als  die  Figuren  der  Menschen, 

obwol   auch   erstere   etwas   zu  viel  in  die  Lange  gestreckt, 

%  was  iibrigeD8  eine  konstante  Eigerischaft  der  altesten  etrus- 

%  kischen  und  auch  der  griechischen  Monumente  ist,  auf  wel- 

i 

l  chen  sich  die  Figur  irgend  eines  Thieres  befindet,  und  ua- 

l  mentlich  auf  den  aller&ltesten  Gefassen  bemerkt  wird,  welche 

\  die  modernen  Archeologen  fast  ohne  Ausnahme  greci  antichi 

|  zu  nennen  belieben. 

/  Bei  der  ausgesprochenen  wechselseitigen  Aehnlichkeit  in 

/  Co8tflm  und  AusftLhrung  k5nnte  man  annehmen,  dass  auch 

den  Gefltesen,  zu  welchen  unsere  BruchstQcke  gehSrten,  un- 
gefahr  das  nemliche  Alter  zukomme,   wie  dem  Spiegel  von 


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-    71    — 

Castelvetro,  dessen  genannter  ber&hmter  Kommentator  auf 
Grand  der  AutoritUt  des  Plinius,  VII  C,  CCCLIV.  59,  wo 
er  sagt,  dass  erst  im  Jahre  Roms  454  die  ersten  Barbiere 
von  SicilieD  nach  Italien  gekommen  seieD,  der  Meinuog  ist, 
dass  folglich  der  Spiegel  von  Castelvetro,  auf  welchem  sich  eioe 
Fignr  mit  geschorneui  Kinn  and  Haupte  befindet,  einer  altera 
Epoche  nicht  angehOren  k5nne.  Unsere  K&npfer  sind  auch 
geschoren  und  es  schiene  also  das  Gleiche  auch  von  ansern 
Bruchstucken  zu  gelten.  Dazu  kOmmt  auch  die  Form  des 
Helmes  mit  Kaium  in  onserer  Panoplia,  die  man  for  minder 
alt  hftlt  als  jene  der  bei  den  Etrnskern  gebritachlichen  cassidi, 
Helme  aus  Kupfer  nicht  aus  Leder  gefertigt,  wie  die  galee 
oder  Helme  mit  Kamm. 

Demungeachtet,  und  obwohl  viele  dieser  Meinung  sind, 
kann  mich  dieselbe  nicht  befriedigen.  Alle  andern  charak- 
teristischen  Merkmale  dieser  Monumente  deuten  anf  ein  hOheres 
Alter,  und  es  wird  daher  nicht  fiberfltLssig  sein,  hier  die 
Betrachtungen  auseinander  zu  setzen,  die  nach  meiner  Mei- 
nung wider  die  beiden  gedachten  Griinde  furs  Gegentheil 
streiten.  Dies  muss  ich  mir  erlauben,  weil  das  Alter  unse- 
rer  Bruchstiicke,  wenn  der  Beweis,  dass  es  ein  weit  hdheres 
sei,  gelingt,  zugleich  eine  mftchtige  Sttttze  bilden  wurde,  um 
auch  die  Frage,  die  wir  fiber  den  Ausspruch  des  Livius  er- 
hoben  haben,  und  manche  andere,  die  sich  daran  knQpfen, 
zu  15sen. 

Mir  scheint  nemlich,  man  mftsse  unterscheiden  zwischen 
den  beiden  Formen  der  gedachten  Rftstungsstftcke;  die  cassis 
war  jene  einfache  Art  Helm,  von*  Allen,  auch  den  Gemeinen 
im  hSchsten  Alterthum  im  Kriege  gebraucht,  und  daher  von 
Isidorus  die  etruskische  genannt,  die  galee  unsers  Bruch- 
sttickes  aber  eine  Riistung,  die  als  Belohnung,  als  Sieges- 
preis  und  Krone  bei  einem  feierlichen  und  religiSsen  Anlass 
dienen  sollte,  und  die  eine  wie  die  andre  konnten  daher  seit 
langer  Zeit  zugleich  bestehen.  Wie  die  wachsende  Civili- 
sation und  der  Luxus  in  dem  m&chtig  gewordenen  Etrurien 
und  vorzuglich  m  Rom  die  galee  sp&ter  in  ihrer  mehr  ge- 


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—    72    — 

schmfickten  und  hohen  Form  aus  leichterem  Stoff  allgemein 
anstatt  der  schweren  und  glatten  cassidi  yon  Metall  ein- 
ftihrten,  scheint  mir  auch  kein  Grand  gegen  die  Annahme 
zu  sprechen,  dass  selbe  in  dieser  Form  statt  Kupfers  von 
Leder  bei  feierlichen  Gelegenheiten  schon  lange  Zeit  friiher 
gebraucht  worden  sein  m5gen,  als  wir  sie  arif  kriegerischen 
DarstelluDgen  aus  einer  naher  bestimmten  Epoche  finden, 
also  friiher  als  man  sie  allgemein  den  Lanzentragern  und 
Soldaten  zu  Fuss  zu  geben  begonnen  hatte. 

Was  aber  das  Abnehmen  oder  Beschneiden  des  Bartes 
betrifft,  sagt  Plinius  nicht,  dass  dieser  Gebrauch  erst  damals 
in  der  Halbinsel  eingefuhrt  wurde,  noch  dass  vor  dieser  Zeit 
Alle  den  Bart  tragen,  wie  er  wuchs,  sondern  aus  seinen  An- 
gaben  ist  einfach  nur  zu  entnehmen,  dass  die  Barbiere,  d.  i. 
Jene,  die  far  Lohn  das  Gewerbe,  oder  die  gemeine  Profes- 
sion, Andern  das  Kinn  zu  scheeren  und  die  Haare  zu  schnei- 
den  ausubten,  in  der  bezeichneten  Epoche  nach  Italien  kamen, 
was  aber  meines  Erachtens  nicht  ausschliesst,  dass  diese 
Mode  schon  friiher  bestanden  habe,  da  vielmehr  aus  der 
Angabe  des  Plinius,  dass  die  Barbiere  damals  gekommen 
seien,  zu  entnehmen  ist,  dass  bereits  die  Mehrzahl  der  Ita- 
liener,  vielleicht  alle  sich  den  Bart  zu  beschneiden  pflegten, 
da  sonst  Jene,  die  dies  Gewerbe  ausubten,  nicht  aufs  Un- 
gewisse  hin  nach  Italien  gegangen  waren  und  wohl  vorher- 
sehen  mussten,  dass,  wo  Alle  noch  mit  vollem  Bart  und 
Haaren  giengen,  sie  nicht  hoffen  durften,  den  Gebrauch  des 
Beschneidens  sogleich  einzufuhren  und  den  gewflnschten  hdhern 
Gewinn  zu  erzielen  statt  des  sichern,  den  sie  in  ihrer  Insel 
bereits  aus  diesem  Gewerbe  zogen.  Plinius  sagt  zwar,  dass 
die  Romer  frdher  ungeschoren,  intonsi  giengen,  allein  da 
spricht  er  von  den  Haaren  nicht  vom  Barte  und  uberall, 
wo  er  sonst  das  Wort  tondere  gebraucht,  bezieht  sich  dies 
immer  auf  die  Haare.  Unter  den  nach  Italien  eingewander- 
ten  Galliern  musste  der  Gebrauch  den  Bart  zu  schneiden, 
schon  vor  der  von  Plinius  bezeichneten  Epoche  bestehen,  wo- 
far,  abgesehen  von  andern  Daten,  die  man  anfuhren  kQnnte, 


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—    73    — 

vor  alien  das  aes  grave,  zur  Zeit  der  Gallier  in  Rimini  and 
Ancona  gemunzt,  den  Beweis  liefert,  da  auf  selbem  ihr  Bild 
zwar  mit  verwirrten  Haaren  und  gedrehtem  Schnurrbart  er- 
scheint,  das  Kinn  aber  von  der  Unterlippe  abwarts  gescho- 
ren  ist.  Dazu  kftmmt,  dass  Plinius  auch  erz&hlt,  Augustus 
habe  sich  den  Bart  mit  dem  Scheerroesser  rasirt,  LVII.  c.  59. 
Primus  omnium  radi  quotidie  instituit  Africanus,  sequens 
divo8  Augustus  cultris  semper  usus  est,  und  Perotti  de  I.  I* 
Epigr.  LX.  Ton d ere  proprie  est,  abscindere.  Hinc  tonsus 
homo  dicitur,  cai  coma  abscissa  est  et  contrario  intonsus 
capillatus.  Da  glaube  ich  nnn  eben  deutlich  den  Unterschied 
dieser  Worte  zu  sehen,  deren  eines  sich  auf  den  Kopf,  das 
andere  auf  das  Kinn  bezieht,  und  schliesse  folglich,  dass 
diese  Barbiere  die  ersten  waren,  welche  die  Rasirmesser  zu 
Rom  einfifihrten,  und  sowohl  zu  diesem  als  dem  andern 
Dienste  des  Haarschneidens  fiir  Lohn  verwendet  wurden 
Dem  Rasiren  des  Bartes  konnte  in  Italien  gar  wohl  auch 
der  Gebrauch  vorhergehen,  denselben  mit  der  Scheere  zu 
schneiden,  oder  derselbe  nach  alter  religiSser  Sitte  bei  Be- 
grSbnissfeierlichkeiten  bestehen,  wie  bei  den  Griechen  die 
Sitte,  die  Haare  zu  schneiden  und  auf  das  Grab  theurer 
Verstorbenen  zu  legen,  eine  sehr  alte  war,  und  schon  zur 
Zeit  des  trojanischen  Krieges  vorkommt,  auch  bei  Plato  in 
Phoed.  Socrates:  Cras  forsitan  hanc  pulcram  comam  reseca- 
bis.  Auch  wenn  man  annehmen  wollte,  dass  diese  Gepflogen- 
heit  erst  nach  der  Ankunft  der  ersten  Barbiere  eingefuhrt 
wurde,  kOnnte  man  daraus  nicht  folgern,  dass  selbe  zu  gleicher 
Zeit  (also  auch  noch  nicht  im  funften  Jahrhunderte  Roms) 
in  die  nach  Allem  damals  schon  uralten  heiligen  Gebranche 
eingefuhrt  wurden,  da  bekanntlich  die  Etrusker  zahe  und 
strenge  Beobachter  ihrer  Ritualien  waren  und  nur  schwer 
von  der  Ordnung  ihrer  Vorfahren  abwichen.  Aus  dem  Ge- 
sagten  folgt  von  selbst,  dass  meine  Ueberzeugung  dahin  neigt, 
sowohl  dem  Metallspiegel  von  Castelvetro  als  unsern  Bruch- 
stttcken  ein  hdheres  Alter  als  vom  fQnften  Jahrhunderte 
Roms  zuznweisen,   und  dass   ich   also  von  der  Ansicht  des 


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—    74    — 

beriihmten  Cavedoni  vorziiglich  im  Punkte  des  Gewichtes 
and  Einflusses  vonk  friiher  erwahnten  Texte  des  Plinius  auf 
die  Bestiramung  des  Alters  abweiche,  aber  ich  thue  dies  mit 
der  aufrichtigen  Gesinnung,  meine  Ansicht  der  seinigen  zu 
unterwerfen  und  der  Bitte,  seine  Meisterhand  frei  and  kraf- 
tig  zu  gebrauchen,  wie  es  ihm  passend  scheint  im  Interesse 
der  Wahrheit  als  dera  einzigen  Zwecke  meiner  Forschungen 
iiber  einen  Zweifel,  zu  welchera  ich  mich  nach  jener  seiner 
Erklarung  Die  entschlossen  hatte,  wenn  nicht  aus  dieser  selbst 
hervorgienge,  dass  alle  andern  Merkmale  des  von  ihm  mit 
so  viel  Scharfsinn  und  Gelehrsamkeit  und  aller  Behutsam- 
keit  eines  Antiquars  besprochenen  Spiegels  von  Castelvetro 
auf  ein  hOheres  Alter  deuten,  und  nur  der  gedachte  Text 
ihn  daran  hinderte,  sich  dafiir  auszusprechen. 

Mir  scheint  Alles  auf  ein  weit  hdheres  Alter  unserer 
Bruchstiicke  zu  deaten,  zun&chst  schon  die  Qualit&t  der  ge- 
triebenen  Arbeit  auf  schmeidigem  Kupfer,  ganz  yerschieden 
von  jener  der  mit  dem  Grabstichel  gravirten  Metallspiegel, 
die  auf  eine  schon  vorgeriickte  Epoche  der  Kunst,  auf  grfts- 
sere  Ktihnheit  hinweist,  weil  damit  auf  der  Platte  nur  die 
Utnrisse  gegeben  sind,  aus  denen  auch  das  Mangelnde  zu 
entnehmea  ist,  eine  Methode,  die  aus  einer  schon  mehr  ge- 
iibten  Kunst  hervorgeht,  wfthrend  die  Natur  nur  die  vdllig 
erhabene  Arbeit  lehrt.  Dazu  konnen  fiir  jene  Zeiten  so 
reich  ausgeschmiickte  Metallschusseln  in  Rhatien  nicht  zum 
gewdhnlichen  hfiuslichen  Gebrauche  gedient  haben,  sondern 
fiir  feierliche  religiSse  Cerimonien  oder  als  Gegenstande  des 
Luxus  zu  irgend  einem  Offentlichen  Dienste  bestimmt.  Das- 
selbe  gilt  von  den  Metallspiegeln,  auch  sie  waren  heilige 
Gef&sse,  die  bei  den  Privatopfern  vor  dem  Essen  und  Schlafen- 
gehen  gebraucht  wurden;  und  es  finden  sich  diese  Gegen- 
stande am  haufigsten  in  den  Grabern  und  Tempelchen,  die 
durch  lange  Zeiten  zu  Andachten  und  Opfern  dienten.  Wenn 
wir  nun  die  Metallschusseln,  die  auch  zum  gleichen  Ge- 
brauche dienten,  mit  den  Spiegeln  vergleiohen,  kanu  man 
"■V        uicht   zweifeln,   dass   letztere   bereits   das  Werk  einer  ver- 


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—    75    — 

feinerteu  Kunst  tmd  Sitte  sind,  auch  mehr  geeignet  zum 
Gebraucte,  f&r  den  sie  bestimmt  sind,  also  auch  deshalb 
d&s  "Werk  einer  schon  mehr  vorgeschrittenen  Civilisation, 
xtnd  nach  klarer  Folge  zwar  auch  von  sehr  hohem  Alter, 
aber  doch  jiinger  als  die  getriebenen  Schlisseln  unserer  Bruch- 
stiicke,  soviel  ich  weis,  die  einzigen  dieser  Art,  die  bisher 
gefunden  wtirden. 

Auch   spricht   fiir   das   hShere   Alter   der    letztern   im 

Vergleich  mit  den  Metallspiegeln   die  Eigenthtiinlichkeit  des 

H&uptgegenstandes,   dargestellt  in  dieser   unanstftndigen  und 

hasslichen   Nacktheit,   so  ganz   Allem   entgegengesetzt,  was 

man  Aehnliches  auf  andern  Alterthumern  des  mittlern  oder 

tiefern  Etruriens  in  dieser  Art  findet.    Auch  kaun  man  eben 

diese  Nacktheit  nicht  etwa  als  einen  Grand  fur's  Gegentheil 

anfBhren,  weil  sie  von   den  Griechen   herstammend  sich  zu 

den  Etrnskern  und  von  da  bis  zu  den  Sussersten  Granzen 

Rhatiens   im   Norden   verbreitet   habe,   da   Rhatien   damals 

noch  so    von  den    andern  Vfllkern   Etruriens    abgeschieden 

und  getrennt  war,  dass  nebst  der   grossen  Entfernung  auch 

schon  die  Strenge  der  Trennung  jede  Verbindung  unmoglich 

machte,   um  so   mehr  eine   solche,  die  auch  auf  Sitten  und 

Gebr&uche  der  Gebirgsbewohner  hatte  einwirken  kSnnen,  wo- 

von  in  der  Folge  noch  die  Rede  sein  wird.    Dafur  spricht 

auch  die  ausserste  Einfachheit  der  Composition  und  der  v5l- 

lige  Mangel  an  jeder  Art  von  Zierde,  wie  die  Natiirlichkeit 

der  in  ihrer  ganzen  wilden  Kraft  dargestellten  Bewegungen, 

ferner  die  so  rohe  Zeichnung,  ohne  mit  diesen  unvollkomme- 

nen  und  auch  in  Bezug  auf  mechanische  AusfUhrung  h5chst 

mangelhaften  Rissen  im   mindesten   dem  Ausdruck   und  der 

Wirkung    nach    dem    Gedanken    des   Meisters    zu   schaden, 

welcher  in  dieser  armseligen  Zeichnung  uns  doch  so  bestimmt, 

so  klar  und  ausdruckvoll  in  dieser  ganzen  Scene  des  Faust- 

kampfes   und  selbst  in  der  Haltung  der  Richter  erscheint, 

so  passend   fur   ihre   Pers5nlichkeit    nach   dem    Grade   des 

Vbrraugs    und  der   hfthem  Autoritat,   dass   man   von   einer 

phstiscben    Arbeit   nicht  mehr  wtinschen   kflnnte,  und  dies 


\ 
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—    76    — 

A  lies  mittelst  einer  Kunst,  die  ein  Hohn  der  Kanst  za  sein 
scheint,  and  doch  nicht  missfallt.  Und  dies  ist  eben  ein 
auffallend  charakteristischer  Zug  nicht  fQr  eine  liederlich  ge- 
machte  Arbeit,  noch  fur  eine  ausgebildete  aber  verfallene 
Kunst,  sondern  fiir  eine  allgemeine  Kindheit  der  Kunst,  eine 
Kunst,  Tochter  der  Fantasie  und  des  Instinktes  im  ersten 
Stadium  der  Civilisation,  eine  Kunst  noch  ohne  Studium 
der  Natur,  ohne  vorhergehende  Uebung  vieler  anderer  Kiinstler. 

Auf  gleiche  Weise  sprechen  hief&r  audi  die  sonderbaren 
Messer  von  Kupfer  in  den  AschenkrQgen,  ganz  ahnlich  denen 
von  Matrei,  —  die  seltsamen  Fornien  der  eng  anliegenden 
Kleider,  ohne  Falten  und  Wickel,  die  man  auf  keiuem  andern 
etruskischen  Monumente  findet  als  bei  den  vier  Figuren  des 
Spiegels  von  Castelvetro,  und  die  uns  das  Costfim  einer  Zeit 
vor  Augen  fiihren,  welche  sicher  sehr  lange  der  Einfuhrung 
der  Tunica  und  dem  Verschwinden  jener  seltsamen  Kappchen 
vorausgieng,  die  man,  so  viel  ich  erfahren  konnte,  in  dieser 
Form  gleichfalls  nirgends  findet  als  auf  dem  gedachten  ur- 
rJten  etruskischen  Spiegel.  Was  aber  noch  mehr  als  alles 
Andere  hieftlr  zeugt,  ist  die  dlirre  und  eckige  Form  der 
Buchstaben  der  Inschrift,  die  dadurch  sich  der  ersten  Er- 
findung  der  Schrift  eben  so  nahe  als  entfernt  von  den  ubri- 
gen  Paleografien  der  andern  Etrusker  und  diesen  vorher- 
gehend  erweist. 

Wenn  ich  nun  auch  aus  den  bereits  angefuhrten  und  in 
der  Folge  noch  weiter  zu  entwickelnden  Griinden  es  nicht 
wage,  das  Alter  dieser  Bruchstucke  zu  bestimmen,  so  zaudere 
ich  doch  nicht,  bei  so  vielen  ganz  Ubereinstimmenden  Um- 
standen  zu  behaupten,  dass  selbe  an  Alter  den  obwohl  selbst 
sehr  alten  Spiegel  von  Castelvetro,  und  vielleiclit  um  viel 
mehr  als  sein  beruhmter  Commentator  glaubte,  Hbertreffen 
so  wie  auch  alle  andern  bisher  bekannten  Metallspiegel  von 
Etrurien  und  Griechenland.  Ein  wahrhaft  kostbares  Zu- 
sainmentreffen  so  vieler  in  diesen  anscheinend  so  armen 
TrQmmern  von  Matrei  angesammelten  Griinde  zum  Beweise 
des  Alterthums  derselben,  vielleicht  die  altesten  unter  alien 


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—    77    — 

Ueberbleibseln  in  Schrift  und  Figur,  die  von  dieser  erlauch- 
ten  Nation  auf  nns  gekommen  sind.  Darin  liegt  zugleich 
ein  neuer  Grand  zn  meiner  Entschuldigung,  dass  ich  es 
wagte,  mich  znm  Kritiker  eines  klassischen,  bisher  allgemein 
fBr  unanfechtbar  gehaltenen  Textes  des  grossen,  nnerreichten 
r5miscben  Schriftstellers  aufzuwerfen,  —  ein  Grund,  der  sich 
zur  tiberzeugenden  Gegenprobe  wider  denselben  eignet  for 
den  Beweis,  dass  die  rSthische  Paleografie  nicbt  von  irgend 
einer  andern  vor  Alters  in  der  Halbinsel  bekannten  herrfihrt, 
sondern  dass  sie  die  alteste  ist  und  nicht  erst  von  der  Zeit 
der  Einwanderung  der  Cenomanen  datirt,  eben  deshalb  aber 
auch  die  Sprache,  fur  welche  diese  Paleografie  diente,  schon 
damals  eine  alte  Sprache  war,  nicht  die  verdorbene  Tochter 
einer  modernen  und  gebildeten  Mutter.  Deshalb  muss  nun 
auch  ihr  Erscheinen  die  wichtigsten  Folgerungen  fur  die  Ge- 
schichte  der  alten  Bevolkerung  auf  diesem  Sussersten  Rande 
von  Italien,  wie  fur  die  Geschichte  der  ganzen  etmskischen 
Nation  nach  sich  ziehen. 

Der  unerwartete  Umstand,  dass  die  Inschrift  vou  Matrei 
jenseits  der  hohen  Bergspitzen  ausgegraben  wurde,  welche 
die  schfine  Halbinsel  natfirlich  voni  Norden  absondern,  be- 
nimmt  mir  jeden  Zweifel  dariiber,  das  kleine  aber  kostbare 
Gebieth  der  rh£tischen  Paleografie  noch  rait  zwei  andern 
Inschriften  von  ganz  gleichen  Lettern  bereichern  zu  k5nnen, 
die  ebenfalls  vor  nicht  vielen  Jahren  jenseits  der  HShen,  die 
uns  vom  Norden  trennen,  nemlich  bei  Cilli  im  alten  Noricum, 
einem  nach  Strabo  an  Rh&tien  gr&nzenden  Lande  gefunden 
wurden.  Diese  Inschriften  sind  roh  gestochen  auf  zwei  sehr 
alten  kupfernen  Helmen,  und  werden  gegenwartig  im  k.  k. 
Museum  zu  Wien  aufbewahrt.  Der  Umstand,  dass  sie  in 
eine  so  weit,  wohl  vier  und  mehr  Tagreisen  von  Cembra,  wo 
mein  HenkelgeflUs  entdeckt  wurde,  entfernten  Gegend  ge- 
funden wurden,  und  die  RQcksicht  fBr  die  Gelehrten,  die, 
nach  dem,  was  Livius  und  Dion  fiber  die  Rhatier  geschrieben, 
an   eine   eigene  Paleografie  dieses  Volkes  so  wenig  dachten, 


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—    78    — 

dass,  obwohl  sie  selbe  nun  sahen,  doch  die  Lettern  dieser 
Helme  bereits  anderu  VSlkern  zugeschrieben  hatten,  waren 
Ursache,  weshalb  ich,  wenig  bewandert  in  diesen  Studien, 
es  unterliess,  sie  zur  Begriindung  einer  von  Andern  bisher 
nicbt  beriihrten  Neuerung  zu  benGtzen,  die  ich  in  meinem 
Buche  „De'  Rezi  etc."  in  die  alte  Geschichte  Italiens  einzu- 
ffihren  unternahm.  Ich  meine  die  Neuerung,  die  jetzt  nach 
der  Entdeckung  bei  Matrei  keiner  weitern  Begriindung  be- 
darf,  nemlich  fiber  den  Bestand  einer  eigenen  Paleografie  der 
ftltesten  Rhatier,  von  denen  die  kargen  Historiker  kaum 
etwas  niehr,  als  die  Erinnerung,  dass  sie  Etrusker  sind,  be- 
wahrt  haben  and  einen  so  verrufenen  Namen,  dass  sie  bei 
dessen  Erwahnung  nach  Unterdrfickung  aller  etruskischen 
Stararae  es  zu  keinem  andern  Zwecke  zu  thun  scheinen,  als 
um  an  die  angebliche  Verwilderung  dieses  letzten,  den  Rdmern 
zum  Trotze  durch  keine  Schwierigkeit  entmuthigten  Stammes, 
seine  Barbarei  und  Rohheit  zu  erinnern,  um  so  ihren  Triumph 
zu  erhohen,  auch  diesen  trotz  dem  Schrecken,  den  er  ein- 
flSsste,  seiner  Menge  und  kriegerischen  Tapferkeit  niederge- 
worfen  zu  haben. 

Die  Inschriften  dieser  beiden  Helme  sind  offenbar  rha- 
tisch,  wie  zu  entnehmen  aus  dem  Vergleiche  der  Tafeln  II# 
und  III.  (in  dieser  Uebersetzung  Tafel  II.,  1  und  2)  mit 
jenen  meines  Henkelgef&sses  unter  No.  7  auf  Tafel  I.  an  der 
Seite  jener  von  Matrei. 

Ich  will  hier  nicht  wiederholen,  was  schon  oben  vom 
hohen  Alter  des  Gebrauches  einfacher  Helme  von  Kupfer 
gesagt  wurde,  noch  in  eine  Deutung  des  dunklen  Sinnes  der 
Inschriften  eingehen,  obwohl  ich  vermuthe,  dass  sie  wahr- 
scheinlich  nichts  anders  enthalten  als  den  Namen  des  In- 
dividuums,  dem  sie  gehorten,  oder  vielleicht  die  Bezeichnung 
des  Ortes  (oder  beides  zusammen),  des  kriegerischen  Vor- 
falls  oder  des  Feindes,  wo  und  gegen  welchen  und  von  wem 
dieses  Riistzeug  zum  erstenmal  gebraucht  wurde.  Doch  muss 
ich  in  Betreff  der  Kffern  IIX,  die  auf  dem  einen  Helm  zwei- 
inal   vorkommen,   bemerken,   dass   selbe  an  die  alte  Manier, 

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—    79    - 

die  Rechnungen  nach  Dutzenden   zu  raachen,   erinnem,  wie 
dies   auch   noch   in   unsern  Tagen   und  mit  gleichen  Zeichen 
die  deutechen  Bftoerinnen  in  den  Bergen  von  Siidtirol  zu  thun 
pflegten,   und  in  diesem  Falle  warden  sie,  von  der  Rechten 
zur  Linken   gerechnet,    wie   die   Schrift,    die   Zahl  vierund- 
zwanzig  bedeuten.     Diese  Zabl  inochte   vielleicht   das  Alter 
des  Individuums  bezeichnen  zur  Zeit,  wo  es  diese  Waffe  be- 
kam  oder  das  erstemal  trug,  Vermuthungen,  die  keinen  An- 
sprnch   auf  Ricbtigkeit   machen,    aucb   eigentlich   nicht   den 
Grand  betreffen,  weshalb  diese  Helme  bier  als  zu  Rbatien 
geh5rig,   angefUhrt   werden.     Wir  aberlassen   es    auch    den 
gelehrten  Bemuhangen  Anderer  zu   erflrtern,  wie  und  wann 
diese  Helme   bis  ins  Innere  des   Norikums  gekoinmen   sein 
mogen,   ob  gelegentlich   der  Einf&lle,   welcbe  nach  Dion  die 
Rhatier  in  die  Nachbarlaoder  machten,  oder  ob  sie  sicb  auch 
auf  dieser  Seite   ausgebreitet  und  da  ihre  Wohnungen  auf- 
geschlagen  haben.     In  Betreff  dieses  letzten  Punktes  fordert 
jedoch  unsere  Aufgabe  selbst,  es  nicht  zu  verschweigen,  dass 
ich  nun   denselben    ffir  sehr  wahrscheinlich   hake,   seit  der 
Professor  Furlanetto,  eine  Leuchte  der  Wissenscbaft  zu  Padua 
mich   auf  einen  Umstand  aufmerksam   raachte,   welcher  das 
alte  Gebieth  der  Rhatier  gegen  Norikum  weit  uber  die  bis- 
her   bekannten  Granzen   ausdehnt     Er  machte  mir  nemlich 
die  M  ittheilung,  dass  jene  Beruenses  oder  Berunenses,  wovon 
Plinius  als  einer  Stadt  der  Rhatier   spricht,  sich  keineswegs 
auf  die  Belluneser  beziehen,  wie  ich,  darin  voreilig  nach  der 
bereits   aUgemein   angenomraenen  Meinung  in  meinem  Buche 
wDe*  Rezi  etc.a  Seite  31  glaubte,  sondern  auf  einen  Ort  im 
alten  Noricam,  was  er  mir  bis  zur  Evidenz  nachzuweisen  die 
Giite  hatte,  —  eine  Thatsache  von  Erheblichkeit  sowohl  weil 
sie   zura  Beweise   dient,    dass   die  Rhatier   ihren  Aufenthalt 
sogar  in  das  Land  ausdehnten,  das  man  spater  unter  Nori- 
cum  begriff,   als   weil  dadurch  wahrscheinlich  wird,    dass  die 
Rh&tier,  wahrend  sie  zu  Berua  wohnten,  oder  wahrend  Berua 
noch  eine  Stadt  der  Beruensischen  Rhatier  war,  sie  auch  in 
der  Gegend  hausten,  wo  heute  die  Stadt  Zilli  steht  und  daraus 


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—    80    — 

sich  die  wahrscheinliche  Ursache  ergibt,  dass  dort  diese  rha- 
tischen  Helme  gefunden  wurden. 

M5gen  Andere  in  dieser  wichtigen  Untersuchung  vor- 
gehen,  die  ich  beiseite  lasse,  da  die  Materie  wohl  zu  weit- 
laufig  w&re,  vorderhand  auch  keine  hinlanglichen  Anhalts- 
punkte  da  sind,  'urn  die  Frage  zu  losen,  und  ich  mich  strenge 
innerhalb  der  Granzen  meiner  Haupftaufgabe  zu  haltea 
gedenke. 

Die  Inschriften  meines  Henkelgef&sses  waren  noch  nicht 
sehr  bekannt  oder  wenigstens  noch  nicht  als  den  Rh&tiern 
ausschliessend  eigen  anerkannt  zur  Zeit,  wo  die  Inschriften 
der  beiden  Helme  zur  Keontniss  der  Archeologen  karoen,  die 
damals,  wie  ich  schon  sagte,  letztere  fur  euganeisch  erkl&rten 
Auch  ich,  es  sei  mir  erlaubt,  es  zu  wiederholen,  wagte  es 
nicht,  meine  Zweifel  iiber  die  Richtigkeit  ihres  Urtheils  zu 
aussern;  doch  ich  hoffe  nun  mit  dieser  Darstellung  sie  fur 
iinmer  uns  wiedergewonnen  zu  haben.  M5chte  sich  das 
Gleiche  ereignen  mit  so  vielen  andern,  die  uns  angehOren! 
Denn,  wie  viele  andere  rQmische  Inschriften,  wie  viele,  wohl 
auch  von  der  nemlichen  Paleografie,  wie  jene  der  Helme, 
die  nun  in  Rhatien  selbst  entdeckt  wurden,  sind  in  diesem 
und  dera  vorigen  Jahrhundert  an  den  Granzen  unserer  Alpen 
gefunden  worden,  wie  viele  aus  dem  Innern  derselben  ver- 
loren  gegangen,  oder  solche,  bei  denen  man  die  Angabe  des 
Fundortes  aus  Unachtsamkeit  unterliess,  oder  von  rremden 
Archeologen  aus  falscher  Vorliebe  zur  Heiniat  die  Herkunft 
verschwiegen  wurde,  und  die  jetzt,  in  deren  eigenen  oder 
heimischen  Museen,  feme  vom  Orte  ihrer  Auffindung  prangen 
und  als  ZugehSr  der  Provinz,  in  die  sie  gebracht  wurden, 
gelten?  Wie  viele  von  diesen,  die  bestandig  und  allseitip 
den  Euganeern  zagerechnet  wurden,  k5nnten  jetzt  durch  Vei 
gleich  mit  den  von  mir  angefiihrten  Inschriften  wissenschaA 
lich  fur  die  Bevolkerung  gewonnen  werden,  der  sie  einsC 
angeh5rt  haben?  Ich  bin  alt  und  hinfallig;  sonst  m5chte 
ich  wohl  mit  Erneuerung  des  Studiums  die  Orte  und  Museen 

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—    81    — 

durchsucheD,  jene   von   Padua   and   Catajo,   besonders   das 
▼on  Verona,   zasammeogerafft  vom  grossen  Scipione  Maffei, 
der  von  jeder  Provinz  und  Stadt,  wo  er  konnte,  nach  Allem 
griff,  was  zu  bekommen  war.*)   Da  ware  nun  nach  den  vom 
dreifachen,  Rhatien  angehorigen  Funde  gegebenen  Anzeichen 
der  Vergleich  darait  zu  machen,  um  Alles,  was  nicht  euga- 
neisch  oder  von  den  andern  Landern  Etruriens  ist,   sondern 
Rhatien  angehort,  aufzusuchen  und  auszuscheiden ,   so   das 
zerstreute,  Andern  geschenkte  Erbgut  zu  sammeln,  die  rich- 
tige  Zeit  der  Inschriften  zu  bestiminen,  und  dies,  Schritt  f&r 
Schritt  vorgehend,  in  ein  System  zu  bringen,  um  schliesslich 
das  Ganze  im  Interesse  der  Wahrheit  und  der  Studien  jener 
Gelehrten   zu  verflffentlichen,   die   ihre   Zeit   den   kostbaren 
Alterthumern  der  etruskischen  Nation  widmen.   M5chte  doch 
einer   der   so   vielen   aufgeweckten  Geister   unserer  Heimat, 
ein  Freund  derselben   und  solcher  Studien   sich  zu  diesem, 
ftir  die  Geschichte  gewiss  hdchst  ntitzlichem  Werke  anschicken* 
die  zweifelhaften  Fragen  noch  naher  beleuchten,  um  so  unsern 
Ursprung  von  dem  ihn  noch  beherrschenden  Dunkel  vSllig  zu 
befreien,  und  das  zu  vollenden,  wozu  ein  ungeneigtes  Geschick 
mir   in   dem    ftir    solche   Stadien    giinstigsten  Zeitpunkt   die 
Muse  versagt  hat!     Es   wird  wer   kommen,  der  gliicklicher 
und  gelehrter  als  ich,  aber  im  gleichen  Geiste,  in  jiingerem 
Alter,  mit  bessern  Kr&ften  das  Begonnene  muthig  fortsetzen 
wird,   und   mOge  ihm  die  Zeit  zum   Unternehmen  nicht  zu 
knapp  zugemessen  sein;   ich  beneide  ihn,  denn  es  wird  ihm 
daffr   der  Lohn   einer   reichen   Ernte   auf  dem   Wege   zur 
Wahrheit  werden,   wenn  er  mit  der  Umsicht  vorgeht,  nicht 
bios   den   Spuren    seiner   Vorganger    in   diesen   Studien   zu 
folgen,  in  seinem  Vorschreiten  die   reine  Wahrheit  inehr  zu 
beachten  als  seine  Begierde,  mehr  als  unsichere  Conjecturen 


*)  Anmerknng  des  Verfaisers.  Unter  andern  weis  man* 
dasg  der  gelebrte  Bartolomei  Ton  Pergine  dem  Marchese  Maffei  auf 
iriederholtea  Andringen  ein  Basrehef  mit  I^ettern,  die  Bartolomei  fUr 
etmikiich  hielt,  gefanden  in  der  N&be  von  Caleeranica,  codirte;  leider 
aagt  die  Notis  niebtf  weiter. 

Ferdinandenma-Zeitgehrift.  6 


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-    82    -* 

and  selbst  Antorit&ten,  and  ja  nie  einen  Beweis  sa  fthren 
ohne  die  Probe  des  Thats&chlichen.  Ich  beneide  ihn,  allein 
befriedigt  in  meinem  Wonsche,  wird  ihm  mein  Beifall  aoch 
Tom  Grabe  aus  folgen. 

Wenn  er  dann  die  Zeichen  oder  Lettern  der  Rh&tien 
angeh5renden  and  von  mir  erwahnten  Inschriften  nnd  jener 
andern,  die  er  nacb  genauer  and  reiflicher  Dntersuchung  in 
den  benacbbarten  Moseen  gefunden,  vergleicht  nnd  zosam- 
menstellt,  wird  er  mit  Verwondernng  nnr  Eine  and  zwar 
gleichf5rmige  Paleografie  daraus  hervorgehen  sehen,  die  folg- 
lich  nor  jene  Eines  and  des  nemlichen  Dialektes  sein  kann. 
Es  wird  sofort  die  Miihe  lohnen,  dieser  Paleografie  jene  von 
Etrurien  and  die  Euganeisohe  an  die  Seite  zq  stellen,  nnd, 
wenn  er  dann  nachschaut,  wie  das  Schreiben  der  einen  and 
der  andern  sich  verhalt,  wird  er  onter  wenigen  verschiedenen 
Eigenheiten  noeh  immer  so  viele  Aehnlichkeit,  so  viele  Zei- 
chen der  Uebereinstimmung  unter  alien  dreien  finden,  am 
darin  nnzweifelhaft  die  Repr&sentanten  einer  gemeinsamen 
Sprache  anerkennen  zu  mflssen.  Er  wird  keinen  wesent- 
lichen  Unterschied  in  ihnen  finden,  als  den  Buohstaben  0 
and  den  Vokal  V  im  Alfabet  der  Euganeer,  was  im  Laufe 
der  Zeiten  and  nach  Beschwichtigong  der  fr&hern  H&ndel 
eine  Folge  der  N&he  der  Antenoreisohen  and  Enetischen 
Dialekte  war;  ansserdem  wird  er  im  Etraskischen,  wie  im 
Euganeischen,  doch  weit  minder  in  letzterem  mehr  Rundong 
der  Zeichen,  auch  ein  beginnendes  Eindringen  fremdartiger 
Elemente  bemerken,  and  daza  eine  Yermehrnng  der  Zeichen, 
ganz  besonders  im  Verhfiltniss  zn  den  Zeichen  der  Rhatier, 
aber  aach  der  Euganeer.  Die  rh&tischen  Zeichen  waren 
nemlich  die  ersten  nnd  ftltesten,  die  euganeischen  wenig 
spater,  and  so  konnten  sie  fiir  das  so  grosse  Reich  der 
Etrnsker  nicht  mehr  genflgen  and  all*  die  nenen  Worte 
wiedergeben  and  ausdrftcken,  die  entweder  im  Fortgang  der 
Zeit  and  bei  der  Aasbreitang  der  Bevdlkernng  neageschaffen, 
oder  von  ihren  Nachbarn,  wer  sie  auch  waren,  hergenommen 

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_   &   _ 

oder  durch  Dene  Beugungen,  entlehnt  aus  der  Sprache  frem- 
der   Ank5mmlinge  in   der   Halbinsel    nothwendig    geworden 
waren,  oder  sonst  durch  einen  Wechsel  naoh  der  Yerschie- 
denheit  des  Klima  oder  anderer  Beziehaogen  in   der  Aus- 
sprache  der  Urvater  im  Gebirge  durch  beinahe  tansend  Jahre 
entstanden   sind.    Naoh   diesen  Spuren   vorgehend   wird  er 
mit  Toller  Ueberzeugung  in  der  Paleografie  der  Rh&tier  die 
noch   lebendigen  Anzeichen  einer   isolirten,  noch  kindlichen 
gleichsam  uranfanglichen  Kultur  erkennen.    Wie  gerade  und 
eckig  ist  noch  diese  Art  von  Lettern  and  dagegen,  wie  ma- 
nierirt,  am  einen  modernen  Ausdruck  za  gebrauchen,  jene 
der  Etrusker,  auch  die   ftltesten!     Man   glaubt  Embryone 
gegeufiber  mehr  und  mehr  entwickelten  Kftrpern   za  sehen 
dort   hftssliche   aber   einfache   Zeichen,    Bilder   des  rauhen 
Wortes,  hier  grOsstentheils  die  nemlichen,  aber  im  Gewande 
einer  edlen  and  hohen  Matron©  mit  eingeschmuggelten  orien- 
talischen  and  griechischen  Formen,   wahrend  in   den  beiden 
andern,  obwohl  alle  drei  sich  nothwendig  in  der  ersten  alten 
Bildnng  der  Nation,  der  ersten  Koltnr,  wie  man  hente  sagt, 
vermengen,  davon  nioht  eine  Spar  erscheint.    Damit  wird 
sich's,  wie  ich  sicher  erwarte,  ergeben,  dass  durch  die  Fort- 
setzung  dieses  Vergleiches  bis  in  die  kleinsten  Eigenheiten 
noch  mehr  Licht   sich  fiber  diese  dunkle  Frage  verbreitet, 
die  eine  von  denen  ist,  die  nicht  durch  sinnreiche  Erfindung 
das  Ansehen  von  Meinnngen  oder  dem  Zauber  des  Griechen- 
thoms  entspringende  Voraussetzungen  gekl&rt  werden  muss, 
sondern  durch  wahre  und  leuchtende  Thatsachen,  oder  doch 
durch  eine  genaue  und  scharfsinnige  Kritik,   die   sich  auch 
mit  den    damit  verbundenen  Dingen    und  Umst&nden  be- 
sch&ftigt. 

So  wird  man,  wenn  man  die  figfirlichen  Darstellungen 
der  Bruchstficke,  von  deren  wir  gesprochen  haben,  eine  nach 
der  andern  betrachtet,  daraus  entnehmen,  dass  diese  allein, 
wenn  auch  nichts  anderes  ware,  genfigen  wfirden,  das  Ur- 
theil  fiber  das  hohe  Alter  dieser  Schrifl  zu  kl&ren,  em  Alter, 
das  bei  weitem  jenes  jeder  andern  alten  Inschrift  von  der 

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Art  iibertrifft,  die  bisher  etmskisch  genannt  warden.  Ich 
habe  schon  kurz  frilher  die  Griinde  bemerkt,  welche  daza 
dienen,  ihr  hohes  Alter  direct  aus  dem  Grade  nod  der  Art 
der  bildlichen  Kunst  oder  dem  Style  darzuthun,  in  welchem 
die  Ger&the  gearbeitet  sind,  zu  denen  jene  Schrift  gehBrte, 
und  jene  charakteristische  Eigenthftmlichkeit,  dass  auf  selben 
alle  menschlichen  K5pfe  in  Profil  dargestellt  werden,  and 
sowohl  die  Figuren  der  Menschen  als  der  Thiere  nor  mit 
den  Hanptiinien  des  Umrisses  gezeichnet,  innerhalb  derselben 
aber  mit  der  Erhabenheit  nach  der  Fignr  der  K5rper,  so 
wie  auch  den  Unterschied,  der  sich  aus  der  Ver&nderung  der 
getriebenen  Arbeit  in  der  Vertiefung  der  Schale  in  jene  des 
Sgraffito  im  innern  Ranme  der  Metallspiegel  ergibt  Aber 
ausser  den  eben  gesagten  Grtinden  biethen  uns  noch  andere 
diese  ersten  Formen,  die  wir  da  gewahren,  ich  mdchte  sagen 
die  Erstgebnrt  dieses  Gewandes  oder  Kleides,  die  alte  Ein- 
fachheit  desselben  und  der  Art,  es  zu  tragen,  wie  es  zuerst 
kurz  und  eng  sich  der  Person  anschmiegte,  kurz  deshalb, 
weil  es  die  Natur  der  Berge  so  verlangte,  um  nicht  unbe- 
quem  und  hinderlich  zu  sein  im  Gehen.  Dasselbe  wurde 
dann  weit  und  viel  anstandiger  mit  dem  allmahligen  Fort- 
schreiten  <ler  etruskischen  Macht,  der  Autorit&t  ihrer  Obrig- 
keiten  und  dem  Einfluss  ihrer  Aristokratie,  noch  mehr  aber 
mit  dem  Uebergang,  den  es  von  den  Etruskern  zu  den 
Quiriten  machte.  Es  erweiterte  und  bereicherte  sich  immer 
mehr,  wie  wir  aus  den  Togen  und  Manteln  der  folgenden 
Zeiten  entnehmen.  Auch  erscheiot  da  noch  kaum  ein  An- 
zeichen  der  toga  pretexta,  die,  nach  den  BruchstQcken  zn 
urtheilen,  in  den  ersten  Zeiten  des  etruskischen  Stammes 
nur  in  einem  einfachen,  sehr  schmalen  Streifen  von  Farbe 
oder  Gewebe  am  untern  Saume  der  Toga  bestanden  zu 
haben  scheint,  und  sich  erst  sp&ter,  nachdem  dieses  Gewand 
sich  zur  allgemeinen  Auszeichnung  und  Zierde  der  hohern 
Magistratspersonen  erhoben  hatte,  in  Form  und  Lebhaftigkeit 
der  Farbe  erweiterte.  Es  ist  auch  wohlthuend,  auf  unsern 
Bruchstficken  zu  benierken,  wie  alt  die  Sitte  war,  das  gleiche 


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—    86    — 

GewaDd,  nnd  das  gleiche  Unterscheidungszeichen,  wie  es  den 
WftrdentrSgern  gebtlhrte,  auch  den  noch  nicht  mundigen 
Joogen  zu  gestatten,  gleichsam  zum  Ausdruck  des  Cffent- 
lichen  Gef&hles,  welche  Hoffnting  das  Vaterland  anf  die 
Jugend  setze  nnd  welchen  Schutz  das  zarte  Alter  verdiene, 
um  nicht  verdorben  zn  werden  und  diese  schdnen  Hoff- 
riungen  zn  t&uschen.  Dies  wiederhole  ich  hier,  damit  man 
sehe,  dass  die  Rhatier  doch  nicht  so  barbarisch  und  wild 
waren,  vie  die  Historiker  sie  schilden. 

Nach  chronologischer  Ordnnng  der  Monumente  verfolge 
man  in  nmgekehrter  Reihe  die  Gestaltung  der  Toga  zuriick 
bis  zur  ersten,  yon  der  die  andern  herstammen  und  wuchsen: 
das  nemliche  thue  man  mit  den  nenesten  bis  zu  den  &ltesten 
Inschriften  in  etmskischen  Lettern,  nnd,  wenn  diese  Ordnnng 
nnd  Vergleich  geh5rig  gemacht  wird,  wird  man  sehen,  dass 
der  Gang,  den  diese  und  jene  in  kleinern  Zwischenraumen 
von  einer  Zeit  zur  andern  machten,  in  Erweiterung  und  Ver- 
feinerung  beinahe  der  nemliche  ist,  keines  in  diesen  Zeit- 
r&umen  viel  vor  dem  andern  und  an  der  Spitze  von  alien 
das  Rh&tische.  So  kdnnen  auch  die  auf  einer  plastischen 
Arbeit  gefundenen  Lettern  in  ihren  Formen  nicht  viel  ent- 
fernter  sein  als  das  Zeitalter  der  andern.  Welcher  Unter- 
schied  von  der  weiten  und  breiten  Toga,  die  in  reichen 
schwellenden  Falten,  obwohl  von  der  linken  Schulter  fiber 
die  Brust  die  zwei  Enden  in  einen  Knoten  geschlungen, 
doch  zu  den  Zeiten  des  Sylla  bis  an  die  FGsse  herabfiel,  — 
bis  zum  kurzen  und  magern  Eleide  unserer  Bruchstftcke, 
ohne  Falten  und  Wickel,  ganz  der  Person  anliegend,  und 
wie  noch  grdsser  der  Unterschied  dieses  letztern  vom  cinctus 
gabinus,  der  bei  Opfern  gebrHuchlichen  Toga!  Wie  gross 
der  Unterschied  der  Lettern  der  Inschrift  von  Matrei  und 
jener  von  Volumni,  die  vor  wenigen  Jahren  bei  Perugia  ent- 
deckt  wurde. 

Nach  diesen  Fussstapfen  vorgehend  wird  man  den  wah- 
ren  Ursprung  der  etmskischen  Lettern  entdecken,  wird  sehen, 
wie  sie  sich  an  Form  und  Zahl  bereicherten,  wird  erkennen, 


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—    86    - 

wie  unntitz  es  ist,  Hiilfe  zu  suchen  bei  fremdem  griechischen 
Einfluss,  um  jede  alte  italische  Kultur  zu  verl&ugnen  und 
sie  herzuleiten  von  griechischer  und  rSmischer  Sclaverei. 
Andere  Grflnde,  die  Zeugschaft  geben  von  dem  so  hohen 
Alter  unserer  Fragmente,  sind,  dass  sie  (wie  das  rhatische 
Henkelgef&ss  mit  den  fQnf  Inschriften)  nur  aus  Kupfer  be- 
•tehen,  dem  ersten  Metal! ,  das  die  Menschen  bearbeitet  habenf 
bis  man  in  seinen  danklen  Lagern  das  Eisen  entdeckte,  dann 
die  Soene  des  Faustkampfes,  eine  bei  den  Etruskern  von 
Alters  her  ttbliohe  Kampfweise,  und  ihre  Waffen  von  der 
filtesten  Art,  die  zu  unserer  Kenntniss  bei  solchen  K&mpfen 
gekommen  sind.  Dafiir  sprechen  auch  die  Kampfer  selbst, 
so  ganz  nackt,  wie  die  Natur  sie  gebildet,  da  schon  der 
erste  nachfolgende,  nur  ein  wenig  hflhere  Grad  von  Ent- 
wicklung  diese  vdllige  Nacktheit  unter  Menschen  als  wider- 
lich  und  barbarisch  betrachtete  und  selbe  in  der  Halbinsel 
nicht  zuliess,  bis  kurz  vor  der  Zeit  des  Thucidides  die  fiber- 
mSssige  und  tlppige  Yerfeinerung  Griechenlands  sie  von  neuem 
zu  Tage  brachte,  wie  oft  das  Alter  der  Kindheit  entspricht, 
um  Sitten  und  Gebr&uche  zur  Kenntniss  ihres  Ursprungs 
zuruckzuftihren. 

Dies  beweisen  ebenfalls  die  wider  die  Natur  so  in  die 
L&nge  gestreckten  Vierfiissler,  eine  stets  zutreffende  Eigen- 
schaft  in  der  Zeichnung  der  Thiere  auf  den  altesten  etruski- 
schen  Monumenten.  Dasselbe  lfisst  sich  sagen  von  jenen 
seltsamen  Zeichen,  die  in  der  syrabolischen  Sprache  auf 
andern  etruskischen  Monumenten  nur  selten  oder  vielmehr 
mit  Ausnahme  des  Spiegels  von  Gastelvetro  nie  vorkommen, 
uns  unbekannt  und  unerklarbar  bei  ihrer  antiken  Einfachheit 
und  Beziehungen  auf  Dinge  und  GebrSuche,  die  nicht  raehr 
bestehen,  vielleicht  schon  in  den  folgenden  alten  Zeitepochen 
verschwxmden  sind.  Ueberdies  best&tigen  es  auch  diese  son- 
derbaren  Messer,  die  nach  Qualit&t  und  Bildung  den  ersten 
stabilen  Sitzen  des  Menschen  in  diesen  Lftndern  entsprechend 
erscheinen  oder  doch  nicht  weit  davon  entfernt  sind,  und  die 
Aschenkrtlge  selbst  (ejnige  davon   so   gross,  dass  man  sie 


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Amphoren  nennen  k5nnte)  roh,  nicht  gedreht  and  bedeckt 
mit  der  dicken  Kruste  der  Jahrhunderte.  Mit  Einem  Worte, 
Alles,  was  man  da  gefunden  hat,  antersttitzt,  wie  ich  glaube, 
die  MeinuDg  and  den  Cbarakter  eines  ungemein  hohen  Alters, 
wie  sich  selbes  zu  erkennen  gibt  durch  den  Anblick  der 
rohen  and  armen  damit  verbundenen  Schriftzeichen,  — - 
Alles  vereint  sich  zu  sehr  kraftigen  Anzeichen,  dass  dieser 
Fond  am  einige  Jahrhanderte  das  Alter  aller  Shnlichen  bis- 
her  bekannten  griechischen  Monomente  ubersteigt. 

Wenn  wir  nan  aber  dahin  znrfickkehren,  wo  ich  be- 
gonnen  hatte,  and  die  drei  erwahnten  Paleografieo  der  etrus- 
kiscben  Nation  antereinander  vergleichen,  wieder  ein  anderes 
Argument  fUr  das  bohe  Alter,  das  ich  der  ansrigen  zu- 
schreibe,  so  scheint  es  mir  deatlich,  dass  die  eaganeische  in 
der  Mitte  zwischen  den  beiden  andern  liegt,  eine  Tochter  der 
rhatischen  and  Matter  der  etraskischen.  Wie  ich  denke, 
and  in  meinem  Bache  „Dei  Rezi  etc.*  aaseinander  setzte, 
waren  die  Eugaueer  die  ersten,  die  aas  den  Alpen  aaf 
italienischen  Boden  herabstiegen,  and  nachdem  die  Etrus- 
ker  gross  geworden  waren,  warde  die  eaganeische  Schreib- 
art  eingezwftngt  and  besohr&nkt  aaf  eine  Landstrecke  zwi- 
schen dem  adriatischen  Meere  and  den  grossen  Fliissen, 
and  nahm  da  Manches  von  der  Sprache  der  neuen  and 
m&chtigern  Nachbarn  an,  w&hrend  die  Aelterraatter  nach  der 
Einwanderang  der  Gallier  verborgen  and  abgeschieden  in  den 
Thalern  Rh&tiens,  von  denen  die  andern  ausgegangen  waren, 
daselbst  mit  all*  der  gemeinsamen  alten  Erbschaft  der  Nation 
zurtickblieb,  verkannt  von  ihren  eigenen  T5chtem,  von  den 
spatern  Schriftstellern  and  sofort  aach  von  ans.  Daher 
k5mmt  es,  dass  die  ersten  Historiker,  die  durch  ihren  reinen 
Styl  and  geistvolle  Schriften  aaf  die  Nachwelt  kamen,  die 
ruhmredigen  Griechen  and  in  Folge  dessen  die  darin  eitlen 
Romer  ungestraft  davon  faselten,  dass  die  italische  Halb- 
insel,  der  Garten  Europas  seine  ganze  erste  Cultur,  das 
erste  Alfabet,  ja  aach  den  eigenen  Ursprang,  and  zwar  split 


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—    88    — 

von  Fremden  jenseits  des  Meeres  erbettelt  habe.*)  Ich  bin 
weit  entfernt,  den  Griechen  den  Ruhm  zu  bestreiten,  dass 
sie  die  Grenzen  des  menschlichen  Wissens  erweitert  haben, 
and  die  Lehrer  Italiens  geworden  sind,  allein  diese  Civili- 
sation von  Italien  als  Schulerin  war  eine  nene  Civilisation, 
es  war  die  hohe  and  aasgezeichnete  Verfeinerung  in  Sprache, 
Schrift,  Wissenschaft  nnd  Plastik,  was  Griechenland  in  Italien 
einfuhrte;  ich  aber  verstehe  nnter  italienischer  Civilisation 
jene  erste  tmd  bGrgerliche  Cultur  der  Ahnen,  die,  ohne  von 
aussen  gebracht  oder  geweckt  zu  werden,  in  Italien  noth- 
wendig  aus  dessen  sch5nem  blauen  Himrael,  dem  glQcklichen 
Clima,  der  Lage  zwischen  zwei  Meeren,  dem  Reichthom 
seines  vor  alien  andern  so  scbSnen  Landes,  der  Sch&rfe  des 
Geistes,  begiinstigt  dnrch  die  Milde,  die  Frische  nnd  Ueppig- 
keit  der  Natur  entstehen  musste.  Im  Orient  war,  wie  man 
behauptet,  die  Wiege  des  Menschengeschlechts,  vom  Orient 
soil  alle  erste  Bildnng  gekommen  sein,  and  die  Menschen, 
die  von  dort  sich  best&ndig  verbreiteten  bis  in  dies  gluck- 
liche  Land,  sollen  diesen  heiligen  Eeim  nicht  mit  sich  ge- 
bracht, —  diesen  Menschen  „in  quorum  dominio  penes  tota 
Italia  fdit,*  soil  ein  Fonke  des  Geistes,  das  Licht  der  scho- 
nen  Kiinste  and  der  Weisheit  nie  geleachtet  haben,  wahrend 
es  in  Griechenland  bereits  im  hellsten  Glanze  strahlte,  diese 
Menschen  sollen  stets  zoruckgegangen,  ihr  Geist  erstarrt  ge- 
blieben  sein  in  tSdtlicher  Unbeweglichkeit,  ihr  Genie  sich  nie 


*)  Es  braucht  nur  einen  gesunden,  yon  kriechender  Ehrforcht  Tor 
den  beziiglichen  Behauptungen  rCmischer  Schriftsteller  freien  Sinn  om 
sich  zu  iiberzeugen,  wie  wenig  Glauben  sie  verdienen,  nnd  snr  Probe 
dawn  will  ich  nur  an  die  etimologischen  Mythen  erinnern,  aus  welchen 
Plinius  den  griechischen  Ursprung  und  die  Benennung,  a.  B.  der  Engi- 
neer, der  Leponzier  und  so  rieler  anderer  etrnskischer  Stftmme  fblgert, 
ja  die  Halbinsel  selbst  soil  nicht  yon  den  VOlkern,  Tom  Boden  oder 
ihrer  Gestalt,  sondern  von  den  Thieren  griechisch  Italien  genannt 
worden  sein.  Daraus  erkennt  man,  nach  welchen  Prinxipien  die 
ROmer  die  alto  Geschichte  behandelten,  welches  die  Natur  der  Kritik 
war,  mit  der  sie  ihre  Forschungen  anstellteu  oder  Tielmehr  ihren  fabel- 
haften  Ursprung  zu  rechtfertigen  euchten. 


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—    89    — 

gezeigt  haben,  als  nach  dem  Verfalle  ihrer  Herrschaft  in  der 
Halbinsel?     Diese  Geister,   die   ein   so   beriihmtes  Reich  zu 
schaffen,  so  viele  andere  Kfinste  zu  erfinden  wussten,  um 
selbes   zu   behaupten,   zumal   die  des  Krieges  und  Friedens, 
die   sie   nicht  voo   den  Griechen   erhielten,    sollen  nicht  ge- 
wusst  haben,  auch  jene  za  finden,  als  deren  Erfinderin  sich 
Griecbenland   ausgibt  und  behauptet,   dass   Italien  sie   von 
dort  genommen   babe?     Dies   scheiot    mir   so   leicht   nicht 
glaubbar  zu  sein.     Dass   die  Etrusker  mit  so  viel  Ruhm  in 
und  ausser  der  Halbinsel,  fiber  zwei  Meere  geherrscht  haben, 
ist  schon   eine   einleuchtende  Probe,    dass   in   Italien   Geist 
vorhanden  war,  RQnste  und  Wissen  da  gebluht  haben  mQssen. 
Dem  Lanzi  selbst,   dem  besonders  in  diesem  Zweige  so  ge- 
achteten  und  ausgezeichneten  Manne  muss  eine  inuere  Stimme 
bei   fortgesetzter  Ueberlegung  seines  gegentheiligen  Systems 
Yorwurfe  gemacht  haben,   da  er  ira  letzten   Bande   seines 
grossen  Werkes,  wo  er  von  der  Scbrift  spricht,   sagt:    „die 
Kolonie   des   Demaratas,   nach   Tacitus   Ueberbringerin    des 
Alfabets   oder  vielmehr  Reformatorin,"    und   gegen 
Ende  des  nemlichen  Werkes   in  Betreff  der  schOnen  Kunste 
unerwartet  Etrurien   die   Ebre   gibt  „vielleicht  in  entfernten 
Epochen   vorhistorischer  Zeiten   die  Griechen   tibertroffen   zu 
haben."    Diese  gewichtigen   Worte  sagen  bei  naherer  Be- 
trachtuog  Jedem,  dass  er  auch  tief  den  Widerspruch  ffihlte, 
n    dem   seine  Theorie    sich   mit   dem   klaren   Ergebniss  der 
Ausdehnung  und  Cultar  dieses  grossen  und  m&chtigen  Rei- 
ches  befand.     Ich  will  hiemit  nicht  sagen,  dass  dieser  be- 
ruhinte  Mann,   so  zu   sagen,   in  Zwiespalt    mit   der  eigenen 
Ueberzengung  war,  oder  sich  selbst  widersprochen  habe,  wohl 
aber,  dass  er,  der  diese  Materie  so  ersch5pfte,  mir  mit  dieser 
Unterscheidung  zwischen    der  historischen  und   der  vorher- 
gehenden   Zeit  selbst  den  Anlass   gibt,   mein   Prinzip   nicht 
f&r  jeden  Grundes  entbehrend  zu  halten.   Auch  der  beriihmte 
Winkelmann,  so  gelehrt  in  Sachen  des  Alterthums  und  warmer 
Yerehrer  des  griechischen  Primates   massigt  doch  am  Ende 
aeip  System   durch  die  Meinung,   dass   9die  Griechen  und 


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Etrusker  die  KQnste  von  selbst  lewten,  geleitet  von  der 
Nothwendigkeit  and  dem  VergnQgen,*  nod  anderswo  behanp- 
tet,  dass  „die  Kfinste  des  Zeichnens  bei  den  Etruskern  frfther 
bluhten  als  bei  den  Griechen,  nod  man  flberhaupt  sagen 
muss,  dass  die  Monnmente  der  griechischen  Knnst  in  Betreff 
des  Alters  grSsstentheils  den  Etruskern  weichen  mftssen." 
So  sagt  denn  auch  Caylus:  „wir  haben  unz&hlige  Werke 
und  Monumente  der  Etrusker,  welche  beweisen,  dass  diese 
Vdlker  die  KQnste  fruher  pflegten  als  die  Griechen  ihren 
Werken  eine  regelm&ssige  Form  zu  geben  wussten.*  Aehn- 
lich  schrieben  auch  Guarnaoci,  Tiraboschi  and  viele  andere 
nicht  minder  bertihmte  Manner,  Anh&nger  des  entgegenge- 
setzten  Systems  uud  stimmten  darin  dem  Lanxi,  Cajius 
und  Winkelmann  bei. 

Wenn  es  uberhaupt  wahr  ist,  dass  der  Gorinthier  De- 
maratus  sich  in  Italien  mit  dem  etruskischen  Alfabet  be- 
8ch&ftigte,  und  eines  dahin  brachte,  so  mag  es  vielleicht  ein 
griechisches  oder  diesem  fthnliches  gewesen  sein;  denn,  wie 
man  vom  Altgriechischen  weis,  war  dies  dem  Lateinischen 
sehr  ahnlich.*)  MOgen  sie  aber  auch  gekommen  sein,  so 
sind  doch  unsere  rh&tischen  Lettern  und  alle  denselben  fthn- 
lichen  aus  dem  Innern  Etruriens  weder  griechisch  noch  latei- 
nisch.  Wenn  Demaratus  von  Corinth  ein  Alfabet  nach  irgend 
einem  Theile  Italiens  brachte,  wird  es  dasjenige  gewesen  sein, 
das  spater  Vater  des  lateinischen  wurde,  oder  er  wird  die 
Lettern  Etruriens  nach  einem  Theile  gebracht  haben,  der 
von  Griechen  bewohnt  war,  oder  in  seine  Colonie  zu  Argilla 
heute  Cervetri,  oder  nach  Tarquinia,  wo  seine  Kunstler  Schulen 
grfindeten,  und  auch  ihre  Sprache  noch  korinthisch  war. 
Vielleicht  brachte  Demaratus  die  etruskischen  Lettern  rum 
Gebrauche  der  gemahlten  TSpfer-Arbeiten,  wenn  es  wahr  ist, 


*)  Plinius  LVII,  o.  58.  De  Uteris  antiquis.  Veteres  graeeas  faisse 
easdem,  quae  nunc  sunt  latinae.  Tacitus  Annales  XI,  Forma*  Uteri* 
latin  is,  quae  veterrimis  Graecorum.  Plinius  begriindet  seine  Angabe  mit 
Berufung  auf  ein  Dokument,  das  er  selbst  geseben  babe. 


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dass   eio   grosser  Theil   der  alten   Vasen    mit  etrnskiscben 
Lettern  das  Werk  korinthischer  TSpferinnen  sind. 

Ein  oberflachlicher  Blick  auf  die  Starrheit  and  das 
Geradlinige  der  rh&tischen  Charaktere  ohne  Beugung,  ohne 
Stiel  und  Pankte,  ohne  eine  Spur  vom  Altgriechischen  noch 
vom  alten  oder  neuen  Latein  geniigt  zur  vollen  Ueberzeugnng, 
dass  dies  nicht  die  Charaktere  sind,  die  Plinius  und  Tacitus 
sahen,  diese  auch  nicht  vonnOthen,  auch  nicht  die  Pbysio- 
nomie  dazu  hatten,  yon  Griechenland  oder  Demaratus  zu 
komtnen,  der  ein  tiefer  Kenner  der  Kunst  und  griechischen 
Wissens  gewesen  sein  soil,  da  sie  an  der  Stirne  den  Stempel 
einer  Epoche  mangelnder  Kunst,  nicht  einer  Zeit  ihrer  Bliite 
tragen.*)  Das  Vertrauen  auf  Ausw&rtige  gibt  imraer  ein 
zweifelhaftes  Licht  und  nur  von  korinthischer  Quelle  kann 
die  erste  Nachricht  von  einer  solchen  Einfuhr  gekommen 
sein,  die  spftter  dem  Tacitus  zu  Ohren  kam  und  in  seine 
Feder  Gbergieng. 

"Was  wir  hier  von  der  italienischen  Civilisation  und  dem 
Ursprung  ihrer  Einrichtungen  so  wie  der  bisher  allgemein 
angenommenen  EinfQhrung  des  etruskischen  Alfabets  durch 
Demaratus  sagen,  ist  nicbt  so  sonderbar,  wie  es  demjenigen 
erscheinen  mag,  der  sich  nicht  friiher  ganz  von  dem  Zauber 


*)  Aetemag  literaram  anus.  In  Latium  eas  attulerant  Pelasgi: 
•o  Plinius  Hist,  nat  LVII,  c.  56.  Als  Pelasger  betrachte  ich  das  Yolk, 
gekommen  yon  pelagns,  dem  Meere,  das  vereint  mit  den  Tirrbenern, 
Bewohner  der  terra,  Erde  Italians  die  etruskische  Nation  bildete.  Im 
Bocbe  Dei  Rezi  babe  ich  umstfindlich  davon  gesprocben.  Aus  der  irri- 
gen  Idee,  die  sich  in  der  Folge  mit  dem  Namen  der  Pelasger  ▼erband, 
stammte,  wie  ich  glanbe,  diejenige,  die  den  Griechen  die  Einfuhrung  der 
Bochstaben,  (ich  wollte  nichts  sagen,  der  griechischen  oder  andern  frem- 
den  Lettern  aber)  der  etruskischen  zuschreibt.  Dies  aeternns  literaram 
mm  klingt  mir  so,  dass  die  Lettern  notbwendig  bei  jedcm  Volke,  (and 
Ton  einem  andern  nnabhftngig)  entstanden  sein  mussen,  das  in  seinem 
Wacbsthom  sich  in  einer  m&chtigen  Nation  erhoben  hat.  Ohne  Kunste, 
ohne  Schrift  kOnaen  die  Ydlker  zn  keiner  Zeit  mlchtig  warden.  Dag 
Entstehen  dieser  kontentionellcn  Zeichen,  die  wir  jetzt  Lettern  nennen, 
ist  die  nnmittelbftre  Folge  einer  auch  nur  wenig  entwickelten  Citilisation, 


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—    92    — 

des  Griechenthums  loszureissen  weis,  eingefl5sst  von  so  vie- 
len  hflchst  achtbaren  Autorit&ten,  die  fiber  Geschichte  schrie- 
ben,  und  so  vielen  Andern,  die  in  der  Folge  nach  deren 
Anleitung  die  italischen  AlterthQmer  behandelten  und  mit 
raehr  Vorliebe  als  Urtheil  ihren  klassischen  Fussstapfen  folg- 
ten.  Es  berrschte  nemlich  in  Rom  die  neue  griechische 
Civilisation  und  alte  Mythologie  schon  frfiher,  noch  inehr 
aber,  nachdem  Griechenland  r5misch  geworden  war,  und  dar- 
nach  bildeten  sich  die  r5mischen  Schriftsteller  und  nicbt  von 
den  Barbaren  wollten  die  Griecben  sich  besiegt  und  beherrscht 
erkennen.  Daher  scbmeichelten  sie  so  dem  wachsenden 
Koloss  der  r5mischen  Macht  durcb  Verbreitung  jener  Fabcln, 
und  schmeichelten  zugleich  sich  selhst,  indem  sie  die  Schande 
der  erlittenen  Niederlage  mit  dem  gleichen  Ursprung  beider 
Nationen  deckten  und  sich  selbst  den  Ruhm  vorbehielten, 
bereits  die  Lehrerin  der  andern  gewesen  zu  sein.  Yon  sol- 
cher  Lockspeise  gefangen  wollten  die  ruhmstichtigen  RSmer 
im  Ueberrauthe  des  Sieges  von  keinem  andern  als  einem  so 
hochedeln  Stamme  entsprungen  und  sp&ter  auch  von  einer 
so  gebildeten  Nation  unterrichtet  worden  sein,  wohl  auch 
bewogen  durch  den  warmen  Eifer  der  Griechen,  ihren  doch 
widersprechenden,  unmQglichen  Erzahlungen  vollen  Glauben 
zu  schenken.  So  flickteu  sie  diese  Glieder  zusammen,  bil- 
deten einen  Kttrper  daraus,  der  uubezweifelte  Wahrheit  schei- 
nen  mochte  und  weideten  daran  ihren  anmassenden  DQnkel, 
wodurch  geblendet  viele  andere  St&iume  Italiens  ihnen  durch 
Jahrhunderte  nachfolgten  und  es  liebten,  sich  nach  Rom  zu 
benennen.  Leicht  war  die  Uebereinstimmung  biemit,  die  in 
der  allgemeinen  Meinuog  befestigt,  die  Geschichte  durch  alle 
folgenden  Jahrhunderte  beherrschte,  in  die  Wissenschaften 
eindrang,  aus  denen  unsre  grossen  Gelehrten  wie  die  er- 
fahrensten  Alterthumsfreunde  ihr  Wissen  schOpften  und  so 
die  Andern,  die  vor  und  nach  ihnen  kamen,  endlich  alle 
Welt.  Seltsame  Folgen  giengen  daraus  hervor,  unter  denen 
ich  nur  die  Eine,  die  fQr  alle  genflgt,  anfflhren  will,  weil  in 
Widerspruch   mit  den   innigen  Beziehungen  von  AUem,  was 

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-    93    — 

im  OrgaDisuras  und  Leben  grosser  VSlker  vorgeht,  das  gerade 
GegeDtheil  dessen,  was  man  bei  alien  aodern  Nationen  be- 
obachtet,  —  ich  ineine  die  Manie,  man  verzeihe  mir  den 
Ausdruck,  die  Tradition  yon  der  etruskischen  Macht  anf 
nichts  Anderes,  gar  nichts  als  ein  Scheinbild  von  Alterthum 
zuruckzufuhren  and  behaupten  zu  wollen,  dass  alle  geschicht- 
lichen  pder  geschriebenen  Reliquien  der  Nation  spftter  seien 
als  ihre  Gr5sse  and  der  Hohepunkt  ihrer  Ausbildung,  dass 
sie  alle  von  einer  Zeit  herruhren,  wo  beim  Verfalle  des 
Staates  und  der  Herrschaft  sie  sich  der  rSmischen  Macht 
nicht  mehr  zu  erwehren  wosste.  Die  Natur  des  Menschen 
and  der  Vdlker  hat  auch  abgesehen  von  physischen  Ur- 
sachen  ihre  best&ndigen  Gesetze,  so  dass  die  Geschichte  der 
einen  Nation  viel  von  jener  der  andern  hat  und  beide  in 
ihrem  Gaoge  sich  abnlich  sind.  Pracht  and  Luxus  kann  in 
einer  verfallenen  Nation  sich  behaupten,  ja  zanehmen,  aber 
die  Wissenschaften,  die  mechanischen  Kiinste  und  besonders 
jene  der  Regierung  nicht  wieder  aufbluhen,  wenn  sie  nicht 
fruher  gebldht  haben;  —  und  trotz  einem  so  bekannten 
Denkspruch  hat  diese  Manie  sich  auch  der  Gelehrtesten  be- 
m&chtigt.  Daher  kann  es  nicht  Wander  nehnien,  dass  auch 
heutzutage  die  tflchtigsten  Archeologen,  die  sonst  aus  natur- 
licher  Vorliebe  voll  Eifer  sind  fur  die  eigenen  Vorzuge  Italiens, 
sich  so  wehren  and  widersetzen  gegen  die  Annahme  des 
italienischen  Ursprungs,  der  alten  italischen  Gebr&uche,  Reli- 
gion and  Caltar,  der  ersten  italischen  Lettern,  erhalten  von 
den  eigenen  Ahnen,  von  ihr  selbst,  der  eigenen  Nation,  — 
and  daher  urn  so  mehr,  so  entschieden  eifern  wider  die  An* 
erkennang  der  Abstammung  von  den  Gebirgsvdlkern  Rhatiens, 
dessen  alter  Ruf  vdllig  vergessen,  schon  zur  Zeit,  als  Marius 
and  Catullus  wider  die  Cimbern  k&mpften,  auch  selbst  ihr 
Name  verschollen  war.  Was  Wander,  dass  zwei  Jahrhuu- 
derte  spater  die  rBmischen  Schiiftsteller  jede  Spur  davon 
verloren  und  vergessen  hatten,  sie,  die  von  den  Griechen 
auch  durch  die  Religion  selbst,  durch  die  priesterlichen  An- 
nalen  sich  Qberzeugt  hielten,   welche  Mars   und  einen  Sohn 


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_   §4   - 

der  Venus  als  die  FHhrer  ihres  Stammes  schilderten,  und 
vom  Griechen  Dionysius,  der  die  Hellenen  selbst  im  romi- 
schen  Ritus  erkennen  wollte,  obwol  hundert  Autoritaten  be- 
zeugen,  dass  sie  denselben  von  den  Etruskern  hatten,  < — 
was  Wunder,  sage  ich,  dass  sie  nicht  weiter  nach  ihren 
Ahnen  forschten?  Und  so  darf  man  es  auch  nns  nicht 
schwer  anrechnen,  wenn  wir,  gltickliche  Bewohner  dieser  einst 
so  vernachlassigten  und  doch  so  schSnen  und  angenehmen 
Halden,  longo  illo  et  fabuloso  errore  delati,  wie  Tacitus  sagt, 
beira  vSlligen  Abgang  von  Monumenten  und  so  tiefgewurzel- 
tem  Vorurtheil  ebenfalls  deu  rechten  Weg  verfeblt  und  bis 
in  die  Jetztzeit  das  Mittel  nicht  gefunden  haben,  um  ffir 
unsere  Ahnen  wenigstens  eine  Theilnahme  an  solchem  Ruhme 
zurfickzufordern,  obwohl  es  wahr  ist,  dass  unter  den  frfiher 
erw&hnten  Gelehrten  auch  solche  waren,  die,  wenngleich  un- 
bekannt  mit  den  neuern  rhatischen  Entdeckungen,  der  Wahr- 
heit  etwas  mehr  in  die  N&he  kameu,  und  bei  Untersuchung 
des  italischen  Ursprungs  aus  freien  Stttcken,  von  allgemeinen 
und  lokalen  Betrachtungen  geleitet,  die  Berge  von  Trient  an 
die  Spitze   stellten,*)   und   obwohl   sogar   ein   alter  Geograf, 

*)  Es  waren  die  dentschen  Gelehrten,  die  so  meinten,  (im  Buobe 
Dei  Hozi  etc.  S.  25  Gottfried  Miiller,  Krempf,  Niebnbr)  nicbt  die  ersten« 
da  Freret,  Pellontier,  Barletti  and  einige  andere  nicbt  Deutsche  waren* 
Aaf  diese,  nicbt  anf  die  dentscben  Gelehrten  spielt  Lanzi  S.  37  dea 
ersten  Baches  an,  wo  er  schreibt:  „Man  mag  immerhin  sugeben,  dass 
die  ersten  Orientalen  den  Norden  bevOlkerten  and  ihre  Nachkommen 
dann  nacb  Italien  kamen  and  ihre  Spracbe  dahin  mitbrachten.  Za  glei- 
cber  Zeit  mass  man  aber  aach  zageben,  dass,  wo  so  ganz  klare  Zeichen 
ron  Hellenismas  and  Latinitftt  vorkommen,  wie  in  alien  alten  Spracben 
ron  Italien,  die  genaaesten  Forscbnngen  im  Griecbischen  and  Latein  die 
n&cbsten  bei  Etrorien,  gemacht  werden  mussen.u  Dieser  Grand  ist 
richtig,  allein  er  scheint  mir  nur  fur  eine  Epoche  Italiens  and  die  der* 
selben  nahe  Zeit  richtig,  nicht  far  alle  alten  Epochen  Italiens,  insbe- 
sondere  nicht,  wo  es  sich  am  die  Ankanft  oder  Einzug  der  orientalischen 
Aborigines  and  die  daran  stossende  Zeit  handelt  Derselbe  passt  nicbt 
far  die  Forschangen  aber  den  Ursprang  Italiens  and  die  erste  italienische 
Civilisation.  Selbst  der  Halikarnasser,  der  doch  ein  Grieche  war,  sagte; 
Die  alten  Etrusker  seien  keinem  andern  Volke  in  Sprache  and  Sitten 
ahnlich  gewesen. 


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-    §5    - 

der  es  doch  nicht  bios  in  seiner  Phantasie  gefunden  haben 
kann,  Strabo  erz&hlt,  dass  die  V5lker  dieser  Alpen  vor  dem 
grossen  Ereigniss  der  etruskischen  Macht  Italien  inne  batten, 
und  jeder  Grand,  diese  Tradition  zu  lfcugnen,  fehlt 

Was  man  aber  auch  hierdber  denken  mag,  wovon  man 
leider  nicht  mebr  zu  sagen  weis,  muss  doch  nun  unsre  Ge- 
schichte  von  jenen  Irrthftraern  befreit  werden.  Wenn  uns 
hiezu  auch  das  Zeugniss  der  geschriebenen  Geschichte  ganz 
nnd  gar  abgeht,  ja  dasselbe  uns  sogar  entgegen  ist,  so  haben 
wir  doch  diese  vielsagenden  Monumente,  die  nach  zwei  Jahr- 
tausenden  wieder  ans  Tageslicht  kamen,  Monumente,  die 
nicht  bios  in  diesen  tridentinischen  Bergen  an  der  GrUnze 
Italiens,  sondern  mehrere  Tagreisen  weiter  im  Innern  des 
ndrdlichen  Rh&tiens  gefunden  warden.  M&chtig  aaf  diese 
gestfitzt,  die  auch  beim  Schweigen  der  Geschichte  sprechen, 
nnd  auf  den  von  Strabo  gegebenen  Wink,  gehen  wir  an's 
Werk;  wir  leben  im  Jahrhundert  der  Erkenntniss,  nicht  der 
blossen  Antorit&t,  und  wenn  auch  fiir  die  Erkenntniss  der 
voile  Beweis  der  tibrigen  von  mir  der  Beurtheilung  der  Ge- 
lehrten  dargebotenen  Grtinde,  noch  nicht  hergestellt  w&re,  so 
hat  sie  doch  in  den  wiedererstandenen  rh&tischen  AlterthQ- 
mern  eine  unverwerfliche  Stfltze,  nm  auf  Grund  derselben 
festzusetzen,  dass  der  5fter  erw&hnte  Text  des  Livius  sich 
nicht  auf  Wahrheit  grfindet  in  dem  Theile,  wo  er  sagt: 
dass,  obwohl  sie  ursprtinglich  Etrusker  seien,  sie  doch  durch 
die  rauhen  Wobnpl&tze  im  Gebirge  so  verwildert  wurden, 
nur  einen  so  verdorbenen  Elang  der  tuscischen  Sprache  bei- 
behielten,  dass  sie  nicht  mehr  die  nemliche  scheint.  Wenn 
dieser  Satz  wahr  w&re,  wiirde  auch  unsere  Beweisfuhrung 
wider  die  Behauptung  der  Justinus,  dass  der  Ursprung  der 
Rh&tier  von  einem  Schwann  Etrusker  herrQhre,  der  flflchtig 
vor  den  Galliem  im  Gebirge  ein  schm&hliches  Asyl  fand, 
ihre  Kraft  verlieren,  und  die  Meinung  in  sich  zerfallen,  die 
wir  im  Buche  Dei  Rezi  etc.  zu  vertheidigen  gewagt  haben, 
dass  das  rh&tische  Volk  zu  gleicher  Zeit  in  diesen  Bergen 
war,  wie  die  tibrigen  etruskischen  Vdlker  in  der  italienischen 


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-   56    - 

Halbinsel  diesseits   der  Apenninen  nod  vielleicht  die  Mutter 
der  letztern. 

Wenn  daher  durch  die  neuen  Entdeckungen  an  drei 
verschiedenen,  einer  voin  andern  viele  Meilen  entfernten  Orten 
im  weiten  Alpenlande,  wo  die  Rhatier  wohnten,  das  Gl&ck 
uns  die  Gewissheit  gibt,  dass  sie  den  Gebrauch  der  Schrift 
hatten  nnd  bewahrten,  and  diese  Schrift  nach  ihrem  Ursprong 
offenbar  eine  sehr  alte  und  die  nemliche  ist,  die  einst  den 
VSlkern  des  mittlern  und  tiefern  Etruriens  eigen  war,  indent 
sie  von  den  Vatern  zq  den  Sdhnen  fiberging,  wenn  die  Rhfi- 
tier,  die  feste  Wohnpl&tze  dies-  nnd  jenseits  der  Alpen 
hatten,  iiberall  den  Gebrauch  dieser  gekratzten  oder  geschrie- 
benen  Zeichen  beibehielten,  womit  ihre  Ahnen  die  etruskische 
Mundart,  die  sie  sprachen,  wiederzngeben  pflegten,  nm  Mit- 
theilungen  an  Abwesende  zu  machen,  so  ist  es  bei  der  so 
nahen  Verwandtschaft  der  Schrift  mit  der  gesprochenen 
Sprache  wohl  der  Mtihe  werth,  noch  n&her  zn  forschen  nnd 
noch  starkere  als  die  bisher  dargelegten  Grunde  aufzusuchen 
zura  Beweise  der  Unmoglichkeit,  (die  ich  iibrigens  schon  nach 
historischer  Betrachtnng  fur  ganz  einlenchtend  halte),  dass 
etwas  Wahres  an  jenem  Theile  des  Livianischen  Ansspruches 
sei,  der  sich  auf  den  Grand  des  widrigen  und  verdorbenen 
Redens  der  Rhatier  bezieht,  und  dafiir  die  wahren  Ursachen 
dieser  Erscheinung  zu  enthiillen,  da  man  in  Betreff  der  That- 
sache  selbst  einem  so  grossen  Historiker  doch  nicht  wider- 
sprechen  kann. 


Anmerkung   des   Uebersetzers. 

Es  folgt  hier  noch  ein  letzter  langerer  Absatz,  der  aber 
beiseite  gelassen  wird,  da  der  Verfasser  darin  die  Alterthu- 
mer  von  Matrei  nicht  weiter  beruhrt,  sondern  sich  nur  mit 
mehr  ausfiihrlicher  Widerlegung  des  wiederholt  besprochenen 
Textes  des  Livius   fiber  die  Ursachen  der  Verwilderung  der 

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—    §7    --        , 

Sprache  der  Rliatier  beschaftigt,  woriiber  wir  fibrigens  in  den 
deutschen  Kolonien  von  Walschtirol  und  der  benachbarten  sieben 
und  dreizehn  Gemeinden  ein  naheliegendes  sprechendes  Bei- 
spiel  besitzen,  da  erst  der  berOhmte  Schmeller  nach  seinem 
Besuche  dieser  Gegenden  im  Jahre  1833  ibre  Sprache  be- 
stimmt  als  einen  rein  deutschen  Dialekt  vora  12.  bis  13. 
Jahrhundert  erklarte,  w&hrend  er  in  fruheren  Zeiten  von 
Vielen,  anch  Schriftstellern  gar  nicht  fttr  deotsch,  von  den 
meisten  fur  eine  cimbrische  Sprache,  von  andern  sogar  ffir 
hunnisch  oder  gothisch  gehalten  wnrde. 

Es  verdient  anch  Erw&hnung,  dass  bald  nach  dem  am 
6.  Juni  1846  erfolgten  Tode  des  Grafen  Giovanelli  der  Zu- 
fall  zwei  neue  Monumente  mit  ratho-etruskischen  Inschriften 
zu  Tage  brachte,  das  eine  noch  im  Jahre  1846,  eine 
Bronzestatuette ,  gefunden  za  S.  Zeno  in  Nonsberg;  das 
andere  ein  Grabstein,  entdeckt  im  Jahre  1855  unter  andern 
alten  Gr&bern  in  der  N&he  des  Stadlerhofes  zu  Pfatten, 
etwa  drei  Stunden  unter  Bozen  am  Fusse  des  Berges  an 
der  rechten  Etschseite,  woriiber  der  nun  auch  verstorbene 
Professor  Don  Sulzer  in  einem  Anhang  zu  seinem  Werke 
Dell*  origine  e  della  natura  de*  dialetti,  chiamati  romanici  etc. 
Trento  1855,  Seite  307  eine  kurze  Beschreibung  und  Ab- 
bildungen  lieferte,  welch*  letztere  auf  der  Tafel  II,  die  Sta- 
tuette sub  No.  3,  der  Grabstein  und  dessen  Lokalit&t  sub 
No.  4  u.  5  sammt  den  bezfiglichen  Inschriften  wiedergegeben 
sind.  Die  Bronzestatuette  befindet  sich  in  der  Samrolung 
des  Monsignor  Zanella,  Pfarrer  zu  S.  Maria  in  Trient,  ist 
offenbar  ganz  hubsch  gearbeitet  und  wohlerhalten ;  nur  fehlt 
die  Waffe,  die  der  dargestellte  Krieger  in  der  linken  Hand 
trug,  und  zu  bemerken,  dass  auf  der  basis,  an  deren  Rande 
die  Inschrift  steht,  ein  vertikales  Loch  angebracht  ist,  wohl 
urn  die  kleine  Statue  darauf  zu  stecken,  —  und  dass  die  so 
lange,  bis  liber  die  H&lfte  des  Riickens  hinabreichende  Spitze 
vom  Kamme  des  Helmes  an  die  ahnlich  lange  Kammspitze 
des  Siegespreises  unserer  Faustkampfer  mahnt.  Der  Grab- 
steindeckel  mit  Inschrift  auf  beiden  Seiten  liegt  im  Schlosse 
Ferdinandeami-Zeiteohrift  7 


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_    98    — 

firughier  des  Herrn  Grafen  Thun  im  Nonsberg,  Eigenthuruer 
des  Fundortes  mit  mehrereu  Urnen,  auch  Messero,  Fibeln, 
Stecknadeln  sowohl  von  Eisen  als  Bronze,  von  letzterer  auch 
andere  Schmucksachen,  wie  Binge,  Arrabander,  Kettchen  etc., 
was  Alles  auch  schon  frliher,  die  rh&to-etraskische  Inschrift 
aber  nur  anf  dem  einzigen  Grabsteine  von  1855  gefanden 
wnrde,  und  ist  insbesondere  die  sinnige  Stellung  der  Gr&ber 
den  Hfigel  hinauf  und  herab,  theils  mit  einer,  theils  mit 
zwei  Urnen  bemerkenswerth. 

Diese  beiden,  ohne  Zweifel  am  vieles  jfingern  Monu- 
mente  als  jenes  von  Matrei  weisen  fibrigens  in  den  Inschrif- 
ten  ganz  gleiche  Lettern  wie  das  letztere  and  die  giovanelli- 
sche  Situla  von  Cembra,  and  Heir  Landesschalinspector 
Schneller  hat  bereits  im  Archive  Tirols  von  1866  ein  ge- 
meinsames  Alfabet  far  alle  vier  and  ein  anderes  f&r  die, 
wenn  auch  nicht  viel,  doch  theilweise  abweichenden  Inschrif- 
ten  an  der  obern  Seite  des  umgebogenen  Randes  der  beiden 
Helme  aos  der  Gegend  von  Cilli  zusammengestellt,  auch  eben 
da  in  htichst  scharfsinniger  Weise,  ausgehend  von  der  Vor- 
aussetzung,  dass  die  Rhfito-Rasener  von  der  pelasgischen 
Familie  stammen,  und  an*s  Griechische  nnd  Lateinische  an- 
knflpfend  von  all9  diesen  Inschriften  eine  Deutung  des  In* 
haltes  geliefert,  die  so  ganz  annehmbar  erscheint,  fiber  deren 
Richtigkeit  aber  freilich  erst  die  Zukunft  entscheiden  kann. 
Schliesslich  ist  noch  anzuftihren,  dass  im  Februar  1874  Henr 
Dr.  Keller,  President  der  antiquarischen  Gesellscbaft  za  Zurich, 
im  Namen  des  doit  anwesenden  Herrn  Alexander  Bertrand, 
Direktor  des  Nationalmuseums  zu  S.  Germain  bei  Paris, 
Redacteur  der  „  Revue  arch£ologiquetf,  damals  anwesend  in 
Zarich,  aber  verhindert,  persSnlich  nach  Innsbruck  zu  kom- 
men,  um  einen  Gypsabguss  der  Fragmente  von  Matrei  er- 
suchte,  der  dann  auch  genoraraen  and  sogleich  nach  2firich 
abgeschickt  warde,  worauf  Dr.  Keller  in  seinem  Antwort- 
schreiben  vom  23.  M&rz  1874  sagt,  dass  die  Figuren  nod 
Ornamente  dieser  Schale  so  fremdartig  und  eigenthdmlich 
seien,  dass  keiner  der  Archeologen  von  Zfirich  eine  Meinnng 


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auszusprechen  wagte,  Herr  Bertrand  aber,  bekannt 
ak  eine  der  ersten  Celebrit&ten  des  Faches  sie  in  seinem. 
Schreiben  vom  17.  Marz  1874  als  prae-etruskisch 
betrachtet,  was  ganz  der  Anschauuug  des  Grafen  Gio— 
vanelli  zu  entsprechen  scheint,  „dass  sie  die  ftltestea 
bisber  be kannten  Ueberbleibsel  etrnskischer 
Kunst 


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Franz    Keil, 


Oeoplastiker. 


Von 


Adam  Wolf. 


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V  o  r  w  o  r  t. 


Duroh  den  am  10.  Marz  d.  J.  erfolgten  Tod  des  in 
weitesten  Kreisen  bekannten  Geoplastikers  Franz  Keil 
hat  das  Ferdinandeom  ein  hervorragendes  Ehren-Mit— 
glied  verloren,  dessen  Verdienste  am  die  tirolische  Ge— 
birgskunde  und  am  die  Anstalt  selbst  demselben  ein  dank- 
bares  Andenken  sichern. 

Abgesehen  von  den  ausgezeichneten  Gebirgs  -  Relief- 
Karten,  die  aus  seiner  Hand  hervorgegangen,  und  wovon  er 
mehrere  dem  Ferdinandenm  grossmiithig  als  Geschenk  fiber- 
liess,  war  er  auch  als  Mitarbeiter  fiir  unsere  Zeitschrift  in 
frfihern  Jahren  th&tig  und  es  finden  sich  im  6.  Hefte  der- 
selben  von  ihm  zwei  Abhandlungen,  als:  „Meteorologische 
BeobachtUDgen  aus  Osttirol  vom  Jahre  1856  *,  und  „Baro- 
metri8clie  Hdhenmessungen  aus  dem  Gebiete  der  obersten 
Drau  in  der  Umgebung  von  Lienz  und  aus  der  obern  Gegend 
der  Piave  und  des  Tagliamento",  welche  Publicationen  als 
auf  eigenen  wissenschaftlichen  Forschungen  beruhend  dauern- 
den  Werth  haben. 

Der  Ausschuss  glaubt  daher  nur  eine  Pflicht  zu  erfftllen, 
wenn  er  das  kurze  Lebensbild  dieses  ausgezeichneten  Mannes, 
das  der  gewiegte  Historiker  Professor  Adam  Wolf  ent- 
worfen  hat  (in  der  ^Bohemia"  1876  No.  87),  in  unser  Ver- 
einsorgan  aufnimmt,  wozu  der  geehrte  Herr  Verfasser  be- 
reitwiliigst  seine  Zustimmung  ertheilt  hat. 


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Franz  Keil,  Geoplastiker. 

1822—1876. 
Von    Adam   Wolf. 

Wer  einmal  Alpen-  oder  Meerluft  geathrnet  hat,  bleibt 
fQr  immer  den  Geistern  zu  eigeD,  welche  die  Hdhen  und 
Tiefen  bewohnen.  Sie  locken  den  Menscben  mit  zauberiscben 
Stimmen,  umscbmeicheln  ihn  mit  weichen  Luften  und  legen 
ihm  fr5blicben  Mutb  und  siisse  Trauroe  ins  Herz;  aber  sie 
fordern  auch  ibre  Opfer  von  dera,  der  sich  ihnen  ergibt  uod 
die  ewigen  Rathsel  ihres  Waltens  offenbaren  will  Das  hat 
auch  unser  Landsmann  Franz  Keil  erfahren,  der  vor  Kurzem 
zu  Marburg  in  Steiermark  einem  langen  Siechthum  erlegen 
ist.  In  Bohmen  ist  sein  Name  verschollen,  aber  in  den 
Alpenlandern,  namentlich  in  den  Tauern  von  deu  Almmatten 
bis  zu  den  D5rfern  und  Stadten  herab,  wird  der  Name  Keil 
noch  oft  genannt  als  ernes  kiihnen  Bergsteigers,  als  eines 
liebenswttrdigen  Gesellen,  als  eines  Mannes,  der  diese  Alpen- 
welt  in  ihren  entlegendsten  Winkeln  durchwandert,  wissen- 
schaftlich  durcbforscbt  und  in  Karten  und  plastischen  For- 
men  dargestellt  hat.  Wer  seine  Schriften  und  Karten  keont, 
wird  in  ihm  nicht  bios  den  Kartenzeichner  und  Geoplastiker, 
sondern  ebenso  einen  t&chtigen  Geographen  erkennen.  Er 
war  in  Wahrheit  ein  Pionier  und  Prophet  der  geographischen 
Wissenschaft,  voll  Begeisterung  fur  ihre  Fortbildung,  voll 
Ueberzeugung  fur  ihre  Zukunft.  Gewiss  wird  irgend  ein 
Fachmann  seine  Schriften  zusammenfassen  und  eine  Wiirdi- 
gung  seiner  Verdienste  nacb  Recbt  und  Gebuhr  niederschrei- 


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-    105   - 

ben.  Ich  will  in  diesen  Blattern  nur  Einiges  iiber  seine 
fiusseren  und  inneren  Wandlungen,  iiber  das  Gliick  und 
Ungliick  seines  Lebens  berichten,  urn  das  Andenken  an  den 
Halbverschollenen  aufzufrischen  und  Zeugniss  zu  geben,  welche 
Intelligenz  DeutschbShmen  nach  alien  Richtungen  hin  aus~ 
streut 

Franz  Keil  war  geboren  1822  als  der  ftlteste  Solm 
eines  ehrenwerthen  Burgers  zu  Graslitz  in  BShinen.  Als 
ein  frischer  aufgeweckter  Juuge  wurde  er  fur  die  Sludien 
bestimmt,  kam  1833  an  das  Gymnasium  in  Eger  und  war 
dort  durch  Jahre  einer  der  besten,  beliebtesten  Schiiler. 
Turgenjew  sagt  irgendwo:  „Der  Charakter  des  Menschen 
fcndert  sich  iiberbaupt  nicht,  wie  er  in  der  Wiege  war,  geht 
er  ins  Grab".  So  zeigte  auch  jener  Knabe  den  frischen 
Muth,  das  warmblutige  Herz,  den  stolzeu  Unabhangigkeits- 
sinn,  die  ihm  als  Mann  zu  eigen  waren ;  auch  das  Ungliick, 
das  ihm  im  Leben  wie  ein  finsterer  Schatten  folgte,  hefttte 
sich  dem  Knabe n  an  die  Ferse.  Sein  Vater  starb,  er  musste 
183G  die  Studien  untcrbrechen  und  kam  als  Apothekerlehr- 
ling  nach  K5nigsberg,  sp&ter  nach  Falkenau.  Auf  diesem 
Boden  entfaltete  sich  zuerst  seine  Neigung  zu  den  Natur- 
wissenschaften ;  er  trieb  Botanik,  Mineralogie;  die  Frische 
seiner  Darstellungen,  die  Fertigkeit  im  Zeichnen  erwarben 
ihm  Freunde,  und  1846,  nachdem  er  seine  pharmaceutischen 
Priifungen  vollendet,  berief  ihn  Prof.  Kosteletzky  als  Assi- 
sten  der  botanischen  Lehrkanzel  an  der  Universitat  in  Prag. 
Damit  schien  er  der  nachsten  Sorgen  entledigt  und  seine 
Richtung  bestimmt.  In  dem  naturwissenschaftlichen  Verein 
„Lot08tf  in  Prag  hielt  er  einige  Vortr&ge,  welche  allgemeine 
Anerkennung  fanden,  aber  das  Jahr  1848  warf  ihn  aus 
dieser  Bahu  heraus.  Die  Ursache  war  nicht  irgend  eine 
politische  Verirrung,  denn  Franz  Keil  ist  zeitlebens  der  Po- 
litik  und  alien  ihren  Consequenzen  fern  geblieben,  sondern 
vielmehr  persOoIiche  Gehassigkeit  und  die  Formel:  er  ist 
Apotheker  und  hat  keine  Universitatsstudien.  Von  dieser 
Zeit  an  (1848)  war  er  B5hmen  entfremdet  und  ist  auch  nur 


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—    106    — 

einmal  zu  einem  kurzen  Besuch  in  seine  Heimath  zurflck- 
gekehrt.  Er  schuf  sich  eine  neue  Heimat  in  Innerttsterreich 
am  Fusse  der  Alpen,  zu  denen  es  ihn  mit  magischer  Ge- 
wait  hinzog:  zuerst  in  Graz  und  1850  als  Provisor  der 
Apotheke  zu  Lienz  im  Pusterthal.  Hier  verlebte  er  die 
glucklichsten  Jahre  seines  Lebens:  das  gesellige  Leben  for- 
derte  seinen  Frohsinn,  die  Liebe  zu  einem  Mftdchen  erfnllte 
ihn  mit  Hoffnung  und  Gliick,  die  Betrachtung  der  grossarti- 
gen  und  dabei  anmuthigen,  Jieblichen  Natur  um  Lienz  ubte 
einen  michtigen  Einfluss  auf  die  Frische  und  Energie  seines 
Geistes.  Ein  Schimmer  da  von  durchleuchtet  die  Vorrede '  zu 
der  Schrift:  „Das  Mineralbad  Leopoldsruhe  bei  Lienz"  (Inns- 
bruck 1856):  nGrossartig  und  entzQckend  ist  die  Aussicht, 
die  sich  hier  dein  Auge  bietet  Die  gauze  Ebene  von  Lienz 
liegt  zu  Ihren  Fussen,  siidlich  umralimt  mit  den  kQhu  auf- 
strebenden  Dolomitmassen  des  Spitzkofels  und  dem  dunkel 
bewalcMen  Rauchkofel,  gegen  Osten  geschlossen  durch  die 
hohe  Ziethen,  an  die  sich  links  der  Stronacher  und  Iselberg 
mit  seinem  soichten  Passe  in  das  Mollthal  anlehnt.  N5rd- 
lich  erhebt  sich  der  breite  Riicken  des  Gaimberges,  der  mit 
seiner  malerischen  Abwechslung  von  Feld  und  Wald  und 
Wiese  einem  grossen  Parke  gleicht  und  in  dessen  Anblick 
sich  das  Auge  nicht  satt  sehen  kann.  —  In  diesen  Rahmen 
gefasst  breitet  sich  der  ebene  Thalboden  aus,  einst  ein  mach- 
tiges  Seebeckcn,  jetzt  von  lachenden  Wiesen  und  Aeckern 
bedeckt,  von  der  Erlen-bekrHnzten  Drau  durcheilt.  Dort,  wo 
sich  die  Isel  ihr  vermSlt,  liegt  das  freundliche  Lienz,  hier 
blickt  aus  dunklem  Gebiisch  der  Spitzthurm  einer  Dorfkirche 
hervor,  dort  schaut  das  Helenenkirchlein  herab  ins  tiefe  Thai, 
hier  epiiiht  vom  rollenden  MQhlrade  die  Sturzwelle,  den  Saum 
in  Regenbogenfarben  getaucht  u.  s.  w. 

In  Lienz  gewann  Eeil  den  Boden  fur  seine  Studien, 
welche  seinen  Namen  in  die  Welt  tragen  sollten.  Noch  war 
er  vornehmlich  Botaniker,  und  die  Zeitschrift  „ Lotos*  in 
Prag  enthielt  noch  1850  von  ihm  einige  Aufsfttze  botanischen 
Inhaltes.   1855  bestieg  er  zum  Erstenmal  den  Grossglockner; 

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—    107    — 

auf  seiner  Hohe  vernahm   er  die  Stimraen  der  Berggeister: 

sie  sprachen  zu  ihm  aas  fliegenden  Wolken,  aus  dem  Don- 

ner  der  Lawinen,  sie  blickten  Urn  aus  der  Gluth  der  Alpen- 

rosen  and  aus  dem  Sonnenglanz,  der  iiber  Htihen  und  Tie  fen, 

fiber  Fels  und  Schnee  bis  zu  den  Wohnungen  der  Menschen- 

kinder    hinleuchtete.     Von    nun    an   erfullte   sich   seine   Be- 

stimniung,  ein  Priester   der  Wissenschaft  zu  werden,  dafiir 

zu  arbeiten,  zu  dulden  und  zu  sterben.     Am  22.  September 

1853  bestieg  er  von  Pregratten  den  Grossvenediger,  und  seit- 

dem  verging   kein  Sommer,   in  dem   er  nicht   diese  Gruppe 

der  Centralpen   kreuz  und   quer  abgesucht  h&tte.     An  fangs 

hatte  er  nur  die   botanische  Forschung   im  Auge,  aber  bald 

wandte   er  seine  Aufmerksamkeit  ausschliesslich  den  orogra- 

phischen    und    physikalischen    Verhaltnissen    der    Alpen    zu. 

Er  studirte  Geologie,  nahm  zahlreiche  Hohenmessungen  vor, 

niachte   meteorologische  Beobachtungen  in  Lienz  und  organi- 

sirte    solche  Beobachtungsstationen   noch  an   sieben   anderea 

Orten    des   Gebietes.     In   den  Jahren  1850  bis  1858  sam- 

melte    er   ein  massenhaftes  Material  zu   einer  Beschreibung 

des  obersten  Gebietes   der  Drau,  Isel   und    M511    in   natur- 

wissenscliaftlicher  Beziehung.    Es  schwebte  ihm  damals  Prof. 

lingers  Buch  iiber  Kitzbuhel  vor,  aber  sein  Werk  kam  nicht 

zur  Ausfiihrung.     wMeine   sp^teren  Arbeiten   und  die  Noth- 

wendigkeit  Brod  zu  schaffen,  liessen  mich  nicht  dazu  kommen, 

das  gesammelte  Material    zu   verarbeiten;  bei  einiger  Musse 

kdnnte   dies   noch    geschehena,    schrieb   er   mir  noch  1867. 

Es   war   noch   etwas  Anderes,   was   ihn  diese  Arbeit  uoter- 

brechen  liess.  Er  iiberzeugte  sich,  dass  die  Bezeichnung  auf 

unseren  gewdhnlichen  Flachkarten  bei  aller  Ausbildung,  welche 

sie  durch  scharfsinnige  Methoden   erreicht  hat,  doch  niemals 

ein  treues  Bild  der  Bodengestaltung  gew&hren,  dass  die  wirk- 

liche  Plastik  des  Bodens  nur  durch  naturgetreue,  nach  siche- 

rer  Autopsie   und  alien  Erfahrungen    der  Wissenschaft   ge- 

arbeitete  topographische  Reliefkarten   erkannt  werden  kdnne. 

Keil  wurde   nun  Geoplastiker  und  als  solcher  ist  er  zumeist 

der  Welt  bekannt  geworden,   Wenn  irgend  jemand,  so  hatte 


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—    108    — 

er  das  Zeug  dazu,  in  dieser  Beziehung  Grosses  zu  leisten: 
ein  grfindliches  wissenschaftliches  Stadium,  genaue  Kenntniss 
des  Terrains,  ein  glfickliches  Formenged&chtniss,  Talent  and 
Fertigkeit  im  Zeichnen  and  Modelliren.  „Ausser  der  wissen- 
schaftlichen  and  kuostlerischen  Bildung,"  ausserte  er  in  einem 
Vortrage  zu  Salzburg,  „rau83  der  ttichtige  Geoplastiker  auch 
jene  physische  Kraft  besitzen,  die  ihn  wochenlange  Gebirgs- 
wanderungen  mit  ihren  Mfihseligkeiten  und  Gefahren  ertragen 
l&sst,  ihm  darf  der  moralische  Math  nicht  fehlen,  ihnen  kiibn 
entgegenzugehen,  wenn  es  sich  darum  handelt,  der  Natar 
ihre  Eigenthftmlichkeiten  in  den  verborgensten  Winkeln  ab- 
ztilauscben,  und  ein  tuchtiges  Stuck  deutscher  Ausdauer  mass 
ihm  eigen  sein;  denn  die  Werke,  die  er  zu  schaffen  hat, 
fordern  viel  Zeit,  mehr  Geduld  und  am  meisten  Fleiss."  Mit 
einem  Math,  mit  einer  Ausdauer  ohne  Gleichen  hat  Keil  alle 
phy.sischen  und  technischen  Schwierigkeiten  ftberwunden.  Er 
setzte  seine  Bergtouren  fort,  er  war,  wie  er  rair  selbst  sagte, 
eiebenmal  auf  dem  Grossglockner,  zweimal  auf  dem  Vene- 
diger,  noch  1859  auf  dem  Rainerhorn,  dem  stolzen  Rivalen 
des  Grossvenedigers ;  er  litt  Hunger  und  Durst,  bestand  Ge- 
fahren aller  Art,  war  mehrmal  daran,  sein  Leben  zu  ver- 
lieren,  aber  liberal  1  leuchtete  der  Stern  fiber  seinem  Haupte 
und  zu  ihm  blickte  er  auch  in  Noth,  Kummer,  Ermattung, 
Hitze  und  Kalte.  1856  erschienen  seine  ersten  Reliefkarten : 
Draugebiet,  Grossglockner;  1858  die  Reliefkarte  der  Kreuz- 
kofelgruppe  im  grOsseren  Massstabe  (Visqoo)*  1^59  die 
physisch-geograpbische  Skizze,  die  Flora  und  Fauna  derselben 
Gruppe;  1860  begann  er  sein  Hauptwerk  „  Reliefkarten  aus 
den  deutschen  Alpen".  Als  mathematische  Grundlagen  dien- 
ten  ihm  die  Originalaufnahmen,  die  er  im  k.  k.  militarisch- 
geographischen  Institute  benfltzte,  die  Specialkarten  des  Ge- 
neralstabes,  die  Katastralmappen  der  Bezirke,  die  General- 
stabskarte  von  Baiern  und  die  Monographien  und  Karten 
der  einzelnen  Gruppen.  Um  die  Hdhenverh&ltnisse  und  ricb- 
tigen  Formen  des  Gebirgs  zu  erkennen,  durohwanderte  er 
aberinals  alle  Winkel  der  Alpenwelt,  er  nahm  neue  Hftben- 


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-  iOd  - 

messungen  vor,  fertigte  Profilzeichnungen  ao  and  verificirte 
die  oft  irrigen  Angaben  der  Karten.  Auf  dieser  Grundlage 
entwarf  er  Plankarten,  Schichtenreliefs  und  dann  das  wirk- 
liche  Relief.  Dabei  nabm  er  fiir  das  Detail  der  Berg-  uod 
Thalforiuen  den  Massstab  von  1 :  48000  der  Natur,  so  dass 
1000  Fuss  einer  Linie  der  Karte  entsprachen.  Noch  1860 
erschien  die  erste  Section:  Heiligenblut,  Winklern,  Lienz, 
1861.  das  Relief  der  Berchtesgadener  Gebirgsgruppe,  und  bis 
1864  waren  zwSlf  Sectionen  der  deutschen  Alpen  fiir  einen 
Raum  von  105  Quadratmeilen  fertig,  jede  Section  300 
Quadratzoll  umfassend,  nach  Culture n  oder  geognostisch 
colorirt.  Den  Reliefs  wurden  Begleitkarten  beigegeben,  welche 
den  topographischen,  hydrographischen  und  hypsometrischen 
Theil  und  dark  das  so  mubsam  gesammelte  Material  voll- 
standig  enthielten.  Aus  jenen  Jahren  bis  1865  sind  noch 
andere  ausgezeichnete  Arbeiten  Keils  zu  nennen:  so  1860 
die  Karte  des  Grossglockner  in  Petermanns  Mittheilungen, 
die  bis  jetzt  die  beste  Karte  des  Glockners  ist,  1862  sein 
Prospect  ffir  topographische  Reliefkarten,  ein  Vortrag  uber 
Reliefkarten  in  der  Gesellschaft  fur.  Salzburger  Laudeskunde, 
1864  Relief  und  Karte  vom  Untersberg  bei  Salzburg  und 
die  Glocknerkarte  in  Ruthners  „Wanderungen  in  den  Tauern" 
(Wien,  Gerold).  Alle  diese  Arbeiten  wurden  in  Salzburg 
ausgefuhrt.  Keil  hatte  seine  Stelle  in  der  Apotheke  zu  Lienz 
langst  aufgegeben,  lebte  seit  1860  in  Salzburg  und  grundete 
hier  ein  geoplastisches  Institut,  in  dem  er  inehre  Arbeiter 
beschaftigte.  Die  meisten  Reliefs  waren  audi  bei  Ackermanu, 
sp&ter  bei  Max  Glonner  in  Salzburg,  die  Plankarten  bei 
Artaria  in  Wien  im  Verlag.  Mitte  Janner  1865  Iiber- 
siedelte  er  nach  Wien,  theils  weil  er  es  fiir  sein  Unterneh- 
men  f&rdernd  hielt,  theils  urn  ein  Relief  von  Reichenau  an- 
zufertigen,  welches  Schulrath  Becker  als  Unterrichtsmittel 
for  den  Kronprinzen  Rudolph  bestimmt  hatte.  1866  erschien 
dieses  Relief  „der  Schneeberg  in  Unterosterreich  (V432oo)(<; 
im  selben  Jahre  die  „Karte  des  Venediger"  im  Jahrbuch 
des  dsterreichischen  Alpenvereins,  und  1867  die  vorzQgliche 


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-    110    - 

„Karte  der  Umgebung  von  Salzburg"  (Vnooo)  Sr-  kk-  Hoheit 
dem   Erzherzog  Ludwig  Viktor   gewidmet     In.  zehn   Jahren 
hal    dieser    Mann   mit   einer  wunderbaren  Arbeitskraft  mehr 
als  30   Plan-    und    Reliefkarten    geliefert.     Die   Reliefs    aus 
den  deutscnen  Alpen  sind  seiu  bedeutendstes  Werk  und  das 
GrSsste,    das  bisher  darch  die  Kraft  eines  einzelnen  Privaten 
eeWistet  wurde.     Sie  haben   alle  Erfordernisse  guter  Relief- 
karten :    eine    sichere  wissenschaftliche  Grundlage,  eine  voll- 
endete    technische   Durchfiihrung  und   eine   Naturtreue   ohne 
Gleicben.     In   der   gelehrten  Welt  bestand  damals  noch  ein 
Misstrauen   gegen  Reliefkarten,  weil  die  meisten  allgemeinen 
Karten  dieser  Art  durchaus  mangelhaft  und  mit  der  Wahr- 
heit  ira  Widerspruch  waren.     Wer  jedoch  die  Karten  Keils 
gesehen    und    mit   kundigem    Auge    geprfift   hat,   wird    ihre 
wissenschaftliche  Bedeutong,   ihren  Nutzen  f&r  den  geogra- 
phischen  Unterricht  wie  fur  die  allgemeine  Anschaoung  nicht 
verkennen.     Alle   Fachmanner,   namentlich   Petermann,   von 
Sydow,    Dove,   Director  Vogel,   in   Oesterreich   Steinhauser, 
Simony,    Hauslab,    Sonklar  u.  A.    bezeichneten   Keils    geo- 
plastische   Arbeiten  als  die  vortrefflichsten  und  gelungensten 
Leistungen    ihrer  Art,    wenn   ihnen  uberhaupt  irgend  welche 
ebenbiirtig  zur  Seite  gesetzt  werden  kSnnen.    Sydow  schrieb 
1860  in  Petermanns  Mittheilungen :    „Wir  k5nnen  uns  kein 
besseres   Erinnerungsbild   denken   ftir   den,   der  die  erhabene 
Gruppe  des  Grossglockners  mit  eigenen  Augen  geschaut,  und 
konnen   in    den  Grenzen   der   gebotenen   Verkleinerung  kein 
besseres  Instructionsmodell  empfehlen  fur  den,  der  sich  eine 
richtige  Vorstellung  von  der  grossartigen  Alpennatur  machen 
will.     Nftchst  der  unmittelbaren  Wirkung  gew&hren  so  rich- 
tig  entworfene  Reliefs  wie   die  Keil'scben   noch  den  grossen 
Vortheil,  photographische  Bilder  abnehmen  zu  kftnnen,  welche 
das  Verstandniss  der  Kartographie  in  fiberraschender  Weise 
vermitteln."     Petermann    selbst   schrieb  1861   fiber  die  Re- 
Hefkarte  von  Berchtesgaden :  „Sie  ist  die  schQnste  derartige 
Arbeit,  die  uns  bis  jetzt  bekannt  geworden.   Die  treue  Nach- 
bildung   der   verschiedenen  Formen,    gehoben   durch   ein  ge- 


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—  Ill  - 

8chraackvolles  Colorit,  ruft  die  Erinncrung  an  die  entzflcken- 
den  Ansichten  jener  Gebirgswelt  auf  das  Lebendigste  wach. 
Man  wurde  aber  Keil.s  Arbeiten  keineswegs  gerecht  werden, 
wollte  man  sie  nur  als  Kuustwerke  beurtheilen,  sie  haben 
vor  Allem  einen  bedeutenden  wissenschaftlichen  Werth.  Weit 
entfernt,  sich  mit  den  vorhandenen  Karten  und  Hohenmes-v 
sungen  zu  begnugen,  stutzt  er  sich  tiberall  auf  eigene  Mes- 
sungen,  so  dass  seine  Karten  auf  fortgesetzten,  streng  ge- 
wissenhaften  Forschungen  beruhen."  Es  fehlte  Keil  auch 
nicht  an  ausserer  Anerkennung:  1856  wurde  er  Correspon- 
dent der  k.  k.  geologischen  Reichsanstalt  in  Wien,  1858 
Ehrenmitglied  des  Ferdinandeums  in  Innsbruck,  1859  corresp. 
Mitglied  des  Vereines  fiir  Geographie  in  Frankfurt  a.  M.f 
1864  Ehrenmitglied  und  Meister  des  freien  deutschen  Hoch- 
stifles  im  G5thehause  zu  Frankfurt,  1866  corresp.  Mitglied 
des  Vereines  fDr  Salzburger  Landeskunde;  1862  erhielt  er 
die  Ehrenmedaille  bei  der  Londoner  Industrieausstellung  und 
1866  von  Sr.  Maj.  dem  Kaiser  von  Oesterreich  die  grosse 
goldene  Medaille  far  Kunst  und  Wissenschaft. 

Damals,  Anfaags  der  sechsziger  Jahre  ware  die  Zeit 
gewesen,  Keil  als  5ffenl lichen  Lehrer  zu  gewinnen  oder  sein 
geoplastisches  Institut  auf  Staatskosten  zu  ubernehmen,  urn 
eine  Zahl  Schiller  beranbilden  zu  lassen.  In  einer  beispiel- 
losen  Verkennung  Hess  man  jedoch  den  Mann  unbeachtet 
und  seine  reiche  Thatigkeit  ungentitzt.  In  Amerika  oder 
Russland  hatte  Keil  fur  ahnliche  Arbeiten  gewiss  eine  ge- 
sicherte  Stellung  erhalten,  aber  bei  uns  war  kein  Raum  fur 
ihn.  Bei  aller  Anerkennung  hervorragender  FachnifiLnner 
zockten  andere,  wenn  von  ihm  die  Rede  war,  hochmiithig 
die  Achseln;  er  war  ja  nicht  Doctor  und  hatte  die  regel- 
rechten  Universit&tsstudien  nicht  durchgemacht.  In  den  lei- 
tenden  Kreisen  schien  man  damals  noch  gar  nicht  das  Ver- 
standniss  zu  haben  fflr  die  Geographie  als  ein  selbststandi- 
ges  Fach,  als  die  Krone  und  Frucht  aller  Naturwissenschaf- 
ten.  Sie  wurde  nur  als  Hilfsmittel  fur  die  Geschichte  und 
das   nur  nebenher  in   den  Mittelschulen,  an  der  UniversitSt 


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-    ii2   - 

gar  nicht  gelehrt.  Erst  jetzt  fangt  man  an,  eigene  Lehr- 
stflhle  fur  Geographie  zu  grunden,  uud  es  wird  eine  Zeit 
konimen,  iu  der  unsere  Jnngen  Keils  Arbeiten  studiren  und 
seinen  Namen  mit  Ehrfurcht  nennen  werden.  Keil  hat,  wie 
Prof.  Frischauf  in  einer  Versammlung  des  Alpenvereines 
sagte,  keinen  andcren  Fehler,  als  dass  er  dreissig  Jahre  zu 
friih  auf  die  Welt  gekomraen  ist.  Er  selbst  musste  von 
Jahr  zu  Jahr  arbeiten,  um  nur  das  liebe  Brod  zu  erwerben. 
—  Seine  Karten  waren  beispiellos  billig.  Eine  Section  der 
deutschen  Alpen  kostete  21  fl.,  die  Berchtesgadener  Gruppe 
48  fl.,  das  Relief  des  Grossglockners  9  fl.,  das  Relief  des 
Unterberges  9  fl.,  eine  Begleitkarte  1  fl.;  und  doch  wurden 
in  Oesterreich  nur  wenige  Exeraplare  verkauft.  Von  der 
Kreuzkofel-Gruppe  ist  ein  Exemplar  im  geographischen  Ca- 
binet der  Wiener  UniversitSt,  ein  zweites  Exemplar  im 
Museum  zu  Innsbruck.  Von  der  Section  „Heiligenbluta  sind 
Exemplare  im  Klagenfurter  Museum,  im  k.  k.  milit&risch- 
geographischen  Institute  und  in  der  Bihliothek  der  geogra- 
phischen Gesellschaft  in  Wien.  Reliefs  der  Berchtesgadener 
Gruppe  wurden  angekauft  vom  K5nig  Max  von  Baiem,  vom 
k.  Armeeconservatorium  in  Mfinchen,  von  der  KSnigin  Elisa- 
beth in  Preussen,  vollstandige  Exemplare  der  12  Sectionen 
vom  k.  k.  milit&risch-geographen  Institute,  vom  Laudesaus- 
schuss  in  Salzburg,  vom  Stift  St.  Peter  in  Salzburg,  von 
Baron  Lerchenfeld  in  Munchen,  theilweise  vom  K5nig  von 
Preussen  u.  a.  Zehn  Sectionen,  geognostisch  colorirt,  ein 
wahres  Unicum  und  noch  nie  in  solchem  Massstabe  ausge- 
fuhrt,  sind  im  Salzburger  Museum.  Das  Relief  „der  Schnee- 
berg  in  Unterosterreich"  besitzt  Se.  k.  k.  Hoheit  der  Kron- 
prinz  Rudolph. 

Die  angestrengte  Arbeit  musste  allmalig  auch  die  starke 
Kraft  dieses  Mannes  aufreiben,  aber  das  Ungliick  kam  fruher 
uud  harter  uber  ihn,  als  er  geahnt  hatte.  Bereits  1865  zog 
er  sich  durch  eine  rasche  Erkaltung  auf  einem  Berge  in 
Obersteiermark  ein  Ruckenmarksleiden  zu,  das  anfangs  nur 
leiso,    aber  schon   ein  Jahr    nachher   in    einem    bedenklichen 


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Zustande  auftrat.   Er  suchte  in  der  Kaltwasserheilanstalt  zu 
Reichenau   Heilung.     Die   unteren   Extremitaten    waren   wie 
gelahmt   und   er   verraochte    nur   mit  Miihe   und   Hilfe   des 
Stocked  knrze  Strecken  zu  gehen.   Fast  zwei  Jahre  blieb  er 
in  Reichenau,  die  Ruhe  und  Schonung  thaten  ihm  wohl,  aber 
er  musste  mit  der  Arbeit  abschliessen ;  damit  versiegten  die 
Mittel,  und  Armuth   und  Eleud   kam  uber  ihn.     Wohl  fan- 
den   sich   Gonner   und  Freunde.     Erzherzog  Ludwig  Viktor, 
der  Alpenverein,  Dr.  Wagl  in  Graz  liessen  ihm  Untersttltz- 
ungen  zukommen ;  Graf  Spaur  in  Salzburg  bot  ihm  ein  Asyl 
in  Sagor  an,    wo   sich   die  Familie  Langer  in   der  liebens- 
wurdigsten  Weise  seiner  annahm.     Seine  Leiden  wurden  je- 
doch  schlimmer,  er  zog  es  vor,  1870  nach  Marburg  in  Steier- 
mark  zu  ubersiedeln  und  dort  lebte  er  durch  Jahre  unheil- 
bar  siech,  ohne  Hilfe  und  Pflege,  verschollen  und  vergessen 
von   der  Welt.     1875,   als   ich  von   einer  Ferienreise  heim- 
kehrte,    fand   ich   auf   meinem  Tische   ein  Paket  Briefe;    es 
waren  meine  eigenen  Jugendbriefe  an  Keil,  nnd  er  hatte  mit 
zitternder  Hand    darauf   geschrieben:    te    moriturus    salutat. 
An   einem   der   n&chsten  Tage  fuhr  ich   nach  Marburg  und 
fand  meinen  alten  liebenswflrdigen  Freund  in  dem  einstScki- 
gen  Hause  No.  15  in  der  Kfirtnervorstadt,  wo  er  seit  einem 
Jahre  eine  Dachstube  bewohnte.     Wenigstens  war  die  Stube 
hell  und  sauber,   und   eine  Frau  widmete  ihm  die  aufmerk- 
samste   Pflege.     Er   weinte   und  jammerte,   als  er  mich  er- 
blickt,   und   ich   war   in   die   tiefste   Seele   erschuttert.     Er 
konnte  das  Bett  nicht  mehr  verlassen,  nicht  liegen  und  sitzen 
und  litt  unsagliche  Schmerzen.   Leise  klagend  sprach  er  die 
bekannten    Verse:    „Wer   nie   sein   Brod  in   Thr&nen   assa 
u.  8.  w.     Und   ich  fand  auch  kein  anderes  Trostwort  als: 
„wir  liegen   auch   nicht  auf  Rosen".     Als  ich  aus  der  Hei- 
mat  von  alten  Geschichten  erzahlte,  flog  ein  heiteres  Lacheln 
uber  sein  Gesicht  und   er   sprach   von   seiner   Schwester  in 
Graslitz,   von   seinem  Bruder,   der  in  Rom  gestorben.     Eine 
Freude  wurde  ihm  noch  bereitet.     Der  Alpenverein  in  Wien 
und  Graz  uberschickte  ihm  zum  Ghristkind  eine  Summe  von 
FerdinAndenma-ZeiUchrift  8 


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-     114    - 

800  fl.,  auch  der  Herr  Unterricbtsminister  wies  einen  Bei- 
trag  von  200  fl.  an,  alles  in  Erinnerung  an  seine  Arbeiten 
und  al8  ein  Zeichen,  dass  seine  Spur  nicht  verweht  sei  auf 
der  Strasse  des  Lebens.  Wir  hofften  von  den  lanen  Luften 
des  Friihlings  eine  Linderung  seines  Leidens,  aber  am 
10.  Marz  1876  ist  er  still  gestorben  an  der  Grenze  des 
deutsehen  Lebens,  einsam  und  verlassen  wie  ein  Flftchtling, 
wie  ein  armer  Spielmann,  in  Wahrheit  als  ein  Mann  von 
wilder  Energie  und  einer  riesigen  Schaffungskraft,  als  ein 
Mann,  der  alles  aus  sich  gestaltet  hat,  als  ein  Mann,  der 
Oesterreich  und  sein  Volk  geliebt  hat,  das  jedoch  die  Schuld 
an  sein  Talent  nicht  abgetragen  hat.  „Es  hat  dem  All- 
mSchtigen  gefallen,  Herrn  Franz  Keil,  diplomirten  Apotheker, 
nach  jahrelangen  schmerzvollen  Leiden  in  ein  besseres  Jen- 
seits  abzurufen;  die  Leiche  ist  Sonntag  Nachmittags  2  Uhr 
auf  den  Friedhof  fiberfiihrt  worden",  lautete  die  einfache 
Todesanzeige.  Ich  selbst  gedenke,  indem  ich  diesen  Bericht 
schreibe,  der  Worte  Auerbachs :  f,Was  man  zu  erz&blen  hat 
von  Menschen,  die  einem  Heb  gewesen,  es  ist  nur  ein  Schat- 
ten,  denn  sie  selber  fehlen  dabei;  was  wir  erben  und  ver- 
erben  aus  der  Vergangenheit,  es  ist  nur  der  diirftige  Nieder- 
schlag  eines  reich  erftllten  Lebens." 


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Die 


Tiroler  Wappenbticher 


im  Adelsarchive 


des 


k.  k.  Ministerium  des  Innern  zu  Wien. 


Mitgetheilt 


Hugo  von  Goldegg. 


H.  TlieiL 


-£*3S*S>- 


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/ 


Regesten. 


(Die  den  Regesten  Torgesetste  Zabl  bezeichnet  das  Folium  [too  MI. 

751  bis  XIV.  269  die  Stuckzahl]  des  Originals,  die  am  Schlnsse  ange- 

brachte  aber  die  fortlaufende  Regestennnmmer.      Abkurzongen:    W.  ss 

Wappenbrief,  W.  m.  L.  =  Wappenbrief  mit  Lehenartikel.) 


Raehtrag  znm  I.  Theile. 

Erzherzog  Matthias  1596. 

(Eingeschaltet  aus  den  Hofkanzleiacten  des  Adelsarchivs:) 
Wappenbrief  fflr  Joachim  Hueber  zu  N&tz,  Gerichts  Roden- 
egg.     Innsbruck,  3.  November  1596.  1249  a 

(Ans  Fr.  K.  WissgrilTs  „Schauplatz  des  Nieder-Oester- 
reichischen  Adels",  I.  Bd„  S.  71 :)  Ritterm&ssige  Adelsfrei- 
heit  ftlr  Adam  Altensteiger,  jur.  Dr.,  erzb.  Rath  and  geh. 
Cammersecret&r,  mit  Edler  (!?)  von  Altensteig.  Inns- 
brack,  20.  November  1596.  1249  b 

(Eingeschaltet  aos  den  Hofkanzleiacten  des  Adelsarchivs :) 
Wappenbrief  mit  Lehenartikel  fQr  Jacob  Hueber,  Zin- 
gisser,  wegen  dessen  Verdienste  im  Kriege  gegen  den  christ- 
lichen  Erbfeind.     27.  November  1596.  1250  a 


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II.  Theil. 


Erzherzog  Maximilian  1602—1618. 
XII.  Band. 

1.  Wappenbestatigung  fur  Cristof  Kliekh,  Urban- 
richterambtsverwalter    zu    Kuefstain.      Innsbruck,   27.  Juli 

1602.  1251 
5.    W.  in.  L.  fUr  Niclas,  Jakob  und  Benedikt  die  S tier, 

Gebrtider.    Innsbruck,  23.  Januar  1603.  1252 

9.  W.  in.  L.  fur  Hans  Undterweger,  Burger  zu 
Meran.    Innsbruck,  23.  Januar  1603.  1253 

13.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  nebst  Wappen- 
besserung  fur  Dr.  Dietrich  Hepperger,  erzh.  Hofsecretar. 
Innsbruck,  1.  Marz  1603.  1254 

18.  W.  fur  Martin,  bischoflicher  Caplan  zu  Brixen, 
Georg,  Jakob  und  Michael  Marnisechi,  Gebr&der.  Inns- 
bruck, 1.  Marz  1603.  1255 

23.  W.  m.  L.  fur  Peter  Reindl,  Burger  und  Wund- 
arzt  zu  Kitzpichl.     Innsbruck,  5.  M&rz  1603.  1256 

27.  W.  m.  L.  fur  Cristof  Rentz,  Zoll-  und  Omb- 
gelter-Ambts-Verwalter  zu   Kueffstain.    Innsbruck,  5.  Mte 

1603.  1257 
31.     W.   m.  L.   ftkr   Sebastian    Krabat,    Burger   zu 

Glurns.     Innsbruck,  25.  Marz  1603.  1258 

35.  Best&tigung  und  Besserung  des  der  Familie  Earl 
von  Kaiser  Carl  V.  unter'm  27.  September  1547  verliehenen 
Wappens  ftir  Hanns  Karl,  O.  Oe.  Kammerkanzlei- Expedi- 
ter.    Innsbruck,  5.  April  1603.  1359 


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-    119    — 

43.  W.  m.  L.  fur  Jakob,  Burger  za  BotzeD,  Wolf- 
gang, Adam  und  Matheis,  alle  drei  Burger  zu  Stockhach  in 
Nellenburg,  die  Brueder,  Gebrflder.  Innsbruck,  30.  April 
1603.  1260 

47.  W.  fur  Sebastian  Michel,  Burger  der  Stadt 
Munderkhingen.     Innsbruck,  10.  Mai  1603.  1261 

51.  W.  m.  L.  fur  Christian  Thurnes,  Richter  auf 
Galltharn.     Innsbruck,  20.  Juni  1603.  1262 

56.  Wappenbesserung  fftr  den  edlen  Sigmund  Bftrby 
(Barbi)  von  Corret  und  dessen  S5hne  Johann,  Andre, 
Gabriel,  jur.  Dr.,  Marx  und  Innocent.  Innsbruck,  12.  Septb. 
1603.  1263 

61.  W.  m.  L.  fQr  Caspar  und  Melchior  die  Mess- 
ner,  Gebrflder,  Burger  zu  Brixen.  Innsbruck,  13.  Septbr. 
1603.  1264 

65.  W.  far  Georg  Apel,  Burger  zu  Rain.  Inns- 
bruck, 13.  September  1603.  1265 

69.  W.  m.  L.  ffir  Cristan  und  Oswald  die  Wiser, 
Gebrader,  und  deren  verstorbener  Brftder  Valtin  und 
Christof  hinterlassene  S6hne  Hans  und  Ulrich.  Innsbruck, 
13.  September  1603.  1266 

73.  W.  m.  L.  far  Augustin,  Clement  und  Georg  die 
Kofler,  Gebrader,  Burger  zu  Botzen.  Innsbruck,  8.  Oc- 
tober 1603.  1267 

77.  W.  m.  L.  far  Georg  Loess,  Gerichts-Anwaldt 
im  Lechthal,  Herrschaft  Ernnberg.  Innsbruck,  29.  Novem- 
ber 1603.  1268 

81.  W.  m.  L.  far  Michael  und  Matheis,  Briider,  und 
Martin,  Janesius,  Paul,  Caspar,  Hans  und  Niclaus,  Yettern, 
die  Lindner.     Innsbruck,  29.  November  1603.  1269 

86.  W.  m.  L.  far  Georg  Niernsanckh,  Burggrave 
zu  Trieudt.     Innsbruck,  9.  December  1603.  1270 

91.  W.  fur  Andre  Pritzj,  Pfarrer  in  Schenna,  und 
dessen  legitim.  Sohn  Johann  Baptist,  sowie  far  deren  Yettern 
Moriz,  Valentin,  Matheus  und  Jacob  die  Pritzj,  genannt  zu 
Burgeias.    Innsbruck,  23.  December  1603.  1271 


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—    120    — 

95.  W.  m.  L.  far  Bartolome  P&chler,  Gerichts- 
schreiber  der  Herrschaft  Uttenhaim,  und  dessen  Brnder 
Cristan.     Innsbruck,  23.  December  1603.  1272 

99.  W.  m.  L.  fflr  Thoman  Planckhenstainer,  Ge- 
richtsanwaldt  der  Herrschaft  Uttenhaim.  Innsbruck,  23.  De- 
cember 1603.  1273 
104.  W.  m.  L.  far  Uriel,  Ambtsschreiber  im  Tyroli- 
schen  OberBsterreichischen  Camermaister-Arabt,  Michael  und 
Caspar  die  Zingerl,  Gebriider.  Innsbruck,  4.  Februar 
1604.  1274 

110.  W.  m.  L.  fur  Hans  Daiser  den  Aeltern  und 
dessen  Brnder  Hans  den  Jiingern,  wessen  Sobn  Amtsschrei- 
ber  in  dem  Tyrolisch-Oberdsterreichischen  Camermaisterambt. 
Innsbruck,  4.  Februar  1604.  1275 

115.  W.  far  Lukas,  Zollgegenschreiber  im  PrimBr,  und 
Hans,  sesshaft  zu  Tauffers  im  Miinsterthal,  die  Grass, 
Gebrader.    Innsbruck,  20.  Mai  1604.  1276 

120.  W.  m.  L.  far  Peter,  OberBsterreichischer  Regi- 
men ts-Canzleischreiber,  Hans  und  Caspar  die  Jutzen,  Ge- 
briider, Biirger  von  Feldkirch.     Innsbruck,    11.  Juni  1604. 

1277 

126.  Besserung  des  den  Freiseisen  vom  Erzherzoge 
Ferdinand  am  10.  April  1582  verliehenen  Wappens  fur 
Cristan  Freiseisen,  dessen  Sohn  Abraham  o.  5.  Camer- 
secret&r  ist,  und  seines  verstorbenen  Bruders  Abraham  hin- 
terlassene  Erben.    Innsbruck,  15.  Juli  1604.  1278 

(Fol.  131  mit  dem  Anfange  des  folgenden  Diploms  fehlt.) 

132.  W.  m.  L.  fttr  Simon,  Paul,  Hans,  Martin,  Lu- 
kas  und  Gregor  die  Kolben,  Gebrader.  Innsbruck,  19.  Juli 
1604.  1279 

135.  W.  m.  L.  fur  Ludwig  Schmidmayr  zu  Mar- 
greidt,  Gerichts  Curtate ch.   Innsbruck,  26.  Aug.  1604.     1280 

140.  W.  fur  Hans,  Richter  in  Stubay,  und  Pankratz 
die  Mayr,  Gebrader,  und  deren  Vetter  Conradt.  Innsbruck, 
26.  August  1604.  1281 


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—    121    — 

145.     W.   far  Jakob  Stftchel.     Innsbruck,  26.  Aug. 
1604.  1282 

149.     W.   m.   L.    fur   Jakob,    Michl   und    Georg   die 
Widitsch,  Gebruder.     Innsbruck,  9.  Nov.  1604.       1283 
153-     W.  m.  L.  fur  Nikolaus,  erzb.  Hofktichenschraiber, 
Marx,    Martin,   Filipp   und  Gregor  die  Troyer,  Gebriider. 
Innsbruck,  11.  December  1604.  1284 

15T.      A  dels-    und    Rotwachsfreiheit    nebst   Wappen- 
verleihung   und   der  Freibeit,   sich  von  und  zum  Rosen- 
stock  h    zu  nennen,  far  Michael  Faber.   Innsbruck,  23.  De- 
cember   1604.  1285 
163.     W.  m.  L.  fiir  Hans  Reinisch,  Gerichtsschrei- 
ber    zu     Taur,    und    dessen   verstorbenen    Bruders   Christof 
hinterlassene   S5hne  Paul,   Michael   und  Matheus.     (Datum 
fehlt.)  1286 
167.     W.  m.  L.  fur  Erhardt  und  Hans  die  Rueschen, 
Gebruder,  Burger  zu  Kostanz.  Innsbruck,  3.  Jan.  1605.     1 287 
171.     W.  m.  L.  fur  Conrad,   erzh.  Hofsattler,  Martin, 
Hans    und   Thoman   die   Zaberl.      Innsbruck,    11.   Januar 
1605.  1288 
175.     W.  fur  Peter  Rossi,  Pfarrer  zu  Mattraw,  auch 
seines  Bruders  Sohn  Peter.  Innsbruck,  28.  Jan.  1605.     1289 
179.    W.   fur   Hanns   Hofer   auf  dem  Schabss,    der 
Herrschaft  Rodnegg.     Innsbruck,  31.  Januar  1605.       1290 
183.     Besserung  und  Vermehrung  des  der  Familie  Payr 
voni   KSnige  Ferdinand  am  14.  Juli  1544  verliehenen  Wap- 
pens    mit   dem   der    Familie   Weinanglisch   vora    Kaiser 
Maximilian  1.  am   29.  December    1492   ertheilten  und   nun 
erledigten  Wappen  fiir  Christof,  Landtschreiber  an  der  Etsch, 
Georg,   Ruepprecht  und  Hans  die  Payr,    Gebruder,    dereu 
Mutter  der   letzte   Sprosse   der  Weinanglisch'schen   Familie 
gewesen,    dann    deren   Vettern    Friedrich    und  Wilhelm  die 
Payr.     Innsbruck,  17.  Februar  1605.  1291 
188.     W.  fur  Cristof  und  dessen  Vettern  Hieronimus, 
Matheus  und  Georg  die  Rainer.     Innsbruck,  18.  Februar 
1605.  1292 


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—    122    — 

192.  W-  m.L. fur Michael Feichtner,  Hofeinkhauffer  beim 
Markgrafen  Carl  zu  Burgau.  Innsbruck,  25.  Febr.  1605.      1293 

196.  W.  in.  L.  fur  Gall  T tiring,  Burger  und  des 
Raths  zu  Bregentz.     Innsbruck,  28.  Februar  1605.         1294 

200.  W.  m.  L.  far  Conradt  K8pplin,  Burger  zu 
Costanz.     Innsbruck,  1.  Mftrz  1605.  1295 

205.  W.  m.  L.  fur  Ulrica,  Christan,  Benedikt,  Val- 
tin  and  Hans  Gebruder  die  Taler  und  deren  Vettern  Be- 
nedikt, Sebastian  und  Hans  Gebruder  die  Taler.  Innsbruck, 
8.  Marz  1605.  1296 

210.  W.  m.  L.  fur  Christoff  und  Sebastian  die  A  J  b- 
mayr,  Gebruder.     Innsbruck,  11.  M&rz  1605.  1297 

214.  W.  m.  L.  fur  Jakob  Neurauter  von  Klingen- 
burg,  Gerichts  und  Herrschaft  St.  Petersperg.  Innsbruck, 
17.  Marz  1605.  1298 

218.  W.  m.  L.  fur  Christan  Niderhofer  zu  L&nft. 
Innsbruck,   21.  M&rz  1605.  1299 

222.  W.  m.  L.  fur  Johanu  Bendetti,  zu  Clautz  ob 
dem  Nonss  sesshaft.     Innsbruck,  23.  Marz  1605.  1300 

226.  Freiherrnbrief  fur  Jacob,  Andre,  Anton  und  Georg 
die  von  Brandis,  Briider  und  Vettern,  und  Bewilligung 
fur  dieselben,  sich  auch  Herrn  und  Freye  zu  Leon- 
burg  und  Vorst  zu  nennen.     Innsbruck,  31.  Marz  1605. 

1301 

(Fol.  232  und  233  unbeschrieben.) 

233  y2.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fftr  Theo- 
bald Panthel  von  HSrsten,  erzh  Eleemosynarius  und  Hof- 
kaplan.     Innsbruck,  15.  April  1605.  1302 

234.  W.  fUr  Peter  Sattinger  zu  Burgeis,  Gerichts 
Glurns  und  Malss.    Innsbruck,  21.  April  1605.  1303 

238.  W.  fdr  Abraham,  Zollverwalter  zu  Lftna  am 
Gampen  (!),  und  Johann,  Benefiziat  in  Tauffers,  die  Moser, 
Gebruder.     Innsbruck,  1.  Juli  1605.  1304 

241.  W.  m.  L.  fur  Balthasar  Praundorner.  Inns- 
bruck, 5.  Juli  1605.  1305 

245.     W.  fur  Matheus  Hofer  den  Aeltern,  der  ver- 


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—  m  — 

w&weten  Erzherzogin  in  Oesterreich  Anna  Catharina  Ilof- 
portier,  dann  beede  Hansen,  auch  Matbeus  den  Jungern, 
sowie  Thoman  und  Andre  die  Hofer,  Matheus  des  Aeltern 
Brfider  und  Vettern.     Innsbruck,  5.  Juli  1605.  1306 

248.  W-  m.  L.  fflr  Gilg  Frannckh,  Richter  in  dem 
Marckht  zu  Mainerstorff.   Innsbruck,  19.  Juli  1605.      1307 

254.  W.  m.  L.  fur  Hanns  S  a  lorn  an  aus  der  Herr- 
schaft  Sonnenberg.     Innsbruck,  3.  August  1605.  1308 

258.  W.  m.  L.  fflr  Hans  Hart  man,  Landtamman 
der  Herrschaft  Sonnenberg.   Innsbruck,  3.  Aug.  1605.     1309 

262.  W.  m.  L.  far  Johann,  Benefiziat  beira  h.  Kreutz 
ira  Gottshaus  des  h.  Geistspitals  zu  Botzen,  Lorenz  und 
Michael  de  Luchj,  Gebriider.  Innsbruck,  18.  August 
1605.  1310 

266.  W.  m.  L.  fiir  Ennglhart  und  Bernhart  die  Syhn, 
Gebrftder.     Innsbruck,  28.  Juli  1605.  1311 

270.  W.  fflr  Peter  und  Caspar  die  Linser,  Ge- 
bruder.     Innsbruck,  26.  August  1604.  1312 

274.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung,  resp.  Ueber- 
tragung  des  dem  Gefirg  Hueber  anlasslich  dessen  Adelser- 
hebung  vora  Erzh.  Mathias  ertheilten  Wappens  (anstatt  des 
vora  Erzh.  Ferdinand  verliehenen)  auf  dessen  Bruderssohn 
Abrahamb  Hueber  zu  Stillendorff.  Innsbruck,  16.  Sept. 
1605.  1313 

280.  W.  m.  L.  fur  Jacob  Dorffner,  auf  MattSn 
(Montan?)  der  Herrschaft  Enn  und  Caldif  sesshaft.  Inns- 
bruck, 1.  October  1605.  1314 

284.  W.  m.  L.  fflr  die  Vettern  Matheus  und  Hanns 
die  Enndhofer.    Innsbruck,  19.  October  1605.  1315 

288.  W.  no.  L.  fflr  Georg  und  Andre  die  Helffen, 
Gebrfider.     Innsbruck,  3.  November  1605.  1316 

292.  W.  fflr  Georg  und  Paul  die  Krausen,  Ge- 
briider.     Innsbruck,  12.  November  1605.  1317 

288.     W.  m.  L.  fftr  die  Qebruder  Stephan  und  Cas- 


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—    124    — 

par*)  von  Pfltz  zu  Putz,  Gerichts  Naudersperg  sesshafft. 
Innsbruck,  18*   December  1604.  1318 

302.  W.  fQr  Bartlme,  dann  Hans  und  Georg  die 
Handtman,   Gebriider.     Innsbruck,  26.  Jan.  1606.      1319 

306.  W.  m.  L.  fur  Georg,  Thoman,  Adam  und  See- 
baldt  die  Pranndthueber,  Gebriider.  Innsbruck,  26. Ja- 
nuar  1606.  1320 

311.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Andreas 
Flugy,  Haubtinann  zu  Fiirstenburg,  mit  Verleihung  des 
Rauch- Aspermont'schen  Wappens  und  Benennung  von 
und  zu  Rauch- Aspermont.  Innsbruck,  1.  Februar 
1606.  1321 

316.  W.  fur  Hanns  Cortleuteraus Ennenberg.  Inns- 
bruck, 2.  Juni  1606.  1322 

320.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Greiner  und  dessen  Sohn 
Christof,  Steuereinnehmer  der  Tyrolischen  Lanndtschaft  im 
untern  Innthal.     Innsbruck,  3-  Juni  1606.  1323 

324.  W.  fur  Paul,  Wolf  und  Andree  die  Stromayr, 
Gebriider.     Innsbruck,  12.  Juni  1606.  1324 

328.  W.  fur  Hanns  Ebenthumer,  in  Algundt, 
Landgerichts   Meran,   sesshafft.     Innsbruck,    28.  Juni  1606. 

1325 

333.  W.  m.  L.  fur  Ulrich  Mayr  zn  Alronss,  Herr- 
schaft  Ambrass,  und  dessen  Sohn  Bernhart,  beim  Zollamt 
zu  Alronss  bedienstet.     Innsbruck,  10.  Juli  1606.         1326 

338.  W.  fur  Johann  Marchstainer,  Pfarrer  in  der 
St  Jacobskirche  zu  Innsbruck.  Innsbruck,  26.  August  1606. 

1327 

342.  W.  m.  L.  fur  Carl  Niderhofer,  Burger  zu 
Innsbruck,  dessen  verstorbener  Binder  Michael  erzh.  Hof- 
Gourier  gewesen.     Innsbruck,  14.  September  1606.       1328 

347.  W.  m.  L.  fur  Melchior  Steltzer,  des  Pfann- 
haus-Amts  zu  Hall  im  Innthal  gmainer  Waldtmaister.  Inns- 
bruck, 31.  October  1606.  1329 

*)  Im  Original- Wappenbriefe,  welchen  die  noch  bllihende  Familie  ron 
PUtx  besitst,  iit  auch  eines  dritten  Bruden  Jacob  Erw&hntuig  gethan. 


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—    125    — 

351.  W.  m.  L.  fiirHanns  Payr.  Innsbruck,  15.  No- 
vember 1606.  1330 

355.  W.  m.  L.  fQr  Cristoff  Hundertpfundt,  Bur- 
ger und  des  Raths  zu  Bregentz  und  dessen  Vetter  Mathias, 
Landamman  zu  Sultz  und  Ranckhweil  in  der  Herrschaft 
Veldtkhfirch.     Innsbruck,  7.  December  1606.  1331 

360.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fBr  Dr.  Jo- 
hann  Conradt  Schenckh,  Leib-Medicus  der  verwitweten 
Erzherzogin  Anna  Katharina  zu  Oesterreich,  geb.  Herzogin 
zu  Mantua  und  Montferrat,  nebst  dem  Titel  von  Graven- 
berg.     Innsbruck,  20.  December  1606.  1332 

365.  W.  fur  Johann  Petz,  ffirstl.  bisch5flich  Augs- 
purgischen  Stattvogt  zu  Fiiessen.  Innsbruck,  10.  Januar 
1607.  1333 

369.  "W.  far  Hans,  Blasy,  Domenicus  und  Caspar  die 
Lutten,  Gebrtider.     Innsbruck,  11.  Januar  1607.       1334 

373.  W.  m.  L.  fur  Hans  Briechlein  (Priechlein) 
genannt  Pfflster,  nachdem  derselbe  in  Frankreich,  den  Nie- 
derlanden  und  zuletzt  in  Ungarn  wider  die  Tiirken  Kriegs- 
dienste  geleistet    Innsbruck,  15.  Januar  1607.  1335 

377.  Wappenbesserung  fur  den  edlen  Bernhard  Halff- 
ter,  erzh.  Hof-Medicus,  sammt  der  Bewilligang,  sich  von 
Alffter  zu  nennen.     Innsbruck,  18.  Januar  1607.       1336 

381.  Wappenbesserung  fur  den  edlen  Georg  Locher, 
der  Rechte  Dr.,  nachdem  bereits  Kaiser  Maximilian  am 
12.  Mai  1497  dem  Conrad  Locher,  Stattamman  zu  Ulm, 
und  Berchtoldt  Locher,  kais.  Secretar,  Gebriidern,  dann  dem 
Sonne  des  Conrad,  Namens  Sigmund,  und  endiich  Jacoben 
und  Bartholomeen  den  Lochern,  Gebriidern  der  Andern  Vet- 
tern,  Adelsfreiheit  ertheilt  und  das  dem  Geschlechte  von 
Kaiser  Friedrich  IH.  verliehene  Wappen  gebessert  und  mit 
dem  erledigten  Wappen  derer  von  Epfingen  vermehrt 
hatte.    Innsbruck,  24.  Januar  1607.  1337 

(Fol.  338—390  unbeschrieben.) 

391.  W.  m.  L.  far  Peter  Berckhman,  Statt-Amman 
zu  Bregentz.    Innsbruck,  9.  Februar  1607.  1338 


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—    126    — 

395.  W.  far  Leonhart  Lener,  Gerichtsverwalter  zu 
Apsambs.     Innsbrnck,  9.  Februar  1607.  1339 

399.  Besserung  des  der  Familie  Vischer  von  Konig 
Ferdinand  am  1.  October  1547  verliehenen  Wappens  fur 
Andree  Vischer,  Bnrgermeister  zu  Meran.  Innsbruck, 
26.  April   1607.  1340 

405.  W.  in.  L.  fiir  Martin  Pig  gel.  Innsbruck,  9.  Mai 
1607.  1341 

409.  W.  m.  L.  fur  Martin  Dimer,  erzh.  Hofkanzlei- 
schreiber,  aus  Dantzig.     Innsbruck,  11.  Mai  1607.       1342 

415.  Rittermassige  Adelsfreiheit  und  Verleihung  des 
von  seinen  Vettern  bisher  gefuhrten  Wappens  fur  Vlrich 
Morandel.     Innsbruck,  12.  Juni  1607.  1343 

421.  W.  m.  L.  fur  Thoman  Mdsel,  Burgermeister 
zu  Kuefstain.     Innsbruck,  23.  Juni  1607.  1344 

425.  WappenbestStigung  fiir  Franz,  der  Rechte  Dr., 
Simon,  Jacob  und  Honorius  die  edlen  Trentini,  Gebriider. 
Innsbruck,  25.  Juni  1607.  1345 

429.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Hubert 
Girardi,  erzh.  Statuarius.  Innsbruck,  25.  Juni  1607.     1346 

434.  Adelsfreiheit  und  "Wappenbest&tigung  fiir  Anton 
C  alder  on.     Innsbruck,  3.  Juli  1607.  1347 

440.  "W.  m.  L.  fur  Hanns  Jakob,  auch  Hanns  und 
Hanns  Georg  die  Schwannckhen,  Gebriider.  Innsbruck, 
10.  Juli  1607.  1348 

445.  W.  m.  L.  fiir  Hanns  Windt,  erzh.  Hofkanzlei 
Registrator  Amtsverwalter,  und  dessen  Bruder  Georg.  Inns- 
bruck, 23.  Juli  1607.  1349 

451.  W.  m.  L.  fiir  Hanns  Sigemund,  dann  Valentin 
auch  Ghristoff  und  Hanns  die  Grosspeundtner  von 
Wolfartshausen,  Gebriider.   Innsbruck,  16.  Aug.  1607.     1350 

455.  W.  for  Niklas  Posch.  Innsbruck,  16.  August 
1607.  1351 

459.  W.  m.  L.  fur  Christoff  Egen,  Schuldthaiss  zu 
Rottemburg  am  Neckher.    Innsbruck,  18.  Aug.  1607.     1352 

462  y2.     W.  m.  L.  f&r  Hans,  Burger  zu  Botzen,  Gteorg 


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-    127    — 

trod  BarUme  die  Luhn,  Gebriider.  Innsbruck,  16.  No- 
vember 1607.  1353 

463.  W.  m.  L.  far  Thoman  Pobay,  Burger  und 
Gastgeber  zu  Glurns.     Innsbruck,  8.  Nov.  1607.  1354 

467.     W.   m.   L.    f&r   Killian    Tscherf.     Innsbruck, 

15.  November  1607.  1355 

471.  W.  m.  L.  fiir  Marcell  Osterman,  bestellter 
Fendrich  des  Landtsgerichts  Sonnenburg,  zu  Kranbitten  sess- 
hafft,  und  dessen  Bruder  Joachim,  sowie  dessen  Vettern 
Caspar,   Melchior   und   Martin   die   Osterman.      Innsbruck, 

16.  November  1607.  1356 

475.  W.  m.  L.  fiir  Jakob,  0.  Oe.  Regiments-Canzlei- 
schreiber,  Michel  und  Jobann  die  Arbeissl,  in  der  krai- 
nerischen  Sprach  Gracheck  genannt,  Gebriider.   Innsbruck, 

17.  December  1607.  1357 

479.  W.  m.  L.  fur  Hans  Zelger,  Gossman  zu 
Leiffers.     Innsbruck,  9.  Januar  1608.  1358 

483.  W.  m.  L.  fiir  Niklas  auch  Valentin  und  Georg 
die  Kletten,  Gebriider,  wegen  ihrer  Dienste  als  Kriegs- 
lieferanten.    Innsbruck,  9.  Februar  1608.  1359 

489.  W.  m.  L.  fiir  Mathias  A  chm  tiller  und  dessen 
zwei  BrUder  Hans  Balthasar  und  Georg.  Innsbruck,  8.  Fe- 
bruar 1608.  1360 

493.  "W.  fiir  Adam,  Burger  und  Gastgeb  zu  Hall  im 
Intfthal,  und  Hans  die  Malethen,  Gebriider.  Innsbruck, 
15.  Februar  1608.  1361 

497.  W.  m.  L.  fiir  Peter  und  Christan  die  Bern- 
hardt, GebrQder.    Innsbruck,  8.  Mai  1608.  1362 

501.  "W.  fiir  Thomas,  Landtaman  der  Herrschaft 
Sonnenberg,  Mathias,  Amman  zu  Mitteklets  (?),  Georg, 
Undervogt  zu  Bludenz,  Conrad,  Rochus  und  Hans  die  Frit- 
zen,  Gebriider,  und  deren  Vettern,  weiland  ihres  Bruders 
Christens  nachgelassene  ehelichen  Kinder.  Innsbruck,  12.  Mai 
1608.  1363 

505.  Adelsfireiheit  und  Verleihung  des  dem  verstorbe- 
pen  Hauptmann  Paul  Madruzer  von   Kaiser  Maximilian  n. 


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—    128    — 

am  28.  Janoar  1566  ertheilten  adelicben  Wappens  fur  dessen 
Bruder  Johann  Baptist  Madruzer,  Dr.  der  Rechte,  und 
deren  Bruders  Johann  Franz  Sohn  Andreas,  mit  der  Be- 
rechtigung,  sich  von  und  zu  Ebenhaimbzu  nennen. 
Innsbruck,  18.  April  1608.  1364 

509.     W.  in.  L.  fiir  Andree  Porchner,   im  Landt- 
gericht  Stertzing  sesshafft.  Innsbruck,  25.  April  1609.       1365 
513.     W.  fiir  Giilgen  Jayst,   erzh.  Pfannhausambts- 
zu  Hall  im  Ynnthal  Dritterschaffer  und  Pfiessldiener.    Inns- 
bruck,   12.  Mai  1608.  1366 
517.     W.   fiir   Bartlmee,   Hans  Caspar,   Melchior   und 
Matheus  die  Sturrab,  Gebriider.    Innsbruck,  15.  Februar 
1610.  1367 
521.     Wappenbest&tigung  m.  L.  fur  Ghristan  6  a  d  n  e  r, 
Perkhrichter  in  Prettigew.   Innsbruck,  25.  April  1609.     1368 
525.     Best&tigung  des   ererbten   altadelichen  Wappens 
fiir  Ulrich  und  Andreas,  Gebriider,   und  deren  Vettern  An- 
dreas, Johann  und  Turing  die  E n d e r  1  i  von  Monzwickh. 
Innsbruck,  25.  April  1609.                                            1369 
529.     W.   in.   L.   fiir   Hanns   Degenhardt   Sprenng 
und  dessen  Sohn  Simon.    Innsbruck,  28.  April  1609.     1370 
533.     W.  m.  L.    fiir   Hanns    Ulrich   und   Romedj   die 
Wilhalm,  Gevettern.     Innsbruck,  9.  Mai  1609.        1371 
537.     W.   fur  Lukass   Weiss.     Innsbruck,  9.   Mai 
1609.                                                                               1372 
541.     W.    fur   Hanns   Schrentewein    und  dessen 
Gebriider  Georg  und  Andre.     Innsbruck,  9.  Mai  1609.     1373 
545      W.  fiir  Hanns  Naundorffer,   erzh.  PGxen- 
maister  und  Feuerwercher.  Innsbruck,  14.  Mai  1609.    1374 
549.     Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  nebst  Rot- 
wachsfreiheit  fiir  Benedikt  R  e  n  n  t  z ,  gewesten  0.  Oe.  Gamer 
Raitrath.     Innsbruck,  22.  Mai  1609.                             1375 
555.     W.   m.   L.   fur   Wolfgang   Langenman  t  el , 
Burger   zu  Brauneggen,   und   dessen  Vetter  Michael.    Inns- 
bruck, 30.  Juni  1609.  1376 
(Fol.  557  und  558  unbeschrieben.) 


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—    129    — 

559.  W.  m.  L.  fflr  Jakob  Schnalser.  Innsbruck, 
3.  Juni  1609.  1377 

563.  W.  m.  L.  fiir  Hanns  Sch5fman,  erzh.  Hof- 
kellerschreiber,  and  dessen  Bruder  Jacob.  Innsbruck,  13.  Juni 
1609.  1378 

567.  W.  fur  Gabriel  Viliot  und  dessen  Bruder  Nio- 
las,  Canonicus  regularis  im  Eloster  zu  St.  Michael  unter 
Botzen.    Innsbruck,  20.  Juni  1609.  1379 

571.     W.  fur  Jakob  Laimgrueber  auf  Terent,  Ge- 

richts  Scbenegg  im  Pusterthal.     Innsbruck,  22.  Juni  1609. 

1380 
(Fol.  573  und  574  unbeschrieben.) 

575.  W.  m.  L.  fur  Hans  Weiss,  Burger  der  Stadt 
Villach  in  K&rnten,  und  dessen  Bruder  Adam.  Innsbruck, 
22.  Juni  1609.  1381 

579.  Besserung  und  Vermehrung  des  altadelichen 
Thunn'schen  Wappens  mit  dem  erledigten  derer  von  Ru- 
batsch  zum  Stern,  deren  Geschlechts  Hannsens  Philip- 
pin  von  Thunn  Mutter  gewest,  nebst  Rotwachsfreiheit,  fur 
Hanns  Philippin  von  Thunn,  wegen  dessen  eigner  und 
der  Verdienste  seines  Vaters  Carl  Philippin  von  Thunn, 
Hauptmanns,  und  seiner  zwei  Gebruder  Gedrg  und  Michael. 
Innsbruck,  3.  Juli  1609.  1382 

583.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  und  Besserung  des 
der  Familie  Ttiffer  von  Kaiser  Sigismund  1434  verliebenen 
Wappens  fur  Albrecht  Ttiffer,  erzh.  Rath  und  Vord.  Oe. 
General-Einnehmer.    Innsbruck,  13.  Juli  1609.  1383 

589.  W.  m.  L.  fur  Christof  Albrecht,  Stukhator 
auch  Gibsgiiesser.     Innsbruck,  22.  August  1609.  1384 

593.  W.  m.  L.  ffir  Hugo  Balde,  Vord.  Oe.  Camer- 
Secret&r,  und  dessen  Bruder  Peter.  Innsbruck,  22.  August 
1609.  1385 

597.  W.  m.  L.  filr  Paul  Schaar  von  Stainach.  Inns- 
bruck, 26.  August  1609.  1386 

601.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Wolf- 
Ferduiaadeami-ZeitBchrift.  9 

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—    130    — 

gang  Part  hoi,  Haaptmann  in  der  Herrschaft  Sonnenburg. 
Innsbruck,  13.  October  1609.  1387 

608.  W.  fur  Hans  Way d  man  von  Botzen.  Inns- 
bruck, 7.  November  1609.  1388 

612.  W.  m.  L.  fur  Niclas  Brunell.  Innsbruck, 
17.  November  1609.  1389 

616.  W.  fur  Sebastian  Caseus  (oder  Khass)  von 
Wasserburg  am  Podensee,  Leibquardihaubtman  des  Vetters 
Erzherzogs  Maximilian,  Caesaris  Estentii,  Herzogens  zu  Mu- 
tina.     Innsbruck,  23.  November  1609.  1390 

620.  W.  m.  L.  fur  Christan  M  o  s  e  r  von  Botzen.  Inns- 
bruck, 24.  November  1609.  1391 

624.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  der  Familie  Leh- 
ner  von  Kaiser  Carl  V.  am  14.  April  1536  verliehenen 
Wappens  far  Jakob  Lehner  und  seines  verstorbenen  Bin- 
ders Stefan  nachgelassene  Kinder.  Innsbruck,  31.  Decem- 
ber 1609.  1392 

628.  W.  m.  L.  fur  Adam  und  Hanns  die  Eggl, 
Gevettern,  Burger  zu  Hall,  wodurch  das  den  GebrMern 
Eggl  von  Erzh.  Ferdinand  am  22.  Februar  1581  verliehene 
Wappen  aucb  auf  sie  iibertragen  wird.  Innsbruck,  22.  De- 
cember 1605.  1393 

635.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesseruog  fttr  Ulrich, 
Ambtmann  des  ritterl.  deutschen  Ordenshauses  zu  Schlanders, 
und  Hans  die  Niderhofer,  Gebruder.  Innsbruck,  15. De- 
cember 1607.  1394 

640.  W.  fiir  Christof  Gumpp,  Hoftischler  und  Bur- 
ger in  Innsbruck.    Innsbruck,  29.  August  1607.  1395 

644.  W.  m.  L.  far  Martin  Schalgkhamer,  1.  f. 
Silberprenner  und  geschwornen  Probierer  zu  Schwatz.  Inns- 
bruck, 25.  April  1609.  1396 

648.  Bestatigung  des  der  Familie  Gebhart  von  Kaiser 
Maximilian  U.  am  22.  December  1573  verliehenen  Wappens 
und  L.  fur  Ulrich,  Burger  zu  Stertzing,  und  Hans  die  Geb- 


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—    131    — 

hart,    Gebriider,   und   deren   Vetter    Christan.     Innsbruck, 

3.  October  1609.  1497 

(Fol.  652  und  653  unbeschrieben.) 

654.  W.  fur  Hans  Schuechmacher,  dessen  Sohn 
Paul  Kriegslieferant  ist.    Innsbruck,  11.  April  1609.      1398 

660.  W.  ra.  L.  fur  Hanns  und  Georg  die  Furner, 
Gebriider.     Innsbruck,  27.  April  1609.  1399 

664.  W.  m.  L.  fur  Mathias  Siess,  erzh.  Hofzergad- 
ner.     Innsbruck,  13.  Juni  1609.  1400 


XIII.  Band. 

1.  W.  m.  L.  fur  den  erzh.  Hoftrommeter  und  Instru- 
menti8ten  Hans  S torch.     Innsbruck,  30.  Jan.  1610.   1401 

5.  W.  fur  Caspar,  erzh.  Leibquardi-Trabanten,  Martin 
und  Simon  die  Scheiber,  Gebriider.     Innsbruck,  22.  Mai 

1609.  1402 
9.    W.  m.  L.   fur  Michael  Thaler,    erzh.  Hoffourier, 

und  dessen  Bruder  Hans.   Innsbruck,  12.  Febr.  1610.    1403 

13.     W,  fur  Jacob  Holtzer,   Wirth  und  Gastgeb  zu 

St   Paul,    Gerichts    Altenburg.      Innsbruck,    15.   Februar 

1610.  1404 
17.     W.  m.  L.   fiir  Achatius  Amman  von  Viechtach. 

Innsbruck,  15.  Februar  1610.  1405 

(Fol.  19  und  20  unbeschrieben.) 

21.  W.  m.  L.  fur  Hanns  Undterrainer,  Unnder- 
waldmaistersambts-Mitgehulff  in  den  Herrschaften  Ratemberg, 
Kuefstain  und  Kropffers(!).   Innsbruck,  17.  Febr.  1610.   1406 

23.  W.  m.  L.  fiir  Hanns  Mayr,  Burger  zu  Braun- 
egg.     Innsbruck,  29.  Februar  1610.  1407 

27.  Bestatigung  des  der  Familie  Schiiesstl  am  24.  Ja- 
nuar  1547  verliehenen  Wappens  fiir  Hans,  Burger  zu  Glurns, 
Balthasar,  Heinrich,  Hans  und  Martin  die  Schiiesstl, 
Gebriider  und  Vettern.     Innsbruck,  5.  April  1610.       1408 

9* 


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—    132    — 

31.  Besserung  des  der  Familie  Z&rcher  von  Erzherzog 
Ferdinand  am  13.  Jannar  1586  verliehenen  Wappens  m.  L. 
ftbr  Zacharias,  Borgermeister  zu  Bludenz,  and  dessen  Brader 
Georg  Sigmundt,  dann  fiir  Mathias,  Hans,  Georg,  Dietrich, 
Gabriel,  Adam  nnd  Sebastian,  deren  Vettern,  die  Z  archer 
Innsbruck,  5.  April  1610.  1409 

(FoL  36  anbeschrieben,  37  fehlt.) 

38.  W.  far  Chris  tan  Bodenus,  gew.  erzh.  Hofkaplan, 
Pfarrer  za  Monster.     Innsbruck,  1.  Jali  1610.  1410 

42.  W.  m.  L.  fur  Leonhardt  Pelican,  erzh.  Hof- 
instrumentist,  and  dessen  Brader  Friederich.  Innsbruck,  4.  No- 
vember 1610.  1411 

46.  W.  m.  L.  fdr  Harms  Winckhler,  Hofgerichts 
Sonnenburg  sesshafft     Innsbruck,  4.  Nov.  1610.  1412 

50.  W.  fdr  Hanns  Hueber,  Burger  zu  Brixen.  Inns- 
bruck, 8.  November  1610.  1413 

52l/5.  Freiherrnbrief  fiir  den  erzh.  Rath  und  Gamerer 
Carl  Fuchs  von  Fuchssberg  rait  dem  Titel  Frey- 
herr  za  Jaaffenburg  und  St.  Valtin,  nachdem  be- 
reits  dessen  verstorbener  Vetter,  der  kais.  Rath  and  Vier- 
telhaubtmaa  im  Burggrafenambt  Carl  Fuchs  von  Fuchsperg 
Freyherr  zu  Lebenberg  und  Freidenstein,  unl&ngst  (1602) 
von  Kaiser  Rudolph  U.  aus  dem  adelichen  in  den  Freiherrn- 
stand  erhebt  worden.  Ohne  Wappenbeschreibung.  Inns- 
bruck, 10.  November  1610.  1414 

54.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  filr  den  Doc- 
tor der  Rechte  und  O.  Oe.  Cainer-Procuratur-Rath  Cyprian 
Strele.     Innsbruck,  15.  November  1610.  1415 

60.  W.  flir  Jacob  Khaltenprunner,  Wurt  und 
Gastgeb  zu  Latturns,  Landtgerichts  Meran,  und  desaen  Bree- 
der Martin  und  Hans.     Innsbruck,  18.  Nov.  1610.       1416 

629/4.  Adelsfreiheit,  Wappenverleihung  und  Rotwachs- 
freiheit  far  den  erzh.  Cammerdiener  Hanns  Eckhardt  Ro- 
senberger.     Innsbruck,  4.  December  1610.  1417 

64.     Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur    den  erzh- 


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—    133    — 

Rath  mid  ostr.  Historiographen  Franz  Guillimannus. 
Innsbruck,  4.  December  1610.  1418 

68.  Adelsfreiheit  and  Wappenverleihung  fiir  Joseph 
Heusler,  Haubtman  und  Unndt.  Wachtmaister  von  Bres- 
lau.     Innsbruck,  9.  December  1610.  1419 

72.  W.  m.  L.  fiir  Rueprecht  Obwegser,  Burger 
und  Rodaufgeber  zu  Prauneggen,  und  dessen  Gebruder  Ma- 
thias  und  Caspar.     Innsbruck,  4.  Januar  1611.  1420 

76.  W.  m.  L.  fur  Wilhelm,  Johann,  Anton,  Marx, 
Jakob  und  Thomas  die  Guielmoni  (oder  Gielmoni), 
Gebrtider.     Innsbruck,  13.  Januar  1611.  1421 

80.  W.  m.  L.  fQr  Johann  Eucharius  Dumbler,  aus 
Wurzburg  gebiirtig,  und  dessen  Bruder  Conrad.  Innsbruck, 
26.  Januar  1611.  1422 

86.  W.  ftir  Hans  Burn  ell  am  Neuiss.  Innsbruck, 
1.  M&rz  1611.  1423 

90.  W.  fur  Thomas  und  Hans  die  Tr*axl,  Burger 
und  Handelsleute  zu  Botzen.  Innsbruck,  l.Marz  1611.  1424 
(Fol.  92  und  93  unbeschrieben.) 

94.  W.  fiir  Thomas  Ob  lac  her.  Innsbruck,  l.Marz 
1611.  1425 

96.  W.  m.  L.  fiir  Bartlmee  M tiller.  Innsbruck, 
9.  Mftrz  1611.  1426 

102.  W.  ftr  Josef  und  Christof  die  Gardum,  Ge- 
brflder.     Innsbruck,  15.  MBrz  1611.  1427 

106.  W.  m.  L.  far  Georg  und  Michael  die  Camerer, 
Gebrtider.     Innsbruck,  19.  M&rz  1611.  1428 

1 10.  W.  m.  L.  ftlr  Georg,  von  Schniechen,  Hans  und 
Michael  cb>  Laichen,  Gebruder.  Innsbruck,  11.  April 
1611.  1429 

1 14.  W.  fiir  Georg  Guetleben.  Innsbruck,  22.  April 
1611.  1430 

(Fol.  Il6  und  117  unbeschrieben.) 

118.  W.  fiir  Adam  Psch nagger,  Burger  zu  Botzen. 
Innsbruck,  22.  April  1611.  1431 

122.     W.  m.  L.   fur   die  Gebrfider  Bartlme,  Sigmund, 


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—     134     — 

Melchior  und  Christau   die  S  c  h  w  a  b  1 ,  zu  Vorschmog  (?)  ira 

Gericht  MSlten  sesshafft.    Innsbruck,  25.  April  1611.      1432 

128.     W.  m.  L.  fur  Gregor,  O.  Oe.  Hofconcipist,  Sig- 

raund,   Hieronymus  und   Hans  Ulrich   die   Haimben,  Ge- 

brQder   und   deren   Vetter   Michael    Haimb,    s&nmtlich    von 

'Waltershoven  gebiirtig.     Innsbruck,  25.  April  1611.      1433 

132.     W.   fur    Gregor   Scarta,    erzh.   Leib-Quardi- 

Trabant,   von    Lembach    aus    der    undtern  Steyrraarkh,   und 

dessen  Binder  Blasy.     Innsbruck,  25.  April  1611.  1434 

136.     W.  m.  L.  fur  die  Gebriider  Gregor  und  Michael 

die  Gasteiger  von  Meran.   Innsbruck,  4.  Mai  1611.      1435 

142.     W.  fur  Martin  Holtzhamer,  erzh.  Mundpeckh 

und  Hofmiller,  und  dessen  Bruder  Georg.   Innsbruck,  4.  Mai 

1611.  1436 

146.     W.  fur  Paul  und  Michael  Perger.     Innsbruck, 

16.  Mai  1611.  1437 

150!    Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Dr.  Jo- 

hann   Christoff  Alsentz  (oder  Alsetz),  Vord.  Oe.  Regi- 

mentsrath.     Innsbruck,  19.  Mai  1611.  1438 

154.     W.  m.  L.  fur  Ge5rg  Erttinger  von  Riedlingen, 

aujetzt  Burger  des  Raths  zu  Villach  in  Kh&rnten.  Innsbruck, 

19.  Mai  1611.  1439 

158.     W.   m.   L.    fiir    Paul    Fltiecher.      Innsbruck, 

30.  Mai  1611.  1440 

162.     W.  m.  L.  fur  Balthasar  Hirschauer,  Medicus 

von  Miinchen.     Innsbruck,  6.  Juni  1611.  1441 

166.     Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung   fur   Cyriak 

Renntz,  0.  Oe.  Cammerrath  und  obrister  Camer-Secretaxi, 

Doctor  der  Rechte.     Innsbruck,  22.  Juni  1611.  1442 

172.     W.  fiir  Caspar  Schmidt,  Burger  und  Handels- 

mann  in  Innsbruck.     Innsbruck,  23.  Juni  1611.  1443 

176.     W.  ra.  L.  far  Caspar  R5ssler,  Gerichts  Castel- 

reut  ansessig.     Innsbruck,  6.  Juli  1611.  1444 

180.     W.  m.  L.  fiir  Georg  Khern,   erzh.  Hoffuetter- 

maister,   und  dessen  Bruder  Michael  und  Hans.     Innsbruck, 

27.  September  1611.  1445 


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—    135    — 

184.  W.  fto  Donatus  Endt  von  Budissin  in  Ober- 
Lausnitz,  derzeit  Schuelmaister  in  der  Neustifft  bei  Brixen 
Innsbruck,  27.  October  1611.  144° 

188  W.  far  Lorenz  Burger,  erzh.  Hofcaplan,  una 
dessen  Vetter  Bartlmee.    Innsbruck,  28.  M&rz  1612.     1447 

194.  W.  m.  L.  far  Hans  Kitzwaider,  erzh.  Mund- 
koch.    Innsbruck,  29.  M&rz  1612.  Iff8 

198  W.  m.  L.  fur  Balthasar,  Georg  *nd  Melcbior 
die  Leissen,  Gebrttder.    Innsbruck,  5.  April  1612.     1449 

202.  W.  m.  L.  fur  Georg  M ay r,  erzh.  Silberdiener, 
und  dessen  Bruder  Melcbior  und  Jacob.    Innsbruck,  5.  April 

1612-  n  .   At    \m 

206.    Wappenbesserung  fur  Georg  Osternedt   Inns- 
bruck, 9.  April  1612.  145.1 
210.    W.  fur  Angustin  Rebensperger ,  Pftrrer  in 
Ahrn,    und    dessen    Bruder    Jacob.     Innsbruck,  9.   April 

1612.  *452 

214.     W.  m.   L.   fur  Sebastian  Rapp   aus  Botzen. 

Innsbruck,  9.  April  1612.  I453 

(Fol.  216  und  217  unbeschrieben.) 

218.  W.  m.  L.  fflr  Albein  und  Ambrosy  die  Oblas- 
ser,  Gebruder.    Innsbruck,  11.  April  1612.  1464 

224.  W.  m.  L.  fur  Hans  Erhardt,  O.  Oe.  Cammer' 
kantzleyschreiber.    Innsbruck,  26.  April  1612.  1455 

230.  W.  m.  L.  far  Georg  Guggemoss,  1.  f.  Berg- 
gerichtsschreiber  zu  Schwatz,  und  dessen  Bruder  Michael, 
Burger  und  Peckh  zu  Hall.  Innsbruck,  28.  April  1612.     1456 

234.  W.  m.  L.  fur  die  Gebrfider  Hans  und  Lorentz 
die  Rabl  von  Schwatz.    Innsbruck,  28.  April  1612.     1457 

238.  W.  m.  L.  fur  Johannes  Hartenstain,  Schul- 
maister  zu  Schlanders.     Innsbruck,  5.  Mai  1612.  1458 

242.  W.  m.  L.  fur  Matheus  Kohler,  dessen  Sohn 
Georg  am   erzh.   Hofe  bedienstet  ist.    Innsbruck,   9.  Mai 

1612.  14?9 

246.    Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Jeremias 

Fencher,  der  Rechte  Dr.  Innsbruck,  11.  Mai  1612.     1460 


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250.  W.  far  Paul  Hauser,  Zollgegenschreiber  in 
Fleimbs.     Innsbruck,  12.  Mai  1612.  1461 

254.  W.  far  die  Gebriider  Michael,  Martin  and  Georg 
die  Rauscher,  Burger  und  PSckhen  zu  Botzen.  Innsbruck, 
1.  December  1612.  1462 

258.  Besserung  des  der  Familie  Zobl  von  Kaiser  Carl  V. 
1527  verliehenen  Wappens  fiir  der  verstorbenen  Brflder  Ul- 
rich  und  Hans  Zobl  hinterlassenen  Descendenten  Hans,  Jacob 
und  Georg,  item  Thoman,  Hans,  Georg,  Conradt  und  Michael, 
sodann  auch  Hans,  Conradt,  Matheus  und  Hans  die  Zobl, 
Gebriider  und  Vettern,  ab  Thanhamb  am  Hallensee,  Gerichts 
Ernberg,  sesshaffL     Innsbruck,  22.  Dec.  1612.  1463 

262.  W.  m.  L.  fur  Michael  Hofer,  Berggerichts- 
schreiber  zu  Kiitzpuchl,  und  dessen  Vetter  Georg  Hofer. 
Innsbruck,  21.  December  1612.  1464 

266.  W.  m.  L.  fur  Christan  Schuelen,  Zollner  zum 
Closter  am  Arleberg.     Innsbruck,  31.  Dec.  1612.         1465 

270.  W.  m.  L.  fur  Simon  Sailer  zu  Khundtl.  Inns- 
bruck, 20.  Janaar  1613.  1466 

273.  Wappenbest&tigung  far  Caspar  Reecheisen, 
Bargermeister  zu  Ymbst,  und  dessen  Vettern  Leonhardt, 
Georg  und  Sigmundt,  Burger  und  dess  Raths  zu  Ymbst. 
Innsbruck,  22.  Januar  1613.  1467 

277.  W.  m.  L.  far  Christan  Math,  Burger  zu  Veldt- 
kirch.     Innsbruck,  22.  Januar  1613.  1468 

281.  W.  fur  Hans  Weyan,  zu  Andrian  hausend. 
Innsbruck,  28.  Januar  1613.  1469 

285.  W.  m.  L.  fur  Isaak  Vestemayr  (oder  Feste- 
mayr),  Burger  zu  Anmingen.  Innsbruck,  31.  Januar 
1613.  1470 

289.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Georg 
Garnerus,  der  Arznei  Dr.  und  Vord.  Oe.  Regiments  und 
Cammer  bestellter  Physicus.  Innsbruck,  11.  Marz  1613.   1471 

293.  W.  m.  L.  fur  Matheus  Schetzer,  Richter  zu 
Melthen,  Herrschaft  Greiflfen stain,  und  dessen  Briider  Gregor 
und  Christan.     Innsbruck,  26.  Marz  1613.  1472 


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297.  W.  m.  L.  fur  die  Gebrfider  Thoman,  Christan 
and  Hans  die  Morsailler  zu  Schluderns,  Gerichts  Glurns 
und  Malss.     Innsbruck,  28.  M£rz  1613.  1473 

301.  W.  fur  Balthasar  Imwinckhl  genannt  P&l, 
Fourier  des  Viertls  an  der  untern  Etsch,  und  dessen  Bruder 
Leonhardt.     Innsbruck,  28.  Marz  1613.  1474 

305.  W.  fur  Hans  Wachter,  An  wait  des  Gerichts 
Tysens.    Innsbruck,  11.  April  1613.  1475 

(Fol.  307  und  308  unbeschrieben.) 

309.     W.   in.   L.   fur   Michael   Gufer,   dessen   Sohn 

Adam  0.  Oe.  Caraercantzleyschreiber  ist.  Innsbruck,  11.  April 

1613.  1476 

(Fol.  313—316  fehlen.) 

317.  Bestatigung  des  von  Erzh.  Ferdinand  am  10.  Fe- 
bruar  1571  dem  Georg  Satler  verliehenen  Wappens  fur 
dessen  hinterlassnen  Sohn  Erasmus  Satler,  Fuegerischen 
Ambtman  zu  Hirschberg,  da  das  Original  -Privilegium  in 
einer  Feuersbrunst  verloren  gegangen.  Innsbruck,  2.  Mai 
1613.  1477 

321.  W.  m.  L.  fur  Balthasar  Schuldthess,  von 
Hirschburg  in  Schlesien  gebiirtig,  Burger  zu  Lienz  und  d.  Z. 
Gastgeb  in  Vuergen,  der  Herrschaft  Lienz,  und  dessen  Bru- 
der Melchior.    Innsbruck,  18.  Mai  1613.  1478 

325.  W.  m.  L.  far  Niklas  Staffler,  Gastgeb  zu 
St.  Michael  in  Eppan.     Innsbruck,  31.  Mai  1613.        1479 

329.     W.  m.  L.  fur  Hans  Topff,  Landgerichtsschrei- 

ber  zu  Kitzpuhl,  dessen  Vater  Michael  und  Bruder  Bartlmee, 

beide  Pergkhwerchsverwohnte  in  Schwatz.   Innsbruck,  31.  Mai 

1613.  1480 

(Fol.  331  und  332  unbeschrieben.) 

333.  W.  m.  L.  fiir  Ulrich  Ebner,  zura  Oberganzner 
im  Leittach,  Landtgerichts  Griess  und  Botzen,  sesshafft. 
Innsbruck,  1.  Juli  1613.  1481 

337.  W.  fur  Hans  und  Niclaus  die  Zunel,  Gebrtt- 
der,  zu  Rentsch,  Landtgerichts  Griess  und  Botzen,  sesshafft. 
Innsbruck,  1.  Juli  1613.  1482 


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341.  Vermehrung  des  der  Familie  Paurnfeiodt  von 
Kaiser  Carl  V.  am  28.  October  1549  verliehenen  Wappens 
mit  dem  von  Kdnig  Ferdinand  I.  dem  Geschlechte  Mayr- 
egger  ertheilten  Wappen  fur  Adam,  Richter  zu  V5lss  and 
Schenckhenberg,  und  Paul,  Burger  zu  Botzen,  die  Paurn- 
feindt,  Gebriider,  deren  Mutter  eine  geborne  Mayregger 
war,  sowie  fiir  ihren  Vetter  Caspar  Paurnfeiodt,  Burger  zu 
Lienz.     Innsbruck,  4.  Juli  1613.  1483 

345.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fQr  Michael 
Pelegrini  zu  Alden.     Innsbruck,  30.  Juli  1613.        1484 

349.  W.  m.  L.  fur  Matheus  und  Blasy  die  Khra- 
mer,  GebrOder,  Landtgerichts  Griess  und  Botzen  sesshafft 
Innsbruck,  12.  August  1613.  1485 

353.  W.  m.  L.  fur  Georg  Raitweiller,  Zotlner  am 
Lafraun.     Innsbruck,  12.  August  1613.  1486 

357.  W.  m.  L.  fur  Andree  Thanner,  Burger  zu 
Brixen.     Innsbruck,  14.  August  1613.  1487 

361.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  der  Familie 
Leiiss  vom  KBnig  Ferdinand  I.  am  30.  April  1546  ver- 
liehenen Wappens  nebst  Bewilligung,  sich  von  dem  adeligen 
Sitze  Paschpa  nennen  und  schreiben  zu  diirfen,  fur  Nic- 
laus  Leflss.     Innsbruck,  20.  August  1613.  *  1488 

365.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  far  Lorenz 
M&nninger,  der  sich  namentlich  als Kundschafber  in  Kriegs- 
diensten  ausgezeichnet.     Innsbruck,  30.  Oct.  1613.        1489 

369.  W.  m.  L.  fur  Hans  Rainer  aus  dem  Yhenpach. 
Innsbruck,  28.  November  1613.  1490 

373.  W.  ra.  L.  fur  Sebastian  Pfenning,  der  Kaseen- 
thalerischen  Schmelzhfittwerchs-Verweser  zu  Kiitzpfichl.  Inns- 
bruck, 14.  December  1613.  1491 

377.  W.  m.  L.  fiir  Stefan,  Caspar  und  Hans  die 
Undtertrifaler,  Gevettern  auf  St.  Jenesien-Perg  bei 
Botzen.     Innsbruck,  20.  Dec.  16131  1492 

381.  W.  far  Georg,  Silvester,  Jacob,  Veit,  Bartlme, 
Marx  und  Claus  die  Platzer,  Gebruder.  Innsbruck, 
31.  December  1613.  1493 


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385.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Haus 
and  Cristoff  die  Fritz  en,  Gebriider.  Innsbruck,  8.  Jan. 
1614.  1494 

389.  W.  ra.  L.  fur  Hans  We  Hz,  Burger  zu  Botzen. 
Innsbruck,  11.  Januar  1614.  1495 

393.  Besserung  des  vor  80  Jahren  erworbenen  alten 
Wappens  far  Hans  Jacob  Schlachter,  Burger  und  des 
Raths  zu  Colmar,  und  dessen  Stiefsohn  Hans  Ludwig  Ber- 
ger.     Innsbruck,  7.  Februar  1614.  1496 

397.  Besserung  des  dem  Geschlechte  Schwardelat  1550 
von  K5nig  Ferdinand  verliehenen  und  1563  von  Kaiser  Ferdi- 
nand und  1567  von  Erzherzog  Ferdinand  best&tigten  adeli- 
chen  Wappens,  und  Bewilligung,  sich  von  Adlerburg  zu 
schreiben,  fiir  Joseph  Schwardelat.  Innsbruck,  11.  Fe- 
bruar 1614.  1497 

401.  W.  m.  L.  fiir  Hieronimus,  Maximilian  und  Ma- 
theus  die  Khern,  Gebruder.  Innsbruck,  22.  Februar 
1614.  1498 

405.  W.  m.  L.  ftlr  Caspar  Bardtlomew.  Inns- 
bruck, 20.  M&rz  1614.  1499 

409.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  und  Wappenver- 
leihung fiir  Caspar  Rosenberg er,  dessen  Sohn  Hans 
Egghart  Rosenberg  zu  Winckhl  erzh.  Cammerdiener  ist 
Innsbruck,  7.  April  1614.  1500 

413.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Siberer.  Innsbruck,  7.  April 
1614.  1501 

417.  W.  m.  L.  fdr  Adam  und  Paul  Gugler,  Ge- 
brftder,  Burger  und  Handelsleute  zu  Botzen.  Innsbruck, 
17.  April  1614.  1502 

421.  W.  ni.  L.  far  Melchior  Stflltzl,  erzh.  Kammer- 
mahler.     Innsbruck,  29.  April  1614.  1503 

425.  W.  m.  L.  far  Mathias  Amesshueber  von 
Schwatz.     Innsbruck,  3.  Mai  1614.  1504 

429.  W.  m.  L.  far  Matheus  Rabenstainer,  Rich- 
ter  und  Gerichtsschreiber  zu  Wilthen,  und  dessen  (unge- 
nannte)  Briider.     Innsbruck,  3.  Mai  1614.  1505 


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—     140     — 

433.  W.  fdr  Thoinan,  Thobias,  Sebastian  und  Hans 
die  Lindner.     Innsbruck,  7.  Juli   1614.  1506 

437.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  alten  der  Fa- 
milie  Bernhart  von  Raiser  Maximilian  I.  am  14.  September 
1492  verliehenen  Wappens  fiir  Dr.  Leonhard  Bernhart, 
erzh.  Rath  und  geheimer  Rathssecret&r,  und  dessen  Bruder 
Jeremias  und  Niclas.     Innsbruck,  7.  Jnli  1614.  1507 

441.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  und  Besserung  des 
den  Wannern  von  Kaiser  Maximilian  I.  im  J.  1510  ver- 
liehenen Wappens  fdr  Hans  Wanner,  Probst  in  St.  Affra 
Mayrhof  zu  Botzen.     Innsbruck,  27.  Sept.  1614.  1508 

445.  W.  m.  L.  fiir  Peter  Margreiter,  Holtzfiirge- 
dinger  des  1.  f.  Perckh-  und  Schmeltzwerchs  zu  Schwatz  und 
Brixlegg,  und  dessen  Bruder  Caspar.  Innsbruck,  30.  Sep- 
tember 1614.  150J 

449.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  und  Besserung  des 
den  Lieben  von  Kaiser  Maximilian  I.  im  J.  1504  verliehe- 
nen Wappens  fiir  Johann  Baptista  Lieb,  Zollner  an  der 
T511  und  1.  f.  Amtsverwalter  zu  Botzen.  Innsbruck,  1.  Oc- 
tober 1614.  1510 

455.  W.  m.  L.  fiir  Valthin  Schlechtleiittner, 
Burger,  yetzt  Praun  auf  Pratz5l  ausser  Botzen.  Innsbruck, 
21.  October  1614.  1511 

459.  W.  m.  L.  fur  die  Bruder  Mathias  und  Georg 
die  Wagner,  Bfirger  zu  Hall,  und  deren  Vetter  David  zu 
Schwatz.     Innsbruck,  21.  October  1614.  1512 

463.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Sumpundt,  Anwald  auf 
der  Abbtey  im  Gericht  Ennenberg.  Innsbruck,  29.  October 
1614.  1513 

467.  Wappenbesserung  fiir  Hans  L  a  i  t  e  r  e  r ,  Gerichts- 
Amman  zu  Kisslegg,  dessen  Sohn  Hans  Caspar  Pflegsver- 
walter  der  Herrschaft  Enn  und  Caldif  war.  Innsbruck,  4.  No- 
vember 1614.  1514 

471.  W.  flir  den  Instrumentisten  und  Trometer  Andre 
Haberrainer  und  dessen  Bruder  Mathias.  Innsbruck, 
7.  November  1614.  1515 


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—     141    — 

475.  W.  m.  L.  fiir  Josef  Achtmarkht,  Burger  des 
Raths  zu  Botzen.     Innsbruck,  14.  November  1614.       1516 

479.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Oberle  von  Botzen.  Inns- 
bruck, 15.  November  1614.  1517 

483.  W.  m.  L.  fur  Hans  Fluchtberger,  des  1.  f. 
Pfannhaus  -  Ambts  zu  Hall  Kaufmanuskhnecht.  Innsbruck, 
24.  November  1614.  1518 

491.  W.  fiir  Audre  N5ser,  Burger  des  Raths  zu 
Meran.     Innsbruck,  11.  December  1614.  1519 

491.  W.  fiir  Balthasar  Langgitsch',  Burger  des 
Raths  und  Handlsmann  zu  Villach.  Innsbruck,  23.  Decem- 
ber 1614.  1520 

495.  W.  m.  L.  fiir  Domenig  Prugg  von  Nauders, 
dessen  Sohn  Hans  beira  Zollambt  am  Gamppen  zu  Lanach 
bedienstet  war.     Innsbruck,  28.  Januar  1615.  1521 

499.  W.  m.  L.  far  Anton  Thaler  an  Vilgreit.  Inns- 
bruck, 5.  M&rz  1615.  1522 

503.     Wappenbesserung,  Rotwachsfreiheit  und  Bewilli- 

gung,  sich  von  Grienberg  zu  nennen,  fiir  die  edlen  Franz, 

Ambtmann   zu   Botzen,    und    Hans    Christoff  Grienberg, 

Gebrfider.    Innsbruck,  14.  Mftrz  1615.  1523 

(Fol.  511  und  512  unbeschrieben.) 

513.  Uebertragung  des  durch  den  Heimgang  des  Hans 
Georg  H5lzl  von  Cranichperg  erledigten  Wappens  mit 
Lehenartikel  auf  dessen  Vettern  Josef,  Hofgerichtsschreiber 
zu  Brixen,  und  Caspar  die  Lehner,  Gebriider.  Innsbruck, 
17.  M&rz  1615.  1524 

517.  W.  m.  L.  fiir  Wolfgang  Piihlmayer,  Fugge- 
rischer  Verweser  zu  Rattenberg.  Innsbruck,  24.  M&rz 
1015.  1525 

521.  W.  m.  L.  fur  Georg  Raysacher  von  Schwatz. 
Innsbruck,  28.  M&rz  1615.  1526 

525.  W.  fiir  den  Magister  Johann  Georg  G5pff- 
hardt,  Dechant  im  Wippthale  und  Pfarrer  zu  Matray,  der 
h.  Schrift  Baccalaureus.     Innsbruck,  8.  April  1615.      1527 


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—     142    — 

527.  W.  fur  Caspar  Dietraayr  von  Haimblburg. 
Innsbruck,  13.  April  1615.  1528 

531.  Wappenbesserung  fiir  Christan  Hindenlanng, 
des  Gottshaus  Schnssenried  Secretarius.  Innsbruck,  13.  April 
1615.  1529 

535.  W.  m.  L.  fiir  Caspar,  Wilhelm,  Wolfgang,  Os- 
wald und  Hans  die  Carl'n  von  Raublingen  aus  dem  obern 
Landts  Bayern,  Gebriider.    Innsbrack,  29.  Mai  1615.     1530 

539.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  mit  Wappenver- 
leihung  fur  den  erzherz.  Cammermahler  Martin  Mitnacht. 
Innsbruck,  30.  Mai  1615.  1531 

(Fol.  543  und  544  unbeschrieben.) 

545.  W.  far  Caspar  Daiser,  erzh.  Hofpauschaffer. 
Innsbruck,  3.  Juni  1615.  1532 

(Aus  dem  Originaldiplome  bei  Grafen  Hendl  in  Meran.) 
Freiherrndiplom  f&r  den  erzh.  Rath,  Camerer  und  Viertl- 
haubtman  im  Vintschgew,  Pfandsinhaber  der  Herrschaften 
Schlanders,  Castlbell  und  Probstey  Eyrs,  Maximilian  Hendl 
zu  Goldrain,  Jufahl  uud  Maretsch,  als  d.  Z.  dieses  Adeii- 
chen  Geschlechtes,  Namens  und  Stammens  den  Aeltesten, 
dessen  Bruder  Christoff  Sigmund,  1.  f.  tyrol.  Landrath,  deren 
Vettern  Vlrich,  auch  weiland  Hannsen  Hendl  zu  Ober  und 
Nider  Reichenburg,  gew.  Viertlhaubtman  im  Vintschgew 
nachgelassene  Sfthne  Reimprecht,  Caspar  und  Sigmund  die 
Hendl  mit  dem  Titel  Hendl,  Freyherrn  zu  Gold- 
rain,  Jufahl  und  Maretsch,  Herrn  zu  Ober-  und 
Nider  Reichenburg.  Ohne  Wappenangabe.  Innsbruck, 
26.  Juni  1615.  1532  a 

549.  W.  m.  L.  fiir  Georg  Hannenman  (oder 
Hannemann),  Cammertrabandtens - Gehiilff ,  und  dessen 
Bruder  Hanns.     Innsbruck,  19.  Juli  1615.  1533 

(Fol.  552  und  553  unbeschrieben.) 

554.  W.  m.  L.  fiir  Jakob  Becker  von  Strassparg, 
Apothegger  zu  Hall  im  Ynnthal,  und  dessen  Bruder  Paul. 
Innsbruck,  30.  Juli  1615.  1534 


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—     143    — 

558.  W.  fur  Cristof,  Wolfgang  und  Christian  die 
Thomaset  auf  Castlruth,  GebrQder.  Innsbruck,  18.  Aug. 
1615.  1535 

562.  W.  m.  L.  fur  Thomas  Sprenger,  Burger  zu 
Botzen.       InDsbruck,  18.  August  1615.  1536 

566.  W.  m.  L.  fur  Peter,  Burger  und  des  Raths  zu 
Meran,  und  Urban  die  Platzer,  Gebriider.  Innsbruck, 
9.  September  1615.  1537 

570.      Adelsfreiheit  und  Besserung  des  von  der  Familie 
Rottmayr    ehedem  gefuhrten,  von  Kaiser  Rudolph  II.  1583 
bestatigteo    Wappens  fiir  Geftrg  und  Hanns  die  Rottmayr, 
GebrQder,    wovon   eraterer  Salzburgischer  Pfleger  der  Herr- 
schaft  Traussmaurn   in  Oesterreich    undter   der  Ens.     Inns- 
bruck,  9.   September  1615.  1538 
574-      W.   m.   L.   fur  Ferdinand   Wantsch,    0.  Oe. 
Cammer-Kanzleischreiber.   Innsbruck,  23.  Sept.  1615.     1539 
578.     W.    m.   L.   fur   Marx   Reinisch,    Richter   zu 
Jenesyen,  und  dessen  Vettern  Christan  und  Niklas  Reinisch. 
Innsbruck,  23.  September  1615.                                     1540 
(Fol.  582  und  583  unbeschrieben.) 
584.     W.  m.  L.  fur  Adam  Friderich  zu  Oberplanitz. 
Innsbruck,  1.  October  1615.                                            1541 
588.     W.  m.  L.   fur  Jakob   Sch8n5gger,    verord- 
neten    Anwaldt   der   Pfarr   Partschins,    und   dessen   Bruder 
Ciprian,   beide   im  Landgericht  Meran  sesshafft.     Innsbruck, 
1.  October  1615.                                                            1542 
592.    W.  m.  L.   fur  Adam  Piichler  zu  Kurchdorff 
der  Herrschaft  Kfitzpichl.     Innsbruck,  5.  Oct.  1615.     1543 
598.     W.    fur   Dominik,    erzherz.    Hofgartner,    Johann 
und  Dietrich  die  Sebastian,  Gebriider.   Innsbruck,  10. Oc- 
tober 1615.                                                                      1544 
602.     W.  fur  Bartlme  Hoi,   Orgauist  des  Gotishauss 
und  Closters  zum  h.  Creutz  in  Innsbruck,   und  dessen  Bru- 
der Hans  und  Michael.     Innsbruck,  10.  Oct.  1615.       1545 
606.     W.  m.  Lt.   fur  Johann    Nieppein,    erzh.   Hof- 
kaplan  und  Canonieus  des  St.  Theobalden-Stiffts,  und  dessen 


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—    144    — 

Briider  Ulrich,  Priester,  and  Bartlmee.  Innsbruck,  10.  Oc- 
tober 1615.  1646 

610.  Adels-  and  Rotwachsfreiheit  und  Wappenver- 
leihung  an  Hans  Chris tof  Messerschmidt,  1.  f.  MtLntz- 
truckhwerchsgegenhandler,  auch  Cassier  und  Wardein  zu  Hall 
im  Innthal.     Innsbruck,  20.  October  1615.  1547 

616.  W.  fdr  Georg  und  Hans  Gebriider  die  Ann- 
derln  und  deren  Vettern  Ulrich  und  Hans,  alle  BQrger  zu 
Glurns.     Innsbruck,  20.  October  1615.  1548 

620.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fQr  Hanns 
Dietrich  R5ssl  (oder  Res  si).     Innsbruck,  28.  April  1616. 

1549 

624.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  von  Kaiser  Fer- 
dinand I.  ertheilten  Wappens  Mir  Johann  Dietrich  Loys, 
bedienstet  bei  der  Vord.  Oe.  Regiments-Canzlei.  Innsbruck, 
28.  April  1616.  1550 

(Fol.  628  und  629  unbeschrieben.) 

630.  W.  m.  L.  fiir  Heinrich  Ulrich,  Gerichtschreiber 
zu  Calthern  und  Laimburg.   Innsbruck,  5.  Mai  1616.     1551 

634.  AdeU-  und  Rotwachsfreiheit  und  Besserung  des 
der  Familie  Arbeissl  (krainerisch  Graceck)  von  Erzh.  Maxi- 
milian am  17.  December  1607  verliehenen  Wappens  far 
Jacob,  erzh.  Hofkanzlei-Ingrossist,  und  Johann  die  Arbeissl, 
Gebriider.     Innsbruck,  5.  Mai  1616.  1552 

642.  Confirmation  und  Besserung  des  der  Familie 
Z&nngerl  von  Erzh.  Sigmund  1489  verliehenen  Wappens 
fur  Caspar  Z&nngerl  von  Griess,  Gerichts  Landegg.  Inns- 
bruck, 5.  Mai  1616.  1553 

644.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  ftir  Hans 
und  Moritz  die  Stoltzen,  GebrGder.  Inusbruck,  11.  Mai 
1616.  1554 

650.  W.  m.  L.  fiir  Melchior,  Peter,  Hans  und  Alexan- 
der die  Mentzen,  Gebriider,  alle  Burger  zu  Botzen.  Inns- 
bruck, 12.  Mai  1616.  1555 

654.     W.  m.  L.  fdr  Hans  Khtiechl,  bestellten  Fen- 


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—     145    — 

derich  des  Landtsgerichts  Sonnenburg,  zu  Allheiligen  sesshafft. 
Wien,  22.  September  1616.  1556 

660.  Adelsfreiheit  und  Besserang  des  von  Kaiser  Gar)  V. 
am  19.  Juli  1530  der  Familie  Streemayr  verlieheaen  Wap- 
pens  ffir  Isaak  Streemayr,  0.  Oe.  Regiments-Secretarius. 
Neustatt  in  Oesterreich,  8.  October  1616.  1557 

664.  W.  flir  Hans  Fux,  Maler,  und  dessen  Vetter 
Cyprian  Fux,  beede  zu  Latsch,  Gerichts  Schlanders,  woh- 
nend.     Prag,  23.  December  1616.  1558 

668.  W.  fur  Adam  Schneweis  von  Ladis,  Gerichts 
Laudegg.     Prag,  23.  December  1616.  1559 

672.  W.  fur  Jakob,  Josef  und  Caspar  die  Forcher, 
Gebrtider.     Prag,  23.  December  1616.  1560 

676.  W.  fur  Matheus  Strobl,  Burger  des  Raths  zu 
Rattemberg.     Prag,  23.  December  1616.  1561 

680.  W.  fur  Leonhardt  Ascher,  Trifftmaister  und 
Holtz-ZQler  bei  dem  1.  f.  Perckwerchs-Factorhandel  in  Tirol. 
Prag,  23.  December  1616.  1562 

684.  Confirmation  und  Besserung  des  der  Familie 
Stanget  von  Kaiser  Carl  V.  verliehenen  Wappens  fur  Hans 
St  an  get.     Prag,  5.  Januar  1617.  1563 

688.  W.  fur  Hans  Sayler  (oder  Sailer),  reitender 
Kammerpot  und  Courier,  auch  dessen  Briider  Mathes  und 
Martin,  Burger  und  Metzger  zu  Hall.    Prag,  2.  Mfirz  1617. 

1564 

693.  W.  m.  L. far  Christan  und  Alexander  die  Schiehl, 
Gebrfider,   und   deren  Vetter  Adam.     Prag,  2.  M£rz  1617. 

1565 

697.  W.  in.  L.  fur  Caspar  Betz  von  Illerberg.  Prag, 
6.  April  1617.  1566 

701.     Adelsfreiheit  und  Besserung   des  von  Erzherzog 

Ferdinand   am    13.   M&rz    1583    verliehenen   Wappens    fur 

Johann  Tschitscher,   Thuembherrn,    und   dessen   Bruder 

Paul.     Prag,  20.  April  1617.  1567 

705.     W.  m.  L.   fur  Paul   K&spacher,   Dechant  in 

Ferdinandeumg-ZeiUchrift  10 


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—     146    — 

"Wippthal  und  Pfarrer  zu  Matray,  und  dessen  Vettern  Veit 
und  Michael  die  Kaspacher.   Neustatt,  13.  Mai  1617.     1568 

709.  W.  ra.  L.  fflr  Abraham  Ottentaler,  O.  Oe. 
Regiments-Concipist,  and  dessen  Binder  Elias,  sowie  des 
verstorbenen  Bruders  Paul  nachgelassene  S&hne  Paul,  Chri- 
stian und  Joseph  die  Ottentaler.   Prag,  10.  Juni  1617.     1569 

713.  W.  m.  L.  fiir  Andre  Co  rent,  erzh.  Hofprofoss, 
nnd  dessen  Bruder  Hans.   Innsbruck,  15.  Nov.  1617.   1570 

717.  W.  fur  Balthasar  Erhardt,  genannt  an  der 
L&n,  zu  Calthern.    Innsbruck,  15.  Nov.  1617.  1671 

721.  W.  m.  L.  fur  Hans  Hieber  zu  Schlanders. 
Innsbruck,  20.  November  1617.  1572 

725.  W.  m.  L.  far  Wolfgang  Prenn  den  Jttngero, 
Burger  und  Handlsmann  zu  Hall  im  Ynthal.  Innsbruck, 
9.  December  1617.  1573 

729.  W.  m.  L.  ffir  Martin  Thorn  an,  Wflrtt  und 
Gastgeb  zu  Castlbell.    Innsbruck,  9.  Dec.  1617.  1574 

731.  W.  ftlr  Hans  Thoman,  wohnhaffit  zu  Cortsch. 
Innsbruck,  9.  December  1617.  1575 

733.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  altgefahrten 
Wappens  far  den  erzh.  Rath  und  0.  Oe.  Hofregiments-  und 
Cammerwesens  bestel lten  Physicus  Paul  Weinhartt,  Med. 
Dr.,  und  dessen  beide  Bruder  Leonhard,  der  Rechte  Dr., 
und  Philipp,  sodann  derselben  Vetter  Hanns  Georg  die 
Weinhartt.    Innsbruck,  9.  December  1617.  1576 

737.  Besserung  des  von  Erzherzog  Ferdinand  am 
18.  Februar  1582  verliehenen  Wappens  far  Balthasar  Fai- 
stenberger,  dessen  Sohn  Daniel  O.  Oe.  Regiments- Canzlei- 
Verwonter  ist,  dessen  Bruder  Paul  und  Hans  und  des  verstor- 
benen  Bruders  Wolgang  Sfthne  Georg,  Adam  und  Matheus 
die  Faistenberger  in  Sarnthal.  Innsbruck,  18.  December 
1617.  1577 

741.  W.  m.  L.  far  Gabriel,  Caspar  und  Mathias  die 
Wftrnhart,  Gebriider  zu  Naturns,  Landsgerichts  Meran, 
Innsbruck,  18.  December  1617.  1578 

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—    147    — 

745.  W.  m.  L.  fdr  Balthasar  Hflltzl.  Innsbruck, 
19.  December  1617.  1579 

749.  W.  m.  L.  fur  Hans  am  Orth,  Burger  und 
Gastgeb  zu  Botzen.     Innsbruck,  23.  December  1617.     1580 

751.*)  W.  m.  L.  fur  Blasy  Wachter  zu  Natturns 
und  dessen  Briider  Peter,  Jacob,  Hans  und  Ghristan.  Inns- 
bruck, 31.  Januar  1618.  (4)  1581 

752.  W.  m.  L.  fur  Sebastian  Gatterer,  Burger  und 
Handlsmann  zu  Innsbruck,  und  desseu  Briider  Matheus,  Oss- 
waldt  und  Thoman,  dann  des  yerstorbenen  Bruders  Hans 
Sohn  Andreas.     Innsbruck,  31.  Januar  1618.  (3)         1582 

753.  Besserung  des  von  Kaiser  Maximilian  II.  am 
27.  September  1570  der  Familie  Schor  verliehenen  Wap- 
pens  fur  die  Gebriider  Hans  und  Bartlme,  dann  die  Vettern 
Johann,  Jeremias,  David,  Andreas  und  Tobias  die  Schor. 
Innsbruck,  9.  Februar  1618.  (4)  1583 

754.  W.  m.  L.  fdr  Josef  Ossterman,  Gerichtsschrei- 
ber  zum  Stain  undter  Lebenberg.  Innsbruck,  10.  Februar 
1618.  (3)  1584 

755.  W.  m.  L.  far  Caspar  und  Hans  die  Piirckhl, 
Gebriider  aus  Calthern.     Innsbruck,    10.  Februar  1618.  (2) 

1585 

756.  W.  m.  L.  fur  Anton  Zigeiner.  Innsbruck, 
8.  Marz  1618.  (1)  1586 

(Fiinf  Blatter  leer.) 

757.  W.  fur  Caspar  L 8 ffler,  Handelsmann  zu  Sultz, 
Gerichts  Petersperg.     Innsbruck,  12.  Febr.  1618.  (2)      1587 

758.  W.  m.  L.  fur  Johann  Mair,  Kooperator  in 
St.  Jakobs  Pfarrkiirchen  in  Innsbruck,  und  dessen  Briider 
Gregor  und  Caspar.   Innsbruck,  19.  Februar  1618.  (4)  1588 

759.  W.  m.  L.   fiir  Johann  Wiser,   Friiemesser  in 


•)  Von  diesem  Blatte  an  bis  sum  Schluase  des  XIV.  Bandes  sind 
nicht  mehr  die  Folien,  wol  aber  die  Diplome  nummerirt.  Die  Zabl  der 
Bdgen  jeden  Conceptes  findet  sich  hier  am  Schluwe  des  betreffenden 
Regestes  eingeklammert 


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—     148    — 

St.  Jakobs   Pfarrkirchen  in  Innsbruck,   and  (lessen    Binder 
Martin.     Innsbruck,  19.  Febraar  1618.  (4)  1589 

760.  W.  m.  L.  fiir  Mathias  Seitz,  Postverwalter  zu 
Haitterwang.     Innsbruck,  21.  Februar  1618.  (4)  1590 

761.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  far  Franz 
Tonelli,  Handlsmann  zu  Nago.  Innsbruck,  26.  Februar 
1618.  (4)  1591 

762.  W.  ffir  Gall  Ceeli,  Caplan  des  erzh.  Stifts  zu 
Tarenz  im  Gericht  Ymbst.     Innsbruck,  26.  Febr.  1618.  (4) 

1592 

763.  W.  m.  L.  for  Hans  Hofman,  erzh.  Cammer- 
fourier,  und  dessen  Binder  Michael,  erzh.  Guarderobba.  Inns- 
bruck, 12,  Februar  1618.  (2)  1593 

764.  W.  fttr  Thoman  Miiller  zu  Telfes,  Landsge- 
richts  Stertzingen.     Innsbruck,  26.  Februar  1618.  (4)    1594 

765.  W.  fQr  Caspar  Widenplatzer  und  dessen 
Brfider  Georg  und  Leonhart.   Innsbruck,  26.  Febr.  1618.  (2) 

1595 

766.  W.  m.  L.  ffir  Hainrich  Stoeffl,  Handelsmann 
zu  Schwatz.    Innsbruck,  28.  Februar  1618.  (4)  1596 

767.  W.  fiir  Kaspar  Kurtz  (oder  Khurtz)  von 
Veldkurch,  Handelsmann  in  Mayland.  Innsbruck,  1.  Marz 
1618.  (2)  1597 

768.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  nebst  Besserung  des 
von  Kaiser  Rudolph  H.  am  9.  Dec.  1600  verliehenen  Wap- 
pens  fiir  Augustin  Kholer,  Hauptmann  an  der  obern 
Etsch.     Innsbruck,  1.  MSrz  1618.  (4)  1598 

769.*)  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  nebst  Besserung 
des  von  Erzh.  Ferdinand  am  19.  Sept.  1570  verliehenen 
Wappens   und  Bewilligung,  sich  von    und   zu   Mareidt 


*)  Am  Kopfe  des  Diplomsconceptes  ist  das  „Wir  Maximilian" 
durchstrichen  und  dafUr  „Wir  Leopolda  gesetzt,  auch  ist  Anfiangs  als 
Datum  angegeben:  „Wien,  15.  Mai  1618"  wahrend  es  im  Diploma  am 
Schlusse  heisst:  ^Innsbruck,  4.  April  1619u. 


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zu  nennen,  fxlr  Paul  Frantzin  and  (lessen  Brader  Eustach. 
Innsbruck,  4.  April  1619.  (4)  1599 

770.  Wappenbestatigung  und  -Besserung  for  Adam 
Sprenger,  Richter  der  Herrschaft  Naudersperg,  und  dessen 
S5hne  Cristan,  Ghristoph  und  Adam.  Wien,  9.  Juli  1618. 
(4)  1600 

771.  W.  fflr  Carl  Oberhauser  zu  Aur,  Gerichts 
En  und  CaldiflF.     Wien,  10.  September  1618.  (2)         1601 

(Zwei  Blfitter  leer.) 

772.  W.  m.  L.  fur  Paul  Ruetz,  0.  Oe.  Cammer- 
schreiberambts-Adjunkt.   Neustatt,  17.  Sept.  1618.  (4)   1602 

773.  W.  m.  L.  f&r  Christoff  Reach,  gewes.  erzh. 
Tbiergartner  in  Rotholtz,  und  dessen  Sflhne  Georg,  Felix, 
Wolfgang,  Michael  und  Christof.  Neustatt,  8.  October 
1618.  (4)  1603 

774.  Wappenbestatigung  und  -Besserung  des  von  Erzh. 
Ferdinand  am  7.  April  1584  verliehenen  Wappens  fQr  Hans 
St  rimer,  Ambtmann  und  Pfleger  zu  Schlanders,  dessen 
Gebriider  Peter,  Caspar,  Melchior  und  Balthasar,  sowie 
dessen  Yettern  Moritz,  Georg,  Dominik,  auch  Caspar  und 
Thoman,  endlich  Caspar,  Hans  und  Christan  die  Strimer 
zum  Strimhof.     Innsbruck,  23.  December  1617.  (5)      1604 

775.  Neuerliche  Erhebung  des  nach  dem  Ableben  des 
kinderlosen  Vetters  Hans  von  Hurlach  vererbten  Sitzes 
Hurlach  gegeniiber  dem  Talfer-Zoll  zu  Botzen  zu  einem 
adelichen  nebst  der  Bewilligung,  sich  von  und  zu  Hurlach 
nennen  und  schreiben  zu  durfen,  fQr  David  Waffner. 
Innsbruck,  29.  October  1609.  (4)  1605 

776.  Besserung  und  Aenderung  des  von  Erzh.  Ferdi- 
nand am  27.  Marz  1576  verliehenen  Wappens  fur  die  Ge- 
briider Carl,  durch  Kriegsdienste  hervorragend,  und  Sigmundt 
die  Baldauf.     Innsbruck,  20.  October  1609.  (5)         1606 

777.  W.  m.  L.  fttr  Adam  und  Ludwig  die  Ober- 
riser,  Gebrader  von  Botzen.  Innsbruck,  4.  Mai  1611. 
(4)  1607 

778.  W.  m.  L.  ftbr  Georg  KhBchler,  Burger  und 


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Gastgeb  zu  Innsbruck,  and  dessen  Brader  Hans.   Innsbruck, 
8.  Mai  1613.  (3)  1608 

779.  W.  m.  L.  fur  Christof  Behem,  erzh.  Leib- 
Barbier.  Innsbruck,  16.  Mai  1615.  (Defectes  Concept,  wo- 
von  nur  mehr  ein  Blatt  vorhanden.)  1609 

780.  Best&tigung  und  Besserung  des  von  Erzh.  Ferdi- 
nand am  2.  Juli  1591  verliehenen  Wappens  ftlr  Hans 
Hardt,  Richter  zu  Schlanders.  Innsbruck,  20.  November 
1617.  (2)  1610 


Erzherzog  Leopold  1619—1632. 
XIV.  Band. 

1.  W.  m.  L.  fur  Christan  Mitterstetter,  Burger  zu 
Neuenmarckht  und  etliche  Jahr  Burgermeister  daselbst,  und 
dessen  Bruder  Balthauser.   Rufacb,  4.  Juni  1619.  (5)     1611 

2.  W.  m.  L.  fiir  die  Gebriider  Christof,  Matheus, 
Christian  und  Christof,  dann  deren  Vettern  Christian,  Tho- 
man,  Georg  und  Hans  die  Zurtschentaller.  Passau, 
20.  Juni  1619.  (4)  1612 

3.  W.  m.  L.  fur  Michael  Recheisen,  Burger  und 
des  Raths  zu  Meran.     Wien,  21.  Juli  1619.  (4)  1613 

4.  W.  m.  L.  fur  Cristof  am  Ennde,  Burger  und 
Goldtschmidt  zu  Ynnsbruck,  dessen  Bruder  Martin  und  deren 
Vettern  Georg,  Paul  und  Christof  am  Ennde.  Wien,  21.  Juli 
1619.  (4)  1614 

5.  W.  m.  L.  fiir  Michael  Hainrich,  erzh.  Hof- 
Canzleiverwonter ,  von  G5rlitz  in  der  Marggraffschaft  Ober- 
laussnitz.    Wien,  22.  Juli  1619.  (4)  1615 

6.  W.  flbr  Friedrich  und  Frantz  Mazzoldi,  Ge- 
br&der,  Handlssleuth  zu  Nago.  Tach stain,  23.  Januar  1620. 
(4)  1616 

7.  W.  fur  Christian  Kreitzweger,  Zoller  in  Tilliach. 
Tachstain,  23.  Januar  1620.  (2)  1617 


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8.  W.  m.  L.  fflr  Philipp  Jakob,  Ulrich  und  Johann 
die  Ladurner,  Gebriider,  und  deren  Vetter  Hans,  des 
Landtsgerichts  Meran  Ansessen.  Tachstain,  23.  Jannar 
1620.  (4)  1618 

9.  W.  m.  L.  fiir  Adam  und  Andree,  dann  Blasy, 
Ulrich  und  Clement,  auch  Sebastian,  Lorenz  und  Ge&rg  die 
Ladurner,  Gebrfider  und  Vettern.  Dachstain,  23.  Jan. 
1620.  (2)  1619 

10.  W.  m.  L.  far  Adam  Mayr,  Burger  zu  Lientz. 
Tachstain,  23.  Januar  1620.  (4)  1620 

11.  W.  fttr  Johann  Cora,  zu  Taufers  in  Mtinster- 
thall  ansessig.     Tachstain,  23.  Januar  1620.  (5)  1621 

12.  W.  m.  L.  fiir  Andre  Mayr,  Burger  zu  Silian. 
Tachstain,  23.  Januar  1620.  (4)  1622 

13.  W.  m.  L.  fiir  Wolffgang  Siiess,  Fuggerischen 
Proviant-Handlseinkhauffer  zu  Schwatz,  und  dessen  Brfider 
Hans,  Philipp  und  Balthasar.  Tachstain,  23.  Januar  1620. 
(4)  1623 

14.  W.  in.  L.  fittr  Simon  Jenewein,  Capellndiener 
bei  dem  kiinigl.  Stifft  zu  Hall,  dessen  Brfider  Caspar  und 
Christan  und  Vettern  Mathias  und  Niclauss  die  Jenewein. 
Innsbruck,  8.  April  1620.  (4)  1624 

15.  W.  m.  L.  far  Christoph  Lieb.  Innsbruck, 
10.  April  1620.  (4)  1625 

1 6.  W.  m.  L.  far  Martin,  Hans,  Yeith  und  Claus  die 
Wendter  (oder  Wennter),  Gebriider,  und  deren  Vettern 
Gregor,  Gilg,  Hanns,  Stephan,  Adam  und  Georg,  auch 
Blasy  und  Christan  die  Wendter.  Innsbruck,  15.  April 
1620.  (4)  1626 

17.  W.  m.  L.  f&r  Oswald  und  Christan,  Gebrfider, 
auch  Anton  und  Niclaus,  Vettern,  die  Wolf,  in  der  Herr- 
schaft  Castelbell  wonhafft.     Innsbruck,   15.  April  1620.  (4) 

1627 

18.  Confirmation  der  von  Kaiser  Maximilian  I.  am 
14.  Mftrz  1518  dem  Christian  Trueffer,  kais.  Mustermaister, 
verliehenen  Adelsfireiheit,  Wappenbesserung,  Rotwachsfreiheit 


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und  Bewilligtmg,  sich  von  Voldersperg  zo  nennen  und 
zu  schreiben,  fiir  Georg  Truefer  zu  Volders  auf  Penon, 
Gerichts  Curtatsch,  und  dessen  Sonne  Christoph  Dionysi,  erzh. 
Hofkanzellist,  Jacob  and  Ulrich,  Fnggerischen  Foetor  (!?)  Ambts- 
verwalter   in  Tyrol.     Innsbruck,    22.  April   1620.  (8)    1628 

19.  W.  in.  L.  fiir  die  Gebriider  Hans,  Adam  und 
Andre  Hennenfeindt,  im  Gericht  zum  Stain  under  Lewen- 
berg.     Innsbruck,  22.  April  1620.  (4)  1629 

20.  W.  fur  Augustin  Pihler,  Burger  des  Raths  zu 
Kitzpiichl.     Innsbruck,  29.  August  1620.  (2)  1630 

21.  W.  m.  L.  fur  die  Gebriider  Caspar  und  Christoff 
die  Stangl,  ersterer  durch  18  Jahre  der  verwitweten  Erz- 
herzogin  zu  Oesterreich  Anna  Juliana  gewester  Laggey  und 
noch  wirklicher  Diener,  letzterer  der  kais.  Majestat  Hof- 
und  Maister-Koch.     Innsbruck,  29.  Aug.  1620.  (4)      1631 

21%.  Confirmation  der  von  der  Familie  Pansa  in 
friiherer  Zeit  schon  erlangten  Adelsfreiheit  nebst  Vermeh- 
rung  ihres  Wappens  mit  dem  von  Kaiser  Maximilian  I.  am 
12.  September  1518  dem  Briiderpaare  Ambros  und  Wen- 
delin  Tpphofer  von  Tpphoferstal  verliehenen  und 
durch  das  Aussterben  dieses  Edelgeschlechtes  erledigten 
Wappen,  llotwachsfreiheit  und  Bewilligung,  sich  von 
Rangenburg  zu  schreiben,  fiir  Caspar  Pansa,  jur.  Dr. 
Elsass-Zabern,  23.  December  1620.  (Latein.  8)  1632 

22.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fiir  Caspar 
und  dessen  Vetter  Johann  Caspar  de  Perantoni  von 
Rauereidt.     Elsass-Zabern,  23.  December  1620.  (4)      1633 

23.  W.  m.  L.  fijr  Matheus  Vigl  und  dessen  Bruder, 
auch  Matheus  genannt,  Gerichts  zum  Stain  auim  Ritteo. 
Elsass-Zabern,  23.  December  1620.  (2)  1634 

24.  W.  fur  Christoph  M5sch,  Pfarrer  zu  Taur  in 
Tyrol,  und  dessen  Bruder  Johann  und  Martin.  Elsass- 
ZSbern,  3.  Februar  1621.  (4)  1635 

25.  W.  fflr  Rueprecht  Greil,  Pixen-  und  Zimmer- 
maister,  auch  Stuekh-Schiffter  beim  Innsbrucker  Zeugbause. 
Elsass-Zabern,  3.  Februar  1621.  (2)  1636 


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26.  Adels-  and  Rotwachsfreiheit ,  Wappenbesserung 
and  Bewilligung,  sich  von  Mitl  Weyenburg  zu  neunen 
und  zu  schreiben,  fur  Gallus  De tiring,  Statt- Amman  zu 
Bregenz.     Elsass-Z&bern,  3.  Februar  1621.  (5)  1637 

27.  W.  m.  L.  ftir  Hans  Aniser,  Burger  und  Statt- 
schreiber  zu  Kueffstain,  und  dessen  verstorbenen  Bruders 
Georg  hinterlassene  SShne  Veit  und  Hannss.  Ensisshaimb, 
17.  Februar  1621.  (3)  1638 

28.  Abschrift  des  vorhergehenden  Diplomsconceptes. 
(4)  ad  1638 

29.  W.  m.  L.  fur  Mathias  Gratl,  Richter  der  Herr- 
schaft  Neuhauss.     Ensisshaimb,  20.  Febr.  1621.  (4)    1639 

30.  W.  m.  L.  fur  Hanns  Grueber  zu  Tschermbs, 
des  Gerichts  zum  Stain  under  Lebenberg,  und  dessen  Brii- 
der  Valtin  und  Augustin.   Rufach,  9.  M£rz  1621.  (4)     1640 

31.  W.  m.  L.  fur  Jakob  Jordan,  Zoller  zu  Malfeit, 
und  dessen  Bruder  Johann  Baptist  und  Jacob  Ferdinand 
und  Vetter  Jakob  die  Jordan.  Rufach,  28.  M&rz  1621. 
(4)  1641 

32.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  und  Wappenverleih- 
ung  fur  den  Doktor  der  Rechte  Johann  Werndle,  0.  Oe. 
Regiments- Ad vocaten.   Innsbruck,  3.  April  1620.  (4)     1642 

33.*)  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  an  den 
erzh.  Kammerdiener  Paul  C re utz berg  (oder  Greuzberg). 
2.  Mai  1612.  (4)  1643 

34.  W.  fur  Wolfgang  Streicher,  salzburg'schen  Zahl- 
maister- Am tsver waiter,  und  dessen  Briider  Jakob,  Sebastian, 
Hans  und  Wilhelm.     Innsbruck,  18.  Mai  1621.  (2)     1644 

35.  Renovation  des  Wappens  der  Frisinghelli  fur  den 
edlen  Johann  Peter  Frisinghelli  und  dessen  Vetter  Lud- 
wig.     Innsbruck,  18.  Mai  1621.  (4)  1645 


*)  Dm  Diplom  beginnt  mit  „Wir  Maximilian  etc."  Daa  Concept, 
wol  nnr  am  Versehen  diesem  anstatt  dem  XIII.  Bande  beigebnnden, 
uigt  dai  Datum  am  Kopfe,  der  SchlnBS  fehlt  aber,  daher  der  Ort  der 
Aajitellang  des  Diploma  nicbt  angegeben  werden  kann. 


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36.  W.  m.  L.  far  Peter  Leyrer  and  dessen  drei 
Vettern  Martin,  Adam  und  Hans,  Gebriider,  die  Leyrer. 
Innsbruck,  18.  Mai  1621.  (4)  1646 

37.  W.  m.  L.  f!ir  Marx  Hauser,  Probst  und  Prelat 
des  Gottshaus  zu  Neuenstifft,  und  dessen  Binder  Hans. 
Innsbrnck,  19.  Mai  1621.  (4)  1647 

38.  W.  m.  L.  fQr  Christan  Adlsperger  von  Kfctz- 
piich],  gewester  Lieutenant  in  den  verschiedenen  Kriegen 
gegen  die  bOhmische  und  andern  Rebellionen.  Innsbruck, 
5.  Juni  1621.  (4)  1648 

39.  W.  m.  L.  fur  Hans  Fftetterer,  Burger  und 
gewester  Burgermaister  zu  Khuefstain.  Innsbruck,  12.  Juni 
1621.  (4)  1649 

40.  W.  m.  L.  ffir  Hans  Hasslwandter  (oder 
Haslwandter),  0.  Oe.  Kammer-Concipisten,  und  dessen 
Briider  Mattheus  und  Paul.     Innsbruck,  17.  Juni  1621.  (4) 

1650 

41.  Wappenbestatigung  m.  L.  fftr  Lamprecht  Posch, 
Burger  zu  Hall  und  dessen  Vettern  Paul,  Asan,  Oswald, 
Martin,  Hans  und  Michael  die  Poschen.  Innsbruck,  19.  Juni 
1621.  (4)  1651 

42.  Verleihung  des  von  Kdnig  Ferdinand  I.  anno  1526 
dem  Geschlechte  der  Roll  in  ertheilten  Wappens  an  Marx 
Scheuch,  Burger  zu  Ratollfszell ,  dessen  Hausfrau  die 
Letzte  aus  der  Kollin'schen  Familie,  und  dessen  BrQder 
Jakob,  Lienhart  und  Georg  die  Scheuchen.  Innsbruck,  3.  Juli 
1621.  (4)  1652 

43.  W.  in.  L.  fur  Christan  Hofstetter  in  Prags, 
Gerichts  Welsperg.     Innsbruck,  6.  Juli  1621.  (4)         1653 

44.  W.  fur  Wolff  Taler  (oder  Daler).  Innsbruck, 
7.  Juli  1621.  (4)  1654 

45.  Wappenbest&tigung  in.  L.  fur  Steffan,  Hans  und 
Sigmund  Jonegger,  Gebriider  im  Gericht  Altenburg.  Inns- 
bruck, 16.  Juli  1621.  (4)  1655 

46.  W.  m.  L.  far  Hans  Hirschenberger,  Messner 

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in    der     St-     Jakobs     Pfarrkirche   in   Innsbruck.     Innsbruck, 
27.  Juli     1621.  (4)  1656 

47.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  von  Erzh.  Ma- 
thias  am  20.  November  1596  verliehenen  Wappens  fur 
Johann  Pinggera,  Licentiat,  Pflegsverwalter  der  Herr- 
schaft  Lra-nclegg.     Innsbruck,  4.  August  1621.  (4)         1657 

48.  Bestatigung  des  schon  von  dein  abgestorbeneu 
Jakob  Lutz  gefuhrten  Wappens  fiir  dessen  Sohn  Faul  Lutz, 
Burger   za    Meran.     Innsbruck,  10.  Aug.  1621.  (4)        1658 

49.  W.  m.  L.  fur  Peter  Warn os in,  Gerichts  Alten- 
burg.      Innsbruck,  10.  August  1621.  (4)  1659 

50.  W.  m.  L.  fur  Simon  und  Mathias  die  Vise  her, 
Gebrlider.       Innsbruck,  4.  September  1621.  (4)  1660 

51.  Uebertragung  des  von  Erzh.  Ferdinand  1578  an 
Georg  nnd  Peter  die  Platenberger  verliehenen  und  za 
jPolge  Aassterbens  dieser  Familie  erledigten  Wappens  auf 
deren  nachste  Verwandte,  die  Briider  Adam  und  Hans  die 
H&rben  im  Gericht  Altenburg.  Innsbruck,  4.  October 
1621.    (4)  1661 

52.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Linser,  Gerichts  Landegg, 
und  dessen  Briider  Osswald  und  Jakob.  Innsbruck,  8.  Oc- 
tober   1621.  (2)  1662 

53.  W.  m.  L.  fur  Matheus  und  Wilhelm  die  Werndle, 
Gebriider.      Innsbruck,  8.  October  1621.  (2)  1663 

£>4.       Bestatigung   des   von   Erzh.   Sigmund    1482   der 

Fa-rnilie      verliehenen    Wappens    fur   Sigmund   und   Bartlmee 

gchmi  d,    Gebriider,   am   Griess   ausser   Botzen  sesshafft. 

Innsbraci,  6.  October  1621.  (4)  1664 

55.      W.   fiir    Simon   und   Josef  die  Albrecht,  Ge- 

lyriider  ,      zu    Ober-Planitzig ,    Gerichts    Caltern,    wohnhafft. 

Innsbnxci,  18.  October  1621.  (4)  1665 

56.     Adelsfreiheit,  Besserung  des  von  Erzh.  Ferdinand 

1568    dem  Hanns  Platter  verliehenen  Wappens  und  Bewilli- 

gUDg,      sich   von    und  zu  Seisenegg  zu  nennen  und  zu 

scbreiben,  fur  des  Vorgenannten  S5hne,  die  Gebriider  Hanns 

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und    Jacob    die    Platter    zu   Meran.     Innsbruck,  20.  Oc- 
tober 1621.  (4)  1666 

57.  W.  far  Christian  Weinmor,  Inwohner  zu  Botzen. 
Innsbruck,  20.  October  1621.  (2)  1667 

58.  W.  m.  L.  fi&r  Christian  Marchstainer,  Perckh- 
maister  and  Perckrichter  Ambtsverwalter  zu  Rattenberg. 
Innsbruck,  29.  October  1621.  (2)  1668 

59.  W.  m.  L.  fur  Steffan  und  Matheus  Prannger, 
Gebruder,  Burger  zu  Innsbruck.  Innsbruck,  30.  October 
1621.  (4)  1669 

60.  W.  m.  L.  fiir  Jacob  Waitz,  Tonnerischen  Verwalter 
zu  Reisenspurg,  und  dessen  Binder  Marx,  Fuggerischen 
Perckhwerchs-Verweser  in  Karnten,  deren  Vater  Hanns  und 
deren  zwei  Bruder  Kriegsdienste  geleistet,  aus  einer  Schwat- 
zer  Familie  stammend.     Innsbruck,   5.  November  1621.  (2) 

1670 

61.  W.  m.  L.  fiir  den  tirol  Landtsunterthon  Blasy 
Mair  (oder  Mayr),  Gerichts  zuin  Stain  aufm  Ritten.  Inns- 
bruck, 13.  November  1621.  (2)  1671 

62.  W.  m.  L.  fiir  die  Gebruder  David,  Sebastian, 
Thobias  und  Petter  die  Zigl  zu  Hall.  Innsbruck,  19.  No- 
vember 1621.  (4)  1672 

63.  W.  m.  L.  far  die  Gebruder  Valtin  und  Hans  die 
Thurner,  zu  Goldegg  bei  Botzen  wohnhaft.  Innsbruck, 
26.  November  1621.  (4)  1673 

64.  W.  m.  L.  fiir  Peter  KrSsser,  Burger  in  Augs- 
burg.    Beenfelden,  I.  Juni  1622.  (4)  1674 

65.  W.  m.  L.  fiir  Christof  Ahorner,  Burger  und 
Gastgeb  zu  Silian,  der  Herrschaft  Heinfelss.  Beenfelden, 
1.  Juni  1622.  (4)  1675 

66.  W.  m.  L.  fiir  Filipp  Meitinger,  Burger  des 
Rathe  und  Handlsmann  zu  Innsbruck,  und  dessen  Bruder 
Erasmus.     Innsbruck,  17.  Juli  1622.  (4)  1676 

67.  Vermehrung  des  von  K5nig  Maximilian  am  14. 
September  1492  verliehenen  Wappens  fiir  Dominik  Bern- 
hardt, Burger  zu  Glurns,  wohnhafit  zu  Latsch,  und  dessen 


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Sohn  Pangr&tz,  0.  Oe.  Regiments -Canzleiverwohnter,  sowie 
des  verstorbenen  Bruders  Anton  S5hne  Peter  nnd  Dominik 
den  Jungern.     Lauterburg,  5.  August  1622.  (4)  1677 

68.  W.  m.  L.  fur  Melchior  Undterkhoffler,  Rich- 
ter  aaf  Jenesien,  und  dessen  Brnder  Blasy.  Rufach,  13.  Sep- 
tember 1622.  (2)  1678 

69.  W.  m.  L.  fur  Thomas  Prinsthofer  von  Nidern- 
dorf,  17  Jahre  Musikus  beim  Markgrafen  Carl  zu  Burgau 
nnd  dann  Cammerdiener  bei  der  Witwe  desselben,  und  dessen 
Bruder  Andre.    Rufach,  17.  November  1622.  (2)         1679 

70.  W.  m.  L.  far  Georg  Wexler,  genannt  Mayrl, 
Gerichts-Anwaldt  zu  Teutschmetz,  und  dessen  Vetter  Petter 
Wexler.    Ottmarsshausen ,  30.  November  1622.  (4)     1680 

71.  W.  m.  L.  fQr  Gregor  Kulbinger,  0.  Oe. 
Cammercanzley-Verwohnter,  und  dessen  Bruder  Augustin, 
Lieutenant  im  bQhmischen  Erieg  und  bei  der  Eroberung  von 
Prag.    Elsass-Zabern,  2.  Januar  1623.  (4)  1681 

72.  Wappenbesserung  m.  L.  fur  Paul  und  Georg  die 
Ziegler,  Gebrftder.    Elsass-Zabern,  24.  Januar  1623.  (2) 

1682 

73.  W.  m.  L.  fur  Nikolaus  Rainer,  Burger  zu  Meran. 
M5ltzhaimb,  31.  Januar  1623.  (2)  1683 

74.  Adeh-  und  Rotwachsfreiheit  und  Wappenverleih- 
ung  fur  Leonhart  Gottardi,  Richter  zu  Zimers,  und  dessen 
Bruder  Alexander,  Fendrich  desselben  Viertls.  Moltzhaimb, 
31.  Januar  1623.  (4)  1684 

75.  W.  m.  L.  fiir  Gregor  Lauinger,  Burger  und 
Stattrichter  zu  Innsbruck,  und  dessen  S5hne  Jakob,  Perckh- 
und  Schmeltzwerchshandels  -  Puechhalter  zu  Schwatz,  und 
Balthasar.    Rufach,  7.  Februar  1623.  (4)  1685 

76.  W.  m.  L.  fur  Michael  Schwab,  Wiirth  und  Gast- 
geb  zu  Telffs,  und  dessen  Briider  Joachim  und  Simon.  En- 
sisshaimb,  25.  Februar  1623.  (2)  1686 

77.  Adelsconfirmation,  Besserung  des  altadelichen  Wap- 
pens,  Rotwachsfreiheit  und  Bewilligung,  sich  von  dem  ade- 
lichen  Sitz  zu  Botzen  von  und  zu  Niderhauss  zu  nen- 


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nen,  fiir  die  erzh.  Rfithe  Horatius  und  Franciscus.  Carrara, 
letzterer  auch  0.  Oe.  Cammer-Procurator,  sowie  fur  deren 
dritten  Brader  Balthasar  und  des  verstorbenen  Bruders  Ni- 
classen  hinterlasseneu  Sohn  Niclass.  Regensburg,  3.  April 
1623.  (4)  1687 

78.  W.  m.  L.  fiir  Niklas  Ranch,  Burger  zu  Hall. 
Innsbruck,  22.  Mai  1623.  (2)  1688 

79.  Wappenbestatigung  m.  L.  fur  Peter  Verclairer, 
Statt-Pfarrer  zu  Glums,  und  dessen  Vettern  Hans,  Blasy 
und  Peter  die  Verclairer  im  Gericht  Glurns  und  Malss. 
Innsbruck,  22.  Mai  1623.  (2)  1689 

80.  W.  m.  L.  fiir  Georg  Landerer,  Postverwalter 
zu  Landegg.     Innsbruck,  22.  Mai  1623.  (2)  1690 

81.  W.  m.  L.  fiir  Jakob  Gna,  Closter-Richter  im 
Miinsterthal.     Innsbruck,  26.  Mai  1623.  (2)  1691 

82.  W.  m.  L.  fur  Hanns  Georg  Willmann,  Mahler 
zu  Veldtkirch.     Innsbruck,  26.  Mai  1623.  (2)  1692 

83.  -  BestHtigung  des  dem  Dr.  Johann  Andree  Scutelli, 
Prator  zu  Rovereidt,  von  Kaiser  Maximilian  I.  1518  ver- 
liehenen  adelichen  Wappens  fiir  Marx  Anton  Scutelli. 
Innsbruck,  27.  Mai  1623.  (4)  1693 

84.  W.  in.  L.  far  Simon  S chaser,  Burgermeister  zu 
Neuimarkht,  der  Herrschaft  Enn  und  Caldiff.  Innsbruck, 
10.  Juni  1623.  (4)  1694 

85.  W.  m.  L.  fiir  Christian  Plackh  zu  Nauders. 
Innsbruck,  10.  Juni  1623.  (2)  1695 

86.  W.  m.  L.  fur  Michael  Schoch  zu  Schalckhen- 
riedt,  der  Herrschaft  Bregentz.  Innsbruck,  18.  Juli  1623. 
(2)  1696 

87.  W.  m.  L.  fiir  Michael  Fachner,  Wiirth  zu  Nat- 
turns.     Innsbruck,  23.  Juli  1623.  (4)  1697 

88.  W.  m.  L.  fur  die  Gebrflder  Hans,  Georg  und 
Andree  die  Haas  en,  Burger  zu  Meran.  Wien,  27.  Sep- 
tember 1623.  (2)  1698 

89.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Anntzinger,  Mfinzambts- 
gegenhandler  zu  Hall.    Wien,  19.  October  1623.  (4)     1699 


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—    159    — 

90.  W.  m.  L.  for  Georg  Ysinger,  Barger  zu  Inns- 
bruck.    Wien,  30.  October  1623.  (2)  1700 

91.  W.  m.  L.  fur  Georg  Tentz,  Lieutenant  an  der 
nntern  Etsch,  dessen  Briider  Simon  and  Balthasar  und  des 
verstorbenen  Bruders  Thoman  nachgelassene  SShne  Matheus 
nnd  Caspar.     Wien,  30.  October  1623.  (4)  1701 

92.  W.  m.  L.  for  Georg  Horngacher  zu  Kitzbfich), 
womit  derselbe  das  Wappen  erhalt,  welches  von  E.  Ferdi- 
nand I.  1559  seinen  sp&terhin  geadelten  Vettern  Martin  und 
Simon  Gebriidern  Horngacher  verliehen  worden.  Passau, 
26.  November  1623.  (2)  1702 

93.  W.  m.  L.  fGr  Lorentz  Graf,  Burger  und  Han- 
delsmann  zu  Hall.     Passau,   1.  December  1623.  (2)     1703 

94.  W.  m.  L.  fiir  die  Gebriider  Hans,  Martin  und 
Dominik  die  Marckhen,  zu  Glurns  und  Serfaus  wohnend. 
Passau,  1.  December  1623.  (4)  1704 

95.  Besserung  des  den  Briidern  Hans  Niclaus  und 
Friedrich  den  Nicolin  von  K.  Carl  V.  1550  verliehenen 
adelichen  Wappens  fur  Johann  Nicolin.  Innsbruck,  22.  De- 
cember 1623.  (4)  1705 

96.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Johann 
Hdger,  des  Kaisers  Ferdinand  H.  Pfleger  der  Herr-  und 
Haubtmannschaft  Pettau  in  Steiermark,  und  dessen  Briider 
Andre  und  Wolfgang.   Innsbruck,  15.  Jan.  1624.  (4)     1706 

1j7.  W.  m.  L.  fur  Jacob  Silberhoff er,  Pfarrer  zu 
Tramin.    Rufach,  25.  Februar  1624.  (2)  1707 

98.  W.  m.  L.  fur  Johann  Khaiser,  0.  Oe.  Hof- 
kanzley-Verwohnter.     Rufach,  14.  Marz  1624.  (2)        1708 

99.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Walcher,  Lieutenant  der 
Militz  und  Pichsenmaister  zu  Ratenberg.  Rufach,  22.  April 
1624.  (4)  1709 

100.  W.  m.  L.  fur  Jakob  Feirstain,  Camerarius 
des  Kapitels  zu  Ymbst  und  Pfarrer  zu  Zambs,  und  dessen 
Briider  Georg,  Pfarrer  zu  Fliiess,  und  Wendelin.  Innsbruck, 
17.  Juni  1624.  (4)  1710 

101.  W.  m.  L.   fur   Niclaus   Zertzer,  0.  Oe.  Regi- 


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ments-Concipist,   und  dessen   Vetter   Simon   Zertzer.     Inns- 
bruck, 13.  Juni  1624.  (4)  1711 

102.  W.  fiir  die  Gebruder  Thomas,  Gerichtsverwalter 
zu  Castlbell,  Caspar  und  Erhardt  die  Tanner.  Innsbruck, 
13.  Juni  1624.  (4)  1712 

103.  W.  m.  L.  fiir  Sebastian  Schmuckh,  Perch- 
werksverweser  zu  Ratemberg.  Innsbruck,  13,  Juni  1624. 
(4)  1713 

104.  W.  m.  L.  fur  die  Gebrtider  und  Vettern  Jakob 
den  Aeltern,  Jakob  und  Wilhelm,  auch  Jakob  den  Jungern 
die  Ma  they,  Gerichts  Naudersperg.  Innsbruck,  13.  Juni 
1624.  (4)  1714 

105.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Johann 
und  Johann  Baptist  Simon zini,  Gebrtider,  zu  Rovereidt. 
Innsbruck,  31.  Juli  1624.  (4)  1715 

106.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Paxer,  Handelsmann  und 
Burgermaister  zu  Rattemberg  am  Yhn.  Innsbruck,  31.  Juli 
1624.  (2)  1716 

107.  W.  m.  L.  fiir  Michael  FSllenstainer,  Burger 
des  Raths  der  Statt  Glurns.  Innsbruck,  3.  August  1624. 
(2)  1717 

108.  W.  fur  die  Gebruder  Hans  und  Paul  die  Gre- 
bitschitscher  in  der  Herrschaft  Lienz.  Beffort,  27.  Aug. 
1624.  (2)  1718 

109.  Besserung  des  der  Familie  Staudacher  von  K. 
Maximilian  I.  am  16.  Juli  1503  verliehenen  Wappens  fur 
Balthasar  Staudacher,  Burger  der  Raths  zu  Hall,  welcher 
sich  1621  als  erwahlter  Fenderich  under  der  Landts  Militia 
des  Gerichts  Taur  und  Rettenberg  im  Engedein-  und  Pret- 
tigeuischen  Kriegszug  menlich,  wachpar  und  unverdrossen 
erzaigt  und  bewiesen.  Schloss  St  Amarin  des  Stiffts  Mur- 
bach,  9.  September  1624.  (4)  1719 

110.  W.  m.  L.  fiir  Caspar  Jenumb,  Gerichtsver- 
walter  der  Herrschaft  Naudersperg,  und  dessen  Vetter  Hans 
Jenumb  zu  Nauders.     Elsass-Zabern ,  5.  October  1624.  (4) 

1720 


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—    161    — 

111.  W.  m.  L.  fur  Stefan  Flarer  im  Gericht  Schenna. 
Elsass-Zabern,  22.  October  1624.  (2)  1721 

112.  W.  ra.  L.  fiir  Johann  Rieneckher,  erzh.  ge- 
haimer  Ganzellist.    Ensisshaimb,  14.  Januar  1625.  (2)     1722 

113.  W.  m.  L.  fiir  Marcell  Schl5singer,  erzh.  ge- 
haimer  Cancellist.  Ensisshaimb,  14.  Januar  1625*  (2)     1723 

114.  W.  m.  L.  fur  Signfundt  Haidt  zu  Telffs,  Ge- 
richts  Herttenberg,  und  dessen  verstorbenen  Bruders  Marx 
hinterlassene  Sonne  Christian  und  Martin  die  Haiden  (oder 
Haidten).     Ensisshaimb,  25.  Februar  1625.  (3)  1724 

115.  W.  m.  L.  fur  Paul  Aichholtzer,  Wfirth  und 
Gastgeb  am  Gollman,  wegen  underthenigister  Dienst  wider 
die  Tiirggen  in  Crabat.  und  in  Portugal  auch  sonst  in  ander 
weg.     Ensisshaimb,  -25.  Februar  1625.  (4)  1725 

116.  W.  ra.  L.  fur  Steffan  Hertzog,  Pfleger  in  Vorst, 
womit  er  wegen  der  vnderthenigisten  Dienste,  welche  er  dem 
loblichen  Hauss  Oesterreich  neulicher  Zeit  in  der  Tyrolischen 
Militia  Zuezug  gegen  dem  Engedein  als  ein  Beuelchshaber 
erzaigt  und  bewiesen,  das  von  weilend  seinem  Vetter  Petter 
Hertzog  gefiihxte  Wappen  erh&lt  Ensisshaimb,  12.  M&rz 
1625.  (2)  1726 

117.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  far  Johann 
Bal.     Rufach,  15.  M&rz  1625.  (4)  1727 

118.  W.  fiir  Christof  Nicolay,  Organist  bei  dem 
Gotthauss  und  Pfarrkirchen  zu  Botzen,  und  dessen  Bruder 
Johann.     Rufach,  2.  Mai  1625.  (2)  1728 

119.  W.  m.  L.  fur  Hans  Georg  Hochmater,  O.Oe. 
Hofkanzleiverwohnter,  und  dessen  Bruder  Hans,  in  Kriegs- 
diensten    ausgezeichnet.     Innsbruck  (?),   2.   Mai    1625.   (2) 

1729 

120.  W.  far  Andreas  Grit  ess  (oder  Griess),  Ge- 
richte  -  Beisitzer  zu  Landegg.     Rufach,   22.  Mai  1625.    (4) 

1730 

121.  W.  m.  L.  fiir  Georg  HOrtt,  Burger  zu  Hall. 
Rufach,  22.  Mai  1625.  (4)  1731 

Ferdinandeumt-Zeitachrift.  11  /*" 

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122.  W.  m.  L.  Air  Andre  Canthon,  Wflrth  im 
Gericht  Tiers.    Costanz,  30.  Joni  1625.  (4)  1732 

123.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Gapp,  Mtinzer  zu  Hall. 
Passau,  11.  October  1625.  (2)  1733 

124.  W.  m.  L.  filr  Jakob  F  ride  rich,  zu  obern 
Planitz  im  Gericht  Caltern  sesshafft.  Innsbruck,  25.  Octo- 
ber 1625.  (4)  1734 

125.  W.  m.  L.  far  den  tirolischen  Landsunterthan 
Michael  Aigner,  Gerichts-Anwaldt  and  Gastgeb  zu  Ab- 
falterspach,  der  Herrschaft  Heinfelss,  und  dessen  Briider 
Albrecht,  Hanns,  Valthin,  Christian  und  GeOrg.  Innsbruck, 
25.  October  1625.  (4)  1735 

126.  W.  m.  L.  fftr  Hans  Told  und  dessen  verstor- 
benen  Bruders  Niclas  hinterlassene  Sdhne  Niclas,  Hans  und 
Andre,  in  der  Herrschaft  Heinfelss.    Innsbruck,  31.  October 

1625.  (2)  1736 

127.  Adelsfreiheit  und  .Wappenbesserung  fur  Christoff 
Mietl  aus  Passau,  Canzelist  in  der  Passauischen  Hofkaozlei. 
Innsbruck,  31.  October  1625.  (4)  1737 

128.  W.  m.  L.  fur  Maximilian  Keller,  Chorherr 
und  Pfarrer  zu  Inehingen,  und  dessen  Binder  Christan.  Inns- 
bruck, 31.  October  1625.  (4)  1738 

129.  W.  m.  L.  ftir  Johann  K  fir  in,  {gewes.  erzh.  Futter- 
maister  nun  Stattschreiber  zu  Z&bern.  Innsbruck,  3.  No- 
vember 1625.  (4)  1739 

130.  W.  m.  L.  ffir  Veith  Pacher,  Perckh-  und 
Schm51zwerchsverweser  in  Grosskirchham.   Innsbruck,  6.  Mire 

1626.  (2)  1740 

131.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  f&r  Sebastian 
Zacherla,  dessen  Vater  Urban  Richter  in  der  Stadt  Bran- 
egg  war.    Innsbruck,  4.  Marz  1626.  (Latein.  4)  1741 

132.  W.  m.  L.  fiir  Thoman  Walser,  Landt- Amman 
der  Gericht  Ranckhweil  und  Sultz,  vorher  SoWat  in  den 
Niderlftndischen   Kriegen.    Innsbruck,   20.   Mai   1626.     (2) 

1742 

133.  W.  m.L.  fur UlrichWey  thaler  im  Thai  Schnals, 

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—    163    — 

Gerichts  Castlbell ,  und  dessen  Vetter  Christan  Weythaler. 
Innsbruck,  23.  Mai  1626.  (4)  1743 

134.  W.  m.  L.  far  die  Gebruder  Balthasar,  Christan, 
Gall  und  Georg  die  G&rber.  Innsbruck,  23.  Hu  1626. 
(4)  1744 

135.  W.  fur  PauJ  HSfele  von  Pfundts.  Innsbruck, 
23.  Mai  1626.  (4)  1745 

136.  W.  m.  L.  far  Balthasar  Kemenater  im  Ge- 
richt  Sarnthal.     Innsbruck,  26.  Mai  1626.  (2)  1746 

137.  W.  m.  L.  f&r  Matheiss  Apdre,  Gastgeb  zu 
Eurchpiihl  in  der  Herrschaft  Khueffstain.  Innsbruck,  26.  Mai 
1626.  (2)  1747 

138.  W.  fQr  Ludwig  M&tscher,  Anwalt  auf  Teut- 
schenofen.    Innsbruck,  6.  Juni  1626.  (2)  1748 

139.  Adelsfreiheit  fiir  Honorandus  Scutellarius, 
Bfirger  zu  Roveredo  (civis  Roboretanus).  Innsbruck,  12.  Jun\ 
1626.  (Latein.  —  Unvollst&ndig,  nur  aus  Anfang  und  Ende 
bestehend,  ohne  Wappenbeschreibung.  2)  1749 

140.  W.  far  Martin  Pfleger,  1.  f.  Zollsgegenschrei- 
ber  zu  Veldtktirch.     Innsbruck,  12.  Juni  1626.  (4)      1750 

141.  Uebertragung  des  von  K.  Carl  V.  1547  dem 
Sebastian  Seidl  verliehenen  und  darch  das  Aussterben  der 
Familie  erledigten  Wappens  auf  den  Anverwandten  mQtter- 
licher  Seits  Simon  H5r man,  Schlosser  von  Hopfgartten, 
des   Erzstiffts  Salzburg.    Innsbruck,   26.  August  1626.  (4) 

1761 

142.  Vermehrung   des   dem   Johann  Rudolf  von   der 
Halden  1584  von  Carl  Rudolf  Grafen  von  Sultz,  Landtgra-- 
fen  in  Cleggew  etc.,  verliehenen  Wappens  mit  dem  duxcb  das. 
Aussterben  des  von  dem  Haubtmann  Leonhard  LStscher  von. 
Bludenz  herriihrenden  LOtscher'schen  Geschlechtes  erledig- 
ten Wappen  fur  Johann  Rudolf  von  der  Halden,  Ober- 
vogt    des    Gottshauss    Weingartten,    Herrsch.   Pluemenegg,. 
ausgezeichnet  durch  die  bei  ohnl&ngst  f&rgangner  Prettegewi- 
scher  rebellion  erwiesene  Hilfe.     Innsbruck,    16.  September 
1626.  (4)  1752 

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—    164    — 

143.  W.  m.  L.  fiir  Christan  Stickhler,  Gerichts 
Tisens.    Innsbruck,  17.  September  1626.  (2)  1753 

144.  W.  for  Hans  Stachl,  Burger  zu  Botzen,  uod 
dessen  Bruder  Matheus,  Burger  zu  Innsbruck.  Innsbruck, 
30.  September  1626.  (2)  1754 

145.  W.  m.  L.  far  Benedict  Taler  genannt  Mor- 
neller,  gewes.  Anwalt  auf  Aldein,  Gerichts  Enn  und  Cal- 
dif,  dessen  Vater  Jordann  Taler  Soldat  in  flstenr.  Kriegs- 
diensten  war.     Innsbruck,  20.  October  1626.  (4)  1755 

146.  W.  m.  L.  fur  Arbogast  Haillperger,  Burger 
zu  Botzen.     Ensisshaimb,  31.  October  1625  (?)•  (4)      1756 

147.  W.,  womit  dem  Johann  Elias  aus  Gorlitz  in 
Ober-Lausnitz,  Cammerdiener  des  erzh.  Schwagers  Don  Lo- 
renzo de  Medici,  ein  Wappen  mit  offenem  Helme,  und  ein 
abgesondertes  Wappen  mit  offenem  Helme  der  Ehewttrtiu 
desselben  Barbara  Gesslerin,  des  verstorbenen  Toman 
Gessler,  Burgers  zu  Augspurg,  nachgelassenen  Tochter,  ver- 
liehen  werden.     Innsbruck,  10.  December  1626.  (4)      1757 

148.  Adelsfreiheit,  Besserung  des  von  Kaiser  Sigmund 
1434  verliehenen  Wappens  und  Bewilligung,  sich  von  und 
zum  Lesler  nennen  zu  diirfen,  fiir  Hans  Georg  Witweiler, 
der  Rechte  Dr.,  Landtschreiber  der  Herrschaften  Bregentz 
und  Hochenegg,  dessen  Vatter  ebenfalls  Landtschreiber  zu 
Bregentz  gewesen.     Innsbruck,  9.  Marz  1627.  (4)         1758 

149.  W.  fttr  die  Gebrfider  Christan  und  Gregor  die 
Puellacher  zu  Pfaffenhofen,  Gerichts  Herttenberg.  Inns- 
bruck, 16.  M&rz  1627.  (2)  1759 

150.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  an  den  Thuemb- 
Custor  des  f&rstl.  Stiffts  Ghur  Sebastian  Zierler.  Inns- 
bruck, 20.  Marz  1627.  (4)  1760 

151.  W.  m.  L.  far  die  Gebruder  Wolfgang,  Georg, 
Sebastian  und  Gregor  die  Hupfauf,  Biirger  zu  Khuefstain. 
Innsbruck,  9.  April  1627.  (2)  1761 

152.  W.  fiir  des  Hans  Schneider  Sohn  Martin  Schnei- 
der, Amman,  auch  Zollner  und  Wegmeister  zu  St  Johanns 

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—    166    — 

Hfctat,   der  Herrschaft  Veldtkirch.     Innsbruck,    13.  April 
1627.  (2)  1762 

153.  W.  fur  Balthasar  Moser,  Staineggerischen  Ge- 
richtsunderthan.    Innsbruck,  16.  April  1627.  (2)  1763 

154.  W.  m.  L.  fdr  Hanns  Falser,  zu  Rentsch  im 
Statt-  nnd  Landtgericht  Griess  and  Botzen  wohnhafft.  Inns- 
bruck, 22.  April  1627.  (2)  1764 

155.  W.  fur  Johannes  Gross,  Burger  in  Augspurg. 
Innsbruck,  8.  Mai  1627.  (2)  1765 

156.  W.  fflr  Christof  Reitter,  Benefiziat  bei  der 
Niklas-Kirche  in  Ynnsprugg,  und  dessen  Bruder  Blasy.  Inns- 
bruck, 8.  Mai  1627.  (2)  1766 

157.  W.  m.  L.  fdr  Hans  Jakob  Trinckhaus,  erzh. 
Caramerdiener  und  Leibbalbierer.  Innsbruck,  28.  Juni  1627. 
(4)  1767 

158.  W.  m.  L.  filr  Wolfgang  Frelich,  erzh.  Hof- 
Einkhauffer-Ambtsgehilff.   Innsbruck,  9.  Juli  1627.  (4)    1768 

159.  Wappenbest&tigung  m.  L.  fur  die  Gebrfider  Paul 
und  Andre  die  Hoeneckher.  Weingartten,  13.  Juli  1627. 
(2)  1769 

160.  W.  m.  L.  flir  die  Gebrfider  Hans,  Matheis  und 
Andre  Reitter.    Beffort,  22.  August  1627.  (2)  1770 

161.  W.  m.  L.  fQr  Elias  Fechtseisen,  Burger  und 
der  Gottsheuser  zu  Hall  Zinss-Einbringer,  und  dessen  Bru- 
der Thobias.    Ensisshaimb,  19.  November  1627.  (4)    1771 

162.  W.  fiir  Michael  GriessenpSckh  und  dessen 
Vettern  Samson  und  Hanns  die  Griessenpdckh ,  Gerichts 
Rottenburg.    Ensisshaimb,  26.  December  1627.  (4)       1772 

163.  W.  m.  L.  fur  Michael  Martinnoy,  Burger  zu 
Botzen.    Hagenau,  31.  December  1627.  (2)  1773 

164.  W.  fflr  Hanns  Manguet,  Wftrth  zu  Nauders. 
Innsbruck,  18.  M&rz  1628.  (2)  1774 

165.  Uebertragung  des  von  KOnig  Ferdinand  1539  den 
Gebrfidern  Conrad,  Hans  Andree,  Georg  Wolfgang,  Stdffen 
und  Leonhardt  den  Hasslachern  verliehenen  Wappens, 


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(lessen  Tr&ger  nun  ganz  ausgestorben,  aaf  Haas  Maurer 
zu  Mays.    Innsbruck,  18-  M&rz  1628-  (4)  1775 

166.  Wappenbesserung  far  den  edlen  Hans  Wilhelm 
Mayr,  der  Recht  Dr.,  Kdnigseggischen  Oberambtmann  der 
Grafschafft  Rottenfelss  und  Herrschafft  Stauffen.  Innsbruck, 
23.  M&rz  1628.  (4)  1776 

167.  Wappenbest&tigung  m.  L.  fur  Hans  Jakob  Deri, 
erzh.  Quardarobba.     Innsbruok,  10.  April  1628.  (2)     1777 

168.  W.  m.  L.  fur  Tobias  Velderer  zu  Salurn. 
Innsbruck,  26.  Mai  1628.  (2)  1778 

169.  W.  fur  Jakob  und  Hans  Marckhart,  Gebrt- 
der  zu  Vill,  Landtsgerichts  Stertzing.  Innsbruck,  28.  Juli 
1628.  (2)  1779 

170.  W.  far  Peter  Wigget,  Burger  und  Handlss- 
mann  zu  Botzen.    Innsbruck,  28.  Juli  1628.  (2)  1780 

171.  Bestfttigung  des  der  Familie  Stockher  1534  vom 
Konig  Ferdinand  ertheilten  Wappens  fiir  Hans  Stockher 
zu  Burgeis,  Gerichts  Glurns  und  Malss,  und  dessen  Bruders- 
sohn  Sigmund.     Innsbruck,  19-  September  1628.  (4)     1781 

172.  W.  fur  die  Gebriider  Jacob,  Fabian  und  Georg 
Lempach  in  der'  Aschau,  Gerichts  Ehrnberg.  Innsbruck, 
12.  October  1628-  (2)  1782 

173.  W.  m.  L.  far  Abraham  K&rschner,  Fuggeri- 
schen  Perckhwerchs  -  Handlsdiener  zu  Schwatz.  Rotholtz, 
6.  October  1628.  (2)  1783 

174.  Wiederverleihung  des  ihren  Vorfahren  von  Kaiser 
Ferdinand  I.  ertheilten  Wappens  fur  Georg  Wfich  zu  Mfilau 
und  dessen  Vettern,  die  GebrQder  Paul  und  Georg  Wach, 
auch  Hans  W&ch  zu  Artzell,  Gerichts  Taur.  Innsbruck, 
8.  December  1628.  (2)  1784 

175.  Verleihung  des  ihrem  Bruder  Georg  Hdrrt  (oder 
Hdrt)  am  22.  Mai   1625   ertheilten  Wappens  fur  Thoman  , 
Christoff  und  Gotthardt  die  Herrten,  Bflrger  zu  Hall  im 
Innthal.    Innsbruck,  20.  December  1628.  (4)  1785 

176.  W.»ftr  Peter  Zerminiger,  Veldtwaibl  za 
Schlanders.    Iupsbmck,  10.  Januar  1629.  (2)  1786 


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177.  Adelsfreiheit  and  Wappenverleihung  f&r  Daniel 
Bonifacius  von  Ffirstenau.  (Derselbe  gibt  sich  in  dem  dem 
Diplomsconcepte  angefiigten  italienischen  Gesuche  als  „il 
majordomo  di  Monsignore  Illssmo  Vescovo  di  Coira"  an.) 
Innsbruck,  22.  Januar  1629.  (5)  1787 

178.  Vidimus  von  dem  den  Gebr&dern  Rueprecht  und 
Cbristoff  den  Camerlandern  1556  vom  KGnig  Ferdinand  ver- 
liehenen  Wappen  fi&r  den  Perckhrichter,  Waldmeister  und 
Mauteinnehmer  zu  Lientz  Christof  Camerlander,  aus  dem 
Grande,  weil  er  den  Originalwappenbrief  nicht  in  H&nden 
babe,  dieser  vielmehr  bei  seinem  Vetter  dem  Postmeister  in 
Stainach  Hanns  Camerlander  erliege.  Innsbruck,  29.  Januar 
1629.  (6)  1788 

179.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  far  Georg 
Linggahell,  Rent-Gegenschreiber  des  Hochstiffts  Passau 
zu  Khunigstetten.    Innsbruck,  3.  Februar  1629.  (4)     1789 

180.  W.  Rlr  die  Gebrtider  Balthasar  und  Christian  die 
Steuppen,  Burger  und  Handelsleuth  zu  Stertzingen,  wo- 
von  sich  ersterer  in  der  Eogedeinischen  Affaire,  letzterer  in 
der  Behemischen  Rebillion  und  Kriegsverlauffit  verwenden 
liess.    Innsbruck,  6.  Februar  1629-  (4)  1790 

181.  W.  fftr  Ruprecht  Riedman  aus  der  Herrschaft 
Khuefstain,  welcher  in  Kriegsdiensten  bei  der  kaiserl.  Reiterei 
gewesen.     Innsbruck,  24.  Februar  1629.  (2)  1791 

182.  Besserung  des  Wappens  resp.  Umwandlung  des  ge- 
schlo8senen  Stechhelms  in  einen  offenen  Turnierhelm  fiir  Hanns 
Adam  Weisshaubt,  Fuggerischen  Pfleger  zu  Babenhau- 
stn.    Innsbruck,  10.  Mftrz  1629.  '        1792 

183.  W.  m.  L.  fttr  Peter  Lang,  Zeugwart  zu  Glurns, 
vonnal8  Pixenmaister  bei  der  Engerdein'schen  Affaire,  und 
dessen  Kriegsdienste  leistenden  Bruder  Georg.  Innsbruck, 
17.  Mfirz  1629.  (2)  1793 

184.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  Rlr  Leopold 
de  Sancta  Cruce.  Innsbruck,  30.  Mftrz  1629.  (4)  1794 

185.  W.  m.  L.  far  Hans  K linger,  Anwald  zu  Nalss, 
Gorichts  Neuhauss.     Innsbruck,  17.  April  1629.  (4)    1795 


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186.  W.  m.  L.  far  Johann  Z  6  r  e  r.  Innsbruck,  26.  April 
1629.  (2)  1796 

187.  W.  m.  L.  fiir  Jacob  Spengler,  Rathsburger 
zu  Costantz.    Innsbruck,  10.  Mai  1629.  (2)  1797 

188.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Oberhauser,  Khessen- 
thallerischen  Pergkh-  und  Schmeltzwerchshandls  Holtzmaister 
und  Furgedinger  im  Jochberge  der  Herrschaft  KutzpQhl. 
Innsbruck,  12.  Mai  1629.  (2)  1798 

189.  W.  fur  Niklas  Jo  ham  yon  Abaams,  Gericbts 
Thaur,  und  dessen  Briider  Balthasar  und  Michael.  Inns- 
bruck, 15.  Mai  1629.  (2)  1799 

190.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fiir  Dr.  Jo- 
haun  Pfeffer,  graflich  Ottingischen  Rath  und  Cantzler. 
Innsbruck,  5.  Juni  1629.  (4)  1800 

191.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fiir  Romanus 
L&nser  zu  Eppan.     Innsbruck,  12.  Juni  1629.  (4)     1801 

192.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fur  Haus 
PSgle.    Innsbruck,  22.  Juni  1629.  (4)  1802 

193.  W.  m.  L.  ffir  Georg  P runner,  Gastgeb  auf 
Teutschenofen.     Innsbruck,  4.  September  1629.  (2)       1803 

194.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  und  Besserung  des 
den  Yorfahren  Ulrich,  Matheus,  Marx  und  Haus  den  Steuglin, 
Gebriidem,  von  Kais.  Maximilian  I.  am  14.  September  1518 
verlieheuen  Wappens  fur  Daniel  Stenglin,  Burger  zu 
Augspurg.     Innsbruck,  18.  September  1629.  (4)  1804 

195.  W.  m.  L.  ftir  Christoff  Reatter,  f.  e.  Salz- 
burg'scher  Hofgerichts-Canzellist,  und  dessen  Bruder  Frid- 
rich  und  Mathias.     Innsbruck,  20.  Sept.  1629.  (4)       1805 

196.  W.  fiir  die  Gebrader  Veith  und  Georg  de 
Tantzer  zu  Tartsch,  Gerichts  Glurns  und  Malss,  wel<he 
auch  in  der  Engedeinischen  Vnruh  uud  Aufboth  Dienste  er- 
wiesen.     Innsbruck,  2.  October  1629.  (2)  1$06 

197.  W.  m.  L.  far  Wilhelmb  A I  em  an,  O.  O*. 
Camer-Raittrath  uud  Hof-Controlor.  Innsbruck,  26.  No- 
vember 1629.  (4)  18*7 

198.  Uebertragung  des   dem   Michael   Tratter   \on 


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Ktaig  Ferdinand  1548  verliehenen  and  durch  das  Ausster- 
ben  der  Familie  erledigten  Wappens  an  Anton  von  Call 
im  Gericht  Altenburg,  miitterlicher  Seits  mit  der  Familie 
Tratter  befreundet.    Innsbruck,  12.  Dec.  1628.  (3)       1808 

199.  W.  m.  L.  fQr  Erhardt  Linser,  des  Raths 
Burger  za  Meran.     Innsbruck,  8.  Februar  1630.  (2)     1809 

200.  W.  m.  L.  fQr  Cristoff  Saur,  0.  Oe.  Cammer- 
Secretari.     Innsbruck,  16.  Februar  1630.  (4)  1810 

201.  W.  ftbr  Hans  Kr&newitter  (oder  Kr&ne- 
bitter),  Richter  zu  Pfunds,  und  dessen  Vetter  Wolfgang 
Krftnebitter.     4.  M&rz  1630.  (4)  1811 

202.  W.  m.  L.  fflr  Dlrich  W&reschgg,  Burger  zu 
Tramin.     Innsbrack,  6.  M&rz  1630.  (2)  1812 

203.  W.  m.  L.  ffbr  Hanns  Christoff  von  Aach  (oder 
von  Ach),  Baumeister  zu  Bregentz.  Innsbruck,  22.  M&rz 
1630.  (4)  1813 

(Nr.  204  fehlt) 

205.  W.  m.  L.  ftbr  Adam  Taler  auf  Mont&n,  Ge- 
richts  Enn  und  Caldif.    Innsbruck,  26.  M&rz  1630.  (2)  1814 

206.  W.  m.  L.  far  Wolfgang  Pirckhner  (oder 
Pfirckhner),  Hof-Sumalier.  Innsbruck,  26.  April  1630. 
(4)  1815 

207.  Adelsfreiheit  far  die  5sterreichischen  Provinzen 
und  Best&tigung  und  Besserung  des  altadelichen  Wappens 
der  Galeotti  fur  Marios  Galeotti  und  dessen  Gattin  Eli- 
sabetba  Cittadini  yon  Siena.  Innsbruck,  12.  Juni  1630. 
(Latein.  4)  1816 

208.  W.  m.  L.  fur  die  Gebruder  Moritz,  Bartlme, 
Christian  und  Caspar  die  Staffler  und  deren  Vetter  Chri- 
stian Staffer  aus  Ulthen.   Reuttie,  20.  Juni  1630.  (2)  1817 

209.  W.  m.  L.  ftbr  Christian  Prugger,  Chorherr  zu 
Inichnig,  gewes.  Pfarrer  zu  Silian,  und  dessen  Bruder  Simon 
und  Caspar,  im  Gericht  Hainfelss.  Innsbruck,  3.  December 
1630.  (4)  1818 

210.  W.   fur   Adam   Hueber    zu    Pigna,    Gerichts 


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Altenburg,  thfi%  bei  jungst  furfibergangner  Engedeiniscber 
Unrhue  and  Aafboth.     Innsbruck,  2.  Mai  1631.  (4)     1819 

211.  Adelsfreiheit  and  Wappenbesserung  fttr  Wolff 
Simon  Finckheneisen.  Innsbruck,  6.  Mai  1631.  (4)  1820 

212.  W.  far  Simon  Eessler  za  St.  Pauls  in  Eppan, 
Gerichts  Altenburg,  vormals  Soldat  in  den  spanischen  Krie- 
gen  und  bei  der  Engerdeinischen  Unrhue  und  Aufboth. 
Innsbruck,  4.  Juni  1631.  (2)  1821 

213.  W.  m.  L.  ffir  Erhardt  H&rdtl,  Burger  des 
Raths  zu  Clausen,  und  dessen  Vetter  Ghristoff  H&rdtl,  zu 
Brauneggen  wohnendt.  Innsbruck,  16.  Juli  1631.  (3)    1822 

214.  W.  m.  L.  fur  Martin  Rainer,  WOrth  und  Gast- 
geb  zu  Stainacb.     Innsbruck,  12.  August  1631.  (2)     1823 

215.  W.  fflr  Christian  Brixner.  Innsbruck,  12. Au- 
gust 1631.  (2)  1824 

216.  W.  m.  L.  fiir  Johann  Trip  pell,  Schaffner  zu 
Berg-Zabern.     Innsbruck,  2.  October  1631.  (4)  1825 

217.  W.  m.  L.  ftir  Christoff  Fasser,  Fuggerischer 
Verwalter  zu  Tratzperg  und  auf  der  Matzen.  Innsbruck, 
20.  November  1631.  (4)  1826 

218.  W.  ffir  Georg  Lochner,  Burger  zu  Hall.  Inns- 
bruck, 6.  Marz  1632.  (2)  1827 

219.  W.  far  Jeremias  Jais,  Burgermaister  zu  Ymbst, 
und  dessen  Bruder  Balthasar,  ebenfalls  Burger  zu  Ymbst. 
Innsbruck,  16.  April  1632.  (2)  1828 

220.  W.  m.  L.  fflr  Carl  Ludescher,  Burger  zu 
YnDsbrugg,  erzh.  Hofhuetschmuckber,  und  dessen  Vetter 
Peter  Ludescher  in  der  Herrschaft  Sonnenberg.  Innsbruck, 
12.  August  1632.  (4)  1829 

Kaiser  Ferdinand  II.  und  Erzherzogin  Claudia.  1634—1636. 

221.  Adelsfreiheit  nebst  Wappenyerleihung  fQr  Josef 
von  der  Porteo.    Innsbruck,  4.  Febr.  1634.  (4)        1830 

222.  Bestatigung  des  von  Erzh.  Leopold  am  21.  Juli 
1623  dem  Hans  Hdrman,   Handelsmann  zu  Hall,  ertheil- 


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ten  Dieqst-  and  Freybriefes.    Innsbruck,  26.  Februar  1634. 
(4)  1831 

223.  W.  m.  L.  ffir  Christof  Fuchss,  gewes.  erzh.  Hof- 
Pixeomaister.    Innsbruck,  26.  Mai  1634.  (4)  1832 

224.  W.  m.  L.  ffir  Hans  Rangger,  Burger  des 
Baths  und  Gastgeb  zu  Hall  im  Innthal,  and  dessen  Brader 
Paul,  Burger  and  Gastgeb  zu  Innsbrnck.  Innsbruck,  26.  Sep- 
tember 1634.  (2)  1833 

225.  W.  fur  Hanns  Melchior  Stainmetz,  Maister- 
und  Pasfcettenkoch.     Meran,  11.  October  1634.  (3)      1834 

226.  W.  m.  L.  far  Hanns  Otth,  Wflrth  in  Carthaun, 
Herrschafft  Cameidt   Botzen,  16.  December  1634.  (2)   1835 

227.  W.  m.  L.  fdr  Georg  Haser,  des  kflnigl.  Stiffts 
zu  Hall  Einkhauffer,  nnd  dessen  Gebrtider  Martin,  Matheis 
und  Leonhart.    Botzen,  16.  December  1634.  (2)  1836 

228.  W.  m.  L.  far  Filipp  Naupp,  Burger  und  des 
Baths  zn  Hall.    Botzen,  16.  December  1634.  (2)         1837 

229.  W-  m.  L.  fur  Albeio  Gerold,  Gerichtsverwal- 
ter  zu  Ax&mhs.    Botzen,  16.  December  1634.  (3)       1838 

230.  W.  m.  L.  ffir  Christan  Thaler,  Stadler  bei 
St.  Margarethen  zu  L£na,  Gerichts  zum  Stain  under  Leben- 
berg.    Innsbruck,  16.  Januar  1635.  (2)  1839 

231.  W.  m.  L.  ffir  Mathias  Kh6nig,  Hof-Sigl- 
Wappenstaio-  und  Mfinz-Eisenschneider  in  Tyrol  und  den 
V.  O.'schen  Landen.    Innsbruck,  10.  Mai  1635.  (2)    1840 

232.  W.  m.  L.  ffir  Christof  und  Bernhard  die  Kftler, 
Gebriider,  zu  Niderdorff,  Gerichts  Welsperg.  Innsbruck, 
21.  Mai  1635.  (2)  1841 

233.  W.  ffir  die  Gevettern  Hanns  und  Ulrich  die 
Stiller,  Statt-  und  Landtsgerichts  Griess  und  Botzen, 
welche  bei  der  Landes-Defension  mitgewirkt.  Innsbruck, 
21.  Mai  1635.  (2)  1842 

234.  W.  ffir  Caspar  Raidt,  zu  Botzen  wofanhafft. 
Innsbruck,  20.  Juni  1635.  (2)  1843 

235.  W.  m.  L.  ffir  Gregor  P rugger,  Geriehtsan- 
waldt    und    Gerichtsschreiber    der    Herrschafft  Uttenhaimb, 


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und  dessen  Briider  Paul  and  Simon.     Innsbruck,  9.  Juli 
1635.  (4)  1844 

236.  W.  m.  L.  far  die  Gebruder  Peter,  Adam  und 
Christoff  Am  Ortt  (oder  am  Orth)  zu  Altreu,  Gerichts 
Enn  ond  Caldif.    Innsbruck,  18.  Juli  1635.  (2)  1845 

237.  W.  m.  L.  far  die  GebrBder  Hans  und  Thoman 
die  Voranten,  Gerichts  Velss  sessig.  Innsbrack,  21.  Juli 
1635.  (2)  1846 

238.  Best&tigung  des  schon  von  den  Eltern  gefQhrten 
Wappens  m.  L.  fur  Adam  Zotz  von  Reutti,  Gerichts  Era- 
berg.    Innsbruck,  28.  Juli  1635.  (2)  1847 

239.  W.  m.  L.  fur  Hans  Re  utter,  des  verstorbenen 
Erzherzogs  bestellten  Haas-  und  Feld-Zeagwart  in  Tirol,  und 
dessen  Bruder  Caspar.  Innsbruck,  22.  Aug.  1635.  (2)   1848 

240.  W.  m.  L.  for  Andre  Taler,  1.  f.  Perckhwerchs- 
Diener  zu  Schwatz.    Innsbruck,  28.  Aug.  1635.  (2)     1849 

241.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  far  Sebastian 
Schmuckh,  Kurchbergischen  Perg-  und  Schmeltzwerch- 
handels  in  Tirol  obrister  Perg-  und  Schmeltzwerchs-Factor. 
Innsbruck,  4.  October  1635.  (4)  1850 

242.  W.  m.  L.  ftlr  Erasmus  Fritz,  Burger  zu  Ynns- 
brugg,  und  dessen  Bruder  Paul,  Ulrich  und  Jakob.  Inns- 
bruck, 31.  October  1635.  (4)  1851 

243.  W.  m.  L.  for  Gabriel  M&rz,  0.  Oe.  Hof- 
Kanzleyverwohnter.    Innsbruck,  6.  Dec.  1635.  (2)        1852 

244.  W.  m.  L.  fur  Leonhardt  Zipper,  Posthalter 
zum  h.  Creutz  bei  Yeldtkirch.  Innsbruck,  22.  Januar  1636. 
(2)  1853 

245.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  Daniel 
Syeder,  Burger  in  Botzen,  welcher  sich  bei  Einquartierung 
der  kais.  Soldaten  mehrfach  nQtzlich  erwiesen,  und  dessen 
Vettera  Ferdinand  und  Johann  Baptist  Syeder.  Innsbruck, 
15.  Februar  1636.  (4)  1854 

246.  W.  fur  Wolfgang  Egarter,  Landgerichtschrei- 
ber  zu  Khuefstain.    Innsbruck,  8.  Mara  1636.  (2)       1855 

247.  W.   m.   L.   fur    Christoff  Hueber,   Vicari   zu 


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—    173    — 

Pratenbach,  Gerichts  Ratteoberg,  und  dessen  Bruder  Wolff- 
gang,  sowie  zweier  abgeleibter  Bruder  hinterlasseoe  Sflhne, 
beide  Namens  Hans.    Innsbruck,  12.  Marz  1636.  (4)  1856 

248.  W.  m.  L.  fiir  Veit  Schleehl,  0.  Oe.  Regi- 
ments-Kanzellist,  and  dessen  drei  Vettern,  die  Gebrftder 
Ludwig,  Georg  und  Hans  die  Schleehl.  Innsbruck,  31.  M&rz 
1636.  (4)  1857 

249.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  Georg 
Frumbholtzer,  des  Raths  zu  Rosenheimb.  Innsbruck, 
4.  April  1634.  (4)  1858 

250.  W.  m.  L.  ffir  Vatentin  Kn5ringer,  0.  Oe. 
Regiments -Registrator,  und  dessen  Bruder  Hans  Cristoff. 
Innsbruck,  8.  April  1636.  (4)  1859 

251.  W.  fflr  Hans  Tastner,  Burger  und  Pfindter 
zu  Meran.    Innsbruck,  9.  April  1636.  (4)  1860 

252.  Adelsfreiheit,  Wappenverleihung  und  Bewilligung, 
sich  von  und  zu  Gilgenberg  oder  di  monte  Giglio 
zu  nennen  und  zu  schreiben,  for  Mark  Anton  Bertelli. 
Innsbruck,  22.  April  1636.  (4)  1861 

(Hier  folgen  bis  incl.  fol.  13  desXV.  Bandes  Diplome  ver- 

schiedener  Landesfursten,  wesswegen,  una  Irrungen  hint- 

anzuhalten,  die  Naraen  derselben  an  die  Spitze  jeden  Regests 

gesetzt  sind.) 

253.  (K.  Ferdinand  III.  und  E.  H.  Claudia.)  Wieder- 
verleibung  des  dem  Rueprecht  Miller,  gewes.  Gartner  auf 
Orobras,  und  dessen  Bruder  Adam,  reitenden  0.  Oe.  Cammer- 
poten,  von  Erzh.  Ferdinand  am  31.  Marz  1588  ertheilten 
Wappens,  dessen  Brief  durch  den  Brand  der  erzh.  Residenz, 
Ruelust  genannt,  zu  Grunde  gegangen,  fiir  Rueprechts  Sohn 
Andre  Michael  Miller,  erzh.  Hof-  und  Lustgartner.  Inns- 
bruck, 20.  Marz  1637.  (9)  1862 

254.  (K.  Ferdinand  IIL  und  E.  H.  Claudia.)  W.  m. 
L.  fQr  Mathias  Kholbenperger,  Burger  zu  Hall,  welcher 
zu  f&nf  underschidlichen  mahlen  bei  jtingst  verschinen  ge- 
f&hrlichen  Kriegsleuffen,  in  welchen  diese  furstliche  Grafschafft 


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—    174    — 

Tyrol  von  den  anrainenden  Feinden  starckh  angefochten 
wurde,  treuwilKge  Dienst  erzaigt  nod  erwisen,  nnd  dessen 
Binder  Christoff.     Innsbruck,  6.  Mai  1637.  (5)  1863 

255.  (K.  Ferdinand  in.  and  E.  H.  Claudia.)  W.  m. 
L.  fllr  Hans  Mossmann,  Gerichts-Anwalt  der  Herrschaft 
Altrftsen.    Innsbruck,  27.  Joli  1637.  (3)  1864 

256.  (E.  Ferdinand  III.  und  E.  H.  Claudia.)  Adels- 
freiheit  mit  Wappenverleihung  an  Simon  Raget,  des  Ffir- 
sten  Johann,  Bischofs  von  Chur,  Hofmaister.  Innsbruck, 
12.  Marz  1638.  (3)  1865 

257.  (E.  H.  Claudia.)  Zuschrift  an  des  StiflfU  Char 
Thumb  -  Probst  Christoff  Mor,  worin  ihm  die  Vergftn- 
stigung  mitgetheilt  wird,  in  seinem  angebornen  adelichen 
Wappen  das  Wappen  der  Thumb-Probstey  ffihren  zu  dQrfen. 
Innsbruck,  24.  Mftrz  1638.  (1)  1866 

258.  (E.  H.  Leopold.)  Verleihung  des  von  Kaiser 
Ferdinand  I.  am  10.  Juni  1563  der  Gasserischen  Familie 
verliehenen  Wappens  nach  dem  Aussterben  der  directen 
Descendenz  an  den  Anverwandten  Jacob  Gasser,  Gastgeb 
zu  Mttenwalt.     Wien,  21.  Joli  1619.  (4)  1867 

259.  (E.  H.  Leopold.)  W.  fur  Matheus  und  Christoff 
die  Seywald,  Gebrfider.   Wien,  21.  Juli  1619.  (4)   1868 

260.  (E.  H.  Leopold.)  Adelsfreiheit  nebst  Wappen- 
verleihung und  Bewilligung,  sich  von  Scbwanburg  zu 
nennen,  fur  Johann,  der  Arznei  Dr.,  Samuel  und  Salomon 
die  Zehner,  Gebrfider.  Elsass-Z&bern,  23.  October  1620. 
(4)  1869 

261.  (E.  H.  Leopold.)  W.  m.  L.  fdr  Georg  Geyer, 
0.  Oe.  Regiments-Canzlei-Verwobnter.  Rufach,  29.  Mirz 
1625.  (3)  1870 

262.  (E.  H.  Leopold.)  Wiederverleihung  des  schon 
von  K5nig  Ferdinand  1533  ertheilten  und  verloren  gegaoge- 
nen  Wappenbriefes  ffir  Johann  Andre  Gundersheimer, 
Posthalter  zu  Enge.    Innsbruck,  25.  Oct  1625.  (4)     1871 

263.  (K.  Ferdinand  II.  und  E.  H.  Claudia.)  Wappen- 
bes8erung  ffir  den  edlen  Ascanius  Albertini  von  Ich- 

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—    175    — 

terssheim,  P&nnerherrn  zu  Hochfelden,  erzb. 
Bath  und  obristen  Statthalter,  der  Landvogtei  Hagenau  and 
Oberamts  Germersshaimb,  Gubernator  zu  Preysach,  und  Be- 
wilKgUDg,  sich  nrit  Ablegung  des  Namens  Albertini  kftnftig 
yon  Ychtershaimb,  Pannerherr  zu  Hochfel- 
den zu  nennen.    Innsbruck,  14.  Juli  1633.  (4)  1872 

264.  (K.  Ferdinand  II.  und  E.  H.  Claudia.)  Adels- 
freiheit  mit  "Wappenverleihung  fur  den  erzh.  Hof-  und  O.  Oe. 
Gehehn-Raths-Secretari  Simon  Hamprecht  Innsbruck, 
17.  December  1635.  (4)  1873 

265.  (E.  Ferdinand  III.  und  E.  H.  Claudia.)  Besse- 
rung  des  Wappens,  resp.  Umwandlung  des  geschlossenen 
Stecbhelms  in  einen  adelichen  (offenen  gekrSnten)  Turnier- 
helm,  m.  L.  fur  den  erzh.  Feldt-Trometer  und  Instrumen- 
tUten  Leonbardt  Richter.  Eberstorff,  15.  October  1637. 
(4)  1874 

266.  (K.  Ferdinand  III.  und  E.  H.  Claudia.)  Adels- 
freiheit  und  Besserung  des  von  Kaiser  Maximilian  I.  ertheil- 
ten  Wappens  fur  Johann  Conrad  Guldinast  (oder  Gul- 
den as  t).     Innsbruck,  21.  Juli  1638.  (4)  1875 

267.  (K.  Ferdinand  III.  und  E.  H.  Claudia.)  W.  m. 
L.  ffir  Caspar  Marckh,  Burger  des  Raths  und  Handls- 
mann  zu  Ynnsbrugg,  und  dessen  Bruder  Filipp  und  Jakob. 
Innsbruck,  15.  October  1639.  (2)  1876 

268.  (K.  Ferdinand  III.  und  E.  H.  Claudia.)  Adels- 
freibeit,  Wappenbesserung  und  Bewilligung,  sich  von  und 
zu  Liebenhaimb  zu  nennen  und  zu  schreiben,  ffir  Se- 
bald  Lieb,  obristen  Waldmaister  an  der  Etsch  und  Holtz 
Zollner  in  Fleimbs.    Innsbruck,  8.  Januar  1639.  (4)    1877 

269.  (K.  Ferdinand  IE.  und  E.  H.  Claudia.)  W.  ra. 
L.  fur  Martin  Intzelpacher,  1.  f.  Perckwerchs-Einfahrer 
am  Schneeberg  zu  StBrzingen.  Innsbruck,  15.  Oct.  1639. 
(2)  1878 


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—    176    — 


XV.  Band. 

1  .*)  (E.  H.  Leopold.)  W.  m.  L.  ffir  Johann  Wiser, 
f.  Saltzburgischer  Hofgerichts-Cantzelist,  and  dessen  Briider 
Wolfgang  und  Martin.     Hasslach,  12.  April  1624.       1879 

5.  (E.  H.  Leopold.)  Adelsfreiheit,  Wappenverleihung 
und  Bewilligung,  sich  von  und  zu  Pauenpfihl  zu  nennen, 
fiir  Peter  Ponpanin,  1.  f.  Pfannhauss-Ambts  Salzgadner, 
dessen  Vater  Caspar  hiess,  und  dessen  Sohn  Zacharias 
Fenderich  bei  der  Armee  des  Herzogs  von  Friedland  unter 
dem  Obristen  yon  Holstain  war.  5.  December  1628.     1880 

9.  (E.  H.  Leopold.)  W.  m.  L.  fur  Hans  Rangger, 
Burger  des  Raths  und  Gastgeb  zu  Hall  im  Innthal,  und 
dessen  Bruder  Paul,  Burger  nnd  Gastgeb  zu  Innsbruck. 
Innsbruck,  24.  Januar  1632.  1881 

11.  (K.  Ferdinand  IL  und  E.  H.  Claudia.)  W.  m.  L. 
fur  Christian  KhlStenhamer,  der  h.  Schrift  Dr.,  Pfarrer 
zu  Lienz,  und  dessen  Briider  Hans  und  Christof,  auch  wei- 
land  des  Braders  Peter  hinterlassene  S5hne  und  deren  Vetter 
Hanns  die  KhlStenhamer.   Innsbruck,  18.  Sept.  1636.     1882 


Kaiser  Ferdinand  III.  und  Erzherzogin  Claudia  1637—1644. 

14.  W.  m.  L.  fQr  Georg  Eder,  Gerichtschreiber  zu 
Hoch  Eppan.    Innsbruck,  16.  November  1637.  1883 

16.  W.  m.  L.  fur  Caspar  Tausch,  Burger  in  Inns- 
brack,  und  dessen  Briider  Simon  und  Melchior.  Innsbruck, 
16.  December  1637.  1884 

18.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fiir  die  Ge- 
brQder  Jakob  den  Aeltern,  Jakob  den  Jiingern  und  Andre 
die  Dantzen  von  Zutz,  obern  Engedeins.  Innsbruck,  12. 
M&rz  1638.  1885 

*)  In   diesem  Band©  sind  nicht  mehr  die  Conceptst&cke,  londern 
die  Blatter  nummerirt. 


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—    177    — 

22.  W.  m.  L.  far  die  Gebriider  Peter,  Adam  trod 
Hans  die  Lotter,  deren  Vater  Adam  im  Crabatischen  und 
Wiodischen  Feldzuge  1593  gegen  den  Erbfeind.die  Tiirken 
gek&mpft,  und  ihre  Vettern,  die  Gebriider  Matheus,  Paul 
und  Christian  die  Lotter,  welche  sich  alle  bei  den  Enge- 
dein'schen  nnd  Schwedischen  Unruhen  hervorgethan.  Inns- 
bruck, 18.  Marz  1638.  1886 

26.  W.  m.  L.  fur  Leonhardt  Creutzer,  erzh.  ge- 
heim.  Hofkanzlei  -  Registrator.     Innsbruck,   30.  Marz   1638. 

1887 

31.  W.  m.  L.  fur  Hans  Jacob  Roth,  Burger  und 
Handelssman  zu  Ynsprngg.     Innsbruck,   27.  October  1638. 

1888 

34.  W.  in.  L.  fur  Matheus  Gasser,  gewesten  Sockhl- 
maister  der  StAtt  Veldtktirch.  Innsbruck,  26.  Jan.  1639.  1889 

36.  Attestat  fur  Gaudenz  Freiherrn  von  Weix,  des 
Churforsten  zu  [Colin  Cammerer,  obrister  Stall-  und  J&ger- 
meister,  betiufs  Erlangung  von  Paderborn'schen  Domstifts- 
pr&benden  fur  dessen  zwei  Sdhne,  dass  die  mutterliohen 
Ahnen  desselben,  die  Geschlechter  Botsch,  Prandeis 
(Brandis),  Vollandt  und  HSltzel  nit  allein  ohnstreit- 
tig  vor  ontattelhafte  vom  Adl  geacht*?t  und  gehalten  werden, 
sondern  auch  dieselben  uf  Ine  Gaudenz  Freiherrn  von  Weix  etc. 
nnd  dessen  junge  S5hne  durch  allerseits  eheliche  geburth  de- 
volvirten  und  verabstammten.     8.  November  1639.       1890 

38.  W.  m.  L.  fur  Lorenz  PSckh  zu  Schleiss,  Maria- 
perger  Geriohts,  und  dessen  Bruder  Melchior.  Innsbruck, 
15.  Mai  1640.  1891 

40.  Bestatigung  des  schon  vor  240  Jahren  gefuhrten 
Adels  und  Vermehrung  des  Wappens  mit  dem  des  abge- 
storbenen  Geschlechtes  von  Jauffen  fur  Paul  in  der 
Maur  von  Freyfelt  zu  Strelburg  etc.  und  seine 
zwei  Sdhne  Hans  Wolfgang  und  Veit,  welche  sich  alle  in 
Kriegsdiensten  gegen  den  Erbfeind  ausgezeichnet,  sowie  deren 
Vettern  Hans  Christian,  Hans  Caspar  und  Georg  Abraham 
die  in  der  Maur.    Innsbruck,  11.  JaK  1640.  1892 

FerdinAndeumi-Zeitichrift.  12 


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—     1*8    — 

44.  Best&tigung  des  schon  von  semen  Voreltern  er- 
erbten  Wappens  fQr  Georg  Koch,  vorher  erzh.  Leibtrabant, 
dann  Leibtrabantfourier  und  Hofprovos,  im  Feld  OfBzier. 
Innsbruck,  31.  August  1640.  1893 

46.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  der  Familie  too 
Kaiser  Ferdinand  II.  verliehenen  Wappens  f&r  Anton  Fei- 
dan  (oder  Fetid  an),  erzh.  Vormundschafta- Ambts  Gegen- 
schreiber  zu  Botzen  und  Zollner  zu  Underrain,  und  dessen 
Bruder  Niklas.    Innsbruck,  8.  November  1640.  1894 

50.  Adelsfreiheit,  Wappenbesserung  und  Bewilligung, 
sich  von  Eiss  zu  nennen  uud  zu  schreiben,  f&r  Christof 
Paurnfeindt  und  dessen  beide  Schwestern  Maria  Elisabeth 
und  Johanna  Catharina.     Innsbruck,  1.  Dec.  1640.        1895 

54.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  f&r  Johann 
Baptist  HippolitU8,  der  Rechten  Dr.,  erzh.  Vormundt- 
schafts  Fiscal  an  Welschen  Gonfinen,  und  dessen  Vettern  die 
beiden  Balthasar  die  HippolitL     Innsbruck,   8.  Juni  1641. 

1896 

58.  W.  m.  L.  f&r  Hans  Jakob  Dreisiger  (oder 
Dreissiger),  gew.  Handelssmann  in  Costanz,  nun  Burger 
und  Handelssmann  in  Innsbruck,  und  dessen  Br&der  Hans, 
Peter  und  Jakob,  aus  Augusta  pretoria  in  Savcu'a.  Inns- 
bruck, 13.  Juli  1641.  1897 

62.  W.  m.  L.  f&r  Lorenz  Fi6rentini,  dessen  Bru- 
der (Taufname  nicht  angegeben)  und  deren  Tetter  Lorenz 
Fiorentini.    Innsbruck,  24.  Juli  1641.  1898 

64.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fBr  Hans  Jakob 
Khattag,  Probst  des  Frauen-Clostera  zu  M&nsster.  Inns- 
bruck, 7.  December  1641.  1899 

70.  W.  m.  L.  f&r  Blasy  Pollin  zu  L&tsch,  Gerichta 
Schlanders,  gewes.  Proviantmeister  in  Vindschgew.  Innsbruck, 
31.  December  1641.  1900 

72.  W.  f&r  Johann  Hofmann  (oder  Hoffman), 
Mahler  zu  Lienz.    Innsbruck,  2.  Januar  1642.  1901 

76.  W.  f&r  Martin  Lindtner,  1.  f.  Perckhmaister  am 
Ratembergerperg.    Innsbruck,  24.  Januar  1642.  1902 

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—     17^     - 

7&.     Copie  vorerw&hnten  Conceptes.  ad  1902 

82.  W.  m.  L.  fur  Nikolaus  Pas  sin,  erzh.  Camraer- 
baitzer.     Innsbruck,  19.  Februar  1642.  1903 

86.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Domini- 
cal Gianettini,  mag.  theol.,  Dr.  jar.,  Canonicus  zu  Trient, 
und  dessen  Neffen  Dominicus  und  Joannes  Antonius  Gianet- 
tici     Innsbruck,  24.  Mai  1642.  (Latein.)  1904 

90.     W.  m.  L.  for  Hans  Spiess.     Innsbruck,  6.Juni 

1642.  1905 
92.     W.    far   Peter  Gremer,    erzh.  Hof-Tappezierer. 

Innsbruck,  19.  Juli  1641.  1906 

96.  W.  m.  L.  far  Christian  Egger,  Richter  auf  Je- 
nesien,  und  dessed  Briider  Michael,  Veit,  Stefan  und  Marx. 
Innsbruck,  18.  September  1642.  1907 

99.  W.  m.  L.  fiir  Hans  Hofman,  Burger  und  Gast- 
geb  zu  Innsbruck.     Innsbruck,  29.  October  1642.  1908 

101.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Joannes 
Andreas  Corradi,  Judicariensis,  und  dessen  Vater  Joannes. 
Innsbruck,  .18.  April  1643.  (Latein.)  1909 

105.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fBr  Domini- 
cus Ho  no  rati,  Judicariensis,  und  dessen  Bruder  Joannes, 
Matbaeus,  Dominicus   und  Franciscus.     Innsbruck,  18.  April 

1643.  (Lateinj  1910 
109.     W.   m,   J^.  fur  Hans  Nadler,  Burger  zu  Hall 

im  Innthal.     Innsbruck,  5.  Juni  1643.  1911 

113.     Uebertragung  des  voa  Kaiser  Maximilian  II.  1575 

dem  kinderlos  verstorbenen  Gregor  Peer  verliehenen  Wap- 

pens  auf  dessen  Vettern,  die  Gebruder  Peter,  Vincenz,  Andre, 

Josef,  Georg,  Paul  und  Matheus  die  Peern,  Gerichts  Cur- 

tStsch.     Innsbruck,  14.  August  1643.  1912 

115.     Adelsfreiheit,  Wappenbesserung  und  Bewilligung, 

sich   zue   Mayregg   zu    nennen,   far  Filipp  Jakob,    Isak, 

Hans  Ghristoff,  Dionys  und  Hans  Paul  die  Eager  zu  Enti- 

clar,  Gebruder.     Innsbruck,  14.  August  1743.  1913 

119.    Wappenverraehrung  far  die  edlen  Josef  und  Rue- 

dolf   die  Grebmer  zum  Wolffsthurn,  Gebrflder,  und 

12* 


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—    180    — 

Bewilligung,  sich  mit  Auslassung  des  Namens  Grebmer  bloss 
von  and  zura  Wolffsthum  zu  neonen  and  za  schreiben. 
Innsbruck,  14.  September  1643.  1914 

123*  Best&tigung  des  alten  tirolischen  Adels  und  Wap- 
pens  der  Familie  Etteohard  fur  Georgius  de  Ettenhard, 
S.  R.  Imperii  Eques,  nee  non  Excelsi  Regimiois  Provincia- 
rum  Austria  superioris  Regens  Consiliarius,  Sohn  des  Engel- 
hardus  Ettenhard,  erzh.  Rath  unter  den  Erzherzogen  Ferdi- 
nand, Maximilian  und  Leopold,  und  der  Magdalena  Lust- 
rier  in  Liebenstein,  welche  aus  einer  altade lichen  tiro- 
lischen Familie  stamrat.  Innsbruck,  24.  October  1643. 
(Latein.)  1915 

129.  Adelsfreiheit,  Wappenbesserang  und  Bewilligung, 
sich  von  der  im  Haidengassl  in  Tnnsprugg  in  einem  Garten 
gelegenen,  an  sich  erkauften  alten  und  jetzt  von  Grund  auf 
neuerbauten  Behausung,  welche  zu  einem  Edelsitz  erhoben 
wird,  zu  oder  von  Haidenburg  za  nennen  und  zu  schrei- 
ben,  fur  Wilhelmb  Alemann,  erzh.  Obristen  Viachniaister 
in  Tirol,  0.  Oe.  Gammer-Raitrath  und  Hofkontrolor.  Inns- 
bruck, 11.  Marz  1644.  1916 


Erzherzog  Ferdinand  Carl  1646—1662. 

133.  Best&tigung  des  schon  vordem  in  der  Familie 
gefuhrten  Wappens  m.  L.  fur  Georg  Malemort,  Gerichts 
Nauders.     Innsbruck,  23.  Mai  1646.  1917 

135.  W.  fur  die  Gebriider  Christoff  und  Blasi  die 
Trahofer.     Innsbruck,  23.  Mai  1646.  1918 

139.  W.  fur  Georg  Hueber,  am  Hofmanngut  zu 
Lana  wohnhafft.     Innsbruck,  24.  Mai  1646.  1919 

143.  W.  m.  L.  fur  Hans  Jacob  von  Werth,  Raths- 
burger  zu  Botzen.     Innsbruck,  24.  Mai  1646.  1920 

147.  W.  fur  Andre  Reiner,  Gerichtsschreiber  in 
Ulten.     Innsbruck,  24.  Mai  1646.  1921 

149.     W.  m.  L.  fur  Gabriel  Padscheuder,  Gerichts 


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—    181    — 

Nanders,  wegen  dessen  Dienste  ira  Landtaufboth  and  als  Ge- 
riehts-Beysatz.     Innsbruck,  1.  Juni  1646.  1922 

152.  Attestat  far  des  Julius  von  Sohulthauss  zu 
Neuissburg  an  der  Cdllner  Universitat  studiereuden  Sohn 
Nicolaus,  dass  die  Familie  adelich  und  der  Tyrolischen  Landes- 
Matrikel  einverleibt  sei.     Innsbruck,  20.  Aug.  1646.     1923 

154.  W.  id.  L.  ffir  Hans  Wirth,  Gerichts  Caltern, 
und  dessen  Vetter  Anton  Wirth.  Innsbruck,  7.  September 
1646.  1924 

157.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  Alois 
Gar)  Ferdinand  Arragon,  dessen  Vater  als  ein  Leutenant 
zu  Pferd  und  hernach  in  Bedienung  einer  Haubtmanschafft 
im  Maylendischen  stado,  dariiber  er  sein  Leben  durch  einen 
bekhommen   Schuss  beschlossen.     Innsbrack,   27.  November 

1646.  1925 
161.     W.  fiir  Georg  Winckhler,  Burger  und  Statt- 

Appotegger  in  Innsbruck.     Innsbruck,  13.  Dec.  1646.  1926 

165.     Adelsfreiheit,    Wappenverleihung  und   Gerichts- 

Exemtion   ffir  Michael  Fedrigazzi.     Innsbruck,  20.  M&rz 

1647.  1927 
169.     Italienische  Uebersetzung  vorerwahnten  Diploms. 

ad  1927 

172.  W.  m.  L.  ffir  Caspar  Obermayr,  Burger  des 
Raths  zu  Kitzpichl.     Innsbruck,  6.  April  1647.  1928 

176.  Best&tigung  des  von  Kaiser  Maximilian  II.  1573 
dem  Vorfahren  Hans  Steydl  verliehenen  Wappens  ffir  die 
Gebrflder  und  Vettern  Bernhardt,  Ruedolf,  Carl,  Hans  Jakob 
und  Hans  die  Steydl  (oder  Steidl),  zu  Imbst  und  Pfundts 
wohnhafft.     Innsbruck,  19.  Juli  1647.  1929 

179.  W.  m.  L.  ffir  Jakob  Glatz,  Burger  und  Gast- 
geb  zu  Innsbruck.    Innsbruck,  7.  August  1647.  1930 

183.  W.  m.  L.  ffir  Pankratz  Toll,  Anwalt  zu  Gyr- 
lan,  Gerichts  Altenburg.     Innsbruck,  19.  Aug.  1647.    1931 

185.  W.  ffir  Veit  Prugger,  Schul-  und  Rechen- 
maister  zu  Castlrath.   Innsbruck,  6.  September  1647.    1932 

188.     W.  m.  L.  ffir  Georg  Kiechl,  Burger  und  Wirth 


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-  m  - 

in  Innsbruck,  and  de^sep  Brfidej:  Tljomap,  erzh.  JIofzOrgflAr 
uer  und  EinkhaufFer,  ppd  Hans,  Burger  and  Ladder  m  Hall. 
Innsbruck,  13.  December  1647.  1933 

191.  W.  m.  L.  f3r  Fenjinanfl  Ren  a  to,  erzh*  ^f- 
zSrgadner.    Jnnsbruck,  10.  Jwww  1648.  1934 

195.  Adelsfreiheit  qnd  Wappenverleihung  fur  Slefiau, 
Jacob  und  Steffan  Daniel,  Vetjtern,  Josef  und  Jacob,  Ge- 
brpder,  und  zween  Johann,  deren  Vettern,  auch  Johann  upd 
Jacob  Bart,  Gebrfider,  die  KSntz,  des  vndem  Enga4$ips. 
Innsbruck,  30.  ^  1048.  1935 

199.  W-  m.  L.  fur  Ulrich  Turner,  Rjchter  auf  Je- 
nesien.     Innsbruck,  3.  Juni  1648.  1936 

203.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fpr  deo  erzh. 
Haubtinann  GeQrg  Oberthaner.  Innsbruck,  13.  Octpber 
1648.  mi 

207.  Gestattung  der  Ffthrung  eines  Handwerks-Wap- 
pens  far  #ie  Mttllermaister  zu  Hall  und  im  Gericht  Thaur. 
Innsbruck,  3.  Febrpar  1649.  1938 

208.  W.  m.  L.  ffir  Hans  Waltber,  Veldtwaibl  im 
Viertl  Ober-Pusterthal,  welcher  in  Spanien  und  Italien  ga- 
k^fflpfi^  bei  den  Belagerungen  vou  Veczel,  Asti  und  Torin, 
da?n  bei  den  freien  Reittern  in  Westphaleu,  Minster  und 
H^ssep,  apch  in  cjer  Tyrojiscben  Land£-Militi$  wv,  und  dessen 
Briider  Georg,  Cornet,  und  Christof,  welcher  bei  tyr  JJgU- 
gerung  von  Coatanz  am  Bodensee  und  Eroberung  der  Stadt 
Ueberlingen  raitgewirkt.     Innsbruqk,  9.  Februar  1649.  1Q35 

212.  W.  ra.  L.  fiir  Martin  Erler,  Haudelssipapn  *n 
St,  Michael,  der  Herrschaft  Altenlpurg.  Innsbruck,  13.  Fe- 
bruar 1649.  1940 

216.  Grafenstand  mit  Wappenver}eihung(!!)  und  dem 
Titel  „Wohlgeborn"  fiir  Peter,  nobilis  et  patricius  Venetus, 
und  Bartlmee  Zenobio  (oder  Zanobio),  Vettern,  Iphaber 
der  Herrschaften  En  und  Caldif,  Salurn  und  Khunigsperg. 
Innsbruck,  12.  Marz  1649.  1941 

221.  Lateinisc^ies  Grafenstandsdiplom  fiir  die  Vorer- 
wahnten.     Innsbruck,  14.  Marz  1649.  ad  1941 


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—    183    — 

225.  W.  m.  L.  far  Georg  Semblrockh,  Rathsbarger 
xu  Brauneggen,  und  dessen  Gebrader  Dionys,  Abraham  nnd 
Wolfgang  die  Semblrockh.  Innsbruck,  15.  M&rz  1649.  1942 

229.    W.  m.  L.  ffir  Hans  Steger  zu  Salurn.    Inns-  . 
brack,  19.  April  1649.  1943 

231.  W.  m.  L.  fflrDominik  Loer,  Pr&monstratenser 
Ordeospriester  and  Pfarrer  zu  Ampass,  and  dessen  Brader 
Norbert,  wie  deren  Vetter  Jakob  Loer.  Innsbruck,  21.Juni 
1649.  1944 

233.  W.  m.  L.  fur  Georg  Pichler,  Gerichtsschreiber 
Vrbar-Ambtmann  zu  Stambs,  and  dessen  Brader  Hans,  1. 1 
Perckhwerchsverwohnter  zu  Schwatz.  Innsbruck,  9.  October 
1649.  1945 

235.  W.  m.  L.  far  Bernhart  Sutor  (vorher  Schues- 
ster),  0.  Oe.  Cammerbuchhalter.     Innsbruck,  23.  October 

1649.  1946 
239.    W.  m.  L.  for  Hans  L5rgetporer,  Schwartzen- 

pacher  in  Afing.    Botzen,  17.  November  1649.  1947 

241.  W.  m.  L.  ffir  Johann  Heinrich  Ratz,  Hof- 
Appotegger.    Innsbruck,  10.  Februar  1650.  1948 

245.  W.  m.  L.  ftr  Georg  Prenner,  1.  f.  Hutambts- 
sohreiber  in  der  Brixlegg.   Innsbruck,  16.  Febr.  1650.  1949 

247.  W.  m.  L.  far  Andreas  and  Johann  die  We  is- 
sen,  Grebrttder,  ersterer  erzh.  Cammerheitzer  auch  under 
Waldmaister  in  Prim5r.    Innsbruck,  20.  Mai  1650.     1950 

251.     W.   fttr   Gristof  Steidl.     Innsbruck,   21.   Mai 

1650.  1951 
255.    W.  for  Bartholome  Sch5lling,  Gerichts-Ge- 

schworner  zu  Naaders,  1622  Soldat  in  den  Engedeinischen 
Kriegen.    Innsbruck,  8.  Juni  1650.  1952 

257.  Grafenstand  ffir  Maximilian  von  Mor,  Frei- 
herrn  auf  Landtstain,  Lichtenegg  and  Greiffen, 
erzh.  geheimen  Rath,  Camerer  and  Haubtmann  zu  Rattem- 
bejg.    Innsbruck,  15.  Juni  1650.  1953 

261.    Freiherrnstaad  mit  Ptfdikat  wWohlgeborn"  (Br 


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—    184    — 

Anton  Girardi  von  Castel,  erzh.  geheimen  Rath  and 
Landthaubtmannschafts-Verwalter  an  der  Etsch.  Innsbruck, 
26.  Juli  1650.  1954 

265.  W.  m.  L.  flur  Hans  Geiger.  Innsbrock,  28.  Juli 
1650.  1955 

269.  Legitimations-  und  W.  Wr  Georg  Ho f Schnei- 
der, dessen  Familienname  in  Hofschreiber  verandert 
wird.     Innsbruck,  28.  Juli  1650.  (Sieh  XV,  379.)        1956 

273.  Freiherrnbrief  fur  Eitl  Hanss  von  Stachlburg 
(oder  Stahlburg)  zu  Hautzenhaimb,  obristen  Veldt- 
und  Hauszeugmaister  der  Ober-  und  VorderSsterreichischen 
Lande,  dessen  Sohn  Johann  Friedrich  erzh.  Mundschenckb, 
und  dessen  Vetter  Sebastian  you  Stahlburg  zu  Falckhen- 
.frey.  (Der  Name  des  Letztern  ist  durchstrichen.)  Inns- 
brock,  29.  Juli  1650.  1957 

279.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fur  Carl  Za- 
netti.     Innsbruck,  29.  Juli  1650.  (Sieh  XV,  350.)     1958 

283.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fi3r  Paul 
Marcelli,  erzh.  Gammerdiener  und  Leibbalbierer.  Inns- 
bruck, 29.  Juli  1650.  1959 

287.  W.  fur  Hans  Puechperger,  Gastgeb  zu  Mit- 
tenwald.     Innsbruck,  29.  Juli  1650.  1960 

291.  Wappenbesserung  und  Bewilligung,  sieh  zu 
Angerzell  und  Kholbenthurn  zu  nennen,  ffir  den 
edlen  Johann  Michael  Schmauss,  erzh.  Rath  und  O.  Oe. 
Gammer  Vice-President.   Innsbruck,  2.  August  1650.    1961 

295.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  und  Bewilli- 
gung, sieh  von  Meissenburg  zu  schreiben,  fur  Johann 
Meiss,  Amman  zu  Cazis.   Lientz,  18.  August  1650.  1962 

299.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  Martin 
Mtiller,  Amman  zu  Zitzers.  Lientz,  18.  August  1650. 
(Diplom  in  gektlrzter  Form.)  1963 

301.  Freiherrnbrtef  nebst  Wappenverleihung  (rectius 
Vermehrung)  und  Bewilligung,  sieh  Freyherrn  von  und 
zu  S&rnthein  zu  nennen,  fur  die  edlen  Gebrflder  Georg 
und  David  Wagner.    Botzen,  27.  September  1650.    1964 


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—    185    — 

308.  W.  fdr  Martin  Strasser,  Perckhmaister  am 
Salzberg,  und  dessen  Bruder  Hans,  sowie  deren  Vetter  Bal- 
thasar  Strasser.     Innsbruck,  29.  November  1650.         1965 

313.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  far  Christof 
Weber,  der  h.  Schrift  Dr.,  beider  Stifffckirchen  B.  M.  Vir- 
ginia ad  gradas  nnd  S*  Victoris  za  Mainz  Canonicus,  and 
dessen  Vettern  Michael,  Geistlicher,  Andre  and  Johann  Hein- 
rich  die  Weber.     Innsbruck,  10.  Januar  1651.  1966 

317.  Wappenbesserung  ftir  den  edlen  Jakob  Paz, 
der  Rechte  Licentiat,  0.  Oe.  Regiments-Rath.  Innsbruck, 
5.  Febraar  1651.  1967 

321.  Adelsfreiheit,  Wappenbesserung  and  Bewilligang, 
sich  von  Greiffenegg  and  Velt  za  nennen,  far  Adam 
Greiff,  s.  Z.  F&hnrich  bei  der  Landes-Militia  im  Viertl 
Wippthal,  nnd  dessen  Brfider  Abraham  and  Nlklaas.  Inns- 
bruck, 18.  Febraar  1651.  1968 

326.  Adelsfreiheit  and  Besserang  des  der  Familie  von 
Kaiser  Carl  V.  am  15.  Marz  1524  verliehenen  Wappens 
for  Andree  Paambgartner,  der  tyrol.  Landschaft  Secre- 
tariat   Innsbruck,  20.  Mftrz  1651.  1969 

332.  Grafenstandsdiplom  mit  Verleihung  des  Titels 
„Hoch-  and  Wohlgeborn"  fftr  Antonias  Maria  Branci- 
forti  ex  Maria,  Sohn  des  Joannes  Branciforti  and  der 
Theresia  Barresi,  Abkftmmling  eines  uralten  sicilianischen 
Geschlechtes,  and  dessen  Sfthne  Joannes  Pius  and  Carolas 
Caesar  and  Tochter  Helena  Maria.  Innsbruck,  4.  April  1651. 
(Latein.)  1970 

332.  (Notiz  am  L  Blatte  vorerwfthnten  Diplomcon- 
ceptes:)  „In  Simili  pro  Philippo  Legnani  Ferri  et  ejos 
fratre  Gabriele  22.  Martij  1651.u  (Also  Grafenstand  fflr 
dieselben.)  1971 

336.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  ffir  Ferdinand 
Schraz,  Zollssyerwalter  in  PrimOr.  Innsbruck,  12.  April 
1651.  1972 

342.  Adelsfreiheit  and  Besserang  des  von  Kaiser  Maxi- 
milian I.  am  25.  Mai  1516  der  Familie  rerliehenen  Wap- 


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pens  ftlr  die  Gebrfider  Bartlme,  Mathias  und  Georg  die 
SchOpfer.    Innsbruck,  12.  April  1651.  1973 

346.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  und  Bewillt- 
gung,  sich  von  Stautach  in  nennen  und  zu  schreiben,  f&r 
Jodocos  Gugger,  Pflegsverwalter  zu  Stertzingen,  und  dessen 
Bruder  Conrad,  d.  Z.  des  h.  R5m.  Reichs  Statt  Wanngen 
Burgermeister.    Innsbruck,  31.  Mai  1651.  1974 

350.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung(I)  ftlr  Caro- 
lus  Zanettus.  Innsbruck,  29.  Juli  1650.  (Lateio.  Sieh 
XV,  279.)  ad  1958 

354.  Grafenstandsdiplom  mit  Verleihung  des  TiteU 
„Hoch-  und  Wohlgeborn"  ffir  den  erzh.  Camerer  Lazar 
Henckhl  Freiherrn  von  Donnersmarkh  auf  Gfftll 
und  Vesendorff  &c.    Innsbruck,  29.  Juli  1651.       1975 

359.  W.  fiir  Hanns  Haselbach,  Maurennaister  im 
Gericht  Ehrnberg.    Innsbruck,  2.  August  1651.  1976 

363.  Wappenvermehrung  mit  dem  Wappen  des  nun- 
mehr  abgestorbenen  Geschlechtes  Ton  Greif fens  tain  und 
Bewilligung,  sich  des  Predicates  von  und  zu  Greif  fen- 
stain  zu  bedienen,  ffir  Wilhelm  Hochenhauser  zu 
Tyrburg  (oder  Thierburg),  Landesimmatriculirten  von 
AdL    Innsbruck,  2.  September  1651.  1977 

367.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fBr  Julius 
Cor  a  y,  Landtsohreiber  des  obern  Graven  Pundts.  Inns- 
bruck, 23.  September  1651.  1978 

371.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  ftlr  Rochus 
Mattioli,  Sohn  des  Gratianus,  oriundus  ex  oppido  Pretio, 
Dioeeeseos  Spoletawe  in  Umbria.  Innsbruck,  2.  December 
1651.  (Latein.)  *  1979 

375.  W.  fiir  Thoman  Hueber  und  dessen  Vettam 
Marx,  Hans,  Caspar,  Christof,  Peter,  Augustin,  Michael  und 
Christof  die  Hueber.    Innsbruck,  11.  December  1651.  1980 

379.  W.  und  Aenderung  seioes  bisherigen  Namens  in 
Hofschreiber  fur  Georg  Hofschneider.  Innsbruck, 
16.  December  1651.    (Sieh  XV,  269.)  ad  1956 

383.    Wappenbesserung    far    Anton    Girardi    yon 


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-  vm  - 

Cast  ell,  FreUmrp,  erzh.  geheyp.  Ratji,  XantU^aubt- 
manschafl^ -Yerwalter  an  der  Etsch.  Innsbruck,  4.  Januar 
U&2.  i9ai 

389.  TV.  ftr  Paul  und  Cristof  d^  Uifrdterhofer, 
VeUerp.    Inn*brw*,  &.  Jww  1652.  1982 

393.  Fjeiberrnbrief  mil  Wappenyerteihung  fdr  Marcus 
Antopius  n?d  Petn§s  Caatagna,  QtbrUder,  aus  einem 
alien  Fairipiergesch|$chte  Roo#,  welches  sodaun  nach  Capua 
ansgewftndert  ifit  und  sjch  in  Neapel,  Mailand  und  andern 
StSdfcfp  Italiena  tyusgebreitet  hat  Ein  Joannes  Baptista 
Castagna  (oder  Oastanea)  nahm  als  Urban  VII.  den  p&bst- 
liotea  Stuhl  ein.    Innsbruck,  16.  Januar  1652-  1983 

396.  Beaserung  des  1513  erlangten  Wappens  fttr  Chri- 
stof  Embser  (oder  Emser),  erzh.  Obristen-J&germaister- 
amtsschreiber,  dessen  Binder  Andre  und  Vetter  Ulrich  die 
Embaer.    Innsbruck,  21.  Januar  1652.  1984 

401.  Adelswappenbest&tigung  fiirRochus  und  Bqnediki, 
GebrHder,  und  Christof  Dietrich,  Vetter,  van  Memmingen 
zu  Staiuachhainib,  Fragspurg  und  Pflanaenstain. 
Innsbruck,  22.  Januap  1652.  1985 

405.  Grafenttandsdiplom  Wt  Verleihujpg  des  Titels 
„Boch-  and  Wohlgeborn"  fiir  PauL  Freiberrn  von  Rau- 
cbenstain,  Herrn  auf  Ranchenegg,  Vesten  Bohr, 
Vdsslau  and  Weickberstorff,  Herrq  der  Qerr- 
schaft  Weinzierl  und  Wisslburg.  Innsbruck,  24. 
Februar  1652.  1986 

411.  Adekfireiheit  mit  Wappenyerleihung  fur  Francis- 
cus  Settamino,  Wormiensis,  Vallis  Telin®.  Innsbruck, 
1.  April  1652.  (Latein.)  1987 

415.  Wappenvermehrung  mit  dem  erledigten  Wappen 
des  abgestorbenen  Geschlechtes  yon  Tauffers  und  Be- 
willigung,  sich  %u  Tauffers  und  Moss  aju  nennen,  fQr 
den  edlen  Ludwig  Perghouer  (oder  Perokhofer),  erzlj. 
Rath,  dann  dessen  Brflder  Jesse,  der  b.  Schrift  Dr.,  Thumb- 
dechant  zu  Brixen  und  Vicariua  generalis,  und  Hans.  Inns- 
bruek,  12.  Mai  1652.  1988 


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—    188    — 

418.  Wappenverraehrung  und  Bewilligung,  mit  Auss- 
lassung  des  Namens  Franzin  sich  von  Zflnenberg  zu 
Mareidt  and  Campan  zu  nennen,  fQr  die  Gebruder  Adam 
tind  Franz  Wilhelm  die  Franzin  von  Ziinenberg  zn 
Mareidt,  deren  Vettern  Christof  und  Mathias,  Gebrflder, 
sowie  Bartlme,  Michael  und  Ludwig,  Gebrflder,  die  Franzin 
von  Zflnenberg  zu  Mareidt.   Innsbruck,  22.  Mai  1652.   1989 

419.  Adelsfreiheit,  Wappenbesserung  tind  Bewilligung, 
sich  von  Jannegg  zu  Greif  fenburg  (nach  der  zu  einem 
adelichen  Sitz  erhobenen  Behansung  anfm  Platz  zu  Gflrlan, 
Gerichts  Altenbnrg)  zu  nennen,  fiir  Steffan  Jannegger. 
Botzen,  29.  Mai  1650.  1990 

425.  W.  fflr  Simon  Tantzer,  Huefschmid  im  Pas- 
seyr.     Stertzing,  24.  August  1652.  1991 

427.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fiir  Bernar- 
dus  und  Bartholomaeus  die  Orii,  Gebrflder.  Innsbruck, 
26.  September  1652.  (Latein.)  1992 

431.  Wappenbesserung,  Erbebung  des  Gutes  Hueben- 
stain  zu  Millandt  bei  Brixen  zu  einem  adelichen  Ansitz  und 
Bewilligung,  sich  von  und  zu  Huebenstain  zu  nennen, 
sammt  Exemtion  von  Personallasten  far  Carl  und  Marx 
die  edlen   Eofler,   Gebrflder.      Innsbruck,    19.   November 

1652.  1993 
435.     Grafenstandsdiplom    mit   Verleihung   des   Titels 

„Hoch-  und  Wohlgeborn  (Perillustris)"  und  des  Prftdikats 
a  Weinegg  fflr  Franciscus  Visconti,  Cubicularius  Magni 
Ducis  Hetruriae  et  unus  ex  sexaginta  Decurionibus  Generalis 
Gonsilii    Givitatis    Mediolanensis.      Innsbruck,    16.    August 

1653.  (Latein.)  1994 
439.     Wappenbesserung  fur  den  edlen  Jakob  Hueber, 

der  Rechte  Dr.    Innsbruck,  5.  Mfirz  1653.  1995 

445.     W.  m.   L.  fflr  Melchior  und  Caspar  die  Per- 

linger,   Gebrflder,    Bflrger    und   Handelsleute   zu   Botzen. 

Innsbruck,  14.  Mfirz  165  J.  1996 

449.     Adelsbest&tigung  und  Wappenverleihung  (Aende- 

derung?)  fflr  die  Gebrflder  Sigmundt,  Corneli,  Johann  Paul 


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—    189T— 

and   Kaspar  die   Kletten.     Innsbruck,    14.  April   1653. 

1997 

453.  W.  fur  Veit  Hdrtnagl,  Gerichtsschreiber  und 
Urbar-Arabtmann  im  Hofgericht  Stubay.  Innsbruck,  26.  Juni 
1653.  1998 

458.  Vereinigung  des  Adelswappeos  derer  von  Schult- 
hauss  mit  dem  der  nunmehr  abgestorbenen  Adelsfamilie 
von  Moss  fiir  die  Gebruder  Christoph  Wilhelm  und  Julius 
von  Schalthauss  und  deren  gesammte  Sch western.  Inns- 
bruck, 26.  September  1653.  1999 

463.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit,  Wappen-  und  Pra- 
dikatsverleihung  von  Strassberg  fiir  Matheus  Gasser, 
Stadt- Amman   in   Veldtkhirch.     Innsbruck,   26.   November 

1653.  2000 
467.  Adelsfreiheit  und  fiesserung  des  von  Erzh.  Fer- 
dinand verliehenen  Wappens*)  fiir  Philipp  R&mblmayr, 
erzh.  Keller-Ambts-Gegenschreiber.  Innsbruck,  29.  Decem- 
ber 1653.  2001 

473.  W.  fur  Andre  Bobinger,  Graf  Carl  Fuchs- 
scher  Pflegsverwalter  und  Gerichtschreiber  in  Passeyr,  und 
dessen   Bruder  Caspar   und   Christof.    Innsbruck,   13.  Mai 

1654.  2002 
477.    W.  fur  Michael  Wennser,  Burger  zu  Botzen. 

Innsbruck,  18.  Juli  1654.  2003 

479.  Adelsfreiheit  nebst  Wappenverleihung  fur  Vigi- 
lius  Perotus  (Peroti).  Innsbruck,  27.  Juli  1654.  (La- 
tein.)  2004 

483.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  Leonar- 
do de  Monte.  Innsbruck,  27.  Juli  1654.  (Latein.)  2005 
-  489.  Grafenstandsdiplom  und  Pradikatsverleihung  von 
Falckhenberg  fur  Julius  de  Porta.  Innsbruck,  7.  Au- 
gust 1654.  (Latein.)  2006 
494.  W.  fur  Matheus  Nutzinger,  Burger  zu  Glurns. 
Innsbruck,  20.  August  1654.  2007 


+)  Dm  Concept  dieses  Weppenbriefei  fehlt  in  den  T.  W.  B. 

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-  tid  - 

498.  W.  m.'L.  fur  Georg  Egger,  Pfannhausambts- 
sc&reiber  zu  Hall.     Innsbruck,  24.  Agust  1654.  2008 

502.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  far  Aritonius 
Vivian i,  erzh.  Kapellan  und  Sekretar,  und  dessen  better 
Joannes  Bonaventura  Viviaoi.  Innsbruck,  30.  Agust  1654. 
(Latein.)  2009 

506.  Adelsfreiheit,  Besserung  und  Mehrung  des  von 
Erzh.  Ferdinand  verliehenen  Wappens  und  Pr&dikatsver- 
leihang  von  Schalberg  ffir  Cristof  Schalber,  0.  Oe. 
Regiments-  und  erzh.  geheim.  Hof-Secretarius.  Innsbruck, 
3.  November  1654.  2010 

510.  Adelsfreiheit,  Wappen-  nnd  Pr&dikatsverleihung 
von  Dreisegg  fur  Hans  Jakob  Dreissiger.  Inns- 
brock,  12.  November  1654.  2011 

514.  W.  ra.  L.  fiir  Michael  Reindl,  erzh.  Hoflicht- 
Caininerer.     Innsbruck,  23.  November  1654.  2012 

518.  W.  f&r  Barthlmee  Egger.  Meran,  6.  Decem- 
ber 1654.  2013 

522.  W.  ffir  Hans  H  u  e  b  e  r ,  Perckhrichter  zu  Scfiwatz. 
Innsbrufck,  22.  Febroar  1655.  2014 

527.  (jirafenstandsdiplom  mit  Verleihung  des  iStels 
„flfoch-  und  Wohlgeborn"  und  des  Prftdikats  Graf  en  zu 
MStsch  fur  Jakob,  Hans  Georg  und  Carl,  Gebrftcfer  und 
Vettern,  die  Trappen  zu  Pisein,  Churburg  und 
SchwAnburg,  Erblandthof-Meister  in  Tirol.  Innsbruck, 
3.  M&rz  1655.  2015 

532.  Freiherrnbrief  fur  Gervasius  Franciscus  Ascher 
von  Bftnningen,  erzh.  Mundschenk,  dessen  Vater  Hanns 
Werner  Ascher  von  Bftnningen,  Hitter,  Obrister  unter  Kai- 
ser Ferdinand  II.  war,  mit  dem  Titel  Freiherr  ru  Umb- 
kirch    und    Hofenheimb.     Innsbruck,   9.  April    1655. 

2016 

538.  Adelsfreiheit  nebst  Wappenverleihung  fiir  Tho- 
mas To  lotus.    Innsbruck,  21.  April  1656.  (Latein1.)  2017 

542.  W.  fftr  Wolfgang  Holtzer,  1.  f.  Verweser  zu 
Kitzbttchl.    Innsbruck,  14.  Mar  1655.  2018 

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-    191    - 

546.  W.  fur  Zacharias  S  chraf  9  Gastgeb  za  Schwatz. 
•Innsbruck,  14  Mai  1655.  2019 

550,  W.  ftr  Georg  Traitwein,  Perckhwechs-Ver- 
weser  am  Pillersee.     Innsbruck,  14.  Mai  1655.  2020 

554.  Adelsfreiheit  und  Besserung  des  von  Erzh.  Ferdi- 
nand am  17.  October  1568  verliehenen  Wappens  ffir  Abra- 
ham P  rugger,  Perg-  und  Schmeltzwerchs  -  Factor  zu 
Schwatz.    Innsbruck,  14.  Mai  1655.  2021 

560.  W.  fur  Martin  Seidl,  Burger  und  Gastgeb  zu 
KitzpicM.    Innsbruck,  14.  Mai  1655.  2022 

564.  W.  fftr  Johann  Ronge,  Leibquardi-Quartier- 
maister.    Innsbruck,  14.  Juli  1655.  2023 

568.  W.  farVeit  Stainhauser,  Burger  und  Han- 
delsmann  in  Innsbruck.    Haiterwang,  8.  August  1655.  2024 

572.  Verbesserung  des  adelichen  Wappens  far  Joan- 
nes Cataneus,  O.  Oe.  Regiments-Rath,  mit  der  Bewilli- 
gung,  sich  a  Seburg  zu  nennen.  Innsbruck,  16.  Septem- 
ber 1655.  (Latein.)  2025 

577.  W.  fflr  das  Gericht  Dorenbirn  (oder  Dorn- 
pirn)  in  der  Herrschaft  Veldtkirch.  Innsbruck,  23.  Sep- 
tember 1655.  2026 

579.  W.  m.  L.  fftr  Martin  Vischler,  Burger  und 
Gastgeb  zu  Hall.    Innsbruck,  30.  September  1655.      2027 

583.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fur  Joannes 
Dominions  Longus  (Longo).  Innsbruck,  29.  Januar 
1656.  (Latein.)  2028 

(Fol.  587—589  unbeschrieben.) 

590.  Adelsfreiheit,  Besserung  des  von  Kaiser  Carl  V. 
verliehenen  und  Kaiser  Ferdinand  I.  best&tigten  Wappens 
und  Bewilligung,  sich  von  Gerwickh  zu  Gronfeld  zu 
nennen,  fBr  Johann  Gerwickh,  erzh.  Rath,  und  dessen 
Bruder  und  Vettern  Georg,  Hans  Jacob  und  Hans  Ulrich 
die  Gerwickh.    Innsbruck,  7.  Mftrz  1656.  2029 

595.  Grafenstandsdiplom  mit  dem  Titel  „Hoch-  und 
Wohlgeborn  (Perillustris)**  und  dem  Pradikate  de  Zen  berg 
fBr  Trojanus  Borromaeus,    equestris    ordinis  et  civitatis 


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—    192    — 

Patavinae  unacum  filiis  Caesare,  Ubertino,  Bonifacio,  „qui 
nunc  runctionem  Ephoebi  nostri  subit",  et  Francisco  Maria, 
Innsbruck,  18.  April  1656.  (Randbemerkung  am  Schlusse 
des  Conceptes :  „Ob  zwar  diss  Diploma  zu  Innsprugg  datiert 
u.  an  beschribnen  dato  von  Ihr.  Ertzh.  Dchlcht.  gn&digst 
bewilligt  worden,  So  ist  die  ausschreibung  ex  reassumpta 
nova  concessione  et  ita  speciali  jussu  Serenissimi  erst  zu 
Mantua  den  14.  Man  1662  beschehen."     Dipl.  lat.)    2030 

599.  W.  far  Hans  Liembinger,  Perckhgericht- 
schreiber  und  Vogtey-Kastner  zu  Rattenberg.  Innsbruck, 
9.  Juni  1656.  2031 

603.  Freiherrnstandsdiplom,  Wappenbessernng  und  Ver- 
leihung  des  Pradikats  von  Mandlberg  fOr  Johannes  C a- 
taneus,  0.  Oe.  Regiments-Rath.  Innsbruck,  10.  Juli  1656. 
(Latein.)  2032 

607.  W.  fur  Johann  Jakob  Bildtstain,  Stattschrei- 
ber  zu  Bregentz.     Innsbruck,  5.  August  1656.  2033 

611.  Bestatigung  und  Erneuerung  des  der  Gemaind 
des  Thais  Montafon  von  den  Grafen  von  Werdenberg 
verliehenen  und  vom  Rftm.  E5nig  Ferdinand  ID.  am  14. 
Man  1636  confirmirten  Wappens  fur  dieselbe.  Innsbruck, 
18.  August  1656.  2034 

615.  Freiherrnstandsdiplom  fftr  Hans  Christof  von 
Freyberg  zu  Eisenberg,  erzh.  Cammerer  und  Leib- 
quardi-Haubtmann,  und  dessen  Bruder  Hans  Dietrich.  27.  Sep- 
tember 1655.  2035 

621.  W.  fur  den  0.  Oe.  Kriegs-Expeditor  und  Regi- 
strator Andre  Danner.     Innsbruck,  7.  Febr.  1657.    2036 

624  Freiherrnstandsdiplom  mit  Wappenbessernng  und 
Verleihung  des  Titels  Freiherrn  von  fur  den  edlen  Peter 
Paul  Otti  und  dessen  Gebrftder  Hieronimus  und  Christoff. 
Innsbruck,  17.  Mai  1657.  2037 

626.  Wiederverleihung  des  1638  einem  Vetter  erfolg- 
ten,  durch  Feuersbrunst  zu  Grunde  gegangenen  Wappen- 
briefes  m.  L.  fftr  Jakob  Griessinger,  Richter  der  Herr- 
schaft  Rodnegg.    Innsbruck,  9.  Marz  1657.  2038 


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—    193    — 

630.  Adelsfreiheit  and  Wappenbesserung  fur  Niclaas 
Zertzer,  erzh.  Rath  und  O.  Oe.  Regiments-Secretarius. 
Innsbruck,  18.  April  1657.  2039 

636.  Wappenbesserung  und  Bewilligung,  sich  zu  Ket- 
tenhaben  zu  nennen,  fur  den  edlen  Franz  Ruelandt, 
Cammerdiener  des  Erzh.  Sigmund  Franz,  und  dessen  Bruder 
Herorich.    Botzen,  21.  December  16f>6.  2040 

641.  Adelsfreiheit  nebst  Wappenbesserung  und  Ver- 
leihung  des  Pradikates  von  Caualess  (Cavales)  fur 
Franz  Leitner,  Bruder  der  von  Kaiser  Ferdinand  III.  mit 
dem  gleichen  -Pradikate  geadelten  Johann  Maria  und  Frid- 
rich  Leitner.     Innsbruck,  20.  Juli  1657.  2041 

647.  W.  fur  Bartlme  Khuen,  Benefiziat  zu  Brixen, 
und  dessen  Bruder  Andre.     Innsbruck,   29.   August  1657. 

2042 

651.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit  mit  Wappenbesse- 
rung fur  Abraham  Faber,  erzh.  Rath  und  0.  Oe.  Gammer- 
maister.     Innsbruck,  7.  September  1657.  2043 

657.     Freiherrn8tand    mit   Wappenverleihung   und  Er- 
theilung  des  Pradikats  Liber  Baro  a  Castro  alto  fur 
Antonius  Bartoli.     Innsbruck,   5.  November  1657.     (La- 
tein.) 2044 
(Fol.  662  und  663  unbeschrieben.) 

664.  Grafenstandsdiplom  mit  Verleihung  des  Titels 
,Wohlgeborn  (Illustris)"  fur  Julius  Caesar  Va  tie  Hi.  Inns- 
bruck, 11.  November  1657.  (Latein.)  2045 

670.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  Thomas. 
Mazzuchus.    Innsbruck,  10.  Januar  1658.  (Latein.)  2046 

676.  Bestatigung  der  von  der  Erzh.  Claudia  ertheilten 
Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fur  Marcus  Antonius 
Bertelli  de  Monte  Lilio  et  Volsana.  (Der  Schluss 
des  lateinischen  Diploms  Erzh.  Ferdinand  Carls  mitsammt 
dem  Datum  fehlt.)  2047 

680.    Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fur  Zacharias 
Kerschp&mer,  Umbgelts-Einuehmer  an  der  Etsch.    Inns- 
bruck, 9.  Februar  1658.  2048 
Ferdinandeonu-Zeitschrift.                                          13 


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—    194    — 

686.  W.  m.  L.  fur  Christof  Gruebhofer,  Hofein- 
khauffer,  und  desseu  Bruder  Simon,  HofzSrgadner,  Caspar, 
Hans  und  Nikolaus.     Innsbruck,  27.  MSrz  1658.  2049 

(Fol.  690  und  691  unbeschrieben.) 

692.  Adelsfreiheit  rait  Wappenverleihung  und  Bewilli- 
gung,  sich  von  Salomonsegg  nennen  zu  durfen,  ftir  Haus 
Adam  Salomon,  erzh.  Rath  und  Landvogt  zu  Bludenz. 
Innsbruck,  4.  Mai  1658.  2050 

696.  W.  fQr  Caspar  Pruner,  erzh.  Mundtbeckh. 
Seefeld,  15.  Mai  1658.  2051 

700.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  fur  Franz 
Attlmayr  (oder  Atlmayr),  dessen  Vater  Paul  s.  Z.  Tyro- 
lischer  General-Einnehmer  war.     29.  Mai  1658.  2052 

(Fol.  704  und  705  unbeschrieben.) 

706.  W.  fur  Georg  Reissigl,  Gastgeb  zu  Schlu- 
dems  in  Viutschgeu,  und  dessen  Bruder  Andre.  Hal), 
4.  Juni  1658.  2053 

710.  Freiherrnbrief  mit  dem  Titel  „Wohlgebornu  fur 
Hans  Christoph,  auch  Wolfgang  Andre,  Ignaz  und  Hans 
Georg  Gebriider  und  Vettern  vonPoymundt  zu  Payrss- 
perg   und   Schwanburg.     Innsbruck,  26.  August  1658. 

2054 

716.  Wappenbesserung  m.  L.  fur  Georg  Waldner, 
erzh.  geheim.  Hofkanzellist,  und  dessen  Bruder  Andre.  Lints, 
22.  September  1658.  2055 

720.  Erhebung  der  zu  Botzen  befindlichen  Kollerischen 
Behausung,  welche  viele  Jahre  von  der  Landthaubtraanoschaft 
bewohnt  word  en,  zu  einem  adelichen  befridten  Sitz,  und  Be- 
willigung,  sich  von  und  zu  Kollegg  zu  nennen,  fur  die 
Gebriider  Augustin  und  Christof  Roller.  Innsbruck,  3.  De- 
cember 1658.  2056 

722.  Adelsfreiheit,  Wappenbesserung  und  Pradikats- 
verleihuug  von  Ampasseggfiir  Hileprandt  P  a  r  t  h.  Inns- 
bruck, 24.  Januar  1659.  2057 

729.  W.  furThoman  Porer  zu  Margreit.  Innsbruck, 
22.  Marz  1659.  2058 


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—    195    — 

733.  W.  fir  die  Miller  und  Pockhen  des  Gerichts 
Altenburg,  denen  Hire  Handwerchs-Ordnung  voni  Erzh.  Maxi- 
milian am  7.  December  1610  confirmiert  worden.  Innsbruck, 
28.  MSrz  1659.  2059 

736.  Adelsfreibeit  und  Wappenbesserung  fur  die  nach 
Caspar  Bessoli  zuriickgelassenen  zwei  minderj&hrigen  Kinder 
Giacomo  Francisco  und  Barbara  Bessoli  (fiber  Verwendung 
des  Hanns  Jakob  Maffei,  Leibmedicus  des  Churfiirsten  von 
Beyern).     Innsbruck,  22.  April  1659.  2060 

741.  Bes8erung  des  von  Cardinal  Andre  von  Oester- 
reich  am  20.  November  1596  den  Peter  und  Hans  Beyer, 
Gebriidern,  verliehenen  Wappens  mit  Hinznfugung  des  dem 
ausgestorbenen  Adelsgeschlecbte  IJaimbl  von  Kaiser  Ru- 
dolph II.  1590  verliehenen  Wappens  fiir  Ge5rg  Beyer, 
0.  Oe.  Regiments  -  Secretarius,  dessen  verstorbene  Gattin 
Anna  Maria  eine  geborne  Haimblin  war.  Innsbruck,  3.  Mai 
1659.  2061 

746.  Adelsfreibeit,  Wappenbesserung  und  Bewilligung, 
sich  binfiiran  von  Atzwang  zu  nennen,  fBr  Erasmus  Atz- 
wanger,  I.  f.  Zoller  an  der  Zollstangen  zu  Botzen.  Inns- 
brock,  16.  Juni  1659.  2062 

750.  W.  fur  Nicola  Gi  vane  Hi.  Innsbruck,  27.  Juni 
1659.  2063 

755.  Adels-  und  Rotwachsfreiheit,  Wappenbesserung 
und  Bewilligung,  sich  von  und  zum  Freyenthurn  zu 
nennen,   ffir    Adam    We  user.     Innsbruck,   28.  Juli  1659. 

2064 

760.  Adelsfreibeit  und  Wappenverleihung  ftir  Anton 
Giovannelli.     Innsbruck,  15.  September  1659.         2065 

764.  W.  m.  L.  f8r  Sebastian  di  Mori,  Organist  zu 
L&n&.     Innsbruck,  4.  December  1659.  2066 

(Eingeschaltet  aus  St  v.  Mayrhofen's  „Genealogien  des 
tirolischen  Adels'*,  M.  Scr.  im  Ferdinandeum  zu  Innsbruck:) 
Uebertragung  der  Adelsfreiheit,  der  Wappenbesserung  und 
des  Prftdikats  von  Zollershausen  auf  Jobann  Georg 
Zoller,   erzh.   Rath   und   0.  Oe.    Reg.-Secretar,   nachdem 

13* 


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—     196    — 

Jacob  Andre  Zoller  von  Zollershausen,  Pfandsinhaber  des 
Landgerichts  Sonnenburg,  1654  als  der  Letzte  der  Paul 
Zollerischen  Linie  mit  Tod  abgegangen.  Innsbruck,  17.  De- 
cember 1659.  2066  a 

768.  Grafenstandsdiplom  mit  der  Titelsverleihnng  „Hoch- 
und  Wohlgeborn"  fQr  den  erzh.  Cammerer  Franz  Frei- 
herrn  von  Trautmanstorff  zu  Neuburg,  Frayen- 
thurn   nnd   Gastellalt.     Innsbruck,    21.   Januar  1660. 

2067 

774.  Freiherrnstandsdiplom  fur  Johann  Franz  von 
Triempach  (oder  Trie  in  bach),  «rzh.  Truchsess,  and 
dessen  Bruder  Johann  Ferdinand,  deren  Vater  weiiand  Hans 
Carl  erzh.  Gamerer  gewesen.     Innsbruck,  26.  Januar  1660. 

2068 

779.  Freiherrnstandsdiplom  fiir  die  GebrQder  Johann 
Carl,  Andre  Benedict,  O.  Oe.  Regimentsr&the,  Hans  Rey- 
mundt  und  Franz  FQeger  zu  Fridtberg.  Innsbruck, 
12.  Februar  1660.  2069 

780.  Confirmation  des  dem  Jakob  Marchberger,  gew. 
Pfleger  an  der  Rottenburger  Clausen  und  Richter  zu  Roten- 
burg,  vora  Erzh.  Sigraund  zu  Oesterreich  1460  verliehenen 
Wappens  fQr  Hans  Marchberger,  Gastgeb  zu  Reith, 
Landtgerichts  Ratenberg,  dessen  Bruder  Jakob  und  Vettern 
Andre,  Stattschreiber  zu  Rotenburg  am  Nekhar,  und  Peter, 
Gastgeb  zu  H5rbach,  Gerichts  Rotenburg  am  Yhn,  die  March- 
berger.    Innsbruck,  19.  Februar  1660.  2070 

782.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  Ludwig 
Travajon.     Innsbruck,  6.  Marz  1660.  2071 

788.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fur  Johann 
P  5  g  1 ,  erzh.  Hof-Fuetermaister.  Innsbruck,  3.  Mai  1660.  2072 

794.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fUr  den  0.  Oe. 
Regiments  -  Rath  Dr.  Johann  Paul  Hoc  her.  Innsbruck, 
9.  Juli  1660.  2073 

801.  W.  fttr  Hans  Haag,  erzh.  Pixenspanner.  Inns- 
bruck, 7.  August  1660.  2074 

805.     Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  fbjr  Johann 


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—    197    — 

Jakob  Arparel),  0.  Oe.  Cainmerrath,  nod  dessen  Bruder 
Georg,  erzh.  Rath  und  0.  Oe.  Cammer-Secretarius.  Inns- 
bruck, 11.  August  1660.  2075 

809.  Freiherrnstandsdiplom  fur  Johann  Reinhardt  von 
Pfyrdt  (oder  Pfirdt),  V.  Oe.  Regimentsrath.  St.  Johann 
bei  Kitzbiichl,  22.  August  1660.  2076 

815.  W.  fur  Jakob  Dent,  Zollner  zu  Gebrazhofen. 
Innsbruck,  29.  November  1661.  2077 

819.  Wappenbesserung  und  Bewilligung,  sich  mit  Hin- 
weglassung  des  Namens  Satlperger  hinfuro  von  Satlberg 
zu  Schickhburg  zu  nennen,  fur  die  edlen  Gebruder  Wil- 
helm  und  Maximilian  Satlperger.  Innsbruck,  7.  Januar 
1661.  2078 

825.  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  und  Pr&di- 
katsverleihung  von  und  zu  Bikhenreitj  und  Stain- 
bach  (oder  Stainpach)  for  Christoph  Ludwig  Vogl, 
der  Rechte  Dr.,  V.  Oe.  Regimentsrath,  Professor  institutio- 
num  imperialium  zu  Freiburg  im  Breisgau,  und  dessen  Bru- 
der Franz  Gar),  erzh.  Rath,  sammt  dessen  Sdhnen  Thad&us 
Bonaventura  und  Alphons  Desiderius.  Innsbruck,  25.  April 
1661.  2079 

831.  W.  fur  Hans  Balthauser  Franckh,  erzh.  Hof- 
kellerpindter-    Telfs,  3.. Mai  1661.  2080 

835.  W.  fiir  Adam  Peter,  Wirth  und  Gastgeb  zu 
der  Kapla  in  Patznaw.     10.  Mai  1661.  2081 

839.  Wappenbesserung  resp.  Yermehrung  fftr  die  edlen 
Gebrflder  Dr.  Christof  Ulrich  und  Hans  Jakob  von  Pach 
zu  Hansen heim.     Innsbruck,  14.  Juni  1661.  2082 

843.  Adelsfreiheit  fiir  Michael  Angelus  Galeotti, 
civis  Pisanus,  dessen  Verwandter  Marius  Galeotti  einst  dem 
Erzh.  Leopold  wichtige  Dienste  geleistet  Florenz,  7.  Sep- 
tember 1661.   (Latein.)  2083 

847.  W.  fiir  Georg  Mauricher  genannt  Thurner 
im  Sandt,  Landgerichts  Griess  und  Botzen.  Innsbruck,  21. 
September  1661.  2084 


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—    198    — 

851.  W.  flir  Valentin  Tosser  im  Sandt,  Landge- 
richts  Griess  and  Botzen.    Innsbruck,  21.  Sept  1661.  2085 

855.  Grafenstandsdiplom  init  Verleihung  des  Titels 
„Hoch-  und  Wbhlgeborn"  und  Bewilligung,  sich  Graf  von 
Ehrnburg,  Freiherr  zu  Warth  zu  schreibeD,  far  Veit 
Khinigl,  Freiherr  zu  Ehrnburg  und  Warth,  Erb- 
truchsess  in  Tirol,  Obrist  Cainerer.  Innsbruck,  4.  Mai 
1662.  2086 

861,  Adelsfreiheit  mit  Wappenbesserung  far  Hans 
Christoff  Uhl,  Ambtman  der  Herrschaflen  Bregeotz  und 
Hocheuegg.     Innsbruck,  26.  Juni  1662.  2087 

866.  Adelsfreiheit  und  Wappenbesserung  far  Baltha- 
sar  Wagner,  Handelsver waiter  zu  Schwaz.  Innsbruck, 
1.  Juli  1662.  2088 

870.  Adelsfreiheit,  Wappenverleihung  und  Pr&dikato- 
bewilligung  von  Hirschenbach  far  Niclaus  Gratian. 
Innsbruck,  3.  August  1662.  2089 

874.  W.  far  Johann  Simon  Zorn,  ZoUner  und  Waldt- 
maister  im  Sackh  bei  Rovereit  Innsbruck,  22.  September 
1662.  2090 


Erzherzog  Sigmund  Franz  1663—1665. 

878.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  far  Balthasar 
Conrad  Hachenburger  und  dessen  Bruder  Johann  Mi- 
chael.   Innsbruck,  14.  Januar  1663.  2091 

884.  W.  far  Hans  Bschor,  Burger  und  Handlssman 
zu  Meran.    Innsbruck,  21.  Januar  1663.  2092 

888.  W.  far  Franz  und  Mathias  Egger,  Gebrtder. 
Innsbruck,  4.  April  1663.  2093 

892.  W.  far  Peter  Prantner,  Burger  zu  Meran. 
Innsbruck,  21.  April  1663.  2094 

896.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  far  Dr.  Jo- 
hann Mathias  und  Francisc  Pichler,  Gebrttder.  Innsbruck, 
30.  April  1663.  2095 


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—    199    — 

900.  Adelsfreiheit  rait  Wappen-  und  Pradikatsver- 
leihung  von  St.  Johannes  fur  Jsak  Johaneser,  der 
Herrschaft    Salurn.     Innsbruck,  4.  August  1663.  2096 

904.  *W.  ftir  Martin  Herbst,  Gastgeb  zu  Thanhairab, 
und  dessen  Bruder  Christoff  Simon,  Andre  und  Josef.  Reiti, 
9.  September   1663.  2097 

908.  Adelsfreiheit  mit  Wappen-  und  Pr&dikatsver- 
leihuog  von  Eisendorf  und  Grafing  fur  Wolf  Au- 
gust! n,  erzh.  Hof-  und  Veldt  -  Trombeter.  Innsbruck, 
13.  December  1663.  2098 

912.  Adelsfreiheit  mit  Wappen-  und  Pradikatsver- 
leihung  de  Chiesura  fiir  Petrus  L u c a.  Innsbruck, 
9.  Februar    1664.   (Latein.)  2099 

916.  "W.  fur  Hans  Rauscher  zu  Botzen.  Inns- 
bruck, 14.  Mftrz  1664.  2100 
920.  Grafenstandsdiplom  fiir  Carl  Wilhelm  und  Horaz 
von  Arzt,  dann  Christof  Wilhelm  von  Arzt,  dann  die 
Gebruder  Georg  Sigmund,  Adam  und  Sigmund  die  von  Arzt 
und  Johann    Emanuel  von  Arzt.    Innsbruck,  18.  Marz  1664. 

2101 

926.      "W.  fur  Augustin  Thurner,  Wachter  am  Chur. 

Bayr.  Hoff  zu  Munich,  und  dessen  Sohn  Callus.     Munchen, 

11.  Mai  1664.  2102 

928.     Adelsfreiheit   und  Wappenverleihnng  fiir  Anton 

R511.     Innsbruck,  3.  Juni  1664.  2103 

932.     W.   fur  Johaun  Tschirff,  Fendrich  der  tiro- 

ler  Landt-Militiae.     Innsbruck,  19.  Juni  1664.  2104 

936.     Freihermbrief  mit  Wappenbesserung  fur  Uannss 

Wolfgang   zu   Schneeburg,     aus    welcheni    Geschlechte 

Lndwig   seiner  Tapferkeit   halber   von   Kaiser   Carl  V.  zum 

Ritter    geschlagen    worden.     Innsbruck,    31.   August    1664. 

2105 

942.     Adelsfreiheit   mit  Wappenbesserung  und  Pr&di- 

katsverleihung   zum  Thurn    in   der  Praite  ftir  Martin 

Sterzinger,   Anwald   und   Urbar-Ambtmann  der  Herr- 


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—    200    — 

schaft  Laudegg,  und  dessen  Vetter  Thobias  Stendnger. 
Innsbruck,  31.  August  1664.  2106 

946.  Freiherrnbrief  fQr  Hans  Erhardt  vonFalckhe  fi- 
st ain,  erzh.  Camerer.     Innsbruck,  26.  Sept.  1664.     2107 

953.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  und  Be- 
willigung,  sich  bei  St.  Stephan  zu  Triendt  zu  nennen, 
fur  Lorenz  Mayr,  Chirurgus  zu  Triendt.  Innsbruck,  10. Oc- 
tober 1664.  2108 

957.  Grafenstandsdiplom  mit  Verleihung  des  Titels 
Gomes  Salizzularum  et  Gastri  Turriani  Dominus 
fur  Cosmus  de  Cos  mis.  Innsbruck,  22.  December  1664. 
(Latein.)  2109 

961.  Adelsfreiheit  mit  Wappenverleihung  fur  die  Vet- 
tern  Joan n eg  Bettinus  und  Ridanus,  S5hne  des  Bernardus, 
und  Joannes  Baptista  Victorias  und  Franciscus,  Sfthne  des 
Octavianus,  de  Gaja,  welchen  bereits  1648  von  Erzh. 
Ferdinand  Carl  der  Adelstand  bewilligt,  aber  kein  Diplom 
dariiber  ausgestellt  worden.  Innsbruck,  22.  Januar  1665. 
(Latein.)  2110 

965.  Freiherrnbrief  fur  Michael  Fedrigazzi  mit  dem 
Pr&dikate  Liber  Baro  a  Nomi.  Innsbruck,  4.  Februar 
1665.  (Latein.)  2111 

969.  W.  fiir  Sebastian  Hormayr ,  Burger  und  Traidt- 
handler  zu  Hall.     Innsbruck,  24.  Februar  1665.  2112 

973.  Adelsfreiheit  mit  Wappen-  und  Pr&dikatsver- 
leihung  von  Bel  in  on  te  fur  Hieronymns  (Girolamo)  Bosio 
Fedrigotti,   der  Medicin  Dr.    Innsbruck,  6.  M&rz  1665. 

2113 

977.  Adelsfreiheit  und  Wappenverleihung  fQr  Johann 
Caspar  Pas  si,  der  Medicin  Dr.,  welcher  viele  Jahre  des 
verstorbenen  Erzh.  Ferdinand  Carl  Leibmedicus  war.  Inns- 
bruck, 20.  April  1665.  2114 

981.  Verleihung  des  alten  tirolischen  Ritterstandes  und 
eines  Wappens  fur  Johann  Baptist  Panzoldus,  erzfurstl. 
Leibmedicus  zu  Rovereith,  und  dessen  Bruder  Ferdinand 
Anton.    Innsbruck,  11.  Juni  1665.  2115 


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—    201    — 

(Den  ScMuss  bildet  ein  Diplom  des  Erzh.  Ferdinand  Carl:) 
991.  Adelsfreiheit  mit  Wappeoverleihung  fiir  Domini- 
cos  Fontanarius  (Fontanari),  erzh.  Hofcaplan  und 
„EphoBboruin  nostrornm  Pr»fectas",  nnd  dessen  Briider 
Odoricus,  Capitanens  tenens  Praesidii  in  Castro  Biseni,  Comi- 
tates Tyrolis,  Michael,  Prosecretarins  Italicus,  nod  Andreas, 
Capitaneaa  Casareus  in  Legione  pedestri  Colonelli  et  Coroi- 
tis  Petri     Strozii.    Innsbruck,  3.   October   1655.     (Latein.) 

2116 


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Nameusverzeichniss. 


(Der  Druck  mit  darchschossener  Schrift  deatet  auf  Adelsrang,  das 
f  auf  daa  Erloflcheosein  des  betreffeoden  Geschlechtes,  dessen  erledigtes 
Wappen  aaf  eine  andere  Familie  ttbertragen  worden,  der  *  daraof  hin, 
dass  der  Name  kein  Familieo-  sondern  ein  Orts-  oder  Zonftoame  sei. 
Die  Zahlen  geben  die  Regefitennummern  an.) 


Aach  (Ach),  von.     1813. 
Achmttller.     1360. 
Achtniarkht.     1516. 
Adlsperger.     1648. 
Ahorner.     1675. 
Aichholtzer.     1725. 
Aigner.     1735. 
Albertini.     1872. 
Albmayr.     1297. 
Albrecbt     1384. 
AlbrechU     1665. 
Alemann.     1807,  1916. 
Alsetz  (AUentz?).  1438. 
Altensteig,  von.   1249b. 
Am  Ennde.     1614. 
Amesshueber.     1504. 
Amman.     1405. 
Am  Orth.     1580. 
Am  Ortt.    1845. 
Andre.     1747. 
Aniser.     1638. 
Annderl.     1548. 


Anntzinger.     1699. 

Apel.     1265. 

Arbeissl  (Grachek).  1357, 

1562. 
A  rp  are  11.     2075. 
Arragon.     1925. 
Arzt,  Grafen  von.     2101. 
Ascher.     1562. 
Ascher,  Freiherren.     2016. 
f  Aspermont,  von  Ranch-. 

1321. 
Attlmayr.    2052. 
Atzwang,  von.     2062. 
Augustin.    2098. 

*  Backer    zu    Altenburg,    die. 

2059. 
Bal.     1727. 
Baldanf.     1606. 
Balde.     1385. 
B&rby.     1263. 
Bardtlomew.     1499. 


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—    208    — 


Bartoli,  Freiherren.   2044. 
Becker.     1534. 
Behem.     1609. 
Bendettu     1300. 
Berckhman.     1338. 
Berger.     1496. 
Bernhardt     1362. 
Bernhardt.     1677. 
Bernhart.     1507. 
Bertelli.     1861,  2047. 
Bessoli.     2060. 
Betz.     1566. 
Beyer.    2061. 
Bildtstain.    2033. 
Bobinger.     2002. 
Bodenus.     1410. 
Bonifacius.     1787. 
Borromaei,   Grafen.    2030. 
Bo*io  Fedrigotti.     2113. 
Botsch.     1890. 
Boymundt,  Frhn.  von. 2064. 
Branciforti,  Grafeo.  1970. 
Brandis  (Prandeis),  Frhrn. 

von.     1301,  1890. 
Briechlein  (Priechlein).  1335. 
Brixner.     1824. 
Brueder.     1260. 
Brunell.     1389. 
Bschor.     2002. 
Burger.     1447. 
Burnell.     1423. 

Galderon.     1347. 
Gall,  toil     1808. 
Caiuerer.     1428. 
Cameriander.    1788. 


Canthon.     1732. 
Carl.     1530. 
Carrara.     1687. 
Caseus  (Kh&ss).     1390. 
Gastagna,  Freiherren.  1983. 
Gatanei,  Frhn.  2025,  2032. 
CeelL     1592. 

*  Ghur,  Dompropstei.  1866. 
Gittadini.     1816. 
Cora,     1621. 
Coray.     1978. 
Corent.     1570. 
Corradi.     1909. 
Cortleater.     1322. 
Cosmis,  Grafen  de.     2109. 
Crentzberg.     1643. 
Creutzer.     1887. 

Daiser.     1275. 
Daiser.     1532. 
Daler  (Taler).     1654. 
Danner.    2036. 
Dantz.     1885. 
De  Luchj.     1310. 
Dent     2077. 
Deri.    1777: 
Deuring.     1637. 
Dietmayr.     1528. 
Diiner.     1342. 
Di  Mori.    2066. 
Dorffner.     1314. 
-*JDornpini,  Gericht    2026. 
Dreiasiger.     1897,  2011. 
Datnbler.     1422. 

Ebenthurner.    1325, 


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—    204    — 


Ebner.    1481. 

Eder.     1883. 

Egarter.     1865. 

Egen.    1352. 

Egger.     1907. 

Egger.    2008. 

Egger.    2013. 

Egger.    2093. 

Eggl.     1393. 

Elias     1757. 

Embser  (Eraser).     1984. 

Enderli.     1369. 

Endt.     1446. 

Ennde,  am.     1614. 

Enndhofer.     1315. 

j-  Epfingen,  von.     1337. 

Erhardt.     1455. 

Erhardt.     1571. 

Erler.    1940. 

Erttinger.     1439. 

Ettenhard,  von.     1915. 

Paber.     1285. 
Faber.    2043. 
Fachner.     1697. 
Faistenberger.     1577. 
Falckhenstain,  Frhn.  von. 

2107. 
Falser.     1764. 
Fasser.     1826. 
Fechtoeisen.     1771. 
Fedrigazzi,  Freihrn.  1927, 

2111. 
Fedrigotti.     2113. 
Feichtner.     1293. 
Feidan  (Feftdan).     1894. 


Feirotain.     1710. 
Fencher.     1460. 
Fe8temayr(Vestemayr).  1470» 
Finckheneisen.     1820. 
Fiorentini.     1898. 
Flarer.     1721. 
Flachtberger.     1518. 
Flflecher.     1440. 
Flugy.     1321. 
Fdllenstainer.     1717. 
Fontanari.     2116. 
Forcher.     1560. 
Forchner.     1365. 
Franckh.    2080. 
Frannckh.     1307. 
Franzin.     1599,  1989. 
Freiseisen.     1278. 
Frelich.    1768. 
Freyberg,  Frho.  v.  2035. 
Friderich.     1541. 
Friderich  (Fridrich).     1734. 
Frisinghelli.     1645. 
Fritz.     1363. 
Fritz.    1494. 
Frits.     1851. 
Frumbholtzer.     1858. 
Fuchs,  Freiherren.     1414. 
Fuchss.     1832. 
Ffieger,  Freiherren.    2069. 
Ffcetterer.     1649. 
Furner.     1399. 
Fox.     1558. 

Gadner.     1368. 
Gaja,  de.    2110. 
Galeotti.     1816,  2083. 


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—    205    — 


Gapp.     1733. 
G&rber.     1744. 
Gardum.     1427. 
Garneri.     1471. 
Gasser.     1867. 
Gasser.     1889,  2000. 
Gasteiger.     1435. 
Gatterer.     1582. 
Gebhart     1397. 
Geiger.     1955. 
Gerold.     1838. 
Gerwickh.    2029. 
Gessler.     1757. 
Geyer.     1870. 
Giaonettini.     1904. 
Giovannelli.     2065. 
Girardi.     1346. 
Girardi,  Frhn.  1954,1981. 
Givanelli.     2063. 
Glatz.     1930. 
Gna.     1691. 
GSpffhardt.     1527. 
Gottardi.     1684. 
Graf.     1703. 
Grass.     1276. 
Gratian.    2089. 
Grfitl.     1639. 
Grebitschitscher.     17 1 8. 
Grebmer.     1914. 
Greiff.     1968. 
+  Greiff enstain,  v.  1977. 
Greil.     1636. 
Greiner.     1323. 
Gremer.     1906. 
Grienberg,  von.     1523. 
Griessenpdckh.     1772. 


Griessinger.    2038. 
Gross.     1765. 
Grosspeandtner.     1350. 
Grueber.     1640. 
Graebhofer.     2049. 
Grfiess  (Griess).     1730. 
Gnetleben.     1430. 
Gufer.     1476. 
Guggemoss.     1456. 
GuggeT.     1974. 
Gugler.     1502. 
Guielmoni  (Gielmoni).    1421. 
Guillimanni.     1418. 
Guldinast      (Guldeoast). 

1875. 
Gumpp.     1395. 
Gundersheimer.     1871. 

Haag.     2074. 
Haas.     1698. 
Haberrainer.     1515. 
Hachen  burger.    2091. 
Hafele.     1745. 
Haidt.     1724. 
Haillperger.     1756. 
Haimb.     1433. 
f  Hainabl.    2061. 
Hainrich.     1615. 
Halden,  von  der.     1752. 
Balffter.     1336. 
Hamprecht.     1873. 
Handtman.     1319. 
Hannenman       (Hannemann). 

1533. 
Harb/  1661. 
Hardt.     1610. 


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—    206    — 


H&rdtL     1822. 
TIartenstain.     1458. 
Hartman.     1309. 
Haselbach.     1976. 
Haser.     1836. 
+  Hasslacher.     1775. 
Hasslwandter.     1650. 
Hauser.     1461. 
Hauser.     1647. 
Helff.     1316. 

Hendl,  Freiherren.    1532a. 
Henkbl,  Grafen.     1975. 
Hennenfeindt.     1629. 
Hepperger.     1254. 
Herbst.     2097. 
H8rrt  (Hdrtt).     1731,  1785. 
Hertzog.     1726. 
Heussler.     1419. 
Hieber.     1572. 
Hindenlanng.     1529. 
Hippoliti.     1896. 
Hirschauer.     1441. 
Hirschenberger.     1656. 
Hochen  hauser.     1977. 
Hocher.    2073. 
Hoohmater.     1729. 
Hoeneckher.     1769. 
Hofer.     1290. 
Hofer.     1306. 
Hofer.     1464. 
Hofman.     1593. 
Hofman.     1908. 
Hofmann  (Hoffman).     1901. 
Hofschreiber    (Hofschneider). 

1956. 
Hofstetter.     1653. 


H6ger.     1706. 
Hoi.     1545. 
HOltzel.     1890. 
Holtzer.     1404. 
Holteer.     2018. 
Holtzhamer.     1436. 
HSltsl.     1579. 
+  H5lz1.     1524. 
Honorati.     1910. 
H5rman.     1751. 
H5rman.     1831. 
Hormayr.     2112. 
Horngacher.     1702. 
HOrtnagl.     1998. 
Hueber.     1249  a. 
Hueber.     1250  a. 
Hueber.     1313. 
Hueber.     1413. 
Hueber.     1819. 
Hueber.     1856. 
Hueber.     1919. 
Hueber.     1980. 
Hueber.     1995. 
Hueber.     2014. 
Handertpfundt.     1331. 
Hupfauf.     1761. 
+  Hurlach,  von.     1606. 

Ichtershairab,  von.  1872. 
Imwinckhl.     1474. 
In  der  Maur.     1892. 
Intzelpacher.     1878. 

Jais.     1828. 

Janneggfvon.  1655,1990. 
f  Jauffen,  von.    1892. 


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—    207    — 


Jayst.     1366. 
Jenewein.     1624. 
Jenumb.     1720. 
Joham.     1799. 
Johaneser.     2096. 
Jonegger.     1655. 
Jordan.     1641. 
Jutz.     1277. 

Eager.     1913. 
Kaler.     1841. 
Karl.     1259. 
K&spacher.     1568. 
Keller.     1738. 
Kemenater.     1746. 
Kerschp&mer.     2048. 
Kessler.     1821. 
Khaiser.     1708. 
Khaltenprunner.     14 16. 
Kbass  (Gaseus).     1390. 
Khattag.     1899. 
Khera.     1445. 
Khern.     1498. 
Khinigl,  Grafeo.     2086. 
KhlStenhamer.     1882. 
Khdchler.     1608. 
Kholbenperger.     1863. 
Kholer.     1459. 
Kholer.     1598. 
Kbdnig.     1840. 
Khramer.     1485. 
KhQechl.     1556. 
Khaen.     2042. 
Kiechl.     1933. 
Kitzwaider.     1448. 
Klett     1359. 


Klett.     1997. 
Klickh.     1251. 
Klinger.     1795. 
Knoringer.     1859. 
Koch.     1893. 
Kofler.     1267. 
Kofler.     1993. 
Kolb.     1279. 
Koller.     1598?  2056. 
f  Kollin.     1652. 
KSntz.     1935. 
KSppliD.     1295. 
Krabat.     1258. 
Kr&oewitter.     1811. 
Kraas.     1317. 
Kreitzweger.     1617. 
Kresser.     1674. 
Kulbinger.     1681. 
Kfurin.     1739. 
Kurschner.     1783. 
Kurtz  (Khurtz).     1597. 

Ladarner.     1618,  1619. 
Laich.     1429. 
Laimgrueber.     1380. 
Laiterer.     1514. 
Landerer.     1690. 
Lang.     1793. 
Laagenmantel.     1376. 
LanggiUch.     1520. 
Lftnser.     1801. 
LauiDger.    1685. 
Legnani    Ferri,    Grafeo. 

1971. 
Lehner.     1392. 
Lehner.     1524. 


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—    208    — 


Leiss.     1449. 
Leitner.     2041. 
Lempach.     1782. 
Lener.     1339. 
Lefts  s.     1488. 
Leyrer.     1646. 
Lieb.     1510. 
Lieb.     1625. 
Lieb.     1877. 
Liembioger.     2031. 
Lindner.     1269. 
Lindner.     1506. 
Lindtner.     1902. 
Linggahell.     1789. 
Linser.     1312. 
Linser.     1662. 
Linser.     1809. 
Locher.     1337. 
Lochner.     1827. 
Loer.     1944. 
Loess.     1268. 
Ldffler.     1587. 
Longo.    2028. 
Ldrgetporer.     1947. 
f  LStscher.     1752. 
Lotter.     1886. 
Loys.     1550. 
Luc  a.     2099. 
Luchj,  de.     1310. 
Ludescher.     1829. 
Luhn.     1353. 
Liistrier,     1915. 
Lntt.     1334. 
Lutz.     1658. 

Madruzer.     1364. 


Mair.     1588. 
Malemort     1917. 
Maleth.     1361. 
Manguet.     1774. 
M&nninger.     1489. 
Marcelli.     1959. 
Marchberger.     2070. 
Marchstainer.     1327. 
Marchstainer.     1668. 
Marckh.     1704. 
Marckh.     1876. 
Marckhart.     1779. 
Margreiter.     1509. 
Marnisechi.     1255. 
Martinnoy.     1773. 
Mta.     1852. 
Math.     1468. 
Mathey.     1714. 
M&tscher.     1748. 
Mattioli.     1979. 
Manrer.     1775. 
Mauricher.     2084 
Mayr.     1281. 
Mayr.     1326. 
Mayr.     1407. 
Mayr.     1450. 
Mayr.     1620. 
Mayr.     1622. 
Mayr  (Mair).     1671. 
Mayr.     1776. 
Mayr.    2108. 
+  Mayregger.     1483. 
Mazzoldi.     1616. 
Mazzuchi.     2046. 
Meiss.     1962. 
Meitinger.     1676. 


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—    209 


Mem min gen,  von.     1985. 

Nicolin.     1705. 

Mentz.     1555. 

Niderhofer.     1299. 

Messer  schmidt.     1547. 

Niderhofer.     1328. 

Messner.     1264. 

Niderhofer.     1394. 

Michel     1261. 

Nieppein.     1546. 

MietL     1737. 

Niernsanckh.     1270. 

Miller.     1862. 

Noser.     1519. 

Mitnacht.     1531. 

Natzinger.     2007. 

Mitterstetter.     1611. 

*  Montafon,  Gemeinde.  2034. 

Oberhaaser.     1601. 

Monte,  de.    2005. 

Oberhauser.     1798. 

Mor.     1866. 

Oberle.     1517. 

Mor,  Grafen  von.     1953. 

Obermayr.     1928. 

Morandel.     1343. 

Oberriser.     1607, 

Mori,  di.    2066. 

Oberthaner.     1937. 

Morsailler.     1473. 

Oblacher.     1425. 

Mdsch.     1635. 

Oblasser.     1454. 

Mteel.     1344. 

Obwegser.     1420. 

Moser.     1304. 

Orius  (Orio?).     1992. 

Moser.     1391. 

Orth,  am.     1580. 

Moser.     1763. 

Ortt,  am.     1845. 

+  Moss,  von.     1999. 

Ossterman.     1584. 

Mossmann.     1864 

Ostermann.     1356. 

Mflller.     1426. 

Osterriedt.     1451. 

Mailer.     1594. 

Ottentaler.     1569. 

Mttller.     1963. 

Otth.     1835. 

*  Mailer  za  Hall  nod  Thaur, 

Otti,  Freiherren  v.    2037. 

die.     1938. 

*  Miiller   za  Altenbarg,    die. 

Pach,  von.    2082. 

2059. 

Pacher.     1740. 

P&chler.     1272. 

N&dler.     1911. 

PadscheQder.     1922. 

Naandorffer.     1374. 

Pansa.     1632. 

Naapp.     1837. 

Panthel.     1302, 

Nearaater.     1298. 

Panzoldi,  Ritter.    2115. 

Nicolay.     1728. 

Parth.    2057. 

Feidinandeunu-Zeitsohrift. 

14 

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—    3X9    — 


Parthol.     1387. 
Passi.     2114. 
Passin.     1903. 
Paumbgartner.     1969. 
Paurnfeindt.     1483. 
Paurnfeindt.     1895. 
Paxer.     1716. 
Payr.     1291. 
Payr.     1330. 
Paz.     1967. 
Peer.     1912. 
Pelegrini.     1484. 
Pelican.     1411. 
Perantoni.     1633. 
Perckhofer(Perghouer). 

1988. 
Perger.     1437. 
Perlinger.     1996. 
Peroti.    2004. 
Peter.    2081. 
Petz.     1333. 
Pfeffer.     1800. 
Pfenning.     1491. 
Pfleger.     1750. 
Pfyrdt,  Frhn.  v.     2076. 
Philippin  v.  Thunn.1382. 
Pichler.     1945. 
Pichler.     2095. 
Piggel.     1341. 
Pihler.     1630. 
Pinggera.     1657. 
Pirckhner  (PiirckDer).  1815. 
Plackh.     1695. 
Planckhenstainer.     1 273. 
+  Platenbe'rger.     1661. 
Platter.     1666. 


PJatzer.     1493. 

PJatzer.     1537. 

Pobay.     1354. 

Pflckh.     1891. 

P6gl  (PSgle).  1802,  2072. 

Ponpanin.     1880. 

Pollin.      1900. 

Porer.     2058. 

Porta,  Grafen  de.     2006. 

Port  en,  von  der.     1830. 

Posch.     1351. 

Posch.     1651. 

Poymundt,  Frhn.  v.  2054. 

Prandeis(Brandis).  1890. 

Pranndthueber.     1320. 

Prannger.     1669. 

Prantner.     2094. 
Praundorner.     1305. 
Prenn.     1573. 
Prenner.     1949. 
Prinsthofer.     1679. 
Pritzi.     1271. 
Prugg.     1521. 
Prugger.     1818. 
Pmgger.     1844. 
Prugger.     1932. 
Prugger.    2021. 
Pruner.     2051. 
Pronner.     1803. 
Pschnagger.     1431. 
Puchler.     1543 
Puechperger.     I960. 
Puellacher.     1759. 
PQhlmayer.     1525. 
PQrckhl.     1585. 
Piitz,  von.     1318. 


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m  — 


Rabenstainer.     1605. 

Rabl.     1457. 

Raget.     1865. 

Raidt.     1843. 

Rainer.  .  1292. 

Rainer.     1490. 

Rainer.     1683. 

Rainer.     1823. 

Raitweiller.     1486. 

Ramblmayr.     2001. 

Rangger.     18:3,  1881. 

Rapp.     1453. 

Rate.     1948. 

Ranch.     1688. 

f  Ranch-Aspermont,  v. 

1321. 
Rauchenstain,     Graf    v. 

1986. 
Raoscher.     1462. 
Rauscher.     2100. 
Raysacher.     1526. 
Rebensperger.     1452. 
Recheisen.     1613. 
Reecheisen.     1467. 
Reindl.     1256. 
Reindl.     2012. 
Reiner.     1921. 
Reinisch.     1286. 
Reinisch.     1540. 
Reissigl.     2053. 
Reitter.     1766. 
Reitter.     1770. 
Renato.     1934. 
Renntz.     1375. 
Renntz.     1442. 
Rentz.     1257. 


Resch.     1603. 

Reutter.     1805. 

Reutter.     1848. 

Richter.     1874. 

Riedman.     1791. 

Rieneckher.     1722. 

R511.     2103. 

Ronge.    2023. 

Rosenberger.     1417. 

Rosenberger.     1500. 

Rossi.     1289. 

Rossi  (Res si).     1549. 

Rossler.     1444. 

Roth.     1888. 

Rottmayr.     1538. 

f  Rubatsch,   von.     1382. 

Raelandt.     2040. 

Ruesch.     1287. 

Ruetz.     1602. 

Salomon.     1308,  2050. 
Sancta  Cruce,  de.    1794. 
Satlberg,  von.     2078. 
Satler.     1477. 
Sattinger.     1303. 
Saur.     1810. 
Sayler  (Sailer).     1564. 
Scarta.     1434. 
Schaar.     1386. 
Schalber.     2010. 
Schalgkhainer.     1396. 
Schaser.     1694. 
Scheiber.     1402. 
Schenckh.     1332. 
Schetzer.     1472. 
Scheuch.     1652. 

14* 


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—    212    — 


Schiehl.     1565. 
Schlachter.     1496. 
Schlechtleiittner.     1511. 
Sohleehl.     1857. 
SchlSsinger.     1723. 
Schmauss.     1961. 
Schmid.     1664 
Schmidmayr.     1280. 
Schmidt.     1443. 
Schniuckh.     1713,  1850. 
Schnalser.     1377. 
Schneeburg,  Frhn.zu.2105. 
Schneider.     1762. 
Schneweis.     1559. 
Schoch.     1696. 
Schofman.     1378. 
SchSlling.     1952. 
Sch5n5gger.     1542. 
SchSpfer.     1973. 
Schor.     1583. 
Schraz.     1972. 
Schrentewein.     1373. 
Schrof.    2019. 
Schuechmacher.     1398. 
Schuelen.     1465. 
Schfiesstl.     1408. 
Schuldthess.     1478. 
Schulthauss.  1923,  1999. 
Schwab.     1686. 
Schw&bl.     1432. 
Schwannckh.     1348. 
Schwardelat.     1497. 
Scutellari.     1749. 
Scutelli.     1693. 
Sebastian.     1544. 
t  Seidl.     1751. 


Seidl.    2022. 
Seitz.     1590. 
Semblrockh.     1942, 
Settamino.     1987. 
SeywaJd.     1868. 
Siberer.     1501. 
Siess.     1400. 
Silberhoffer.     1707. 
Simonzini.     1715. 
Spengler.     1797. 
Spiess.    1905. 
Sprenger.     1536. 
Sprenger.     1600. 
Sprenng.     1370. 
St&chel.     1282. 
Stachl.     1754. 
Stachlburg(Stahlbnrg), 

Frhn.  v.     1957. 
Staffler.     1479. 
Staffler.     1817. 
Stainhauser.     2024. 
Stainmetz.     1834. 
Stanget     1563. 
Stangl.     1631. 
Staudacher.     1719. 
Steger.     1943. 
Steidl.     1951. 
Steltzer.     1329. 
Stenglin.     1804. 
Sterzinger.     2106. 
Steupp.     1790. 
Steydl  (Steidl).     1929. 
Stickhler.     1753. 
Stier.     1252. 
Stiller.     1842. 
Stockher.     1781. 


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—    213 


Stoeffl.     1596. 

Thoman.     1575. 

Stoltz.    1554 

Thomaset.     1535. 

Stfltzl.    1503. 

Thunn,    Philippin    von. 

Storch.    1401. 

1382. 

Strasser.     1965. 

Thurner.     1673. 

Streemayr.     1557. 

Thurner.     2102. 

Streicher.     1644. 

Thurnes.     1262. 

Strele.     1415. 

Told.     1736. 

Strimer.    1604. 

Toll.     1931. 

Strobl.     1561. 

Toloti.     2017. 

Stromayr.    1324. 

Tonelli.     1591. 

Stormb.     1367. 

Topff.     1480. 

Sfiess.     1623. 

Tosser.    2085. 

Snller.     1466. 

Trahofer.     1918. 

Sumpnndt.     1513. 

Traitwein.     2020. 

Sutor  (Schuesster).     1946. 

Trapp,  Grafen.     2015. 

Syeder.    1854. 

t  Tratter.     1808. 

Sybil.    1311. 

Trautmanstorff,   Grafen 

von.    2067. 

Taler.    1296. 

Travajon.    2071. 

Taler  (Daler).    1654. 

Trftxl.     1424. 

Taler.     1755. 

Trentini.     1345. 

Taler.    1814. 

Triempach,  Prhn.  v.  2068* 

Taler.    1849. 

Trinckhans.     1767. 

Tanner.     1712. 

Trippell.    1825. 

Tantzer.    1806. 

Troyer.     1284. 

Tantzer.     1991. 

Truefer.     1628. 

Tastner.     1860. 

Tscherf.     1355. 

f  Tauffers,  von.     1988. 

Tsohirff.     2104. 

Tauach.     1884. 

Tschitscher.     1567. 

Tente.     1701. 

Ttlffer.     1383. 

Thaler.     1403. 

Tiiring.     1294 

Thaler.    1522. 

Tnrner.     1936. 

Thaler.    1839. 

Thanner.    1487. 

Uhl.    2087. 

Thomam    1574. 

Ulrich.    155L 

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214    — 


Undterhofer.     1982. 
Undterkhoffler.     1678. 
Undterrainer.     1406. 
Undtertrifaler.     1492. 
Undterweger.     1863. 

Vatielli,  Grafen.     2045. 
Velderer.     1778. 
Verclairer.     1689. 
Vestemayr  (Festemayr).  1470: 
Vigl.     1634. 
Viliot.     1371). 
Vischer.     1340. 
Vischer.     1660. 
Vischler.     2027. 
Viscanti,  Grafen.     1994. 
Viviani.     2009. 
VogJ.    2079. 
Vollandt.     1890.. 
Von  Aach  (Acb).     1813; 
Von  Call.     1808. 
Von  der  Halden.     1752. 
V.on  der  Port  en.     1830. 
Von  Piitz.     1818. 
Von  Wehrt.     193Q. 
Vorant.     1846. 

Wfich.     1784. 
Wachter.     1475^. 
Wachter.     1581. 
Waffner.     1605. 
Wagner.     1512. . 
Wagner,  Frhn.     1964. 
Wagner.    2088. 
Waitz.     1670. 
Walcher.     1709. 


Waldner.     2055. 
Walser.     1742. 
Walther.     1939. 
Wamosin.     1659. 
Wanner.     1508. 
W&ntsch.     1539. 
Wareschgg.     1812. 
Waydman.     1388. 
Weber.     1966; 
f  Weinanglisch.     1291. 
Weinhartt.     1576. 
Weinmor.     166.7. 
Weiss.     1372. 
Weiss.     1381. 
Weiss.     1950- 
Weisshau.bt.     1792. 
Weix,  Frhn.  von.,     1890. 
Weltz.     1495. 
Wendter  (Wennter).     1626. 
Wennser.     2003. 
Wenser.    2064 
Werndle.     1642* 
Werndle.     1663. 
Werth,  von.     1920., 
Wexler.     1680. 
Weyan.     1469. 
Weythaler.     17*3. 
Widenplatzer.     169&. 
Widitech.     1283. 
Wigget.     1780s 
Wilhalm.     1371. 
Willmann.     169& 
Winckhler.     141& 
Winckler.     1926. 
Windt.    1349, 
Wirth.    1924 


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—    215    — 

Wiser.     1266.  Zenobio  (Zanobio),  Gra- 
Wiser.     1589.  fen.     1941. 

Wiser.     1879.  Zerminiger.     1786. 

Witweiler.     1758.  Zertzer.     1711,  2039. 

Wolf.     1627.  Ziegler.     1682. 

Wolffsthurn,   von   und  zu.  Zierler.     1760. 

1914.  Zigeiner.     1586. 

WOrnhart.     1578.  Zigl.     1672. 

Zingerl.     1274. 

Ychtershaimb,  von.  1872.  Zipper.     1853. 

fYpphofer.     1632.  Zobl.     1463. 

Tsinger.     1700.  Z  oiler.     2066  a. 

Z5rer.     1796. 

Zaberl.     1288.  Zorn.     2090. 

Z  a  cher  la.     1741.  Zotz.     1847. 

Zanetti.     1958.  Zunel.     1482. 

Zanngerl.     1553.  Ztinenberg,  von.     1989. 

Zehner.     1869.  Zurcher.     1409. 

Zelger.     1358.  Zurtschentaller.     1612. 


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n. 

Naturwissenschaftliche  Abtheilung. 


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Naturwissenschaftliche  Abtheilung. 


x 


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i 


Verzeichniss 


der 


in  Tirol   bis  jetzt  beobachteten  Araehniden 

nebst  Beschreibungen  einiger  neuen  oder  weniger 
bekannten  Arten 


Dr.  L.  Koch  in  Nurnberg. 
1876. 


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Vera.olasst  durch  Herrn  Professor  Dr.  C.  Heller  „ein 
Verzeichniss  der  vorzuglichsten  Hochgebirgsformen  aus  der 
Gruppe  der  Arachniden  zusammen  zu  stellen",  konnte  ich 
dem  eigneti  Verlangen ,  ein  Verzeichniss  der  von  anderen 
Arachnologen  ond  von  mir  selbst  seit  dem  Erscheinen  der 
ersten  Arbeit  (iber  Tiroler  Arachniden  (A.  Ausserer  „Die 
Arachniden  Tirols  nach  ihrer  horizontalen  und  vertikalen 
Verbreitung")  beobachteten  Thiere  dieser  Klasse  nicht  wider- 
Btehen. 

Das  Resultat  dieser  Zusaramenstellung  ergab,  dass  mein 
sehr  verehrter  Freund,  Herr  Prof.  Dr.  Ausserer,  nnn  in 
Graz,  damals  richtig  vorhergesagt  hatte,  als  er  fiusserte,  die 
Zahl  der  in  seinera  Verzeichnisse  enthaltenen  Arachniden 
werde  sich  demnachst  anf  das  Doppelte  bringen  lassen; 
mein  Verzeichniss  f&hrt  bereits  500  Arten  an  und  doch  be- 
sitze  ich  in  meiner  Sammlung  noch  c.  50  Species,  besooders 
kleine  Liniphien  und  Erigone  aus  den  hdheren  Alpengebieten, 
welche  ich  leider  wegen  der  Kiirze  der  Zeit,  in  welcher  die 
vorliegende  Arbeit  vollendet  sein  musste  und  der  zu  grossen 
Ausdehnung  derselben  gegenwartig  noch  nicht  mit  einreihen 
konnte.  Es  lasst  sich  dabei  annehmen,  dass  wenn  der 
Sfiden  Tirols  noch  sorgfaltiger  als  bisher  und  wenn  die 
hdheren  Alpeuregionen  von  dem  Augenblicke  ihrer  Zugang- 
lichkeit  an  in  arachnologischer  Beziehung  durchforscht  wurden, 
die  Zahl  der  in  Tirol  vorkommenden  Arachniden  noeh  um 
ein  Bedeutendes  hdher  sich  herausstellen  wird. 

Seit  dem  Erscheinen  der  Abhandlung  Ausserers  hkt 
namentlich  Dr.  J.  Milde,  der  fur  die  Wissenschaft  leider  zu 
frfih  verstorbene  Botaniker,  im  Saden  Tirols,  speziell  in  der 


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—     222    — 

Umgebuug   von  Meran   und  Bad  Razzes   mit  grosstem  Eifer 

Spinnen    gesammelt    und    fur   die   Kenntniss   dieser    Thiere 

unseres    Faunagebietes   hochst  interessante   und    reiche  Bei- 

trage   geliefert;  Herr  Prof.  Dr.  Heller  brachte  von  dem  sud- 

lichsten    Puokte,    dem    Monte   baldo,    einige    Arten   mit,   im 

Trientinischen    wurde   besouders  von  den  Uerren  Professoren 

Ganestrini  und  Pavesi  gesammelt  und  das  wichtige  Ergebniss 

ihrer  Fon>chungen  audi  wisseuscbaftlich  verwerthet.    In  dem 

Norden  Tirols  hat  Herr  Prof.  Heller  theils  im  Stubai  theils 

im  Oetzthale  (Obergurgel)    den   Arachnideu   seine   Aufmerk- 

samkeit  zugewandt  und  inancbe  schoue  Eutdeckung  ist  dem- 

selben  zu  verdanken.  —  Meine  eigenen  Reisen,  stets  nur  za 

arachaojogischen  Zwecken   und   ineist   in   Begleitung    meiues 

lieben  Freundes  Herrn  Prof.  Ausserer  uuternommen,    haben 

sich  in  folgenden  Richtungen  ausgedehnt: 

im  Inntbalgebiete  von  Kufstein  bis  Innsbruck,  (Plnin- 
ser  Joch,  Achensee,  Zillerthal,  Duxerthal  bis  an  die  Ferner, 
Gerlos).  —  Stubai  (Kiihthai,  Praxmar,  Horntbaler  Joch, 
Oberiss  und  Alpein).  —  Oetzthal  bis  an  die  Winnebach- 
ferner); 

im  Gebiete  der  Salzach  vom  Plattenkogl  bis  Kriinml, 
das  Untersalzbachthal  bis  zu  den  Gletschern,  Fuscherthal  bis 
zur  Pfandler  Scharte; 

im  Gebiete  der  Rienz  und  Drau  (Autholz,  Staller  Joch, 
Defereggen,  Tauernthal,  Kalserthal  (Kaiser-  uudBergerthSrl); 
Ampezzanerthal  (Laudro,  von  Cortiua  bis  zur  Jochhohe  fiber 
Falsarego).  —  (Bei  Landro  wurden  auch  von  Herrn  Letocha 
in  Wien  mit  grosseni  Fleisse  Spinnen  gesammelt); 

im  Gebiete  des  Eisack  das  Schimrnthal  aufw&rts  bis 
zum  Duxer  Joch,  das  Grodnertbal  bis  zum  Jochiibergang, 
bei  Brixen,  Waidbruck  und  Vols,  ganz  besonders  in  der 
Uwgebung  von  Bad  Razzes  (Castelruth,  Seis,  Seiseralpe, 
Schlern) ; 

im  Gebiete  des  Avisio  das  Durouthal  entlang,  —  Mar- 
molada; 

im   Gebiete  der  Etsch  (Umgebuug  von  BoUoen) ; 


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—     223     — 

das  Sfitrcaihal  aufw&rts  bis  zur  Vedrelta  del  Mandrou; 

in  del*     Urogebung  von  Biva. 

Id  dem  Verzeeichnisse  warde  als  zu  Nordtirol  zahlend 
das  ganze  Inn-  und  Salzachgebiet  betrachtet,  als  Sudtirol 
die  Gebiete  der  Drau,  des  Eisack  und  der  Etsch  und  das 
Sarcathal. 

Als  liochalpine  Arten,  —  in  dem  Verzeichnisse  mit 
ejnera  *  verselien,  wuiden  alle  in  der  Ilohe  von  5500'  an 
vorkommenden  Arten  aufgefuhrt.  —  Die  folgende  Tabelle,  soil 
eine  Uebersicht  tiber  die  Verbreitung  der  samrotlichen  bis 
jetzt  bekannten  Tiroler  Arachniden  gewShren: 


N.*) 

S. 

NS. 

* 

Sumina 

Orbitelarien 

5 

10 

32 

10 

41 

Retitelarien 

46 

26 

49 

49 

121 

Tubitelarien 

20 

53 

55 

32 

128 

Temtelarien 

— 

— 

1 

— 

1 

Laterigaden 

6 

12 

29 

10 

47 

Ottigraden 

4 

13 

25 

19 

42 

Saltigraden 

10 

24 

16 

10 

50 

Pkalangiden 

7 

14 

23 

16 

44 

Psendoscorpione 

2 

9 

3 

3 

14 

Scorpioiden 

— 

2 

1 

— 

3 

Ixodiden 

— 

3 

— 

— 

3 

Suroma:  100  166  234  149  500 
Aus  der  vorstehenden  Tabelle  ergibt  sich,  dass  das 
stidliche  Gebiet  weit  mehr  ihm  allein  eigene  Arten  besitzt 
als  das  nordliche,  und  dass  in  letzterem  nur  eine  Familie, 
jene  der  Retitelarien  in  iiberwiegender  Mehrzahl  von  Arten 
▼ertreten  ist ;  es  sind  dies  die  kleinen  liochalpinen  Erigone 
nud  Liniphied,  dereu  Zahl  jedoch  noch  lange  nicht  mit  nur 
annaheruder  Sicherheit  sich  angeben  lasst  Jedenfalls  bergen 
auch  noch  die  Hochalpen  Slidtirols  eine  grosse  Menge  von 
neuen   Arten  dieser  niedh'chen  Geschopfe. 


*)   K  sa  Nordtirol,  S  as  Sudtirol,  NS.  =  Arten,  welche  in  Nord- 
und  Siidtirol  beobachtet  warden,  *  =  hochalpine  Species. 


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—    224    — 

Von  den  Orbitelarien  ist  das  Genus  Epeira  in  Tirol  am 
reichsten  (mit  27  Arten)  vertreten;  unter  den  Retitelarien 
das  Genus  Erigone  durch  51,  Liniphia  durch  32  nnd  die  Gat- 
tung  Theredium  durch  15  Arten;  von  den  Enyoiden  wnrde 
bis  jetzt  noch  keine  Species  beobachtet. 

Unter  den  Tubitelarien,  der  in  Tirol  artenreichsten 
Familie  nimmt  die  Gattung  Glubiona  mit  18  Arten  den  Vor- 
rang  ein,  ihr  folgt  das  Genus  Prosthesima  mit  16  und  die- 
sem  Gnaphosa  mit  12  Arten. 

Von  den  Laterigraden  ist  nur  das  Genus  Xysticus  mit 
einer  grQsseren  Anzahl  von  Arten  (15)  vorherrschend ;  unter 
den  Lycosiden  Lycosa  (19) ;  von  den  Saltigraden  haben  Attus 
(16)  uud  Heliophanus  (10)  die  meisten  Species  aufzuweisen; 
unter  den  Phalangiden  die  Gattung  Opilio  mit  10  Arten. 

Unter  den  hochalpinen  Arten  ist  das  Genus  Erigone 
am  st&rksten  (mit  31  Arten)  vertreten,  nfichst  diesem  die 
Gattungen  Liniphia  und  Lycosa  mit  je  10  Arten,  das  Genus 
Epeira  mit  9  Species;  von  den  iibrigen  Gattungen  z&hlen 
Theridium,  Gnaphosa,  Prosthesima,  Tarentula,  Attus  und 
Opilio  je  5  —  Clubiona,  Xysticus  und  Nemastoma  je  4, 
—  Tegenaria,  Micaria,  Drassus,  Euophrys  und  Obisium  je 
3,  —  Steatoda,  Caelotes,  Philodromus,  Thanatus,  Trochosa, 
Epiblemum,  Leiobunum  und  Platylophus  je  2,  —  Zilla, 
Asagena,  Amaurobius,  Histopona,  Agelena,  Gryphoeca,  Hahn- 
ria,  Cybaeus,  Phrurolithus ,  Artanes,  Oxyptila,  Ocyale, 
Oxyopes,  Trogulus,  Prosalpia  und  Ischyropsalis  je  eine  Art. 

Von  den  in  Dr.  Oswald  Heer's  Schrift  „iiber  die  ober- 
sten  Grenzen  des  thierischen  und  pflanzlichen  Lebens  in  den 
Schweizer-Alpen"  beschriebeuen  Arten  ist  fiir  die  Tiroler 
Fauna  nur  Opilio  glacialis  Heer  mit  Sicherheit  aufzufuhreo. 
Die  iibrigeu  Arten  (Lycosa  blanda  G.  Koch  var.  obscura 
Heer  —  jedenfalls  eine  von  L.  blanda  verschiedene  Species  — , 
Micryphantes  Kochii  und  Micaria  chlorophana,  —  diese  jeden- 
falls nicht  identisch  mit  Micaria  alpina  L.  Koch  —  lassen  sich 
wegen  der  ungenfigenden  Beschreibungen  kaum  ermitteln. 


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—    225    — 

Iiiteratar. 

1861.       L-   Koch  „Beroerkungen  zur  Arachniden-Familie  der 

Opilioniden"    im  Korrespondenzblatte  des  zool.-mineral.  j 

Vereines   in  Regensborg.     1861  p.  131.  1 

1864,      L.Koch    „Die    europaischen  Arten  der  Arachniden-  J 

gattung  Cheiracantium"  in  den  Abhandlungen  der  natur-  } 

historischen   Gesellsch.  in  Ntirnberg.     Jahrg.  1864.  j 

1866.  I*.  Koch    „Die   Arachniden-Familie   der  Drassiden* 
I. — Vn.  Heft. 

1867.  Ausserer    Ant.    „Die  Arachniden  Tirols*  (Verhandl.  i 
der  k.  k.  zool.-botan.  Gesellsch.  in  Wien   1867.) 

1867.  Canestrini  Giov.  »Intorno  agli  Arachnidi  dell'ordine 
Araneina,  osservati  nel  Veneto  e  nel  Trentino"  (Com- 
ment, d.  Fauna,  Flora  et  Gea  del  Ven.  et  del  Trent 
1867  n.  2.) 

1868.  Aracnidi  Italiani  per  Giov.  Canestrini  e  Pietr.  Pavesi 
(Atti  delle  Societi  italiana  di  scienze  natur     Vol   XI 
Fasc.  III.  -1868.) 

1868.  L.  Koch  „Die  Arachnidengattungen  Amaurobius, 
Caelotes  und  Cybaeus"  (Abhandl.  der  naturhist.  Ge- 
sellschaft  in  Niirnberg.     Jahrg.  1868.) 

1869.  L.  Koch  »Beitrag  zur  Kenntniss  der  Arachniden- 
fauna  Tirols^  in  der  Zeitschrift  des  Ferdinandeums  in 
Innsbruck  Jahrg.  1869. 

1870.  Giov.  Canestrini  e  Pietro  Pavesi  „Catalogo  sistem. 
degli  Araneidi  italiani  (Archiv.  per  la  Zool.,  l'Anatom. 
e  la  Fisiologia  Ser.  II.  Vol.  II.  1870.) 

1872.  Giov.  Canestrini  „Nuove  Specie  di  Opilionidi  ita- 
liani. «     Modena  1872. 

1872.  0.  P.  Cambridge  „ Descriptions  of  twenty-four  new 
species  of  Erigone*  (Proceedings  of  the  zool.  Soc.  of 
London.    Jun.  1872. 

1872.    L.    Koch   ^Beitrag   zur   Kenntniss    der  Arachniden- 
fauna   Tirols.      Zweite    Abhandlung*    (Zeitschrift    des 
Ferdinandeums  in  Innsbruck  Jahrg.  1872. 
Ferdinandeums-Zeitschrift.  15 


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—     226    — 

1873.  P.  Pavesi  „Catal.  Sistem.  dei  Ragni  del  Cantone 
Ticino"  Geuova  1873. 

1873.  L.  Koch  „Uebersichtliche  Darstellang  der  Chernetiden 
Europas"  Nfirnberg  1873. 

1874.  T.  Thorell  „Descript.  of  Several  Europ.  and  North- 
Afric.  Spiders"  (Kongl.  Suenska  Vetensk.-Akad.  Hand- 
lingar  Bandet  13  n.  5.) 

1876.  G.  Canestrini  „Osservazioni  Aracnologiche*.  Padova 
1876. 


Araneen. 

I.    Orbitelarien. 

Epeiriden. 

A.  Epeirinen. 

Argiope  Sav. 

1.  Argiope  Bruenichii  Scop. 

S.  Ala,  Bozen   (Ausserer);  von   mir  selbst  am  Rungelstein 

gesammelt.     Meran  (Milde). 

Epeira  Walck.     # 
1.  Epeira  arbustorum  C.  Koch. 
N.  Patscher  Kofel  (5000'),  Hflttinger  Berg.   Nach  Ausserer. 
S.  Bozen.    Nach  Ausserer. 

*  2.  Epeira  Omoeda  Thor. 
S.  Im  Val  Genova  auf  Fichten  bis  zu  Sega  di  Bedile.   Ein 
mit  nach  Hause  genommenes  Weibchen  entwickelte  sich 
zur  vSlligen  Reife  am  18.  December. 

3.   Epeira  Schreibersii  Him. 
N.  HOttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Villanders  (Ausserer).     Meran  (Milde).     Ratzes. 


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—    227    — 

4.  Epeira  angulata  CI. 
N.  HSttinger  Berg.     Heilig  Wasser.     Jenbach   (Ausserer). 
S.  Villanders  (Ausserer).    Meran  (Milde).    Batzes. 

5.  Epeira  grossa  C.  Koch. 
S.  Ala.    Meran  (Ausserer). 

6.  Epeira  dromedaria  Walck. 
N.  HSttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Bozen  (Ausserer).    Meran  (Milde). 

7.  Epeira  saeva  L.  Koch. 
S.  Ratzes. 

*  8.  Epeira  diademata  CI. 
NS.  Durch  ganz  Tirol  verbreitet,  auch  noch  in  h5heren  Ge- 
genden,  z.  B.  bei  Ktihthai  von  mir  gefunden. 

*  9.  Epeira  stellata  C.  Koch. 

Bei  4000'  beginnend  bis  gegen  7000'  an  Hiitten  und 
Felsen. 
N.  Alpeiner  Alpe,   Hinterdux,   Kaisergebirge.     Obergurgel 

(HeUer). 
S.  Vedretta  di  Bed61e. 

Ueber  den  Untersdhied  zwischen  dieser  Art  und  Ep. 
diademata  Gl.  siehe  G.  Fickert  „Verzeichniss  der  schlesischen 
Spinnen*  in  der  Zeitschrift  for  Entomologie.  Neue  Folge. 
Heft  V.  p.  69. 

10.  Epeira  aleine  Walck. 
N.  Gallwiese  bei  Innsbruck  (Ausserer). 

11.  Epeira  Sturndi  Hafm. 

N.  Jenbach  (Ausserer).    Kufstein. 
S.  Meran  (Milde). 

19.  Epeira  aurmtiaca  C.  Koch. 

N.  HSttinger  Berg  (Ausserer). 

S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pa?.). 


15* 

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—    228    — 

13.  Epeira  tollers   Wdlck. 
N.  ERtttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Bozen  (Ausserer).     Meran  (Milde). 

*  14.  Epeira  marmorea  CI. 
N.  Reichenau,    Laos,    Gnadenwald    (Ausserer).     Auf  Erleo 

am   Hinterduxer   Wasserfall   sehr  hftufig;  KfihtbaL  — 

Obergurgel  (Heller). 
S.  Ratzes.  —  Im  Tiientinischen  (Can.  et  Pav.). 

Var.  pyramidata  CI. 
N.  Reichenau,  Sillufer  (Ausserer).     Hinterdux. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  15.  JEpeira  quadrata  CI. 
N.  Nach  Ausserer  bis  zu  70W.     Reichenau,  G5tzens,  Ku- 

thai,  Fflnsterthal,  Jenbach  (Ausserer). 
S.  Brunnecker  Alpe.     Ira  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

16.  Epeira  cornuta  CL 
N.  Am  Giessen  (Ausserer). 
S.  Brunnecken  (Ausserer). 

17.  Epeira  patagiata  CI. 
N.  Am  Giessen,  Sellrain,  Jenbach  (Ausserer). 

18.  JEpeira  eclopetaria  CI. 

N.  Biichsenhausen,  GStzens,  Jenbach  (Ausserer). 
S.  Bozen  (Ausserer). 

19.  JEpeira  adicmta  Walck. 
N.  HOttinger  Berg  (Ausserer). 

S.  Villanders  (Ausserer).    Im  Trientinischen  (Can.  etPav.). 
Bei  Ampezzo  von  Herrn  Letocha  gefunden. 

*  20.  Epeira  ceropegia   Watch. 

N.  Patscher  Kofel  bis  6000',  Jenbach  (Ausserer).    Kaiser- 
gebirg,  Funsterthal,  Sellrainer  Thai. 

S.  Villanders,   Passeier,  Vintschgau  (Ausserer).    Im  Trien- 
tinischen (Can.  et  Pav.).    Ratzes  (Milde).    Scblero. 
Anmerk.  1. 


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—    229    — 

*  21.  JEpeira  carbonaria  C.  Koch. 

N.  Im  Stubai  sehr  verbreitet  (Funsterthal,  in  der  Nahe  des 

Winnebachgletschers) ;     spaont    zwischen    SteinblScken 

ihr  oft  sehr  grosses  Netz  aus.  —  Aus  der  Schweiz  be- 

sitze  ich  Exemplare  vom  Gotthardt  und  von  St.  Moritz. 

Anm.  2. 

•  22*  Epeira  cucurbitina  CI. 

N.  Von  Ausserer  bis  600(y  beobachtet.     Innsbruck,  Taurer 

Alpe,  Jochiibergang  in  den  Haller  Salzberg  (Ausserer). 

Praxmar,  Kaisergebirg. 
S.  Brunnecken,    Kastelruth,    Passeier,    Bozen,  (Ausserer). 

Meran    (Milde).     Im    Trientinischen    (Can.    et    Pav.) 

Ratzes. 

23.  JEpeira   Westringii  Thor. 

N.  Amras  (Ausserer).  Es  ist  nicht  zu  bezweifeln,  dass  die 
vom  Herrn  Prof.  Dr.  Ausserer  gefundene  Spinne  wirk- 
lich  Epeira  Westringii  ist;  die  auffallende  Grctese  sowie 
die  lebhaft  rothe  Zeichnung  lassen  hieriiber  wohl  kaum 
ein  Bedenken  aufkommen. 

24.  Epeira  alpica  L.  Koch. 
N.  Kaisergebirg. 

S.  Ratzes  (ein  sehr  grosses  Exemplar). 

Herr  Letoeha  fand  diese  Epeira  auch  in  Karothen. 

25.  Epeira  acaJypha  Walch. 
N.  Kaisergebirg. 

S.  Vintschgau  (Ausserer),  Meran  (Milde).  Ampezzo  (Le- 
toeha).   Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.) 

26.  Epeira  diodia  Walck. 
N.  H5ttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Meran  (Milde).    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.)  Ratzes. 

*  27.  Epeira  umbratica  CI. 

N.  Innsbruck,  Alpein,  Kfihthai,  HOttinger  Alpe,  (Ausserer). 

Hinterdux. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).     Meran  (Milde).  V5ls. 


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—    230    — 

Epeira  Jenisoni  G.  Kch.  kommt  sehr  wahrscheinlich 
nicht  in  Tirol  vor:  sie  wurde  in  der  Umgebung  von  Triest 
gefunden  wie  verschiedene  andere  Artec,  welche  auf  Grand 
der  G.  Koch'schen  Angabe  jjenseits  der  Alpen*  als  in  Urol 
einbeimisch  in  dem  Ausserer*schen  Verzeichniss  aufge- 
ffihrt  sind. 

Cyclosa    Mmge. 
1.  Oyclosa  cornea  Pall. 
Nach  Ausserer  ftberall  in  Tirol. 
N.  Kufstein,  Hinterdux. 
S.  Ratzes.    Vffls. 

£.  Oyclosa  caudata  L.  Koch. 
S.  Meran.    (von  Milde  entdeckt). 

Cercidia  Mmge. 
1.  Cercidia  prorrUnens  Stmd. 
8.  Im  Trientiniscben  (Can.  et  Pav.) 

Singa  0.  Koch. 
1.  Singa  hamata  CL 
N.  Gnadenwald,  Reichenau  (Aasserer.) 
8.  V518  (Ausserer). 

#.  Singa  pygmaea  SuncL 
S.  Meran  (Milde). 

3.  Singa  sanguinea  C.  Koch., 
N.  H5ttinger  Berg  (Ausserer). 

S.  Meran  (Milde). 

4.  Singa  atbovitiata  Westr. 
N.  Hinterdux. 

S.  Meran  (Milde). 

5.  Singa  Heerii. 
N.  Hotting  (Aasserer). 
S.  Im  Trientiniscben  (Can.  et  Pav.). 


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—    231    — 

6.  Singa  nitidula  C.  Koch. 
S.  Meran  (Milde). 
Anmerk.  3. 

Zilla  C.  Koch. 
*  1.  Zilla  montcma  C.  Koch 

Jedenfalls  geh5ren   die  ira  Ausserer- Verzeichniss  als  in 
den  hdheren  Alpen  vorkommeDden  Thiere   hierher;   Zilla  X 
notata  CI.  habe  ich  dort  nirgends  beobachtet. 
N.  Kaisergebirge,    an   Felsen   des    Achensees,   Hinterdux, 

Fusch,  Alpeiner  Alpe,  Kdhthai.  —  Obergurgel  (Heller). 
S.  Defereggen,   Schlera,   Val   Fondo  bei  Schluderbach.  — 

Ich  fand  Zilla  montana  auch  im  baierischen  Walde  auf 

dem  Arber. 

H.  Zilla  Xnotata  CI. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.) 

Meta  C.  Koch. 
1.  Meta  Menardi  Lat. 
N.  Paschberg  (Ausserer).    Kaisergebirg. 

H,  Meta  Mevicmae  Scop. 
N.  Innsbruck.    Jenbach.  (Ausserer.)    Zell  im  Zillerthale. 
S.  Villanders,  Kastelrntb,  Montan,  Brunnecken,  Vintschgao. 

(Ausserer).  Ratzes,  Meran  (Milde).    Im  Trientinischen 

(Can.  et  Pav.) 

3.  Meta  Mengei  Bl. 
N.  Kaisergebirge.  Innsbruck  (Ausserer). 
S.  Ratzes,  Meran  (Milde). 

4.  Meta  eegmentata  CI. 

Von  Ausserer  bis  SOOC  beobachtet. 
N.  Hdttinger  Alpe,    Patscher  Kofl,    Stubai,    Lisens   etc. 

(Ausserer). 
S.  Kastelruth.  Brunnecken,  Bozen  (Ausserer).  Meran  (Milde). 

Ratzes. 


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—    232    — 

Tetragnatha  Latr. 

1.  Tetragnatha  Solandri  Scop. 

N.  Innsbruck,     Lanser    See,     Gnadenwald,    am    Giessen, 

(Ausserer.) 
S.  Kastelrutb,  Weissenstein  (Ausserer).  Ampezzo  (Letocha.) 
Meran  (Milde).  Ratzes. 

£.  Tetragnaiha  extensa  Linn. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pa  v.).     Ratzes. 

B.  Uloborinen. 
Uloboras  Walck. 
1.  Uloborus  Walckmaerii  Latr. 
N.  Zirler  Klamm  (Ausserer). 
S.  Meran  (Milde).    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.) 

Hyptiotes  Walck. 
N.  Villa  Wald,  HcJttinger  Berg,  Gnadenwald  (Ausserer.) 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.)  Ratzes  (Milde.) 

U.  HetitelaiieDu 

A.  Therididen. 

Pachygnatha  Sund. 

1.  Pachygnaiha  De  Geerii  Sund. 

Von  Ausserer  noch  in  einer  H5he  von  5000'  gefunden. 

N.  Innsbruck,   Lans,  Vulpmes,  HOttinger  Alpe,   (Ausserer). 

Kufstein. 
S.  Bozen,  Villanders,  Brunnecken  (Ausserer).    Im  Trientini- 
schen (Can.  et  Pav.)     Meran  (Milde).   Kalserthal 

2.  Pachygnaiha  Listcri  Sund. 

N.  Viller  Wald  (Ausserer). 

S.  Bozen  (Gredler).    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.) 

3.  Pachygnaiha  Clerckil  Sund. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et.  Pav.) 

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—    233    — 

Episinus.     Walck. 
1.  Episinus  truncatus  Walck. 
N.  Buchsenhausen,  Gnadenwald  (Aosserer).     Kufstein. 
S.  Meran,  Trient,  Schlernanstieg,  Arco,  Pinzolo,  Defereggen* 

Tapinopa  Westr. 
1.  Tapinopa  longidens  Wid. 
Nach  Ausserer  bis  3500'. 
N.  Viller  Wald,  Hattinger  Berg,  Gnadenwald,  Gfltzens,  Sell- 
rain  (Ausserer). 
S.  Villanders  (Ausserer),  Ratzes,  Brixen,  Trient,  Tione. 

Linyphia  Walck. 
1.  Linyphia  bucctdenta  CI. 
Von  Ausserer  bis  5000'  beobachtet. 
N.  H5ttingerberg,  Gnadenwald  (Ausserer.) 

*  2.  Linyphia  obscura  Bl. 
S.  Auf  Fichten  urn  den  See  der  Brunnecker  Alpe. 

3.  LinypMa  concolor  Wid. 
N.  Innsbruck  (Gallwiese,   Sillufer),  H5ttinger  Berg  (Ausse- 
rer).   Kufstein. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et.  Pav.).    Defereggen. 

4.  Linyphia  frutetorum  C.  Koch 
S.  Meran,  (Milde). 

*  5.  LinypMa  marginata  Wid. 
N.  Innthal,  Sellrain,  Mieders  (Ausserer).  Kufstein.    Platten- 

kogel. 
S.  Meran   (Milde).    Ratzes.    Atzwang,   Trient.    —  Bozen, 

Kastelruth  (Ausserer). 

6.  LinypMa  peltata  Wid. 
N.  Kufstein. 
S.  Meran  (Mild),    Ratzes. 


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—    234    — 

7.  Linyphia  phrygidna  C  Koch. 
N.  Hotting.    Laos,  Gnadenwald,  Sellrain  (Ausserer).    Kuf- 

stein.    Zwischen  Gries  und  St  Sigismund. 
S.  Weissenstein,  Kastelruth  (Ausserer.).     Pinzolo. 

8.  Linyphia  pygmaea  Sund. 
Nach  Ausserer  bis  SOOtf. 
N.  Gnadenwald,  HOttinger  Berg  (Ansserer). 

9.  linyphia  dorsatis   Wid. 
N.  Kufstein  uicht  selten. 

10.  linyphia  KeyserUngi  Au$b. 
N.  Hftttinger  Hugel  (Ansserer). 

11.  linyphia  montana  CL 

Bis  400<y  seltener  darftber  (Ansserer). 
N.  Innsbruck,  Stubaf,  HeiligWasser  (Ausserer). 
S.  Bozen,  Kastelruth,  Brunnecken,  Passeier  (Ansserer).    Im 

Trientinischen  (Can,  et  Pav.). 

*  X3.  Linyphia  pusiUa  Sund. 

Nach  Ansserer  bis  6500'. 
N.  Hdttinger  Berg,   Tanrer  Alpe,   EWttfoger  AIpe,  Patscher 

Kofi  (Ansserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.) 

13.  linyphia  glacialis  L.  Koch. 
N.  Hornthaler  Joch.     Pfandler  Scharte. 

14.  Linyphia  minuta  Bl. 

N.  Hettinger  Hflgel,  Jenbach  (Ansserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

15.  linyphia  hortmsi*  Sund. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 


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—  286  — 

16.  Linyphia  clathrata  Sund. 
N.  Amras  (Aosserer).     , 
&  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay). 

*  17.  Linyphia  bicolor  Bl. 

N.  Gdtzens.    Gnadeowald  (Aosserer).    Plattenkogel. 
S.  Defereggen  (zwischen  St.  Jakob  nod  St  Veit).  —  Ant- 
holzer  See  bis  zum  Joch.    Kaiser  ThflrJ. 

18.  Linyphia  mgrina   Wetir. 
N.  Paschberg  (Atisserer). 

*  19.  Linyphia  silvaHca  Bl. 
N.  Plumserjoch,  Kafstein,  Krimml. 
S.  Kaiser  ThOrl,  Defereggen,  Brixen,  Ratzes. 

*  HO.  Linyphia  aJMceps  Sund. 

Nach    Aosserer    bis    500(y;    sie    k5mmt    aber    nocb 
h5her  Tor. 
N.  H5ttinger    Berg    (Aosserer),    Kaisergebirg ,    Sellrainer 

ThaL 
S*  Bnmnecker  Alpe  nach  St  Jakob,  Kaiser  Thftrl,  Ratzes. 

*  HI.  Linyphia  thoraciea  Wid. 

Das  Citat  Ansserer's  „Meta  eellolana  C.  Koch*  gehftrt 
nicht  zo  dieser  Art  Doch  Ut  nioht  zo  bezweifeln,  dass  die 
aufgeffihrte  Species  wirklich  linyphia  thoraciea  ist;  denn 
Neaticus  cellolanos  d.  kommt  nie  in  dunklen  Wfildern  vor; 
er  hilt  sich  in  Kellern  auf  und  wenn  er  im  Freien  geftmden 
wird,  bemerkt  man  ihn  nor  an  trocknen,  sonnigen  AnhOhen 
nnter  Steinen. 

N.  Paschberg  and  Patscher  Kofl  (Aosserer).    Kfihthai. 
S.  Ratzes,  Hone,  Rhra. 

%}.  IAnyphi*.  crtu*/#r<*  Menge. 
S.  Trient. 


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—   236  — 

23.  IAnyphia  triangularis  CL 

NJ3.  Im  Nord-  und  Stidtirol  verbreitet.     In  der  Schweiz  nach 
Pavesi  bis  zn  2000  Meter. 

Hi.  LinypMa  parvula  Westr. 
N.  H5ttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.) 

*  25.  IAnyphia  affinis   Westr. 
N.  Vulpmes,  HSttinger  Alpe,  Funsterthal  (Ausserer.) 

26.  IAnyphia  nehuhsa  Sund. 
N.  Hflttinger  Berg.     (Ausserer). 

27.  IAnyphia  circumflexa  C.  Koch. 

N.  Paschberg,  Patscher  Kofl  (Ausserer). 
S.  Bozen  (Ausserer). 

28.  IAnyphia  nubecula  Can. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.) 

*  29.  IAnyphia  angulipalpis   Westr. 
N.  Plattenkogel,  KdhthaL 

30.  IAnyphia  albomaculata  Can.  et  Pav. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

31.  IAnyphia  (dacris  Bl. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

32.  IAnyphia  arida  Thor. 
S.  Trient.     (Canest.) 

Drapetisca.    Menge. 
1.  Drapetisca  sociatis  Sund. 
N.  Paschberg,   Sonnenburger  Hiigel  (Ausserer).    Hinterdnx. 

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—     237    — 

Erigone  Sav.  et  Aud. 

*  1.  Erigone  retusa   Westr. 
N.  Hornthaler  Joch,  Pfandler  Scharte. 

S.  Defereggen  am  Flussufer,  Pinzolo,  Rungelstein. 

*  2.  Erigone  elevata  C.  Koch. 

N.  Gnadenwald  (Ausserer).  —  Kufstein.     Kuhthai. 

3.  Erigone  cornuta  Bl. 
N.  Knfstein. 

*  4.  Erigone  isdbellina  C.  Koch. 
N.  Gnadenwald,  Sonnenburger  Hiigel  (Ausserer).     Kaiser. 

5.  Erigone  herbigrada  Bl. 
N.  St.  Sigismund  bei  Kuhthai. 

*  6.  Erigone  Hetteri  L.  Koch. 

N.  Plumser  Joch,  Ftlnsterthaler  Joch,  Hornthaler  Joch, 
Kfththai,  Pfandler  Scharte,  Obergurgel  (Heller). 

7.  Erigone  laUfrons  Carribr. 
N.  Hinterdux 

*  8.  Erigone  paraUela  Bl 
N.  Pfandler  Scharte. 

S.  Meran  (Ausserer). 

9.  Erigone  hortenria  L.  Koch. 
S.  Zwischen  St  Jakob  und  St  Veit  im  Defereggen. 

*  10.  Erigone  cristata  Bl. 

N.  Innsbruck,  Hottinger  Alpe  (6000*),  Jochiibergang  von 
der  Taurer  Alpe  in  den  Haller  Salzberg  (Ausserer). 
Hinterdux. 

S.  Meran  (Ausserer). 

*  11.  Erigone  alpina  Cambr. 

N.  Innsbruck,  H5ttinger  Alpe  [5000  -6000*]  (Ausserer). 
S.  Bozen.     Ini  Trientinischen  (Can.  et  Pay.) 


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—    238    — 

*  12.  Erigone  remota  L.  Koch. 

N.  Kuhthai,  Obergurgel  (Heller).     Homthaler  Joch,   Pfand- 

ler  Scharte. 
S.  Berger  Thorl. 

*  13.  Erigone  Tirolensis  JLKoch. 
N.  Pffcndler  Scharte. 

*  14.  Erigone  dentipa&pis   Wid. 

N.  Innsbruck,  Joch&bergang  von  der  Taurer  Alpe  zum  Haller 
Salzberg  (600C),  Jochttbergang  von  Lisenz  nach  Alpein 
[8000"]  (Ausserer).    Eufstein. 

S.  Bcdole. 

*  IS.  Erigone  atra  BU 
Von  Ausserer  als  Erigone  longipalpis  Sand  aufgefuhrt; 

nach  Angabe  desselben  bis  zu  SOW  vorkemmend. 

N.  Gallwiese,  HOttinger  Berg.  Gnadenwald,  Jochftbergang 
yon  der  Taurer  Alpe  zum  Haller  Salzberg,  FQnsterthal, 
Jochttbergang  nach  Kfihthai  and  von  Lisenz  nach  Oberiss, 
bei  Grie8  im  Sellrainerthal  (Ausserer).     Kufstein. 

S.  Meran  (Milde).  Pinzolo.  —  Im  Trientinischen  (Can.  et 
Pav.) 

*  16.  Erigone  aeeUva  L.  Koch. 
N.  Pfandler  Scharte. 

17.  Erigone  monoceros  Wid. 
S.  Meran  (Ausserer.)    Defereggen  iwischen  der  Brunnecker 
Alpe  und  St  Jakob. 

*  18.  Erigone  monodon  Gambr. 
S.  Vedretta  di  Bedfle. 

Diese  Art  wurde  von  Cambridge  (Descript  of  twenty 
four  new  species  of  Erigone  in  the  Proceedings  of  the 
Zool.  Soc  of  London  Juni  1872  p.  759)  irrthumlich 
als  bei  Nttrnberg  vorkommend  aafgeffthrt;  die  dem 
Verfa8ser  ttbereandten  Exemplare  stammten  aus  der 
nftchsten  Nfthe  der  Vedretta  di  Bed61e,  wo  sie  unter 
Steinen  nicht  selten  gefonden  warden. 


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—    239    — 

*  19.  Erigone  aipigena  L.  Koch. 
N.  KOhthai. 

*  20.  Erigone  avicula  L.  Koch. 

N.  KGhthai   unter   einem   Steioe   neben   der  Kapelle  (Aus- 
serer). 

*  21.  Erigone  angumea  L.  Koch. 
N.  H5ttinger  Alpe  (6000')  Ansserer. 

S.  Kaiser  Th5rl. 

*  22.  Erigone  montigena  L.  Koch. 

N.  Obergurgel  (Heller),   Alpein,   Hornthaler  Joch,   Pfandler 
Scharte. 

*  23.  Erigone  broccha  L.  Koch 

N.  Hornthaler  Joch.  Fiinsterthal  Joch,  Pfandler  Scharte. 

*  2&.  Erigone  egena  L.  Koch. 
N.  Praxmar,  Kiihthai. 

*  25.  Erigone  adipata  L.  Koch. 

N.  Hornthaler  Joch,   Fiinsterthaler  Joch,   Pfandler  Scharte. 

*  26.  Erigone  guloea  L.  Koch. 
N.  Kfththai. 

*  27.  Erigone  truncorum  L.  Koch* 
N.  Plattenkogel,  Kuhthai,  Alpein. 

S.  Schlern,  Kalserth5rl,  St  Jakob  ira  Defereggen. 

*  28.  Erigone  auetera  L.  Koch. 
N.  Pfandler  Scharte. 

*  29.  Erigone  Simoni  Cambr. 
S.  Meran  (Milde). 

30.  Erigone  graminicola  Sund. 
N.  Kufstein. 

*  31.  Erigone  Uvida  Bl. 

N.  Kfihthai,   Plumser  Joch,   Krimml,   Kufstein,   Hinterdox, 
Praxmar. 


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—    240    — 

*  33.  Erigone  robust*  West. 
N.  Husslhof,  Ftinsterthal  bei  Kuhthai  [700CK]  (Aasserer). 

*  33.  Erigone  fuscipcUpis  C.  Koch. 

N.  Hottinger  HQgel,  PaUcher  Kofl,  Hottinger  Alpe,  Inns- 
brack,  Gnadenwald,  JochQbergang  nach  Kiihthai  (Aas- 
serer). —  Obergurgel  (Heller). 

S.  Im  Trieatinischen  (Can.  et  Pav.) 

*  34.  Erigone  brevis   WicL 
Von   Aasserer    als    Erigone    phaeopus  C.  Koch,    aof- 
geffihrt. 

N.  G5tzens  (Aasserer).  Praxmar  (Heller). 
S.  Heran  (Acusserer). 

*  35.  Erigone  rufa   Wid. 

S.  Meran  (Aasserer).  Kaiser  Thftrl.  Haaenstein  bei 
Ratzes. 

36.  Erigone  apicata  Bl. 

S.  Meran.  (Aasserer). 

*  37.  Erigone  nigra  Bl. 

N.  Gallwiese,  Hottinger  Berg,  Jochfibergang  von  der  Tau- 
rer  Alpe  nach  dem  Haller  Salzberg.  (6000'). 

*  38.  Erigone  insecta  L.  Koch. 
N.  Sonnenborger  Hagel  (Ausserer). 

39.  Erigone  paradoooa  L%  Koch 
N.  Hottinger  Alpe  [4000'J  (Ausserer). 

40.    Erigone  vicuna  Bl. 

N.  H5ttinger  Alpe  [4000*]  (Ausserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav. 

41  Erigone  aurita  L.  Koch. 
N.  H5ttinger  Hiigel  [2500]  (Ausserer). 


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—    241    — 

*  42.  Erigone  antica   Wid. 
N.  Innsbruck,  Gallwiese,  Hdttioger  Berg  (Ausserer). 
S.  Kaiser  Thorl. 

*  43.  Erigone  altifrons  Cambr. 
N.  Jochubergang  nach  Kuhthai  [6000']  (Ausserer). 

44.  Erigone  saxicola  Cambr. 
N.  Gnadenwald  [2500*]  (Ausserer). 

45.  Erigone  simiUs  Cambr. 
N.  Innsbruck  (Ausserer), 

46.  Erigone  coriacea   Westr. 
N.  Innsbruck  (Ausserer). 

47.  Erigone  sila  Cambr. 
N.  Innsbruck  (Ausserer). 

*  48.  Erigone  columbina  L.  Kch. 
N.  HOttinger   Alpe   [6000']    (Ausserer).     Kfththai    (Heller, 
Ausserer). 

49.  Erigone  impudica  L.  Koch. 
N.  H5ttinger  Berg  [3000']  (Ausserer.) 

50.  Erigone  subeUvata  L.  Koch. 
N.  Innsbruck  (Ausserer). 

51.  Erigone  erecta  L.  Koch. 
N.  Innsbruck  (Ausserer). 

Theridium  Walck. 
1.  Theridium  Unctum   Walck. 

N.  Schaineck  (Ausserer). 

S.  Weissenstein    (Ausserer).      Im    Trientinischen    (Can.   et 
Pav.) 
Ferdinandeums-Zeitschsift.  16 


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—    242     — 

Nach  Ausserer  raeist  in  der  Nahe  n>enschlicher  Woh- 
nungen;  ausserhalb  des  Gebirges  kommt  diese  Art  nach 
meioen  Erfahrungen  nur  in  dichten  Waldungen  auf  Fich- 
ten  vor. 

2.  Theridium  varicvns  Halm. 
N.  H5ttinger  Berg,    Gnadenwald,    Sellrain,    Patscher  Kofl 

(Ausserer).     Stubai. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.)     Meran  (Milde). 

3.  Theridium  tepidariorum  0.  Koch. 
N.  Innsbruck  (bot  Garten  in  Glashausern,  Friedhof.)  (Aus- 
serer). 

*  4.  Theridium  petraeum  L.  Koch. 
N.  Kuhthai  (unter  Steinen). 

5.  Theridium  triste  Hahn. 
N.  HOttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Iin  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

6.  Theridium  riparium  Bl. 
Nach  Ausserer  bis  3000'. 
N.  Innsbruck  (Ausserer). 
S.  Meran.  (Milde). 

*  7.  Theridium  umbraticum  L.  Koch. 
N.  Stubai,  zwischen  Gerlos  und  Krimml. 

S.  Defereggen.  —  Val  Genova 

*  8.  Theridium  denticulatum   WcUck. 

N.  Innsbruck,  Lans,  Sellrain  (Ausserer).     Plattenkogel. 
S.  Meran  (Milde). 

9.  Theridium  histrionicum  Thor. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et.  Pav.) 

*  10.  Theridium  instabile. 
N.  Lannersbach,  Kflhthai,  Schmirnthal. 


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—    243    — 

11.  Theridium  pinastri  L.  Koch. 
S.  Meran  (Milde). 

*  12.  Theridium  eivypMum  CI. 
Nach  Ausserer  bis  700(y. 

N.  Sehr  verbreitet  (Ausserer).   Obergurgel  (Heller).    Daxer- 

thal. 
S.  Meran  (Milde).     Ira  Trientinischep  [Can.  et  Pav.).    Am- 

pezzo  (Letocha).    Ratzes. 

*  IS.  Theridium  formomm  CI. 
Nach  Ausserer  nicht  h5her  als  4000'. 

N.  Innsbruck,  Jenbach  (Ausserer).     Duxertlial. 
S.  Bozen,  Kastelruth  (Ausserer).    Meran.  (Milde). 

14.  Theridium  thoracicum  Halm. 
N.  Iunsbruck  (Ausserer). 

15.  Theridium  bimaculatum  Linn. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav). 

Dipoena  Thor. 
1.  IHpoina  melemogaster  C.  Koch. 
N.  Hdttinger  Berg  (Ausserer). 

Phyllonethis  Thor. 

1.  PhyUoneihis  lineata  CI. 

N.  Innsbruck,  Jenbach  (Ausserer),  Kufstein  etc. 
S.  Meran  (Milde),  Ampezzo  (Letocha)  etc. 
Allenthalben  verbreitet. 

Ero  C.  Koch. 
1.  Ero  thoracica   Wid. 
S.  Kaiser  Thai. 

2.  Ero  variegata  C.  Koch. 
N.  St.  Sigismund  bei  Kuhthai  (Ausserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

Mimetus  Heniz 
1.  Mimetus  laevigatus  Keys. 
&  Meran  (Milde). 


16* 


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—    244    — 

Lithyplumtes  Thor. 
1.  Lithyphantes  corrolatue  Linn. 
N.  HSttinger  Hugel  (Aasserer). 
S.  Meran  (Milde).    Ratzes,  Vdls. 

Steatoda  Sund. 

1.  Steatoda  triangulosa  Walck. 

S.  Bozen,  Kastelruth,  Villaoders  (Aasserer).  Meran  (Milde.). 

*  2.  Steatoda  bipunctata  Linn. 
Nach  Aasserer  bis  6000'. 

N.  Innsbruck,  Sellrain,  Kfththai,  Oberiss,  Liseos  etc.  (Aas- 
serer). 
S.  Kastelruth,  Bozen,  Brunecken,  Passeier  (Aasserer). 

*  3.  Steatoda  guttata  Wtdm 
Nach  Aasserer  bis  7000*. 

N.  Buchsenhausen ,  Gnadenwald,  Gfttzens,  Riihthai  (Aas- 
serer).   Praxmar  (Heller). 

S.  Kaiser  Th6rl.  Ratzes,  Brixen. 

4.  Steatoda  inoorata  Canibr. 
N.  Hettinger  Berg  (Aasserer)  bis  300(y. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

Asagena  Sund. 

*  1.  Asagena  phalerata  Pang. 
Nach  Aasserer  bis  600(y. 

N.  Husslhof,  Gnadenwald,  HSttinger  Hugel,  Patscher  Kofl 
(Aasserer).  —  Obergurgel,  Praxmar  (Heller.),  KfihthaL 

S.  Meran  (Milde).  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.),  Kaiser 
Th6rl,  V5ls. 

Pholcomma  Thor. 
1.  Pholcomma  gibbum  Westr. 
8.  Brixen. 

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—    245    — 

B.   Scytodiden. 

a.  Pholcinen. 
Spermophora  Hentz. 
1.  Spermophora  senoculata  Dug. 
S.  Meran  (Milde,  Ausserer). 

Pholcus  Widck. 
1.  Pholcus  opilinoides  Schrank. 
N.  Hinterdux,  Ferleiten. 
S.  Antholz,  Bozen  (Eppan,  Rangelstein),  Meran,  Brixen. 

JS.  Pholcus  phahmgioides  Fuessl. 
S.  Bozen,  Villanders,  Meran  (Ausserer). 

3.  Pholcus  rivulatu8  Forslc. 

S.  Meran  (Milde). 

b.  Scytodinen. 
Scytodes  Latr. 

1.  Scytodes  thoracica  Latr. 
S.  Meran  (Milde).    Bozen,  Waidbrnck. 

TTT.    Tubitelarien. 

A.  Ageleniden. 

a.  Amanrobiinen. 

Dictyna  SuncL 

1.  Dictyna  variabilis  C.  Koch. 

N.  Weyerburg,  Gnadenwald  (Ausserer). 

S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

2.  Dictyna  uncinata  Thor. 
N.  Kufstein. 

S.  Meran  (Milde). 

8.  Dictyna  pueiUa  Thor. 

N.  Kufstein. 


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—    246    — 

4.  Dictyna  arundinacea  Linn. 
N.  Ueberall  sehr  verbreitet  (Ausserer). 
S.  Desgleichen. 

Titanoeca  Thor. 
1.  Titanoeca  quadriguttata  Hahn. 
S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

2.  Titanoeca  KocMi  Ausserer. 
N.  HSttinger  Berg  (Ausserer). 

Amanrobius  C.  Koch. 
1.  Amaurobius  ferox  Walck. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

2.  Amanrobius  jugorum  L.  Koclp* 
Bis  zu  400(y  beobachtet  (Ausserer). 

N.  Kirschbuchhof,  HSttinger  Berg  (Answerer).     Hinterdux. 
S.   Kalserthal,    Defereggen   (Hopfgarten),   Brixen,    Ratzes, 
Bozen.  -      Meran  (Milde). 

3.  Amaurobius  claustrarius  Hahn. 
Von  Ausserer  bis  500(y  beobachtet. 

N.  Innsbruck,   Patscher  Kofel,  Lisenz,  Jenbach  (Ausserer). 

Praxroar  (Heller).     Hinterdux,  Krimm),  Ferleiten. 
S.  Ratzes  und  Seiser  Alpe  (MiHe).  —  Defereggen,  Win* 

disch-Matrey.    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

*  4.  Amaurobiu8  fenestralis  Stiroem. 
N.  HSttinger  Alpe  (Ausserer).    Krimm],  Acbensee,  Kuhthal 

Im  Allgemeinen   nach  Ausserer   ebenso  wie  die  vorige 

verbreitet. 
S.  Landro,  Ratzes,   Defereggen,   Windisch-Matrey,  Seiser- 

Alpe.  —  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

5.  Amawrobius  obustus  L.  Koch. 
S.  In  Sudtirol  sehr  verbreitet.  —  Meran  (Milde).    Ratzes, 
Brixen,  Eppan,  Kalserthal,  Defereggen  (Hopfgarten). 


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—    247    — 

6.  Amaurobius  crassipalpis  Can  et  Pav* 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

7.  Amaurobius  torvus  Thor. 
S.  Meran. 

b.  Ageleninen. 
Caelotes  Bl 

*  1.  Caelotes  atropos   Walck. 
Bis  7000'  (Ausserer). 

N.  Innsbruck,  Jenbach,  Taurer  Alpe  und  Jochflbergang  in 
den  Haller  Salzberg,  Lisens,  Ktihthai,  Fiinsterthal 
(Ausserer)  —  Kaiser,  Fttnsterthalerjoch.    Hinterdux. 

S.  Defereggen.    Ratzes. 

2.  Caelotes  inermis  L.  Koch. 
N.  Achensee. 
S.  Ratzes. 

*  3.  Caelotes  solitaries  L.  Koch. 
N.  Plattenkogel. 

S.  Ratzes,  Schlern,  Landro. 

Textrix  Sand. 

1.  Textrix  denticulata  Oliv. 

N.  Paschberg,  Gnadenwald  (Ausserer).    Sellrain  —  ■  Gries, 

Duxerthal. 
S.  Villanders,   Kastelruth  (Ausserer).    Meran   (Milde).    Im 
Trientinischen   (Can.   et  Pav.)     Ratzes,   V5ls,   Brixen, 
Seiss. 

#.  Textrix  caudata  L.  Koch. 
S.  Meran  (Milde).     V5ls,  Eppan. 

Histopona  Thor. 

*  1.  Histopona  torpida  C.  Koch. 

N.  Innsbruck  Umgegend  (Ausserer).  —  Kaiser,  Ferleiten  — 

Fusch. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).  Ratzes,  Kalserthdrl. 


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—    248    — 

Agelena  Which. 
*  1.  Agelena  latyrintlrica  CI. 
Nach  Ausserer  in  ganz  Tirol  h&ufig. 
N.  Sellrainer  Thai. 

S.  Meran    (Milde).     Schlurns.     Im   Trientinischen   (Can.  et 
Pav.). 

2-  Agelena  similis  Keys. 
N.  Deberall  nm  Innsbruck.     Hottinger  Alpe  (Ausserer). 
S.  Kastelruth,  Bozen   (Ausserer).     Im   Trientinischen  (Can. 
et  Pav.). 

Cryphoeea  Thor. 

*  1.   Cryphoeea  silvicola  C.  Koch. 
N.  Lanersbach,  Kuhthai. 

S.  Pinzolo.    Mitterthaler  See  im  Antholzthale. 

2-  Cryphoeea  lichenum  nov.  spec. 
N.  Zwischen  Lanersbach  und  Hinterdux. 
S.  Defereggen  (St.  Jakob). 

Tegenaria  Walck. 

*  1.  Tegenaria  dlvestris  L.  Koch. 
N.  Hinterdux.     Kuhthai,  Sellrain  bis  Gries. 

S.  Antholz,  Defereggen,  Kaiser  Th5rl,  Ratzes,  V5ls,  Brixen. 
Anmerk.  4. 

2.  Tegenaria  domestica  CI. 
N.  Innsbruck  (Ausserer). 

S.  Meran  (Milde).     Trient  an  den  Felsen  des  Buco  di  Vela 
zugleich  mit  Tegen.  tridentina  L.  Koch. 

*  3.  Tegenaria  cicurea  Fair. 
Nach  Ausserer  bis  650(y. 
N.  Paschberg,   Patscher  Kofel  (Ausserer).     Kfththai,  Fusch. 
Anmerk.  5. 

4.  Tegenaria  parietina  JB\ 
S.  Meran  (Milde).     Rungelstein  bei  Bozen. 


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—    249    — 

5.  Tegenaria  Derhamii  Scop. 
N.  Gemein. 

S.  Meran  (Milde).   Bozen,  Kastelrnth  (Aasserer).  Im  Trien- 
tinischen  (Can.  et  Pav.). 

6.  Tegenaria  agrestis  Walclc. 
S.  Eppan,  Meran  (Ausserer).     Vdls. 

*  7.  Tegenaria  tridentina  L.  Koch. 
An  Dolomit-  and  Kalkfelsen. 
N.  Auf  der  Hdhe  des  vorderen  Kaisers,  am  Achensee. 
S.  Schlernklamm.    Trient  (Buco  di  Vela). 

8.  Tegenaria  hngipes  C.  Koch  J 
S.  Bei  Meran  (Doleschall).    Vielieicht  Tegenaria  parietina  Fr. 

9.  Tegenaria  campeetris  C.  Koch. 
N.  Paschberg,  Sonnenbnrger  Hfigel,  H5ttinger  Berg  (Ausserer). 

10.  Tegenaria  Rhaetica  Thor. 
S.  Meran. 

Hahnia  C.  Koch. 
*  1.  Hahnia  pueitta  K.  Coch. 
N.  Patscher  Kofl  (Ausserer). 

%.  Hahnia  muscicula  E.  Sim. 
S.  Bozen. 

Cybaens  0.  Koch. 
*  1.  Oybaeua  tetricus  C.  Koch. 
N.  Kaiser,  Plattenkogel,  Krimml. 

S.  Kaiser  Thdrl,  Defereggen,  Schlern,  Ratzes.  —   Landro 
(Letocha). 

e.    Argyronetinen. 

Argyroneta  Wolch. 
1.  Argyroneta  aquatica  (X 
N.  Bei  Amras  nnr  einmal  von  Aasserer  beobachtet. 


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—    250    — 

B.   Drassiden. 
Gnaphosa  Lair. 
1.  Gnaphosa  lucifuga  WcUek. 
N.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  2.  Gnaphosa  muscorum  L.  Koch. 
N.  Kuppe  des  Patscher  Kofls  [700(Y]  Ausserer. 

3.  Gnaphosa  montana  Im  Koch. 
N.  Inneriss,  Innsbruck  (Ausserer). 

S.  Im  Trientinischen   (Can.  et  Pav.).    Ratzes   outer  Baum- 
rinden. 

4.  Gnaphosa  lugubris  C  Koch. 
S.  VMs. 

*  5.  Gnaphosa  leporina  L.  Koch. 
N.  Hornthaler  Joch.  —  Obergurgel  (Heller). 

S.  Schlern,  Jochfibergang  von  der  Seiseralpe  in  das  Duron- 
thai. 

*  6.  Gnaphosa  petroUa  L.  Koch. 
N.  Hornthaler  Joch. 

S.  Marmolada. 

7.  Gnaphosa  bicolor  Hhn. 
N.  Kirschbuchhof  (Ausserer).  —  Kufstein. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  Gnaphosa  badia  L.  Koch. 
N.  Patscher  Kofl   [TOOO*]   (Ausserer).     Alpein.    Hornthaler 

Joch.  Lanersbach,  Kaisergebirg.  — Monte  Baldo  (Heller) 
S.  Schlern,  Jochubergang  von  der  Seiseralpe  in  das  Doron- 

thal. 

*  9.  Gnaphosa  helvetica  L.  Koch. 

N.  Jochubergang  nachKuhthai  [600(y],  Patscher  Kofl  [70001 

(Ausserer).    Fiinsterthal. 
S.  Meran  (Ausserer).    Schlern. 


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—    251    — 

10.  Ghnaphosa  Aussereri  L.  Koch. 
S.  Meran  sehr  hating  (Ausserer).     Vdls. 

11.  Gnaphosa  ecoornata  C.  Koch. 
S.  Meran  (Milde).    Vdls. 

12.  Ondphosa  nocturna  Lirvn. 
N.  Hattinger  Berg  [300(y— 40W]  (Ausserer).  Lannersbach, 

Kufstein. 
S.  Meran  (Milde).     Pinzolo. 

Micaria  Westr. 
1.  Micaria  vplendidisrima  L.  Koch. 
N.  Hbttinger  Berg  [300(y]  (Ausserer). 
S.  Tobliner  See. 

*  2.  Micaria  puUcaria  Sund. 
Nach  Ausserer  bis  6000'. 

N.  Husselhof,Taurer  Alpe,Patscher  Kofi  (Ausserer).  Hinterdux 

*  3.  Micaria  alpina  L.  Koch. 
N.  Ffinsterthaljoch. 

*  4.  Micaria  fulgem  Wdlch. 
Nach  Ausserer  bis  TOOtf. 
N.  Kirscbbuchhof,  Patscher  Kofi,  Joch&bergang  nach   Kfih- 
thai,  auf  dem  Leger  ober  Kfihthai  [Sonnenseite  c  100(f] 
(Ausserer),     Dmhausen  im  Oetzthal. 
S.  Meran  (Milde).  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.).  Schlern, 
Ratzes. 

5.  Micaria  Lucasii  Thor. 
S.  Bozen. 

6.  Micaria  constricta  L.  Koch 
S.  Ratzes.1 

7.  Micaria  Atbini  Sav.  et  And. 
S.  Bozen. 

Drassns  Walck. 
Drama  troglodytes  C.  Koch. 
Nach  Ausserer  bis  700<y  gemein. 


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-    252     — 

N.  Hdtting,  Patscher  Kofi,  Ffinstertbal,  Gries  im  Sellraio, 
Lisenz,  Kflhthai  (Ansserer).  Praxmar  (Heller).  — 
Hornthaler  Joch,  Knfstein,  Hinderdax. 

S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).  Defereggen,  Berger 
Th6rl,  Ratzes, 

2.  Drassus  scuiulatus  L.  Koch. 

N.  Kufstein. 

S.  Merao  (Milde). 

3.  Drassus  quadripunctatus  Linn. 
N.  Weiherbnrg  in   eioera   Bienenstocke   (Ansserer).  —  [Bei 
Nurnberg  fand   ich   diese  Art  imroer  nnr  in  HQhner- 
s  tall  en]. 

*  4.  Drassus  lapidicola   WaJck. 
In  Nord-  nnd  Sfidtirol  bis  800(y  GberaJl  hftofig  (Ans- 
serer). 

*  5.  Drassus  pubescent  Thor. 
Nach  Ansserer  bis  700(y, 
N.  HSttinger  Berg,  Patscher  Kofi,  Kfththai  (Ansserer). 
S.  V5ls. 

6.  Drassus  minusculus  L.  Koch. 
S.  Meran  (Milde). 

7.  Drassus  viUosus  Thor. 
Bis  jetzt  ansschliesslich  an  Senn-  nnd  Henhfttten  in  den 
Ritzen  des  GebMkes  beobachtet,   scheint  fiber  hOW  nicht 
vorznkommen. 

N.  Lisenz,  Kiihthai  (Ansserer).     Hinterdnx,  Eaisergebirg. 
S.   Defereggen   zwischen   St.   Jakob    nnd    St.   Veit,  Kate, 
Antholz.     V5ls.  —  Meran  (Milde). 

8.  Drassus  braccatus  L.  Koch. 
S.  Bozen  (Ansserer). 

9.  Drassus  viator  L.  Koch. 
S.  Iin  Trientinischen  (Can,  et  Pay.). 


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—    253    — 

Sagana  Thor. 
1.  Sagana  rutilans  Thor. 
S.  Trient  (Canestr.). 

Anyphaena  Walck. 

1.  Anyphaena  accentuate*   Walck. 

N.  H5ttinger  Berg,   Paschberg,   Gnadenwald,   Matrei  (Aus- 

serer.     Kufstein. 
S.  Bozen,  Tagusens,  Schlanders   (Ausserer).     Im  Trientini- 
schen  (Can.  et  Pav.). 

Phrurolithus  C.  Koch. 
1.  Phrurolithus  minimus  C.  Koch. 
Bis  350<y  (Ausserer). 
N.   Hdttiger  Berg,   Kirschbuchhof,   Paschberg,   Gnadenwald 
(Ausserer). 

*  H.  Phrurolithus  festivus  C.  Koch. 
N.  H5tting  (Ausserer).    Kiihthai. 

S.  Meran  (Milde).     Ratzes,  Vdls,  Trient,  Balliao. 

Prostheslma  L.  Koch. 

*  1.  Pro8thedma  petrensis  0.  Koch. 
N.  Kaiser. 

S.   Im  Trientinischen   (Can.   et  Pav.).    —   Meran  (Milde). 
Ratzes.    V5ls.    Schlern. 

*&  Prosthesima  talpina  L.  Koch. 
N.  Oberiss. 

5.  Prosthesima  oblonga  C.  Koch. 
S.  Meran  (Milde).    Eppan,  Bozen,  Ponal  bei  Riva. 

4.  Prosthesima  rustica  L.  Koch. 
S.  Trient  (Canestr.). 

5.  Prosthesima  pedestris  C.  Koch. 
S.  Bozen. 


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—    254    — 

*  6.  Prosihesima  atra  Latr, 

Bis  7000'  (Ausserer). 
N.  Hdttinger  Berg,  Jenbach,  Kiihthai,  Fiinsterthal  (Ausserer). 

Kaiser. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).    Kalserthal. 

7.  Prosihesima  nigrita  Fabr. 
S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  8.  Prosihesima  clivicola  L.  Koch. 
N.  Fiinsterthal  bei  Kiihthai. 
S.  Ratzes. 

*  9.  Prosihesima  Petiverii  Scop. 
N.  Alpeiner  Alpe.     Kufstein. 
S.  Seiseralpe  (Ausserer).  —  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

Antholz,   Defereggen   (Hopfgarten),   Kalserthal,  Berger 

Thdrl,  Schlern,  Ratzes. 

10.  Prosihesima  longipes  L.  Koch 
S.  V5ls. 

11.  Prosthetima  Kochii  (Can.  et  Pav.). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

12.  Prosihesima  tridentina  Canestr. 
S.  Val  di  Non  (Canestr.). 

13.  Prosihesima  anatmiensis  Can. 
S.  Val  di  Non  (Canestr.) 

14.  Prosihesima  prognaiha  Can. 
S.  Im  Trientinischen  (Canestr.). 

15.  Prosihesima  apricorum  nov.  sp. 
S.  Ratzes. 

16.  Prosihesima  napaea  nov.  sp. 
S.  Ratzes. 

Chiracanthium  C.  Koch. 

N.  Innsbruck  (Ausserer). 

S.  Bozen  (Ausserer).    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 


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—    255    — 

2.  Chiracanthium  Mildei  L.  Koch. 
S.  Meran  (Milde).     Bozen,  Leifers,  Villandcrs  (Ausserer). 

3.  Cthircmthium  nutria)   Walck. 
N.  Kirschbuchhof.     Gnadeowald  (Ausserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

4.  Chiracanthium  Letochae  nov.  sp. 
Dieses  Thierchen,  von  mir  vordem  als  kleine  Abart  von 
Gh.  Seidlitzii  aufgefuhrt,  ist  von  letzterer  doch  wesentlich  ver- 
schieden,  wie  ich  mich  in  der  Folge  auch  an  Exemplaren, 
welclie  ich  durch  giitige  Mittheilung  des  Herr  Letocha  in 
Wien,  erhielt  and  von  demselben  bei  GOrz  gesammelt  war- 
den, uberzeagte. 
S.  Meran  (Milde). 

Liocranum  L.  Koch. 
1.  IAocranum  celans   Walck. 
S.  Bozen.  —  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

2.  Liocranum  squamosum  L.  Koch 
S!  Meran,  Bozen. 

3.  IAocranum  domesticum  Wid. 
N.  Jenbach. 
S.   Im   Trientinischen    (Can.  et  Pav.).   —    Bozen.    —   Bei 

Ratzes  nicht  selten  auch  aasserhalb  der  Hauser  unter 

Steinen. 

Clubiona  Walck. 
In  den  Alpen  haben  die  dort  vorkommenden  Arten  die- 
ses Genus  unter  Steinen  ihren  Aufenthalt;   selbst  da,  wo 
noch  Gebtlsch   und  Baume  ftlr  sie  vorhanden  w&ren,  ziehen 
einzelne  Species  es  vor,  unter  Steinen  zu  wohuen. 
1.  Clubiona  trivialis  C.  Koch. 
Bis  5O0(y  nach  Ausserer. 
N.  Patscher  Kofl,  Gnadenwald  (Ausserer).   Kaiser,  Sellrain. 
S.  Defereggen,  Kaiser  Thai.   Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 


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—    256    — 

2.  Clubiona  terrestris   West. 
N.  Kufstein. 

S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).   Meran  (Milde),  Ratzes. 
Bei  Brixen  unter  Steinen. 

*  S.  Clubiona  montana  L.  Koch. 

N.   PaUcher  Kofl  [WW]  (Ausserer).    St.  Sigismund  bei 

Kiihthai. 
S.  Antholz,  Kaiser  Thorl. 

4.  Clubiona  paUidula  CI. 
N.  Amras,  Gnadenwald  (Ausserer).    Kofstein. 
S.  Meran  (Milde).    Ampezzo  (Letocha). 

5.  Clubiona  corticaUs   Walck. 
S.  Brixen.  —  Trient  (Canestr.). 

6.  Clubiona  coerulescens  L.  Koch. 
N.  Kufstein. 

7.  Clubiona  reclusa  Camb. 

N.  St  Sigismund  bei  Kiihthai.    —    Unter  Steioen  an  einem 

Giessbache  zwischen  Lannersbach  nod  Hinterdux. 

8.  Clubiona  germamca  Thor. 
N.  Amras,  Biichsenhausen  (Ausserer).    Kufstein. 

*  9.  Clubiona  alpica  L.  Koch. 
N.  Oberiss,  Lannersbach. 

10.   Clubiona  saxaUlis  L.  Koch. 
N.  Duxerthal  zwischen  Lannersbach  und  Hinterdox. 

11.  Clubiona  holosericea  De  Q4er. 
N.  Kufstein. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  12.  Clubiona  erratica  C.  Koch. 

N.  HSttinger  Berg,  H5ttinger  Alpe,  Gnadenwald  (Ausserer). 
S.  Ratzes,  Staller  Alpe. 


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—    267    — 

*  13.  Clubiona  frutetorum  L.  Koch. 
S.  Kaiser  Thai.    Staller  Alpe. 

14.  Clubiona  grisea  L.  Koch. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

15.  Clubiona  pollens  C.  Koch. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

16.  Clubiona  comta  C.  Koch. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

17.  Clubiona  pulchella  Can.  et  Pav. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

18.  Clubiona  abdita  n.  spec. 
N.  Knfctein. 

Agroeca  Westr. 
1.  Agroeca  Unotina  C.  Koch. 
N.  HSttinger  Berg.    Husselhof  (Ansserer). 
Anmerk.  6. 

&  Agroeca  proxima  Cambr. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.).    Pinxolo. 

3.  Agroeca  chrysea  L.  Koch. 
S.  Brixen,  Eppan. 

Trachelas  L.  Koch 
1.  Trachelas  nitescens  L.  Koch. 
S.  Castelruth. 

Zora  C.  Koch. 
1.  Zora  maculata  CI. 
N.  Amras,  Gnadenwald,  Schwaz  (Ausserer). 
S.  Meran  (Hilde).    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

2.  Zorafusca  Wetsr.  (Apostenus  fuscus  W.). 

N.  Kufatein. 

Fttdinaiideams-Ztiteclirift.  1« 


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—    258    — 

Apostolus   Westr. 

1.  Apostenus  sacoatiUs  Ausserer. 
N.  Husselhof  (Ausserer). 

Nach  der  Beschreibung  Ausserer's  wesentlich  von  Zora 
fusca  verschieden ;  ob  diese  Art  nickt  ebenfalls  zu  Zora  zn 
rechnen  sei,  lasst  sich  nicht  entscheiden,  indem  Ausserer  die 
Lage  der  hinteren  Augenreihe  nicht  speziell  aogibt 

C.  Filistatiden. 
Filistata  Latr. 

1.   Filistata  testacea  Latr. 
S.  Bozen,   Brixen,   Villanders    (Ausserer).     Meran   (Milde). 
Waidbruck, 

2.   Filistata  nana  E.  Simon, 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

D.  Dysderiden. 

Segestria  Latr. 

1.  Segestria  senoculata  Linn. 

N.  Amras,  Gnadenwald,  Neustift,  Gries    (Ausserer).  Fasch. 

S.  Ratzes,  Meran  (Milde).  Hopfgarten  im  Defereggen,  Brixen, 

Windisch-Matrey.  —  Im  Trientinischen  (Can.  et  Par.). 

2.  Segestria  bavarica  C.  Koch. 
N.  Bei  Innsbruck  bis  3(KKy  (Ausserer). 

S.  Lengmoos  (Ausserer).     Meran  (Milde).    Trient  (Can.  et 
Pav.).    Ratzes,  Gastelruth. 

Harpactes  Tempi 
1.  Harpactes  Hombergi  Scop. 
N.  Kufstein. 
S.  Meran  (Milde).    Ratzes,  Brixen. 

,  2.  Harpactes  Iqpidus  C.  Koch. 
S.  Schlern,  Ratzes,  V61s,  Defereggen. 


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—    259    — 

3.   Harpactes  Canestrinii  nov.  spec. 
S.  V6ls,  Brixen,  Eppan. 

Dysdera  Law. 
1.  Dysdera  Ninmi  CanesW. 
In  Ausserer's  Verzeichniss  als  Dysdera  alpina  L.  Koch 
aufgeffihrt 

S.  Villanders  (Ausserer).  —  Hopfgarten  im  Defereggen, 
Bleischach,  Katzes,  Vols,  Brixen,  Bozen,  Eppan,  Meran, 
Pinzolo,  Ballino. 

2.  Dysdera  erythrina   Wakk. 
S.  Bozen   bei   Sigismundskron.  —    Im   Trientinischen    (Can 
et  Pav.). 

3.  Dysdera  rubicunda  C.  Koch. 
N.  Bei  Innsbruck  bis  300CK. 
S.  Meran  (MiJde). 

4.  Dysdera  grisea  (Ccm.  etPav.). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

IV.    Territelarien. 
A.  Theraphosiden. 

Atypns  Lair. 
1.   Aiypus  piceus  JSulz. 
N.  Kufsteio.  —  Arzl  (Ausserer). 
S.  Bozen  (Ausserer).     Meran  (Milde). 

V.    Xjaterigraden* 

A.    Thomisiden. 

a.    Philodrominen. 

Hicrommata  Lair. 

1.  Micrommata  virescens  CI. 

Bis  5000'  nach  Ausserer. 

N.  Hdttinger  Berg,  Taurer  Alpe  und  Jochubergang  in  den 

17* 


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—    260^— 

Haller  Salzberg,  Gnadenwald,  heiliges  Wasser,  Vulpmes 
(Ausserer).    Kufstein. 
S.  Merao  (Milde).    Ampezzo    (Letocha).    Im  Trientinischen 
(Can.  et  Pav.). 

2.  Micrommata  ornata  Walck. 
Nach  neueren   Beobachtungen   gewiss   eine   selbststan- 
dige  Art. 

N.  Innsbruck  (Ausserer). 
S.  Meran  (Milde).    Ira  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

Heteropoda  Lair. 
1.  Heteropoda  epongitarsis  Duf. 
S.  Meran  (Milde). 

Artanes  Thor. 
*  1.  Artanes  pallidus  Walck. 
N.  Kufetein,  Ktththai. 

2.  Artanes  margaritatus  CI. 
N.  Zierler  Klamm  (Ausserer). 

3.  Artomus  poecilus  Thor. 
S.  Tagusens  (Ausserer).    Meran  (Milde). 

Philodromus  Walck. 
1.  Philodromus  cespiticolis  Walck. 
N.  Praxmar,  Kufstein. 

S.  Meran  (Milde).  Ratzes,  Vols  (hier  die  Weibchen  bei 
den  Eiersacken  unter  Steinen  haufig).  —  Ampezzo 
(Letocha).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

2.  Philodromus  Clerckii  Sund. 
S.  Merao  (Milde). 

*  3.  PHhdromus  cwreolus  CI. 
Nach  Ausserer  bis  6000'. 
N.  Innsbruck,  Taurer  Alpe,  Patscher  Kofi,  Jenbach  (Ausserer). 

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—    261    — 

S.  Bozen,  Kastlrnth  (Ansserer).    Meran  (Milde).  Ratzes.  — 
Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

4.  Philodromus  diepar  Waick. 
N.  Weyerbnrg,  Jenbach,  Patsch  (Ansserer).    Kufstein. 
S.  Meran  (Milde).    Ratzes. 

*  5.  Philodromu8  alpestris  nov.  spec. 

N.  Kuhthai,  Hinterdnx. 
S.  Antholz,  Seiser  Alpe. 

6.  PhUodromus  aurortitens  Auss. 

N.  Patsch,  Jenbach  (Ansserer). 
S.  Tagusens  (Ansserer).    Ratzes. 

7.  Philodromus  coViwus  C.  Koch. 
S.  Meran  (Milde). 

Thanatus  C.  Koch 
*  1.  Thanatus  formidnus  CI. 

N.  Praxmar,  Kufstein.   —   HSttinger  Berg,  Jenbach  (Ans- 
serer). 
S.  Schlern,  Bozen.  —  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

2.   Thanatus  oblongus  Waich. 
Bis  4500'  von  Ansserer  beobachtet. 
N.  H5ttinger  Alpe. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

3.  Thanatus  Bayi  E.  Sim. 
S.  Meran  (Milde). 
Anmerk.  7. 

*  4.  Thanatus  arenarius  Thor. 
S.  Berger  ThSrl  nnter  Steinen. 


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—    262     — 

5.   Thcunatus  pcurcMelus  C.  Koch. 
N.  Kaf stein. 
S.  Meran  (Milde). 
Anmerk.  8. 

6.  Thanatus  gratiosus  E.  Sim. 
N.  Kufstein. 
S.  Kaiser  Thai. 

b.    Thomisinen. 
Honaeses  Thor. 

1.  Monaeses  cwneolus  C.  Koch. 

N.  Hflttinger  Berg,  Heilig  Wasser,  Jenbach  (Ausserer). 
S.  Im  Trientinichen  (Can.  et  Pay.). 
Bis  400(y  nach  Ausserer. 

Diaea  Thor. 
1.  Diaea  dorsata  Fabr. 
N.  Gnadenwald  (Ausserer).     Kufstein. 
S.  Bozen. 

Synema  E.  Sim. 

1.  Synema  globosum  Fabr. 

N.  Kerschbuchhof,  Miihlau,  Paschberg,  Hasselhof  (Ausserer). 

S.  Meran  (Milde).   Im  Trientinhchen  (Can.  et  Pav.).    Ratzes. 

Xysticns  G.  Koch. 

1.  Xysticus  8abulo8U8  Hhn. 

N.  Heilig  Wasser,  H5ttinger  Berg  (Ausserer) ;  Weer  (Graber). 

2.  Xysticus  comptulus  E.  Sim. 

S.  Val  Fondo  bei  Schluderbach,   Vols,  Ratces.  —  Meran 
(Milde). 

3.  Xysticus  luctuosuB  El. 
N.  Kufstein. 


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*  £.  XysUdus  cristatus  CI. 
N.  Ueberall  am  Innsbruck.     Jenbach  (Ausserer);    Kufstein,. 

Fftnsterthal  bei  Kiibthai. 
S.   Meran   (Milde).     Im  Trientinischen    (Ganestr.  et   Pav.). 

Ratzes.     Kaiser  Th5rl. 

*  5.  Xysticus  glacialis  nov.  spec. 
N.  FBnsterthal  unter  Steinen,  Alpein. 
S.  Val  Fondo  bei  Schluderbach,  Berger  Thftrl. 

6.  Xysticus  acerbw  Thar. 
N.  Praxmar  (Heller).     Kufstein. 
5.  Meran  (Milde). 

7.  Xy8ticus  bifasciatus  C.  Koch. 
N.  Jenbach  (Ausserer).     Kufstein. 
S.  Meran  (Milde). 

8.  Xysticus  lanio  C.  Koch. 

Bis  500(y  Ausserer. 
N.   HOttinger   Berg,   Gnadenwald,    Jenbach,   Patscher   Kofi 

(Ausserer). 
S.   Kastelruth    (Ausserer).     Meran    (Milde).     Monte   Baldo 

(Rosenhaoer).  ' 

*  9.  Xysticus  Kochii  Thor, 
N.  Kufstein,  Ffinsterthal. 
S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  10.  Xy8ticics  8eceden8  nov.  spec. 
N.  Auf  der  H5he  des  Plattenkogels  unter  Steinen  ein  Exem- 
plar gefunden. 

11.  Xysticus  fuscus  C.  Koch. 
N.  HOttmger  Berg  [3000']  (Ausserer). 
S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).    y$ls 

,    Z3.  Xysticus  erraticus  Bl. 
N.  H5ttinger  Berg,  Hinterriss  (Ausserer). 
S.  Meran  (Milde).    Ratzes. 


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—    264    — 

13.  Xysticua  Ubm  Halm. 
N.  Knfstein. 

14.  Xysticus  apricus  nov.  spec. 
S.  Tione. 

15.  Xysticu8  Niwtii  Thor. 
S.  Meran  (Milde).    Trient. 

OxyptUa  E.  Simon. 

1.  OxypUla  praticola  C.  Koch. 
Nach  Ausserer  bis  3000*. 

N.  Kerschbuchhof,  H5ttinger  Berg,  Achenthal  (Ausserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.).    Ratzes,  Pinzolo. 

*  &  Oayptila  hordeola  C.  Koch. 
N.   Hottinger  Berg,   Sellrain,   Jenbach   (Ausserer).     Ober- 

gnrgel  (Heller).     Knfstein. 
S.  Im  Trientinischen   (Can.  et  Pav.).    Meran  (Milde).    Val 

Fondo  bei  Schluderbacb. 

3.  Oayptila  BlaclcwaUU  E.  Sim. 
N.  Bis  300(y.  Hdttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Ratzes,  Brixen.  —  Bozen  (Ausserer). 

4.  Oayptila  trux  Bl 
N.  Husselhof  (Ausserer). 
S.  Brunecken  (Ausserer).    Ratzes. 

5.  OooypUla  rauda  E.  Sim. 
S.  Antholz. 

Misumena  Lair. 
1.  Mtsumena  vatia  CL 
N.  Deberall  gemein.     BWttinger  Berg,  Gfttzens,  Stubai,  Jen- 
bach,  Patsoher  Kofl  (Ausserer).    Kufstein. 
S.  Meran  (Milde).    Ampezxo  (Letocha). 

2.  Misumena  tricuspidata  Fabr. 
N.  Reichenau,  Viller  An,  Jenbach  (Ausserer). 
S.  Bozen  (Ausserer). 

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—    265    — 

Thorntons  Which 
1.  Thomims  ormstus  Watch 
S.  Bozen  (Gredler).  Ira  Trientinischen  (Can.  et  Pay.)   Meran 
(Milde). 

Pistius  E.  Sim. 
1.  Pistius  truncates  Pall. 
N.  Hettinger  Berg,  Sellrain,  Jenbach  (Ansserer). 
S.  Tagusens  (Ansserer).    Meran  (Milde).    Im  Trientinischen 
(Can.  et  Pav.). 

Heriaeus  E.  Sim. 
1.  Heriaeus  Mrsutus  Walek. 
S.  Meran  (Milde).    Ira  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

VI.    Oitigraden, 

A.  Lycosiden. 

Aulonia  0.  Koch. 

1.  Aulonia  albimana  Walch. 

N.  Hftttinger  Berg,  Kerschbuchhof  (Ansserer). 

S.  Meran  (Milde).  Im  TVientinischen  (Can.  et  Pay.).    Eppan. 

Pardosa  C.  Koch. 

*  1.  Purdosa  monticola  Cl 

N.  Bei  Innsbruck  flberall  h&ufig  (Ansserer).    Kfihthai   and 

Praxmar  (Heller).     Fttnsterthal. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.    Ratzes  (Milde). 

*  H.  Pardosa  palusiris  Linn. 
S.  Kaiser  Thai,  Antholz,  Defereggen  (St.  Jakob  —  St.  Veit), 
Schlern,  VOls. 

*  3.  Pardosa  saltuaria  L.  Koch. 
N.  Kfihthai.    Fftnsterthal.     Alpein. 

S.  Ratzes  (Milde).  Schlern  and  Schlernklamm,  Berger  Th5rl, 
Staller  Alpe. 


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—    266    — 

*  4.  Pardosa  owrsoria  C  Koch. 

N.  Praxmar,  Obergurgel  (Heller).  FQnsterthal,  KQhthai, 
Kaisergebirg,  Duxer  Joch. 

S.  Meran,  Ratzes  (Milde).  Monte  Baldo  (Heller).  Berger 
Th5rl,  Kaiser  Thai,  Kaiser  Thftrl,  Antholz  —  Mitter- 
thal,  Duronthaljoch,  Schlern,  Seiseralpe,  Schlernklamm, 
Val  Fondo  bei  Schluderbach,  V5ls,  Pinzolo  —  Bed6le. 
—  Meran  (Milde). 

5.  Pardosa  agricola  Thor. 
N.  Innsbruck  (Ausserer).     Hinterdux. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).   Meran  (Milde).  Kalser- 
thal. 

6.  Pardosa  pullata  CI. 
N.  Lans,  Gotzens,  Fritzens  (Ausserer). 

7.  Pardosa  bifasdata  C.  Koch. 
S.  Meran  (Milde). 

8.  Pardosa  vittata  Keys. 
S.  Meran  (Milde). 

9.  Pardosa  paludicola  CI. 
N.  Sehr  gemein.  Hotting,  Lans,  Gnadenwald,  Sellrain  (Aus- 
serer).    Kufstein. 

*  10.   Pardosa  nigra  C  Koch. 

N.  Praxmar  (Heller).   Kaisergebirg.   FtLnfcterthal,  Hornthaler 

Joch. 
S.  Bei  Meran  bis  8000'  (Ausserer).     Seiseralpe  (Milde)* 

*  11.  Pardosa  amerUata  CI. 
In  Nord-  und  SQdtirol  tiberall  verbreitet. 
HSchste  Punkte: 

N.  Hinterdux,  Ktththai,  Plattenkogel. 
S.  Kaiser  Thorl. 

*  Z3.  Pardosa   WagUri  Htm. 

N.  GStzens,  Sellrain,  Lisens  (Ausserer).  Praxmar  (Heller). 
Hinterdux. 


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—    267    — 

S.  Villanders,  Kastelruth  (Ausserer).  Meran  (Milde).  — 
Antholz,  Ealserthal,  Ratzes,  Schlern,  Val  Fopdo  bei 
Schluderbach.  Pinzolo,  Moraenen  der  Vedretta  del 
Mandron. 

13.  Pardosa  lugubris  Walch. 
N.  Innsbruck  (Ausserer).     Kufstein,  Stubai. 
S.  Villanders  (Ausserer).     Ratzes  und  Meran   (Milde).  — 
Im  Trientinischeu  (Can.  et  Pav.).     Defereggen,  Vdls. 

14.  Pardosa  striatipes  C.  Koch. 
N.  Hottinger  Berg  (Ausserer). 

*  15.  Pardosa  vipoma  C.  Koch 

N.  Kufstein,  Kflhthai,  Hinterdux,  —  Praxmar  (Heller). 
S.  Ratzes. 

16.  Pardosa  prativaga  L.  Koch. 
S.  Meran  (Milde). 

IT.   Pardosa  hortensis  Thor. 
S.  Meran  (Milde). 

*  18.  Pardosa  ferruginea  L*  Koch. 
N.  Kufstein,  Ffinsterthal,  Hornthaler  Joch,  Pfandler  Scharte. 
S.  Defereggen  (St  Jakob  —  St  Veit),  Berger  Th5rl. 

*  19.  Pardosa  blanda  €.  Koch. 

S.  Kaiser  Thftrl,  Marmolada,  Seiseralpe,  Schlern.  —  Ratzes, 
V5ls.  —  Meran  (Milde). 

Lycosa  Latr. 
1.   Lycosa  inqitiUna  CI. 
Bis  bOW  (Ausserer). 
N.  H5ttinger  Alpe,  Patscher  Kofl,   Gnadenwald  (Ausserer)  c 

Kufstein. 
S.  Ratzes  (Milde). 

*  2.  Lycosa  andrenivora  Walck. 
Bis  7000'  (Ausserer). 

N.  Innsbruck  hftufig  (Ausserer).    Kufstein. 

S.  Meran  (Milde).  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).    Ratzes. 


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—    268    — 

*  3.  Lycosa  meridiana  Hahn. 
N.  Kufstein,  Kflhthai. 

S.  Antholz,  Brixen,  V51s,  Pinzolo.  —  Bei  Meran  and  Ratzes 
(Milde). 

4.    Lycosa  radiata  Lair. 
S.  Merao  (Milde).     V6ls. 

5.   Lycosa  cuneata  CI. 

Bis  500(y  Ausserer. 
N.  H5ttinger  Alpe,  Innsbruck,  Jenbach,   Lisens  (Ausserer). 

Praxmar  (Heller).  —  Kufstein. 
S.  Ratzes  (Milde).     Ira  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).    Vdls. 

*  6.  Lycosa  pulverulenta  CI. 

N.  Hftttinger  Berg,  GOtzens,  Jenbach  (Ausserer).  PlattenkogL 
S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

Var.  Tridentina  Thor. 
S.  Trient  (Can.). 

7.  Lycosa  aculeata  CI. 

N.  Innsbruck  (Ausserer). 

S.  Joch  Grimm  (Ausserer).     Meran  (Milde). 

*  Var.  Oasteirmms  C.  Koch. 

N.  Duxer  Wasserfall,  Kufstein.  —  Jenbach,  Lisenz.  Gschnits 
(Ausserer). 

S.  Defereggen   (St.  Jacob  —  St  Veit),  Kaiser  Th5rl,  Val 
Fondo  bei  Schluderbach,  Marmolada,  Duronthal,  Seiser- 
alpe,  Schlern,  Schlernklamm,  Ratzes.  —  Im  Trientini- 
schen (Can.  et  Pav.). 
Anmerk.  9. 

*  8.  Lycosa  trabalis  CI. 

Bis  700(y  haufig  (Ausserer). 
N.  HOttinger  Berg,  Patscher  Kofl  (Ausserer).    Kufstein, 
S.  Jochgrimm  (Ausserer).    Castelruth,  Ratzes.  —  Im  Trien- 
tinischen (Can.  et  Pav.). 


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—    269    — 

*  9.   Lyco8a  pinetorum  Thor. 


S.  Schlern. 


*  10.  Lycosa  terricola  Thar. 

Bis  GOOC  (Ausserer). 
N.   HSttinger  Berg,   Viller  Wald,   Taurer   Alpe,   Kfththai, 

Lisenz,  Gschnitz,  Jenbach  (Ausserer).  Praxmar  (Heller). 

Hinterdux. 
S.  Defereggen,   Antholz,   Atzwang,   Ratzes,  Rungelstein  bei 

Bozen.    Ira  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

11.  Lycro8a  raricola  De  Otter. 
N.  HSttinger  Berg,  Gnadenwald  (Ausserer). 
S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.)* 

12.  Lycosa  Sulzeri  Pav. 
S.  Trient  (Canestr.). 

*  13.  Lycosa  superba  L.  Koch. 
N.  Ffinsterthaljoch,  Hornthaler  Joch.     Pfandler  Scharte. 
S.  Berger  Thftrl. 

14.  Lycosa  personata  L.  Koch. 
S.  V61s. 

15.  Lycosa  Amalthea  nov.  spec. 
N.  Eufstein. 

Pirata  Sund. 
1.   Pirata  Knorrii  Scop. 
S.  Ratzes. 

Dolomedes  Latr. 

1.  Dolomedes  fimbriates  CI. 

N.  Lans  (Ausserer).     Kufstein. 

S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 


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—    270    — 

Ocyale  Sav.  et  Aud. 
*  2.  Ocyale  mirabiUs  CI. 
Bis  BOOC  beobachtet  (Ausserer). 
N.  Bei  Innsbruck  haufig  (Ausserer).     Kofstein. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

B.   Oxyopiden. 
Oxyopes  Latr. 
1.   Oxyopes  italiciis   Walck. 
S.  Meran  (MiWe). 

2.  Oxyopes  Uneatus  Latr. 
S.  Castelruth  (Aosserer). 

*  3.  Oxyopes  ramosus  Pang. 

N.  Paschberg,  Patscher  Kofl,  HSttinger  Alpe,  Lisenz  (Aus- 
serer). 

S.  Castelruth,  Schlern  (Ausserer).  Im  Trientinischen  (Can. 
et  Pav.). 

"VXL    Saltigraden. 

A.  Eresiden. 

Eresus  Walck. 

1.  Eresus  pwrpwra&us  Pan#. 

S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

B.  Attiden. 
Leptorchestes  Thor. 
1.  Leptorchestes  formicaeformis  Luc. 
8.  Meran  (Milde). 

Salticus  Latr. 
1.  Salticus  tirolensis  C.  Koch. 
N.  Vorarlberg  bei  Feldkirch  (Ausserer). 
S.  Tobliner  See.  —  Meran  (Ausserer). 


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—    271    — 

CaUiethera  C.  Koch. 

*  1.  CalUefhera  scenica  CI. 

N.  An  Z&unen  nirgends  selten  (Ausserer).  —  St  Sigismund 

bei  Kiihthai.     Hinterdux,  Plattenkogl,  Kufstein. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  2.  CaUiethera  Jristrionica  C.  Koch. 
N.  Innsbruck,  Lisenz,  Stubai,  Hdttinger  Alpe,  Patscher  Kofi 

(Ausserer).     Hinterdux,   Griess   bei   Sellrain,   Kiihthai, 

Fdnsterthal. 
S.  Castelruth. 

3.  CaUiethera  zebranea  C.  Koch. 

S.  Ratzes  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

4.  CaUiethera  imcifera  E.  Sim. 
S.  Meran  (Milde). 

Heliophanus  C.  Koch. 
1.  HeliopJumud  muscorum   Walck. 
Bis  500(y. 
N.  Innsbruck,  Hdttinger  Berg,  Gnadenwald  (Ausserer).  Hinter- 
dux.   Umhausen  im  Oetzthal,  St.  Sigismund  bei  Kiihthai. 
S.  Antholz,  Defereggen,  Ratzes.  —  Meran  (Milde).   Grftden 
(Ausserer). 
Anraerk.  10. 

&  Heliophanns  auratus  C.  Koch. 
N.  Wilten  bei  Innsbruck  (Ausserer). 

3.  Heliophanus  cognatus  E.  Sim. 
S.  Meran  (Milde).     Vdls. 

4.  Heliophanus  KocMi  E.  Sim. 
S.  Meran  (Milde). 

5.  HeliopJumus  dubius  C.  Koch. 
N.  Umgebung  von  Innsbruck  (Ausserer). 

6.  Heliophanus  fiavipes  C.  Koch. 
S.  Meran  (Milde).     Brixen,  Bozen,  Seis,  Vdls. 


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—    272    — 

7.  Heliophano  fiavo-cmclus  Keys. 
N.  Hdttinger  Berg  (Ausserer). 

Mir  ist  nicht  bekannt,  wo  diese  Art  beschrieben  er- 
schien. 

8.  Heliophanus  cupreus  Walck. 
N.  Kerschbuchhof,  Gnadenwald,  Igels  (Ausserer). 
S.  Brunnecken  (Ausserer).     Meran  (Milde).    Ratzes.     Vffla. 
Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

9.  Heliophanus  tricinctus  C.  Koch. 
S.  Meran  (Milde). 

10.  Heliophanus  albo-signatus  L.  Koch. 
S.  Eppan. 

Ballus  C.  Koch. 

1.  Ballus  depresses  Waich. 
N.  Hdttinger  Berg  (Ausserer). 

S.  Meran  (Milde). 

Bis  zu  3(XK/  von  Ausserer  beobachtet. 

2.  Ballus  aenescens  E.  Sim. 
N.  Hdttinger  Berg,  Gnadenwald  (Ausserer). 

3.  BaUus  membrosus  E.  Sim. 
S.  Meran  (Milde).    Ratzes,  Bozen. 

Marpessa  C.  Koch 

1.  Marpessa  muscosa  CI. 

N.  Innsbruck,  Hdtting,   Jenbach  (Ausserer).    Kufstein,  Zell 

im  Zillerthal. 
S.   Passeier,   Villanders   (Ausserer).     Meran   (Milde).     Im 
Trientinischen  (Can.  et  Pav.).    Ratzes. 

Dendryphantes  O.  Koch. 
1.  Dendryphantes  rudis  Swnd. 
Bis  4000'  (Ausserer). 
N.  Hdttinger  Alpe,  Paschberg,  Gnadenwald  (Ausserer). 
S.  Villanders,  Castelruth  (Ausserer). 


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—  273   — 

Philaeus  Thor. 
1.  Philaeus  chrysops  Poda. 
N.  Kerschbacliliof  (30000  Ausserer.   Umhausen  im   Oetzthal 
S.  Bozen   (Ausserer).      Meran    (Milde).      Im   Trientinischen 
(Can,  et,    Pav.).     Ampezzo  (Letocha).     Schlern,    Ratzes 
gegen  Seiss  und  V5ls. 

Euophrys  C.  Koch. 
1.    Euophrys  reticulata  Bl. 
S.  Kalserthal,    Vols,  Brixen. 

£.    Euophrys  rufibarbis  E.  Sim. 
S.  Bozen,  Arco,  Eppan.  —  Meran  (Milde). 
3.  Euophrys  frontalis   Walck. 
Bis  600(y   (Ausserer). 
N.  Kerschbuchtaof,  Gnadenwald,   H5ttinger  Alpe  (Ausserer). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).    Ratzes,  Brixen,  Pinzolo 

*  4.  Euophrys  8triolatu8  C.  Koch. 

N.  Gnadenwald,  Hdttinger  Berg,  Patscher  Kofi  (Ausserer.) 

Ob    Dicht    mit  Euophrys   petrensis  C.  Koch  hier   eine 
Verwechslung  stattfand? 

*  5.  Euophrys  petrensis  C.  Koch. 
S.   Duronthaljoch,   Staller  Alpe. 

*  6.  Euophrys  alpicola  nov.  spec. 
N.   FUnsterthaljoch  gegen  Niederthai. 

Henemerus  E.  Sim. 
•?•  Menemerus  semi-Umbatus  Halm. 
S.    Im   Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

Attus   Walck. 
*  1.  Attus  erraUcus  Walck. 
N.   Hettinger  Berg  (Ausserer).  —  Alpeiner  Alpe  unter  Stei- 

nen,    Kt&hthai,  Hinterdux. 
S.   Meran    CMilde).     Val  Fondo  bei  Schluderbach,  Ratzes. 
Ferdtamndewn^Zeitachrift.  jg 


f 

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—    274    — 

2.  Attics  finitimus  E.  Sim. 
S.  Meran   und    Raizes   (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et 
Pav.). 

*  3.  Attus  terebratus  CI. 
N.    Inneriss   (Ausserer).       FlatteDkogel,    St   Sigismund  bei 

Kuhthai,  Hinterdux. 
S.  Defereggen,  Antholz. 

4.  Attus  pubescena  Fabr. 
N.  Innsbruck,  Jenbach  (Ausserer). 
S.  Ratzes  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).   V5ls. 

5.    Attus  obscuroides  Can.  et  Pav. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

6.  Attus  multipunctatus  E.  Sim. 
S.  Val  di  Non  (Can.  et  Pav.). 

7.  Attics  arcuatus  CI. 
N.  Hottinger  Berg,  Wilten  (Ausserer).     Kufstein. 

*  8.  Attus  8accicola  C.  Koch. 
N.  Kuhthai,  Kufstein. 

S.  Ratzes  (Milde).     Seiseralpe. 

9.  Attus  barbipes  E.  Sim. 
S.  Unter  Felsstiickchen  am  Ponal  bei  Riva  in  grosser  Zahl. 

10.  Attus  falcatus  CL 

Bis  400(y  (Ausserer). 
N.  Hottinger  Berg,  Sellrain,  Jenbach  (Ausserer).     Kufstein, 

Ferleiten. 
S.  Meran  (Milde).   Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).   Eppan. 

*  11.  Attus  rupicola  C.  Koch. 

Sehr   wahrscheinlich   die   von  Ausserer   als  E.  floricola 
C.  Koch  aufgefiihrte  Species. 
N.  Kerschbuchhof,  HSttinger  Alpe,  Sellrain,  Salzs&ule  (Aus- 


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—    2*5    — 

serer).    Hinterdux,  Plattenkogel,  Kaiser,  Kufstein,  Horn- 
thaler  Joch,  Kuhthai  (Fiinsterthal),  Alpein,  Ferleiten. 
S.  Antholz,  Berger  Th5rl,   Kaiser  Thorl,  Ratzes,  Schlern, 
Duronthal  Joch.   —    Ira  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

12.  Attus  inaequipes  E.  Sim. 
S.  Bozen. 

13.  Attus  mteUnus  E.  Sim. 
S.  Meran  (Milde). 

*  14.  Attus  crucigerus   Walck. 
Bis  6000'  (Ausserer). 
N.  Hdttinger  Berg,   Jochflbergang  in   den  Haller  Salzberg, 
Husselhof,  Gdtzens  (Ausserer),     Kufstein. 

15.   Attus  cinereus  Westr. 
N.  HSttinger  Berg  bis  60W  (Ausserer). 

16.  Attus  Jioricola  C.  Koch. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

Aelnrops  Thor. 

1.  Adurops  fasciatu8  Hahn. 

Die  von  Ausserer  aufgef&hrte  Euophrys  lineata  C.  Koch 
gehOrt  wahnscheinlich  hierher. 

Bis  500(y  (Ausserer). 
N.  Hottinger  Alpe,  Kaisersfiule  (Ausserer).  Praxmar  (Heller). 

Ferleiten. 

2.   Aehtrops  nobilis  nov.  spec. 
S.  Windisch-Matrey,  V61s,  Trient. 

Yllenns  E.  Sim. 
1.  YUenus  Vinsignitus  CI. 
S.  Meran  (Milde).    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

2.  YUenus  festivus  C.  Koch 
S.  Meran  (Milde).    Batzes.    Castelruth. 


18* 

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-     276    — 

VIII    IPhaiangiden. 

A.  Trogulinen. 

Trogulus  Latr. 

1.  Trogulus  coreiformis  C.  Koch. 
N.  Paschberg,  Miihlau  (Ausserer). 

2.  Trogulus  asperatus  C.  Koch. 
N.  Hdttinger  Berg  (Ausserer). 

3.  Trogulus  perforaticeps  Auss. 
N.  Hdttinger  Berg  (Ausserer).     Ferleiten. 

S.  Weissenstein  (Ausserer).   Defereggeu  zwischen  St  Jakob 
und   St.  Veit. 

*  4.  Trogulus  tricarinatus  Linn. 
S.  Ratzes  und  Schlernklamm. 

5.  Trogulus  squaUdus  C.  Koch. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

B.  Phalanginen. 
Prosalpia  L.  Koch. 
*  1.  Prosalpia  bibrachiata  L.  Koch. 
N.  Hornthaler  Joch.     Pfandler  Scharte. 
S.  Vedretta  di  Bed61e. 

Leiobnnam  C.  Koch. 
*  1.  Leiobttnum  nigricans  C.  Koch. 
N.  Paschberg  (Ausserer).    Hinterdux,  Alpein,  St.  Jakob.  ~- 

Obergurgel  (Heller). 
S.  Schlernscharte  (Ausserer).  —  Defereggen  bei  Hopfgarten, 
Antholz,  Staller  Alpe,  Ratzes,  Vedretta  di  Bedole. 

2.  Leiobunum  bicolor  Fabr. 
N.  Paschberg  (Ausserer).     Ferleiten. 
S.  Antholz,  Ratzes. 

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—    27f    — 

3.  Leiobunum  hemisphaericum  Hbst 
Bis  4000'  (Ansserer). 
N.  Innsbruck,  Stubai  (Ansserer). 
S.  Meran  (Milde).     Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

4.  Leiobunum  humile  L.  Koch. 
N.  Hinterdux. 
S.  Puffelsschlucht. 

5.  Leiobunum  purpurissatum  L.  Koch. 
S.  Bleischach  im   Kalserthal,   Val  Fondo   bei  Schluderbach. 

6.  Leiobunum  Doriae  Can. 
S.  Im  Trientinischen  (Canestr.). 

*  7.  Leiobunum  Umbatum  L.  Koch. 
N.  Lisenz  (Heller).    Kaiser,  Duxerthal,  Stubai. 
S.  Meran,  Ratzes  (Milde).     Castelruth,  Toblino. 

8.  Leiobunum  glabrum  L,  Koch. 
S.  Meran  (Milde).     V51s. 

Hoplites  L.  Koch. 

1.  Hoplites  HeUeri  Auss. 

N.  Husselhof,  H5ttinger  Berg  bis  4000'  (Ansserer).  —  Berg 

Isel. 
S.  Weissenstein,  Tagusens   (Ansserer).    Kaiser  Thai,  Ant- 
holz,  Defereggen,  Ratzes,  Brixen,  Bozen  (Rungelstein), 
Trient,  Pinzolo. 

<d.  Hoplites  argentatus  L.  Koch. 
S.  Meran  (Milde).   Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.).  Ratzes. 

3.  Hoplites  Pavesii  Can. 
S.  Im  Trientinischen  (Canestr.). 

Ischyropsalis  C.  Koch. 
*  1.  Ischyropsaiis  Hehmgii  Panz. 
S.  Anf  der  Hdhe  des  Schlern  em  junges  Exemplar  unter 
einem  Steine. 


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—    2*8    — 

Opiilo  Hist 

1.  Opilio  terricola  C.  Rock 
,    Bis  3000'  (Ausserer). 
N.  Husselhof,  Paschberg,  HOttinger  Berg  (Ausserer). 
S.  Ratzes. 

&  Opilio  (ridens  C.  Koch. 
Bis  bOW  (Ausserer). 
N.  HOttinger  Alpe,  Paschberg  (Ausserer). 
S.  Antholz. 

*  3.  Opilio  glaciaMs  Heer. 
In  Tirol  bis  10300'  beobachtet  (Heller). 

N.  Jochfibergang  nach  Kfihthai  (Ausserer).  Habicht  (Heller), 
Obergurgel  (Heller),  Kfihthai,  tfornthaler  Joch,  Alpeiner 
Alpe.  —  Rosskogel  (Kerner). 

*  4.  OpiUo  hicorum  0.  Koch 
Bis  700(y  (Ausserer). 

N.   Paschberg,   JochQbergang   nach   Kuhthai,    Ffinsterthal, 

B&renbad  im  Stubai  (Ausserer). 
S.  Castelruth,  Schlern  (Ausserer). 

*  5.  Opilio  gro86ipe8  Hbst. 
N.  Kaiser,  Plattenkogel. 

S.  Meran  (Milde).  Brunecker  Alpe,  Ratzes,  Pinzolo,  Seiser 
Alpe.    Kaiser  Th5rl. 

6.  Opilio  parieHnus  De  Oder. 
N.  Sehr  gemein  (Ausserer). 
S.  Windisch-Matrey. 

*  7.  Opilio  eaooatilie  0.  Koch 
N.  Hdttinger  Berg  (Ausserer).    Plattenkogel. 
S.  Kaiser  ThSrl. 

*  8.  OpiUo  alpim*  Hbrt. 
N.  Lisenz  (Ausserer).  —  Alpein,  DttXer  Wasserfall,  St.  Sigis- 
mund  bei  Kuhthai,  Ftinsterthaljoch.  —  Obergtfgel  (BeBer). 


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—    279    — 

S.  Berger  Th5rl,  Defereggen  (Hopfgarten),  Antholz,  Brun- 
ecker  Alpe,  Ratzes,  Seiser  Alpe,  Schlern,  Val  Fondo 
bei  Schluderbach,  Mannolada.  —  Im  Trientinischen 
(Can.  et  Pav.).    Monte  Baldo  (Heller). 

9.  Opilio  Ehododendri  L.  Koch 
N.  Hinterdux,  Kflhthai,  Praxmar. 

S.  Meran  (Milde). 

10.  Opilio  leucophaeus  C.  Koch.   , 
S.  Meran  (Milde).    Ratzes. 

Platylophus  C.  Koch. 

1.  Platylophus  aJpestris  C.  Koch. 
N.  Gries  im  Sellrainthal. 

S.  Bozen,  Ratzes.    -    Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  2.  Platylophus  rufipes  C.  Koch. 
N.  Patscher  Kofi  (Heller).     St  Sigisraund  bei  Ktihthai. 

3.  Platylophus  denUcorrm  C.  Koch. 
Bis  500(y. 
N.  Paschberg,  H5ttinger  Berg,  St.  Sigismand,  Sellraio,  (Aus- 
serer). 

4.  PlatylopJms  incanus  C.  Koch. 
N.  Paschberg. 

*  5.  Platylophus  montanus  L.  Koch. 
S.  Kaiser  Th5rl. 

Cerastoma  0.  Koch. 
1.  Cerastoma  cornutum  L. 
S.   Tagasens   (Aasserer).      Antholz.    —     Im   Trientinischen 
(Can.  et  Pav.). 

2.  Cerastoma  capricorne  L.  Koch. 
N.  Kaiser.  .    % 

3.  Cerastoma  tirolense  L.  Koch 
N.  Ferleiten. 
S.  Meran  (Milde). 


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—    280    — 

Acantholophus  C.  Koch. 
1.  AcantholopJms  hispidus  Hbst. 
S.  Tagnsens  (Ansserer).     Meran  (Milde).   Im  Trientinischen 
(Can.  et  Pay.).     Bozen,  Brixen. 

H.  Acantholophus  horridus  Panz. 
S.  Merafi  (Milde). 

Nemastoma  C.  Koch. 
*  1.  Nemastoma  dentipalpe  Auss. 
N.  Hnsselhof  (Ansserer).    Fflnsterthal,  Alpein,  Kaiser. 
S.  Defereggen  (Hopfgarten),  Dnronthal,   Ratzes,  Vols,  Sega 
di  Bed61e.  —  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

*  £.  Nemastoma  bicuspidatum  G.  Koch. 

N.  H5ttinger  Berg  (Ansserer).     Dnxer  Wasserfall,  Kflhthai. 

*  3.  Nemastoma  triste  C.  Koch. 
Bis  600(y  (Ansserer). 
N.  Jochflbergang  nach  Kflhthai  (Ansserer). 
S.  Kalserthal,  Kaiser  ThSrl,  Branecker  Alpe,   Antholz. 

*  4.  Nemastoma  quadricoru*  L.  Koch. 
Bis  SOOCK  (Ansserer). 

N.  Paschberg,  Kiihthai,  Fflnsterthal,  Hornthaler  Joch  (Ans- 
serer).    Schmirn,  Fernleiten. 

S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.).  Berger  ThBrl,  Ant- 
holz,  Kaiser  ThSrl,  Defereggen  (Hopfgarten),  Ratzes, 
Schlern,  Brixen. 

5.  Nemastoma  flavimcmum  0,  Koch 

N.  Paschberg,  Jenbach  (Ansserer).    Hinterdnx,  Kaiser. 

S.  Defereggen  (Hopfgarten),  Windisch-Matrey. 

6.  Nemastoma  bimaculatom  Fabr. 
S.  Ballino  —  Riva. 

XT.    Psendoscorpioiden. 
Olpinm  L.  Koch. 
1.  Olpium  chironomwn  L.  Koch. 
S.  Bozen. 


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—    231    — 

Chernes  Menge. 
1.  Chernes  Beussii  C.  Koch. 
S.  Bozen  (Sigismundskron). 

2*  Chernes  Mengei  L.  Koch 
S.  Bozen. 

Chelifer  Geoffr. 
1.  Chelifer  lampropsaUs  L.  Koch 
S.  Meran  unter  Bauschutt  (Milde). 

2.  Chelifer  granulatus  C.  Koch 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.). 

Roncns  L.  Koch 
1.  Roncns  cdpinus  L.  Koch. 
S.   Im   Trientiuischen   (Can.   et   Pay.).   —    An   der   Ruine 
Hauenstein  bei  Ratzes  h&nfig. 

Chthonius  C.  Koch 
1.  Chthonius  Rayi  L.  Koch 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pay.).    Ratzes  (Hauenstein), 
Eppan,  Rungelstein  bei  Bozen,  Sigismundskron  bei  Bozen. 
—  Meran  (Milde). 

2*  Chthonius  trombidbides  Leach 
N.  Kufstein. 
S.  Meran  (Milde). 

3.  Chthonius  orthodactyhis  Leach 
S.  Brizen. 

OMsium  Wig. 

*  1.  Obisium  jugorum  L.  Koch 
N.  Fttnsterthaljoch. 

*  2.  Obisium  silvaticum  C.  Koch 
N.  Kaiser,  PlattenkogeL 

S.  KataerthaL 


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—    282    — 

*  3.  Obisium  muscorum  C.  Koch. 
N.  St.  Sigismund,  Kiihthai.  —  Obergurgel  (Heller). 
S.  Im  Trientinischen  (Can.  et  Pav.). 

4.  Obisium  dumicola  O.  Koch. 
N.  Duxerthal. 

5.  Obisium  dolicodactylum  Can. 
S.  Im  Trientinischen  (Can.), 

X.  Scorpioiden. 
Scorpio  L. 

1.   Scorpio  Italicus  C.  Koch. 
N.  Jenbach  (Ausserer).     Sonnenburger  Htigel  (Pichler). 
S.  Sehr  verbreitet  (Ausserer).     V5ls. 

2.  Scorpio  Germamcus  Schdfer. 
Bis  4000'  (Ausserer). 
S.  Kalserthal,  Ratzes,  Pinzolo.  —  Meran  (Milde).    Im  Trien- 
tinischen (Can.  et  Pav.). 

3.  Scorpio  Sicanus  C.  Koch. 
S.  Meran  (Ausserer). 

XI.  .A.cariden. 
I  x  o  d  i  d  e  n. 

Dermacentor  C  Koch. 
1.   Dermacentor  reticulatus  Fabr. 
S.  Meran  (Milde). 

Rhipicephalus  0.  Koch. 
1.  Ehiciphalu8  sanguineus  Latr. 
S.  Meran  auf  Lacerta  viridis  (Milde). 

Ixodes  Lair, 
1.  Ixodes  lacertae  C.  Koch. 
S.  Meran,  ebenfalis  auf  Lacerta  viridis  (Milde). 


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—    288    — 


Anmerkungen. 

Anmerk.  1. 

Im  Ffinsterthal  bei  Kiihthai,  ziemlich  in  gleicher  H5he 
mit  Epeira  carbonaria  kommt  eine  Epeira  vor,  welche  ich  fQr 
verschieden  sowohl  von  letztgenannter  Art  als  von  Epeira 
ceropegia  Walck,  halte.  Das  Abdomen  ist ,  besonders  an 
der  Oberseite,  von  auffallend  r5thlich-brauner  Farbung ;  das 
ganze  Thier  ist  kleiner;  der  weisse  Zackenstreifen  am  Ab- 
domen, in  seiner  Form  jenem  von  Epeira  ceropegia  Shnlich, 
reicht  nicht  wie  bei  dieser  bis  zum  hinteren  Ende;  das  Ab- 
domen ist  oben  and  in  den  Seiten  fthnlich  wie  jenes  von 
Ep.  carbonaria  dicht  mit  langen  Haaren  bewachsen;  der 
Scapus  der  Epigyne  ist  noch  merklich  kiirzer  als  jener  von 
Ep.  carbonaria.  —  Icb  besitze  von  dieser  Zwischenform  nur 
einige  junge  Exemplare  und  ein  entwickeltes  Weibchen, 
dessen  Abdomen  jedoch  so  verschrurapft  ist,  dass  ich  eine 
sorgf&ltige  Beschreibnng  nicht  zu  geben  vermag. 

Anmerk.  2. 

In  Labrador  kdmrat  eine  vonThorell  als  Epeira  Packardii 
beschriebene  Art  in  einer  H5he  von  500(y  (englisch)  vor, 
welche  nach  den  Bemerkangen  von  M.  Emerton  (Psyche 
„Organ  for  the  Cambridge  Entomological  Club*  Cambridge 
Mass.  January  1876.  Vol.  I.  nr.  21  p.  130)  sehr  nahe 
verwandt,  ja  m5glicherweise  identisch  mit  Epeira  carbo- 
naria ist 

Anmerk.  3. 

Herr  Professor  Dr.  Ausserer  spricht  sich  in  seiner  Ab- 
handlung  „Radspinnen  (Verhandl.  der  k.  k.  zool.  bot.  Ge- 
sellschaft  in  Wien  Jahrg.  1871  p.  827)  «  ftberSinga  nitidnla 
folgendermassen  aus:  „Zwischen  Singa  hamata  CI.  und  S. 
nitidula  C.  Koch  finden  sich  zahlreiche  Uebergangsformen, 
so  dass  ihr   spezifisoher  Unterschied   sehr  in  Frage  gestellt 


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-     284    — 

erscheint:"  Ich  habe  eine  grosse  Anzahl  von  Exemplaren 
der  beiden  Arten  aus  den  verschiedensten  Gegenden  unter- 
sucht  und  bin  nnn  sicher  iiberzeugt,  dass  dieselben  weseot- 
liche  Cnterscheidungsmerkmale  an  sich  tragen.  Abgesehen 
von  kleinen  Verschiedenheiten  in  der  Farbe  und  Zeichnung, 
erscheint  Singa  nitidula  standig  kleiner;  bei  dem  Weibcben 
sind  die  vorderen  MA  *)  von  den  SA  kaum  weiter  als  von 
einander  entfernt,  die  beiden  vorstehenden  Lfippchen  am 
Hinterrande  der  Epigyne  (sritliche  Spitzen  nach  Menge)  sind 
dicker  und  am  Ende  abgerundet;  bei  Singa  hamata  CI.  9 
sind  die  vorderen  MA  von  den  SA  betrachtlich  weiter  als 
von  einander  entfernt;  die  erwahnten  beiden  Lappchen  an 
der  Epigyne  sind  dunn  und  am  Ende  spitz;  an  der  Tibia 
des  zweiten  Beiupaares  bei  dem  Mannchen  von  Singa  nitidula 
ist  an  der  Vorderseite  eine  nicht  unterbrochene  Reihe 
von  8  kflrzeren  Stacheln  vorhanden,  die  Apophyse  in  der 
Mitte  der  Kopulationsorgane  ist  gegabelt,  die  eine  (aussere) 
Zinke  dieser  Gabel  ist  gerade,  die  innere  gebogen.  —  Bei 
Singa  hamata  CI.  bemerkt  man  an  der  Vorderseite  der  Tibia 
des  zweiten  Beinpaares  eine  in  ihrer  vorderen  Halfte  unter- 
brochene Langsreihe  von  nur  6  kiirzeren  Stacheln ;  die  Apo- 
physe in  der  Mitte  der  Kopulationsorgane  ist  einfach. 

Anmerk.  4. 

Je  nach  dem  Alter  des  entwickelten  Thieres  erscheint 
die  Epigyne  von  Tegenaria  silvestris  C.  Koch  in  ihrem  Uni- 
risse  ver&ndert,  doch  bleibt  die  Grundform  standig  dieselbe. 

Anmerk.  5. 

Panzers  Spinne,  unter  dem  Namen  von  Aranea  cinerea 
aufgefiihrt,  kann  gewiss  Tegenaria  cicurea  nicht  sein;  der- 
selbe  in  Niirnberg  wohnend,  sagt  iiber  seine  ascbgraue 
Spinne,  dass  dieselbe  „hier  in  Hftusern  und  Gem&chern 
nicht   selten    vorkomme.      Ich    gelbst   lebe   nun   seit  26 


•)  MA  s  MittelAOgen.    SA  ss  SeitenragexL 

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—    285    — 

Jahren  in  Niirnberg  und  habe  mich  wahrend  dieser  ganzen 
mit  der  Erforschung  der  Arachnidenfauna  hier  beschaftigt, 
aber  noch  nie  eine  Tegenaria  cicurea  in  den  Hausern  be- 
merkt;  diese  Art  ist  hier  nicht  selten,  kommt  jedoch  nur 
im  Moose  an  der  Wurzel  vou  Baumen  oder  unter  grossen 
Steinen  in  feuchten,  ganz  dichten  und  diistereu  Waldern  vor. 

Anmerk.  6. 

Nachdem  ich  ein  Exemplar  von  Agroeca  Haglundi 
Thorell  aus  Herrn  Dr.  Fickerts  Sammlung  untersucht  und 
unsere  in  Bayern,  vielleicht  in  ganzSiiddeutschland  verbreitete, 
gar  nicht  seltene  Agroeca  linotina  mit  derselben  und  mit  der 
sehr  exakten  Angabe  Thorells  (Remarks  on  Synonyms  of 
European  Spiders  p.  162)  fiber  Agroeca  brunnea  Bl.  sorg- 
faltig  verglichen  habe,  kann  ich  zweifellos  behaupten,  dass 
Agroeca  linotina  eine  von  beiden  andern  genannten  Arten 
bestimrat  verschiedene  Species  ist.  Bei  letzterer  Art  bildet 
die  Epigyne  eine  lange,  an  ihrem  hinteren  Ende  wenig  er- 
weiterte,  beiderseits  schwarz  gerandete  Furche;  die  R&nder 
dieser  Furche  biegen  sich  vorn  in  einem  Bogen,  jedoch  fast 
unter  einem  rechten  Winkel  schrag  nach  Aussen  und  etwas  nach 
Vorn  urn,  zunachst  an  ihrer  Umbiegungsstelle  nach  Aussen  be- 
findetsich  beiderseits  eine,  von  dem  Rande  selbst  halbverdeckte 
querovale  Oeffnung,  an  deren  Vorderrand  ein  ganz  kleines 
Zahnchen  vorspringt.  Die  Kopulationsorgane  des  Mannchens 
scheinen  mit  jenen  von  Agroeca  brunnea  Bl.  grSssere  Aehn- 
lichkeit  zu  besitzen  und  wahrscheinlich  beruhen  die  Onter- 
schiede  auf  veranderteu  Formen  der  einzelnen  Theile,  welche 
ich,  da  mir  das  Mfinnchen  von  Agr.  brunnea  nicht  bekannt 
ist,  nicht  anzugeben  vermag. 

Anmerk.  7. 

Mein  Exemplar  stimmt  nicht  vollig  mit  E.  Simon's  Be- 
schreibung  iiberein,  indem  die  vorderen  MA  etwas  weiter  als 
in  der  doppelten  Breite  ihres  Durchmessers  von  einander 
entfernt  stehen;  auch  sind  an  der  Unterseite  des  Abdomen 
zwei  dunklere  Langsstreifen  vorhanden. 


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—    286    — 

Anmerk.  8. 

Thanatus  parallelus  G.  Koch  ist  ohne  alien  Zweifel  von 

Than,  oblongus  verschieden ;  doch  ist  es  sehr  schwierig,  an- 

dere    Unterscheidungsmerkmale,    als  jene   an   den    Sexual- 

organen    zwischen    beiden  Arten  aufzufinden.     Bei  Thanatus 

oblongus  Walck   5    'st  der  Eindringer  vor  seinem  hacken- 

fftrmig  gebogenen,  ganz  kurzeu  Ende  spiralig  gewunden,  bei 

Thanatus   parallelus    G.  Koch   5    *st    das    Ende   des    Ein- 

dringers   langer   und    gerade,   der  verdickte  Theil  vor  dem- 

selben  nicht  gewunden.  —  Bei  letzterer  Art  ist  die  Epigyne 

we  bei  Th.  oblongus  von  zwei  scharfkautigen,    vorspringen- 

den,   halbkreisfbrmigen  Bogen    eingefasst;   diese  Bogen  sind 

bei  Than,  oblongus  an  ihrem  hinteren  Ende  breit  gerundet 

and   lassen    hier   einen    schinaleren  Zwischenraum    zwischen 

sich,  —  bei  Than,   parallelus  ist   dieser  Zwischenraum  viel 

breiter,    das   Ende   der  Bogen    lauft   hier   nrit   schwacherer 

Rundung  schrag  zu.  — 

Yon  Thanatus  parallelus  besitze  ich  Exemplare  von 
Karnthen  und  vom  Karste,  durch  Herrn  Letocha  gesammelt, 
aus  Spanien  (Andalusien)  durch  Herrn  Dr.  Seidlitz,  aus  der 
Umgebung  Wiens  von  Hrn.  Dr.  Schiener  gesammelt,  aus 
Griechenland  und  der  Sarepta. 

Anmerk.  9. 

Ich  habe  die  Varietat  von  Lycosa  aculeata  CI.,  — 
LycosaGasteinensis  G.  Koch  —  in  den  Alpen  in  grosser  An- 
zahl  gesammelt  und  bin  mit  Hrn.  Prof.  Dr.  Ausserer  der 
Ansicht,  dass  sie  zu  der  oben  erw&hnten  Stammart  und 
nicht  wie  Thorell  (Remarks  on  Syn.  of  Eur.  Spiders  p. 
329)  zu  Lycosa  pulverulenta  Gl.  gerechnet  werden  muss. 
Schon  C.  Koch  sagt,  dass  Lycosa  Gasteinensis  mit  L. 
vorax  (trabalis  CI.)  sowohl  in  der  Gestalt  als  in  der  Zeich- 
nung  verwandt  sei,  was  gewiss  bei  pulverulenta  nicht  der 
Fall  ist;  dieOeffnung  der  Epigyne  ist  wie  jene  von  Lye.  aculeata 
ktirzer  und  breiter  als  bei  Lye.  pulverulenta;  bei  Lye.  Gas- 
teinensis 6  *8t  wie  bei  Lye.  aculeata  6  *a  den  Metatarsen 


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—    287    — 

der  beiden  Vorderbeinpaare  und  an  sammtlichen  Tarsen  eine 
deutliche  Scopula  vorhanden,  welche  bei  Lye.  pulverulenta 
<5  nur  an  den  Tarsen  des  ersten  and  an  den  Tarsen  des 
zweiten  Beinpaares  zn  bemerkeu  ist  —  Im  Uebrigen  stim- 
men  alle  nieine  Exemplare  mit  der  von  C.  Koch  gegebenen 
Beschreibung  und  Abbildung  iiberein,  nur  sind  sie  grOsser, 
als  C.  Koch  es  angibt;  doch  ist  dabei  zu  bemerken,  dass 
Lycosa  pulverulenta  (cuneata  C.  Koch)  in  der  Wirklich- 
keit  merklich  kleiner  ist,  als  G.  Koch  (die  Arachniden  Bd. 
XIV.  T.  DI  ff.  1399  und  1400)  sie  bezeichnet,  —  Lycosa 
pulverulenta  habe  ich  in  den  hoheren  Alpen  nor  einmal 
auf  der  Kuppe  des  Plattenkogels  gefunden,  wahrend  Lye. 
Gasteinensis  in  grosser  Verbreitung  in  bedeutender  H5he 
nicht  selten  vorkdmmt. 

Anmerk.  9. 

Bei  den  Mannchen  von  Heliophanus,  fthnlich  wie 
bei  einigeu  ezotischen  Gattungen  der  Saltigraden  bemerkt 
man  am  Aussenrande  der  Maxilleu  einen  meist  grossen, 
scharfspitzigen,  vorspringenden  Zahn,  welcher  an  jenen  des 
Weibchens  fehlt. 


Beschreibungen  neuer  oder  wenig  befcannter 

Arten. 

Cyclosa  caadata  nov.  spec. 

Femina: 

Cephalothorax  und  Mandibeln  gelbbraun;  an  ersterem 
vorn  am  Kopftheile  ein  hinter  den  Augen  beginnender,  zwi- 
schen  den  Augen  bis  zum  Vorderrande  durchziehender  gelb- 
licher  Flecken.  Maxillen  und  Lippe  gelbbraun,  erstere  am 
Aussenrande  und  innen  bis  herab  zur  Lippe,  letztere  an  der 
Spitze  braunlichgelb  Das  Sternum  schwarz  mit  einer  gelb- 
lichen,   zuweilen  in   der  Mitte  unterbrochenen  Querbinde   an 


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—    288    — 

der  Basis.  Das  Abdomen  oben  gelblich-weiss,  von  braunen 
Netzadern  mehr  oder  weniger  (iberzogen,  mit  einem  brau- 
nen, verschiedenartig  weissgefleckten,  in  der  Mitte  gewohn- 
lich  von  zwei  weissen  gebogenen  Querstreifen  unterbrochenen 
Mittelfelde;  dasselbe  ist  zuweilen,  besonders  an  seiner  hinteren 
Halfte  gezackt  und  reicht  von  der  Basis  bis  zum  Ende  des 
hornartigen  Fortsatzes  am  hinteren  Ende.  Die  Seiten  braun, 
weiss  gefleckt.  Die  Unterseite  in  der  Mitte  mit  einen  schma- 
leren  oder  breiteren,  haufig  unterbrochenen  und  nach  der 
Mitte  verschm&lerten  Querbande,  von  welchem  zwei  Langs- 
streifen  nach  Vorn  verlaufen.  Die  Spinnwarzen  schwarz- 
braun.  Die  Palpen  blassgelb;  das  Tibialglied  an  der 
Endh&lfte,  der  Tarsaltheil  fast  bis  zur  Basis  dunkelgelb- 
braun.  Die  Schenkel  der  Beine  blassgelb,  am  Ende  mehr 
oder  weniger  stark  gebraunt,  jene  des  zweiten  end  dritten 
Paares  unten  in  der  Mitte  mit  einem  braunen  Halbringe. 
Die  Patellen,  Tibien,  Metatarsen  und  Tarsen  braunlichgelb, 
an  ersteren  ein  brauner  Ring  am  Ende,  an  den  Tibien  und 
Metatarsen  ein  schmaler  brauner  Ring  zunachst  der  Basis, 
je  ein  breiterer  in  der  Mitte  und  am  Ende;  die  Endhalfte 
der  Metatarsen  gebraunt. 

Ma  8. 

DerCephalothorax  wie  bei  dem  Weibchen  gef&rbt;  die 
Mandibeln  hellbraunlichgelb ;  Maxillen,  Lippe  und  Sternum 
wie  bei  dem  anderen  Geschlechte.  Das  Abdomen  oben  und 
in  den  Seiten  schwarzbraun,  oben  ein  weisses,  von  der  Ba- 
sis bis  zum  hornartigen  Vorsprunge  am  hinteren  Ende  durch- 
laufendes,  hinten  allmahlicb  verschmalertes  Mittelfeld,  in 
diesem  ein  brauner,  weissgefleckter,  vorn  breiter,  hinteu 
pldtzlich  in  eine  schmale,  verastelte  Spitze  nbergehender 
L&ngsflecken.  An  der  hinteren  Absenkung  ist  das  Abdomen 
braunlichgelb,  der  Quere  nach  fein  schwarz  gestreift.  Die 
Unterseite  wie  bei  dem  Weibchen.  Die  Palpen  hellbraan- 
lich  gelb;  die  Decke  der  Kopulationsorgane,  so  wie  diese 
zum  grSssten  Theile  selbst  dankelbraun.    Die  Schenkel  der 


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-     289    — 

Beine  blassgelb;  jeno  des  ersten  Paares  bis  fiber  die  Mitte 
herab,  die  des  zweiten  bis  zu  dieser  schwarz;  die  Schenkel 
der  beiden  Hinterpaare  am  Ende  gebraunt ;  jene  des  zweiten 
and  dritten  Paares  unten  mit  einem  braunen  Halbringe. 
Die  ubrigen  Glieder  der  Beine  wie  bei  dem  Weibchen. 

Femina. 

Der  Cephalothorax  betrachtlich  langer  als  breit,  am 
Brnsttheile  in  den  Seiten  gerundet,  an  der  seitlichen  Ab- 
dachnng  desselben  gew5lbt,  oben  flach  and  mit  einem  Quer- 
eindrncke.  Der  Kopftheil  beiderseits  vom  Thorax  deutlich 
abgesetzt,  oben  hinter  den  Angen  und  seitlich  gewolbt,  be- 
trachtlich schmaler  als  der  Brusttheil.  Die  ganze  Oberflache 
des  Cephalothorax  glanzend,  mit  sehr  langen  und  kurzeren 
reinweissen,  auf  kleinen  Kflrnchen  sitzenden  Haaren  be- 
wachsen. 

Die  vier  MA  von  gleicher  Grdsse,  an  den  Ecken  eines 
hinten  stark  verschmalerten  Trapezes ;  die  vorderen  an  einem 
den  Clypeus  nberragenden  Vorsprung,  von  einander  kanm 
in  ihrem  Durchmesser,  die  hinteren  nur  in  der  halben  Breite 
ihres  Radins,  die  vorderen  von  den  hinteren  etwas  weiter  als 
von  einander  entferut.  DieSA  an  einem  gemeinschaftlichen 
Hiigelchen,  kleiner  als  die  MA,  von  einander  nnr  durch  einen 
schmalen  Zwischenraum  getrennt. 

Die  Mandibeln  senkrecht  abfallend,  an  der  Basis  knie- 
formig  hervorgewolbt,  solang  als  die  vordersten  Patellen,  am 
unteren  Ende  nnr  wenig  verschmalert,  inneu  etwas  divergi- 
rend,  sehr  glanzend,  mit  langeren  und  kurzeren,  weisslichen 
Haaren  sparlich  bewachsen. 

Das  Abdomen  langlich,  glanzlos,  mit  weissen,  ange- 
driickten  Haaren  weitschichtig  bewachsen,  vom  ziemlich  ver- 
schmalert und  abgerundet,  in  den  Seiten  gerundet,  hinten 
in  einen,  die  Spinnwarzen  weit  nberragenden,  schmalen,  schrag 
ansteigenden,  am  Ende  schnabelftrmig  abwarts  gebogenen 
Fortsatz  verlangert. 

Das  Femoralglied  der  Palpen  mit  leichter  Kopfkrilm- 
Ferdinandeums-Zeitschrift.  19 


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—     290    — 

mung;    der    Tarsal theil    reichlich    mit    langeu    Haaren    be- 

setzt. 

Die  Beine  etwas  glanzend,  weiss  behaart;  die  StachelD 

schwarz. 

Die  Epigyne  ist  jener  von  Cyclosa  conica  De  Geer  sehr 
abnlich,  nur  ist  der  Querwulst,  iiber  welchen  sich  der  Nagel 
herablegt,  etwas  breiter,  auch  ist  derselbe  langer  behaart, 
als  bei  der  oben  genannten  Art. 

Lange  des  Cephalothorax :  0m  0025,  des  Abdomen  von 
der  Basis  bis  zn  den  Spinnwarzen :  0m  0045,  bis  zum  Ende 
des  Fortsatzes:  0m  005;  Lange  eines  Beines  des  ersten 
Paares:  0m  0075,  des  zweiten:  0m  007,  des  dritten  0m 
\  0045,  des  vierten:  0™  0065. 


\ 


x 


Mas. 

Der  Cephalothorax  in  denSeiten  starker  gerundet,   am 
Brosttheile   oben    in  einer  run d lichen  Vertiefung  ein  Langs- 
eindruck ;  der  Kopflheil  vom  Thorax  weniger  scharf  abgesetzt, 
vorn  viel  niehr  verschmalert,  niederer ;  der  die  vorderen  MA 
tragende  Vorsprung  weit  starker  hervorragend  und  der  Lange 
nach  eingedriickt.     Die  vorderen  MA  stehen  wenigstens   1 1/2 
mal  so  weit  als  ihr  Durchmesser  betragt,  von  einander  ent- 
fernt.     Die   Mandibeln   kiirzer   als   die   vordersten  Patellen, 
vorn  nicht   gewolbt,   sondern  in  der  Mitte  leicht  ausgehohlt, 
weshalb  auch  die  zieralich  divergirenden  unteren  Enden  etwas 
vorwarts   stehen.     Das   Abdomen    kaura   so    breit    als    der 
Cephalothorax,    vorn  gerundet,    in    den  Seiten    fast  gleich- 
breit;    der   hornartige  Fortsatz  am  hintereu  Ende  zwar  von 
derselben  Form   wie    bei  dem  Weibchen,  doch  hoher,  daher 
auch  weit  auffallender.  —  Die  Vorderschenkel  merklich  dicker 
als    bei    dem  Weibchen;    unten    mit   einer    Langsreihe   von 
Stacheln;    am  ersten  Paar  beginnt  diese  Reihe  erst  mit  der 
Halfte,    die  zahlreichen  Stacheln  stehen  dichter;  am  zweiten 
Paare  erstreckt  sich  die  Reihe  von  Stacheln  uber  die  ganze 
Lftnge   des  Gliedes,   die  Stacheln    stehen  aber   weniger  ge- 
drangt.     An  der   Unterseite   der  Hiiften   des  ersten  Paares 


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—    291    — 

hi n ten  eine  vorstehende  Ecke.  Das  Tibialglied  der  Palpen 
unten  in  einen  am  Ende  sehr  breiten  Fortsatz  verlangert. 
Die  Decke  der  Kopulationsorgane  an  der  Basis  mit  einem 
hackenformigen  Fortsatze. 

Lauge   des   Cephalothorax :    0m  00225 ,    des  Abdomen 
bis    zu    den    Spinnwarzen:    0m  00275,    bis    zum    Ende    des 
Fortsatzes:   0m  0035,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m 
0075,   des   zweiten :    0m  0065,    des  dritten :    0m  0045,  des 
vierten:  0™  006. 

Cyclosa  caudata  ist  betrachtlich  grosser  als  Cycl.  conica 
De  Geer,  bei  dem  Weibchen  der  letzteren  Art  stehen  die 
vorderen  MA  merklich  weiter  als  ihr  Durchmesser  betr&gt, 
von  einander  entfernt;  bei  dem  Mannchen  sind  die  Vorder- 
schenkel  nur  wenig  dicker  als  die  der  tibrigen  Beine;  die 
Stacheln  an  der  Unterseite  der  Schenkel  des  ersten  und 
zweiten  Paares  sind  kiirzer  und  schwacher.  In  beiden  Ge- 
schlechtern  bei  Cycl.  conica  fehlt  der  lange,  eigenthiimlich 
geformte  Fortsatz  am  Abdomen. 

Cyclosa  caudata,  eine  Entdeckung  des  verstorbenen 
Dr.  Jul.  Milde,  scheint  bei  Meran  nicht  selten  vorzukommen. 
Herr  Prof.  Dr.  Seidlitz  fand  diese  Art  bei  Saragossa  und 
es  scheint,  dass  sie  im  sudlichen  Europa  verbreitet  ist. 

Theridium  thoracicum  Hahn. 

In  den  letzten  Jaliren  habe  ich  bei  Niirnberg  diese  selbst 
mir  sehr  lange  zweifelhafte  Species  in  grdsserer  Anzahl  von 
Exemplaren  gesamroelt  und  hielt  es  fiir  nothig,  bier  eine 
sorgfaltige  Beschreibung,  dieser  durch  die  Form  der  Man- 
dibeln  des  Mannchens  besouders  auffallenden  Art  zu  geben. 

Femina. 

Cephalothorax  gelbbraun,  vorn  dunkler  gefarbt;  Man- 
dibeln,  Maxillen,  Lippe  und  Sternum  schwarzbraun ;  die 
Palpen  und  Beine  braungelb;  das  Tibial-  und  Tarsalglied 
der  ersteren,   die  Tibien,   Metatarsen    und  Tarsen  der  letz- 

19* 


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teren  stark  schwarzlich  angelaufen.     Das  Abdomen  schwarz- 
braun,  metallisch  blau  schillernd. 

Mas. 

Das  Mannchen  ist  dankler  gefarbt;  der  Cephalothorax 
rothbraun;  die  Mandibeln  schwarz;  die  Palpen  and  Beine 
rothbraun;  die  Deck e  der  Kopulationsorgane  an  ersteren,  die 
Tibien,  Metatarsen  und  Tarsen  der  letzteren  schwarzlich  an- 
gelaufen; das  Abdomen  tiefschwarz  rait  schwachem  Metall- 
glanze. 

Bei  Exeroplaren  in  Weingeist  sind  alle  Theile  heller 
gefarbt.  —  Unentwickelte  Mftnnchen  haben  dens  el  ben,  schonen 
stablblauen  Metal  lschiller,  wie  die  Weibchen. 

Femine: 

Der  Cephalothorax  so  lang  als  Patella  und  Tibia  eines 
Beines  des  vierten  Paares,  dem  Umrisse  nach  breit  oval, 
vorn  m&ssig  verschmalert,  vom  Hinterrande  schrfig  anstei- 
gend,  am  Eopftheile  oben  hinter  den  Angen  ziemlich  stark 
gewolbt,  anch  an  der  seitlichen  Abdachnng  leicht  gewdlbt, 
glanzend,  an  der  hinteren  Absenkung  vom  Abdomen  bedeckt, 
oben  glatt,  in  den  Seiten  der  Lange  nach  ftasserst  fein  ge- 
runzelt,  am  Kopftheile  mit  mftssig  langen,  feinen,  auf  kleinen 
K5rnchen  sitzenden  Borsten,  meist  in  regelmassiger  Anord- 
nung  besetzt.  An  der  hinteren  Abdachnng  era  rundliches 
Griibchen.  Der  Kopftheil  vom  Thorax  durch  eine  Furche  in 
den  beiden  Seiten  deutlich  abgesetzt.  DerClypeus  nngefahr 
so  hoch  als  der  Raum,  welchen  drei  Angen  der  ersten  Reihe 
einnehraen,  breit  ist;  er  ist  nnter  der  vorderen  Augenreihe 
der  Quere  nach  tief  eingeschnurt  und  vorn  herab  stark  ge- 
wSlbt 

Die  vordere  Augenreihe  gerade;  die  Augen  gleich  weit 
von  einander  entfernt;  die  MA  rund,  an  einem  vorspringen- 
den  Hugelchen,  etwas  kleiner  als  die  SA,  von  einander  weiter 
als  in  ihrem  Darchmesser  und  ebensoweit  als  die  hinteren 
MA   von    einander,    von    diesen   selbst  jedoch  etwas  weiter 


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—     193    — 

I>ie    SA,    welche   mit   den   hinteren  SA  an  einem 

chaftliclien     Hfigelchen    sitzen,    sind    l&nglich    rund, 

gestellt  und  stossen  an  die  hinteren  SA  an. 

Die  hiotere   Reihe  breiter,    sehr  leicht  nach  Hinten  ge- 

bogen(procurva.)  »  die  Angen  gleich  gross;  die  MA  rund,  von 

den  SA    weiter     als  von  einander  entfernt;    die  SA  l&nglich 

rood. 

Die  Mandibeln  an  der  Basis  gew5lbt,  dann  stark  nach 
Hinten  gedriicfct,  so  dick  als  die  Vorderschenkel,  nicht  diver- 
girend,  etwas  linger  als  die  vordersten  Patellen,  an  der 
Aussenseite  der  Basis  glatt,  sonst  grob-kornig-runzelig,  mit 
sehr  langen,  feinen  Borsten  besetzt,  glanzend.  Die  Klaue 
kraftig,  ziemlicli  lang;  am  vorderen  Falzrande  zwei  grSssere 
Zahne  von  welchen  der  innere  merklich  langer  als  der 
aussere  ist,    am  hinteren  Falzrande  ein  kleines  Z&hnchen. 

Die  Maxillen  leicht  gewolbt,  breit,  am  vorderen  ansseren 
Winkel  gernndet,  zunachst  der  Basis  der  Quere  nach  fein 
gerunzelt,  sonst  grob-k5mig-runzelig;  der  Innenrand  bis  zur 
Lippe  vorn  gerade;  letztere  halbkreisfSrmig,  nicht  ganz  halb 
so  lang  als   die  Maxillen. 

Das  Sternum  herzfSrmig,  glanzend,  ausserst  fein  netz- 
artig9  mit  sebr  langen,  auf  K5mchen  sitzenden  Borsten  bei- 
derseits  besetzt,  in  der  Mitte  kahl. 

Das  Abdomen  raetallisch  schillernd,  dabei  fettartig  gl&n- 
zend,  vo*n  und  hinten  stark-,  in  den  Seitefi  nur  wenig  ge- 
rnndet, dem  Umrisse  nach  elliptisch,  mit  langen,  abstehen- 
den,  auf  K5rnchen  sitzenden  Borsten  reichlich  bewachsen. 

Die  Epigyne  bildet  ein  quer-ovales  Hiigelchen,  in  der 
Mitte  der  queren,  l&nglich-viereckigen  Oeffnung  ein  glattes 
gl&nzendes  H5ckerchen.  —  Die  Maskelgriibchen  an  der  Ober- 
seite  des  Abdomen  gross  und  deutlich. 

Die  Beine  glfinzend,  gleichm&ssig  licht  mit  langen 
Haaren  bewachsen;  an  den  Patellen  and  Tibien  l&ngere,  auf- 
rechte   Haare. 

Die   Klaue   am   Tarsalgliede    der   Palpen   massig    ge- 


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kriimmt,  mit  sechs  Zahueu,  welche  von  der  Basis  nach  Vora 
allmahlig  an  Lange  zunehmen. 

Lange  des  Cephalothorax:  0^  002,  des  Abdomen: 
0m  003,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  005,  des 
zweiten:  0m  00375,  des  dritten:  0m  0035,  des  vierten: 
0™  0055. 

Mas. : 

Der  Kopftheil  des  Cephalothorax  oben  and  seitlicb 
starker  gewfllbt;  der  Clypeus  nnter  der  vorderen  Augenreihe 
breiter  aosgehShlt  ond  nur  mit  dem  Vorderrande  vorstehend; 
die  Augenstellung  wie  bei  dem  Weibchen;  die  Mandibeln 
langer,  an  der  Basis  glatt,  sonst  grob-kornig-runzelig,  vom 
Ende  des  ersten  Dritttheiles  an  stark  divergirend;  die  Klaue 
lang,  viel  langer  als  beim  Weibchen,  zunachst  der  Basis  an 
der  Anssenseite  eingedriickt,  an  der  Innenseite  in  der 
Mitte  ein  Zahnchen;  am  hinteren  Klauenfalzrande,  der 
Einlenkung  der  Klaue  genahert,  ein  breiter,  am  Ende  gebo- 
gener,  kurzer  Zahn,  hinter  diesem  ein  sehr  langer, 
spitzer  Zahn,  welcher  selbst  wieder  an  seiner 
Vorderseite  mit  zwei  Zahnchen  besetzt  ist.  —  Das 
Abdomen  hat  dieselbe  Form  wie  bei  dem  Weibchen,  ist  je- 
doch  merklich  schm&ler  and  hSchstens  so  breit  als  der 
Cephalothorax;  der  Metallschiller  weniger  auffallend.  —  Das 
Femoralglied  der  Palpen  seitlich  zusammengedrUckt,  sowol 
aufwarts  als  nach  Aussen  stark  gebogen;  der  Tibialtheil 
kurzer  als  das  Patellarglied;  an  der  Anssenseite  eine  sehr 
kurze,  mit  langen  Borsten  besetzte  Schuppe  bildend.  Die 
Decke  der  Kopulationsorgane  spitz-eiforraig,  stark  gew5lbt, 
glanzend,  reichlich  mit  Borsten  besetzt,  in  eine  kurze  Spitze 
endend.  —  Die  Schenkel  des  ersten  Beinpaares  keulenfor- 
mig  stark  verdickt. 

LSnge  des  Cephalothorax:  0m  002,  des  Abdomen; 
0m  0025,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  00575,  des 
zweiten :  0m  005,  des  dritten :  0m  004,  des  vierten :  0m  0055. 


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Theridium  thoracicum  lebt  unter  Steinen  in  trockenen, 
etwas  lichten  F5hrenwaldern. —  Beide  Geschlechter  Anfangs 
Mai.  —  Die  Weibchen  bei  den  Eiersacken  von  Mitte  Juli 
an.     Jedes   Weibchen  verfertigt  zwei  weisse  Cooons. 

Amaurobins  jngornm  L.  Koch, 

Bei  Bad  Ratzes  fand  ich  im  August  mehrere  Exemplare 
des  bis  jetzt  anbekannten  Mannchens  obiger  Species. 

Der  Cephalothorax,  die  Palpen  und  Beine  rdthlich  hell- 
braun  ;  die  Mandibeln  rothbraun ;  die  Maxillen  und  die  Lippe 
braungelb,  letztere  jedoch  etwas  dunkler  gefarbt;  das  Ster- 
num hell-br&inlichgelb;  das  Abdomen  graugelb,  in  den  Sei- 
ten  der  Lange  nach  schwarz  gestreift,  oben  zwei,  hinten  in 
eine  Spitze  zusammen  laufende,  schwarze  Langsstreifen,  hin- 
ter  diesen  eine  Reihe  von  schwarzen  Winkelfleckchen,  deren 
hintere  Enden  durch  eine  schwarze  Querlinie  mit  den  Strei- 
fen,  welche  von  den  Seiten  heraufziehen,  verbunden  sind. 
Die  Unterseite  mit  drei  schwarzen  Langsstreifen;  die  Spinn- 
warzen  br&unlichgelb. 

Der  Cephathorax  urn  0m  002  langer  als  breit  und  etwas 
linger  als  Patella  und  Tibia  eines  Beines  des  vierten  Paares, 
am  breitesten  zwischen  dem  zweiten  Beinpaare,  vorn  massig 
verscbmalert,  vom  Hinterrande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem 
dritten  Beinpaare  schrag  ansteigend,  am  Kopftheile  oben 
und  seitlich  gewolbt,  nach  den  Seiten  des  Brusttheiles  nicht 
sehr  steil  abgedacht,  glanzend,  am  Brusttheile  mit  kurzen, 
am  Kopfe  mit  langen,  angedriickten,  grauen  Haaren  dunn 
bedeckt;  die  Abgrenzung  zwischen  Kopf-  und  Brusttheil 
durch  Furchen  angedeutet;  am  Brusttheile  beiderseits  zwei 
abgekurzte  Strahlenfurchen ;  die  Mittelritze  massig  lang,  in 
einer  tief  eingedriickten  Grube,  an  der  hinteren  Abdachung 
sich  noch  etwas  herabziehend.  Die  Clypeus  so  hoch,  als  die 
Entfernung  der  vorderen  und  und  hinteren  MA  betr&gt. 

Die  vordere  Augenreihe  gerade;  die  MA  nicht  ganz  in 
ihrem  Durchmesser,  von  den  SA  wenigstens  doppelt  soweit 


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—     296    — 

und       von   den   hinteren    MA   noch   merklich  weiter  entfernt, 
rund  ;     die  SA  langlichrund,  schrag  gestellt,  mit  den  hinteren 
SA     ctn   einera  gemeinschaftlichen  schragen  Wulste,   von  die- 
sen      kaura    soweit  als   die   vorderen  MA    von  einander  ent- 
fernt.      Die  hintere  Reihe  breiter,  nach  Hinten  gebogen  (pro- 
cur  val)  ;  die  MA  von  einander  weiter  als  die  vorderen,  doch 
nicht     soweit  als  von  diesen  entfernt,  rund,  von  den  SA  sind 
sie    wenigstens  iy2raal  soweit,  als  von  einander  entfernt.     Die 
vorderen  MA  sind  die  kleinsten;  die  vier  SA  sind  die  grdss- 
ten    und  ziemlich  von  gjeicher  Grosse;  die  hinteren  MA  etwas 
kleiner. 

Die  Mandibeln  1  anger  als  die  vordersten  Patellen,  so 
diok.  als  die  Vorderschenkel,  an  der  Basis  vorn  nur  ganz 
schwach  gewftlbt,  erst  am  unteren  Ende  etwas  divergirend, 
glaozend,  der  Quere  nach  gerunzelt,  mit  langen,  herabh&ngen- 
den    Haaren  licht  bewachsen. 

Die   Maxillen   gewolbt,    am   Aussenrande   seicht  einge- 

buclitet,   vor  dieser  Einbuchtung  gerundet,   vorn  nach  Innen 

karz    schrag   abgestutzt.      Die  Lippe  an  der  Basis  verengt, 

dann   plStzlich   erweitert   und   dann  wieder  verschmalert  zu- 

laufend,  mit  geradeni  Vorderrande. 

Das  Sternum  herz-eiformig,  glanzend,  flach,  mit  langen, 
abstehenden,  schwarzen Haaren  licht  bewachsen;  am  Seiten- 
rande  schwache  Eindriicke. 

Das  Abdomen  urn  */3  langer  als  breit,  so  breit  als  der 
Cephalothorax,  vorn  und  in  den  Seiten  schwach  gerundet,  hin- 
ten gegen  die  Spinnwarzen  verschmalert  zulaufend,  mit  an- 
gedruckten,  massig  langen  Haaren  dunn  bedeckt 

Das  Femoralglied  der  Palpen  mit  schwacher  Kopf- 
krummung,  seitlich  zusammengedriickt,  gegen  das  Ende  ver- 
dickt,  das  Patellarglied  nur  wenig  langer  als  breit,  oben 
gewolbt;  das  Tibialglied  langer  als  das  Patellarglied,  unten 
lang  behaart,  oben  mit  zwei  Fortsatzen,  der  aussere  schrag 
nach  Vorne  und  Aussen  gerichtet,  von  der  Basis  bis  zum 
Ende  gleichbreit,  vorn  gerade  abgestutzt;  der  innere  etwas 
kiirzer,  nach  Innen  gerichtet,  dicker,  oben  gewSlbt,  am  Ende 


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—    297    — 

in  eine  kurze,  abgerundete  Spitze  verschraalert;  von  diesem 
Fortsatze  geht  unten  eine  schwarzbraune,  senkrechte,  etwas 
gebogene  Platte  ab,  welche  nach  Unten  spitz  zul&aft,  and 
hier  in  zwei  Zahnchen  gespalten  ist,  anssen  bildet  diese  Platte 
einen  scharfen,  rechten  Winkel.  Die  Decke  der  Kopulations- 
organe  glanzend,  stark  gewolbt,  vorn  in  eine  abgerundete 
Spitze  endend,  an  der  Basis  aussen  tief  rund  ausgeschnitten, 
mit  langen  Haaren  licbt  bewacbsen,  gegen  das  Ende  jedoch 
dichter  und  kflrzer  behaart. 

Die  Beine  glanzend,  licht  mit  massig  langen  Haaren 
bewachsen. 

L&nge  des  Cephalothorax :  0m  0055,  des  Abdomen: 
0m  005,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  017,  des  zwei- 
ten:  0m  013,  des  dritten:  0m  012,  des  vierten:  0m  014. 

Mit  Am.  crassipalpns  Can.  hat  die  gegenwartige  Art 
grosse  Aehnlichkeit,  doch  ist  bei  der  erstgenannten  Art  der 
Sussere  Fortsatz  am  Tibialgliede  der  Palpen  nach  Unten  am 
Ende  in  einen  abgerundeten  Vorsprung  erweitert.  Die  Spitze, 
in  welche  der  innere  Fortsatz  ausl&uft,  ist  bei  Am.  crassi- 
palpus  merklich  langer,  die  Platte  an  der  Unterseite  des- 
selben  viel  schmaler.  Die  gezahnte  Spitze  derselben  ragt 
weit  tiefer  herab.  Bei  Amaurobius  ferox  Walck.  ist  die  Spitze 
des  inneren  Fortsatzes  hackenfdrmig  gebogen,  die  untere 
Platte  desselben  sehr  breit  und  kurz  and  an  ihrem  geraden, 
freien  Rande  ungleich  breit  gezahnt. 

Cryphoeea  lichennm  no?,  spec. 

Femina. 

Der  Cephalothorax  branngelb  oder  br&unlichgelb,  mit 
schwarzlichem  Randsanme  und  einer  schw&rzlichen  Linie, 
welche  am  Hinterrande  begicnt  und  vorn  hinteren  Ende  des 
Kopftheiles  in  mehrfachen  Verftstelungen  sich  fiber  diesen 
verbreitet.  Die  beiden  Augenreihen  in  einem  grSsseren, 
schwarzen  Flecken.  Die  Mandibeln,  Maxillen,  die  Lippe  und 
das  Sternum  von  der  Farbe  des  Cephalothorax;  das  letztere 


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—    298    — 

mit  schwarzlichem  Randsaume.  Das  Abdomen  oben  und  in 
den  Seiten  schwarzlich,  oben  mit  einem  schmutzig-br&unlich- 
gelben,  gezackten  oder  wellenrandigen,  hinten  verschmalerten 
Mitlelflecken,  welcher  etwas  entfernt  von  der  Pasis  beginnt 
and  fast  bis  zu  den  Spinnwarzen  reicht ;  der  kurze  Zwischen- 
raura  zwischen  seinem  hinteren  Ende  und  den  Spinnwarzen 
mit  helleren  Qaerlinien.  In  dem  Mittelflecken  selbst  ein  vorn 
breiterer,  allmahlich  in  eine  Linie  auslaufender,  schwarzer 
Langsstrich.  Die  Unterseite  und  die  Spinnwarzen  braunlich- 
gelb.  Die  Palpen  und  Beine  einfarbig  braungelb  oder  brSun- 
lichgelb. 

Mas. 

Das  M&unchen  ist  wie  das  Weibchen  gefarbt  und  ge- 
zeichnet.  Die  Palpen  blassgelb  mit  braunlichem  Tibialgliede, 
die  Forts&tze  an  diesem  braunschwarz.  Die  Decke  der  Ko- 
pulationsorgane  schw&rzlichgrau  mit  einem  braunen,  mond- 
fCrmigen  Fleckchen  in  der  Mitte. 

Femina. 

Der  Cephalothorax  merklich  langer  als  breit,  vom  Hinter- 
rande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem  zweiten  und  dritten 
Beinpaare  schrag  ansteigend  und  in  gleichem  Grade  nach 
dem  Seitenrande  abfallend,  am  Kopftheile  oben,  besonders 
unmittelbar  hinter  den  Augen,  so  wie  auch  seitlich  gewSlbt, 
sehr  glanzend  und  glatt,  am  Kopftheile  mit  gelblichweissen, 
kurzen  Haaren  spHrlich  bewachsen,  in  den  Seiten  gerundet, 
vorn  abgesetzt  verschmalert.  Kopf-  und  Brusttheil  sind 
deutlich  von  einander  abgesetzt ;  an  der  seitlichen  Abdachung 
des  letzteren  abgekiirzte  Strahlenfurchen;  die  Mittelritze  lang, 
an  der  hinteren  Abdachung  sich  hinabziehend.  Der  Clvpeus 
nicht  so  hoch  als  der  Durehnjesser  eines  SA  der  ersten 
Reihe  betr&gt. 

Die  vordere  Augenreihe  nach  Hinten  gebogen  (procurva); 
die  MA  rund,  viel  kleiner  als  die  librigen  Augen,  nicht  gaoz 
in  ihrem  Durchmesser   von   einander   entfernt,  von  den  SA 


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—    299    — 

t 

nur  durch  einen  ganz  schroalen  Zwischenraum  getrennt  Letz- 
tere  wie  auch  die  hinteren  SA  l&nglichrund,  von  diesen  kaum 
im  Durchraesser  eines  MA  der  ersten  Reihe  entfernt.  Die 
hintere  Reihe  breiter,  gerade;  die  Augen  so  gross  als  die 
vorderen  SA,  gleichweit  nnd  nicht  in  der  Breite  ihres  Radius 
von  einander  entfernt;  die  MA  rund. 

Die  Mandibeln  stark  nach  Hinten  zuruckweichend ,  so 
lang  als  die  vordersten  Patellen,  innen  etwas  divergirend, 
gegen  das  untere  Ende  verschmalert,  nicht  gewSlbt,  gl&nzend, 
ausserst  fein  der  Quere  nach  gerunzelt,  mit  sehr  feinen,  kiir- 
zeren  and  langeren  Haaren  licht  bewachsen. 

Die  Maxillen  stark  gewolbt,  kurz,  breit,  vorn  nur 
schwach  gerundet.  Die  Lippe  gewfllbt,  halb  so  lang  als  die 
Maxillen,  kaum  l&nger  als  breit,  in  den  Seiten  gerundet,  vorn 
gerade  abgestutzt. 

Das  Sternum  herzforraig,  gewSlbt,  glanzend,  mit  grau- 
gelben,  abstehenden,  massig  langen  Haaren  licht  bewachsen. 

Das  Abdomen  langlich,  vorn  und  hinten  rundlich  ab- 
gestumpft,  in  den  Seiten  gerundet,  glanzlos,  oben  und  unten 
mit  graugelben,  angedriickten  Haaren  licht  bedeckt  Die 
Epigyne  eine  gewdlbte,  fast  halbkreisfSrmige,  an  ihrem  ge- 
raden  Hinterrande  seicht  ausgeschnittene ,  sehr  glanzende 
Platte  vorstellend;  im  Weingeist  kommen  an  derselben  zwei 
braune,  vorn  divergirende,  mit  ihren  hinteren  Enden  nach 
Aussen  amgebogene  Streifen  zam  Vorscheine;  zwischen  den 
vorderen  Enden  derselben  zwei  kurze  divergirende  Strichelchen. 

Das  Femoralglied  der  Palpen  leicht  gebogen,  gegen  das 
Ende  etwas  verdickt,  oben  drei  Stacheln.  Der  Tibialtheil 
betrfichtlich  l&nger  als  das  Patellarglied  und  wie  dieses  und 
das  Tarsalglied  mit  langen  Stacheln  besetzt;  letzteres  lang, 
gerade,  gegen  das  Ende  verschmalert  und  hier  dicht  mit 
kurzen  Harchen  bewachsen. 

Die  Beine  glanzend;  die  Schenkel  an  der  Basis  oben 
gewolbt  und  dicker,  gegen  das  Ende  allmahlich  diinner;  die 
sammtlichen  Tibien  und  Metatarsen  unten  mit  Doppelreihen 
sehr  langer  Stacheln. 


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—    300    — 

LSnge  des  Cephalthorax :  0m  002,  des  Abdomen :  0m  0025, 
einesBeines  des  erstenPaares:  0m  0045,  deszweiten:  0m004, 
des  dritten :  Om  0035,  des  vierten  Om  005. 

Mas. 

Das  M&nnchen  stimmt  in  den  Eorperformen  mit  dera 
Weibchen  meistens  uberein.  Die  Mandibeln  sind  unten  etwas 
mehr  verschm&lert  und  divergireu  starker.  Das  Femoral- 
glied  der  Palpen  gleichdick,  etwas  nach  Aussen  und  stark 
aufwarts  gebogen,  oben  mit  langen  Stacheln  besetzt;  das 
Patellarglied  oben  gewSlbt,  mit  langer  Endborste;  das  Tibial- 
glied  etwas  langer  als  das  Patellarglied,  am  vorderen  Ende 
innen  ein  ganz  kurzer,  spitzer,  aussen  ein  breiter,  nach  Aussen 
schrag  gerichteter,  kurzer,  an  seinem  breiten  Ende  tief  ein- 
gekerbter  Fortsatz.  Die  Decke  der  Kopulationsorgane  nieder 
gewSlbt,  am  hinteren  Ende  abgestutzt,  am  vorderen  in  eine 
abgerundete  Spitze  zulaufend,  lang  behaart. 

Lange  des  Cephalthorax:  0m  00175,  des  Abdomen: 
0m  002,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  005,  des  zwei- 
ten:  0m  0045,  des  dritten:   0m  004,  des  vierten:   0*  005. 

Cryphoeca  silvicola  C.  Koch  unterscheidet  sich  von  Cr. 
lichennm  durch  folgende  Merkmale:  sie  ist  kleiner,  am  Brust- 
theile  des  Cephalthorax  beiderseits  schwarze  Fleckchen;  das 
Mittelfeld  an  der  Oberseite  des  Abdomen  viel  tiefer  gezackt; 
die  Beine  gefleckt;  die  MA  der  ersten  Reihe  sind  grQsser 
und  stehen  noch  n&her  aneinander;  die  Windungen,  welche 
an  der  Epigyne  in  Weingeist  zum  Vorschein  kommen  biegen 
sich  vorn  um  und  bilden  zwei  gleichlange  Theile,  w&hrend 
sie  sich  bei  Cr.  lichenum  hinten  krummen  und  der  fcussere 
Theil  viel  kurzer  als  der  innere  ist  —  Das  Tibialglied  der 
Palpen  hat  zun&chst  seiner  Basis  aussen  einen  schragen,  am 
Ende  verschmalerten  und  abgerundeten  Fortsatz,  welcher  fast 
so  lang  als  das  Glied  selbst  ist;  der  Vordertheil  ist  oben 
tief  gespalten;  die  dad  arch  gebildeten  Stucke  divergirend, 
das  &u8sere  derselben  zweizackig. 

Cryphoeca  lichenum   wurde    unter  Moos  und  Flechten 


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—     301     — 

von  mir  sowol  im  Duxer  Thale  zwischen  Laonersbach  und 
Hinterdux,  als  auch  zwischen  der  Brunecker  Alpe  and  St.  Jakob 
im  Defereggen  gefunden. 

Tegenaria  tridentina  I.  Koch. 

Im  Herbste  des  verflossenen  Jahres  war  ich  so  gliick- 
lich,  am  Achensee  in  Felsenritzen  mehrere  entwickelte  Weib- 
chen  zn  findeo. 

Pemina. 

In  Farbe  und  Zeichnung  stimmt  das  Weibchen  mit  dem 
Mannchen  iiberein,  nur  sind  die  sSmmtlichen  Beioe  blassgelb 
gefarbt  und  an  den  Schenkeln  der  beiden  Vorderpaare  sind 
ebenfalls  unten  drei  schwarze  Flecken  zu  bemerken.  Die 
Palpen  sind  blassgelb;  das  Tibialglied  derselben  stark  ge- 
braunt;  der  Femoraltheil  oben,  der  Patellar-  und  Tibialtheil 
gegen  das  Ende  schwarzlich  angelaufen. 

Der  Cephalothorax  nm  0m  00175  langer  als  zwischen 
dem  zweiten  und  dritten  Beinpaare  breit,  vorn  nicht  ganz  halb 
so  breit;  im  Uebrigen,  wie  auch  in  der  Augenstellung  mit 
dem  Weibchen  ubereinstimtnend.  Die  Maodibeln  langer  als 
die  vordersten  Patellen,  sonst  wie  bei  dem  Weibchen,  des- 
gleichen  auch  die  Maxillen,  die  Lippe  und  das  Sternum. 
Die  Area  der  Epigyne  gewSlbt,  breiter  als  lang,  hinten  und 
in  den  Seiten  gerundet,  die  Oeffnung  betrachtlich  breiter  als 
lang*  am  Vorderrande  wenig,  an  den  beiden  Seitenrandern 
starker  gerundet,  sie  umschliesst  eine  leicht  gewdlbte,  vorn 
halbkreisfbrmig  ausgeschnittene,  binten  gerundete  Platte.  Die 
Seine  wie  bei  dem  Mannchen  behaart,  nur  fehlen  an  den 
Metatarsen  und  Tibien  der  beiden  Vorderpaare  die  sehr  auf- 
fallenden,  gerade  abstehenden  langen  Haare;  diese 
Glieder  sind  jedoch  dichter  mit  ebenfalls  langen  Haaren  be- 
wachsen. 

In  der  Grbsse  sind  die  einzelnen  Exemplare,  wie  auch 
die  Mannchen  sehr  verschieden. 


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—    302    — 

Lange  des  Cephalthorax :  0m  005,  des  Abdomen :  Om  006, 
eines  Beines  des  ersten  oder  vierten  Paares:  Om  024;  des 
zweiten:  Om  022,  des  dritten:  Om  02. 

Drassus  minuscnlus  L.  Koch. 

Mas. 

Der  Cephalothorax  braungelb,  am  Kopftheile  vorn  star- 
ker gebraunt,  mit  schmalem,  schwarzem  Randsaume  nod 
verastelten  schwarzen  Streifen  an  der  seitlichen  Abdachung 
des  Brusttbeiles;  die  Abgrenzung  zwischen  Kopf-  und  Brust- 
theil  durch  eine  schwarze  Linie  angedeutet.  Die  Mandibeln 
dunkelrothbraun ;  die  Maxillen  gelbbraun,  die  Lippe  schwarz- 
braun.  Das  Sternum  braungelb.  Das  Abdomen  schwarz- 
braun,  greis  behaart;  im  Spiritus  kommt  ein  gelblicher 
Mittellangsstreifen,  welcher  von  der  Basis  bis  zur  Mitte  reicht, 
zum  Vorschein,  beiderseits  von  diesem  eine  Langsreihe  von 
je  drei  gelblichen  Fleckchen ;  hinter  seinem  Ende  eine  Reihe 
gelblicher  Bogenlinien;  an  der  Unterseite  zwei  gelbliche  Langs- 
linien,  welche  jedocb  nicht  bis  zu  den  Spinnwarzen  sich  er- 
strecken  und  sich  hinten  vereinigen.  —  Die  Spinnwarzen 
br&unlichgelb ;  von  gleicher  Farbe  sind  auch  die  Beine.  Das 
Feraoralglied  der  Palpen  rothlichbraun ;  das  Patellarglied 
br&unlichgelb,  der  Tibiaitheil  und  die  Decke  der  Kopulations- 
organe  rothlichbraun ;  der  Fortsatz  an  ersterem  schwarzbraun. 

Der  Cephalothorax  um  0m  00075  langer  als  breit,  so 
lang  als  Patella  und  Tibia  eines  Beines  des  vierten  Paares, 
in  den  Seiten  gerundet,  vorn  nur  massig  verschmalert,  vom 
Hinterrande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem  dritten  Beinpaart* 
ansteigend,  oben  deutlich  gewolbt,  nach  dem  Seitenrande 
steil  abgedacht,  mattglanzend,  mit  anliegenden,  gelblichweisseo, 
seidenglanzenden,  an  der  Basis  gefiederten  Harchen  bedeckt; 
zwischen  diesen  einfacho,  abstehende,  langere  Haare  einge- 
streut;  am  Kopftheile  vorn  und  zwischen  den  Augen  lange, 
abstehende,  feine  Borsten.  Kopf-  und  Brusttheil  sind  nicht 
von  einander  abgesetzt ;  der  Seitenrand  als  feine  Kante  vor- 


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—    303     — 

stehend;  die  Mittelritze  kurz,  zwischen  dem  zweiten  und 
dritten  Beinpaare.  Der  Clypeus  nicht  ganz  so  hoch  als  die 
Entfernung  der  vorderen  und  hinteren  MA  betragt. 

Die  vordere  Augenreihe  durch  Tieferstehen  der  SA 
schwach  gebogen  (procurva);  die  MA  rand,  grosser  als  die 
SA,  von  einander  nicht  vollig  in  ihrem  Durchraesser  ent- 
fernt,  von  den  SA  nur  durch  einen  schmalen  Zwischenraum 
getrennt;  letztere  langlichrund,  gegen  die  MA  schrag  gestellt, 
von  den  hinteren  SA  nicht  ganz  so  weit,  als  die  vorderen 
und  hinteren  MA  entfernt.  Die  hintere  Reihe  breiter,  wie 
die  vordere  gebogen ;  die  MA  grosser  als  die  iibrigen  Augen, 
ziemlich  flach,  von  dreieckiger  Form,  von  einander  nur  wenig 
weiter  als  die  vorderen  MA  und  SA  entfernt,  von  den  SA 
aber  merklich  weiter,  als  die  vorderen  MA  von  einander, 
abstehend.  Die  SA  so  gross  als  die  vorderen  SA,  schrag 
gestellt. 

Die  Mandibeln  unter  dem  Kopfrande  knieformig  hervor- 
tretend,  dann  senkrecht  abfallend,  nur  wenig  kurzer  als  die 
vordersten  Patellen,  fein  granulirt  und  der  Quere  nach  ge- 
runzelt,  weitschichtig  mit  langen,  feinen,  auf  grSberen  K8r- 
nern  sitzenden  Borsten  besetzt.  Die  Klaue  kraftig,  stark 
gekruramt. 

Die  Maxillen  an  der  Basis  stark  gewfllbt,  in  der  Mitte 
der  Quere  nach  schrag  eingedruckt,  am  Aussenrande  tief 
eingebuchtet,  vor  dieser  Einbuchtung  gerundet,  vorn  nach 
jener  schrag  abgestuzt;  am  Innenrande  langs  der  Lippe  mit 
einer  scharfen  feinen  Leiste.  Die  Lippe  gewolbt,  mehr  als 
halb  so  lang  als  die  Maxillen,  in  den  Seiten  fast  gleich  breit, 
nur  vorn  etwas  verschmalert  und  am  Vorderrande  gerundet. 

Das  Sternum  dem  Urarisse  nach  breit  oval,  sehr  glan- 
zend,  gegen  den  Seitenrand  hin  leicht  gewolbt,  mit  einfachen, 
in  einem  yertieften  Punkte  sitzenden  Haaren  weitschichtig 
bewachseo ;  die  Haare  am  Seitenrande  sind  langer  und  stehen 
dichter. 

Das  Abdomen  fast  noch  einmal  so  lang  als  breit,  nicht 
so   breit   als   der   Cephalathorax,   vorn   und  hinten  rundlich 


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—     304    — 

abgestumpft,  glanzlos,  mit  anliegenden,  gefiederten,  seiden- 
artig  glanzenden  und  abstehenden,  wassig  langen.  eiofacheo 
Haaren  oben  und  unten  bedeckt. 

Das  Femoralglied  der  Palpen  mit  deutlicher  Kopf- 
kruininung,  seitlich  zusammengedriickt,  gegen  das  Ende  rer- 
dickt;  der  Tibialtheil  kurzer  als  das  Patellarglied  und  etwas 
breiter,  vorn  an  der  Aussenseite  in  einen  gewolbten,  vorn 
massig  verschmalerten  und  am  Ende  abgerundeten  Fortsatz 
auslaufend;  dieser  Fortsatz  ist  hochstens  so  lang  als  das 
Glied  selbst,  sein  unterer  Rand  verlauft  gerade,  sein  oberer 
schrag  bis  zur  Rundung  an  der  Spitze.  Die  Decke  der 
Kopulationsorgane  dem  Umrisse  nach  schmal-eiformig,  ge- 
wfllbt,  innen  mehr  als  aussen  gerundet,  mit  graugelben  Haa- 
ren, welche  gegen  das  vordere  Ende  zu  dichter  steheo,  be- 
wachsen. 

Die  Beine  etwas  glanzend;  lang  behaart,  nur  an  den 
Tarsen   des   ersten  und  zweiten  Paares  eine  diinne  Scopula. 

L&nge  des  Cephalathorax :  0m  0025 ,  des  Abdomen  : 
0m  003,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  0065,  des  zwei- 
ten: 0m  0055,   des  dritten:  0m  005,  des  vierten:    0m  007 


Prosthesima  napaea  nor.  spec. 

Femina. 

Der  Cephalathorax,  die  Mandibeln,  Maxillen,  die  Lippe 
und  das  Sternum  braungelb,  letzteres  am  Rande  schmal 
braun  gesftumt:  die  Palpen  braungelb  mit  starker  gebraun- 
tem  Tarsalgliede;  die  Schenkel  und  Patellen  der  Beine  braun- 
gelb, die  iibrigen  Glieder  rOthlichbraun.  Das  Abdomen  voa 
Grundfarbe  schmutzig  br&unlichgelb,  oben  und  in  den  Seiten 
schwarzlich  angelaufen.     Die  Spinnwarzen  braunlichgelb. 

Das  Cephalathorax  nur  unbedeutend  langer  als  Patella 
und  Tibia  eines  Beines  des  vierten  Paares,  urn  1mm  langer 
als  breit,  am  breitesten  zwischen  dem  zweiten  und  dritten 
Beinpaare,  von  da  nach  Vorn  stark  verschmalert  zulaufend, 


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—    305    — 

in   den  Seiten    gerundet,    voin  Hiuterraude    bis   an  die  Linie 

zwischen  dem    dritten  und  vierten  Beinpaare  steil  ansteigend, 

oben  nicht  gewolbt,  sanft  nach  Vorn  abgcdacht,  mattglanzend, 

mit  anliegenden,     Jangen,   einfachen,  gelblich-weissen  Haareii 

diinu  bedeck  t.       Die  Mittelritze  tief  eingeschuitten,  von  m&s- 

siger  Lange,    bis     zur  Grenze   der   hinteren  Abdachuug    rei- 

cheud.     Die  Abgrenzung  vou  Kopf-  und  Brusttheil  nur  ganz 

schwach  darch    eine  Furche  angedeutet;   am  Brusttheile  bei- 

derseits  drei  abgekiirzte  Furchenstriche.     Das  Clypeus  nicht 

so  hoch,  als   der  Durchmesser  eines  MA  der  vorderen  Reihe 

betr&gL 

Die  vordere   Augenreihe  durch  Tieferstehen  der  SA  ge- 
bogen   (procurva)  ;    die   MA   rund,    grosser   als  die  ubrigen 
Augen,  stark  gewolbt,  von  einander  nicht  in  ihrem  Halbinesser, 
von  den   hinteren   MA   fast  in  ihrem  Dorchmesser  entfernt, 
von   den  SA    nur   durch    einen  schmalen  Zwischenraum  ge- 
trennt;  letztere    langlich-rund,  gegen  die  gleichgefonnten  und 
gleichgrossen  hinteren  SA  schr&g  nach  Innen  divergirend  ge- 
stellt,  von  diesen  soweit  als  die  vorderen  MA  von  einander 
entfernt     Die    hintere   Reihe   so   breit  als  die  vordere,  wie 
diese   gebogen;     die  MA   von   fast  dreieckiger   Form,   etwas 
.   kleiner   als    die   vorderen  MA,  flach,   von  einander  und  den 
SA   gleich    weit   entfernt.     Die   vorderen   MA  schwarzlich; 
die  ubrigen  Augen  hellbernsteingelb.  ! 

Die  Mandibeln  nach  Hinten  gedrtickt,  schwach,  betracht-  1 

lid)   kurzer    als    die  vordersten  Patellen,  nicht  halb  so  dick 
als   die  Vorderschenkel,    unter   dem    Kopfrande   nicht   knie-  j 

fdrmig  hervortretend,   auch    vorn   herab   nur  ganz  unbedeu-  1 

tend  gewolbt,    glauzend,    mit    langen,    abstehenden,    feinen  ) 

Borsten  bewachsen-     Die  Klaue  von  massiger  Lange.  \ 

Die  Maxillen  gewSlbt,  vor  der  Mitte  mit  einer  schragen 
Impression,   fiber    die    Lippe   geneigt,   gegen    die  Basis  ver-  \ 

schmalert  zulaufend,    vorn   breit  und  gerundet,  am  Aussen-  \ 

rande  mit  sehr  Jangen,    gerade  abstehenden  Borsten  reichlich  \ 

besetzt.     Die  Lippe    etwas   mehr   als   halb   so  lang  als  die 
Maxilleo,  vorn  verschna^iert,  mit  gerundetem  Vorderrande. 
FerdinandeDnuB-^eitach^ift.  20 


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—    306    — 

Das  Sternum  dem  Umrisse  nach  oval,  gewolbt,  hinten 
spitz,  bei  guter  Vergrosserung  sehr  fein  netzartig  erschei- 
oend,  mit  graugelbeo,  nach  Hinten  gerichteteo  Haaren  licht 
bewachsen;    der  Rand    dichter  mit  langeren  Haaren  besetzt. 

Das  Abdomen  langlich,  vorn  raehr  als  hinten  ver- 
schmalert,  vorn  rundlich  abgestumpft  und  die  hintere  Ab- 
dachung  des  Cephalothorax  deckend,  hinten  gerandet,  glanz- 
los,  oben  und  in  den  Seiten  dicht  mit  anliegenden,  grau- 
gelben,  an  der  Basis  gefiederten  Haaren  bedeckt;  die  Unter- 
seite  ist  mit  anliegenden,  graugelben,  einfachen  Haaren  licht 
bedeckt. 

Sechs  Spinnwarzen  von  cylindrischer  Form ;  das  unterste 
Paar  etwas  langer  als  das  oberste. 

Die  Epigyne  bildet  an  ihrer  vorderen  Halfte  eine  tiefe, 
von  einem  halbkreisformigen ,  scharfrandigen  Vorsprunge 
uberragteOeffnung,  an  ihrer  hinteren  Halfte  zwei  durch  eine 
breite,  flache  Leiste  von  einander  getrennte  kugelige  Er- 
hdhungen. 

Das  Femoralglied  der  Palpen  gebogen,  seitlich  zusam- 
mengedriickt,  gegen  das  Ende  verdickt,  unten  lang  behaart, 
oben  mit  1.1  Stacheln;  der  Patellar theil  kiirzer  als  das 
Tibialglied,  innen  mit  einem  Stachel;  der  Tibialtheil  reich- 
lich  bestachelt;  das  Tarsalglied  gegen  das  Ende  dunner,  an 
der  Basalhalfte  mit  langen Stacheln  besetzt,  oben  kurz,  un- 
ten langer  behaart. 

Die  Beine  glanzend,  an  alien  Tarsen  und  den  Metatar- 
sen  des  ersten  und  zweiten  Paares  eine  Scopula.  Die 
Schenkel  ziemlich  dick,  oben  an  der  Basis  gewSlbt,  unten 
massig  lang  behaart;  auch  die  iibrigen  Glieder  sind  donn 
mit  massig  langen  Haaren,  welche  wie  jene  der  Schenkel 
von  grauer  Farbe  sind,  bewachsen.  An  den  Patellen  des 
dritten  und  vierten  Paares  hinten  ein  Stachel.  An  den 
Tibien  der  beiden  Vorderpaare  nur  unten  je  ein  Stachel; 
ein  Stachelpaar  an  der  Basis  der  Metatarsen  dieser  Beine. 
Die  Tibien  und  Metatarsen  des  dritten  und  vierten  Paares 
reichlicher  bestachelt. 


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—     307     — 

Lange  des  Cephalothorax :  0m  003,  des  Abdomen : 
Om  004,  eines  Beinesdes  ersteu  Paares :  0m  0075,  deszweiten; 
Om  007,    des  dritten:  0™  006,  des  vierten:  Om  009, 

Ein  Exemplar  unter  einem  Steine  bei  Bad  Ratzes  ge- 
funden. 

Nicht  ohne  einige  Aehnlichkeit  mit  Prosthesiina  prog- 
natha  Can.,  bei  der  Epigyne  dieser  letzteren  Art  fehlt  jedoch 
der  ihren   Vorderrand  bildende,  frei  vorspringende  Bogen. 

Prosthesiina  apricoram  n.  spec. 

Femina. 

Cephalothorax  und  Mandibeln  schwarz;  die  Klauen  der 
letzteren  an  der  Endhalfte  durchscheinend  roth.  Maxillen 
ond  Lippe  schwarz,  am  Vorderrande  gelblich-weiss.  Das 
Sternum  schwarz,  graubraun  behaart.  —  Das  Abdomen 
schwarz,  graubraun  behaart  Die  Spinnwarzen  schwarz,  an 
der  Spitze  gelblich-weiss.  Die  Beine  schwarzbraun ;  die 
Schenkel  des  ersten  Paares  mit  dem  bei  vielen  Arten  dieses 
Genus  vorkommenden  durchscheinenden  rothlichen  Langs- 
flecken  ;  die  Tarsen  rSthlich-braun. 

Der  Cephalothorax  so  lange  als  Patella  und  Tibia  eines 
Beines  des  vierten  Paares,  um  0m  00  L  langer  als  breit,  am 
breitesten  zwischen  dem  zweiten  und  dritten  Beinpaare,  vorn 
nur  halb  so  breit,  in  den  Seiten  gerundet,  nach  Vorn  all- 
mahlich  verschmalert,  vorn  Hiuterrande  kurz  steil  ansteigend, 
oben  nicht  gewolbt,  nach  dem  Seitenrande  nicht  sehr  steil 
abfallend,  mattglanzcnd,  ausserst  fein  gerunzelt  und  weit- 
schichtig  mit  kleinen  Kornchen,  welche  ein  abstehendes  feines 
Haar  tragen,  bestreut  und  an  der  Grenze  der  hinteren  Ab- 
dachung  sowie  oben  mit  langen,  feinen  Borsten  besetzt. 
Kopf-  und  Brusttheil  sind  nicht  von  einander  abgesetzt;  an 
letzterem  beiderseits  zwei  abgekurzte  Strahlenfurchen.  Die 
Mittelritze  von  massiger  Lange,  die  Grenze  der  hinteren 
Abdachung  erreichend.  Der  Clypeus  so  hoch,  als  der  lan- 
gere  Durchmesser  eines  SA  der  vorderen  Reihe  betragt. 

20* 


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—  308  — 

Die  vordere  Augenreihe  durch  Tieferstehen  der  S  A  etwas 
gebogen  (procurva).  Die  MA  an  einer  kleinen,  gewdlbten 
Hervorragung,  rund,  kleiner  als  die  SA,  von  diesen  nur 
durch  einen  schmalen  Zwischenraum  getrennt  von  einaoder 
nicht  ganz  in  ihrem  Durchmesser,  von  den  hinteren  MA 
weiter  als  vom  Kopfrande  entfernt.  Die  SA  l&nglich  rand, 
schr&g  gestellt,  von  den  hinteren  SA  nicht  so  weit,  als  die 
vorderen  und  hinteren  MA  entferut.  Die  hintere  Reihe  etwas 
breiter,  die  Augen  zieinlich  von  gleicher  Gr5sse  und  gleich 
weit,  jedoch  nicht  vQllig  in  ihrem  Durchmesser  von  eiuander 
entfernt;  die  MA  fast  flach,  nicht  regelmassig  rund;  die 
SA  l&nglich-rund ;  die  MA  soweit  als  die  vorderen  MA  von 
einander  entfernt. 

Die  Mandibeln  unter  dem  Kopfrande  knieftrmig  her- 
vortretend,  dann  senkrecht  abfallend,  merklich  kurzer  als  die 
vordersten  Patellen  und  nicht  so  dick  als  die  Vorderschen- 
kel,  gegen  das  untere  Ende  nur  wenig  dQnner,  glanzend,  der 
Quere  nach  fein  gerunzelt,  weitschichtig  mit  starken  Borsten 
und  besonders  an  der  Innenseite  und  dem  unteren  Ende  mit 
sehr  lactogen  Haaren  besetzt. 

Die  Maxillen  mit  einem  tiefen,  schragen  Eindruck  vor 
der  Mitte,  an  der  Basalhalfte  gewoibt,  vom  gerundet  und 
nach  Innen  zu  befranset.  Die  Lippe  mehr  als  halb  so  lang 
als  die  Maxillen,  gewoibt,  fast  gleich  breit,  vorn  gerundet 

Das  Sternum  der  Umrisse  nach  oval,  flach,  gl&nzend, 
weitschichtig  vertieft  punktirt,  in  den  einzelnen  Punktchen 
ein  nach  Hinten  gerichtetes  Haar ;  die  Haare  am  Seitenraude 
l&nger  und  dichter. 

Das  Abdomen  vorn  die  hintere  Abdachung  des  Cepha- 
lothorax  deckend,  vorn  und  hinten  rundlich  abgestumpft,  in 
den  Seiten  leicht  hervorgewSlbt,  fast  noch  einmal  so  lang 
als  breit,  glanzlos,  mit  anliegenden  langen,  etwas  glfinzeaden 
Haaren  diinn  bedeckt. 

Die  Epigyne  ist  jener  von  Prosthesima  Petiverii  Scop, 
sehr  &hnlich,  doch  ist  die  mittlere  Platte  derselben  wenig- 
stens    dreimal   so     breit   als   lang    und    an    ihrem  Border- 


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—    309    — 

rande  beiderseits  tief  eingedrukt.  Bei  Pr.  Petiverii  ist  die 
Mittelplatte  fast  so  lang  als  breit  und  ohne  Eindriicke  an 
ihrer  vorderen  Rundung. 

Die  Beine  etwas  glanzend;  die  Tibien  des  ersten  und 
zweiten  Paares  gegen  das  Ende  allmahlich  an  Dicke  abneh- 
mend;  an  den  Metatarsen  und  Tarsen  des  ersten  und  zwei- 
ten Paares  eine  Scopula.  Das  vierte  Paar  nicht  ganz  urn 
seinen  Metatarsus  laager  als  das  erste. 

Lfinge  des  Cephalothorax:  0m  004,  das  Abdomen  0m 
005,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  008,  des  zweiten: 
0"  0075,  des  dritten:  0™  007,  des  vierten:  0™  01. 

Bei  VQls  in  einer  gr5sseren  Anzahl  von  Exemplaren 
gesammelt. 

Prosthesima  apricomm  unterscheidet  sich  von  Pr.  Peti- 
verii Sc,  rait  welcher  sie  die  grosste  Aehnlichkeit  besitzt 
nur  durch  ihre  ansehnlichere  Gr5sse  und  die  wesentlich  ver- 
schieden  gestaltete  Epigvne. 

Chiracanthium  Letochae  n.  spec. 

Mas. 

Der  Cephalothorax  braungelb,  gegen  den  Seiten-  und 
Hinterrand  des  Brusttheiles  blassgelb.  Die  Mandibeln  braun- 
gelb, von  der  Mitte  nach  abwarts  an  der  Innenseite  dunkel- 
braun;  die  Klaue  dunkelrothbraun,  gegen  das  Ende  durch- 
scheinend  r5thlich.  Die  Maxillen  und  die  Lippe  braungelb, 
erstere  mit  schwarzem  Seitenrande,  letztere  an  den  R&ndern 
braun.  Das  Sternum  braungelb  Das  Abdomen  gelblich-griin ; 
von  gleicher  Farbe  auch  die  obersten  Spinnwarzen;  die  un- 
teren  sowie  die  Umgebung  derselben  hellgelb.  Die  Palpen 
blassgelb;  die  Decke  der  Kopulationsorgane  schwarzbraun. 
Die  Beine  schmutzig  griinlich-gelb ;  die  Schenkel,  Patellen 
und  Tibien  oben  mit  einem  durchlaufenden,  gelben  Lftngs- 
streifen. 

Der  Cephalothorax  urn  0m  001  langer  als  breit,  so 
lang  als   die  Tibia   eines  Beines  des  vierten  Paares,  in  den 


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—    310    — 

Seiten  des  Brasttheiles  gerundet,  vom  Hinterrande  bis  an  die 
Linie  zwischen  dem  ersten  Beinpaare  schr&g  ansteigend,  von 
da  mit  starker  WSlbung  nach  Vom  abfallend,  am  Kopf- 
theile  auch  in  den  Seiten  gewSlbt,  gl&nzend,  glatt,  mit  lan- 
gen,  anliegenden,  seidenartig  gl&nzenden,  einfachen  weissen 
Haaren  bedeckt.  In  der  Linie  zwischen  dem  dritten  Bein- 
paare am  Brnsttheile  ein  tiefes,  rnndliches  Grubchen. 

Die  vordere  Augenreihe  gerade,  kaum  im  Durchmesser 
ernes  Auges  vom  Kopfrande  entfernt;  die  MA  rand,  an 
einer  kleinen  Erhohung,  von  einander  weiter  als  in  ihrem 
Durchmesser,  von  den  hinteren  MA  noch  etwas  weiter, 
von  den  SA  fast  noch  einmal  so  weit  als  von  einander  ent- 
fernt. Die  SA  l&nglich-rund,  mit  den  hinteren  SA  an  eineni 
kleinen,  schragen  Hiigelchen,  von  diesen  nicht  ganz  in  ihrem 
Halbmesser  entfernt  Die  hintere  Reihe  breiter,  uber  die 
vordere  gebogen,  (procurva);  die  MA  kreisnmd,  von  den 
SA  betr&chtlich  weiter  als  von  einander  entfernt. 

Die  Mandibeln  sehr  lang,  von  ihrer  Basis  an  divergi- 
rend,  nach  Unten  allmahlich  verschmalert,  nicht  gew&lbt, 
gl&nzend,  mit  kurzen,  schwarzen,  auf  K5mchen  sitzenden 
Borstchen  licht  bewachsen.  Unterhalb  der  Basis  der  Man- 
dibeln innenein  Hftckerchen.  Die  K  lane  stark  gekrummt,  etwas 
l&nger  als  der  Stamm;  an  den  Klauenfalzrandern  hoch 
oben,  wo  beide  sich  vereinigen,  ein  starker,  abwarts  gerich- 
teter  Zahn. 

Die  Maxillen  gewdlbt,  in  der  Mitte  eingedrfickt,  am 
Aussenrande  eingebuchtet,  vor  der  Einbuchtung  und  vorn 
gerundet,  nach  Innen  kurz  schr&g  abgestutzt  Die  Lippe 
mehr  als  halb  so  lang  als  die  Maxillen,  nach  Vorn  und 
gegen  die  Basis  verschmalert,  mit  geradem  Vorderrande. 

Das  Sternum  herz-eiftrmig,  sehr  glanzend,  weitschich- 
tig  mit  abstehenden,  schwarzen,  in  vertieften  Piinktchen  sitzen- 
den Borsten  bewachsen. 

Das  Abdomen  l&nglich,  vorn  rundlich  abgestumpft,  in 
den  Seiten  gerundet,  hinten  etwas  verschmalert  zulaufend, 
fettartig  glanzend.  — 

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-    311    — 

Das  Femoralglied  der  Palpen  sowohl  nach  Aussen  als 
aufoarts  gebogen;  das  Tibialglied  fast  noch  einmal  so  lang 
als  das  Patellarglied,  obeu  und  unten  sehr  lang  behaart, 
am  vorderen  Ende  aussen  rait  einem  zuerst  in  die  H5he, 
dann  nach  Aussen  und  abwarts  gebogenen,  am  Ende  etwas 
dfinneren,  eine  kurze,  einw&rts  gebogene  Spitze  bildenden 
Fortsatz.  Die  Decke  des  Kopulationsorgane  lang  behaart, 
an  der  Basis  aussen  und  innen  gerundet;  die  innere  Run- 
dung  weiter  herabreichend,  die  Spitze  kurz,  hOchstens  4/4  der 
ganzen  Lange  betragend.  Der  Sporn  der  Decke  kaum  so 
lang  als  das  Tibialglied. 

Die  Beine  diinn,  lang,  glanzend,  kurz  behaart;  alle 
Schenkel  bestachelt,  an  jenen  des  dritten  Paares  am  Ende 
vorn  und  hinten,  an  jenen  des  vierten  nur  hinten  ein 
Stachel;  am  Metatarsus  der  beiden  Vorderpaare  unten 
nur  2  Stacheln;  das  dritte  Beinpaar  nicht  ganz  halb  so 
lang  als  das  erste;  dieses  51/2mal  so  lang  als  der  Cepha- 
lothorax. 

Lange  des  Cephalothorax :  0m  00425,  des  Abdomen: 
0m  005,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  0235,  des 
zweiten:  0m  0145,  des  dritten:  0m011,  des  vierten 
0"  016. 

Chiracanthium  Letochae  unterscheidet  sich  von  Chir. 
Seidlitzii  dadurch,  dass  der  Sporn  der  Decke  der  Kopula- 
tionsorgane, welcher  bei  letzterer  Art  l&nger  als  das  Tibial- 
glied ist,  kaum  so  lang  als  das  Tibialglied  ist. 

Liocranum  squamosum  L.  Koch. 

Femina. 

Der  Cephalothorax  rdthlich-braun,  mit  feiner  schwarzer 
Randlinie;  die  Schuppenbehaarung  grauweiss,  metallisch 
kupferroth  schillernd,  die  Mandibeln  rothlich-braun.  Die 
Maxillen  braungelb;  die  Lippe  r5thlich-braun ;  das  Sternum 
braungelb  mit  schmalem,  braunem  Seitenrandsaum.  Das 
Abdomen  von  Grundfarbe  graugelb,  oben  mit  kupferfarben- 


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—    312    — 

und  goldschillernden  Schuppchen,  unteu  mit  schwach-rOthlich 
metallisch-schillernden  Schuppchen  bedeckt.  Die  Palpen  und 
Beine  braungelb,  ebenfalls  mit  grfln-  und  kupferfarben  schil- 
lernden  Schuppchen  belegt. 

Der  Cephalothorax  urn  0m  001  langer  als  breit,  am 
breitesten  zwischen  dem  zweiten  und  dritten  Beinpaare  and 
fast  noch  einmal  so  breit  als  vorn,  in  den  Seiten  gerundet, 
nieder,  vom  Hinterrande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem 
dritten  Beinpaare  ansteigend,  oben  hinter  den  Augen  leicht 
gewSlbt,  nach  dem  Seitenrande  schrag  abgedacht,  mit  metal- 
lisch-schillernden Schuppchen  dicht  bedeckt  und  am  Kopf- 
theile  unmittelbar  hinter  den  Augen,  zwischen  diesen  und 
am  Clypeus  mit  l&ngeren,  abstehendeu  Borsten  besetzt.  Der 
Seitenrand  mit  fein  aufgeworfener  Kante.  Die  Abgrenzung 
zwischen  Kopf-  und  Brusttheil  nur  schwach  angedeutet 
Die  Mittelritze  von  mfissiger  L&nge,  in  der  Linie  zwischen 
dem  zweiten  und  dritten  Beinpaare.  Der  Clypeus  nicht 
vSllig  so  hoch  als  der  Durchmesser  eines  MA  der  ersten 
Reihe  betragt. 

Die  vordere  Augenreihe  gerade ;  die  MA  rund,  grosser 
als  die  Qbrigen  Augen,  von  einander  und  den  SA  nur  durch 
einen  ganz  schmalen  Zwischenraum  getrennt;  letztere  lftng- 
lich  rund,  kleiner  als  die  hinteren  SA,  von  diesen  nicht 
ganz  in  ihrem  Durchmesser  entfernt.  Die  hintere  Reihe 
breiter,  ebenfalls  gerade;  die  Augen  in  gleicher  Entfernung 
von  einander;  die  MA  rund,  von  den  vorderen  MA  in  ihrem 
Durchmesser  entfernt. 

Die  Mandibeln  unter  dem  Kopfrande  mit  starker  Wdl- 
bung  kniefBrmig  hervortretend,  so  lang  als  die  vordersten 
Patellen  und  so  dick  als  die  Vorderschenkel,  aussen  etwas 
gew51bt,  innen  von  der  Mitte  an  divergirend,  sehr  gl&nzend, 
mit  langen,  schwarzen  Borsten  bewachsen.  Die  Klauen  lang, 
diinn,  stark  gebogen;  am  vorderen  Klauenfalzrande  drei 
Z&hne,  am  hinteren  zwei. 

Die  Maxilleu  gewolbt,  ohne  Eindruck,  von  der  Basis 
zum  Ende  fast  gleichbreit,  vom  an  der  Aussenseite  gerundet 


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—    313    — 

and  nach  Linen  schrag  abgestutzt.  Die  Lippe  halb  so  lang 
als  die  Maxillen,  vorn  etwas  verschraalert,  am  Vorderrande 
leicht  rand  aasgeschnitten. 

Das  Sternum  herz-eiftrmig ,  sehr  glanzend,  gewSlbt, 
hinten  spitz  zalaafend,  mit  langen,  schwarzen,  vorw&rts  ge- 
richteten,  abstebenden  Haaren  licht  bewachsen.  Am  Seiten- 
rande  ganz  schwache  Tmpressionen  zwischen  den  Insertions- 
stellen  der  Huften. 

Das  Abdomen  vorn  rundlich  abgestampft,  bis  zar  Mitte 
allm&hlich  an  Breite  zunehmend,  an  der  hinteren  Halfte  ge- 
rundet,  hinten  abgestampft,  oben  and  an  ten  mit  metal  lisch- 
glSnzenden  Schiippchen  dicht  bedeckt  and  mit  abstebenden 
kurzen  Borstchen  weitschichtig  besetzt.  Die  Platte  der  Epi- 
gyne  lang,  schmal,  hinten  etwas  an  Breite  zunehmend,  scharf 
amrandet,  die  Umrandung  vorn  einen  Bogen  bildend;  hinten 
verengt  sich  die  Platte  in  ihrer  Mitte  in  Form  des  Hand- 
griffes  eines  Schwertes.  — 

Die  Palpen  mit  metallisch-schillernden  Schiippchen  be- 
deckt; das  Femoralglied  leicht  gekrflmmt,  gegen  das  Ende 
etwas  verdickt;  das  Tibialglied  betrachtlich  langer  als  der 
Patellartheil ;  das  Tarsalglied  unten  lang-,  oben  kurz  be- 
haart 

Die  Beine  mit  metallisch-schillernden  Schiippchen  be- 
legt.  Die  Tibien  der  beiden  Vorderbeinpaare  mit  einer  dop- 
pelten  Reihe  von  je  6  langen  Stacheln  an  der  Cnterseite. 
An  den  Metatarsen  und  Tarsen  des  beiden  Vorderbeinpaare 
eine  Scopula. 

LSnge  des  Gephalothorax :  0m  0045,  des  Abdomen: 
Om  0045,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares : 
0m  014,  des  dritten:  0m  0125,  des  vierten:  0**016. 

Ausser  in  Tirol  wurde  diese  durch  ihren  Metallglanz 
sehr  auffallende  Species  noch  bei  Mehadia,  woher  ich  sie 
durch  Dr.  Pallia!  di  erhielt,  gefunden;  ich  sammelte  sie  bei 
Karlsbad  and  in  der  Umgebang  von  Niirnberg,  wo  sie  in 
den  Jaragegenden  vork5mmt.  Sie  lebt  anter  Steinen  and 
1st  fiasserst  fliichtig. 


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—     314    — 

Clubiona  abdita  nor.  spec. 

Femina. 

Der  Cephalothorax  hell-gelbbraun  mit  schmalem,  schwar- 
zem  Randsaume.     Die  Mandibeln  von  der  Farbe  des  Cepha- 
lothorax;   die    Maxillen    braungelb    und   wie   die    Lippe   am 
ATorderrande     gelblich-weiss;    letztere     an    der    Basalhalfle 
schwarzbraun ,    an    der  vorderen    braungelb.     Das    Sternum 
liell-gelbbraun ,    dunkelbraun    gesaumt    —    Das     Abdomen 
dunkel-rothbraun ;    im  Weingeist  erscheint  es  gelb  getupfelt 
und   zeigt    an    der  Basalhalfte    einen  gelblichen  Mittellangs- 
streifen,  zu  beiden  Seiten  desselben  vorn  je  ein  gelbes  Punkt- 
fleckchen  und  hinter  diesem  ein  gelbes  Querstrichelchen ;  die 
Spinnwarzen   gelbbraun ;    die    Bronchialdeckel    br&unlichgelb. 
Die  Palpen    braunlichgelb    mit    starker    gebr&untem   Tibial- 
und  Tarsalgliede.  —  Die  Beine  braunlich-gelb. 

Der  Cephalothorax  um  0m  00075  langer  als  breit, 
so  lang  als  Patella  und  Tibia  eines  Beines  des  vierten 
Paares,  in  den  Seiten  leicht  gerondet,  vor  den  Hiiften  des 
ersten  Beinpaares  abgesetzt  m&ssig  verschmalert,  vora  Hinter- 
rande  bis  die  Linie  zwischen  dem  dritten  und  vierten  Bein- 
paare  schrag  ansteigend,  nach  den  Seiten  steiler  abgedacht, 
oben  nur  wenig  gewOlbt,  gl&nzend,  mit  anliegenden,  gelblich- 
weissen,  einfachen,  seidenartig  glftnzenden  Haaren  bedeckt 
Die  Mittelritze  kurz,  in  der  Linie  zwischen  dem  dritten 
Beinpaare. 

Die  vordere  Augenreihe  nicht  vdllig  im  Halbmesser 
eines  Auges  vom  Kopfrande  entfernt,  gerade;  die  Augen 
gleichweit  und  etwas  weiter,  als  ihr  Radius  betragt,  von 
einander  entfernt;  die  MA  kreisrund,  kleiner  als  die  SA 
und  die  hinteren  MA,  von  diesen  wenigstens  nooh  einmal 
so  weit  als  von  einander  entfernt.  Die  hint  ere  Reihe  breiter, 
leicht  nach  Hinten  gebogen  (procurva);  die  MA  rund,  von 
einander  weiter  als  von  den  SAabstehend;  letztere  wie  die  vor- 
deren SA  langlich-rand,  von  diesen  nicht  ganz  in  ihrem 
kiirzeren  Durchmesser  entfernt. 


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—    315    — 

Die  Maodibeln  unter  dera  Kopfrande  kniefdrmig  hervor- 
tretend,  vorn  herab  gewSlbt,  so  lang  als  die  vordersten 
Patellen,  so  dick  als  die  Vorderschenkel,  senkrecht  abfallend, 
gl&nzend,  mit  abstehenden,  feinen,  auf  kleinen  K5rnchen 
sitzenden  Borsten  licht  besetzt. 

Die  Maxillen  gewSlbt,  ohne  Eindruck,  gerade  vorw&rts 
gerichtet,  am  Aussenrande  in  der  Mitte  eingebuchtet,  vor 
dieser  Einbuchtung  und  vorn  gerundet,  nach  Innen  korz 
schrag  abgestutzt.  —  Die  Lippe  mehr  als  halb  so  lang  als 
die  Maxillen,  gewolbt,  an  der  Basis  verengt,  vorn  gerade 
gestntzt.  —  Das  Sternom  dera  Dmrisse  nach  oval,  gewSlbt, 
gl&nzend,  weitschichtig  fein  eingestochen  punktirt,  in  jedem 
Pnnkte  ein  abstehendes,  massig  langes  Haar;  am  Seiten- 
rande  deutlicheEindrucke  zwischen  den  Ansatzen  der  Hfiften. 

Das  Abdomen  langlich,  in  den  Seiten  nnr  wenig  ge- 
rundet, vorn  gerade  abgestntzt,  glanzlos,  mit  anliegenden, 
einfachen,  seidenartig  glanzenden,  gelblich-weissen  Haaren 
bedeckt. 

Die  Beine  glanzend;  das  vierte  Paar  nm  seine  Tibia 
l&nger  als  das  erste;  der  Metatarsus  des  ersten  Beinpaares 
halb  so  lang  als  jener  des  vierten.  An  Tibia  III  und  IV 
oben  keine  Stacheln ;  an  Tibia  III  unten  1.1  Stacheln.  — 

Die  Epigyne  bildet  eine  gewSlbte,  der  Quere  nach  in 
B5gen  fein  dnrchfurchte,  vorn  nnd  in  den  Seiten  gernndete 
Platte,  welche  in  der  Mitte  ihres  freien  Hinterrandes  tief 
eingekerbt  und  beiderseits  der  Einkerbung  gerundet  ist;  in 
der  Einkerbung  ein  ovales,  kleines,  nur  vorn  angewachsenes 
L&ppchen. 

L&nge  des  Gephalothorax :  0m  0025,  des  Abdomen: 
0m  00325,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares: 
0m  0055,  des  dritten:  0m  005,  des  vierten:  0*  007. 

Agroeca  chrysea  nor.  spec. 

Feraina. 

Der  Gephalothorax  an  abgeriebenen  Exemplaren  schwarz, 
mit  einem  gezackten,    braunen  Bande  an  der  seitlichen  Ab- 


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—    316    — 

dachung;  der  Seitenrand  schwarz;  bei  vollstandig  behaarten 
Thieren  sind  die  dunkleren  Stellen  mit  goldfarbigen  Feder- 
harchen,  die  lichteren  mit  grauweissen  Schiippchea  bedeckt. 
Die  Mandibeln  gelbbraun,  schwarz  geadert;  Maxillen  und 
Lippe  gelbbraun;  das  Sternum  r6thlich-braun,  mit  weissen 
Harchen  bedeckt;  die  Borsten  schwarz.  Das  Abdomen 
schwarzbraun ;  die  Behaarung  goldgelb  mit  eingestreuten 
Fleckchen  schwarzer,  gl&nzender  Harchen;  die  Unterseite  hell- 
braun,  mit  graugelben  Ilaaren  bedeckt.  Die  Spinnwarzen 
rdthlich-braun.  Das  Femoral-  und  Patellarglied  der  Palpen 
braunlich-gelb;  das  Tibial-  und  Tarsalglied  r6thlich-brauii. 
Die  Huften  der  Beine  dunkel-gelbbraun ;  die  Schenkel 
schwarzbraun ,  zuweilen  mit  helleren  Fleckchen.  Die  Patellen 
und  Tibien  der  beiden  Vorderpaare  schwarzbraun ,  erstere  an 
der  Basis,  letztere  in  der  Mitte  mit  einem  rothlich-braunen 
Riugflecken.  Alle  Metatarsen  und  Tarsen,  so  wie  die  Patellen 
und  Tibien  der  vier  Hinterbeine  rOthlich-braun.  Die  Beine 
mit  goldgelben,  anliegenden,  gefiederten  Harchen  bedeckt 

Mas. 

Das  Mannchen  stimmt  in  der  FSxbung  mit  dem  Weib- 
chen  uberein.  Die  Palpen  und  die  Decke  der  Kopulations- 
organe  br&unlich-gelb. 

An  vielen  Exemplaren  siud  bei  dem  M&nnchen  wie  bei 
dem  Weibchen  die  Schenkel  der  Beine  heller  geflirbt  und 
zeigen  dann  drei  schwarzliche  Halbringe  an  der  Unterseite. 
Obwohl  eine  bestimnite  Zeichnung  der  Oberseite  das  Ab- 
domen, wahrscheinlich  wegen  des  Mangels  der  Feder- 
behaarung,  welche  sich  sehr  leicht  abreibt,  sich  meist  nicht 
erkennen  l&sst,  zeigen  doch  ganz  reine  Exemplare  an  der 
Basalhalfte  einen  grosseren  mit  goldgelben,  Harchen  bedeckten 
Langsflecken ,  welcher  an  seinem  hinteren  Ende  winkelig 
ausgeschnitten  ist  und  hinter  diesem  eine  L&ngsreihe,  eben- 
falls  durch  goldgelbe  Federharchen  gebildeter  Winkelfleck- 
chen;   der   G-rund,   auf  w<?lcli3m   diese    Zeichnung   ruht,    ist 


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—    317     — 

durch    schwarze    Ilaare    gebildet;    die    Seiten    sind  goldgelb 
behaart  mit  schwarzen  Fleckchen. 

Femina. 

Der  Cephalothorax  so  lang  als  Patella  and  Tibia  des 
vierteu  Beiupaares  zusammen,  in  den  Seiten  gerundet,  vorn 
ziemlich  stark  verschmalert,  vom  Hinterrande  bis  an  die 
Linie  zwischen  dem  dritten  Beiupaare  ansteigend,  oben  nicht 
gewSlbt,  nach  den  SeiUn  massig  steil  abgedacht,  mit  an- 
liegenden,  gefiederten,  anliegenden  Uaaren  bedeckt;  der  Cly- 
peus  mit  langen,  vorwarts  gerichteten  Borsten  besetzt.  Der 
Seitenrand  mit  fein  aufgeworfener,  glanzender  Kante.  Die 
Mittelritze  massig  lang,  in  der  Linie  zwischen  dem  zweiten 
und  dritten  Beinpaare.  Kopf-  und  Brusttheil  durch  eine 
Furche  beiderseits  deutlich  abgesetzt;  an  letzterem  beider- 
seits  zwei  abgekiirzte  Furchen. 

Beide  Augenreihen  nach  Hinten  gebogen  (procurvae); 
die  SA  der  vorderen  Reihe  nicht  in  ihrem  Durchmesser  vom 
Kopfrande  entfernt,  fast  noch  einmal  so  gross  als  die  MA; 
diese  nur  wenig  weiter  von  einander  als  von  den  SA  ab- 
stehend.  Die  Augen  der  hinteren  Reihe  in  gleicher  Ent- 
fernung  von  einander,  gleichgross  und  nur  wenig  kleiner  als 
die  vorderen  SA. 

Die  Mandibeln  kurzer  als  die  vordersten  Patellen,  so 
dick  als  die  Vorderschenkel,  an  der  Basis  gewolbt,  dann 
nach  Hinten  gedrttckt,  an  der  Innenseite  etwas  divergirend, 
vorn  und  innen  mit  langen  Borsten  besetzt. 

Die  Maxillen  von  der  Basis  bis  zum  Ende  fast  gleich- 
breit,  gewftlbt,  ohne  Eindruck,  vorn  an  der  Aussenseite  ge- 
rundet, nach  Innen  fast  bis  zur  Lippe  herab  schr&g  abge- 
stutzt  und  hier  befranset.  Die  Lippe  kaum  halb  so  lang 
als  die  Maxillen,  vorn  gerundet. 

Das  Sternum  herz-eifornrig,  hinten  spitz,  mattglanzend, 
leicht  gewolbt,  ohne  Eindriicke  am  Seitenrande,  mit  kurzen, 
angedriickton,    nacb  Innen  gerichteten,  dickeu  Uarchen   licht 


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-    318    — 

bedeckt,  und,  besonders  am  Rande,  mit  langen,  abstehenden 
Borsten  besetzt. 

Das  Abdomen  laoglich,  voro  und  hinten  rundlich  ab- 
gestumpft,  in  den  Seiten  schwach  gerundet,  mit  anliegenden, 
glanzenden,  gefiederten  Haaren  obcn  und  in  den  Seiten  be- 
deckt und  hier  mit  kurzen,  schwachen,  angedriickten  Borst- 
chen  besetzt;  die  Unterseite  mit  eiufachen,  anliegenden 
Haaren  diinn  bedeckt. 

Die  Beine  mit  glanzenden,  anliegendeu,  gefiederten 
Harchen  bedeckt  und  mit  abstehenden,  kurzen  Haaren  licht 
bewachsen;  an  der  Oberseite  der  Patellen  und  Tibien  des 
ersten  und  zweiten  Beinpaares  einzelne  sehr  lange,  aufrechte 
Haare.     Keine  Scopula. 

Lange  des  Cephalothorax:  0m  002,  des  Abdomen: 
0m  003,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  005,  des 
zweiten:  0m  0045,  des  dritten:  0m  004,  des  vierten: 
0°>  0065. 

Mas. 

Das  M&nnchen  stimmt  mit  dem  Weibcben  im  Allge- 
meinen  iiberein;  das  Femoralglied  der  Palpen  ist  nur  wenig 
gebogen  und  gegen  das  Ende  leicht  verdickt;  das  Tibial- 
glied  ist  so  Jang  als  das  Patellarglied,  jedoch  etwas  dunner, 
an  seinem  Ende  aussen  ein  schrag  nach  Vorn  und  A  us  sen 
gerichter  Fortsatz ;  derselbe  ist  an  seiner  Basalhalfte  breiter, 
verschmalert  sich  jedoch  von  der  Mitte  an  plQtzlich  in  einen 
etwas  abwarts  gebogenen,  am  Ende  spitzen  Dorn.  Die  Decke 
der  Kopulationsorgaue  an  der  Basis  stark  gewQlbt,  dem  Um- 
risse  nach  oval,  oben  mit  einem  in  der  Mitte  beginnenden 
bis  zur  Spitze  reichenden  Langsstreifen  dichter,  kurzer 
Haare;  die  abgerundete  Spitze  uuten  ganz  ausgehShlt. 

Lange  des  Cephalothorax:  0m  002,  des  Abdomen: 
0m  002,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  005,  des 
zweiten  oder  dritten:  0m  0045,  des  vierten:  0m  Oi. 

Bei  Niirnberg  findet  sich  diese  Art  meist  an  der  Wurzel 
von  FShren    unten   Moos;    diese   Thierchen    laufen    ausser- 


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319    — 

ordentlich   schnell ;     *>€ide     Geschlechter  sind  gegen  das  Ende 

des  Septembers  und  im  October  zu  volliger  Reife  entwickelt. 
Agroeca    chrysea    hat    jedenfalls    mit   Agroeca   cuprea 

Menge  grosse  Aehnlichkeit ;    letztere  Art  ist  jedoch  kleiner; 

in  dea  Schenkeln  der  Beine  sind  oben  nur  zwei,  bei  Agr. 
chrysea  dagegen  drei  Sta.cheln;  auch  sind,  so  weit  es  sich 
an  der  Abbildung,  welche  Menge  gibt,  erkennen  lasst,  die 
Sexualorgane  beider    Arten    wesentlich  verschieden  gestaltet. 

Harpactes  Canestrinii  nov.  spec. 

F  e  m  i  n  a : 

Der  Cephalotborax  und  dieMandibeln  dunkelgelbbraun ; 
die  Maxillen,  die  Lippe  und  das  Sternum  rothlich-braun ; 
die  beiden  Vorderbeinpaare  r6thlich-braun  mit  braunlich- 
gelben  Patellen;  die  beiden  Hinterpaare  braunlicbgelb ;  die 
Palpen  rothlich-braun;  das  Abdomen  graugelb;  die  Spinn- 
warzen  blassgelb. 

Der  Cephalotborax    um   0m  001    langer   als  breit,    am 

breitesten    zwischen     derrj    zweiten  nnd  dritten  Beinpaare,  so 

lane   als  Patella  und  Tibia  eines  Beines  des  ersten  Paares, 

in  der  Mitte  am  breitesten,  vora  Hinterrande  allmahlich  sanft 

ansteigend,  binter  den  Augen  gewfllbt,  vorn  nur  halb  so  breit  als 

in  der  Mitte,  raattglanzend,  deutlich  erhaben  netzartig,  weitschich- 

tiemitfeinen,  kurzen  Harchen  besetzt;  am  Kopftheile  zwischen 

den  Augen  und  am  Clypeus  langere,  gelbliche  Haare.    Die  ziem- 

lich  lange,   jedoch    seichte  Mittelritze  in  der  Linie  zwischen 

dem  zweiten  und  dritten  Beinpaare.     Der  Clypeus  kaum  so 

hoch    als    der  kiirzere  Durchmesser  eines  Auges  der  ersten 

Reihe*   diese   Augen    langlich-rund,    von  einander  hochstens 

in  der  halben  Lange  ihres  grosseren  Durchmessers,  von  den 

MA  der  zweiten  Reihe  mindestens  in  ihrem  langeren  Durch- 

messer  entfernt.     Die  Augen  der  zweiten  Reihe  einen  Halb- 

kreis   bildend,    dicht    beisammen,    die    MA    fast   kreisrund, 

kleiner  als  die  iibrigen  Augen ;  die  SA  langlich-rund,    dicht 

an  den  Augen  der  vorderen  Reihe,  so  gross  als  diese. 


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—     320    — 

Die  Mandibeln  uuter  dem  Kopfrande  in  Kniefonn  jedoch 
nicht  weit  hervortretend,  dann  senkrecht  abfallend,  etwas 
divergirend,  so  lang  als  die  vordersten  PateUen,  glanzend, 
mit  gelblichen,  langen,  auf  groben  Kornern  sitzenden  Borsten 
reichlich   besetzt.     Die  Klaue  lang,  kraftig. 

Die  Maxillen  an  der  Basis  stark  gewSlbt,  atu  Aussen- 
rande  tief  eingebachtet,  vor  dieser  Einbuchtung  gerundet, 
vorn  schrag  nach  lnuen  abgestutzt  and  hier  befranset.  Die 
Lippe  niehr  als  halb  so  lang  als  die  Maxillen,  iu  den  Seiten 
fast  gleichbreit,  vorn  ganz  seicht  ruud  ausgeschnitteu. 

Das  Sternum  dem  Umrisse  nach  spitz-eif'Srmig,  Jeicht 
gewolbt,  glftnzend,  erbaben  netzartig,  mit  zahlreichen,  glatten, 
rundlichen  Fleckchen ;  in  diesen  bemerkt  man  in  der  Mitte  ein 
Panktgrubchen,  in  welchem  eine  Jange,  gelbliche  Borste  sitzt. 
Das  Abdomen  dem  Umrisse  nach  eiforniig,  glanzlos, 
mit  angedriickten,  kurzen  Borstchen  licht  bedeckt. 

Die  Beiue  glanzend,  glatt,  licht  mit  massig  langen,  gelb- 
lichen Haaren  bewachsen;  an  den  beiden  Vorderbeinpaaren 
nur  die  Schenkel  bestachelt;  jene  des  ersten  Paares  vorn 
am  Ende  mit  einem  Stacliel,  jene  des  zweiten  Paares  an 
der  Endhalfte  mit  1.1  Stacheln;  an  den  beiden  Hinterpaaren 
sind  mit  Ansnahme  der  PateUen  and  Tarsen  an  alien'  Glie- 
dern  Stacheln. 

Lange  des  Cephalothorax :  0m  003,  des  Abdomen: 
0m  004,  eines  Beiues  des  ersten  oder  vierten  Paares: 
0*  0085,  des  zweiten:  0*  008,  des  dritten:  0m  006. 

Harpactes  lepidus  C.  Koch   9   >st  merklich  kleiner,  der 

Cephalothorax  viel  lichter-braun,    hinter  den  Augen   weuiger 

gewdlbt,  weit  feiner  netzartig;  ein  Mittelritze  kaum   beuierk- 

bar   angedeutet;    die    vordereu   beiden  Aagen   von    den  MA 

der   hinteren  Reihe   nicht    einmal  in  ihrem  kurzeren  Durch- 

messer    entfernt;   die   hiutere   Reihe   keiuen   so  bedeutenden 

Bogen  bildend;  die  Mandibeln  sparlicher  und  kiirzer  behaart; 

das  Sternum  glatt,  kiirzer  behaart.  — 


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—    321     — 

Mas. 

Ich  besitze  nur  einige  frischgeh&ntete  M&nnchen,  welche 
natfirlich  in  alien  Theilen  noch  Mass  gefarbt  sind. 

Der  Cephalothorax  ist  hinter  den  Augen  noch  etwas 
starker  gewSlbt;  die  Augengtellung  ist  wie  bei  dem  Weib- 
chen;  die  Mandibeln,  Maxillen,  die  Lippe  nnd  das  Sternum 
desgleichen;  die  Beine  in  demselben  Verh&ltnisse,  jedoch 
merklich  langer;  das  Femoralglied  der  Palpen  nach  Aussen 
nnd  am  Ende  auch  abwarts  gebogen;  der  Tibial theil  etwas 
langer  als  das  Patellarglied ,  oben  dicht  behaart;  der  Bulbns 
der  Kopnlationsorgane  in  der  Mitte  am  breitesten,  gegen  die 
Basis  spitz  zulanfend,  nach  Unten  verschmalert  nnd  an  sei- 
nem  unteren  Ende  in  einen  Scapus  von  hdchst  eigenthiim- 
licher  Form  verl&ngert;  diese  Scapus  ist  an  der  Basis 
schmal  und  tragt  hier  einen  quer  abstehenden,  gekrtimmteu, 
am  Ende  spitzen  Fortsatz;  er  erweitert  sich  an  seinem  un- 
teren Ende  pldtzlich  in  Form  eines  breiten  L5ffels;  dieses 
Ende  biegt  sich  nach  Vorn  urn  nnd  verl&ngert  sich  als 
schmales,  gleich  breites,  leicht  gebogenes  Band,  welches  fast 
so  lang,  als  die  fibrigen  Theile  der  Kopnlationsorgane  zu- 
sammen,  ist  nnd  vorn  sich  pldtzlich  znspitzt;  nnterhalb  die- 
ser  Spitze  beiderseits  ein  knrzes  Z&hnchen.  Da  wo  sich 
dieser  bandartige  Fortsatz  des  Scapus  zuspitzt,  steht  ein 
knrzes  Pl&ttchen,  dessen  beide  Ecken  in  l&ngere  Z&hne 
enden,  vor. 

Harpactes  lepidus  G.  Koch  5  unterscheidet  sich  ausser 
durch  die  oben  bei  dem  Weibchen  angegebenen  Merkmale 
noch  dnrch  die  v5llig  verschieden  gebildeten  Kopnlationsorgane. 

Lange  des  Cephalothorax :  Om  003,  des  Abdomen: 
0™  0035,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  Om  0115,  des 
zweiten:  Om  01,  desdritten:  Om  0075,  des  vierten:  0™  0095. 

Philodromus  alpestris  nor.  spec. 

Femina. 

Im  Weingeist  erscheint  das  Thierchen  folgendermassen 
gefarbt  nod  gezeichnet:   der  Cephalothorax  gelbbrann,  weiss 
Ferdin&ndeums-Zeitschrift,  21 


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—    322    — 

getupfelt,  mit  einem  weisslich-gelben,  breiten,  am  hinteren 
Kopfende  eingeschnurten  Mittellangsbande,  welches  vom  Hin- 
terrande  bis  iiber  den  Clypeus  herab  sich  erstreckt;  in  dem- 
selben  oben  auf  dem  Kopftheile  braune  Langsstriche,  von 
welchen  die  mittleren  am  weitesten  nach  Hinten  reichen,  die 
seitlichen  allm&hlich  an  L&nge  abnehmen.  Die  HQgelchen 
der  SA  und  Ringe  nm  die  einzelnen  MA  bl&ulich-grau.  Die 
Mandibeln  braungelb,  die  Maxillen  weisslich-gelb,  die  Lippe 
schwfirzlich;  das  Sternum  br&unlich-gelb.  Das  Abdomen 
oben  gelbbraun ;  in  der  Mitte  ein  an  der  Basis  beginnender, 
fiber  die  H&lfte  der  L&nge  hinausragender,  hinten  spitzer 
L&ngsfleck,  in  diesem  ein  brauner  oder  graner  L&ngsstreifen; 
yon  der  Mitte  des  Langsflecken  nnd  von  dem  hinteren  Ende 
desselben  gehen  beiderseits  Qaerstreifen  ab,  welche  sich  in 
die  Seiten  herabziehen ;  an  der  hinteren  H&lfte  des  Abdomen 
eine  Reihe  yon  Bogenstreifen,  welche  nach  Hinten  zu  an 
Breite  abnehmen;  zuweilen  sind  diese  Bogenstreifen  durch 
dankelbraune  Winkelstreifen  ersetzt,  welche  nur  an  ihrem 
Ende  die  weissliche  Farbung  der  Bogenstreifen  zeigen.  Die 
sainmtlichen  Zeichnnngen  an  der  Oberseite  des  Abdomen  sind 
von  gelblich-weisser  F&rbnng.  Die  Seiten  sind  braun;  die 
Unterseite  graugelb.  Die  Spinnwarzen  braunlich-gelb;  die 
Palpen  nnd  Beine  braungelb;  an  den  Schenkeln  der  letzteren 
nnten  ein  weisser  Langsstreifen. 

Am  trocknen  Thiere  ist  der  Cephalothorax  mit  braun- 
gelben  Harchen,  das  L&ngsband  desselben  mit  weissen  be- 
legt;  das  Sternum  und  die  Unterseite  des  Abdomen  sind 
weiss-,  die  Oberseite  desselben  gelb  behaart,  die  sammt- 
lichen  Zeichnnngen  sind  mit  weissen  H&rchen  bedeckt  Die 
Behaarung  der  Beine  gelb  und  weiss  gemischt. 

Der  Cephalothorax  so  lang  als  breit,  am  breitesten 
zwischen  dem  zweiten  und  dritten  Beinpaare,  vorn  nicht 
ganz  halb  so  breit,  in  den  Seiten  stark  gerundet,  vom  Hin- 
terrande  bis  an  die  Linie  zwischen  dem  dritten  Beinpaare 
steil  ansteigend,  oben  mit  leichter  Wdlbung  sanft  nach  Vorn 
geneigt,   an   der   seitlichen  Abdachung   nur   wenig  gew5lbt» 


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—    323    — 

mit  anliegenden,  dickeD,  langen,  nur  an  der  Basis  gefieder- 
ten  Haaren  bedeckt  and  am  Kopftheile  mit  abstehenden 
Borsten  besetzt.  Der  Clypeus  etwas  nach  Vorn  geneigt, 
merklich  hoher  als  die  Entfernung  der  vorderen  and  hinteren 
MA  betr&gt. 

Beide  Augenreihen  nach  Vorn  gebogen ;  die  hintere  weit 
starker  als  die  vordere;  die  vier  MA  an  den  Ecken 
eines  vorn  sebr  verschm&lerten  Trapezes;  die  hinteren  von 
einander  nnd  den  vorderen  gleichweit  entfernt. 

Die  Augen  der  vorderen  Reihe  von  gleicher  Gr5sse; 
die  MA  von  einander  merklich  weiter,  als  von  den  SA  ent- 
fernt; letztere  von  den  hinteren  SA  weiter  als  die  vordereii 
nnd  hinteren  MA  und  von  letzteren  weiter  als  von  den  vor- 
deren MA  entfernt.  Die  hintere  Reihe  breiter;  die  MA  von 
einander  weiter  als  von  den  SA  abstehend;  die  letzteren 
etwas  grdsser;  die  MA  kleiner  als  die  Angen  der  vorderen 
Reihe. 

Die  Mandibeln  nur  wenig  nach  Hinten  gedrQckt,  vie! 
ktbrzer  als  die  vordersten  Patellen,  nicht  divergirend,  nicht 
gewdlbt,  glanzeud,  nach  Unten  verschmalert,  der  Qnere  nach 
fein  gerunzelt,  mit  abstehenden  kurzeren  und  langeren  Borsten 
licht  bewachsen.  —  Die  Maxillen  gew5lbt,  liber  die  Lippe 
geneigt,  am  Anssenrande  in  der  Mitte  seicht  eingebuchtet, 
vorn  gerundet.  Die  Lippe  mehr  als  halb  so  lang  als  die 
Maxillen,  gewSlbt,  von  der  Basis  an  verschmalert,  vorn  ge- 
rundet 

Das  Sternum  herzfftrmig,  leicht  gew5lbt,  gl&nzend,  auf 
der  Scheibe  mit  spitzen,  an  der  Basis  gefiederten  Harchen 
belegt  und  mit  abstehenden  langen  Borsten  sp&rlich  besetzt; 
die  Randhaare  l&nger  und  nicht  gefiedert 

Das  Abdomen  vorn  die  hintere  Abdachung  des  Cepha- 
lothorax  deckend,  vorn  und  in  den  Seiten  gerundet, 
in  der  Mitte  am  breitesten,  linger  als  breit,  hinten 
spitz  zulaufend,  glanzlos,  wie  der  Cephalothorax  be- 
haart  und  oben  und  in  den  Seiten  mit  abstehenden,  kurzen 

21* 


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—    324    — 

Borstchen    besetzt;    die  Haare  an    der  Unterseite    merklich 
kiirzer. 

Die  Epigyne  stellt  eine  lange,  ziemlich  schmale  Spalte, 
welche  an  ihrera  vorderen  und  hinteren  Ende  nur  wenig  er- 
weitert  ist,  dar;  die  dieselbe  umgebende  Area  gewdlbt;  die 
die  Spalte  selbst  begranzenden  Render  abgerundet. 

Die  Beiue  glanzend,  mit  feineren,  anliegenden,  fast  bis 
zur  Spitze  gefiederten  Haaren  belegt.  An  alien  Metatarsen 
und  Tarsen  eine  karze  Scopula. 

Lange  des  Cephalothorax:  0m  0025,  des  Abdomen: 
0m  0045,  eines  Beines  des  ersten  Paares:  0m  009,  des 
zweiten:  0m  Oil,  des  dritten  oder  vierten:  0m  008. 

1m  Antholzer  Thai  bei  Mitterthal  (c.  40009,  hei  Ktin' 
thai  im  Stubai,  bei  Hinterdux  und  auf  der  Seiseralpe.  Bei 
Meran  von  Dr.  Milde  gefunden.  Durch  Herrn  Letocha  er- 
hielt  ich  Exemplare,  welche  derselbe  in  K  am  then  gesainruelt 
hatte.     KSmmt  auch  in  der  Tatra  vor. 

Philodromus  alpestris  hat,  was  die  Form  der  Epigyne 
anbelangt,  die  meiste  Aehnlichkeit  mit  Ph.  cespiticolis  Walck ; 
bei  dieser  Art  ist  jedoch  der  Mittelraum  der  Epigyne  viel 
breiter,  nicht  spaltenformig  und  an  der  vorderen  Halfts 
tief  ausgehdhlt. 

Philodromus  collinus  C.  Koch. 

Diese  bis  jetzt  nur  aus  C.  Koch's  kurzer  Beschreibung 
bekannte  Art  soil  nachfolgend  in  ausfuhrlicher  Weise  ge- 
schildert  werden,  urn  die  noch  besteheuden  Zweifel  zu  be- 
seitigen. 

Eine  hinsichtlich  ihrer  Farbe  und  Zeichnung  sehr  ver- 
anderliche  Species;  meine  meisten  Exemplare,  —  ich  besitze 
deren  eine  grosse  Anzahl  —  stimmen^mit  der  Beschreibung 
und  Abbildung,  welche  C.  Koch  in  „Herrich — Schaffer's 
Deutschlands  Insekten  Heft  130*  gibt,  uberein. 

Im   Weingeist    erscheint  das  Weibchen  folgendermassen 
gef&rbt  and   gezeichnet:   der  Cephalothorax   gelbbraun,  ent- 


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—    325    — 

weder  mit  einem  schmalen,  weissen  Seitenrandsaum  oder 
einigen  weissen  Fleckchen  am  Seitenrande;  oben  ein  grosser, 
weisslich-gelber  Flecken,  welcher  von  dem  Hinterrande  bis 
zur  vorderen  Aogenreihe  sich  erstreckt;  seine  Rander  sind 
meist  fein  gezackt;  gewdhnlich  ist  in  der  hinteren  Halfte  dessel- 
ben  ein  brauner  Langsstreifen  vorhanden.  Mandibeln,  Ma- 
xillen  nnd  Sternum  weisslich-gelb ;  die  Lippe  dunkel-gelb- 
brann.  Die  Palpen  br&unlich-gelb ;  am  Ende  des  Femoral- 
gliedes  ein  schwarzes  Fleckchen.  Das  Tibial-  und  Tarsal- 
glied  starker  gebr&unt.  Die  Beine  hell-braunlich-gelb,  die 
Schenkel  zuweilen  nnten  schwarz  getfipfelt;  bei  vielen  Exem- 
plaren  sind  die  Beine  ganz  einfarbig;  bei  den  meisten  oben 
an  den  Schenkeln  des  ersten  nnd  zweiten  Paares  zwei 
braune  Flecken,  einer  in  der  Mitte,  der  andere  am  Ende; 
bei  diesen  Exemplaren  ist  meist  die  Endhalfte  der  Schenkel 
des  dritten  und  vierten  Paares  gebraunt,  5fter  auch  nur  die 
Spitze;  desgleichen  auch  die  Patella  des  vierten  Paares  und 
die  Basis  der  Tibien.  Das  Abdomen  braunlich-gelb ,  oben 
ein  brauner,  von  der  Basis  bis  in  die  Nahe  der  Spinnwarzen 
verlaufender,  an  seiner  vorderen  Halfte  spiessfftrmiger,  an  der 
hinteren  gezackter  Langsstreifen;  vorn  ist  derselbe  weiss 
eingefasst,  in  der  Mitte  bemerkt  man  in  diesem  Streifen 
zwei  weisse  Langsstrichelchen  neben  einander  und  hinter  die- 
sen  zwei  weisse  Piinktchen ;  bei  tnanchen  Exemplaren  ist  die 
hintere  Halfte  von  einem  weissen  Langsstrich  durchzogen; 
in  die  Seiten  des  Abdomen  ziehen  sich  zwei  oder  drei  weisse 
Streifen  herab,  und  an  den  Winkeln  der  Zacken  der  Mittel- 
streifen  bemerkt  man  je  ein  weisses  Strichelchen.  An  der 
hinteren  Halfte  des  Abdomen  in  den  Seiten  zuweilen  ein 
grdsserer,  tief-schwarzer  Flecken.  Die  Unterseite  zuweilen 
mit  einem  rothlich-braunen,  hinten  verschmalerten  Mittel- 
felde.  —  Bei  manchen  Exemplaren  ist  der  weisse  Langs- 
strich in  der  hinteren  Halfte  des  Mittelstreifen  in  einzelne 
Fleckchen  aufgel5st,  bei  anderen  fehlen  die  sich  in  die  Seiten 
herabziehenden  weissen  Striche;  seltener  ist  das  Abdomen 
oben  gelblich-weiss  und  in  den  Seiten  braun;  das  in  solcher 


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Weise  braon  ges&umte  Mittelfeld  bildet  an  der  breitesten 
Stelle  des  Abdomen  zwei  Ecken  uad  l&uft  tod  diesen  an 
nach  Hinten  verschm&lert  za. 

Am  trocknen  Thiere  ist  der  Cephalothorax  an  der  seit- 
lichen  Abdachnng  br&anlich-gelb  behaart.  Der  Flecken  an 
der  Oberseite  ist  gegen  die  hintere  Abdachnng  mit  rein- 
weissen,  ausserdem  mit  weisslich-gelben  H&rchen  bedeckt; 
der  Clypeus  ist  weiss  behaart,  desgleichen  die  Mandibeln 
and  das  Sternum.  Die  Behaarung  der  Palpen  nnd  Beine 
braunlich-gelb,  die  Stacheln  schwarz.  Das  Abdomen  oben 
br&unlich-gelb,  der  branne  L&ngsstreifen  graubraun  behaart; 
die  sammtlichen  weissen  Flecken  nnd  Striche  weiss  behaart; 
der  schwarze  Flecken  in  den  Seiten  an  der  hinteren  H&lfte 
mit  schwarzen  oder  dnnkelbrannen  Haaren  bedeckt  Die 
Seiten  br&unlich-gelb  behaart,  mit  weissen  Haartupfelcheo. 
Die  Behaarnng  der  Unterseite  weiss. 

Mas. 

Die  Zeichnnng  nnd  F&rbung  des  M&nnchens  erscheint 
im  Weingeist  ziemlich  fihnlich  jeoer  des  Weibchens;  es 
kommen  sehr  dunkel  gefarbte  Exemplare  vor;  bei  diesen 
sind  die  Beine  mit  Ausnahme  der  Schenkel  dunkelbraun. 
Der  braune  Mittell&ngsstreifen  an  der  Oberseite  des  Ab- 
domen oft  sehr  undeutlich;  die  weissen  Zeichnungen  in  nod 
an  demselben  jedoch  immer  vorhanden.  Das  Femoral-  nod 
Patellarglied  der  Palpen  braungelb,  der  Tibialtheil  st&rker 
gebr&unt;  die  Drcke  der  Kopulationsorgane  gelbbraun. 

Am  trocknen  Thiere  erscheint  der  Cephalothorax  an  der 
seitlichen  Abdachnng  mit  metallisch-griinen  nnd  violeten 
H&rchen  bedeckt;  am  Seitenrande  ein  schmaler  Saum  weis- 
ser  H&rchen;  der  Mittelflecken  ist  an  seinem  hinteren  Eode 
weiss  behaart;  sonst  ist  derselbe  wie  die  seitliche  Abdachnng 
mit  metallisch-schillernden  Sch&ppchen  von  gleicher  Farbe 
bedeckt 

Der  Clypeus  wie  die  seitliche  Abdachnng  des  Cepha- 
lothorax beschuppt;    sein   Rand    mit  einem  weissen   Haar- 


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saume.  Die  Mandibeln  wetss  behaart;  eben  so  auch  das 
Sternum  und  die  Unterseite  des  Abdomen;  obeo  ist  das 
letztere  mit  metallisch-schillernden  SchQppchen  bedeckt;  des- 
gleichen  anch  die  Beine,  nnr  sind  an  diesen  die  Farben 
weniger  brillant.  Bei  einzelnen  Exemplaren  ist  die  griine 
Farbe  der  Schuppchen  an  dem  Abdomen  die  vorherrschende. 

Femina. 

Der  Cephalothorax  so  lang  als  breit,  in  den  Seiten 
stark  gerundet,  vorn  nnr  halb  so  breit  als  in  der  Mitte, 
vom  Hinterrande  sehr  steil  nnd  nnr  bis  an  die  Linie  zwi- 
schen  dem  vierten  Beinpaare  ansteigend,  oben  nnd  an  der 
seitlichen  Abdachung  nur  ganz  nnbedeutend  gewSlbt:  etwas 
glanzend,  mit  anliegenden  Haaren  dicht  bedeckt;  von  diesen 
Haaren  sind  die  weissen  ohne  Glanz,  die  gefarbten  stark 
seidenglanzend ,  ansserdem  ist  der  Cephalothorax  oben  mit 
kurzeren,  an  der  seitlichen  Abdachung,  zwischen  den  Augen 
und  seitwarts  von  diesen  sowie  am  Glypeus  mit  sehr  langen, 
schwarzen  Borsten  besetzt.  Der  Clypens  h5her  als  die  Ent- 
fernung  der  vorderen  und  hinteren  MA  betr&gt. 

Beide  Augenreihen  nach  Vorn  gebogen  (recurvae);  die 
vier  MA  bilden  ein  vorn  verschm&lertes  Trapez;  sie  sind 
von  gleicher  Gr5sse  und  kleiner  als  die  ebenfalls  gleich- 
grossen  SA;  die  vorderen  sind  von  einander  und  den  SA 
gleichweit  und  nicht  so  weit  als  von  den  hinteren  MA  ent- 
fernt.  Die  hintere  Reihe  breiter;  die  MA  von  einander  be- 
tr&chtlich  weiter  als  von  den  SA  entfernt. 

Die  Mandibeln  nach  Hinten  zuriickweichend ,  nur  an 
der  Basis  etwas  gew5lbt,  kurzer  als  die  vordersten  Patellen, 
glanzend,  mit  langen,  herabhangenden  Haaren  und  sehr  lan- 
gen, vorwSrts  gerichteten  Borsten  bewachsen. 

Die  Maxillen  iiber  die  Lippe  geneigt,  an  der  Basis  ge- 
wdlbt,  mit  einer  schragen  Impression  in  der  Mitte,  vorn 
schr&g  zulaufend;  der  Innenrand  bis  zur  Lippe  herab  ge- 
rade.    Die  letztere  gewdlbt,  mehr  als  halb  so  lang  als  die 


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Maxillen,   gewMbt,  vorn   stark   verschm&lert  zulaofend,  am 
Vorderrande  gerundet. 

Das  Sternum  herz-ffcrmig,  etwas  gewftlbt,  glanzlos,  auf 
der  Flache  mit  kurzen,  gefiederten,  weissen  H&rchen  belegt 
and  weitschichtig  mit  abstehenden  schwarzen  Borsten  be- 
wachsen;  die  Rander  mit  l&ngeren,  dicken,  weissen  Haaren 
besetzt. 

Das  Abdomen  stark  gewSlbt,  vorn  und  seitlioh  ge- 
rundet, binten  gegen  die  Spinnwarzen  spitz  zulanfend,  mit 
gl&nzenden,  anliegenden,  gefiederten  Haaren  oben  und  in  deo 
Seiten  bedeckt  und  mit  abstehenden,  kurzen,  starken  Borsteo 
besetzt,  die  Unterseite  wie  die  obere  behaart.  Die  Epigjrne 
bilden  zwei  glanzende,  kurze,  in  den  Seiten  und  binten  ge- 
rundete,  am  Innenrande  rund  ausgeschnittene  Wulste;  das 
Mittelstuck  zwi.nchen  denselben  vorn  verschm&lert  zulaufend, 
hinten  umgebogen. 

Die  Beine  etwas  glanzend,  mit  seidengl&nzenden,  ge- 
fiederten H&rchen  belegt.  An  alien  Metatarsen  und  Tarseo 
eine  Scopula ;  an  den  Metatarsen  des  vierten  Paares  ist  die- 
selbe  jedoch  nicht  vollst&udig. 

LUnge  des  Cephalothorax :  0m  00225,  des  Abdomen: 
0m  004,  eines  Beines  des  ersten  Paares :  0m  008,  des  zwei- 
ten:  0m  0085,  des  dritten:  0m  007,  des  vierten:  0*  0075. 

Mas. 

Der  Cephalothorax  von  derselben  Form  wie  bei  dem 
Weibchen ,  mit  stark  metallisch-schillerndeo,  anliegenden, 
haar&hnlichen  Schiippchen  belegt,  und  am  Kopftheile  mit 
starken  Borsten  besetzt.  Die  Augenstellung  wie  bei  dem 
Weibchen.  Die  Mandibeln  dunner  als  bei  diesem,  mit  an- 
liegenden, gefiederten  Haaren  belegt,  und  mit  abstehenden 
langen  Borsten  besetzt.  —  Das  Sternum  wie  bei  dem  Weib- 
chen. —  Das  Abdomen  schmaler  als  der  Cephalothorax, 
vorn  gerade  abgestutzt,  in  den  Seiten  bis  fiber  die  Mitte 
hinaus  gleichbreit,  nach  Hinten  dann  spitz  zulaufend,  mit 
ahnlichen  Schiippchen,  wie  der  Cephalothorax  an  der  Ober- 


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seite,  uoten  mit  anliegendeo,  kurzen,  gefiederten  H&rchen  be- 
deckt  Die  Beine  diinn,  linger  als  bei  dem  Weibchen,  eben- 
falls  mit  metallisch-schillernden  Schuppen  belegt,  sonst  ganz 
kurz  bebaart. 

Das  Femoralglied  der  Palpen  l&nger  als  die  vordersten 
Patellen,  gerade,  von  der  Basis  bis  zum  Ende  gleich  dick, 
der  Patellar-  und  Tibial theil  von  gleicher  Dtage;  der  letz- 
tere  mit  zwei  an  ihrem  hinteren  Ende  durch  einen  bogen- 
ftrmigen  Vorsprung  verbundenen  Fortsatzen;  der  ftussere 
derselben  mit  einem  breiten  Zahn  an  seiner  Basis,  gegen 
das  Ende  verschm&lert  und  an  seiner  vorderen  H&lfte  aus- 
warts  gebogen ;  der  untere  gerade  vorw&rts  gerichtet,  etwas 
breiter,  als  der  ftussere  und  an  seinera  Ende  rasch  in  eine 
stumpfe  Spitze  znlaufend. 

Die  Decke  der  Kopulationsorgane  schroal,  wenig  ge- 
wfllbt,  kurz  behaart,  am  Ende  spitz  zulaufend,  mit  fast  ge- 
radem  Aassenrande;  der  Innenrand  in  der  Mitte  bogig  er- 
weitert 

L&nge  des  Cephalothorax:  0m  00225,  des  Abdomen: 
0m  003,  eines  Beines  des  ersten  Paares :  0m  012,  des  zwei- 
ten:  0m  014,  des  dritten:  0*  0095,  des  vierten:  0m  01. 

Philodromus  oollinas  findet  sich  auf  trocknen,  sonnigen, 
bewaldeten  AuhShen,  wo  er  sich  vorzagsweise  gem  auf 
Fichten  aufh&lt;  ausser  in  Tirol  und  bei  Regensburg  wurde 
er  bis  jetzt  bei  Nurnberg  und  in  den  Vorbergen  der  bayeri- 
schen  Alpen,  in  K&rnthen  (Letocha)  und  in  der  Tatra 
(Nowicki)  beobachtet. 

Xysticus  secedeus  nor.  spec. 
Mas. 

Der  Cephalothorax  dunkelgelbbraun,  an  der  seitlichen 
Abdachung  gelblich  marmorirt;  oben  ein  gelblich-weisses 
L&ngsband,  welches  an  dem  Hinterrande  schmal  beginnt, 
oben  etwas  breiter  wird,  und  in  einen  grOsseren  gelblichen 
Fleck,    welcher   den   Raum   zwischen   den    Augen    und   die 


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ganze  Breite  des  Gypeus  einnimmt,  einmfindet  Id  diesem 
L&ngsbande  hinter  den  Augen  ein  brauner,  hinten  in  eine 
scharfe  Spitze  endender,  gelblich  marmorirter  Flecken;  Ton 
demselben  verlaufen  zwei  braune  Striche  zn  den  hinteren 
HA.  Die  Mandibeln  braunlich-gelb,  an  der  Basis  braon 
gefleckt;  fiber  dem  nnteren  Ende  ein  brauner  Querflecken. 
Die  Maxillen  und  die  Lippe  braungelb,  letztere  an  der  Ba- 
salhalfle  starker  gebr&unt.  Das  Sternum  weisslich-gelb, 
braun  gefleckt,  mit  schwarzen  Borsten  besetzt.  Das  Ab- 
domen oben  erdfarbig-hellbraun,  weiss  ges&umt;  in  der  Mitte 
ein  br&unlich-gelbes,  an  seinem  Rande  weissliches  L&ngs- 
band,  welches  an  der  Basis  beginnt  und,  erst  hinten  etwas 
verschm&lert,  bis  zu  den  Spinnwarzen  sich  erstreckt;  in  der 
Mitte  seiner  L&nge  beiderseits  am  Rande  ein  schwaraes 
Fleck chen;  an  seiner  hinteren  Halfte  ist  dieses  L&ngsband 
von  drei  weissen  Querstreifen,  deren  Enden  den  Seitenraod 
fast  erreichen,  durchschnitten.  Die  Seiten  und  die  Unter- 
seite  braunlich-roth,  erstere  von  schr&gen,  weissen  Strichen 
durchzogen,  letztere  fein  weiss  punktirt  Das  Femoralglied 
der  Palpen  unten  heller-,  oben  dnnkler  gelbbrann;  das  Pa- 
tellar- und  Tibialglied  gelbbrann,  oben  mit  einem  weissen 
Lfingsfleckchen ;  die  Decke  der  Kopulationsorgane  erdfarbig 
hellbraun,  schwarz  getflpfelt.  Die  Schenkel,  Patellen  und 
Tibien  gelblich- weiss,  dicht  braun  getQpfelt;  oben  sind  die 
Schenkel  fast  schwarzbraun,  die  flbrigen  Olieder  gelbbrann, 
sSmmtliche  jedoch  yon  einem  weissen  L&ngsstreifen  durch- 
zogen.    Die  Metatarsen  und  Tarsen  hell-braunlichgelb. 

Der  Cephalothorax  nm  0m  001  langer  als  breit,  am 
breitesten  zwischen  dem  zweiten  Beiopaare,  vorn  ziemlich 
stark  verschm&lert  zulaufend,  in  den  Seiten  gerundet,  vorn 
Hinterrande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem  zweiten  Beio- 
paare schr&g  ansteigend,  oben  nach  Vorn  mit  schwacher 
Wfllbung  abgedacht,  an  der  seitlichen  Absenkung  gewdlbt, 
an  der  hinteren  Abdachung  sehr  glatt,  kahl  und  gl&nzend, 
sonst  fast  glanzlos,  an  den  dunkler  gefarbten  Stellen  dicht 
fein  granulirt,  an  den  helleren  glatt,  weitschichtig  mit  kurzeren 


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uml  langeretk  schwarzen  Borsten  besetzt;  die  langeren  Borsten 
an  der  Orenze  der  hinteren  Abdachung,  in  der  Mittellinie 
des  K.opf  *h©ilesf  zwischen  und  beiderseits  von  den  Augen  nnd 
am  Raade   des  Clypeus. 

Beide  Augenreihen  durch  Tieferstehen  der  MA  gebogen 
(recarvae) ;  die  hintere  jedoch  mehr  als  die  vordere ;  die 
VLk.  der  letzteren  mit  den  hinteren  ein  Quadrat  bildend,  so 
gross  als  diese,  dem  Kopfrande  merklich  n&her  gelegen  als 
den  hinteren  MA,  von  den  SA  nicht  so  weit  als  von  ein- 
ander  entfernt;  letztere  grosser  als  die  tibrigen  Augen,  mit 
den  hinteren  SA  an  einer  schrfigen  Wulstung.  Die  hintere 
Reihe  breiter,  die  MA  von  den  SA  merklich  weiter  von 
einander  entfernt;  die  SA  etwas  kleiner  als  die  vorde- 
ren  SA.    . 

Die  Maudibeln  senkrecht  abfallend,  ktlrzer  als  die  vor- 
dersten  Patellen,  vorn  nur  wenig  gewSlbt,  nach  Unten  ver- 
schm&lert,  mit  Ausnahme  des  glanzenden  unteren  Endes 
glanzlos,  mit  feinen  nnd  st&rkeren,  schwarzen  Borsten  spar- 
lich  bewachsen;  diese  Borsten  spitz  nnd  nor  von  m&ssiger 
Lange. 

Die  Maxillen  iiber  die  Lippe  geneigt,  an  der  Basis 
starker  gewSlbt  als  vorn,  am  Anssenrande  schwach  einge- 
buchtet,  mit  leicbter  Rundung  vorn  schrag  zulaufend;  der 
Innenrand  bis  zur  Lippe  herab  gerade.  Die  Lippe  mehr  als 
halb  so  lang  als  die  Maxillen ,  von  der  Basis  an  allmahlich 
verschmalert,  vorn  gerundet. 

Das  Sternnm  oval,  glanzlos,  flach,  mit  kflrzeren  und 
langeren,  abstehenden  schwarzen  Borsten  weitschichtig  be- 
wachsen. 

Das  Abdomen  vorn  die  hintere  Abdachung  des  Cepha- 
lotborax  deckend,  mit  leicht  gernndetem  Vorderrande,  in 
den  Seiten  gerundet,  gegen  die  Spinnwarzen  etwas  spitz  zu- 
laufend, glanzlos,  urn  %  langer  als  breit  und  so  breit 
als  der  Cephalothorax,  mit  abstehenden,  langeren  und  kttr- 
zeren,   abgestumpften,  schwarzen  Borsten   oben    und  in  den 


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Seiten,  unten  mit  kfirzeren,  feinen  Borsten  weitschichtig  be- 
wachsen. 

Das  Femoralglied  der  Palpen  knrz,  etwas  gebogen, 
gegen  das  Ende  leicht  verdickt,  das  Tibialglied  kftrzer  als 
der  Patellartheil,  so  lang  als  breit,  unten  mit  einem  langeren, 
schrag  nach  Aussen  gerichteten,  gebogenen,  gleichbreiten, 
Fortsatze ;  an  seinem  Ende  bildet  derselbe  aussen  eine  Ecke, 
innen  einen  stark  gekrumraten  Hacken;  aussen  ein  karzer, 
schr&g  nach  Vorn  gerichteter,  gegen  das  Ende  allmahlich 
verschmaMerter  Fortsatz.  Die  Decke  der  Kopulationsorgane 
glanzlos,  gewSlbt,  etwas  l&nger  als  breit,  mit  korzen  Borsten 
licht  bewachsen,  gegen  die  Spitze  zu  jedoch  dicht  korz  be- 
haart;  der  Innenrand  gerundet,  der  Anssenrand  ganz  vorn 
eine  gerundete  Ecke  bildend  nnd  dann  gegen  die  kurze 
Spitze  schrag  zulaufend.  Die  Scheibe  der  Kopulationsorgane 
l&nglich-rund,  flach,  nur  mit  einem  Fortsatze,  welcher  sich 
aussen  an  der  vorderen  Rundung  befindet;  dieser  Fortsatz 
ist  bis  in  die  Mitte  nur  wenig,  dann  aber,  nachdem  er  sich 
rechtwinklich  ab warts  biegt,  stark  verschmalert;  an  seinem 
Ende  ist  er  abgestutzt 

Die  Beine  etwas  gl&nzendi  die  Schenkel  kurzer-,  die 
iibrigen  Glieder  linger  behaart ;  an  den  Schenkeln  des  ersten 
Paares  vorn  3  laDgere  Stacheln  in  einer  schragen  Reihe; 
die  Tibien  des  ersten  Paares  ktirzer  als  der  Cephalothoraz. 

L&nge  des  Cephalothorax:  0m  003,  des  Abdomen: 
0m  0035,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares: 
0m  0085,  des  dritten :  0m  006,  des  vierten :  0*  0065. 

Xysticus  glacialis  nov.  spec. 

Femina: 

Der  Cephalothorax  dunkel-gelbbraun  mit  scbmalem 
weissem  Randsaum,  an  der  seitlichen  Abdachnng  brSunlich- 
gelb  marmorirt;  in  der  Mitte  diese  Marmorirung  dichter  und 
fast  ein  Langsband  bildend;  an  der  hinteren  Abdachung, 
vom  Hinterrande  ausgehend,  zieht  sich  ein  breites,  gelblich- 


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weisses  L&ngsfeld  herauf,  and  erstreckt  sich,  an  dem  Kopf- 
theile  an  Breite  etwas  zunehmend,  bis  zur  hinteren  Augen- 
reihe;  in  diesem  Langsband  auf  dem  Kopftheile  ein  braun- 
gelbes,  gelblich-weiss  marmorirtes,  in  den  Seiten  gleich 
breites,  hinten  spitz  zulaufendes  Fleckchen ;  dasselbe  ist  Sfter 
von  einem  braunen,  durch  eine  weisse  Linie  getheilten 
L&ngsstreifen  durchschnitten,  welcher  jedoch  Sfter  nor  theil- 
weise  vorhanden  ist.  Der  Clypeus  braungelb;  die  Hfigel- 
chen,  au  welchen  die  SA  sich  befinden,  blaugraa.  Die  Man- 
dibeln  hellbr&unlichgelb,  an  der  Basalhalfte  braun  gefleckt. 
Die  Maxillen  braungelb,  am  Innenrande  starker  gebraunt, 
vorn  gelblich-weiss.  Die  Lippe  dunkel-gelbbraun,  von  einem 
lichteren  Langsstreifen  darchzogen.  Das  Sternum  gelblich- 
weiss,  mehr  oder  weniger  stark  braun  gettipfelt.  Das  Ab- 
domen oben  gelbbraun,  an  der  seitlichen  und  hinteren  Run- 
dung  weiss  gestreift;  diese  weissen  Streifen  bilden  einen 
schmalen  weissen  Sanm,  welcher  sich  urn  das  ganze  Ab- 
domen herum  zieht;  oben  ein  lichteres,  oft  sehr  nndeutliches 
Zackenband,  welches  gewfthnlich  bis  zur  hinteren  Rundung 
sich  erstreckt;  von  demselben  gehen  an  der  hinteren  Halfte 
weisse  Querstreifen  ab,  welche  meist  bis  zura  Seitenrande 
reichen;  an  diesen  hinten  ein  braunes  Strichelchen.  Die 
Unterseite  in  der  Mitte  gelblich-weiss  oder  braunlich-gelb, 
mit  einer  Doppelreihe  brauner  Griibchen,  beiderseits  schrftge, 
weisse  Streifen.  Die  Spinnwarzen  gelbbraun,  an  der  Spitze 
gelblich-weiss.  Die  Palpen  braungelb,  am  Tibial-  und 
Tarsalgliede  oben  ein  weisser  L&ngsstreifen.  Die  Schenkel 
der  Beine  braunlich-gelb  oder  weisslich-gelb,  braun  getiipfelt, 
oben  der  ganzen  Lauge  nach  dunkel-gelbbraun  mit  einer 
weissen  Langslinie;  die  Patellen  und  Tibien  wie  die  Schen- 
kel gefarbt,  oben  mit  zwei  braunen  Langsstreifen;  die  Me- 
tatarsen  nnd  Tarsen  br&unlich-gelb. 

Mas. 

Der  Cephalothorax  viel  dunkler  gefSrbt,   mit  derselben 
Zeichnnng  wie  bei  dem  Weibchen.     Die  Mandibeln  gelblich- 


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weiss,  an  der  Basalhaifte  rait  einem  braunen  Fleck  en,  an 
der  unteren  rait  einem  Qnerbande  von  gleicher  Farbe.  Ma- 
xillen,  Lippe  und  Sternum  gelbbraun,  letzteres  weiss-ge- 
sprenkelt.  Das  Abdomen  dunkelbraun,  die  Zeiohnnngen  Shn- 
lich  wie  bei  dem  Weibchen,  jedoch  mehr  von  weisslicher 
F&rbung  und  sehr  scharf.  Die  Schenkel  der  Beine  dnnkler 
gefarbt,  die  weisse  Linie  an  der  Oberseite  meist  nndentlich; 
die  Patellen  wie  bei  dem  Weibchen,  anch  die  Tibien;  doch 
Bind  diese  oft  einfarbig  braunlich-gelb,  nnd  an  der  Basis 
gebr&nnt,  ohue  L&ngsstreifen ;  die  Metatarsen  nnd  Tarsen 
blassgelb.  Das  Femoralglied  der  Palpen  schwarzbraun,  am 
Ende  schraal  weiss  gesaamt;  das  Patellar-  nnd  Tibialglied 
braun,  oben  mit  einem  weisslichen  Flecken;  die  Decke  der 
Eopulationsorgane  braungelb. 

Femina. 

DerCephalothorax  nm  0m  0005  l&nger  als  breit,  merk- 
lich  langer  als  Patella  nnd  Tibia  eines  Beines  des  ersten 
Paares,  in  den  Seiten  gerundet,  vorn  nnr  m&ssig  ver- 
schm&lert,  vom  Hinterrande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem 
zweiten  nnd  dritten  Beinpaare  schrag  ansteigend,  oben  nnr 
wenig,  an  der  seitlichen  Abdachung  st&rker  gewdlbt,  etwas 
glanzend,  an  den  Stellen  der  dunkleren  Zeichnungen  dicht 
fein,  flach  granulirt,  mit  schwarzen,  kOrzeren  und  l&ngeren, 
abstehenden,  bis  znm  Ende  gleich  dicken,  auf  KQmchen 
sitzenden  Borsten  besetzt;  je  eine  sehr  lange  Borste  an  der 
seitlichen  Absenkung  des  Kopftheiles  fiber  den  Palpen.  D  i  e 
Hiigelchen,  an  welchen  die  SA  sitzen,  oben  nicht 
prominirend.  —  An  seiner  hinteren  Abdachnng  ist  der 
Cephalothorax  sehr  glatt  und  glanzend.  Der  Clypeus  senk- 
recht  abfallend,  nicht  ganz  so  hoch  als  die  Entfernung  der 
vorderen  nnd  hinteren  MA  betra'gt. 

Beide  Augenreihen  nach  Vorn  gebogen,  die  hintere 
nm  Vieles  st&rker  als  die  vordere.  Die  vier  MA  bilden 
ein  Viereck,  dessen  kurzere  Seiten  aussen  sich  befinden,  in- 
dem  die  vorderen  von  den  hinteren  weiter,  als  von  einander 


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—    335    — 

entfernt  sind;  sie  sind  von  gleicher  Grdsse;  die  vorderen  ^ 
stehen  von  einander  merklich  weiter  als  voo  den  SA  ab; 
letztere  gr5sser  als  die  fibrigen  Augen,  mit  den  hinteren  an 
einer  gemeinschaftlichen,  scbragen  Wulstung,  von  diesen  so 
weit  als  die  vorderen  and  hinteren  MA  entfernt.  Die  hin- 
tere  Reihe  breiter,  die  Augen  in  gleicher  Entfernung  von 
einander  ;   die  SA  etwas  grdsser  als  die  MA. 

Die  Mandibeln  vorn  herab  gewSlbt,  an  der  nnteren 
Halfte  nach  Hinten  gedrtikt,  kurzer  als  die  vordersten  Pa- 
tellen,  gegen  das  untere  Ende  stark  verschm&lert,  matt- 
glanzend,  an  der  Basalh&lfte  mit  sehr  stark  en,  schwarzen 
Borsten,  unten  mit  feineren,  ktirzeren  nnd  l&ngeren  Haaren 
besetzt. 

Die  Maxillen  nnr  wenig  gew5lbt,  an  die  Lippe  sich 
leicht  anlehnend,  am  Aassenrande  seicht  eingebuchtet,  vor 
dieser  Einbnchtung  gerundet  und  vorn  mit  dera  Innenrande 
in  einem  spitzen  Winkel  zusammenstossend.  Der  Innenrand 
bis  zur  Lippe  herab  gerade.  Die  Lippe  mehr  als  halb  so 
lang  als  die  Maxillen,  Torn  allm&hlich  verschmalert,  mit  ge- 
rundeteni  Vorderrande. 

Das  Sternnm  herz-eifdrmig ,  flach,  mattglanzend ,  mit 
feinen,  langen,  weisslichen  Haaren  and  starken  schwarzen, 
auf  K5rnchen  sitzenden,  am  Ende  spitzen  Borsten  licht 
bewachsen. 

Das  Abdomen  mit  seinem  scharfen,  geraden  Vorder- 
rande die  hintere  Abdachung  des  Gephalothorax  deckeud, 
langlich,  in  den  Seiten  nnd  hinten  gerundet,  glanzlos,  oben 
mit  k&rzeren  und  lftngeren,  abstehenden,  am  Ende  spitzigen 
Borsten  licht  bewachsen,  unten  diinn  behaart.  Die  Epigyne 
stellen  zwei  ovale,  an  ihrer  vorderen  Rundung  scharf  uru- 
randete  H5hlungen  dar,  diese  sind  durch  eine  glaozeude, 
hinten  verschmalerte  und  am  Ende  abgerundete  Mittellangs- 
leiste   von  einander  getrennt. 

Die  Beine  kurz,  dick;  die  Schenkel  beider  Vorder- 
paare  oben  nnd  unten  gewdlbt,  mit  knrzen,  auf  K5rnern 
sitzenden  Borsten  bewachsen,  oben  sind  die  Borsten  1  auger; 


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—    336    — 

an  den  Schenkeln  des  ersten  Paares  vorn  in  eioer  schr&gen 
Linie  drei  Stacheln,  an  jenen  des  zweiten  oben  in  der 
Mitte  ein  Stachel ;  ebeoso  sind  auch  die  Schenkel  des  dritteo 
Paares  oben  mit  einem  Stachel  versehen.  Die  iibrigen  Glie- 
der  an  den  beiden  Vorderbeinpaaren  knrzborstig;  die  Tibien 
und  Metatarsen  mit  starken  Stacheln.  Die  Borsten  an  den 
beiden  Hinterpaaren  l&nger;  die  Tibien  und  Metatarsen  nnten 
ebenfalls  bestachelt. 

L&nge  des  Gephalothorax :  0m  003,  des  Abdomen : 
0m  004,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares : 
0™  007,  des  dritten:  0™  005,  des  vierten:  0™  006. 

Mas. 

Der  Cephalothorax  so  lang  als  Patella  nnd  Tibia  ernes 
Beines  des  vierten  Paares,  im  Uebrigen,  wie  auch  in  der 
Stellung  der  Angen  mit  dem  Weibchen  iibereinstimmend. 
Die  Mandibeln  schm&ler;  die  Borsten  an  der  Basalh&lfte 
kiirzer  nnd  diinner,  als  bei  den  Weibchen.  Das  Abdomen 
schm&ler  als  der  Cephalothorax,  dem  Umrisse  nach  breit- 
oval,  die  Borsten  betrachtlich  laager,  als  jene  am  Abdomen 
des  Weibchens.  Das  Femoralglied  der  Palpen  knrz,  dick, 
fast  gerade;  der  Tibialtheil  kiirzer  als  das  Patellarglied  nnd 
wie  dieses  mit  starken,  langen  Borsten  besetzt,  nnten  einen 
dicken  Fortsatz  bildend,  welcher  sich  am  Ende  in  Knieform 
nach  Vorn  nmbiegt  nnd  in  eine  breite,  am  Ende  schr&g  ab- 
gestntzte  Platte  endet.  Am  vorderen  Ende  anssen  geht  ein 
schr&g  nach  Aussen  gerichteter,  gerader,  am  Ende  spitzer 
Fortsatz  ab.  Die  Decke  der  Kopnlationsorgane  mindesteos 
so  breit  als  lang,  oben  gewftlbt,  nod  licht  mit  langen  Borsten 
bewachsen,  vorn  gegen  die  dicht  nnd  knrz  behaarte  Spitze 
eteil  abgedacht;  die  Scheibe  der  Kopnlationsorgane  anssen 
mit  einer  vorstehenden,  gewftlbten,  am  vorderen  Ende  breiten 
nnd  gemndeten,  innen  ausgehfthlten  Platte,  am  Innenrande 
derselben  ein  am  Ende  hackenfftrmig  nach  Innen  nmgeboge- 
ner,  spitzer,  abw&rts  gerichteter  Fortsatz,  diesem  gegen- 
flber  ein  zweiter,  kfirzerer,  gekriimmter,   am  Ende   spitzer 


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y-1337    -.. 

FortsatzJjDer  Eindringer  jzieht  sich  urn  den  Innen-  und 
Vorderrand  der  Scheibe  in  gleicher  Dicke  herum  and  endet 
in  eine  schrag  abgestutzte  Spitze,  welche  in  einein  kleinen 
Vorsprunge  an  der  Aussenseite  der  Deoke  ruht. 

Die  Beine  diinner  and  verhaltnissmassig  langer  als  bei 
dem  Weibchen;  die  Schenkel  des  ersten  Paares  vorn  and 
oben,  jene  des  zweiten  oben  reichlich  mit  langen  Stacheln 
besetzt;  aach  die  Schenkel  und  Patellen  des  vierten  Paares 
sind  bestachelt. 

Lange  des  Cephalothorax :  0m  0025,  des  Abdomen: 
Om  003,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares: 
0™  0065,  des  dritten  oder  vierten:  0m  005. 

Xysticus  glacialis  kommt  nor  in  den  hoheren  Alpen- 
gegenden  vor  und  meist  in  der  Nahe  der  Gletscher,  wo  man 
ihn  unter  Steinen  findet.  Ich  sammelte  ihn  oberhalb  der 
Seeen  im  Ftinsterthale  bei  Kiihthai,  mindestens  in  einer  Hohe 
von  8000',  an  dem  Hornthaler  Joche  (c.  8700'),  zwischen 
der  Alpeiner  Alpe  and  dem  Ferner  (c.  7000'),  in  der  Nahe 
des  Winnebachferner,  auf  dem  Joche  des  Duronthales  (6901') 
und  ziemlich  hoch  oben  im  Val  Fondo  bei  Schladerbacb ; 
aach  auf  dem  Berger  Thorl  (7686')  kommt  diese  Art  nicht 
selten  vor.  Interessant  ist,  dass  im  Funsterthale  bei  Kiih- 
thai .bis  in  die  Nahe  der  Seeen  Xysticus  cristatus  CI.,  mit 
welchem  die  obenbeschriebene  Art  einige  Aehnlichkeit  besitzt, 
vorkommt;  hdher  hinaof  wurde  ersterer  jedoch  nicht  mehr 
gefanden. 

X.  glacialis  ist  ausser  den  wesendich  anders  getbrmten 
Sexualorganen  von  X.  cristatus  leichtdadurchzuunterscheiden, 
dass  bei  letzterer  Art  die  Hiigel,  an  welchen  die  SA  sich 
befinden,  oben  deutlich  hervorragen,  wahrend  sie  bei  X. 
glacialis  sich  nicht  fiber  das  Niveau  der  Kopfflache  erheben. 

Xysticus  aprieus  n.  spec. 
Mas. 

Der  Gephalothorax  an  der  seitlichen  Abdachung  schmutzig- 
br&unlich-gelb,   dunkler  marmorirt,  ohne  weissen  Randsaum; 
Ferdin»ndeum8-ZeiUch*ift.  22 


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—    338    — 

oben  ein  breites,  weisses  Langsband,  welches  am  Hinterrande 
beginnt,  and  bis  zur  hinteren  Aogenreihe  reicht;  an  der  hm- 
teren  Abdachang  beiderseits  von  diesem  Bande  ein  schwarz- 
branner  Flecken;  oben  ist  in  diesem  Bande  ein  undeotlicher 
grangelber  Flecken  zq  bemerken,  welcher  an  der  hinteren 
Aogenreihe  beginnt  nnd,  spitz  zolaufend,  bis  zur  hinteren 
Abdachuog  reicht,  in  demselben  ein  braanlicher  Mktellangs- 
streifen  and  beiderseits  von  diesem  hinter  den  hinteren  MA 
ein  braanliches  Strichelchen ;  die  Hugelchen,  an  welchem  die 
SA  sich  befinden,  weiss;  zwischen  den  vorderen  SA  eine 
weisse  Qnerbinde.  Die  Mandibeln  gelblich-weiss,  an  der 
Basis  brann  gefleckt,  vor  dem  Ende  ein  branner  Querstreifen; 
fiber  der  Einlenknng  derKlauen  innen  ein  weisses  Fleckchen. 
Maxillen  and  Lippe  gelblich-weiss ;  an  der  Basis  mit  einem 
granen  Flecken.  Das  Sternum  schmotzig-gelblich-weiss, 
braan  getapfelt.  Das  Abdomen  oben  brann,  von  der  Basis 
bis  zum  Ende  weiss  gesaorat ;  in  der  Mitte  ein  durchlaafen- 
der,  hinten  verschmalerter,  weisser,  leicht  gelblich  angelaofener 
Langsstreifen;  derselbe  ist  an  seiner  hinteren  Halfte  wellen- 
randig  and  von  br&anlichen  Querstreifen  durchzogen,  in  der 
vorderen  Halfte  ein  schmaler,  weisser  Langsstreifen.  Die 
Seiten  weiss,  der  Laoge  nach  braan  gestreift;  die  Unterseite 
weiss,  braun  getapfelt,  die  Spinnwarzen  weiss,  in  der  Mitte 
graogelb  angelanfen.  Das  Femoralglied  der  Palpen  brann, 
anten  weiss;  das  Patellarglied  gelblich-weiss;  das  Tibial- 
glied  gelbbraun,  oben  mit  einem  weissen  Langsstreifen;  die 
Decke  der  Kopulationsorgane  gelblich-weiss,  dicht  braan  ge- 
tapfelt, in  der  Mittellinie  ein  von  der  Basis  bid  in  die  Nahe 
der  Spitze  durchlaufender  Langsstreifen  der  reinen  Grand- 
farbe.  Die  Schenkel,  Patellen  and  Tibien  der  Beine  weiss, 
braan  getapfelt,  oben  gebraunt  mit  einem  durchlaufenden 
weissen  Langsstreifen.  Die  Metatarsen  and  Tarsen  braan- 
lich-gelb,  an  ersteren  oben  ein  weisser  Langsstreifen. 

Der  Cephalothorax  etwas  langer  als  breit,  am  breitesten 
zwischen  dem  zweiten  und  dritten  Beinpaare,  vorn  ver- 
Achm&lert  zulaofend,   in   den  Seiten  gerundet,   vom  Hinter- 


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—     389    — 

rande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem  zweiten  and  dritten 
Beinpaare  schr&g  ansteigend,  oben  mit  leicbter  Wolbung  sanft 
nach  Vorn  abgedacht,  nach  den  Seiten  sehr  steil  und  starker 
gewSlbt  abfallend,  matt  gl&nzend,  an  den  dunkleren  Stellen 
dicbt  flach  fein  granulirt,  mit  gr5beren,  ein  karzes,  spitzes 
Borstchen  tragenden  KSrnern  bestrent;  an  der  Grenze  der 
hinteren  Abdachung  hinter  den  Augen,  so  wie  beiderseits 
von  diesen  und  am  Clypeus  langere,  schwarze,  spitze  Borsten. 
An  der  hinteren,  vom  Abdomen  bedeckten  Abdachung  ist  der 
Cephalothorax  ganz  kahl,  glatt  und  sehr  glSnzend.  Der 
Clypeus  etwas  nach  Uinten  zuriickweichend,  merklich  niederer, 
ale  die  Entfernung   der   vorderen  und  hinteren  MA  betragt. 

Beide  Augenreihen  uach  Vorn  gebogen  (recurvae),  die 
hintere  mehr  als  die  vordere.  Die  vier  MA  an  den  Ecken 
eines  Quadrates;  die  vorderen  von  einander  merklich  weiter 
als  von  den  SA  entfernt,  betrachtlich  kleiner  als  diese;  die 
SA  mit  den  hinteren  SA  an  einer  gemeinschaftlichen  schra- 
gen  Wulstung;  von  diesen  so  weit  als  die  vorderen  und 
hinteren  MA  entfernt  Die  hintere  Reihe  breiter;  die  Augen 
von  gleicher  Grosse  und  so  gross  als  die  vorderen  MA;  die 
MA  von  den  SA  etwas  weiter  als  von  einander  entfernt. 

Die  Mandibeln  nach  Hinten  gedruckt,  klirzer  als  die 
vordersten  Patellen,  nicht  divergirend,  nicht  gewSlbt,  nach 
Unten  stark  verschmalert,  mit  raftssig  langen,  starkeren  und 
feineren,  schwarzen  Borsten  licht  bewachsen. 

Die  Maxillen  schma),  gewolbt,  am  Aussenrande  nur  un- 
bedeutend  eingebuchtet ,  vorn  gerundet  und  mit  dem  bis 
herab  zur  Lippe  geraden  Innenrande  einen  spitzen  Winkel 
bildend;  die  Lippe  mehr  als  halb  so  lang  als  die  Maxillen, 
vorn  verschmalert,  mit  gerundetem  Vorderrande. 

Das  Sternum  oval,  flach,  mit  abstehenden,  schwarzen, 
langen,  spitzen  Borsten  licht  bewachsen. 

Das  Abdomen  dem  Umrisse  nach  elliptisch,  glanzlos, 
nicht  so  breit  als  der  Cephalothorax,  oben  mit  abstehenden, 
m&ssig  langen,  am  Ende  stumpfen  Borsten  licht  bewachsen; 
an  der  Unterseite  feine,  ebenfalls  abstehende  Borsten. 

22* 


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—  340  — 

Das  Femoralglied  der  Palpen  kurz,  gerade,  dick;  der 
Patellartheil  oben  stark  gewdlbt,  mit  langen  Borsten  be- 
setzt;  der  Tibialtheil  ktkrzer  als  das  Patellarglied,  kaum  so 
lang  als  breit,  ebenfalls  mit  langen  Borsten  besetzt,  mit  zwei 
Forts&tzen:  einem  geraden,  schrag  nach  Aussen  gerichteten 
and  an  seinem  breiten  Ende  innen  ein  vorstehendes  Zahn- 
chen  bildenden  an  der  Unterseite;  dieser  Fortsatz  erscheint, 
wenn  man  ihn  von  Oben  betrachtet,  seiner  ganzen  L&nge 
nach  ausgehohlt;  der  zweite  Fortsatz  befindet  sich  an  der 
Anssenseite,  derselbe  ist  gerade,  etwas  schrag  nach  Aussen 
gerichtet,  und  gegen  sein  abgestumpftes  Ende  verschnialert 
Die  Decke  der  Kopulationsorgane  oben  gew5lbt,  mit  langen 
Borsten  besetzt,  gegen  ihre  Spitze  hin  jedoch  dicht  kurz 
behaart,  in  der  Mitte  des  Aussenrandes  bildet  sie  einen 
kurzen,  viereckigen  Vorsprung,  welcher  den  einen  feinen,  stark 
gebogenen  Dora  bildenden,  vom  vorderen  Theile  des  Aussen- 
randes der  langlich-runden  leicht  gewdlbten  Scheibe  abge- 
henden  Eindringer  von  Oben  bedeckt. 

Die  Schenkel  mit  kurzen,  auf  Kdrnchen  sitzenden  Borst- 
chen  bewachsen,  an  der  Oberseite  derselben  langere  Borsten; 
die  Patellen  mit  kurzeren,  die  Tibien  oben  mit  kurzeren  and 
l&ngeren  Borsten,  unten  mit  kurzen,  feinen,  geraden,  ab- 
stehenden  Haaren  besetzt.  Die  Metatarsen  oben  mit  langen 
Borsten,  unten  mit  feinen  Haaren,  welche  jedoch  langer  sind, 
als  an  den  Tibien,  bewachsen.  Die  Tarsen  oben  und  unten 
mit  langeren  Borsten  bewachsen.  An  den  beiden  Hinter- 
paaren  sind  die  Tibien,  wie  die  Metatarsen  und  Tarsen  oben 
wie  unten  mit  langeren  Borsten  besetzt. 

Lange  des  Cephalothorax :  0m0025,  des  Abdomen : 
0m  003,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares : 
0»  008,  des  dritten:  0m  005,  des  vierten:  Om  0055. 

Bei  Tione  im  August  gesammelt. 

Diese  Art  hat  mit  X.  striatipes,  was  ihre  Zeichnung 
betrifft,  grosse  Aehnlichkeit;  letzterer  ist  jedoch  grdsser; 
der  Fortsatz  an  der  Unterseite  des  Tibialgliedes  der  Palpen 
bildet  am  Ende  keine  vorspringende  Ecke  und  jeaer  an  der 


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—    341     — 

Aussenseite    endet    in   einen   feinen,    spitzen,   einwfirts  ge- 
krummteri   Haken. 

lycosa  ferruglnea  L.  Koch. 

Mas. 

Der  Cephalothorax  schwarzbraun,  hellbraunlich-gelb  be- 
haart,  oben  mit  einem  aus  weissen  Haaren  gebildeten  L&ngs- 
streifen,     welcher    an   der   hinteren  Abdachung  beginnt  und, 
ziemlich    entfernt  von   der  hinteren  Augenreihe,   hier  beider- 
seits  erweitert  endet.     Der  Clypeus  und  dieMandibeln  r5th- 
lich-braun ,    letztere    an   ihrem   nnteren  Ende   schwarz.     Die 
Maxillen     braungelb;   die  Lippe  und  das  Sternum  schwarz; 
das    letztere    weiss    behaart.     Das   Abdomen    schwarzbraun, 
oben  hell-braunlich-gelb,   nnten  greis  behaart;  oben  ein  aus 
weissen    Haaren  gebildeter,  von  der  Basis  bis  zu  denSpinn- 
warzen  sich  erstreckender,  hinten  verschmalerter  und  hier  von 
weissen,     beiderseits   hinausragenden   Bogenlinien   der   Quere 
nach  durchkreuzter  Langsstreifen ;  am  Ende  dieser  Bogenlinien 
je   ein  weisses  Punktfleckchen.     Das  Femoralglied  der  Palpen 
schwarzbraun;  der  Patellar-  undTibialtheil  r5thlich-braun;  das 
Femoral-  und  Patellarglied  weiss-,  der  Tibialtheil  schwarz  be- 
haart; der  letztere  oben  mit  einem  schwarzen  Lftngsstreifen. 
Die   Decke   der  Kopulationsorgane  an   der  Basalh&lfte 
schwarzbraun,  vorn  braungelb;  die  Behaarung  graugelb.    Die 
Schenkel  der  Beine  schwarzbraun,   am  Ende  rothlich-braun, 
an    der  Aussenseite   ein  r5thlich-brauner  Langsstreifen;    die 
Patellen   und  Tibien  dieser  Beine  hell-r5thlich-braun ,  gelb- 
lich- weiss   behaart;    die  Metatarsen   und  Tarsen   br&unlich- 
gelb.       IHe  Schenkel  der  beiden   Hinterpaare   r5thlich-braun 
mit   drei  schwarzen  Ringen;  die  ubrigen  Glieder  wie  jene  der 
beiden    Vorderpaare,  nur  sind  an  den  Tibien  zwei  dunklere 
Ringe   zu  bemerken. 

Der  Cephalothorax  um  0™  001  l&nger  als  breit,  am 
breitesten  zwischen  dem  zweiten  und  drittenBeinpaare,  nach 
Vorn    stark  verschmalert  zulaufend,  vom  Hinterrande  bis  in 


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—    342    — 

die  Linie   zwischen   dem  zweiten  and  dritten  Befapaare  steil 
ansteigend,   oben  nor  zwischen  den  Augen  gew5lbt,  nach  dem 
Seitenrande    schrag   abgedacbt,    gl&nzend,    mit   anliegenden, 
langen  Haaren  an  der  seitlichen  Abdachung  dfinn-,  oben  dichter 
bedeckt,  in    den  Seiten  gerundet.     Die  Abgrenzung  zwischen 
Kopf-  und   Brusttheil  durch  eine  feine,  geschwungene  Furche 
angedeutet.      Oben    und  vorn  ist  der  Cephalothorax  mit  ab- 
stehenden,  langen  Haaren  bewachsen.    —    An  der  seitlichen 
Abdachung     des     Brusttheilss    beiderseits     zwei     Strahlen- 
furchen. 

Die  vordere  Augenreihe  leicht  nach  Hinten  gebogen 
(procurva),  vom  Kopfrande  etwas  weiter,  als  der  Darchmesser 
eines  Auges  der  zweiten  Beihe  betr&gt,  entfernt,  nieht  so 
breit  als  die  zweite  Reihe;  die  Augen  gleich  gross;  die 
MA  von  einander  in  ihrem  Darchmesser,  von  den  SA  nor 
halb  so  weit,  von  den  Augen  der  zweiten  Reihe  fast  drei- 
mal  so  weit,  als  von  einander  entfernt;  letztere  sehr  gross, 
weiter  als  in  ihrem  Durchmesser  von  einander  abstehend. 
Die  Augen  der  dritten  Reihe  grosser,  als  jene  der  ersten, 
von  den  Augen  der  zweiten  c.  1  Venial  so  weit  als  diese  von 
einander  entfernt. 

Die  Mandibeln  nach  Hinten  gedriickt,  vorn  herab  nur 
wenig  gewSlbt,  so  lang  als  die  vordersten  Patellen,  nicht 
divergirend,  der  Quere  nach  sehr  fein  gerunzelt,  mit  ab- 
stehenden,  langeren  und  kiirzeren,  feinen  Borsten  licht  be- 
wachsen. — 

Das  Sternum  fast  kreisrund,  nur  wenig  gewolbt,  glftn- 
zend,  mit  abstehenden,  kiirzeren  und  langeren  Borsten  weit- 
schichtig  besetzt 

Das  Abdomen  dem  Umrisse  nach  oval,  mit  anliegenden, 
massig  langen  Haaren  bedeckt,  und  mit  langen  abstehenden 
Borsten  bewachsen. 

Das  Femoralglied  der  Palpen  fast  gerade,  gegen  das 
Ende  verdickt;  das  Patellarglied- und  Tibialglied  von  gleicher 
L&nge,  letzteres  oben  kiirzer-,  unten  lang  behaart. 


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—    848    — 

Die  Decke  der  Kopulationsorgane  gl&uzend,  an  der 
Basalhalfte  gewSlbt  and  seitlich  gerundet,  oben  karz  behaart, 
in  einem  ziemlich  langen  and  lang  behaarten  Schnabel  ver- 
l&ngert.  Der  Eindringer  der  Kopulationsorgane  aas  der 
rondlichen  Hohlung  einer  stark  prominirenden  Erhfthnng  ent- 
springend,  von  der  Basis  an  allmahlich  etwas  verschm&lert 
and  dann  pldtziich  in  eine  knrze  Spitze  auslanfend;  er  ist 
stark  nach  Aussen  gekrammt  and  hat  an  seiner  Basis  einen 
ziemlich  langen,  abwarts  gerichteten,  an  seiner  Spitze  haken- 
f5rmig  umgebogenen  Zahn. 

Die  Schenkel  der  Beine  unten  lang  behaart;  an  jenen 
des  ersten  Paares  am  Ende  vorn  2  Staoheln.  An  den 
Tibien  der  beiden  Vorderpaare  oben  und  unten,  sowie  an 
Metatarsen  sammtlicher  Beine  oben  neben  der  kftrzeren  Be- 
haarang  lange,  abstehende  Haare. 

Lange  des  Cephalothorax:  0m  0035,  des  Abdomen: 
0m  003 ,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares : 
0™  0095,  des  dritten:  0™  009,  des  vierten:  0»  0125. 

Lycosa  Amatthea  nov.  spec. 

Mas. 

Der  Gephalothorax  dunkelgelbbraun ,  die  Zeichnongen 
desselben  durch  br&unlich-gelbe  and  weisse  Haare  gebildet; 
der  Seitenrand  mit.weissen  Harcheo  belegt,  tiber  demselben 
ein  weisses,  zuweilen  in  einzelne  Flecken  aufgeldstes  Langs- 
band;  um  die  Mittelritze  ein  gelber  sternftrmiger  Flecken, 
hinten  and  vorn  darch  weisse  H&rchen  begrenzt;  der  Kopf- 
theil  oben  and  von  da  noch  etwas  an  der  seitlichen  W61- 
bang  herab  br&nnlich-gelb  behaart.  — 

Im  Weingeist,  sowie  an  abgeriebeneu  Exemplaren 
ersoheint  der  Susserste  Seitenrand  schwarz,  iiber  dem- 
selben am  Brusttheile  ein  braanlich-gelbes  L&ngsband,  von 
welchem  abgerandete  Zacken  nach  Unten  verlaufen,  oben  am 
die  Mittelritze  ein  sternftrmiger,  br&anlich-gelber  Flecken, 
an  dem  Kopftheile  ein  grosser  braunlich-gelber,  dreieckiger 


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—    344    — 

Flecken,  dessen  Spitze  mit  dem  hinteren  Ende  des  Kopf- 
theiles  zusammenfallt,  in  diesem  hinter  den  Augen  der  dritten 
Reihe  zwei  kleine,  dreieckige,  braune  Flecken,  einige  derartige 
Flecken  anch  an  dessen  Seitenrandern ;  am  Clypeus  beider- 
seits  zwei  braunlicb-gelbe  Flecken.  Die  Mandibeln  schwarz- 
braun,  braunlich-gelb  behaart,  in  der  Mitte  ein  Flecken  aus 
weissen  Haaren  bestehend.  —  Maxillcn  und  Lippe  schwarz- 
braun,  nach  Vorn  zu  lichter  gefarbt.  Das  Sternum  schwarz- 
brann,  die  anliegenden  Haare  braunlich-gelb,  die  abstehenden 
schwarz.  Das  Abdomen  oben  schwarz;  an  der  Basis  ein 
runder,  weiss  behaarter  Flecken;  derselbe  ist  seiner  ganzen 
Lange  nach  von  einero  braunlich-gelb  behaarten,  noch  etwas 
dariiber  hinaus  ragenden  Langsflecken  durchschnitten,  an  dem 
feinen  Ende  des  letzten  zuerst  beiderseits  ein  braunlich-gelb 
behaartes  Querfleckchen  und  hinter  diesem  ein  durch  weisse 
Haare  gebildetes  Fleck chen;  nun  folgt  eine  Langsreihe 
braunlich-gelb  behaarter  Winkelflecken;  in  dem  Winkel  der- 
selben  und  an  deren  ausseren  Ende  je  ein  weisses  Haar- 
fleckchen;  die  Seiten  des  Abdomen  durch  weisse  und  braun- 
lich-gelbe Haarflecken  gesprenkelt.  Die  Unterseite  graugelb 
behaart.  Die  Palpen  braunlich-gelb  und  ebenso  behaart;  am 
Femoralgliede  oben'  ein  schwarzes  Fleckchen  und  vor  dem 
Ende  ein  schwarzer  Ring;  das  Patellar-  und  Tibialglied  an 
der  Basalh&lfte  schwarz,  an  der  vorderen  braunlich-gelb, 
weiss  behaart;  die  Decke  der  Kopulationsorgane  an  der 
Basalh&lfte  schwarz-braun,  vorn  braungelb;  die  Behaarung 
graugelb.  Die  Beine  braunlich-gelb;  die  schwarzen  Ringe 
und  Flecken  schwarz-,  die  hellen  Stellen  weiss-  oder  brauu- 
lich-gelb  behaart;  an  den  Schenkeln  vier  schwarze  Ringe, 
an  den  Patellen  beiderseits  ein  schwarzer  Fleck;  die  Tibien 
und  Metatarsen  mit  je  drei  schwarzen  Ringen. 

Der  Cephalothorax  so  lang  als  Patella  und  Tibia 
eines  Beines  des  vierten  Paares,  fast  urn  0m  002 
lftnger  als  breit,  in  den  Seiten  leicht  gerundet,  vorp  mehr 
als  halb  so  breit  als  in  der  Mitte,  vom  Hinterrande  bis  an 
die  Linie    zwischen   dem   dritten   Beinpaare   ansteigend,   am 


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—    345    — 

Kopftheile  oben  and  in  den  Seiten  gewblbt,  nach  den  Seiten 
steil  abgedacht,  gl&nzend,  mit  anliegenden,  langen,  einfachen 
Haaren  bedeckt,  and  mit  abstehenden,  m&ssig  langen  Haaren 
allenthalben,  besonders  dicht  aber  oben  besetzt;  zwischen  den 
Augen  der  zweiten  and  dritten  Reihe  l&ngere  Borsten,  diese 
sind  in  der  Mitte  nach  Vorn,  zn  beiden  Seiten  jedoch  aus- 
w&rts  gerichtet.  Die  Mittelritze  massig  lang,  seicht,  in  der 
Linie  zwischen  dem  zweiten  and  dritten  Beinpaare. 

Die  vordere  Aogenreihe  gerade,  kaura  im  Darchmesser 
eines  MA  vom  Kopfrande  entfernt,  so  breit  als  die  zweite; 
die  Augen  einander  sehr  genahrt,  gleich  weit  and  kaam  im 
Halbmesser  eines  MA  von  einander  entfernt;  die  MA  grosser 
als  die  SA,  von  den  Augen  der  zweiten  Reihe  in  ihrem 
Darchmesser  entfernt.  Die  Augen  der  zweiten  Reihe  in 
ihrem  Darchmesser  von  einander,  and  c.  1  %mal  so  weit  von 
den  Augen  der  dritten  Reihe  abstehend;  letztere  nur  wenig 
kleiner  als  die  Augen  der  zweiten  Reihe  and  betr&chtlich 
grtoser  als  die  MA  der  ersten. 

Die  Mandibeln  unter  dem  Kopfrande  in  Knieform  her- 
vortretend,  dann  unbedeutend  nach  Hinten  gedrflckt,  betr&cht- 
lich langer  als  die  Patella  eines  Beines  des  ersten  Paares 
gl&nzend,  mit  anliegenden  Haaren  diinn  bedeckt  and  mit  ab- 
stehenden Borsten,  welche  an  der  Innenseite  langer  sind, 
besetzt 

Die  Maxillen  gewolbt,  innen  langs  der  Lippe  ausge- 
hSblt,  vorn  an  der  Aassenseite  gerandet,  innen  schrag  ab- 
gestutzt;  die  Lippe  gewdlbt,  kaam  mehr  als  balb  so  lang, 
als  die  Maxillen,  vorn  nur  wenig  verschmalert,  mit  geradem 
Vorderrande.  Das  Sternum  breit  oval,  gewOlbt,  glanzlos, 
mit  angedrQckten,  nach  Yorn  and  Innen  gerichteten  Haaren 
dfinn  bedeckt  and  mit  langen,  gerade  abstehenden  Haaren 
licht  bewachsen. 

Das  Abdomen  vorn  rundlich  abgestumpfl,  hinten  all- 
mahlich  breiter  and  gerandet,  mit  anliegenden  Haaren  oben 
and  unten  dicht  bedeckt  and  oben,  so  wie  in  den  Seiten 
reichlich  mit  abstehenden  langen  Borsten  besetzt. 


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—    346    — 

Das  Femoralglied  nachAussen  uud  etwas  aufw&rts  ge- 
bogen,  seitlich  zusamraengedriickt,  am  Ende  verdickt,  unten 
sehr  laog  behaart;  der  Tibialtheil  nur  wenig  langer  als  das 
Patellarglied,  unten  und  in  den  Seiten  lang  behaart;  die 
Decke  der  Kopulationsorgane  an  der  Basalhalfte  gl&nzend, 
gew5lbt,  in  den  Seiten  stark  gerundet;  in  der  Mitte  ist  die 
Decke  etwas  eingeschnflrt,  wird  dann  wieder  breiter  und 
endet  erst  vorn  in  eine  kurze  Spitze.  Die  Basalhalfte  mit 
langen  Borsten  besetzt,  die  vordere  oben  ktirzer  und  dichter, 
unten  lang  behaart. 

Die  Beine  lang  behaart,  an  den  Patellen,  Tibien  und 
Metatarsen  einzelne  sehr  lange  Haare.  Am  Ende  der 
Schenkel  des  ersten  Paares  vorn  nur  ein  Staohel.  Nur  an 
den  Tarsen  der  beiden  Vorderpaare  eine  Scopula. 

L&nge    des   Cephalothorax :    0m  006,    des    Abdomen: 
0m  005,    eines    Beines   des    ersten    Paares:    0m  017  ,    des 
zweiten :  0m  015,  des  dritten :  0m  014,  des  vierten :  0m  0185. 
I  Von  Lycosa  cinerea  Fabr.  unterscheidet  sich  die  gegen- 

"■  wartige  Art  durch  den  langeren  Cephalothorax,  die  vollst&n- 

-v  dig   anders  gebildete  Decke   der  Kopulationsorgane  und  den 

Mangel  einer  Scopula  an  den  Metatarsen  der  beiden  Vorder- 
beinpaare.  —  Bei  Lycosa  cinerea  ist  der  Cephalothorax  con- 
stant ktirzer  als  Patella  und  Tibia  eines  Beines  des  vierten 
Baares;  die  Decke  der  Kopulationsorgane  lauft  gleichm&ssig 
von  der  Basis  bis  zum  Ende  allmahlich  spitz  zu. 

Von  Lycosa  Amalthea  k5mmt  auch  eine  auffallend 
kleinere,  an  alien  Theilen  lichter  gefarbte  Varietat  vor.  — 
Ein  Exemplar  dieser  Art  besitze  ich  auch  aus  den  bayeri- 
schen  Alpen,  wo  dasselbe  bei  Wessen  gefunden  wurde. 

Euophrys  alpicola  nor.  spec 

Femina. 

Der  Cephalothorax  schwarz ,  die  Augen  der  ersten  Reihe 
mit  einem  aus  weissen  Schuppchen  gebildeten  Binge  amgeben, 
der  Clypeus    mit   weissen    Borsten    besetzt;   die    Mandibeln 


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1 


—    347    — 

gelbbraun;  dieMaxilleo,  dieLippe  and  das  Sternum  schw&rz- 
lich-braun,  das  Abdomen  oben  and  in  den  Seiten  schwarz; 
im  Weingeist  kommen  an  der  Oberseite  vier  braungelbe 
Bogenlinien,  deren  vorderste  nochin  der  vorderen  H&lfte  der 
L&nge  des  Abdomen  sich  befindet,  zum  Vorschein.  Die  Un- 
terseite  und  die  Spinnwarzen  schmutzig^braunlich-gelb,  letztere 
schw&rzlich  angelaafen.  —  Die  Epigyne  braangelb.  Die 
Palpen  und  Beine  braanlich-gelb ;  die  Schenkel  der  letzteren 
lichter  gefarbt  als  die  ubrigen  Glieder. 

Der  Cephalotborax  l&nger  als  breit,  in  den  Seiten  fast 
gleichbreit,  nur  Hinten  etwas  breiter  nnd  gernndet,  vora 
Hinterrande  bis  in  die  Linie  zwischen  dem  dritten  Beinpaare 
steil  ansteigend,  von  der  dritten  Angenreihe  nach  Vorn  mit 
leichter  W&lbung  geneigt,  nach  den  Seiten  senkrecht  ab- 
fallend,  oben  mit  aufrechten,  massig  langen  Haaren  be- 
wachsen;  diese  Behaarang  zieht  sich  auch  noch  etwas  an 
der  seitlichen  Abdachung  herab;  onterhalb  der  Angen  der 
zweiten  and  dritten  Reihe  einzelne  sehr  lange  Haare;  die 
Behaarang  schwarz.  Der  Clypeus  kaum  so  hoch,  als  der 
Halbmesser  eines  MA  der  ersten  Reihe  betrftgt. 

Das  Aogenviereck  merklich  breiter  als  lang;  die  Angen 
der  dritten  Reihe  so  weit  als  die  SA  der  ersten  von  ein- 
ander  entfernt  innerhalb  der  vorderen  H&lfte  der  L&nge  des 
Cephalothorax.  —  Die  Augen  der  ersten  Reihe  dicht  bei- 
sammen;  die  SA  nur  wenig  h5her  stehend  als  die  MA;  die 
Augen  der  zweiten  Reihe  in  der  Mitte  zwischen  den  SA  der 
ersten  und  den  Augen  der  dritten,  letztere  von  einander  and 
dem  Kopfrande  gleich  weit  entfernt. 

Die  Mandibeln  stark  nach  Hinten  zur&ck  weichend, 
kurz,  aus  breiter  Basis  nach  Unten  stark  verschmalert,  innen 
divergirend,  mattglanzend,  fein  granulirt,  mit  gelblichen,  feinen 
Borsten  licht  besetzt 

Die  Maxillen  leicht  gew51bt,  vorn  sehr  breit,  mit  ge- 
radem  Vorderrande.  Das  Sternum  schmal-oval,  gewOlbt, 
glanzend,  mit  langen,  abstehenden  feinen  Haaren  reichlich 
bewachsen. 


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—    348     — 

\  Das  Abdomen  l&nglich,   vorn   rundlich  abgestumpft,    in 

den  Seiten  und  an  seinem  verschm&lerten  hinteren  Ende  ge- 

rundet,    etwas    fettartig   glanzend,    oben    mit    abstehenden, 

feinen,  braunlichen,  m&ssig  langen  Haaren  weitschichtig  bewach- 

{  sen,  nnten  mit  ahnlichen,  jedoch  anliegenden  Haaren  licht  be- 

4  deckt.  —  Die   Beine   glanzend,   lang  behaart,   die   Stacheln 

oben  an  denSchenkeln  borstenartig,  sehr  lang ;  die  beiden  Vor- 

',  derbeinpaare  dicker;  die  Schenkel  derselben    oben  stark  ge- 

w5lbt.     An   den   Patellen,  Tibien   nnd  Metatarsen  oben  ein- 

zelne,  sehr  lange  aufrechte  Haare. 

Lfinge  des  Cephalothorax :  0m  00125,  des  Abdomen: 
Om  002,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares: 
0m  002,  des  dritten:  0™  00225,  des  vierten:  0"  003. 

Euophrys  petrensis,  mit  welcher  die  gegenwartige  Art 
verwechselt  werden  kdnnte,  unterscheidet  sich  von  derselben 
durch  die  schwarzgeringelten  Beine,  den  mit  bnnten  Harchen 
bedeckten  Cephalothorax  nnd  das  ebenso  behaarte  Abdomen ; 
die  Platte  der  Epigyne  ist  breit,  und  hat  in  ihrer  vorderen 
Halfte  zwei  durch  doppelte  Ringe  eingeschlossenen  Kreise; 
bei  Euophrys  alpicola  ist  die  Platte  der  Epigyne  schm&ler, 
an  ihrem  ninterrande  in  der  Mitte  leicht  eingedruckt,  an 
ihrer  vorderen  Halfte  zwei  ziemlich  von  einander  entfernte 
Punktgrubchen  und  vor  demselben  ein  kleines,  glanzendes 
rundes  Granulum. 


Aelnrops  nobilis  nor.  spec. 

Mas. 

Der  Cephalothorax  an  der  seitlichen  Abdachung  braun- 
gelb  mit  feiner  schwarzer  Randlinie,  oben  schwarzbrauo, 
schwarz  behaart;  vom  Hinterrande  beginnen  zwei  reinweisse 
Haarstreifen,  anfanglich  etwas  breiter,  dann  verschmalert  und 
Ziehen  sich  an  der  Grenze  der  seitlichen  Absenkung  uber  den 
Augen  der  zweiten  und  dritten  Reihe  fort  bis  zu  den  SA 
der  ersten  Reihe,  wo  ihre  Enden  darch  eine  fiber  der  ersten 
Augenreihe    verlaufende,    weisse  Haarlinie    verbunden   sind; 


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—    349    — 

unter  der  ersten  Augenreihe  noch  eine  quere,  weisse  Haar- 
linie.  Die  Mandibeln,  Maxillen,  die  Lippe  und  das  Sternum 
hell-hraunlich-gelb.  Das  Abdomen  oben  und  in  den  Seiten 
schwarz,  schwarz  behaart,  mit  drei  durchlaufenden  weissenHaar- 
streifen,  einem  scbmalen  in  der  Mittellinie  und  je  einem  brei- 
teren  an  den  Seiten.  Die  Unterseite  schmutzig-gelb ,  weiss- 
behaart.  Die  Spinnwarzen  braunlich-gelb,  schwarzlich  ange- 
laufen.  Die  Palpen  hell-braunlich-gelb;  das  Femoralglied 
oben  an  der  Spitze,  die  ubrigen  Glieder  sowie  die  Decke  der 
Kopulationsorgane  oben  rein-weiss  behaart.  Die  Htiften  und 
Schenkel  der  Beine  braunlich-gelb;  die  Schenkel  des  ersten 
und  zweiten  Paares  oben-  gegen  das  Ende,  jene  der  beiden 
Hinterpaare  aber  der  ganzen  Lange  nach  schwarzlich  ange- 
laufen;  die  Patellen  braunlich-gelb;  die  ubrigen  Glieder  der 
Beine  braungelb;  die  Tibien  und  Metatarsen  des  ersten  und 
vierten  Paares  schwarzlich  angelaufen.  Die  anliegende  Be- 
haarung  der  Beine  gelb;  die  abstehenden  Haare  und  Borsten 
schwarz. 

Der  Cephalothorax  am  0m  001  langer  als  breit,  vom 
Ende  des  ersten  Dritttheiles  seiner  Lange  an  etwas  breiter, 
vom  Hinterrande  bis  an  die  Linie  zwischen  dem  dritten  Bein- 
paare  schrag  ansteigend  und  von  der  dritten  Augenreihe  an 
nachVorn  sanft  abgedacht,  nach  dem  Seitenrande  fast  senk- 
recht  abfallend,  glanzend,  mit  anliegenden,  langen,  einfachen 
Haaren,  welche  nach  Vorn  zu  dichter  stehen,  bewachsen. 
Keine  Mittelritze. 

Das  von  den  Augen  begrenzte  Viereck  so  lang  als 
breit;  die  Augen  der  dritten  Reihe  nicht  ganz  so  weit  als 
die  S A  der  ersten  von  einander  entiernt,  innerhalb  der  vor- 
deren  H&lfte  der  Lange  des  Cephalothorax.  Die  Augen  der 
ersten  Reihe  dicht  beisammen ;  die  MA  fast  in  ihrem  Durch- 
messer  vom  Kopfrande  entfernt.  Die  Augen  der  zweiten 
Reihe  von  den  SA  etwas  weiter  als  von  den  Augen  der 
dritten  abstehend;  letztere  vom  Kopfrande  etwas  weiter  als 
von  einander  entfernt. 

Die  Mandibeln  senkrecht  abfallend,  vorn  leicht  gewdlbt, 


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—    350    — 

kfirzer  als  die  vordersten  Patellen,  innen  etwas  divergirend, 
glanzend,  der  Quere  oach  fein  gerunzelt,  mit  herabh&ngenden, 
massig  langen,  weissen  Haaren  licht  bewachsen. 

Die  Maxillen  nach  Vorn  allmahlich  breiter,  wenig  ge- 
w5lbt,  ohne  Zaho  an  der  vordereo  Rundnng  des  Aussen- 
randes:  der  Vorderrand  nur  wenig-,  der  Jnnenrand  vorn  bis 
zur  Lippe  starker  gerundet.  Die  Lippe  kaum  linger  als  an  der 
Basis  breit,  vorn  verschmalert  zulaufend,  mit  gerandetem 
Vorderrande. 

Das  Sternum  schmal-oval,  gewolbt  glanzend,  mit  sehr 
langen,  abstehenden,  weissen  Haaren,  reichlicb  bewachsen. 

Das  Abdomen  langlich,  vorn  rundlich  abgestumpft,  io 
den  Seiten  leicbt  gerundet,  gegen  die  Spinnwarzen  etwas 
spitz  zulaufend,  oben  mit  glanzenden,  haarahnlichen  Schupp- 
cben  bedeckt,  zwischen  welcben  abstehende,  feine,  laoge 
Borsten  hervorragen;  die  Unterseite  wie  die  obere  behaart 

Das  Femoralglied  der  Palpen  an  der  Basis  gebogen, 
gegen  das  Ende  allmahlich  verdickt;  das  Patellar-  nod 
Tibialglied  von  gleicher  Lange  und  oben  dicht  mit  haar- 
ahnlichen  Schuppen  bedeckt,  das  letztere  oben  in  einem  vor- 
8tehenden,  abgerundeten  Kegel  verlangert,  aussen  mit  einem 
kurzen,  am  Ende  abgestutzten  and  eingekerbten  Fortsatze. 
Die  Decke  der  Kopulationsorgane  wie  die  beiden  vorher- 
gehenden  Glieder  behaart  und  an  der  Basalhalfte  mit  einigeo 
sehr  langen  Borsten  besetzt,  dem  Umrisse  nach  oval,  gewolbt, 
vorn  schrag  in  langlich-runder  Form  abgedacht  and  hier 
dicht  kurz  behaart.  Die  Kopulationsorgane  gewSlbt,  hinten 
in  einen  nach  Aussen  gerichteten,  rundlich  abgestompften 
Kegel  verl&ngert. 

Die  Schenkel  der  Beine  oben  hochgewolbt,  unten  mit 
kurzen  Haaren  und  langen  Borsten,  oben  mit  sehr  langen 
Stacheln  besetzt  Die  Patellen  und  Tibien  mit  abstehenden, 
m&ssig  langen  Haaren  bewachsen,  an  der  Basis  and  am 
Ende  dieser  Glieder  je  ein  sehr  langes,  aafrechtes  Haar. 
An  den  Tarsen  des  ersten  und  zweiten  Paares  eine  Scopula. 
—  Die  Tibien  des  ersten  Paares  etwas  dicker. 


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—    351    — 

Lange  des  Cephalo thorax:  0m  0025,  des  Abdomen: 
Om  0025,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares: 
0™  0035,  des  dritten:  0™  0045,  des  vierten:  0m  0055. 

Feraina. 

Der  Cephalothorax  schwarz,  mit  einem  breiten,  gelb- 
lichen, weiss-behaarten  Bande  am  Seitenrande,  letzterer  selbst 
mit  schwarzer  Randlinie;  die  schwarze  Flache  mit  schwar- 
zen Haaren  bedeckt,  nar  der  Raura  zwischen  den  Aagen 
rothlich-braun  behaart  und  der  Lange  nach  in  der  Mitte 
von  einem  gelblichen,  feinen  Haarstreifen  durchzogen ;  der  gelb- 
liche  Clypeus  weiss  behaart,  unter  der  ersten  Augenreihe 
ein  dichter,  weisser  Haarstreifen.  Die  Augen  selbst  von 
orangegelben  Haarringen  eingefasst.  Die  zwei  weissen 
Haarstreifen,  welche,  wie  bei  dem  Mannchen  an  der 
oberen  Grenze  der  seitlichen  Absenkung  sich  hinziehen, 
breiter,  vom  weniger  deutlich,  and  am  vorderen  Ende  nicht 
durch  einen  weissen  Querstreifen  verbanden.  Die  Mandi- 
beln  blassgelb,  mit  einem  schwarzen  Querbande  an  der  un- 
teren  Halfte.  Die  Maxillen,  die  Lippe  and  das  Sternnra 
blassgelb,  die  ersteren  an  der  Basalhalfte  schwarzlich  ange- 
laufen.  Der  Mittelstreifen  an  der  Oberseite  des  Abdomen 
breiter.  Palpen  and  Beine  blassgelb,  erstere  weiss  behaart, 
mit  einem  schwarzen  Fleckchen  oben  an  der  Basis  des  Pa- 
tellar-, Tibial-  and  Tarsalgliedes.  Die  Beine  mit  anliegen- 
.den,  gelblichen  Harchen  bedeckt,  die  abstehenden  Haare  and 
Borsten  schwarz;  an  den  Schenkeln  oben  zwei  schwarze 
Flecken,  an  jenen  der  beiden  Hinterpaare  vom  fiber  der 
Basis  ein  schwarzes  Fleckchen,  je  ein  solches  vorn  and 
hinten  an  den  Patellen;  an  der  Basis  and  am  Ende  der 
Tibien  je  ein  schwarzes  Fleckchen. 

In  den  Korperfbrmen  and  der  Behaarang  der  einzelnen 
Theile  stiramt  das  Weibchen  mit  dem  Mannchen  uberein. 

Lange  des  Cephalothorax:  0m  00325,  des  Abdomen: 
0m  00325,  eines  Beines  des  ersten  oder  zweiten  Paares: 
Om  0045,  des  dritten:  0m  0055,  des  vierten:  0™  0065. 


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—    352    — 

Ausser  der  in  beiden  Geschlechtern,  vorzuglich  aber  bei 
deui  Mannchen  bestehenden  Verschiedenheit  der  Zekhnung 
des  Cephalothorax  und  Abdomen  von  Aelnrops  fasciatus 
Hahn,  unterscheidet  sich  das  Mannchen  der  letztgenannten  Art 
von  Aelnrops  nobilis  dadurch,  dass  die  SA  der  ersten  Reihe 
merklich  hdher  uber  den  MA  stehen,  die  vordere  Kopfwand 
h5her  und  schmaler  ist,  and  dass  die  Mandibeln  dfinner  und 
langer  sind;  das  Patellar-  und  TibiaJglied  der  Palpen,  so- 
wie  die  Decke  der  Kopulationsorgane  sind  kuraer-  und 
weniger  dicht  behaart.  Bei  dem  Weibchen  vou  Aelnrops 
fasciatns  sind  die  abstehenden  Haare  am  Abdomen  sehr 
viei  kurzer,  die  beiden  Oeffnungen  der  Epigyne  sind  fast  kreis- 
rund  und  die  sie  trennende  Scheidewand  in  der  Mitte  sehr 
verengt,  fast  linear;  bei  Aelurops  nobilis  sind  die  Oeffnun- 
gen h&her  als  breit  und  die  Scheidewand  zwischen  beiden 
ist  in  der  Mitte  ziemlich  breit 


Platylophus  montanus  L.  Koch. 

Gf.  I.  Beitrag  zur  Kenntniss  der  Arachnidenfauna 
Tirols  von  L.  Koch  p.  166. 

Oben  erdfarbig  braun,  mit  weissem  Saum  am  Vorder- 
rande;  der  Augenhugel  weisslich-gelb,  eine  denselben  durch- 
ziehende  L&ngslinie  und  die  Zahnchen  iiber  den  Augen  weiss; 
die  Flftche  beiderseits  vom  Augenhugel  weissUch-braun  ge- 
fleckt;  hinter  dem  Augenhugel  beginnt  ein  brauner,  vom 
breiter,  bis  zu  seiner  Mitte  allmahlich  schmSlerer  und  beider- 
seits rund  augeschnittener  Riickensattel,  welcher  von  der 
Mitte  an  pl5tzlich  stark  verschmalert  erscheint  und  dann 
bis  zu  seinem  hinteren  Ende,  welches  von  jenem  des  Ab- 
domen nicht  weit  entfernt  ist,  gleich  breit  und  hinten  abge- 
rundet  ist;  dieser  Riickensattel  ist  an  seiner  vorderen  Halfte 
breiter-,  hinten  schmaler  weiss  gesaumt;  in  demselben  be- 
merkt  man  vorn  eine  Doppelreihe  weisser  Punktfleckchen. 
Beiderseits    an    der    hinteren    Rundung    des   Abdomen  ein 


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—     353     — 

Bctrwarzbraunes    Fleckchen.      Die  Unterseite    schmutzfe-w  * 
bratin    gefleckt.      Die    Huften    der    Beine  an   der  Basalhaift  ' 
weiss    mit  einem   braunlichen  Mittelstreifen,   am  Ende  bran 
die  Beine  gelblich-weiss ;  die  Schenkel,  Tibien  nnd  Afetatarseu 
mit   zwei   braunlichen  Ringen;   die  PatelJeo    br&unlioh   ange- 
laufen;     die    Tarsenglieder    mit    Ausnahme    der    weisalichen 
ersten  brSunlich.      DieMandibeln  weisslich-gelb;  das  Zangen- 
glied  an  der  Basalhalfte  braun.     Die  Palpen  gelblich-weiss* 
das   Femoralglied    oben   und    an   der  Basalhalfte  auch  unten 
gebrS-unt;    der     Patellartheil    oben     und    aussen    mit    einem 
braunlichen    Langsstreifen ;    das    Tibialglied    oben    und   der 
Tarsaltheil  an    der  Spitze  gebrfcunt. 

Die  Oberseite  des  KOrpers  gewSlbt,  glanzlos,  dicht  fein 
granulirt.  Der  KSrper  tun  0™  001  linger  als  breit,  liber 
den  Huften  des  vierten  Beinpaares  beiderseits  eingedriickt. 
In  der  Mitte  des  Vorderrandes  drei  niedere  H5ckerchen,  jedes 
mit  einem  ganz  kurzen  Borstchen.  Der  Seitenrand  des  Vor- 
derleibes  mit  drei  ahnlichen,  jedoch  h5heren  HSckerchen  be- 
setzt.  Der  Angenhiigel  sehr  gross,  breiter  als  lang,  oben 
der  LSnge  nach  tief  ausgehShlt,  vorn  schmaier  als  hinten; 
die  Randh5ckerchen  nieder,  abgerundet,  jedes  mit  einem  ganz 
kurzen  Borstchen ;  es  sind  deren  beiderseits  6 — 7  vorhanden. 
—  Die  Mandibeln  glatt,  glanzend,  mit  ganz  kurzen  Borst- 
chen sparlich  besetzt.  Das  Femoralglied  der  Palpen  unten 
mit  sechs  zum  Theil  sehr  langen,  theils  ganz  kurzen  Dornen, 
welche  eine  schwarze,  kurze  Borate  tragen;  am  Ende  innen 
an  einem  Hockerchen  zwei  ahnliche,  jedoch  kurze  Dome; 
das  Patellarglied  am  vorderen  Ende  innen  mit  einem  vor- 
warts  gerichteten,  kegelfftrmigen,  ziemlich  spitzen,  gleich- 
massig  kurz  behaarten  Fortsatze;  am  Innenrande  des  Gliedes 
selbst  zwei  l&ngere  Dome  mit  einer  Borste  am  Ende.  Das 
Tibialglied  von  ahnlicher  Form,  wie  der  Patellartheil,  doch 
ist  der  Fortsatz  betrachtlich  kiirzer;  an  der  Aussenseite  ein 
Ifingerer  und  ein  kiirzerer  Dorn;  das  Tarsalglied  kurzborstig, 
oben  glatt,  unten  rait  einer  Langsreihe  von  langeren  und 
kiirzeren  Dornen. 

Ferdinandeums-Zeitschrift.  23 


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—    354    — 

Die  Beine  fein  netzartig,  etwas  glanzend,  nur  mit  gaoz 
kurzen  Borstchen  besetzt;  weder  dieSchenkel  noch  die  Tibien 
kaotig. 

L&Dge  des  Korpers:  0m  003,  eines  Beines  des  ersten 
Paares :  0m  005,  des  zweiten :  0m  008,  des  dritten :  0m  0055, 
des  vierteu:  0™  0085. 

Platylophus  montanus  warde  von  inir  auch  auf  der 
H5he  des  Sonnenwirbels  im  Erzgebirge  geftmden. 


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ZEITSCHRIFT 

des 

FERDINANDEUMS 

ffir 

Tirol  und  Vorarlberg. 


Herausgegeben 


von 


dem  Verwaltungs-Ausschusse  desselben. 


Dritte  Folge. 


Einundzwanzigstes  Heft. 


INNSBRUCK. 

Druck  der  W  A  G  N  E  R*  schen  Uniyersit&ts-Buchdnickerei. 

1877. 


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L 

Geschichtliche  Abtheilung. 


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Anton  Falger 


und 


das   Lechthal. 


Von 


Christian  Schneller. 


— -V- 


Ferdinandeums-Zeitscbrift.  1 

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wm&mAM&m. 


BERICHT 

des 

Verwaltungs-Ausschusses 

iiber  die 

Jafcre  1874,  1875  «.  «876. 


INNSBRUCK. 

Druck  der  WAGNER'schen  Unirersit&te-Buchdruckerei. 
1877. 


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Jahresbericht 

dos  Verwalhmgsausschusses  des  losenm  Ferdinandeom  erstattot 
M  der  Generalversamialang 

am  8.  Juni  1877. 


Hochansehnliche  Versammlung! 

Der  Verwaltungsausschuss  des  Ferdinandeum  erachtet 
es  far  seine  Pflicht,  bevor  er  das  Mandat,  mit  welchem  Ihr 
Vertrauen  vor  drei  Jahren  ihn  beehrte,  in  Ihre  Hande  zuriick- 
legt,  Ihnen  uber  seine  Wirksamkeit  und  seine  Erfolge  im 
abgelaufenen  Vereinsjahre  wie  in  den  friiheren  Jahren  Bericht 
zu  erstatten.  1st  sicli  derselbe  bewusst,  nach  besten  Kraften 
und  nach  bestem  Wissen  sein  Amt  verwaltet  zu  haben,  so 
glanbt  er  sich  auch  das  Zengniss  geben  zu  k5nnen,  dass 
sein  Streben  auch  in  diesem  Jahre  nicht  ohne  ansehnlichen 
Gewinn  ffir  die  Anstalt  geblieben.  Von  der  stetig  wach- 
senden  Ausdehnung  der  wertvollen  Sammlungen,  welche  sich 
unser  Verein  zur  Aufgabe  gemacht,  zeugt  wol  am  besten 
der  Umstand,  dass  wiewol  der  Ausschuss  fortwfihrend  be- 
mfiht  ist,  durch  Zusammendrangung,  ja  selbst  durch  Aus- 
scheidung  der  an  sich  minder  bedeutenden  oder  doch  fur 
unsere  Zwecke  belanglosen  Gegenstande  aus  den  Sammlungen 
Raum  fQr  den  stets  sich  mehrenden  wertvollen  Zuwachs  zu 
schaflFen,  dennoch  die  Notwendigkeit  immer  dringender  sich 
geltend  macht,  unsere  Raume  durch  einen  Zubau  zu  ver- 
gr5ssern.  Der  erste  Schritt  hiezu  ist  bereits  geschehen,  indem 
das  fttr  diesen  Zubau  erforderliche  Grundstiick  von  150 1  | 
Klaftern  hinter  dem  Museum  laut  Kaufbrief  vom  15.  Juli 


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—    IV    — 

1876  erworben  wurde.  Die  Mittel  hiezu  verdankt  das 
Museum  der  grossmutigen  Spende  der  l5bl.  Sparkasse  in 
Innsbruck,  welche  dem  Ferdinandeum  zu  dieseni  Zwecke  die 
Summe  von  1500  fl.  zukommen  liess. 

Ehe  der  Verwaltungsausschuss  einen  befriedigten  Riick- 
bliek  auf  die  einzelnen  wichtigeren  Erwerbungen  des  letzten 
Jahres  wirft,  liegt  ihm  die  traurige  Pflicht  ob,  auch  des  Ver- 
lustes  zu  gedenken,  den  ihm  dasselbe  gebracht 

Nicht  in  Schaustftcken  besteht  dieser  Verlust,  diese 
sind  uns  unverloren  und  mehren  sich  von  Jahr  zu  Jahr. 
Warme,  waokere  Herzen,  deren  Theilnahme  seit  Dezennien 
unserer  Anstalt  zugewendet  war,  welche  zum  Theile  schon 
an  ihrer  Wiege  in  patriotischer  Wallung  h5her  schlugen, 
welche  ein  gates  Theil  ihrer  besten  Kr&fte  an  die  Schaffung 
und  Ausschmtickung  dieses  Sammelpunktes  aller  Natur-  und 
Geistessch&tze  Tirols  gewendet,  Herzen,  welche,  noch  ehe 
sie  zu  schlagen  aufgehSrt,  in  liebender  Sorgfalt  das  Ferdinan- 
deum in  ihre  letzten  irdischen  Sorgen  einschlossen,  sind  uns 
erkaltet;  und  gelahmt  sind  nimmermtide  H&nde,  welche  — 
schon  welk  und  schlaff  noch  mit  einer  letzten  Gabe  zum 
Zeichen  der  Theilnahme  uber  das  Grab  hinaus  sich  uns 
entgegenstreckten. 

Sie  alle  denken  wol  hiebei  zuerst  des  Mannes,  welcher 
—  solange  das  Ferdinandeum  besteht  —  dessen  tones 
eifriges  Mitglied  und  durch  24  Jahre,  vom  Jahre  1850  bis 
zum  Beginne  der  nun  abgelaufenen  Verwaltungsperiode, 
1874,  als  Vorstand  einer  seiner  kraftigsten  und  nachhaltig- 
sten  F5rderer  und  Fiihrer  war: 

Hofrath  Johann  Rrtter  von  Ebner, 

Ehrenmitglied  des  Ferdinandeum,  auch  nach  seinem 
Riicktritt  als  Vorstand,  der  gleiche  treue  vaterliche  Freund 
des  Institutes,  einer  der  wiirdigsten  Diener  des  Yaterlandes 
verliess  nicht  den  Schauplatz  seines  dem  Besten  des  Landes 
gewidmeten  Lebens,  ohne  dem  Museum  ein  Zeichen  seiner 
bis  zum  Tode   regen  Fiirsorge   zu   hinterlassen.     In    seinem 


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—     V     — 

Testamente  fond  sioh  die  Widmung  einer  Summe  von  1000  fl. 
zu  dem  Zwecke,  aus  deren  Ertr&gniss  j&hrlich  ein  Werk  fQr 
die  Museumsbibliothek  anzuschaffen. 

Dominik  Malknecht,  gleichfalls  Ehrenmitglied  der  Anstalt, 
der  als  Meister  der  Bildhaaerkunst  den  kunstlerischen  Ruhm 
des  Vaterlandes  weit  tiber  dessen  Grenzen  trug,  von  dessen 
Hand  kostbare  Werke  die  Rauine  dieses  Hauses  schmiicken, 
beschloss  im  Mai  1876  sein  reiches  Kiinstlerleben  in  Paris. 
Dieser  schaffende  Geist  dachte  noch  in  seinen  letzten  Tagen 
des  fernen  geliebten  Heimatlandes  and  die  Hand,  mtide 
schon,  den  gewohnten  Meissel  zu  flihren,  langte  noch  nach 
der  Feder,  urn  dem  vaterlandischen  Museum  sein  treffliches 
Bild,  von  Rouillard  gemalt,  als  Andenken  an  seine  treue 
Ergebenheit  zu  sichern. 

Josef  Anton  FaJger,  Graveur  zu  Elbigenalp,  Ehrenmit- 
glied des  Ferdinandeums,  hat  seit  einer  langen  Reihe  von 
Jahren,  der  Anstalt  zahlreiche  Beweise  seiner  Sympathie 
gegeben  durch  Geschenke  jeder  Art,  als  werthvolle  Auto- 
grafen,  Munzen,  Reliefs,  Karten  und  Bucher.  Er  hat  des 
Ferdinandeums  auch  in  seinem  Testamente  wohlwollend  ge- 
dacht,  indem  er  demselben  seine  84  Nummern  umfassende, 
Gremaldesammlung  nebst  verschiedenen  andern  Kunstgegen- 
standen,  Waffen,  Gerfithen  und  Naturalien  vermaohte.  Eine 
interessante  Biografie  dieses  Mannes  mit  spezieller  Beziehung 
desselben  auf  sein  heimatliches  Lechthal  ist  in  der  Ferdi- 
nandeums-Zeitschrift  selbst  enthalten. 

Sebastian  Ruf,  der  geistvolle  auf  dem  Gebiete  der  Psy- 
chologie  und  der  vaterlandischen  Geschichtskunde  ruhmlich 
genannte  Grelehrte,  der  am  11.  April  d.  J.  zu  Hall  ver- 
schied,  war  ebenfalls  verdientes  Ehren-Mitglied  des  Yereins. 
Auch  er  bestimmte  eine  seiner  letzten  wertvollen  geistigen 
Arbeiten  fur  die  Zeitschrift  des  Ferdinandeums. 

Nebst  dem  Verlust  dieser  langjahrigen  und  bewahrte- 
sten  Freunde  beklagt  das  Museum  das  Hinscheiden  noch 
anderer  verdienter  G6nner  und  Freunde,  die  ihm  der  uner- 


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—   VI    — 

bittliche  Tod  im  abgelaufenen  Jahre  entrissen  hat:  die  Namen 
derselben  sind: 

Angerer  Johann,  Privat 

Bandeson  Franz,  Bauunternehmer. 

Frenninger  Alois,  Prftlat  des  Stiftes  Wflten,  viel- 
jahriges sehr  verdientes  Mitglied. 

Gassner  Theodor,  Gymnasial-Direktor. 

Pfaundler  Carl,  Buchhandler. 

Pfeiffersberg  Josef  Ritter  von,  Gflterbesitzer 
zu  Brixlegg  vieljahriges  Mitglied  and  verdienter  Man- 
datar  des  Ferdinandenms. 

Staudaoher  Tobias,  Dekan  and  Pfarrer  zu  Matrel 

Stolz  Josef,  Dr.  med.,  and  Irrenanstalts-Direktor  in 
Hall,  ein  vieljahriges  sehr  verdientes  Mitglied, 

Thaler  Josef,  Pfarrer  in  Kuens,  Geschichtschreiber, 
vieljahriges  Mitglied. 

Thnrn  and  Taxis  Graf  Josef,  Erblandpostmeister 
von  Tirol,  vieljahriges  Mitglied. 

Zacherle  Johann,  Eaufmann,  vieljahriges  Mitglied. 

Unvergessen  soil  immerdar  sein,  was  wir  den  nanmehr 
aus  unserm  Kreise  Geschiedenen  danken  and  wenn  Sie  hier, 
Hochansehnliche  Versammelte,  Ihrer  Traaer  am  ihren  Verlust 
Aasdraek  geben,  so  ist  dies  nar  ein  schwaches  aasserliches 
Zeichen  fur  den  Dank  and  die  Ehre,  die  wir  ihnen  schal- 
den  and  die  wir  ihnen  in  anseren  Herzen  zu  bewahreo 
geloben. 

Ein  Trost  ffir  diese  Verluste,  deren  Gr5sse  sich  ans 
heate,  iadem  wir  sie  iiberzahlten,  besonders  schmerzlich  auf- 
drangte,  liegt  far  uns  gewiss  in  der  Wahrnehmang,  dass  ansere 
Anstalt  einen  Wert  besitzt,  dass  wir  ansere  Bestrebangen 
einem  Werke  widmen,  welches  bedeatend  genug  ist,  am 
die  Theilnahme  and  Liebe  soloher  Manner,  wie  die  eben 
genannten  in  solchem  Grade  zu  wecken  and  zu  fesseln. 
Dieser  Wert  unserer  Anstalt  ist  es  sohin,  der  ons  die 
Zaversicht  gibt,  dass  auch  in  der  Zakonft  dem  Werke  nicht 


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—  vn  — 

nor  mildthatige  Hande,  sondern  auch  warme  Herzen  mid 
erleuchtete  Geister  sich  zawenden  werden,  welche  an  dem 
weiterzuschaffen  bemiiht  sind,  was  mit  solcher  Liebe  und 
solchem  Eifer  begonnen  nnd  fortgebildet  worden.  Vater- 
landsfreunde  sterben,  aber  die  Vaterlandsliebe  stirbt  in 
Tirol  nicht  nnd  so  lange  sie  nicht  erkaltet,  ist  nnsere  An- 
stalt  des  Schutzes  nnd  der  hingebendsten  werkthatigen  Theil- 
nahme  sicher. 

Einen  Beweis  hiefur  erblicken  wir  bereits  in  der  Reihe 
der  Namen  jener  Manner,  welche  seit  dem  Yerlesen  des 
letzten  Jahresberichtes  dem  Vereine  als  Mitglieder  nen  bei- 
getreten  nnd  in  dem  nachfolgenden  Mitgliederverzeichniss 
aufgefuhrt  sind.  Damit  ist  die  Zahl  der  Mitglieder  auf  528 
angewachsen,  die  hSchste  Ziffer  seit  dem  Bestande  des  Fer- 
nandenms.    Die  Zahl  der  Ehrenmitglieder  betragt  21. 

Yon  Personalver&ndernngen  im  Ausschusse  ist  nnr  die 
interimistische  Uebernahme  der  Fachdirektorstelle  fur  die 
natnrhistorische  Sektion  mit  Riicksicht  auf  praehistorische 
Fnnde  seitens  des  k.  k.  Universitats-Professor  Dr.  Franz 
Wieser  zu  erwahnen. 

An  Stelle  des  verstorbenen  Mandatars  ftir  Briilegg  nnd 
Umgebung  tihernahm  bereitwillig  auf  Ersnchen  des  Ausschus- 
ses  Herr  Oberbergrat  Leo  Thurner  in  Brixlegg  die  Man- 
datarie. 

Zu  der  Sammlnng  ftbergehend  ist  im  Vorans  zn  be- 
merken,  dass  von  Seite  des  Fachdirektors  Oberstlientenant 
Reichardt  sammtliche  geologische  FnndstQcke  mit  grossem 
Aufwand  von  Geschick  und  Zeit  anf  das  Genaneste  bestimmt 
and  mit  Namen  nnd  Fnndort  bezeichnet  warden.  Speziell 
die  Petrefekten-Abtheilung  warde  von  demselben  einer  nenen 
Anfstellnng  nnd  grundlichen  Bestimmang  unterzogen,  so  dass 
nanmehr  jedes  einzelne  Stuck  ebenfalls  mit  der  Etiquette 
versehen  ist.  Auch  die  Edelsteine  warden  in  einem  neaen 
Glaskasten  entsprechend  aufgestellt. 

Besondere  Bemuhung  erfuhr  im  letzten  Jahre  die  numis- 
matische  Sammlung  durch  kHufliche  Erwerbung  emer  grossen 


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—  vm  — 

Anzahl  wertvoller  Munzen,  deren  Prufang  und  Ordnung 
Fachdirecktor  Professor  Busson  in  dankenswerter  Weise 
besorgte. 

Der  bedeutendste  Gewinn  wurde  im  abgelaufenen  Jahre 
der  ohnehin  reichhaltigen  Gallerie  tirolischer  Portraits  zuge- 
fuhrt.  Des  Portraits  des  Bildhauers  Malknecht  wurde  bereits 
ErwShnung  gethan.  Historienmaler  Professor  Blaas  in  Wien 
schenkte  gleichfalls  sein  von  ihm  selbst  meisterhaft  aosge- 
fuhrtes  Portrait  Die  Bilder  des  tirolischen  Malers  Paul 
Dax  und  des  als  Verfasser  mehrerer  tirolischer  Werke  unter 
andern  der  Geschichte  der  Landeshauptstadt  verdienten  Franz 
Karl  Zoller  warden  darch  Eauf  erworben  und  zwar  ersteres 
urn  den  Preis  von  500  fl.  letzteres  am  35  fl.  Das  Ehren- 
mitglied  des  Ferdinandeums,  Herr  Gustav  Ritter  v.  Amon 
in  Wien  schenkte  sein  Bild,  gemalt  von  Erneste  Lafitte. 

Hier  ni5ge  noch  angereiht  werden  ein  Geschenk  des 
Bildhauers  Heinrich  Natter,  besteliend  in  der  von  ihm  aus- 
gefuhrten  lebensgrossen  Portraitsbiiste  unseres  Kiinstlers  Franz 
Defregger,  in  Gyps. 

Von  anderen  wertvollen  Kunstgegenstanden  verdient  im 
Gebiete  der  Malerei  hervorgehoben  zu  werden,  ein  Oelge- 
malde,  darstellend  den  hi.  Josef,  von  Giovanni  Piazzetta, 
erstanden  um  den  Preis  von  100  fl.;  auf  dem  Gebiete  der 
Plastik  vor  Allem  ein  grosses  Relief  in  Birubaumholz,  vor- 
stellend  Kaiser  Maximilian's  Sieg  iiber  die  B6hmen  bei 
Regensburg  1504,  gearbeitet  von  Sebastian  Steiner  von 
Sterzing  nach  Collins  Marmor-Relief  in  der  Hofkirche,  er- 
worben um  den  Preis  von  800  fl.  und  ein  Geschenk  des 
Bildhauers  Joh.  Unterkalmsteiner  aus  Sarnthal,  bestehend 
in  einem  Originalmodell  seiner  Oedipusgruppe  in  Gyps. 

Wegen  des  ausserst  feinen,  kiinstlerisch  ausgefahrten 
Basreliefs  mag  hier  auch  noch  eine  um  25  fl.  erstandene 
schSne  Tabaksdose  aus  Hirschhorn  eingeschaltet  werden. 

An  Alterthiimern  und  Raritaten  seien  hier  erwahnt: 
Ein  schoner  Ritterhelm,  Geschenk  des  Magistrats  Kufstein, 
ein    sch5ner    ttirkischer    Handschar,     gekauft    am    50    fl. 


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—   DC   — 

Speckbachers  silberne  Uhrkette,  ein  altes  wertvolles  lateinisch- 
deutsches  Glossar,  erworben  um  den  Preis  von  25  fl.,  end- 
lich  2  alte  Glocken,  wahrsqheinlich  aus  dein  14.  Jahrhundert, 
die  eine,  ein  Geschenk  des  Reichsratsabgeordneten  Alois  v. 
Makowitz  in  Bozen  aus  dera  Kirchlein  St.  Florian  bei  Auer 
mit  der  Inschrift:  Magister  Vetorme  fecit,  die  andere  aus 
der  Kirche  von  Campill  in  Enneberg,  gekauft  um  70  fl. 

Es  ist  hier  nicht  m5glich,  der  anderen,  zum  Theil 
gleichfalls  werthvollen  und  insbesondere  im  Gebiete  der  Miin- 
zen,  Druckwerke  und  Urkunden  sehr  zahlreichen  Erwerbungen 
einzeln  zu  erwahnen;  das  vollstandige  gedruckte  Verzeichnis 
derselben  wird  gleichzeitig  in  den  H&nden  der  verehrten 
Mitglieder  sein,  doch  ist  es  ein  Gebot  der  Dankbarkeit,  die 
Namen  deijenigen  GQnner  hier  zu  nennen,  welche  auch  in 
diesem  Jahre  wieder  das  Museum  mit  grossartigen  Geschen- 
ken  bedachten. 

So  bereicherten  die  Gemaldesammlung  ausser  den  bereits 
Genannten  Herr  Fachdirektor  Statthaltereirat  Joh.  Wieser 
und  Gr&fin  Maria  Firmian,  die  der  Kupferstiche  und  Photo- 
graphien  gleichfalls  Herr  Statthaltereirat  Wieser,  Ritter 
Amon  von  Treuenfest  und  Bildhauer  Jakob  Gliber.  Die 
Kartensammlung  Herr  Bibliotheks-Scriptor  Anton  Hofer 
hier,  die  Sammlung  der  Alterthtimer  und  Raritaten  die 
Herren  Baumeister  Anton  Hohenauer,  Severin  Ruf  in  Hall, 
Steinmetzmeister  Paul  Hohenauer,  Eunstmaler  Joh.  J&ger, 
J.  Buchauer  in  Schloss  Wagrein,  Alois  Epp,  Frau  Antonia 
Tollinger  hier; 

Die  Sauunlung  der  Urkunden  und  Handschriften  die 
Herren  Ludwig  Schonach,  Student,  kais.  Rat  Dr.  David 
Schonherr,  Ritter  von  Amon  in  Wien,  Ritter  von  Alpen- 
burg,  Pater  Christian  Schlechter,  Professor  Vinzenz  Murr; 
endlich  spendeten  Druckschriften  fiir  die  Bibliothek  die 
Herren  Ritter  von  Amon,  Doktor  Rudigier  Cobelli  in 
Roveredo,  Anton  Treichel  in  Berlin ,  Professor  Vincenz  Gredler  in 
Bozen,  Fachdirektor  General  Edler  von  Sonklar,  Hofrat  Dr. 
Ernst  Birk  in  Wien,  Johann  von  Engl,  Hofrat  und  Vorstand 


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—    X    — 

des  Museums  Johann  Kiechl,  Joh.  G.  Obrist,  Ritter  Freiherr 
von  Hohenbuhel  in  Hall,  Landesschulinspektor  Christian 
Schneller,  Mdbelh&ndler  Johann  Bruoker,  Josef  von  Kolb, 
Josef  Erler,  and  in  gewohnter  Liberalit&t  die  hohe  L  k. 
Statthalterei  and  die  Wagner'sche  Universit&ts-Buchhand- 
lung  hier,  welche  von  alien  ihren  Verlagswerken  ein  Exemplar 
dem  Museum  zur  Verf&gung  stellt 

Bedenkt  man  hiezn  die  grosse  Zahl  von  Erwerbungen 
durch  Eauf  und  den  Zuwachs,  welcher  der  Bibliothek  doroh 
die  Jahres-Publikationen  der  mit  dem  Mnseum  im  Tausch- 
verh&ltnisse  stehenden  161  gelehrten  Gesellschaften  und 
Akademien  wurde,  deren  Zahl  sich  in  diesem  Jahre  um  den 
naturwissenschaftlichen  Verein  zu  Kiel  und  den  Oldenburger 
Landesverein  fiir  Alterthumskunde,  vermehrte,  so  ergibt  sich 
die  erfreuliche  Warnehmung,  dass  das  abgelaufene  Jahr  ein  nicht 
minder  fruchtreiches  war,  als  seine  Vorganger. 

Erw&hnt  mag  noch  werden,  dass  der  Ausschuss  es  sich 
angelegen  sein  liess,  das  Hans,  das  nunmehr  so  viele  wert- 
volle  Schatze  birgt,  mit  einem  Blitzableiter  zu  versehen. 

Was  die  Einnahmen  des  Ferdinandeum  in  Geld  betriffit, 
so  wird  daruber  der  folgende  Rechenschaftsbericht  Auf- 
kl&rung  geben. 

A,  R.  v.  Schullern, 
Sekretar. 


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—   XI   — 


mit  Schluss   des  Jahres  1874. 


A-  Hauptkasse. 

Empfang. 

1 .  Hauptempfang  and  Uebernahme 

vom  Jahre  1873   .    ,    .    .    .  10021.  91 

2.  Zuwachs  an  Kapital  und  Zinsen     1416.  ll1^ 

3.  Ordentliche  BeitrSge   der  Mit- 

glieder 2301.  75 

4.  Ausserordentliche  Beitrage    der 
Mitglieder 48.  25 

5.  Erl6s  aus  Vereinscliriften  und 

Karten ,       147.  90 

6.  Verschiedene  Empf&nge  ...      350.  25 

7.  Eintrittsgelder  nnd  Kataloge     .     1492.   — 

Summe  der  Einpf&nge 15778.  l?1^ 

Ausgaben. 

1.  Gehalte  und  Remunerationen    .     1499.  57 

2.  Kapital  und  Zinsen    ....  988.  94 

3.  Bau  und  Reparaturen      ...  63.  15 

4.  Regie 258.  23 

5.  Verschiedene  Ausgaben    ...  372.  23 

6.  Fiir  Kataloge  u.  Eintrittskarten  242.  04 

7.  Vermehrung  der  Sammlungen : 

a)  Kunstsektion   .    .  228.  43 

b)  Histor.  Sektion    .  514.  95 

c)  Naturhist.  Sektion  91.  40 

d)  Verschiedene  An- 

schaffungen      .    .    285.  53     1120.  31 

Summe  der  Ausgaben        4544  47 
Bleibt  Verntfgen      11233.  70*|2 

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—  xn  — 

B.    Baufond. 

Stanimvermogen  voiii  Jahre  1873  3017.  50 

Neaer  Empfang 420.  15*|2 

Kassarest  vom  Jahre  1873     .     .  250.  47  \ 

Sunime  des  Empfanges  —  —          3688.  13 
Ausgaben   fur  Ankauf   von    Spar- 

kassescheinen 250.  — 

Bleibt  VermSgen 3438.  13 

C.  Tschager'seher  Legatsfond. 

Uebernahnie  an  Stammkapital  und 

Kassarest  vom  Jahre  1871      .       11512.  82 

Zuwachs  an  Kapital  und  Zinsen  . 472.  50 

Summe  des  Empfanges         —  —  11985.  32 
Ausgabe  ftir  Ankauf  eines  Gemaldes 

von  Unterberger  nebst  Spesen 805.  04 

Bleibt  Verm5gen 11180.  28 


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—  xm  — 


mit  Schluss   des  Jahres  1875. 


86 


A.   Hauptkasse. 

Empfang. 

1.  Hauptempfang  und  Uebernahme 
vom  Jabre  1874 11233, 

2.  Zuwachs  an  Kapital  und  Zinsen      450 

3.  Ordentliche   Beitrage   der  Mit- 

glieder 2961.  90 

4.  Ausserordentliche   Beitrage   der 
Mitglieder 51.  50 

5.  ErlSs  aus  Vereinsschriften  und 

i  Garten 79.  60 

6.  Verschiedene  Empfange   ...      435.  — 

7.  Eintrittsgelder  und  Kataloge     .     1546.  90 


Summe  der  Empfange 
Ausgaben: 

1.  Gehalte  und  Renuinerationen 

2.  B#i  und  Reperaturen  .    . 

3.  Regie 

4.  Verschiedene  Ausgaben   . 

5.  Druckkosten  fur  Kataloge 
Vermehrung  der  Samnilungen  und 

Kosten  der  Zeitschrift 

a)  Allgemeine8      .      52.  91 

b)  Kunstsektion    .    335.  85 
c)Histor.  Sektion    421.  61 H 
d)  Naturhist.  Sek- 
tion   .... 


16759.  46  H. 


1566.  77 

900.  39 

341.  52 

374.  78 

55.  14 


245.  41  *12     1055.  79 


Sumine  der  Ausgaben    4294.  39 


Bleibt  Verm5gen  12465.  07 '|2 


FerdinandeunwZeitschrift. 


14 


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—  XIV  — 

B.  Baufond, 

1.  Stammverm5gen  vom  Jahre  1874    3267.  50 

2.  Rechnungsrest  vom  Jahre  1874       170.  63 

3.  Neuer  Empfang  an  Eapital  and 

Zinsen .     .     .      523.  66 


Summe  des  ganzen  Empfanges 3961.  79 

Fur  den  Ankauf  von  zwei  Spar- 

kassescheinen  warden  verausgabt  340.  — 

Der  Kassarest  betragt    .     .     .     .  14.  29  —     354.  29 

Bleibt  Vermdgen 3607.  50 

C.  Tschager'scher  Legatsfond. 

Empfang. 
Uebernahme  an  Stammkapital  und 

Kassarest  vom  Jalire  1874  .    .  11180.  28 
Zuwachs  an  Kapital  and  Zinsen  .     1602.  50 


Samme  des  Empfanges 



12782.  78 

Ausgaben. 

Far  Ankauf    zweier    Sparkassen- 

scheine 



1130.  - 

Bleibt  VermOgen 



11652.  78 

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—   XV    — 

Sed)twn00=3ltt0wei0 

mit  Schluss  des  Jahres  1876. 

A.   Hauptkasse. 

Empfang. 

1.  Hauptempfong  und  Uebernahme 

vom  Jalire  1875 12465.  07*|2 

2.  Zuwachs  an  Eapital  und  Zinsen     1590.  49 

3.  Einbezahlte  ordentliche  Beitrage 

der  Mitglieder 2563.  15 

4.  Ausserordentliche   Beitrage   der 
Mitglieder 129.  25 

5.  Erl5s  aus  Vereinsschriften  und 

Karten 57.  20 

6.  Verschiedene  Empfange  .    .     .    3020.  — 

7.  Eintrittsgelder  und  Kataloge     .     1369.  40 

Summe  der  Empf&nge 21194.  56  ^ 

Ausgaben. 

1.  Gehalte  und  Remunerationen    .     1566.  47 

2.  Eapital  und  Zinsen    ....    2656.  21  \ 

3.  Bau  und  Reparaturen      .    .    .      417.  94 

4.  Regie 385.  70 

5.  Verschiedene  Ausgaben    .     .     .       353.  35 

6.  Druck   der  Kataloge   und  Ein- 

band ,     .     .       127.  59 

7.  Vermehrung    der    Sammlungen 

und  Eosten  der  Zeitschrift: 

a)  Allgemeines      .     194.  83 

b)  Kunstsektion    .     167.  14 

c)  Histor.  Sektion    674.  56  \ 

d)  Naturhist  Sek- 
tion   ....    413.  24  —  1449.  77*|2 
(worunter  150  fl.  fur  Erfor- 

schung  der  Alpenfanna). 

Summe  der  Ausgaben 6957.  04 

Bleibt  Verm5gen 14137,  52  \ 


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-    XVJ    — 

B.  Banfond. 

Stammverm5genvom  Jahre  1875  3607.  50 
Rechnungsrest  vora  Jahre  1 875  14.  29 
Neuer  Empfang  an  Zinsen  .     .       197.  54 


Summe  des  Einpfanges 
Ausgaben  sind  nicht  vorgekommen. 


—        3819.  33 


C.  Tschager'scher  Legatsfond. 

Empfang. 
Uebernahme  an  Stainmkapital  and 

Kassarest  vom  Jahre  1875 .     .  11652.  78 

Zuwachs  an  Zinsen 517.  70 

Summe  des  Empfianges 

Ausgaben. 
Far  Einhebung  der  Zinse     ... 


12170.  48 


1.  31 


Bleibt  ein  reines  VermOgen 12169.  17 

wobei  jedoch  die  das  Stammverm5gen  bildenden  steier'schen 
Grundentlastungs-Obligationen  nach  dem  Nominal-Werthe 
zusammen  im  Betrage  von  10500  fl.  5st  W.  berechnet  sind. 


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Das  Flussgebiet  des  Lech  ist  vom  obern  Innthale  durcli 
eine  hohe  Kalkgebirgskette  geschieden,  welche  nur  einige  hohe 
und  beschwerliche  Jochiibergange  bietet.  Vom  Fernpasse, 
tiber  welchen  man  auf  uralter  Landstrasse  zunachst  in  das 
Quellengebiet  derLoisach  (Gegend  von  Lermoos)  und  von  da 
durch  ein  Querthal,  Zwischenthoren  genannt,  uber  die  Was- 
serscheide  beim  Dorfchen  Lahn  in  das  Lechgebiet  gelangt, 
f&hrt  der  ganze  tirolische  Lechgau  haufig  den  Namen 
Ausserfern.  Sein  altgeschichtlicher  und  bis  1850  auch 
der  amtliche  Name  aber  war  Ehrenberg;  so  heisst  n&m- 
lich  die  bekannte  Landesgranzveste  bei  Reutte,  welche  seit 
den  achtziger  Jahren  des  vorigen  Jahrhundertes  in  Triim- 
mern  liegt.  Heute  bildet  der  ganze  Gau  die  Bezirkshaupt- 
mannschafb  und  das  Bezirksgericht  Reutte  und  kirchlich> 
mit  beinahe  gleichen  Granzen,  das  Dekanat  Breitenwang, 
letzteres  so  benannt  nach  einem  DSrfchen  bei  Reutte,  in 
welchem  im  Jahre  1137  Kaiser  Lothar  der  Sachse  auf  der 
Riickkehr  von  Italien  des  Todes  verblich. 

Das  eigentliche  so  benannte  Lech  thai  reicht  jedoch 
nach  dem  Begriffe,  der  mit  dem  Namen  verbunden  wird, 
nicht  bis  an  die  Landesgranze  bei  Fiissen,  sondern  nur  bis 
gegen  das  Dorf  Weissenbach  herab.  Ein  Blick  auf  die  Karte 
geniigt  zu  erweisen,  dass  diese  Begriffseinschrankung  topo- 
graphisch  keinen  andern  Grand  hat,  als  dass  vom  genannten 
Dorfe  ab  am  rechten  Lechufer  die  Ausl&ufer  der  vom  Fern- 
passe an  nach  Osten  abbiegenden  Hauptkette  der  Kalkalpen 
sich  in  einzelne  GebirgsstScke  auflosen.  Scharfer,  als  die 
Natur,  hat  Abstammung  und  Sprache  der  Menschen  diese 
Granze   gezogen,   da   am   Lech   aufwarts   bis   Weissenbach 

1* 


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—     4    - 

schwabisches  Volksthum  und  schwabische  Mundart  herrscht, 
wahrend  Volksthum  und  Sprache  im  eigentlichen  Lechthal 
erheblich   davon  verschieden  ist. 

Der  Eingang  in  das  Lech  thai  von  Weissenbach  hinauf 
ist  fast  abschreckend.  Eine  Meile  weit  ist  der  Thalbodea 
zwischen  den  duster  bewaldeten  rauhen  Bergen  fast  nur  eine 
wtiste  Sand-  und  Gerollflache.  Da  finden  wir  zuerst,  eine 
Wegstunde  ober  Weissenbach,  am  rechten  Lechufer  das  kleine 
Dorf  Forchach  und  eine  Stunde  weiter  das  Dorf  Stan- 
zach  am  rechten  und  Vorderhornbach  am  linken  Lech- 
ufer. Im  Hintergrunde  enger  Seitenthaler  liegen  dort  Namlos 
mit  Kelmen,  hier  Hinterhornbach.  Das  Thai  fangt 
an  freundlicher  zu  werden;  dem  eingeengten  Lechflusse  ist 
jetzt  nirgends  mehr  ein  allzu  weiter  Spielraum  fur  seine 
Sandflachen  und  Weidenauen  geboten.  Eine  Stunde  ober 
Stanzach  betreten  wir  das  eng  zusammengebaute  Dorf  Elmen, 
ober  welchem  sich  ein  Seitenthal  6ffnet,  In  welchem  die 
Dorfchen  Bschlabs,  Boden  und  Pfafflar  liegen.  Dann 
folgt  an  beiden  Ufern  das  Dorf  Haselgehr,  bei  welchem 
in  einem  engen  Seitenthale  nach  Stiden  hin  das  D&rflein 
Gramais  liegt.  Das  Thai  sieht  nun  schon  so  freundlich 
aus,  dass  der  Wanderer  nicht  mehr  bereut,  es  betreten  zu 
haben.  Er  hatte  geglaubt,  da  oben  nur  mehr  annselige 
Alpendorfer  mit  holzernen  Hiitten  und  vom  Viehe  ausge- 
tretenen  unsaubern  Wegen  zu  finden,  und  sieht  nun  Dorfer 
mit  stattlichen  Hausern,  unter  welchen  manche  vom  Reich- 
thume  oder  doch  von  behaglichem  Wohlstand  ihrer  Bewohner 
zeugen.  Er  hatte  der  Welt  schon  Lebewol  gesagt  und  findet 
nun,  dass  sie  doch  grosser  sei,  als  er  sich  dieselbe  gedacht 
Einen  ungemein  freundlichen  Eindruck  macht  das  stattliche 
Dorf  E 1  b  i  g  e  n  a  1  p ,  welches  seine  Lage  zum  Mittelpunkt 
und  Hauptort  des  Thales  gestaltet,  wenn  auch  das  anderthalb 
Stunden  weiter  oben  gelegene  Dorf  Holzgau  eine  noch 
schSnere  Lage  und  ein  mindestens  eben  so  stattliches,  schier 
noch  vornehmeres  Aussehen  hat.  Ist  doch  die  Tochter  meist 
schOner,   als   die   Mutter  —   und   Elbigenalp    ist   eben  der 


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—    5    — 

alteste  Ort,  die  Mutter  aller  andern  Kirchen  und  Dorfschaf- 
ten  des  Thales!  Zwischen  Elbigenalp  und  Holzgau  liegen 
noch  die  Ortschaften  Bach  und  Stockach.  Von  Holzgau 
gelangt  man  iiber  das  Dorf  Hagerau  in  einer  Stunde  nach 
Steeg,  welches  Dorf  ebenfalls  recht  hiibsch  und  freundlich 
aussieht.  Gefallt  es  aber  dein  Wanderer  hier  nicht  und  will 
er  weiter,  so  mag  er  nun  allerdings  fur  einen  oder  zwei 
Tage  der  Welt  Lebewol  sagen.  Seitlich  von  Steeg  liegt  das 
Dorfchen  Kaisers  —  es  liegt  eigentlich  nicht,  sondern 
hangt  vielmehr  an  jaher  griiner  Berglehne.  Hinter  Steeg 
liegt  eine  schmale  griine  Wiesenmulde  mit  dem  Weiler  Hin- 
terellenbogen,  vom  Volkswitze  als  der  „ Bettler  Umkehr * 
bezeichnet.  Zwei  Wegstunden  weiter  oben  findet  sich  im 
wilden  Gebirge  noch  das  D5rfchen  Lechleiten.  Hier  hat 
das  Lechthal  und  Tirol  ein  Ende.  Allerdings  liegen  an  den 
Quellen  des  Lech  und  auf  dem  sogenannten  obern  und  untern 
Tannberg  noch  einige  Dorfchen,  allein  sie  gehoren  zu  Vor- 
arlberg;  bei  der  Eifersucht,  mit  welcher  die  Vorarlberger 
ihre  Landesgranzen  hiiten,  ware  es  nicht  rathsam,  bloss 
aus  geographischen  Griinden  die  Ortschaften  am  Lech, 
Zug,  Ziirs,  Biirstegg,  Warth  und  Hochkrummbach 
im  Wege  der  heute  beliebten  Annexion  fur  das  Lechthal 
gewinnen  zu  wollen.  Um  vollens  gar  Niemanden  Unrecht 
zu  thun,  bin  ich  verpflichtet  nachzutragen,  dass  auch  die 
vorerwahnten  Dorfchen  Bschlabs,  Boden,  Pfafflar,  Gramais 
und  Kaisers  von  Alters  her  politisch  zu  Imst  und  Landeck, 
nicht  zu  Reutte  gehoren  und  daher  auch  auf  den  ruhigen 
Mitgenuss  der  glorreichen  Erinnerungen  des  alten  Herrschafts- 
sitzes  Ehrenberg  kein  voiles  Anrecht  haben.  Von  denselben 
geh5rt  auch  kirchlich  nur  Kaisers  zum  Dekanat  Breitenwang. 
Auch  die  Namloser  und  Kelmer  mochten  in  unbewachten 
Augenblicken  gerne  aus  dem  Lager  der  Lechthaler  in  jenes 
der  Berwanger  und  Zwischenthorer  iibergehen,  so  dass  ein 
gewissenhafter  Topograph  seine  liebe  Noth  hat,  das  Bischen 
Lechthal  in  guter  Ordnung  zusammen  zu  halten. 

Es   hat  in   manchen  stillen  Thalern  Manner  gegeben, 


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-      6      - 

welche  lebhaftes  Interesse  fur  die  Geschichte  und  die  Merk- 
wiirdigkeiten  der  Heimat  empfanden  und  sich  daran  machten, 
nicht  bloss  nach  alten  Geschichten  zu  forschen  und  Urkunden 
und  Alterthumer  zu  sammeln,  sondern  auch  schriftlich  auf- 
zuzeichnen,  was  sie  erfuhren  und  fanden.  Ein  solcher  Mann 
war  fur  das  Lechthal  der  den  Lesern  vielleicht  sohon  aus 
Biichern  und  Zeitungen  bekannte  Graveur  Anton  Falger 
von  Elbigenalp,  welcher  nach  einem  th&tigen  Leben  un- 
langst  iin  sechsundachtzigsten  Jahre  seines  Alters  in  das 
Jenseits  hinuber  gegangen  ist.  Neben  seinen  Sammlungen 
hat  er  eine  ^Chronik  von  Lechthal*  in  verschiedenen  Ab- 
schriften  hinterlassen,  welche  der  nachfolgenden  Darstellung 
der  geschichtlichen  und  ethnographischen  Verhaltnisse  Lech- 
thals  zu  Grunde  gelegt  werden  soil.  Da  aber  Falger  1863 
im  73.  Lebensjahre  „auf  Verlangen  des  hochw.  Herrn  Pfar- 
rers  Trenker  zu  Elbigenalp*  auch  eine  Skizze  seines  Lebens 
„mit  zitternder  Hand*  geschrieben  hat,  so  lassen  wir  einen 
Abriss  seines  Lebens  mit  Beniitzung  dieser  Quelle  voraus- 
gehen.  Da  darin  Sfter  Falger's  eigene  Worte  wiedergegeben 
werden,  wollen  wir  sogleich  bemerken,  dass  Falger  mit  der 
Feder  nicht  so  gewandt  war,  wie  mit  der  Radirnadel;  doch 
war  der  Stil,  in  welchem  er  schrieb,  ganz  der  Ausdruck 
seines  etwas  eigenthumlichen  Wesens.  Wie  er  dachte  und 
sprach,  so  schrieb  er  auch,  ohne  sich  urn  die  Regeln  der 
Schreibkunst  viel  zu  kummern.  — 


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I. 

Johann  Anton  Falger  wurde  am  9.  Juli  1791  zu 
Elbigenalp  geboren.  Sein  Vater  war  Gregor  Falger,  „  Backer, 
Fuhrmann  und  Bauer",  seine  Mutter  Maria  Anna  Lumpert, 
deren  Bruder  Anton  nach  Wien  ging  und  dort  bei  der  Btir- 
gerschaft  so  grosses  Ansehen  gewann,  dass  er  zur  Wurde 
eines  wklichen  Biirgenneisters  gelangte  und  ihm  zu  Ehren 
auch  eine  Gasse  den  Namen  „  Luuipertsgasse *  erhielt.*) 

In  der  Schule  war  Falger  —  „  ein  mittehnassiger  Schil- 
ler, im  Schreiben,  Rechnen  und  Lesen  alter  Briefe  nicht 
schlecht,  aber  im  Auswendiglernen  nicht  gut.  Also  im  Ka- 
techismus  ziemlich  schlecht,  Gott  sei  Dank,  den  brauchte 
ich  aber  in  der  Fremde  nicht,  darum  fragte  mich  kein  Mensch. 
Ich  meine  damit  aber  nicht,  der  Mensch  brauche  keine  Re- 
ligion ;  so  ist  es  nicht  gemeint.  "  Im  Sommer  1804  besuchte 
Falger  die  Schule  in  Reutte,  wo  er  einen  „  Preis  "  im  Rech- 
nen bekam;  im  Herbste  desselben  Jahres  verlor  er  seine 
Mutter  durch  den  Tod.  Er  hatte  grosse  Vorliebe  fur  das 
Zeichnen  und  wollte  durchaus  Maler  werden.  Nicht  darauf 
versessen,   aus   seinem  Sohne  auch  einen  Backer  und  Fuhr- 


*)  Anton  Lumpert,  geboren  zn  Kflglen  am  13.  November 
1757,  studirte  das  Gymnasium  und  die  Philosophic  in  Innsbruck  und 
ging  1780  nach  Wien,  um  sich  juridischon  Studien  zu  widmen.  1786 
trat  er  als  Beamter  beim  Magistrate  ein  und  wurde  1795  Magistrats- 
rath,  1814  Vice-Btirgermeister  und  1823  wirklicher  Biirgermeister. 
Zu  Anfang  des  Jahres  1837  legte  er  sein  Amt  nieder  und  starb  bald 
nachher  am  10.  April  1837.  Er  war  unrerehlicht ;  sein  ansehnliches 
YennOgen  fiel  zur  Halfte  an  eine  Nichte,  zur  H&lfte  an  seine  Neffen 
Anton  und  Ignaz  Falger. 


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—    8     — 

mann  zu  machen,  filhrte  ihn  sein  Vater  zum  Maler  Karl 
Selb  in  Unterstockach,  welcher  den  eifrigen  Schuler  lieb 
gewann  und  durch  vier  Jahre  hindorch  unterrichtete.  Im  Jahre 
1808  gingen  beide  nach  Munchen,  wo  Falger  Z5gling  der 
k5niglichen  Akademie  wurde,  w&hrend  Selb  des  Stadtlebens 
iiberdriissig  bald  wieder  nach  Hause  ging.  Auch  Falger 
kehrte,  da  an  der  Akademie  ein  Ban  gefuhrt  wurde,  schon 
nach  einigen  Monaten  wieder  in  das  Lechthal  zuriick. 

Es  kam  das  Sturmjahr  1809;  Falger  nennt  es  ein 
„trauriges*  und  ist  nicht  gut  darauf  zu  sprechen.  Er  hatte 
zwar,  wie  er  erzahlt,  „das  Alter  zur  Conscription  und 
wurde  gemessen  und  gerichtlich  vorgemerkt8,  verspurte 
aber  demungeachtet  in  sich  nicht  den  leisesten  Drang 
nach  kriegerischen  Heldenthaten.  Friedfertig  gesinnt  wollte 
er  anfangs  April  wieder  nach  Munchen  und  machte  sich, 
obwol  ihm  die  Ausfertigung  eines  Passes  verweigert  wurde, 
auf  den  Weg;  aber  schon  in  Unter-Peissenberg  rieth  ihm 
der  Wirth,  bei  welchem  er  einkehrte,  dringlioh  zur  Ruck- 
jreise.  Falger  kehrte  uni  und  erfuhr  in  Fussen,  dass  die 
Tiroler  unruhig  seien  und  der  bairischen  Regierung  nicht  niehr 
gehorchen  wollten.  Doch  lassen  wir  den  missvergnflgten 
Kunstjiinger  selbst  erzahlen.  „  Es  war  ungefahr  am  9.  oder 
10.  April,  als  ich  in  die  Rossschlag  (eine  Wegstunde  miter 
Reutte)  kam  und  stunden  schon  die  Bauern  als  Rebeller 
mit  den  Waffen  da.  Man  liess  mich  nach  Hause  und  bald 
musste  ich  mit  dem  Landsturme  ausriicken.  Es  wurden 
dann  bald  im  Lechthale  sieben  Gompagnien  errichtet  und  so 
ging  der  blinde  Larm  bis  November  fort.  Ich  war  bereits 
den  ganzen  Sommer  fur  mich  oder  meinen  Vater  sogar  dem 
Auslande  zur  Last,  war  oft  in  Pfronten  und  zweimal 
in  Kempten  unter  Major  Schueller  von  hier.  "Wir  zogfen 
nicht  aus,  um  zu  bringen,  sondern  um  zu  holen.  Comman- 
dant Teimer  hat  uns  weder  im  Inland  noch  weniger  im 
Ausland  Ehre  gemacht.  Am  meisten  war  ich  auf  Wache 
in  Tannheim  und  auf  dem  J5chl;  dass  die  Ordnung  schlecht 
war,   bezeugt   uns  das   Ausland   noch   und   so   am  Herhst 


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—     9     — 

gingen  uns  die  Augen  auf,   dass  wir  mit  grosser  Schulden- 
last,  Gott  sei  Dank,  nach  Hause  gehen  konnten." 

Falger  war  sorait  kein  Kriegsheld  im  Stile  der  Passei- 
rer  des  Andreas  Hofer,  welcher  ihin  sogar  als  ein  |Mann 
„von  wenig  Kenntniss  als  Befehlender"  erschien.  Er  sah 
im  Kriege  von  1809  nur  eine  Revolution,  vor  welcher  er 
Abscheu  hatte.  „Wo  Revolution  ist,"  schrieb  er  in  seiner 
Chronik  von  Lechthal,  „ist  Ungltick,  diese  hat  uns  viel  ge- 
schadet,  unsere  guten  Nachbarn  haben  uns  nichts  gethan 
und  wie  viel  hat  man  ihnen  geschadet ....  das  thun  immer 
Revolutionen,  wo  keine  Ordnung  ist."  Den  Franzosen  war 
er  nicht  gram,  da  er  ihren  Uebermuth  nie  an  sich  erprobte; 
er  hatte  sie  sogar,  als  sie  1800  in  Lechthal  waren,  von  der 
besten  Seite  kennen  gelernt.  Er  nennt  sie  „frohliche  Re- 
publikaner",  welche  immer  sangen,  tanzten  und  guter  Dinge 
waren;  das  Beste  an  ihnen  war  nach  seiner  Anschauung, 
dass  sie  uberall  die  alten  ZSpfe  abschnitten,  eine  Kopfzierde, 
welche  bis  dahin  auch  die  Manner  in  Lechthal  mit  Wiirde 
getragen  hatten.  Nach  seinem  Gestandnisse  weinte  er  sogar, 
als  die  Franzosen  1801  das  Thai  wieder  verliessen. 

Im  M&rz  1810  ging  Falger  das  zweite  Mai  nach  Mun- 
chen,  zeichnete  in  der  Akademie  und  fand  bald  sein  Unter- 
kommen  bei  der  kSniglichen  Steuerkataster-Commission.  Er 
gab  sich  bei  mannigfacher  Arbeit  alle  Miihe,  sich  in  der, 
Kunst  des  Gravirens  zu  vervollkommnen.  Dabei  lebte  er 
vergnligt,  »wie  ein  Engel  dm  Himmel;  ich  hatte  Verdienst, 
war  jung  und  gesund  —  was  soil  fehlen?" 

Aber  »am  12.  April  1813  stieg  eine  triibe  Wolke  auftf; 
Falger  wurde  als  Soldat  in  das  Heer  eingereiht.  Im  August 
kam  er  nach  Rattenberg,  wo  er  an  einem  Arm  die  Flechte 
bekam,  ein  Uebel,  an  welchem  er  auch  spater  noch  ofter 
zu  leiden  hatte.  Er  war  nur  Corporal,  versah  aber  Feld- 
webeldienste;  hoher  ging  sein  Ehrgeiz  nicht,  da  er  keine 
Lust  hatte,  langer  al£  nothwendig  Soldat  zu  sein.  Im 
Oktober  1813  war  er  wieder  in  Miinchen,  aber  nun  ging 
es  in    den   Krieg  gegen  die  Franzosen.     Am   30.   Oktober 


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-    10  '-- 

fiel  die  Schlacht  bei  Hanau  vor  —  „ein  hitziger  Tag,  be- 
sonders  gegen  Abend,  als  uns  die  feindliche  Cavallerie  uber- 
fiel  and  unserm  linken  Fliigel  an  der  Strasse  viel  Schaderi 
brachte;  wir  mussten  Platz  machen  and  Napoleon  mit  dem 
Reste  seiner  Arniee  weichen**).  Da  es  demnach  unserm 
Corporal  Falger  and  den  Baiern  bei  Hanau  nicht  gelungen, 
Napoleon  zu  fangen,  inachten  sie  sich  daran,  denselben  hitzig 
zu  verfolgen.  So  kamen  sie  nach  Frankfurt;  von  da  an 
aber  waren  „die  Marsche  nicht  mehr  so  streng*.  Ueber 
das  „sch5ne*  Mannheim  ging  es  nach  dem  Dorfe  Eckarts- 
weiber  unweit  der  Festung  Kehl,  wo  die  Baiern,  von  den 
Franzosen  oft  durch  nachtliche  Ausfalle  beunruhigt,  einen 
Monat  lang  lagen.  Am  22.  Dezember  wurde  bei  Basel 
der  Rhein  uberschritten.  Nun  ging  es  immer  vorwarts  bis 
Brienne,  wo  die  Baiern  am  1.  Februar  1814  Mittags  auf  dem 
Schlachtfelde  eintrafen  und  den  Sieg  iiber  Napoleon  ent- 
schieden.  Nach  manchen  Wechselfallen,  mit  Kalte  und  Hun- 
ger karapfend  („Wein  war  genug  da,  aber  kein  Brotfi) 
standen  sie  endlich  am  1.  April  vor  Paris.  „  Alles  klatschte 
und  schrie:  Paris!  Paris!  —  die  grosse  Stadt,  die  Eoropa 
gebot.  Hier  sahen  wir  sie  in  voller  Pracht  Ich  ass  mein 
kleines  Stuckchen  Zwieback,  welches  ich  sparte,  bis  wir 
Paris  sehen  .  .  .  Am  2.  April  zogen  wir  fireudig  mit  Musik 
ein.  *  Die  Baiern  schlugen  sudlich  von  der  Stadt  ihr  Lager 
auf.  Jedoch  schon  am  10.  April  begann  der  Riickmarsch 
liber  Luneville,  Speier,  Mainz,  Wiirzburg  und  Ingolstadt; 
„  am  28.  Juni  zogen  wir  in  Munchen  herrlich  ein.  Nach 
iiberwundener  Miihe  und  Feinde  ist  aber  auch  nichts  Scho- 
neres  auf  der  Welt,  wie  als  Sieger  zuruckkommen ;  mein 
ganzes  Leben  freut  mich  dieser  miihsarae  Feldzug,  wenn  id» 
auch  vieles  leiden  musste.* 

Falger  erhielt  nun  seine  ehrenvolle  Entlassung  und  fand, 


♦)  Nfther  sei  dies,  bemerkt  Falger,  in  „einem  kleinen  Bdchleifl* 
von  ihm  beschrieben.  In  welchen  Handen  sich  dieses  Biichlein  befin- 
det,  ist  mir  unbekannt. 


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—  11    - 

nachdem  er  eine  schwere  Krankheit  iiberwunden  hatte,  wie- 
der  bei  der  Steuerkataster-Commission  in  Miinchen  Anstel- 
lung  als  Graveur.  Iin  Jahre  1816  fuhr  er  auf  einem  Flosse 
nach  Wien,  am  seinen  Onkel  Lumpert  zu  besuchen  and  die 
Merkwiirdigkeiten  der  Stadt  zu  sehen.  Dann  kehrte  er  zu 
Fosse  binnen  sieben  Tagen  wieder  nach  Munchen  zuriick.  Im 
Jahre  1817  bekam  er  fQr  den  firanzSsischen  Feldzug  auch 
ein  Verdienstkreuz. 

Nach  Erfindung  des  Steindruckes  durch  Sennefelder, 
dessen  Freund  und  guten  Bekannten  Falger  sich  nennt, 
wurden  in  Munchen  gebildete  Lithographen  sehr  gesucht. 
Falger  erhielt  Antrage  aus  Strassburg,  Dtisseldorf,  Hamburg 
und  London.  „Nach  Petersburg  wollte  raich  Hofrath  Schil- 
ling mitnehmen  und  versprach  mir  dort  sichere  kaiserliche 
Anstellung;  es  war  mir  aber  da  zu  kalt*  Der  Obermedi- 
zinalrath  v.  Froriep  gewann  ihn  fQr  Weimar,  wohin  Falger 
sehr  gerne  ging,  jedoch  nur  beurlaubt,  da  er  nicht  fur  immer 
aus  seiner  bisherigen  Stelle  in  Munchen  scheiden  wollte. 
Am  17.  Mai  1819  verliess  er  Munchen  und  wanderte  zu 
Fuss  iiber  Augsburg,  Nurnberg,  Bamberg,  Coburg  und  Jena 
nach  Weimar,  wo  {er  am  29.  Mai  „vergnugt*  ankam.  Seine 
Aufgabe  war  in  der  Bertuch'schen  Anstalt  „  die  Lithographie 
nfiu  zu  schaffen  und  Ordnung  zu  erhalten."  Sein  Gehalt 
betrug  600  Reichsthaler;  Nebenarbeiten  wurden  besonders 
bezahlt  und  ausserdem  hatte  er  auoh  ein  Reisegeld  von  50 
Thalern  erhalten. 

Falger  fuhlte  sich  „im  deutschen  Athen*  sehr  gliick- 
lich.  „Ich  wurde  gut  empfangen  und  lebte  vergniigt  in 
Weimar;  gute  Leute,  schSne  Sprache  und  gut  gebildet.  Wenn 
auch  dort  mehrere  Religionen  und  Gebrauche  sind,  so  lebt 
man  glucklich;  dort  machten  mir  Andersglaubige  keine  Vor- 
wurfe  wegen  unserer  Religion  (das  thun  nur  dumme  Men- 
schen;  wol  ein  Katholik  tadelte  unsere  Gebrauche  und  Ce- 
remonien,  aber  Protestanten  schwiegen).  Mein  edler  Prin- 
zipal  auch  Freimaurer,  aber  ein  Muster  an  Wolthaten;  auf- 
richtiges  Gestandniss,   dass  ich  im  Jahre  1821  dort  unwol 


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-     12    - 

war,  was  er  wusste  und  unerwartet  sagte  er  mir  itn  Ernst, 
ich  arbeite  fur  ihn  zu  viel  und  bot  mir  an,  dass  ich  eine 
Erholungsreise  auf  3  oder  4  Wochen  machen  sollte  und 
inein  Gehalt,  taglich  3  Gulden,  hatte  ich  erhalten  —  — 
wer  thut  das?  .  .  .  Noch  die  Gelehrten  Weimar's,  eine  kleine 
Bemerkung  da  von.  Meister  Go  the  lebte  noch  in  Weimar, 
als  ich  dort  war,  er  war  oft  bei  uns  im  Institut*).  Von 
Schiller  habe  ich  noch  seine  Frau,  von  Wieland  einen 
Sohn,  von  Kotzebue  einen  Bruder  gesehen.  Noch  einmal 
Froriep,  welcher  viel  in  Druck  gab  .  .  .  Bertuch,  be- 
kannt  durch  sein  Bilderbuch  und  die  Karte  von  Deutsch- 
land  in  204  Blattern;  der  bekannte  Kupferstecher  Schwert- 
geburt,  ein  guter  Freund  von  mir."  Seine  Arbeiten  zahlt 
Falger  in  folgender  kunterbunter  Weise  auf:  „Vorzuglich 
der  grosse  und  kleine  historische  Handatlas,  ein  grosses 
Werk.  Grosse  Karten  von  Spanien  und  Italien,  kleine  Kar- 
ten  von  Asien,  Europa  und  Afrika.  Ost-  und  West-Halb- 
kugel.  Hinrichtungen  der  alten  Zeiten.  Polybius  Kriegsge- 
schichte.  Horaz  Schriften.  Virgil.  Gasbeleuchtung.  Fur 
das  Gartenmagazin.  Grosse  Hohen-  und  Stromkarte.  Mo- 
dejournal.  Curiositaten.  Ephemerideu.  Geognostische  Karte 
von   Keferstein,    besonderer   Liebhaber    davon    war   Gothe. 


*)  Falger  war  stolz  darauf,  dass  er  yon  Gothe  einmal  in  dessen 
Schriften  aus.  Anlass  einer  spater  in  Munchcn  gefertigten  Arbeit  mit 
Naroen  erwahnt  wurde.  In  der  Besprechung  der  „Genera  et  species 
palmarum  yon  Dr.  C.  F.  v.  Martius"  (1824)  (Cottasche  Ausgabe  18G7. 
Bd.  32  S.  123)  sagt  Gathe:  „Diejenigen  Tafeln,  welche  das  Detail 
yon  Aesten ,  Blattnrn,  Bluten  und  Friichten  darstelfon ,  sind  alle  in 
geritzter  Manier  und  gleichen  zierlich  radirten  mit  glanzendem  Grab- 
stichel  sorgfaltig  geendigten  Kupferbl  attorn.  Von  dieser  Seite  betrach- 
tet  lassen  sie  sich  unbedcnklich  den  schtinen  osteologischen  Kupfern 
in  dem  Werke  des  Albinus  zur  Seite  stellen,  erschoin^n  viellpicbt  n^ch 
netter  gearbeitet.  Die  meisten  sind  yon  A.  Falger  (in  der  ervahn- 
ten  Ausgabe  steht  irrig  Folger)  gefortigt :  dnch  zeichnen  sich  auch  die 
Namen  I.  Paringpr  und  L.  Emmert  gleichfalls  verdienstlich  aus.tt  Die- 
ses Urtheil  Gfltho's  legt  fur  Falger' s  Kunstgeschicklichkeit  ein  schr 
schQnes  Zeugniss  ab. 


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—     13     — 

Und  so  noch  viele  verschiedene  Arbeiten  za  inachen."  Fal- 
ger  muss  denn  auch  wirklich  mit  unermiidlichem  Fleisse  ge- 
arbeitet  haben. 

Das  schone  Leben  in  Weimar  dauerte  fur  Falger  nur 
zwei  Jahre  uiid  vier  Monate,  da  die  Steuerkataster-Commis- 
sion  in  Miinchen  ihm  keinen  langern  Urlaub  mehr  gab,  son- 
dern  ihn  zuriickrief.  Am  5.  Oktober  1821  machte  sich 
Falger  mit  einem  trauervollen  Blicke  aaf  Weimar  (  -„  viele 
selige  Tage  habe  icli  darin  verlebt,  noch  Dank,  Weimar,  ich 
.  vergesse  dich  nie!a — )  aaf  den  Weg  und  langte  nach  sieben- 
tagiger  Fusswanderung  am  12.  Oktober  wieder  in  Miinchen 
an.  „Vom  edeln  Froriep  erhielt  ich  noch  spater  iiber  200 
Gulden  Gratifikation ;  wer  gibt  das?*  Bertuch  stellte  ihm 
ein  sehr  giinstiges  Zeugniss  aus,  dass  er  „geschickt,  fleissig 
und  zur  volligen  Zufriedeuheit  gearbeitet  und  den  vollen  Dank 
verdient,  ubrigens  auch  durch  sein  gutes,  gesittetes  und  be- 
scheidenes  Betragen  sich  die  allgemeine  Achtung  erworben 
habe.tf 

Im  Jahre  1822  besuchte  Falger  wieder  das  Lechthal 
und  heirathete  am  29.  Oktober  nach  kurzer  nur  achttagiger 
Bekanntschaft  eine  junge  Elbigenalperin  Namens  Therese 
Seep.  Nach  den  Flitterwochen  ging  Falger  wieder  nach 
Miinchen,  wahrend  seine  junge  Frau  bei  ihrer  Mutter  m 
Hause  blieb.  1824  kauften  sie  ein  altes  Haus  und  bauten 
sich  1826  ein  neues;  Therese  war  die  Baufiihrerin.  Falger 
blieb  bis  1831  in  Miinchen  und  scheint  das  Lechthal  nur 
jahrlich  im  Sommer  besucht  zu  haben.  Wahrend  der  Amts- 
stunden  arbeitete  er,  was  ihm  aufgetragen  war;  in  den  freien 
Nebenstunden  aber  fertigte  er  eine  Menge  anderer  Arbeiten. 
Dahin  geh5ren  nach  seinen  Angaben:  Martius,  Brasilianische 
Palmen  (jene  Arbeit,  welche  Gothe  so  gut  gefiel;  Falger 
schickte  auch  1826  eine  Rolle  seiner  Lithographien  an  den- 
selben  nach  Weimar);  die  Umgebung  von  Innsbruck  fur 
H.  Rehberg,  Plane  von  Miinchen,  Kriegs-  und  Schlachten- 
plane  fiir  General  Vendecour,  Fische,  Abbildungen  zu  Senue- 
felder's  Lehrbuch  der  Steindruckerei,  Abbildung  der  28  Sta- 


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-     14     — 

tuen  der  Hofkirche  zu  Innsbruck,  Sternkarte  und  Globus, 
Plan  der  neuen  Pfarrkirche  in  der  Au  zu  Miinchen  fur  Ohl- 
miiller,  Trachten,  Giftpflanzen,  grosse  und  kleine  Karte  von 
Tirol  und  Vorarlberg,  Plane  zu  Gartner's  Sizilien,  Pferde- 
anatomie,  Wasserbauten,  Apostel  nach  Callot,  8  Hefte  alt- 
deutscher  Bauart,  2  Hefte  altdeutscher  Bruchstiicke  u.  s.  w. 
Zur  Bewaltigung  aller  dieser  Arbeiten  gehSrten  gewiss  ein 
Fleiss  und  eine  Arbeitslust,  welche  billig  Bewunderung  ver- 
dienen. 

Im  Herbst  1831  nahm  Falger,  als  die  Cholera  Miinchen 
sich  naherte,  Urlaub  und  ging  nach  Hause,  wo  es  ihm  jetzt 
so  wol  gefiel,  dass  er  sich  entschloss,  seine  Stelle  in  Miinchen 
autzugeben  und  fur  immer  in  der  Heimat  zu  bleiben.  Ein 
Jahr  zuvor  hatte  ihm  Therese  einen  Sohn  geschenkt,  welcher 
jedoch  bald  starb;  die  Ehe  blieb  weiterhin  kinderlos.  Falger 
war  erst  ein  Vierziger;  er  besass  ein  schones  Vermogen  und 
konnte  sich  mit  seiner  Therese,  die  er  zartlich  liebte,  ebeu 
so  zur  Ruhe  setzen,  wie  andere  reiche  Lechthaler,  welche  in 
Holland  und  andern  Landern  Kaufherrn  gewesen  waren  und 
sich  in  das  Lechthal  zuriickgezogen  hatten,  um  da  ihre  letzten 
Lebensjahre  angenehm  zu  vertraumen.  Die  alten  Herren 
pflegten  morgens  gemachlich  aufzustehen,  in  aller  Seelenruhe 
zu  friihstiicken  und  dann  in  die  Messe  zu  gehen,  wo  sie  mit 
dem  lieben  Gott  aus  ihren  Gebetbiichern  gewohnlich  nicht 
gemeinhin  deutsch,  sondern  vornehm  hollandisch  oder  fran- 
zosisch  sprachen.  Dann  folgte  ein  Spaziergang  auf  das  Feld 
oder  zum  Bau  eines  Hauses  bis  zum  Mittagsmale.  Der  Eine 
oder  Andere  griff  wol  auch  selbst  bei  der  Feldarbeit  riistig 
zu;  ja  es  gab  etwelche,  die  im  August  auch  auf  die  Beig- 
mahder  zogen,  den  ganzen  Tag  in  den  Fusseisen  standen  und 
abends  am  Feuer  Mus  asseu  und  Gaissmilch  tranken.  Ge- 
wohnlich aber  kamen  die  Herren  abends  bei  einem  Glase 
guten  Weines  im  Gasthaus  zusammen.  Ihre  einzige  Leiden- 
schaft  war  das  Kartenspiel.  Schliesslich  gingen  sie,  einer 
nach  dem  andern,  in  das  ewige  Leben  hiniiber,  nachdem  sie 
vorher  durch  Stiftungen  fiir  die  Kirchen  und  Armen,  seltener 


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15     — 

for  das  Stiefkind  Volksschule,  ihr  Seelenheil  bedacbt  hatten. 
Bei  schweren  Marmorgrabsteinen  war  ihnen  die  Erde  meist 
nicht  so  leicht,  wie  den  gemeinen  Bauern,  auf  deren  Grabern 
nnr  ein  einfaches  Holzkreuz  stand.  Ein  solches  Leben  hatte 
Falger  noch  lange  fiihren  konnen,  wenn  er  nicbt  gar  so  ein 
unrubiger  Kopf  gewesen  ware.  Er  wollte  jetzt  nicbt  ruhen, 
sondern  erst  recht  arbeiten,  wie  er  sagte,  w  fiir  die  Wissen- 
schaft  und  das  offentlicbe  WolB,  nach  bester  Kraft,  wenn 
aucb  im  engern  beimatlichen  Kreise.  Er  fuhrte  diesen  Vor- 
satz  redlich  aus;  sein  Streben  und  sein  Wollen  erlosch  erst 
mit  seiner  Kraft  und  seinem  Leben. 

Das  Gemeindewol  lag  ihm  sehr  am  Herzen.  Um  das 
Kirchliche  war  es  ohnehin  scbon  gut  bestellt;  (Jagegen  fehlte 
es  an  leiblichen  Aerzten.  Falger  bewirkte  theils  durcb  eigene 
Beitrage,  tbeils  durcb  Sammlungen,  dass  1833  emFondzum 
Uuterhalt  eines  Wundarztes,  1861  aucb  ein  solcber  zur  Be- 
stellung  eiues  Tbierarztes  zu  Stande  kam.  Er  wollte  aber 
jungen  Lecbthalern  aucb  Gelegenbeit  geben,  ausser  der  Heimat 
ein  besseres  Fortkommen  zu  finden  und  hielt  durch  dreissig 
Jahre  in  seinem  Hause  eine  freie  Zeicbenschule,  zu  welcher 
junge  Leute  stundenweit  herkamen.  Falger  hat  im  genannten 
Zeitraum  uber  hundert  Scbiiler  unterricbtet,  von  denen  mehrere 
spater  sogar  geacbtete  Kiinstler  wurden.  Er  war  auch  des 
Satzes  eingedenk,  dass  die  Kunst  in  ernster  oder  heiterer 
Weise  das  Leben  verschSnern  soil.  So  malte  er  in  den 
Friedhofen  von  Elbigenalp  und  Elmen  Todtentanze  mit 
schonen  Reimspruchen  darunter,  welche  das  Iuteresse  der 
Thalbewohuer  nicbt  wenig  in  Anspruch  nabmen.  Der  Ruf 
davon  ging  durcb  das  ganze  Thai.  Alles  wollte  die  selt- 
samen  Bilder  sehen;  auch  Verfasser  dessen  ist  als  Knabe 
einmal  ein  vergnugtes  Stiindlein  hindurch  davor  gestanden 
und  hat  die  Reimspriiche  auswenig  gelernt,  als  ob  sie  im 
Katechismus  gestanden  waren.  Von  den  vielen  Beschauern 
wusste  freilich  kaum  Einer,  dass  die  Todtentanze  ein  schon 
altes  vielfach  kultivirtes  Kunstfach  bildeten,  sondern  man  hielt 
Falger  auch  fur  den   Erfinder,   was   die  Wirkung  nur  ver- 


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—     16     — 

st&rkte.  Ei,  wie  der  Mann  nur  so  gliickliche  Einfulle  haben 
konnte!  Auch  sonst  make  Falger  hie  und  da  ein  Bild,  ob- 
wol  er  kein  Maler  war  und  auch  keiner  sein  wollte.  Trotz 
seines  frommen  Sinnes  aber  liebte  er  die  Frfthlichkeit  und 
wirkte  besonders  im  Fasching  zu  geschuiackvollen  Masken- 
zugen  mit  nach  dem  Spruche: 

Wer  nicht  scherzt  im  Februar, 
Der  verliert  gar  viel  am  Jahr! 

Dieser  Spruch  steht  auf  einem  lithographischen  Blatte 
zu  lesen,  auf  welchem  Falger  einen  grossen  von  ihm  in  Scene 
gesetzten  Maskenzug  der  Elbigenalper  vom  17.  Februar  1849 
darstellte.  Derselbe  bestand  aus  ungefahr  80  Personen,  deren 
Namen  alle  auf  dem  Blatte  neben  den  dargestellten  Figuren 
ersichtlich  sind.  Voran  vier  Vorreiter,  dann  Vorlaufer,  Berg- 
knappen,  allerlei  Maschinen,  zuletzt  hinter  dem  auf  einer 
Hexe  reitenden  Teufel  ein  wandelnder  Grabstein  als  das  Ende 
aller  irdischen  Dinge  iiberhaupt.  Das  Interessanteste  war 
wol  das  getreiie  Abbild  eines  grossen  auf  einer  Alpe  im 
Bernhardsthale  liegenden  Felsenblockes,  welcher  schon  langst 
Falger' s  Aufinerksamkeit  erregt  hatte,  so  dass  er  sogar  den 
Kubikinhalt  desselben  genau  ausgemessen  und  berechnet 
hatte.  Der  Zug  bewegte  sich  von  Elbigenalp  nach  Ober- 
giebeln;  dort  sprengten  die  Bergknappen  den  Felsenblock 
und  an  das  lang  entbehrte  Tageslicht  kam  mit  seinen  neun 
Gesellen  ein  verzauberter  Berggeist,  welcher  nun  in  wolge- 
setzten  Reimen  fur  seine  endliche  Erlosung  aus  der  langen 
Verbanuung  dankte.  Falger  erwahnt  dieses  Maskenzuges 
in  seiner  Lechthaler  Chronik,  fiigt  aber  gramlich  bei :  ,  Frii- 
her  waren  auch  Sfters  grosse  Ziige,  man  sieht  die  letzte  Zeit 
die  Leute  nicht  gern  lustig,  man  soil  duster  sein,  das  sieht 
man  lieber,  als  frflhliche  Leute,  alle  Vergnugen  sollen  ver- 
boten  sein,  nur  schlafrige  Leute  mochte  man.*  Da  Falger 
nur  im  Allgemeinen  mit  ffmanK  spricht,  braucht  sich  nach- 
traglich  ausser  der  hohen  weltlichen  und  geistlichen  Obrig- 
keit  jener   Zeit  Niemand  davon  betroffen   zu   fuhlen.     Der 


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—    17    — 

Satz,   dass  die  Zeiten  sich  Undern  and  mit  den  Zeiten  die 
Menschen,  erwahrt  sich  eben  auch  im  Lechthale. 

Mogen  auch  die  Oberinnthaler  spottend  sagen,  das 
Lechthal  sei  so  eng,  dass  man  sich  dort  auf  den  Rtioken 
legen  mfisse,  urn  den  blauen  Himmel  zu  sehen,  so  hat  sich 
dort  doch  auch  schon  hie  und  da  einmal  ein  F&dchen 
Weltgeschichte  abgewiokelt  und  ist  auch  dort,  namlich  in 
Obergiebeln,  einmal  sogar  ein  weltberuhmter  Mann,  der  Maler 
Josef  Koch,  geboren  worden.  Dies  vergass  Falger  mcht 
Am  Eirchwege  in  Elbigenalp  stellte  er  zwei  kleine  Denk- 
m&ler  auf,  das  erne  zum  Andenken  an  die  32  in  deu  Feld- 
zilgen  1812,  1813  und  1814  gefallenen  mit  Namen  aufge- 
zahlten  Krieger  aus  Lechthal,  das  andefe  zum  Ged&chtniss 
an  den  Friedensschluss  von  1408  mit  den  Sohweizern,  mit 
welchen  die  Lechthaler  im  Jahre  1405  bei  Elbigenalp  ein 
Treffen  bestanden  haben  sollen.  Dem  Maler  Koch,  seinem 
oben  erw&hnten  Onkel  Lumpert  in  Wien  und  dem  Baumei- 
ster  der  Elbigenalper  Pfarrkirche  Georg  Falger  setzte  er 
Gedenksteine  mit  Insohriften.  Auch  auf  dem  alten  Pest- 
gottesacker  in  Grunau  verewigte  er  durch  Stein  und  Inschrift 
das  traurige  Andenken  an  die  Pestzeit  von  1534.  Solche 
Dinge,  meinte  er,  gereichten  der  Heimat  zur  Ehre  und  Nie- 
mand  sollte,  so  verlangte  er  in  der  Chronik,  ihm  die  Ge- 
denkzeichen  von  dort,  wo  er  sie  hingesetzt  hatte,  wegnehmen. 
Uebrigens  erstand  ihm  unter  den  iibrigen  reiohen  Lechthalern 
kein  Nebenbuhler,  welcher  mit  ihm  in  solchen  Dingen  ge- 
wetteifert  Mtte. 

Ganz  besonders  interessirte  sich  Falger  filr  die  Gre- 
schichte  und  die  Merkwtbrdigkeiten  des  Thales.  Bei  seinem 
glfihenden  Eifer  zu  forschen  und  zu  sammeln  ist  nur  zu 
bedauern,  dass  ihm  die  nothige  gelehrte  Bildung  abging.  Er 
sammelte  und  sohrieb  Urkunden  ab  und  spricht  von  vier 
grossen  B&nden,  welche  er  zusammen  gebracht  haben  will. 
In  Elbigenalp  erregte  die  uralte  Beinhauskapelle,  an  deren 
einer  Seitenwand  eine  nioht  mehr  leioht  zu  entr&thselnde 
Inschrift  die  sichere  Jahrzahl    1104    und    die    zweifelhafte 

Ferdinandeums-Zeitichrift.  2 


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—    18    - 

945  aufweist,  sein  besonderes  Interesse;  er  Hess  dieselbe  in 
bessern  Stand  setzen.  Er  kummerte  sich  um  alles,  was 
noch  zu  erfahren  war,  uin  friihere  Besitzverhaltnisse  wie  um 
die  Namen  aller  Lechthaler,  welche  gegen  Ende  des  vorigen 
Jabrhundertes  in  grosser  Anzahl  in  die  Fremde  wanderten 
und  zum  Theile  vom  Gliicke  begiinstigt  bliibende  Geschafts- 
hauser  griindeten,  um  die  alten  Dorfrecbte  und  Tracbten, 
uin  Stiftungen,  um  Elementarereignisse  u.  s.  w.  Er  hat 
dies  alles,  freilich  ohne  rechte  Form  und  Ordnung,  in  seiner 
erwahnten  Lechthaler  Cbronik  verzeichnet  So  lange  es  ihm 
das  Augenlicht  gestattete,  zeichpete  und  graphirte  er  auch 
vieles.  Seine  Karte  des  Landgericbtes  Ehrenberg  vom 
Jahre  1833  ist  eine  Arbeit,  welche  fein  und  genau  ausge- 
fUhrt  in  ihm  noch  ganz  den  Meister  der  Kunst  zeigt,  wab- 
rend  spatere  Arbeiten  die  Schwache  des  Alters  verratben. 
Bisweilen  versuchte  er  sich  auch  in  Gedichten,  welche  aber 
prosaisch  und  formlos  ausfielen. 

Bis  in  sein  bSheres  Alter  war  er  ein  sehr  rtLstiger 
Fusswanderer  und  durchstreifte  oft  die  Nebenthaler  Lechthals, 
besonders  das  Bernhardsthal ,  dessen  Natursch5nheiten  er 
bewunderte.  Die  Versteinerungen  in  den  Kalkfelsen  entgin- 
gen  seinem  Blicke  nicht  und  er  sammelte  deren  eine  grosse 
Anzahl.  Die  Geognosten  waren  ihm  dafiir  dankbar;  Merian 
hat  auch  mehrern  neuen  Arten  Falger's  Namen  beigelegt 
(Cidaris  Falgeri,  Pecten  Falgeri  und  Inoceramus  FalgerL) 
Allerdings  war  Falger  auch  nachtraglich  ungehalten  und 
grollte,  wenn  ihm  die  gierigen  Geognosten  seine  seltensten 
Scbatze  wegtrugen  und  nicht  mehr  zuriicksandten;  dem  Einen 
oder  dem  Andern  ware  auch  kaum  zu  rathen  gewesen,  Fal- 
ger's  Haus  zum  zweiten  Male  zu  betreten.  Auch  nahm  er 
mit  dem  Barometer  Hdhenmessungen  vor  und  gab  auf 
die  Jahreszeiten  und  das  Wetter  sorgsam  Acht.  So  hat  er 
aufgezeichnet,  wann  man  jahrlich  in  Elbigenalp  seit  1769 
zu  bauen  (d,  ti.  zu  ackern)  angefangen  (am  friihesten  1772 
am  22.  Mftrz,  am  spatesten  1817  am  20.  Mai),  an  ver- 
schiedenen  Quellen  Studien   uber   nutzbares  Trinkwasser  ge- 


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—    19    — 

macht  and  beztiglich  des  Wetters  aus  langj&hrigen  Beob- 
achtungen  auch  herausgebracht,  dass  es  jahrlich  im  Durch- 
schnitte  148  helle  Morgen  gebe. 

So  war  Falger  nicht  nur  in  ganz  Lechthal  ein  popu- 
l&rer  Mann  geworden,  sondern  erhielt  auch  Besuche  von 
vielen  hochgebornen  oder  gelehrten  Mannern,  welche  durch 
das  Lechthal  reisten.  Mit  grosser  Gefalligkeit  pflegte  er 
Einheimischen  und  Freinden  seine  Sammlungen  zu  zeigen 
and  h5rte  es  nicht  ungern,  wean  sein  Haas  ein  lechthalisches 
Museum  genannt  wurde.  Verschiedene  Schriftsteller  haben 
den  Mann  und  sein  edles  Thun  und  Streben  n&her  gewiir- 
digt,  zuerst  schon  in  den  vierziger  Jahren  Dr.  Ludwig 
Steub  in  seinem  interessanten  Buche:  »Drei  Sommer  in 
Tirol*  (2.  Aufl.  Stuttgart  1871,  H.  S.  38  ff.).  Zu  sehr 
grosser  Ehre  rechnete  es  sich  Falger,  dass  im  Jahre  1856 
Seine  kaiserl.  Hoheit  der  Erzherzog  Karl  Ludwig,  damals 
Statthalter  von  Tirol,  sein  Haus  eines  Besuches  und  seine 
Sammlungen  der  Besichtigung  wfLrdigte.  Dieser  hohe  Be- 
such  und  die  im  Jahre  1865  erfolgte  Auszeichnung  Falger's 
mit  dem  goldenen  Verdienstkreuze  stimmten  den  alten  manch- 
inal  schon  gramlichen  Herrn  freundlicher  gegen  Tirol  und 
Oesterreich,  wahrend  bei  ihm  friiher  nur  Baiern  und  der 
alte  Napoleon  als  selbstmfichtiges  Oberhaupt  der  lugigen 
Zopfebschneider  etwas  gegolten  hatten. 

Eine  schdne  Festfreude  —  nicht  wegen  fiusseren  Prun- 
kes,  sondern  wegen  der  herzlichen  Theilnahme  der  ganzen 
Bev5lkerung  —  verklarte  im  Jahre  1863  das  Greisenalter 
des  wackern  Mannes.  Seine  Schuler  Alois  Knit  el  Bild- 
hauer  in  Freiburg  i.  B.,  Anton  Knitel  und  Timotheus 
Sprenger  widmeten  ihm  zu  seinem  Namensfeste  am  21. 
August  eine  gut  ausgefuhrte  Portratbtiste  in  Gypsmarmor, 
welche  ihm  in  feierlichem  Aufzuge  vor  seinem  Hause  mit 
einer  schwungvollen  Anrede  des  Gymnasialprofessors  Johann 
Libera t  Wolf  im  Beisein  der  Vertreter  und  der  hervor^ 
ragendsten  Personen  der  Gremeinde  und  einer  grossen  Volks- 
menge  iiberreicht  wurde   und  welche   seine   Schiilerin,    die 

2* 


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—    20    - 

rfthmUchbekannteKfinstlerin AnnaKnittel,  miteinem  sch5- 
nen  Lorberkranze  geschmnckt  hatte.  Alles  drangte  sich  mit 
Gliickswunschen  an  den  Grefeierten  heran,  welcher  mit  Thiir 
nen  fOr  die  ihm  widerfehrene  Ehre  dankte.  Bei  der  darauf 
im  (Jasthause  folgenden  Abendversammlong  nabm  Falger  den 
Platz  ein,  an  welchem  er  vor  42  Jahren  an  seinem  Hoch- 
zeitstage  gesessen  war.  Eine  lange  Zwischenzeit,  aasgeffiUt 
durch  ein  Leben  voll  anermiidlicher  ihm  and  andern  segens- 
reicher  Arbeit! 

Im  siebzigsten  Lebensjahre,  als  seine  Sehkraft  schwa- 
cher  geworden  and  die  alten  Beine  ihm  keine  weite  Grange 
mehr  erlaubten,  fing  er,  am  nicht  mtissig  za  bleiben,  an,  die 
Abbildangen  berfthmter  Baawerke  reliefartig  in  Holz  zu 
sohneiden.  Bei  diesen  Arbeiten  konnte  selbstverstandlich 
von  ktinstlerUchem  Werthe  nicht  mehr  die  Rede  sein.  Im 
Jahre  1870  starb  seine  geliebte  Therese;  mit  zitternder  Hand 
merkte  er  dies  in  seiner  Lebensskizze  noch  an  and  vergass 
als  Ghronist  nicht  beizofugen,  dass  bei  ihrem  Begi&bniss 
am  9.  Oktober  ein  Donnerwetter  losgebrochen  sei.  Im  Jahre 
1871  starb  aach  sein  Brader  Ignaz  and  der  alte  Mann 
stand  nan  ganz  allein.  Doch  fiel  noch  ein  Lichtblick  in 
sein  dunkles  Leben;  dies  waren  die  jahrlichen  Sommerbe- 
such»  der  verwitweten  Ednigin  Mutter  Marie  von  Baiera, 
welche  aach  in  Falger's  Hause  wohnte.  Schon  im  Jahre 
1867  (am  19.  Sept)  waren  Seine  Majestat  Konig  Lad- 
wig  H,  die  K5nigm  Matter  and  Prinz  Otto  nach  Elbigen- 
alp  gekommen  and  batten  auch  anserm  Falger  die  Ehre 
eines  Besuches  erwiesen.  Hocherfreut  griff  der  76jfihrige 
Greis  noch  einmal  zur  Radirnadel  and  lithographirte  das 
Bild  des  Konigs  sowie  eine  Abbildong  des  eben  damab 
stattfindenden  Jahrmarktes  in  Elbigenalp;  das  Blatt  fiel  in 
der  That  noch  ziemlich  gat  aas.  Die  herben  Schw&ohen 
des  Alters  verbitterten,  indem  sie  ihm  allm&lig  jede  Arbeit 
verwehrten,  den  Mann,  welchem  die  Arbeit  das  Leben  ge- 
wesen.  Als  sanfter  Befreier  nahte  ihm  der  Tod  am  15. 
Dezember  1876. 


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—    21    — 

Falger  hinterliess  ein  Vermftgen  von  beinahe  100,000 
Golden;  ausser  betr&chtlichen  Verm&chtnissen  an  Verwandte 
bedaohte  er  in  seinem  Testamente  die  Armen,  die  Volks- 
schulen  und  milden  Stiftungen,  sowie  die  von  ihm  gegr&n- 
dete  Zeichenschule*).  Als  Erbin  seines  Hauses  setzte  er 
die  KSnigin  Mutter  Maria  von  Baiern  ein;  seine  Kunst- 
sammlungen,  welcbe  librigens  nichts  besonders  Bedeutendes 
enthielten,  bestimmte  er  dem  Museum  in  Innsbruck.  M5ge 
seiu  ehrenvolles  Andenken  in  Lechthal  lebendig  bleiben,  sein 
edles  Beispiel  aber  Nachahmnng  finden! 


♦)  Laut  oilier  kurzen  Mittheilxmg  rermachte  Falger:  dem  Thter- 
arztfond  4300  fl.,  znm  Hoehaltar  in  Elbigenalp  1000  fl.,  dem  Armen- 
fond  8000  fl.,  demDoktorfond  6100  fl.,  dem  Fruhmessfond  2300  fl.,  den 
Yolksschulen  mehrerer  Orte  3000  fl.,  der  Zeichenschnle  in  Elbigenalp 
4542  fl.  nnd  der  Nahschule  dortselbst  1800  fl.,  ausserdem  fur  sieben 
Oemeinden  einen  Missjahrfond(l)  Ton  5000  fl.  — 


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II. 

Die  Geschichte  des  Lechthales  liegt  bis  am  die  Mitte 
des  vierzehnten  Jahrhundertes  im  Dunkeln. 

In  seiner  Chronik  meint  Falger,  die  BevSlkerung  des 
Thales  riihre  von  den  Alemannen  her,  welche  nach  ihrer 
im  Jahre  496  durch  die  Franken  erlittenen  Niederlage  sich 
zum  Theile  auch  am  obern  Lech  niedergelassen  hatten.  Dar- 
aof  deute,  meint  er,  noch  der  im  Lechthal  ubliche  auf  Ver- 
altetes  angewendete  Ausdruck  „  altfrankisch B  hin,  in  wel- 
chem  noch  der  Hass  gegen  die  Franken  nachklinge.  Als 
9 Grand  der  Geschichte*  nimmt  er  an,  Lechthal  sei  eine  Alpe 
gewesen  und  habe  dem  Kloster  des  hi.  Magnus  in  F&ssen 
gehdrt.  Fftr  die  alteste  Kirche  Lechthals  halt  er  das  St 
Martinskirchlein  mit  dem  Beinhause^in  Elpigenalp.  Er  er- 
innert  daran,  dass  schon  friih  auch  auf  den  H5hen  zerstreute 
Hdfe  standen,  weil  manche  Bewohner  den  Lech  gefurchtet 
hatten  und  dass  Saumwege  iiber  die  HShen  gingen.  Auf 
einer  Truhe  sei  die  Jahrzahl  1001,  auf  einem  Balken  1414 
gestanden;  der  Taufetein  in  der  Kirche  zu  Elpigenalp  tragt 
eine  fast  unleserliche  lateinische  Umschrift  vom  Jahre  1411. 

Die  Vorzeit  der  Geschichte  der  Gegend  am  obern  Lech 
ist  in  tiefes  Dunkel  gehiillt.  Es  sollen  dort  wol  die  Lyka- 
tier  oder  vielmehr  die  Focunates  gesessen  sein,  doch  sind 
dies  niohts  als  Namen  und  haben  uns  diese  ehrenwerthen 
Ydlkerschaften  nicht  einmal  einen  Enochen  hinterlassen. 
Auoh  die  Zeit  der  R5merherrschaft,  welche  unzweifelhaft 
ilber  das  ganze  Gebiet  am  Lech  ausgedehnt  war,  ist  sagen- 
haft.  Es  liegt  nicht  der  mindeste  Beweiss  vor,  dass  die 
R5mer,  wie   manohe  m^inten,  die  ersten  Erbauer  der  Veste 

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-    23    - 

Ehrenberg  gewesen  seien  oder  dass  gar  Julius  Casar  in 
eigener  Person  durchgezogen  and  auf  seinem  Pferde  Tiber  die 
Lechklamm  bei  Fiissen  gesprengt  sei.  Auch  der  Bestand  einer 
r5mischen  Heerstrasse  uber  den  Fern  and  Reutte  ist  uner- 
wiesen  and  nor  wahrscheinlich ,  dass  es  dort  eine  Neben- 
strasse  gegeben  habe.  RSmische  Mnnzen  sind  in  der  Gegend 
von  Reutte  zwar  gefunden,  jedoch  die  Fundplatze  nie  naher 
berucksichtigt  worden*).  Das  Bestehen  irgend  eines  Ortes 
lfisst  sicb  gleichfalls  nicht  erweisen,  wie  denn  auch  kein 
Bauwerk  in  jene  alte  Zeit  zuruckweist 

Als  die  RSmerherrschaft  zertriimmert  war,  gehSrte  die 
Gegend  am  Oberlech  zam  Ostgothenreiche.  Da  werden  in 
der  Geschichte  nur  die  „ Augsburgischen  Engp&sse1  (clau- 
surae  Aogostanae)  genannt,  wo  6000  Soldaten  auf  der 
Wache  lagen,  am  die  Gr&nze  gegen  wilde  Ydlker  zu  schiitzen. 
Sehr  wahrscheinlich  ist  es,  dass  von  den  nach  496  fluchti- 
gen  Alemannen  einzelne  Schaaren  sich  auch  am  obern  Lech 
innerhalb  der  sonst  nngewissen  Nordgr&nze  des  Ostgothen- 
reiches  niedergelassen  haben. 

In  die  darauf  folgende  ebenfalls  noch  dunkle  Ueber- 
gangszeit  von  der  Herrschaft  der  Gothen  za  jener  der  Fran- 
ken  und  zwar  am  glaubwordigsten  in  die  erste  Hftlfte  des 
siebenten  Jahrhandertes  filllt  das  grosse  Werk  des  hi.  Mag- 
nus, die  Bekehrung  der  Lechanwohner  zum  Christenthume. 
Die  Sage  hat  das  Leben  dieses  Heiligen  reich  ausgeschmuckt; 
wenn  erz&hlt  wird,  er  habe  wilde  Thiere  und  teuflische  Un- 
gethtime  dorch  h5here  Kraft  besiegt,  so  ist  dies  wol  dahin 
richtig  za  verstehen,  dass  er  den  wilden  and  rohen  Ein- 
wohnern  darch  das  Licht   des  christlichen   Glaubens   auch 


•)  Vgl.  P.  Justinian  Ladurner,  Veste  und  Herrschaft  Ern- 
berg,  Zeitschrift  des  Ferdinandeum  in  Innsbruck  HI.  Folge,  15.  Heft  1870 
S.  7  ff.  In  Reutte  hat  es  meines  Wissens  Munzensammler  ron  Fach 
nie  gegeben;  im  Opferstock  der  Kirche  in  Breitenirang  gingen  fruher 
go  riele  rOmische  ron  den  Leuten  fur  falsches  Geld  angesehene  Mito- 
gen ein,  dass  selbe  obne  Zweifel  auch  in  der  Gegend  selbst  gefunden 
worden  sein  mussten. 


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—    24    — 

bessere  Gesittnng,  Ordnung  and  Frieden  brachte.  Das  von 
ihm  gegriindete  Stift  Fussen  ist  die  erste  Pflanzstatte  des 
christlichen  Lebens  am  obern  Lech  geworden;  von  dort  aus 
sind  nach  und  nacb  die  altern  Seelsorgen  des  ganzen  Be- 
zirkes  gegrundet  worden.  Die  erste  durfte  Aschau  gewe- 
sen  sein.  Im  achten  Jahrhunderte  sohenkte  namlich  ein 
frankischer  KSnig  —  entweder  Pipin  von  Heristal  oder 
KSnig  Pipin  L  —  dem  Kloster  zu  Fussen  den  ganzen  Land- 
strich  am  linken  Lechufer  von  Mussau  bis  Hornbach  binauf; 
in  Aschau  errichtete  das  Kloster  eine  Seelsorge  and  setzte 
anoh  einen  Maier  als  Richter  and  Rentmeister  ein*).  Uebri- 
gens  durfte  schon  im  siebenten  Jahrhanderte  das  game 
Lechgebiet  mit  Ansnahme  von  Berwang  znm  schw&bischen 
Gran  Eeltenstein  (oder  Geltenstein)  gehSrt  haben. 

Auch  in  der  darauf  folgenden  Zeit  der  Herrschaft  der 
Welfen  (bis  1191),  der  Stanfen  (bis  1259)  und  der  Herra 
von  G5rz  (bis  1363)  tritt  Lechthal  kaom  aus  dem  Dunkel 
heraus;  dass  die  Grafen  von  Tirol  Lehenbesitz  im  Lechthale 
batten,  geht  aus  einer  Bechnnng  eines  Richters  von  Imst 
vom  Jahre  1303  hervor.  Ansserdem  mag  das  Lechthal 
damals  znm  grdssern  Theile  den  schw&bischen  Edeln  von 
R5thenberg  (oder  Rettenberg)  gehSrt  haben**).  Wichtig 
aber  ist,  dass  nach  Ladurner's  wolbegrfindeter  Annahme 
Meinhard  II.  von  Tirol  am  1290  das  Schloss  Ehrenberg 
entweder  neu  oder  auf  Ueberresten  alter  verfallener  Befesti- 
gungswerke  erbauen  Hess.  Im  Jahre  1293  erscheint  der 
Name  des  Schlosses  znm  ersten  Male  orkondlich  in  der 
Geschichte  and  wird  als  der  erste  Schlosshaaptmann  Ritter 
Heinrich  von  Starkenberg  genannt***). 

*)  Vgl.  Ladurner  1.  c.  8.  15-16. 

•*)  Vgl.  Ladurner  1.  c.  S.  21  u.  39. 

••*)  Vgl.  Ladnrner  1.  c  S.  24—25.  Die  urkundBcbe 
Scbreibart  laatet  Ernberg.  Mit  dem  Wort  ,Ehrett  hat  der  Name 
wol  nichts  zu  schaffen;  es  kann  darin  ein  alter  Personenname  oder 
ein  mythologischer  Name  (Eres,  altdeutscher  Krlegsgott),  aber  audi 
noeh  anderes  stecken,  ohne  dass  beim  Mangel  jedea  nahern  AnbaH- 
punktes  sjcb  das  Sine   als  wabrscheinlicher  darstellt,  als  dae  Andere. 


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-    25    — 

Endlich  tritt  Lechthal  im  Jahre  1348  zuerst  an  das 
Iidfat  der  Geschichte,  da  es  in  jenem  Jahre  an  die  Herr- 
schaft  Ehrenberg  kam  oder  —  nach  urkundlichem  Ausdruck 
sich  „unter  Fried  nnd  Schirm"  des  Markgrafen  Ludwig  zn 
Mfinchen  —  desselben,  welcher  1342  Gemal  der  Margarethe 
Maoltasch  nnd  Landesherr  von  Tirol  geworden  war,  begab. 
Mit  dem  nbrigen  Tirol  ging  die  Herrschaft  Ehrenberg  im 
Jahre  1363  in  den  dauernden  Besitz  Oesterreichs  fiber.  * 
Wie  weit  Lechthal  damals  schon  bevfllkert  nnd  bebant  war, 
daruber  vermSgen  wir  nns  keine  richtige  Vorstellungen  zn 
machen;  gewiss  ist  nur,  dass  im  ganzen  Thale  von  Weis- 
senbach aufwarts  nur  Eine  Seelsorge,  nftmlich  zn  Elbigenalp 
bestand.  Die  Ortschaften  waren  damals  wahrscheinlich  noch 
nicht  geschlossen,  sondern  bestanden  nor  kleinere  oder  gros- 
sere  H&usergruppen  nnd  viele  Einzelhflfe.  Die  Einwohner- 
zahl  kann  noch  keine  bedentende  gewesen  sein  nnd  mag 
ganz  Lechthal  sich  damals  noch,  wie  als  Eine  Seelsorge, 
so  anch  als  Eine  Gemeinde  betrachtet  haben. 

Nnn  dnrfen  wir  die  Frage  anfwerfen,  woher  die  ersten 
Bewohner  Lechthals  gekommen  seien. 

Die  Sage  meldet,  Lechthal  sei  ursprunglich  eine  Alpe 
gewesen.  Nichts  ist  natnrlicher;  nur  wiirde  man  irren,  wenn 
man  annahme,  die  BevSlkerung  sei  nach  nnd  nach  aus- 
sohliesslich  nnr  vom  Lech  aufwarts  gekommen.  Ware  dies 
der  Fall  gewesen,  warnm  sollten  dann  die  Lechthaler  nicht 
eben  so  gut  oder  schlecht  schw&bisch  reden,  wie  ihre  Nach- 
barn  in  Tannheim  nnd  nm  Rentte?  Sie  reden  aber  dnroh- 
ans  nicht  schwUbisoh,  doch  haben  sie  anch  nicht  die  gleiche 
Mundart,  wie  die  Oberinnthaler;  ihr  Dialekt  ist  gemischt 
Dieser  wichtige  Umstand,  sowie  die  bemerkenswerthe  That- 
sache,  dass  die  sndlichen  SeitenthfiJer  noch  jetzt  ganz  oder 
znm  Theil  nach  Imst  nnd  Landeck  gehOren,  lassen  schlies- 
sen,  dass  Lechthal  einen  Theil  seiner  Bevdlkerung  anch  von 
Snden  her  uber  die  Bergnberg&nge  erhalten  habe.  Dieser 
letztere  Brnchtheil  der  Ansiedler  bestand  wenigstens  uran- 

lich  aus  noch  romanisoh  redenden  Lenten.    Wie   ver- 


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—    26    — 

worren  mftgen  ubrigens  in  einem  solchen  unbebauten  wilden 
Bergthale  durch  lange  Zeit  die  Besitzverh&ltnisse  gewesen 
sein!  Auf  vielleioht  ganz  herrenlosem  Grande  durfen  wir 
tins  zunachst  jene  als  die  ersten  Besitzer  denken,  welche 
zuerst  die  Walder  lichteten,  die  Felder  reuteten,  Htltten 
baaten  and  sich  and  die  ihrigen  mit  den  Waffen  in  der 
Hand  gegen  W5lfe  and  Baren  vertheidigten.  Wenn  etwas 
gethan  war,  werden  diese  oder  jene  weltlichen  and  geistli- 
ohen  Feudalherrn  nicht  lange  gezftgert  haben,  ihre  langen 
Arme  nach  den  Steaern  and  dem  Zehent  der  fleissigen  annen 
Ansiedler  auszustrecken. 

Befragen  wir  die  Ortsnamen;  sie  sind  trotz  mancher 
Ungewissheit  beim  Mangel  geschriebener  Nachrichten  noch 
das  sicherste  Auskunftsmittel. 

Da  haben  wir  zuerst  das  Dorf  Forchaoh,  alt  Breit- 
forchach,  ein  leicht  verstandlicher  deutscher  Name*).  Dann 
Hornbach,  wieder  gut  deutsch;  nor  ist  „Horn*  im  altern 
figiirlichen  Sinne  von  Winkel  oder  Bergvorsprang  za  nehmen, 
wie  es  der  Lage  des  Ortes  entspricht.  Hornbach  gegenaber 
liegt  Stanzach  mit  dem  Thale  Fallerschein  and  im 
Hintergrande  desselben  Namlos  und  Kelmen.  Dies  ist 
ursprunglich  romanischer  Boden.  Die  Stanzacher  sind  ein 
hochst  aohtbares  fleissiges  Volklein,  aber  es  haftet  ihnen 
noch  heute  in  ihrer  Sprache  und  ihrem  Wesen  etwas  Eigen- 
thiimliches  an,  was  sie  von  den  iibrigen  Thalbewohnern 
onterscheidet  and  sie  nicht  selten  zum  Stichblatte  des 
"Wltzes  macht  —  ein  deutliches  Zeichen  anderer  Herkunft! 
Stanzach  durfte  wol  aus  roman.  stanza  =  Stube  entstan- 
den  sein  und  dasselbe  bedeuten,  was  deutsch  Stuben  jen- 
seits  des  Arlberges  und  bei  Pfunds  bedeutet,  n&mlich  Ein- 
kehrhaus.     Wenn  in  alter  Zeit  die  Hirten  von  Elbigenalp 


tt)  Althochdeutsch  roraha,  foraha,  rorha,  die  FShre  —  mii 
der  Ableitungssilbe  —  ach  (auch  ig,  ich  u.  s.  w.),  welche  den  Wald 
oder  die  Menge  bezeichnen,  in  vielen  Namen  rorkommend,  wie  Birkach, 
Erlach,  Haslacb,  Aichach,  Doroach  a.  s.  w. 


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—    27    — 

mid  die  "Holzhatier   von  Oberlechthal  zum  hi.  Magnus  nach 
Fiissen  wallfahrten   gingen,  mussten  sie   doch  eine  Einkehr 
haben  —    raad   diese  Einkehr   steht    den  Lechthalern    auch 
wenn     sie       nicbt    wallfabrten    gehen,    in    Stanzach    beim 
„Hannes"      noch   heute   offen.     Fallerschein    hat   Steub 
langst   zivfcreffend  als  valle  ursina=B&renthal  gedeutet    In 
N&mlos     oder  N4mles  steckt  ein  romanisches  Hauptwort 
in  Pluralform  —  aber  welches?     Vielleicht   benannten  die 
alten  Romanen,  wie  Steub  andeutet,  die  Himbeeren  namoles; 
wenigstens    heissen   sie   sonst  ampoles.     Fur  K  elm  en,  wel- 
ches  auf    der  Hohe   des  Ueberganges   in   das   Rothlechthal 
liegt,  bietet  sich  passend  oolmo,   GipfelhShe   (in  die  Form 
c5lm  und    weiter  in  K&lmen,  wie  fiiiher  geschrieben  wurde, 
iibergegangen).     Das  weiterhin    folgende    Dorf  Elm  en    ist 
zwar  nach    romanischer  Art  en<?   in   einander   gebaut,    der 
Name  aber  wol  deutsch,  entweder,  wie  Steub  will,  vom  alten 
Personennainen  Elmo,  oder  von  Elm=Rtister,  Ulme  oder  am 
Ende  gar  Almen  d.  i.  Alpen.     Das  Volk  spricht  ,Almeng; 
in    alteren    Schriften   findet   sich  auch  die   Form  „Elbnau\ 
Ober  dem  Dorfe  liegt  auf  dem   Berge   die   Alpe  Stab  el, 
ein   weit  verbreitetes  romanisches  Wort,  dessen  lateinische 
Schriftform  stabulum  =  Stall  ist  (urspriinglich  wahrscheinlich 
malga  de  stabel,   Stallalpe).     Das  ober  Elmen  sich  5ffhende 
Seitenthal  des  Gstreinbaches  mit  den  D5rfchen  Bschlabs, 
Bo  den   und  Pfafflar  war  urspriinglich  gleichfalls  romani- 
scher Boden.     Bschlabs  ist  von  pos  Taves=  Ueberwas- 
ser   (von    innen  heraus),   Boden   deutsch,   Pfafflar  aber 
nicht   *  von  Pfaffen   leer*,   wie   man   deuten  wollte,   sondern 
eher  von    einem  romanischen  Worte,  das  mit  der  Endung 
ar  Menge    oder  Platz  dessen,  was  das  Grundwort  bedeu- 
tet,   ausdrftckt,    etwa  pabolar,  lat.  pabularium,  Futter-  oder 
Weideplatz.     Vielleicht  ist  Pfafflar  auch   nur  der  Nachhall 
des  Namens,  welchen  der  erste  Ansiedler  dortselbst  aus  einer 
unbekannten    Heimat  mitbrachte.     Die  AlpenhQhe    auf  dem 
Uebergange   nach   Imst  heist  die    „  Mai  don*.    Das  Wort 
wfire   leicht  als  mal  don  =  sohlechte  Gabe   zu  deuten,  gibt 


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—    28    — 

aber  keinenrechten  Sinn;  einen  bessern  g&be  molton=Widder. 
Die  Maldoner  in  Lechthal  sind  vielleioht  aas  Boden  gekom- 
men  and  nach  der  erwahnten  Alpe  benannt  worden.  Der 
Gstreinbach  ist  vielleicht  nur  ein  deutscher  Grstrengbach, 
da  er  sich  durch  eine  enge  Felsenklamm  durchw&lzt,  ehe 
er  in  den  Lech  fallt;  sonst  liesse  er  sich,  aber  keineswegs 
sehr  sinnreioh,  als  Gstr&an-Bach  aus  castrnn=Sch5pR, 
Hammel  erkl&ren. 

Gehen  wir  weiter  thalaafwfirts,  so  begegnen  wir  im  ,  Rau  t  ■ 
(das  gleichgeltende  romanische  Ranch  kommt  im  Lechthal 
nirgends  vor,  so  h&afig  es  sonst  in  Tirol  ist)  einem  einzel- 
nen  Haase,  welches  die  Yolkssage  als  das  alteste  im  Thale 
bezeiohnet  links  an  der  Stiasse  liegt  der  Weiler  Gut- 
schau,  vielleicht  die  An  eines  alten  Gotthart  oder  Gott- 
fried, welche  Namen  sich  gern  zu  Goz  verktirzen.  Dann 
wandern  wir  darch  den  Weiler  Hatternach  oder  Hai- 
ternaoh,  wol  von  aiter  oder  eiter  =  die  Nessel,  ein  Wort, 
das  nns  aach  im  Dorfhamen  Heiterwang  (fruher  Aiterwang) 
bei  Reatte  begegnet  Den  Lech  Qberschreitend  kommen  wir 
nach  Unterh5fen,  welcher  deutsche  Name  keiner  Er- 
klftrung  bedarf.  Auf  der  andern  Thalseite  heraof  linden  wir 
die  Klimm,  eine  Nebenform  za  Klamm  and  klemm  and 
hier  die  Enge  zwisohen  Berg  and  Floss  bezeichnend,  sowie 
die  H&asergrappe  Laxenach  oder  nach  der  Volksaossprache 
Luxna  an  einem  Bache,  ein  Wort,  welches  man  ohne 
grosses  Bedenken»  als  Lnchsenaohe  d.  i.  Laohsenbaoh  deaten 
darf.  Der  Bach  selbst  heisst  heate  nicht  mehr  so,  sondern 
der  „Tuaser*  Bach  d.  i.  der  tosende,  weil  er  die  merk- 
wordige  Gewohnheit  hat,  sich  im  November  zum  Winter- 
schlafe  in  das  Innere  der  Erde  zorftckzoziehen,  aber  im  April 
wieder  pldtzlich  hervorzabreohen.  Die  ganze  Gemeinde  aber 
heisst  Haselgehr.  Steub  denkt  dabei  an  einen  alten 
doppelten  Mannsnamen  Hezzilgero  d.  L  Grero,  Sohn  des 
Hezzilo;  ich  mdchte  aber  in  Hfiselgehr  lieber  eine  Zosammen- 
setzong  von  „Hasel*  and  fgehr*,  althd.  g&o  erblicken, 
welches  letztere  von  aaslaufenden  Abh&ngen  wie  von  ein- 


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—    29    — 

springenden  Wlnkeln  gebraucht  in  vielen  deutschen  Orts- 
namen  vorkommt.  Auch  in  Lechthal  finden  sich  zu  oberst 
zwei  Weiler  Gehrn  und  Hirschgehr,  dann  ein  Berg 
Schussgehrn  an  der  SfLdwestgranze  gegen  Vorarlberg, 
ein  Weideplatz  „die  Gehren*  (Plur.)  im  HShenbachthal  bei 
Holzgau,  ein  9steiniger  Gehren*  (Bergmahd)  im  Sulzelthale 
u.  8.  w.  Bei  Haselgehr  tritt  der  gat  deutsch  benamste 
Otter  bach  ans  einem  Thale,  in  welchem  das  Ddrfchen 
Gramais  liegt,  ein  schwer  zu  deutender  Name,  auf  den 
wir  noch  zuriickkommen  werden.  Wir  ziehen  weiter  thal- 
aufwfirts,  lassen  den  Weiler  Griesau  mit  seinem  von  selbst 
verstandlichen  Namen  links  liber  dem  Leche  liegen,  denken 
beim  Weiler  Kdgeln  an  die  spitzen  Felsbl5cke  (Kegel), 
welche  einst  dort  lagen  and  von  denen  Falger  noch  einen 
gesehen  hat,  und  ziehen  in  die  ehmalige  Alpe  des  alten 
Albiko  d.  i  in  Elbigenalp  ein.  So  erklart  Steub  annehm- 
bar  diesen  Namen.  Der  erste  Grundbesitzer  und  Ober- 
senne  von  Elbigenalp  hatte  demnach  Adelbert,  verkurzt 
Albo  und  weil  man  einem  so  angesehenen  Manne  doch  auch 
schmeicheln  wollte,  Albiko  geheissen;  vielleioht  liegt  sein 
Schadel,  wenn  er  hart  genug  war,  noch  heute  im  Beinhause 
zu  Elbigenalp.  Andere  haben  auch  an  eine  „alpige  Alpe* 
d.  i  %ine  besonders  gute  Alpe  gedacht,  wahrend  Falger  den 
Namen  kunstlioh  aus  einem  Worte  „E1",  welches  Wasser 
bedeuten  soil,  und  »bigen*  d.  i.  Bogen,  also  als  einen  Lech- 
bogen  erklaren  wollte.  Vom  Bernhardsthale  bei  Elbigenalp 
theilt  Falger  mit,  es  heisse  nach  alten  Schriften  eigentlich 
jpBarenhatzthal*,  also  ein  Thai,  in  welchem  der  deutsche 
Albiko  und  seine  Nachkommen  sich  zeitweilig  mit  der 
B&renjagd  zu  erlustigen  pflegten,  wie  die  Stanzacher  in 
ihrem  romanischen  und  romantischen  Fallerschein.  Als 
die  Barenjagden  aus  Mangel  an  Baren  abkamen,  machten 
die  Elbigenalper  mit  einem  Missverstandniss,  wie  es  bei 
Ortsnamen  nicht  gar  selten  vorkommt,  aus  dem  Barenhatz- 
thal  ein  gar  vornehmes  Bernhardsthal  und  dachten  dabei 
vielleicht  gar  an  den  hi.  Bernhard,   der  ja  auch  in  einem 


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—    30    — 

wiisten  Thale  mit  einem  schBnen  Namen  (Clara  vallis,  Iich- 
tenthal)  einst  sein  Kloster  gebaut  hatte.  Yon  Elbigenalp 
aufw&rts  liegen  die  grossen  Weiler  Unter-  und  Obei- 
giebeln.  Es  Hesse  sich  auch  hier  an  den  altdeutschen 
Mannsnamen  Gebilo  denken,  doch  darfte  der  Name  sich  in 
der  Bedeutung  des  deutschen  Wortes  Giebel  eher  auf  den 
zwischen  beiden  Weilern  vorspringenden  steilen  Berg  bezie- 
hen.  Die  weiter  folgenden  Namen  Grflnau,  Bach  oder 
Land,  Seesumpf,  Winkel  and  Stockach  sind  too 
selbst  verstandlich,  ebenso  Benglerwald  und  Kranichen 
oder  Krainchen  (letzteres  wol  von  Kranioh,  althd.  chranuh). 
Nnn  folgt  der  Weiler  Snlzelbach  und  seitwSrts  das  Sul- 
zelthal  oder  wie  man  kurzweg  spricht,  ,Siilzel*.  Der 
Name  klingt  wieder  romanisch  und  darf  das  Sulzelthal  un- 
bedenklich  far  ein  ,  Sonnenthal  •  erklart  werden,  da  es  nach 
Sfidwesten  bin  tief  einschneidet  Links  vom  Eingange  in 
das  Thai  fuhrt  ohnehin  eine  Bergspitze  den  Namen  Son- 
nenkogel.  Fiir  „ Sonne*  gebrauchen  die  Romanen  mei- 
stens  ein  Verkleinerungswort  von  lat.  sol;  unser  Sulzel  lei- 
tet  auf  lat  sollicellus  oder  soliceolus  zurCLck.  Yielleicht  ist 
aber  das  ganze  romanisohe  „  Sonnenthal  *  ein  Traum  und 
steckt  in  .Sulzel*  nichts  anderes,  als  in  den  auch  in  Hessen 
vorkommenden  Namen  Sulz-  oder  Solzbach,  namlich  das 
althochdeutsche  sdl=volutabrum,  Morast,  Schlamm.  Von  der 
Sonne  beschienen,  aber  mit  den  Fttssen  im  Morast  gehen 
wir  weiter  auf  einen  festeren  Boden.  Der  Name  Holzgau 
wird  gew5hnlich  als  ,Gau",  in  welchem  Holz  geschlagen 
wurde',  gedeutet,  jedoch  erscheint  die  Anwendung  dieses 
Wortes  auf  einen  so  kleinen  Bezirk  halbweg  bedenklich 
und  ist  eher  an  „Holz-  Gehau*  zu  denken.  Die  Gruppen- 
und  Weilernamen  sind  alle  deutsch,  wie  Schdnau,  Win- 
kel, H&henbach,  Spilstube,  Langen,  Dfirrenao, 
Gfall  (d.  i  Geftlle)  und  Schiggen  (d.  i.  Schicke,  Platz, 
wohin  das  Yieh  getrieben  wurde).  Eine  halbe  Stunde  hin- 
ter  Holzgau  stossen  wir  jedoch  auf  einen  kleinen  Weiler 
Walchen;  der  Name  verrath,   dass  dort  zuerst  Walcben 


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-    31    — 

d.  i.  Walsche  oder  Romanen  gesessen.  Der  Familiennaine 
Walch  ist  in  Steeg  nicht  selten;  vielleicht  war  der  erste 
Walch,  der  sich  in  Walchen  niederliess,  schon  ein  Deutscher. 
H  age  ran  ist  sicher  deutsch  Au  am  Hager,  wie  ein  Berg 
heisst,  zweifelhaft  ob  von  Hag  d.  i.  Einz&unung  oder  von 
H&her,  Hager = die  Elster.  Steeg,  wie  es  unriohtig  statt 
Steg  geschrieben  wird,  ist  von  selbst  klar;  dort  fuhrte 
einst  ein  Steg  liber  den  Lech  und  man  sagt  darum  noch 
jetzt  fbeiin  Steg.B  Die  Weilernamen  sind  deutsch,  wie 
Dickenau,  Ebne,  Ellenbogen,  Gehrn,  Grtibe,  Hin- 
terellenbogen,  Prente,  Lechleiten,  Welzau  und  Win- 
kel*).  Seitwarts  von  Steeg  offnet  sich  ein  Seitenthal;  am 
Aufetieg  liegt  der  deutsch  benannte  Weiler  Kienberg, 
weiter  oben  das  Dorflein  Kaisers,  von  rom.  casieres  =  Alp- 
hiitten  (durch  Riickziehung  des  i  in  die  erste  Silbe  kam 
auf  diese  der  Ton). 

Wir  sehen  aus  den  Ortsnamen,  dass  das  romanische 
Element  in  Lechthal  «keine  bedeutende  Spuren  hinterlassen 
hat  Auch  in  den  stldlichen  Seitenthalern  sind  romanische 
Namen  nur  selten.  In  Bschlabs  sind  alle  Hof-  und  Weiler- 
namen deutsch;  nur  ein  Bach  heisst  dort  Fundais  oder, 
wie  gesprochen  wird,  Vondoas,  von  Steub  als  fundo  d'aves= 
Wassergrund  erklart  Doch  hatte  dies  nach  der  Analogie 
von  Bschlabs  Fundabs  ergeben  mlissen;  ioh  denke  daher,  es 
sei  das  Wort  eine  Bildung  auf  —  oso,  also  fondoso  mit 
urspriinglichem  Bestimmungswort  ri,  ru  oder  wie  „Bach8 
heissen  mochte,  ein  » Bach  voll  Tiefen,  *  was  stimmt,  da  der 
fragliche  Bach  viele  kleine  Wasserf&lle  und  Diimpel  bildet. 
Eben  so  wird  Gramais  wie  Gramoas  gesprochen  und  konnte 


a)  Ellenbogen  ist  in  figurlicher  Bedeatang  yon  Winkelein- 
bng  zn  nehmen ;  seltsam  ist  nur,  dass  Hinterellenbogen  y  o  r  Ellen- 
bogen liegt.  Ellenbogen  kOnnte  daher  yon  der  Klamm  hinter  Steg 
auch  aus  einem  romanischen  alia  buccal „zur  Klamm u  umgedentscht 
sein.  Welzau  oder,  wie  gesprochen  wird,  W  a  1  z  a  u  ist  nichts  an- 
deres  als  Walthers  Au,  da  der  Name  Walther  hftufig  zu  Walz  und 
Welz  yerkilrzt  wird  (Steub). 


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-    32    — 

grumoso,  ursprftnglioh  etwa  val  grumosa,  Muhrenthal  ge- 
lautet  haben.  Sonst  sind  in  Gramais  nor  wenige  Namen, 
wie  Rife  (zu  lat  rivus,  Bach?)  und  vielleicht  auch  Gam- 
pen,  eine  Alpe  (campo,  Feld,  Ebene?)  aufi&llig.  Der  Lag- 
spitz  ist  auch  nicht  etwa  aus  lago,  See,  sondern  aus  dem 
deutschen  lach=Gr&nze,  Endponkt  zu  deuten.  Mad  an  im 
Seitenthale  bei  Bach  ist  als  „Mahd-Au*  von  selbst  ver- 
st&ndlich  und  thats&chlioh;  romanisch  dagegen  ist  der  Thai- 
name  Alperschon,  wie  Steub  will,  aus  alpaccione=schlechte 
grosse  Alpe  (auch  alpe  orson,  B&renalpe,  alpe  arson  Brand- 
alpe  waren  mSglich*).  Im  Thale  von  Kaisers  soheinen 
mehrere  romanische  Namen  zu  stecken;  auffiUlig  ist  Alma- 
jur,  schon  von  Steub  als  alpe  major  =  Grossalpe  erklart 
Ein  recht  seltsamer  Name  haftet  auf  einer  Berggegend  nord- 
Sstlich  von  Forchach  gegen  das  Rothlechthal  hin,  namlich 
Lugfaist  Es  kann  zwar  eine  „feiste  Lfige*  werden,  wenn 
ich  eine  Erkl&rung  versuohe,  aber  sie  soil  doch  folgen:  ich 
Use  das  Wort  auf  in  lug  de  feista,  wie  Engadiner  fur 
jjFestplatz*  sagen  wiirden.  Wer  soil  aber  dort  Feste  ge- 
feiert  haben?  Etwa  Alpenhirten  an  Sonntagen?  Oder  gar 
die  Hexen,  die  ihre  Fest-  und  Tanzpl&tze  auf  Bergen  batten, 
ja»  wenn  es  deren  gibt,  noch  jetzt  haben  werden,  ohne  dass 
die  hohe  Obrigkeit  dahinter  koramt?  Der  Danzewellspitz  im 
Vinstgau  ist  ja  auch  ein  ,Schdntanzspitz*  (danza  bella), 
sicher  nach  Hexensagen  benannt.  Noch  ein  recht  seltsamer 
Name  wird  in  einer  Urkunde  vom  Jahre  1472  in  Alper- 
schon  genannt,  namlich  Feustarb.  Ich  m5ohte  heraus- 
h5ren:  feuss  d'arba  d.  i.  fosso  d'erba,  Grasgrube,  —  jeden- 
falls  feuss-  fosso,  weil  dort  ein  Bergwerk  bestand. 


*)  In  einem  Schriftstuck  ron  1558  finden  sich  dort  noch  die 
Namen:  Mazigbach  (rielleicht  rerdorben  ans  mazzae  zu  mezzo, 
medius,;  es  ist  dort  die  Gemeindegr&nze) ,  Lntternaeh  (luttern 
heissen  sonst  in  Tirol  die  Zwergbirken  oder  kleine  Erlen),  Of  alii, 
Gf allisprant,  Greytspitze  u.  s.  w.  Im  sogenannten  Griessel 
flndet  sich  ein  Thalname  Vergand  d.  i.  (da  ral  h&ufig  in  Tirol  sn 
Ter  wird)  yal  ganda,  Steinmuhrenthal  (Steub), 


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—    33    — 

Bei  dem  immer  wachsenden  Interesse,  welches  gebildete 
Leser  heute  far  Ortsnamenforschungen  haben,  mag  audi  ent- 
schuldigt  werden,  dass  die  vorstehende  Besprechung  der  Lech- 
thaler  Ortsnamen  etwas  lang  gewordea  ist.  Was  hinsicht- 
lich  der  Herkunft  der  Lechthaler  damit  erwiesen  werden 
sollte,  ist  wol  genugsam  erwiesen;  wer  die  Namen  besser 
zu  deuten  weiss,  m5ge  ja  sein  Iicht  nicht  miter  den  Schef- 
fel  stellen.  Wir  wollen  nun  die  wichtigeren  Momente  ans 
Lechthals  innerer  Geschichte  nach  Falger  (oft  anch  mit 
dessen  eigenen  Worten),  Kogl  und  Ladurner  in  chronik- 
artiger  Uebersicht  zusammenstellen. 


Ferdinandenms-Zeitschrift.  3 

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ni. 

1218.  Kaiser  Friedrich  IL  stellt  dem  Stifle  Fiissen  den 
Bezirk  Aschau  vom  Hofe  Musau  bis  in  den  Horn- 
bach  hinauf  zuruck  (Ladurner). 

1294.  Ritter  Konrad  Wizener  verkauft  dem  Stifle  Fiissen 
die  An,  welche  Breitforchach  genannt  wird,  vom 
rothen  Lech  bis  Stanzach  als  Reichslehen  far  10 
Pfund  Denare  (Ladurner). 

1311.  K5nig  Heinrich  von  B5hmen,  Graf  zu  Tirol,  verleiht 
den  Zehent  im  obern  and  antern  Lechthal  seinem  treuen 
Rupert  von  Lechsberg,  welcher  dieses  Lehen  im  Jahre 

1312  —  seinen  Freunden  Heinrich  dem  Bozner  and  Konrad 
dem  Karlinger  fur  150  Zahlmark  Berner  verkauft 
(Ladurner). 

1394.  Bischof  Burkhard  verleibt  die  Pfarre  Elbigenalp  dem 
Stifte  Fiissen  ffcrmlich  ein.  Die  Einverleibung  wird 
1417  vom  Papste  Martin  V.  bestatigt  (Kogl). 

1401.  Oberlechthal  wird  von  Unterlechthal  kirchlich  getrennt 
Falger  theilt  eine  Abschrift  der  betreffenden  von 
.Burkart  von  Gots  and  des  heiligen  Stuls  gnaden 
Bischof  zu  Augsburg  zu  ewiger  gedachtniss  und  vester 
bestatigunge  aller  nachgeschribenen  sach8  am  Sankt 
Luzientage  ausgestellten  Urkunde  mit  Aus  dersel- 
ben  ist  zu  ersehen,  dass  zwar  schon  eine  Oberkirche 
bestand,  jedoch  in  Lechthal  nach  seiner  ganzen  Lange 
und  Breite  nur  Ein  Priester  war,  dass  ferner  die 
,pawrschaft  (ptirschaft)  by  der  Oberkirchen  oberhalb 
des  soltzbaches"  schon  lange  wegen  Mangels  eines 
Priesters  ,gepresten  und  notdurft*  gelitten  und  darum 

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—    35    — 

schorl  oft  um  einen  eigenen  Priester  angehalten  hatte. 

Die  Oberlechthaler  sollten  der  neuen  Pfarre  an  Opfern, 

Beichtgeld  a.    s.  w.  dasselbe  leisten,   was  sie  bisher 

der  untern   oder  alten  Kirche  gegeben;  auch  sollten 

sie  ihren  Verpflichtungen  gegen  den   Abt  und    das 

Gotteshaus  Fossen,   mit  dessen  Wissen  und  Willen 

diese  Trennung  geschehen  sei,  hinsichtlich  des  grossen 

Zehents    nachkommen.    Die  alte  Pfarre  hatte  bisher 

dem  Bischofe  jahrlich  ein  Pfund  Heller  gegeben;  nan 

sollte   die   alte  Pfarre  nor  mehr  acht,  die  neue  aber 

zw5lf  Sohillinge,    beide    zusammen    also    ein  Pfund 

Heller   geben.     Kein  Ortsname  ist  in  der  Urkunde 

genannt- 

1402.  Am    hi.   Dreikonigsabend    best&tigt  Herzog   Leopold 

zu  Innsbruck  diese  Trennung  mit  einer  kurzen  dar- 

tiber  ausgestellten  Urkunde. 

1406  —  1416.    Im  Appenzeller  Kriege  kam   eine  Schaar 

Schweizer,  wahrscheinlich  im  Jahre   1406  und  von 

Imst  aus,  in  das  Lechthal  und  gewann  dasselbe  fiir 

ihren  Bund.    Falger  erwahnt  der  ihm  5fter  von  alten 

Leuten    erz&hlten    Sage,     dass  zwischen  den  Lech- 

thalern  und  den  Schweizern  ein  Treffen  stattgefunden 

babe.     Als  Ort   desselben  bezeichnet  die   Sage  das 

Darnfeld  zwischen  Elbigenalp  und  KSgeln ;  vor  Alters 

stand  dort  eine  Kapelle,   von  welcher  man  glaubte, 

sie  sei  zum  Andenken  an  dieses  Treffen  erbaut  wor- 

den.    Auch  seien  beim  Ackern  dort  Menschengebeme 

gefunden  worden. 

Im  Jahre  1416  bestatigte  Herzog  Friedrich  mit 
der  leeren  Tasche  am  Mariahimmelfahrtstage  auf 
Schloss  Hertenberg  bei  Telfs  den  Leohthalern  auf 
ihre  Bitten  wieder  ihre  wahrend  des  Krieges  verlore- 
nen  oder  verwirkten  Freiheiten.  An  Steuern  sollten 
die  I^eohthaler  sowie  die  Umsassen  in  Tannheim  und 
Algau  jahrlich  am  Sankt  Nikolaustage  30  Mark, 
an  Herrengeld  15  Mark  bezahlen.    War  am  Schlosse 


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\ 


\ 


—    36    — 

Ehrenberg  etwas  zu  bauen,  so  konnte  jeder  Lech- 
thaler  jahrlich  nur  einen  Tag  lang  zur  Arbeit  9in 
seiner  Kost*  verpflichtet  werden.  Jagd  und  Fischerei 
war  frei,  Rothwild  und  Federwild  ausgenommen. 
Hatten  ,zwen  arme  mann*  einen  Streit,  so  konnten 
sie  vom  Pfleger  nicht  nur  Klage  genQthigt  werden 
und  durften  es  unter  sich  ausmaohen.  Man  sollte 
wegen  Todschlages  oder  anderer  Sacben  keinen  ge- 
f&nglich  nach  Ehrenberg  fiihren,  wenn  ftir  ihn  Burg- 
schaft  geleistet  und  von  ibm  Sicherheit  gegeben  wurde, 
dass  er  zu  Recht  stehen  werde.  Bei  einem  Prozesse 
konnte  der  siegende  Theil  dem  unterlegenen  nur  die 
^  Zehrung  fur  den  Tag,  an  dem  sie  zu  G-erichte  stan- 

den,  aufrechnen.     Todschlager    sollten    dem  Landes- 

fiirsten   ohne   alle  Gnade   mit  Leib   uad  Gut,  dem 

I  Pfleger  aber  um   50   Pfund   Berner    verfiEdlen    sein- 

Ftir  ungerecht  anMngig  gemachte  Prozesse  war  dem 
LandesfUrsten  eine  Strafe  von  50  Pfund  Berner  zu 
bezahlen.  Eine  gleich  hohe  Strafe  gait  fur  jenen, 
der  einen  andern  mit  bewaffneter  Hand  unter  den 
Trupfetall  (Dachtraufe)  seines  Hauses  verfolgte  oder 
so  schlug  oder  stach,  dass  die  Wunde  des  „  Weizelns* 
(Verbindens)  oder  Heftens  bedurfte.  Wer  das  Schwert 
ziickte  oder  einem  eine  fliessende  Wunde  schlug* 
zahlte  4  Pfund  Berner.  Wer  einen  andern  flber- 
mahte  oder  iiberbaute,  zahlte  1  Pfund  Berner.  Kein 
Pfleger  sollte  den  Gerichtsleuten  verbieten,  Tieh, 
Kase,  Schmalz  und  anderes  beliebig  zu  verkaufen, 
Kriegszeiten  ausgenommen,  wo  dem  Befehle  des  Her- 
zogs  nachgekommen  werden  musste.  In  Kriegszeiten 
mussten  die  Lechthaler  ,raisentf  (ausziehen),  wie  die 
andern  freien  Leute  des  Herzogs,  nur  sollte  das  Th&l 
nicht  wehrlos  gelassen  werden.  Sonst  konnte  der 
Pfleger  sie  nur  in  so  weit  zum  „Raisen*  verhal- 
ten,  dass  sie  auf  die  Nacht  wieder  heimkommen 
^v  •  konnten. 


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—    37    — 

Wie  Falger  bemerkt,  wurden  diese  Thalfreiheiten 
von  nachfolgenden  Landesfiirsten  and  Kaisern  in  den 
Jahren  1567,  1599,  1627,  1650,  1665,  1666, 
1707,  1744,  1782  und  1795  best&tigt,  jedoch  mit 
Abanderungen,  so  dass  zuletzt  nur  noch  die  Jagdfrei- 
heit  blieb,  wofur  Lechthal  j&hrlich  60  fl.  Kuchen- 
steuer  entrichten  musste.  Schliesslioh  ging  auch  diese 
letzte  Freiheit  verloren,  bis  das  Jagdrecht  1848  den 
Gemeinden  tiberlassen  wurde. 

1418.  Das  Zehentlehen  in  Lechthal  gelangt  dnrch  Kanf 
nm  400  Goldgulden  an  den  Abt  Iban  and  das  Stift 
Fussen  (Ladumer). 

1436.  Abt  Johann  von  Fussen  verkanft  den  grossen  Zehent 
im  Lechthal  den  Gemeinden  dortselbst.  Derselbe 
wurde  jedoch  noch  vor  1465  wieder  zurilckgel5st. 

1460.  In  Elbigenalp  erscheint  der  erste  Pfarrer  mitNamen, 
n&mlich  Georg  Zobel,  welcher  mit  einem  Hans  Huf- 
negel  in  Uneinigkeit  lebte. 

1462.  Am  22.  M&rz  sitzt  Hans  Lump,  Pfleger  zu  Ehren- 
berg,  in  einer  Verlassenschaftssache  mit  12  Re  oh  t- 
sprechern  im  Lechthal  zu  Gericht  Ran  gewohn- 
licher  Dingstatt*  (Urkunde  im  Statthalterei- 
Archiv).  Hier  ist  die  Dingstatt  als  wgew5hnliche*, 
aber  nicht  der  Ort  derselben  genannt  Der  Sage 
nach  soil   sie   ober  Bach  im  Seesumpf  gewesen  sein. 

1472.  Herzog  Sigmund  verleiht  dem  Pfleger  zu  Kronburg 
Hans  Klammer,  seinen  Dienern  Valentin  von  Pudnau 
und  Hans  Sprenger  und  andern  Mitgewerken,  damit 
sie  das  schon  eine  Zeit  lang  bebaute  Eisenbergwerk 
in  ^Almigur*  (Almajur  bei  Kaisers)  nutzbarer  ma- 
chen  kQnnten,  Holz,  Wasserfiille,  Wunn  und  Waid 
am  Rothenleoh,  Raiser  und  Krapach  (hinter  Steeg) 
unter  der  Bedingung,  ihm  von  jedem  Centner  Eisen 
2  Kreuzer  zu  zahlen.  Nach  dem  Sammler  von  Tirol 
(I.  S.  121)  betrieb  zur  selben  Zeit  eine  andere  Ge- 
sellschaft  in  Alperschon  zu  Feustarb  auch  ein  Eisen- 


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—    38    — 

bergwerk  mid  katte  eine  gleicke  Abgabe  zu  entrick- 
ten  (Ladnrner). 

1482.  Die  „gemain  Nackpaursokaft  der  Pfarrkircken  St 
Nikolaus  im  untern  Lecktkal*  tritt  ikr  biskeriges 
Reckt,  den  Pfarrer  zu  ernennen,  an  den  Abt  von 
Ftissen  ab  (wurde  nie  niekr  zuruckgewonnen).  Leck- 
tkal wird  in  der  betreffenden  Urkunde  (Sinnacker, 
Beitrage  VL  S.  693)  ,ein  kort,  sckwer  and  winterig, 
auch  weit  and  unwegsam  gebirg  and  land*  genannt 

1488.  Der  Pfarrer  Jokann  Rott  zu  Elbigenalp  erkalt  vom 
Bisckofe  die  Bewilligung,  einen  Kaplan  mit  32  rkeini- 
scben  Gulden  Jakresgekalt  anzostellen,  welcker  an 
Werktagen  za  schioklicker  Zeit,  an  Sonn-  and  Feier- 
tagen  aber  wakrend  der  Predigt  (!)  Messe  lesen  and 
dann  mitsingen  sollte.  Wirklick  wurde  als  erster 
Kaplan  Hans  Bentzinger  von  Fussen  bestellt;  die 
Stiftong  ging  aber  bald  wieder  ein.  In  der  betref- 
fenden Bittsckrift  an  den  Bisckof  sagen  die  Stifter, 
dass  sie  9m  rauken,  wiesten  and  wynterigen  kalten 
gepuregen  wonung  and  nerang  kaben  and  vast  verre 
von  lewtten  and  auck  selbs  weytt  von  einander  ge- 
sessen*  seien.  Von  Ortsnamen  kommen  vor:  „zu  der 
albigen  alben*,  „zu  der  Holtzgev*,  Back  and  ,Hat- 
ternack*,  von  Familiennamen  mekrere  seltsame,  wie 
Sckweynsgut,  Gramayser,  Kookersokedle,  Unverdor- 
ben,  Sckepper,  Zorn,  Switzer,  Hennj  u.  a.  m. 
(Falger). 

1515.  In  Elmen  (^Elbmau*)  wird  ein  Kaplan  mit  32  rkei- 
niscken  Golden.  Gekalt  sammt  Woknong  and  Hof- 
statte  angestellt  Derselbe  war  in  seinen  Fonktionen 
besckr&nkt,  da  er  nor  im  Nothfalle  taofen  and  die 
letzte  Oelang  ertkeilen  darfte  and  an  mekrern  koken 
Festen  nack  Elbigenalp  geben  musste,  am  dem  Pfar- 
rer  auszukelfen.  Sckon  1438  soil  in  Elmen  eine 
Kapelle  gestanden  sein.  In  der  betreffenden  Urkunde 
kommen  von  Ortsnamen  vor:   „zu  der  Elbigenalb", 


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—    39    - 

,Elmavg,  ,Praitforchachg,  „Keglen*;  von  Familien- 
namen  fallen  auf:  Leinser,  Gom,  (Gflrig  und  Die- 
bald)  Maldaner,  Rfiedly,  Leisten,  Valgef  u.  s.  w. 

1538.  Die  Gemeinden  Elmen,  Stanzach,  Mortenau,  und 
Hinterhornbach  schliessen  mit  dem  Kaplan  Michael 
Suech  einen  Vertrag,  kraft  dessen  letzterer  gegen 
das  Versprechen,  lebensl&nglich  in  Elmen  zu  bleiben, 
einen  erhOhten  Gehalt  von  48  rbeinischen  Golden 
und  von  jedem  Hause  eine  Fuhre  Holz  erhftlt 

1568.  Am  5. — 8.  August  finden  „zu  der  Elbigenalb  *  [unter 
der  Leitung  der  Pfleger  Christoph  von  Wechningen 
zu  Laudegg  und  Balthasar  Scbekb  zu  Imst  zwischen 
den  Vertretern  der  BUnterthanen*  zu  Laudegg  und 
der  Gerichtsleute  in  Lecbtbal  Verhandlungen  fiber 
die  Gebietsgr&nzen  in  Alperschon  statt  und  werden 
dieselben  genau  festgesetzt  Yon  Seite  Lecbtbals 
waren  die  bevollmScbtigten  Vertreter  Hans  Schwarz, 
Hans  Scbueler,  Oswald  Singer,  und  Erasin  Loos.  Die 
beiderseitigen  Vertreter  gelobten,  den  Vertrag  „in  alien 
punkten,  artikln  und  begriffen  .  . .  fftr  sich  selbs  und 
in  ainen  ihrer  mitgewonten,  auch  alle  ihre  und  der- 
selben  erben  und  nachkhumen  in  die  Ewigkeit,  vest, 
stet  unwiderrueflich  und  unzerbrochen  zu  halten.* 

1576.  Die  Gemeinde  Elbigenalp  erhSht  dem  Pfarrer 
Thomas  Sattler  mit  Vertrag  auf  f&nf  Jahre  seine 
EinkHnfte.  Interessant  sind  die  damaligen  kirchli- 
chen  Taxen,  wie  sie  sohon  zuvor  gebr&uchlich  gewe- 
sen.  Man  hatte  dem  Pfarrer  zu  geben:  5sterliches 
Beichtgeld  „ohne  amohe  verwiderung  oder  ausredt* 
4  Kreuzer  (frfiher  nur  2),  far  das  Einsegnen  einer 
Hochzeit  2  Kreuzer  und  eine  Mass  Wein  (auf  den 
Altar  zu  opfern  oder  das  Geld  daf&r  darauf  zu  le- 
gen),  f&r  das  Begr&bniss  eines  Kindes  6  Kreuzer, 
f&r  Reichung  des  hochw.  Sakramentes  an  eine  sohwan- 
gere  Frau  1  Kreuzer  und  eben  so  viel  fftr  das  Aus- 
segnen.     »Item,  wenn  er  einer  kranken  Person  das 


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-    40    - 

hochwierdig  Sakrament  raicht,  soil  ime  dieselbe, 
wenn  sie  wieder  gesundt  wird,  aus  dem  Hausguet 
bezahlen  5  Kreuzer,  wenn  sie  aber  sterbe,  soil  man 
ihme  far  den  Todfall  and  die  Bestatnuss , . .  36 
Kreuzer  und  wenn  die  Person  sturbt,  sollen  die  5 
Kreuzer  vom  Todtfel  abgezogen  werden;  damit  sollen 
die  obsteenden  5  Kreuzer  von  wegen  der  Darreichung 
des  Sakraments  bezahlt  sein  und  soil  ime  zu  jedem 
jetzt  gemelten  TodtfiUen  noch  dazu  ein  Schftssl  ge- 
ben  werden.  doch  hat  der  Lay  die  Wal,  ime  ab 
Schfissl  oder  3  Kreuzer  daf&r  zu  geben.*  Ausser 
Hans  Mayr  Ricbter  zu  Ebrenberg  erscheinen  als 
Zeugen  6e5rg  Schyerli,  Hans  Kloz  und  Hans  Kaen 
„in  der  P&rr  Holzgen  sesshaft.* 

1600.  Gegen  Ende  des  sechzehnten  Jahrhundertes  findet 
man,  wie  Falger  sagt,  ,eine  gewisse  Eintheilung*  im 
Thale.  Es  bestanden  drei  Anwaltschaften,  nfimM 
zu  Holzgau  (mit  H&gerau  und  Steeg),  zu  Elbigenalp 
(mit  Bach  und  Stockach)  und  zu  Elmen  (mit  Hfisel- 
gehr,  Stanzach,  Fo^chaoh  und  Hinterhornbach;  Vor- 
derhornbach  gehdrte  nach  Aschau).  Jede  Anwalt- 
schaft  zerfiel  in  zwei  H&lften,  welche,  wie  Falger 
sagt,  „unrecht*  Drittel  heissen  und  in  Hinsicht  auf 
das  Ganze  besser  Seohstel  heissen  konnten,  nSmlich 
in  Oberlechthal:  das  Steeger  (mit  Hfigerau)  und  das 
Holzgauer  Drittel,  in  Mittelleohthal:  das  Stockacher 
(mit  Bach)  und  Elbigenalper  Drittel  und  in  Unter- 
lechthal:  das  Haselgehrer  und  das  Elmer  DritteL 
Dieser  Dreitheilung  entsprach  auch  die  kirchliche, 
da  in  Lechthal  im  16.  Jahrhunderte  nur  drei  Seel- 
sorgen   (Holzgau,  Elbigenalp  und  Elmen)  bestanden. 

1610.  Das  Stift  FOssen  verkauft  dem  Kammerrath  Hans 
Wolfgang  Schmidt  von  Wellenstein  zur  Eggen  und 
dessen  Schwager  Burkhard  Laymann  von  Liebenaa 
Pfleger  auf  Ehrenberg  zugleich  mit  dem  Niedergericht 
und  der  Pfarre  Asohau  auch  den  Zehent  im  LechthaL 


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—    41     — 

Noch  in  demselben  Jahre  kaufte  der  Erzherzog  Ma- 
ximilian von  beiden  Herrn  das  Niedergericht  Aschau 
und  verleibte  es  Ehrenberg  ein.  Die  Lechthaler 
zahlten  freiwillig  2000  Gulden  und  wurden  dafur 
auf  funf  Jahre,  1611—1615,  vom  Zehent  befreit. 
Fur  weitere  Befreiung  fur  die  Jahre  1516  und  1517 
zahlten  sie  wieder  600  Gulden  (Ladurner). 

1621  und  1622.  Die  Lechthaler  beschweren  sich  (wie  spater 
noch  after)  wegen  des  Zehents,  zumal  j,in  Beden- 
kung,  das  sie  zwen  Pferrer  und  einen  Caplan  auf 
ihren  selbs  eigenen  Kosten  und  ftirnemblich 
durch  Anlegung  des  Beichtgelts  erhalten 
mtissen.*  In  der  zweiten  Beschwerde  erklftren  sie, 
dass  das  Thai  „ein  tiberaus  kalter  grober  Ort*  sei 
und  wenig  Gerste  erzeugt  werde  und  die  Leute 
kaum  genug  Haberbrod  hatten  (Erd&pfel  gab 
es  damals  noch  nicht),  wie  dass  auch  BfterHochgewitter 
und  Hagel  alle  Frfichte  zerstflrten. 

1632.  Eine  Schaar  Schweden  (dreissigjahriger  Krieg  1618 
—1648)  soil  bis  Elmen  vorgedrungen  sein.  Da  die 
Manner  auf  den  {Bergen  auf  der  Wache  waren,  riiok- 
ten  die  Weiber  aus,  stellten  am  Elmer  Rain  viele 
fHainzen*  mit  Kleidern  behangt  auf  und  zundeten 
viele  Wachtfeuer  an.  Die  Schweden  erschracken  und 
traten  den  Rtlckzug  an.  Da  nun  auch  die  Manner 
zuruckkehrten,  kam  es  bei  Martinau  zum  Gefechte, 
in  welchem  die  Schweden  v5llig  geschlagen  und  zur 
Flucht  gen5thigt  wurden.  So  die  Sage.  Die  Lech- 
thaler Weiber  haben  seither  neben  vielen  andern 
Vorrechten  auch  jenes,  in  der  Kirche  vor  den  Man- 
nern  zum  Opfer  zu  gehen. 

1633—1635.  Die  Pest  in  Lechthal,  besonders  am  rechten 
Lechufer;  in  Griessau  und  Griinau  soil  die  BevSl- 
kerung  nahezu  ausgestorben  sein.  In  Griinau  sollen 
neun  Marien  fiber  einander  in  dasselbe  Grab  gelegt 
worden  sein. 


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-    42    — 

1650.  Bschlabs  erh&lt  seinen  ersten  Kaplan  an  Nikolaus 
Kranebitter,  welcher  spater  Pfarrer  in  Elbigenalp 
wurde     (K5gl). 

1664.  Durch  eine  Lawine  kamen  in  Elmen  40  Personen 
um;  22  Weiber  warden  Witwen     (Falger). 

1674;  Ans  einer  Beschwerde  der  Lechthaler  ist  zu  ersehen, 
dass  an  der  Gacht  ober  Weissenbach  und  am  Ein- 
gange  nach  Bschlabs  Z5lle  bestanden;  far  jedes  Stuck 
Vieh,  welches  dorthin  ging,  musste  bezahlt  werden. 
Dieser  Zoll  wnrde  erst  unter  Kaiser  Josef  IL  auf- 
gehoben.  Die  Lechthaler  erklarten  auoh,  dass  sie 
die  Last  hfitten  11  Briicken  zu  erhalten. 

1675.  Vorderhornbach  erhalt  nnter  Zustimmung  des  Pfor- 
rers  zn  Wangle  einen  Kaplan  nnd  sieben  Jahre  spa- 
ter auch  einen  Gottesacker. 

1676.  Der  Pfleger  zu  Ehrenberg  entsoheidet  einen  schon 
lftnger  andauernden  heftigen  Streit  zwisohen  den  9  El- 
bigenalper  Pfarrkindern  •  und  den  *  Elmer  Filialkin- 
dern*.  Die  Elmer  batten  sioh  geweigert  zum  Kir- 
chenbau  in  Elbigenalp  die  geforderten  Beitrage  und 
die  verlangte  Frohnarbeit  zu  leisten.  Man  drohte 
ihnen  mit  Kirchenstrafen,  doch  sie  fragten  wenig  dar- 
nach.  Als  gerichtliche  Exekution  eingeleitet  wurde, 
sollen  sie  die  Amtsdiener  in  einen  Brunnen  geworfen 
haben,  worauf  der  Pfleger  eilf  der  unruhigsten  ,  Filial- 
kinder*  einsperren  liess.  Schliesslioh  mussten  sie 
liber  1700  Gulden  zahlen. 

1684.  Den  Gemeinden  Namlos  und  Kehnen  wird  ein  eigener 
Kaplan  zugestanden    (K5gl). 

1685.  Die  erneuerte  Pfisirrkirche  in  Elbigenalp  wird  geweiht 
Gegeben  wurden:  dem  Pfarrer  1  Gaisk&s  12  Kreu- 
zer,  dem  Pfarrer  (Dekan)  von  Breitenwang  6  Gulden, 
dem  Herrn  Bischof  zwei  Spielhennen,  auch  ein  Gems- 
bock  mit  39  Pfund,  macht  3  Gulden  15  Kreuzer 
und  2  Gemshaute  gearbeitet,  kosten  14  Gulden. 
Dem  Herrn  Sigler  zahlte  man  12  Gulden  und  wieder 


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—    48    — 

18  Gulden  10  Kreuzer,  dem  Herrn  Pferrer  gab  man 
anch  7  Pfdnd  Fische,  1  fl.  10  Kreuzer  und  6  Mass 
Wein,  1  fl.  26  kr.,  die  ganze  Rechnung  135  Gulden 
40  %  Kreuzer    (Falger). 

In  diesem  Jahre  wird  auch  for  Stanzach  ein  eige- 
ner  Priester  mit  80  Gulden  Gehalt,  Holz  und  Woh- 
nung  bewilligt;  doch  ersohien  der  erste  Priester  erst 
1690     (K5gl). 

1689.  Eine  Lawine  verschuttet  in  Elbigenalp  zu  unterst 
im  Dorfe  4  H&user  (3.  Februar);  „wie  die  grosse 
Glocke  sei'  angezogen  word  en,  Donnerstag  abends, 
hab's  am  Berg  einen  Schnall  gethan. '  Auch  in 
Holzgau  seien  4  H&user  verlahnt  worden.  Im  gan- 
zen  Thale  seien   31  Personen  verungluckt    (Falger). 

1690.  Die  Gemeinde  Gramais  macht  unter  sich  eine  Ord- 
nung  wegen  Viehtriebes  und  [anderer  Sachen.  "Wer 
an  einem  Feierabend,  w&hrend  die  Leute  in  der  Kirche 
waren,  noch  bei  einer  Arbeit  gesehen  wurde,  musste 
zur  Strafe  ein  Paar  Kerzen  geben;  die  „heiligen 
Pfleger*  sollten  recht  Acht  geben  und  ja  Niemanden 
verschonen.  In  Ermanglung  n&herer  Kenntniss  der 
edeln  Schreibkunde  unterzeichneten  die  20  Gemein- 
deburger  mit  ihren  Hausmarken.  (Nach  einer  Ab- 
schrift  Falger's  abgedruckt  im  Werke:  Ignaz  V. 
Zingerle  und  K.  Theodor  v.  Inama-Sternegg, 
die  tirolischen  Weisthumer.  II.  Theil  Wien  1877 
S.  176 — 177,  wo  auch  die  Hausmarken  nachge- 
druckt  sind.) 

1693.   Am  9.  Mfirz  begrub  eine  Lawine  bei  Oberbach  und 

Winkel  3  Hlluser  mit  7  Personen. 
1696.   Gramais  erhftlt  als  Filiale  von  Imst  einen  Kaplan. 

Der  Gottesacker  dortselbst  war  schon   1689  einge- 

weiht  worden     (Sinnacher). 
1699.   In  diesem  Jahre  waren  aus  Lechthal  644  Maurer  in 

Deutschland  auf  Arbeit.    Ihre  Namen  sind  in  einer 

alten  Liste  verzeichnet 


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-    44    — 

1702.  Am  24.  November  urkundet  Franz  „von  Gottes  Gna- 
den  Abt   und  regierender   Pr&Iat"   von  Stains,  dass 
der  .afarnembe    und    wolgeachte   Herr  Caspar  Loes, 
Anwald   im  Lechthal  der  Herrschaft  Ernberg,   dann 
Michael    Kropf  in  Heisslger  und  Hans  Weyrater  in 
Hatternach,  beede  auch  daselbst  im  Lechthal  fur  sich 
selbs    und    als    volimeohtig  Abgeordnete    der    ubrig 
interessirten   Lehensinhabern    nachfolgende   HSff  und 
Guetter,     als  Prandthofs,   Rauchenwandt  und 
Klimbboffs,    Michelshoffs    oder    Mortenau, 
Scheidpachshoff  und   denen  in  Hesslger,   umb  willen 
der  verglichenen  funf  H8ff  als  des  Nikolaushoffs 
und   iibrige  vier  H5ff*  gegen   Erlag  von   600  Gul- 
den vom  Grundfallzins   „auf  ewige  Weltzeiten  quitt, 
frey,  ledig  und  loos*  seien     (Falger). 

1703.  In  diesem  Kriegsjahre  standen  die  Lechthaler  auf 
den  Bergiiberg&ngen  auf  Wache  und  betbeiligten  sich 
an  der  Wiedereroberung  Ebrenbergs.  Nacb  Falger 
zeichneten  sich  dabei  Knitl  aus  Benglerwald  und 
Philipp  Schneller  von  Bach  aus,  welche  Wappen- 
briefe  erhielten. 

1706.  Fur  Steeg  wird  die  Errichtung  einer  Kaplanei  be- 
willigt;  doch  durfte  der  Kaplan  weder  taufen  noch 
begraben.  Erst  1786  wurde  diese  Kaplanei  zur  Lo- 
kalkaplanei  umgestaltet  und  der  Kaplan  mit  alien 
geistlichen  Verrichtungen  betraut     (K5gl). 

1715.  Der  Gemeinde  Forchach  wird  bewilligt,  einen  eigenen 
Priester  zu  halten     (K6gl). 

1716.  Elbigenalp  und  K5geln,  dessgleichen  Elmen  und  Klimm 
richten  neue  Gemeindeordnungen  auf  (beide  abgedruckt 
in  Zingerle's  und  Inama-Sternegg's  tirolischen  Weis- 
thiimern  H.  Bd.  S.  117—125.) 

1720.   Der  Gemeinde  Haselgehr  wird  die  Anstellung  eines 
eigenen  Kaplans  bewilligt;  doch  mussten  die  HSssel- 
^  gehrer  alle  Jahre  39mal  die  Pfarrkirche  in  Elbigen- 

alp besuchen,  dort  die  heiligen  Sakramente  empfongen 


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—    46    — 

und  auch  ihre  Todten  dorthin  begraben.  Diese  Be- 
dingungen  warden  1765  gemildert,  aber  erst  unter 
Kaiser  Josef  EL  im  Jahre  1786  wurde  diese  Seel- 
sorge  zur  selbstandigen  Lokalkaplanei  erhoben  (K5gl). 

1739.  Der  Gemeinde  taisers  wird  ein  Kaplan  bewilligt 
Erst  1786  wird  Kaisers  Expositor  und  dort  der 
Gottesacker  geweiht    (K6gl). 

1740.  Durch  eine  Lawine  verungliickten  am  4.  Febraar 
beim  Heuziehen  im  Bernhardsthale  11  Personen.  Die 
letzte  Leiche  wurde  erst  im  August  gefunden. 

Der  Gemeinde  Stockach  wird  die  Anstellung  eines 
eigenen  Priesters  bewilligt;  1786  wird  das  Benefi- 
zium  in  eine  Expositor  umgewandelt. 

1748.  Die  Gemeinden  des  obern  und  mittlern  Leohthals 
Holzgau,  Oberschdnau,  Schiggen,  Penglerwald  und 
Kranichen  richten  eine  »guete  verstandige*  Gemein- 
deordnung  auf  (abgedruckt  in  Zingerle's  und 
Inama-Stern egg's  tirolischen  Weisthiimern  II. 
S.  126  ff.) 

1750.  Um  dieses  Jahr,  vielleicht  noch  fruher,  brachten 
Lechthaler  Maurer  die  ersten  Erdapfel  aus  dem  Oden- 
walde  in  das  Lechthal.  Die  so  niitzliche  Bodenfrucht 
wurde  bald  allgemein  angebaut. 

1764.  Hinterhornbach  erbalt  einen  eigenen  Priester.  Der 
Hauptstifter  war  Josef  Jakob  von  Sterzinger,  Gerichts- 
schreiber  zu  Imst  (gest.  1790  in  Nassereut),  welcher 
4000  Gulden  hergab:  eben  so  gab  Jakob  Mang 
Ammann,  Handelsmann  zu  Reutte,  1400  Gulden 
(K5gl). 

1770—1800.  Gregen  Ende  des  achtzehnten  Jahrhunderts 
sind  fiber  300  Hausirer,  Handler  und  Kaufleute  aus 
Lechthal  in  Deutschland,  Holland,  ja  selbst  in 
Amerika.  Falger  hat  dieselben  mit  Namen  und  an- 
dern  Angaben  in  seiner  Chronik  verzeichnet. 

1773.  Hagerau  erhalt  einen  eigenen  Priester.  Diese  Kapla- 
nei  wurde  1786  eine  Expositor     (K5gl). 


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-    46    — 

1774.   In  Stanzach  brennen  die  Kirche  and  10  HSuser  ab. 

1780.  Dominik  Kropf  in  Hfiselgehr  erbaat  das  erste  Brao- 
hans  im  Lechthale. 

1782.  In  Holzgan  wird  das  FrcLhmessbenefizinm  gestiftet 
Der  Frfthmesser  war  auch  Schullehrer;  seit  1800  aber, 
wo  ein  weltlicher  Lehrer  bestellt  wurde,  hatte  er  nor 
mehr  den  Religionsunterricht  za  besorgen    (K5gl). 

In  diesem  Jahre  stiftete  auch  Christian  Lumper 
in  Elbigenalp  den  Schulfond  mit  1000  fl.  Tir.  W.; 
sein  Sohn  Josef  war  der  erste  Lehrer. 

1787.  Bach  erhalt  den  ersten  eigenen  Priester. 

1788.  In  Elbigenalp  der  erste  Herbstjahrmarkt 

1793.  Eine  Lawine  verschiittet  in  Haselgehr  3  Hauser  mit 
11  Personen. 

1796.  Zur  Bewachung  der  Granzen  zieht  eine  Compagnie 
unter  dem  Haaptmann  Georg  Uelses  von  Elbigenalp 
aus.  Die  Franzosen  kamen  bis  Pfronten  und  Vor- 
derjoch. 

1797.  Eine  Compagnie  zieht  unter  dem  Hauptmann  Anton 
SchnSller  nach  Bozen. 

1799.  Zwei  Compagnien  ziehen  unter  den  Hauptleuten  Georg 
Uelses  und  Georg  Schueller  von  Elbigenalp  nach  Paz- 
naun.     Treffen  bei  Ramus;  kein  Verlust 

1800.  Auszug  zweier  Compagnien,  der  einen  unter  Haupt- 
mann Anton  Scheidle  auf  den  Tannberg,  der  andern 
unter  Hauptmann  Anton  Seep  nach  Tannheim.  Waf- 
fenstillstand,  die  Franzosen  besetzen  das  linke,  die 
Oesterreicher  das  rechte  Lechufer. 

Am  22.  Juli  erschienen  die  Franzosen  in  Elbigen- 
alp; sie  blieben  bis  24.  Februar  1801  in  LechthaL 
An  den  Lechbriicken  wurden  Wachhlitten  errichtet 
Die  Franzosen  hielten  strenge  Mannszucht  und  waren 
in  Lechthal  nicht  unbeliebt.  Falger  berichtet  hier- 
flber:  9Ln  Allgemeinen  hatte  man  wenige  Klagen 
tiber  die  Franzosen,  sie  waren  lustige  Leute,  entwen- 
deten    wenig;    was    sie    von  den   Bauern   bekamen, 


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—    47    - 

wollten    sie  zwar  gat  und  reinlich,  aber  nicht  viel; 

den    schCnen  MSdchen  waren  sie  nicht  feind,   wenn 

die  M&dchen  auch  auf  dem  reohten  Lechufer  waren. 

Mancluiial  waren  die  Wachen   an  den  Lechbriicken 

ziemlich.  streng  and  wollten  Niemand  passiren  lassen... 

So  zogen  denn  die  fr5hlichen  Republikaner  am  24. 

Februar  1801  ab;  singen,  springen  and  fechten  war 

ihnen     am  liebsten,   einfach   and   leicht  ihre  Kleider, 

der  Haarzopf  ist  mit  ihnen    verschwunden  and  als 

alte  Dummheit  belacht . . .  Ehe  die  Franzosen  kamen, 

sahen    die  Thalbewohner  gar  haufig  Piitze  (Geister) 

and    dergleichen   Erscheinangen,    aber    mit  Ankunft 

derselben  vergass  man  darauf ;  bei  den  fortw&hrenden 

Kriegen  fahrte  man  andere  Gesprache),  man  vergass 

die  Gespenstergeschichten  and  der  Aberglaabe  nahm  ab.  * 

1805.   Mit  Tirol  f&llt  Lechthal  an  Baiern. 

1807.  In  Elbigenalp  wird  das  Fruhmessbenefizium  gestiftet. 

1808.  In  Boden  wird  eine  Kaplanei  gestiftet. 

1809.  Aufstand  gegen  Baiern.  Lechthal  stellte  nnter  dem 
Major  Georg  Schueller  von  Elbigenalp  sieben  Com- 
pagnien;  dieselben  standen  von  April  bis  November 
bald  an  bald  (iber  der  Granze  bis  Kempten.  Die 
HaapUeute  waren:  Greorg  Uelses  and  Karl  Mark 
von  Elbigenalp,  Ignaz  Scheidle  und  Karl  Kropf  von 
Hateelgehr,  Josef  Lumper  und  Josef  Weissenbach  von 
Hokgau  and  G.  Schadler  von  Bach.  Der  Krieg 
kostete  den  Lechthalern  zwar  nur  zwei  Mann,  desto 
mehr  aber  an  Geld,  da  die  Insurrektions-  and  Mili- 
tarwastangen  bis  16.  Marz  1810  gerechnet  sioh  auf 
7800  Gulden  beliefen. 

1810.   Am  31.  Marz   die   erste  Militarlosung   in  Lechthal. 

In  diesem  wie  im  nachsten  Jahre  lag  zeitweilig  bairi- 

sches  Militar  im  Thale. 
1812.   Im  russischen  Feldzuge  blieben  aus  Lechthal  als  Sol- 

daten  der  bairischen  Armee  24  Mann  todt;   nur  2 

oder  3  kamen  zuruck. 


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—    48    — 

1813.  Schneefall  am  Maria  Geburt  (8.  Sept).  Auf  dem 
Elbigenalper  Berge  rissen  Schneelawinen  52  Heubiller 
nebst  dem  Heu  fort 

1814.  Aus  Lechthal  fielen  im  firanz5sischen  Feldzug  8  Mann. 
Spater  waren  keine  Lecbtbaler  mehr  im  Kriege.  Die 
Tiroler  erhielten  alle  den  Absohied  and  Tirol  fiel 
wieder  an  Oesterreich  zuiiicL 

1816.  Sehr  unfraohtbares  Jahr,  viel  Regen,  Frost  and  Kalte, 
bis  in  den  Sommer  des  folgenden  Jahres  andaaernde 
Theaerang.  Preisse:  1  Sch&ffei  Weizen  84—90  fl. 
and  22  fl.  Mauth;  1  Schaffel  Gerste  45  fl.  and  18  fl. 
Maath;  1  Schaffel  Haber  21  fl.  and  12  fl.  24  kr. 
Maath;  1  Metzen  Turken  8  fl.,  1  Metzen  Erdapfel 
2  fl.,  1  Pfond  Sohmalz  38—40  kr.,  1  Pfdnd  Rind- 
fleisch  14  kr.,  1  Pfond  Schweinefleisch .  26  kr.,  1 
Metzen  Erbsen  10  fl.  30  kr.,  1  Pfond  3  Loth  Brod 
12  kr.,  1  Mass  Bier  8  %  kr. 

1817.  Grosser  Schnee,  weloher  die  Leate  Ungstigte.  ,In 
der  Kreazwoohe  (Anfangs  Mai)  ging  man  (auf  den 
Bittgangen)  mit  den  Kreuzern  auf  dem  Harst  uber 
alle  Zaune;  zn  ackern  fing  man  erst  am  20.  Mai  an. 
Nach  13  Wochen  war  das  Getreide  reif  and  gat  Auf 
dem  Jdchl  bei  Sohattwald  soil  die  Gahwinde  am 
Georgi  (24.  April)  noch  42  Schah  Hohe  gehabt 
haben.* 

1821.  In  der  hi.  Nacht  heftiger  Stormwmd,  welcher  game 

W&lder  umriss. 
1826.   Ein  frochtbares  Jahr.     In  Reatte  gait  das  Schaffel 

Korn  nor  10  fl.;  das  Pfond  Fleisoh  gait  2  Kreozer. 

1830.  Kalter  Winter;  am  3.  Febraar  21  Grad  Kalte.  Im 
Sommer  viel  Flachs;  Falger  bekam  aaf  1  l/%  Mete- 
land  von  5  Massl  Leinsamen  99  Pfond  gehechelten 
Flachses.    Mitte  Oktober  schneite  es  zu. 

1831.  Im  November  Blitz  and  Donner,  am  26.  November 
ein  Erdbeben.     Die  Cholera  kam  nicht  in's  Thai. 

1834.   Sehr  warmer  trockner  Sommer.    Fast  kein  Frflhheu, 


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-   49   - 

aber  viel  Gramet.  „Ignaz  Knitl  ging  iin  Janner 
baarfuss,  auf  dem  Felde  Kiimmelstengel  in  Bliite." 
1837.  Am  18.  Februar.  eine  grosse  Rothe  am  Himmel. 
„Am  29.  August  hat  es  geschneit  und  von  unserm 
Berge  25  Heustocke  herabgelahnt.a# 

1840.  Am  17.  Februar  Erdbeben  und  Lufterscheinungen  am 
Himmel.  Zwei  Feuerkugeln  zerplatzten.  Im  Sommer 
gab  es  Roggenhalme  7  Fuss  hoch,  Flachs  4!/2', 
Gerstenbalme  4'  2"  und  Kiimmelstengel  6'  3"  hoch. 
In  Hinterhornbach  fiel  ein  Kind  liber  eine  84  Fuss 
hohe  Briicke,  rann  ungefahr  300  Schritte  weit  im 
Bache  und  war  beinahe  unverletzt. 

1841.  8Im  Marz  kamen  5  Ligourianer  als  Missionare,  waren 
da  eine  Woche,  sehr  streng,  ich  m5chte  sagen,  zu 
streng,  mehrere  Personen  wurden  irrsinnnig  und  ver- 
mutlich  hat  sich  ein  Madchen  von  Griessau  deshal- 
ben  erhangt.  Die  folgende  Woche  kamen  die  Mis- 
sionare  nach  Holzgau,  dort  blieben  die  Leute  stand- 
hafter  und  wurden  nicht  so  tiefsinnig  wie  bei  uns. 
In  beiden  Pfarreien  wurden  Sammlungen  gemacht,  um 
die  Missionare  alle  5  oder  10  Jahre  kommen  zu 
lassen  und  selbe  von  den  Interessen  zu  zahlen.  Spa- 
ter  am  Herbst  kamen  in  jede  Pfarre  noch  2  Priester 
der  Mission;  auch  nach  Stanzach,  Namlos  und  sogar 
nach  Bschlabs  wurden  die  Missionare  spater  verlangt 

Im  reichen  Holzgau  starh  M.  Anna  Huber,  Toch- 
ter  des  reichen  Handelsmannes  Gg.  Huber;  sie  hin- 
terliess  ein  Vermogen  von  259,000  fl. 

Am  18.  Juli  war  ein  ungemein  grosser  Wind  (fast 

wie  in  der  hi.  Nacht  anno  1821),  riss  Dacher  und 

Waldungen  nieder.* 

Wir  ubergehen  das   weitere    in   Falgers    Chronik    aus 

sachlichen  Grunden  und   schliessen  die  chronikartige  Ueber- 

sicht  der  innern  Geschichte  Lechthals  hier  ab. 

Der  gebotene   Ueberblick   legt  uns  die   allmalige  Ent- 
wicklung  dieser   Geschichte  ziemlich   klar   vor  Augen.     Die 

Ferdinandeums-Zeitschrift.  4 


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-    50    - 

alten  sogenannten  etwas  wunderlich  aussehenden  Freiheiten 
von  1416  verschwinden,  je  mehr  sich  erne  allgemeine  staat- 
liche  Ordnung  des  offentlichen  Lebens  geltend  macht;  aus 
einem  wirren  Complexe  von  einzelnen  Ansiedlungen  und 
Gruppen  entwickelt  sich  nach  und  nach  ein  geordnetes  ge- 
scblossenes  Gemelndewesen.  Dabei  mag  allerdings  aaoh 
mancbes  Alte  verloren  gegangen  sein,  was  der  Erhaltung 
und  Verbesserung  werth  gewesen  ware.  Doch  winkt  uns 
die  gute  alte  Zeit  nicht  verlockend  entgegen;  die  Zeit  ist 
voriiber,  in  welcher  die  Lechthaler  sich  kaum  mit  Haber- 
brod  sattigen  konnten  und  die  Erhaltung  von  zwei  oder  drei 
Priestern  und  von  11  Briicken  fur  eine  schmerzlioh  driickende 
Last  erklaren  durften. 

In  nichts  ist  die  Entwicklung  der  innern  Zustande  des 
Thales  so  scharf  ausgepragt,  wie  in  der  Entstehung  der 
Seelsorgen.  Bis  zum  Jahre  1400  war  in  ganz  Lechthal  nur 
ein  einziger  Seelsorgspriester,  der  Pfarrer  von  Elbigenalp. 
Im  Jahre  1500  gab  es  erst  zwei,  im  Jahre  1600  erst  drei 
Seelsorgen.  Nun  ging  es  rascher;  im  Jahre  1700  bestan- 
den  schon  8,  im  Jahre  1800  schon  16  Seelsorgsstationen. 
Im  Jahre  1870  waren  im  Lechthal  (mit  den  Nebenorten) 
18  Seelsorgspriester  (dazu  ein  Defizient  und  ein  Privat); 
3  Stellen  waren  damals  unbesetzt.  Es  kostete  lange  und 
schwere  Anstrengungen,  so  oft  neue  Seelsorgstellen  er- 
richtet  werden  sollten;  haben  wir  doch  aus  der  angefuhrten 
Stiftungsurkunde  der  Pferre  Holzgau  vom  Jahre  1401  erse- 
hen,  dass  die  Leute  in  Oberlechthal  schon  oft  zuvor,  aber 
vergebens  um  einen  eigenen  Priester  angesucht  batten.  Die 
Pfarrer  hielten  zah  an  den  alten  Rechten  fest ;  wie  beschwer- 
lich  mag  es  fur  die  Leute  namentlich  gewesen  sein,  wenn 
sie  ihre  Todten  nach  der  Pfarre  zur  Begrabniss  bringen  muss- 
ten!  Man  denke  sich  beispielsweise  nur  die  Ueberfuhrung 
einer  Leiche  aus  Hinterhornbach  nach  Elbigenalp!  Die 
Forchacher  mussten,  wie  Kogel  erzahlt,  lange  Zeit  ihre  Kin- 
der in  Elmen  taufen  lassen,  ihre  Todten  aber  in  W&ngle 
bei  Reutte  begraben.     Erst   als   der   Bischof  Eustach  Egolf 


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—    51    — 

im  Jahre  1685  «s  selbst  mitangesehen  hatte,  wie  miihsam 
eine  Leiche  liber  die  zerbrochene  Brucke  am  Rothlech  ge- 
schleppt  wurde,  erbarmte  er  sioh  des  Volkes  und  erlaubte 
einen  Friedhof  in  Forchach  berzustellen.  Wie  man  auch 
sonst  Kaiser  Josefs  II.  Regierungshandlungen  beurtheilen  mag, 
lasst  sich  ihm  doch  das  Verdienst  nicht  bestreiten,  dass 
vorzugsweise  er,  wie  iiberall,  so  auch  im  Leohtbale  auf  die 
Unabhangigkeitsstellung  kleinerer  Seelsorgen  bedacht  war. 
Heute  ist  selbst  die  Erinnerung  an  das  Driickende  der  Ab- 
hangigkeit  der  kleinen  Seelsorgen  von  den  Pfarren  langst 
dahingeschwunden;  nur  alte  Leute  wissen  etwa  noch,  was 
der  Zebent  war,  dessentwegen  die  Lechthaler  so  oft  ihre 
bittern  Beschwerden  erhoben  haben. 

Freilich  diirfen  wir  auf  den  Fortschritt  nicht  allzustolz 
werden;  wahrend  viel  sich  gebessert  hat,  ist  anderes  schlim- 
mer  geworden.  Ja,  wie  sah  es  denn  etwa  friiher  im  Lech- 
thale  aus?  Daiiiber  wollen  wir  im  Folgenden  aus  Falger's 
Chronik  noch  Einiges  mittheilen. 


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IV. 

H&user  in  Ulterer  Zeit  —  „Nach  alterer  Leute 
Anssage  waren  fruher  iin  Thale  sehr  schlecht  gebaute  Han- 
ser,  gew5hnlich  von  Holz,  kleine  Fenster  mit  runden,  spater 
sechseckigen  Glasscheiben.  Der  Haoseingang  war  bei  man- 
chen  ein  Thor  als  Stadelthor,  weil  man  mit  den  Fndern 
zur  Hausthftr  hineinfuhr;  die  Stuben  waren  getafelt,  niedrig 
und  finster,  ein  grosser  gewcflbter  Ofen,  ober  dem  Ofen  eine 
OefFnung  in  der  Decke,  das  Kammerloch  genannt,  wo  man 
hinaufsteigen  konnte,  urn  in  die  obere  Stube  zu  kommen. 
An  einer  Seite  des  Ofens  die  fGutsche*  (eine  Art  Canape), 
worauf  man  ruhen  kann,  an  der  andern  Seite  das  ,Kemet', 
worin  man  im  Winter  abends  mit  Kienholz  ein  Feuer  unter- 
hielt  und  so  sich  mit  Stricken  oder  Garnspinnen  beschaf- 
tigte,  der  Abendheimgarten  genannt.  Zur  Abwechslung 
wurde  manchmal  getanzt,  (ich  weiss  wol,  dass  Winkeltanze 
verboten  sind,  es  kam  aber  dabei  nie  ein  Feuer  aus).* 
Unser  alter  Herr  Chronist  wird  hier  wieder  brummig  und 
fahrt  fort:  „Jetzt  wird  das  verdammt,  was  fruher  eine  un- 
schuldige  Freude  der  jungen  Leute  war,  jetzt  soil  die  Jugend 
keine  Freude  haben,  aber  jede  Pflanze  ohne  Licht  stirbt . . . 
vielleicht  sind  desshalb  die  jungen  Leute  krank  und  schlaf^ 
rig."  Nachdem  sich  der  Chronist  so  Luft  gemacht,  fuhrt 
er  an,  dass  in  der  Stube  ein  grosser  fester  Tisch  war,  ver- 
gisst  jedoch  des  anstossenden  Schlafgemaches,  des  wGadens* 
zu  erwahnen  und  fiihrt  uns  weiter.  »Die  Kiiche  gewSlbt, 
schwarz  von  Ranch  und  Pech,  oft  der  Rauch  im  ganzen 
Hause,  statt  einer  Speisekammer  ein  grosser  Kasten  „  Schaf- 
rathett     genannt,    Kamine    selten    schliefbar.      Unbehackte 


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-   53    — 

B&ume  zuin  Dachstubl  und  Stadel,  nur  auf  einander  gelegt 
Scblosser  der  Thiiren  elend,  oft  nur  eine  Sperrvorrichtung 
von  Holz,  eine  Schupfe  vor  dem  Hause  als  Holzlege  u.  s.  w.  * 

Wie  ganz  anders  sieht  es  beute  in  den  meisten  Hausern 
Lechthals  aus! 

Aeltere  und  neuere  Tracht.  In  alterer  Zeit  ein- 
fache  Kleidung,  nieist  von  Wolle;  die  Manner  trugen  an 
Werktagen  einen  grossen  runden  Hut  oder  eine  Kappe,  eine 
lange  wollene  Weste  („Leible")  und  eine  wollene  Joppe 
(„Scbuappa").  Dazu  kurze  Hose  von  Wolle  oder  Bocks- 
leder,  Strttmpfe  und  feste  Stiefel  oder  Schuhe  mit  grossen 
Nageln.  An  Sonn-  und  Festtagen  aber  sab  der  Mann  an- 
ders aus.  Da  trug  er  einen  bessern  mitunter  dreieekigen  Hut, 
eine  scbarlacbrothe  Weste,  einen  weiten  nicbt  langen  hell- 
blauen  Rock  mit  grossen  Knopfen  und  breiten  Aufsoblagen, 
eine  kurze  unter  dem  Kniee  zugescbnallte  lederne  Hose  und 
Schnailenschuhe.  Regenschirme  waren  unbekannt,  man  trug 
Mantel  oder  Blouse,  welcbe  einem  Messgewande  ahnlicb 
saben. 

Die  Weiber  batten  und  haben  noch  beute  eine  be- 
sondere  Tracbt.  In  alterer  Zeit  trugen  sie  eine  etwa  7  Zoll 
hobe  runde  scbwarze  Kappe  von  »Radin*,  zwei  am  Scbei- 
tel  zusammengebundene  HaarzSpfe,  dartiber  ein  breites, 
schwarzes  Band,  das  .GerSlle*  genannt.  Das  „Goller"  be- 
deckte  die  Schultern,  ein  schwarzer  Flor  diente  als  Hals- 
tucb.  Aeltere  oder  in  Trauer  befindliche  Weiber  trugen 
die  „Staucbeg  d.  i.  einen  langen  weissen  leinenen  und  ge- 
starkten  Streifen,  welcher  dreimal  urn  den  Kopf  gewunden 
nur  das  Gesicbt  frei  liess.  Der  ^Brustfleck*  war  ziemlich 
gross  und  zierlich  genabt,  mit  Borden  und  andern  Verzie- 
rungen,  an  Werktagen  aber  oft  sehr  einfacb.  Der  »Preis- 
riemen  ",  eine  verscbiedenfarbige  Schnur,  befestigte  den  Brust- 
fleck.  Ein  ^Wifling*  oder  „Ress*,  an  welcbem  das  ge- 
blumte  und  gestickte  Mieder  —  ein  Hauptgegenstand  der 
Zierde!  —  angen&bt  war,  scbwarz  und  mit  vielen  Falten, 
bedeokte  den  untern  Theil  des  Leibes.     Daruber  vorn  das 


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-    54    - 

aFurtuch".  Die  Strumpfe,  im  Sommer  kurz,  mit  vielen 
Fatten,  auch  aus  Leinwand  zusaminengenaht,  bedeckte  die 
Waden,  weil  die  Wiflinge  kurz  waren.  Schuhe  mit  Stockeln 
und  mit  rothem  Leder  ausgenaht.  Aeltere  Weiber  trugen 
auch  eine  liber  die  Hufte  hinabreichende  Joppe,  jungere  nor 
den  „SchalkB.  Dieser  Beschreibung  der  altera  Tracht  hat 
Falger  in  seiner  Chronik  auch  tibermalte  Abbilaungen  bei- 
gegeben  und  bemerkt,  dass  es  auch  friiher  schon  9Lieb- 
haberinnen  zu  Kleidern*  gegeben  habe;  beispielsweise  habe 
seine  Mutter  zwei  Duzend  Kleider  gehabt. 

Heute  tragen  sich  die  MUnner  in  Lechthal  modern;  die 
alten  dreieckigen  Hiite,  die  rothen  Festtagswesten,  die  wei- 
ten  hellblauen  Rocke  mit  den  breiten  Aufschlagen  und  den 
grossen  KnQpfen,  die  kurzen  Hosen  und  die  Schnallenschuhe 
sind  l&ngst  verschwunden.  Auch  die  weibliche  Tracht  hat 
sich  geandert.  An  die  Stelle  der  alten  Kappen  sind  neuere 
getreten  —  „ein  sehr  theures  Mobel",  meint  Falger,  ,der 
Magd  ihr  ganzer  Jahreslohn  ist  auf  dem  Kopfe,  eine  hohe 
Otterkappe,  welche  25 — 30  Gulden  kostet*  Die  Stauchen 
sind  verschwunden,  an  die  Stelle  des  Wiflings  ist  die  ,Kutte* 
getreten,  lang,  stark  gefaltet,  aus  oft  sehr  feinem  schwarzem 
Tuch.  Der  Schalk  ist  am  Oberarm  weit  ausgebauscht,  oft 
von  Seide  oder  gar  von  Atlas.  Brustfleck,  Mieder  und  Fur- 
tuch  sind  geblieben.  Dazu  kommen  bei  Wolhabendern 
noch  goldene  Ketten,  Ohrgehange,  Sackuhren  und  Ringe,  so 
dass  schon  Staffler  in  noch  billigern  Zeiten  als  heute  in 
seiner  Statistik  von  ,  Tirol  und  Vorarlberg8  (S.  167)  den 
Werth  des  Anzuges  einer  reichen  Lechthalerin  auf  400 — 500 
Gulden  bewerthete. 

Tanz  und  Spiel.  „Unsere  Vor&ltern  hatten  auch  zn 
Zeiten  ihre  Erholung,  die  der  Mensch  haben  soil.  Ein 
Denkmal  davon  ist  hier  (in  Elbigenalp)  in  Nr.  43  erne  alte 
Tanzstube,  welche  sie  oft  besucht  haben  werden;  da  war 
auch  ein  Wirthshaus  (den  zwanzigjahrigen  Jungling  kaam 
man  zu  keinem  sechzigjahrigen  Manne  machen  und  umge- 
kehrt  auch  nicht).     Auch  war  ein  Vergnugen  der  Thalbe- 


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—   55    — 

wohner  das  Kartenspiel;  es  war  ungemein  stark  betrieben 
(m5chte  sagen  zu  stark).  Nicht  allein  Manner,  sondern  auch 
Weiber  und  M&dohen  spielten,  besonders  an  dispensirten 
Feiertagen,  deren  es  friiher  viele  gab  und  welche  die  bairische 
Regierung  abstellte.  Arme  Leute  wagten  mit  verm5glichen 
zu  spielen  und  es  traf  sich  After,  dass  ein  armer  Mann  in 
einer  Nacht  liber  100  Gulden  verlor.  Es  kam  so  weit, 
dass  wolhabende  Spieler  einen  eigenen  Lichtputzer  am  Xische 
gut  bezablten  und  es  handelte  sicb  oft  urn  mehr  als  100  Gul- 
den in  einer  Nacbt.  Auf  der  Land  bei  Bach  kamen  von 
Holzgau  und  Elbigenalp  die  alten  Handler  als  Spieler  zu- 
sammen  und  da  ging  es  oft  theuer  her.  Wie  sehr  das 
Spiel  im  Schwung  war,  zeigt  folgendes  wahre  Beispiel.  Zwei 
alte  Handler  in  Elbigenalp  waren  an  einem  Feiertage  allein 
zu  Hause,  ihre  Weiber  und  M&gde  aber  am  Spieltisch  in 
Griinau.  Die  Zeit  kam  abends  das  Yieh  zu  fiittern  und  zu 
tranken,  da  war  aber  weder  Fran  noch  Dienstbote  da  und 
es  musste  ein  Handler  dem  andern  sein  Yieh  zura  Brunnen 
in  die  Tranke  treiben.     Spielkarten  waren  in  jedem  Hause.* 

Bei  den  vielen  und  grossen  Fehlern  und  Lastern,  mit 
welchen  das  heutige  Geschlecht  auch  im  Lechthal  behaftet 
ist,  bleibt  es  dooh  ein  Trost  zu  lesen ,  dass  auch  unsere 
guten  Vorfahren  trotz  aller  Tugenden  recht  bedenkliche 
Schwachen  zeigten.  Hatten  schon  auch  einmal  Missionare 
brauchen  k5nnen,  die  alten  Lechthaler,  —  Manner,  Weiber 
und  Magde! 

Alte  Gebr&uche.  Falger  weiss  davon  wenig  zu  be- 
richten.  Er  erwahnt  des  Neujahrrufens  der  Knaben,  des 
Sternsingens  und  anderer  Dinge,  ohne  Charakteristisches  bei- 
zubringen.  Er  hatte  auch  gehSrt,  dass  friiher  das  „Schei- 
benschlagen*  (zu  Johanni)  gebrauchlich  gewesen  sei.  Die 
Scheiben  waren  rund  mit  einer  Oeflhung  in  der  Mitte  und 
hatten  9  Fuss  im  Durchmesser;  sie  wurden  auf  dem  Berge 
angeziindet  und  so  in  die  DBrfer  und  Felder  hinabge- 
Bchlagen.  Dieser  Branch  ist  wegen  Feuergefahr  verboten 
worden. 


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—    56    - 

Auch  von  besondern  Hochzeitsgebrauohen  ist  nichts 
Erhebliches  mitzutheilen,  als  dass  oft  sehr  viele  Gaste  ge- 
laden  waren.  Bei  seines  Vaters  Hochzeit  waren,  wie  Falger 
erzahlt,  bei  100  Gaste  eingeladen.  Er  gibt  eine  Schilderang 
seiner  eigenen  Hochzeit  and  fuhrt  die  sentinientalen  floskel- 
,  reichen  Reden  an,  welche  dabei  gehalten  wurden. 

Erwerbsquellen.  In  alterer  Zeit  betrieben  die  Man- 
ner besonders  das  Maurerhandwerk;  wir  haben  gesehen,  dass 
im  Jahre  1699  644  Lecbthaler  Maurer  im  Auslande  waren. 
Da  im  Thale  viel  Flacbs  gebaut  wurde,  bildete  im  vorigen 
Jahrhundert  der  Garnverkauf  nach  Schwaben  eine  erhebliche 
Einnahmsqnelle.  Weiber  und  Manner  spannen  abends  im 
Heimgarten  am  Kaminfeuer  gewohnlich  bis  11  Uhr  Nachts. 
Die  "Weiber  spannen  oft  um  die  Wette,  aber  auch  die  Kin- 
der mnssten  mitspinnen.  „Die  Schnle  wurde  nicht  sehr 
strenge  besucht,"  bemerkt  Falger  dazu.  Er  fiihrt  bei  20 
Lechthaler  Garnh&ndler  mit  Namen  auf,  welche  selbst  guten 
Gewinn  erzielten;  eben  so  gab  es  auch  Leinsamenhandler. 
Dies  hat  nun  langst  aufgehdrt;  der  Flachsbau  ist  im  Lech- 
thal  auf  den  eigenen  Hausbedarf  beschrankt. 

Wie  es  eigentlich  gekommen,  dass  die  Lechthaler  gegen 
Ende  des  vorigen  Jahrhundertes  sich  theilweise  in  eine  Na- 
tion von  Hausirern,  oder,  wie  man  sagte,  von  H&ndlern  und 
Kaufleuten  verwandelten,  erfahren  wir  auch  aus  Falgefs 
Chrbnik  nicht;  obwol  er  ungefahr  300  Namen  von  Haud- 
lern  mit  Angaben,  wo,  womit  und  wie  lange  sie  ihren  Han- 
del getrieben,  mittheilt.  Wir  finden  da  oft  VSter  und  S5hne, 
Bruder  und  Vettern  in  Gesellschaft  miteinander ;  sie  handeln 
mit  Manufakturwaaren,  Seide,  Tuch  u.  s.  w.  in  Deutschland, 
Holland  und  in  der  Schweiz.  Einzelne  wagten  sich  auch 
weiter  nach  England  oder  nach  Amerika.  Die  mangelude 
Schulbildung  mussten  manche  in  spatern  Jahren  muhsam 
nachholen.  Falger  erzahlt  von  seinem  Schwiegervater  Seep 
Folgendes:  »Anfangs  war  er  Hirt,  dann  Maurerjunge,  spa- 
ter  lernte  er  die  Garberei.  Noch  immer  zu  wenig  Verdienst; 
endlich  kam  er  in  die  Gegend  bei  Pickenburg  (in  Hannover) 


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-    67    - 

zu  seinem  Vetter  Thomas  als  Knecht  bei  der  Handlung, 
erwarb  sich  einiges  Geld  und  bekam  von  Hause  etwa  400 
— 500  fl.  (VermSgen).  Bei  der  Nacht  lernte  er  erst  das, 
was  er  mit  12  Jahren  schon  hatte  konnen  sollen,  nainlich 
lesen,  schreiben  und  rechnen.  Jetzt  wagte  er  selbst  eine 
Handlung  zu  griinden,  trug  seine  Waaren  von  Markt  zu 
Markt,  dann  kaufte  er  einen  grossen  Hund,  der  die  Waare 
zog,  bis  er  sich  so  viel  erwarb,  dass  er  die  Waare  konnte 
fehren  lassen.  Er  handelte  etwa  25  Jahre  und  erwarb  sich 
ein  VermSgen  von  45.000  Gulden.  Besonders  in  Holland 
war  die  Fortuna  freigebig,  mehrere  Tausend  Gulden  gewon- 
nen."  Am  meisten  waren  die  Schueller,  Falger  und 
Maid  oner  von  Holzgau  vom  Gliicke  begiinstigt;  Holzgau 
uberragte  an  Reichthum  alle  andern  D5rfer  Lechthals. 

Der  Reichthum  hat  heute  in  Lechthal  stark  abgenom- 
men;  viel  Geld  ist  durch  Auswanderung  und  Heiraten  wie- 
der  in  die  Fremde  gewandert.  Falger  blickte  sehr  triib  in 
Zukunft;  seine  Chronik  enthM.lt  lange  Klagen  fiber  die  ver- 
anderten  Verhaltnisse,  er  bricht  sogar  in  den  Ausruf  aus: 
„So  haben  wir  circa  300  Handelsleute  vom  Thale  um  das 
Jahr  1799  bluhend,  hundert  Jahre  fruher  (1699)  waren 
644  Lechthaler  im  Auslande  als  Maurer  —  und  was  wird 
vorherrschen  im  kunftigen  189'J?  Ich  mcfchte  sagen,  eine 
grosse  Anzahl  Bettler!"  So  schlimm  wird  es  nicht 
werden,  allein  die  Warnung  des  ehrlichen  alten  und  erfah- 
renen  Mannes  verdient  doch  Beachtung  und  die  Lechthaler 
mogen  sich  vor  Allem  eine  Besserung  ihrer  Volksschulver- 
haltnisse  auch  und  zunachst  in  materieller  Hinsicht  empfoh- 
len  sein  lassen.  Die  Volkssohule  ist  dort  fUr  die  vielen 
Stiller  bisher  immer  nur  das  Stiefkind  gewesen  und  hat  ihr 
ein  rechtes  Gliick  nie  gebliiht. 

Schon  seit  langer  Zeit  haben  Auswanderungen  aus  Lech- 
thal stattgefunden;  der  Boden  ist  zu  karg,  um  die  Bev6l- 
kerung  zu  nahren,  der  Kindersegen  mitunter  sehr  gross. 
Falger  tuhrt  dariiber  einige  Beispiele  an.  „Drei  Schwestern 
batten  3^>  Kinder,  auch  in  Stockach  zwei  Nachbarn  zusam- 


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-    58    - 

men  26  Kinder  und  in  H&selgehr  sollen  zwei  Ehepaare  in 
60  Jahren  in  allem  (Kinder  und  Kindeskinder)  zusammen 
120  Kinder  gehabt  haben."  Schon  friiher  waren  manche 
nach  Amerika  gewandert;  nach  1848  gingen  ganze  Gesell- 
schaften  von  Auswanderern  dorthin,  so  dass  dort  wol  manche 
Colonie  von  Lechthalern  bestehen  mag.  Falger  erw&hnt 
eine  solche,  welche  den  gar  poetischen  Namen  „  Schnellers- 
hain*  (vielleicht  richtiger,  wenn  auch  prosaischer  „Schnel- 
lersheim14?)  fuhrt  und  im  Staate  Wisoounsin  bei  Fond  du 
Lac  liegen  soil.  Vielleicht  wird  mit  der  Zeit,  wenn  sich 
der  Segen  Gottes  auoh  in  der  neuen  Welt  eben  so  wie  in 
der  alten  bew&hrt,  noch  eine  volkreiche  Weltstadt  daraus. 
Ein  Josef  Schneller  von  Kranichen  wanderte  im  vorigen 
Jahrhunderte  nach  Strassburg  aus  und  soil  Baumeister  ge- 
wesen  sein;  sein  Sohn,  gleichfalls  Josef  Schneller,  lebt 
heute  als  Stadtarchivar  und  President  des  historischen  Ver- 
eins  in  Luzern  und  ist  als  Verfasser  vieler  geschichtlicher 
Monographien  riihmlich  bekannt.  Der  gelehrte  Herr  gedenkt 
noch  freundlich  der  alten  vftterlichen  Heimat  und  war  auch 
mit  Falger  befreundet. 

Bemerkenswerthe  Manner  aus  Lechthal.  — 
Falger  hat  nicht  vergessen  auch  M&nner  aus  Lechthal  zu 
erw&hnen,  welche  es  in  der  Welt  zu  einigem  Ansehen  ge- 
bracht  haben.  Der  bekannteste  davon  ist  der  Maler  Josef 
Koch  (geb.  in  Obergiebeln  bei  Bach  am  27.  Juli  1768, 
gest.  in  Rom  am  12.  Janner  1839);  seine  Biographie  ist  in 
jedem  Conversationslexikon  zu  finden.  Falger  hat  ihm,  wie 
schon  oben  erwahnt  wurde,  ein  Denkmal  aus  Marmor  gesetzt; 
vielleicht  lUsst  sich  ktinftig  noch  einmal  ein  reicher  Lech- 
thaler  vom  Feuer  des  Wetteifers  hinreissen,  em  ahnliches 
lobliches  Werk  zu  verrichten.  Eine  den  Namen  Koch's  tra- 
gende  Stipendienstiftung  fur  angehende  junge  Kftnstler  aus 
dem  Lechthale,  welches  an  solchen  Talenten  nicht  arm  ist, 
ware  auch  ein  schones  Denkmal,  welches  seinem  Stifter  za 
unvergSnglicher  Ehre,  dem  Thale  aber  zum  Nutzen  gereichen 
musste.    Eine  leichtfassliche  ausfiihrliche  Biographie  Koch's 


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—    59    — 

k5nnte,  wenn  sie  bereits  geschrieben  und  in  den  Handen  der 
Lechthaler  w&re,  die  jungen  Lechthaler  schon  in  zartem 
Knabenalter  aneifern,  dem  hohen  Beispiele  Koch's  energisch 
nachzueifern.  Ausser  Koch  sind  fast  nur  Manner  des  geist- 
lichen  Standes  aus  Lechthal  bemerkenswerth.  Lechthal  hat 
viele  Priester  hervorgebracht;  Falger  zahlt  deren  nach  den 
Geburtsjahren  von  1686  bis  1822  nahezu  GO  mit  Namen 
anf.  Josef  Anton  Schneller  von  Bach  (1738—1811) 
war  Seminarprofessor,  dann  Vizekanzler  inDillingen;  Anton 
Schneller  von  Lntergibeln  (geb.  1796)  war  jenseits  des 
Weltmeeres  Stadtpfarrer  in  New- York.  Josef  Karle  von 
Stanzach  (gest.  1860)  war  Professor  der  orientalischen  Spra- 
chen  in  Wien.  Ein  besonders  wackerer  Herr  war  der  Kurat 
Josef  Maldoner  in  Haselgehr,  welcher  nicht  nur  Biicher 
schrieb,  sondern  auch  den  Armen  viel  Gutes  that  und  nament- 
lich  den  armen  Lenten  in  Gramais  und  Bschlabs  ihre  er- 
barmlichen  Thalwege  mit  seinem  Gelde  bedeutend  bessern 
liess.  Als  er  1849  starb,  bekam  jeder  der  beim  Leichen- 
begangniss  mitgehenden  450  Armen  einen  Zwanziger  als 
Almosen.  Von  noch  Lebenden  m5gen  der  Dekan  in  Brei- 
tenwang  Josef  Schneller  von  Bach  und  der  vielleicht 
manchem  Leser  durch  sein  gern  gehdrtes  Orgelspiel  bekannte 
Franziskaner  P.  Peter  Singer  von  Haselgehr  in  Salzburg 
erwahnt  werden. 


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Y. 

Fast  uberall  hat  das  Volk  einen  Schatz  uralter  Ueber- 
lieferungeii  als  Sage  und  March'.,  bewakrt.  Wen  heimelt 
nicht  das  Bild  eines  Grossvaters  oder  einer  Grossmutter  an, 
welcbe  den  gespannt  lauschendeu  Enkeln  alte  seltsame  Ge- 
scbichten  erzahlen?  Man  hat  diese  Erzahlungen  lange  miss- 
achtet,  bis  man  erkannte,  was  sie  zu  bedeuten  haben;  seit- 
her  hat  sich  auch  die  Dichtung  und  die  Kunst  dieser  Stoffe 
bemachtigt  und  ihren  Inhalt  durch  Wort  und  Farbe  ver- 
herrlicht. 

Falger  hat  leider  solchen  Dingen  keine  Beachtung  ge- 
schenkt,  weil  er  kein  Verstandniss  dafur  hatte.  Da  er  sich 
der  Thalgeschichte  wegen  viel  mit  alten  Leuten  zu  schaffen 
machte,  hatte  er  leicht  auch  einen  vielleicht  reichen  Schatz 
von  Volkssagen  sammeln  und  manches  retten  konnen,  was 
jetzt  fiir  immer  verklungeu  ist.  Gewiss  hat  auch  das  Lech- 
thal  seine  Volkssagen,  kaum  jedoch  Marchen;  einiges  ware 
bei  gehSrigem  Fleiss  immerhin  noch  zu  sammeln.  Der  Ver- 
fasser  dieser  Skizzen  will  im  Nachfolgenden  wenigstens  ver- 
zeichnen,  was  er  als  Knabe  selbst  gehort  und  in  der  Erin- 
nerung  behalten  hat. 

Der  Glaube  an  Gespenster  und  Geister  (tPutzea)  war 
in  fruherer  Zeit  ziemlich  stark  eingewurzelt.  Auch  der 
Glaube  an  Hexen  und  Truten  war  weit  verbreitet.  Nach 
der  alten  Volksanschauung  waren  der  sogenannte  Bidmig  bei 
Steeg  und  die  Noppen  bei  Elbigenalp  jene  Berge,  auf  wel- 
chen  die  Hexen  zusammen  kamen.  Einige  Lechthaler  Hand- 
ler kehrten  im  vorigen  Jahrhunderte  weit  vom  Lechthal  in 
Niederdeutschland  in   einem  "Wirthshause   ein  und  sprachen 

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—    61    — 

von  ihrer  Heimat.  Da  kroch  pl5tzlich  ein  friiher  nicht  be- 
ach tetes  altes  "Weibchen  liinter  dem  Ofen  liervor,  mischte  sich  in 
ihr  Gespr&ch  und  wusste  den  Hexenberg  bei  Elbigenalp  mit 
solcher  Ortskenntniss  zn  bezeichnen,  dass  den  Lechthalern 
kein  Zweifel  blieb,  mit  wem  sie  es  zn  thun  hatten.  Auch 
dieser  Glaube  ist  heute  fast  verschwunden  und  dies  ist  kein 
Schade;  er  hat  einst  in  Deutschland  des  grausigen  Unheiles 
genug  angestiftet.  Die  „Piitze*  sind,  wie  ich  als  Knabe 
h5rte,  von  einem  Papste  —  anderswo  sagt  man  bekanntlich 

>  meistens  vom  Conzil  zu  Trient  —  gebannt  worden,  so  dass 
sie  den  Menschen  nicht  mehr  so  leicht  erscheinen  k5nnen. 
Einen  ganz  eigenthiimlichen  „Putza  gab  es  einst  auch  an 
der  Grlinauer  Briicke  bei  Elbigenalp;  derselbe  pflegte  sich 
namlich  auf  die  Schultern  nachtlicher  Wanderer  zu  setzen, 
welche  ihn  dann  als  furchtbar  driickende  Last  schweisstrie- 
fend  eine  Stunde  weit  bis  zur  Griessauer  Brticke  bei  Hasel- 
gehr  tragen  mussten,  wo  der  ungebetene  Gast  verschwand 
nnd  weiter  nichts  mehr  von  sich  horen  liess.  Auch  von 
Bannern  und  Zauberbiichern  hflrte  ich  als  Knabe  er- 
zahlen.  Ein  gefurchteter  Banner  soil  in  OberschSnau  gelebt 
haben,  welcher  jeden  nachtlichen  Felddieb  dadurch  zu  „  stel- 
len"  vermochte,  dass  er  ein  Messer  in  den  Boden  steckte. 
Zog  er  aber  das  Messer  nicht  vor  Sonnenaufgang  wieder 
heraus,  so  musste  der  gestellte  Dieb  zu  Asche  zerfallen.  "  Im 
gleichen  Weiler  war  einst  in  einem  Hause  ein  Knabe  wah- 
rend  des  Fruhgottesdienstes  an  einem  Sonntag  allein  und 
gerieth  liber  ein  Zauberbuch  seines  Vaters.  Als  er  darin 
las,  entstand  im  Hause  furchtbares  Gepolter,  welches  erst 
wieder  allmalig  aufhorte,  als  der  nach  Hause  kommende 
Vater  wieder  riickwarts  las,  was  der  Knabe  vorw&rts  gele- 
sen  hatte. 

Auch  das  sogenannte  ^Venediger  Mandl*  ist  in 
Lechthaler  Sagen  bekannt;  doch  erinnere  ich  mich  an  keine 
bestimmte  Sage  davon,  wol  aber,  wie  mir  der  Grossvater 
einmal  und  After  sehr  ernsthaft  erzahlte,  mittels  eines  Vene- 

diger  Spiegels  konne  man  das  Innere  der  Berge  sehen.     Da 


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—    62    — 

glanze  alles  von  Gold  und  Silber;  tief  in  der  Erde  unter 
Holzgau  laufe  eine  dicke,  dicke  Goldader  durch.  Und  wo 
solche  Schatze  im  Boden  stecken,  da  graben  die  armen  Leute 
auf  der  Oberflache  nach  Erdapfeln! 

Um  die  Kinder  von  Bachen  fernzuhalten,  pflegt  man 
sie  mit  der  „Fanggo*  und  dem  „Blutschinka  za 
8chrecken.  Wie  diese  Schreckgestalten  aussehen,  ist  mir 
nicht  bekannt  geworden.  In  Oberinnthal  heissen  die  wilden 
Weiber  „  Fanggen  B,  in  Vorarlberg  „  Fenggen  * ;  Sagen  vom  Blut- 
schink  als  einem  Wasserungethum  kommen  in  Paznaun  vor. 

Nun  mogen  einzelne  Sagen  folgen. 

1.  Ober  Bach  ist  in  einer  Felsenwand  eine  Lichtoffhung, 
das  Fallenbacher  Loch  genannt.  Es  ist  auf  folgende  Weise 
entstanden.  Ein  Schutze  war  dort  auf  der  Gemsenjagd;  da 
zog  ein  schweres  Gewitter  herauf  und  eine  Hexe  fuhr  in 
einer  dunkeln  Wolke  voriiber.  Der  Schutze  schob  eine  ge- 
weihte  Kugel  in  den  Gewehrlauf  und  schoss  nach  der  Hexe. 
Er  fehlte  jedoch  und  die  Kugel  fuhr  mit  furchtbarer  Gewalt 
durch  die  Felsenwand.  So  entstand  darin  die  besagte  Oeffnung 
und  ist  noch  heute  zu  sehen. 

2.  Ein  Schutze  jagte  einmal  auf  den  Bergen  und  er- 
blickte  eine  Gemse,  welche  an  eine  Zwergffthre  (Zunder)  ge- 
bunden  war.  Schon  hatte  er  angelegt,  als  er  sich  dachte: 
9  Nein,  auf  ein  angebundenes  Wild  schiesse  ich  nicht,  da  ist 
es  nicht  richtig!"  Er  band  die  Gemse  los,  welche  rasch  ent- 
floh.  Nach  Jahren  machte  er  einmal  eine  Wallfahrt  nach 
Maria  Einsiedeln  in  der  Schweiz.  Wenige  Stunden  davon 
entfernt  wurde  er  in  einem  Gasthause,  wo  er  iibernachtete, 
besonders  gut  bewirthet  und  man  wollte  durchaus  kein  Geld 
von  ihm  annehmen.  Als  er  aber  erklarte,  ohne  zu  zahlen 
gehe  er  nicht  fort,  Hess  ihn  die  Wirthin  rufen  und  theilte 
ihm  mit,  sie  sei  jene  Gremse  gewesen,  die  er  vor  Jahren  ge- 
schont  und  losgebunden  habe;  sie  sei  durch  eine  bose  Nach- 
barin  so  verzaubert,  aber  durch  ihn  mit  Gottes  Hilfe  ge- 
rettet  worden.  Der  Schutze  wurde  von  ihr  mit  Dank  uber- 
Muft  und  musste  auch  noch  Geldgeschenke  annehmen. 


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-    63    - 

3.  In  Bergmahdern  (hinter  Steeg),  welche  nahe  an 
einer  Alpe  lagen,  horten  die  Leute  schon  seit  Menschenge- 
denken  bei  hellem  Tage  abwechselnd  Weinen  und  Lachen 
und  sahen  hie  und  da  auf  dem  Bergabhange  eine  Gestalt, 
von  wejcher  dasselbe  ausging.  Man  nannte  dieselbe  insge- 
mein  den  Alpenputz.  Im  Spatherbste,  nachdem  Senner  und 
Wildheuer  schon  abgezogen,  war  einmal  noch  ein  Mann 
allein  in  der  Sennhiitte  zuruckgeblieben,  urn  Fasser  zu  bin- 
den,  welche  er  fur  den  aus  Enzianwurzeln  gewonnenen 
Branntwein  benBthigte.  Eines  Tages  blickte  er  eben  zum 
Fenster  hinaus  und  sah  den  Alpenputz  auf  die  Hutte 
zukommen.  Voll  Schrecken  verkroch  er  sich  hinter  seine 
Fasser.  Der  Geist  trat  ein  und  blieb  beharrlich  mitten 
in  der  Stube  stehen,  so  dass  dem  Fassbinder  am  Ende  nichts 
ubrig  blieb,  als  mit  einem  herzhaften  „Alle  guten  Geister 
loben  Grott  den  Herrn!"  hervorzurumpeln.  Nun  machte  ihm 
der  Alpenputz  die  Mittheilung,  er  sei  einst  Hirte  auf  dieser 
Alpe  gewesen  und  habe  durch  seine  Schuld  einer  armen 
Witwe  einzige  Kuh,  weil  sie  immer  allein  seitwarts  ging 
und  ihm  viel  Verdruss  machte,  zu  Tode  fallen  lassen,  in- 
dem  er  ihr  Baumrinden  legte.  Auf  die  Frage,  ob  marl 
nichts  fiir  ihn  thun  kSnne,  antwortete  er  verneinend,  da 
die  Familie  der  Witwe  lange  schon  ausgestorben  sei.  Er 
sei  verurtheilt,  die  Kuh  hinaufzutragen  und  dabei  zu  weinen 
und  sie  dann  hinunter  zu  werfen  und  laut  zu  lachen;  hun- 
dert  Jahre  habe  er  schon  getragen,  dreissig  miisse  er  noch 
tragen.  Er  bitte  nur  um  das  Eine,  dass  die  Leute  im 
Sommer  in  den  Bergmahdern  nicht  so  hell  und  fr5hlich 
,juchezeng  m5chten,  denn  es  thue  ihm  unsaglich  wehe. 
Dann  verschwand  er  und  wurde  seit  der  Zeit  nicht  wieder 
gesehen. 

4.  Die  aWiithige  Fahrt*  fahrt  durch  Kreuzhauser"  d.  i. 
solche  Hauser,  in  deren  Hausgange  zwei  Thiiren  einander 
gegeniiber  sich  befinden,  schlagt  Fenster  und  Thiiren  auf, 
schliesst  sie  aber  wieder.  Den  Kopf  soil  man  nicht  beim 
Fenster  hiuausstrecken ,   sondern  sich  mit  gekreuzten  Armen 


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> 


-    64    - 

auf  den  Boden  werfen.  Komrnen  wahrend  der  Fahrt  wilde 
grosse  Manner  in  die  Stube,  soil  man  ihr  Begehren  genau 
erfullen  und  ihnen  auch  Speise  aufsetzen,  wenn  sie  solche 
verlangen. 

Bei  Steeg  begegnete  einmal  ein  Mann  zur  Nachtzeit 
der  wttthigen  Fahrt,  warf  sich  aber  nicht  zu  Boden,  son- 
dern  schaute  zu.  Ganz  zuletzt  kainen  noch  drei  grosse 
wilde  Manner.  Der  Erste  sprach:  „Da  ist  ein  Stock  (d.  i. 
Baumstrunk).  *  Der  Zweite  rief:  „Schlag  die  Hacke  ein.* 
Der  Dritte  schlug  dem  zuselienden  Manne  die  Hacke  in  den 
Kopf.  Dieser  war  nicht  im  Stande  die  Hacke  wieder  her- 
auszuziehen  und  ging  damit  herum,  ohne  dass  ihm  etwas 
wehe  tbat.  Ueber  guten  Rath  begab  er  sich  genau  fiber 
ein  Jahr  in  der  Nacht  wieder  an  dieselbe  Stelle  und  war- 
tete.  Da  kam  wieder  die  wiithige  Fahrt  und  zuletzt  wie- 
der die  drei  wilden  Manner.  Der  Erste  sprach:  tDa  ist 
ein  Stock.*  Der  Zweite  rief:  „Zieh  die  Hacke  heraus!8 
Der  Dritte  that  es.  Nun  war  der  Mann  wieder  von  del 
Hacke  frei  und  hatte  dabei  weiter  ausser  dem  Schrecken 
keinen  Schaden  erlitten. 

5.  Von  Stanzach  ging  vor  Zeiten  der  „  Waldjohler* 
jede  Nacht  bis  zuui  Nikolausbrunnen  an  der  Thalscheide 
von  Nainlos  und  Fallerschein  auf  der  rechten  Seite  des 
Thales  hinein  und  kehrte  auf  der  linken  zuriick.  Dabei 
stiess  er  von  Zeit  zu  Zeit  ein  furchtbares  Gebrulle  aus,  wel- 
ches zu  heiligen  Zeiten  immer  starker  war.  Man  hat  ihn 
auch  mit  der  wilden  Jagd  ziehen  sehen.  Einmal  machte 
ein  Wildschiitze  Feuer  auf,  da  zog  der  Waldjohler  an  ihm 
vorbei;  zugleich  sprang  auch  ein  Hirsch  plarrend  auf  und 
mit  dem  Waldjohler  thalein. 

Besagter  Nikolausbrunnen  entspringt  im  wilden  Gew&nd 
und  soil  vom  hi.  Nikolaus  geschlagen  worden  sein,  als  er 
die  Namloser  Kinder  bescherte. 

Wildheuer  horen,  wenn  sie  nachts  auf  dem  Heuschober 
Hegen,  beim  Einschlafen  eine  wunderschone  Musik,  welche 
allmalig  in  der  Feme  versturaint;  man  nennt  sie  die  Hexen- 


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—    65    — 

inusik.  Ein  Manu  fand  einmal  auch  eine  halbzerbrochene 
Geige  and  nalim  sie  mit  nach  Hause;  mit  der  Zeit  kam 
ihin  dieselbe  nicht  mehr  geheuer  vor  und  er  verbrannte  sie. 

6.  Zu  einem  Bauernweibe,  welches  an  einem  Vormittage 
auf  einem  Aoker  jatete,  kam  einmal  eine  wilde  Fran  aus 
dem  Gebirge  und  brachte  einen  Laib  Brot  und  ein  wunder- 
hubsches  kleines  Messer.  Sie  sagte:  „Da  nimm  und  iss; 
lege  mir  aber,  wenn  du  Mittags  heimgehst,  das  Messer  dort 
auf  die  Mark.  *  Die  Baurin  ass  und  ass,  denn  ein  so  gutes 
Brot  hatte  sie  nie  gebabt,  und  als  sie  Mittags  heimging, 
legte  sie  das  Messer  auf  die  Mark.  Nachmittags  kam  sie 
wieder,  jatete  fleissig  bis  auf  den  Abend  und  wollte  dann 
heimgehen.  Da  sah  sie  das  Messer  noch  auf  der  Mark  lie- 
gen.  „Schade",  dachte  sie  sich,  „wenn  das  schdne  Messer 
ge8tohlen  wtirde;  ich  will  es  mit  niir  nehnien.  *  Aber  kaum 
hatte  sie  dies  gedacht,  da  stand  plotzlich  die  wilde  Frau 
wieder  vor  ihr  und  spjach  zornig:  „Habe  ich  dir  nicht  ge- 
sagt,  du  sollst  das  Messer  nicht  mitnehmen?  Nun  sollst 
du  kein  Brot  mehr  von  mir  bekoinmen  und  warest  du 
nicht  so  (die  Baurin  war  gesegneten  Leibes),  ich  zerrisse  dich 
so  klein,  wie  der  Staub  in  der  Sonne!11  Dainit  verschwand 
sie  und  kam  nie  wieder. 

7.  Eine  Kindbetterin  stand  einmal  auf,  ohne  sich  zu 
segnen  und  ging  in  die  nachste  Kirche,  sich  fursegnen  zu 
lassen.  Als  sie  heimkam  und  ain  Herde  stand,  rief  ein 
alteres  Kind,  welches  auf  dem  Herde  sass,  aus:  ,0  je,  hat 
doch  die  Mutter  eine  haarige  Zunge!g  Da  sah  man  erst, 
dass  es  nicht  die  rechte  Mutter  war,  sondern  ein  wildes 
Weib,  welches  die  rechte  Mutter  auf  dem  Gange  zur  Kirche 
zerrissen  hatte. 

8.  (Im  Dialekt)  Amal  ist  so  a  wilds  Mensch  bam 
obara  Wirt  i  "Waissabach  Moad  gwSst  Und  darsall  "Wirt 
hat  Gliick  khat  wia  gar  nia.  Ietz  ist  aber  amal  a 
Baur  mit  zwea  Stier  is  Schwarzwasser  g'fahrt  Af  amil 
sicht  er  an  Mann  ganz  doba  af  ama  Gufel  stea  und  schraia: 
,Sag  der  Schurle  Murle,   se  soil  hoam  gea,  Hofa  Ranggo 

Ferdinandeums-Zeitscbrift.  5 


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—    66    — 

sei  gstuarba.*     Wia*r  hoaiu  kont  ist,   hat  ers   der  Moad 
gsat,  sie  ist  fort  and  ddssall  Mil  gsocht  und  numma. 

9.  Ein  Hirte  taufte  einmal  aus  Muthwillen  ein  Lamm, 
welches  mit  der  Zeit  zu  einem  fiirchterlichen  Ungethiim  her- 
anwuchs,  die  Alpe  verwustete  und  der  Schrecken  der  Um- 
gegend  war.  Die  Leute  wussten  sich  nicht  zu  rathen  und 
zu  helfeu.  Endlich  kam  Einer,  der  gab  den  Bath:  ein 
Stierkalb  miisse  auigezogen  und  sieben  Jahre  lang  auf  das 
Beste  gefQttert  werden;  dann  solle  es  von  einer  Jungfrau  an 
einem  seidenen  Bande  in  die  Alpe  gefuhrt  werden.  Dies 
geschah.  Als  in  der  Alpe  der  Stier  und  das  Ungethiim 
auf  einander  trafen,  entstand  ein  furchterliches  lange  unent- 
schiedenes  Raufen.  Endlich  siegte  der  Stier  und  erwurgte 
das  Ungethiim  an  einer  9Bonatf  (d.  i.  einem  alten  umge- 
sturzten  Tannenbaume). 

10.  In  Madau  bei  Bach  standen  vor  Zeiten  sieben 
BauernhSfe  und  jeder  Bauer  hatte  sieben  Kuhe.  Zur  Win- 
terzeit  zerstftrte  einmal  eine  La  wine  ein  Haus  und  die  Leute 
retteten  mit  Miihe  nur  das  nackte  Leben.  Aber  im  Som- 
mer  bauten  die  andern  dem  Verungliickten  das  Haus  wieder 
auf  und  jeder  gab  ihm  eine  Kuh.  So  standen  wieder  sieben 
H&user  und  jeder  Bauer  hatte  jetzt  sechs  Kuhe. 

11.  In  Madau  lebte  auch  einmal  ein  altes  Miitterchen, 
welches  an  Sonntagen  nicht  mehr  den  drei  Standen  langen 
Weg  zur  Pfarrkirche  in  Elbigenalp  machen  konnte.  Der 
Pikrrer  schickte  ihr  die  Aufforderung  zum  sonntaglichen 
Kirchenbesuche  zu.  Am  nachsten  Sonntage  kam  das  Miit- 
terchen zur  Kirche,  nachdem  sie  auf  dem  Wege  fortwahrend 
gebetet  hatte.  Sie  trat  in  den  "Widum  und  der  Pfeurer 
fragte,  wie  viele  Vaterunser  sie  auf  dem  Wege  gebetet  habe. 
„ Drei",  war  die  Antwort.  Dem  Pfarrer  dtlnkte  dies  zu 
wenig.  »Ach*,  erwiederte  sie,  „heut  ist  warm  Wetter*  und 
h&ngte  bei  diesen  Worten  den  Sonnenschirm  in  die  Luft, 
dass  er  ruhig  hangen  blieb.  Da  staunte  der  Pfarrer  und 
erliess  ihr  kunftig  den  Eirchenbesuch, 

12.  Holzgau  wird  einst  zu  Grande  gehen.     Sobald  im 


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—    67    — 

Dorfe  das  letzt  Haus  mit  Kalk  beworfen  und  geweisst  ist, 
wird  auf  Schiggen  ein  Stier  in  einer  Pfiitze  einen  See 
austreten,  dieser  See  wird  ausbrechen  und  Holzgau  Iiber- 
8chiitten. 

13.  In  Dr.  Ignaz  Zingerle's  „Sagen,  Marchen  und  Ge- 
brauche  aus  Tirol*  (Innsbruck  1859)  S.  130  steht  auch 
Folgendes  zu  lesen:  „Ober  Elbigenalp  ist  ein  ebener  Platz, 
der  das  Kitzbodele  heisst;  darauf  soil  ein  Drache  wohnen. 
Wenn  dieser  sich  einst  uinkehren  wird,  wird  Elbigenalp  zu 
Grunde  gehen.  Ebenso  soil  ein  Drache  iin  Wasserthal,  das 
nordflstlich  von  Elbigenalp  liegt,  hausen.  Wenn  sich  diese 
Bestie  ^einst  umkehren  wird,  wird  ganz  Elbigenalp  iiber- 
schwenimt  werden." 

14.  In  Birchetsgump  hinter  Steeg  gab  es  friiher  so 
viele  Schlangen,  dass  man  fast  nicht  mahen  und  heuen 
konnte.  Da  kam  ebmal  ein  frenider  Zauberer  und  ver- 
sprach  Abhilfe,  wenn  keine  weisse  Schlange  darunter  seL 
Man  gab  recht  Acht,  fond  aber  nirgends  eine  weisse  Schlange. 
Da  begab  sich  der  Zauberer  auf  den  Berg,  schiirte  ein  gros- 
ses Feuer  an  und  begann  in  einem  Zauberbuche  zu  lesen. 
Als  die  erste  Schlange  in  das  Feuer  schoss,  horte  man  von 
zu  hinterst  aus  dem  Orte  einen  grellen  Pfiff.  Da  erblasste 
der  Zauberer,  sagte,  er  sei  verloren  und  hiess  die  Leute 
fortgehen.  Die  Schlangen  mussten  alle  in's  Feuer,  die  letzte 
aber  war  eine  weisse  mit  einem  Kronlein  auf  dem  Haupte 
und  diese  durchbohrte  den  Zauberer,  ehe  sie  in's  Feuer 
stiirzte. 

15.  In  Almajur  bei  Kaisers  stand  einst  ein  schdnes 
Dorf  und  in  der  Nahe  war  ein  Silberbergwerk,  welches  sehr 
ergiebig  war.  Die  Leute  wurden  reich,  aber  auch  so  uber- 
miithig,  dass  sie  sagten,  sie  brauchten  das  Licht  Grottes,  die 
Sonne,  gar  nicht  und  kSnnten  ihre  Hauser  selbst  erleuchten; 
darum  schlossen  sie  am  hellen  Tage  Thiiren  und  Fenster 
zu.  Aber  zur  Strafe  versank  das  Dorf  in  die  Erde,  dass 
man  nicht  mehr  wusste,  wo  es  gestanden.  Lange  Zeit 
nachher  ging  einmal  ein  Mann  aus  HSgerau  in  der  Nacht 

6* 


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—    68    — 

uber  Almajur  und  kam  in  einen  unterirdischen  Gang.  Er 
ziindete  eine  Kerze  an,  ging  weiter  und  kam  in  den  Chor 
einer  Kirche,  deren  Altar  mit  silbernen  Leuchtern  geschmuckt 
war.  Als  er  sich  weiter  umsah,  erblickte  er  zu  hinterst  in 
der  Kirche  in  einem  Stnhle  einen  Mann,  welcher  vom  Schlafe 
erwachte  und  den  Wanderer  nach  der  Jahreszahl  fragte. 
Als  er  sie  gehort  hatte,  seufzte  er:  9Es  ist  noch  nicht 
Zeit!"  und  sank  in  den  Schlaf  zuriicL  Da  wandelte  den 
Hagerauer  ein  Schauer  an  und  er  eilte  hinweg,  indem  er 
beim  Fortgehen  noch  einen  der  silbernen  Leuchter  vOm 
Altare  mit  sich  nahm.  Zu  Hause  angelangt  legte  er  sich 
kraok  nieder  und  starb  nach  drei  Tagen.  Man  hat  spater 
vergebens  nach  deni  £ingange  in  die  unterirdische  Kirche 
gesucht 

Soviel  iiber  die  Volkssagen  iin  LechthaL  Grewiss  kann, 
wenn  Kundige  darnach  eifrig  forschen,  noch  manches  der- 
artige  aus  dem  Untergange  der  alten  Volksfiberlieferungen 
gerettet  werden.  Im  Volksleben  ist  das  oft  Unscheinbarste 
beachtenswerth;  in  manchein  an  sich  verwerflichen  Aber- 
glauben  steckt  mitunter  ein  Stuck  uralter  Volksreligion. 
Woriiber  wir  jetzt  lachen  oder  spotten,  das  war  einst  unsern 
heidnischen  Vorfahren  heilig  und  wehe  dem,  welcher  daruber 
gespottet  hatte!  Nach  einem  bekannten  klassischen  Worte 
liegt  oft  selbst  im  kindlichen  Spiele  ein  tiefer  Sinn;  darom 
moge  mir  gestattet  sein,  am  Schlusse  dieser  Skizze  noch 
zweier  alterer  Hirtenspiele  aus  Lechthal  zu  erwahnen,  welche 
vielleicht  von  den  heutigen  Hirten  in  Lechthal  langst  ver- 
gessen  sind. 

Das  erste  dieser  Spiele  ist  das  „  Himmelsteigen. c  Es 
werden  in  dem  Basen  drei  Locher  ausgestochen,  die  ,  Holle  *, 
die  BVorh5lletf  und  das  „  Fegefeuer a.  Daneben  wird  ein 
nicht  allzugrosser  Baumast  mit  abgestutzten  Zweigen  in  den 
Boden  gesteckt  Zum  Spiele  hat  jede  Person  ein  Taschen- 
messer  und  einen  aus  einem  Zweige  geschnittenen  Hacken. 
Die  Hacken  werden  zuerst  alle  in  die  „  Holle  *  gelegt  Dann 
wird   das   Messer   geworfen   mit    den   Worten:      jjMesserle, 


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Messerle,  bet  mir  wol!g  Liegt  die  Marke  der  Klinge  oben, 
so  darf  der,  welcher  das  Messer  geworfen  hat,  sein  Hacklein 
vorw&rts  bringen,  von  der  „H5lleg  in  die  „Vorh6lleg,  von 
dieser  in  das  „  Fegefeuer g  und  von  diesem  auf  den  Baumast. 
Wessen  Hacken  zuerst  am  obersten  Astzweig  hangt,  also 
ganz  in  den  „Himmel*  aufgestiegen  ist,  bleibt  Sieger  und 
hat  von  den  andern  eine  bestiminte  Anzahl  von  Vaterunseru 
fiir  die  armen  Seelen  gewonnen. 

Das  andere  Spiel  ist  das  „  "Wasenstechen g.  Jeder  hat 
seinen  eigenen  Bodentheil  am  Spielplatze.  Das  Messer  wird 
wie  oben  mit  dem  Spruche:  „  Messerle,  Messerle,  bet  mir 
wol!g  geworfen.  Liegt  die  Marke  der  Klinge  oben,  so  darf 
der  "Werfende  vom  Boden  des  andern  so  lange  "Wasenstiicke 
ausschneiden,  als  er  den  Athem  an  sich  halten  kann,  und 
dieselben  dann  fur  sich  behalten.  Am  Ende  werden  die 
L5cher  zugemacht  und  der  Verlierende  d.  i.  derjenige,  wel- 
cher mit  seinen  "Wasenstiicken  zum  Zumachen  nicht  aus- 
reicht,  muss  nfederknieen  und  mit  den  fehlenden  Wasen- 
stiicken  dreimal  um  das  nicht  ausgef&llte  Loch  kriecheiu 
FSllt  dabei  ein  "Wasenstiick  herab,  so  wird  es  mit  aller 
Kraft  auf  den  Kriechenden  geworfen. 

Es  ist  fast  allzugrosse  Vertraulichkeit,  wenn  ich  dem 
Leser  bemerke,  dass  mir,  wie  fast  alle  Sagen,  so  auch  diese 
Hirtenspiele  oft  von  meiner  lieben  seligen  Mutter  mitgetheilt 
worden  sind,  welche  dieselben  als  armes  Hirtenmadchen  sehr 
oft  selbst  auf  den  Alpen  in  Krapach  und  Bockbach  und 
andern  wunderschSnen  Gegenden  hinter  Steeg  gespielt  hat. 
Wie  sie  aber  nie  beizufiigen  vergass,  war  das  „"Wasenste^ 
cheng  ein  zwar  kurzweiliges ,  aber  nicht  gerne  gesehenes 
Spiel,  dessen  h&ufigere  Uebung  zum  nagenden  Wurme  im 
Grewissen  wurde.  Es  wurden  ja  dadurch  die  "Weidepl&tze 
geschUdigt!  Ach,  wenn  nur  die  modernen  Grander  auch 
einen  solchen  nagenden  "Wurm  in  ihrem  Gewissen  gehabt 
Utten!  — 


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VI. 

Die  Volksmundart  im  Lechthal  ist,  wie  schon  ange- 
deutet  wurde,  nicht  schw&bisch,  sondern  steht  der  oberinn- 
thalisohen  in  alien  lautgesetzlichen  Erscheinungea  nahe. 
Charakteristiscb  fur  dieselbe  ist,  dass  weibliche  Hauptwflrter, 
welche  neuhochdeutsch  auf  e  endigen,  auf  unbetontes  o,  wel- 
ches im  Plural  zu  a  wird,  auslauten  z.  B.  blso,  plnr. 
bSsa,  Base,  Basen.  Starke  Zeitwflrter  werden  in  den  Par- 
ticipien  perf.  nicht  selten  schwach  gebildet  z.  B.  g'fSlut= 
gefahren.  Zwischen  Ober-  und  Unterlechthal  ist  der  am  mei- 
sten  auffallende  Unterschied  in  der  Sprache,  dass  das  hoch- 
deutsohe  o  dort  wie  ua,  hier  wie  oa  z.  B.  Horn  dort  bnara, 
bier  hoara  gesprochen  wird. 

Der  beschr&nkte  Raum   gestattet  mir  hier  nicht,    eine 
eingehende   Untersuchnng  iiber  die  lautgesetzlichen  Erschei- 
nnngen  der  Volksmundart  in  Lechthal  anzustellen;  doch  will 
ich  diese  Skizzen  nicht  schliessen,  ohne  ein  Verzeichniss  von 
Idiotismen   aus   dem   Lechthale   zn  geben,   welches  ich  mir 
schon   seit   langen  Jahren  angelegt   habe.     Das  hier  Gebo- 
tene    soil   eine  Erganzung  zu  des  wackern  P.  J.  B.  Schflpf 
„  tirolischem  Idiotikon*   (Innsbruck  1866)  bieten.     Desshalb 
schliesse   ich  mich  auch  in  der  Schreibweise   an   denselben 
an,    begntige  mich  aber,  bei  einzelnen  W5rtern  nur  auf  ihn 
zu    verweisen,    so   dass   der  Leser,   welcher  Gewicht  darauf 
legt,   bei   Sch5pf  die  weitern  Yerweisungen  auf  Schmeller, 
Lexer  u.   a.  finden   wird.     Anderseits  kann  sich  jedoch  der 
Leser  auch  far  die  nfthern  Ankl&nge  der  Lechthaler  Mund- 
aft  an  das  Schwabische  interessiren ;  ich  verweise  daher  bei 
einzelnen  WSrtern  nicht  nar  aaf  Sch3pf,    sondern   gegebeneq 


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—    71    — 

Falles    auch   auf  Dr.  Anton   Birlinger*  s  , Schw&bisch- 
Augsburgisclies  WBrterbuch"  (Mttnchen  1864). 

a=helles  langes  a 

a  =  helles  kurzes  a 

8,=getrubtes  (zn  o  neigendgs)  langes  a 

a  =r  getrubtes  kurzes  a. 

e=helles  e. 

d  =  dem  5  znneigendes  e. 

I,  d,  A,  langes  i,  o,  u. 

'  =  Nasallant 
s.  m.  =  mannliches  Hanptwort,  s.  f .  =  weibliches  H.  s.  n.  =sichliches 
Hanptwort.   adj.=Behrort.   adr.  =  Nebenwort.   t.  =  Zeitwort.   Vgl.  =3 
rergleiche;  R.  A.  =  Redensart  n.  s.  w. 

&fterm&ntig  s.  m.,  Dienstag.  Ygl.  Schflpf:  after. 
&lba  adv.,  immer  (aus  allweg  verkurzt). 
&lbdd  adv.,  von  Zeit  zu  Zeit,  immer  wieder,  Vgl.  Sch6pf :  bdt 
&lmdnig  adj.   (adv.),  ungeheuer;  aim  5  nig  gruass,  unge- 

mein  gross  (vielleicht  all  und  ahd.  ma  nig,  viel). 
ftmerig  (-i-*v)  adj.  lastern,  gierig  (besonders  von  Weibern, 

welche  gesegneten  Leibes  sind).  Vgl.  Sch5pf:  amerig. 
Smezo  (-i-**)  s.  f.  Ameise.  VgL  Sch5pf:  ommes. 
&mmo   s.   f.,   5fter   mam  mo,   s.   f.   Mutter.   VgL  Sch5pf: 

amm'  und  s.  unten  marammo. 
a~h€ba  (w_^  J)  adv.,  eben,  allmfilig,  anfangend.  VgL  Sch5pf : 

heben. 
ftl5  s.  n..  Grossmutter.  Vgl.  Sch5pf:  nandl. 
S~W&nto  (j~  «w)  s.  f,  Anewante,  oberes  und  unteres  Ende 

eines  Ackers,   auch  der  nachste  dazu  gehdrige  Um&ng 

des  Hauses;   wie  viel  hast  i~wawtot    wieviel  Boden 

hast  du  um  das  Hans?  Vgl.  SchSpf:  wand. 
3~Zga  v.  achzen,  stohnen,  schwer  athmen.  Vgl.  SchSpf:  ach 

und  Birlinger:  achaitzen. 
frrcho  s.  f.  Steindamm  an  Bachen  und  Flussen;  arch  a  v., 
•      einen  Damm  bauen.  Vgl.  Sch5pf  und  Birlinger :  arche. 
&sta  v.,  Aeste  abhauen,  fig.   poltern,   l&rmen.    Was  attest 

dSnn  alba  ummaf  was  polterst  du  immer  herum? 
atte,  gew5hnlich  tatte  s.   m.   Vater  (Kindersprache).  VgL 

SchBpf:  atti 


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—    72    — 

AUSantara  («±ww)  v.,  Jemanden  dnrch  Nachilffen  seiner 

Stimme  verspotten.  Vgl.  SchOpf:  an  tern. 
AUrichta  v.,   1.  sich  eines  Auftrages,  einer  Botschaft  ent- 

ledigen.  2.  oan  ansrichta,  von  Einem  schlecht  reden. 

Vgl.  SchOpf:   richten  und  Birlinger:  auszrichten, 
blfa  v.,  geifern,  den  Speichel  fliessen  lassen  (besonders  von 

Kindern).  Vgl.  Sch5pf:  bSf  n. 
b&nzo  (bonzo)  s.  f.,  Kalbe,  die  aufnimmt,  ehe  sie  em  voiles 

Jahr  alt  ist.  Vgl.  Schdpf:  bunzen  and  Birlinger:  bonz. 
bSra  s.  m.,  Abtheilung  im  Stadel  seitwarts  von  *  der  Tenne, 

wo   das  Heu   eingelegt  wird.   Vgl.   SchBpf:   bir  und 

bSrn. 
bear  s.  m.,  B&r  —  in  der  R.   A.:  an  beara  ansjSga. 

Einen  B&ren  jagt  jener  aos,  welcher  beim  Heuziehen 

ans  Unvorsicbtigkeit   oder  Schwache  eine  Burde  Hen 

bergab  rollen  lfisst 
bedaitscha  v.,  bedeutschen,    einen  uber  etwas  in  Uaren 

Worten  belehren.  Vgl.  Sch5pf:  deutsch. 
bfitig  adj.  viel  betend,  fromm. 
btdma  v.,  beben;  eardbidma  s.  n.,  Erdbeben.  Vgl.  Schfipf: 

bidmen. 
bickamorza  s.  m.  —  R.  A.:  er  hat  den  bickam&rza,  er 

hat  Schrunden  an  den  Hfinden  und  Fussen  —  wie  dies 

im  Frflhjahre  nach  der  Winterkalte  oft   der  Fall  ist 

Wahrscheinlich  ein  romanisches  ,bicca*  oder  „becca  de 

Marzo*,  Mftrzwunde.  Churw&lsch  ist  pich  =  Stich. 
bill  s.  n.,  Heustadel  in  Bergwiesen,  habill,  Heubill.     Vgl 

Schopf:  pille. 
blsa  v.,    rennen   (von  den  Kiihen,   welche  bei  druckender 

Hitze  von  der  Weide  rennen);  bisig  adj.,  —  a  btsiger 

minsch,  ein  Mensch,   der  sich   nie  Ruhe  gQnnt    Vgl 

Schftpf  und  Birlinger:  bis  en. 
bltlnas  adj.,  zudringlich,  mit  Ungestiimm  nach  einer  Sache 

verlangend.    Wol   zu  baiten,   warten,  gehOrig,   also 

nicht  warten  kdnnend  oder  wollend.    Schdpf  hat:  pit 

s.  f.  das  Borgen,  Zuwarten. 


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—    73    — 

blihO  s.  f.,  Blache,  Leintuch  mit  Zipfelb&ndern  zum  Ein- 
fassen  von  Heu,  Gras,  Streu  u.  s.  w.  Vgl.  SchOpf: 
blach  und  Birlinger:   Blahe. 

Manga  v.  —  U  bldngt  mi,  ich  warte  mit  Ungeduld.  Vgl. 
SchOpf:  blangen. 

bluatschink  s.  m.,  fabelhaftes  Ungethiim  in  Wildb&chen. 

boll  s.  m.,  kurzes  schlechtes  Gras.  Vgl.  SchOpf:  pofel. 

bolendig  (-i-*«)  adj.,  Wehmut,  Mitleid  erregend;  bOlenda 
(^.ww)  v.,  wehmlitig  stimmen,  ergreifen.  4*  hat  mi 
richt  gabdlendet,  ich  war  tief  ergriffen.  Schdpf  hat 
das  Wort  auch,  jedoch  nur  aos  LechthaL 

bond*  v.,  besohweren  z.  B.  nasses  Tuch,  Kraut  u.  s.  w. 

bonlg  adj.,  oft  unruhig  sohreiend  (von  ganz  kleinen  Kin- 
dern).  Ein  dem  Lechthale  eigenthfimliches  Wort,  viel- 
leicht.  uralt  und  auf  lat.  panicus  —  von  Pan,  dem 
Namen  eines  pl5tzliche  Fnrcht  errregenden  italisohen 
Hirtengottes  — -  zuriickzuf&hren.  Engl,  panick,  heftig 
ohne  Ursache,  comaskisch:  panigon,  forchtsam. 

bOSSO  s.  pi.  hohe  Stiefel.  Vgl.  SchOpf:  bOssl  und  Bir- 
linger: bossen,  2. 

brantala  (— ^^)  s.  pi.,  Brnnellen,  Nigritella  angustifolia  Rich. 

bratsehol  (-i-«)  Oder  bratriem  adj.  —  i  bfbritschdl 
oder  brltriem  —  sagt  man,  wenn  man  nach  schwerer 
Arbeit  oder  langem  Gehen  Schmerzen  im  Schenkel  fahlt 
Vielleicht:  brat,  Fleisch  andenKnochen  und  schal  von 
schalen;  —  aber  r i e m ?  Vielleicht  aus  rieben,  gerieben. 

brdnto  s.  f.,  1.  Waschzuber;  2.  Badwanne  fiir  Kinder;  3. 
Thalnebel.  Im  Sinne  von  1.  und  2.  weitverbreitetes 
noch  unaufgeklartes  Wort.  Vgl.  SchOpf:  brent'  und 
brinte  und  Birlinger:  Brente. 

bria~gga  v.,  weinerlich  und  lastig  sein,  immer  etwas  ver- 
langen;  wer  so  ist,  heisst  bria~ggig  adj.  Vgl.  SchOpf: 
brie~gken. 

briel  s.  m.,  em  mit  Steinen  und  Wasenstilcken  angelegtes 
kleines  Wasserbecken  an  kleinen  Bergbachen  oder  Quel- 
len.  VgL  SchOpf:  briel. 


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—    74    — 

bruatig,  brttatig  adj.,  —  von  den  Hennen,  wenn  die  Bratr 

zeit  beginnt.     Vgl.  SchSpf:  brfleten. 
b8Chnotta  adj.,  kopfhSngerisch.    In  anderer  Bedeutang  bei 

Birlinger:  beschnotten  adv.,  karg,  kaum  zureichend. 
buado  s.  f.,  Leibschaden.  Ygl.  SchSpf:  baude,  boade. 
bummer  s.  m.,  Hand  (Kindersprache). 
burst  s.  n.,  Pfriemengras.    Eine  Berggegend  mit  M&hdern 

bei    Holzgaa    beisst    der    Bflrstig.      VgL     SchOpf: 

bttrschling. 
butallo  (v_i_ w)  s.  f.,  bes.  m&sbutallo,  grosse  Flasche,  die 

eine  Mass  halt.    Vielleicht  das  von  Lecbthaler  Hfind- 

lern  eingebtbrgerte  franzdsische  „  bouteille  *. 
dtasa  s.  m.,  Soblag  auf  die  Hand  mit  einem  Stabcben  (alte 

Schulstrafe).  Vgl.  Sch5pf:  batzen. 
d&IZO  s.  f.,  Tasse,  ital.  tazza,  ein  wahrscheinlich  von  den 

Italienern  aas  dem  Arabischen  entlehntes  Wort  VgL 

Schftpf:  tatz. 
dillo  s.  f.,  wie  hochdeutsch  Dille;  Heaboden,  Boden   unter 

dem  Dache.  Vgl.  SchSpf:  dill. 
doba  ad.,  droben. 

dorta  (5  gedebnt)  adv.,  dort,  druben. 
ddsmig   adj.,   unbebolfen,   geistig  verloren:    a  dosmiger 

mSnsch.  Vgl.  SchSpf:  dasig  and  Birlinger:  das  and 

dasem. 
dua  adv.,  dann;  and  dua?  —  und  dann? 
dftrma  v.,  halb  and  halb  schlafen,  leicbt  schlommern.  Vgl. 

Sch8pf:  turm. 
ekchtig   adj.,   nett,   gefallig.     Schopf  hat  echtig  in  glei- 

chem  Sinne  aas  Naaders. 
dmper  s.  m.,  Milchgeschirr  mit  Handreif.  Vgl.  Sch6pf:  emer. 
Snz —  in  Zasammensetzangen :  angemein;  enz  huach,  un- 

gemein  hoch.  Vgl.  Schflpf:  enz. 
fanggO   s.  f.,  fabelhaftes  Ungethiim   in  B&chen;    s.  unten: 

plnngga^.  Vgl.  SchQpf:  fangga  (nach  meiner  Ansicht 

aas  dem  lateinischen  am  die  erste  Silbe  verstammelten 

Sylvanus,  Sylvana), 


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-    75    - 

ffttscho  s.  f.,  Wickelband  fflr  Windeln.    Ital.  fascia.    Vgl. 

SchBpf:  f&tsch  und  Birlinger:  fatschen. 
ftzila  s.  pi.,  die  am  zerrissenen  Ende   eines  Stuckes  Lein- 

wand  hangenden  Fransen  and  Streifen. 
feart  adv.,  im  vorigen  Jahre;  vuorfeaft   adv.,   vor  zwei 

Jahren.  Vgl.  Sch5pf:  fert  und  Birlinger:  ferd. 
feig  (faig)  s.  n.,  Ruhr  nach  dem  Genusse  unreifen  Obstes. 

Vgl.  Sch5pf:  ferch. 
fef  (faf)  adv.,  —  oft  in    der  Bedentnng  von:    ziemHch, 

z.  B.    fef    s  eh  war,    ziemlich  schwer.     Vgl.  Sch5pf: 

fein. 
flrlig  s.  n.,  der  Hintere,  podex.  Vgl.  SchOpf:  fidli. 
flSnO   s.   f.,  Bodensatz  gesottenen  Schmalzes.    Vgl.  SchQpf: 

fid  no. 
flSt  8.  m.,  Gemfichlichkeit,  Ruhe.  SchSpf  hat  ans  Leohthal : 

vl&d,  Bequemlicbkeit 
flfieko  s.  f.,  zweiz5lliges  oder  noch  dickeres  Brett  (, Laden*). 

Vgl.  SchSpf:  flfccken. 
fluek  s.  m.,  in  der  R.  A.:  Jcoan  glimm  und  loom  flu  eh 

h&ba,  bei  der  Arbeit  kein  Geschick  and  keinen  Eifer 

zeigen. 
foam   s.   m.,   Schaum.    Vgl.  SchSpf:    faim  and  Birlinger: 

faam. 
fOChezo  (-^*w)  s.  f.,  (nach  Falger)  Laib  Brot     Scheint  in 

Oberlechthal   zu   fehlen  and   von   Allg&u   za  kommen, 

wo  nach  Birlinger  die  weissen  Kreuzerbrote  fochezen 

heissen.  Vgl.  anch  SchSpf:  fochenz. 
frnind   s.   m.,   Freund  and  fraindschaft  s.  f.,   Freund- 

schaft —  anch  im  Lechthal  nor  im  Sinne  von:  Bluts- 

verwandter    and    Blutsverwandtschaft.     Vgl.     Sch5pf: 

freand  und  Birlinger:  Freundschaft. 
frnotig  adj.  munter,  lebhaft,   geistig  aufgeweckt   (von  Kin- 

dern).  Vgl.  SchBpf:  f  rue  tig  und  Birlinger:  frutig. 
foartseho  s.  £,  Marende. 
fnar  zua  oder  fuarza  zua  adv.,    ein    Stuck    nach    dem 

andern,  allra&lig. 


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—    76    — 

ftlgfgara  (-i-*^)  v.,  (von  Weibern)  heimlich  Dinge  aus  dem 
Hause  verkanfen,  auch:  fuggar  traiba;  ein  solches 
Weib  heisst  a  fuggaro  (-^-**).  Das  Wort  scheint  in 
Tirol  nicht  vorzukommen,  wol  aber  findet  es  sich  in 
Schwaben.  Birlinger:  fuggem,  v.,  tanschen  mit  kleinen 
Gegenst&nden ,  wie  Kinder  thun.  Im  Aargau  bedeutet 
es:  stehlen.     Fugger,  Kaufinann,  Betroger. 

fttrchtig  adj.  furchtbar. 

ffclttara  (-^^)  v.,  murren,  brummen.  Vgl.  SchSpf:  futteriL 

gg&hlg  adj.,  verkehrt,  das  innere  naoh  aussen  g^kehrt  VgL 
SchOpf:  g&big  and  Birlinger:  gabisch. 

gpjida  s.  n.,  Schlafkammer  (nachst  der  Stube).  Vgl.  Schopf: 
giden  und  Birlinger:  Gaden. 

gttmmelig  (— ^)  adj.,  launisch,  nrarrisch  (besonders  von 
jQteni  Leuten);  dSs  ist  a  gammeliger  mann.  In  ganz 
anderm  Sinn  bei  Birlinger:  g&melich  — froh,  freudig 
(von  ahd.  ganian,  Freude).  Im  Schwedischen  game- 
lig=alt. 
g&ttig  adj.,  gnt  passend,  freigebig.     Vgl.  Schopf:  gatelL 

S.  unten  ungattig. 
g&tzo  s.  f.,  grosser  eiserner  Soh5pfl5ffel.   Ital.   cazza.    Vgl. 

Sohflpf:  gatz  and  Birlinger:  Gaze. 
gea"  v.  gehen  —  adverbial  als  Fiillwort  den  Anfang  be- 
zeichnend;  man  hdrt  z.  B.  sogar:  i  muass  ged  gea 
ich   muss   mich   jetzt    auf   den   Weg    machen.     VgL 
'   Sch5pf:  gen. 
geara  s.  m.,   Gehren,  Namen  von  spitz  aoslaofenden  Berg- 
mahdern    and    Weiden.     Abd.    gero.     VgL    Birlinger: 
Geren. 
gearlilb   s.   m.  wie  hochdentsch  Gerhab,  Vormund.     VgL 

SchSpf:  gerhlb. 
gdba  v.  geben  (i  gib,  da  gaist,  er  gait;  Part  get).  R  A 
wis  gaist  whs  hdst  ungestftmmes  Wesen  bezeichnend. 
Di  mua88  ma  it  hima  wis  gaist  wis  hasty  da  moss 
man  nioht  mit  der  Tbiire  in's  Haas  fallen.  VgL 
Soh6pf:  gfiben. 


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—    77    — 

S  *&r    s.    n.,    Larm,  Heruiniahren;    wis   hkbets  dSnn  alba 
f&r     a    g'fdr?      Auch    vom  Ramineln    der    Katzen. 

Davon  nnterschieden :  g'far  s.  f.,  die  Gefahr. 
Sl*gga   v.,    (von  Flussigkeiten)  in  schwingender  Bewegung 

sein;     s*wa88er  glaggat. 
glaim   (gleim)  adj.  dicht  aneinander,  auch  knauserig.    Vgl. 

SchOpf:  gleim. 
gl&ngga    ▼•»    schwingen    (von    hangenden    Dingen)    z.    B* 

soal     glanggat    das    Seil    schwingt.      Vgl.    Sch5pf: 

glangkern. 
gllmm    s.    m.,  s.  fluck.    Davon  glimmig  adj.,  gat  von 

Statten   gehend.    Schopf  fahrt  dieses  Wort  aus  Lech- 

thal  an  im  Sinne  von:  fertig,  gar? 
gllrmig  adj.,  geschickt,  leicht  lernend  und  verstehend,  a  glir- 

migs  hndble  ein  f&higer  Knabe.    Vgl.  SchSpf:  lernen. 
glitzgapf&nna  s.  pi.,  Habnenfass,  Ranonoulus  acris  L. 
glftfo  s.  f.,  Stecknadel.  Weitverbreitetes  Wort;  Vgl.  SchSpf : 

gluf. 
gotzig   adj.,  ganz  klein;  a  gotzigs  bissle,  ein  klein  wenig. 
gr&mla   v.,  den  Flachs  brechen.  Vgl.  Schopf:  gram  me  In. 
grind    s.   m.,  Kopf  (verachtlich),  an  grind  mcicAa,  zornig 

sein    und  nichts   reden.     Vgl.  Schopf:  grint  und  Bir- 

linger:   Grind. 
grip  fa  v.,  mit  den  Fingernageln  die  Haut  aufritzeri,  kratzen. 

Vgl.   Sch5pf:  grip  fen. 
grischo   s.  f.,  Kleien.  Ital.  crusca.  Vgl.  Schopf:  grisch. 
grissig  adj.,  gefleckt,  gescheckt.  Vgl.    SchSpf:  griset. 
gritto  s.  f.,  1.  Gabeloffnung  der  Beine,  Schenkeloflhung.  2. 

Sagebock,  zwei  gekreuzte    Holzpflocke,  welche  in  der 
Mitte  durch  eine  Stange  verbunden  sind;  darauf  werden 

die    abzusagenden  Baumstamme    oder  Tbeile   derselben 

gelegt.    gritta  v.,  die  Beine  auseinander  spreizen.  VgL 

Schopf:   grit. 
groll   s.  n.,  breites  Band,    dessen  sich  die  Weiber  zum  Zu- 

saimnenfassen  der  HaarzSpfe  auf  dem  Scheitel  bedienen. 

Vgl.  Schopf:  gr§1L 


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—    78    — 

grotta  s.  m.,  zweiraderiger  Karren  mit  Radern,  welche  aas 
von  Baumstammen  abgesagten  in  der  Mitte  durchbohr- 
ten  Scheiben  bestehen.  Ygl.  Schdpf:  g  rat  ten. 

grumaila  (w— w)  v.,  wiederkauen  (yon  Rindern).  Ygl 
Schdpf:  gramailen. 

grutzga  v.,  knarren  (von  der  Thiire  in  den  Angela).  VgL 
Sch5pf:  grutzgen. 

g8chwaio  s.  f.,  Schwagerin  (veraltetes  Wort  MhcL  geswie, 
oberdeatsch  auch  Geschwei. 

gsdd  s.  a,  klein  geschnittenes  Futter,  auch  Hen,  welches 
in  ein  Fass  gestopft,  mit  Kleien  gemengt  und  mit  warmem 
Wasser,  K&ssewasser  a.  s.  w.  begossen  wird,  urn  als 
vorziigliches  Viehfutter  verwendet  zu  warden.  Gsod- 
stuel  s.  m.,  Vorrichtong  zom  Zerschneiden  des  Futters. 
Vgl.  Schdpf:  g'sdt  und  Birlinger:  Gesod. 

gstraun  s.  m.,  alterer  Widder,  Hammel.  ItaL  castrona. 
VgL  Sch5pf:  kastraun  und  Birlinger:  Castron. 

gflfa  v.  —  von  kleinen  Madchen,  wenn  sie  die  auseinander 
stehenden  Schenkel  vorn  nicht  bedecken.  Vgl.  Schdpf: 
gaiffen. 

gumpa  s.  m.,  Name  mehrerer  Bergmahder  bei  Holzg&n; 
der  tloade,  rauhe  und  faiste  Gumpa"  —  und  eiw 
Alpe  tder  Rossgumpa*.  Schdpf s:  gum  pen,  kleiner 
tiefer  Pfuhl,  tiefe  Stelle  in  Wildbachen  —  ist  hkr 
nicht  zu  vergleichen.  An  lat  campus,  Feld  ist  aacb 
nicht  zu  denken.  Wahrscheinlich  gehort  das  Wort  ab 
Namen  zum  nachfolgenden  verbum  gumpa  —  im 
Sinne  von:  Tummelplatz  fur  das  Vieh  (Pferde,  Rinder, 
Ziegen  u.  s.  w.)  und  bedeutet  dann  dasselbe,  wie  ander- 
warts  Gam  pen. 

gumpa  v..  hupfen  und  springen,  besonders  von  Pferden  uad 
jungen  Rindern;  gum  pig  adj.,  springend,  hOpfend, 
auch  spottweise  von  verliebten  Madchen.  MhcL  gum* 
pen  (man  fasst  es  als  Ablautsform  eines  starken  v. 
gimps  —  gamp  —  gumpen  auf).  VgL  Sch5pf:  gum- 
pen  und  gampen  und  Birlinger:  gumpe. 


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—    79    — 

gupfo  s.  £,  (auch  gupf)  s.  m.,  oberster  Theil  am  (runden) 

Hute,  am  Ei  u.  s.  w.  Vgl.  Schopf:  gupf. 
gfitscha  s.  f.,  Art  Canape  in  der  Stube  (am  Ofen).    Vgl. 

Schopf:  glits ch.  Davon  unterschieden 
gfltscho  s.  £,  die  Kutsche. 
guttaro   (-i-^«)   s.  f.,  kleinere  Flasche  mit  engem  Halse; 

giitterle  s.  m.,  Milch-  oderMedizinflfischchen.  Vgl.  Bir- 

linger:  gutterer. 
h&ger  adj.,  wie  hochd.,  hager. 
hailig  adj.,  in  der  R.  A.  haiUg  und  g'uriss,  ganz  gewiss, 

—  noch  kraftiger:    so  voir  a  sunno  am  himmd  ist 
h&k&lb  s.  n..  ,Heukalbg,  ein  Kalb  im  ersten  Altersjahre. 

Vgl  SchSpf:  kalb. 
h&l  adj.  schlfipfrig,  glatt    Vgl.  SchBpf:  hal. 
h&lemle  (— ^)  s.  n.,  Hermelin.  Mustela  erminea  L. 
halgle  s.  n.,  HeiligenbUdohen. 
h&lo  s.  schSngl. 

hira  v.,  raufen;  h&ra  und  8cHkga.    Vgl.  Sch5pf:  hiren. 
h&tlo  s.  f.,  junge  Ziege,  die  noch  nicht  geworfen  hat    VgL 

Sch5pf:  hattl. 
hausa  v.,  gut  wirthschaften,  sparen;  hauslig  adj.,  sparsam. 

Vgl.  Schopf:  ha u sen. 
hear  s.  m.,  Herr,  vorzugsweise  der  Ortsgeistliche.  oam  hear 

set    starker   sein,   den  andern   beim  Raufen   auf  den 

Boden  bringen.  Vgl.  Schopf:  her  und  Birlinger:  Herr. 
hildara   (j-»*)   v.,   das  Echo  zuiiickwerfen;   is  Juldarat. 

Auch  verhildera   v.,   dass.;  der  bearg  verhildarat, 

s*tU  verhildwrcU.  Vgl.  SchSpf:  hi  Id  em. 
hf  bitza  v.,  die  Frucht  unreif  abwerfen   (yon  Ziegen  und 

Schafen). 
hoaler  s.  m.,  Stier,  den  man  flir  die  Kiihe  braucht  und 

dann  verschneidet  Vgl.  Schdpf:  hail. 
hoamhft  s.  n.  Heimheu,  erstes  Heu. 
hoamlig  und  hoamet  s.  n.,  Heimat,  das  Elternhaus  (hochd. 

,heimlichg   lautet  hoa~lig).    Vgl.  Schflpf  und  Birlin- 
ger: haim. 


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—    80    - 

hoanza  s.   m.,   Pfldcke   mit  gekreuzten   Quersprossen,    an 

welohen  auf  dem  Felde   halbdurres  Heu   oder  Garben 

zum  Trocknen  aufgehangt  werden.  Vgl.  Sch5pf:  haini 

mid  Birlinger:  hainzel. 
hdfelig   (— w)   adj.,   langsam,  schonend,    artig.     Hochdi 

hdflich. 
hofwais  s.  f.,  in  der  R.  A.:  it  viel  ho/wais  macha,  nicht 

viele  Uinstande  oder  Complimente  machen. 
hdrta  (gedehntes  6)  adv.,  hiiben,  diesseits. 
hulrd  adv.,  heuer. 
hnnta  adv.,  unten. 
hftramdnto  s.  f.,  Murmelthier,  Arctomys  marmotta  L.  VgL 

Schopf:  murnientl. 
hftrnagl  (_iw)   s.   m.,   Prickeln  in  den  Fingern  bei  grosser 

Kalte.  i  ho"  den  hurnag I  oder  is  k&rnttgUt  mi*  VgL 

Sch5pf:  hurniglen. 
hntza  8.  m.,  Fetzen  von  alten  zerrissenen  Kleidern,  Hader. 

Vgl.  SchSpf:  hut  ten. 
inkenta  v.,  einheitzen.  Vgl.  Schflpf:  kent'n. 
jahro  s.  f.,  Kalbe  im  zweiten  Altersjahre. 
josa  (gedehntes  6)  v.,  saner  werden,  dazu  pizjQsig  in  der 

TL  A.:   die  milch  ist  pitzjdsig  aau'r,  diese  Milch  ist 

ganz  saner,  josa  ist  ahd.  jesan  =  gahren.  Vgl.  Schdpf: 

jesen.   pitz  in   pitzjosig  gehort  wol   zn  bitzeln, 

beissen. 
kaia   (keia)    v.,    —    R.  A.    is    hait-  mt,    es    verdriesst 

mich;  umkaia  v.,  uinstossen,  omwerfen.   Vgl.  Schopf: 

heien. 
kaif  (keif)  adj.,  fest,  dicht,  Vgl.  Schopf:  keif. 
kait  (keit)  s.  pi.  Auswiichse  (weisse  Wurzeln)  an  den  im 

Keller  liegenden  Erdapfeln.  R.  A.  hind  und  kait,  eine 

ganze  Familie  mit  Kindern  und  Kindeskindern. 
k&lbo  s.  f.,  junge  Kuh,  die  noch  nicht  gekalbet  hat     VgL 

SchSpf:  kalb. 
kalta  v.,   —    aufkalta  v.,  aufbewahren.    VgL   Sch6pf: 

kalten. 


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-     81    — 

k&sta  s.  m.,  wie  hochd.  Kasten,  dann  auch  versperr- 
barer  Holzbau  beim  Hause  oder  Zimmer  im  Hause, 
zur  Aufbewahrung  von  Kleidern,  Getreide,  Leder 
u.  8.  w.  dienend.  Vgl.  Schopf:  kasten  and  Birlinger: 
Kasten. 

kitza  (sehr  gedehntes  i)  v.,  bellen  (von  Hunden),  kStzig 
adj.,  oft  bellend,  auch  von  Weibern :  schm&hsfichtig  — 
a  kitziger  himd,  a  k&tzigs  waib.  Vgl.  Sch5pf: 
kaunzen. 

kdbig.  adj.,  sich  krank  stellend,  gern  iiber  nicht  wirklich 
vorhandene  Not  klagend.  Vgl.  SchSpf:  heb. 

kilbaro  (— ^)  s.  f.,  einjahriges,  weibliches  Schafj  das  nooh 
nicht  geworfen  hat  Vgl.  SchSpf:  kilbe. 

kimig  adj.,  —  voui  Holze:  a  kirnigs  holz,  festgefiigtes 
starkes  Holz;  von  Speisen:  a  kimig e  spais,  nahrhaftes 
Essen.    Vgl.  Schopf:  kimig. 

klota  (gedehntes  6)  v.,  klettern.  Oberdeutsch  k  let  ten. 

klocka  v.,  klopfen  (mit  dem  Hammer,  dem  Finger  u.  s.  w.) 
Vgl.  Schopf:  klocken. 

kdg  s.  m.,  Schimpfwort:  dn  kdg!  Vgl.  SchSpf  and  Birlin- 
ger: kdg. 

kdma  (kern  a)  v.,  kommen  (i  kimm,  du  kimmst,  er  kint; 
Part.  kont).  bekdma  v.,  begegnen.  Vgl.  Schopf: 
kemmen. 

kotza  v.,  sich  erbrechen,  vomitare.    Vgl.  Sohopf:  kotzen. 

kr&l  (mistkral)  s.  in.,  Werkzeug  mit  gekriimmten  Eisen- 
zacken  zum  Auseinanderziehen  des  Dungers;  damit  arbei- 
ten  heisst:  krala;  v.  Vgl.  Schopf:  kralen  und  Bir- 
linger: Krai. 

krim  1.  s.  f.,  auf  einem  Markte  oder  in  der  Fremde  ge- 
kauftes  Gesohenk,  welches  man  nach  Hause  bringt: 
solche  Geschenke  kaufen  und  bringen  heisst:  kr&ma, 
v.  Vgl.  Schopf:  kr&m.  2.  s.  m.,  Krampf,  voruber- 
gehende  Erstarrung  der  Glieder;  den  krim  briaga. 
Vgl.  Schopf:  krampf. 

kr&tta  s.  m.,  Weidenkorb  (ftir  Brot,  Linnen  u.  s.  w.). 
Ferdinandeums-Zeitschrift.  6 


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—    82    - 

krebo,    s.    f.    kafigartiger  Holzversclilag  fur  Schafe,  Kitze, 

junge  Schweine  u.  s.  w.  Vgl.  Schopf:  kr§b,  2. 
knppeligr   (j.wV)  adj.,  freundlich,  gefallig. 
knsterig   (— ^)  adj.,  —  der  iinmer  befiehlt  und  dem  man 

nichts     recht    machen     kann;    a    rechter    husterer. 

Sollte    in   diesem  Wbrte   etwa  die  Erinnerung  an  einen 

altern  Beamten  (Namens  Koster  oder  Kuster)   stecken? 
kutto  s.  f.,  Jtutte,  Hauptkleidungstiick  der  Weiber   (langer 

gefutterter  Rock  aus   schwarzem  Tuche).  Vgl.  Schopf: 

kutt'n  und  Birlinger:  Kutten. 
l&belig  (-^^^)  adj.,  (von  Speisen)  ungesalzen.  R.  A.:  is  ist 

mir  Idbelig   ich  fiihle  Uebligkeit,   ich  inochte  essen, 

um  mich  zu  starken.  Vgl.  Schflpf:  liw. 
lalble  s.  n.,  Weste,  Gilet. 

l&no  s.  f.,  Lawine,  verlana  v.,  verschiitten;  Ss  hat'n  var- 
iant, er  ist  von  einer  Lawine  verschiittet  worden.   Vgl. 

Schopf:  Ian. 
langaz    ('-«)    s.   m.,   Friihling;    es  langazlat,    es   wird 

Friihling.     Vgl.  Schopf:   langes  und  Birlinger:  lang. 
l&SCho   s.    f.,    laufige  Hiindin,   auch  Schimpfwort  gegen  ein 

liiderliches  Weib.  Vgl. '  Schdpf :  lasch'. 
laach     s.     n.,    Deckel    eines    Kubels    oder    Fasses.     VgL 

Schopf:  luck. 
leasla  v.,  losen.  Vgl.  Schopf:  16  s. 
ldchtl  s.  n.,    das  Lechthal;    lechtler   s.    in.,    lechtlerf 

s.  f.,  Lechthaler,  Lechthalerin. 
lia   v.,    brullen,    muhen   (von   den   Ktihen).     Vgl.    Schopf: 

lie' en  und  Birlinger:  liien. 
ltsna  v.,  horchen.  Vgl.  Schopf:  lisnen  und  Birlinger :    loser. 
litzel  adv.,  ein  wenig  (veraltet).  Vgl.  Schopf:  lutzl. 
load  adj.,  schlecht,  h&sslieh:  a  loads  witter.   Vgl.  Schopf: 

laid. 
loaba    v.,   beim   Essen   etwas   iibrig    lassen.    Vgl.   Sch5pf: 

laipen  und  Birlinger:  laiben. 
loitl    s-    m->    Schimpfwort:    dummer    Kerl,    T6lpel.      Vgl. 
Schopf:  loitl. 


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—    83    — 

luaga  v.,  lugen,  schauen.  Ygl.  Schopf:  luegen  and  Bir- 
linger:  lugen. 

mtchtig  adj.,  stolz,  prahlerisch.  Vgl.  Schopf:  machtig. 

m&ra  v.  in  der  R.  A.:  is  mdrt  sich,  is  hat  sich  g'mdrt 
d.  i.,  es  hat  sich  in  geisterhafter  Weise  (durch  Klopfen, 
Thtiraufmachen,  Tritte  u.  s.  w.)  das  Zeichen  ernes  bal- 
digen  Todfalles  kund  gegeben.  vermara  v.,  verrathen, 
offenbar  machen.    Vgl.  Schopf:  inar. 

mar&mmo  s.  f.,  (Unterlechthal)  Mutter.  Ein  interessantes 
Wort,  zusammengesetzt  aus  mare,  volksthiimliche 
romanische  Form  des  lateinischen  mater = Mutter  und 
Amme,  welch  letzteres  Wort  weithin  verbreitet  —  in 
Enneberg  als  omma,  umma,  in  Groden  als  oina, 
ebenso  im  Valtellin  —  uberall  im  Sinne  von  Mutter 
als  der  Nahrerin  vorkommt.    Vgl.  Schopf:  a  mm'. 

mania  v.,  schmahen,  schimpfen.  Vgl.  Schopf:  maul. 

ntfT,  s.  f.,  Zugthier  (Stier  oder  Kuh);  men  a  v.,  die  Zug- 
thiere  leiten,  damit  fahren.  Figurl.  R.  A.  er  hat  sich 
ihi  g'mintj  er  hat  sich  selbst  zu  Grande  gerichtet. 
Schopf:  men  en  und  Birlinger:  Mene. 

mfiso  s.  f.,  eine  Kuh,  die  kein  Kalb  aufnimmt;  sie  geat 
(sie  ist)  me's.    Vgl.  Schopf:  manz. 

mdtzl&nd,  s.  n.,  Ackerflache  von  1000  □',  worauf  ein 
Metzen  gesaet  wird. 

mthel  s.  m.,  eine  Art  weissen  Brotes.  Vgl.  Schdpf:  michl. 

milcher  s.  m.,  junger  verschnittener  Stier.  Vgl.  Birlinger: 
milchar.  # 

morzig  adj.  von  Vieh,  welches  trotz  alles  Mastens  mager 
bleibt.  (Vielleicht  von  Marz,  weil  in  diesem  Monate 
das  Futter  auf  die  Neige  geht  und  das  Vieh  in  man- 
ohen  Stallen  mager  aussieht). 

mnsperla  (_l_ ww)  v^  leise  reden,  flustern.  musperlig  adj. 
gesprachig,  freundlich  redend. 

mntschallo  (y^^)  s.  f^  Weissbrot  aus  4  (8?)  Ringen  be- 
stehend.  Vgl.  Schopf:  mutschalle. 

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—     84    — 

nacht  adv.,  gestern ;  vuornacht  adv.  vorgestern.  Dagegen : 

Nacht  =  die  Nacht.  Vgl.  Schopf:  nacht' n. 
n&dler   s.    m.,    Haufe  Heu,  welcher  aaf  jahen  Bergmahdern 
auf  vorn   zusammen  gebundene  Baumaste    gelegt  and 
zuin  Heubill  oder  Heaschober  hinabgezogen  wird. 
n&ggla    v.,    wackelu    (von    nicht    gut    befestigten  Nftgelo, 

Z&hnen  u.  s.  w.)  Vgl.  Schopf:  nagkeln. 
namma  adv.,  Fiillwort:  freilich,  etwa.  Vgl.  Schopf:  namli. 
nammas,  pron.,  etwas. 
nuicht  adv.,  nichts;  nuichtsollig  adj.,  nichtsnutzig,  on- 

ordentlich.     Vgl.  Schopf:  nuit 
nuster  s.  m.,  Rosenkranz  (zum  Abzahlen  der  Gebetstucke). 

Aus  lat.  Pater  noster.    Vgl.  Schdpf:  n aster.  \ 

oaro  s.  f.,  schinaler  ebener  Platz  vor  Heustadeln  aaf  B&g- 
wiesen   and  Bergmahdern.    Das  Wort  scheint  sonst  in 
Tirol   nicht  vorzakommen.    Lat.  area,   woher  itaL  aja 
und  franz.  aire  =  Tenne. 
6b  (6w)  s.  f.   Mutterschaf.    Weit  verbreitetes  Wort;  VgL 

Schopf:  eb. 
ollig  adj.,  widerlich  von  Geschmaok. 
615  s.  n.,  Grossvater.  S.  a' 16. 

pfetscha  s.  m.,  noch  niedere  junge  Fichte  oder  Tanne.  Walsch- 

tirol  pez,  Fichte  (aus  lat  picea).  Vgl.  Schdpf:  pf5tsch. 

pfiega  v.,  eine  Kindbetterin  warten. 

pfrdsla   s.   pi.,   Friichte   der  Hagebutte,   Rosa   canina  L. 

Nach  Schopf  der  gleiche  Ausdruck  in  Vintschau.    Nach 

JV^pnti  in  Puschlaw  und  Bormio:  fro  sola,  ,Knospe*  der 

Hundsrose  (wird  wol  die  Frucht  gemeint  sein).     Char- 

walsch:  frausla,  frosla,  frousla,  frogla. 

pitseha  adv.,  kaum,  beinahe.    Eben  so  in  Oberinnthal ;  vgl 

Schopf:   pitsche. 
plesir   s.   n.,   Vergnugen,   Unterhaltung.    Das  wol  von  dea 

Lechthaler  Handlern  eingebiirgerte  franz.  plaisir. 
plungga   s.  m.,   Wasserdumpfel  bei  Wehren  oder  Wasser- 
fallen;  ianplungga  dinna  hockt  d'fanggo  —  Wanning 
an   Kinder. 


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—    85    — 

popele  (—^v)  s.  n.,  kleines  Kind. 

preissehnnar   s.   f.,   Schnur,   mit  welcher  die  Weiber  den 

Brustfleck    befestigen.     Vgl.    Birlinger:     Preiskette 

und' SchSpf :  preisen. 
prescho"  s.  f.,   Gefangniss.     Auch  dieses  Wort  rflhrt  von 

den  Handlern  her;  franz.  prison. 
pressa  s.  f.,  Milchquark.  Vgl.  Schopf:  presse. 
pumpa  v.,  dumpfes  Get5se  machen;  pampschuah  s.  pi., 

eine   Art   Sohuhe   nach   eigenem    Schnitte    mit    festen 

Sohlen,  vorn  geschlitzt  mit  Lappen  und  Riemen.    Vgl. 

Sch5pf:  pumpen. 
quira   v.,   weinerlich  than,   achzen  and  stShnen.     a  qutrer 

s.   m.   und   a  qutro.  s.  f.  —  von  Lenten,  welche  vor 

Unwolsein   fichzen   oder  daruber  klagen.     Vgl.  Sch5pf: 

quieren. 
raida  v.,   drehen;   umraida  v.,  umdrehen.    Vgl.  SchBpf: 

feiden. 
raitaro   (-^*)   s.   f.,   grSsseres  Sieb.  Vgl.  Sch5pf:  reiter 

nnd  Birlinger:  Reitere. 
ranggla  v.,  ringen  (im  Scherze).  Vgl.  SchQpf:  ranggeln. 
r&8    adj.,    versalzen.    Vgl.    Sch5pf:    rass    und    Birlinger: 

r&szeln. 
ranma  v.,  raumen  und  zwar  vorzugsweise:  mit  dem  Rechen 

im  Fruhjahre  Steine,  Holzsplitter  u.  s.  w.  von  Feldern 

und  Wiesen  wegrftumen. 
reara  v.,  weinen.  Vgl.  Sch5pf  und  Birlinger:  reren. 
rdgastuarzo  s.  f.,  schwarzer  Erdmolch,  Salamandra  atra. 

Nach  jedem  Sommerregen  erscheinen  diese  Thiere  zahl- 

reich  auf  den  Wegen;  daher  vielleicht  der  Name. 
riapo  s.  f.,  Bruchstelle  an  Bergen,  besonders  iiber  Felsen: 

_  Vgl.  Soh5pf:  ruep. 
roata  v.,.  rechnen  (veraltet),  roat  si  f.,  die  Rechnung,  die 

berechnete  Zeit;  die  kua  geat  iiber  die  roat,  die  Kuh 

kalbt  nicht  zur  bestimmten  Zeit.  Vgl.  SchOpf:  rait  en. 
rdda  v.,  die  Schwaden  des  abgemahten  Grases  auseinander- 

streuen    (meist    Arbeit    fur    die    Kinder);    r6d    s.  f., 


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—    86    — 

Wechsel,  die  Reihe,   wie  sie  einen  nach  dem  andern 

trifft.  R.  A.  auf  die  rod  gea,   die  rod  teba,  auf 

der  rod  set.   irdda  (-^-^)  v.,  abwechseln,   wechsel- 

weise  arbeiten.  Vgl.  SchSpf:  rod  en  and  Birlinger:  Rod, 
rogl  adj.  locker.  Vgl.  Schopf:  rogel. 
rdno  s.  f.,    1.  umgesturzter  diirrer  Nadelholzbauin.  2.  rothe 

Riibe.  Vgl.  SchSpf:  rone. 
rflf  (pi.   riif),   s.  f.,  verharrschte  Wunde  oder  Sohorf  eines 

Ausschlages.     Vgl.  Schopf:  ruf. 
rofaina  (y-L.*)  v.  $8  rufaint  sagt  man,  wenn  bei  star- 

kem  Regen  Bergbache  Erde,   Steine  und  Schlamm  init 

sich  fQhren  und  uber  die  Ufer  treten.  rufaino  s.  t, 

Muhre;  inrufaina  v.,    verschiitten.  Lat   ruina,  itaL 

rovina. 
salabloatstig  (w_v)  s.  m.,  Frohnleichnamsfest  Anderswo: 

tder  heilige  Blutstag*;  vgl.  Schopf:  bluet.       # 
salt  pron.,   selbst;   saltwander  adv.  zu  zweien,  selbander 

Vgl.  SchSpf:  salt. 
sch&ffa  v.,  arbeiten;  wearka  und  schdffa. 
sch&ffaraito    s.    f.,    Kuchenkasten,    Schiisselrahme.     Mhd. 

schafreite. 
SCh&lk  s.  m.   eine  Art  Jacke,    Kleidungstiick  der  Weiber. 

Vgl.  Schopf  und  Birlinger:  s chalk. 
sch&pfa  s.  m.,  hSlzernes  uiit  einem  langen  Stiel  versehenes 

Gefass  zum  WasserschSpfen.    Vgl.  Schopf:  tschapfeo 

und  Birlinger:  schapfe. 
sehdllig   adj.,   (von   Pferden)    wild    laufend,    scheu.     VgL 

SchSpf  und  Birlinger:  schellig. 
schengl  s.  m.   (auch   tschengl),   holzerne  drehbare  Vor- 

richtung  zum  Aufhangen  des  Kessels  am  Feuer  auf  dem 

Herde.     1st  selbe  von  Eisen,  dann  heisst  sie  halos.f. 
sehimpfla  v.,  mit  Holzklotzchen,  Puppen   u.  s.   w.   spiels 

(von  Kiudern).  Vgl.  SchSpf:   schimpfen. 
sehindig  adj.,  geizig,  knickerisch.  Vgl.  Schopf:  sc  hind  en 

und  Birlinger:    Schinder. 


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—    87     - 

schlampa  s.  m.,  abgerissener  Fetzen  Tuch,  Leinwand,  Fleisch 
u.  s.  w.  schlampa  v.,  schlapp  herabh&ngen;  a 
schlamper  s.  m.  und  a  schlampo  s.  f.,  unordent- 
lich  gekleidete  Person.  Vgl.  Schopf:  schlampen. 

schlemilch  s.  f.,  Bnttermilch. 

sehlems  adv.,  schief,  quer.     Vgl.  SchSpf:  schlems. 

schl@nza  v.,  auf  dem  Eise  gleiten  (Unterhaltung  der  Kna- 
ben).     Vgl.  SchSpf:  schlenzen. 

schliama  v.,  naschen;  schliamig  adj.,  naschhaft. 

schlingga  s.  pi,  Friicbte  des  Schneeballstrauches,  Vibur- 
num Lantana  L. 

schlingga  v.,  schleudern;  schlinggig  adj.,  stossig  (vom 
Vieb).  Aucb  R.  A.:  er  ist  umschlinggig  oder  er 
hat  den  umschlinggig  a,  er  ist  aufgebracbt,  zornig. 
Vgl.  Schopf:  scblingen. 

schn&ll  s.  m.,  starker  Knall;  Ss  hat  an  schn&tt  gatS ; 
SchnaU  und  fall.     Vgl.  Scbopf;  schnall. 

SChnoata  v.,  von  einem  Baume  die  Aeste  wegbacken.  Vgl. 
Scbopf:  scbnaiten. 

schober  s.  m.,  Heuscbober  (auf  Bergmahdern  sind  die 
Heuscbober  theils  viereckig  und  stumpf,  tbeils  rund  und 
spitz  und  bleiben  bis  zum  Heuziehen  steben).  Vgl. 
Schopf  und  Birlinger:   scbober. 

schocha  s.  m.,  Btirde  Heu,  welcbe  man  (auf  Kopf  und 
Schultern)  in  Bergwiesen  zum  Heubill  oder  zum  Scbober 
trSgt;  scbocbele  s.  n.,  H&ufchen  zusammengerechten 
Heues  auf  Wiesen  (sonst  in  Tirol  , booker*  genannt). 

schopf  s.  m.,  Scbupfe.  Vgl.  Schopf:  schupr. 

schr&nz  s.  m..  Riss  in  einem  Kleide;  verschrenza  v., 
zerreissen.  Vgl.  Schflpf:  schranz. 

schrofa  s.  m.,  Felsen.  Vgl.  Schopf:  sob r 6 fen. 

schuappa  s.  m.,  Joppe.  Vgl.  ScbSpf:  tscbop. 

schw&rtlig  s.  m.,  das  erste  oder  letzte  vom  Baumstamme 
ges&gte  Brett.  Vgl.  Scbopf:  scbwart'. 

SChwinga  v.,   schwingen,   besonders:   den   Flachs  scblagen. 


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—    88    — 

hf  8  chiving  a  v.,  von  Kuben,  welcbe  den  F5tus  un- 

reif  abwerfen.     Vgl.  Schopf:  scbwingen. 
gear  adj.  empfindlicb,   gereizt,  wund.     Vgl.  ScbOpf:  seren 

und  Birlinger:  ser. 
sdbichso  (oder  serbichso)  s.  f.,  kegelffirmiges  Milcbfl&sch- 

cben  far  kleine  Kinder. 
S$gazO  (-i-v/v)  s.  f.,  Sense.     Vgl.  Scb5pf:    segensen  und 

Birlinger:  seges. 
singazo   (— **)   s.  f.,  Glocke   der  Kuhe;  is  singazlat, 

das  Gl5cklein  t5nt.  Vgl.  Scb5pf:  singesle. 
Strlg  adj.,  gereizt,  empfindlicb.     Vgl.  Scb5pf:  si  rig. 
spSla   s.    m.,   durchlflcberter  b5lzerner  Keil  an  Heostricken. 

Vgl.  Scbflpf:  spil. 
sp&ttlo   s.   f.,    bSlzerne   Scbacbtel    (lfinglicbrund ,    grosser 

oder  kleiner),  in  welcber  Hen-  und  Holzarbeiter  Butter 

mitnebmen.  Vgl.  ScbSpf.  spatl. 
spitzawdba   s.   pi.,   Blatter   des  spitzblatterigen  Wegerichs, 

Plantago    lanceolata   L.;    selbe    werden    auf    Wunden 

gelegt. 
spdho   s.  f.,  Ziege,  die   im  ersten  oder  zweiten  Jabre  gar 

nicbt  aufhimmt.  Vgl.  Scb5pf;  spoicbe. 
staocho  s.  f.,  Linnenstreif  zur  Kopfbedeckung  bei  Weibern 

(Sitte    und  Wort   veraltet).    Vgl.    Scbftpf:    staucb'n 

und  Birlinger:    Stauoben. 
stear    s.    f.,    Arbeit    von   Handwerkern   gegen  Miethe  im 

Hause;    an    schuaster    auf   der    stear    h&ba.      VgL 

Sch5pf:  st5r. 
Stdg  s.  m.,  Lebzelten. 
stdtig  adj.,  hartkSpfig,  eigensinnig. 
sttra  v..  wtihlen,  durcbeinander  werfen,  durcbst5bern.  R.  A.: 

alba  umma  sttra,   immer  herumsucben;   in  de  zSnde 

e tiro,  in  den  Zabnen  stochern.  Vgl.  ScbSpf:  sturen. 
sta<f  g&da   s.   m.,    Speisekammer.     Ein  Dorf  Steingaden 

liegt  zwischen  Fiissen  und  Schongau. 
stoa~g&ndo   s.  f.,   mit  Felsentrummern  tibersaeter  Ort    In 

Tirol    und   in   den   oberitaliscben  Gebirgsthalern  in  der 


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—    89    — 

Form    ganna,    ganda    weitverbreitetes   Wort;    vgl. 

Scb5pf:  gand. 
stotza  s.  m.,  rundes  hMzernes  Milchgesohirr.    Vgl.  Sch5pf: 

stotz. 
stotzig  adj.,  trotzig.  Vgl.  SchSpf:  stutzig. 
strauko  s.  f.,  Schnupfen,  Katarrh.  Vgl.  SchSpf:  straacben. 
stuassbdnna  (Steeg)  s.  m.,  Scbubkarren  znm  Mistfuhren. 

Vgl.  SchSpf:  benn\ 
stmnpa   s.   m.,  verstummeltes   Stuck   (Arm,  Bein),  auch: 

Stoppel.  Vgl.  Scb5pf:  stumpea. 
snlrala  (jl«w)  s.   pi.   Hitzbl&schen    auf  der  Haut.    Vgl. 

SchSpf:  suire  and  Birlinger:  seure. 
snnnaklis  (^^— )  n.  pr.,  der  hi.  Nikolaus,  welcber  am   6. 

Dezember  die  Kinder  mit  Gaben  betheilt;  is  hint  der 

mrmaklfo.     „Sanctg   ist  zu    „sunnag   (Sonne)    umge- 

deutet  worden.    Vgl.  Birlinger:  klaus. 
UiO  s.  f.,  Sennhttte.  Vgl.  Scb5pf:  taja. 
t&scha  (d&scha)  s.  pi.,    Aeste    von  jungen  Fichten   and 

Tannen.     Ein    in    mannigfacb    abweiobenden    Formen 

weithin  tiber  Tirol,  Schwaben,  die  Schweiz  und  Ober- 

italien  verbreitetes  Wort  (die  romanischen  Formen  zu- 

sammen  gestellt  in   meinem  Buohe:    „die  romanischen 

Volksmundarten    in    SMtirol*,    Gera    1870  S.    137). 

Vgl.  SchGpf:  dachsen  und  Birlinger:  das. 
tftta  v.,  rubig  liegen  und  scblafen  (von  Kindern). 
t&tscha   s.  pi.  Fichten-  und  Tannenzapfen.    Vgl.  Sch5pf: 

tatsche. 
timper  adj.,    dumpf   (von    Klang),    trftbe    durohscheinend 

(von  Gl&sern).    Vgl.  Sch5pf:   dtlmper  und  Birlinger: 

dumper. 
tirmig  abj.,  schwindelig,  bet&ubt  Vgl.  ScbOpf:  turm. 
toll  adj., .  gut    aussehend    (von   Personen),    wacker.     VgL 

Sch5pf:  toll. 
toppa  s.  m.,  Handvoll  (Gras,  Heu  u.  s.  w.). 
tot  s.    m.,    Tauf-    oder    Firmpathe;    tdto    Patbin.    Vgl. 

SchSpf:  t6te  und  Birlinger:  dod. 


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—    90    — 

trdndlo  s.  f.,  runder  Kellertisch,  welcher  urn  einen  aufrecht 
stehenden  Wellbaum  als  Achse  drehbar  ist.  Vgl. 
SchSpf:  dra~dl. 

triegl    s.   ra.,   h5lzerner  Hacken   an  Stricken  (zum  Zusam- 
menschniiren   von  Heu,   Holz   u.  s.  w.).     Vgl.  Schopf: 
_  dr*l  4. 

troala  v.,  —  holz  troala,  Holz  auf  Baumfiste  legen  und 
bergab  ziehen;  ein  solcher  Haufe  Holz  heisst  troalig 
s.  n.  Vgl.  oben  n Idler.     Vgl.  Scb5pf:  trdlen. 

truwurschla  (w^v)  s.  pi.,  Kinderblattern.  In  Unterlechthal: 
treiursohla,  dreiwurschla.  Dunkles  wahrscheinlich 
romanisches  Wort  (steckt  in  —  „wurschlaa  etwa  vari- 
cella =  Blatter?). 

tfia*  v.  tbun  —  mit  den  R.  A.:  ant  tua  —  Ss  tuat  tnir 
ant  ich  entbehre  etwas  schwer,  vermisse  es ;  hoam  tua 
zuriickstellen;  unter  tiia"  verderben.  Vgl.  Schopf:  tuen. 

tnmiula,  sicb  —  v.,  sich  beeilen.  tummle  dil  tummle 
dich,  mach  schnell! 

narhdlo  s.  f.,  Ohrwurm,  Forficula  auricularia  L. 

ttberwindlig  adj.,  verkehrt,  das  untere  nacb  oben  gekehrt 
Vgl.  Schopf:  iiber  und  Birlinger:  wendlings. 

nmha  boada  v.,  sich  ungeschickt  and  ohne  rechten  Ernst 
zu  schaffen  machen.  iv&s  buadest  denn  alba  um  dSn 
wSga  umhaf 

nmhoa~lig  adj.,  (von  kleinen  Kindern)  unrahig,  schreiend. 
Vgl.  Schflpf:  haimlioh. 

uml&SSa  v.  —  vom  Wetter:  is  lit  um,  es  wird  schlechtes 
Wetter. 

unfl&t  s.  m.,  Unbequemliohkeit;  unflitig  adj.  unbequem, 
nicht  behaglich;  s.  oben  flit. 

ang&ttig  adj.,  unpassend,  auch:  uugefallig,  nicht  freigebig. 
die  ur  geat  it  ungattig,  die  Uhr  geht  recht  Vgl. 
oben  gat  tig. 

ungw&rlig  adj.  (adv.  und  s.  n.),  unvorsichtig;  gea  mifm 
fuir  it  ungwdrlig  um,  geh  mit  dem  Feuer  nicht 
unvorsichtig  ura.  a  fuirungwdrlig  hiba,  mit  dem  Feuer 


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—    91    — 

unvorsicbtig   sein,   so   dass   ein   Brand   entsteht.    Vgl. 

SchSpf:  w£r. 
unstearlig  adj.,   unglficklich,    kein   Gliick  habend.   mifm 

vieh  xmstearUg  set    (steara  s.  m.  =  Stern). 
unter  oanst  adv.,  plotzlich,  auf  einmal,  unerwartet. 
yerbeara  v.,  auseinander  fallen  (von  einem  Bond  Hen,  Holz 

u.  s.  w.).  Vgl.  Sch8pf:  ber'n. 
•  Terbiata  v.,  Jemanden  durch  eine  dritte  Person  Nacbricht 

oder  einen   Auftrag    zukommen    lassen.     Diese    dritte 

Person  mass  sicb   dann   des  Auftrages  entledigen;    s. 

ausrichta  1.  Vgl.  Birlinger:  verbieten. 
vergr&mma  v.,    scbeu   machen,    argern,    verleiden.    Vgl. 

SchOpf:  gTemmen  und  Birlinger:  verkrummen. 
yerh&nga  v.,  hangen,  stecken  bleiben.  Vgl.  ScbSpf:  ben  gen. 
yerpflcha  v.,  einen  mit  Handdruck  begrassen.  Vgl.  Sch6pf  : 

f&cben. 
yerwuorga  v.,  ersticken,  auf  jammerliche  Weise  umkommen. 
wftch   adv.,   scbOn  gekleidet  und  darauf  stolz,   eitel.    Vgl. 

SchSpf:  wacb  und  Birlinger:  weger. 
waisa  v.,   einer  Kindbetterin   nacb  unter  Verwandten  Hbli- 

cber  Weise  Gescbenke  bringen;   die  Geschenke  beissen 

waiset  s.   n.    Vgl.   Schflpf:   waiset  und  Birlinger: 

weisen. 
wSgW&rto  (-^-^-v)  s.  f.,  Wegericb,  Plantago.    Bei  Sch5pf: 

wegwSrt=die  Feldcicborie ;  s.  weg. 
wiflig  s.   m.,   Weiberrock  (Sitte  und  Wort  veraltet).    Vgl. 

Scb5pf:  w  if  ling. 
wlldniss  s.  f.,  Gescbwulst  mit  folgendem  Ausscblag.    Das 

Uebel  befillt  solche,   welche  bei  der  Nacbt  unvorsich- 
tig zum  Fenster  hinaussobauen  und   scbeint  mit  dem 

Glauben  an  die  wilde  Jagd  zusammen  zu  bangen.  Vgl. 

SchSpf:  wild. 
WOarlig  (in  Unterlecbthal  woadlig)  adj.,  hurtig,  eilig.    VgL 

ScbSpf:  waidlicb. 
wolgala  (-l-^w)  sicb,  v.,  (von  Pferden  und  jungen  Thieren) 

sicb  auf  dem  Riicken  w&Uen.  Vgl.  Schflpf;  walg'n. 


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—    92    — 

wttzlo  s.  f.,  Gras-  oder  Heuzeile  auf  Feldern.  Man  recht 
gegen  Abend  das  zum  Dflrren  ausgebreitete  Gras  in 
L&ngsstreifen  zusammen,  was  man  wuzla,  v.  heisst 
Vgl.  Schdpf:  wuzeln. 

zaitk&lbo  (-i-—»)  s.  f.,  Kalbe  im  dritten  Jahre. 

S&ma  adv.,  zusammen.  Vgl.  Sch5pf:  z  a  mm  en. 

zd*za  v.,  zum  Besten  haben,  indem  man  einem  etwas  vor- 
h&lt,  aber  nicht  gibt 

lAscha  (Unterleohthal:  zascha)  v.,  nachschleifen,  beson- 
dersFlachs,  Werg  u.  a.  Vgl.  Soh5pf :  tschaschen. 

iflta  (in  Hinterhornbach:  hoadazfita)  s.  pL,  Heidekrant, 
Erica:  zStig  adj.,  yon  Heidekraut  iiberwaohsen.  Vgl. 
Sch5pf:  zette. 

SOacha  s.  m^  Zeichen,  in  der  R.  A :  zoacha  laito  d.  i, 
Zeichen  lauten  —  L&uten  der  Glocken,  urn  einen  Tod- 
fall  anzuzeigen. 

zungga  s.  m.,  Zacken  an  einer  Gabel,  abgerissenes  Stuck 
eines  dUrren  Astes  an  einem  Baume. 

zwick  s.  m.,  unfruchtbare  Kuh,  auch  von  Ziegen  and  Schafen. 
gebr&achlich.  — 


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Doctor  Johannes  Fuchsmagen, 

Bath   des   Herzogs   Signrand  Ton   Tirol,   Kaiser   Friedrichs   HI.   and 

Kaiser  Maximilian  I.,  Rechtsgelehrter,  Schriftsteller  and  erstes  Mitglied 

der  Humanisten-Gesellschaft  in  Wien. 


1469—1510. 


Von 


Sebastian  Ruf 


-QG&KS&- 


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I. 

Im  Jahre  1469  studirte  an  der  Universitat  Freiburg  in 
Breisgau  ein  junger  Mann,  der  durch  seinen  Fleiss  und  durch 
seinen  Eifer  fur  die  Wissenschaften  unter  den  Professoren 
daselbst  das  grosste  Aufsehen  erregte. *)  Dieser  Mann  war 
Johannes  Fuchsmagen,  ein  Sohn  des  Sigmund  Fuchs- 
magen  and  der  Priska  Clafiger  aus  Hall  in  Tirol. 

Sigmund  Fuchsmagen  war  Geschworner  am  Pfannhaus- 
Amte  in  Hall  und  wurde  vom  Herzog  Sigmund,  als  die- 
ser im  Jahre  1 446  die  Regierung  angetreten  hatte,  als  Pfle- 
ger  der  alten  landesfurstlichen  Burg  Hasegg  in  Hall  ernannt 
Spater  wurde  er  Stadtrath  und  im  Jahre  1461  Biirgermei- 
ster  der  Stadt  Hall.  Er  war  sehr  begiitert.  Schon  im 
Jahre  1448  gab  er  dem  Herzog  ein  Darlehen  von  1000 
Gulden.  Er  hatte  noch  einen  zweiten  Sohn  Namens  Leopold, 
der  mit  Margaretha  Pietrich  verehelicht,  im  Jahre  1497  als 
Bichter  in  Hall  und  im  Jahre  1511  als  Anwalt  im  Schlossse 
Tauer  erscheint.2) 

Als  Johannes  Fuchsmagen  seine  Studien  in  Freiburg 
vollendet  hatte,  wurde  er  daselbst  Magister  der  Philosophic 
und  Licentiat  des  canonischen  Rechtes.  Mit  dieser  "Wurde 
bekleidet  trat  er  dann  an  der  dortigen  Universitat  als  5ffent- 
licher  Professor  auf,  hielt  durch  einige  Zeit  unter  grossem 
Beifall  Vorlesungen  und  erwarb  sich  dadurch  den  Ruf  eines 
vorziiglichen  Rechtsgelehrten. 3) 

*)  Kaltenback:    Oesterreichische  Zeitschrift  1837  B.  III.  Seite  74. 
f)  Raitbucher  der  Stadt  Hall. 
•)  Kaltenback:  A.  a,  o. 


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-    96    - 

ImHerbste  1481  gab  er  nach  demWunsche  seines  Voters 
diese  seine  ehrenvolle  and  eintragliche  Steilung  daselbst  aaf, 
kehrte  nach  Tirol  zuriick  and  stellte  sich  am  Hofe  des 
Herzogs  Sigmund  in  Innsbruck.  Sigmund  nahm  ihn  in 
Gnaden  auf  and  verlieh  ihm  schon  im  folgenden  Jabxe  1482 
das  Amt  eines  landesfllrstlichen  Sekretars.  Als  soldier  er- 
hielt  er  anf&nglich  einen  jahrlichen  Gehalt  von  224  Golden, 
der  aber  dann  bald  hernaoh  von  Jahr  zn  Jahr  erh5ht 
wurde. *) 

Die  drei  Fasohingstage  desselben  Jahres  brachte  Fucha- 
magen  in  Hall  zn,  wo  er  von  den  Stadtrathen  and  den 
Bflrgern  aaf  dem  Rathhause  aof  das  fireundlichste  bewirthet 
wurde.2) 

Mit  Beginn  des  Fruhjahres  musste  er  dann  im  Auf- 
trage  des  Herzogs  mehrere  Gescb&ftsreisen  unternehmen; 
zuerst  nach  Breisgau,  Sundgau  and  Elsass,  dann  im  Herbste 
nach  Hohenburg  und  im  Jahre  1483  nach  Kempten,  GmCLnd 
and  Rothenberg,  wofur  er  bedeutende  Beisegelder  erhielt5) 

Im  Februar  1484,  wo  sich  der  Herzog  zum  zweitenmal 
verehelichte,  ernannte  er  diesen  seinen  Sekretar  zu  seinem 
Rathe  and  verordnete  am  Freitag  nach  St  Dionysi,  gege- 
ben  zu  Innsbruck,  dass  dieser  sein  Rath,  in  Anbetraoht 
seiner  vielen  Verdienste,  nebst  seiner  Besoldung  noch  jahr- 
lich  150  Gulden  und  ein  gewisses  Quantum  Salz  aus  dem 
Pfennhaus-Amte  in  Hall  erhalten  soil.4) 

Die  drei  Fastnachtstage  desselben  Jahres  hielt  sich 
Fuohsmagen  wieder  bei  seinen  Freunden  und  Verwandten  in 
Hall  auf.5) 

Nach  dem  Tode  des  alten  Sigmund  Fuchsmagen,  der  am 
diese  Zeit  erfolgt  war,  fiel  beiden  SShnen  desselben  ein  be- 
deutendes  Verm5gen  zu.    Johannes  lSste  mit  einem  Theil 


«)  Burglechner:  Tiroler-Adler  B.  II.  S.  773. 

')  Baitbftcher  der  Stadt  Hall. 

*)  Statthalterei-ArchiT,  Abth.  Schati-Archiv. 

4)  RaitbQchor  der  Stadt  Hall. 

5)  Burglechner:  A.  n.  ▼. 


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—    97    - 

desselben  von  den  Briidern  Leopold  and  Georg  Spiess  die 
Propstei  Steinach  urn  2000  Gulden  ein;  Leopold  dagegen 
legte  seinen  Theil  anderswo  an,  und  erhielt  vom  Herzog 
das  erledigte  Pflegeramt  der  Burg  Hasegg  in  Hall,  mit  einer 
jahrlichen  Besoldung  von  35  Mark,  nebst  Holz-  und  Salz- 
beztigen  aus  dem  Pfonnhaus-Amte. *) 


II. 

In  eben  diesem  Jahre  1485  trat  in  den  Lebensverhalt- 
nissen  Fuchsmagens  eine  grosse  und  fur  ihn  ausserst  giin- 
stige  Veranderung  ein.  Als  namlich  Matthias,  KSnig  von 
Ungarn,  Wien  erobert  hatte,  begab  sioh Kaiser  FriedrichlH 
von  Linz  aus,  wo  er  sich  nicht  mehr  sicher  wusste,  liber 
Salzburg  nach  Innsbruck.  Hier  am  Hofe  Sigmunds  lernte 
er  bald  die  ausgezeichneten  Eigenschaften  Fuchsmagens  ken- 
nen,  emanate  ihn  zu  seinem  geheimen  Bath  und  nahm  ihn 
dann  mit  sich  in's  Reich.  Schon  am  Freitag  nach  St.  An- 
dreas, gegeben  zu  Frankfurt,  bestatigte  er  ihm  den  lebens- 
langlichen  Fortbezug  der  150  Gulden  und  der  Holz-  und 
Salzbezuge  aus  dem  Pfannhaus-Amte  in  Hall.2) 

Bald  nach  der  Abreisse  des  Kaisers  aus  Tirol  sah  es 
am  Hofe  Sigmunds  in  mancher  Beziehung  nicht  mehr  am 
Besten  aus,  so  dass  man  allgemeingegrundete  Ursache  hatte, 
mit  der  Regierung  dieses  Fiirsten,  und  besonders  mit  dessen 
R&then,  nicht  mehr  zufrieden  zu  sein. 

Im  Jahre  1487,  wo  sich  Sigmund  eben  mit  der  Re- 
publik  Venedig  in  einen  ,Krieg  verwickelt  hatte,  schickte 
der  Kaiser  seinen  Sohn  Maximilian,  seit  1477  mit  der 
reichsten  Erbin  Europa's,  der  Maria  von  Burgund,  verehe- 
licht,  und  seit  1486  als  romischer  Konig  gekrSnt,  mit  dem 
kaiserlichen  Rathe  Fuchsmagen  nach  Innsbruck,  um  liber 
die  Zustande  in  Tirol  nahere  Aufechlusse  zu  erhalten. 


4)  Burglechner,  A.  a.  o. 
*)  Statthaltorei-Archiv  Abth.  Schatz-Archiv. 
FerdinandeumS'Zeitschrift. 


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—    98    — 

Am  Sonntage  nach  St.  Valentin  bestatigte  nun  auch 
Maximilian  dem  kaiserlichen  Rathe  den  lebenslanglichen 
Fortbezug  der  150  Gulden  and  der  Holz-  and  Salzbezuge 
aos  dem  Pfannhaus-Amte  in  Hall,  *) 

W&hrend  dieser  Zeit  hatte  der  Kaiser  fortw&hrend  aos 
Tirol  liber  die  schlechten  politischen  Zustande  dieses  Landes 
briefliche  Nachrichten  erhalten.  Unterm  24.  Juli  richtete 
er  aus  Nurnberg  an  den  Biirgermeister  and  an  die  Stadt- 
rathe  in  Innsbruck  ein  Schreiben,  in  welchem  er  sagt:  es 
sei  ihm  von  glaubwiirdigster  Seite  aus  Tirol  berichtet  wor- 
den,  dass  sein  Vetter  Herzog  Sigmimd  gesonnen  sei,  seine 
Lander  an  den  Herzog  von  Bayern  zu  verkaufen.  Er  er- 
mahne  sie,  diesem  Vorhaben  aus  alien  Kraften  entgegen  zu 
wirken.  *)  Auch  an  die  Landtagsinitglieder,  welche  sich  am 
Pfinztag  nach  Mariahimmelfahrt  in  Hall  versammelt  batten, 
und  wo  starke  Klagen  gegen  Sigmunds  Regierung  gefiihrt 
warden,  schickte  er  ein  ahnliches  Ermahnungsschreiben.  3) 

Auf  dem  Landtage,  der  nach  Allerheiligen   in  Menu 
gehalten  wurde,  und  wo  Herzog  Sigmund   durch  eine  ihm  J 

vorgezeichnete  Hof-   und  Regierungs-Ordnung  von  Seite  der  f 

Landstande  eingeschrankt  wurde,  waren  auch  die  Gesandten 
des  Kaisers  und  des  rSmischen  Konigs  Maximilians  gegen- 
wartig.  Der  Thatigste  unter  diesen  war  der  kaiserliche  Bath 
Fuchsmagen.  Er  war  es,  der  die  fiber  diese  Ordnung  aus- 
gestellte  Urkunde  entwarf  und  selbe  mit  den  anderen  Ge- 
sandten unterzeichnete  und  siegelte. 

Gleich  nachher  begab  er  sich  mit  diesen  Gesandten 
nach  Venedig,  am  dort  mit  der  Republik  Friedensunter- 
handlungen  abzuschliessen. 4) 

III. 

Im  Februar  1488  war,  wie  bekannt  Maximilian  zu 
Briigge   in  Flandern,   wohin   er   sich  von  Tirol  aus  begeben 

*)  Statthalterei-Archiy. 

*)  Copeibuch  des  stadt.  Archirs  in  Innsbruck. 

*)  Sammler  B.  II.  S.  239. 

4)  Herzog  Sigmunds  Handlungen,  Manuscript  Im  Besitxe  Alb.  Jigers 


r 


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—    99    — 


hatte,  durclx  die  reMlischen  Unterthanen  in  Gefangenschaft 
gerathen.  E>er  Kaiser  hielt  sich  damals  mit  seinem  Rathe 
Fuclismageri  in  Innsbruck  auf  and  hatte  eben  iiber  die  bosen 
Rathe  Sigmixnds  die  Reichsacht  ausgesprochen.  Als  er  die 
Nachricht  liber  das  Schicksal  seines  Sobnes  erhielt,  eilte  er 
sogleicli  mit  seinem  Rathe  Fuchsmagen  nach  K5ln.  Und 
als  daselbsfc  die  Botschafter  seines  Sohnes  Maximilian  bei 
ihm  eintrafen*  urn  die  Befreiung  desselben  nachzusuchen, 
schickte  er  mit  denselben  seinen  Rath  Fuchsmagen  ab,  urn 
vorlaufig   mit    den  Aufstandischen  zu  unterhandeln. *) 

Als  aber  bald  nachher  von  alien  Seiten  Befreiungstrup- 
pen  heranzogen  und  der  Kaiser  selbst  am  9.  Mai  von 
K5ln  aus  mit  seinen  Kriegern  sich  in  Bewegung  gesetzt 
hatte,  wurde  Maximilian  am  17.  Mai  aus  der  Gefangen- 
schaft entlassen. 

Unterm  1.  Juli  schrieb  Fuchsmagen  aus  Alst  in  Flan- 
dern  an  den  Herzog  Sigmund,  der  auch  Truppen  unter  der 
Anftihning  des  Veit  Wolkenstein  dahin  geschiokt  hatte, 
dass  die  Befreiung  Maximilians  glucklich  erfolgt  sei,  und 
dass  dieser  bereits  seine  erste  Zusammenkunft  mit  seinem 
Vater  gehabt  habe.  „E>ie  Zusicherungen g,  schrieb  er,  „welche 
Maximilian  vor  seiner  Befreiung  geben  musste,  wurden  als 
nngiltig  erklart.  Der  Krieg  gegen  die  Widerspenstigen  ist 
bereits  erklart  und  erSffnet."2) 

Bei  diesen  mederlandischen  Wirren  hatte  sich  ein  tapferer 
Krieger  aus  Pusterthal  in  Tirol  abstammend,  Namens  Florian 
W  a  1  d  a  u  f ,  besonders.  ausgezeichnet.  Wir  wissen  nicht,  ob 
er  sich  schon  friiher  mit  Maximilian  dort  aufgehalten,  oder 
ob  er  mit  dem  Kaiser  im  Gefolge  des  Reichsheeres  oder 
mit  den  Truppen  des  Veit  Wolkenstein  dahingekommen  sei. 
Er  muss  sich  aber  daselbst  sehr  hervorgethan  haben;  denn 
schon  unterm  29.  Juli  verlieh  ihm  der  Kaiser  auf  dem 
Felde    zu  Ardenburg  in   Flandern  Adelsrechte  und  Adels- 

*)  Krones :  die  Osterreichische  Chronik.  Wien  1872,  S.  59. 


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—  100  — 

freiheiten  mit  dem  Pradikate  ,von  Waldenstein*,  welche 
Rechte  and  Freiheiten  ihm  dann  Maximilian  am  28.  August 
bestatigte.  Ja,  noch  unterm  27.  Juli  1502  bestatigte  Maxi- 
milian, dass  Florian  Waldauf  von  Waldenstein  viel  beige- 
tragen  habe,  ihn  aus  der  Gefengenschaft  zu  befreien. *) 

Seit  diesen  niederl&ndischen  Wirren  wurden  die  beidea 
Tiroler,  Fuchsmagen  und  Waldauf  die  intimsten  Freunde 
and  bewahrten  diese  Freundschaft  bis  zu  ihrem  Tode. 

IV. 

In  Tirol  waren  indessen  trotz  der  im  Jahre  1487  er- 
lassenen  ,Hof-  und  Regierungs-Ordnung  "  die  bosen  Ver- 
h&ltnisse  theilweise  wieder  zuriickgekehrt.  Der  Kaiser  wollte 
und  konnte  aber  nicht  dulden,  dass  die  friihere  Misswirth- 
schaft  wieder  beginne.  Er  begab  sich  daher  am  23.  De- 
zember  1488  mit  seinem  Rathe  Fuchsmagen  wieder  nach 
Innsbruck  und  hielt  sich  dann,  theils  die  Zwistigkeiten  zwi- 
schen  dem  Herzog  und  den  Landstanden  zu  schlichten, 
theils  abet  auch  auf  die  Regierung  entschiedenen  Einfluss 
zu  nehmen,  langere  Zeit  daselbst  auf. 

Die  drei  Faschingstage  im  Jahre  1489  brachte  Fuchs- 
magen wieder  im  Kreise  seiner  Freunde  in  Hall  zo.2) 

Um  diese  Zeit  ging  der  Kaiser  mit  dem  Gedanken  urn, 
seinen  Vetter  Sigmund  zur  Abdankung  zu  bewegen.  Im 
Mai  traf  dann  auch  Maximilian  in  Innsbruck  ein,  wo  ihm 
dann  der  Kaiser  die  Vollmacht  ertheilte,  in  dieser  Beziehung 
mit  dem  Herzog  zu  unterhandeln. 

Maximilian  verstand  es,  seinen  alten  geistesschwachen 
Vetter  Sigmund  gut  zu  behandeln,  und  ihn  trefflich  zu 
unterhalten.  Am  Mittwoch  vor  St.  Philipp  und  Jakob  ver- 
anstaltete  er  ihm  zu  Ehren  mit  dem  Herzog  Albrecht  von 
Bayern,  seinem  Schwager,  in  der  Umgebung  von  Hall  eine 
grosse  Jagd.    Bei  dieser  Gelegenheit  verehrten  die  Burger 


*)  Stadt-ArchiT  in  Hall. 

*)  Raitbucber  der  Stadt  Hall. 


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—  101  — 

von  Hall  dem  rdmischen  KSnig  Maximilian  einen  von  Be- 
nedikt  Katzenberger  in  Augsburg  verfertigten  silbernen  Becher. 
Am  h.  Kreuzerfindungstage  begab  sicb  nan  aaob  der  Kaiser 
mit  seinem  Rathe  Fucbsmagen  nach  Hall,  wo  dann  grosse 
Feierlicbkeiten  veranstaltet  wurden. *) 

Bei  den  Verhandlungen  in  Betreff  der  Debergabe  des 
Landes  bediente  sicb  Maximilian  fast  ausscbliesslicb  des 
Beistandes  des  kaiserlichen  Bathes  Fucbsmagen.  Die  Ver- 
handlungen selbst  wickelten  sicb  so  gut  ab,  dass  Maximilian 
schon  am  16.  Marz  1490  die  Regierung  tibernehmen  konnte. 
Nachdem  der  Kaiser  alle  seine  Wflnsche  in  Bezug  auf  Tirol 
erfiillt  sah,  reiste  er  Ende  M&rz  von  Innsbruok  ab,  liess 
aber  semen  Rath  Fucbsmagen  als  Rathgeber  des  nenen 
Landesfiirsten  zuruck. 

Maximilian  setzte  nun  zur  Fortfubrung  der  Regierung 
in  Innsbruck  unter  dem  Namen  , Regierung*  und  ,Kammer* 
zwei  Landesstellen  ein.  Als  Mitglied  der  Slammer  wurde 
auch  Fuchsmagens  Freund,  Florian  Waldauf  von  Walden- 
stein,  ernannt. 

V. 

Nach  dem  Tode  des  Matthias  Corvinus,  KSnig  von 
Ungam,  der  indessen  am  6.  April  desselben  Jahres  1490 
erfolgt  war,  riistete  Maximilian  ein  Heer  aus,  am  das,  was 
die  ungarische  Invasion  erobert  hatte,  wieder  dem  Kaiser 
zurfickzuerobern.  Die  Landst&nde  von  Tirol  bewilligten  ihm 
zu  diesem  Zug  50.000  Gulden. 

Viele  Manner  aus  Hall  begleiteten  diesen  Zug.  Die 
hervorragendsten  unter  diesen  waren  der  kaiserliche  Rath 
Fucbsmagen  und  Florian  Waldauf  von  Waldenstein,  jener 
als  Rechtsgelehrter,  dieser  als  Kriegsmann. 

Nachdem  Maximilian  Wien  erobert  hatte,  zog  er  mit 
seinem  Heere  nach  Ungarn.    Schon  in  Stuhlweissenburg,  wo 


')  SUdt-Aichiv  in  H»llt 


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-   102  — 

«s  blutig    hergegangen  war,   wurde  Florian  Waldauf  seiner 

Tapferkeit    wegen   von  Maximilian   zum  Ritter  geschlagen. !) 

Maximilian  drang  nicht  weiter  vor.    Die  Ungarn  hatten 

"^Wladislaw  II.    von  Polen   zu   ihrem  Konig    erwahlt,  mit 

-veelchem    nun  Maximilian   so    gut  als  m5glich   ein  Ueberein- 

Icommen  zu  treflfen  suchte. 

Bei  dieser  Gelegenheit  wurde  nun  der  kaiserliche  Rath 
J7*tichsmagen    als   Rechtsgelehrter    von   Maximilian    zu    den 
%*richtigsten  Diensten    verwendet.     Schon  im  folgenden  Jahre 
1491  ersohien  er  unter  jenen  Gesandten,  welche  Maximilian 
ernannt  hatte,  um  den  fiir  Oesterreich  so  wichtigen  Friedens- 
-v-ertrag  mit  Wladislaw  II.  KSnig  von  Ungarn  abzuschliessen, 
^eodurch  den  5sterreichischen  Fiirsten  die  Nachfolge  auf  den 
nngarischen  Thron  zugesichert  wurde.     Wir  finden  ihn  dann 
aJs   gewandten  Diplomaten   in   dem  unterm  22.  August  von 
Seite    des  Konigs  Wladislaw   mit   Oesterreich    und     in    den 
unterm   7.  November,   sowohl  von  5sterreichischer,    aJs  auch 
von   ungarischer  Seite  ausgestellten   Instramenten   in    Betreff 
des  Friedensvertrages,  und  in  der  unterm  20.  Dezeinber  ge- 
gebenen  Urkunde,   in   welcher  Maximilian   den  mit  den  Be- 
vollm&chtigten   des   Konigs  von  Ungarn  geschlossenen  Frie- 
den  genehmigte,  und  endlich  in  der  von  Maximilian    unterm 
31.  Dezember  zu   Innsbruck    fur  seinen   Gesandten     ausge- 
stellten Vollmacht.2) 

Wie  gross  die  Th&tigkeit  des  kaiserlichen  Rathes 
Fuchsmagen  bei  diesen  wichtigen  Friedensverhandlungen  und 
bei  der  Anfertigung  der  daruber  ausgestellten  Drkunden  war, 
geht  auch  daraus  hervor,  dass,  wie  aus  dem  unterm  7.  No- 
vember von  Seite  Oesterreichs  ausgestellten  Instrumente  zu 
ersehen  ist,  manche  Gesandten,  wie  z>  B.  Matthaus  Spaur, 
nicht  einmal  ihren  Namen  schreiben  konnten. 

Indessen  war  Maximilian  im  Sp&therbste  1490  mit 
Fuchsmagen   und  Waldauf  wieder  nach  Innsbruck  zuruckge- 


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—  103  — 

kehrt,  am  von  der  Landschaft  Hilfsgelder  aufzunehmen.  Da 
sich  Fiiclismagen  bei  diesem  Geschafte  besonders  thatig  er- 
wes,  so  bestatigte  ihm  Maximilian  am  Sonntag  nach  St 
Lucia,  gegeben  zu  Innsbruck,  neuerdings  die  lebenslangiichen 
Bezuge    aus  dem  Pfannhaus-Amte  zu  Hall. !) 

Besonders  aber  wnsste  der  Kaiser  die  bisber  von  seinem 
Rathe  Fuchsmagen  dem  Hause  Oesterreich  geleisteten  Dienste 
zu  wtbrdlgen,  indem  er  ihm  am  4.  Februar  1492  die  Renten 
und  W  ochengelder  aus  den  Ertragnissen  des  Mainzer-Zolles 
anweisen  liess. 2) 

Am  Ende  dieses  Monats  hielt  sich  Fuchsmagen  wieder 
bei  dem  Kaiser,  der  sehr  krank  war,  in  Linz  auf.  Yon 
hier  aus  schrieb  er  an  den  beriihmten  Dr.  Johannes  Re  uchl in 
einen  langeren  Brief  iiber  den  Ausgang  desKrieges  in  Ungarn, s) 

YI. 

Am  17.  August  des  folgenden  Jahres  1493,  als  Maxi- 
milian sich  in  Innsbruck  aufhielt,  ging  der  Kaiser  in  Linz 
mit  Tod  ab.  Seine  Leiche  wurde  nach  Wien  libertragen. 
Am  27.  September  begab  sich  Maximilian  von  Hall  aus  zu 
Schiff  dahin,  uin  bei  dem  Leichenbeg&ngniss  gegenwartig  zu 
sein.4) 

Gleich  nach  den  Exequien  wurde  er  von  der  gesamm- 
ten  Universitat  in  feierlicher  Weise  begriisst.  Bei  dieser  Ver- 
anlassung  wurde  ein  junger  Gelehrter  Namens  Guspinian  von 
Maximilian  zum  Dichter  gekrflnt.  Da  sich  zu  dieser  Feier- 
lichkeit  nebst  vielen  anderen  Gelehrten  auch  Dr.  Reuchlin 
eingefanden  hatte,  so  wurde  er  hier  mit  Fuchsmagen,  der 
gleichfalls  anwesend  war,  persSnlich  bekannt.5) 

Maximilian  setzte  nun  in  Wien  aus  den  landesfiirst- 
lichen  Rathen  eine  „  Regentschaft  *  ein,  welche  die  currenten 

')  8totth»lterei-ArchiT. 

*)  Chmel.  Begesten  zur  Geschichte  des  Kl  Friedrich  Nr.  8908. 

•)  Epistolae  clarorum  virorum  1556. 

4)  Raitbiicher  der  Stsdt  Hall. 

5)  Geiger:  Johannes  Reuchlin.  Leipzig.  1871.  S,  38, 


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—    104  — 

Geschafte  der  Landes-Regierung  zu  besorgen  hatte.  Zu  dieser 
Regentschaft  worde  vor  Allen  Dr.  Fuchsmagen  ernannt  Bei 
dieser  seiner  Emennung  erhielt  er  von  Maximilian  den  Auf- 
trag,  besonders  die  Universitat  aus  alien  Kr&ften  zu  unter- 
stlitzen  und  zu  sorgen,  dass  in  den  Lehrk5rper  derselben 
kunftig  Humamsten  berufen  werden  sollten. 

Maximilian  kehrte  dann  wieder  nach  Tirol  zurucL 
Im  folgenden  Jabre  1494  verehelichte  er  sich,  seit  dem 
Jabre  1482  Witwer  geworden,  mit  der  Prinzessin  Blanka 
Maria  aus  Mailand.  Nach  der  Hochzeit,  die  in  Innsbruck 
gebalten  wurde,  begab  er  sich  mit  seiner  Gemahlin  nach 
Hall  und  Hess  sich  in  der  Kapelle  der  alten  landesfursdi- 
chen  Burg  Hasegg,  wo  Fuchsmagens  Bruder  Leopold  Pfleger 
war,  von  dein  Pfarrer  Christof  von  Schrofenstein,  neuerdings 
einsegnen. !) 

Im  Jahre  1496  besuchte  Fuchsmagen  auf  kurze  Zeit 
seine  Vaterstadt  Hall.  Da  eben  daselbst  sein  Vetter  Hans 
Plafus  obne  Leibeserben  gestorben  war,  so  verlieh  ihm  Maxi- 
milian die  Lehen  desselben.  2) 

Am  Maria  Himmelfahrtstage  kam  nun  auch  Majrimilian 
nacb  Hall,  und  veranstaltete  daselbst  auf  dem  Rathhause 
zu  Ebren  des  Herzogs  Philipp  von  Oesterreich  und  des  Her- 
zogs  Georg  von  Bayern  einen  Tanz,  zu  dem  aucb  Fuchs- 
magen eingeladen  war.3)  Bald  nachher  begab  sich  Fuchs- 
magen wieder  nach  Wien. 

VII. 

Eben  um  diese  Zeit  beschloss  Maximilian,  in  Wien 
eine  Humanisten-Gesellschaft  zu  errichten.  Schon 
unterm  4.  Marz  1497  liess  er  zu  diesem  Behufe  durch  sei- 
nen  Rath  Fuchsmagen  den  beruhmten  Humanisten  Konrad 
Celtes,  der  schon  im  Jahre  1487  in  Nurnberg  vom  Kaiser 

*)  Chronik  der  Stadt  Hall. 

*)  SUtthalterei-Archiv  Abth.  Schata-Archir, 

*)  Raitbticher  der  Stadt  Hall, 


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—  105  — 

zum  Dichter  gekrflnt  worden  war,  aus  Ofen,  wo  er  im  Jahre 
1493  die  sogenannte  *  Donau-Gesellschaft  *  gegrtindet  hatte, 
nach  Wien  berufen,  urn  diese  Gesellschaft  hieher  zu  ver- 
pflanzen  und  neu  zu  organisiren.  Mit  dieser  Berufung  war 
Maximilian  so  zufrieden,  dass  er,  so  oft  er  kiinftig  auswar- 
tige  Gelehrte  nach  Wien  berufen  liess,  sicb  immer  des  Ratbes 
seines  gelehrten  Fuchsmagen  bediente. 1) 

Da  Fuchsmagen  gerade  um  diese  Zeit  viele  Gelehrte  in 
seinem  Hause  zu  bewirthen  hatte,  so  liess  ihm  Maximilian 
am  Freitag  nach  St.  Galli  von  Innsbruck  aus  ein  grosses 
Fass  Trammer  Wein  iiberschicken. 2)  Als  Vorstand  dieser 
Humanisten-Gesellschaft  in  Wien  wurde  der  Gelehrte  Dr. 
Johannes  Vitez,  Bischof  von  Vesprim,  und  als  erstes  Mit- 
glied  derselben  der  Regent  Dr.  Johannes  Fuchsmagen  er- 
nannt  Als  Mitglied  dieser  Gesellschaft  Snderte  er  nun, 
nach  dem  Gebrauche  der  damaligen  Zeit,  seinen  Namen  und 
nannte  sich  Fusemannus  \ 

Der  Verein  der  gelehrten  Humanisten  stellte  eine  Pri- 
vatakademie  vor,  welche  nach  Umstanden  und  ohne  Zwang 
in  Gliederungen  einzelner  naher  befreundeter  Gelehrter  zer- 
fiel  und  gerade  das  heitere,  der  gliicklichen  Stimmung  sich 
hingebende  Element  des  wissenschUftlichen  Strebens  in  sich 
fasste,  wahrend  die  strengen  Doctrinen  aus  der  Zeit  der 
Scholastik  der  Universitat  uberlassen  bleiben.  3) 

Die  Grelehrtesten  durch  Rang  und  wissenschaftliche  Bil- 
dung  ausgezeichnetsten  Manner,  Dichter,  Aerzte,  Astronomen, 
Philosophen,  Mathematiker  und  Geschichtsforscher  traten 
diesem  Verein  bei. 

Die  Hauptaufgabe  desselben  war:  allgemeine  Bildung 
zu  verbreiten,  im  Staate  und  in  der  Kirche  Reformen  anzu- 
bahnen  und  besonders  auf  die  Verbesserung  der  Rechtspflege 
und  Gesetzgebung  einzuwirken.     Durch    dieses   Streben   der 


*)  Geschichte  der  Wiener  Hofbibliothek  S.  7. 
s)  Statthalterei-Archir  Abth.  Schatz-Archir. 
*)  Kink:  Geschichte  der  Wiener-UnhrersitlLt. 


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—  106.- 

Homanisten  kam  dann  nach  and  nach  der  an  der  Unhrer- 
sit&t  noch  herrschende  Scholastizismus  mit  seiner  theilweise 
veralteten  Lehrmethode  immer  mehr  in  Verfall. 

Die  Vereinsmitglieder  hatten  m  der  Singergasse  ein 
eigenes  Haus,  in  welchem  sie  sich  von  Zeit  zu  2^eit  versam- 
melten  und  Vortrage  hielten.  Zu  den  standigen  Mitgliedern 
kamen  h&ufig  auch  reisende  Gelehrte,  welche  die  Gelegenheit 
ihres  Aufenthaltes  in  Wien  beniitzten,  urn  gelehrte  Yerbin- 
dungen  anzuknupfen,  wissenschaftlicbe  Correspondenzen  ein- 
zuleiten  und  kleine  Abhandlungen  in  Druck  zu  geben. f) 

Als  Geltes  bei  Broflhung  dieser  Gesellsohaft  sein  Werk: 
Lucii  Apulei  Platonic!  et  Aristotelici  pbilosopbi  Epitoma  de 
mundo"  heraosgab,  widmete  er  dasselbe  dein  kaiserlichen 
Bathe  und  Begenten  Dr.  Johannes  Fuchsmagen,  und  be- 
grdsste  denselben  in  der  Vorrede  mit  den  Worten:  ,Wer 
unter  den  hervorragenden  MSnnern  Deutschlands  ist  fleissiger 
und  strebsamer  in  der  Erforschung  beider  Spharen,  des  H3m- 
mek  und  der  Erde,  als  du  Fusemann?  Wer  ist  kundiger 
in  Betreff  der  Zahlen  und  Massverhaltnisse  der  Erdk5rp«r 
und  der  Kreise  der  Gestirne  am  Firmamente?  Wer  ist  im 
Stande,  mit  grosserer  Sachkenntniss  von  Volkern  und  Staaten, 
von  Stadten,  Meeren  und  Flflssen  zu  sprechen?  Und  wer 
von  den  manigfaltigeren  Thier-  und  Menschenarten,  ja  auch 
ihrer  Verschiedenheit  nach  verschiedenen  Himmelsstrichen 
climatischen  Verh&ltnissen,  unter  denen  sie  leben,  mehr  als 
du  Aufschliisse  zu  geben*?  — 

Diese  Vorrede  ist  sehr  weitlfiufig  und  in  lateinischer 
Sprache  geschrieben.  Wir  haben  hier  nur  den  Anfang  der- 
selben  in  deutscher  Uebersetung  gegeben.  Aber  schon  aus 
diesen  wenigen  Worten  sehen  wir,  wie  sehr  Fuchsmagens  viel- 
seitige  Kenntnisse  in  Betreff  der  Geschichte,  Astronomie  und 
und  Geographie  bei  den  Gelehrten  der  damaligen  Zeit  An- 
erkennung  gefunden  hatten. 

Bald  nachher  wurden  fast  von  alien  Mitgliedern  des 
Vereines  an  Fuchsmagen  Gedichte  gerichtet,  in  Velchen  sie 

J)  KultenbAck:  A.  a.  o. 


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—  107  — 

ihm  als  ihrem  M&oenas  das  grftsste  Lob  spendeten.  Er  war 
es,  der  diesen  Verein  als  Regent  besonders  zu  unterstiitzen 
suchte. 

So  wenig  iibrigens  dieser  Verein  in  f5rmlicher,  so  zu 
sagen,  in  offizieller  Weise  auftrat,  so  ent&ltete  er  doch  eine 
sehr  ausgebreitete  Th&tigkeit  und  brachte  durch  seine  Be- 
strebungen  die  herrlichsten  Friichte  hervor.  Wien  verdankt 
demselben  einen  grossen  Theil  seines  gelehrten  Rufes,  der 
am  Ende  des  15.  und  im  Anfange  des  16.  Jahrhunderts  in 
alien  L&ndern  Anerkennung  gefanden  hatte.  Die  Zahl  der 
damals  in  Wien  Studirenden  war  in  wenigen  Jahren  anf 
7000  gestiegen. 

vni. 

Als  erstes  Mitglied  dieses  Humanisten  Vereines  trat 
nun  Fuchsmagen  als  Schriftsteller  auf.  Er  verfasste  mehrere 
Werke  historischen  Inhaltes.  Zuerst  schrieb  er  ,Ordo  et 
series  Augustorum,  <5aesarum  ao  Tyrannorum,  qui  imperium 
invadere  ausi  sunt,  cum  adnotatione,  quo  quis  tempore  et 
quot  annis  imperaverit. "  Dann:  ,Varia  numismata  Augu- 
storum et  Caesarum  Romanorum.  *  und  endlich  ,  Imperatores 
Orientis  a  tempore  Caroli  Magni.*  Alle  diese  Werke  wid- 
mete  er  dem  romiscben  Kdnig  Maximilian. 

Auch  ein  anderes  Werk  von  ihm  unter  dem  Titel: 
„Historia  de  Burgundiae  duce  Carolo  Audace*  ist  in  der 
Wiener  Hofbibliotbek  aufbewahrt. !) 

Fuchsmagen  war  im  Besitze  einer  grossen  und  ffir  die 
damalige  Zeit  sehr  seltenen  Bibliothek,  welche  die  ausge- 
zeichnetsten  Werke  und  Manuscripte  enthielt  Eine  sehr  alte 
Handschrift  mit  Consularverzeichnissen,  die  er  selbst  aufge- 
funden  hatte,  uberliess  er  seinem  gelehrten  Freund  Dr. 
Cuspinian,  als  dieser  das  Werk  „De  consulibus*  bearbeitete.2) 


*)  Tabulae   codicum  Manuscriptorum   in  Bibliotheca  Vindobenensi. 
*)  Aschbach:   die  Humanisten   an  der  Wiener-Unirersitat  S.  306. 


Google 


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—  108  — 

Er  sammelte  aucb  mit  grossem  Fleisse  alte  Mftnzen 
and  andere  Denkmale  und  liess  sein  Haus  und  die  Akademie 
mit  rOiniscben  Steinen  und  Inschriften  verzieren,  von  denen 
einige  sp&ter  dem  gelehrten  Forscher  Wolfgang  Lazius  zu 
seinen  literarischen  Arbeiten  als  Erkl&rungen  dienten. !) 

Als  Mitglied  der  Regentschaft  suchte  Fuchsmagen  auch 
besonders  die  Universit&t  auf  das  eifrigste  zu  unterstatzeiL 
Seinen  Verwendnngen  hatte  sie  es  zu  verdanken,  dass  die 
meisten  von  ihr  vorgeschlagenen  Reformen  und  Verbesserun- 
gen  durchgesetzt  wurden.  Obwohl  er  entschieden  der  libera- 
len  humanistischen  Ricbtung  der  damaligen  Zeit  angeh5rte, 
so  war  er  docb  wieder  in  Bezug  auf  gewisse  Ansicbten  sehr 
conservativ.  Er  verstand  es,  Mass  zu  halten  und  hielt  den 
Grundsatz  fest,  dass  die  Tendenz  des  Stillstandes  nicht  min- 
der gef&hrlich  sei,  als  die  des  zu  raschen  Umsturzes. 

Als  im  Jabre  1497  das  rSmische  Recht  durch  die  Vor- 
trage  des  Hieronymus  Balbi,  der  im  Jahre  1493  durch 
Maximilian  aus  Venedig  an  die  Universitat  nacb  Wien  be- 
rufen  wurde,  so  in  Anseben  gekommen  war,  dass  das  cano- 
niscbe  Recbt  in  Gefahr  stand,  ganzlich  verdrangt  zu  werden, 
und  man  bereits  mit  dem  Plane  umging,  selbes  ganz  zu  be- 
seitigen,  und  nur  das  Civilrecbt  zu  belassen,  erhob  Fuchs- 
magen als  Regent  gegen  ein  solches  Ansinnen  seine  Stimme, 
und  man  hatte  es  nur  seiner  griindlich  gefQhrten  Einsprache 
zu  verdanken,  dass  dieser  extreme  Gedanke  nicbt  zur  Aus- 
flihrung  kam.  2) 

Und  als  im  Jahre  1499  einige  Mitglieder  der  Univer- 
sitat  auch  in  Betreff  der  Amtssprache  Reformen  einzufQbren 
suchten  und  sich  in  ibren  Arbeiten  und  Aufsatzen  der  deutschen 
Spracbe  bedienten,  that  Fuchsmagen  als  Mitglied  der  Regent- 
schaft  abermals  dagegen  Einsprache  und  liess  an  die  Uni- 
versitat die  Mahnung  ergehen,   sie  sollte  sich  nicbt  beifellen 


')  Kaltenbick:  A.  a.  p. 

")  Progr»mm  des  Gymnasiums  der  Schotten  in  Wien  1853  S.  17. 


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—   109  — 

lassen,  sich  mit  den  Produkten  der  Vulgersprache  zu  befas- 
sen,  in  denen  doch  keine  wahren  Vorbilder  zu  finden  seien.1) 

Anmerkung.  Diese  Geringsch&tzung  der  Muttersprache  filr 
gelehrte  Abhandlungen  hatte  Fuchsmagen  mit  vielen  Humanisten  der 
damaligen  Zeit  gemein.  Ihnen  gait  die  lateinische  Sprache  als  allein 
wiirdig,  die  Sprache  gelehrter  Werke  zu  sein.  Hatte  ja  schon  Petrarka 
bedauert,  dass  Dante  seine  gtittliche  KomOdie  in  italienischer  und  nicht 
in  lateinischer  Sprache  geschrieben.  Ja,  noch  im  Jahre  1735  gab  die 
Tubinger  Universit&t  ein  Gutachten  ab,  in  welchem  sie  bitter  klagte, 
dass  der  Philosoph  Wolf  dentsch  Yortrage.  £s  heisst  in  diesem  Gut- 
achten: „Obwohl  man  einen  Yortrag  in  nnserer  Muttersprache  je  nnd 
je  wohl  halten  und  auch  mit  Nutzen  anbringen  kann,  so  fassen  doch 
sonderlich  die  an  das  Latein  gewohnten  Hflrer  der  philosophischen 
Disciplin  die  schwersten  Lehren  ungleich  besser  im  Lateinischen  als 
im  Deutschen." 


IX. 

In  eben  diesem  Jabre  1494  wurde  Fuchsmagen  von 
Maximilian  besonders  ausgezeichnet.  Bisher  batten  die  Lan- 
desfiirsten  den  halben  Wein-  und  Getreide-Zehent  zu  G6l- 
lersdorf  inne  und  gaben  denselben  als  Lehen  hintan.  Als 
in  eben  diesem  Jahre  der  Zehent  erlediget  wurde,  verlieh 
Maximilian  denselben  seinem  Rathe  Fuchsmagen,  und  bewil- 
ligte  ihm,  dass  er,  wenn  er  ohne  eheliche  Leibeserben  ster- 
ben  sollte,  denselben  auf  seinen  Bruder  Leopold  und  dessen 
Sflhne  vererben  durfe.  Fuchsmagen  kam  aber  bald  auf 
andere  Gedanken.  —  Sein  Haus  stand  nahe  an  dem  Chor- 
herrenstifte  in  St.  Dorothea.  Bei  diesen  Chorherren  hielt 
sich  Fuchsmagen  oft  auf.  Viele  von  ihnen  waren  sehr  ge- 
lehrte Manner,  und  gehSrten  entschieden  der  humanistischen 
Richtung  an.  Fuchsmagen  stellte  nun  an  Maximilian  das 
Ersuchen  urn  freie  Disposition  liber  diesen  Zehent  und  dieser 
erlaubte  ihm  in  der  That,  dass  er  denselben  zur  Mehrung 
und  Besserung  eines  Gotteshauses  verwenden  durfe,  und  ver- 
sprach  ihm  zugleich,   dass  er  in  diesem  Falle  kiinftig  sich 


»)  Kink:  A.  a.  t.  S.  196. 


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—  110  — 

alles  Zehentrechtes   entschlagen   und  dieses  Lehen  als  freies 

Eigenthum    erkaren    wolle.      Fuchsmagen    machte    nan   als 

\  Eigenthiimer  dieses  Zehents  mit  deinselben  bei  diesen  gelehr- 

\  ten  Chorherrn  der  Kirche  St  Dorothea  eine   Stiftung,  und 

\  stellte    am    Maria-Gebortstage   dariiber   eine    Urkonde  aus, 

\  welche  dann  Maximilian   am  Montag  nach  St  Leopold  be- 

\  statigte.    Laut  dieser  Stiftangsnrknnde  sollte  in  dieser  Kirche 

.  zu  Ehren  des  hohen   Kaisers  Leopold  taglich    and  ewiglich 

\  und  zwar  ain  Altare  desselben  eine  Messe  gelesen  and  nach 

\  dem  Tode  des  Stifters  jahrlich  am  Feste  des  hi.  Hieronymus 

\  ein  Jahrtag  mit  grosser  Vigil  und  gesungenem   Seelenamte 

abgehalten  und  an  demselben  Tage  den  Corherren  eine  funfte 

Speise  im  Werthe  von  zwsi  Pfund  Wiener  Pfennige  verab- 

reicht  werden.  !) 

Im  September  1500  kam  Fuchsmagen  wieder  nach 
Tirol.  Er  hielt  sich  theils  in  Hall,  theils  aber  bei  seinem 
Freunde,  dem  Hitter  Florian  Waldauf  von  Waldenstein,  im 
Schlosse  Rettenberg  bei  Kolsass  auf ,  dass  dieser  im  Jahre 
1490  sammt  der  Gerichtsbarkeit  von  Maximilian  um  11.000 
\  Gulden  an  sich  gebracht  hatte.2) 

Von  hier  aus  schrieb  er  an  Conrad  Geltes  nach  Wien 
und  tiberschickte  ihm  einen  in  der  Gegend  von  Kolsass  er- 
legten  weissen  Hasen,  wofur  ihm  dann  Celtes  in  lateinischen 
Distichen  seinen  Dank  abstattete. 3) 

Bitter  Florian  Waldauf  von  Waldenstein  hatte  schon 
im  Jahre  1495  in  der  Pfarrkirche  in  Hall  eine  Kapelle  er- 
bauen  lassen,  um  daselbzt  die  von  ihm  wahrend  seiner  vielen 
und  weiten  Beisen  gesammelten  Reliquien  und  andere  Kost- 
barkeiten  zu  hinterlegen.  Am  4.  Mai  1501  Hess  er  diese 
Reliquien  von  seinem  Schlosse  Rettenberg  aus  in  einer  feier- 


A 


i 


V 


l)  Origo  et  progressus  Ecclesiae  ad  St  Dorothoam  Mspt. 

*)  Raitbacher  der  Stadt  Hall. 

*)  Dieses  Gedichd,  welches  im  Codex  der  Innsbrucker  UniTersitAtJ- 
Bibliothek  fehlt,  findet  sich  in  Engelbert  Rlupfel:  De  rita  et  scriptis 
Conradi  Celtis.  Freiburg  1827. 


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—  Ill  — 

lichen  Prozession,  bei  der  fiber  40.000  Menschen  anwesend 
waren,  in  die  am  19.  Marz  1500  eingeweihte  Kapelle  nach 
Hall  iibertragen.  Bei  dieser  Feierlichkeit  war  anch  Fuchs- 
magen  gegenw&rtig. !) 

X. 

In  eben  diesem  Jahre  1501  fasste  Maximilian  den 
Entechluss,  nach  Rom  zu  zieben,  am  dort  die  Kaiserkrone 
zu  empfongen,  allein  er  musste  eingetretener  Hindernisse 
wegen  dieses  Vorhaben  wieder  aufgeben. 

In  Bozen,  wo  er  sich  vom  29.  bis  31.  Oktober  auf- 
hielt,  kam  ihm  der  schon  seit  langem  gehegte  Gedanke  zur 
Reife,  in  Wien  aus  den  Mannern  des  gelehrten  Humanisten- 
Vereines  ein  Collegium  der  Dichtkunst  nnd  Beredsamkeit 
zu  errichten.  Unterm  30.  Oktober  stelle  er  daselbst  die 
Stiftungsurkunde  dariiber  aus.  Er  sagt  in  derselben:  „er 
habe  es  ffir  heilsam  gehalten,  anch  in  seinen  Staaten  die 
Wissenschaften  des  alten  Roms  wieder  einzufuhren,  and  er 
wolle  daher  nach  dem  Vorgange  der  altrdmischen  Kaiser 
ein  Kollegium  flir  romische  Poesie  und  Beredsamkeit  er- 
richten, darch  welches  kiinftig  Jene,  welche  sich  diesen  Kan- 
sten  widmen  wollen,  nach  erfolgter  Priifung  zu  Dichtern  ge- 
krdnt  werden  konnen,  und  zwar  in  solcher  Weise,  als  hatten 
sie  den  poetischen  Lorberkranz  unmittelbar  aus  den  Handen 
des  Kaisers  selbst  empfangen. 2) 

Im  Spatherbste  verfiigte  sich  Fuchmagen  im  Auftrage 
Maximilians  von  Hall  aus  mit  dem  Hallschreiber  Heinrich 
Wuest,  dem  Bergmeister  Hann  Ott  und  dem  Waldmeister 
Wolfgang  Kripp  nach  Leoben,  urn  dort  die  Eisenbergwerke 
in  Turenberg  zu  untersuchen  und  einige  Streitigkeiten  daselbst 
zu  schlichten,  kehrte  aber  dann  sogleich  wieder  nach  Wien 
zurtick.3) 


J)  Stadt-Archhr  in  Hall. 
s)  Celtes:  Libri  amorum. 
a)  Statthalterei-Aiehif. 


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—   112  — 

Am  1.  Febraar  1502,  als  am  43.  Geburtstage  Celtis, 
wurde  in  Wien  im  Beisein  des  Rathes  Fuchsmagen  and 
vieler  anderer  Gelehrter  das  Collegium  der  Poesie  and  Be- 
redsamkeit  feierlich  erSffnet,  und  Celtes  zum  Vorstande  des- 
selben  eraannt. 

Von  Wien  aus  unterhielt  nun  Fuchsmagen  mit  den 
beriihmtesten  Mannern  seiner  Zeit  einen  fortwahrenden  ge- 
lehrten  Briefwechsel. *) 

Auf  seine  Empfehlungen  wurden  auch  um  diese  Zeit 
viele  Mitglieder  der  Humanisten-Gesellschaft  und  andere 
Gelehrte  von  Maximilian  zu  den  wichtigsten  Aemtera 
befdrdert.2) 

Im  Jahre  1503  wurde  Fuchsmagen  als  Rechtegelehrter 
von  Maximilian  zu  verschiedenen  auswartigen  Missionen 
verwendet 8) 

Im  Sommer  1504  wo  er  sich  eben  in  Linz  aufhielt, 
waren  unter  den  Professoren  an  der  Wiener  University 
Streitigkeiten  ausgebrochen.  Unterm  10.  August  schrieb  er 
von  bier  aus  an  Celtes  nach  Wien :  er  sollte  sich  von  diesen 
Streitigkeiten  feme  halten  uud  sich  an  denselben  ja  nicht 
betheiligen. 4) 

Im  Dezember  1507  traf  Maximilian  wirklioh  Anstalt, 
den  schon  seit  Langem  vorgehabten  Romerzug  za  anter- 
nehmen.  Er  reiste  mit  einem  grossen  Heere  uber  Brixen 
nach  Trient  und  nahin  dort  am  4.  Februar  1508  den  Titel 
eines  erwfihlten  rOmischen  Kaisers  an.  Allein  auch  dieser 
Zug  kam  nicht  weiter  zur  Ausfuhrung.  Fuchsmagen  hielt 
sich  damals  fast  immer  in  der  N&he  des  Kaisers  auf.  In- 
dessen  hatte  schon  vor  einiger  Zeit  die  Humanisten-Gesell- 
schaft in  Wien  einen  Landsmann  Fuchsmagens,  namlich  den 
damals  beriihmten  Musiker  und Componisten Peter  Tritonius 
als  Mitglied  aufgenommen. 

')  Epistolae  claroram  virorum. 

*)  Anal.  Styrienses  1740  S.  169  and  352. 

*)  Pfenndler,  Genealogische  Notizen. 

4)  Cod.  Epist.  elect.  Celtis.  Lib.  XIV.  p.  8. 


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—    113    — 

Er  war.  nachdem  er  in  Padua  die  humanistischen 
Stadien  absolvirt  und  das  Diplom  als  Magister  der  freien 
Kunste  erhalten  hatte,  an  der  lateinischen  Schnle  in  Brixen 
angestellt,  und  hatte  durch  sein  Musikalisches  Werk:  ,Me- 
lopia*  das  er  mit  Geltes  herausgab,  das  grdsste  Aufeehen 
erregt.  Schon  in  den  Jahren  1501  bis  1503  stand  er  mit 
Celtes  in  Briefwechsel.  Sp&ter  kehrte  er  wieder  nach  Tirol 
zuruck  und  leitete  die  lateinische  Schule  in  Bozen.  *) 


XI. 

Wahrend  des  Soramers  1508  hielt  sich  Fuchsmagen 
meistentheils  in  Hall  auf.  Sein  Freund  Ritter  von  Waldauf 
von  Waldenstein  hatte  eben  daselbst  die  sogenannte  ,  Stuben- 
gesellschaft*  errichtet.  Diese  Gesellschaft  war  eine  geschlos- 
sene,  zu  der  nur  Beamte  und  angesehene  Burger  Zutritt 
batten.  Die  Gesellschaft  fiihrte  ein  eigenes  Buch,  in  das 
jedes  Mitglied  seinen  Namen  einschreiben  und  sein  Wappen 
beisetzen  musste.  Dieses  erhielt  den  Namen :  f  Wappenbuch  ■ 
und  ist  nooh  erhalten.  Die  Gesellschaft  war  nach  Art  eines 
Casinos  eingerichtet,  hatte  ihren  eigenen  Vorstand  und  eigene 
Statuten.  Bei  dem  Entwurfe  derselben  war  dem  Stifter  sein 
reohtskundiger  Freund  Fuchsmagen  besonders  behilflich. 

Der  Biograph  Waldauf  sagt:  f  Der  Stifter  dieser  Gesell- 
schaft  wolle  den  Biirgern  der  Stadt  Hall  nicht  allein  geist- 
liche  Stiftungen  hinterlassen,  sondern  durch  die  Errichtung 
der  Stubengesellschaft  die  Gemiither  derselben  mit  anstan- 
digen  weltlichen  Ergotzungen  erfreuen.*2)  Johannes  und 
Leopold  Fuchsmagen  erschienen  in  dem  Wappenbuche  als  die 
ersten  Mitglieder  dieser  Gesellschaft. 

In  eben  dietem  Jahre  hatte  Florian  Waldauf,  der  im 
Jahre   1506   das  Referat   uber   das   Salinenwesen   erhalten 


!)  Aschbach  A.  a.  o.     S.  2.  82  und  437. 

*)  Leben    des    Bitter    Florian   Waldauf.     Manuscript   im    Casino 
Ton  Hall. 

Ferdinandeums-Zeitschrift.  8 


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—   114  — 

hatte,  mit  seinem  Freunde  Fachsmagen  den  Salzberg  besucht, 
bei  welcher  Gelegenheit  dann  ein  Stollen  im  Berge  den 
Namen  „  Fuchsmagen  Stollen  *  erhielt.  *) 

In  einer  auf  das  Bergwesen  beztiglichen  Angelegenheit 
finden  wir  die  beiden  Freunde  auch  Anfangs  des  Jahres 
1509,  wo  dieselben  im  Auftrage  des  Kaisers  nach  Gmunden 
und  Hallstadt  sich  begaben,  urn  bei  den  Aemtern  daselbst 
gewisse  Differenzen  und  Streitigkeiten  auszugleicben  und  in 
Ordnung  zu  bringen.2) 

Beide  Freunde  kehrten  dann  wieder  nach  Hall  zurflck, 
wo  aber  Fuchsmagen  sich  sogleich  zur  Abreise  nach  Wien 
rftstete. 

Schon  am  1.  Mai  erhielt  der  Salzmeier  Georg  Sprang 
in  Hall  von  Innsbruck  aus  den  Befehl,  ein  Schiff  nachLinz 
und  Wien  und  das  nSthige  Reisegeld  fur  den  kaiserlichen 
Bath  Dr.  Johannes  Fuchsmagen  in  Bereitschaft  zu  halten.8) 

In  Hall  trennten  sich  beide  Freunde,  sahen  sich  aber 
dann  nicht  mehr  wieder.  Urkundlich  finden  wir  die  beiden 
Freunde  das  letztemal  zusammen  erwabnt  hn  Anschlag  des 
Landtags  von  Bozen,  Samstag  nach  Thomas  1509,  und  zwar 
erschienen  ihre  Namen  im  Anschlag  der  Ritterschaft  auf- 
gefthrt 4) 

Hitter  Florian  Waldauf  hatte  schon  am  1.  Janner  1510 
auf  seinem  Schlosse  Rettenberg  in  Kolsass  das  Zeitliche  ge- 
segnet.  Seine  Leiche  wurde  nach  Hall  ubertragen  und  in 
der  von  ihm  erbauten  Kapelle  in  der  Pfarrkirche  beerdiget5) 
Der  kaiserliche  Rath  Fuchsmagen  erkrankte  bald  nach- 
her.     Unterm  15.  April  erhielt  sein  Bruder  Leopold  in  Hall 


*)  Salinen-Archir. 
*)  Salinen-ArchiT. 

•)  Brandis,     Geschichte    der    Landeshauptlente.     Innsbruck  1850, 
3.  407,  408. 

4)  StatthalterGi.ArchiT. 
*)  Stadt-Archiv  in  Hall. 


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-  115  - 

die  Erlaubniss  semen  kranken  Bruder  in  Wien  „auf  dessen 
Begehren"  besuchen  zu  diirfen. *) 

Die  Krankheit  des  kaiserlichen  Rathes  nahm  rasch  zu, 
so  dass  scbon  am  3.  Mai  sein  Tod  erfolgte.  Seine  Leicbe 
wurde  bei  den  Cborherren  in  der  St.  Dorothea-Kirche  be- 
graben. 

Der  Grabstein  der  ihm  gesetzt  wurde,  enthielt  die  zwei 
von  ihm  selbst  verfassten  Distichen. 

fFuxmagonum  vixisse  juvat  rectumque  piumque 
Quod  coluit  reliquum,  somnia  vana  putat. 
Dicite,  quod  melius,  qui  vivitis?  Hoc  ego  tantum 
Cognovi,  ut  moriar,  nescius  ipse  mei." 

Der  grosste  Tbeil  seines  hinterlassenen  VermSgens  fiel 
seinem  Bruder  Leopold  und  dessen  Sdhnen  zu. 

xn. 

Unterm  20.  Juni  kam  vom  Kaiser  Maximilian  aus 
Augsburg  an  den  Kammermeister  Ulrich  Mehring  in  Inns- 
bruck ein  Schreiben,  in  welchem  es  heisst:  „Dr.  Johannes 
Fuchsmagen  ist,  wie  wir  vernommen  in  Wien  mit  Tod  ab- 
gangen.  Er  hat  Briefe  und  Abhandlungen  so  uns  und 
unser  Land  betreffen,  und  alte  Miinzen,  und  viele  andere 
Antiquitaten,  die  er  uns  hat  verehren  wollen,  hinterlassen. 
Verfuge  dich  nach  Hall  zu  seinem  Bruder  Leopold,  der  diese 
Sache  in  seinen  Handen  haben  soil  Er  soil  selbe  ja  nicht 
veraussern,  da  sie  uns  gehdren.  Er  hat  selbe,  wie  er  oft 
gesagt  uns  verehren  wollen.2) 

Mit  den  Worten  , Briefe  und  Abhandlungen*  wollte  der 
Kaiser  wahrscheinlich  jene  vielen  Aufsatze  bezeichnen,  welche 
Fuchsmagen  wUhrend  seines  vielbewegten  Lebens  iiber  die 
in  seiner  Zeit  gefiihrten  Kriege  und  Friedensvertrage  nieder- 
geschrieben   und  hinterlassen   hatte.     Schon   Mhzeitig   be- 


*)  Statthalterei-Archiv. 

*)  Statthalterei-Archiv  Abth.  Schatz-Archiv. 


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—  116  — 

sch&ftigte  er  sioh  mit  solchen  Anfeeichnnngen.  So  schrieb 
er  einen  ansf&hrlichen  Bericht  fiber  die  Sendung  des  vene- 
tianischen  Gesandten  an  Saltan  Muhamed  II.  im  Jahre 
1478  und  fiber  den  Abschlnss  des  Friedensvertrages  mit 
demselben  im  Jahre  1479.  —  Diesen  Bericht  hat  der  zeit- 
gendssische  Jakob  Unrest  in  seiner  Ssterreichischen  Ghronik 
fast  w5rtlich  benntzt.  Auch  die  von  Tichnowski  in  den 
Beilagen  zom  8.  Band  seiner  v  Geschichte  des  Hauses  Habs- 
burg*  abgedrnckten  Depeschen  fiber  die  niederlandischen  Wii^ 
ren  im  Jahre  1488  ruhren  von  Fnchsmagen  her.  f) 

Einem  grossen  Theil  seiner  Bibliothek  hatte  Fnchsmagen 
seinem  gelehrten  Freunde  Dr.  Johannes  Cospinian,  der  lm 
Jahre  1501  zom  Rektor  der  Universitat  erwahlt  wnide, 
vermacht. 2) 

Viele  Werke  ans  Fnchsmagens  Nachlass  sind  in  da 
Wiener  Hofbibliothek  and  thellweise  auch  in  der  Universitats- 
Bibliothek  in  Innsbruck  aufbewahrt  In  der  Wiener  Hof- 
bibliothek befindet  sich  nnter  vielen  anderen  Werken  ans 
diesem  Nachlass  anch  ein  von  Furius  Dionysins  Philokalus 
verfasster  Kalender  ans  dem  8.  oder  9.  Jahrhnndert  her- 
stammend,  der  selbst  den  gelehrten  Forschern :  Josef  Scaliger 
and  Markns  Welser  rathselhaft  bleibt,  nnd  der  anch  jetzt 
nach  neneren  Ausgaben  noch  nicht  vollstandig  er- 
klart  ist.  *) 

In  der  Handschriften  Chronik  des  Otto  von  Freisingen, 
welche  sich  in  derselben  Bibliothek  befindet,  sind  einige  Be- 
merknngen  in  Betreff  der  Begebenheiten  nnter  Karl  dem 
Kuhnen  von  Burgnnd,  welche  Fnchsmagen  eigenh&ndig  dazu- 
geschrieben  hatte. 

Die  Innsbrucker  Universitats-Bibliotkek  besitzt  ebe 
handschriftliche  *  Weltchronik, M  welche  Fnchsmagen  auf  seme 
Kosten  hatte  verfassen  lassen.  Sie  hat  die  Inschrift: 
Johannes  Fuchsmagen  9Impensa  scriptns.* 


')  Krones :  die  Osterr.  Kronik  Wien  1872  S.  76  and  77. 

*)  Kaltenb&ck  A.  a.  o. 

*)  Programm  des  Gymnasiums  in  Olmutz  1876  S.  8. 


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-  117  - 

xm. 

Die  Ssterreiohische  „  Zeitschrift  far  Geschichte  und 
Staatenkunde"  vom  Jahre  1837  Seite  74  sagt,  dass  in  der 
Innsbrucker  Universit&ts-Bibliothek  eine  Handschrift  aus 
dem  15.  Jahrhunders  aufbewahrt  sei,  welche  an  Dr.  Fuchs- 
magen  von  seinen  Zeitgenossen  gerichtete  Gedichte  enthalte. 
Dieses  Werk  konnte  schon  seit  vielen  Jahren  nicht  mehr 
erfragt  werden.  Erst  der  gelehrte  Bibliothekar  Dr.  Fridrioh 
Leithe,  der  uns  auch  zu  diesem  Aufeatze  viele  BeitrSge  ge- 
liefert,  hatte  diese  Handschrift  im  Jabre  1874  wieder  auf- 
gefunden. 

Das  Manuseript  bildet  eine  Sammlung  lateinischer  Ge- 
dichte, hat  die  Anfsohrift:  „Ad  magnificentissimnm  virum 
ac  exoelentissimnm  juris  peritum  Johannem  Fuchsmagonum* 
uud  enth&lt  fiber  200  Gedichte,  Oden,  Elegien,  Epigramme, 
Epithaphien  u.  s.  w.,  welche  die  ber&hmtesten  M&nner  der 
damaligen  Zeit  bei  verschiedenen  Gelegenheiten  verfasst  und 
dem  kaiserlichen  Rathe  Fuchsinagen  iiberreicht  hatten. 

Die  meisten  dieser  gelehrten  Manner  geh5rten  der 
Wiener  Humanisten^Gesellschaft  an.  Bei  jedem  Gedichte 
ist  der  Name  des  Verfassers  angegeben.  Es  erscheinen: 
Konrad  Celtes,  Sebastian  Brandt,  Johannes  Reuchlin, 
der  ber&hmte  Arzt  Cuspinian,  der  Rechtsgelehrte  Hierony- 
mus  Balbi,  die  Briider  Peter  und  Franz  Bonomius,  der 
gekr5nte  Dichter  Paul  Amaltth&us  und  viele  Andere. 

Die  Gedichte  selbst  zeigen  grosse  sprachliche  Gewand- 
heit  und  sind  flir  die  Beurtheilung  der  damaligen  Zeitver- 
haltnisse  sehr  wichtig. 

M5chte  doch  ein  Philolog  sich  entschliessen,  diese 
Sammlung  herauszugeben !  — 

Nach  dem  Hinscheiden  des  Kaisers  Maximilian,  das 
am  12.  J&nner  1519  erfolgte,  verlieren  sich  die  Nachrichten 
fiber  die  Wiener  Humanisten-Gesellschaft  immer  mehr  und 
mehr.  Die  Fortschritte  der  Reformation  und  die  daraus 
entstandenenGlaubensstrditigkeiten,  besonders  aberdieTftrken- 


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-  MA- 

kriege  waren  dem  heiteren  Leben  der  Humanisten  nicht 
mehr  hold.  Und  nachdem  das  Collegium  der  Diohtkunst 
and  der  Beredsamkeit  der  Universit&t  einverleibt  wurde, 
hSrte  die  Gesellschaft  der  Humanisten  von  selbst  auf. 


XIY. 

Es  scheint  dass  sich  der  heitere  Humanist  Fuchs- 
magen  in  seinen  jtLngeren  Tagen  mit  seinem  Freunde,  dem 
frommen  Reliqniensammler  Waldauf  manchmal  auch  einen 
Scherz  zu  machen  erlaubt  hatte;  oder  sollte  es  nicht  als 
ein  Scherz  angesehen  werden,  wenn  ihm  Fuchsmagen  einmal 
von  Wien  aus  zwei  grosse  Z&hne  mit  dem  Bemerken  fiber- 
schickte,  sie  batten  dem  U.  Christoph  angehSrt?  —  Waldauf 
scheint  den  Scherz  auch  verstanden  zu  haben;  er  hat  diese 
Z&hne  nicht  in  seiner  Kapelle  in  Hall  bei  seinen  anderen 
Reliquien  hinterlegt,  sondern  selbe  in  seinem  Schlosse  Ret- 
tenberg,  in  einem  alten  Schrank  verschlossen,  als  Andenken 
aufbewahrt  In  dem  im  Jahre  1810  tLber  die  Verlassen- 
schaft  des  Ritters  Florian  Waldauf  von  Waldenstein  in 
demselben  Schlosse  aufgenommenen  Inventar  heisst  es:  ,Tra- 
chel  XI.  Darinnen  liegen  zwei  grosse  Zahne,  so  Dr.  Fuchs- 
magen dem  Herrn  Waldauf  geschickt  hat  Fuchsmagen 
sagt  und  zeigt  an  in  seinem  Schreiben,  sie  seien  von  St 
Christophen.  * 

In  der  Kirche  des  Gistercienser  Stiftes  Heiligen  Kreuz 
unter  dem  Wienerwalde  befindet  sich  ein  schOnes  Andenken 
an  Dr.  Johannes  Fuchsmagen.  An  der  rechten  Seite  dieser 
Kirche  h&ngt  n&mlioh  ein  Bild  an  der  Wand,  nahe  zwei 
Klafter  in's  Gevierte  messend  und  bestehend  aus  einem  nie- 
derl&ndischen  Teppich  mit  vielen  eingewirokten  Figure*; 
welche  den  hi.  Leopold  mit  seinen  achtzehn  Kindern  dar- 
stellen.  Unten  kniet  Fuchsmagen,  eine  lange  magere  Ge- 
stalt  mit  Spitzbart  und  gefalteten  H&nden,  in  einen  weite* 
fidtenreichen  mit  Pelz  verzierten  Mantel  geh&llt  Neben 
ihm  steht  sein  Wappen  mit  gescfalossenem  Helm,  und 


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—  119  — 

ihm  sind  die  Worte  angebraoht:  »Divo  Leopoldi  genio 
Johannes  Fuxmagen  dicavit* 

Dieses  Bild  hing  frQher  in  der  Kirche  des  St  Dorathea- 
Klosters  in  Wien,  wo  Fuchsmagen  begraben  wurde.  Nach 
Aufhebung  desselben  unter  Kaiser  Josef  wurde  es  in  der 
Klosterkirche  Heiligen  Kreuz  aufbewahrt 

Die  von  Fuohsmagen  im  Jahre  1499  gemachte  Stiftung 
ging  spater  an  das  Stift  Klosterneuborg  iiber.  — 


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n. 

Naturwissenschaftliche  Abtheilung. 


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Die  geognostisehen  VerMltnisse 


der 


Wildschonau. 


Von 


Dr.  Alois  Cathrein. 


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sso 


Baiimgarlfnfjrund . 


SSO 


XieiWatt. 


isch.  ?,Alhivhtm..  fi.tiabbro. 


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Ich  lege  hier  im  Anschluss  an  die  von  Prof.  Dr.  A. 
Pichler,  welcher  die  WildschSnau  zn  wiederholten  Malen 
begieng,  gemachten  Mittheilungen,  (Jahrbuoh  der  k.  k.  geol. 
Reichsan.  XIX.  Band  1869)  die  Resultate  meiner  wShrend 
der  letzten  Sommerferien  angestellten  Untersuchungen  vor. 
Znerst  wird  es  jedoch  am  Platze  sein,  den  Umriss  des  in 
Angriff  genommenen  Terrains  zu  fbriren  und  dessen  orografisch- 
topografische  Verhaltnisse  darzastellen,  in  so  weit  diess  zam 
Verst&ndniss  des  Folgenden  erforderlich  ist.  Gegen  Norden 
bin  bildet  das  Innthal  bis  WSrgl  seine  Grenze,  w&hrend  es 
im  NO.  nnd  0.  bis  Hopfgarten  von  der  Brixenthalerache 
bespttlt  wird,  von  wo  die  Sstl.  und  stidSstl.  Grenze  im  Grund- 
beziehungsweise  Langengrundthale  lauft,  bis  sie  xiber  den 
Hahnenkopf  (1910™)  zum  Sonnjoch  (2284™)  dem  siidlich- 
sten  Punkt  unseres  Gebietes,  sich  erhebt  und  .von  nun  an 
dem  Gebirgsgrath  folgt,  welcher  das  Thai  WildschSnau  von 
Alpbach  scheidet;  in  dieser  Linie  treten  als  sildwestl.  und 
westliche  Grenzpfeiler  der  Rossboden  (1955 m)  der  Schatz- 
herg  (1898"),  der  Kothkaserkopf  (1770 «)  und  der  Thier- 
berg  mit  der  Gratlspitze  (1890  m)  hervor,  von  welch'  letzterer 
Hohe  die  Grenze  in  fast  n5rdl.  Richtung  gegen  das  Innthal 
abfallt  und  es  bei  St.  Leonhard  erreicht.  WShrend  nun  das 
ganze  Thai  Wildschonau  einen  ungemein  sanften  und  lieb- 
lichen  Gharakter  in  sich  ausgepragt  hat,  bietet  uns  der  Ge- 
birgsrticken,  welcher  es  vom  Innthal  trennt,  wirklich  einen 
,wilden*  Anblick;  schauervolle  Schluchten  haben  sich  im 
Laufe  der  Zeitsn  in  das  Gebirge  eingerissen,  nackte  Fels- 
w&nde  starren  dem  Wanderer  entgegen,  der  auf  dem  miih- 
samen,  mitunter  nicht   ge&hrlosen,  Wege  behutsam  dahin- 


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—  126  — 

schreitet!  Welch'  ein  Contrast  init  den  milden  Formen, 
welche  das  eigentliche  Thai  gegen  Suden  hin  entfaltet! 

Hier  deckt  frisches  Griin  des  Thales  Mulde,  den  sanf- 
ten  Abhang,  die  hOchste  Kuppe,  keine  wunde  Stelle  stort 
das  frenndliche  Bild! 

Das  ganze  Thai  zerfallt  nan  in  ein  ausseres  and  ein 
inneres,  jenes  zeigt  eine  ostwestliche  Richtung  und  entsendet 
die  meisten  Gewasser  nach  WSrgl,  dieses  beginnt  am  Sonn- 
joch,  lauft  in  fast  gerader  Linie  gegen  N.  and  stftsst  bei 
Muhlthal  aaf  das  aussere,  es  wird  von  der  sog.  WildschSn- 
auer-  in  ihrem  unteren  Lanfe  Kandler-Ache  genannt  durch-t 
rauscht,  welche  sich  bei  Kundl  mit  dem  Inn  vereinigt  Der 
Haaptort  des  ganzen  Gebietes,  Oberau,  liegt  nahezu  in  der 
Mitte  des  von  O.  nach  W.  laufenden  Thalzuges.  Weiter 
im  0.,  eine  leichte  Stunde  davon  entfernt,  finden  wir  Nie- 
derau  in  sampfiger  Gegend,  w&hrend  im  W.  Thierbach  mit 
mehr  alpinem  Charakter,  im  SW.  Aafl&ich  im  innem  Thale 
za  verzeichnen  sind.  Es  erflbrigt  noch,  einzelne  fur  die 
Orientirung  wichtige  HOhenpankte  anzafELhren:  im  N.  von 
Thierbach  erhebt  sich  der  Kienzenhoferkogl  (1235™),  im 
S.  der  Rauchkopf  (1424 m),  zwischen  Aafl&wh  and  Kelchsau 
ragt  das  Feldalpenhorn  (1921  m)  empor,  im  Gebirgszag  sadl. 
von  Oberaa  bemerkt  man  den  Kirchkopf  (1500™)  and  das 
Kropfraderjoch  (1495™)  wahrend  aus  dem  nordl.  Zuge  das 
Kragenjoch  (1423™),  das  Bembergeijochl  (1360™)  der 
Brachkopf  und  endlich  der  Bruchberg  (1050™)  besonders 
zu  nennen  sind.  — 

Indem  ich  nun  zur  Behandlung  des  eigentlichen  Themas 
schreite,  werde  ich  es  versuchen  die  einzelnen  Gebirgsglieder 
nach  ihrer  Altersfolge  za  charakterisiren  and  beginne  mit  den 

sedimentaeren  Formationen* 

J.  ThongUmmer8chiefer. 
Der  Thonglimmerschiefer,   welcher   von   Innsbruck  bis 
Schwaz  das  rechte  Ufer  des  Inn  begleitet,  von  wo  sich  ihm 
jiingere  Formationen  vorlagern,  tritt  am  Schatzberg  in  unser 


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—  127  - 

Gebiet,  dessen  siidl.  Fl&chenraum  er  behauptet  bis  Kelshsau 
bin,  von  wo  er  liber  Windau-  und  Spertenthal  nach  Pinz- 
gau  hinuberstreicht.  Auf  eine  detaillirte  Beschreibung  dieses 
ohnehin  wolbekannten  Gesteins  k5nnen  wir  schliesslich  ver- 
zichten,  mflssen  jedoch  hervorheben,  dass  es  mit  den  quar- 
zigen  Phylliten  bei  Innsbruck  tibereinstimmt;  seine  Structur 
ist  mikrokrystallinisch,  der  Glimmer  erscheint  eben  nicht  in 
Blattchen  oder  Schuppen.  sondern  vielmehr  in  den  charak- 
terischen  Hauten,  welche  den  SchieferungsflSchen  den  eigen- 
thiimlichen,  schillernden,  oft  nahezu  metallischen  Glanz  ver- 
leihen.  Auf  den  Hauptbruch  erblickt  man  haufig  sehr 
htibsche  F&ltelung,  gleichwol  steht  die  Schieferung  mit  der 
Schichtung  in  Parallelismus.  Die  Farbe  des  Gestein  ist 
durchschnittlich  grau,  nicht  selten  finden  sich  Adern  und 
Nester  weissen  kornigen  Quarzes,  dagegen  vermissen  wir  die 
in  andern  Gegenden  so  h&ufigen  Einlagerungen  kQrnigen  oder 
schieferigen  Ealkes  hier  wol  ganzlich.  Nicht  unerwahnt 
bleiben  darf  eine  eigenthiimliche  petrographische  Modification 
dieses  Gesteins.  Es  zeigt  sich  namlich  an  manchen  Orten 
ein  Uebergang  in  Gneis;  wir  sehen  sich  dem  Phyllite 
Orthoklas  einschalten,  dessen  Individueu  immer  grflsser 
und  gr5sser  werden,  ihre  Farbe  ist  weiss,  ihr  Glanz  ausge- 
zeichnet  perlmutterartig;  zu  bemerken  ist  nooh,  dass  wir  es 
zumeist  mit  Zwilligsindividuen  zu  thun  haben,  diese  werden 
nun  von  Glimmerhauten  vSllig  umwundnn,  wodurch  eine 
linsenfbrmige  Zeichnung,  welche  sich  besonders  schdn  auf 
dem  Langs  und  Querbruch  des  Gesteins  darstellt,  noch  deut- 
licher  aber  bei  der  Verwitterung  hervortritt,  entsteht;  gleich- 
wol bleibt  die  Schieferstruktur  erhalten,  wenn  auch  nicht 
in  jener  Reinheit,  wie  beim  Phyllit,  wesshalb  der  Ausdruck 
„flaserig"  oder  Bporphyroidisch"  fiir  dieses  Gefuge 
bezeichnender  sein  durfte.  Wir  haben  also  eine  Art  Gneis 
vor  uns,  den  wir  mit  dem  von  Prof.  Pichler  im  Lahnbach 
bei  Schwaz  entdeckten  Augengneis  parallelisiren  kftnnen, 
wenn  auch  der  dort  den  Glimmer  theilweise  vertretende 
Sericit,  sowie  die  mehr  abgerundeten,  ellipsoidischen  Formen 


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—  128  — 

der  Feldspathindividuen  bei  unserem  Gneise  vermisst  werden. 
Wir  durfen  dieses  Grestein  etwa  nicht  als  eine  selbststandige 
Formation,  sondern  nor  als  eine  Einschaltnng ,  als  eine 
locale  Ver&nderung  im  Complexe  des  Thonglimnierschiefers 
betrachten. 

II.   Wildschdnauer-Schiefer. 

Unter  diesem  Namen  beschreibe  ich  ein  Grestein,  wel- 
ches vermoge  seiner  Lagerungsverh&ltnisse  einerseits  jeden- 
falls  jiinger  ist,  als  die  soeben  behandelten  Phyllite,  anderer- 
seits  alter,  als  die  triadischen  Gebilde,  von  dessen  Alters- 
stellnng  man  sich  jedoch  beim  Mangel  aller  Petrefacten  leider 
nicht  tiberzeugen  konnte.  Es  ist  das  jener  Schieferzng,  der 
von  W.  her  unser  Gebiet  betritt  nnd  in  5stL  Richtung  mit 
zunehmender  Machtigkeit  dasselbe  dnrchstreicht  Was  die 
Stidbegrenzung  dieser  Schiefer  anbelangt,  so  kann  hier  fnglich 
anf  v.  Hauer's  geogn.  Karte  Oesterreichs  Blatt  V.  verwiesen 
werden,  indem  die  dort  verzeichnete  Grenzlinie  der  sogenann- 
ten  ,Grauwackenschie£er"  gegen  die  Urschiefer  im 
Ganzen  nnd  Grossen  richtig  ist,  dagegen  findet  man  diese 
Formation  in  der  Karte  des  montanistischen  Vereins  gar 
nicht  angedentet,  sondern  ledigUch  dem  Thonglimmer- 
schiefer  zugerechnet.  In  ihr  Grebiet  fjlllt  nicht  nnr  ein 
Theil  des  innern  Thales,  nemlich  der  Abschnitt  von  AuflBach 
bis  Miihlthal,  sondern  sie  bilden  auch  den  ganzen  siidl. 
Flttgel  und  die  Unterlage  der  Thalmulde  von  Ausserwild- 
schdnau,  erheben  sich  sodann  in  geringer  Ho  he  zu  deren 
nSrdlichem  FlGgel  bis  uber  Niederan  hinaus,  wahrend  die 
Umgegend  von  Thierbach  im  Westen  droben  vorwaltend 
triadische  Unterlage  aufweist.  Ueberall,  wo  diese  Schiefer 
das  Terrain  beherrschen,  erblicken  wir  die  uppigste  Vegeta- 
tion. Yon  der  sanft  gewobten  mit  den  schonsten  Alpen- 
matten  bedeckten  Kuppe  fallt  der  bewaldete  Abhang 
gegen  das  Thai,  dessen  wellenformige  Erhebongen  allerwarts 
frischer  Rasen  deckt  Dieser  Schiefer  ist  es  aber  auch 
welcher,  indem  er  das   Einsickern  des  Wassers  verhindert, 

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—  129   - 

die  Entstehung  von  Sfimpfen  verursacht,  die  sich  immer 
dort  bilden,  wo  auch  ein  oberfl&chlicher  Abfluss  des  Wassers 
nicht  zu  Stande  kommt,  so  besonders  in  der  Gegend  von 
Niederau.  Trotz  der  starken  Neigung  des  Gesteins  zur  Spal- 
tnng  and  Zerbrdckelang,  treffen  wir  doch  verh&ltnissm&ssig 
selten  Abstiirze  in  seinen  Gebirgen,  und  wenn  auch  solche 
entstehen,  so  werden  sie  Dank  dem  jeden  Pflanzenwuchs  so 
holden  Boden  in  kurzer  Frist  wieder  begrunt. 

Prof.  Pichler  hat  for  diese  Schiefer  den  Namen  ^Wild- 
schSnauerschiefer"  vorgeschlagen,  welche  Bezeichnung 
sehr  passend  gew&hlt  erscheint,  zumal  diese  Schiefer  in  die- 
sem  Thale  zuerst  in  grdsserer  M&chtigkeit  sich  entwickeln. 
Sehr  tibereinstimmend,  vielleicht  identisch,  dtirften  sie  mit 
jenen  Gesteinen  "aus  den  Westalpen  (Rhaetikon)  sein,  welche 
uns  Theobald  unter  dem  Namen  der  Casannaschiefer 
schildert  PetrOgraphisch  sind  unsere  WildschOnauerschiefer 
(i.  Pr.  2.)  am  bssten  dadurch  oharakterisirt,  dass  wir  sagen, 
es  seien  echte  Thonschiefer  (Dachschiefer),  so,  wie  sie 
uns  das  Silur  und  Devon  ansserhalb  der  Alpen  bietet  Sie 
haben  eine  kryptokrystallinische,  aphanitische  Structur,  indem 
auch  jener  letzte  Rest  krystallinischer  Ausbildung  zuriick- 
tritt,  den  wir  am  Thonglimmerschiefer  zu  finden  gewohnt 
waren;  die  Glimmerhaute  naralich,  die  jenem  Gesteine  einen 
so  eigenthtinimlichen  Sohimmer  verliehen,  auch  sie  sind  ver- 
schwunden,  ein  vdllig  dichter,  ineist  matter  Schiefer  liegt 
vor  uns  von  grauer,  blaulichgrauer,  schw&rzlichgrauer  Farbe, 
welche  mitunter  durch  verschiedene  Oxydationsgrade  des  bei- 
gemengten  Eisens  eine  Verwandlung  in*s  Gelbe  oder  Rothe 
erleidet. 

Die  Schieferung  tritt  in  hohem  Grade  hervor,  ebenso 
die  Faltelung,  welche  auf  dem  Haupt-  und  Querbruch  in 
oft  ungemein  zarten  Formen  ihren  Ausdruck  findet.  Seltener 
wird  das  Gestein  etwas  massiger  in  Folge  Zuriicktretens  der 
Schieferung,  wogegen  dann  die  Schichtung  leichter  bemerkbar 
wird,  eine  Stelle,  wo  wir  diese  Beobachtung  machen  konnen, 
wfire  auf  der  Anh5he  dstl.  oberhalb  Auflfach,  wo  die  Messung. 

Ferdinandeums-Zeitachrift.  9 


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—   130  — 

ein  deutlich  sudliches  Streichen  der  verhaltnissm&ssig  dtlnnen 

Schichten   und  einen  Sstlichen  Einfallswinkel  von  40°  ergab. 

Damit  soil    nun    etwa  nicht  gesagt  sein,  dass  diese  Schiefer 

anch   nicht   dautlich   geschichtet   seien  im  Allgemeinen,  dass 

es    nicht   auch   viele   andere   Stellen   geben   wird,    wo  deren 

Sctrichtung  beobachtet  and  gemessen  werden  kann,  immerhin 

aber  begleiten  eine  derartige,  sichere  Bestimmung  die  grdssten 

Schwierigkeiten,   nur   zu    leicht  ist   man  hiebei  T&uschungen 

unterworfen   wegen   der   scharfentwickelten  stets  wechselnden 

Schieferung,  deren  Richtung  und  Neigung  mit  dem  Streichen 

and  Fallen  nicht  zusammenf&llt,  die  vielmehr  in  der  Beschrei- 

bung   der  sonderbarsten  Windungen   und  Curven    die  Zeich- 

nungen  knotenreicher   Bretter  imitirt     Mit  der  Schieferung 

Sand  in  Hand  geht  oft  eine  transversale  ZerklQftung,  wo- 

durch   das   Gestein   in   lauter  scharfkantige  Stiicke  zerfSJIt, 

und  die  Untersuchung  des  Schichtenbaues  noch  mehr  erschwert 

wird.     Dass  wir  es  aber  mit  eigentlichem  Thonschiefer  zu 

thun  haben,  beweist,   ausser  seiner  Undurchdringlichkeit  ffor 

Wasser,  auch   der  Umstand,   dass  es  nicht  wenige  Stellen 

gibt,  wo  diese  Schiefer  durch  Verwitterung  ganz  murbe  und 

knetbar  geworden,  mithkt  in  echten  Thon  iibergegangen  sind. 

Durchsetzt  werden  die  Wildschftnauerschiefer  sehr  h&ufig  von 

gr5sseren  und  kleineren  Adern  milchweissen  oder  graulichen 

Quarzes,    wobei    diese   Trtimer    mit    der  Schieferung   nicht 

parallel   laufen,   sondesn  dieselbe   unter  mannigfachen  Win- 

keln  durchqueren,  da  und  dort  bildet  dann  auch  der  sonst 

k5rnige  Quarz  kleine  Krystalle  von  gewohnlicher  Form.   Nicht 

verschweigen  diirfen  wir  auch,   dass  die  Schiefer  manahmal 

den  talk&hnlichen  Sericit  aufiiehmen,  wodurch  sie  iua  An- 

fiihlen  fettig  werden,  ja   oft  wird  jener  sogar  vorwiegend, 

verandert   die  Farbe   des   Gesteins,   das   nunmehr  eher   als 

Sericitschiefer,   denn  als  Thonschiefer  bezeichnet  zu    werden 

verdient,   ein   solches  Verh&ltniss  hatte  ich  nicht  so  sehr  in 

der  WildschBnau,    wol  aber  ausserhalb  derselben  an  Gestei- 

nen   zu   beobachten    Gelegenheit,    welche-  jedenfalls    in    den 

Complex   der  WildschSnauerschiefer  gehSren.    Von  Mineral- 


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-   131  — 

Yorkomranissen  in  diesem  Gesteine  sind  zu  erwahnen:  der 
nicht  seltene  Pyrit  (OOOOO),  duroh  dessen  Zersetzung  den 
Quellen  Schwefelwasserstoff  geliefert  wird,  bekannt  ist  ja  die 
kraftige  Schwefelquelle  unfern  Mtihlthal;  Fahlerz,  soil 
in  alter  Zeit  zn  Bauten  Veranlassung  gegeben  haben,  es 
versicherten  mich  wenigstens  davon  mehrere  Leute  im  Thale 
und  sie  zeigten  mir  auch  die  Stellen,  wo  seinerzeit 
Stollen,  eingetrieben  waren,  deren  Spuren  jedoch  nicht  mehr 
zu  entdecken  sind,  auch  Hess  sich  nirgends  das  Erz  im  Ge- 
steine auffinden.  In  der  Karte  des  montonistischen  Vereins 
treffen  wir  auch  zwischen  Oberau  und  Niederau  mehrere 
Fahlerzstollen  eingetragen;  Kalkspath  in  Adern  jedoch 
seltener.  —  Abgesehen  von  der  meist  steilen  Aufrichtung 
und  Biegung,  welche  diesen  Schieferzug  tiberall  betroffen, 
lasst  sich  wol  keine  besondere  StSrung  im  Aufbau  desselben 
wahrnehmen  und  ist  seiue  Lagerung  im  Ganzen  und  Gross  ^n 
concordant  zwischen  Thonglimjnerschiefer  und  Schwazerkalk, 
(2).  Eine  kleine  Anomalie  gewahrt  uns  nur  das  durch 
synkline  Faltung  erklarliche  Vorkommen  dieser  Schiefer  bei 
Thierbach,  worauf  wir  sp&ter  noch  reflectiren  werden.  Das 
Streichen  ist  ebenso  wie  ihr  Fallen  hHufigem  Wechsel  unter- 
worfen,  was  Kniekung  und  Faltung  begriindet  — 

Rficksichtlich  der  Verbreitung  kann  ich  mir  die  Bemer- 
kung  nicht  vorenthalten,  dass  hier  noch  Manches  in  den 
Karten  zu  verbessern  ware,  so  z.  B.  habe  ich  diese  Schiefer 
noch  sehr  typisch  und  deutlich  am  Reitherkogl  bei  Brixlegg 
bemerken  kSnnen,  ja  nach  Prof.  Pichler  begleiten  sie  die 
Schwazerkalke  bis  gegen  Schwaz. 

Weiter  soil  noch  bemerkt  werden,  was  streng  genom- 
men  nicht  mehr  in  den  Bereich  unserer  Arbeit  gehftrt;  dass 
die  WildschOnauerschiefer  fiber  die  Grenzen  dieses  Thales 
hinaus  ihre  grdsste  Machtigkeit  im  Brixenthal  erlangen,  um 
dann  gegen  Pinzgau  fortzustreichen. 


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—  1S2  — 

III.  Schwazerkalk. 

Wir  sehen  ihn  an  der  nftrdlichen  Grenze  der  WDd- 
schSnauerschiefer  auftauchen.  Merkwurdig  bleibt  es  nun, 
dass  der  Uebergang  aus  Schiefer  in  Schwazerkalk  nicht  ein 
plfltzlicher  ist,  dass  wir  nicht  eine  scharfe  Scheidungslinie 
zwischen  diesen  beiden  Formationen  beobachten  konnen, 
sondern  es  tritt  hier  vielinehr  ein  langsamer  Wechsel  des 
petrographischen  Gharakters  ein.  Zwischen  die  Schiefer- 
lainellen  schalten  sich  flach  linsenftrmige  Dolomitpartien  ein, 
welche  die  schieferige  Zwischenmasse  immer  mehr  und  inehr 
zur&ckdrangen  und  endlich  allein  herrschend  werden.  Dieses 
Verhaltniss  k5nnen  wir  an  manchen  Orten  aufgeschlossen 
finden,  so  z.  B.  besonders  typisch  am  Wege  von  Niederan 
gegen  WGrgl  beim  Bach;  fibrigens  habe  ich  dasselbe  audi 
anderw&rts  (Kitzbfihelerhorn)  beobachten  kSnnen.  Nicht 
unzweckm&ssig  wire  es  far  diese  Uebergangsfacies  (2b)  die 
petrographische  Bezeichnung  tDolomitthonschiefer*  zu  w5h- 
len  analog  dem  „Kalkthonschiefer*  mancher  Gregenden.  Wie 
charaktherisirt  sich  nun  der  reine  Schwazerkalk  in  nnsexem 
Grebiete?  Sich  durchweg  als  typischer  Dolomit  zu  erkennen 
gebend  lasst  er  eigentlich  den  Namen  9Kalks  nicht  mehr 
recht  zutreffend  erscheinen,  zumal,  wie  ich  mich  selbst  tlber- 
zeugen  konnte,  auch  ausserhalb  unseres  Tentoriums  der  sog. 
Schwazerkalk  wol  Hberall  reichiich  Magnesia  fuhrt  und  mit 
Salzs&ure  kaum  aufbraust  Von  ziemlich  grobk5rniger  und 
compacter,  seltener,  dichter  Struktur,  von  gelblichweisser, 
gelblichrother,  rother,  graulicher  bis  schw&rzlicher  Farbe  nidit 
selten  bunt  gebandert  und  geadert,  lebhaft  schimmemd  ist 
er  ein  Gestein,  das  einmal  aufinerksam  betrachtet  immer 
leicht  wieder  zu  erkennen  ist  Die  Verwitterung  ruft  in  ihm 
eine  eigenthtimliche  Bauhigkeit  hervor,  die  ihm  fast  den 
Anschein  eines  Sandsteins  verleiht  Yermbge  seiner  com- 
pacten  und  durchaus  nicht  luckigen  Strnctur  aber  ist  er  der 
Einwirkung  der  Atmosphaerilien  nicht  in  dem  Grade  untesworfen, 
als  das  bei  ahnlichen  Gesteinen  der  Fall  ist  Verunreinigt  wird  er 


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—  133  — 

durch  Beimengung  von  Eisencarbonat ,  dessen  Gegeawart 
durch  die  Verwitterung  ganz  besonders  augenf&llig  wird. 
Charakteristisch  sind  dann  auch  die  Einschliisse  und  Nester 
weisslichen  k5rnigen  Quarzes,  der  besonders  amThierberg 
in  grdsseren  Massen  sich  einstellt,  and  dort  mit  dem  Dolomit 
an  der  Erzfiihrung,  dieser  ftir  den  S^shwazerkalk  so  wich- 
tigen  und  geradezu  typischen  Erscbeinnng,  tbeilniraint.  Es 
ist,  wie  bekannt  silberhaltiges  Antimon-Arsen-Fahl- 
erz,  welches  unsere  Felsart  in  so  hohem  Grade  auszeiohnet 
und  sie  zur  Quelle  des  Gltiokes  und  Reicbtbums  so  Man- 
cber  gemacht  hat.  Das  Erz  findet  sich  in  G&ngen  nnd 
Nestern  derb  und  eingesprengt,  nicbt  aber  in  Krystallen. 
Besonders  ergiebig  musste  die  Ausbeute  am  Thierberg  ge- 
wesen  sein,  wovon  uns  noch  heute  die  riesigen  Halden  er- 
zahten,  wo  jeder  Steinsplitter  deutliche  Spuren  des  Erzes  im 
noch  frischeu  oder  schon  zersetzten  Zustande  verratb.  Es 
kann  hier  natiirliob  nicht  meine  Aufgabe  sein,  atwa  alle  die 
interessanten  mineralogischen  Vorkominnisse  zu  schildern  und 
es  w&rde  dainit  auch  nur  langst  Bekanntes  wiederholt,  son- 
dern  ich  bescbranke  mich  darauf,  die  wichtigsten  derselben 
einfach  aufeuzahlen:  als  stete  Begleiter  des  Erzes  haben  wir 
seine  Zersetzungsproducte,  n&mlich  Kupferlasur,  Ma  la- 
chit,  Brauneisenerz,  ferner  in  ungemein  zierlichen,  stern- 
fbnnigen  Ueberziigen  Tirol  it,  in  Drusenraumen  wasserhelle 
bis  weisse  Dolomitrhomboeder,  sowie  durch  Metall5sun- 
gen  bunt  gefarbte  Calcitkrystalle  in  mannigfaltigen  Com- 
binationen,  kleine  Bergkrystalle  (P.  OO  P)  oft  in  grosser 
Menge.  Erzffihrend  sind  die  Schwazerkalke  auch  an  andern 
Stellen  der  WildschOnau,  so  finden  wir  im  NW.  und  NO. 
von  Oberau  da  und  dort  verfallene  Stollen;  bemerkenswerth 
erscheint,  dass  gerade  in  dieser  Gegend  neben  dem  Erze 
auch  nicht  wenig  Schwerspath  sich  einfindet  von  sch3ner 
milcbweisser  Farbe  und  blattrig  =  scbaliger  Textur,  ein  Vor- 
kominen,  das  ganz  an  jenes  am  Kogl  bei  Brixlegg  erinnert. 
Was  die  Altersstellung  des  Schwazerkalkes  betrifft^ 
10  sehen  wir  von  einer  allenfallsigen  Parallelisirung  mit  den 


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—  134  — 

Seller ophonkalken  Sudtirols  ganz  ab,  and  berQcksich- 
tigen  nur  die  Lage,  da  es  bis  heute  nicht  gelang  auch  nor 
eine  schwache  Spur  von  Petrefacten  darin  zu  entdecken.  Er 
liegt  zwischen  Wildsch5nauerschiefer  und  Buntsandstein,  (3), 
wir  sind  also  berechtigt,  ihn  einem  Gliede  der  polaeozoiscben 
Formationsgruppe  ein$ureihen,  ohne  vorderhand  dasselbe  naher 
bestimmen  zu  k5nnen.  Bezfiglich  dieser  geol.  Stellung  konnte 
auch  die  Frage  aufgeworfen  werden,  ob  denn  der  Schwazer- 
kalk  nicbt  als  ein  untergeordnetes  Glied  der  Wildscbdnauer- 
schieferformation  sich  representee,  ob  nicbt  eine  Analogic 
walte  zwischen  ihm  und  den  krystalliniscben  Kalken  der 
Urschiefer.  Einer  solchen  Annahme,  welcbe  zwar  von  einem 
gewissen  Standpunkte  aus  nicbt  so  ganz  unberecbtigt  er- 
scheinen  durfte,  scheinen  inir  docb  die  Lagerungsverhaltnisse 
zu  widerspreohen.  Man  kann  n&mlich  constant  finden,  dass 
die  Schwazerkalke  den  Schiefern  nicbt  ein-,  sondern  auf- 
gelagert  sind,  ftberall,  wo  mir  eine  Untersucbung  moglich 
war,  sab  icb  den  Schwazerkalk  an  der  Grenze  der  Scbiefer 
gegen  den  Buntsandstein  ansteben,  nie  aber  etwa  tief  im 
Schiefercomplexe,  wie  das  bei  unsern  krystallinischen  Urge- 
birgskalken  der  Fall  ist,  und  sollten  sich  biefftr  auch  Bei- 
spiele  bringen  lassen,  so  erklaren  sich  dieselben  in  unserem 
Falle  viel  nattirlicher  durch  Stdrungen  im  Scbichtenbau,  als 
durch  eine  gezwungene  Parallelisirung  der  Urkalke  mit  unsern 
Dolomiten,  welcbe  sich  iiberdies  durch  die  im  Veigleich  zu 
den  ersteren  grttssere  Machtigkeit,  sowie  durob  ihr  langge- 
dehntes  Fortstreichen,  unterscheiden.  Docb  kQnnte  man 
wiederum  einwerfen:  was  ist  es  mit  dem  allmfihligen  Ueber- 
gang  der  einen  petrographischen  Facies  in  die  andere?  Deutet 
nicbt  gerade  er  auf  eine  strenge  Einheit,  auf  einen  innigen 
Zusammenhang  beider  Gesteine?  Allein  auch.diess  darf  uns 
durchaus  nicbt  befremden  und  vermag  es  auch  nicht  unsere 
Ansicht  fiber  die  Selbststandigkeit  der  Schwazerkalke  zn 
erscbuttern,  sind  ja  docb  auch  die  sedimentaren  Formationen 
durch  leise  Uebergange  sowobl  ihres  petrographischen,  als 
auch  ihres  palaeontologischen  Charakters  verkettet,   so  dass 


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—  186  — 

es  sohwer  fallt  izu  unterscheiden,  wo  die  eiue  aufhflrt  und 
die  andere  beginnt,  wir  mussten  dann  iiberhaupt  jede  Trennung 
der  Formationen  verwerfen!  —  Die  Auflagerung  bekundet 
also  einen  sp&teren  Absatz  des  Schwazerkalkes,  seine  dolo- 
mitische  Natur  eine  Aenderung  in  jenen  genetischen  Ver- 
haltnissen,  welche  die  Entwicklung  eines  schlaminigen  Thon- 
scbiefers  bedingten.  Der  subjectiven  Entscheidung  bleibt  es 
uberlassen,  den  Schwazerkalk  als  eine  eigene  Formation,  oder 
vielmehr  als  eine  jiingere,  hohere  Etage,  in  der  Formation 
der  Wildsch5nauerschiefer  zu  betrachten. 

Sein  meist  undeutlicher,  jedoch  immerhin  entwickelter 
Schichtenbau  zeigt  starke  Aufr ichtungen ,  welche  oft  in 
Ueberkippnngen  iibergehen;  es  darf  uns  also  auch  nicht 
wundern,  wenn  wir  da  and  dort  glanzende  Harnische  finden, 
ein  Zeugniss  far  die  Dislocationen,  welche  diese  Gesteins- 
masse  betroffen;  gleichwol  sind  die  St5rungen  nicht  so  gross, 
dass  sie  eine  gleichmassige  Auflagerung  und  Ueberlagerung 
nicht  hervortreten  liessen.  Mit  grosser  Machtigkeit  vom 
Westen  her  unser  Terrain  erreichend  erhebt  sich  der  Schwazer- 
kalk zum  vielgestaltigen  Thierberg,  dessen  weithin  sichtbare 
Kuppen,  an  deren  waldigen  Abhang  nicht  selten  eine  ver- 
witterte  Felswand  erscheint,  sich  scharf  von  dem  nachbar- 
lichen  durchaus  bewachsenen  Schiefergebirge  abheben.  Weiter 
gegen  0.  hin  sehen  wir  den  Schwazerkalk  als  ein  verhaltniss- 
ma$sig  schmales  und  wol  nicht  continuirliches  Band  die 
nSrdliche  Grenze  der  WildschSnauerschiefer  umsaumen.  Hier 
streicht  er  von  Muhlthal  tiber  Oberau  gegen  Niederau  in 
geringer  H5he  am  nftrdlichen  Thalgeh&nge,  um  beim  letzt- 
genannten  Dorflein  etwas  machtiger  und  mit  ausgezeich- 
neter  Schichtung  sich  zu  erschliessen,  eincfur  dieses 
Gestein  gewiss  seltene  Erscheiunng;  die  Schichtung  ist  sehr 
diinnbankig,  die  Schiehtuugsfiachen  eben,  jedoch  etwas  rauh 
und  von  einem  mergeligen  Bestege  iiberzogen,  das  Streichen 
konnte  als  ein  ostwestl.,  die  Fallen  als  ein  nOrdl.  mit  einem 
Winkel  von  60°  gemessen  werden. 

Seine  Erstreckung  ist  iiberhaupt  eine  vielbedeutenderet 


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—  136  — 

als  man  bisher  ahnte,  von  Schwaz,  wo  er  mit  grosser  Mich- 
tigkeit  einsetzt,  kftnnen  wir  ihn  fiber  Kitzbflhel,  Pillersee, 
wo  sein  Vorkommen  darch  Prof.  Pichler  oonstatirt  wnrde 
(Neues  Jahrb.  f.  Min.  etc.  187f>.  Seite  930.),  bis  gegen 
Pinzgau  hinab  verfolgen.  In  der  kartografischen  Bezeichnung 
der  Schwazerkalke  entspricht  weder  v.  Hauer's  Karte  nodi 
die  des  mont.  Vereins,  indem  erstere  sie  nur  am  Thiarberg 
unter  dem  Namen  „Graawackenkalk*  letztere  aosserdem  wol 
auch  im  N.  von  Niederau,  aoffihrt,  allein  mit  der  unrichti- 
gen  Bezeichnung  „unterer  Alpenkalk*. 

IV.  Buntsandstein. 

Aof  die  Schwazerkalke  folgen  Conglomerate  and  Sand- 
steine,  die  man  wol  kaum  den  Grddenersandsteinen  gleich- 
setzen  darf,  da  man  einerseits  nie  einer  Spur  der  Ullmannia- 
schichten  begegnet,  and  sie  andererseits  an  verschiedenen 
Localit&ten,  ohne  Zwischenlage  dunkler  Kalke,  in  sandig 
thonige  Schichten  fibergehen,  welche  Petrefacten  des  RBth 
ffihren. 

Wir  halten  sie  daher  bis  aof  weiteres  ffir  bnnten 
Sandstein,  ohne  die  M5glichkeit  anszaschliessen,  dass  die 
nntersten  Lagen,  die  Conglomerate  vielleicht  alter  sind.  Die 
Conglomerate  scheiden  sich  nnn  in  dolomitische  und 
quarzige;  erstere  enthalten  in  einer  sandsteinartigen  Grond- 
masse  Fragmente  von  Schwazerkalk  und  Prof.  Pichler  hat 
schon  in  der  Zeitschrift  des  Ferdinandeums  vom  Jahre  i860 
HI.  Folge  11.  Heft  fiber  deren  Vorkommen  in  der  Gegend 
von  Schwaz  berichtet  £s  ist  jedoch  dieses  Gestein  keine 
locale  Erscheinung,  sondern  tiberall,  wo  der  Schwazerkalk 
dem  bnnten  Sandstein  weicht,  schiebt  es  sich  als  Zone  von 
allerdings  nor  geringer  Mftch tigkeit  ein  (4a),  ja  oft  vermis- 
sen  wir  sogar  den  eigentlichen  Schwazerkalk,  and  an  seine 
Stelle  tritt  am  so  infcchtiger  das  Conglomerat.  Die  Brach- 
stficke  haben  unregelmftsige,  eokige  oder  mehr  genmdete 
Former  sind  haselnuss-  bis  faustgross  and  zeigen  die  charak- 
teristischen   Farben   des   Schwazerkalkes    oft    im    bantesten 


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—   137   — 

Wechsel,  was  bei  der  gewShnlich  roth  en  Farbe  des  Caemen- 
tes  diesen  Conglomeraten  ein  hubsohes,  selbst  den  Laien 
auffalliges  Aussehen  verleiht,  zumal,  wenn  die  losgeldsten 
Bl5cke  eine  Zeit  lang  der  polirenden  Kraft  des  Wassers 
unterworfen  waren.  Die  Bindemasse  besteht,  wie  bereits  be- 
merkt,  aus  Sandstein,  welcher  dem  Eisengehalt  seine  rothe 
Farbe  verdankt,  ausserdem  aach  Thonerde,  sowie  zahlreiche 
oder  nur  wenige  Glimnierblattchen  ftihrt.  Das  quantitative 
Verh&ltniss  zwischen  Grundmassen  und  Fragraenten  unter- 
liegt  stetem  Wechsel,  indem  jene  bald  vorherrscht  und  in 
diesem  Falle  oft  etwas  schiefrig  wird  (Holzalpe),  bald  dage- 
gen  sehr  zuriicktritt;  k5rnig  und  compact  erscheint  (Rauch- 
kopf),  wodurch  die  Verbindung  der  Elemente  eine  viel  inni- 
gere  und  bestandigere  wird,  zwischen  beiden  Extreinen  finden 
sich  dann  natrirlich  allerlei  Uebergange  (Oberau).  Durch- 
queren  wir  nun  unser  Gonglomerat  und  schauen,  durch  wel- 
ches Gestein  dasselbe  nach  oben  hin  abgeldst  wird,  so  stossen 
wir  sonderbarer  Weise  neuerdings  auf  ein  breccienartiges 
Conglomerat,  dessen  Materiale  iin  Gegensatz  zuin  obigen 
yorherrschend  quarzig  ist.  Dieses  Triimraergestein,  das 
wir  fuglich  mit  den  Conglomeraten  des  Buntsandsteins  in 
Deutschland  in  Parallele  bringen  kfinnten,  ftihrt  erbsen-  bis 
faustgrosse,  unregelmassig  geformte  Brocken  eines  milch- 
weissen,  grauen  oder  rSthlichen,  derben  Quarzes  mit  abge- 
rundeten  oder  noch  scharfen  Kanten  und  Ecken,  eingebettet 
in  ein  roth  gefarbtes,  grobkdrniges,  sandsteinartiges  Caement, 
welches  ausserdem  reich  ist  an  schimmernden  Muscovit- 
Schuppchen  und  beira  Anhauchen  Thongeruch  verbreitet. 
Mitunter  kQnnen  auch  Schiefereinschliisse,  welche  sich  von 
der  umgebenden  Gesteinsmasse  scharf  abgrenzen,  wahrge- 
nommen  werden,  sie  sind  jedenfalls  dem  altern  Gebirge  ent- 
nommen.  Nicht  unbertlhrt  lassen  mSchten  wir  den  Umstand, 
dass  sich  auch  Schwazerkalkfragmente  sporadisch  einfinden, 
deren  Zahl  gegen  unten,  also  gegen  das  eigentliche  Schwazer- 
kalk-Conglomerat  hin,  wachst  und  so  auch  hier  wiederum 
einen  Uebergang  des  petrographischen  Charakters  vermit- 


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—  188  — 

telt,  besonders  schfln  kann  man  dieses  Verhaltniss  an  einem 
iiber  den  Rasen  sick  erhebenden  Felsen  in  nachster  Nahe 
von  Oberau  ausgepragt  sehen.  Nachtr&glich  sei  noch  er- 
wahnt,  dass  aach  beim  oben  erftrterten  Congloinerat  sich 
oft  einzelne  Quarzstiicke  zum  Dolomit  gesellen. 

In  uiineralogischer  Beziehung  eriibriget  uns  noch 
zu  erwahnen:  des  in  Lucken  kryatallisirten  Quarzes  (P.OOP)i 
ferner  des  in  Adern  ausgescbiedenen,  krystallinischen  Braun- 
spathes,  endlich  ganz  besonders  des  in  kleineu  Nestern  er- 
scheinenden  Eisenglanzes;  dieses  Erz,  welches  in  onsern 
Sandsteinen,  sowie  in  Schiefern  and  Conglomeraten  des  Ver- 
raccano  mitunter  die  Rolle  des  Glimmers  Gbernimmt,  tritt 
hier  in  kleinen  hellglanzenden  Blattchen  anf,  die  sich  oft 
knapp  aneinanderschliessen  und  dadurch  schuppige  Partieen 
darstellen.  Reichlich  fand  sich  dieses  Mineral  am  Siidabhang 
des  Bembergerjdchls.  — 

Lange  widersteht  das  Gestein  der  Verwitterung,  welche 
schliesslich  die  Grandmasse  theilweise  entfernt,  und  so  die 
eingebackenen  Fragmente  deutlicher  hervortreten  lasst,  mit- 
unter auch  ganz  isolirt.  VermBge  seiner  Festigkeit  und 
Harte  hat  es  sich  auch  zu  technischer  Verwendung  ge- 
eignet.  denn  nicht  nur  im  ganzen  Thale,  sondern  auch  aus- 
warts  wird  es  zu  Miihlsteineu  gesucht,  zumal  die  Grewinnung 
durch  die  Schichtung  und  transversale  Zerkluftung  bedeutend 
erleichtert  wird. 

Es  umgtirtet  in  bald  gr6sserer,  bald  geringerer  Machtig- 
keit,  welche  aber  doch  nie  bedeutend  genannt  werden  dtirfte, 
den  Schwazerkalk  saramt  seinem  Conglomerate  in  unserem 
ganzen  Gebiete;  in  seinem  5stlichen  Zuge  vom  Thierberg 
her  begegnen  wir  ihm  im  S.  von  Thierbach,  sehr  sch5n 
kSnnen  wir  es  dann  nQrdlich  von  Oberau,  wo  es  sich  zum 
BembergerjOchl  erhebt,  und  tfeiter  gegen  Niederau  iiber  den 
sanften  Bruckberg  hinab  in  das  Brixenthal  verfolgen,  wo  es 
wieder  die  Eisenbahnbauten  unweit  der  Schlossruine  von 
Jtter  prachtvoll  entbl5sst  haben.  Doch  kehren  wir  zuruck 
in   unser  Alpenthal  und   schlagen  von  Niederau  den  Weg 


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—  189  — 

gegen  W5rgl  ein,  so  wahrt  es  nicht  lange  und  wir  kommea 
tlber  das  Quarzconglomerat,  (4b)  das  uns  in  gewisser  Be- 
ziehung  recht  lebhaft  an  manche  Gesteine  des  sogenannten 
Verrucano  erinnert,  in  den  typischen  bunten  Sandstein 
(4C)  hinein,  jedocli  nicht  urplbtzlich,  sondern  fast  unver- 
merkt  vollzieht  sich  dieser  Wechsel.  Es  findet  eine  all- 
mShlige  Redaction  der  Quarzeinrchlflsse  statt,  bis  zum  v5lli- 
gen  Verschwinden  derselben  aus  der  Bindemasse,  welche  uns 
nunmehr  einen  ganz  gewfthnlichen  Sandstein  repraesentirt, 
dessen  Korn  bald  grflber  bald  feiner  sich  gestaltet,  die  Farbe 
ist  durch  den  Eisengehalt  der  Grundmasse  meist  roth,  jedoch 
fehlt  es  mitunter  nicht  am  Wechsel  hellerer  und  duuklerer 
Zonen,  wodurch  jene  charakteristische  Banderang  entsteht. 
Ausser  den  QuarzkSrnern  streuen  sich  auch  MuscovitblStt- 
chen  ein.  Die  Bruchflachen  erscheinen  oft  mit  lauter  welli- 
gen  Unebenheiten  versehen.  AufTallend  ist  die  grosse  Arinuth 
an  organischen  Resten,  unter  welchen  ich  nur  sparliche  un- 
bestimmbare  Pflanzenreste  entdecken  konnte.  Noch  einer 
petrographischen  Modification  des  Sandstein  mit  einigen  Wor- 
ten  zu  gedenken,  diirfen  wir  nicht  unterlassen;  ich  meine 
nUmlich  die  ausgezeichnet  schieferigen  Varietaeten,  deren 
Roth  nicht  selten  etwas  in's  Grauliche  hiniiberspielt.  Die 
Schieferung  ist  mitunter  eine  so  vollkommene,  dass  sich  das 
Gestein  mit  Leichtigkeit  in  die  diinnsten  Tafeln  spalten 
l&sst;  die  grosse  Aehnlichkeit  mit  den  bei  S511,  St.  Johann, 
Pillersee  unter  ahnlichen  Verhaltnissen  auftretenden  Wer- 
fenerschiefern  mag  uns  wol  jeden  Zweifel  uber  die 
Identitat  und  ZusammengehGrigkeit  beider  Gesteinsarten  be- 
heben,  zudem  erinnere  ioh  mich,  dass  auch  v.  Hauer  in  seiner 
geogn.  Karte  von  Tirol  fur  die  Gesteine  der  "Wildschflnau 
ebeuso,  wie  fur  die  andern  schieferigen  Sandsteiqe  des  S611-, 
Pillerseeer-  und  Salzachthales,  die  Bezeichnung  wWerfe- 
nerschiefer*  gebraucht.  Besonders  liber  den  Conglomeraten 
treffen  wir  diese  Schiefer  in  deren  unmittelbarer  N&he, 
typisch  entwickelt  sind  sie  beispielsweise  nordSstlich  von 
Oberau  in  einem  kleinen  Graben,  dann  rechts  an  der  Fahr- 


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—  140  — 

strasse  nach  Hopfgartrn  unweit  Itter  u.  a.  a.  0.  Ganz 
dieselbe  Gesteinsfolge  findet  sich  auch  ausserhalb  der  Wild- 
schSnau,  so  bei  Fieberbrunn,  wo  von  Prof.  Pichler  folgendes 
Profil  beobachtet  wurde:  1.  bunter  Sandstein  typisch  entw. 
2.  Werfenerschiefer  3.  Conglomerate  4.  Schwazerkalk  und 
Thonschiefer  u.  s.  w.  *  (Neaes  Jahrbuch  far  Mineral  u.  s.  w. 
1875  p.  930.)  In  tektonischer  Beziehung  enthiillt  der 
bunte  Sandstein  unseres  Territoriums  ein  viel  einfacheres  and 
durch  weit  weniger  Complicationen  gestortes  Bild,  als  diess 
in  den  Nordalpen  der  Fall  zu  sein  pflegt  Mit  geringen 
Abweichungen  kSnnen  wir  fast  durchgehends  sein  Streichen 
als  ein  ostwestliches  bezeichnen,  nor  im  ostlichsten  Bezirke 
begegnen  wir  raannigfachen  Veranderungen  der  Streichlinie; 
die  Scinch  ten,  deren  Machtigkeit  gering  zu  nennen  ist,  sind 
aus  ihrer  sohligen  Lage  aufgerichtet,  der  Neigungswinkel  zum 
Horizont  wechselt,  erscheint  aber  im  Allgemeinen  conoordant 
zu  den  begrenzenden  Schichtencomplexeu,  es  wird  also  die 
Fallrichtung  eine  vorherrschend  n5rdliche  sein,  mitunter  aber 
auch  gegen  S.  O.  oder  W.  bin  divergiren  kSnnen.  W&hrend 
ich  von  Dislocationen  nichts  zu  verzeichnen  habe,  sind  es 
andererseits  Biegungen  und  Faltungen  im  Westen  der  Wild- 
schSnau,  bei  Thierbach,  die  ich  mit  wenigen  Worten  be*- 
sprechen  will.  Dort  wurde  der  bunte  Sandstein  durch  jungere 
und  altere  Bildungen  in  2  Aeste  getrennt,  welche  ungefahr 
V2St.  nordflstl.  von  dem  obgenannten  Ddrflein  wiederum 
versehmelzen.  Dem  von  der  Holzalpe  herabstreichenden 
bunten  Sandstein  finden  wir  beil&ufig  x/%  St.  unterhalh  jener 
Alpe  Schiefer  eingelagert,  ganz  von  dem  Habitus  der  WUd- 
schSnauerthonschiefer,  ich  stehe  auch  nicht  an,  ihn  als  sol- 
chen  zn  bezeichnen,  demselben  lagert  sich  aber  gegen  Suden 
gelbliche  Bauchwacke  vor,  welcher  in  siidl.  Richtung  der 
bunte  Sandstein  folgt  Zur  Erklftrung  eines  derartigen  Baues, 
nitlssen  wir  eine  Faltung,  eiue  Muldenausfiillung  und  Luft- 
sattelbildung  voraussetzen.  Eine  ganz  analoge  Erscheinung 
^iedarholt  swh  beim  Kienzenhoferkogl  nSrdl.  von  Thierbach, 


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—  141  — 

dessen  Felsgebilde,  dem  Muschelkalk  angehSrig,  void  bunten 
Sandstein  ums&umt  werden. 

Nach  Vereinigung  beider  St&mnie  fallt  der  bunte  Sand- 
stein rasch  znr  WildschSnauerache  ab,  um  sich  an  deren 
rechtem  Ufer  allm&hlig  zu  den  mit  Wiese  und  Wald  ge- 
schmflckten  H5hen  des  Bembergerjdchls  za  erheben,  weiter 
im  Osten  von  Oberau  dann  kSnnen  wir  die  Kuppe  ,auf 
dem  Joch*  (4C),  den  Brucker-  und  W5rglerberg,  sodann 
den  Brachkopf  als  ihm  angehSrig  betrachten;  in  besonderer 
Machtigkeit  entwickelt  er  sich  eben  erst  hier  im  Osten  der 
W5rgler-Ache,  wobei  noch  erw&hnt  werden  muss,  dass  die 
Karte  des  mont.  Vereins  fiir  Tirol  und  Vorarlberg  denselben 
gerade  in  dieser  Gegend  etwas  zu  sparsam  eintragt,  denn 
bunter  Sandstein  steht  auch  noch  jenseits  des  Weges,  der 
uns  von  Niederau  nach  Hepfgarten  fuhrt,  an.  Geringere 
Abweichungen  von  der  kartischen  Darstellung  erweisen  sich 
auch  an  andern  Stellen;  so  ist  der  Streifen  des  bunten 
Sandsteins  an  der  W5rglerache  viel  zu  breit  gezeichnet; 
auch  das  zum  bunten  Saudstein  gehorige  Conglomerat  hat 
jene  Karte  nicht  vergessen,  allein  ein  Blick  darauf  mag  ge- 
niigen,  um  das  Mangelhafte  in  der  Punctirung  zu  entdecken. 

Die  Gebirge  des  Buntsandsteins  zeichnen  sich  durch 
sanfte  gerundete  Formen  aus  lebhaft  contrastirend  mit  den 
schroffen,  nachbarlichen ,  dolomitischen  Zinnen.  Der  Ver- 
witterung  kraftigen  Widerstand  entgegenbringend  erSffnen 
auch  sie,  wie  die  angrenzenden  Schiefergebirge,  nur  selten 
eine  felsige  Stelle,  im  Gegentheil  tragen  sie  tiberall  die 
flppigste  Flora.  — 

V.  MuscheUcaOo. 

Das  2.  triadische  Glied  bietet  uns  keiue  Veranlassung 
zu  ausftkhrlicher  Beschreibung.  Wir  haben  seiner  bereite 
oben  gedacht  bei  Gelegenheit  der  Bespreehung  tiher  die 
LagerungsverhUltnisse  des  Buntsandsteins.  Auch  hier  muss, 
wie  in  den  Nordalpen,  Rauchwacke  als  untere,  eigentl.  Mu- 
schelkalk als  obere  petrographische  Facies  dieser  Abtheilung 


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—  142  — 

verzeichnet  werden.  Die  Rauchwacke  hat  ihr  charakteri- 
stisches  Aussehen  bewahrt,  als  luckiges  und  sehr  thoniges 
Dolomitgestein  von  gelblicher  oder  braunlicher  Farbe  treffen 
wir  sie  fast  durchgangig  nur  untergeordnet  entwickelt,  ja 
raitunter  ganz  ausfallend.  Aufschlusspunkte  waren  unter 
andern  die  Gegend  westl.  von  Thierbach  (vergl.  oben),  dann 
an  der  W6rgler-Ache  (5a),  sie  muss  abar  auch  dein  bunten 
Sandstein  siidlich  von  Thierbach  sich  einlagern,  za  welchem 
Schlusse  niich  das  Yorkommen  von  nicht  seltenen  Roll- 
stiicken  im  Weissenbach  und  andern  Wildbachen,  welche 
aus  jener  Gegend  kommen,  fuhrt.  Den  Muschelkalk  (5b) 
erkennt  man  in  seiner  schwarzlichen  oder  grauen  Farbe,  mit 
der  das  Weiss  durchziehender  Kalkspathadern  angenehm 
wechselt.  Von  organischen  Resten  erwahne  ich  die  charak- 
teristische  Gyroporella  pauciforata,  welche  man  in  Form  von 
Ringen  und  Cylinderchen  nicht  selten  sehen  kann,  besonders 
dann,  wenn  das  Gestein  bereits  der  Verwitterung  anheim- 
gefallen.     Seine  Machtigkeit  ist  immerhin  gering. 

VL  Keuper. 

Aus  dieser  in  den  Alpen  so  mannigfaltig  gegliederten 
Abtheilung  sind  fiir  uns  nur  die  untern  Carditaschich- 
ten  oder  Partnachschichten  von  Interesse,  denn  sie  sind 
es,  welche  vorwaltend  in  Form  von  Do  lo  mi  ten  mit  unter- 
geordneten  Schieferthonen  und  Mergeln  unser  Gebiet 
beherrschen,  wahrend  die  h6hern  Etagen  des  Keuper  erst 
jenseits  des  Innthales  auftauchen.  Wenden  wir  nun  unsere 
Aufmerksamkeit  den  Dolomiten  der  Partnachschichten  (6)  zu, 
so  begegnen  uns  hier  sehr  wol  charakterisirte  und  einem 
auch  nur  halbwegs  geiibten  Auge  immerhin  leicht  erkennbare 
Gresteine.  Ich  will  der  Begriindung  meiner  Ansicht,  ver- 
m9ge  der  ich  sie  den  untern  Carditaschichten  zurechne,  ihren 
petrographischen  Habitus  vorausschicken.  Es  sind  feinkor- 
nige  bis  dichte  und  dadurch  von  den  inehr  grobkornigen 
Schwazerkalken  abweichende  Dolomite  von  vorwiegend 
hellgrauer  Farbe,    was  besonders   von    den    hohern   Lagen 


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-   143  — 

gilt,    wahrend    iin    tiefern   Nieveau    mehr   ein   dunklgrauer 
Farbenton    zum    Ausdruck  gelangt,    die   Verwitterung  aber 
vermag   das   Grau   in  Weiss   zu   Vi?rwandeln.     Ganz   eigen- 
thfimlich  ist  ihnen  auch  die  Spaltbarkeit,  oder  besser  gesagt; 
die  Fahigkeit  sich  in  sehr  kleine  scharfkantige  unregelmassig 
polyedrische   Stiicke   zu    zerkltiften;    obwol   sie   an   und  fiir 
sich  compact   erscheinen,    erblickt    man   doch   nicht   selten 
Lucken   und  Poren,   deren  Wande   mit  glanzenden   weissen 
Dolomitrhomboederchen  ausgekleidet   sind;   wegen   der  Fein- 
heit  des  Korns   entbehrt  der  Dolomit  des  perlmutterartigen 
Schimmers,  der  hier  nur  noch  in  dem  zuckerartigen  Glitzern 
einigen  Ersatz   findet.     Die   grosse   und  nicht  zu   leugnende 
Aehnlichkeit  dieses   Gesteins   mit  dem  bei  Rattenberg  vor- 
kommenden,  eine  Aehnlichkeit,   welche   auch  dem  fliichtigen 
Auge  des  Laien   nicht  entgeht,   der  Zusammenhang,   der  in 
dieser  ganzen  Gebirgsart,  welche  gleichsam  als  ein  Zug  von 
Rattenberg  bis  Worgl  verlauft,   nirgends  verwischt  erscheint 
und  den  ich  nicht   nur  von  der  dem  Innthal  zugewendeten 
Seite  aus,  sondern  ebenso   von  ruckwarts  iiber  die  M  auk- 
nerStz  nachweisen  konnte,  sind  wichtige  Griinde,  die  mich 
bestimmen  die   besprochenen  Dolomite   der  Wildschonau  als 
den  untern  Card-Schichten  angehSrig  zu  betrachten,  da  eben 
die  Gesteine  bei  der  Festung  Rattenberg,  sowie  weiter  gegen 
Westen   die   schwarzlichen    oft   aber   gerade  wiederum  hell- 
grauen  und   mit  den  unsrigen  v5llig  Qbereinstimmenden  Do- 
lomite  des  Matzenk5pfl   von  Prof.  Pichler  den  untern 
Card-Schichten  einverleibt  wurden,   wozu  ihn  das  Vor- 
kommen    von    Cardita    crenata    in     den     eingelagerten 
schwarzblauen  Mergeln,   sowie  die  Lagerungsverhaltnisse,  die 
besonders  in   der  Gegend  von  Brixlegg   aufgeschlossen  sind, 
berechtigen.    (Zeitschrift  des  Ferdinandeums  in  den  Beitragen 
zur  Geognosie  Tirols  3.  Folge  186H).     Zu  den   angegebenen 
Grunden  kommt  aber  noch  ein  weiterer  ebenso  fur  die  Iden- 
titat   der  Wildsch5nauerdolomite   mit   denen  von  Rattenberg 
sprechender,   es  ist  das  die  Erzfiihrnng;    bekanntlich  besteht 
am    Matzenkttpfl    ein    Bergbau    auf  Fahlerz,    Bleiglanz    und 


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—  144  — 

Pyrit,  nun  aber  begleiten  diese  Erze  die  Dolomite  fiber  die 
Gegenden  von  Ziminermoos  and  Mauknerotz  bis  in 
die  Wildschonau,  alte  verfallene  Stollen  und  verwachsene 
Schutthalten  erinnern  noch  heute  an  die  den  Knappen  holde 
Vergangenbeit.  Versteinerungen  freilich  fuhren  diese  Ge- 
steine  nirgends,  wol  aber  die  ihnen  eingelagerten  schwarz- 
lichen  Schieferthone  und  Mergel,  in  welchen  ausser  der  schon 
erwahnten  Card.  cren.  die  Halobia  rugosa  bei  Brixlegg 
sich  fand.  Von  Mineralien  treffen  wir,  nebst  den  obgenann- 
ten  Erzen,  Kalkspath  in  Formen  welche  wesentlich  durch  S  s 
beherrscht  werden,   wozu  sich   %  R,  00  R  haufig  gesellen. 

In  der  Architektonik  dieses  Gebirgsgliedes  zeigen 
sich  keine  besonderen  Verwicklungen.  Die  mit  glatten  ebenen 
Begrenzungsflachen  versehenen  Schichten,  deren  Machtigkeit 
nie  gross  genannt  werden  kann,  sind  sammtlich  aus  der 
sOhligen  Lage  emporgerichtet  und  ergibt  sich  als  Mittelwerth 
fur  den  Einfallswinkel  45°.  Die  Fallrichtung  ist  durch- 
schnittlich  eine  nOrdliche,  mithin  gerade  entgegengesetzt  der- 
jenigen,  welche  bei  Rattenberg  beobachtet  wird;  eine  Ab- 
weichung  dieses  sonst  constanten  Verhaltnisses  konnte  ich  an 
der  Sstlichsten  Grenze  bei  Wflrgl  wahrnehmen,  wo  die 
Schichten  gegen  NW,  einflelen#  Die  Richtung  des  Streichens 
ergibt  sich  aus  dem  Gesagten  von  selbst  Als  Folgen  und 
zugleich  Belege  flir  Storungen  in  der  Lagerung  nnserer 
Dolomite  haben  wir  dann  auch  die  nicht  seltenen  Vexwer- 
fungsspalten  und  Rutschflachen  aufzufassen;  dagegen  vermisst 
man  grossere  Faltungen,  Gewolbe  oder  Mulden. 

Die  Verbreitung  ist  eine  verhaltnissmassig  ausge- 
dehnte,  von  Westen  heriiberstreichend  behaupten  sie  bis  sum 
Authalbach  zi  mlich  constant  ihre  Machtigkeit,  deren 
Mittelwerth  sich  auf  2000m  belauft,  von  hier  ab  w&dist 
dagegen  die  Machtigkeit  des  Buntsandstein  auf  ihre 
Kosten,  welcher  sich  unterhalb  Worgl  bis  rum  Innthak 
vordrangt  Diese  Gesteine  sind  es,  welche,  vermSge  ihrer 
Briichigkeit,  den  wilden,  schroflFen  Theil  des  Thales  darstel- 
len,    geraubt    ist    hier    dem   Auge  jener  wohlthuende    and 


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—  145  —  • 

erquickende  Eindruck  eines  liickenlosen  Pflanzenteppichs,  an 
den  es  sich  so  bald  gewohnt  hatte;  die  bald  von  dunklem 
Fichtengriin,  bald  von  kiihlendem  Buchenlaub  beschatteten, 
immer,  aber  durch  hellgraue  steil  abstiirzende  Felswande, 
liber  die  sich  schaumende  Wasserfalle  ergiessen,  schon  von 
feme  erkennbaren  Bergformen  bilden  die  nordliche  Scheide- 
wand  unseres  Thales  gegen  das  Gelande  des  Inns.  Ueberall, 
wo  der  Einwirkung  der  Atmospharilien  Rauin  geschafft  ist, 
sehen  wir  reichlieh  Schutt  herabstiirzen,  dessen  gef&hrliche 
und  verderbliche  Wirkungen  da  und  dort  zu  Tage  treten; 
durch  tief  eingerissene  Schluchten  brausen  die  Gewasser  der 
Kundlerache,  des  Gfellenbaches,  des  Authalbaches  und  der 
WSrglerache  liber  ihr  steinernes  Beet  deni  Inn  zu,  wahrend 
an  ihrem  steilen  Ufer  sich  der  Wanderer  den  Eingang  in  das 
bliihende  Alpenthal  erspaht. 

Jenseits  des  Brixenthales  am  Kaisergebirge  k5nnen  wir 
die  besprochenen  Dolomite  wiederfinden  (Pichler,  Beitrage 
zur  Geogn.  Tirols,  Zeitsch.  des  Ferd.  3.  Folge,  Seite  40) 
gleichwie  dieselben  im  Westen  nach  kurzer  Unterbrechung 
von  Rothholz  bis  Schwaz  zu  verfolgen  sind,  von  wo  sie  mit 
buntem  Sandstein  und  Muschlkalk  auf  das  linke  Gestade 
des  Inn  tibersetzen,  urn  in  der  Dmgebung  von  Innsbruck 
wieder  zum  Vorschein  zu  kommen. 

In  der  kartischen  Darstellung  entsprechen  wol  die 
Contouren,  nicht  aber  die  Bezeichnungen  ,unterer  Alpenkalk* 
(Karte  des  geog,  mont.  Ver.),  jGuttensteinerkalk*  (in 
v.  Hauer's  Karte). 

Mit  diesen  Dolomiten  erreioht  auch  die  continuirliche 
Reihe  der  Sedimentformationen  auf  dem  Gebiete,  dessen  Be- 
schreibung  ich  mir  zur  Aufgabe  gemacht,  ihren  Abschluss 
und  hat  man  deren  Fortsetzung  jenseits  der  Weitung  des 
Innthales  zu  suchen,  wo  sich  dieselbe  auch  wirklich  in  den 
aus  der  Tertiardecke  des  Angerbergs  aufragenden  Chemni- 
zienkalken  luckenlos  gegeben  findet. 

Anhangsweise  muss  noch  der  beiden  quartaeren  Forma- 
tionen  gedacht  werden. 

Ferdinandeums-Zeitschrift.  10 


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—  146  — 

FZ7.  Diluvium. 

Das  Diluvium    hat  auch   in   der  Wildschtfoau  untrug- 

liche  Spuren    hinterlassen,  was  wol   nicht  befremden  kann, 

treffen  wir   ja  auch  in  den  weit  vom  Centralstock  entfern- 

ten  und  von   ihm    scharf  geschiedenen  Nordalpen  Gesteins- 

trftmmer  aus   dein  ersteren.     Die  zur  Sprache  kommenden 

Diluvialgebilde   theilen   sich  in   die  erratischen  Bl5cke 

nnd  in  die    GerClle.     Die   petrographische  Unterscheidung 

ergibt,   dass    erstere  vorherrschend  aus   Gneis   der  Central- 

alpen  bestehen  mit  granitischer  Strucktur  und  susgezeichneter 

Spaltbarkeit,  welche  ihnen  auch  den  Namen  „Buchsteine* 

beim  Volke   eingetragen   hat,   sie   finden   denn  auoh  zweck- 

m&ssige  Yerwendung  als  Treppen-  und  Gesimssteine;  seltener 

sind  Hornblende-  oder  Glinimerschiefer,  u.  s.  w.    Die.GrGsse 

derartiger  meist  scharfkantiger  und  unregelmfissig  gestalteter 

BIBcke   differirt,    w&hrend   die   kleinstsn    das   Volum    eines 

Cub-Meters  repraesentiren  erreichen  manche  5  Cub.  M.  und 

mehr,  meist  sind  sie  jedooh  bis  auf  eine   gewisse  Tiefe   ein- 

gegraben,   was  besonders   von   den   gr5ssern   gilt,   und  zur 

Untersch&tzung  ihres  wirklichen  Umfanges  Yeranlassung  gibt 

Immer    aber    sind  die  eratischen   Blftcke   mehr  vereinzelnt, 

wenn  auch  manche  Gegenden  eine  grdssere  Anzahl  derselben 

aufzuweisen  vermogen.    Yon  erw&hnenswerthen  Fundst&tten 

m5gen  hier  einen  Platz  finden:  die  Gegend  zwischen  Muhl- 

thal  und  Thierbach,   der  westliohe  Bergabhang  von  Auffach 

bis  Miihlthal,  sowie  in  der  Thalsohle  im  Osten  des  Miihl- 

thals  gegen  Oberau,  dann  am  Fahrwege  von  letztgenanntem 

Dorfe   in  das   Innthal   beim   Bauerugut  BMoosenB,  ferner 

am  Fussweg  yon   Niederau  naoh   W5rgl   u.   s.   w.     Einer 

andern  Form  diluvialer  Reste  begegnen  wir  in  den  GerOllen, 

welche   theils  isolirt  auftreten,    theils   aber    in    formlichen 

Schichten  sich  abgelagert  und  die  mannigfaltigsten  den  Cen- 

tralalpen  entlehnten  Gesteine  aufzuweisen  haben. 

Besonders   hat   sich  im  Westen   der  Wildsch5nau  bei 
Thierbach,    dann    im    Osten    um   Hopfgarten    und   Itter   der 


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—  147  - 

Diluvialschotter  ni&chtig  angehauft;  die  Dimensionen  solcher 
Rollstiike  sind  iminer  viel  kleiner,  als  die  der  erratischen 
BlOcke,  die  S5hligkeit  der  Schichten  hat  sich  meist  unver- 
wischt  erhalten. 

VIIL  Alluvium. 

Die  Gebilde  dieser  Formation  (7)  begleiten,  wie  fiberall, 
die  fiiessenden  Gewasser,  ihre  petrographische  Natur  stimmt 
mit  den  Felsarten,  welche  der  betreffende  Bach  in  seinem  Laufe 
berfihrt,  ihre   Menge   richtet   sich    nach    dem    Gef&lle    des 
Wassers,    nach   dem   grSsseren   oder   kleineren   Widerstand, 
welchen    eine   Gesteinsart  dem   corrodirenden   Einflusse   der 
Atraosph&rilien  entgegenbringt;    wir  k5nnen  daher  die  BiN 
dung  von  Alluvialschutt  in  jenen  zuletzt  gesohilderten  Dolo- 
miten  verhaltnissmassig  am  reichlichsten  vor  sich  gehen  sehen, 
wir  finden  z.  B.  rechts  an  der  Landstrasse  ausserhalb  Kundl 
gegen  den  Weiler  „Grub*  einen  Dolomitschuttdamm,   wel- 
chen eine  far  solche  Tiefe   (520 m)   ungew6hnliche  Vegeta- 
tion  schmiickt,  es  gedeiht  hier  Pinus  Mughus  und  Rhodo- 
dendron hirsutum  in  fippiger  Fiille.     M&chtig  erf&llen  Ge- 
rftllmassen  das  Beet  der  Gebirgsb&che  im  Westen  der  Wild- 
sohBnau,  unter  welchen  der  Weissenbach  ganz  besonders  er- 
w&hnt  zu  werden  verdient,   da  er  uns  jene  breccienartigen 
Conglomerate  des  Schwazerkalkes  in  kolossalen  Rollstiicken 
liefert;     verschiedene    Schiefer,     Sandsteine,     Dolomite    und 
Kalke   fuhren  die  tibrigen  Gew&sser  unseres  Bezirkes  ihrer 
Bestimmung  entgegen,   nm  gar  nicht  zu  sprechen  von  dem 
viel    reichhaltigeren,   aber  ohne    diess  bekannten,  Alluvium 
des  Inn. 

Eruptive  Formation. 

An  diese  Betrachtung  der  Sedimentformationen  erlaube 
ich  mir  noch  die  Beschreibung  eines  der  WildschSnau  spe- 
cifisch  eigenthiimlichen  Eruptivgesteins  zu  kniipfen.  Schon 
im  Jahre  1868  erregten  in  einem  Bach  bei  Niederau  vorge- 
fundenen   Gerdlle    die  Aufinerksamkeit  Prof.  Pichler's,    der 

10* 


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-  148  — 

dann  auch  hierftber  berichtete  and  das  Gestein  far  Gabbro 
ansprach  (Jahrbuch  der  k.  k.  geol.  Reichsanst^  XIX.  Band 
1869  Seite  212). 

£8  warden  seither  keine  bestimmten  and  zuverlassigen 
Daten  ftber  das  Anstehen  des  Gesteins  geliefert  Der 
BW5hrenbach*  nun,  dessen  Namen  ich  so  wiedergebe, 
wie  ich  ihn  yon  den  Lenten  geh5rt,  bot  inir  die  sichere 
Spar  zar  Entdeckung  der  Lagerst&tte  unseres  Gabbro  (8), 
welche  ich  auch  auf  der  sogenannten  Nattersbergeralpe 
im  Quellgebiete  jenes  Baches  vorfand.  Es  ist  wol  mangel- 
haft  and  anangenehm  bei  der  Untersuchung  uber  die  petro- 
graphischen  and  genetischen  Verhaltnisse  eines  Eruptiv- 
gesteins  nnd  seiner  Begleiter  auf  die  Mikroskopie  ganz  ver- 
zichten  zu  mttssen,  zumal  bei  dem  gegenw&rtigen  Stand- 
punkt  dieser  Wissenschaft,  wo  sich  dieselbe  auch  auf  dem 
Gebiete  der  Gesteinskunde  so  fruchtbringend  und  epoche- 
machend  Bahn  gebrochen,  allein  es  ist  diese  Unterlassong 
fur  mich  zur  Nothwendigkeit  geworden,  da  dem  mineralo- 
gisch-geognostischen  and  dem  physikalischen  Gabinete  hiesi- 
ger  Universitat  die  Mittel  zu  derlei  Studien  fehlen.  Ich  bin 
also  angewiesen,  mich  auf  die  makroskopische  Beobachtung 
zu  beschr&nken. 

Im  Gefolge  des  Gabbro  erscheinen,  wie  tiberall,  so  auch 
in  der  Wildsch5nau,  andere  Felsarten,  sodass  wir  auf  Grand 
der  petrographischen  Distinction  eigentlich  vier  verschiedeoe 
Gesteine  vor  uns  haben,  deren  specielle  Beschreibung  vor- 
auszuschicken,  wir  fftr  angemessen  erachten,  am  dann  ea 
desto  klareres  Bild  fiber  ihre  gegenseitige  Association, 
fiber  ihre  Architektonik  und  Genesis  gewinnen  za 
kOnnen. 

Das  wichtigste  aus  diesen  vier  Gesteinen  ist  unstreitig 
der  eigentliche,  normale  Gabbro,  wenn  ihm  aach  k 
quantitativer  Beziehung  nicht  der  erste  Platz  gebuhrt  Br 
bildet  ein  granitischkBrniges  Gemenge  aus  einem  Plagiokfcs 
und  Diallag,  hat  also  eine  ganz  normale  Zusammensetsomg 
Der  Plagioklas,  tibertrifft  an  Quantitaet  den  DiaUog;  er 


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—  149  — 

erscheint  krystallinisch  ziemlich  feink5rnig,  aber  iminerhin 
nicht  dicht,  in  Adern  and  Nestern  auch  sehr  grobk5rnig,  oft 
mit  deutlicher  Zwillingsstreifung.  Sein  spezifisohes 
Gewicht  bel&uft  sich  auf  2,  59  im  frischen,  2.  81  im  zer- 
setzten  Zustande,  in  diesem  letzteren  Falle  wflrde  sich  also 
sein  sp.  Gewicht  dem  des  Saussurites  (2,  99  oder  3,  2 
— 3,  4)  n&hern,  wenn  auch  nicht  gleichkommen.  Mit  einer 
weissen,  meist  weisslichgranen  Farbe  verbindet  er  dentliohen 
Glasglanz,  oft  in  den  Perlmutterglanz  geneigt,  welchem  ihm 
aber  die  fortschreitende  Zersetzung  mehr  und  mehr  benimmt, 
wodurch  er  zuletzt  ein  ganz  mattes  Aussehen  gewinnt,  Thon- 
geruch  verkundet  die  begonnene  Kaolinisirung.  Der  L5th- 
rorflamme  setzt  er  den  kr&ftigsten  Widerstand  entgegen 
und  kann  als  beinahe  unschmelzbar  gelten,  Schwefels&ure 
I5st  Ihn  nicht  Allein  alle  diese  Merkmale  werden  den 
Zweifel  tiber  die  Natur  unseres  Feldspathes  nicht  lftsen, 
dazu  w&re  wol  eine  vollstandige  Analyse  oder  eine  mikro- 
skopische  Untersuchung  unerl&sslich !  H5chst  wahrscheinlich 
haben  wir  es  hier  mit  einem  theilweise  zu  Saussurit  um- 
gewandelten  Labrador  zu  thun,  womit  sich  eben  auch  die 
oben  angedeuteten  Eigenschaften  in  Einklang  bringen  liessen, 
zumal  ein  derartiger  Uebergang  zwischen  jenen  beiden  Feld- 
spatharten  auch  durch  die  mikroskopischen  Beobaoh- 
tungen  F.  ZirkeTs  und  H.  Rosenbusch*s  best&tigt  wird. 
Ersterer  erblickte  in  dem  Gabbro  von  Ebersdorf  in  Schle- 
sien  AnhHufungen  undurchsichtiger,  weisser  K5rnchen,  durch 
deren  massenhaften  Eintritt  die  Feldspathindividuen  porzellan- 
*weiss,  opak,  saussuritartig  werden;  die  erste  Mittheilung  ftber 
eine  solche  Uinbildung  des  Labrador  machte  G.  Rose  (H. 
Bosenbusch  die  mikroskopische  Beschaffenheit  der  Min.  u. 
Gest  1873,  S.  442.)  Wenden  wir  nun  unsere  Aufinerk- 
samkeit  auf  den  2.  Bestandtheil,  den  Dial  lag,  so  treffen 
wir  an  ihm  nichts  Ungew5hnliches.  Seine  bald  grOssern, 
"bald  kleinern  tafelfbrmigen  Krystalle,  deren  00  P  00  dem 
Beobachter  den  metallisch  perlmutterartigen  Schimmer  ent- 
gegen sendet  und  im  Umriss  ein  langliohes  Sechseck  dar- 


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—  160  — 

stellt,  zeigen  ausgezeichnete  Spaltbarkeit  nach  der  Querflache 
and  nieist  braane  mitanter  graugriine  Farben,  welche  sich 
auch  auf  verschiedene  Stellen  eines  nnd  desselben  Krystalls 
vertheilen  k9nnen.  Die  Anordnung  der  Individuen  befolgt 
kein  Gesetz,  ihre  Menge  variirt,  oft  stdsst  Tafel  an  Tafel, 
was  natilrlich  wiederum  nicht  ohne  Ruckwirkung  auf  die 
allgeineine  Farbe  des  Gesteins  bleiben  kann.  Durchzogeo 
wird  dasselbe  von  Adern  feines  Plagioklases,  der  dann  ein 
deutlich  k5rniges  Geftige  annimmt  Dieses  w&re  mithin  der 
normale  Gabbro  der  Wildsch5nau. 

Enge  mit  ihin  verkniipft  und  der  Verbreitung  nach  ihn 
iibertreffend  sehen  wir  ein  anderes  Gestein,  welches  sich  uns 
als  ein  metamorphosirter  Gabbro  zu  erkennen  gibt. 
Nicht  so  scharf  geschieden  sind  hier  die  Gemengtheile,  als 
dies  beim  erstern  Gesteine  der  Fall  war,  unter  ihnen  bemer- 
ken  wir  vor  Alleui  sehr  deutlich  den  Dial  lag  mit  air  den 
karakteristischen  Merkmalen,  wie  wir  sie  oben  geschildert; 
jedoch  sind  seine  Individuen  bedeutend  grflsser  und  reichli- 
cher  vorhanden.  Die  verzerrten  Hexagone,  welohe  eine  zarte, 
durch  eine  minder  vollkommene  Spaltungsrichtung  (nach 
00  P>  00  P  00)  erzeugte  Faserung  erkennen  lassen,  and 
nun  eingebettet  in  eine  grau-  bis  schwarzlichgrune,  dichte, 
schuppige  Masse,  von  ausserst  geringer  Harte,  sie  ist  audi 
sehr  milde,  fettig  anzufQhlen  und  hat  Fettglanz.  Es  ist  wol 
kein  Zweifel,  dass  wir  es  hier  mit  Ghlorit  zu  thun  haben, 
der  ganz  die  Rolle  des  Plagioklases  ubernommen,  den  wir 
jetzt  freilich  umsonst  im  Gresteine  suchen,  dessen  fruhere 
Existenz  aber,  doch  angenommen  werden  muss,  auf  Grand 
dessen  aber  auch  die  Bildung  von  Chlorit  ihre  Deutung  er- 
fUhrt,  woher  h&tte  sonst  letzterer  seine  Al,  da  an  eine  Zu- 
fuhr  derselben  doch  nicht  gedacht  werden  kann,  der  Diallag 
aber  eine  thonerdefreie  Varietaet  des  Augites  ist,  dessen  zu- 
fJLlliger  Al  Gehalt,  wenn  wir  auch  einen  solchen  voraus- 
setzen  wollten,  nie  ausreichen  wiirde  zur  Gonstituirung  del 
Chloritformel.  Zudem  entspricht  das  quantitative  Verhaltniss 
der   Al    iin   Labrador   oder   Saussurit   sehr    wol     dem    des 


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-  151  - 

Chlorites.  Woher  kamen  nun  die  andern  Bestandtheile  des 
Chlorites,  woher  die  Mg,  das  Fe?  Der  Diallag  war  es,  der 
dieselben  liefern  konnte,  and  wir  sehen  denn  auch  wirklich 
auf  Kosten  desselben  sich  die  chloritische  Masse  entwiokeln 
und  vergrSssern,  seine  Krystalle  sind  oft  theilweise  zerstBrt, 
ihre  Lamellen  getrennt  und  gekrummt,  ihr  Glanz  verwischt, 
ihre  Farbe  verandert.  Metamorphosirendes  Agens  ist  hier, 
wie  in  so  vielen  ahnlichen  Fallen,  das  kohlens&ureh&ltige 
Wasser,  wodurch  die  Ealkerde  oder  vorhandenen  Alkalien 
abgefiihrt,  das  Residuum  dagegen  hydratisirt  wird.  Der 
bei  diesem  Umbildungsprocesse  iiberflussig  gewordene  Kalk 
wird  entweder  in  Lflsung  entfernt,  oder  es  erfolgt  sofort  sein 
Niederschlag,  daher  sehen  wir  auch  auf  den  Chloritschuppen 
nicht  selten  feine,  weissliche  Ueberziige,  welche  mit  Salz- 
saure  heftig  aufbrausen,  und  dadurch  ihre  Kalknatur  ver- 
rathen,  ihre  Menge  w&chst  mit  dem  Fortschreiten  der  Zer- 
setzung  von  Diallag.  Unsere  Annahme  tlber  diese  Bildung 
von  Chlorit  aus  der  Feldspathmasse  findet  aber  auch  in 
den  mikroskopischen  Untersuchungen  ihre  Best&tigung. 
Rosenbusch  gedenkt  in  seiner  Physiographie  der  petro- 
graphisch  wichtigen  Mineralien  Seite  356  dieser  Erscheinung 
und  fQhrt  an,  dass  der  Feldspath  des  Gabbro  von  Spalten 
und  Rissen  durchzogen  werde,  in  denen  sich  eine  schuppige, 
griine,  chloritartige  Masse  abgesetzt  und  er  glanbt,  dass 
diese  Gebilde  auf  Kosten  des  Plagioklases  entstan- 
den  seien.  Da  ferner  der  Eisenoxydulgehalt  des  Diallages 
im  Verhaltniss  zur  vorhandenen  Magnesia  gering  ist,  im 
Chlorit  aber  diese  beiden  Yerbindungen  nahezu  in  gleichen 
p.  Ct  erscheinen,  so  bleibt  bei  der  Umsetzung  ein  Ueber- 
schuss  von  Magnesiasilikat,  dieser  Ueberschuss  hat  sich  dann 
thatsSchlich  in  unserem  Gabbro  verkSrpert,  er  ist  es,  wel- 
cher  in  Form  zarter  Nadelchen  und  Fasern  von  weisser 
Farbe  mit  seidenartigem  Schimmer,  als  Ghrysotil,  Spalten 
nnd  Lflcken  des  Gesteins  erfUllt ;  wie  bekannt  erweisst  sich 
die  chemische  Formel  des  Serpentinasbestes  identisch  mit 
der  des  eigentlichen  Serpentins  (Mg, 3  Si 2  +  2  H),  er  kann 


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—   152  — 

fiiglich  als  eine  auf  dem  Wege  zur  Krystallisation  begriffene 
Varietaet  desselben  gelten,  von  der  es  weiterhin  fest  stent, 
dass  sie  aus  thonerdefreien  Hornblenden  und  Augiten, 
zu  welch'  letzteren  der  Diallag  zahlt,  sich  herausbildet  Sein 
Vorkommen  in  der  WildschSnau  war  dfen  Mineralogen  langst 
bekannt.  Seine  Stellung  im  Gemenge  ist  eine  mehr  acceso- 
rische,  nicht  gleichm&ssig  mischt  er  sicb  unter  die  andern 
wesentlichen  Bestandtheile,  sondern  vorwaltend  inTrumern 
durcbsetzt  er  das  Gestein,  welcbe  Form  gerade  fur  den 
Chrysotil  so  charakteristiscb  ist. 

Die  Verwitterung  erzeugt  auf  dein  Gestein  oft  gelb- 
Jjche,  rothe  Flecken,  welcbe  der  hOhern  Oxydation  des  Eisen- 
oxyduls   ihren   Ursprung   danken.      Im    iibrigen    ist    dieser 
Gabbro,  den  wir  wol  mit  Recht  einen  metamorphen  ge- 
nannt,  sebr  weich  und  miirbe,  eine  Folge  seiner  Zasammen- 
setzung.     Mit  Riicksicbt  auf  den  Vertreter  des  Plagioklases 
scheint  kein  Name  zutreffender,  als  Chloritgabbro,  unter 
welcher  Bezeicbnung  ibn  auch  Prof,  Picbler  (1.   c.)   erwahnt 
Scbauen    wir    nun    etwas   n&her  auf  den  Verlauf  dieses 
Gesteins  an  Ort  und  Stelle,  was  bemerken  wir  dann?  Immer 
sparlicher  glanzt  uns  der  metallische  Diallag  entgegen,  immer 
dunkler  und  matter,  immer  gleichfftrmiger  wird  das  Gremenge, 
es  schwindet  der  bunte  Wechsel  der  Farben,  endlich  beginnt 
sich   eine   Art   Schieferung  in   der  schuppigen  Masse  einzu- 
stellen  und  siehe  da,  wir  haben  einen  ganz  biibschen  Chlo- 
ritschiefer  vor  uns,  dessen  Schwarzgrun  hie  und  da  durch 
eine   weisse   Kalkkruste   erhellt    wird.     Die   ubrigen   Eigen- 
schaften  desselben   darf  ich   an  dieser  Stelle  ubergehen,   da 
sie  ohne  diess  mit  denen  des  Chlorites  vollkommen  uberein- 
stimmen  und  ich  ausserdem  schon  oben  bei  Besprechung  des 
Chloritgabbro  darauf  hingewiesen  habe.     Dieser  Grefahrte  des 
Chloritgabbro  reprasentirt  die  dritte  zu  erorternde  Felsart. 
Daran    schliesst   sich    noch    eine   vierte,   welche   allgemein 
far  Serpentin  angesehen  wird  und  deren  Auftreten  in  der 
WildschSnaus    vielfach    schon    bekannt    sein    diirfte,    auch 


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—  153  — 

Liebener  gedenkt  in  seinen  »Mineralien  Tirols*  dieses 
Fundortes. 

Jedoch  gewahrt  man  selbst  bei  fliichtiger  Betrachtung 
sogleich,  dass  der  Serpentinmasse  zahlreiche  Diallagtafeln 
orilnungslos  eingelagert  sind,  dass  wir  es  also  nicht  mit 
einem  einfachen,  sondern  mit  einem  gemengten  Ge- 
steine  zu  thun  haben.  Der  Dial  lag  hat  alle  seine  Merk- 
male  bewahrt,  daber  wir  fiber  ihn  hinweg  der  serpentinisoben 
Masse  unsere  Aufmerksamkeit  schenken  wollen.  Diese  hat 
freilich  ein  Ansseben,  das  eber  an  Basalt  mahnen  wiirde, 
ihre  Textar  ist  feinkornig  bis  dicht;  ihre  Farbe  grauschwarz 
bis  schwarz,  ibr  Brucb  glanzlos,  das  specifisohe  Gewicbt 
erreicht  eine  ungewShnliche  H5he  2,  89 — 3,  19,  wahrend 
der  normale  Werth  fur  Serpen  tin  2,  5—2,  6  ist.  Aller- 
dings  bezieht  sich  die  Bestimmung  des  specifischen  Gewich- 
tes  nicht  auf  die  reine  Serpentinmasse,  sondern  auf  ihr  Ge- 
menge  mit  Diallag,  allein  nichtsdestoweniger  kSnnte  ein  so 
hoher  Werth  sich  nie  ergeben,  wenn  man  erwagt,  dass  das 
specifische  Gewicht  des  Diallag  3,  2 — 3,  3  betrftgt,  dass 
letzterer  an  Quantit&t  in  dera  Gemenge  dem  Serpentin  weit 
nachsteht;  also  muss  dieser  Serpentin  noch  irgend  ein  anderes 
Mineral  von  grSsserem  specifischen  Gewichte  in  sich  ber- 
gen.  Die  Magnetnadel  nennt  es  uns,  sie  wird  bei  An- 
n^herung  eines  Handsttickes  heftig  aus  ihrer  Buhelage  ge- 
rissen.  Dass  auch  Thonerde  an  der  Zusamraensetzung  theil- 
nimmt  bekundet  ihr  Geruch.  Die  dunkle  Farbe  aber,  das 
verh&ltnissm&ssig  bobe  spezifische  Gewicht,  endlich  die  mag- 
netiscbe  Attractionskraft  siud  uns  gewichtige  Zeugen  fOr  die 
Gegenwart  von  Magneteisen,  welches  in  mikroskopischen 
KSrnchen  eingesprengt  sein  muss,  da  die  mikroskopische 
Untersuchung  dasselbe  nicht  erkennen  lfisst.  Auf  Bruch- 
flachen  erblickt  man  nicht  selten  eine  rothbraune  Rinde  von 
Eisenoxydhydrat. 

Wenn  wir  auch  nicht  geneigt  sind  ein  derartiges  Ge- 
stein  mit  dem  Namen  „Gabbro*  zu  belegen,  wie  es  wol 
beim  wahren  Gabbro  der  Italiener  gescbieht,  so  w&re  doch 


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—  164  — 

eine  die  Zusarainensetzung  oharakterisirende  Bezeichnung, 
etwa  Diallagserpentin  nicht  fiberflussig.  So  viel  fiber 
die  vierte  Gebirgsart 

Die  Gabbrogesteine  der  Wildsch5nau  lassen  eine  stok- 
fSrmige  Lagerung  nicht  verkennen,  wiewol  es  nicht  angieng, 
die  Conturen  dieses  Stockes,  mithin  dessea  Form  and  Gr6sse, 
deren  Bestimmung  auch  sonst  auf  grosse  Schwierigkeiten 
stflsst,  des  Naheren  zu  ermitteln,  da  nur  sein  Ausgehendes 
sich  iiber  die  umhiillenden  Wildschonauerschiefer  erhebt  So 
weit  nun  eine  Beobachtung  zu  Tage  moglich  war,  w&ren  die 
Dimensionen  ausserst  gering,  im  Querschnitt  etwa  von  l&ng- 
lichrunder  Form;  zwar  musste  die  Gabbromasse  jedenfalls 
eine  raachtigere  gewesen  sein,  daftir  spricht  noch  die  Menge 
der  Rollstiicke,  die  wir  nicht  nur  in  kolossalen  Dimensionen 
in  der  Nahe  ihres  urspriinglichen  Lagers,  wo  sie  einen 
nunmehr  von  Alpenmatten  bedeckten  Damm  zusammensetzen, 
antreffen,  sondern  auch  in  weiteren  Entfernungen  das  Beet 
des  Baches  erfullen  sehen,  der  jenem  Gebiete  entquillt. 
Wenn  gleich  die  Gabbroinsel  so  klein  ist,  so  lasst  sich  doch 
nicht  l&ugnen,  4ass  sie  schon  von  der  Feme  die  Aufmerk- 
sarakeit  des  Beschauers  auf  sich  lenkt,  dank  der  ihr  eigen- 
thiimlichen  Struktur,  welche  an  dieser  St&tte,  wo  lanter 
Schiefer  die  Umgrenzung  bilden,  am  so  augenf&lliger  sein 
muss,  und  dank  der  unregelm&ssig  polyedrischen 
Zerkluftung,  welche  auch  die  Bedingung  fur  die  Abfuhr 
so  gewaltiger  GerOllmassen  sein  musste. 

Ueber  das  Alter  dieses  Gabbro  lSsst  sich  wenig  sagen, 
nur  so  viel  steht  fest,  dass  er  j linger  ist,  als  die  Wild- 
schonauerschiefer, welche  er  durchbrochen.  Seine  eruptive 
Natur  erschliesst  sich  aus  der  Tektonik  aus  der  scharfen 
Saheidung  vom  Nebengestein,  wobei  keine  den  Uebergang 
vermittende  Zwischenglieder  auftreten,  endlich  auch  noch  aus 
dem  Einfluss,  den  er  an  der  unmittelbaren  Contactgrenze 
auf  die  Thonschiefer  ausgeubt,  ein  Einfluss,  der  zwar  nicht 
bedeutend  aber  immerhin  merklich  ist  und  sich  in  einer 
Frittung  der  Schiefer  kundgibt,  wodurch  dieselben  Schiefer- 


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—  155  - 

struktur  und  Spaltbarkeit  eingebiisst,  daftir  inehr  dicht  split- 
terig  and  scharfkantig  brechend,  ich  mftchte  sagen  dem 
Basaltjaspis  ahnlicb  geworden  sind.  Die  drei  ersteren  von 
mir  oben  geschilderten  Gesteine  bilden  in  ihrer  Association 
die  eruptive  Insel.  Wahrend  wir  die  Art  und  Weise  der 
Verbindung  zwischen  Chloritgabbro  und  Chloritscbiefer,  denen 
wir  eine  urspiiinglich  eruptive  Abkunft,  aber  eine  spatere 
Umwandlung  zugedacht  haben,  schon  frflher  beriihrt,  erubrigt 
uns  noch  des  normalen  Gabbro  zu  gedenken.  Dieser  setzt 
gangartig  im  Chloritgabbro  anf,  seine  Masse  grenzt  sich 
scharf  ab  von,  der  des  metamorphen  Gesteins,  ohne  Ueber- 
g&uge  zu  bilden,  wir  haben  also  hier  wol  ein  Beispiel  einer 
an  derselben  Stelle  wiederholten  Eruption,  was  wir  bei 
andern  massigen  Gesteinen  nioht  selten  zu  beobachten  Ge- 
legenheit  haben.  Beide  Felsarten  sind,  abgesehen  von  der 
spateren  Metamorphose,  ihrem  Charakter  nach  gleich,  sie 
unterscheiden  sich  eben  nur  durch  mehr  zuf&llige  Struktur- 
verh&Unisse,  durch  die  relative  Menge  und  Gr5sse  ihrer 
Gemengtheile.  Dem  Alter  nach  muss  natiirlich  der  normale 
Gabbro  j  linger  sein,  sein  Auftreten  setzt  die  Gegenwart  des 
chloritischen  Gesteins  voraus,  ob  aber  letzteres  schon  damals 
sich  im  metamorphen  Zustande  befend,  als  die  zweite  Erup- 
tion erfolgte,  oder  nicht,  lasst  sich  nicht  so  ganz  bestimmt 
entscheiden,  obwol  ich  mich  ersterer  Ansicht  zuneigen  mftchte, 
da  bei  einer  nachtrfiglichen  Umwandlung  die  Erhaltung  der 
scharfen  Scheidung  beider  Gesteine,  welche  sich  auch  in  den 
Ein-  und  Ausbuchtungen  an  den  Saalbandem  unverwischt 
erhalten  hat,  nicht  leicht  erkl&rbar  w&re.  Contact-Erschei- 
nungen  konnten  keine  bemerkt  werden. 

Den  allmahligen  Uebergang  des  Chloritgabbro  in  Chlorit- 
scbiefer habe  ich  an  einem  Punkte  Schritt  fQr  Schritt  ver- 
folgen  kSnnen,  bin  jedoch  nicht  in  der  Lage  iiber  dessen 
locale  Verbreitung  Nftheres  zu  berichten. 

Nun  noch  einige  Worte  liber  den  Diallagserpentin. 
Dieses  Gestein  konnte  ich  leider  nicht  aufgeschlossen  finden, 
jedoch    legt    die   Vergesellschaftung    seiner  Rollstiicke    mit 


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—  156  — 

denen  des  Gabbro  die  Vermuthung  nahe,  dass  es  auch  seine 
Lagerst&tte  mit  dem  letzteren  theile.  In  so  feme  mfissen 
wir  vorderhand  auch  anf  eine  Erl&uterung  seiner  Lagerungs- 
verhaltnisse  und  seiner  Association  verzichten,  auch  riick- 
sichtlicb  der  Genesis  l&sst  sich  nur  hypothetisch  sprechen. 
Der  Gehalt  an  Diallag  l&sst  die  Annahme  einer  indirekten, 
auf  Metamorphose  gegrttndeten  Entstehung  nicbt  unbe- 
recbtigt  erscbeinen. 

Dass  regenerirende  Kr&fte  bier  gewirkt  haben,  b&- 
weist  wol  das  vorhandene  Magneteisen,  ja  dieses  m5chte 
uns  sogar  verleiten,  diesen  Serpentin  in  jene  erste  Gruppe, 
der  eigentlichen  Serpentine  zu  stellen,  welche  nach  v.  Drascbe 
(Mineralogische  Mittheilungen  gesaminelt  von  G.  Tscbermak 
1871  I.  2.)  alle  aus  Olivin  entstanden  ein  Netzwerk  von 
Magnetitadern  zeigen  und  zu  ihren  treuen  Gef&hrten  den 
Bronzit,  Bastit  oder  Diallag  zahlen  dabin  geb5rt  der  Matreier- 
und  auch  der  Brixlegger-  (richtiger  aus  dem  M&rzengrund 
im  Zillertbal)  Serpentin,  welcher  auch  makroskopischen 
Diallag  fiibrt.  Allein  in  Ermanglung  einer  Untersuchung 
im  polarisirten  Lichte  muss  jedes  bestimmte  Urtheil  aus' 
bleiben.  Wie  durch  die  Arbeiten  Tschermak's  (Sitzungsber. 
der  Wiener-Akademie  LVI.  18r>7,  I.  Abtbeilung,  Julibeft,  1.) 
und  Sandberger's  (Neues  Jahrb.  f.  Min.  u.  s.  w.  I860, 
385  und  1867.  171)  die  Bildung  von  Serpentin  haupt- 
sachlich  aus  Olivin,  durch  Roth  (Abhandlung  der  Berliuer- 
Akad.  1870)  auch  aus  andern  tbonerdefreien  Mineralien, 
so  aus  Diallag,  endgiltig  festgestellt  wurde,  so  erscheint 
mir  gerade  Letzteres  fiir  unsern  Serpentin  am  naturlicbsten, 
wobei  sich  die  Ausscheidung  von  Magneteisenerz  auch  ganz 
naturgem&ss  ergeben  wlirde,  denn  der  Diallag  hfilt  beilSufig 
10%  Fe,  welches  bei  seiner  Umsetzung  in  Serpentin  theil- 
weise  iiberfliissig  wird,  dazu  kommt  noch,  dass  die  p.  Ct 
an  Mg  beim  Diallag  nur  ein  Drittel  von  denen  des  Serpen- 
tin ausmachen,  wesshalb  zur  Bildung  einer  bestimmten  Menge 
von  Serpentin  dreimal  so  viel  an  Diallag  erforderlich  wird, 
woraus    aber    wiederum    ein    gr5sserer  Ueberschuss  an  Fe 


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—  157  — 

resultiren  wird,  den  dann  bei  theilweiser  h5herer  Oxyda- 
tion   der  Magnetit  liefert.  — 

Selten  wol  hat  man  einen  Gabbro  gefonden,  der  nicht 
yon  Serpentin  begleitet  gewesen  ware,  welch'  letzterer  durch 
Uebergfinge  uiit  ihm  verbunden  erscheint.  Aufangs  nur  in 
dtinnen  Aederchen  nnd  KnStchen  zwischen  die  andern  Ge- 
mengtheile  sich  einschiebend,  w&chst  alsbald  seine  Quantit&t, 
bis  er  sogar  fiber  Labrador  und  Diallag  herrschend  wird  und 
dieselben  bis  zur  Unkenntliohkeit  zersetzt.  Beispiele  hieftir 
haben  wir  genug,  so  in  Wallis,  bei  Florenz,  in  den  Vogesen, 
bei  Rosswein  in  Sachsen  u.  a.  0. 

Das  ist  es,  was  im  Verein  mit  obigen  Erwagungen  die 
Ansicht,  dass  der  Diallagserpentin  der  Wildschonau  als  ein 
umgewandeltes  Gabbrogestein  zu  betrachten  sei,  noch  mehr 
best&rken  darf,  vielleicht  soil  der  Gehalt  an  Aluminia,  der 
sich  beim  Anhauchen  gleich  verrath,  noch  an  den  Plagioklas 
erinnern. 

Unbescheidenheit  ware  es  nun,  in  vorliegender  Arbeit 
einen  Abschloss  auch  nnr  zu  wahnen.  Jeder,  der  seine 
Schritte  in  die  Berge  gelenkt,  urn  dort  geognostische  Studien 
zu  machen,  wird  sich  gewiss  bewusst  sein  der  Schwierig- 
keiten,  die  ihm  dabei  aufgestossen,  wird  sich  bewusst  sein 
der  Tftuschungen,  deren  jede  Beobachtung  unterworfen  sein 
kann,  zumal  im  Beginne  einer  solchen  Th&tigkeit  Dieser 
Gedanke  nun  ist  es,  der  mich  ermuthigt,  der  mich  hoffen 
l^sst,  man  werde  auch  die  Lucken  und  Gebrechen  meiner 
Untersuohungen  milde  beurtheilen. 


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Die  Apiden  Tirols. 

Fortsetzung  and  Schluss. 


Von 


Dr.  Karl  y.  Dallatore, 

k.  k.  Professor  in  Linz. 


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Die  Apiden  Tirok 

(Fortsetzung  and  Sohluss.) 


4.  Anthophora  Ltr. 

1  (34)  A.  pilipes  Fbr.  (Sch.  XIV.  169  N.  1;  Sm.  204 

N.    2).     Auf   bliihenden   Pflanzen    im  Mai   und   Juni, 

besonders  (J. 
N.  Innsbruck  (Kv) ;  Husslhof  und  Weiherburg  (M) ;  Hottinger- 

bflchl    (Mai    9    und    (5)    auf  Lamium   purpureum   bis 

600™ ;    Kranebitten    (Mai    9)    &uf  Anchusa  Officinalis; 

Mtihlau  (Juni  cS  und  9).  botanischer  Garten  (Juni  cS) 

auf  Salix-Arten,  Hall  (<5  PrR)  und  wohl  noch  ander- 

warts. 
S.   Brixen  ((5  P.M),  Villndss  (Juni  9)  Trient  (^  DrB). 

2  (25)  A  flabellifera  Lep. 
S.   Meran  (Lep.) 

3  (36)  A.  aestivalis  Pnz.  (Sch  XTV,  169 N. 2).  Seltener 

als  vorige  und  vel  mehr  einzeln. 
N.  Gallwiese  (M);  Kranebitten  (Mai  9  R)  &uf  Anchusa 
officinalis  und  Lamium  purpureum ;  Hottingerbiichl  (Mai  c$); 
Berg  Isel  (Juni  <3  und  9)  aQf  Astragalus  Onobrychis 
zahlreich;  GStzens  (Juni  9);  Hall  (bes.  (J  PR)  Maria- 
stein  bei  Kufstein  (Aug.  9)  auf  Trifolium  und  Kitzbuchl 
(Aug.  9). 
S.   Brixen  (Juni  (5),  sehr  kleine  Form. 

var.   meridionalis   Krb   (i.   L),   um   Hall   (9    PR)  und 
Matrei  (Mai  (5)>  Jenbach  —  Achenthal  (Sch). 
5  (38)  A.  nidulans  (Fbr)  Lep.  (Sch.  XIV.  169  N.  5) 
S.    Gries  bei  Bozen  (Aug.  9)  und  Riva  (Sept  A.  Krb.) 
4  (39)  A  fulvitarsis  Lep.  (Sch.  XIV.  169  N.  4). 
N.  Innsbruck;  Berg  Isel  (Juni  9)  auf  Astralagus  Onobrychis. 
Feidinandeums-Zeitschrift.  11 


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—  162  — 

6  (39)  A.  garrula  Rossi  (Sch.  XIX,  pg.  277). 

S.  Uni  Bozen  ziemlich  haafig:  Eisakauen  and  Haslach 
(Aug.  9  Kxb);  Gries  (Aug.  <3  un*  9)»  Tscheipea- 
thurm  (Aug.  (5  R). 

7  (40)  A.  albigena  Lep.  (Sch.  UIX.  p.  277). 

S.  Bozen  (Mor.  Btg.),  linkes  Eisakufer,  Gries  und  Tschei- 
penthurm  (Aug.  9  DT  und  R);  Haslach  (Aug.  9  R); 
Riva  (Sept  9  A  Krb). 

var.  nigrothorax  m.  Scheitel  und  Thorax  mit  schwarzen 
Haaren:  Sarnthal  (Sept  9  Krb). 

8  (41)  A.  parietina  fbr.  (Sch.  XIV.  169  N.  6). 

N.  Zirl,  Gdtzens  (M);  Weiherburg  (Mai  9)  mit  mannlieher 
Behaarung;  Sellrain  und  Gotzens  (Juli  <3  und  9); 
Weiherburg,  an  einer  unter  senkrecht  aufsteigenden  Felsen 
gelegenen  Stelle,  wo  Wasser  herabrann,  von  und  zu 
fliegend;  leicht  und  zahlreich  mit  dem  Netze  zu  erbeuten. 
(Mai  9  R)  —  samnitlich  rein  schwarz  mit  rothem 
After  und  auf  den  ersten  Blick  einer  Hummel  nicht 
un&hnlich;  amFluge  jedoch  schnell  und  leicht  zu  erkenneiL 
Gnadenwald  bei  Hall  (M). 

S.   Meran  und  Passeier  (P.H). 

var.  Schencki  m.  (Schenck.  Berl.  Eat  Ztg.  X.  320.  n  3) :  Berg 
Isel  (Juli  9)  auf  Scabiosa  Columbaria  &  Astragalus 
Onobrychis. 

9  (42)  A.  quadrimaculataFbr.  (Sch.  XIV.  169;  N.  7; 

Sm.  205.  N.  3). 
N.  Berg  Isel   (M);    Stiokelesteig    (Juli    9)    wahrend    der 

gr5ssten  Mittagshitze  2  9  nach  einander  auf  ein  weisses 

Eleid  angeflogen,  reichlichst  um  und  um  mit  Pollen  too 

Origanum  und  Thymus  beladen. 
S.   Stilfser  Joch  (Rogh.  Juli). 

10  (43)  A.  furcata  Pnz  (Sch.  XIV.  169.  N.  8;  Sm. 
206,  N.  4). 

N.  Innsbruck  (ZUM)  Egerdach  (M);  Matxei  (Juli  9)  auf 
Salvia  verticillata. 


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—   163  — 


S.   Zwischen  St  Leonhard  and  Rabenstein    (Aug.  $  R); 
Trient  (Juni  9)- 

5.  Saropoda  Ltr. 

1  (44)   S.  bimaculata  Pnz.   (Sch.  XIV.    169.    N.   1; 

Sm.  199  N.  1). 
N.  Innsbruck  (P.  H.). 

6.  Tetralonia  Spin.  , 

1  (45)  T.  lythri  Schok  (Sch.  XXL  280  N.  2)/ 
S.   Trient  (<$  DrB). 

2  (46)  T.  malvae  Rossi  (Sch.  XXL  279.  N.  1). 
S.    Sigmundskron  bei  Bozen  (Aug.  <3). 

3  (47)  T.  salicariae  Lep.  var:   alboclypeata  m:   clypeo 

albo   und    flavoclypeata  m,    clypeo   flavo   —   unterein- 
auder  am  Sigmundskron  bei  Bozen  (Aug.  <3  DT  u.  R). 

4  (48)  T.  pollinosa  Lep,  (Sch.  XXL  280.  N.  3). 
S.   Oivezzano  im  Valsugana  (<3  Dr.B). 

5  (49)  T.  ruficornis  Fbr. 

S.   Lugano  im  Fleimsthale  (Mor  Btg). 

7,  Eucera  Scop. 

1  (50)  E.  longicornis  Scop.  (Sch.  XIV.  170.  N.  1; 
Sm.  197  N.  1).  Haufig  und  zahlreich  wie  allerw&rts 
vom  Mai  an;  bes.  (5). 

N.  Arzl,  Gallwiese,  Lans,  Rinn,  Oberperfuss,  auf  trockenen 
Wiesen  (M);  Zirl  (Juni  9)  auf  Cirsien;  Berg  Lsel 
(Juli  (5)  auf  Astragalus  Onobrychis  und  Aenger  am 
Inn  (Juni  (5)  auf  Vicia  —  zahlreich  Thaurer  Schloss 
(Mai  (5)  auf  Salvia  officinalis  —  in  Garten;  Hall  (PH); 
steigt  bis  1800 ". 

S.  Brixen  ((5  P  M);  Bozen  (^  PG  und  Rgh);  Trient  und 
Toroegno.    ((J   9  B). 

8.  Sjrstropha  Ltr. 

1  (51)  S.  ourvicornis  Scop  (Sch.  XIV.  170  N.  1). 
S.    —  nicht  besonders  haufig:    Bozen   ((5    PG),  Haslach, 

11* 

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—  164  — 

t  (Aug.  (5  Akrb)  Siegmundskron  (Aug.  $  $)  Gries 
(Aug.  (5  9  R)  Tscheipentliurm  (<3  R);  fiberallMann- 
chen  doppelt  zahlreicher  als  Weibchen. 

9.  Meiiturga  Ltr. 

1  (52)  M.  clavicornis  Ltr. 
S.   Bozen  (Mann,  ef  Rgh.) 

10.  Melecta  Ltr. 

1  (53)   K.   armata  Pnz   (Sch.  XTV.  172  N.  1  punctata 

K;  Sm.  156  N.  2). 

N.  Innsbruck,  Matrei  und  Weiherburg  (M)  botanischer  Gar- 
ten (Mai  (5  9)  auf  Lamium  purpureum;  darunter  1  $, 
dessen  beide  ersten  Cubitalzellen  verwachsen,  also  durch 
keine  Querader  getrennt  sind;  H5tting  (Mai  9  R)- 

S.   Brixen  (Juni  6)  in  Weing&rten  auf  Thymus  pannonicos. 

2  (54)  M.  luctuosa  Scop.   (Sch.   172  N.  2;  Sm.  155. 

N.  1). 
N.  Berg  Lsel,  (Juni,  Juli  9)  ^uf  Astragalus  Onobrychis  ahl- 

reich;  Kranebitten,  (Juni  9)  auf  Potentilla  anserina  und 

Salvia  pratensis;  Guggenbiohl  (Mai  (J  K)  auf  Hyacin- 

thus  orientalis. 
S.   Brixen   (Juni    9)    auf  Thymus  pannonicus  und  Cirsinm 

oleraceum  mit  voriger  Art;   Bozen  (Rgh)  und  Paulsner- 

h5hle    trage    auf  Golutea  arborescens   (Pg.    9)*  Meran 

(PH)  Trient  ($  DrB). 

3  (54)  M.  fasciculata  Spin. 
S.   Brixen  (9  PM)  Civezzano  (9  DrB). 

4  (55)  M.  nigra  Spin,  (nee  Lep)  =  aterrima  Lep. 
S.   Doss  Trento  bei  Trient  (9  DrB). 

11.  Crocisa  Ltr. 

1  (56)  Cr.  scutellaris  Pnz. 
S.   Bozen  Rittnerhorn  (Sept  <3  AKrb). 

2  (57)  Cr.  histrio  Ltr. 
S.   Bozen  (Mann  ef  Rgh.) 

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—  165  — 

12.  Epeolus  latr. 

1  (58)   E.  variegatus  L   (Sch.    XIV.    173.  N.  1;   Sm. 

p  148.  N.  I). 
S.   Haslach  und  Weg  zum  Rittnerhom  bei  Bozen  (Aug.  <3 
9  Krb);Ultenthal  (£  Pg). 

2  (59)  E.  speciosus  Grst  (Ent.  719.  Stett  XXX  158.). 

=  luctuosus  Ev. 
S.    Urn  Bozen  haufig  (Mor.  Btg.);  auch  bei  Trient  (Juni  9)* 

13.  Nomada  Fbr. 

1  (60)   N.   succincta  Pnz   (Sch.  XIV.  173.  N.  1;  Sm. 

142.  N.  24). 
N.  Stains  nnd  Thaur  (M);  Stubai  (Aug.  <3). 

var.  mixta  m.  die  3  erstenGliederderFutthlergleisseloben 
schwarz,   Schienen   und   Tarsen   grosstentheils  roth;   bei 
Innsbruck  ((5  Kr)  und  im  Achenthale  ((J  Sch.); 
var.  flavifrons  m.  Stirnmakel  gelb:  Bozen  (<3  Pg). 

2  (61)  N.  alternata  K  (5  (Sch.  XTV.  175  N.  2  marsha- 

mella  K  9  Sm.  138  N.  21).  Selten. 
N.  JKtting.  (Mai  (5)  au^  Stellaria  media. 
S.    Bozen  (Mann  cf.  Rgh). 

3  (62)  N.  lineola  Pnz  (Sch.  XIV.  177  N.  3;  Sm.  138 

N.  21). 
N.  Hofgarten  und  Pulverthurm  (M);  Milit&rfriedhof  (Juni  $) 
auf  Lathyrus  latifolius. 

4  (63)   N.   sexfasciata  Pnz   (Sch.   XIV.   180.   N.  5; 

Sm.  141.  N.  23). 
S.   Eppan  (Juni  PH). 

5  (64)   N.  Jacobaea  Pnz   (Sch.  XIV.  181.  N.  6;  Sm 

137.  N.  20). 
N.  NockhSfe  (M)  bei  500*;  Matrei  (Juni  9). 

6  (65)   N.  rufioornis  L   (Sch.   XIV.   183.   N.  8;   Sm. 

118*  N.  1).     Wohl  die  h&ufigste  Art  dieser  Gattung. 


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-   166  — 

N.  Pulverthurm,  Altrans,   Matters   (M);   Stabai  (Jnni  $) 

Hall  (9  PR),  Schwaz  (Juni  $) 
S.   Bozen   (Mann  cf  Rgh);  Trentino  (#  B)  und  Riva  ($ 

DrB);  von  daselbst  eine  ausserst  kleine  Form. 

7  (66)   N.  lateralis  Pnz  (Sch.  XIV.  186.  N.  10;  Sm. 

120.  N.  2). 
N.  Stams  bei  Telfe  (M);  Weiherburg  (Juni  9)  aufEchinm 
vulgare. 

8  (67)  N.  alboguttata  HSch.  (Sch.  XIV.  189.  N.  15  oh.) 
N.  Vill  (M). 

9  (68)   N.  ferruginata  K  (Sch.   XIV.  p   190.  N.  16; 

Sm.  134.  N.  17). 
N.  Igels  und  Wilten  (M);  Hall  (9  PR);  Stubai  (Juni  9) 
auf  Sambucus  Ebulus. 

10  (69)   N.   germanica  Pnz   (Sch.   XIV.    191.  N.  17; 
Sm.  134.  N.  17). 

S.   Gampen  bei  Bozen  (9  Pg)  bei  1700  *». 

11  (70)   N.  guttulata  Schck.   (Sch.  XIV.  192.  N.  19 
flavoguttata  K). 

N.  B&rh5fen  bei  Egerdach   (M);  Kerschbuchhof  (Juni  <5) 
auf  Greranium  sanguineum. 

12  (71)  N.  flavoguttata  K   (Sch.  XIV.  p  194  N.  21 
Fabriciana  L). 

N.  Reichenau  (M). 

13  (72)  N.  decorata  Krb.  (Verh.  zool.  bot.  Ges.  1875). 
S.   Riva  (9  DrB). 

14.  Pasites  Jur. 

1  (73)  P.  maculatus  Jur.  (Ent  Ztg.  Stett  XXX.  140. 

N.  1). 
S.   Bozen  (Mann  cf  Rgh.) 
i 

15.  Phileremus  Latr. 
1  (74)  Ph.  punctatus  fbr.  (Ent.  Ztg.  Stett  XXX.  142. 

».  1). 
S.   Meran  (P.  H). 


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—  167  — 

16.  Ceratina  Ltr. 

1  (75)   C.   oucurbitina  Rossi.  (Ent  Ztg.  Stett.  XXX. 

173.  N.  1). 
S.  Bozen  beim  Haslacher  Steinbruch,  (Aug.  9  AKrb); 
Gries,  Virgl,  Tscheipenthurm,  St  Leonhard-Rabenstein, 
Sigmundskron  u.  s.  w.  (Aug.  (J  Q  DT  und  R)  sehr 
haufig;  Meran  (Grst)  auf  Centaurea  paniculata;  Eppan 
(P.  H)  die  Weibchen  ungleich  zahlreicher. 

2  (76)   C.   egregia   Grst   (Ent.   Ztg.   Stett.  XXX.  176. 

N.  2).  Aus  Tirol  (Grst  1.  c.) 

3  (77)  C.  dentiventris  Grst  (Ent.  Ztg.  Stett.  178.  N.  3). 
S.   Meran  (Mor  Btg)  Gries  bei  Bozen  (Aug.  (5) 

4  (78)   C.  gravidula  Grst  (Ent  Ztg-  Stett  179.  N  4). 
S.   Meran  (Aug.  9  Grst  lc).  auf  Centaurea  paniculata. 

5  (79)  C.  cyanea  K.  (Ent  Ztg.  Stett  181.  N.  5). 

S.  Gries  bei  Bozen  und  Eisakufer  daselbst  (Aug.  $,  9 
DT  und  R)  auf  Melilotus  arvensis  und  Medicago. 

6  (80)  C.  callosaPbr.  (Ent.  Ztg.  Stett  182.  N.  7). 

S.  Tirol  (Schck  XXI.  203);  St.  Leonhard  im  Passeier. 
(Aug.  S  R).     • 

17.  Xylocopa  Latr. 

1  (81)  X.   violacea  Poda    (Ent    Ztg.    Stett    XXXTT. 

275.  N.  1). 

N.  Hungerburg,  V5ls,  Kerschbuchhot  (M),  bis  fast  1000*; 
Friedhof  von  Innsbruck  (Juni  9)  auf  Lathyrus  pratensis; 
Hall  ((5  P.  R)  und  Ficht  (M). 

S.  Viel  haufiger  als  in  Nordtirol:  Brixen  (Juni  $  (5),  be- 
sonders  Abends,  am  Graben;  Bozen  (Grst)  sehr  h&ufig 
auf  Veronica  spicata:  Gries,  Tscheipenthurm,  Gries, 
Siegmundskron.  (9  S  ^*  un(*  ^)  zu  Dutzenden  in  den 
dortigen  Herrschaftsgfirten:  Erzh.  Heinrich,  Toggenburg 
u.  s.  w.  (Juni);  Meran  (Grst)  Arko  (Sept  9  &rt>)  todt 
auf  der  Strasse  liegend. 

2  (82)   X.  valga  Grst  (Ent  Ztg.   Stett   XXXTT,  276. 

N.  2). 


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—  168  — 

S.  Brixen  (Juni  9)  aaf  Iris  and  Ornithogalum:  Bozen 
(Grst)  auf  Veronica  spicata  mit  voriger,  Tscheipthurm 
(Juni  (5).  Gegen  X.  violacea  der  Zahl  nach  %0. 

3  (83)  X.  cyanescens  (Brulle)  Grst  (Ent  Ztg.  Stett 
279.  N.  3). 

S.    Bozen  (Aug.  9    (5  Gist);  Tscheipenthtqrm  (Aug.  <3  B) 

17.  Ehophites  Spin. 

1  (84)  Rh.  quinques  pinosus  Spin  (Schck.  XTV.  170. 

N.  1). 
N.   Innsbruck  (ZUM);  Kerschbuchhof  (Juli  <3)  und  Fiecht 

(Aug.  (5)  auf  Stachys. 

19.  Halietoides  Nyl. 

1  (85)  H.  dentiventris  Nyl.  (Schck.  XIV.  207.  N.  1), 
N.   Am  Wege  zwiechen  dem  Rechenhof  und  der  Thaureralpe 

bei  1000™  (Juli  9)  auf  Hieracium  pilosella;  Steinacher- 
joch  (Juni  9)  auf  Dryas  octopetala. 

2  (86)   H.   paradoxus  Mor.    Praderalpe   (9  Mor)   auf 

Phytheuma  Scheuchzeri. 

20.  Panurgus  Pnz. 

1  (87)  P.  ursinusL  (Schck.  XTV.  "397.  N.  27  ater  Ltr; 

Sm.  115.  N.  2).  Mehr  im  Mittelgebirge  als  in  der  Thai- 

sohle;  manchmal  mit  folgeuder,  doch  viel  seltener  (etwa 

10%);  oft  mit  2  Meloe  larven. 
N.  AJtrans   (Juli    Q)>    Rinn  und  Judenstein  (Juli  9    ($)• 

Volderthal  (Aug.  (5),  Nauders  (Ko). 
S.    Am  Wege  zum  Rittnerhorn  (Aug.  9  (5-  £*)  ^d  Hel- 

alpe  im  Passeier.  (Aug.  9    (5  ^)- 

2  (88)   P.   caloaratus   Scop.    (Schck.  XIV.  206.  N.  1. 

lobatus  Fbr);  Sm.  114.  N.  1.;  Verbreitet  und  massenhaft 
wie  von  voriger  oft  2 — 3  Meter  lange  Strecken  des 
Weges  mit  L5chern  und  Erdhaufchen  vollauf  fiberzogen, 
in  denen  sie  zu  Dutzenden  aus-  und  einfliegen  —  und 
in   deren   N&he   sie   besonders  von    Synantheren  Pollen 


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—  169  — 

sammeln.  Unter  etwa  200  gesammten  Exemplaren  4 
9  und  7  (5  m^  Moloe  Larven. 

N.  Husslhof,  Thaur,  Prugelbau,  Egerdach,  (M);  auf  den 
Bahnd&mmen  bei  Arzl,  um  Natters,  Gdtzens,  Lans, 
Judenstein  (Juni  —  Aug.  9  (5)5  Absam,  Zirl,  Voider- 
thai  bei  1200™  und  hi.  Wasser  1500m;  Kaiserpyramide 
auf  Crepis,  Georgenberg  bei  Schwaz;  Kafstein,  Maria- 
stein  und  Neuberg;  Uutersberg  und  Brenner.  —  (Juni 
Sept.  (5  9)*  Erstere  zu  letzteren  im  Verhaltnisse 
20:  1. 

S.  Bozen:  tiberall  gemein:  Gries,  Siegmundskron,  Tschei- 
penthurm,  Passeier  u.  s.  w.  (Aug.  $  DT  und  R); 
Nogari  (DrB)  im  Trentino. 

var  (^  nigricornis  m;  an  tennis  totis  nigris.  Gelegentlich 
—  an  fast  alien  Fundstellen  mit  voriger,  doch  seltener; 
zur  Art  im  Verhaltnisse  von  1:  10. 

21.  Dnfourea  lep. 

1  (89)  D.  vulgaris  Schck  (Sch.  XJV.  206.  N.  1). 

N.  Lans,   Gfltzens   (Aug.   Sept  9);  hi.  Wasser  (Aug.  9) 

auf  Hieracium  Pilosella  und  Prunella. 
S.    St  Leonhard-Rabenstein  (Aug.   9  R)  bei  1200™. 

2  (90)   D.   alpina  Mor.   FranzenshShe   bei   2300 m  und 

Ober-Engadin.  (Mor  Btg). 

22.  Dasypoda  Ltr. 

1  (91)  D.  hirtipes  Fbr.  (Sch.  208.  N.  1;  Sm.  112. 
N.  1).  In  Sudtirol  ungleich  haufiger  als  in  Nordtirol 
und  zwar  die  <3  in  dreifach  uberwiegender  Zahl  gegen 
die  9- 

N.  Innsbruck  (PH);  Saggen  (Aug.  Q);  zwischen  Kufstein 
und  Sewi  (Aug.  (J)  auf  Cirsien. 

S.  Um  Bozen  sehr  gemein:  Haslach,  Eisakauen,  Sigmunds- 
kron,  und  Kalvarienberg  (Aug.  9,  <5  Krb),  Tscheipen- 
thurm,  Gries,  (Aug.  (5  9  DR);  Brixen  und  Klausen 
(Juni  (5),  Meran  (Aug.  9  *&*)  und  Passeier  (Sept 
(5  R);  CSvezzano  (<3  DrB). 


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—  170  — 

23.  MelitteK  (1802)  =  Cilissa  Leach  (1812). 

1  (92)  M.  leporina  Pnz.  (Sch.  XIV.  209.  N.  1:  tricincta 

K;  Sm.  110.  N.  2). 
N.  Gallwiese,    Arzl    and    Oberperfuss    (M);     Allbach  bei 

Brixlegg  and  Angeth  bei  Kufstein  (Aag.  9)  auf  CSrsien; 

einzeln. 
S.   Brixen  (Joli  (J),  Haslach  (Joni  $)  and  Sigmundskron 

(Aug.  (J). 

2  (93)  M.  melanara  Nyl.  (Sch.  XIV.  200.  N.  2).    Am 

Bodensee  —  auf  Lythrum  Salioaria  (Gir.  Verh.  z.  b.  G. 
XIII.  17);  wohl  auch  noch  anderw&rts. 

3  (94)   M.   haemorrhoidalis  Fbr.    (Sch.    XIV.    210. 

N.  2;  Sm.  109.  N.  1). 
N.  Landeck  (Aag.  Rgh). 
S.   Zwischen  Bozen  and  Rittnerhorn.  (Aag.  9  A.  Krb). 

24.  Maeropis  Pni. 

1  (95)  M.  labia ta  Pnz.  (Sch.  XIV.  209.  N.  1;  Sin.  107. 

N.  1). 
S.   Sigmundskron  bei  Bozen.  (Aag.  (5  R). 

25.  Panurginus  Ngl. 

1  (96)  P.  montanas  Gir.  (Verh.  z.  b.  G.  1861.  453). 

Im  Gebirge  Tirols  haufig  (Mor  Btg). 
N.  Kaisersaule  am   Zonderkopf  (Jali    (5),   Steinacher-Joch 

(Jnni  (5),  Brennerbad  (Mor  Btg). 
S.   Franzensh5he  and  Praderalpe  (Mor.  L  a  Rgh). 

26.  Andrena  Ltr. 

1  (97)  A.  hattorfiana  Fbr.  (Sch.  XIV.  234.  N.  1;  Sm. 

50.  N.  1). 
N.  Berreiterhof  (M);  Stabai  (Juni  9),  Fiecht  (Aug.  9). 
S.   Bozen  (Mann  cf.  Rgh). 

var.  haemorrhoidalis  E. 
N.  Gftrberbach  and  Friedhof  bei  Innsbruck;  Gfttzens  (Jali  9) 

auf  CSraien. 
S.t  Condino  (ZUM). 


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—  171   - 

2  (98)  A.  Schrankella  Ngl.   (Sch.   XIV.  234.  N.  2), 

B&rhof  bei  Ambras  (M). 

3  (99)   A.   cingulata   K.   (Sch.   XIV.   235.  N.  3;   Sm. 

55.  N.  7).  Achenthal  (Aug.  9  Sch.). 

4  (100)   A.   Cetii  Schck.  (Sch.  XIV.  235.  N.  4  margi- 

nata  Fbr;  Sm.  56.  N.  6). 
N.  Hohlweg  am  Berg  Isel  (Aug.  9)  &uf  Onopordon  acan- 

thium;    und    bei    Kufetein    (Aug.    9)    auf   Hieracium 

pilosella. 
S.   Haslach  und  Siegmundskron  bei  Bozen  (Aug.  9  A.  Erb). 

5  (101)  A.  f  lore  a  Fbr.  (Sch.  XIV.  236.  N.  5  rubricata; 

Sm.  54.  N.  4). 
S.   Aus  Sudtirol  (ZDM);  Torcegno  (9  DrB);  Bozen  (Mann 
cf  Rgh). 

6  (102)  A.  alpina  Mor.    FranzenshShe  bei  2300*  (Mor 

Btg.  Rgh).  auf  Campanula  rotundifolia. 

7  (103)   A.  rosae  Pnz   (Sch.   XIV.  236.  N.  6  Sm.  61. 

N.  2). 
N.   Patsch   (M);   H5tting    (Mai   '$)    auf   Capsella    bursa 

pasterns  —  mit  2  Stylopsiden,  und  auf  Weiden,  bes.  (J ; 

Stubai  (Aug.  9)»  Walchsee  bei  Kufstein  (Aug.  (5)  und 

Nauders  (9    <$  K). 
S.   Riva  (ZUM). 

var.  7  Sm.  Nauders  ( 9  Krv)  mit  Stylops  zwischen  Segm. 

4  und  5;  HQttingerbfichl  (Juni  (J)  auf  Ranunculus  acris. 

8  (104)   A.   eximia   Sm.    (Sch.  XIV.   236.   N.    7;   Sm. 

52  N.  3). 
N.  Hofgarten,  Eckhof  bei  Oberperfuss   und   Volders   (M); 

Botanischer  Grarten  (Mai  (5)  auf  Stellaria  media;  Natters 

(Juni  (5)  anf  Oentaurea  Scabiosa). 
S.   Riva  (ZUM)., 

9  (105)  A.  flessae  Pnz  (Sch.  XIV.  237.  N.  8). 

N.  Patsch   (M)   Hall   ($    9    PR);    Fiecht  und   Kufstein 

(Aug.  (5). 
S.   Brixen  (9   PM),  Partschins  und  Zielalpe  (Aug.  (5  R). 
bei  700  m, 


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—  172  — 

10  (106)  A.  cineraria  L  (Sch.  XIV.  237.  N.  9;  Sm. 
58.  N.  9). 

N.  St  Maigarethen  im  Gnadenwald  bei  Hall,  600™;  (M). 
Natters  (Juni   9)  auf  Rihes  grossularia. 

11  (107)  A.  carbonaria  Chr.  (Sch.  XIV.  237.  N.  10. 
pilipes  fbr;  Sm.  59.  N.  10). 

S.  Brixen  (9PM);  Torcegno  (9  DrB)  vorige  Art  daselbst 
vikariirend. 

12  (105)  A.  nasuta  Gir.  Tirol  (Juni.  Gir). 

13  (109)  A.  ovina  King  (Sch.  XIV.  237.  N.  11.  prar 
tensis  Nyl). 

N.  Volderthal  (Juni  9),  Stubai  (Juni  9)  Breittenbach 
bei  Rattenberg  (Juni  <3)  auf  Waiden;  Achenthal 
(Aug.  9). 

S.    Brixen  (Juni  (5). 

var:  leucothorax  HSch.  Nordtirol  (ZUM). 

14  (110)  A.  Rogenhoferi  Mor.  Pasterze  und  Franzeoa- 
h5he  (Rgh.  cf  Mor  Btg.) 

15  (111)  A.  nitida  K.  (Sch.  XIV.  237.  N.  13.  Sm.  61. 
N.  12). 

N.  Pulverthurm,  LanserkSpfe  (M);  Stubai  (Juni  <$  V); 
Efttting  (Mai  (J  R)  auf  Weiden,  Fiecht  (Juni  (J)  Achen- 
thal (Aug.  (5  Sch),  Kitzbuchl  (Aug.  9).  Nauders 
(9  Krv.) 

S.   Condino  (ZUM). 

16  (112)  A.  thoracica  Fbr.  (Sch.  XIV.  237.  N.  i& 
sub;  Sm.  60.  N.  11). 

N.  Botanischer   Garten    (Aug.   9)  an?  Anchusa  paniculate; 

Kitzbuchl  (Aug.   9)  auf  Echium  vulgare. 
S.    Siegmundskron,  Gries  bei  Bozen  (Aug.  9  R)  5  Meran  (PH). 

17  (113)  A.  trimmerana  K  (Sch.  XJV.  237  N.  14; 
Sm.  72.  N.  25). 

N.  Kranebitten    (Juni  $)  auf  Berberis  vulgaris,   Achenthal 

(Aug.   9  Sch.),  Nauders  (<3  Krv).     • 
S.    Itovereto  (PH). 


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—     173    — 

18  (114)  A.  apicata  Sm.  (Sch.  XIV.  238.  N.  15.  Sm. 
77.  N.  21).  Vollenberg  (M). 

19  (115)  A.  nigroaenea  K.  (Sch.  XIV.  239.  N.  16; 
Sm.  71.  N.  24).  Reohenhof  (M);  H5ttingerbiiohl  ( Juni  $), 
auf  Lamium  purpureum. 

20  (116)  A.  atriceps  K  (Sch.  XTV.  239.  N.  17.  tibialis 
K;  Sm.  70.  N.  22). 

N.  Vols  (M);  H5ttingerbiichl  (Juni  <3)  auf  Weiden  und 
Ranunculus  acris;  Absam  (Juni  <3),  auf  Berberis  vul- 
garis und  Ribes  grossularia. 

S.  Rovereto  (PJ5). 

21  (117)  A.  simillima  Sm.  (Sm.  78.  N.  33).  Trafoi 
(Juli.  Rgh). 

22  (118)  A.  nigriceps  K.  Am  Wege  zum  Rittnerhorn 
bei  Bozen.  (Sept   9  Krb). 

23  (119)  A.  fulva  Schck.  (Sch.  XIV.  240.  N.  18;  Sm. 
64.  N.  16). 

N.  H5ttinger-Au    (M);    Stubai    (Mai    9)     auf    Trifolium 

pratense. 
S.   Trient  (9  DrB),  Rovereto  (PH). 

24  (120)  A.  haemorrhoa  Fbr.  (Sch.  XTVi  240.  N.  19. 
albicans  K;  Sm.  62.  N.  14). 

N.  Unterperfuss,  Gfltzens  (M);  Gallwiese  (Juni  9)»  Stubai 
(Juni  (5),  Hallerau  (M)  Nauders  (Krv  (J). 

S.  Villnosserthal  (Juni  9)  auf  Cornus  sanguinea;  Meran 
(PH),  Trient  (9  DrB). 

25  (121)  A.  fulvesoens  Sm.  (Sch.  XIV.  241.  N.  21; 
Sm.  89.  N.  48). 

N.  Innsbruck  (9    (3  Kjv)-  auf  Disteln;  Stiftalpe  im  Volder- 

thale  (Juni  (5)  zahlreich,  Kitzbuchl  (Aug.   9)« 
S.    Bozen  ((5  PG)  Trient  am  Doss  Trento.  (9  DrB). 

26  (122)  A.  varians  Rossi,  Pnz.  (Sch.  XIV.  242. 
N.  23.  Sm.  69.  N.  21).  Hall  (^  PR),  Nauders  (£  Krv). 

27  (123)  A.  clypearis  NyL  (Sch.  XIV.  243.  N.  26). 
Trafoi  (Rgh). 


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—  174  - 

28  (124)  A.  Gwynana  K  (Sch.  XTV.  243.  N.  27;  Sm. 
67.  N.  18). !) 

N.  Botanischer  Garten  (M);  Stubai  (Juni  9)- 
S.   Meran  (PH). 

var:    testaoea    m    tibiis    posticis     testaceis:     Seefeld 

(Sept   9)  auf  Raphanus  sativus. 

29  (125)  A.  marginalia  Schck.  (Sch.  XIV.  246.  N  30). 
H5ttingerbuohl  (Juni  <3  R)  auf  Ranuncalus  acris. 

30  (126)  A.  praecox  Scop  (Sch.  XIV.  247.  N.  32 
Smithella  K;  Sm.  76.  N.  30.  9).  Miihlau  (Mara  <5) 
auf  Salix  alba  Katzchen;  Breitenbach  bei  Ratteuberg. 
(M&rz  (5),  ebenso;  Matrei  (M). 

31  (127)  A.  fulvicrusK  (Sch.  XIV.  249.  N.  33;  Sm. 
86.  N.  44). 

N.  Hottingerau  (Marz  9)  au^  Ranunculus  acris. 
S.   Bozen  (Mann  cf  Rgh). 

32  (128)  A.  extricata  Sm.  (Sch.  XIV.  249.  N.  34. 
fasciata  (Wsm)  Schck;  Sm.  87  N.  45).  Husslhof  (M) 
Botanischer  Garten  (April  9  6)'y  auf  Paeonia  iinifolia; 
Georgenberg  (M),  Achenthal  (Aug.  (J  Sch.)  Naudeis 
(<5    9    KT7). 

33  (129)  A.  denticulata  K  (Sch.  XIV.  249.  N.  35. 
Listerella  K;  Sm.  81.  N.  36). 2) 

N.  Innsbruck:  G5tzens  (Aug.   9)  auf  Umbelliferen;  H5tting 
(Mai  9)  auf  Veronica  Buxbaumii;  selten. 
S.  Am  Wege   zum   Rittnerhorn  und   Kalvarienberg   bei 
Bozen.  (Sept  9  Krb). 

34  (130)  A.  pubescens  Fbr.  (Sch.  XIV.  250.  N.  36. 
fuscipes  Sm.  79.  N.  54).  Meran  (PH). 

35  (131)  A.  albicrus  K  (Sch.  XIV.  251.  N.  39;  Sm. 
91.  N.  50).  Botanischer  Garten  (Juni  9  (5)  auf  Spiraea 
aruncus  und  Grepis  rubra;  Hdtting  (Mai  $)  auf  Chei- 
ranthus  Cheiri. 


!)  Traunstein  (Aug.   J). 

*)  Traunstein  (Aug.  <f )  auf  Symphoricarpo*  raoemosa. 


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-  175  - 

36  (132)  A.  Coy  tana  K.  (Sch.  XXI.  299.  N.  15;  Sm. 
94.  N.  53).  ')  Umgebung  von  Innsbruck  (9  PH);  Kuf- 
stein  gegen  Sewi  (Aug.  9)  auf  Cardnus:  Trafoi  (Bgh.). 

37  (133)  A.  labialis  K  (Sch.  XIV.  251  N.  40;  Sm. 
92.  N.  51). 

N.  Keith  bei  Zirl  (M);  Friedhof  von  Innsbruck  (Juni  9), 

Hall  ((J  PR). 
S.    Bozen  (Mann  cf  Rgh). 

38  (134)  A.  xanthura  K  (Sch.  XIV.  252.  N.  43;  Sm. 
106.  N.  68). 

N.  Stubai(Juni  9);  Lanserkopf  (Juni  (J)Gfttzens  (Jnni  9). 

auf  Vicia  sepium. 
S.   Bozen  (Mann  cf  Rgh). 

39  (135)  A.  Wilkella  K  (Sch.  XIV.  252.  N.  44.  Sm. 
105.  N.  67).  ViU  (M). 

40  (136)  A.  fuscata  K  (Sch.  XIV.  254.  N.  47;  Sm. 
100.  N.  61). 

N.  Berg    Isel    (Juni    9    (5)    au^   Astragalus'  Onobrychis; 

Stubai  (Juni  9) J   9  viel  zahlreicher. 
S.   Haslach  bei  Bozen.  (Aug.   9    $,  R). 

41  (137)  A.  convexiuscula  K  (Sch.  XIV.  255.  N.  48; 
Sm.  102.  N.  63).  Gfttzens  (M);  Kufetein  (Aug.  9). 
Bozen  (Mann  cf  Rgh). 

42  (138)  A.  Lewinella  K  (Sch.  XIV.  258.  N.  51;  Sm. 
105  N.  66). 

N.  Pnlverthurm  (M);  Zirl  (Juni  9)  auf  Bosa  canina  and 
Berg  Isel  (Juli  9);  Stubai  (Juli  9);  Kitzbiichl  (Aug.  9) 
and  Sewi  Sacharang  bei  Kufetein  (Aug.  9 )  aQ?  &***- 
taurea  Scabiosa. 

S.  NoganS  bei  Trient  (9  DrB)  Stets  nur  9  (pro- 
pinqua  Schck). 

42  (139)  A.  Collinsonana  K  (Sch.  XIV.  260.  N.  55. 
proxima  K;  Sm.  104.  N.  65). 


')  Traanstein  (Aug.   J). 

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—  176  — 

N.  HStting   and  Weiherburg  (Juni  <3)  auf  Potentilla  anse- 

rina;  Kufctein  (Aug.  <3)  auf  Senecio  Jaoobaea. 
S.   Bozen  (9  Pg). 

44  (140)  A.  analis  Panz.  (Sch.  XIV.  261.  N.  57.  ful- 
vicomis  Schck?;  Sm.  95.  N.  54).  Umgebung  von  Inns- 
bruck (9  PH). 

S.  Gries  bei  Bozen  (Aug.  9)- 

45  (141)  A.  ventralis  Imh.  (Isis.  1832.  1206.  N.  17). 
Nauders  ($  Krv). 

46  (142)  A.  lucens  Imh.  (Mitth.  pfw.  ent  Ges.  1866. 
p.  17).  Meran  (PH);  Nogari  (9  DrB). 

47  (143)  A  cyanescens  Ngl.  (Sch.  261.  N.  59).  Tum- 
melplatz  bei  Innsbruck  (M);  Stubai  (Juni  9)- 

48  (144)  A.  potentillae  Klg.  Figgenhof  bei  Inns- 
bruck (M). 

49  (145)  A.  aeniventris  Mor.  Mer^n  (Mor);  auf  Um- 
belliferen;  Bozener  Kalvarienberg  (Aug.  9  Krb). 

50  (146)  A.  nana  K  (Sch.  XIV.  261.  N.  60;  Sm.  97. 
N.  56). 

N.  Hall  ((5PR);  und  Mils  (Aug.  9  $)  auf  TrifdUum 
pratense.  Gries  bei  Bozen  (Aug.  (5). 

51  (147)  A.  parvula  K  (Sch.  XIV.  262.  N.  62;  Sm. 
96.  N.  55).  Wilten,  Dalla  Torrehot  Rothenbrun  im 
Sellrain  (M);  Hottingerbuchl  (Mai  9)  auf  Potentilla 
verna;  Lanserkopfe  (Juni  9)>  Trafoi  (Rgh). 

S.   Klobenstein  bei  Bozen  (Aug.   9  B). 

52  (148)  A.  minutula  K.    Aus  Sfldtirol  (PH). 

27.  Halictus  Ltr  (Hylaeus  Fbr.) 
1  (149)  H.  sexcinctus  Fbr.  (Sch.  XIV.  280.  N.  1). 
Diese  Art,  deren  9  *m  Verhaltnisse  1:  2  zu  den  <5 
stehen,  findet  sich  ziemlich  haufig  vom  Juni  bis  in  den 
Sp&therbst  hinein,  auf  Cynareen,  insbesonders  Carduus, 
Cirsium,  Onopordon. 

Urn  Innsbruck  sehr  h&ufig  (PH;  Sept  9  Krb);  Altrans, 
G5tzens,  Unternberg,  Spitzbtichl  (M);  Ampas,  (Sept  $) 


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—  177  — 

auf  Foeniculum  vulgare;  Berg  Isel  (Aug.  <3)  auf  Cen- 
taurea  scabiosa,  Gonyza  squarrosa;  Absam  (Juli  9)  auf 
Lathyrus  silvestris  a.  s.  w.;  Stubai  (Juni  (J)  and  am 
Sillfoll  bei  Wilten  (Juli  Aug.  $,  9);  Achenthal 
((5  Sch.)  Kufetein  (Aug.  6)  auf  Cirsien  and  Lamiam 
maculatum. 
S.  Brixen  (Juni  9)  auf  Onopordon  acanthium;  Bozen: 
Haslach,  Eisakauen,  Kalvarienberg  (Aug.  9  (5)  Nogare 
(9  DrB). 

2  (150)  H.  scabiosae  Rossi  (Sch.  XIV.  280.  N.  1  sub.) 
S.  Trentino  (<3  DrB);  Riva  (Spt  <3  AKrb). 

3  (151)  H.  quadricinotus  Fbr.  (Sch.  XIV.  280.  N.  2. 

quadristrigatus  Ltr). 

N.  Husslhof,  Weiherburg,  Arzl  (M);  Brennerstrasse  bei 
Innsbruck  (Aug.  Sept  <3  Krb);  GQtzens  (Juli  Aug.  9) 
auf  Cirsien,  Natters  (Sept  (J),  Arzl  (Mai  9)  anf 
Reseda  lutea  und  Campanula  glomerata,  Zirl  (Juli  9) 
Loretto  bei  Hall  (Aug.  9)  Natters  (Sept  $). 

S.   Enneberg  (Aug.  9  P)>  Gries  hei  Bozen  (Aug.  9). 

4  (152)  H.  lugubris  K   (Sch.  XIV.  281.  4.  laevigatas 

K;  Sm.  33.  N.  12).  *) 
N.  Hallerau   und   botanischer  Garten  (M);   Zirl  (Sept  9)» 

Rechenhof  (Juli    9)   auf  Campanula   patula;    Ku&tein 

(Aug-  (5). 
S.   Gries  bei  Bozen  (Sept  9  AKrb). 

5  (153)  H.  sexnotatus  K  (Sch.  XIV.  282.  N.  6*  Sm. 

28.  N.  6). 

N.  Gallwiese,  Volderthal  (M);  botanischer  Garten  (Juni  9) 
auf  Crepis  rubra,  Sistrans  (Juni  9)>  Altrans  (Juni  9) 
auf  Campanula  glomerata,  Arzl  (Mai  9)  auf  Reseda 
lutea,  Hall  (9  PR)  und  Stubai  (Juni  9)  auf  Centaurea 
scabiosa. 

S.    Sigmundskron  bei  Bozen  (Aug.  (5  R). 


l)  Zwischen  Sacharang  and  Bernan  (Aug.   $). 
Ferdinandeumi-Zeitschrift.  12 


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—  178  — 

6  (154)   H.  sexnotatulus  Nyl.  (Sen.  XIV.  282.  N.  6 

sub).  Vdls  and  Baamkirchen  (M). 

7  (155)  H.  costulatas  Krchb.  (Verb.  z.  b.  Ges.  Wien. 

1877,  59.  N.  11.). 

N.  Anger  (Juni  9)  au^  Hieracien;  Ampos  (Sept  (5)  auf 
Foeniculum  officinale;  Kitzbuchl  (Aug.  <3)  auf  Campa- 
nula urticaefolium. 

S.  Brixen  (9  PM)  and  Civezzano  (9  DrB). 

8  (156)  H.  interruptus  Pnz.  (Sch.  XIV.  282.  N.  10; 

29.  N.  29). 
N.  Gallwiese  (M);  Zirl  (Juli  9)  auf  Rosa  pomifera. 
S.   Gries  and  Klobenstein  bei  Bozen  bis  1200™  (Aag.  9  &)• 

9  (157)   H.   leacozonias   K   (Sch.   XIV.  283.  N.   12; 

Sm.  25.  N.  3).  *)  Eine  der  gemeinsten  Arten  dieser 
Gattung,  in  Nord-  and  Sudtirol  gleich  haufig  and  zumeist 
in  Compositenbluthen  sich  aafhaltend.  (5  am  die  Halfte 
zahlreicher. 

N.  Ambras  Husslhot  Ampos,  Volders,  Weiherbarg,  Pulver- 
thurm,  Baamkirchen  (M)  ana  dazu  noch  ein  Dozend 
Fundorte  im  Mittelgebirge  am  Inusbrack  vom  Jani  bis 
September;  ferner  Seefeld,  Achenthal,  Georgenberg, 
Allbach,  Angeth,  Kufetein,  Kitzbuchl  and  am  Plompser- 
joch  bei  1500m  —  in  alien  Alpenblumen.  —  Befruchtet 
im  botanischen  Garten  in  Innsbruck  Hedysarum  ooro- 
natom. 

S.  Brixen  (Juni  6);  Meran  and  Eppan  (PH),  Bozen, 
iiberall  im  Revier  (Aug.  9  (5)  und  Riva  (PH  and 
6  D*). 

var.  nigrotibialis  m. 2)  tibiis  mediis  nigris:  Passberg 
(Aug.  (5)  auf  Salvia  verticillata  andHungerburg  (Sept  <3) 
anf  Glinopodium  vulgare. 


*)  Partenkirch  (Sept  $  ^),  Murnau  (Sept.  $),  Traunstein 
(Aug.  $)  Chiemsee  (Aug.  rf);  Freilassiug  and  Ajgen  bei  Salzburg 
(Aug.  <f). 

*)  Partenkirchen  (Sept.  # ),  auf  Leontodou  autummalii. 


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—  179  — 

10  (158)  H.  major  Nyl.  (Sch.  XIV.  283.  N.  12  sub.). 
Innsbruck  (PH)  —  nicht  selten:  Lans  (Aug.  <3), 
Sistrans  (Juni  <3)  auf  Vicia  sepiuni;  Barhofe  (Juni  9) 
auf  Teucrium  Chamaedrys  und  Veronica  spicata;  Hunger- 
burg  (Sept  (5)  auf  Calamintha  officinalis  und  Umbel- 
liferen,  bes.  Pimpinella  magna. 

11  (159)  H.  zonulus  Sm.  (Sch.  XIV.  283.  N.  13;  Sm. 
26.  N.  4). 

N.  Lans  (M);   Sill  bei   Wilten   (Sept    <$    Krb);   Kufstein 

(Aug.  (5)  auf  Pimpinella  magna. 
S.  Zwischen   Rittnerhorn   und   Bozen  (Sept.    9  fob);   bei 

Gries  und  Klobenstein  (Aug.  (5  R). 

12  (160)  H.  tetrazonius  Klug.  (Sch,  XIV.  284.  N.  16. 
quadricinctus  Fbr.  Sm.  26.  N.  5). 

N.  Kreuth,  Zirl,  Weiherburg,  Arzl  (M);  ferner  Hungerburg, 
Absam  u.  s.  w.  —  iiberall  um  Innsbruck  haufig;  Angeth 
(Aug.  (5)  auf  Pimpinella  magna,  Kitzbiichl  (Aug.  9) 
u.  s.  w.;  ein  Drittel  Mannchen,  2  Drittel  Weibchen. 

S.  Brixen  (Juni  9)»  Enneberg  (Aug.  9  P)-  Bozen  aller- 
orts  (Aug.  9,  (5  Krb.  und  R).  Partschins  (Aug.  9  R). 
var.  picioornis  Krb  (i.  L):  Civezzano  bei  Trient  ((5  DrB) 
var.  nitens  m.  nitens,  dupplo  minor,  specie:  Seefeld 
Sept  9)  auf  Euphorbia  cjrparissias. x) 

13  (161)  H.  rubicundus  Chr  (Sch.  XIV.  284.  N.  17; 
Sm.  23.  N.  1)2) 

N.    Kranebitten   und   Priigelbau   (M);   gegen   den   Pfriemes 

(Aug.   9)>  selten. 
S.    Eisakauen  bei  Bozen   (Aug.    $    Krb.  R)  auf  Melilotus 

albus  und  Brassica. 

14  (162)  H.  macula tus  Sm.  (Sch.  XTV.  284.  N.  18; 
Sm.  29.  N.  8).  Pulverthnrm  bei  Innsbruck  (M)  —  sonst 
nirgends  bisher  beobachtet 


x)  Partenkirch  (Sept.  <f    $)  »uf  Crepis. 

*)  Murnau  und  Tfllz  (Sept.  <f    J)  auf  Cichoriaceen. 


12* 

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—   180  — 

15  (163)  H.  cylindricus  Fbr.  (Sch.  XIV.  284  N.  19; 
Sm.  30.  N.  9).  Eine  im  Herbste  uberaus  gemeine  Art, 
welche  die  Bluthen  der  Cynareen  oft  massenweise  be- 
lagert  Von  den  vielen  nor  einige,  der  interessanteren 
Fundorte: 

N.  Gallwiese,  botanischer  Garten,   Ambras,  Schonberg  (M); 

Hall    (PR)    Georgenberg    (Sept     $)>     Heilig     Wasser 

(Aug.   9)  Taureralpe  (Juli   9),  Seefeld  (Sept  <$)   and 

Plumpserjoch  (Sept   9)- 
ST.Brixen  ($    PM);  Bozen  ($  Pg);  Haslach,  Sigmunds- 

kron,  Eisakauen  (Aug.    (5    9  Kxty  Virgl,  Gries  (Aug. 

(5  R)  Meran  und  Eppan  (PH),  Timplalpe  (Aug.  <3  R) 

Civezzano.  (9   DrB). 

var.  a  Sm.  Seefeld  (Sept   <3)  und  Hall  ($  RR,  Sept 

(5  DT);  Ampass  (Sept  <3),  Achenthal  (Sept  &  Seh); 

Bozen  (($  Pg)  u.  s.  w.  auch  in  Uebergangen  zu  var  (3. 

var  p  Sm.  Zirl,  Gotzers  und  Natters  (Sept  <3);  Ambras 

und   Egerdaeh  (Aug.  Sept    (J),  nicht  selten;   Ku&tein 

(Aug.  (5). 

var  y  Sm.  Brixen  (Juni  (5). 

var.  rhodostoma  m:  mandibulis  rufis:  Nogare  ($  DrB). 

16  (164)  H.  vnlpinusNyl.  (Schck.  XIV.  285.  19.  sub). 
N.  Egerdaeh,  Gallwiese  und  Weiherburg  (M) ;  Zirl,  Ampass, 

UnterschSnberg  u.  s.  w.  (Juli  bis  Sept  (5  und  9) 
sehr  hauflg,  ja  gemein  auf  Cirsien;  Thaureralpe  (Juli  9)» 
Achenthal  (Sept  $)  Kitzbuchl  (Aug.  9). 
S.  Bozen  —  ebenso  verbreitet,  und  zahlreich  (Aug.  Sept 
9,  (5  Krb,  R,  DT),  Partschins  (Aug.  9  R)  Meran 
und  Eppan  (PH);  Civezzano  ($    9  DrB). 


')  Die  Art  urn  ReichenhaU  and  Aigen,  „auf  der  Katxe"  bei  Sali- 
burg,  (Aug.)  sehr  haufig;  rar  p  Sm.  cm  Chiemsee  (Aug  <f)  auf  DoMee 
und  bei  Traunstein  (Aug.  <f);  rar.  y  hoi  Bernau,  Traunstein  und 
Sacharang  (Aug.  <?);  ebenso  haufig  die  Art,  sowie  die  var  a,  and  JL 
im  Bstlichen  Theile  der  Scbweiz  insbesondere  urn  Zurich  und  am  Etxel: 
auch  in  Karnthen  —  nm  VUlach  u.  s.  w.  —  Bernau  am  Qriemse* 
und  Traunstein  (Aug.   ef  ). 


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—  181   — 

var.  nigritarsis  Krb  (i.  1.).  Hall  (Sept.  <$)  auf  Hieracien 
Matrei  and  Berg  Isel  (Juli  (5). 

var.  nigroclypeata  in.  clypeo  toto  nigro.  Amposs  (Sept.  <3) 
auf  Foeniculum  vulgaris;  Kufetein,  Mariastein  (Aug.  (3) 
Kitzbiichl  (Sept  (5);  Brixen  (Juni  $). 

17  (165).  H.  albipes  Pbr.  (Schck.  286.  N.  21;  Sm. 
32.  N.  10). 

N.  Husslhof  (M);  H5ttingerbuchl  (Mai  9),  auf  Stellaria 
media,  Potentilla  verna,  Ranunculus  acris  und  Laniium 
purpureum;  botan.  Garten  (Juli  9)*  auf  Umbelliferen, 
Passberg  (Aug.  9)  au^  Stachys  recta,  Rinn,  Volderthal, 
Patsch  (Juli  5)  I  Zirl  (Juli  9)  auf  RQ8a  pomifera, 
Gdtzens  (Sept.  9  (5)5  Arzler  Bahndamm  (Aug.  9) 
auf  Picris  hieracioidqs;  Hall  (Sept  (5)  ebenso;  Georgen- 
berg  (Sept  <3)  auf  Solidago  virga  —  aurea,  Kufetein 
(Aug.   9)'   9   stets  1®  mal  haufiger  als   9- 

S.  Bozen  (PG);  Gries,  Haslach,  Klobenstein,  (Aug.  9  (5  R) 
Enneberg  (<3  P)  Joch  Grimm  (PG),  Nogari  und 
Civezzano  (9   DrB). 

var.  a  Sm.  Seefeld.  (Sept  <3)  auf  Gentaurea  jacea. 
var.   p   Sm.   Ampas  (Sept.  <3)  auf  Foeniculum  vulgare 

18  (166)  H.  flavicornis  K  Joch  Grimm  (PG). 

19  (167)  H.  clypearis  Schck.  Bozen  (Mor  Btg). 

20  (168)  H.  porcus  Mor.  Meran  (Mor  Btg). 

21  (169)  H.  villosulus  K  (Sch.  XIV.  289.  N.  28).  *) 
Ueberall  ziemlich  haufig,  besonders  die   9- 

N.  Gasometerwiese  bei  Innsbruck  (Spt  9)>  G5tzens(Juli  9) 
auf  Cirsien;  Altrans  (Juni  9);  Rechenhofc  Thaureralpe 
(Juli  9),  Kufetein  (Aug.   9), 

S.  Bozen,  Gries,  Virgl,  Talferbrflcke,  Tscheipenthurm,  Has- 
lach, (Aug.  9  (5  DT.  R)  St  Leonhard  im  Passeier 
(Aug.   9  R)  und  Meran.  (PH). 

22  (170)  H.  minutus  K  (Sch.  XIV.  289.  N.  29.  30; 
Sm.  42.  N.  23). 


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—  182  — 

N.  GStzens  (Juli  9    (5)  aa^  Hieracium  pilosellae. 

S.   Bozen,  Gries  (Aug.   9)  un<*  Partschios  (Aug.   9   R)« 

23  (171)  H.  pusillus  Schck.  (Sch.  XIV.  289.  N.  39 
sub.)  Gries  und  Tscheiperthurm  bei  Bozen  (Sept   9X 

24  (172)   H.   nitidus  Schck.   (Sch.  XIV.  290.  N.  31). 
N.   GStzens  (Aug.   9)  au^  Compositen. 

S.    Gries  bei  Bozen  und  Zielalpe  (Aug.   9  R)- 

25  (173)  H.  fulvicornis  K.  (Sch.  XIV.  395;  Sm. 
41.  N.  22). 

N.  Ampass  (Sept.  <3)  auf  Cirsien;  Seefeld  (Sept  <3) 
Hinterriss  (Sept.  (5)  auf  Petroseliuui  sativum  und 
Plumserjoch  (Sept  (J)  auf  Crepis  aurea. 

26  (174)  H.  minutulus  Schck.  (Sch.  XIV.  290.  N.  33> 
S.   Klobenstein,     Gries     und    Tscheipenthurm    bei     Bozen, 

(Sept.  (5  R)- 

27  (175)  H.  flavitarsis  Schck.  (Sch.  XIV.  291  N.  34> 
Sigmundskron  bei  Bozen  (Aug.  $  R). 

28  (176)  H.  politus  Schck.  (Sch.  XIV.  292.  N.  39). 
Gries  bei  Bozen.  (Aug.  <3  R). 

29  (177)  H.  glabriusculus  Mor.  Meran  (Mor  Btg). 

30  (178)  H.  griseolus  Mor.  Meran  ($    9  Mor). 

31  (179)  pygmaeus  Schck.  (Sch.  XIV.  293.  N.  42). !) 
Haslach  und  Gries  bei  Bozen  (Aug.   (5  R). 

32  (180)   H.   nanulus  Schck.  (Sch.  XIV.  293.  N.  43). 
N.  H5tting  (Mai  <3)  auf  Potentilla  verna.  \ 
S.   Gries  bei  Bozen  und  Talferbriicke  (Sept  <3  R)- 

32  (181)  H.  flavipes  (Fbr.)  K.  Sm.  (Sch.  XIV.  294. 
N.  45;  Sm.  34  N.  13). 2)  Berg  Isel,  Axams,  Weiher- 
burg  (M);  Gtttzens  (Sept  (5)  anf  Crepis.  Haslach  und 
Rittnerhorn  bei  Bozen  (Sept.  $  Krb.)  Gries  Kloben- 
stein und  Talferbriicke  (Aug.  9  (5)  Meran  und  Eppan 
(PH).  Ueberall  die  <3  nngleich  seltener  als  die  9- 
var:  (an  spec?)  tumulorum  L.  Seefeld.  (Sept  9)- 


')  Traunstein  (Aug.   <f ). 

*)  FreUassing  bei  Salzburg  (Aug.  tf)  auf  Symphoricarpus  racemosus. 


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—  183  — 

34  (182)  H.  subauratus  Rossi  (Sch.  XIV.  294.  N.  46 
fesciatus  Nyl;  Sm.  36.  N.  14.  gramineus  Sm).  Husslhof 
(M)  Amposs  (Sept.  9)>  au^  Astern;  Patsch  and  Igels 
(Juli  9)»  botan.  Garten  (Mai  9)  auf  Lamium  purpu- 
reum;  Zirl  (Juli  9)  auf  ^osa  pomifera;  Kitzbuchl 
(Aug.   9). 

S.  Bozen  (PG);  Gries,  Tscheipenthurm,  TalferbrQcke.  (Sept 
6    (5)  Klobenstein  (Sept  $  R),  Nogari  (9  DrB.) 

35  (183)  H.  Smeathmanellus  K  (Sch.  XIV.  294. 
N.  47;  Sm.  36  N.  15).  0 

N.  Botan.  Garten  (M).  Gfltzens  (Aug.  9)  Patsch  (Juli  9) 
auf  Umbelliferen;  Arzl  Bahndamm  (Aug.  9)  auf  Hiera- 
cien;  Weiherhurg,  Hftttingerbflchl  und  Miihlau  (Mai 
9  <5)  auf  Lamium  purpureum,  und  Ranunculus  acris 
und  Prunus  spindsa;  Zirl  und  Kranebitten  (Juli  9  (5)> 
Hall  (Juni  9)»  Georgenberg  (Sept  9)  auf  Phlox  pani- 
culata;  Mariastein  (Aug.   9)- 

S,   Enneberg  (Sept.   Q);   Bozen,  Tscheipenthurm  und  Gries 
(Aug.   9    (5);  Partschins  (Aug.   9   R),  Meran  (PH). 
var:    alpigena    m.    segmentorum    fasciis    quasi    detritis, 
thorace   cyanescenti   aeneo;    statura    corporis  gracillima. 
Plumpserjoch  (Sept   9  un(*  (5)  auf  C^P*8  aurea. 

36  (184)  H.  morio  Fbr.  (Sch.  XIV.  295.  N.  48;  Sm. 
38.  N.  17).  2) 

N.  Gallwiese,  Oberperfuss,  Pulverthunn,  Hungerburg,  Ambras, 
Tulfes,  Birgitz  (M);  GBtzens  (Juli.  Sept  9);  Amposs 
(Sept.  (5);  Kranebitten  und  Zirl  (Juli  9  (5)  auf  Hera- 
cleum  spondylium;  Arzler  Bahndamm  (Aug.  9)  auf 
Gichoriaceen ;  Brenner  (Juli  9)  auf  Girsien. 

S.  Gries  und  Talferbriicke  bei  Bozen  (Aug.  Sept  9  $  R.) 
Rovereto  (PH).  —  Ueberall  die  9  ™\  zahlreicher 
als  (J. 


*)  Murnau  (Sept.   J). 

*)  Freilassung     (Aug.     $)    auf  Symphoricarptw    racemosus    sehr 
zahlreich. 


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—  184  — 

var.  basalis  m.  primo  antennaram  articulo  toto,  secundo 
subtus  flavor  Grdtzens  (Sept,   9)- 

37  (185)  H.  leucopus  K  (Sch.  XIV.  295.  N.  49;  Sm. 
39.  N.  18). 

N.  Paschberg  (Aug.  9);  Eupatoriam  cannabinum;  Hall 
(9  PR);  Kufstein,  Sevi  (Aug.  <3)  auf  Centanroa 
Scabiosa. 

S.   Gries  bei  Bozen  (Aug.   9  B). 

38  (186)  H.  aeratus  K  (Sch.  XIV.  295.  N.  49  sub; 
Sm.  37.  N.  16).  Nogari  bei  Trient  (9  DrB). 

28.  Nomia  Ltr. 

1  (187)  N,  diversipes  Latr.  (Ent  Ztg.  Stett  XXXIL 
304.  N.  5).  Siidtirol  (Grst.  Bozen  Mann  cf  Rgh):  Has- 
lach  (Aug.  9   Krb  R);  Meran  (PH). 

29.  CoUetes  ltr. 

1  (188)   C.  suooincta  L  (Sch.   XTV.  300.  N.  2;   Sm. 

3.  N.  1).  Natters  (Sept  9)  auf  Callunna  vulgaris 
S.   Gries  bei  Bozen  (Sept   9  Krb):  Tirol  gegen  St  Leon- 
hard  (Sept   9)  und  Rabenstein  (Spt  $  R). 

2  (189)   C.   marginata  L   (Sch.  XIV.  300.  N.  3;  Sm. 

5.  N.  3)  Bozen  (Mann):   Tscheipenthurm  (Spt  (J  R); 
Condino  (ZUM). 

3  (190)  G.  alpinus  Mor  Franzensh5he  (Mor  Btg). 

4  (191)  C.  Davie sana  Sm.  Trafoi  (Rgh). 

5  (192)   C.  balteata  Nyl.  (Sch.  XIV.  301.  N.  6.)  Sig- 

mundskron  (Spt   9  R)- 

6  (193)  G  floralis  Ev.  Bozen  (Mann  cf  Rgh). 

30.  Spheeodes  ltr. 

1  (194)  Sph.  fuscipennis  Grm.  (Sch.  XIV.  306.  N.  1: 

Sm.  20.  N.  5). 
N.  Mflhlau,  G5tzens  und  Berg  Isel  (M)  Altrans  (Juli  9> 

Weiherburg  (Spt   9)  auf  Laserpitium;  Stubai  (Spt  (J) 


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—  185  — 

Mils    (Juli     (5),    Fiecht     (Juni     9)     auf    Tenormin 
montanum. 
S.  Brixen  (9  PM);  Meran  (PH). 

var.  (an  spec?)  basalis  m.  segmento  tertio  partim,  quarto 
toto  nigro:  Trentino;  Civezzano  (9  DrB)* 

2  (195)  Sph.  gibbus  L.   (Sch.  XIV.   206.  N.  2;   Sm. 

16.  N.  1). 
N.  Igels,   Mahlau,   Pulverthunn   (M);    Patsch   und   Stubai 

(Juni  (5)  auf  Sambucus   ebulus;    Lazing   (Juli    (5)   auf 
'    Leontodon  biennis. 
S.   Meran   und  Eppan    (PH)   Klobenstein    (Spt    $)    und 

Partschins  (Aug.  <3  R). 

3  (196)  Sph.  rufesoens  Fourcr.  (Sch.  XTV.  206.  N.  3. 

Sm.  17.  N.  2).  Thauer,  HSttingerau  (M(;  Breitbflohl  bei 
Mflhlau  (Mftrz  9)  auf  Weiden;  Berg  Isel  (Juni  9)  auf 
Astragalus  onobrychis. 

4  (197)    Sph.    subquadratus    Sm.    (Soh.    XIV.    307. 

N.  4;  Sm.  18.  N.  3).  Prflgelbau  und  Gallviese  (M); 
Hall  (9  PR). 

5  (198)  Sph.  subovalis  Schok.  (Sch.  XTV.  307  N.  6> 

Gries  bei  Bozen.  (Aug.  <3  R). 

6  (199)  Sph.  ephippia  L.  (Sch.  XIV.  308.  N.   7;   Sm. 

19.  N.  4). «) 
N.  HBttingerau,  Mutters,  Gallwiese,  Egerdach  (M) ;  Thaurer- 

alpe  (Juli  9)  a<rf  Gallunna  vulgaris. 
S.   Eisakufer  bei  Bozen.  (Aug.  <3  R). 

31.  Prosopls  Fbr.  (Hylaens  Fbr.  Frst). 

1  (200)  P.  variegata  Fbr.  (Sch.  XIV.  318.  N.  1;  Frst 

887.  N.  1). 
S.   Haslach,  Bozner  Kalvarienberg  (Aug.   9   <3  £**>) »  Gries 

und   Tscheipenthurm    (Spt    9    r$    DT.   R);    Sarnthal 

(Aug.  9    Krb);   Rovereto  (PH),  Nogari  (9  DrB.).  — 

9  viel  h&ufiger. 


')  Bernaa  zum  Chiemsee  (Aug.  <f )  sehr  kleine  Exempl. 


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-  186  - 

2  (201)    P.    glacialis  Mor.  Franzensli5he  —  nahe  am 

Gletscher   (Mor  Btg.) 

3  (202)   P.     borealis    NyL    Brennerbad    und    Franzens- 

h&he  (Mor). 

4  (203)  P.  subfasoiata  Schck.  (Sch.  XXI.  321;  Frst 

912.  N.   12).  Bozen  (9  PG). 

5  (204)  P.    Smithii  Frst   (Frst  914.  N.  13).  Telfe  im 

Oberinnthale  ($  Frst). 

6  (205)   P.    atrata    (Fbr.)    Frst.    Frst.    919.    N.    14. 

nigritus  Fbr). 
N.  Weiherburg     (M);    botan.    Garten    (Juli)    auf   Spiraea 

Aruncus. 
S.   Enneberg      (Spt.     <$     P)#>     Boi&n     (c5     PG);     Gries 

(Aug.  9  R). 

7  (206)  P.  annulata   L.   (Sch.   321.   N.    14.  communis 

Nyl;  Frst  921.  N.  15). 

N.  Pulverthurm  (M)  botan.  Garten  (Juni  $  <3)  auf 
Chaerophyllum  aurenm  etc.  Spiraea  aruncus,  Crepis  rubra; 
H5ttingerbiichl  (Mai  9)  Lamium  purpureum,  Potentilla 
verna  und  Carum  carvi;   Gotzens  und  Patsch  (Juli   9)- 

S.   Bozen:    Tscheipenthurm,     Gries     und    Talferufer    (Aug. 
Spt  (5    9   R  und  DT);  Rovereto  (PH). 
var.   tristis   m.  antennis  totis  nigris.  Botanischer  Garten 
(Juli    9)    auf  Crepis  rubra;   Gries  und  Tscheipenthurm 
bei  Bozen  (Aug.  Spt   9)  au^  Umbelliferen. 

8  (207)   P.    sinuata   Schck.   (Sch.   XIV.,  320.   N.  11; 

Frst  929.  N.  16). 
N.   Rum  und  Husslhof  (M);  Zirl  (Juli  (5)  auf  Rosa  pomi- 

fera;  Telfe  ($  Frst). 
S.   Gries   und  Tscheipenthurm  bei  Bozen  (Sept  9    (5  *Q» 

9  (208)   P.  angustata  Schck.  (Sch.  XIV.  321.  N.  12 

Frst  935.  N.  19). 
S.    Gries  bei  Bozen  (Aug.  (J). 

10  (209)  P.  Gredleri  Frst.  (Frst  944.  N.  24).  Telfe  im 
Qberinnthale  (^    9  Frst), 


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—    187    — 

11  (210)  P.  brevicornis  NyL  (Sch.  XIV.  321.  N.  13; 
Frst.  947.  N.  26).  Zirl  (Juli  $),  Telfs  ($  Frst).  Gries 
und  Tscheipenthurm  bei  Bozen.  (Aug.  Spt  (J    9  R)« 

12  (211)  P.  ambigna  Frst  (Frst  950.  N.  28). 

N.  Miihlauer  Badhaus   (Juli    (J)  auf  Umbelliferen;   Angeth 

bei  Kufstein  (Aug.  $)  ebenso. 
S.   Nogar6  und  Civezzano  im  Trentino  (<3  DrB). 

13  (212)  P.  confusa  Nyl.  (Sch.  XIV.  318.  N.  4.  frst 
957.  N.  31).  Mutters,  botanischer  Garten.  (M).  Stubai 
(Juni  9). 

S.  Tscheipenthurm,  Gries,  Klobenstein.  Virgl.  St  Leonhard, 
Haslach  (Aug.  9  R,  DT). 
var.  5  Frst  Stubai  (Juni  9)  auf  Scabiosen. 

14  (213)  P.  hyalinata  Sm.  (Sch.  XIV.  319.  N.  8.  armil- 
lata  Nyl;  Frst  963.  N.  33). 

N.  Stubai    (Juni    (J)    auf    Globularia    vulgaris;    Seefeld 

(Jnli  (5). 
S.   Gries  und  Tscheipenthurm  bei  Bozen  (Aug.  Spt  9   (5 

R.  DT).  Rovereto  (P.H).  <$  viel  zahlreicher,  als  9. 

var.   lugubris   m.  autennis  totis  nigris.  Gries  bei  Bozen. 

(Aug.  9). 

15  (214)  P.  decipiens  Frst.  Meran  und  Lugano 
(Mor  Btg). 

16  (215)  P.  insignis  Frst.  Seisseralpe  bei  Bozen 
(Frst). 

17  (216)  P.  corvinus  Frst.  Telfs  (Frst). 

18  (217)  P.  tirolensis  Frst  Telfs  (Juni  9  Frst). 

19  (218)  P.  bipunctata  Fbr.  (Sch.  XIV.  318.  N.  3. 
signata  Pnz;  Frst.  1028.  N.  64).  Nicht  selten,  besonders 
die  (5-  Patsch.  (M);  botanischer  Garten  (Juni  Juli  (5) 
auf  Euphorbia  esula,  Spiraea  aruncus,  Anchusa  paniculata; 
Stubai  (Juni   9    (5)  Aohenthal  ((5  Sch). 

S.   Bozen  (<3  PG),  Rovereto  (PH). 

20  (219)  P.  ooulatus  Frst:  Telfe  (9  Frsr). 

21  (220)  P.  distans  Ev.  Prad^ralpe  gegen  Stilfe 
(Mor  Btg). 


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—   188  — 

22  (221)  P.  alpina  Mor.  Brennerbad,  FmnzenshBhe  and 
Trafoi  (Mor  Btg). 

23  (222)  P.  nivalis  Mor.  Franzensh5he  (Mor  Btg). 

24  (223)  P.  Kerschbaumi  Frst.  (Sch.  XIV.  N.  6 
mixta,  Schck;  Frst.  1081.  N.  9).  Gries  bei  Bozen 
(Aug.    c5). 

32.  Megachile  Ltr 

1  (224)  M.  lagopoda  L.  (Sch.  XIV.  328.  N.  1). 
N.  Bonn  (M) ;  Kufstein  (Aug.  (3)  auf  CSrsien. 

S.   Eisakauen  (Aug.  $)   und  Sarkathal  (Sept   9  Krb). 

2  (225)   M.   maritima    K.   (Sch.   XIV.  329.  N.  2;  Sm. 

182.  N.  9). 
N.   Stams,     Miihlau,     Ambras     (M);      botanischer    Garten 

(Juli  (5)  auf  Hedysarum  coronatum  zahlreioh. 
S.    Gnes  bei   Bozen    (Aug.    $    R);    Sarnthal    (Aug.    $ 

AKrb);  Torzegno  und  Nogar6  ($  DrB). 

3  (226)   M.   Willughbiella   K.   (Sch.  XIV.  329  N.  3; 

Sm.  181.  N.  8). 
N.   Gallwiese    (M);   botan.   Garten   (Juni    9)  mit  voriger; 

Kufetein  (Aug.   9)  auf  Cirsien. 
S.    Gries,  Tscheipenthurm,   Virgl    und    Talferbrftcke    (Aug. 

9  R.  DT). 

4  (227)   M.   erioetorum  Lep.   (Sch,   XIV,   329.  N.  5 

fesciata  Sm). 

N.  Weiherburg  (M);  botan.  Garten  (Juni  <3)  auf  Hedy- 
sarum coronatum;  Stubai  (Juni  (5)  auf  Brunella  vulgaris; 
Achenthal  (Aug.  <3  Sch.)  und  Kitzbflchl  (Aug.  $)  auf 
CSrsien. 

S.   Bozen  (<$  PG):  Haslach  (Aug.  (5  R). 

5  (228)   M.   ligniseca  K.   (Sch.   XIV.  329.  N.  6;   Sm. 

176.  N.   2).   Gotzens   (Juli    $)>   Kufetein   gegen    Sewi 
(Aug.  (5)  auf  CSrsium  palustre. 
S.    Tscheipenthurm  bei  Bozen.  (Sept.  $). 


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—   189  — 

6  (229)   M.   circumcincta   K.    (Sch.  [XIV.  330.  N.  7). 

Natters  und  Oberperfuss  (M);  Kranebitter-Klamm  (Juni 
(5  V.)  Meran  (PH);  Trafoi  —  Stilfeerstrasse  (Juli  Rgh). 

7  (230)  M.  ursula  Grst.    (Ent  Ztg.  Stett  XXX.  355. 

N.  1). 
N.  N.  St  Peter  iin  Sillthale  bci  1120™.  (M);  hi.  Wasscr 

(Juli  (5)  auf  Trifolium  rubens  und  alpestre. 
S.  Nogare  ((J  DrB). 

8  (231)  M.  Dufouri  Lep. 

S.  Urn  Bozen  (9  DrK  und  P.G.);  Virgl  (Aug.  9  R), 
St  Leonhard   —   Rabenstein   und   Zielalpe.   (Aug.    9 

.  6  R). 

9  (232)  M.  centuncularis  L.  (Sch.  330.  N.  9;  Sm.  174. 

N.  1). 
N.  Berg  Isel  (M);  Stubai  (Juni   9). 
S.   Eppan  (PH). 

10  (233)  M.  hymenaea  Grst.  (Ent  Ztg.  Stett  XXX. 
356.  N.  2).  Bozen:  Kalvarienberg  (Aug.  9  A.LKrb); 
Haslach  und  Eisakauen.  Virgl  (Sept  9  (5  R)>  Sarn" 
thai  (Aug.  9  &rt>)>  Meran  (Grst  lc)  auf  Gentaurea 
paniculata. 

11  (234)  M.  versicolor  Sm.  (Sch.  331.  N.  10,  octosig- 
nata  Nyl;  Sm.  177.  N.  3).  Botan.  Garten  (M).  Toroegno 
(6  DrB). 

12  (235)  M.  argentata  Fbr.  (Sch.  331.  N.  11;  Sm. 
176.  N.  6).  Brixen  ($  PM);  Bozen:  Gries,  Tscheipen- 
thurm  (Sept  (J  9  B.  DT);  Sarkathal  (Spt  9  Krb): 
Loppio  See  (Spt  9  AKrb.) 

13  (236)  M.  imbecilla  Grst  (Ent  Ztg.  Stett  XXX. 
359.  N.  4).  Seefeld  gegen  Mittewald  (Juli  9)  auf  Cir- 
sium  palustre,  Haslach  bei  Bozen.  (Aug.  (5  R). 

14  (237)  M.  nigriventris  Schck.  (Sch.  XXI.  324). 
Tirol  (Schck):  Gallwiese  (Juni  (5)  und  GOtzens  bei 
Innsbruck  (Aug.  (5). 

15  (238)  M.  anal  is  Nyl.  FranzenshShe  (Mor  Btg;  Rgh). 


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—   190   — 

33.  Ghalicodoma  Lep. 

1  (239)    Ch.   atra   Scjhtfk  (Sch.  XXI.  325.  muraria  L). 

Lans,  Hungerburg,  Muhlau,  Thaur,  Rinn,  Vill,  Sch5n- 
berg,  Gotzens,  Garberbach  (M);  botanischer  Garten 
(Jali  9)  auf  Anchusa  paniculata;  Beig  Isel  (Jam, 
Juli  (5  9)  auf  Astragalus  Onobrychis;  Ampos  (Juli  $) 
auf  Stachys  germanica;  Hall  ( 9  DR),  uberall  die  9 
ungleich  zahlreicher;  Georgenberg  bei  Schwaz  (Sept  9). 
S.  Brixen  (c5  PM)  Bozen  (9  PG),  Gries  (Aug.  9  R), 
Meran  ($  9  pH),  CSvezzano  ($)  nnd  Toroegno 
(9  DrB)  —  Iiberall  mit  rothen  Sammelhaaren,  welche 
gegen  den  schwarzen  Pelz  auffallend  schdn  abstechen. 
(mesopyrrha  Krb.  i.  1.) 

2  (240)   Ch.   Lefebvrei  (Lep.)    Grst   (Ent  Ztg.   Stett. 

XXX.  p  365.  N.  3).  Torcegno  (9  DrB). 

3  (241)  Ch.  pyrenaica  Lep.  (Lep.  n.  336.   1841;   sea 

typ.    Sicheli);    (Ent    Ztg.    Stett    XXX.    366.    N.   4 

pyrrhopeza  Grst). 
N.   Gdtzens   (Juli    9)    auf  Trifolium   pratense;    Judenstein 

(Juli  9)  auf  Campanula  persicifolia. 
S.   Bozen  (Rgh). 

var.  (an  spec?)  Trafoi  (Mor  Btg);  Brennerbad  (9  Juli), 

4  (242)   Ch.   manicata  Gir  (Verh.  z.  b.  Ges.  XL  463; 

Ent  Ztg.  Stett  XXX.  367.  N.  5). 
N.  Berg  Isel   (Juni    9)   auf  Astragalus  Onobrychis;  Mils 
(Juli   9)  a**f  Thymus  serpyllum. 

5  (243)  Ch.  sicula  (Lep)  Grst  (Ent.  Ztg.  Stett  XXX. 

367.  N.  6). 
S.    Meran  (ZUM). 

34.  Trachusa  Jar. 

1  (244)  T.  serratulae  Pnz  (Sch.  XIV.  331.  N.  12). 
N.   Sprengerkreuz  (M)  und  Friedhof  bei  Innsbruck  (Juni  9); 

Glookner  (Mann  cf  Rgh). 
S.   Haslach  bei  Bozen  (Aug.  <3) 


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—  191  — 

36.  Osmia  Pnz. 

1  (245)  0.  cornuta  Ltr.  (Sch.  XIV.  338.  N.  1). 

N.  Weiherburg,  Kerschbuchhof,  Natters,  Rinn,  Gallwiese 
(M);  botanischer  Garten  (Mai  (5)  auf  Weiden;  Mtthlau 
(14.  M&rz  9);  auch  dorchs  Fenster  in's  Zimmer  geflo- 
gen  (April  9);  Berg  Isel  (Juni  $)  auf  Astragalus 
Onobrychis;  Achenthal  (Aug.  9  Sch);  Hall  ($  PR); 
Kitzbftchl  (Aug.  9). 

S.  Meran,  Rovereto  (PH);  Trient  (9),  Civezzano  ($  DrB). 
Ueberall  die  (J  viel  zahlreicher,  als  die  9- 

2  (246)   0.   fronticornis  Pnz   (Sch.  XIV.  338.  N.  2 

sub).  Meran  und  Rovereto  (PH). 

3  (247)   0.  rufa  L.  (Sch.   XIV.   338.  N.  2  bicornis  L; 

Sin.  162.  N.  1), 

N.  Laos,  Arzl.  Pulverthurm  (M);  Hotting,  Kranebitten 
(Mai  9)  &uf  Anchusa  officinalis;  botanischer  Garten 
(Mai,  Juni    9)   auf  Anchusa  paniculata;  Wattens  (M). 

S.  Bozen.  ($  PG)  Civezzano  ($  DrB). 

4  (248)   0.   tricornis  Latr.   (Sch.   XIV.  338.  2  sub. 

Rovereto  (PH). 
6  (249)  0.  fusca  Chr.  (Sch.  XIV.  338.  N.  3  bicolor 
Schrk;  Sin.  164.  N.  3).  HSttingerau,  Reit,  Telfes, 
Ambras  (M);  Berg  Isel  (Juni,  Juli  9)  h&ufig  auf 
Astragalus  Onobrychis;  Zirl  (Sept  $);  Volderthal 
(Juni  (5)  auf  Laminin  album;  Hdtting  (Mai  (J,  9) 
auf  Potentilla  verna,  Achenthal  (Aug.  9  Sch); 
Stubai  (Juni  9). 

6  (250)  0.  aurulenta  Pnz  (Sch.  XTV.  338.  N.  4;  Sm. 

163.  N.  2). 
N.   Innsbruck   (PH);   Berg  Isel   (Juni,  Juli  9)  ^^  »U- 

reich  auf  Astragalus  Onobrychis;  HStting  (Mai  (J)  und 

Miihlau  (Juli  6)  auf  Umbelliferen. 
S.    Trient  und  Toroegno  (9  DrB). 

7  (251)   0.  fulviventris   (Pnz)   Fbr.  (Sch.  XIV.  338. 

N.  5;  Sin.  168.  N.  7). 


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—   192  — 

N.  Gallwiese,  Kematen,  Egerdach,  Laos,  Gnadenwald, 
Absain,  Kranebitten,  Unterpettnau.  (M);  botanischer 
Garten  (Juli  9)  auf  Umbelliferen;  PaLsch  and  Gfttzens 
(Juli,  Aug.  9);  Achenthal  (Aug,  9);  Kufctein— Sewi 
(Aug.   9)  auf  Disteln  sehr  zahlreich. 

S.  Brixen  (Juni  £);  Bozen:  Haslach,  Sigmundskron  (Aug, 
9  DT,  R)t  St.  Leonhard  Rabenstein  (Aug.  9  R); 
Meran  (PH);  Torcegno  und  Nogar6  (9  DrB). 

8  (252)  0.  Panzeri  Mor.  Meran  (PJL)j 

9  (253)  0  confusa  Mor.  Trafoi  auf  Cirsium  acanthoides, 

FranzenshShe  und    Braderalpe   (9    3    Mor,  Rgh.)  aof 
Cirsium  spinosissimum;  Brenner  (4.  Juli  9)  ebenso. 

10  (254)  0.  aenea  L.  (Sch.  XIV.  339.  N.  6;  Sm.  179. 
N.  9). 

N.  Oberperfuss,  Hall,  Kerschbachhof  (M);  Kranebitten 
(Mai  9)  auf  Anchusa  officinalis;  Zirl  (Juli  9);  Weiher- 
burg  (Mai  (J)  auf  Ranunculus  acris. 

S.  Bozen  ($  9  PG);  Eppan  (PH);  Meran  (Aug.  9  Grst) 
Rovereto  (PH). 

11  (255)  0,  aterriina  Mor.  Meran  (Mor  Btg). 

12  (256)  0.  xanthomelaena  K  (Sch.  XIV.  339.  N.7; 
Sm.  165.  N.  4).  Aldrans  (M);  botan.  Garten  (Juli  9) 
auf  Lamium  album. 

13  (257)   0.  oorticalis  Grst  FranzenshShe  (Mor  Btg). 

14  (258)  0.  vulpecula  Grst.  (Ent  Ztg.  Stett  XXX. 
335.  N.  4).  Enneberg  (Sept  9  P);  SeissenUpe  bri 
Bozen  (9  PG). 

15  (249)  O.  laevifrons  Mor.  Meran  (Mor  Btg):  kleiner 
als  anderwarts. 

16  (260)  O.  spinulosa  K  (Sch.  XTV.  340.  N.  8;  Sm. 
169.  N.  8).  Unterberg  (Aug.  $)  auf  Centaurea  sea- 
biosa;  Zirl  (Juli  $). 

17  (261)  O.  leucomelaena  Schck.  (Sch.  XIV.  340. 
N.  9;  Sm.  171.  N.  10).  Gries  (Aug.  <J  9  R)  and 
Sigmundskron  (Sept   $  R)  bei  Bozen. 


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—  193  — 

18  (262)  0.  tuberculata  Nyl.  Im  Gebirge  nicht  selten; 
nisten  in  alten  Baumstriinken;  Franzenshohe  and  Prader- 
alpe  (Mor  Btg). 

19  (263)  0.  adunca  Pnz.  (Sch.  XIV.  N,  11).  Mieders 
(M);  Altrans  (Juni  9)  auf  Campanula  glomerata.  Bozen: 
Haslach  (Aug.  £  9  R);  Zielalpe  (Spt.  9  R);  Riva 
(9   DrB). 

20  (264)  0.  platycera  Grst  (Sch.  XIV.  330.  N.  8. 
M.  villosa  Schck.)  Kufstein  Sewi  (Aug.  9)  auf  Cirsien. 
Trafoi,  Braderalpe  und  FranzenshShe  (Mor  Btg). 

21  (265)  O.loti  Mor.  (Morawitzi Grst.) FranzenshShe  (Mor). 

22  (266)  0.  rufohirta  Ltr.  (Sch.  XXI.  330.  N.  9). 
Torcegno  ($  DrB). 

23  (267)  0.  montivaga  Mor.  Trafoi,  Breitlauenalpe, 
Ober-Engadin  (Mor)  auf  Campanula. 

24  (268)  0.  caementaria  Grst  (Ent  Ztg.  Stett  XXX. 
339.  N.  7;  Sch.  XIV.  342.  N.  12.  Spinolae  (Lep) 
Schck).  Berg  Isel  (Juni  9)  Astragalus  Onobryohis; 
einzeln.  Bozen  und  St.  Leonhard.  (Spt  9  R)- 

25  (269)  0.  cylindrica  Gir.  Botanischer  Garten,  Absam, 
Gallwiese  (M). 

36.  Anthidinm  Fbr. 

1  (270)  A.  manicatum  L  (Sch.  XIV.  246.  N.  1;  Sm. 
185.  N.  1).  Sellrain  (M);  Paschberg  (Aug.  $)  auf 
Stachys  recta;  Botan.  Garten  (Juli  $  9);  Anger 
(Juni  9)>  Amposs  (Spt.  9);  Miihlau  (Juni  (J);  Fiecht 
(Juli  9)  au^  Clinopodium. 

S.  Bozen:  Gries  Tscheipenthurm  (Aug.  $  9  DT);  Virgl 
Talferbrucke  (Aug.  Q  (J  R);  iiberalll  $  vielmals 
zahlreicher. 

var.  meridionalis   Krb  (i.  1.)  Bozen:   Gries  und  Tschei- 
penthurm (Aug.  9)  —  nebst  Uebergangen  zur  Art 
var.  nigrithorax  m:  thorace  nigro;  Anger  (Juni  9)  und 
Ampos  (Sept  9)  l>ei  Innsbrnck. 

FerdinandeumB-Zeitechrift.  13 


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—  194  - 

2  (271)  A.  oblongatum  Ltr.  (Sob.  XIV.  346.  N.  2). 

Weiherburg  (M);  Stubai  (Juni  <3),  Achenthal  (Aug. 
(5  9  Sch.)  Haslach  (Aug.  $  Krb.);  Meran  (PH)  und 
Noga£  (9  DrB) 

3  (272)  A.  strigatum  Ltr.  (Sch.  XIV.  346.  N.  3  . 

N.  Pulverthurm,  Altrans  (M);  Georgenberg  (Sept.   9)  au* 

Phlox  panicalata;  Stubai  (Juni  9)* 
S.   Meran  (Schck). 

4  (273)  A.  annulare  Schck.  (Sch.  XXI.   334.  N.  4). 

Tirol  (Schck). 

5  (274)   A.   pun  eta  turn  Ltr.   (Sch.   XIV.   347.   N.  5). 

Tirol  (Gir);  Fiecht  (Juli  9)  auf  Thymus  serpyllum. 

6  (275)   A.   quadriseriatum  Krb.   (Verh.    z.  B.  Ges. 

1873  pg.  63  N.  14).  Tscheipenthurm  bei  Bozen  (Aug.  <5) 
und  Sarnthal  (Aug.  $  Krb). 

7  (276)  A.  montanum  Mor.  Trafoi  (Rgh.  Mor  Btg). 

8  (277)  A.  later  ale  Lep.  Bozen  (Mor):  Haslach  (Aug. 

9  (5  Krb);  Sarnthal  ($  Krb);  Gries  (Aug.  $) 
Meran  (Mor). 

9  (278)    A.    septemdentatum    Ltr.   Gallwiese,  Botan. 

Garten,  Rum,  Natters,  MieSers  (M);  Miihlau  (Juli  <3) 
auf  Origanum  vulgare. 
S.   Brixen  (Juli    9),  Bozen:   St.  Georg  ($  PG)  Haslach 
und  Gries  (Aug.    <3),   Meran  (PH  und  Mor),  Rovereto 
(9  DrB). 

37.  Heriades  Latr. 

1  (279)  H.  leucomelaena  K  (Sch.  XIV.  347.  N.  1. 
nigricornis  Nyl).  Gotzetis,  Silz  (M);  Landeck  (Krv  und 
Rgh.);  Stubai  (Juni  (3);  Botan.  Garten  (April  —  Juni 
(5  9)  auf  Linum  austriacum,  Chaerophyllum  sp.  Spiraea 
aruncus;  Zirl  und  Kranebitten  (Juli  9  <3)  .auf  Cam- 
panula  patula,  Rosa  pomifera. 

S.  Bozen  (Aug.  9)  und  Nogare  (J  DrB). 


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—  195  — 

2  (280)  H.  oampannlarum  K.  (Sch.  XIV.  347.  N.  2).1) 

Botan.  Garten  (M);  Zirl  und  Kranebitten  (Juii  $)  mit 
voriger  bes.  auf  den  Dolden  von  Heracleum  spondylium; 
Hall  ((5  PR);  Landeck  (Rgh). 
S.   Gries  (Aug.  £),  Nogar^,  (9  DrB). 

3  (281)    H.    foveolata    Mor.    Meran    (Mor)  auf  Cam- 

panula. 

38.  Trypetes  Schck. 

1  (282)  Tr.  truncorum  L.  (Sch.  XIV.  347.  N.  1;  Sm. 
192.  N.  I).2)  Gallwiese  (M);  Stubai  (Juni  9)  Botan. 
Garten  (Juli  9  c5)  auf  Heliopsis  patula;  Georgenberg 
(Sept.  9)  au^  Astern,  Kufstein  (Aug.  9)>  Seefeld 
(Juli  5)  Bozen:  Gries  (Aug.  $  9)>  Haslach  (Aug. 
(J  9  K);  Tscheipenthurm,  Klobenstein  u.  s.  w.  (Sept. 
S    9  R);  Nogar6  (9    (5  'DrB). 

39.  Chelostoma  Ltr. 

1  (283)  Ch.  maxillosum  L  (Sch.  XIV.  347.  N.  1;  Sm. 

189.  N.  1). 

N.  Telfs,  Kranebitten,  Pulverthnrm,  Muhlau,  Ampos  (M). 
Paschberg  (Aug.  <3),  auf  Salvia  verticillata;  HSttinger- 
biichl  (Mai  $)  und  Menge  auf  Ranunculus  acris,  Lamium 
album,  Veronica  verna.  Weiherburg  (Mai  <3)  ausschliess- 
lich  auf  Ranunculus  acris  und  repens;  Altrans  (Juni  9)» 
Stubai  (9  Krv). 

S.  Bozen:  Gries,  Talferbriicke  (Aug.  $);  Toroegno  (9  DrB). 

2  (284)  Ch.  grande  NyL  Volders  bei  Hall  (M). 

40.  Stelis  Pnz. 

1  (285)  St.  aterrima  Pnz.  (Sch.  XIV.  350.  N.  1;  Sm. 
151.  N.  1).  Arzl  und  Berg  Isel  (M);  Volderthal  (Aug.  9) 
auf  Trifolium  repens. 


*)  Traunstein  (Aug.    £). 
*)  Traunstein  (Aug.    £). 

13< 


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—  196  — 

2  (286)  St.  phaeoptera  K  (Sch.  XIV.  350.  N.  2.  Sm. 

152.  N.  2).  SchSnberg  und  Botan.  Garten  (M);  Natters 
(Juli  9)  auf  Onopordon  acanthium;  Kufstein  (Ang.  9) 
auf  CirsTen. 

3  (287)  St.  breviuscula  Nyl.  (Sch.  XIV.  350.  N.  3). 

Sigmundskron  und  Gries  bei  Bozen  (Aug.   <3  DT*. 

4  (288)  St.  nasuta  Gir.  Gallwiese  (M).  Innsbruck  (Gir!). 

41.  Coelioxys  Etr. 

1  (289)  C.  conica  L  Sch.  XIV.  364.  N.  1).  Ambras  (M); 

(M);  Weiherburg  (Juni  9)-  Bozen  (Mann  cf  Rgh); 
Meran  (PH). 

2  (290)  C.  oonoidea  111.  (Sch.  XIV.  368.  N.  5  punctata 

Lep).  Sarnthal  (Aug.  9  Kxty  ^'ugl  bei  Bozen  (Aug.  9)? 
Rovereto  (9  DrB). 

3  (291)    C.    elongata    Lep.    (Sch.    XIV.    371.   N.  8). 

Hinterriss  (Sept  9)  aQf  Gallistephus  chinensis. 

4  (292)  C.  apiculata  Frst  (Sch.  XIV.  376.  N.  17). 

Weinerburg  (M)  Aus  Sudtirol  (ZUM). 

5  (293)  C.  coronata  Frst.  Bozen  (Mann  cf  Rgh). 

6  (284)  C.  brevis  Ev.  Meran  (P.H). 


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aller  dem  Museum  in  den  Jahren  1874,   1875   and 
1876  zugewachsenen  Gegenstande. 


I.  Naturhistorische  Sammlnng. 

A.  Mineralogie. 

1.  Ein  Stuck  Anortit  (pseudomorph),  von  Pesmeda. 

2.  Ein  Stuck  Talkhydrat,  Brucit  auf  Gurovian,  von  Gor- 
nonberg  in  Fleiuis. 

3.  Ein  Stuck  Amethist  von  Schemnitz  in  Ungarn. 

4.  Zwei  Stuck  kryst.  Gyps  vom  Haller  Salzberg. 

5.  Ein  Stiick  kryst.  Calcit,  ein  Stiick  kryst  Axinit,  ein 
Stiick  derber  Bleiglanz,  and  ein  Stiick  Gelbbleierz, 
gefanden  bei  Pillersee. 

6.  Bleiglanz,  eingesprengt  in  Kalkstein,  gefanden  im  Brunn- 
wald  bei  Nassereith. 

7.  Eine  Anzahl  von  Mineralien  von  Pillersee. 

8.  Ein  StUck  Bleiglanz.  Gefanden  im  Steinbruch  zwischen 
Wilten  and  Amras. 

Geschenke: 
No.  5  and  7   vom  Herrn    Mayrhofer,    Bergbeamten   in 

Fieberbrunn. 
No.  6  and  8  vom  Herrn  A.  L.  Flory  in  Innsbruck. 

B.  Q-eognosie  wad  Petrefdktetu 

1.  FtLnf  Stucke  Ammoniten  aas  dem  Lias,  gefanden  am 
Weisenbaoh  zwischen  Hall  and  Mils. 

Ferdinandeums-Zeiuchritt.  2 


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—     2     — 

2.  Drei  Stuck  Calamites  Arenaceus  ans  dem  nenen  Berg- 
werke  bei  Nassereith. 

3.  Zwei  Stack  Lettenkohle  von  Nassereith. 

4.  Zwei  Prachtstucke  Schwarzkohle  aus  dem  Bergwterke 
von  Nassereith. 

5.  Eine  Suite  geologischer  HandtsfLoke,  der  s.  g.  Gran- 
wacke  von  Pillersee  angehOrig:  Veruocano,  Porphyroide, 
Chloritschiefer. 

6.  Bruchstucke  von  einem  petrifizirten  Hirschgeweih,  geftin- 
den  im  November  1875  nenn  Fuss  tief  nnter  der  Erde 
auf  den  Wiltauer  Feldern,  circa  20  Schritte  von  der 
Glasfabrik  entfernt  gegen  das  tTempelwirthshausg  hin, 
in  einer  Sandgrube. 

7.  Eine  Anzahl  geologischer  Fundstncke  von  Pillersee. 

Geschenke: 
No.  1  vom  Herrn  H.   Grossrubatscher,    L    k.    Ober- 

lieutenant 
No.  2  von  Herrn  Dr.  Ch.  Scharmer  in  Imst 
No.  3  nnd  4  vom  Herrn  A.  L.  Flory  in  Innsbruck. 
No.  5  und  7   von    Herrn    Mayrhofer,    Bergbeamten   in 
Fieberbruun. 

0.  Botamh. 
1.  Herbarium  autographum  ceteberrimi  Dr.  Guarinoni 
Hypoliti,  quondam  Archi-Jatri  Serenissimae  D.  Dae. 
Archiducissae  Magdalenae  ab  Austria  fundatriob  Goenobii 
nobilium  Matronamm  Halae.  Ab  anno  Domini  1620 
usque  1670.  NB.  In  paginis  1 — 106  hujus  tomi  oon- 
tinentur  668  plantae.  — 

Dieses  werthvolle  Herbarium,  ein  Unicum  seiner  Ait 
wurde  dem  Ferdinandeum  geschenkt  von  Sr.  Hochwurden 
Johannes  Frenninger,  Pralaten  des  Stifles  WHten. 
D.  Zoologie. 
1.  Bombix  von  Jama-Mai  (Eichenspinner)  in  seiner  ganzen 
Entwicklung  2ur  Anschauung  gebracht  In  einem 
mit    Glas    bedeckten    Kastchen.     Geschenk    des    l5bL 


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—    a  — 

CentTal-Ausschusses    der  Landwirthschaftlichen   Vereine 
Tirols. 

II.  Knnstsammlungen. 
A.    GhemdZde  tmd  Hcmdzeichnungen. 
1.  Martin    Knoller.      Zwei    Oelgemalde,    Portrate    des 
Joliann  Franz  de  Lama,  Kammerprokurator  (1790),  und 
seiner  Gemahlin  Anna  Maria,  geb.  von  Sterzinger  +  1819, 
Brastbilder  in  Lebensgrflsse. 

2.  Franz  Unterberger.  Siiditalienische  kandsbhaft 
, Porto  di  Capri8  Oelgemalde.  Hoch  1.  20  Met,  breit 
95  Centim. 

3.  FerdinandUnger.  Ein  Oelgemalde  vorstellend  Walther 
von  der  Vogelweide.     Hoch  1.07  Met.,  breit  86  Centim. 

4.  Adelswappen  des  Andreas  Hofer.     Aquarell. 

5.  Ein  Aquarell-Bild  von  Josef  Striokher,  darstellend 
den  Kampf  urn  die  Innbrdcke  zu  Innsbruck  1809. 
(Nacb  Altmutter). 

6.  Zwei  kleine  Aquarell-Gemalde  auf  Spinngewebe.  Gemfclt 
von  Jobann  Burgmann  von  Bruneck.  «.  Ein  Mad- 
chen  mit  einem  Scbmuckkastchen.  b.  Ein  Madchen  tiiit 
einem  Papagei. 

7.  J.  J.  Carl  Henrici.  Portrait  eines  Knaben.  Oel- 
gemalde.    Hoch  40  Centim,  bteit  30  Centim. 

8.  Eine  Handzeichnung  (Sepia)  angeblich  von  Professor 
Fischer,  vorstellend  das  Cenotaphinm  Kaiser  Josefs  II. 
in  Wien. 

9.  Ein  Aqaarell  gezeichnet  von  K  ape  Her  im  J.  1815, 
vorstellend  die  vier  Stande  Tirols. 

10.  Ein  Portrait  des  Kaisers  Franz  II.  MiniatuivAquarell 
mit  Deckferben.  Angeblich  gemalt  vom  Hofmaler  Pranz 
Anton  Zeiler. 

11.  Ernest  La fite.  p0rtait  des  k.  k.  Arcieren-Leibgarde 
und  Rittmeisters  Gustav  Amon  Bitters  von  Treuenfest, 
Ehrenmitglied  des  Ferdinandeums.  Oelgemalde.  Hoch 
79  Centim.,  breit  62  Cent,  (gem.  1871). 


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—     4     — 

12.  Jean  Rouillard.  Das  lebensgrosse  Portrait  des  tirol. 
Bildhauers  Dominik  Malknecht  In  Oel  gemalt  zn 
Paris  1843.    Hooh  1  Meter,  breit  80  CentinL 

13.  Carl  Blaas,  Historienmaler  von  Naaders  in  Tirol 
Des  Kiinstlers  eigenes  Portrait.  Brustbild  in  Lebena- 
gr5sse.    Hoch  64  Centim.,  breit  50  Gentim. 

14.  Giovanni  Piazetta.  Ein  Oelgem&lde,  darstellend 
den  hi.  Josef.  Brustbild.  Hooh  70  CentinL,  brat 
50  Centim. 

15.  J.  J.  Carl  Henri ci.  Das  Jesuskind.  Brustbild.  In 
Oel  anf  Holz  gemalt.    Hoch  18  Cent,  breit  12  Gent 

Geschenke: 
No.  1  von  der  Hoohwohlgebornen  Fran  Emma  v.  Gamer, 

Prasidentens-Gattin. 
No.  4  8  10  vom  Herrn  Statthalterei-Bath  Wieser. 
No.  5  vom  Herrn  Professor  Hugo  Sohdnach. 
No.  6  vom  Herrn  Kaufmann  Franz  HSlzl  in  Innsbruck 
No.  7  and  16   von  der  Hochgebornen  Fran  Marie  Grffin 

v.  Firmian. 
No.  12  vom  Herrn  Amon  Ritter  von  Treuenfest 
No.  13  von  dem  am  7.  Mai  1876  zn  Paris  verstorbeneo 

Bildhauer  Dominik  Malknecht  legirt 
No.  14  vom  Klinstler,    Herrn  Professor  Carl  Blaas  in 

Wien. 

B.  Plaatischs  Werke. 

1.  Johann  Preleuthner.  Lebensgrosse  Gypsstatoe 
Andreas  Hofer's,  Modell  zu  dem  von  demselben  Kflnat- 
ler  in  Marmor  ausgeftthrten  Original  im  Waffen-Musewn 
des  k.  k.  Arsenals  zu  Wien. 

2.  Von  demselben  Kiinstler  obige  Hofer-Statue  im  kleinern 
Massstab,  74  Centim.  hoch,  ebenfalls  in  Gjrps. 

3.  Sebastian  Stein er.  Ein  Haut-Relief  in  Holz  (das 
Portrait  des  sel.  Gubernial-Bathes  J.  Staffler).  Hoch 
22  Centim.,  breit  16  Centim. 

4  Anton  GrSbmer.     Lebensgrosse  GypsbfLste  des  1869 


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—    5     — 

verstorbenen  Dr.  Johann  Hasslwanter,  Landeshauptmanns 
von  Tirol. 

5.  Drei  altdeutsohe  Statuetten  von  Holz,  gekauft  vom  Bild- 
hauer  Moroder  zu  St  Ulrioh,  GrSden. 

a.  Maria  mit  dem  Kinde  (HimmelskSnigin). 
h.  der  hi.  Leonhard. 
c.  der  hi.  Hieronymus. 

6.  P.  Nocker.  Ein  Relief  in  Birnbanmholz  geschnitzt, 
vorstellend  Madonna  mit  dem  Kinde  and  einem  Engel, 
der  dem  Kinde  auf  einem  Seiteninstrumente  vorspielt 
Im  Hintergrunde  der  hi.  Jose£  Nach  dem  Original- 
gem&lde  von  Karl  Miiller.  Hooh  29  Centim.,  breit 
24  Centim. 

7.  Heinrich  Natter.  Lebensgrosse  Portr&t-BtLste  der 
Historienmalers  Franz  Defregger.  (Modell  in  Gyps). 

8.  Johann  Unterkalmsteiner  (aos  Sarnthal).  Gruppe 
in  Gyps,  darstellend  Oedipus  nnd  Antigone.  Original- 
Modell.    In  LebensgrSsse. 

Gesohenke: 
No.  1,  2  vom  Kilnstler,  Herrn  Professor  Prelentner  in 

Wien. 
No.  3  vom  KtLnstler  Herrn  Professor  Sebastian  Steiner. 
No.  7  vom  Bildhauer  Herrn  Heinrich  Natter. 
No.  8  vom  Kttnstler,  Herrn    Unterkalmsteiner    d.    Z- 

in  Rom. 

0.  Kupferstiche,  StaMstiche,  LUhographien  und 
PhotograpHen. 

1.  Zwei  kleine  kolorirte  Photographien:  die  Portr&te  zweier 
Enkel  Andreas  Hofer's,  Ferdinand  und  Josef  Edle  v.  Hofer. 

2.  Ein  Kupferstich  von  J.  P.  Pichler  naoh  dem  Gem&lde 
von  v.  Hetsch,  vorstellend  Vespasianus  und  Julius 
Sabinus. 

3.  Eine  Photographie :  Alte  Ansieht  der  Stadt  Innsbruck 
vom  J.  1565  nach  einem  Gem&lde  im  Palazzo  vechio 
zu  Florenz. 


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—     6     — 

4  Tiroler  Bilder  fiir's  Stereoscop  (25  Photogiaphfen,  mei- 
8tens  Ansichten  von  Oberinnthal)  mit  Beschreibiiig  von 
Dr.  J.  Mflller.    Ntebst  Apparat 

5.  Eine  photographisohe  Aufhahme  des  ftber  dem  Dnrch- 
gang  beim  a.  g,  hohen  Haas  in  Meran  erogemanerten 
antiken  G5tterbildnisses  (Kopf  mit  rechts  und  links  in 
das  Gesicht  gesetzten  Fliigeln). 

6.  Zwei  Photographien  eines  Armleuchters  aus  dem  Noas- 
berge  mit  dem  Madrazzisohen  Wappenschilde. 

7.  Eine  Photographie  nach  dem  graflich  von  Hennebergischen 
Grabdenkmal  an  der  Anssenseite  der  Pfarrkirche  za 
Bozen. 

8.  Erne  Photographie:  Friedrich  mit  der  leeren  Tasche  gibt 
steh  seinem  Volke  in  Landeok  za  erkennen.  Nach  Pro- 
fesgor  Schranz's  Original  im  Besitze  S.  M.  d&s  Kaisers 
von  Oesterreich. 

9.  Sine  grosse  Photographie:  Das  Portrait  des  k.  k.  Feld- 
zengmeisters  Franz  Freih.  v.  Kahn. 

10.  Zwei  Lithographien:  ,  Aspern  am  21.  Mai  1809.*  Nach 
einem  Entwurf  von  S.  Warmuth,  lithogr.  von  Strass- 
gschwandtner. 

11.  Erne  Photographie  nach  Jakob  Gliber's  Modell  zu 
einer  Statue  Andreas  Hofers. 

12.  Vier  Original-Radirungen  von  Josef  Anton  Koch, 
vorstellend: 

a.  Die  HSllenstrafe  der  Tyrannen. 

b.  Eampf  des   hi.  Franciscas   mit   dem  Teafel  run  die 
Seele  des  Grafen  Guido  Montefeltre. 

c.  Der  Wald  nut  den  allegorischen  Thieren. 

d.  Der  hSUische  Chaaron. 

AUe  vier  naol*  Dante's  Divina  Gomedia. 

13.  Ein  Kupferstich  von  Johann  G.  Pichler,  voretellend 
den  Feldmarsohall  Laudon.    Abruck  vor  der  Schrift 

14.  Eia  Kupferstioh  von  J;  A.  Friedrich  nach  Mich.  Jg. 
MUdorfer.  Vorstrflend  Dr.  H.  Baochettoni  den  tirol. 
Standen  sein  Werk  widmend  1726. 


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—     7     — 

Geschenke: 
No.  1  vom    Herm   Carl  Edlen  v.  Hofer,   Mandator  and 

Ehrenmitglied  des  Ferdinandeums  in  Wien. 
No.  2  vom  Herrn  k.  k.  Statthalterei-Rath  Johann  Wieser. 
No.  3  vom  Herrn  Hofrath  Dr.  Jnlins  Ficher,  k.  k.  Uni- 

versit&ts-Professor. 
No.  4  vom  Herrn  Dr.  Isidor  Muller,  k.  k.  Notar  in  Silz. 
No.  5  vom  Herrn  Dr.  v.  Laurent  in  Meran. 
No.  6  und  7  vom  Herrn  Hngo  Ritter  v.  Gold  egg,  k.  k. 

Kammerer  in  Meran. 
No.  8  9  und  10  vom  Herrn  Rittmeister  Amon  Ritter  von 

Treuenfest  Ehrenmitglied  des  Ferdinandeums  in  Wien. 
No.  11  vom  Herrn  Jakob  Gliber,  Bildhauer  in  Wien. 

D.  Karten  und  PlVme. 

1.  Generalkarte  von  Tirol  und  Vorarlberg.  Nach  den 
Karten  Peter  Anich's  und  Blasius  Huebers  verfasst  von 
Jgnaz  Karl  Mttller,  k.  k.  o.  5.  Hofbauamts-Kon- 
trollor  1791.     Handzeichnung.     Ein  Blatt. 

2.  Die  Blatter  m.  IX.  XXIV  der  Dufour'schen  Karte  der 
Schweiz,  geognostiscb  kolorirt. 

Geschenke: 
No.  2  von  der  geologischen  Commission  der  Sohweiz. 

III.  Nomismatlsche  Sammlnng. 

1.  Vier  kleine  Munzen,  darunter  1  Silbermunze  (Herzog 
Leopold)  1  Silbermunze  (Erzh.  Ferdinand  Carl  1649) 
1  Sandwirthskreuzer   1809   und  eine  alte  Eupfermiinze. 

2.  Eine  grdssere  sehr  schSne  Silber-Medaille,  geprSgt  zur 
Erinnerung  an  das  25  jShrige  Regierungs-Jubilaum  Seiner 
Majest&t  des  Kaisers  Franz  Josef  I.,  2.  Dczember  1873. 

3.  Eine  grosse  sehr  schdne  Silber-Medaille  gepragt  zur 
Erinnerung  an  den  verstorbenen  k.  k.  Admiral  Wilhelm 
v.  Tegetthoff. 

4.  Grosse  Silber-Medaille  (4  Thaler)  von  Josef  I.  als 
tirolisoher  Landesffirst 


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—     8     - 

5.  Zwei  Silbersttlcke,  anscheinend  Negative  von  Mfinzen 
des  lezten  Fiirstbischofs  Carl  Franz  Lodron  von  Brixen 
darstellend  das  f.  b.  Brixnerische  Wappen). 

6.  Eine  Denkmedaille  (Silber)  auf  die  Installation  des 
Probstes  Dalpiaz  in  Bozen  1821. 

7.  Denkmttnze  (Silber)   auf  den  Erzherzog  Peter  Leopold. 

8.  Ein  20  Frankenstflck  aus  den  100  Tagen  (Gold). 

9.  Ein  Doppelthaler :  Ferdinand  Carl  von  Tirol  (Silber). 

10.  Eine  Taufinttnze  (Silber). 

11.  Eine  Taufiniinze  (Blei). 

12.  Eine  Silbermedaille :  Clemens  XL 

13.  Eine    Silbermunze:    Johannes    Ernest,    Erzbischof   von 
Salzburg  1694. 

14.  Silber mftnze:  Wolfgang  Bruno  v.  Mannsfeld  1619. 

15.  S&kular-Medaille  auf  Liborius  (Paderborn)  Silber. 

16.  Silbermunze:    Christ    Ludwig  von  Braunschweig-Lflne- 
burg  1650. 

17.  Silbermftnze:  Franz  I.  1757. 

18.  Silbermftnze:  Carl  VL  1714. 

19.  Vier  Stflck  mittelalterliche  Silbermftnzen. 

20.  Sechs  Stuck  mittelalterliche  Silbermunzen. 

21.  Drei  Silbermtlnzen : 

a.  Em  Thaler,  Cursachsen  1537. 

b.  Erne  Salzburger  Medaille  v.   1628   (Erzbischof  Paris 
Lodron.   Uebertragung  des  hL  Rupert  und  Viigil). 

o.  Silbermunze  von  Cosmus  III.  v.  Toskana  d.  J.  1676. 

22.  Ein  Jetton  von  Stettner  auf  den  Einzug  der  Alliirten 
in  Paris  1814. 

23.  Zinnmflnze  auf  das  bairische  Uebungslager  bei  Augs- 
burg 1846. 

24.  Ein  Tiroler  Thaler:  Erzherzog  Ferdinand  (ohne  Zahrzahl). 

25.  Vier  Medaillen  in  Bronze: 

a.  Auf  das  500  j&hrige  Jubilaum  der  Wiener  Universitat, 
12.  Maxz  1865. 

b.  Auf  den  Feldmarsohall   Grafen   Radetzky   (mit  der 
SiegesgSttin  und  der  Umschrift:  De  Italis  1848  1849). 


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—     9     — 

o.  Auf  Andreas  Freiherrn  von  Stiflft  (1834). 
&  Auf  Anton  Friedrich  Graf  v.  Mittiwsky,  Obersten 
Kanzler  1830.  (Gepr&gt  1841). 

26.  Ein  Doppelthaler  von  Erzherzog  Ferdinand  Carl  als 
Graf  von  Tirol.  (Ohne  Jahrzahl). 

27.  Ein  Thaler  von  Erzherzog  Maximilian  Deutschmei- 
ster  1618. 

28.  Ein  Thaler  von  Erzherzog  Leopold  V.  1622. 

29.  Ein  Thaler  von  demselben  1627. 

30.  Ein  Thaler  von  Karl  VI.  1737. 

31.  Ein  Vereinsthaler  der  freien  Stadt  Frankfort  vom 
Jahre  1860. 

32.  Drei  Stfick  Thaler  vom  Erzherzog  Leopold  1626. 
1628.  1632. 

33.  Ein  2  %  Thaler  Stftck  vom  Erzherzog  Leopold  und 
Claudia  1628  geprfigt  zur  Erinnerung  an  die  Erbauung 
der  Jesuiten-Kirche  mit  dem  Collegiums-Geb&ude  der 
Jesuiten  zu  Innsbruck. 

34.  Ein  Gold-Doppeldukaten  von  Erzherzog  Ferdinand  Carl 
(Ohne  Jahrzahl). 

Gesohenke: 
No.  1  vom  Herrn  Professor  Dr.  Franz  Wieser  in  Inns- 

bruok. 
No.  2  und  3  von  Seiner  Exzellenz   dem  Herrn  Obersrkftm- 

merer  und   Feldzeugmeister  Franz  Grafen  von  Cren- 

neville. 
No.  8  bis  inclusive   18  vom  Herrn  Anton  Falger  zu  Elbi- 

genalp,  Ehren-Mitglied  des  Ferdinandeums,  f  Dez.  1876. 
No.  19  vom  Herrn  Gemeinderath  Franz  Unterlechner 

in  Klausen. 
No.  20  vom    Hochwiirdigen    Herrn    Josef    Tappeiner, 

Curat  in  Barbian. 
No.  21    22    23    vom    Herrn    Museums- Vorstand    Hofrath 

KiechL 
No.  31  vom  Herrn  JosefMalf^r,  Altbtiigermeister  in  Auer. 


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IV.  Heraldische  Sammlung. 

1.  Drei  sehr  schflne  Siegelabdrftcke  eines  Vormundschaft- 
Siegels  der  Grafen  von  Montfort  Geschenkt  vom 
Herrn  Altbtirgermeister  Wilhelm  Rhomberg  in 
Dombim. 

Y,  Alterthflmer,  antike  and  mittelalterliche,  sowie 

verschiedene  geschichtlicho  und  kulturgesshichtliche 

Gegenstande. 

1.  Eine  mittelalterliche  Pfeilspitze,  gefonden  in  Zams  hinter 
dem  Schrofensteiner   Haas   (neben  zwei  Todenschideln). 

2.  Mehrere  Bruohstiicke  von  antiken  Urnen  nebst  einigen 
kleineren  Gefassen  von  Thon,  gefonden  1874  im  s.  g. 
Scherergarten  za  H5tting,  wo  schon  im  Jahre  1864 
mehrere  gr5ssere  Urnen  and  BronzegegenstSnde  aasge- 
graben  warden. 

3.  Eine  sehr  schDne  doppellaufige  Jagdflinte  mit  Veraerun- 
gen,  gearbeitet  von  Le  Page  in  Paris,  Abgesehen  von 
der  sehr  schonen  Arbeit  ist  diese  Flinte  fir  die  Museums- 
Sammlang  besonders  desswegen  von  Werth  and  Be- 
deatang,  weil  sie  als  ein  Legat  des  am  das  Land  Tirol 
hochverdienten  Feldzeagmeisters  Baron  Rossbach  mit 
dessen  eigenhftndiger  Widmung  flbergeben  wurde.  Diese 
Flinte  war  friiher  im  Besitze  des  F.-Z.-M.  Baron  Haynan, 
welcher  sie  im  Jahre  1853  testamentarisch  dem  F.-Z.-M. 
Baron  Rossbaoh  vermachte. 

4.  Eine  s.  g.  japanesische  Glocke  (Bronze)  mit  erhabenen 
Verzierungen  and  eingravirten  Inschriften.  Hoch  32  Cent, 
Darchmesser  an  der  Basis  25  Centim.  Cylinderartige 
Form. 

5.  Ein  gepresstes  Medaillon,  Silber  and  vergoldet,  darstel- 
lend  die  Taafe  Jesa.     Arbeit  von  L.  Heaberger. 

6.  Mehrere  Gegenstande,  welche  im  Thale  Ulten  aufgefunden 
warden: 


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a.  Vier  mittelalterliche  Spiesse  seltener  Form. 

b.  Drei  Hellebarden. 

c.  Eine  dreizackige  Kriegswaffe  (selten). 

d.  Ein  Sabel  mit  Griff  von  Hirschhorn. 

e.  Ein  Degen  mit  der  Inschrift  Gio  Antonio. 

f.  Ein  sehr  alter  Dolch,  seltener  Form,  vierkantig  mit 
Griff  von  Horn. 

g.  Zwei  andere  Dolche. 

h.  Ein  zinnernes  Salzgef&ss  (interessante  Renaissance). 
Anf  der  Oberflache  eingravirt  die  Anfangsbuchstaben 
H.  D.  nnd  die  Jahreszahl  1669. 

7.  Ein  mittelalterliches  Bronze-Figfirchen,  Reiter(Rossfehlt), 
gefimden  1875  beim  Ban  eines  Hauses  in  der  Welser- 
gasse  zu  Innsbruck,  6  Fuss  in  der  Erde. 

8.  Ein  Henkel  von  Bronze.    Gefimden  in  Brez  im  Nonsberg. 

9.  Sechs  Stuck  antike  Bronze-Gegenst&nde ,  worunter  1 
ganz  kleine  Fibel,  2  s.  g.  Haamadeln.  1  Fragment  von 
einem  Stylus,  1  Kettohen,  und  das  Bruchstuck  von  einer 
Spange.     Grefunden  bei  Gloz  im  Nonsberg. 

10.  Drei  Fragmente  von  einer  antiken  Bronze- Vase  mit 
Verzierungen,  und  1  Fibula.  Nebst  zwei  kleinen  r5m. 
Mflnzen.     Grefunden  zu  S.  Zeno  im  Nonsberg. 

11.  Zwei  mittelalterliche  Pfeile  und  eine  Pfeilspitze.  Grefun- 
den beim  Schlosse  Wiesberg,  Bezirk  Landeok. 

12.  Ein  mittelalterlicher  Ritterhelm  mit  sch5nen  eingravirten 
Verzierungen  und  zwei  Portraten. 

13.  Eine  mittelalterliche  Reiterlanze,  Grefunden  am  Fern- 
stein,  Oberinnthal. 

14.  Ein  Radschloss  aus  dem  XVLLL.  Jahrhundert,  eingravirt: 
„Jo  Michel  Rinspacher  in  St5rzing." 

15.  Zwei  zusammengehdrige  eiserne  Medaillen-  oder  Siegel- 
Stempel  der  Familie  von  Reisach.  Gravirt  von  Neuss. 
Avers:  das  Portrait  des  Theodoricus  Reisacher  1511, 
mit  Umschrift.  Revers:  Das  Wappen  der  Grafen  von 
Reisach  1805,  mit  Umschrift 


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—    12    — 

16.  Ein  sogenanntes  Holehippen-Eisen  Aus  der  Mitte  des 
XVI.  Jahrhunderts  mit  eingravirtem  Wappen,  einer 
weiblichen  Figur  mid  Umsohriften. 

17.  Ein  eiserner  Nonnen-Bussgiirtel  aus  dem  ehemaligen 
Damen8tift  zu  Hall. 

18.  Eine  Hellebarde  aus  dem  XVn.  Jahrhundert  * 

19.  Eie  hellebardenartige  kleine  Waffe  symetrischer  Form. 
Mit  Spuren  eheinaliger  Goldverziemng.  Aus  dem  XYL 
Jahrhundert. 

20.  Zwei  Miinzwalzen  von  Erzherzog  Ferdinand. 

21.  Drei  gravirte  Kupferplatten : 

a.  Das  Portrat  von  Andreas  Hofer. 

b.  HI.  Familie  von  Spitzer  1816. 

ci  Geographische  Karte  der  Gegend  von  Innsbruck.  Yon 
Franz  Zoller. 

22.  Vier  weisse  Atlasbftnder  (mit  je  zwei  Schleifen)  von  den 
Kranzen,  wonrit  die  Mitglieder  der  Landesschutzen-Com- 
pagnie  Innsbrack-Stadt  am  10.  Jahrestage  des  Gefech- 
tes  von  Caffaro  (1866).  am  25.  Juni  1876  das  Denk- 
mal  far  die  gefallenen  Landesvertheidiger  in  der  Hof- 
kirche  zu  Innsbrnok  schmiikten. 

23.  Eine  grosse  eiserne  Kassa-TYuhe  etwa  aus  dem  Ende 
des  XVI.  Jahrhunderts.  Das  sebr  komplizirte  Schloss 
ist  durch  einen  kunstreioh  geformten  5sterreichischen 
Adler  verziert.  Diese  Truhe  war  bis  in  die  neuereZeit 
im  Kassen-Amte  der  Saline  zu  Hall  verwendet  und  kam 
dann  im  Jahre  1876  an  das  Ferdinandeum  als  Gresdhenk 
des  k.  k.  Finanzmigisteriums. 

24.  Ein  sehr  schftner  Ritterhelm  mit  eingravirten  Arabesken 
und  der  Umschrift:  tKarl  Schurff  zu  Schennwor,  Obrister 
Erblandjagermeiiiter  der  Grafschaft  Tirol.*  (1574). 

25.  Eine  eiserne  Gesiohtsmaske  aus  der  Ritterzeit  Greftmden 
bei  der  Schlossruine  Aufenstein  nachst  Matrei,  am  Ein- 
gang  in's  Navisthal. 

26.  Erne  Tabaksdose  aus  Hirschhoru,  leicht  mit  Silber  be* 
schlageu.     Der  Deckel    sehr    kunstreioh   gearbeitet  in 


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—    13    - 

Relief,  vorstellend :     Abschied  zweier  Liebenden.     Aus 
der  n.  H&lfte  des  XVIII,  Jahrhunderts. 

27.  Verschiedene  antike  Bronze-Gegenst&nde,  ausgegraben 
im  Jahre  1844  auf  dem  Berg  Isel. 

28.  Zwei  Degen  aus  der'Zeit  des  30.  jahr.  Krieges.  Der 
eine  mit  eingravirten  Verzierungen  und  der  Inschrift: 
,Soli  Deo  Gloria.1 

29.  Eine  alte  Messerklinge  aus  dem  Leichenfelde  in  Igels, 
gefimden  1876. 

•  Gesohenke: 

No.  1  vom  Herrn  von  Leiss  in  Innsbruck. 
No.  2  vom    Herrn    Professor    und    Bezirks-Schulinspektor 

Johann  Sohuler. 
No.  4  vom  Herrn   Grasmayr,   Glookengiesser  in  Wilten. 
No.  7  vom  Herrn  Anton  Hohenauer,  Bauunternehmer 

in  Innsbruck. 
No.  11  vom  Herrn  Severin  Rut  Amtsschmid  in  Hall. 
No.  22  vom  Herrn  Alois  Epp,  Fabrikanten  in  Innsbruck. 
No.  23  vom  h.  k.  k.  Finanzministerium. 
No.  24  vom  lflblichen  Stadt-Magistrat  Kufstein. 
No.  29  vom  Herrn  Baron  v.  Lazzarini. 

VI.  Technologische  Gegenstitade. 

1.  Modell  eines  Mappirung-Apparates  fur  Distanzen-, 
Curven-  und  Hflhenmessungen.  Ein  sehr  sinnreich  auf 
richtigen  mathematischen  Prinzipien  beruhendes  Instrument 
Der  Erfinder  ist  Jakob  Eisendle,  ein  einfacher  Bauer 
in  Pflersch  bei  Gossensass.  Er  wurde  daselbst  1811 
geboren,  wo  er  1877  noch  lebt  Im  Jahre  1873  war 
dieses  Modell  in  der  Weltausstellung  zu  Wien  ausge- 
stellt,  wofur  der  Erfinder  von  der  internationalen  Jury 
mit  dem  Anerkennungsdiplome  ausgezeichnet  wurde.  Die 
Bozner  Handels-  und  Grewerbekammer  votirte  dem 
genialen  Bauern  ein  Ehrengeschenk  von  50  fl.  wogegen 
derselbe  das  Modell  dem  Landesmuseum  als  G^schenk 
flberliess. 


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2.  Kleine  Zwirn-Maschine  ftir  l&ndlichen  Hauagebrauch. 
Erfundenund  verfertigtvon  Jokob  Eisendle  ftiPfltech, 
welcher  das  Modell  ebenfalls  dem  Museum  schenkte. 


VII.  Bibliothek. 

A.   Urhmden  und  Handsehriften. 

1.  Pfaundler  Georg  von.  Kunst-  Monuments  and 
Geschichte  desalten  and  des  neuen  Inndbruoker  Gottes- 
ackers.  1874.  Ms.  m 

2.  Adelsdiplom  auf  Pergament  fiir  Dr.  Georg  Weltz  zu 
Bozen,  aasgestellt  von  Kaiser  Leopold  I.  1675.  Nebst 
drei  daza  gehSrigen  Dokamenten.  Ms. 

3.  Abschrift  einer  Hofer-Urkande  (Facsimile)  d.  d.  29. 
August  1809  beziiglioh  Uebergabe  resp.  Restuirung  von 
Gewehren  an  Hauptmann  Campi,  nebst  Verweis  und 
Strafandrohung  „fur  die  ubelgesinnten  Menschen",  welche 
diesem  Hauptmann  ehrverletzende  Grobheit  angethan. 

4.  Meteorologische  Beobactungen  in  Innsbruck  1837 — 1873). 
Von  Professor  Dr.  Carl  von  Dallatorre. 

5.  Ordnung  und  Confirmation  der  Ulteren  Privilegien  ffibr 
die  Schneider-Innung  zu  Innsbruck  und  dessen  Dmge- 
bung.  Gegeben  von  Erzherzog  Fefdinand  Carl  1648. 
Auf  Pergament.     Orig.  Ms. 

6.  Vom  Burgermaisrer  und  Bath  der  Stat  Ynnsbrugg  1545 
erlassene  Kundmachung  fur  die  Maister  und  Gesellen 
des  Schneider  Handtwerchs.  (Vorschriften  fiber  Grosse 
und  Form  der  verschiedenen  Rleider  nebst  n  Ordnung 
des  Handtwerchs  der  Sohneider-Bruederschaft  u.  s.  w.1). 
Auf  Pergament.  Orig.  Ms. 

7.  Yon  Kaiser  Josef  I.  erlassene  Ordnung  ftir  die  Maistern 
des  Schneider  Handtwerchs  in  Unserer  Statt  Innspragg 
1708.  *  Auf  Pergament  Orig.  Ms. 

8.  Yon  der  Kaiserin  Maria  Theresia  erlassene  Ordmung  fiir 
„die  gesambte  Maistern  des  Sohneiderhandweroks  in 
Unserer  Statt  Yhnsprugg  1745.  Auf  Pergament  Orig.  Ms. 


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—    16    — 

9.  Ein  Verkaufsbrief  vom  Jahre  1444  die  Schneiderbruder- 
schaft  in  Innsbruck  betreffend.     Pergament    Orig.  Ms. 

10.  Revers  vom  Jahre  1758  far  das  Handwerk  and  Haupt- 
laad  der  Schneider  zu  Innsbruch  von  der  Viertel-Laad 
in  Taufers.    Pergament    Orig.  Ms. 

11.  Zwei  Costumbttcher  von  den  Jahren  1691  und  1779 
von  der  Schneider-Laad  zu  Innsbruck.  Mit  sehr  inter- 
essanten  Costume- Abbildungen  in  Aquarell.    Orig. 

12.  Freisprechungsbrief  ernes  Schneidergesellen  in  Innsbruck 
vom  J.  1830. 

13.  Eine  vollst&ndige  Sammlung  aller  Handwerks-Ordnungen 
der  Stadt  Augsburg.  Folioband.  Ms.  aus  dem  16.  Jahr- 
hundert 

14.  Pfaundler  Georg  von.  Versuch  einer  geognostisch- 
mineralogisen  Statistik  von  Tirol  und  Yorarlberg.  Mit 
Karten.  Ms.  1875. 

15.  Inama  Sternegg  Dr.  Karl  Theodor  von.  Beitrage  zur 
Geschiohte  der  Preise  in  Tirol.  Im  Auftrage  der  stati- 
stischen  Section  der  k.  k.  Landeskommission  in  Inns- 
bruck far  die  Weltausstellung  in  Wien.  1873  fol.  Ms. 

16.  Berichte  des  Hofrathes  Freiherrn  vou  Hormayran  den 
Hofkammerpr&sidenten  Grafen  von  0  Donell  d.  d.  Wien 
29.  Marz  1810  (bezaglich  seiner  Thfitigkeit  in  Tirol 
w&hrend  des  Krieges)  Ms. 

17.  Pfaundler  Georg  von.  Kunstnotizen.  Beilagen  zur 
Kunstgeschichte  und  Lexikon  desselben  Verfassers.  1875. 

18.  Derselbe.  Notizen  uber  tirol.  Adel  und  verdiente  Per- 
sonen  vom  J.  1865—1875  (Als  Nachtrag  zu  dessen 
fraherm  Werk).  Ms. 

19.  Derselbe.  Geschichts-Regesten  von  Tirol  und  Vorarlberg. 
(Nachtrag  1865—1875).  Ms. 

20.  Derselbe.  Innsbrucks  Geschichte  1864 — 1875.  Nach- 
trag. Ms. 

21.  Derselbe,  Kunstnotizen  von  Tirol  und  Vorarlberg.  Nach- 
trag von  1863—1874.  M*. 


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—    16    - 

22.  Landtag  Leopolds  I.  zu  Innsbruck  1668,  foL  Ms.  Nebst 
Anhang  liber  die  Freiheiten  Tirols  u.  8.  w. 

23.  Recht  vnd  Gesetz  Des  Pergs  vnd  Gerichts  auf  Vilan- 
ders.  (Original  auf  Pergament,  and  eine  Abschrift  aaf 
Papier).  Ms. 

24.  Falger  Anton.  Chronik  vom  LechthaL  Mifvielen 
Urkunden,  Zeichnungen,  lithographirten  Plfinen  u.  s.  w. 
bis  in  die  neueste  Zeit  fol.  Ms. 


V 


G-eschenke: 

No.  1  2  14  17  18  19  20  21.  Aus  dem  Legat  des  Herrn 
Georg  v.  Pfaundler,  Ehren-Mitglied  des  Ferdinan- 
deums  f  1876. 

No.  3  vom  Herrn  stud.  phil.  Soh5naoh  in  Innsbruck. 

No.  4  vom  Herrn  Professor  Dr.  Carl  v.  Dallatorre  in 
Linz. 

No.  16  vom  Herrn  G.  Ritter  von  Am  on  in  Wien. 

No.  22  vom  Herrn  Ritter  von  Alpenburg. 

No.  23  vom  Herrn  P.  Christian  Schlechter,  Serviten- 
ordens-Priester  in  Innsbruck. 

No.  24  vom  Herrn  Vinzenz  Murr,  Hauptlehrer  in  Inns- 
bruck. 

B.  Druchschriften. 
1.  Naturhistorische. 

1.  Leonhard  und  Geinitz.  Neues  Jahrbuch  for  Mlneralogie, 
Geologie  und  Palaontologie.  Jahig.  1874.  Stuttgart 

2.  Flora,  oder  allgemeine  botanische  Zeitung.  Jahrg.  1874. 
1875.  1876.  Regensburg. 

3.  Garcke  Dr.  Ang.  Linnaea.  Ein  Journal  fur  die  BotaniL 
XXXVHI.  Bd.  Berlin  1874. 

4.  Zeitschrift  der  deutschen  geolog.  Gesellsohaft.  XXV. 
XXVI.  Bd.  Berlin  1873.  1874. 

5.  Barrande  Joachim.  Systeme  Silurien  du  Centre  de  la 
Boheme,  Iere  Par  tie:  Recherches  pal^ontologiques.  Vol 
II.  Paris  et  Prague  1874. 


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—    17    - 

6.  Broun  J.  A.  Observation  of  Magnetic  Declination  made 
at  Trevandrum  and  Agustia  Malley  1852  to  1869. 
Vol.  I.  London  1874. 

7.  Hauer  Franz  Hitter  von.  Die  Geologie  und  ihre 
Anwendong  auf  die  Kenntniss  der  Bodenbeschaffenheit 
der  osterr.  ungar.  Monarchie.  Wien  1875.  Mit  dazu 
gehifriger  geologischer  Uebersichtskarte  deselben  Ver- 
fassers.  1875. 

8.  Siiss  Eduard.    Die  Entstehung  der  Alpen.  Wien  1875. 

9.  Heine  man  n   H.    v.     Die  Schmetterlinge  Deutschlands 
nnd  der  Schweiz.  II.  Bds.  Heft  2.  Braunschweig  1877. 

10.  Zittel  Karl  A.     Handbuoh  der  PalSontologie.   I.  Bds. 
1  Lfg.  Miinchen    1876. 

Geschenke: 
No.  5  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  6  vom  Herrn  Verfasser. 

2.  Kunstgesohichte. 

1.  Lutzow  Prof.  Dr.  Carl  v.  Zeitschrift  far  bildende 
Kunst  Jahrg.  1874. 1875.  1876.  Leipzig.  Berlin.  Wien. 

2.  Mittheilungen  der  k.  k.  Central -Commision  zur  Er- 
forschung  und  Erhaltung  der  Baudenkmale.  Jahrgang 
XIX.  Wien  1874.  und  Neue  Folge  I.  H.  Bd.  Jahrg. 
1875.  Wien.  Dazu  ein  Supplementband.  1874.  Ferner 
Personen-  Orts-  und  Sachregister  zn  dem  I— XVH 
Bande  der  Mittheilungen,  Wien  1873—1875.  Hft  1. 2. 3. 

Geschenke: 
No.  2  von  der  I5bl.  k.  L  Central-Commission. 

3.   Technologie  und  Landwirthschaft 

1.  Dingier.  Polytechnisches  Journal.  Jahrgang  1874. 
Augsburg. 

2.  Bericht  iiber  die  Thatigkeit  des  Central-Ausschusses  der 
k.  k.  Landwirthschaftsgesellschaft  fur  Tirol  und  Vor- 
arlberg  1871—74.  Innsbruck. 


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—    18    — 

3.  Belrupt  Carl  Graf  v.  ErwSgungen  CLber  das  Budget 
des  k.  k.  Ackerbau-Ministeriums.    Innsbruck  1878. 

4.  Beitrage  zur  Statistik  der  Bodenkultur  in  Vorarlberg. 
IV— VU  Hft.  Innsbruck  1873—1876. 

5.  Sperk  B.  Begrtindung  einer  Landes-Viehversicherungs- 
Bank  fur  Tirol.  Innsbruck  1874. 

6.  Petition  der  Handels-  und  Gewerbekammer  in  Innsbruck 
in  Betreff  der  Aufhebung  des  tirol.  Getreideaufschlages 
d.  d.  21.  Dez.  1872.  Innsbruck  1874. 

7.  Baumgarten  Jobann.  Anleitung  zum  eintraglich- 
sten  Betriebe  des  Weinbaues  in  Oesterreich.  Wien  1856. 

8.  Wilkens  Dr.  Martin,  Die  Alpenwirthschaft  der 
Schweiz,  des  Algaus  und  der  westSsterreichischen  Alpen- 
l&nder.    Wien  1874. 

9.  Trientl  Adolf.    Der  Wald  von  Nordtirol.   1876. 

Geschenke: 
No.  2  vom  l5bl.  landwirthschaftlichen  Central- Ausschusse. 
No.  3,  4,  5.  6.  9  von  der  l5bl.  Wagner'schen  Unversit&to- 

Buchhandlung. 
No.  7  vom  Herrn  Amon  Ritter  von  Treuenfest  in  Wien. 

4.  Geschichte,    Geographie,    Topographie,    Bio- 
graphie,   Statistik  und  Arcbaologie. 

1.  Vincenz  von  Ehrhart  Nekrolog.  Verfasst  von  Robert 
Ziinmermann.    Wien  1873. 

2.  Stenographische  Sitzungsberichte  des  Landtags  Vorarl- 
berg zu  Bregenz  vom  J.  1864  bis  inclus.  1876. 

3.  Tangl  Karlmann  Dr.  Handbuch  der  Geschichte  des 
Herzogthums  KSrnten.  IV.  Bds,  4.  Hft  Klagenfurt  1874 

4.  Huber  Al.  Dr.  Greschichte  der  Einfuhrung  und  Verbrei- 
tung  des  Christenthums  in  Siidostdeutschland.  4.  Bde. 
Salzburg  1873-1875. 

5.  Moosmann  F.  X.  Kleine  Geographie  des  Landes  Vor- 
arlberg. Bregenz  (1873). 

6.  Moor  Conradin  v.  Geschichte  von  Curratien  und  der 
Republik  „gemeiner  drei  Bunde*  (Graubiinden)  XTV.  Hft 


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—    19    — 

Schluss.    Cur   1874.     Nebst   Supplement:     Historisch- 
chronologischer  Wegweiser  zu  obiger  Geschichte.  Cur  1873. 

7.  Rapp  Lugwig.   Die  Hexenprozesse  und  ihre  Gegner  aus 
Tirol.  Ein  Beitrag  zur  Kulturgeschichte.  Innsbruck  1873. 

8.  Schonherr  Dr.  David,     Ueber   die   Lage   der  angeblich 
verschiitteten  Romerstadt  Maja.     Innsbruck  1873. 

9.  Erdinger  Anton.     Dr.  Josef  Fessler,    Bischof   von    St. 
PSlten.     Ein  Lebensbild.     Brixen  1874. 

10.  Bidennann  Dr.  H.  J.  Die  Italianer  im  tirolischen  Pro- 
vinzial-Verbande.    Innsbruck  1874. 

11.  Die  Denkscbrift  der  Abgeordneten  aus  dem  ital.  Theile 
der  Provinz  Tirol.  Vom  histor-.  staatsrechtlich-5kono- 
mischen  Standpunkte  beleuchtet   Innsbruck  1874. 

12.  Beckh-Widmanstetter  L.  Ulrichs  von  Liechtenstein,  des 
Minnesangers  Grabmal  auf  der  Frauenburg.    Graz  1871. 

13.  Ladurner  P.  Justinian.  Die  Familie  der  Edlen  von 
Negri  di  S.  Pietro.    Innsbruck  1874. 

14.  Bossi-Fedrigotti  Filippo  Conte.  Anna  Baldovinl  Fram- 
mento  di  storia  patria.    Rovereto  1874. 

15.  Hartmann-Franzenshuld  E.  v.  Dr.  Quellen  zur  Geschichte 
des  Hauses  Collalto.     Wien. 

16.  Derselbe.  Deutsche  Personen-Medaillen  des  XVI.  Jahr- 
hunderts.     (Sep.  Abdr.).     Wien  1873. 

17.  Derselbe.     Ueber  das  Studiuin  der  Heraldik.  Wien  1873. 

18.  Codex  diplomaticus  et  epistolaris  Moraviae.  VIII.  und 
IX.  Bd.  Vom  J.  1350—1366.  Herausgegeben  im  Auf- 
trage  des  mahr.  Landesausschusses  vom  V.  Brandl. 
BrQnn  1874.  1875. 

19.  Muchar  Dr.  Alb.  v.  Geschichte  der  Steiermark.  EX.  Bd. 
(Register).  Graz  1874. 

20.  Prantl  Dr.  Carl.  Geschichte  der  Ludwig-Maximilians- 
Universitat  in  Ingolstadt,  Landshut,  Miinchen.  2  Bande. 
Mftnchen  1872. 

21.  Amtliche  Sammlung  der  alteren,  eidgen5ssischen  Ab- 
schiede.  (I.  Bd.  zweite  vermehrte  Ausgabe,  IV.  Bd.  1. 
a.  und  V.  Bd.   1.).  Bern,  Luzern,  Brugg  1872—1874. 

2* 

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—   20    — 

22.  Fischer  Alois  Dr.  Aus  meinem  Amtsleben,  H  Auflage. 
Innsbruck  1860. 

23.  Moinmsen  Theodor.  Corpus  inscriptionura  latinaroui. 
Voluminis  III.  pars  1.  2.  Berolini  1873. 

24.  Monumenta  Conciliorum  generalium  seculi  XV.  Conci- 
lium Basilense.  Spriptorum  Tomi  I.  n.  Vindobonae 
1875.   1853. 

25.  Busson  Arnold.  Zur  Geschichte  des  grossen  Landsfrie- 
densbundes  deutscber  Stadte.  1254.  Innsbruck  1874. 

26.  Stumpf-Brentano  K.  F.  Die  Wirzburger  Immunitats- 
Urkunden  des  X.  und  XI.  Jahrh.  Innsbruck  1874. 

27.  SchBnherr  Dr.  David.  Das  Schloss  Runkelsteiu  bei  Bozen 
Mit  einem  Inventar  des  Schlosses  vom  1493.  Inns- 
bruck 1874. 

28.  Chronik  der  Benediktiner-Abtei  St  Georgenberg,  nun 
Fiecht  in  Tirol.  Verfasst  von  einem  Mitgliede  dieser 
Abtei.     Innsbruck  1874. 

29.  Eine  sehr  werthvolle  Sammlung  von  inehreren  hundert 
BUndchen  Tirolensien  in  Druckwerken  und  Manuskripten 
aus  dem  Nachlass  des  Professors  Dr.  Theodor  Ritter 
von  Kern.  Ferner  eine  grossere  Anzahl  von  Tirolenrien 
aus  dem .  Nachlasse  des  sel.  Gubernialrathes  Theodor 
Ritter  v.  Kern. 

30.  Eine  gr5ssere  Anzahl  Druckwerke  und  Manuskripte  aus 
alterer  und  neuerer  Zeit,  die  sich  auf  Geschichte  und 
Statistik  von  Tirol  beziehen.  Aus  dem  Nachlasse  des 
k.  k.  Archivdirektors  Dr.  Georg  W5rz. 

31.  Alethinos.  Der  Krieg  in  Deutschland  im  J.  1809  und 
dessen  Resultate  politisch  und  militfirisch  betrachtet 
Miinchen  1810. 

32.  Zetl  Jakob.  Die  Chronik  der  Stadt  Steyer  1612—1635. 
Revidirt  von  L.  Edlbacher.    Ltnz  1874. 

33.  Egger  Josef  Dr.  Geschichte  Tirols.  II.  Bd.  Innsbruck  1876. 

34.  Jung  Julius.  Zur  Geschichte  der  Gegenreformation  in 
TiroL    Festschrift.    Innsbruck  1874. 


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-   21    — 

35.  Mitterrutzner  Dr.  J.  C.  Dr.  Ignaz  Knoblecher,  apost 
Vikar  der  katholischen  Mission  in  Central-Afrika.  Eine 
Lebensskizze.    Brixen  1869. 

36.  Heigel  Dr.  Carl  Theodor.  Andreas  Hofer.  Ein  Vortrag. 
Miinchen  1875. 

37.  Schematismus  (Personalstatus)  der  Geistlichkeit  der 
DiCzesen  Salzburg,  Brixen,  Trient.  Jahrg.  1874.  1875. 
1876. 

38.  Von  der  Pfordten  Lndwig  Freiherr  v.  Studien  zu  Kaiser 
Ludwigs  Oberbayerischem  Stadt-  und  Landrechte.  Miin- 
chen 1875. 

39.  Oesterreichischer  Milit&r-Kalender.  Jahrg.  1857,  1858, 
1861,  1865.  Wien. 

40.  Bucelin  Gabriel.  Germania  topo-  chronostemato  graphica 
sacra  et  profana.  Pars  I.|Aug.  Yind.  1655, 

41.  Rollet  Dr.  H.  Die  drei  Meister  der  Gemmoglyptik 
Antonio,  Giovanni  und  Luigi  Pichler.  Eine  biographisch- 
kunstgeschichtliche  Darstellung.    Wien  1874. 

42.  Jakob  Schell  von  und  zu  Schellenburg  und  seine  Stif- 
tungen.    Laibach  1843. 

43.  Zingerle  J.  V.  und  Inama-Sternegg.  K.  Th.  v.  Die 
tirolischen  Weisthiimer.  I.  Thl.  Unterinnthal.  Wien. 
1875. 

44.  Erinnerungsblfitter  gewidinet  dem  Andenken  des  Alt- 
landeshauptmanns  von  Tirol  Dr.  Eduard  von  Grebmer 
zu  Wolfsthurm,  Landtags-  und  Reichsraths-Abgeord- 
neten  etc.  etc.  1875. 

45.  Innsbrucker  Wochentliche  Anzeigen,  Jahrg.  1799,  1800, 
fortgesezt  als  Innsbrucker  Wochenblatt,  Jahrg,  1801, 
1802,  1803,  1804,  1805,  1806,  fortgesetzt  als  Inns- 
brucker Zeitung,  Jahrg.  1807,  1808. 

46.  Stenographische  Berichte  des  Landtages  ftir  die  gefBr- 
stete  Grafschaft  Tirol  der  IV.  Landtags-Periode.  1874, 
1875.  Innsbruck. 

47.  Kraus  Viktor  von.  Maximilian  I.  vertraulicher  Brief- 
weohsel  mit  Sigmund  Priischenk  Freiherrn  zu  Stettenberg 


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—    2V     — 

nebst  einer  Anzahl  zeitgenftssischer  das  Leben  am  Hofe 
beleucbtenden  Briefe.  Innsbruck   1875. 

48.  Josef  von  G5rres  gesammelte  Briefe.  I.  II.  IH  Band 
Herausgegeben  von  Franz  Binder.  Munchen  1874. 

49.  Beheim-Schwarzbach  Dr.  Max.  Die  Zillerthaler  in 
Schlesien.  Die  jiingste  Glaubenskolonie  in  Preussen. 
Breslau  1875. 

50.  Oesterreichs  Ehrenspiegel.  National-Prachtwerk  von  B. 
HQfel,  Ritter  von  Bohr  und  A.  Reitze.  (Mit  48  Por- 
traten  in  Stahl,  nebst  Text.)   12  Hefte. 

51.  Miihlbacher  Dr.  E.  Die  streitige  Pabstwahl  des  Jahres 
1130.     Innsbruck  1876. 

52.  Reinhardt  J.  Ch.  Kupfer-Kabinet,  oder:  Beschreibang 
einer  grossen  Anzahl  Kupfermunzen  der  neuern  Zeiten. 
I.  II.  m.  in  1.  Vol.  Eisenberg  2827. 

53.  Leitzmann  J.  Wegweiser  auf  dem  Grebiete  der  deutschen 
Miinzkunde.    Weissensee  1869. 

54.  Derselbe.  Bibliotheca  numaria.  Verzeichniss  s&mintlicher 
im  Zeitraum  von  1800  bis  1866  erschienenen  Schriften 
iiber  Miinzkunde.    IL  Aufl.    Weissensee   1867. 

55.  Grote  H.  Miinzstudien.  Neue  Folge  der  Blatter  ffir 
Munzkunde  I— V.  VII.  Bd.  Leipzig  1835—1871, 

56.  Missong  Dr.  A.  Zur  Mlinzreform  unter  den  romischen 
Kaisern.  1869.    (Aus  der  numismat  Zeitschrift). 

57.  Cenni  su  la  vita  e  su  le  opere  di  Carlo  Antonio  Pilati 
stesi  per  la  prima  volta  coll'  aiuto  di  docuraenti. 
Rovereto  1874. 

58.  J.  F»  Bohmer,  Regesta  imperii,  VUi.  Die  Regesten  des 
Kaiserreichs  unter  Kaiser  Karl  IV.  (1346—1378).  Aus 
dem  Nachlasse  B5hmer's  herausgegeben  und  erganzt  von 
Alfons  Huber.  Innsbruck  1875—77. 

59.  Toffa  P.  Das  BUndnerische  Munsterthal,  eine  historisdie 
Skizze  nebst  einem  Anhange  von  bezflglichen  Urkunden. 
Chur  1864. 

60.  Sonklar    Carl  Edler    von    Innst&dten.      Leitfaden   der 


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—    23    — 

Geographie  von  Europa   fur  hflhere  Lehranstalten    II. 
Auflage.    Wien  1876. 

61.  Prokesch-Osten  Ant.  Freih.  v.  Geschichte  des  Abfalls 
der  Griechen  vom  tiirkischen  Reiche  im  Jahre  1821 
und  der  Griindung  des  Hellenischen  KOnigreiches,  6  Bd. 
Wien  1867. 

62.  Oesterreichische  Geschichte  fiir  das  Volk  (von  verschie- 
denen  Verfassem).  Bande  1—6,  9.  12—17.  Wien 
1864-1871. 

63.  Die  Reiter-Regimenter  der  k.  k.  Ssterreichischen  Armee. 
II.  Auflage  in  3  BSnden.  Wien  1866. 

64.  Offlzieller  General-Catalog  der  Welt-Ausstellung '  1873 
in  Wen.  II.  Aufl.  in  6  Banden.  Wien  1873. 

65.  Coglienna  Dr.  Franz.  Allerhochste  Reise  S.  M.  des 
Kaiser*  Franz  Josef  I.  durch  Triest,  Gorz  nach  Venedig 
Istrien,  Dalmatien  und  Fiume  im  April  und  Mai  1875. 
Wien. 

66.  Stamm  Dr.  Ferd.  Geschichte  der  Arbeit.    Wien  1863. 

67.  Vogl  J.  N.  Dr.  Ans  dem  alten  Wien.  (Anektoten  aus 
deni  XVUI.  Jahrh.)  Wien  1865. 

68.  Helfert  J  A.  Freih.  Die  Schlacht  bei  Kulm  1813. 
Wien  18(3. 

69.  Zeibig  Dr.  H.  J.  Die  Bibliothek  des  Stifles  Kloster- 
neubnrg.    3in  Beitrag  zur  Literaturgeschicbte. 

70.  Weiss  Dr.  J.  B.  Geschichte  der  Kaiserin-KSnigin 
Maria  Thersia  I.  (der  Erbfolgekrieg).  Wien  1872. 

71.  Karajan  Dr.Tb.  G.  v.  Maria  Theresia  und  Graf  Sylva- 
Taruca.     Win  1859. 

'  72.  Abendstunden.    Zwanglose    Hefte    zur    Belehrung    und 
Erheiterung.  I^-XII  Hft.  Wien  1875. 

73.  Der  Feldzug  6r  osterr.  Armee  in  Italien  im  J.  1848. 
I— IV.  Abschntt.    Wien  1854. 

74.  Stamm  Dr.  Ferl.  Die  Erde  als  Wohnort  des  Menschen. 
Wien  1868. 

75.  Arneth.    Archedogische    Analecten.     (Tafeln    zu    den 


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—   24    — 

Sitzung8berichten  der  philos.  histor.  Classe  d.  A.  Band  VL 
Hft  1.  2.  3.  1851.    Wien  1851. 

76.  Simony  Friedr.  Die  Alterthtimer  vom  Hallstatter  Sali- 
berg  und  dessen  Umgebung.  (Beilage  zu  den  Sitzungs- 
berichten  der  philos.  histor.  Classe.  Bd.  IV.  1850.) 
Wien  1851. 

77.  Sohmidl  Dr.  Adolf.  Wegweiser  in  die  Adelsterger 
Grotte.  II.  Aufl.  Wien  1858.    Mit  einem  Hefte  Tafeln. 

78.  Karajan  Th.  G.  v.  Die  Geschichte  des  Concis  von 
Lyon  1245.  (Aus  dem  IL  Band  der  Denksdiriften). 
Wien  1850. 

79.  Karabacek  Dr.  Josef.  Numismatisohe  Zeitscbrift.  Bd. 
IV— vm.  Jahrg.  1872—1876.  Wien. 

80.  Schulthess-Reohberg  K.  G.  R.  v.  Thaler-CaKnet  Be- 
sohreibung  aller  bekannt  gewordenen  Thaler  3  B&nde. 
Wien.  Miinchen  1840—1867. 

81.  Engl  Joh.  Ev.,  Dr.  Alois  Weissenbach  (g<b.  zu  Telfe, 
gest.  zu  Salzburg)  (BeitrSge  zu  dessen  Biographie). 
Salzburg  1876. 

82.  Girtanner  Christoph.  Historische  Nachricben  und  poli- 
tische  Betrachtuugen  fiber  die  franzdsiscle  Revolution. 
II.  Aufl.,  fortgesetzt  von  F.  Buchholz.  Zusammen  in 
17.  Bfinden.    Berlin  1794—1804. 

83.  Verhandlungen  der  XXIX.  Versamnlung  deutscher 
Philologen  und  Schulmanner  in  InnsVuck.  vom  28. 
Sept  bis  1.  Oct.  1874.  Leipzig  1875. 

84.  Mayr  Johann.  Marquart  von  Anweile,  Reichstruchsess 
und  kais.  Lehensherr  in  Italien.    Innbruck  1876. 

85.  Amon  von  Treuenfest  Gustav  Hitter  r.  Geschichte  des 
k.  k.  12  Husaren-Regiinents  1800— 1 875.    Wien  1S76. 

86.  Rapp  Ludwig.  Eine  Jakobiner  Ve*chw5rung  in  Tirol. 
Episode  aus  der  neuern  Tiroler  G^chichte.  Innsbruck 
1876. 

87.  Sander  Hermann.  Das  Leben  Riders  des  Bauere, 
Dichters  und  Volksmannes  aus  dem  Iregenzerwalde. 
II.  Aufl.  Innsbruck  1876. 


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-   &5    - 

88.  Obrist  J.  G.  Eine  kulturliche  Skizze.  Dr.  Balthasar 
Conradinus,  Innsbruck  1876. 

89.  Hunold  B.  Der  Tiroler  Maler  Joseph  SchSpf  und  seine 
Werke.  Erinnerung  zur  Enthttllungsfeier  seines  Denk- 
mals  zn  Telfs  1875.    Innsbruck. 

90.  Wurzbach  Dr.  Constant  v.  Biografisches  Lexikon  des 
Kaiserthums  Oesterreich.  I— VIII.  Thl.  A— H.  Wien 
1856—1862. 

91.  Wolf  Adam.  Selbstbiographie  des  Malers  Karl  Blaas. 
1815—1876.    Wien  1875. 

92.  Bodemer  Dr.  Jakob.  Bregenz  am  Bodensee.  Topogra- 
phische  Studie.    Mit  einer  Karte.     Bregenz  1870. 

93.  Feldkirch  und  seine  Umgebungen.  WegweiserfiirFremde. 
Mit  einer  Karte.    Innsbruck  und  Feldkirch  1876. 

94.  Hohenbiihel  Ludwig  Freiherr  von.  Kurze  Geschichte 
des  A&sitzes  Taschenlehen  bei  Hall.  Nach  Urkunden. 
Innsbruck  1976. 

95.  Schneller  Christian.  Ueber  Ursprung  und  Fortgang  der 
rh&tischen  Namensforschung.  —  Clementin  Vannetti.  — 
Auf  den  griinen  HShen  von  Folgareit  —  (Separatab- 
driicke  aus  „Skizzen  und  Culturbilder8)   nnsbruck  1877- 

96.  Zingerle  Ignaz  v.  Schildereien  aus  Tirol.  Innsbruck 
1877. 

97.  Schneller  Christian.  Skizzen  und  Culturbilder.  Inns- 
bruck 1877. 

98.  Hermann  Ludwig  von  Dr.  Tiroler  Volkstypen.  Bei- 
trage  zur  Geschichte  der  Sitten  und  Kleinindustrie  in 
den  Alpen.    Wien  1877. 

99.  Oefele  Edm.  Freih.  Geschichte  der  Grafen  von  Andechs. 
Innsbruck  1877. 

100.  Ficker  Julius  Dr.  Beitrfige  zur  Urkundenlehre.  I.  Bd. 
Innsbruck  1877. 

101.  Bericht  der  Handels-  und  Gewerbekammer  in  Innsbruck 
iiber  die  gesammten  wirthschafblichen  Verhftltnisse  Nord- 
tirols  in  den  Jahren  1871 — 1875.  Erstattet  an  das 
hohe  k.  k.  Handelsministerium.    Innsbruck  1876. 


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—     20     — 

102.  Dimitz  August  Geschichte  Krains  von  der  altesten 
Zeit  bis  auf  das  Jahr  1813.  Mit  besonderer  Ruckdcht 
auf  Kulturentwiklung.  2  B&nde.    Laibach  1875.  1876. 

103.  Gescblechts-  und  Wappenbesohreibungen  zu  dem  Tyroffi- 
schen  neuen  adelichen  Wappenwerk.  I.  Bds.  1.  Heft 
Ntimberg  1791. 

104.  Der  Krieg  in  Italien  1859.    Nach  den  Feldakten  und 
*  andern  authentischen  Qaellen  bearbeitet.   (Generalstabs- 

Bureau  fur  Kriegsgescbicbte).  DL  ;HL  Band.  Wien  1876. 

Geschenke: 
No.  1  vom  Herm  Josef  von  Ehrhart,   k.   k.  Hofirath 

in  "Wien. 
No.  2  vom  hohen  Landes-Ausschusse  von  Vorarlberg. 
No.  7.  8.  10.  25.  26.  27.  33.  43.  44.  46.  47.  51.  58.  84. 

86.  87.  91.  92.  93.  96.  97.  98.  99.  100  von  der  lobL 

Wagner* schen  Universitats-Buchhandlung. 
No.  12  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  14  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  15.  16.  17  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  18  vom  b.  ln&brischen  Landes-Ausscbuss. 
No.  20  vom  Herrn  Viktor  Ritter  von  Ebner,   k.   k.   Uni- 

versit&ts-Professor  in  Graz. 
No.  21  vom  Herrn  Bundes-Archivar  Kaiser  in  Bern. 
Wo.  22  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  24  und  61  vom  Herrn  Hoftatb  Dr.   Ernst  Birk  iu 

Wien. 
No.  28  von  der  Familie  Kern   v.   Kernburg   in  Innsbruck. 
No.  30    vom   Herrn   Sektionsrath    Dr.    Georg   Worz    in 

Wien. 
No.  32  vom  Herrn  General  Carl  v.  Sonklar. 
No.  34#    57    von    der    bohen    k.    k.  Statthalterei    zu 

Innsbruck. 
Na  35  vom  Herrn  Verfasser. 
No-  38  vom  Herrn  Verfasser. 
**°"  39.  45  vom  Herrn  k.   k.  Statthalterei-Rath   Wieser. 


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—    27    — 

No.  40.  42  vom  Herrn  Hugo  Hitter  von  Goldegg,  k.  k. 

Kammerer  in  Meran. 
No.  56  vom  Henm  Verfasser. 
No.  62  bis  inclus.  78  vom  Herrn  Gustav  Amon  Ritter  v. 

Treuenfest  k.  k.  Rittmeister  u.  s.  w.  in  Wien. 
No.  81  vom  Herrn  Verfasser. 

No.  82  vom  Herrn  Museuins-Vorstand  Hofrath  KiechL 
No.  85  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  94  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  95  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  101  von  der  I5bl.  Handels-    nnd  Gewerbekam- 

mer  zu  Innsbruck. 
No.  102  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  103  vom  Herrn  J oh an n  Brucker,  Hausbesitzer  und 

MdbelhUndler  zu  Innsbruck. 

5.    Publicationen  von  Instituten  und  Vereinen. 
1.  Von  der  kaiserlichen  Akademie  der  Wissenschaften  in 
Wien: 

a.  Denkschriften.  Philos.  histor.  Classe.  Bd.  XXH — 
XXV.  1873-1876. 

b.  Denkschriften.  Math,  naturw.  Classe.  Bd.  XXXTTT 
—XXXVI.  1874—1876. 

c.  Sitzungsberichte.  Phil.  hist.  a.  LXXH— LXXXILBd. 
1872—1876. 

d.  Sitzungsberichte.  Math,  naturw.  CI.  Erste  Abth. 
Bd.  LXVI— LXXn.  1872-1876.,  Zweite  Ahth. 
Bd.  LXVI— LXXHI.  1.  2.,  Dritte  Abth.  LXVI— 
LXXH.  1872—1876. 

e.  Fontes  rerum  austriacarum.  Diplomataria  et  acta. 
XXXVn.  XXXVIH.  Bd.  1872.  1976.,  Scriptores 
Vffl.  Bd.  1875. 

f.  Archiv  fiir  Kunde  5sterreichischer  Geschiohtsquellen. 
Bd.  XLVHI.  2  —  LIV.  1.  1872—1876.  Register 
zum  Archiv.  1 — 50.  Bd. 

g.  Almanach  1873.  1874.  1875.  1876. 


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-    28    - 

b.  Register  zu  den  Sitzungsberichten   philos.    histor.  CI. 
i — 70.  Bd.  1874. 

2.  Von  der  naturforschenden  Gesellschaft  in  ZQrioh: 

Vierteljahrsschrift.  Jahrg.  XVII -XX.    Zftrich  1872 
—1875. 

3.  Vom  Freiberger  Alterthumsverein: 

Mittbeilungen  X.  XI.  XII.  Hft  Freiberg  1873-1875. 

4.  Von  der  Smithsonian  Institution  in  Washington: 

a.  Contributions  to  Knowledge.  Vol.  XVIEL  XIX 
Washington.  1873.  1974. 

b.  Annual  Report  for  1871.  1872.  1873.  1874.  Was- 
hington. 

c.  Miscellaneous  Collections.  Vol.  X— XII.  1873.  1873. 

5.  Von  der  geologischen  Reichsanstalt: 

a.  Jahrbuch.  Jahrg.  1874.  1875.  1876.  Wien. 

b.  Abhandlungen  V.  Bds.  6.  Heft  VI.  Bds.  2.  Heft 
VII.  Bds.  1—3.  Hft.  VIH.  Bds.  1.  Hft.  Wien 
1873—1875. 

c.  Verhandlungen  1874.  1875,  1876  Wien. 
g.  Vom  Oesterreichischen  Alpenverein: 

Jahrbuch  IX.  Bd.  Wien  1873. 
7.   Vom  historischen  Verein  fur  Niedersachsen  in  Hannover: 
Zeitschrift.  Jahrg.  1872.   1873.    1874/75.   Hannover. 
3,   Von    der  Schlesischen   Gesellschaft    fur    vaterlandische 
Cultur: 

a.  Abhandlungen.  Abtheilung  furNaturkunde  und  Medizin 
1872/73.  Breslau  1873.  Philos.  historische  Abth. 
1872—74.  Breslau. 

b.  Jahresbericht  51—54.  Breslau  1872—1875. 

c.  Festgruss  der  Gesellschaft  an  die  47.  Versamnilong 
deutscher  Naturforscher  und  Aerzte  zu  Breslau  1874. 

j      Von  der  Boston  Society  of  Natural  History: 

a,.  Memoirs.  Vol.  II.  Part  H.  No.  2.  —  Part  IV.  No.  4. 

Boston  1872—1886. 
j^  Proceedings.   Vol.  XIV— XVHI.  Part  1.  2.    Boston 
1872—1876. 


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-  2d  - 

d.  Occasional  Papers  II.  (Hentz.  The  spiders  of  the 
United  States).  Boston  1875. 

10.  Vom  historisen  Verein  fur  das  Grossherzogthum  Hessen : 

a.  Archiv  fiir  hessische  Geschichte  und  Alterthumskunde 
XIII.  Bds.  2.  Hft  —  XIV.  Bds.  2.  Hft.  Darmstadt 
1873-1876. 

b.  Register  zu  den  12  ersten  B&nden  des  Archivs 
u.  8.  w.  bearbeitet  von  Fr.  Ristert.  Darmstadt  1873. 

c.  Wagner  G.  W.  J.  Die  vormaligen  geistlichen  Stifle 
im  Grossherzogthum  Hessen.  I.  Bd.  Darmstadt  1873. 

11.  Von  der  k5uiglichen  Akademie   der  Wissenschaften   in 
Amsterdam : 

a.  Verhandelingen.  Deel  XIII— XV.  Amsterdam  1873 
—1875. 

b.  Verhandelingen.  Letterkunde.  II.  Reeks.  Deel  VIII. 
1875. 

c.  Verslagen  en  Mededeelihgen.  1  Afd.  Natuurkunde. 
II.  Reeks.  Deel  VII.  —  Deel  IX.  Amst.  1873— 
1875.  2  Afd.  Letterkunde.  II.  Reeks.  Deel  III.  IV. 
Amst.  1873.  1874. 

d.  Jaarboek  1872.  1873.  1874. 

e.  Processen-Verbaal  van  de  Vergaderingen  1872 — 
1874. 

f.  Esseiva  P.  Gandia  domestica.  Amsterdam  1873. 

g.  Esseiva  P.  Musa.  Elegia.  Amst  1874. 

h.  Catalogus  van  de  Boekerij.    Deel  I.  Stuck    I.  1874. 
i.  Ad  procura  Satira  Petri  Esseiva.   1875.   Amsterdam. 

12.  Von   der   k.   k.  zoologisch-  botanischen  Gesellschaft  in 
Wien: 

Verhandlungen.   Jahrg.  1873.  1874.  1875.  Bd.  XXHI 
—XXV.  Wien. 

13.  Vom  Verein  fiir  Geschichte  der  Deutschen  in  Bdhmen: 

a.  Mittheilungen  IX.  Jahrg.  No.  7.  —  XV.  Jahrg. 
No.  2.  Prag  1871—1876. , 

b.  Jahresberichte  IX— XIII.  1871— 1875.  Prag. 

c.  Mitglieder-Verzeichniss  des  Vereins  1873, 


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—    30    — 

cL  Lippert   J.   Geschichte  der  Stadt  Leitmeritz.    Mit  2 
Karten.  Prag  1871. 

e.  Laube  Dr.  G.  C.     Aus  der  Vergangenheit  Joachims- 
thals.      Prag  1873. 

f.  Leeder  Dr.  C.  Beitrage  zur  Geschichte  von  Aruaa. 
L  H.  Prag.  1872.  1873. 

g.  Festschrift  zur  Feier  des  10.  Grundungstages  des 
Vereins  1871. 

h.   Pangerl    Dr.   M.     Die  Choden  za  Tans.  Prag  1875. 
i.   Horawitz  A.     Caspar  Bruschius.    Prag  und  Wien. 
14.  Von  der   kdnig.  bair.  Akademie  der  Wissenschaften  in 
Mtknchen : 

a.  Abhandlungen.  Historische  Classe  XII.  Bds.  2.  2.— 
Xin.  Bds.  1.  Miinchen  1874.  1875. 

b.  Abhandlungen.  Philos.  philolog.  CI.  XIII.  Bds.  2.  3. 
Miinchen.  2875. 

c.  Abhandlungen.  Mathem.  physikal.  CI.  EL  Bds.  3. 
Mlinchen  1874. 

d.  Sitzungsberichte.  Philos.  philolog.  histor.  CI.  1873. 
Hft.  IV.  —  1876  Band  I.  Hft.  3.  Mathematisch- 
physikalische  Classe  1873.  Hft.  IV.  —  1876  Hft. 
1.  Mtinchen. 

e.  Monumenta  boica.  T.  XII.  Monachii  1875. 

f.  Lammont    Dr.    J.   v.    Annalen    der   Sternwarte  zu 
Miinchen   Bd.  XXXV.  1874.  und  XHL  Supplement 

1^  zu  den  Annalen  der  Sternwarte  Miinchen  1874. 

1  g.  Almanach  der  Akademie  1875. 

\  h.  BischoflF  Dr.   Th.   L.   W.     Ueber   den  Einfluss  des 

Freiherr  Justus  von  Liebig  auf  die  Entwicklung  der 
Physiologic     Miinchen  1874. 
i.  D5llinger  J.  v.     Gedachtnissrede  auf  KSnig  Johann 

von  Sachsen.    Miinchen  1874. 
k.  Vogel  A.    Justus  Freiherr  von  Liebig  als  Begrunder 
der  Agrikultur-Chemie.   Denkschrift.   Munchen  1874 
1.  Pettenkofer  Dr.   Max.     Freiherr  v.  Liebig  zum  Ge- 
dachtniss.     Rede.    Mftuchen  1874. 


^ 


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—     31     — 

m.  L9her  Franz  v.     Ueber  Deutschlands  Weltstellung. 

(Festrede  1874)  Miinchen. 
n.  Erlenmeyer  Dr.  Emil.     Ueben  den  Einfluss  des  Justus 

Freiherrn  v.  Liebig  auf  die  Entwicklung  der  reinen 

Gbemie.    Denkschrift.    Miincben  1874. 
o.  Miiller  M.  J.    Pbilosopbie  und  Theologie  v.  Averroes. 

(Aus  dem  Arabischen).  Miinchen  1875. 
p.  Beckers  H.     Scbellings  Geistesentwicklung  in  ihrem 

innern  Zusamnienhange.    Festschrift.  Miincben  1875. 
q.  Radlkofer  L.    Monograpbie  der  Sapindaceen  Gattung 

der  Serjania.    Miinchen  1875. 
r.  Bursian  Dr.   C.    Ueber  den  religi5sen  Charakter  des 

griechischen  Mythos.    Festrede.    Miincben  1875. 
s.  Buchner  Dr.  L.  A.  Ueber  die  Beziehungen  der  Chemie 

zur  Rechtspflege.    Festrede.    ^Miincben  1875. 
t.  Trumpp  E.  Einleitung  in  das  Studium  der  arabischen 

Grammatiken.  1876. 

15.  Von  der  Gesellschaft  fiir  Salzburger  Landeskunde: 

Mittheilungen  XIII  -  XVI.  Vereinsjahre  1873—1876. 
Salzburg. 

16.  Von  der  k.    preuss.   Akadeinie  der  Wissenschaften  in 
Berlin. 

a.  Abhandlungen  1873.  1874.  1875.  Berlin. 

b.  Monatsberichte  1874.  1875.  1876.  Berlin. 

c.  Register  zu  den  Monatsberichten  1859 — 1873. 

17.  Vom  Verein  fiir  Siebenb&rgische  Landeskunde: 

a.  Archiv.  Neue  Folge  XL  Bds.  Hft.  1.  —  XH.  Bds. 
Hft.  3.  Hermanstadt  1873—1875. 

b.  Jahresbericht  des  Vereins  1872 — 1875. 

c.  Reissenberger  L.  Ueber  die  von  den  Herren  Pfarrern 
A.  B.  in  Siebenbiirgen  gemachten  Mittheilungen  iiber 
kirchliche  Alterthiimer.    Hermanstadt  (1871). 

d.  Werner  Karl.    Die  Mediascher  Kirche.    Herui.  1872. 

e.  Hochmeister  A.  v.  Leben  und  Wirkeu  des  Martin 
Edlen  von  Hochmeister  1767—1837.  Hermanstadt 
1873. 


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-  »  - 

f.  Der  siebenbiirgisch-s&chsische  Bauer.  Eine  sozial- 
historische  Skizze.    Herm.  1873. 

g.  Festgabe  des  Vereins:  Beitrage  zur  Kenntniss  Sfich- 
sisch-Reens.     Hermannst.  1870, 

h.  Fabritius  K.  Urkundenbuch  zur  Geschichte  des  Kisder 
Kapitels  vor  der  Reformation.   Hermianstadt  1875. 

i.  Trausch  J.  Schriftsteller-Lexikon  der  Siebenburger 
Deutschen.  III.  Bd.  Kronstadt  1875. 

k.  Gymnasial-Programme  von  Hermanstadt  1872—75, 
von  Miihlbach,  and  Schfissburg  1873.  1873. 

18.  Vom  historisch-antiquarischen  Verein  zu  Schaffhausen: 

Beitrage  zur  vaterl&ndischen  Geschichte.  IH  Hit 
Schaffhaussen  1874. 

19.  Vom  historischen  Verein  von  Unterfranken  and  Aschaf- 
fenburg: 

Archiv.  XXH.  Bds.  2.  3  Hft,  XXHI.  Bds.  1.  2. 
Hft.  Wiirzburg  1874.  1875, 

20.  Von  der  antiquarischen  Gesellschaft  in  Ztirich: 

Mittheilungen  XVIII.  Bds.  Hft.  3.  4.  (Allamanische 
Denkm&ler,  —  Heraldische  Ausschmiickung  einer 
ziirch.  Ritterwohnung).  XVm.  Bds.  Hft.  8.  (Nyon 
zur  R5merzeit  von  J.  J.  Miiller).  Ziirich  1875. 

21.  Von    der   Oberlausitzischen    Gesellschaft    der    Wissen- 
schaften: 

Neues  Lausitzisches  Magazin:  L.  Bds.  2.  Heft  — 
LH.  Bd.  GSrlitz  1874—1876. 

22.  Vom  historischen  Verein  des  Kantons  Thurgau: 

Thurgauische  Beitrage.  XIV— XVI.  Heft.  Frauenfeld 
1874—1876. 

23.  Vom   Verein   ffir  Geschichte  urid  Alterthumskunde   in 
in  Frankfurt  a.  M. 

a.  Mittheilungen  IV.   Bds.   No.    4.,    V.    Bds.    No.    2. 

Frankf.  1872—1875. 
h.  Neujahrsblatt  1873—1876. 


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—   33    - 

24.  Vom  historischen  Verein  fur  Steiermark: 

a.  Mittheilungen  XXI— XXIV.  Heft.  Graz  1873—1876. 

b.  Beitrage  zor  Kunde  steiermarkischer  Geschichtsquellen : 
X— Xm  Jahrg.  Graz  1873—1876. 

c.  Uebersicht  (Register)  aller  Aufsatze  in  den  Schriften 
des  histor.  Vereins  far  Steiermark.  (1874). 

25.  Von    der    Acad^mie    Imp&iale     des    Sciences    de    St 
Petersbourg: 

a.  M&noires.  Tome  XIX.  No.  8.  —  XXIII.  No.  1. 
Petersbourg  1873—1876. 

b.  Bulletin.  Tome  XVm.  No.  3.  —  XXII.  Petersbourg 
1873—1876. 

c.  Tableau  g£n£ral  de  Matiere  contenues  dans  les  publi- 
cations de  FAcad6mie  depuis  sa  fondation.  I.  partie. 
1876. 

26.  Von  der  Maatschappiy  der  nederlandschen  Letterkunde 
in  Leiden: 

a.  Handelingen  1872—1875.  Leiden. 

b.  Levensberichten  de  afgestorvene  Medeleden  1872 — 
1875  Leiden. 

27.  Von  der  Royal  Society  of  London: 

a.  Philosophical  Transactions.  Vol  163 — 165. 1.  London 
1874.  1875. 

b.  Proceedings.  Vol.  XXI.  No.  146  —  XXm.  No.  163. 
London  1873—1875. 

a  The  Royal  Society  1873.  1974. 

d.  Klein  M.  D.  The  Anatomy  of  the  Lymphatic  System. 
I.  II.  London  1873.  1874. 

28.  Vom   Verein  fiir   Kunst   and  Alterthum   in    Ulm   and 
Oberschwaben: 

a.  Verhahdlungen.    Neue  Reihe.  VI.  Hft.    Ulm  1874. 

b.  Ulmisohes  Urkundenbuch.  Herausg.  v.  Dr.  F.  PresseL 
I.  Bd.  Stuttgart  1873. 

a  Correspondenz-Blatt     L  Jahrgang,  1876.    Ulm. 
d.  Die  Riickseite  des  Zeitblom'schen  Altares  vom  Jahre 
Ferdinandeuma-Zeitschrift.  3 


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—    34    — 

1497  in  der  k.  wiirtemb.  Staats-Sammlung.    (Sehr 
schdner  Farbendruck). 

29.  Vom   zoologisch-mineralogischen  Verein  in  Regensbnrg: 

a.  Correspondenz-Blatt.Jahrg.XXVn— XXIX.  Regens- 
burg  1873—1875. 

b.  Abhandlungen  X.  Hft.  Miinchen  1875. 

30.  "Von  der  Greifswalder  Abtheilung  der   Gesellschaft  fur 
Pommer'sche  Geschichte  and  Alterthumskunde: 

a.  Pyl  Dr.  Th.  Pommer'sche  Geschichtsdenkinaler  IV. 
V.  Bd.  Nebst  XXXVU.  Jahresbericht  Greifewald 
1873.  1874. 

b.  Rosen  Carl  v.  Vom  Baltischen  Strande.  Rogisch- 
Pommer'sche  Lebensbilder.    Greifswald  1876. 

31.  Vom  Verein  fur  Naturkunde  fur  Oesterreich  o.  E.: 

Jahresbericht  V.  VL  VH.  Linz  1874—1876. 

32.  Vom  Verein  fur  Hamburgische  Geschichte: 

Zeitschrift.    Neue  Folge.  IE.  Bds.  3.  4.  Hft    Ham- 
burg 1874.  1875. 

33.  Vom  Verein  fur  Landeskunde  von  Nieder5sterreich : 

a.  Blatter  fur  Landeskunde  von  Niederosterreich.  Neoe 
Folge.    VH— IX.  Jahrg.    Wien  1873—1875. 

b.  Topographie  von  Nieder5sterreich  V — IX.  Hft.  Wki. 
1873—1876. 

34.  Von  der  historischen  Gesellschaft  des  Kantons  Aargau: 

a.  Argovia.  Jahresschrift.  ViLL  IX.  Bd.  Aarau  1874. 
1875. 

b.  Eatalog  der  Bibliothek  der  Gesellschaft.  Aarau 
1874. 

a  Brunner  C.  Rdnigsfeldens  Schicksale  aus  seinem 
Urkundensohatze.    Festschrift    Aarau  1876. 

35.  Von   der   Oberhessischen   Gesellschaft   fur  Natur-  and 
Heilkunde: 

XV.  Bericht     Giessen  1876. 

36.  Vom  Verein  f6r  Natur-  und  Heilkunde  zu  Presburg: 

Verhandlungen.   Neue  Folge.   2.  Heft.  Presbuig  1874. 


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—    35    — 

37.  Von  der  schweiz.  entomologischen  Gesellschaft : 

Mittheflungen  IV.  Bd.  SchaflFhausen  1874—1876. 

38.  Vou  der  k.  bohm.  Gesellschaft  der  Wissenschaften  zu 
Prag: 

a.  Abhandlungen.    Jahrg.   1873.   1873.   (6.  Folge  VI. 
VH.  Bd.)  Prag  1874.  2875. 

b.  Sitzungsberichte.    Jahrg.  1873.  1874.  1875.  Prag. 

39.  Vom  Literarischen  Verein  in  Stuttgart: 

Publication  114—130.    Tiibingen  1873—1876. 

40.  Von  der  Gesellschaft  znr  Beffirderung  der  Geschichts- 
Alterthnms-  und  Volkskunde  von  Freiburg  u.  s.  w.: 

Zeitschrift  ILL  Bds.  3.  Heft.  Freiburg  i.  B.  1874. 

41.  Vom  Joanneum  Graz: 

a.  Jahresbericht  XXIII.  XXIV.  fiber  die  steiermarkische 
landsch.  Oberrealschule  in  Graz  1874.  1875. 

b.  Jahresbericht    62.    63.    64.   des  Joanneums.     Graz 
1874-1876. 

42.  Von  der  k.  k.  Geographischen  Gesellschaft  in  Wien.: 

Mittheilungen.  Jahrg.  1873—1875.  XVI— XVIH 
Bd.  (VI— VIE).  Wien. 

43.  Vom  Deustchen  und  Oeaterreichischen  Alpenverein: 

a.  Zeitschrift  V— VH.  Bd.  Mfinchen    1875.  2876. 

b.  Mittheilungen.    Jahrg.  1675  1876.    Frankfort  a.  M. 

44.  Vom  Museum  Francisco-Garolinum  in  Linz: 

BerichtXXH— XXIV.  Nebst  XXVII— XIX.  Lieferung 
der  Beitr&ge  zur  Landeskunde  von  Oesterreich  ob  der 
Enns.    linz  1874—1876. 

45.  Vom  siebenbfirgischen  Verein  fir  Naturwissenschaften : 

Verhandlungen  und  Mittheilungen.  Jahrg.  XXIII — 
XXVI.  Hermanstadt  1873—1876. 

46.  Von  der  St  Gallischen  naturwissenschaftlichen  Gesell- 
schaft: 

Berichte  fiber  die  Th&tigkeit  (derselben)  1872—1874. 
St  Gallen. 

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—   36    — 

47.  Von  der  historisch-  statistischen  Sektion  der  k.  k.  mSia, 
schles.  Gesellschaft  zur  Beftfrderung  des  Ackerbanes,  der 
Natur-  und  Landeskunde: 

a.  Schriften  XVI.  XX.  XXII.  Band.  Brflnn  1867— 
1875. 

b.  Diebl  C.  Landwirthschaftliche  Reminiscenzen  and 
Conjanctaren  im  100.  Grundungsjahre  der  Gesell- 
schaft    Brunn  1870. 

48.  Vom  Harz-Verein  fur  Geschichte  und  Alterthumskunde: 

a.  Zeitschrift  Jahrg.  VII— IX.  Wernigerode  1874— 
1876. 

b.  Mtinchhausen.  Die  Teppiche  des  Jungfrauenstiftes 
Marienberg  bei  Helmstedt     Wernigerode  1874. 

40.  Von  der  Geschichte-  und  Alterthumsforschenden  Gesell- 
schaft  des  Osterlandes: 

Mittheiluugen  VH.  Bds.  4.  HfL,  Vffl.  Bds.  1.  Heft. 
Altenburg  1974.  1875. 

50.  Von  der  Academy  of  Natural  Sciences  in  Philadelphia: 

Proceedings.  1873.  part  I— EL,  1874.  part  I— IIL 
Philadelphia. 

51.  Von  der  historisch-  antiquarischen  Gesellschaft  Gnta- 
biindens: 

Die  Raeteis  von  Simon  Lemnius.  Schweizerisch- 
deutscher  Krieg  von  1944.  Epos  in  9  Gesangen. 
Mit  Vorwort  und  Commentar  von  Pladdus  Plattner. 
Chur  1874. 

52.  Von  der  Commission  Imperiale  archeologique  de  St 
petersbourg : 

Compte-Rendu  pour  les  ann&s  1870  et  1871.  Avec 
Atlas,  St.  Petersbourg  1874. 

53.  Von  der  Allgemeinen  schweizerischen  naturforechenden 
Gesellschaft : 

Verhandlungen  der  56.  Jahresversammlung  in  Schaff- 
hausen  1873,  der  57.  in  Chur  1874  und  der  58.  in 
Andermatt  1875. 


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—   37    — 

64.  Yon  der  naturforschenden  Gesellschaft  in  Bern: 

Mittheilungen.    Jahrg.  1873.  1874.  1975.  Bern. 

55.  Vom   Geschichtsverein    und    naturhistorischen    Landes- 
Museum  in  K&rnten: 

Carinthia.     Zeitschrift  fOr  Vaterlandsknnde,  Belehrung 
und  Unterhaltung.    Jahrg.   1873—1875.  Klagenfurt 

56.  Vom  histor.  Verein  far  Karnten: 

Archiv.  XIII.  Jahrg.    Klagenfurt  1876. 

57.  Vom  historischen  Verein  des  Kantons  Glarus: 

Jahrbuch.  XI.  XII.   XIII.  Hft.    Ziirich  und  Glarus 
1875—1876. 

58.  Vom  historischen  Verein  far   den  Niederrhein  in  K5ln: 

Annalen.    Hefte  XXVU— XXX.  Koln  1874—1876. 

59.  Vom  historischen  Verein  der  funf  Orte:     Luzern,  Uri, 
Schwyz,  Unterwalten  und  Zug: 

Der  Geschichtsfreund.   XXIX— XXXI  Bd.   1874— 
1876.  Einsiedeln. 

60.  Vom  Verein  fur  Naturkunde  zu  Zwickau: 

a.  Jahresbericht  1871.  1872.  1873—1875  Zwickau. 

b.  Mietzsch  Dr.  H.     Die  Ernst  Julius  Richter-Stiftung 
der  Stadt  Zwickau.  1875. 

61.  Von  der  Accademia  delle  Scienze  di  Bologna: 

a.  Memorie.     Serie  III.  Tom.  m.  fasc.  3  —  Tomi  IV. 
V.  XI.  Bologna  1874—76. 

b.  Rendiconto  1873—1875. 

62.  Von  der  Gesellschaft  fiir  vaterlandische  Alterthuiner  in 
Basel: 

Heyne  Moritz.     Ueber  die  mittelalterliche  Sammlung 
zu  Basel.    Basel  1874. 

63.  Annuario  della  Societa  Alpino  del  Trentino  1874.  Arco. 

64.  Von  der  Society   des  Sciences  naturelles  de  Neuchatel: 

a.  Bulletin.  Tome  X.  Neuchatel  1874—1876. 

b.  Memoires.     Tome    IV.    Seconde    partie.      Neuchatel 
1874. 

65.  Vom  historischen  Verein  von  und  fiir  Oberbayern: 


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-    38    — 

a.  Oberbayrisches   Archiv.   XXXII.   Bds.   2.  Heft  bis 
XXXV.  Bds.  1.  Hft  Mtachen  1874.  1875. 

b.  Jahresbericht  XXXIH.  XXXIV.     Mtinchen    1871. 
1872. 

66.  Vom  historischen  Verein  von  Schwaben  nnd  Neuburg: 

Zeitschrift  Jahrg.  LEE    Augsburg  1874—1876. 

67.  Vom  Verein  fiir  Geschichte  und  Alterthum  Westfidens: 

Zeitschrift     Dritte   Folge.    VDI— X    Bd.    Mflnster 
1869—1871. 

68.  Vom  naturwissenschaftliohen  Verein  in  Magdeburg: 

a.  Abhandlungen.  Heft  3—7.  Magdeburg  1872—1876. 

69.  Vom  Verein  fttr  Greschichte  des  Bodensee's  nnd  seiner 
Umgebung: 

Schriften.    Heft  V.  VI.  Lindau  1874.  1875. 

70.  Von  der  Acad£mie  Royale  des  Sciences,  des  Lettires  et 
de  beaux-  Arts  de  Belgique: 

a.  M6moires.  Tome  XL— XII.  Bruxelles  1873—1876. 

b.  M<5moires  couronn&i.  T.  XXXVH— XXXIX.  1.  Bru- 
xelles 1873—1876. 

c.  M&noires  couronnis  in  8°  T.  XXIH— XXVL  Bru- 
xelles 1873—1875. 

d.  Bulletin.    T.    XXXV— XXXIX.    Bruxelles  1873- 
1875. 

e.  Annuaire  de  l'Acad&nie  1874.  1875.  1876. 

f.  Notices  biographiques  et  bibliographiques.     Bruxelks 
1875. 

71.  Von  der  Section  historique  de  l'lnstitut    royal-grand- 
ducal  de  Luxembourg: 

Publications.      Annfes     1873.    1874.    1875.      Vol 
XXVIH— XXX.  Luxembourg. 

72.  Von  der  k.  ungar.  geologischen  Anstalt: 

a.  Mittheilungen.    Ill— V  Bd.    Budapest  1874—1876. 

b.  A.  Magyar  kir.  fSldtani  intezet  EvkSnyve.  IV.  Kot 
3  Ffizet.  1876. 

73.  Von  der    historischen    und   antiquarischen    Gteellschaft 
zu  Basel: 


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-    39    - 

a.  Vischer  Wilhelm.  Das  Urner  Spiel  von  Wilhelm 
Tell.  Nach  der  Originalausgabe  neu  herausgegeben. 
Basel  und  Genf  187£. 

b.  BeitrSge.  X.  Bd.  Basel  1876. 

74.  Von  der  Eais.  Leop.  Carolinischen  deutschen  Akademie 
der  Naturforscher  in  Dresden: 

Leopoldina.    H— XL  Hft.  Dresden  1860—1875. 

75.  Vom  naturhistorischen   Verein   der    prenss.   Rheinlande 
und  Westfalens  in  Bonn: 

Verhandlungen.    Jahrg.    XXX— XXXH.    1.    Bonn 
1873—1975. 

76.  Vom  Nassauischen  Verein  fiir  Natnrknnde: 

Jahrbiicher    XXVH.     XXVHL    Wiesbaden     1873. 
1874. 

77.  Von  der  Gesellschaft  fiir  die  Geschichte  der  Herzog- 
thumer  Schleswig,  Holstein  und  Lauenburg: 

a.  Zeitschrift  IV.  Bds.  2.  Heft,  bis  inclus.  VI.  Bd. 
Kiel  1873—1876. 

b.  Quellensammlung  IV.  Bds.  1.  2.  Hft.  Kiel  1874. 
1875. 

o.  Urkundensammlung   IV.   Bd.   faso.  I.  H.  Kiel  1874. 
d.  Hasse  Dr.  P.     Kieler    Stadtbuch    aus    den   Jahren 
1264—1289.    Kiel  1875. 

78.  Vom  historischen  Verein  in  St  Gallen: 

a.  Toggenburg  unter  abtischer  Herrschaft  (Neujahrsblatt). 
St.  Gallen  1875. 

b.  Urkundenbuch  der  Abtei  St.  Gallen.  HI.  Thl.  1.  Lfg. 
920 — 1240.  Herausgegeben  von  H.  Wartmann.  St 
Gallen  1875. 

79.  Vom  Alterthumsverein  in  Wien: 

Berichte   und  Mittheilungen.  XIV.  Bd.  Wien  1884. 

80.  Vom  Vorarlberger  Museums- Verein: 

RechenschaftsberichteXIV.XV.  1873.  1874.  Bregenz. 

81.  Vom  naturwissenschaftlichen  Verein  in  Osnabr&ck: 

Jahresberioht  H.    1872—1873.    Osnabrttck  1874. 


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I  -   40    - 

t  82.  Von  der   allgemeinen    geschiohtforschenden  Gesellsohaft 

j  der  Schweiz: 

f  a.  Archiv  ffir  schweizerisohe  Geschichte.  XIX.  XX.  Bd. 

Ziirich  1874.  1875. 
'  b.  Die    Chronik    des    Hans    Fr&nd    Landschreiber    za 

Schwytz   (XV).   Jahrh.     Heransgegeben  von  Ch.  J. 

Kind.    Chur  1875. 

83.  Vom  naturwissenschaftliohen  Verein  fiir  Steiennarki 

Mittheilungen.     Jahrg.  1874.  1875.  Graz. 

84.  Vom  historischen  Verein  von  Oberp&lz  nnd  Regensbnrg: 

a.  Verhandlungen.  XXX.  XXXL  Bd.  Regensbuig  1874 
1875. 

b.  Verzeichniss  (Register)  tiber  I— XXX.  Bd.  der  Ver- 
,                             handlnngen  des  Vereins.     Stadtamhof  1874. 

85.  Von  der  Societa,  Adriatica  di  Scienze  naturali  in  Triest 
Bolletino.  L  No.  1—7.,  IL  No.  1—3.  Trieste  1875. 
1876. 

86.  Von  der  Acad^mie  des  Sciences,  belles-lettres  et  arts 
de  Lyon: 

a.  M&noires.    Glasse  des  sciences.    Tome  XX.    Paris, 
Lyon  1873—1874. 

b.  Memoires.     Classe  des  lettres.     Tome  XV.    P*ri*» 
Lyon.  1870—1874. 

87.  Von  der  Soci&6  d*  Agriculture,  histoire  naturelle  eta  eta 
de  Lyon: 

Annales  IV  me  Serie,  Tome  IV— VII.  Lyon  1872— 
1874. 

88.  Vom  Verein  fflr  das  wirtembergische  Franken: 

Zeitschrift  IX.   Bds.   2.   Hft.   bis  X.   Bds.   1.  Hft 
Heilbronn  1873.  1875. 

89.  Vom  entomologischen  Verein  in  Stettin: 

Entomologisohe  Zeitung.     Jahrg.  XXXV.  XXXVL 
Stettin  1874.  1875. 

90.  Vom  historischen  far  Niederbayern: 

Verhandlungen  XVH.  Bd.   und  XVIH.   Bds.  I  8- 
Hft.  Landshnt  1873-1876. 


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—    41    - 

91.  Vom  heraldisoh-geologischen  Verein  .Adler*  in  Wien: 

Jahrbuch.    Jahrg.  L  H.    Wien  1874.  1875. 

92.  Vom  Verein  ffir  meklenburgische  Geschichte  und  Alter- 
thumskunde : 

Jahrbfioher    und    Jahresbericht.      Jahrg.    XXXIX. 
XXXX.  Sohwerin  18*  4.  1875. 

93.  Vom  naturwissenschaftlichen  Verein  in  Bremen: 

a.  Abhandlongen  IV.  Bds.  2.  Hft.  bis  V.  Bds.   1.  Hft. 
Bremen  1874—1876. 

b.  Beilage   No.   4.   5   zu  den  Abhandlungen.     Bremen 
1874.  1875. 

94.  Von  der  natnrforschenden  Gesellschaft  Granbtlndens: 

a.  Jahresbericht     Neue  Folge.     Jahrg.   XVIII.    XIX. 
Chur.  1875.  1876. 

b.  Natnrgeschichtliche  Beitrfige   znr  Kenntniss  der  Um- 
gebnngen  von  Chnr.  1874. 

o.  Hnsemann  Dr.  A.     Die  arsenhaltigen  Eisensauerlinge 
von  Val  Sinestra  im  Unterengadin.    Chnr  1876. 

95.  Von  der  Soci&6  d'Histoire  et  d'Archfologie  de  Geneve: 

M&noires  et  Documents.  Tome  XIX.  Livr.  1.  Geneve 
1875. 

96.  Vom  Verein  fur  hessische  Geschichte  und  Landeskunde : 

a.  Zeitschrift.    IV.  Bds,  3.  Hft.  bis  VI.   Bds.  3.  Hft. 
Kassel  1873—1875. 

b.  Supplement  V.  zur  Zeitschrift.    Kassel  1875. 

c.  Veraeichniss  der  Mitglieder  des  Vereins  1874.  1875. 

d.  Dunker  Dr.  A.   Festschrift:  Friedrich  Rilckert.  Hanau 
1874. 

e.  Mittheilungen.  Jahrg.  1875.  I.  H. 

97.  Vom  historischen  Verein  far  Oberfranken: 

Bericht  XXX.  XXXVI-XXXVHI.  Bamberg.  1866. 
1873-1875. 

98.  Vom  historischen  Verein  zu  Osnabriick: 

Mittheilungen.  X.  Bd.     Osnabriick  1875. 

99.  Vom  natnrforschenden  Verein  in  Brunn: 

Verhandlungen  XII.  XHI.  Bd.    Br&nn  1874.  1875. 


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—    42    — 

100.  Vom  historischen  Verein  zu  Brandenburg: 

a.  Jahresbericht  I— VI.  Brandenburg  1869—1873. 

b.  Schillmann  R.  Vorgeschichte  der  Stadt  Brandenbnig. 
1871. 

101.  Vom  Verein  f&r    Lfibeckische  Geschichte  und  Alter- 
thumskunde : 

a.  Zeitschrift  HI.  Bds.  2.  Hft.  LUbeck  1873. 

b.  Bericht  des  Vereins.  1772.  1873. 

102.  Vom  Verein  flir  Geschichte  und  Alterthum  Schlesiens: 

a.  Zeitschrift  XII.  Bd.  und  XIII.  Ads.  1.  Hft.  Breslau 
1874—1876. 

b.  Grunhagen  C.  Wegweiser  durch  die  schles.  Geschichts- 
quellen  bis  zum  J.  1550.    Breslau  1876. 

103.  Vom     naturwissenschaftlich  -  medizinischen    Verein  in 
Innsbruck : 

Berichte  HI— VI.  Innsbruck  1874—1876. 

104.  Von     <ler  „  Pollichia a,    naturwissenschaftlichem  Vereia 
der  Rheinpfalz: 

a.  Nachtrag  zum  XXVIII.  und  XXIX.  Jahresbericht. 
Diirkheim  1872. 

b.  Jahresbericht  XXX  -XXXII.  Durkheim  1874. 

105.  Von  der  Soci&6  d'Histoire  de  la  Suisse  romande: 

M6moires  et  Documents.  T.  XXIX.  XXX.  Lausanne 
1875.  1876. 

106.  Vom  Germanischen  Museum  in  Nlirnberg: 

a.  Anzeiger  fiir  Kunde  der  deutschen  Vorzeit  Jahrg, 
XXI.  XXII.  Nfirnberg  1875.  1876. 

b.  Bericht  XXL  XXH  1875.  1876. 

107.  Vom  Verein    fur    Nassauische    Alterthumskunde    und 
Geschichtsforschung : 

Annalen  XL  XIII.  Wiesbaden  1871.  1874. 

108.  Von   der  Soci^t^  Khediviale   de  Geographie  in  Cairo: 

a.  Statuts  de  la  Society.     Alexandrie  1875. 

b.  Schweinfurth  Dr-  G.  Discours  prononc^  au  Caire  a 
la  sc&ince  <T  Inauguration  le  2  Juin  1875. 
Alexandrie  1875. 


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—    43    — 

109.  Von  der  Naturhistorischen  Gesellsohaft  in  Hannover: 
Jahresbericht   XXTTT.  XXIV.  Hannover   1873.  1874. 

110.  Vom  siebenbtirgischen  Verein  fQr  Naturwissenschaften : 

Verhandlungen  Jahrg.  XXV.  XXVI.  Hermanstadt 
1875.  1876. 

111.  Vom  Verein    zur    Verbreitung    naturwissenschaftlicher 
Kenntnisse  in  Wien: 

Schriften  XIV-XVI.  Bd.    Wien  1874-1876. 

112.  Vom  Verein  zur  Erforschung  der  rheinischen  Geschichte 
and  Alterthiimer  in  Mainz: 

Zeitschrift  HI.  Bds.   2.  Hft.    Mainz  1875. 

113.  Vom  Verein  far  Naturkunde  in  Zwickau: 

a.  Jahresbericht  1874. 

b.  Mietzsch  Dr.  H.    Die  Ernst  Julius  Richter-Stiftung 
in  Zwickau.  1875. 

114.  Von  der  naturforschenden  Gesellschaft  in  Basel: 

Verhandlungen.  VI.  Thl.  1.  2.  Hft.    Basel  1875. 

115.  Von  der  k.  schwedischen  Akademie  der  Wissenschaften 
in  Stockholm: 

a.  Handlingar.   Bd.  9  (2).  10—12.    Stockholm  1870 
—1873.  Nebst  Atlas  zu  Bd.  11. 

b.  Bihang  I.  Bd.  1.  2.  n.  Bd.  1.  2.  Stockholm  1872 
—1875. 

c.  Oftrersigt    Bd.  28—32  Stockholm  1871—1875. 

d.  Lefhadsteokningar.  Bd.  I.  Hft.  3.  1873. 

116.  Von  der  American  Geographical  and  Statistical  Society 
in  New- York: 

Journal  1873.  Vol.  IV.  New- York  1874. 

117.  Vom  Jardin  Imperial  de  Botanique  de  St  Petersburg: 

Acta  Horti  Petropolitani.  Arbeiten  des  kais.  botani- 
schen  Gartens  in  St.  Petersburg.  I— V.  Bd.  1871  — 
1876. 

118.  Vom  Verein  fQr  Hennebergische  Geschichte   und  Lan- 
deskunde  in  Schmalkalden: 

Zeitschrift    I.  Heft    Schmalkalden  1875, 


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—    44    — 

119.  Von     der    physikalisch-    8konomischen   Gellschaft  zu 
K5nigsberg: 

Schriften.  Jahrg.  XIV.  XV.  XVI.  K5nigsberg  1873 
—1875. 

120.  Vom  naturhistorischen  Verein  in  Angsburg: 

Bericht  XXHL  Augsburg  1875. 

121.  Von  der  Magyar  tudomanyos  Akademia  in  Pest: 

a.  Archaeologiai  Kdzlein^nyek.   K.    K6tet    2   Fuzet 
Budapest  1874. 

b.  Monumenta  Hungariae    archeologica,    EH.   Budapest 
1874. 

c.  Catalog  iiber  die  Publicationen  der  Akademie  1875. 

d.  Almanach  der  Akademie  1874.  1875. 

122.  Vom  historischen  Verein  von  Oberfiranken  zu  Bayreuth: 

Archiv.  XIII.  Bds.   1.  Hft  Bayreuth  1875. 

123.  Von  der  University  Royale  de  Norvege: 

a.  Kjerulf  Th.  Om  Skuringsmaerker,  Glacialforma- 
tion  etc.  etc.  II.  Christiania  1873. 

b.  Sexe  S.  A.  Jaettegryder  og  Gamle  strandlinieri  f  ast 
Klippe.     Christiania   1874. 

a  Unger  C.  R.  Postola  Sflgur.  Christiania  1874. 

d.  Lieblein  J.  Die  agyptischen  Denkm&ler  in  Peters- 
burg, Helsingfors,  Upsala  und  Copenhagen.  Chri- 
stiania  1873. 

124.  Vom  Verein  fiir  Chemnitzer  Geschichte: 

Mittheilungen    I.    Jahrbuch     1873—75.      Chemnitz 
1876. 

125.  Vom  botanischen  Verein  der  Provinz  Brandenburg: 

a.  Verhandlungen.  Jatrg-  v-  VI.  X— XVI.  Berlin 
1863-1875. 

b.  Wunschmann   E-     Ueber    die    Gattung    Nepenthes. 

Berlin  1872. 

126.  Von  der  naturforschenden  Gesellschaft  zu  Bamberg: 
^  Bericht   X    fur    die   Jahre  1871 — 1874.    Bamberg 

1875. 


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—   45    — 

127.  Vom  wiirtembergischen  Alterthumsverein  in  Stuttgart: 

a.  Jahreshefte.  II.  Bds.  2.  Hft  Stuttgart  1876. 

b.  Schriften.  II.  Bds.  2.  Hft.  Stuttgart  1875. 

128.  Vom  botanischen  Verein  in  Landshut: 

Bericht  V.  iiber  die  J.  1874—75.  Landshut  1876. 

129.  Von  der  Soci£t£  des  Sciences  de  Nancy. 

Bulletin,     Serie    II.   Tome  I.  No.    1-5.     Nancy 
1874—1876. 

130.  Vom  Verein  fQr  Geschichte  und  Alterthumskunde  zu 
Erfurt: 

&  Mittheilungen.  VII.  Kft.  Erfurt  1876. 
b.  Weissenborn  Dr.  J.  Ch.  H.    Erinnerungen   an  Karl 
M.  E.  Hermann.  Erfurt  1875. 

131.  Vom  Verein  fur  Geschichte  der  Mark  Brandenburg: 

M&rkische  Forschungen.  XHI.  Bd.  Berlin  1876. 

132.  Vom  historischen  Verein  des  Kantons  Bern: 

Archiv.  X.  Bds.  1.  Hft.  Bern  1876. 

133.  Vom  Verein  von  Alterthumsfreunden  im  Rheinlande: 

Jahrbficher.  Hft.  XVII.  XVHI.  Bonn  1876. 

134.  Vom  historisohen  Verein  fur  den  IJezirk  Marienwerder: 

Zeitschrift.  I.  Heft.  Marienwerder  1876. 

135.  Vom  Munchner  Alterthumsverein: 

Die  Wartburg.    Zeitschrift  fur  Kunst  und  Kunst- 
gewerbe.    Jahrg.  1874—1876.     Munchen. 

6.  Vermischtes. 

Theologische,   philosophische,  juridische,  medizinische,  p&da- 

gogische  und  belletristische  Druckschriften  und  Zeitungen. 

1.  Vintler  Hanns.  Die  Pluemen  der  Tugend.  Herausgege- 
ben  von  Ignaz  V.  Zingerle.     Innsbruck  1874. 

2.  Im  Neuen  Reich.  Wochenschrift  fur  das  Leben  deut- 
schen  Volkes.  1874  No.  19.  20.  (Enthalten  Aufc&tze 
iiber  Siidtirol)  Leipzig  1874. 

3.  Pichler  Adolf.  Marksteine.  Erzahlende  Dichtungen. 
Gera  1874. 

4.  Der  Krieg  in  Italien.   1859.     Nach  den  Feldakten  und 


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—    46    — 

andern  authentisehen  Quellen  durch  das  k.  k.  General- 
stabs-Bureau  bearbeitet  I.  II.  EL  Bd.  Wien  1872 
—1876. 

5.  Schftppuer  A.   Sagenbuch  der  bayerischen  Lande.  3  Bd. 
Mflnchen  1874. 

6.  Franzenshuld    Ernst    von.      Sonnenblumen.      Novellen, 
Poesien  und  Reisebilder.    Wien  1868. 

7.  Moser  Peter.     Geschichten,  Schwanke  und  Bilder  ans 
den  Alpen.     Gera  1874. 

8.  Obrist  J.  G.    Der  Lyriker  Hermann  v.  Gilm.    Trautenau 
1874. 

9.  Ein  vollstSndiges  Exemplar  der  1862—1863  zu  Inns- 
bruck  erschienen.     Inn-Zeitung. 

10.  Walther  von  der  Vogelweide.  Gedichte,  fibersetzt  von 
Karl  Simrock.    V.  Auflage.    Leipzig  1873. 

11.  Walther  von  der  Vogelweide.  Herausgegeben  von  Fr. 
Pfeiffer.    IV.  Auflage.    Leipzig  1873. 

12.  Greif  Martin.  Walthers  RUckkehr  in  die  Heimath. 
Festspiel.    Innsbruck  1874. 

13.  Schneller  Christian.  Die  Volksschule  in  Tirol  vor 
hundert  Jahren.    Innsbruck  1874. 

14.  Flugi  A.  v.  Die  Volkslieder  des  Engadin.  Strassburg 
1873. 

15.  Hintner  Dr.  Val.  Beitrage  zur  tirol.  Dialektforschtmg. 
I.  H.  Wien.  1873.  1874. 

16.  Bauordnung  far  das  Land  Vorarlberg  1874.  Bregens 
1874. 

17.  Schiessstands-Ordnung  f&r  Tirol  und  Vorarlberg  von 
Mai  1874.    Innsbruck. 

18>  Mehrere  Druckschriften  auf  die  deutsche  Philologen-Ver- 
ftammlung  (1874)  in  Innsbruck  bezuglich. 

19.  Zwei  Separat-Abdr&cke  aus  der  Zeitschrift  f&r  deutsche 
Philologies  Bd*  VL 

a.  Zingerle  Ignaz.     Ueber  tirol.  Handschriften.  L    Altes 
Passional  (in  der  f.  b.  Seminar-Bibliothek  zu  Brixen). 

b.  Bezzenberger  H.  E.  Zu  Walther  von  der  Vogelweide. 


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—    47     — 

20.  Vereinigter    Volks-   und  Landwirthschafts-Kalender   fur 
Tirol  und.   Vorarlberg.     Jahrg.  1875.    1866.    Innsbruck. 

21.  Steinleclirier  Paul,   D.  jur.     Zur  Reform  des  Eherechts. 
Ein  Vortrag.  Innsbruck  1875. 

22.  Raccolta.    di  sovrane  ordinazioni  relative  al  Regolamento 
generale    della  procura  giudiziaria  etc.  etc.  Rovereto  1807 

23.  Anithor  I>r.  Eduard.  Der  Alpenfreund.  VII.  VIE.  EX.  Bd. 
Gera  1874-1876. 


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-    48    — 

Siindenschlaff  vertiefte  Seel  Clorinda  zu  einem  bessern 
Leben  auferweckt.  Durch  P.  T.  Laurentium  v.  Schnuffis. 
Costanz  Anno  1682. 

37.  White  Walter.  Rhymes.  London  1873. 

38.  Soldaten  Kalender  fiir  das  gemeine  Jahr  1853.  Yon  J. 
N.  Vogl.     Wien. 

39.  Obrist  J.  G.  Die  Enthiillungsfeier  des  Schopf-Denk- 
males  zu  Telfs  am  24.  October  1875.     Innsbruck. 

40.  Hann  Dr.  F.  G.  Die  Ethik  Spinoza's  nnd  die  Fhilo- 
sophie  Decartes.     Innsbruck  1876. 

41.  Ullman  Dr.  E.  Das  Ssterreichische  Strafprozessrecht 
I— m.  Abth.     Innsbruck  1876. 

42.  Anzoletti  P.  Zur  Heimatsfrage  Walthers  von  der 
Vogelweide.     Bozen  1876. 

43.  Gedichte  Leutolds  von  Saben.     II.  Aufl.     1875. 

44.  Mehrere  Programme  von  tirol.  Mittelschulen  und  Zeitunga- 
bl&tter  mit  auf  Tirol  bezuglichen  Artikeln. 

45.  Tacchi  Leop.  Manuale  di  Metrologia  basata  sul  sistema 
legale  dei  nuovi  pesi  e  delle  nuove  misure.  Bovereto 
1876. 

46.  Perini  Ag.     Bacconti  e  Novelle.    Rovereto  1875. 

47.  Steinlechner  Dr.  Paul.  Das  Wesen  der  Juris  Communio 
und  juris  quasi  Communio.  Eine  civilistische  Abhandlong. 
I.  Abth.     Innsbruck  1876. 

48.  Pfaundler  Greorg  v.  Geschichtliche  Notizen  aus  tiroL 
Zeitungen  gesammelt  1866—1876. 

49.  Gesetze  und  Verordnungen  auf  Tirol  und  Vorarlbeig 
bezuglich,  von  den  Jahren  1848  —  1876. 

50.  Pfaundler  Greorg  v.  Zeitungs-Notizen  zu  Staffler's  Topo- 
graphie  von  Tirol  und  Vorarlberg.  NachtrSge  1830— 
1876. 

51.  Allgemeine  Zeitung.  Jahrg.  1813.  1814.  (I.  Sem.). 
1815. 

52.  Augsburger  Allgemeine  Zeitung.     Jahrg.  1876.  1876. 

53.  Augsburgische  Ordinare  Zeitung.  Jahrg.  1796.  1797. 
1798.  1799. 


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—    49    — 

54.  Demattio  F.  Dr.  Morfologia  italiana  con  riguardo  al 
suo  sviluppo  storico  dalla  lingua  primitiva  latina.  Inns- 
bruck 1876. 

55.  Inama-Sternegg  K.  Th.  v.  Adam  Smith  and  die  Be- 
deutung  seines  Wealth  of  Nations  ffir  die  moderne  Na- 
tional-Oekonomie.     Innsbruck  1876. 

56.  Bericht  fiber  das  Wirken  der  Gesellschaft  zur  Unter- 
8tiitzung  deutscher  Schalen  im  Walsch-Tirol  and  an 
der  SprachgrHnze  in  den  J.  1873—1875. 

57.  Schmid  Hermann.  Der  Bauernrebell.  Roman  aus  der 
Tirolergeschichte.     Stuttgart  1876. 

58.  Jig  Albert  Die  kunstgewerblichen  Fachschulen  des 
k.  k.  Handekministeriums  1875. 

59.  Kfihne.  Der  Erieg  im  Hochgebirge,  die  Organisation 
der  5sterr.  Wehrkrafte  in  Tirol  und  Vorarlberg  und  die 
Divisions-Uebungen  in  Tirol  im  Sept  1875.  Berlin 
1376. 

60.  Gredler  V.  M.  Ethische  Naturbilder.  Neue  Auflage. 
Innsbruck  1876. 

61.  Hurter  H.  S.  J.  Theologiae  dogmaticae  compendium. 
Tom.  I.  n.  Oeniponte  1876. 

62.  Mehrere  Programme  und  Ausweise  tirolischer  Lehr- 
anstalten  fiir  die  Jahre  1874.  1875.  1876. 

63.  Barach  Dr.  C..  S.  Bernardi  Silvestris  de  Mundi  uni- 
versitate  libri  duo.    Innsbruck  1976. 

64.  Hagen  Caspar.  Diohtungen  in  alemannischer  Mundart 
aus  Vorarlberg.  Ill  Sammlung.  Innsbruck  1876. 

65.  Oesterreichische  Wochenschrift  fiir  Wissenschaft  und 
Kunst     Jahrg.  1872  in  2  Banden.     Wien  1872. 

66.  Bothe  fiir  Tirol  und  Vorarlberberg  Jahrg.  1874.  1875. 
1876. 

67.  Innsbrucker  Nachrichten.    Jahrg.  1874.  1875.   1876. 

68.  Innsbrucker  Tagblatt    Jahrg.  1874.  1875.  1876. 

69.  Tiroler  Stimmen.    Jahrg.  1874.  1875.  1876. 

70.  Bozner  Zeitung.    Jahrg.  1874.  1875.  1876. 

71.  Tiroler  Volksblatt    Jahrg.  1874.  1875.  1876. 

Ferdinandeums-Zeitsohrift.  4 


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—    50    — 

72.  Augsburger  allgemeine  Zeitnng.    Jahrg.  1874. 

73.  Feldkircher  Zeitung.    Jahig.  1874.  1875.  1876. 

74.  Mehrere  gedruckte  Dokumente,  Proklamationen,  Bekannt- 
machungen  a.  s.  w.  aas  den  Kriegsjahren  1848.  1849. 
1866. 

Geschenke: 
No.  1.  12.  13.  14.  16.  17.  18.  31.  32.  39.   40.  41.  47. 

54.    55.    60.    61.    63.    64.    66.    67.    von    der    HU. 

Wagner'schen  Universit&te-Buchhandlung  zu  Innsbruck. 
No.  6  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  9  vom  Herrn  Kaufmann  Johann  Zacherle  f. 
No.  19  vom  Herrn  Professor  Dr.  Ignaz  Zingerle. 
No.  20   vom    lSbl.    landwirthschaftlichen   Central- Ausschuss 

in  Innsbruck. 
No.  21  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  22  und  38  vom  Herrn  Statthaltereirath  Wieser. 
No.  25   vom   Herrn    Johann    Hausmann,    Bibliotheks- 

Scriptor  in  Olmiitz. 
No.  27  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  28  und  28.  vom  Herrn  Verfasser. 
No.  30    vom    Herrn   Carl  Payr,   Sekret&r  der  Handek- 

kammer  zu  Innsbruck. 
No.  33.  34.  45.  46  von  der  hohen  k.  k.   Statthalterei 

zu  Innsbruck. 
No.  44  und  56  vom  Herrn  Landesschulinspektor  Christian 

Schneller. 
No.  48.    49.  50   aus  dem  Legat  des  Herrn  Georg    von 

Pfaundler. 
No.  51.    52.    53   vom   Herrn    Museumsvorstand    Johann 

Kiechl,  k.  k.  Hofrath. 
No.  68.   69.   70.   71   von  den   betreffenden   l5bl.    Verlsgs- 

handlungen. 
No.  72  vom  Herrn  Hofrath  Johann  Bitter  von  Ebner. 
No.  74  vom  Herrn  Ludwig  Schflnach,  stud.  phil. 


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Personalstand  des  Ferdinandeums  1877. 


AllerhDchster  Protektor. 

Seine  apostolische  Majestat  der  Kaiser 

VMJII  f  08SV  I. 

PrMeltor-Stellvertreter. 

Se.  kaiser).  Hoheit  Carl  Llldwig,   Erzherzog  von 
Oesterreich  u.  s.  w. 

Yerfraltungg-Aagschugs. 

Vorstcmd. 
Herr   Johann    Kiechl,    Ritter    des    osterr.    Leopoldsordens, 
k.  k.  Hofrath,  Mitglied  des  Reiohs-Gerichts. ' 

Curatoren. 

Herr  Friedrich  Ritter  v.  Attlmayr,  k.  k.  Landesgerichts- 
Prasident  i.  P. 

Herr  Florian  Blaas,  Dr.  jur.,  k.  k.  Landesgerichtsrath, 
Landtags-  und  Reichsrathsabgeordneter. 

Herr  Tobias  Ritter  von  Wildauer,  Dr.  phil.,  k.  k.  Univer- 
sitats- Professor,  Landtags-  und  Reichsrathsabgeord- 
neter. 

Sekretdr. 
Herr  Anton  Ritter  v.  Schullern,  Gutsbesitzer,  k.  k.  Bezirks- 
Schulinspektor  and  Gemeinderath. 

4* 

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—    52    - 

Fachdirektoren. 

Artistiche  Sektion. 

Herr   Gustav  von   Gasteiger,  Dr.,  jur.   k.   k.  Statthaltera- 

Sekret&r. 
Herr  Franz  Hellweger,  Historienmaler. 
Herr  Dr.  David  Schdnherr,  kais.  Bath  and  Archivar. 
Herr  Johann  Wieser,  k.  k.  Statthaltereirath. 

Historische  Sektion: 
Herr  Arnold  Busson,  Dr.  phiL,   k.  k.  Universitats-Professor. 
Herr  Alfons  Huber,  Dr.  phiL,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Herr  Christian  Sohneller,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 
Herr  Dr.  Franz  Wieser,  k.  k.  Professor. 

Naturwissensohaftliohe  Sektion. 
Herr  Camill  Heller,  Dr.   med.,   k.  k.  Universitats-Professor. 
Herr  Johann  Reichardt,  k.  k.  Oberstlieutenant. 
Herr  Carl  von  Sonklar  Edler  von  Innstfidten,  k.  k.  General- 
Major. 

BibUothelcwr. 
Herr  Josef  Egger,  Dr.  phiL,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 

dossier. 
Herr  Ottmar  von  Ricoabona,  Dr.  jur.,  Notariats-Condpient 

Scriptor. 
Herr  Balthasar  Hunold. 

Museumsdiener  und  Cursor. 
Gottfried  Habicher. 

Hantatore  des  Vereiag. 

In  Tirol  und  Vorarlberg. 
Hochw.  Herr  Anton  Eberle,  k.  k.  Feldkaplan  and  Militir- 
Instituts-Professor.  L  P.  in  Hall. 

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—    53    — 

Heir  Leo  Turner,  k.  k.  Oberbergrath  In  Brixlegg. 

Herr  Anton  Hild,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Kufstein. 

Herr  Christian   Sch&rmer,    Bitter   des  Franz- Josef-Ordens, 

Dr.  jur.,  Advokat  in  Imst 
Herr  Andreas  Angerer,  k.  k.  Hauptmann  in  der  Landwehr, 

in  Eeutte. 
Hochw.  Herr  Chrisostomns  Mitterrutzner,  Dr.  theoL,  Ritter 

des  Franz— Josef-Ordens,  k,  k.  Gymnasial-Direktor  in 

Brixen. 
Herr  Ernst  Bitter  von  Menz,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Notar  in  Bruneck. 
Herr  Anton  Lechthaler,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Lienz. 
Herr  Carl  von  HenDenrer.  Dr.  iur-  Advokat  und  Landtaes- 


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54 


In  der  Stadt  Triest 
Herr  Franz   Wiedemann,  Direktions-Inspektor  der  L  k.  priv. 
Azienda  Assicuratrice  in  Triest. 

In   der  Stadt  Olmfttz.. 
Herr  Johann  Hausmann,  k.  k.  Bibliotheks-Scriptor  in  Olinflfe. 

Fiir  das  KOnigreich  Bayern. 
Herr   Josef  Mayrhofer,   Dr.  phil.  and  med.,   Schrifeteller  in 
Miinchen. 

Ehrenmitglleder. 

Seine  kaiserl.  Hoheit  Franz  Carl,  Erzherzog  von  Oesterreich. 
Seine  kaiserl.  Hoheit  Carl  Ludwig,  Erzherzog  von  Oesterreich. 
Seine  kaiserl.  Hoheit  Rudolf,  Erzherzog    und  Kronprinz  von 

Oesterreich. 
Der    hochgeborne  Herr  Franz    Graf  von    Meran,    erbliches 

Mitglied  des  Bsterr.  Herrenhauses  u.  s.  w. 
Seine  Eminenz  Friedrich  Fiirst  von  Schwarzenberg,  Kardinal 

und  Erzbischof  zu  Prag. 
Herr  Franz   Freiherr    von   Hausmann    za    Stetten,    Tiroler 

Landmann,  zu  Bozen. 
Hochw.  Herr  Vinoenz  Gredler,  Direktor   am  Gymnasium  in 

Bozen. 
Herr  Peter  Merian,  Rathsherr  in  Basel. 
Herr  Carl  Sonklar  Edler  von  Innst&dten,   k.  k.    Genend- 

Major. 
Herr  Christian  Ritter  d' El  vert,  k.  k.  Hofirath  in  Brfinn. 
Herr  Albert  Jager,  Ritter  des  Franz- Josefe-Ordens,   k.  L 

p.  Universit&ts-Professor,  p&pstlicher  K&mmerer. 
Herr   Oskar  Ritter  von   Hierschel-Minqrbi,   Gutsbesitzer  in 

Triest. 
Herr  Josef  von  S5lder  Edler  zu  Prackenstein,    tirol.  Land- 
mann, Vorstand  des  Stadtmagistrats  i.  P.  za  Graz. 
Herr   Chrisost   Mutterrutzner,   Dr.  theol.,  Ritter  des  Fram- 
Josef-Ordens,  k.  k.  Gymuasial-Direktor  in  Brixen. 


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—    55    — 

Herr  Joachim  Barrande,  Ehren-Doktor  der  Wiener  Univer- 

sitfit  ii.  8.  w.  in  Prag. 
Herr  Carl  Edler  v.  Hofer,  Ritter  des  Franz-Josef-Ordens, 

Ministerial- Adjunkt  im  k.  k.  Reichsfinanz-Archhr  u.  s.  w. 

in  Wien.' 
Herr  Franz  Defregger,  Historienmaler  in  MCtachen. 
Herr  Johann  Preleuthner,  k.  k.  Professor  der  Bildhauerei  in 

Wien. 
Herr  Josef  Ritter  von  Peer,  Dr.  jar.,  Gtlterbesitzer. 
Herr  Ernst  Birk,  Dr.  phil.,  L  k.  Hofrath  and  Vorstand  der 

kais.  Hof-Bibliothek  in  Wien. 
Herr  Gustav  Ritter  Amon  von  Treuenfest,  Rittmeister  nnd 

k.  k.  Arcieren-Leibgarde  Seiner  Majestfit  des  Kaisers  u.  s.  w. 

in  Wien. 
Herr  Carl  Ritter  von  Blaas,  Historienmaler,  k.  k.  Professor 

an  der  Akademie  der  bildenden  Kftnste,  in  Wien. 

Ordentliohe  Mitglieder. 

(Diojonigen  P.  T.  Mitglieder,  bei  denen  der  Wohnort  nicht  angegeben 
ist,  wobnen  in  Innsbruck.) 

P.  T. 

Adam  Carl,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone  HI.  Elasse, 
Kauftnann. 

Aichinger  Franz  k.  k.  Ober-Bergkommiss&r  in  Hall. 

Aichinger  Valentin  v.,  k.  k.  Gymnasial-Professor  in  Bozen. 

Aichner  Simon,  Canonicus,  Seminar-Regens,  Dr.  and  Pro- 
fessor der  Theologie  in  Brixen. 

Aigner  Carl  v.,  k.  k.  Oberfinanzrath. 

Albaneder  Carl,  Dr.  jar.,  k.  L  Landesgerichtsrath. 

Albaneder  Josef,  Pfarrer  in  Eolsass. 

Albreoht,  kaiserl.  Hoheit,  Erzherzog  von  Oesterreich, 
k.  k.  Feldmarsohall,  (Mitglied  auf  Lebensdaner). 

Amberg  Johann,  Bischof  von  Eoropos,  General- Vikar  in 
Vorarlberg. 

An-der-Lan  Ednard  von,  Dr.  phil.,  k.  k.  Hanptmann  and 
Landesvertheidigungs-Commando-Adjutant 


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-     56    - 

Angerer  Andreas,  k.  k.  Hanptmann  in  der  Landwehr,  Posfc- 

meister  in  Reutte,  Mandatar. 
Angerer  Johann,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar,  in  Kufetein. 
Appeller  Casimir,  Kaufmann. 
Arneth  Alfred  Ritter  v.,  Dr.  phil.,  k.  k.  Hofrath  und  Direktor 

des  k.  k.  Hans-,  Hof-  und  Staats-Archivs  in  Wien. 
Arz  Anton  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  und  Statthaltereiratk 
Attlmayr  Alexius  Ritter  v.,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Attlmayr  August,  Kaufmann  und  Spediteur  in  Hall. 
Attlmayr  Ferdinand  v.,  jub.  landschaftl.  Hauptkassier. 
Attlmayr  Friedrich  Ritter  v.,  k.  k.    Landesgerichts-Praa- 

dent  L  P. 
Auer  Josef  Buchhalter. 
Auersperg  Franz  Josef  Fttrst  v.,   Oberst-Erbland-Marsdiall 

von  Tirol,  zu  Wien. 
Aufschnaiter  Ignaz  v.,  Gfiterbesitzer  in  Gries  bei  Bozen. 
August,  k5nigliche  Hoheit,  Prinz  v.  Sachsen-Oobnrg- 

Gotha. 
Ausserer  Anton,  Dr.  phil.,  k.  k.  Gymnasial-Professor  in  Graz. 
Bach  Alexander  Frhr.  v.,  k.  k.  geh.  Rath  in  Wien. 
Barchetti  Carl  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Oberfinanzrath  und 

Finanzprokurator. 
Barth  Franz  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Barth   Ludwig  Ritter    v.,    Dr.    phil.,    k.    k.    Universitats- 

Professor  in  Wien. 
Baumgarten  Anton,  Dr.  phil,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Baur  Ferdinand,  Fabriksbesitzer. 

Bellegarde  August  Graf  v.,  k.  k.  geh.  Rath  und  General- 
Adjutant  S.  Majestat  des  Kaisers.     (Mitglied  auf  Le- 


Bentzel-Sternau  A.  Graf  v.,  k.  k.  Rittmeister. 

Bereitter  Georg,  Dr.  med. 

Bereitter  Johann,  k.  k.  Finanz-Landes-Direktor. 

Bidermann  Hermann  Ignaz,  Dr.  jur.,  k.  k.  UniversitSts-Pro- 

fessor  in  Graz. 
Biehl  Wilhelm,  Dr.  phil.,  k.  k.  Gymnasial-Direktor. 


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—    57    - 

rftmansbesitzer. 
er  Augp*^  D*r«^*«L.*;or  der  k.  k.  Lehrer-Bildungs-Anstalt 

Alois,  -pT.    o^«jr.,  k.  k.  Landesgerichts-Rath. 

3W  FloTiat^^^ic^       info],  prfiiat  und  Abt  des  Stifles  Wilten. 
$\aa*  ^Ta,T*1,         ^t^^^^^ibesitzer  und  Gemeinderath. 
^oV*    ef ,  ^^^finann. 
>m  ^?  e0aor,     TQlotelbesitzer. 
^  &tfa.  ***&&,  %n*^xl.    Pralat  und  Abt  zu  Stams. 
pad*  C»e»  A&*ricua   Gmf  und  Herr  zu?   k   k   Kammerer, 

Wrfte   ^f\r    ^lolxsxatli  etc 

etbli^^^^^d     <3-raf  und  Herr  ^  in  Marburg. 

Bta^ai&  'yffm\\&*i0*  ^^^esitzer  und  Fabrikant  in  Wattens. 
$ta*4t      jo\&0*>  ^Wbelhtadler  und  Hausbesitzer. 
•gtt*^*      °  ef,  TisoUlermeister  und  Hausbesitzer. 
Bt*g#*   J  g^tgemeinde. 
Bf*^;^edric&»   Inspektor   der  t  k#  priv#  Siidbahn-Gesell- 

schaft.      ^ 

"Ho^arlU  bt»  Bitter  des  Ordens  der  eisernen  Krone, 

^^^toiserl-   P*1*1    u-  s-  w>  ro  Altenburg.   (Mitglied  auf  Le- 

Anto^   **ltter   ▼•>  k.  k.  Feldmarschall-Lieutenant. 
IB**10      £jixO&  Dr*  Phil.,  k.  k.  Universitfits-Professor. 
^aSf°^in  JoSef  Ritter  v.,  k.  k.  jub.  Oberfinanzrath. 
&*     Z^  Alois  Baron  v.,  k.  k.  Kammerer  in  Trient. 
GeS°^i  jutfe  Freym  v.,  geb.  Freyin  von  Kiibeck  in  Wien. 
CcsC1l.  Josef  Baron  von,  k.  k.  Oberst  und  Kammerer  in  Wien. 
O5*?    jokattH   NeP-»   Domherr  a.  h.,  k.  k.  Militar-Bezirks- 

pforrer. 

jobao11*  "*•  *•  Finanzrath. 
Co****         e   Heinrioh   Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  und  Oberst 
CJ°U         _^    Grosskapitular  des  deutschen  Ordens  in  Wien. 

*  Alois*  k.  k.  Oberfinanzrath. 
Cb^81  c^l  Alfred,  Kunsth&ndler. 
tJ^icto*  ^  j^^  v^  Appellationsraths-Witwe, 


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—    58     - 

Dannhauser  Wilhelm,  Fabrikant  and  GemeinderatL 
Dantscher  Carl  Ritter   von,  Dr.  med.,  t   k.   Universit&ts- 

Professor. 
Daxenbichler  Martin,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Kafstein. 
Deigentesch  August,  k.  k.  Gerichtsadjunkt  in  Schwaz. 
Demattio  Fortunat,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Desaler  Hanns,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Brixen. 
De  Zana  Josef,  Dr.  jur.,  Hausbesitzer  in  Wien. 
Dialer  Gottfried,  Gemeinderath. 

Dinter  Josef,  Dr.  jur.,  Biirgermeister  der  Stadt  Innsbruck. 
Dipauli  Al.  Freiherr  zu  Treuheim,  pensionirter  k.  k.  Landes- 

gerichtsrath. 
Dipauli  Anton  Freiherr  zu  Treuheim,  Dr.  jur.,  k.  k.  Haupt- 

mann  in  den  Landwehr,  in  Kaltern. 
Drasche  Heinrich  Ritter   v.,  Commandeur  des  Franz-Josef- 

Ordens,  Grossgrundbesitzer  und  Gewerke  in  Wien  (Mit- 

glied  auf  Lebensdauer). 
Drasche   Richard  Ritter   v.,  Bergwerksbesitzer   eta  in  Wien 

(Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Duregger  Ludwig,  Dr.  jur.,  Advokat,  Landtagsabgeordneter. 
Durig  Josef,  Direktor  der  k.  k.  Lehrerbildungs-Anstalt 
Eberle  Anton,   k.  k.  Feldkaplan  und  Milit&r-Instituts-Pn)- 

fessor  i.  P.  in  Hall,  Mandatar. 
Eberle  Virginie,  Malerin,  verehl.  Adensamer  in  Wien. 
Ebner  Robert  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Statthalteri-SekretSr. 
Ebner  Viktor  Ritter  v.,   Dr.  med.,  k.  k.  Universit&ts-Pro- 

fessor  in  Graz. 
Eder  Albert,  Furst-Erzbischof  von  Salzburg. 
Egger  Josef,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor. 
Ehrhart  Josef  von,  k.  k.  Hofrath  und  Mitglied  des  Verwal- 

tungs-Gerichtshofes  in  Wien. 
Engensteiner  Hanns,  Lehrer  der  Burgerschule. 
Enzenberg  Arthur  Graf  v.,    k.  k.  Kammerer  und  Bezirks- 

hauptmann  in  Meran. 
Enzenberg   Franz  Graf  v.,   k.  k.  geh.  Rath  und  Kammerer, 

Conservator  der  Baudenkiuale. 


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-     59     - 

Enzenberg  Hugo  Graf  v. 

Epp  Alois,  Seifenfabrikant  trad  Parfaraeur. 

Erhart  Gottfried,  Hausbesitzer  and  Gemeinderath. 

Erler  Franz,  akademischer  Bildhauer  in  Wien. 

Ernst,  kdnigliohe  Hoheit,  Herzog  yon  Sachsen-Coburg- 

Gotha. 
Eyrl  Georg  Bernard  von,  Giiterbesitzer  in  Bozen. 
Falk  Heinrich,  Dr.  jnr.,  Advokat 
Farfoglia  Alois,  k.  k.  Oberlandesgerichts-Pr&sident  und  geh. 

Rath. 
Fedrigotti  Filipp  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  in  Roveredo. 
Fedrigotti  Wilhelm   von,   Dr.   jur.,    Landeshanptmann    von 

Tirol. 
Felder  Cajetan,  Dr.  jur.,  Ritter  der  eisernen  Krone,  Biirger- 

meister  der  Stadt  Wien. 
Felderer  Carl,  Dr.  jur.,  Advokat. 
Ferrari  Eduard,  Dr.  jur.,  k.  k.  Landesgerichts-PrSsident 
Ferrari-Kellerhof  Eduard  Edler  von,  Dr.  jur.,  k.  k.  Bezirks- 

Commiss&r  in  Trient,  Mandatar. 
Ferraris  Ludwig  Graf  v.,  Herr  und  Landmann  in  Tirol,  Privat. 
Picker  Julius,  Ritter  des  Ordens  der  eisernen  Krone  HI.  KL, 

k.  k.  Hofrath,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Firmian  Ludwig  Graf  von,   Grossgrundbesitzer,  Landtagsab- 

geordneter  in  Welschraetz. 
Firmian  Virgil  Graf  v.,  in  Wien. 
Fischer  Alois,  Dr.  jur.,  k.  k.  pens.  Statthalter. 
Fischer  Ferdinand  von,  k.  k.  Oberlandesgerichts-Sekret&r. 
Fischer  Gebhard,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Flatz  Johann  Gebhard,  Historienmaler  in  Bregenz.  (Aequiv.) 
Flory  Anton  Leonhard,  Privat 
FSdrich  Stanislaus,  k.  k.  Ober-Postdirektor. 
Forcher  Johann,  Handelsmann  und  Spediteur  in  Wilten. 
Frank  Carl  Ritter  v.,  k.  k.  Regierungsrath. 
Friedle  Theodor,  Cooperator  in  Stilfes. 
Friedrich,   kais.   Hoheit,    Erzherzog   von    Oesterreich. 

(Mitglied  auf  Lebensdauer). 


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-    60    — 

Friess  Georg,   Ordensoonventual,  Professor  und  Bibliothekar 

in  Seitenstetten. 
Fr5schel  Berthold,    Erbland-Oberhofkaplan  and  Pr&lat  za 

Klosterneuburg. 
Gabl  Ludwig,  Dr.  phil.,   Professor  an  der  k.  k.  Oberreal- 

schule  in  Trautenau  (B5hmen). 
Ganglbauer  C5lestin,  Abt  des  Stiftes  Kreinsmunster. 
Gapp  Josef,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Lienz. 
Gasser  Vincenz,  Fiirstbischof  von  Brixen. 
Gassner  Georg,  Dr.  nied.,   Bitter  des  Ordens  der  eisernen 

Krone,  k.  k.  Hofrath. 
Gassner  Michael,  papstlicher  Hauspralat  und  Domprobst  in 

Brixen. 
Gasteiger  Gustav  von  und  zu  Rabenstein-Kobach,  Dr.  jur, 

k.  k.  Statthalterei-Sekretar. 
Generalstabs-Abtheilung    des  Militar-Commando's  in  Inns- 
bruck. 
Gennari  Heinrich,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Ampezzo. 
Gfall  Josef  Anton,  Conditor  und  Fabrikant 
Giovanelli  Augustin  Frhr.  v.,  Pfarrer  in  St  Pauls. 
Giovanelli  Johann  Nepomuk  Frhr.  v.,  Gutsbesitzer  in  Gries. 
Giovanelli  Paul  Frhr.  v.,  Landtagsabgeordneter  in  Meran. 
Glanz  Franz  Ritter  v.,  k.  k.  Landesgerichts-Rath  in  Riei 
Glanz  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  Rechnungs-Offizial. 
Glasmalerei-Anstalt,  tirolische  in  Innsbruck. 
G5bl  Franz,  Siidbahu-Oberinspektor  und  Gemeinderath. 
Goldegg  Hugo  Ritter  v.,  k.  k.  K&mmerer,  Hauptmann  a.  D., 

Landtags-Abgeordneter,  in  Oberniais. 
Grabhofer  Johann,  Kaffeehausbesitzer. 
Grabmayr    Anton    von,    k.    k.   Staatsanwalt    in   Feldkirch, 

Mandatar. 
Grabmayr  Josef  von,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Bludenz. 
Grebmer  Eduard  von,  Gfiterbesitzer  in  Bruneck. 
Greil  Franz,  Kaufmann,  Magistratsrath. 
Greater  Josef,   k.   k.   Gymnasial-Professor,   Landtags-  und 

Reichsraths-Abgeordneter,  p&pstlicher  Kammerer. 


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—    61    — 

Grohmann-Baillie    William    A.,    auf    Schloss    Matzen    bei 

Brbdegg. 
Gsell  Benedikt,  Dr.  theol.,  Archivar  des  Stifles  Heiligenkreuz 

in  Nieder58terreich. 
Gumer  Carl   Edler  v.,   zu   Engelsburg,   Tiroler   Landmann, 

k.  k.  Landesgerichts-Prfisident. 
Gusenbauer   Rudolf,   Abt   des   Stifles    G5ttweih   in  Nieder- 

5sterreich. 
HSmmerle  Franz  Martin,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 
H&mmerle  Heinrich,  k.  k.  Bezirkshauptmann. 
Hausle  Albert,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Bregenz. 
Hammer  Anton,  Dr.  jur.,  Advokat 
Hammer  Franz,  k.  k.  Landes-Hauptkasse-Direktor. 
Hammerle  A.  J.,  k.  k.  Bibliothekar  in  Salzburg.     ■ 
Haslmayr  Vinzenz   Ritter  v.,   Dr.  jur.,   k.  k.  Hofrath  und 

Oberstaatsanwalt  in  Triest. 
Hassenmtiller  Hugo  Ritter  v.  Ortenstein,  k.  k.  Major. 
Hasslwanter  Anton,  Dr.  jur.,  k.  k.  Hof-  und  Gerichtsadvokat 

in  Wien. 
Hauser  Josef,  Eaufmann. 

Hausmann  Franz  Frhr.  v.  Gutsbesitzer  in  Bozon. 
Hausmann  Johann,  k.  k.  Bibliotheks-Scriptor  in  Olmfitz. 
Hausotter  Johann,  Dr.  pWl.,  k.  k.  Professor  an  der  Lehrer- 

Bildungsanstalt 
Hebenstreit  Benedikt  Ritter  v.,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Hechenberger  Ferdinand,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Brixen. 
Heigl  Peter  Paul,  k.  k.  Bergverwalter. 
Heintl  Franz  Ritter  v.,   k.   k.  Truchsess,   Dr.  jur.,  emerit 

Rektor  magnificus  der  Wiener  Universitat  eta  in  Wien. 
Heiss  Johann,  Gasthalter  zum  Elephanten  in  Brixen. 
Heller  Cainil,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Hellweger  Franz  Historienmaler. 
Hepperger    Carl  von,   Dr.  jur.,   Advokat  zu  Bozen,  Man- 

datar. 
Hepperger  Leopold,  Kaufinann. 
Herr  Gustav,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 


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-    62    — 

Hibler  Gedeon  von,  Kaufmann. 

Hild  Anton,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Kufstein,  Mandator. 

Hinterwaldner  Johann,  k.  k.  Professor  in  Wien. 

Hintner  Valentin,  Dr.  phiL,  k.  k.  Professor  am  akademischen 

Gymnasium  in  Wien. 
H5fel  Jose£  Juwelier. 
HSlzl  Franz,  Kaufmann. 

H5nigl  Dominik,  inftiL  Abt  des  Stiftes  Seitenstetten. 
HSrandtner  Ferdinand,   Hotelbesitzer. 
HBrfarter  Math&os,    Dr.  theoL,  Dekan   und  Stadtpferrer  in 

Kufetein. 
H5rhager  Franz,  HolzhSndler  in  Brixlegg. 
Hortnagel  Andreas,  Hausbesitzer  und  Gemeinderath. 
Hofer  Andreas   Edler   v.,  Dr.  jur.,   k.  k.  Notar,  Landtags- 

und  Reichsraths-Abgeordneter  in  Amstetten. 
Hofer  Anton  Frhr.  v.,  k.  k.  geh.  Rath. 
Hoflacher    Anton,    Dr.   jur.,    k.    k.    Bezirkshauptinann  in 

Landeck. 
Hohenauer  Anton,  Bauunternehmer. 
Hohenbiihel  Carl  Frhr.  v.,  genannt  Heufler  zu  Rasen,  k.  L 
geh.  Rath,  K&minerer  und  Oberlandesgerichts-Pr&sident 
zu  Bozen. 
Hohenbiihel   Ludwig  Frhr.   v.,    genannt  Heufler  zu  Rasen, 

k.  k.  KSmmerer,  Sektions-Chef  i.  P.  zu  Hall. 
Hohenlohe  Constantin  Prinz,  I.  k.  k.  Obersthofineister,  k.  k. 

geh.  Rath  und  Feldmarschall-Lieutenant 
Holzmann  Johann,  k.  k.  Steuereinnehmer. 
Horinek  Anton,  k.  k.  Salinenverwalter  in  Hall. 
Hradeczky  Hermann,  k.  k.  Hofrath. 
Huber  Alfons,  Dr.  phiL,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Hueber  Adolf,  k.  k.  Professor  an  der  Ober-Realschule. 
Hummel  Philipp,  Gemeinderath. 
Hundegger  Jose£  Dr.  jur.,  Advokat  in  Meran. 
Hutter  Willibald,  Ingenieur-Assistent  in  Kufstein. 
Januth  Johann,  Zahnarzt,  mag.  chirurg. 
*  Jeitteles  Adalbert,  Vorstand  der  k.  k.  Universit&ts-Bibliothek. 


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-    63    — 

Jele  Kaspar,  Historienmaler,  k.  k.  Professor  an  der  Ober- 
Realschule. 

Inama-Sternegg  Carl  Theodor  v.,  Dr,  jur.,  k.  k.  Univer- 
sitats-Professor. 

Ingram  Anton  Ritter  v.,  Privat 

Innsbruck,  Stadt  (iramerw&hrendes  Mitglied). 

Isbert  Carl,  Kaufmann. 

J5rg  Johann,  k.  k.  Staatsbuchhalter. 

Johann,  Durchlaucht,  regierender  Ftlrst  von  Lichtenstein 
(Mitglied  auf  Lebensdauer). 

Irschara  Dominik,  inful.  Probst  und  Abt  zu  Neustift. 

JUlg  Bernhard,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitfits-Professor. 

Jung  Julius,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor  in  Prag. 

Kaiser  Max,  Dr.  theol.,  Domcapitular  und  geistlicher  Rath 
in  Miinchen. 

Kapferer  Martin,  Kaufmann. 

Karl  Alexander,  Abt  und  Pralat  des  Stifles  Melk  in  Nieder- 
Oesterreich. 

Karst  von  Karstenwerth  Wilhelm  Ritter  v.,  k.  k.  General- 
major. 

Kastner  Johann,  Stations-Chef  der  Stidbahn  und  Gemeinde- 
rath. 

Katschthaler  Johann,  Dr.  theol.,  k.  k.  UniversitHts-Professor. 

Kempter  Kaspar  Ritter  v.,  k.  k.  Kreisprasident. 

Kerner  Anton  Ritter  v.,  Dr.  med.,  k.  k.  Universitfits- 
Professor. 

Khevenhaller~Metsch  Richard  Fiirst  v.,  k.  k.  K&mmerer, 
Ritter  des  gold.  Vliesses  in  Wien. 

Kiechl  Johann,  Ritter  des  Leopold-Ordens,  k.  k.  Hofrath. 

Kindinger  Eduard  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Ober-Staats- 
anwalt. 

Kirchberger  Alfred,  Handelsmann  in  Brixen. 

Kirchebner  Andreas,  Gaterbesitzer  und  Kaufmann. 

Kirchebner  Anton,  k.  k.  Steuereinnehmer  in  Hall. 

Kirchmayr  Franz,  Kaufmann. 

Klingler  Josef,  k.  k.  Hofrath. 


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—    64    - 

Kliukowstrom  Alfons  von,  k.  k.  Hofrath  in  Wien. 
Knoflach  Carl,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Bozen. 
Komkoiny  Edmund,   Dr.    theol.,  Abt  des  Stiftes  Heiligen- 

kreuz  in  Niederdsterreich. 
Kraft  Joh.  Bapt.  Kaffeehausbesitzer. 
Kreissle  Theodor  Edler  von  Hellborn,  Bankdirektor.    % 
Kreyczi  Franz,   Ministerial-Offizial  im  k.  L  Reichs-Finanz- 

Archiv  in  Wien. 
Kripp  Johann  von,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Krischek   Eduard,   Ministerialrath   im  k.  k.  Ministerium  for 

Kultus  und  Unterrioht  in  Wien. 
Kfinigl   Carl  Graf  v.,  k.  k.  Kainmerer  and  Major  a.  D.  zu 

Ehrenburg. 
KUnigl    Heinrich    Graf   v.,    Deutschordens-Komthur,  L  t 

Hauptmann  u.  s.  w.,  zu  Ehrenburg. 
Ktinz  Max  Fidel,  Dr.  med.,  k.  k.  Bezirksarzt  in  Meran. 
Klirschner  Franz,  Dr.  phil.,  Archivs-Direktor  im  k.  k.  Reichs- 

Finanzministerium  in  Wien. 
Kunerth  Bernard,  k.  L  Salz-Oberamts-Verwalter  in  HalL 
Lachmuller    Wilhelm    Ritter    von,     k.    k.    Landesgerichts- 

Sekretar. 
Lama  Hermann  Ritter  v.,  L  k.  Statthalterei-SekretSn 
Lammel  Anton,  k.  k.  Direktor  der  Oberrealschule. 
Lantschnet  Ludwig,  Dr.  mecl,  Privatdozent 
Larcher  Pius  von,  Dr.  jur.,  k.  k.  Bezirksgerichts-Adjunkt  in 

Bregenz. 
Lasser-Zollheiin  Josef  Frhr.  v.,  k.  k.  Minister  des  Innern. 
Lazansky  Leopold   Graf  v.,  Herrschaftsbesitzer  in  Bdhmen. 
Lazzarini  Ludwig  Frhr.  v.,  k.  k.  Lieutenant  i  P. 
Lecher  Bruno,  Dr.  jur.  k.  k.  Bezirksrichter  in  Bezau. 
Lechleitner  Christian,  Dr.  phil.,  k.  k.  Professor. 
Lechthaler  Anton,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Lienz,  Mandatar. 
Leis  zu  Leimburg  Johann  von,  Ehrendomherr,  Dekan  und 

Stadtpfarrer  zu  Innsbruck. 
Leis  zu  Leimburg  Josef  von,  Tiroler  Landmann,  Gassier  des 

stadt  Oberkammeramts  in  Wien. 


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—    65    — 

Leithe  Friedrich,   Dr.  phil,  Direktor  der  k.  k.  Universit&ts- 

Bibliothek  in  Wien. 
Leitner  Quirin  Bitter  von,    k.    k.  RegieruDgsrath,  Schatz- 

meister    des    Habsburg-Lothringischen    Hausschatzes, 

Direktor  des  k.  k.  Waffen-Musemns  etc.  etc.  in  Wien. 
Lemmen  Alois  von,  k.  k.  Landesgerichts-Adjunkt. 
Leon  Franz  Bitter  v.,  in  Meran. 
Leonardi  C5lestin,  Dr.  jur.,  k.  k.  Hofrath. 
Liebe  Johann  Edler  v.,  Kreutzner,  k.  k.  Zahlamtskassier. 
liebener  Julins  von  Monte-Cristallo,    k.    k.   Statthalterei- 

Concipist. 
Linder  Sebastian,  BtLrgermeister  in  Reutte. 
Lindner  Julins,  k.  k.  Rechnungsdirektor. 
Linser  Johann,  k.  k.  Staatsanwalt. 
Lisch  Johann  Michael,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Lobkowitz  Ffirst  Carl,  Herzog  von  Raudnitz  u.  s.  w.,   Mitr- 

glied  des  Herrenhauses. 
Lodron  Alois  Graf  v.,  Privat. 
L5we  Markus,  Hansbesitzer  und  Wechsler. 
Loos  Hubert  v.,  k.  k.  Feldmarschall-Lieutenant  in  Prag. 
Ludwig  Viktor,  kais.  Hoheit,  Erzherzog  von  Oester- 

reich.     (Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Lutterotti  Eduard  Ritter  v.,  k.  k.  Kreisgerichts-Prasident  in 

Feldkirch. 
Lutterotti  Ludwig  v.,  k.  k.  Statthalterei-Sekretfir. 
Maas  Ferdinand,  k.  k.  Professor  in  Wien. 
Mader  Anton,  k.  k.  Polizeirath. 
Mader  Georg,  Historienmaler. 
Mages  Alois  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath  in  Wien. 
Malfer  Josef,  Giiterbesitzer  und  Altbiirgermeister  in  Auer. 
Malfer  Robert  Ritter  v.  Auerheim,  Giiterbesitzer  in  Auer. 
Manussi  Carl  Ferdinand  Edler   v.,   kais.   Rath   und  k.  k. 

Truchsess  in  Wien. 
Marchesani  Anton,  Magistratsrath. 
Marx  von  Marxberg  Wilhelm  Ritter  v.,  k.  k.  Polizeipr&si- 

dent  in  Wien  (Mitglied  auf  Lebensdauer). 

Ferdinandeums-Zeitschrift.  6 


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—    66    — 

Mathoy  Johann,  geistl.  Rath,  Dekan  mid  Pfarrer  in  Zams. 

Mayer  Alexander,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Bruneck. 

Mayr  Jose£  Baumeister. 

Mayr  Ludwig,  k.  k.  Professor  in  Linz. 

Mayrhofer  Josef,  Dr.  phil.  et  med.,  in  Mlnchen,  Mandator. 

Melchiori  Josef  Graf  v.,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Kreisgerichts-Pra- 

sident,  Landtagsabgeordneter  in  Bozen. 
Menz  Ernst   Hitter  v.,   Dr.  jur.,  k.  k.  Notar  in  Brnneok, 

Mandatar. 
Meran,  Stadtgemeinde. 

Meusburger  Jodok,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Bruneck. 
Meyer  Martin,  Privat 
Miller  Andreas,  k.  k.  Schatz-Inspektor. 
Miller  Johann  von,  Dr.  jar.,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath. 
Mitis  Ferdinand  Bitter  v.,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Ministerialrath  and 

Finanz-Landes-Direktor,  in  Meran. 
M5slein  Martin,  Tischlermeister. 
M5ssl  Andrfi,  Bnchbindermeister. 
M5st  Josef,  Kunsth&ndler. 
Mollerus   Heinrich  Maria  Baron   von,   konigL  Kammerheir, 

in  Gries  bei  Bozen. 
Moser  Cari,  Catechet  an  der  Musterhauptschule. 
Mtiller  Adolf;  k.  k.  Hauptmann. 
MtLller  Johann,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Mntschlechner  Georg,  Seidenfabrikant 
Nebert  Josef,  k.  k.  Postrath. 
Neeb  Phiiipp,  k.  k.  Forstmeister,  Correspondent  der  k.  k. 

Central-Commission  fiir  Bandenkmale,  in  Bozen. 
Neminar  Edmund,  Dr.  phil,  k.  k.  Umversit&ts-Professor. 
Netzer  Tobias,  Papierfabrikant  in  Hall. 
Nenpaner  Ferdinand  Ritter  v.,  k.  k.  Statthalterei-RatL 
Norer  Jakob,  Baumeister. 
Nnssbanmer  Felix,  Dr.  jar.,  k.  k.  Notar. 
Nossbaomer  Johann,  Gemeinderath. 
Oberhuber  Johann,  Dr.  jur.,  k.  k.  Advokat  in  Ried,  Ober- 

Csterreich. 


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—    67    — 

Obexer  Michael,  Kaufinann. 

Obrist  Georg,   L  Amanuensis  der  k.   k.   Universit&ts-Bib- 

liothek. 
Oellacher  Josef,  Cheiniker  und  Apotheker. 
Oellacher  Josef,  Dr.  med.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Onestinghel    Cftsar,    Dr.   jur.,    Advokat,    Landtagsabgeord- 

neter. 
Ortlieb  Leopold,  Privat 
Ottenthal  Albert  v.,  Dr.  med. 
Ottenthal  Friedrich  v.,  k.  k.  Landesrath. 
Pallang  Anton,  k.  k.  Landrichter  in  Meran. 
Panlweber  Michael,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Peche  Ferdinand,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Pechtold  Friedrich  k.  k.  Oberf&rster. 
Peer  Johann,  Dr.  med.  in  Brixen. 
Peer  Josef  Ritter  von,  Dr.  jur.,  Gtiterbesitzer.  (Mitglied  auf 

Lebensdauer). 
Peer  Josef,  Stadtp&rrer  in  Sterzing. 
Pembanr  Josef,  Mosikvereinsdirektor. 
Peek  Edmund  Anton,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath. 
Perathoner  Viktor,  Dr.  phil.,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Perger  Rudolf,  k.  k.  Bezirkshauptmann  LP. 
Pernwerth  Wilhelm  von,  Apotheker  in  Meran. 
Peschke  Alexander,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Sohwaz. 
P&undler  Leopold,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitftte-Professor. 
Pfeifer  Johann,    Sekret&r  Sr.  kais.  Hoheit  Erzherzog  Carl 

Ludwig,  in  Meran. 
Pfretschner  Norbert,  Dr.  mecL,  Gutsbesitzer  in  Jenbach. 
Pfurtscheller  Carl,  Fabrikant  zu  Fulpmes  in  StubaL 
Pichler  Adolf  Ritter  von,    Dr.  mecL,    k.  k.  Universit&ts- 

Professor. 
Pircher  Anton,  Dr.  jur.,  in  Brixen. 
Pircher  Josef,  Dr.  med.,  Kurorstand  in  Meran. 
Pirchl  Wilhelm,  Kanfmann. 
Platter   Julius,    Dr.   jur,,   k.    k.    Unrversit&ts-Professor   in 

Gzernowitz. 

6* 


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-   68    - 

Posch  Max,  Weltpriester,  Lehrer  am  Landes-Taubstommen- 

Institut  in  Hall. 
Prato  Vinzenz  Frhr.  v.,  k.  k.  Hofraih  in  Trient 
Preleuthner  Josef  Ritter  v.,  k.  k.  geh.  Rath,  Pr&sident  des 

k.  und  k.  obersten  Rechnungshofes  in  Wien. 
Preu  August  v.,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Notar  in  Bludenz. 
Pren  Johann  v.,  Direktor  der  Hilfefimter  der  k.  k.  Finani- 

Landes-Direktion. 
Preyer  Josef,  Kaufinann. 

Protmann-Ostenegg  Josef  Frhr.  v.,  k.  k.  Hofirath. 
Puntsohart  Valentin,   Dr.  phil.  et  jur.,  k.  k.  UmversitSte- 

Professor. 
Purtscher  Hugo,  Dr.  jur.,  k.  k.  Advokat    in  Ried,  Ober- 

Csterreich. 
Pusch  Anton,  Dr.  jur.,  Advokat 
Putz  Gottlieb,  Dr.  med.,  AJtbftigermeister  in  Meran. 
Raggl  Josef,  Kaplan  der  Landes-Irrenanstalt  in  Hall. 
Rapp  Franz  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.   k.  Notar. 
Rapp  Johann,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Kaltern. 
R&tky  von  Salamonfa  Emil,  k.  k.  Reichsarchivs-Offirial  in 

Wien. 
Ranch  Felizian,  Buohdrucker  und  Buchh&ndler. 
Rautenkranz  Wilhelm,  k.  k.  Bezirkshauptmann  in  Reutte. 
Regli  Adalbert,  Abt  von  Muri  und  Prior  zu  Gries. 
Reichardt  Johann,  k.  k.  Oberstlieutenant 
Reinhart  Johann,  Hotelbesitzer. 
Reinisch  Ferdinand  Ritter  v.,  Dr.  jur.,  k.  k.  Staatsanwalt- 

Substitut. 
Reisacher  Alois,  Professor  in  Wien. 
Reiss  Simon  AJfons,  Kunst-  und  Musikalienh&ndler. 
Renner  Victor  v.,  Dr.  phil.,  Professor  in  Wien. 
Rhomberg  Adolf,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 
Rhomberg  Albert,  Handelsmann  in  Dornbirn. 
Rhomberg  Rudolf,  Fabriksdirektor. 
Rhomberg  Wilhelm,  Kaufinann'  in  Dornbirn. 
Riccabona  Benedikt  v.,   Fiirstbischof  von  Trient 


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—    69    — 

Riocabona  Ernest  von,  Dr.  jnr.  k.  k.  Gerichts-Adjunkt  in 

Hall. 
Riocabona  Julias  v.,  Dr.  jur.,  Landtagsabgeordneter. 
Riccabona  Ottmar  v.,  Dr.  jnr.,  Notariats-Concipient. 
R5ggla  Josef  Edler  yon  Mayenthal,  k.  k.  Bezirkshauptmann 

in  Imst. 
Rudigier  Franz,  Bischof  in  Linz. 
Salzmann  Johann,  Fabriksbesitzer  in  Dornbirn. 
Sander  Hermann,  k.  k.  Professor  in  Feldkirch. 
Santner  Josef,  k.  k.  Oberwundarzt  in  Triest 
Sarnthein   Gottfried   Graf  v.,   Dr.,  jnr.,  Sekretar  der  k.  k. 

Finanz-Proknratur. 
Sattler  Franz,  k.  k.  Statthalterei-Rath. 
Scari  Josef  von,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Finanzrath. 
Sch&rmer  Alois,  Dr.  jnr.,  GUterbesitzer  in  Prutz. 
Sch&rmer  Christian,  Dr.  jar.,  Advokat  in  Imst,  Mandatar. 
Schaller  Josef  Romed,  k.  k.  Gymnasial-Professor. 
Schenk  Stefan,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschale. 
Schidlach  Franz  Ritter  von,  k.  k.  Feldmarschall-Lieutenant 
Schiestl  Franz,  Schlossermeister. 
Schiestl  Georg,  Dr.  jnr.,  k.  k.  Finanzrath. 
Schletterer  Josef  Ritter  von,  Dr.  jur.,  k.  k.  Oberlandesge- 

richtsrath. 
Schmid  Josef,  Fabrikant  in  Absam. 
Schmidt  Friedrich,  k.  k.  Oberbanrath  in  Wien. 
Schmuck  Heinrich  v.,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschale. 
Schmack  Joachim  v.,  Magister  der  Pharmaoie  in  Salzburg. 
Schneebnrg  Wilhelm  Frhr.  v.,  Domprobst  zu  OlmUtz. 
Schneller  Christian,  k.  k.  Landes-Schnlinspektor. 
Schneller  Josef.,  Dr.  jnr.,  in  Salzburg. 
SchOnbeck  Leopold  Ritter  v.  Rothenau,  k.  k.  Oberfinanzrath. 
SchOnherr  David,  Dr.  phil.,  kais.  Rath. 
Sch5pfer  Anton,  Hof-  and  Stadtapotheker. 
Scholz  Ednard,  k.  k.  Landes-Schulinspektor. 
Schranz  Josef,   Dr.  jar.,  k.  k.  Finanz-Concipst  in  Triest 
Schueler  Josef,  Burgermeister  der  Stadt  Bozen. 


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—    70    - 

Sohuler  Johann,  k.  k.  Professor  und  Bezirka-Scfaulinspektor. 
Schullern  Anton  Ritter  yon,  Sekretfir  des  Ferdinfcndenms. 
Schumacher  Anton,  Buchdruckereibesitzer  und  Buchhlndler, 

Gemeinderath. 
Schuster  Franz,  Dr.  jur.,  Advokat. 
Schwaighofer  Ferdinand,  Kunstmtthlenbesitzer  in  HalL 
Schwarz  Anton,  Gymnasial-Direktor  in  Horn. 
Schwara  Carl  Frhr.  v.,  k.  k.  Baurath  und  Realititen-Be- 

sitzer  in  Wien.  (Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Schwarzenberg  Johann   Adolf,    F&rst,   Mitglied  des  teterr. 

Herrenhanses.     (Mitglied  auf  Lebensdauer). 
Schwertling  Carl  Bitter  v.,  k.  k.  Hofrath  und  Berirkshanpt- 

mann  in  Bregenz. 
Semper  Hanns,  Dr.  phil.,  Privatdocent 
Semrad  Ferdinand,  k.  k.  Oberbaurath. 
Senn  Thomas,    Dr.  jur.,  k.  k.  Advokat  in   Ried,  Ober- 

5sterreioh. 
Settari  Franz,  Dr.  med.,  in  Meran. 
Sevignani  Bernard,  k.  k.  Landesgerichtsrath  in  Bozen. 
Siebinger  Josef,  k.  k.  Gymnasial-Direktor,  in  Graz. 
Sizzo-Noris  Heinrich  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer,  in  Trient 
Spagnoli  Dominik,  k.  k.  Major. 
Speckbaoher  Josef,  k.  k.  Adjunkt  bei  der  Hilfs&mter-Direk- 

tion  des  k.  k.  Oberlandesgerichtes. 
Staffler  August,  Privat 
Stainer  Engelbert,  Formator. 

Staller  Josef,  Dr.  und  Professor  der  Theologie  zu  Brixen. 
Stapf-Ruedl  Anton,  k.  k.  Postbeamter. 
Stapf-Ruedl  Josef,  Magistrate- Adjunkt 
Sterner  yon  Felsbuig  Albreoht,  Historienmaler  und  Haus- 

besitzer. 
Sterner  Max,  Antiquit&ten-H&ndler. 
Steinlechner  Paul,  Dr.  jur.,  k.  k.  Unrrersit&ts-Professor. 
Stentz  Anton,  Naturhistoriker  zu  Neusidel  am  See,  (Aequhr.) 
Sternbaoh  Ferdinand  Frhr.  v.,  HerrschaftsbesiUer  zu  Tries* 

in  M&hren, 


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—    71    — 

Sternbach  Ferdinand  Frhr.  v.,  Reiohsraths-Abgeordneter  in 

Mtihlau. 
Sternbach  Leopold  Frhr.  v.,  k.  k.  K&mmerer,  Gutsbesitzer. 
Stippler  Johann  Baptist,  fiirstb.  Hofkaplan  in  Brixen. 
Stooker  Konrad,  Kanfinann. 
Stolz  Otto,  Dr.  phiL,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Stolz  Otto,  Dr.  jur.,  Advokat  and  BtLrgermeister  in  Hall. 
Straub  Adolf  Ritter  v.,  k.  k.  Hdfrath. 
Strauss  Ednard,  k.  k.  Hofballmusik-Direktor,  Ritter  hoher 

Orden  u.  s.  w.  in  Wien. 
Strele  Rudolf,  kaiserl.  Rath  und  Bezirkshauptmann  in  Borgo. 
Strimmer  Sebastian,  k.  k.  Htittenamts-Controllor  in  Brixlegg. 
Strobele  Carl,  k.  k.  Statthaltereirath  in  Bozen. 
Stumpf-Brentano  Carl,  Dr.  phiL,  k.  k.  Universit&ts-Profesgor. 
Sturm  Josef,  k.  k.  Residenz-  und  Sohlossverwalter. 
Suda  Franz,  k.  k.  Forst-CommissSr  in  Roveredo. 
Suppaneg  Felix,  Fabriks-Direktor. 
Taaffe  Eduard  Graf  yon,  k.  k.   Geheimer  Rath   und 

Statthalter  von  Tirol  und  Vorarlberg. 
Taochi  Josef,  k.  k.  Oberlandesgerichtsrath. 
Tappeiner  Franz,  Dr.  med.,  zu  Meran. 
Tegischer  Josef,  Professor  der  Theologie  zu  Brixen. 
Terlago  Robert  Graf  v.,  Gflterbesitzer  in  Terlago. 
Thaler  Josef,  Dr.  med.,  Stadtphysikus  in  Brixen. 
Theiner  Josef,  Dr.  mecL,  in  Meran. 
Theser  Ernst,  Dr.  jur.,  k.  k.  Universitats-Professor. 
Thomas  Alfred,  Inspektor  der  k.  k.  priv.  SUdbahn. 
Than  Emanuel  Graf  v.,  k.  k.  K&mmerer  in  Trient. 
Than  Franz  Graf  v.,   k.  k.  Feldmarsohall-Lieutenant   und 

landesvertheidigungs-Oberkonunandant 
Thun-Sardagna  Franz  Graf  von,  k.  k.  K&mmerer. 
Thun  Matteo  Graf  v.,  in  Trient. 
Thurn  und  Taxis  Alexander  Graf  v.,  k.  k.  Bezirks-Com- 

missftr  in  Sohwaz. 
Thurn  und  Taxis  Emerich  Prinz,  k.  k.  General  der  Eavallerie 

und  Oberststallmeister  Seiner  Majestftt  des  Kaisers,  in  Wien. 


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-    72    - 

Thurwieser  Johann,  Gutsbesitzer  in  Kramsach. 

Toggenborg  Georg  Bitter  v.,    k.   k.   geh.  Rath    in  Boxen. 

(Mitglied  auf  Lebensdaner). 
Trafojer  Johann,  k.  k.  Landesgerichtsrath. 
Traonpler  Carl,  Obereinnehmer  des  k.  k.  Hauptzollamtes. 
Trapp  Oswald  Graf  v.,  k.  k.  Kammerer  and  Statthalterei-Rath 
Trentinaglia   Carl   v.,    k.   k.   pens.  Kreisgerichts-Prfises  in 

Rovigo. 
Trientl  Adolf,  Kaplan,  Besitzer  des  gold.  Yerdienstkrenzes 

mit  der  Krone  in  Hall 
Trientl  Tobias,  Stadtpfarrer  in  Hall. 
Tschavoll  J.  A.  Ritter  v.,  Fabriksbesitzer  in  Feldkirch. 
Tschiderer  Ernst  Frhr.  y.,  k.  k.  Kammerer. 
Tschoner  Ferdinand,  Kaufmann. 
Tschurtschenthaler  Anton,    Dr.   med.,    k.    k.    Universitite- 

Professor. 
Tschurtschenthaler  Franz,  Gemeinderath. 
Tschurtschenthaler  Johann,  Dr.  jur.,  k.  k.  Notar   und  Spar- 

kasse-Direktor. 
Tschurtschenthaler  Josef  Kaufmann. 
Tschurtschenthaler  Ludwig,  Kaufmann. 
Turner  Leo,  k.  k.  Oberbergrath  in  Brixlegg. 
Dllmann  Emanuel,  Dr.  jur.,  k.  k.  Universit&ts-Professor. 
Dnterberger  Carl,  k.  k.  Bezirks-Schulinspektor. 
Unterberger  Ernst,  Kunsth&ndler. 
Dnterberger  Franz,  Maler  in  Brftssel. 
Val  de  Liivre  Anton,  Dr.  jur.,   k.  k.  Universitats-Professor. 
Venturini  Carl,   Gomm.  Dr.  med.,   und  Consul  zu  Anoona. 
Verdross  Sebastian,  Gfiterbesitzer  in  Meran. 
Vintler  Friedrich  v.,  landschaftl.  Rechnungsrath  in  BrunecL 
Vintschgau  Max  Ritter   v.,   Dr.   me(L,    k.   k.  Universitats- 
Professor. 
Visneider  Anton,  Kaufmann. 
Vogl  Franz,  Dr.  jur.,  k.  k.  Bezirkshauptmann. 
Vorhauser  Johann,   Ritter   des   Ordens  der  eisernen  Krone 

HI.  Klasse,  k.  k.  Hofrath. 

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—    73    — 

Vorhauser  Raimund,  k.  k.  Oberfinanzrath. 

Wachtler  Albert,  Kaufmann  in  Bozen. 

Walde  Carl  AL,  Kaufmann. 

Waldner  Franz,  Dr.  med.,  in  Steinach. 

Walln5fer  Johann,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Meran. 

Wedl  Josef  Viktor,  Dr.  jur.,  Advokat  und  Reichsrathsabge- 

ordneter  in  Wiener-Neustadt 
Weiler  Josef,  k.  k.  Professor  an  der  Oberrealschule. 
Weinhart  Eduard  v.,  zu  Thierburg  und  Vollandsegg,  Reali- 

t&tenbesitzer  in  Obermais. 
Welponer  Paul,  Kaufinann  in  Bozen, 
Welsperg  Wolfgang  Graf  v.,'k.  k.  Oberst  in  Brixen. 
Wenter  Alois,  k.  k.  Oberingenieur. 
Werner  Franz,  Dr.  jur.,  I.  Magistratprath. 
Weyrer  Caspar,  Pfarrer  in  Mariahilf. 
Widmann-Staflfelfeld  Hermann  v.,  Bergwerksbesitzer  zu  St  Zeno. 
Wiedemann  Franz,  Inspektor  der  Azienda  Assicuratrice  in 

Triest,  Mandatar. 
Wiedmann  Otto  v.,  Dr.  jur.,  Advokat  in  Salzburg. 
Wieser  Franz,  Dr.  phil.  k.  k.  Professor. 
Wieser  Johann,  k.  k.  Statthaltereirath. 
Wieser  Ludwig  Ritter  v.,  k.  k.  Hofrath. 
Wiesler  Peter,  Abt  von  Marienberg. 
Wilczek    Hanns    Graf   v.,  k.   k.   Kftmmerer,   Mitglied   des 

Herrenhauses,  in  Wien. 
Wilczek  Heinrich  Graf  v.,  k.  L  K&inmerer  etc.  in  Szemer^d. 
Wildauer  Albert,  Abt  und  Prftlat  des  Stifles  Fiecht 
Wildauer  Tobias  Ritter  von,  Dr,  phil.,  k.  k.  Universit&ts- 

Professor. 
Wilhelm  Friedrich,  Kaufmann. 
Wilten  Chorherrenstift. 
Winkler  Franz,  Apotheker. 
Winkler  Josef,  Grundsteuer-Regulirungs-Referent 
W5rz  Josef  Ritter  v.,  Reichsrathsabgeordneter  in  Matrey. 
Woda  Adolf,  Handelsherr,  Zentraldirektor  des  Wiener  Wohl- 

thatigkeite-Vereines,  in  Wien, 


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—    74    — 

Wolf  Johann  Liberat,  Dr.  phiL,  Professor  am  k.  k.  Gym- 
nasium in  Triest 

Wolf  Johann,  Baameister  in  Brixlegg. 

Wolkenstein-Rodenegg  Arthur  Graf  v.,  k.  k.  Kimmerer, 
Landtagsabgeordneter,  k.  k.  Haaptmann  in  der  Land- 
wehr. 

Wolkenstein-Trostburg  Leopold  Graf  v.,  k.  L  get  Bath 
und  K&mmerer  in  Trient 

Wopfiier  Franz,  Buchhalter. 

WUrstl  Josef,  k.  k,  Bezirkshauptmann  in  KitzbichL 

Wtirzer  Julias,  Dr.  jar.,  k.  k.  Notar  in  Bozen. 

Zallinger  Josef  v.,  k.  k.  Hofirath. 

Zelger  Josef,  Kanfmann. 

Zelinka  Carl,  Eisenbahn-Inspektor. 

Zerzer  Josef  Max,  k.  k.  Bezirksrichter. 

Zieglauer  Johann  v.,  Burgermeister  and  Stadtapotheker  in 
Bruneck. 

Zingerle  Anton,  Dr.  phil.,  k.  k.  Uaiversit&ts-Professor. 

Zingerle  Ignaz,  Dr.  phil.,  k.  k.  Universitats-Professor. 


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Verzeichniss 

der  Institute  and  gelehrten  Gesellsohaften,  mit  denen   das 
Ferdinandeum  in  Tauschverbindung  steht 


Aaran: 

Historische  Gesellschaft  des  Kantons  Aargau. 
Agram: 

Yerein  far  stldslavische  Geschichte. 
Altenbnrg: 

Gesellschaft  der  Geschichts-  nnd  Alterthumsforscher. 
Amsterdam: 

Acad&nie  Royale  des  sciences. 
Ansbach: 

Historischer  Verein  fflr  Mittelfranken. 
Augsburg: 

Historischer  Yerein  von  Schwaben  und  Neuburg. 

Naturhistorischer  Verein. 
Bamberg: 

Historischer  Yerein  fttr  Oberfranken. 

Naturforschende  Gesellschaft 
Basel: 

Historische  Gesellschaft. 

Gesellschaft  fiir  vaterl&ndische  Alterthttmer. 

Naturforschende  Gesellschaft. 
Bayreuth: 

Historischer  Yerein  fQr  Oberfranken 


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—    76    — 

Berlin: 

Kftnigl.  Akademie  der  Wissenschaften. 

Verein  fiir   Geschichte  der  Mark  Brandenburg. 

Entomologischer  Verein.       \ 

Botanischer  Verein  far  die  Provinz  Brandenburg. 
Bern: 

Eidgen5ssisclies  Bundes-Archiv. 

Soci6t£  helv^tique  des  sciences  naturelles. 

Naturforschende  Gesellschaft  in  Bern. 

Schweizerische  geologische  Commission. 

Historischer  Verein  des  Kantons  Bern. 

AHgemeine  Geschichtforschende  Gesellschaft  der  Schweiz. 
Bologna: 

Accademia  delle  scienze. 
Bonn: 

Yerein  yon  Alterthumsfreunden  im  Rheinlande. 

Naturhistorischer  Verein   der  preuss.  Rheinlande  and 
Westfalens. 
Boston: 

Society  of  Natural  History. 
Brandenburg  a.  H. 

Historischer  Verein. 
Bregenz: 

Das  Museum  fur  Vorarlberg. 
Bremen: 

Naturwissenschaftlicher  Verein. 
Breslau: 

Verein  fur  Geschichte  und  Alterthum  Schlesiens. 

Scblesische  Gesellschaft  far  vaterlandische  Kultur. 
Brflnn: 

Bistorisch-statistische  Sektion  der  k.  k.  mahrisch- 
schles.  Gesellschaft  fur  Ackerbau-,  Natur-  und  Lan- 
deskunde. 

per  Werner -Verein  zur  geologischen  Durchforschung 
von  Mahren  und  Schlesien. 

per  hohe  mahrische  Landesausschuss. 


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—    77    — 

Der  naturforschende  Verein. 
Brtlssel: 

Acad&nie  Royale  des  sciences  etc. 
Cairo: 

Society  Kh&liviale  de  Geographic 
Chemnitz: 

Verein  fur  Chemnitzer  Geschichte. 
Cherbourg: 

Soci&6  nationale  des  sciences  naturelles. 
Christiana: 

University  Royale  de  Norvege. 
Chur: 

Naturforschende  Gesellschaft  Graubiindens. 

Bundnerische  geschichtsforschende  Gesellschaft. 
Darmstadt: 

Historischer  Verein  far  das  Grossherzogthum  Hessen. 
Donaneschingen: 

Verein  fiir  Geschichte  and  Natnrgeschichte    der  Baar 
und  der  angrenzenden  Landestheile. 
Dresden: 

Kais.  Leop.  Carolinische  deutsche  Akademie  der  Natur- 
forscher. 
Durkheim: 

Pollichia,     Naturwissenschaftlicher  Verein  der  Rhein- 
pfelz. 
Erfurt: 

Verein  fur  die  Geschichte  und  Alterthumskunde   yon 
Erfurt 
Frankfurt  a.  M. 

Verein  fur  Geschichte  und  Alterthumskunde. 
Frauenfeld: 

Historischer  Verein  des  Kantons  Thurgau. 
Freiberg: 

Freiberger  Alterthumsverein. 
Freiburg  i  d.  Schweiz: 

Soci&6  d'Histoire  du  Canton  de  Frybourg. 


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—    78    - 

Freiburg  im  Breisgau: 

Gesellschaft  zur  Beffirderung  der  Geschichts-,   Alter- 
thums-  and  Volkskunde. 
Genf: 

Soci^  d'Histoire  et  d'Archfologie. 
Giessen: 

Oberhessisohe  Gesellschaft  for  Natur-  and  Heilkunde. 
Glaras: 

Historischer  Verein  des  Kantons  Glaras. 
GSrlitz: 

Oberlaasitzische  Gesellschaft  der  Wissenschaften. 
Graz: 

Joanneom. 
Historischer  Verein. 

Natorwissenschaftlicher  Verein  fur  Steiermark. 
Greifswald: 

Greifewalder  Abtheilong  der  Gresellschaft  fur  Pommenche 
Geschichte  and  Alterthamskande. 
Hall  (in  Wttrttemberg). 

Historischer  Verein  far  das  wurttembergische  Fmnken. 
Halle: 

Thuringisch-s&chsischer    Verein    far    Erforschung    des 
vaterl&ndischen  Alterthums. 
Hamburg: 

Verein  fur  Hamborgische  Geschichte: 
Hannover: 

Historischer  Verein  far  Niedersachsen. 
Natorhistorische  Gesellschaft. 
Hermannstadt: 

Verein  fur  siebenbflrgische  Landeskunde. 
Siebenborgischer  Verein  ftbr  Natarwissenschaften. 
Jena: 

Verein  f&r  thunngisch--s&chsische  Gesohichta 
Innsbruck: 

Naturwissensohaftlich-medizinischer  Verein. 
Forstverein  far  Tirol  and  Vorarlherg. 


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—    79    — 

Kassel: 

Verein  fCLr  hessische  Geschichte  und  Landeskunde. 
Kiel: 

Schleswig-Holstein-Lauenburgische  Gesellschaft  f&r  vater- 
Htadische  Geschichte. 

Naturwissensohaftlicher  Verein  f&r  Schleswig-Holstein. 
Klagenfurt: 

Historischer  Verein  f&r  Karnten. 

Naturhistorisches  Landes-Museum. 
K61n: 

Historischer  Vetein  f&r  Niederrhein. 
Kdnigsberg: 

K5nigliche  Fhysikalisch-Skonomische  Gesellschaft 
Laibach: 

Historischer  Vereb  f&r  Krain. 
Landshat: 

Historischer  Verein  von  nnd  f&r  Niederbayern. 

Botanischer  Verein. 
Lausanne: 

Soci6t6  d'Histoire  de  la  Suisse  Romande. 
Leiden: 

Maatschappiy  der  nederlandschen  Letterkunde. 
Linz: 

Das  Museum  Francisco-Carolinum. 

Verein  f&r  Naturkunde  f&r  Oesterreich  o.  £. 
London: 

Royal  Society. 
L&beck: 

Verein    f&r  Lflbeckische  Geschichte    und  Alterthums- 
kunde. 

L&neburg: 

Alterthums-  Verein. 

Luxemburg: 

La  Section  historique  de  l'lnstitut  royal  grand-ducal  de 
Luxembourg. 


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—    80    — 

Luzern: 

Historischer  Verein  der  5  Orte:  Luzern,   Uri,   Schwyz, 
Unterwalden  and  Zug. 
Lyon: 

Acad&nie  de  sciences  etc. 

Soci&6  Iinn£enne. 

Soci&6  d' Agriculture. 
Madrid: 

Academia  de  ciencias. 
Magdeburg: 

Naturwissenschaftlioher  Verein. 
Mainz: 

Verein  zur  Erforschung  der  rheinischen  Greschichte  nnd 
AlterthtLmer. 
Marienwerder: 

Historischer  Verein. 
Meiningen: 

Verein  fur  Hennebergische  AlterthtLmer. 

MUnchen: 

Konigl.  Akademie  der  Wissenschaften. 

Das  k.  b.  Reichsarchiv. 

Historischer  Vereiu  von  und  f&r  Oberbayern. 

Miinchner  Alterthums- Verein. 

Deutscher  und  Oesterreichischer  Alpenverein. 
MtLnster: 

Verein  fur  Greschichte  und  Alterthumskunde  Westfeleos. 

Nancy: 

Soci&6  de  sciences. 

Neuchatel: 

Soci£t6  des  sciences  naturelles. 
New-York: 

American  G-eographical  and  Statistical  Society. 
Nttrnberg: 

Germanisches  Museum. 

Naturhistorischer  Verein. 


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—   81    — 

Offenbach: 

Verein  ftir  Naturkunde. 
Oldenburg: 

Oldenburger  Landesverein  ffir  Alterthumskunde. 
Osnabriiok: 

Historischer  Verein. 

Naturwis8enschaftlicher  Verein. 
Pest: 

Magyar  tudomanyos  Aoad&nia. 

Die  k.  ungar.  geologische  Anstalt. 
Petersburg: 

Aoad&nie  Imperiale  des  sciences. 

Archaologische  Gesellschaft 

Bibliotheque  Imperiale  Archfologique. 

Jardin  Imperial  de  Botaniqne. 
Philadelphia: 

Academy  of  Natural  Sciences. 
Prag: 

Verein  ffir  Geschichte  der  Deutschen  in  BShinen. 

KOnigl.  B5hm.  Gesellschaft  der  Wissensohaften. 
Presburg: 

Verein  fur  Natur-  und  Heilkunde. 
Regensburg: 

Historischer  Verein  ffir  Oberpfalz  und  Regensburg. 

Zoologisch-mineralogischer  Verein. 
Reichenberg: 

Verein  der  Naturfreunde. 
Salzburg: 

Carolina-Augusteum. 

Gesellschaft  ffir  Salzburger  Landeskunde. 
Schaffhausen: 

Historisch-antiquarischer  Verein  des  Kantons  Schaff- 
hausen. 

Schweizerische  entomologische  Gesellschaft. 
Schmalkalden: 

Verein  ffir  Hennebergische  Geschichte  und  Landeskunde 

FerdinAndeumi-Zeitechrift.  6 

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—   82   - 

Schwerin: 

Verein    far    mecklenburgische  Gesehichte    und  Alter- 

thumskuncle. 
St.  Gallen: 

St  Gallische  naturwissenschaftliche  Gesellschaft. 

BGstorischer  Verein: 
Stettin: 

Entomologischer  Verein. 
Stockholm: 

E5niglich  schwedische  Akademie  der  Wissenschaften. 
Stuttgart: 

Das  k5nigliche  Staats-Archiv. 

Wiirtembergischer  Alterthumsverein. 
Tettnang-Friedriohshafen: 

Verein  far  Gesehichte  des  Bodensee's  und  seiner  Um- 

gebung. 

Triest: 

Societa  Adriatica  di  Scienze  naturall 

Ulm: 

Verein  fiir  Kunst  und  Alterthum. 

Washington: 

Smithsonian  Institution. 

United  States  Patent  Office. 

U.  S.  Coast  Survey. 
Wernigerode: 

Harz-Verein  fur  Gesehichte  und  Alterthumskunde. 

Wien: 

KaiserL  Akademie  der  Wissenschaften. 

K.  k.  Centralkommission  zur  Erforschung  und  Erhal- 

tung  der  Baudenkmale. 
K.  k.  Geologische  Reichs-Anstalt 
Der  Alterthums-Verein. 
E.  k.  Zoologisch-botanische  Gesellschaft 
E.  k.  Geographische  Gesellschaft. 
Verein  far  Landeskunde  von  NiederSsterreich. 


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—    83    — 

Verein  zur  Verbreitung  naturwissenschaftlioher  Kennt- 
nisse. 

Der  heraldische  Verein  9Adler*. 
Wiesbaden: 

Historischer  Verein  fur  Nassau. 

Verein  fQr  Naturkunde  in  Nassau. 
Wtlrzburg: 

Historischer  Verein  fQr  Unterfranken  und  Aschaffen- 
bnrg. 
Zurich: 

Gesellschaft  fQr  yaterl&ndische  Alterfhttmer. 

Naturforschende  Gesellschaft. 
Zwickau: 

Verein  fur  Naturkunde. 


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/s. 


Inhaltsverzeichniss. 


X   Geachichtliche  Abtheilung.  Seite 

Sehneller  Christian*     Anton  Falger  ttnd  das  Lechthal  1 

Buf  Seb.,  Doctor  Johannes  Fnchsmagen  1469—1510  93 

U.  NaturwiBsenBChaftliche  Abtheilung. 

Cftthreln  Dr.   Alois*     Die   geognostischen   Verhaltnisse   der 

WildschOnaa  .         .  • 12S 

DftllA-Torre,  Br*  Karl  T*    Die  Apiden  Tirols.    (Fortsetznng 

and  Schlass) 158 

Vereinsbericht  in 

Rechnungs-Ausweise H 

Spezielles  Verzeichniss  aller  dem  Museum  in  den  Jahren  1874, 

1875,  and  1876  zugewachsenen  Gegenstande.  1 

Personalstand  des  Ferdinandeoms  1877 51 

Verzeichniss   der   Institute    und   gelehrten    Gesellschaften ,   mil 

denen  das  Ferdinandeom  in  Tauschverbindung  stent  .        .  76 


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